Tripura Tapini Upanishad: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Tripura Tapini Upanishad''', auch geschrieben | '''Tripura Tapini Upanishad''', (Sanskrit: त्रिपुरातापिन्युपनिषत्, ''tripurātāpinyupaniṣat'' f. )auch geschrieben Tipuratapani Upanishad, ist eine der kleineren [[Upanishade]]n. Sie ist eine Upanishad zur [[Verehrung]] der [[Göttliche Mutter|Göttlichen Mutter]], genannt [[Tripura]]. Sie ist eine Interpretation eines [[Gayatri]] [[Mantra]]s sowie des [[Mahamrityunjaya Mantra]]s, [[Om Tryambakam]]. Sie gehört zu den sogenannten [[Vidya]]s, den Quellen göttlicher [[Weisheit]]. | ||
[[Datei:Tripura_sundari.jpg|thumb|Tripura Sundari - die Höchste Göttin, aus der alle anderen Aspekte des Göttlichen hervorgehen]] | [[Datei:Tripura_sundari.jpg|thumb|Tripura Sundari - die Höchste Göttin, aus der alle anderen Aspekte des Göttlichen hervorgehen]] | ||
Die '''Tripuratapini Upanishad''' (Sanskrit: त्रिपुरातापिन्युपनिषत्, ''tripurātāpinyupaniṣat'') gehört zur Gruppe der [[Shakta Upanishad]] und wird in der [[Muktika Upanishad|Muktika-Liste]] dem [[Atharvaveda]] zugeordnet. Im Mittelpunkt steht Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und [[Brahman]] in der Sprache der Shri Vidya. Ihr Sanskrittext ist in unterschiedlichen Handschriften und Druckausgaben nicht immer gleich gegliedert; die folgende Ausgabe folgt der vollständig überlieferten Sanskrit-Documents-Fassung und nennt die verwendete Textgrundlage. | |||
Inhaltlich behandelt die Schrift vor allem fünf Kapitel über Kutas, Mantras und Shri Chakra; [[Shiva]] und [[Shakti]]; Übergang von Ritual zu nichtdualer Erkenntnis. Sie verbindet die Autorität der [[Upanishaden]] mit dem jeweiligen geistigen Milieu ihrer Überlieferung. Darum sollte sie zugleich aufmerksam, traditionssensibel und mit philosophischem Unterscheidungsvermögen gelesen werden. | |||
[[Datei:Meditation_Yoga_Praxis_Yogapraxis_Hatha_Yoga.jpg|thumb|Die Tripuratapini Upanishad lädt dazu ein, ihre Symbole in eine lebendige Praxis von Erkenntnis, Hingabe und innerer Sammlung zu verwandeln.]] | |||
Für heutige Übende ist entscheidend, dass [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga] hier nicht auf Körperübungen verkürzt wird. Studium, ethische Läuterung, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], Hingabe und [[Selbsterkenntnis]] bilden einen Zusammenhang. Historische Ritualvorschriften oder außergewöhnliche Wirkungsbehauptungen werden in diesem Artikel als Quelleninhalt erklärt; sie sind nicht automatisch moderne Übungs- oder Heilversprechen. | |||
==Swami Sivananda über die Tripura Tapini Upanishad== | ==Swami Sivananda über die Tripura Tapini Upanishad== | ||
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Als nächstes wollen wir das [[Karmakanda]] der Tripura-Verehrung darlegen. Diese Shakti oder auch die [[Adimaya]] leitet das Höchste [[Brahman]]. Dieses Brahman ist das Absolute Wissen und wird auch Paramatman genannt. Dieses Höchste Wesen ist der Zuhörer, der Kenner, der Sehende, der Befehlsgeber/Feldherr, der Wahrnehmende und die Höchste [[Purusha]]. Dieses Wesen wohnt als Atman allen Lebewesen inne. Das ist das, was es zu wissen gibt. Es gibt die Nicht-Welt, die Nicht-Nicht-Welt, der Nicht-Gott, der Nicht-Nicht-Gott, das Nicht-Lebewesen und das Nicht-Nicht-Lebewesen. So leuchtet das Nirvana und es wird Para-Brahman genannt. | Als nächstes wollen wir das [[Karmakanda]] der Tripura-Verehrung darlegen. Diese Shakti oder auch die [[Adimaya]] leitet das Höchste [[Brahman]]. Dieses Brahman ist das Absolute Wissen und wird auch Paramatman genannt. Dieses Höchste Wesen ist der Zuhörer, der Kenner, der Sehende, der Befehlsgeber/Feldherr, der Wahrnehmende und die Höchste [[Purusha]]. Dieses Wesen wohnt als Atman allen Lebewesen inne. Das ist das, was es zu wissen gibt. Es gibt die Nicht-Welt, die Nicht-Nicht-Welt, der Nicht-Gott, der Nicht-Nicht-Gott, das Nicht-Lebewesen und das Nicht-Nicht-Lebewesen. So leuchtet das Nirvana und es wird Para-Brahman genannt. | ||
== Tripuratapini Upanishad – Sanskrit (IAST), Übersetzung und Wort-für-Wort-Erläuterung == | |||
Die folgende Studienfassung gibt jeden nummerierten Vers einzeln wieder. Unmittelbar unter jedem Vers beziehungsweise jeder klar abgegrenzten Prosas Sinneinheit stehen die deutsche Übersetzung und die Wort-für-Wort-Erläuterung. Sanskrit-Komposita und Sandhi-Verbindungen werden dort, wo eine künstliche Trennung irreführend wäre, ausdrücklich als zusammenhängende Wortgruppe erklärt. | |||
'''Eröffnungsvers der Tripuratapini Upanishad''' | |||
tripurātāpinīvidyāvedyacicchaktivigraham |<br> | |||
vastutaścinmātrarūpaṃ paraṃ tattvaṃ bhajāmyaham ||<br> | |||
'''Traditioneller Eröffnungsvers zur Verehrung der Lehre über Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und [[Brahman]] in der Sprache der Shri Vidya.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''paraṃ'' – höchstes; jenseitiges; ''tattvaṃ'' – Wirklichkeit; Prinzip; ''tripurātāpinīvidyāvedyacicchaktivigraham vastutaścinmātrarūpaṃ bhajāmyaham'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Traditioneller Eröffnungsvers zur Verehrung der Lehre über Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und Brahman in der Sprache der Shri Vidya.“. | |||
'''Shanti-Mantra der Tripuratapini Upanishad''' | |||
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ || bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ ||<br> | |||
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ || vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ ||<br> | |||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ || svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ ||<br> | |||
svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ || svasti no bṛhaspatirdadhātu ||<br> | |||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||<br> | |||
'''[[Om]]. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''oṃ'' – Om, die heilige Silbe ([[Om]]); ''bhadraṃ'' – Heilvolles; Gutes; ''karṇebhiḥ'' – mit den Ohren; ''śṛṇuyāma'' – mögen wir hören; ''devāḥ'' – die Götter; o Götter; ''vyaśema'' – mögen wir erfüllen; ''svasti'' – Heil; Wohlergehen; ''na'' – nicht; ''śāntiḥ'' – Frieden; ''paśyemākṣabhiryajatrāḥ sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ devahitaṃ yadāyuḥ indro vṛddhaśravāḥ naḥ pūṣā viśvavedāḥ nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ no bṛhaspatirdadhātu'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von …“. | |||
'''Textabschnitt 1 Tripuratapini Upanishad''' | |||
hariḥ oṃ ||<br> | |||
athaitasminnantare bhagavānprājāpatyaṃ vaiṣṇavaṃ vilayakāraṇaṃ<br> | |||
rūpamāśritya tripurābhidhā bhagavatītyevamādiśaktyā bhūrbhuvaḥ svastrīṇi<br> | |||
svargabhūpātālāni tripurāṇi haramāyātmakena hīṅkāreṇa hṛllekhākhyā<br> | |||
bhagavatī trikūṭāvasāne nilaye vilaye dhāmni mahasā ghoreṇa prāpnoti |<br> | |||
'''Nun, in dieser Sphäre (der Unwissenheit) wird der Herr (Sadasiva), der die Gestalten von Prajapati, [[Vishnu]] und Rudra annimmt, zur Göttin Tripura ernannt. Durch Seine urzeitliche Macht werden die drei Wohnorte gestaltet - die Erde, die Atmosphäre und die Himmel, oder die Himmel, die Erde und die Unterwelt. In Form von Hrim, identisch mit der [[Maya]] von Hara, durchdringt die göttliche Hrillekha mit ihrer schrecklichen Macht den Endpunkt der drei Gipfel (über der Kreuzung der beiden Augenbrauen), den Sitz des Gleichgewichts der drei Gunas und die Region, in der sich die Welt der Objekte auflöst.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''hariḥ'' – Hari; ''oṃ'' – Om, die heilige Silbe ([[Om]]); ''prāpnoti'' – erlangt; ''athaitasminnantare bhagavānprājāpatyaṃ vaiṣṇavaṃ vilayakāraṇaṃ rūpamāśritya tripurābhidhā bhagavatītyevamādiśaktyā bhūrbhuvaḥ svastrīṇi svargabhūpātālāni tripurāṇi haramāyātmakena hīṅkāreṇa hṛllekhākhyā bhagavatī trikūṭāvasāne nilaye vilaye dhāmni mahasā ghoreṇa'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Nun, in dieser Sphäre (der Unwissenheit) wird der Herr (Sadasiva), der die Gestalten von Prajapati, Vishnu und Rudra annimmt, zur Göttin Tripura ernannt. Durch Seine urzeitliche Macht werden die drei Wohnorte …“. | |||
'''Textabschnitt 2 Tripuratapini Upanishad''' | |||
saiveyaṃ<br> | |||
bhagavatī tripureti vyāpaṭhyate |<br> | |||
tatsaviturvareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |<br> | |||
dhiyo yo<br> | |||
naḥ pracodayāt paro rajase sāvadom |<br> | |||
jātavedase sunavāma somamarātīyato<br> | |||
nidahāti veda |<br> | |||
sa naḥ parṣadati durgāṇi viśvā nāveva sindhuṃ duritātyagniḥ |<br> | |||
'''Über diesen entzückenden Glanz des göttlichen Schöpfers meditieren wir; möge Er unsere Gedanken inspirieren - Der jenseits aller Dunkelheit ist, Om. Lasst uns zum allwissenden Feuer die Somapresse, die von unseren Feinden der Reichtum verbraucht;''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''devasya'' – des Gottes; ''veda'' – Veda; ''sa'' – er, dieser; ''saiveyaṃ bhagavatī tripureti vyāpaṭhyate tatsaviturvareṇyaṃ bhargo dhīmahi dhiyo yo naḥ pracodayāt paro rajase sāvadom jātavedase sunavāma somamarātīyato nidahāti parṣadati durgāṇi viśvā nāveva sindhuṃ duritātyagniḥ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Über diesen entzückenden Glanz des göttlichen Schöpfers meditieren wir; möge Er unsere Gedanken inspirieren - Der jenseits aller Dunkelheit ist, Om. Lasst uns zum allwissenden Feuer die Somapresse, die von unseren …“. | |||
'''Textabschnitt 3 Tripuratapini Upanishad''' | |||
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam |<br> | |||
urvārukamiva bandhanā-<br> | |||
nmṛtyormukṣīya māmṛtāt |<br> | |||
śatākṣarī paramā vidyā trayīmayī sāṣṭārṇā<br> | |||
tripurā parameśvarī |<br> | |||
ādyāni catvāri padāni parabrahmavikāsīni |<br> | |||
dvitīyāni<br> | |||
śaktyākhyāni |<br> | |||
tṛtīyāni śaivāni |<br> | |||
'''Wie ein Boot über dem Fluss, so möge Er Uns über alle Schwierigkeiten, alle Schwierigkeiten hinweghelfen.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''paramā'' – höchste; ''vidyā'' – Wissen; heilige Lehre; ''padāni'' – schritte; ''tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam urvārukamiva bandhanā nmṛtyormukṣīya māmṛtāt śatākṣarī trayīmayī sāṣṭārṇā tripurā parameśvarī ādyāni catvāri parabrahmavikāsīni dvitīyāni śaktyākhyāni tṛtīyāni śaivāni'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wie ein Boot über dem Fluss, so möge Er Uns über alle Schwierigkeiten, alle Schwierigkeiten hinweghelfen.“. | |||
'''Textabschnitt 4 Tripuratapini Upanishad''' | |||
tatra lokā vedāḥ śāstrāṇi purāṇāni<br> | |||
dharmāṇi vai cikitsitāni jyotīṃṣi śivaśaktiyogādityevaṃ ghaṭanā vyāpaṭhyate |<br> | |||
athaitasya paraṃ gahvaraṃ vyākhyāsyāmo mahāmanusamudbhavaṃ taditi |<br> | |||
brahma<br> | |||
śāśvatam |<br> | |||
paro bhagavānnirlakṣaṇo nirañjano nirupādhirādhirahito devaḥ |<br> | |||
'''Lasst uns den dreiäugigen Gott mit Opfern anbeten. Duftvergrößerung des irdischen Wachstums.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''tatra'' – dort; darin; ''vedāḥ'' – die [[Veda|Veden]]; ''purāṇāni'' – puranas; ''vai'' – wahrlich; gewiss; ''paraṃ'' – höchstes; jenseitiges; ''brahma'' – [[Brahman]], das Absolute; ''śāśvatam'' – ewig; ''devaḥ'' – Gott; das Leuchtende; ''lokā śāstrāṇi dharmāṇi cikitsitāni jyotīṃṣi śivaśaktiyogādityevaṃ ghaṭanā vyāpaṭhyate athaitasya gahvaraṃ vyākhyāsyāmo mahāmanusamudbhavaṃ taditi paro bhagavānnirlakṣaṇo nirañjano nirupādhirādhirahito'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Lasst uns den dreiäugigen Gott mit Opfern anbeten. Duftvergrößerung des irdischen Wachstums.“. | |||
'''Textabschnitt 5 Tripuratapini Upanishad''' | |||
unmīlate paśyati vikāsate caitanyabhāvaṃ kāmayata iti |<br> | |||
sa eko devaḥ śivarūpī<br> | |||
dṛśyatvena vikāsate yatiṣu yajñeṣu yogiṣu kāmayate |<br> | |||
kāmaṃ jāyate sa eṣa nirañjano'kāmatvenojjṛmbhate |<br> | |||
'''Wie Gurkenfrucht aus seinem Stiel freigesetzt. Lass mich vom Tode, zur Freiheit zur Unsterblichkeit finden. Der höchste Souverän, die Göttin der drei Städte, ist die Verkörperung der drei Veden und das höchste Wissen, das aus den 108 Buchstaben besteht. Es wird berichtet, dass die Welten, die Veden, die Wissenschaften, Legenden, Codes, medizinische Werke und astronomische Abhandlungen alle aus der Vereinigung von Shiva und Sakti (Güte und Macht) hervorgegangen sind. Jetzt werden wir das höchste Mysterium davon (das heißt das oben gegebene [[Mantra]]) erhellen. Die Silbe des großen Mantras ist das ewige [[Brahman]], der höchste Herr, undefinierbar, untadelig, unkonditioniert und ungezwungen. Er denkt, nimmt wahr, entwickelt sich und wünscht den Status des Bewusstseins. Er will und was gewünscht wird, wird geboren, frei von Wünschen (in Wahrheit) und tadellos. Er schreibt (Buchstaben wie) a, ka, ca, ta, ta, pa, ya und sa.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''paśyati'' – sieht; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''sa'' – er, dieser; ''devaḥ'' – Gott; das Leuchtende; ''jāyate'' – entsteht; ''unmīlate vikāsate caitanyabhāvaṃ kāmayata eko śivarūpī dṛśyatvena yatiṣu yajñeṣu yogiṣu kāmayate kāmaṃ eṣa nirañjano'kāmatvenojjṛmbhate'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wie Gurkenfrucht aus seinem Stiel freigesetzt. Lass mich vom Tode, zur Freiheit zur Unsterblichkeit finden. Der höchste Souverän, die Göttin der drei Städte, ist die Verkörperung der drei Veden und das höchste Wissen, …“. | |||
'''Textabschnitt 6 Tripuratapini Upanishad''' | |||
akacaṭatapayaśānsṛjate |<br> | |||
tasmādīśvaraḥ kāmo'bhidhīyate |<br> | |||
tatparibhāṣayā kāmaḥ kakāraṃ vyāpnoti |<br> | |||
kāma evedaṃ<br> | |||
tattaditi kakāro gṛhyate |<br> | |||
bhasmāttatpadārtha iti ya evaṃ veda |<br> | |||
'''Daher wird der Herr Wunsch genannt. Also, technisch, (der Herr als) Wunsch durchdringt ka. Wunsch allein ist diese Tat. So wird Karma verstanden. Daher ist es der Sinn von Tat. Wer so weiß (wird der Herr).; Savitur varenyam. Die Wurzel Höchste bedeutet "ein lebendiges Ding gebären".''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''kāmaḥ'' – Wunsch; Begehren; ''kāma'' – Verlangen, Begierde; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''veda'' – Veda; ''akacaṭatapayaśānsṛjate tasmādīśvaraḥ kāmo'bhidhīyate tatparibhāṣayā kakāraṃ vyāpnoti evedaṃ tattaditi kakāro gṛhyate bhasmāttatpadārtha ya'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Daher wird der Herr Wunsch genannt. Also, technisch, (der Herr als) Wunsch durchdringt ka. Wunsch allein ist diese Tat. So wird Karma verstanden. Daher ist es der Sinn von Tat. Wer so weiß (wird der Herr).; Savitur …“. | |||
'''Textabschnitt 7 Tripuratapini Upanishad''' | |||
saviturvareṇyamiti ṣūṅ prāṇiprasave savitā prāṇinaḥ sūte<br> | |||
prasūte śaktim |<br> | |||
sūte tripurā śaktirādyeyaṃ tripurā<br> | |||
parameśvarī mahākuṇḍalinī devī |<br> | |||
jātavedasamaṇḍalaṃ yo'dhīte<br> | |||
sarvaṃ vyāpyate |<br> | |||
'''Diese Urkraft ist Tripura. Der höchste Souverän, Tripura. Gottheit groß mit Ohrringen geschmückt in der Sphäre des Feuers bleibend. Wer auch immer (dieses Wissen) beherrscht, durchdringt alles. Die Macht des Dreiecks (die Schlangenkraft) erschafft mit (der Hilfe des) erhabenen Buchstaben e.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''devī'' – die [[Devi|Göttin]]; ''sarvaṃ'' – alles; ''saviturvareṇyamiti ṣūṅ prāṇiprasave savitā prāṇinaḥ sūte prasūte śaktim tripurā śaktirādyeyaṃ parameśvarī mahākuṇḍalinī jātavedasamaṇḍalaṃ yo'dhīte vyāpyate'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Diese Urkraft ist Tripura. Der höchste Souverän, Tripura. Gottheit groß mit Ohrringen geschmückt in der Sphäre des Feuers bleibend. Wer auch immer (dieses Wissen) beherrscht, durchdringt alles. Die Macht des …“. | |||
'''Textabschnitt 8 Tripuratapini Upanishad''' | |||
trikoṇaśaktirekāreṇa mahābhāgena prasūte |<br> | |||
tasmādekāra eva gṛhyate |<br> | |||
vareṇyaṃ śreṣṭhaṃ bhajanīyamakṣaraṃ<br> | |||
namaskāryam |<br> | |||
tasmādvareṇyamekārākṣaraṃ gṛhyata iti<br> | |||
ya evaṃ veda |<br> | |||
bhargo devasya dhīmahītyevaṃ vyākhyāsyāmaḥ |<br> | |||
'''So wird nur der Buchstabe e genommen. Varenyam bedeutet das Beste, das Anbetungswürdige, das Unvergängliche, das der Ehrerbietung würdig ist. Bhargo devasya dhimahi - dies werden wir erklären: Dha bedeutet Lagern.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''eva'' – allein; eben; wahrlich; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''veda'' – Veda; ''devasya'' – des Gottes; ''trikoṇaśaktirekāreṇa mahābhāgena prasūte tasmādekāra gṛhyate vareṇyaṃ śreṣṭhaṃ bhajanīyamakṣaraṃ namaskāryam tasmādvareṇyamekārākṣaraṃ gṛhyata ya bhargo dhīmahītyevaṃ vyākhyāsyāmaḥ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „So wird nur der Buchstabe e genommen. Varenyam bedeutet das Beste, das Anbetungswürdige, das Unvergängliche, das der Ehrerbietung würdig ist. Bhargo devasya dhimahi - dies werden wir erklären: Dha bedeutet …“. | |||
'''Textabschnitt 9 Tripuratapini Upanishad''' | |||
dhakāro dhāraṇā |<br> | |||
dhiyaiva dhāryate bhagavānparameśvaraḥ |<br> | |||
bhargo devo madhyavarti turīyamakṣaraṃ sākṣātturīyaṃ sarvaṃ<br> | |||
sarvāntarbhūtam |<br> | |||
turīyākṣaramīkāraṃ padānāṃ<br> | |||
madhyavartītyevaṃ vyākhyātaṃ bhargorūpaṃ vyācakṣate |<br> | |||
'''Durch den Gedanken wird der höchste Herr geboren. Bharga ist der Leuchtende, der in der Mitte wohnt; der unvergängliche vierte (Buchstabe), der unmittelbare vierte, das All, das Innerste von allem. Der vierte Buchstabe i ist in der Mitte der Worte. So wird der Buchstabe i als das Äquivalent von bhargo devasya dhi verstanden.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''dhāraṇā'' – Konzentration; ''sarvaṃ'' – alles; ''dhakāro dhiyaiva dhāryate bhagavānparameśvaraḥ bhargo devo madhyavarti turīyamakṣaraṃ sākṣātturīyaṃ sarvāntarbhūtam turīyākṣaramīkāraṃ padānāṃ madhyavartītyevaṃ vyākhyātaṃ bhargorūpaṃ vyācakṣate'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Durch den Gedanken wird der höchste Herr geboren. Bharga ist der Leuchtende, der in der Mitte wohnt; der unvergängliche vierte (Buchstabe), der unmittelbare vierte, das All, das Innerste von allem. Der vierte Buchstabe …“. | |||
'''Textabschnitt 10 Tripuratapini Upanishad''' | |||
tasmādbhargo devasya dhīmahītyevamīkārākṣaraṃ gṛhyate |<br> | |||
mahītyasya vyākhyānaṃ mahattvaṃ jaḍatvaṃ kāṭhinyaṃ vidyate<br> | |||
yasminnakṣateretanmahi lakāraḥ paraṃ dhāma |<br> | |||
kāṭhinyāḍhyaṃ<br> | |||
sasāgaraṃ saparvataṃ sa saptadvīpaṃ sakānanamujjvaladrūpaṃ<br> | |||
maṇḍalamevoktaṃ lakāreṇa |<br> | |||
pṛthvī devī mahītyanena vyācakṣate |<br> | |||
dhiyo yo naḥ pracodayāt |<br> | |||
paramātmā sadāśiva ādibhūtaḥ paraḥ |<br> | |||
sthāṇubhūtena lakāreṇa<br> | |||
jyotirliṅgamātmānaṃ dhiyo buddhayaḥ pare vastuni dhyānecchārahitaṃ<br> | |||
nirvikalpake pracodayātprerayedityuccāraṇarahitaṃ cetasaiva<br> | |||
'''Die Ausstellung von mahi. Der Buchstabe, in dem Größe, Trägheit und Härte vorhanden sind, ist mahi. Der Buchstabe la ist der höchste Wohnsitz. Der Buchstabe la bezeichnet die Kugel, die überwiegend hart ist und die Meere, die Berge, die sieben Inseln und die Wälder umfasst und eine glänzende Form hat. Mit mahi wird die Göttin Erde bezeichnet. Dhiyo yo nah prachodayat.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''devasya'' – des Gottes; ''kāṭhinyaṃ'' – steifheit; ''vidyate'' – ist vorhanden; ''paraṃ'' – höchstes; jenseitiges; ''sa'' – er, dieser; ''pṛthvī'' – Erde; ''devī'' – die [[Devi|Göttin]]; ''paramātmā'' – das Höchste Wesen; ''sadāśiva'' – der ewige Shiva; ''paraḥ'' – erhaben, höchst, jenseitig; ''tasmādbhargo dhīmahītyevamīkārākṣaraṃ gṛhyate mahītyasya vyākhyānaṃ mahattvaṃ jaḍatvaṃ yasminnakṣateretanmahi lakāraḥ dhāma kāṭhinyāḍhyaṃ sasāgaraṃ saparvataṃ saptadvīpaṃ sakānanamujjvaladrūpaṃ maṇḍalamevoktaṃ lakāreṇa mahītyanena vyācakṣate dhiyo yo naḥ pracodayāt ādibhūtaḥ sthāṇubhūtena jyotirliṅgamātmānaṃ …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Ausstellung von mahi. Der Buchstabe, in dem Größe, Trägheit und Härte vorhanden sind, ist mahi. Der Buchstabe la ist der höchste Wohnsitz. Der Buchstabe la bezeichnet die Kugel, die überwiegend hart ist und …“. | |||
'''Textabschnitt 11 Tripuratapini Upanishad''' | |||
cintayitvā bhāvayediti |<br> | |||
paro rajase sāvadomiti tadavasāne paraṃ<br> | |||
jyotiramalaṃ hṛdi daivataṃ caitanyaṃ cilliṅgaṃ hṛdayāgāravāsinī<br> | |||
hṛllekhetyādinā spaṣṭaṃ vāgbhavakūṭaṃ pañcākṣaraṃ<br> | |||
pañcabhūtajanakaṃ pañcakalāmayaṃ vyāpaṭhyata iti |<br> | |||
ya evaṃ veda |<br> | |||
atha tu paraṃ kāmakalābhūtaṃ kāmakūṭamāhuḥ |<br> | |||
tatsaviturvareṇya-<br> | |||
mityādidvātriṃśadakṣarīṃ paṭhitvā taditi paramātmā sadāśivo'kaśaraṃ<br> | |||
vimalaṃ nirupādhitādātnyapratipādanena hakārākṣaraṃ śivarūpaṃ<br> | |||
nirakṣaramakṣaraṃ vyālikhyata iti |<br> | |||
tatparāgavyāvṛttimādāya śaktiṃ darśayati |<br> | |||
'''Möge das höchste Selbst, das urzeitliche, transzendentale Sadasiva, (unsere) Gedanken inspirieren, (unser) leuchtendes Selbst, mit dem standhaften Buchstaben la in Richtung des transzendentalen, undifferenzierten Realen, das jenseits der Sphäre des Verlangens nach Kontemplation ist. Pare rajase savadom. Schließlich wird das (was anders ist als das Selbst) das höchste Licht, reines [[Bewusstsein]], die Göttlichkeit, die im Herzen wohnt, deren Zeichen Bewusstsein ist und die (das gleiche wie) hrim ist, deren Wohnsitz das Herz ist. Nun wird die nächste Gruppe, die Kamakala geworden ist, Kamakuta genannt, sagen die Weisen. In der Äußerung der zweiunddreißig heiligen Silben, tat savitur varenyam, etc., ist tat das höchste Selbst, Sadasiva, das unvergängliche, das reine, das unkonditionierte. Die Silbe ha, die die Identität (mit Shiva) hervorbringt, hat die Form von Shiva; es wird als unausgesprochen angesehen, (obwohl) eine Silbe. So bleibt es äußerlich (ha) zeigt die Macht an. Entlang der Linie, die früher von tat savituh angedeutet wurde, muss der Mond (dessen Samensilbe sa ist) neben die Sonne gestellt werden (deren Samensilbe ha ist). (Das Licht der Sonne) füllt den Bereich zwischen dem Grundkreis und der heiligen Öffnung der Krone. Die Silbe sa soll einzigartig sein. (Er, der als Tat und Erlöser betrachtet wird) ist das göttliche Wesen, dessen Wesen Shiva und Sakti ist. Shiva ist der Höchste Gott So ([[Brahman]]-Kenner) sagen;. Sakti ist alles, was geboren wird.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''paraṃ'' – höchstes; jenseitiges; ''hṛdi'' – im Herzen; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''veda'' – Veda; ''atha'' – nun; sodann; ''tu'' – aber; hingegen; ''paṭhitvā'' – gelesen, studiert habend; ''paramātmā'' – das Höchste Wesen; ''śaktiṃ'' – kraft; ''cintayitvā bhāvayediti paro rajase sāvadomiti tadavasāne jyotiramalaṃ daivataṃ caitanyaṃ cilliṅgaṃ hṛdayāgāravāsinī hṛllekhetyādinā spaṣṭaṃ vāgbhavakūṭaṃ pañcākṣaraṃ pañcabhūtajanakaṃ pañcakalāmayaṃ vyāpaṭhyata ya kāmakalābhūtaṃ kāmakūṭamāhuḥ tatsaviturvareṇya mityādidvātriṃśadakṣarīṃ taditi sadāśivo'kaśaraṃ …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Möge das höchste Selbst, das urzeitliche, transzendentale Sadasiva, (unsere) Gedanken inspirieren, (unser) leuchtendes Selbst, mit dem standhaften Buchstaben la in Richtung des transzendentalen, undifferenzierten …“. | |||
'''Textabschnitt 12 Tripuratapini Upanishad''' | |||
tatsavituriti pūrveṇādhvanā sūryādhaścandrikāṃ vyālikhya<br> | |||
mūlādibrahmarandhragaṃ sākṣaramadvitīyamācakṣata ityāha bhagavantaṃ<br> | |||
devaṃ śivaśaktyātmakamevoditam |<br> | |||
'''Sonne und Mond vereint sind Hamsa-[[Brahman]] attributlos.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''tatsavituriti pūrveṇādhvanā sūryādhaścandrikāṃ vyālikhya mūlādibrahmarandhragaṃ sākṣaramadvitīyamācakṣata ityāha bhagavantaṃ devaṃ śivaśaktyātmakamevoditam'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Sonne und Mond vereint sind Hamsa-Brahman attributlos.“. | |||
'''1. Vers, 1. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
śivo'yaṃ paramaṃ devaṃ śaktireṣā tu jīvajjā |<br> | |||
sūryācandramasoryogāddhaṃsastatatpadamucyate || 1 ||<br> | |||
'''Dieser Shiva ist der höchste Gott; diese Shakti bringt das Leben hervor. Aus der Vereinigung von Sonne und Mond entsteht Hamsa; dies wird „jenes höchste Ziel“ genannt.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''śivaḥ ayam'' – dieser Shiva; ''paramaṃ devam'' – der höchste Gott; ''śaktiḥ eṣā'' – diese Shakti; ''tu'' – aber, wahrlich; ''jīvajjā'' – Leben hervorbringend; ''sūrya-candramasoḥ yogāt'' – aus der Vereinigung von Sonne und Mond; ''haṃsaḥ'' – Hamsa; ''tat-padam'' – jenes höchste Ziel; ''ucyate'' – wird genannt. | |||
'''2. Vers, 1. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
tasmādujjṛmbhate kāmaḥ kāmātkāmaḥ paraḥ śivaḥ |<br> | |||
kārṇo'yaṃ kāmadevo'yaṃ vareṇyaṃ bharga ucyate || 2 ||<br> | |||
'''Aus ihm entfaltet sich das Begehren; aus dem Begehren geht der höchste Shiva hervor. Dieser ist die Ursache, dieser ist Kamadeva; er wird die erwählenswerte Strahlkraft genannt.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''tasmāt'' – aus ihm; ''ujjṛmbhate'' – entfaltet sich; ''kāmaḥ'' – Begehren; ''kāmāt'' – aus dem Begehren; ''paraḥ śivaḥ'' – der höchste Shiva; ''kāraṇaḥ ayam'' – dieser ist die Ursache; ''kāmadevaḥ ayam'' – dieser ist Kamadeva; ''vareṇyam bhargaḥ'' – die erwählenswerte Strahlkraft; ''ucyate'' – wird genannt. | |||
'''Textabschnitt 13 Tripuratapini Upanishad''' | |||
tatsaviturvareṇyaṃ bhargo devaḥ kṣīraṃ secanīyamakṣaraṃ<br> | |||
samadhughnamakṣaraṃ paramātmajīvātmanoryogāttaditi<br> | |||
spaṣṭamakṣaraṃ tṛtīyaṃ ha iti tadeva sadāśiva eva<br> | |||
niṣkalmaṣa ādyo devo'ntyamakṣaraṃ vyākriyate |<br> | |||
'''Diese unvergängliche (Milch) wird durch die Vereinigung des höchsten Selbst und des individuellen Selbst gewonnen. Das ist die klare dritte Silbe ha. Es ist in der Tat Sadasiva, die makellose, die leuchtende Göttlichkeit. Die letzte Silbe wird somit als der höchste Wohnsitz erklärt. Dhi bedeutet Bewahren; das Bewahren von inerter Materie ist mit mahi verbunden, gekennzeichnet durch die Silbe, la. Das Gefühl von la kommend nach ha, was Shiva bedeutet, ist eindeutig (Brahman). Paro rajase savadom: Diese Gruppe ist die Wohnstätte von Kamakala (das heißt die Vagbhava-Gruppe). Wer die sechs Pfade beschreitet (wie den Pfad der Buchstaben), erreicht den Sitz von Vishnu.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''devaḥ'' – Gott; das Leuchtende; ''kṣīraṃ'' – milch; ''ha'' – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''tadeva'' – dasselbe; ''sadāśiva'' – der ewige Shiva; ''eva'' – allein; eben; wahrlich; ''tatsaviturvareṇyaṃ bhargo secanīyamakṣaraṃ samadhughnamakṣaraṃ paramātmajīvātmanoryogāttaditi spaṣṭamakṣaraṃ tṛtīyaṃ niṣkalmaṣa ādyo devo'ntyamakṣaraṃ vyākriyate'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Diese unvergängliche (Milch) wird durch die Vereinigung des höchsten Selbst und des individuellen Selbst gewonnen. Das ist die klare dritte Silbe ha. Es ist in der Tat Sadasiva, die makellose, die leuchtende …“. | |||
'''Textabschnitt 14 Tripuratapini Upanishad''' | |||
paramaṃ padaṃ dhīti dhāraṇaṃ vidyate jaḍatvadhāraṇaṃ<br> | |||
mahīti lakāraḥ śivādhastāttu lakārārthaḥ spaṣṭamantyamakṣaraṃ<br> | |||
paramaṃ caitanyaṃ dhiyo yo naḥ pracodayātparo rajase sāvadomityevaṃ<br> | |||
kūṭaṃ kāmakalālayaṃ ṣaḍadhvaparivartako vaiṣṇavaṃ paramaṃ<br> | |||
dhāmaiti bhagavāṃścaitasmādya evaṃ veda |<br> | |||
athaitasmādaparaṃ<br> | |||
tṛtīyaṃ śaktikūṭaṃ pratipadyate |<br> | |||
dvātriṃśadakṣaryā gāyatryā<br> | |||
tatsaviturvareṇyaṃ tasmādātmana ākāśa ākāśādvāyuḥ sphurati<br> | |||
tadadhīnaṃ vareṇyaṃ samudīyamānaṃ saviturvā yogyo jīvātmaparamātma-<br> | |||
samudbhavastaṃ prakāśaśaktirūpaṃ jīvākṣaraṃ spaṣṭamāpadyate |<br> | |||
bhargo devasya dhītyanenādhārarūpaśivātmākṣaraṃ gaṇyate |<br> | |||
mahītyādināśeṣaṃ kāmyaṃ ramaṇīyaṃ dṛśyaṃ śaktikūṭaṃ<br> | |||
spaṣṭīkṛtamiti |<br> | |||
evaṃ pañcadaśākṣaraṃ traipuraṃ yo'dhīte sa<br> | |||
sarvānkāmānavāpnoti |<br> | |||
sa sarvāṃllokāñjayati |<br> | |||
sa sarvā vāco vijṛmbhayati |<br> | |||
sa rudratvaṃ prāpnoti |<br> | |||
sa vaiṣṇavaṃ dhāma bhittvā paraṃ brahma prāpnoti |<br> | |||
ya evaṃ veda |<br> | |||
ityādyāṃ vidyāmabhidhāyaitasyāḥ śaktikūṭaṃ<br> | |||
śaktiśivādyaṃ lopāmudreyam |<br> | |||
'''Danach die andere, die dritte Gruppe, Saktikuta, erreicht (Übereinstimmung) mit dem Gayatri von zweiunddreißig Silben. Tat Savitur varenyam. Vom Selbst kommt der Himmel; vom Himmel rührt sich die Luft. Was in Abhängigkeit von Ihm entsteht, ist liebenswert. Savitur passend ist das Zusammenkommen des individuellen Selbst und des Höchsten Selbst. Die Silbe, die das individuelle Selbst bezeichnet, (sa), erreicht eindeutig die Form der leuchtenden Kraft. Bhargo devasya dhi. Mit diesen Worten wird die Silbe (ka) gezählt, die Shiva bezeichnet, der (alles) enthält. Mit mahi, etc. (la ist in Übereinstimmung). Mit dem wünschenswerten, lieblichen, sichtbaren Rest (das heißt dhiyo yo nah, etc.), dem wünschenswerten, lieblichen (hrillekha ist in Übereinstimmung). Wer so das fünfzehnsilbige [[Mantra]] von Tripura wiederholt, erreicht alle Wünsche; er erreicht alle Freuden; er erobert alle Welten; er lässt alle Worte blühen; er erreicht den Status von Rudra; er durchbricht den Wohnsitz von Vishnu (den Schleier der Maya), er erreicht das höchste [[Brahman]]. Die urzeitliche Vidya (Beschwörung), die Sakti-Gruppe (sa ka la hrim) und Shakti und Shiva (bezeichnet durch sa ka) (muss im ersten Wohnort, dem wachen Zustand betrachtet werden) Die Lopamudra-Beschwörung (ha sa ka la hrim) (muss betrachtet werden) im zweiten Wohnort (dem Traumzustand). Im dritten Wohnort (oder dem kollektiven Schlafzustand) muss die vorherige Beschwörung, die Macht, hrillekha, ohne den nasalen Klang (sa ka la hri), die Beschwörung, auf der Durvasas, der zornige Weise, meditiert, betrachtet werden.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''paramaṃ'' – den höchsten; ''vidyate'' – ist vorhanden; ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''veda'' – Veda; ''ākāśa'' – Raum, Äther; ''sphurati'' – pulsiert, bewegt sich; ''devasya'' – des Gottes; ''sa'' – er, dieser; ''prāpnoti'' – erlangt; ''bhittvā'' – nachdem sie durchbrochen hat; ''paraṃ'' – höchstes; jenseitiges; ''brahma'' – [[Brahman]], das Absolute; ''padaṃ dhīti dhāraṇaṃ jaḍatvadhāraṇaṃ mahīti lakāraḥ śivādhastāttu lakārārthaḥ spaṣṭamantyamakṣaraṃ caitanyaṃ dhiyo yo naḥ pracodayātparo rajase sāvadomityevaṃ kūṭaṃ kāmakalālayaṃ ṣaḍadhvaparivartako vaiṣṇavaṃ dhāmaiti bhagavāṃścaitasmādya athaitasmādaparaṃ tṛtīyaṃ śaktikūṭaṃ pratipadyate dvātriṃśadakṣaryā gāyatryā …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Danach die andere, die dritte Gruppe, Saktikuta, erreicht (Übereinstimmung) mit dem Gayatri von zweiunddreißig Silben. Tat Savitur varenyam. Vom Selbst kommt der Himmel; vom Himmel rührt sich die Luft. Was in …“. | |||
'''Textabschnitt 15 Tripuratapini Upanishad''' | |||
dvitīye dhāmani pūrveṇaiva manunā binduhīnā śaktibhūtahṛllekhā<br> | |||
krodhamuninādhiṣṭhitā |<br> | |||
tṛtīye dhāmani pūrvasyā eva vidyāyā<br> | |||
yadvāgbhavakūṭaṃ tenaiva mānavīṃ cāndrīṃ kauberīṃ vidyāmācakṣate |<br> | |||
'''Die Vagbhava-Gruppe der vorherigen Beschwörung wird beschrieben als in Bezug auf Manu, Chandra und Kubera. Nach Madana (oder Klim) kommt der verheißungsvolle Vagbhava;''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''eva'' – allein; eben; wahrlich; ''tenaiva'' – aus demselben Grund; ''dvitīye dhāmani pūrveṇaiva manunā binduhīnā śaktibhūtahṛllekhā krodhamuninādhiṣṭhitā tṛtīye pūrvasyā vidyāyā yadvāgbhavakūṭaṃ mānavīṃ cāndrīṃ kauberīṃ vidyāmācakṣate'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Vagbhava-Gruppe der vorherigen Beschwörung wird beschrieben als in Bezug auf Manu, Chandra und Kubera. Nach Madana (oder Klim) kommt der verheißungsvolle Vagbhava;“. | |||
'''Textabschnitt 16 Tripuratapini Upanishad''' | |||
madanādhaḥ śivaṃ vāgbhavam |<br> | |||
tadūrdhvaṃ kāmakalāmayam |<br> | |||
śaktyūrdhvaṃ śaktimiti mānavī vidyā |<br> | |||
caturthe dhāmani<br> | |||
śivaśaktyākhyamanyattṛtīyaṃ ceyaṃ cāndrī vidyā |<br> | |||
pañcame dhāmani<br> | |||
'''als nächstes kommt der Kamakala (ka, etc.); als nächstes ist die Sakti-Gruppe, sa, etc. Diese Gruppierung, in dieser Reihenfolge, wurde von Manu verehrt und muss im vierten Wohnort (dem Visva-Zustand) betrachtet werden. (Erst) das, was [[Shiva]] und Sakti (nämlich ha, etc.) genannt wird; dann Vagbhava; wieder die Shiva und Sakti Gruppe;''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''śivaṃ'' – Shiva; das Heilvolle; ''vidyā'' – Wissen; heilige Lehre; ''madanādhaḥ vāgbhavam tadūrdhvaṃ kāmakalāmayam śaktyūrdhvaṃ śaktimiti mānavī caturthe dhāmani śivaśaktyākhyamanyattṛtīyaṃ ceyaṃ cāndrī pañcame'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „als nächstes kommt der Kamakala (ka, etc.); als nächstes ist die Sakti-Gruppe, sa, etc. Diese Gruppierung, in dieser Reihenfolge, wurde von Manu verehrt und muss im vierten Wohnort (dem Visva-Zustand) betrachtet werden. …“. | |||
'''Textabschnitt 17 Tripuratapini Upanishad''' | |||
dhyeyeyaṃ cāndrī kāmādhaḥ śivādyakāmā |<br> | |||
saiva kauberi ṣaṣṭhe<br> | |||
dhāmani vyācakṣata iti |<br> | |||
ya evaṃ veda |<br> | |||
hitvekāraṃ turīyasvaraṃ sarvādau<br> | |||
sūryācandramaskena kāmeśvaryevāgastyasaṃjñā |<br> | |||
saptame dhāmani<br> | |||
'''und die dritte (sa, etc.) - diese Beschwörung, die von Chandra verehrt wird, soll im fünften Wohnort (dem Taijasa Zustand) betrachtet werden. Die Beschwörung von Shiva usw., die zu der von Chandra hinzugefügt wurde, ist die Beschwörung von Kubera; sie muss in der sechsten Wohnstatt (dem Prajna-Zustand) betrachtet werden. Wenn man den vierten Vokal i auslässt und die Sonne und den Mond (repräsentiert durch ha und sa) in den Anfang von allen (Gruppen) stellt, ergibt sich die Vidya (Beschwörung), die die Macht über Wünsche fördert;''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''veda'' – Veda; ''dhyeyeyaṃ cāndrī kāmādhaḥ śivādyakāmā saiva kauberi ṣaṣṭhe dhāmani vyācakṣata ya hitvekāraṃ turīyasvaraṃ sarvādau sūryācandramaskena kāmeśvaryevāgastyasaṃjñā saptame'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „und die dritte (sa, etc.) - diese Beschwörung, die von Chandra verehrt wird, soll im fünften Wohnort (dem Taijasa Zustand) betrachtet werden. Die Beschwörung von Shiva usw., die zu der von Chandra hinzugefügt wurde, ist …“. | |||
'''Textabschnitt 18 Tripuratapini Upanishad''' | |||
tṛtīyametasyā eva pūrvoktāyāḥ kāmādyaṃ dvidhādhaḥ kaṃ madanakalādyaṃ<br> | |||
śaktibījaṃ vāgbhavādyaṃ tayorardhāvaśiraskaṃ kṛtvā nandividyeyam |<br> | |||
aṣṭame dhāmani vāgbhavamāgastyaṃ vāgarthakalāmayaṃ kāmakalābhidhaṃ<br> | |||
'''es ist nach Agastya benannt und muss in der siebten Wohnung (dem Viraj-Zustand) meditiert werden. In der Beschwörung (von Agastya) oben gegeben, in zweifacher Weise, ha ha, die Beschwörungen beginnend mit Kama und Madana, dann sa, der Samen-Silbe von Sakti, und ka, der Anfang von Vagbhava. Von sa und ka, lassen Sie die Vokale in halb-Silben verkürzt werden. Die Vagbhava-Gruppe; die Beschwörung von Agastya, bestehend aus Worten und Bedeutungen Kamakala gestylt;''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''eva'' – allein; eben; wahrlich; ''kṛtvā'' – getan habend; nachdem er getan hat; ''tṛtīyametasyā pūrvoktāyāḥ kāmādyaṃ dvidhādhaḥ kaṃ madanakalādyaṃ śaktibījaṃ vāgbhavādyaṃ tayorardhāvaśiraskaṃ nandividyeyam aṣṭame dhāmani vāgbhavamāgastyaṃ vāgarthakalāmayaṃ kāmakalābhidhaṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „es ist nach Agastya benannt und muss in der siebten Wohnung (dem Viraj-Zustand) meditiert werden. In der Beschwörung (von Agastya) oben gegeben, in zweifacher Weise, ha ha, die Beschwörungen beginnend mit Kama und …“. | |||
'''Textabschnitt 19 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sakalamāyāśaktiḥ prabhākarī vidyeyam |<br> | |||
navame dhāmani punarāgastyaṃ<br> | |||
vāgbhavaṃ śaktimanmathaśivaśaktimanmathorvīmāyākāmakalālayaṃ<br> | |||
candrasūryānaṅgadhūrjaṭimahimālayaṃ tṛtīyaṃ ṣaṇmukhīyaṃ vidyā |<br> | |||
'''(dann) die ganze Macht von [[Maya]] (die Sakti-Gruppe) - (diese, integriert, wurden von der Sonne angebetet und so) wird dies die Beschwörung von Prabhakara genannt. (Es muss meditiert werden) im Geist Aufenthalt (der Zustand des kausalen Aufenthaltsortes).''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''vidyā'' – Wissen; heilige Lehre; ''sakalamāyāśaktiḥ prabhākarī vidyeyam navame dhāmani punarāgastyaṃ vāgbhavaṃ śaktimanmathaśivaśaktimanmathorvīmāyākāmakalālayaṃ candrasūryānaṅgadhūrjaṭimahimālayaṃ tṛtīyaṃ ṣaṇmukhīyaṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „(dann) die ganze Macht von Maya (die Sakti-Gruppe) - (diese, integriert, wurden von der Sonne angebetet und so) wird dies die Beschwörung von Prabhakara genannt. (Es muss meditiert werden) im Geist Aufenthalt (der …“. | |||
'''Textabschnitt 20 Tripuratapini Upanishad''' | |||
daśame dhāmani vidyāprakāśitayā bhūya evāgastyavidyāṃ paṭhitvā bhūya<br> | |||
evemāmantyamāyāṃ paramaśivavidyeyamekādaśe dhāmani bhūya evāgastyaṃ<br> | |||
paṭhitvā etasyā eva vāgbhavaṃ yaddhanajaṃ kāmakalālayaṃ ca tatsahajaṃ kṛtvā<br> | |||
lopāmudrāyāḥ śaktikūṭarājaṃ paṭhitvā vaiṣṇavī vidyā dvādaśe dhāmani<br> | |||
vyācakṣata iti |<br> | |||
ya evaṃ veda |<br> | |||
tānhovāca |<br> | |||
bhagavānsarve yūyaṃ śrutvā pūrvāṃ kāmākhyāṃ<br> | |||
'''Wieder die Beschwörung von Agastya; (dann) Vagbhava; der Samen-Buchstabe von Sakti (hrim); der Samen-Buchstabe von Kama (klim); die Samen-Buchstaben von Shiva und Sakti (hamsa); (wieder) der Samen-Buchstabe von Kama (klim); der Samen-Buchstabe der Erde (lam); der Samen-Buchstabe von Maya (hrim); der Wohnsitz von Kamakala (die sechs Silben beginnen mit ha); die Samen-Buchstaben des Mondes und der Sonne (so'ham); der Samen-Buchstabe von Kama (klim); Die dritte (das heißt hamsa, so'ham und hamsa) - (integriert), diese Beschwörung, die von Shanmukha verehrt wird, muss im zehnten Wohnort meditiert werden. Wenn man die Beschwörung von Agastya nach der Beschwörung von Shanmukha wiederholt, erhält man die Beschwörung des höchsten Shiva, der über die letzte Region herrscht. Wiederholt man die Beschwörung von Agastya mit Vagbhava, die Beschwörung von Kubera, die Beschwörung von Kamakala und die souveräne Gruppe von Sakti, die von der Beschwörung von Lopamudra abgeleitet ist, so erhält man die Beschwörung von Vishnu. Der Herr (Sadasiva) sagte zu allen Göttern: Nachdem er die Beschwörung (von Mir) gehört und es sich selbst klar gemacht hatte ('Ich bin [[Brahman]]'), wisse (es gibt nichts anderes als Brahman) und reduziere (was auch immer daneben erscheint) zu Brahman. Derjenige, der alle Sitze einnimmt, die mit heiligen Zaubersprüchen geweiht sind;''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''paṭhitvā'' – gelesen, studiert habend; ''eva'' – allein; eben; wahrlich; ''ca'' – und; ''kṛtvā'' – getan habend; nachdem er getan hat; ''vidyā'' – Wissen; heilige Lehre; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''veda'' – Veda; ''śrutvā'' – hören; ''daśame dhāmani vidyāprakāśitayā bhūya evāgastyavidyāṃ evemāmantyamāyāṃ paramaśivavidyeyamekādaśe evāgastyaṃ etasyā vāgbhavaṃ yaddhanajaṃ kāmakalālayaṃ tatsahajaṃ lopāmudrāyāḥ śaktikūṭarājaṃ vaiṣṇavī dvādaśe vyācakṣata ya tānhovāca bhagavānsarve yūyaṃ pūrvāṃ kāmākhyāṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wieder die Beschwörung von Agastya; (dann) Vagbhava; der Samen-Buchstabe von Sakti (hrim); der Samen-Buchstabe von Kama (klim); die Samen-Buchstaben von Shiva und Sakti (hamsa); (wieder) der Samen-Buchstabe von Kama …“. | |||
'''Textabschnitt 21 Tripuratapini Upanishad''' | |||
turīyarūpāṃ turīyātītāṃ sarvotkaṭāṃ sarvamantrāsanagatāṃ<br> | |||
pīṭhopapīṭhadevatāparivṛtāṃ sakalakalāvyāpinīṃ devatāṃ sāmodāṃ<br> | |||
saparāgāṃ sahṛdayāṃ sāmṛtāṃ sakalāṃ sendriyāṃ sadoditāṃ<br> | |||
parāṃ vidyāṃ spaṣṭīkṛtvā hṛdaye nidhāya vijñāyānilayaṃ<br> | |||
gamayitvā trikūṭāṃ tripurāṃ paramāṃ māyāṃ śreṣṭhāṃ parāṃ<br> | |||
vaiṣṇavīṃ saṃnidhāya hṛdayakamalakarṇikāyāṃ parāṃ bhagavatīṃ<br> | |||
lakṣmīṃ māyāṃ sadoditāṃ mahāvaśyakarīṃ madanonmādanakāriṇīṃ<br> | |||
'''der von allen Seiten von Gottheiten umgeben ist, die auf den Haupt- und Untersitzen sitzen; der alle Teile durchdringt (vom Prana, Lebensatem bis zum Naman, Namen); die Gottheit, die voller Freude ist; der in Vereinigung mit dem höchsten Geist ist; der im Herzen ist; dessen Gabe Unsterblichkeit ist; der vollständig ist und der Sinne besitzt; der für immer auferstanden ist; der aus drei Gruppen besteht; er hat drei Wohnstätten und ist der Höchste und Ausgezeichnetste. Maya; wer ist die höchste Macht von Vishnu. Enthrone in der Perikarp des Herzens Lotus die höchste, heilige Lakshmi, die Maya immer auferstanden;''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''vidyāṃ'' – die Wissenschaften; ''hṛdaye'' – im Herzen; ''paramāṃ'' – höchste; ''turīyarūpāṃ turīyātītāṃ sarvotkaṭāṃ sarvamantrāsanagatāṃ pīṭhopapīṭhadevatāparivṛtāṃ sakalakalāvyāpinīṃ devatāṃ sāmodāṃ saparāgāṃ sahṛdayāṃ sāmṛtāṃ sakalāṃ sendriyāṃ sadoditāṃ parāṃ spaṣṭīkṛtvā nidhāya vijñāyānilayaṃ gamayitvā trikūṭāṃ tripurāṃ māyāṃ śreṣṭhāṃ vaiṣṇavīṃ saṃnidhāya hṛdayakamalakarṇikāyāṃ bhagavatīṃ …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „der von allen Seiten von Gottheiten umgeben ist, die auf den Haupt- und Untersitzen sitzen; der alle Teile durchdringt (vom Prana, Lebensatem bis zum Naman, Namen); die Gottheit, die voller Freude ist; der in …“. | |||
'''Textabschnitt 22 Tripuratapini Upanishad''' | |||
dhanurbāṇadhāriṇīṃ vāgvijṛmbhiṇīṃ candramaṇḍalamadhyavartinīṃ<br> | |||
candrakalāṃ saptadaśīṃ mahānityopasthitāṃ pāśāṅkuśamanojña-<br> | |||
pāṇipallavāṃ samudyadarkanibhāṃ trinetrāṃ vicintya devīṃ mahālakṣmīṃ<br> | |||
sarvalakṣmīmayīṃ sarvalakṣaṇasampannāṃ hṛdaye caitanyarūpiṇīṃ<br> | |||
nirañjanāṃ trikūṭākhyāṃ smitamukhīṃ sundarīṃ mahāmāyāṃ<br> | |||
sarvasubhagāṃ mahākuṇḍalinīṃ tripīṭhamadhyavartinīmakathādiśrīpīṭhe<br> | |||
'''wer kontrolliert die Sinne Ihrer Devotees; wer überwältigt den Gott der Liebe; wer ist bewaffnet mit Bogen und Pfeil; wer inspiriert Beredsamkeit; wer bleibt in der Mitte der Mondkugel, ist geschmückt mit dem Halbmond, und nimmt die Gestalt der siebzehn Prajapatis. Sie ist die große, ewig gegenwärtig. Ihre Hände, die eine Schlinge und einen Stiel halten, sind charmant. Sie, die Dreiäugige, scheint wie die aufgehende Sonne. Im Herzen meditiere über die Göttin Maha Lakshmi, begreife alle Herrlichkeiten und besessen von allen glückverheißenden Zeichen.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''hṛdaye'' – im Herzen; ''dhanurbāṇadhāriṇīṃ vāgvijṛmbhiṇīṃ candramaṇḍalamadhyavartinīṃ candrakalāṃ saptadaśīṃ mahānityopasthitāṃ pāśāṅkuśamanojña pāṇipallavāṃ samudyadarkanibhāṃ trinetrāṃ vicintya devīṃ mahālakṣmīṃ sarvalakṣmīmayīṃ sarvalakṣaṇasampannāṃ caitanyarūpiṇīṃ nirañjanāṃ trikūṭākhyāṃ smitamukhīṃ sundarīṃ mahāmāyāṃ sarvasubhagāṃ …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „wer kontrolliert die Sinne Ihrer Devotees; wer überwältigt den Gott der Liebe; wer ist bewaffnet mit Bogen und Pfeil; wer inspiriert Beredsamkeit; wer bleibt in der Mitte der Mondkugel, ist geschmückt mit dem Halbmond, …“. | |||
'''Schlussabschnitt der ersten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad''' | |||
parāṃ bhairavīṃ citkalāṃ mahātripurāṃ devīṃ dhyāyenmahādhyāna-<br> | |||
yogeneyamevaṃ vedeti mahopaniṣat || iti prathamopaniṣat || 1 ||<br> | |||
'''Man meditiere durch den großen Yoga der Meditation über die höchste Bhairavi, die Bewusstseinskraft und große Göttin Tripura. Wer sie auf diese Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die erste Teil-Upanishad.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''parāṃ bhairavīṃ citkalāṃ mahātripurāṃ devīṃ dhyāyenmahādhyāna yogeneyamevaṃ vedeti mahopaniṣat prathamopaniṣat'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Man meditiere durch den großen Yoga der Meditation über die höchste Bhairavi, die Bewusstseinskraft und große Göttin Tripura. Wer sie auf diese Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die erste …“. | |||
'''Textabschnitt 23 Tripuratapini Upanishad''' | |||
athāto jātavedase sunavāma somamityādi paṭhitvā traipurī vyaktirlakṣyate |<br> | |||
jātavedasa ityekarcasūktasyādyamadhyamāvasāneṣu tatra sthāneṣu<br> | |||
vilīnaṃ bījasāgararūpaṃ vyācakṣvetyṛṣaya ūcuḥ |<br> | |||
tānhovāca<br> | |||
bhagavāñjātavedase sunavāma somaṃ tadatyamravāṇīṃ vilomena paṭhitvā<br> | |||
'''Die Seher sagten: „Erkläre die Form der ausgedehnten Samenbriefe, die am Anfang, in der Mitte und am Ende des Verses der Verherrlichung verborgen sind: „Lasst uns zum allwissenden Feuer.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''paṭhitvā'' – gelesen, studiert habend; ''tatra'' – dort; darin; ''athāto jātavedase sunavāma somamityādi traipurī vyaktirlakṣyate jātavedasa ityekarcasūktasyādyamadhyamāvasāneṣu sthāneṣu vilīnaṃ bījasāgararūpaṃ vyācakṣvetyṛṣaya ūcuḥ tānhovāca bhagavāñjātavedase somaṃ tadatyamravāṇīṃ vilomena'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Seher sagten: „Erkläre die Form der ausgedehnten Samenbriefe, die am Anfang, in der Mitte und am Ende des Verses der Verherrlichung verborgen sind: „Lasst uns zum allwissenden Feuer.“. | |||
'''Textabschnitt 24 Tripuratapini Upanishad''' | |||
prathamasyādyaṃ tadevaṃ dīrghaṃ dvitīyasyādyaṃ sunavāma somamityanena<br> | |||
kaulaṃ vāmaṃ śreṣṭhaṃ somaṃ mahāsaubhāgyamācakṣate |<br> | |||
sa<br> | |||
sarvasampattibhūtaṃ prathamaṃ nivṛttikāraṇaṃ dvitīyaṃ sthitikāraṇaṃ<br> | |||
tṛtīyaṃ sargakāraṇamityanena karaśuddhiṃ kṛtvā tripurāvidyāṃ<br> | |||
spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi paṭhitvā mahāvidyeśvarī-<br> | |||
'''Der Herr sagte zu ihnen: „Lasst uns zum allwissenden Feuer die Somapresse wegwerfen, usw. Wiederholt die letzte Gruppe der Adividya (das heißt sa ka la hrim) rückwärts.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''sa'' – er, dieser; ''dvitīyaṃ'' – zweite; ''kṛtvā'' – getan habend; nachdem er getan hat; ''paṭhitvā'' – gelesen, studiert habend; ''prathamasyādyaṃ tadevaṃ dīrghaṃ dvitīyasyādyaṃ sunavāma somamityanena kaulaṃ vāmaṃ śreṣṭhaṃ somaṃ mahāsaubhāgyamācakṣate sarvasampattibhūtaṃ prathamaṃ nivṛttikāraṇaṃ sthitikāraṇaṃ tṛtīyaṃ sargakāraṇamityanena karaśuddhiṃ tripurāvidyāṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase somamityādi mahāvidyeśvarī'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der Herr sagte zu ihnen: „Lasst uns zum allwissenden Feuer die Somapresse wegwerfen, usw. Wiederholt die letzte Gruppe der Adividya (das heißt sa ka la hrim) rückwärts.“. | |||
'''Textabschnitt 25 Tripuratapini Upanishad''' | |||
vidyāmācakṣate tripureśvarīṃ jātavedasa iti |<br> | |||
jāte ādyakṣare mātṛkāyāḥ<br> | |||
śirasi baindavamamṛtarūpiṇīṃ kuṇḍalinīṃ trikoṇarūpiṇīṃ ceti vākyārthaḥ |<br> | |||
evaṃ prathamasyādyaṃ vāgbhavam |<br> | |||
dvitīyaṃ kāmakalālayam |<br> | |||
jāta<br> | |||
ityanena paramātmano jṛmbhaṇam |<br> | |||
jāta ityādinā paramātmā śiva ucyate |<br> | |||
'''Verlängert die erste Silbe der ersten Gruppe (als ka) und die der zweiten Gruppe (als ha). (Gemeinsam bekommen wir ka ha). Es ist kompetent (alles auszulöschen, was man sich als etwas anderes als [[Brahman]] vorgestellt hat); es ist das Vortrefflichste und Seligste; es ist die große Herrlichkeit. Die erste Gruppe (genannt Vagbhava), die gleiche wie alles Wohlergehen, bewirkt die Sublation (der Welt der Objekte);''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''dvitīyaṃ'' – zweite; ''paramātmā'' – das Höchste Wesen; ''ucyate'' – wird genannt; ''vidyāmācakṣate tripureśvarīṃ jātavedasa jāte ādyakṣare mātṛkāyāḥ śirasi baindavamamṛtarūpiṇīṃ kuṇḍalinīṃ trikoṇarūpiṇīṃ ceti vākyārthaḥ prathamasyādyaṃ vāgbhavam kāmakalālayam jāta ityanena paramātmano jṛmbhaṇam ityādinā śiva'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Verlängert die erste Silbe der ersten Gruppe (als ka) und die der zweiten Gruppe (als ha). (Gemeinsam bekommen wir ka ha). Es ist kompetent (alles auszulöschen, was man sich als etwas anderes als Brahman vorgestellt …“. | |||
'''Textabschnitt 26 Tripuratapini Upanishad''' | |||
jātamātreṇa kāmī kāmayate kāmamityādinā pūrṇaṃ vyācakṣate |<br> | |||
tadeva sunavāma gotrārūḍhaṃ madhyavartināmṛtamadhyenārṇena<br> | |||
mantrārṇānspaṣṭīkṛtvā |<br> | |||
gotreti nāmagotrāyāmityādinā spaṣṭaṃ<br> | |||
kāmakalālayaṃ śeṣaṃ vāmamityādinā |<br> | |||
pūrveṇādhvanā vidyeyaṃ<br> | |||
sarvarakṣākarī vyācakṣate |<br> | |||
evametena vidyāṃ tripureśīṃ spaṣṭīkṛtvā<br> | |||
'''die zweite Gruppe (benannt nach Kama) unterstützt (die Welt der Objekte); die dritte (benannt nach Sakti) bringt sie ins Sein. dann (dort) die Weisheit, die die Beschwörung von Maha Vidyeshvari genannt wird.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''pūrṇaṃ'' – vollkommen; ''tadeva'' – dasselbe; ''vidyāṃ'' – die Wissenschaften; ''jātamātreṇa kāmī kāmayate kāmamityādinā vyācakṣate sunavāma gotrārūḍhaṃ madhyavartināmṛtamadhyenārṇena mantrārṇānspaṣṭīkṛtvā gotreti nāmagotrāyāmityādinā spaṣṭaṃ kāmakalālayaṃ śeṣaṃ vāmamityādinā pūrveṇādhvanā vidyeyaṃ sarvarakṣākarī evametena tripureśīṃ spaṣṭīkṛtvā'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „die zweite Gruppe (benannt nach Kama) unterstützt (die Welt der Objekte); die dritte (benannt nach Sakti) bringt sie ins Sein. dann (dort) die Weisheit, die die Beschwörung von Maha Vidyeshvari genannt wird.“. | |||
'''Textabschnitt 27 Tripuratapini Upanishad''' | |||
jātavedasa ityādinā jāto deva eka īśvaraḥ paramo jyotirmantrato veti turīyaṃ<br> | |||
varaṃ dattvā bindupūrṇajyotiḥsthānaṃ kṛtvā prathamasyādyaṃ dvitīyaṃ ca<br> | |||
tṛtīyaṃ ca sarvarakṣākarīsaṃbandhaṃ kṛtvā vidyāmātmāsanarūpiṇīṃ<br> | |||
spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi paṭhitvā rakṣākarīṃ<br> | |||
'''(Verlasst sich auf) die Beschwörung von Tripureshvari, nachdem das Wort jatavedase ['für allwissendes Feuer'] ausgesprochen und den Punkt, der das göttliche Prinzip von [[Shiva]] mit den Vokalen a, etc. des Pranava bezeichnet, assoziiert wurde, erhält man die Schlangenkraft, die eins mit der Unsterblichkeit geworden ist und die dreieckige Form angenommen hat (an der Basis der Wirbelsäule). So ist die erste Gruppe des Hauptprinzips von Adividya (beginnend mit ka) Vagbhava;''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''eka'' – eins; ''īśvaraḥ'' – Herr; ''paramo'' – paramo; ''kṛtvā'' – getan habend; nachdem er getan hat; ''dvitīyaṃ'' – zweite; ''ca'' – und; ''paṭhitvā'' – gelesen, studiert habend; ''jātavedasa ityādinā jāto deva jyotirmantrato veti turīyaṃ varaṃ dattvā bindupūrṇajyotiḥsthānaṃ prathamasyādyaṃ tṛtīyaṃ sarvarakṣākarīsaṃbandhaṃ vidyāmātmāsanarūpiṇīṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi rakṣākarīṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „(Verlasst sich auf) die Beschwörung von Tripureshvari, nachdem das Wort jatavedase ['für allwissendes Feuer'] ausgesprochen und den Punkt, der das göttliche Prinzip von Shiva mit den Vokalen a, etc. des Pranava …“. | |||
'''Textabschnitt 28 Tripuratapini Upanishad''' | |||
vidyāṃ smṛtvādyantayordhāmnoḥ śaktiśivarūpiṇīṃ viniyojya sa iti<br> | |||
śaktyātmakaṃ varṇaṃ somamiti śaivātmakaṃ dhāma jānīyāt |<br> | |||
yo jānīte<br> | |||
sa subhago bhavati |<br> | |||
evametāṃ cakrāsanagatāṃ tripuravāsinīṃ sadoditāṃ<br> | |||
śivaśaktyātmikamaveditāṃ jātavedāḥ śiva iti seti<br> | |||
śaktyātmākṣaramiti śivādiśaktyantarālabhūtāṃ trikūṭādicāriṇīṃ<br> | |||
'''die zweite (beginnend mit ha) ist das Kamakala. Mit der Äußerung der Silben jata wird das höchste Selbst klar ausgedrückt. Durch die Silben jata usw. wird das höchste (undifferenzierte) Selbst, Shiva, bezeichnet.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''vidyāṃ'' – die Wissenschaften; ''sa'' – er, dieser; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''bhavati'' – wird; ist; ''smṛtvādyantayordhāmnoḥ śaktiśivarūpiṇīṃ viniyojya śaktyātmakaṃ varṇaṃ somamiti śaivātmakaṃ dhāma jānīyāt yo jānīte subhago evametāṃ cakrāsanagatāṃ tripuravāsinīṃ sadoditāṃ śivaśaktyātmikamaveditāṃ jātavedāḥ śiva seti śaktyātmākṣaramiti śivādiśaktyantarālabhūtāṃ trikūṭādicāriṇīṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „die zweite (beginnend mit ha) ist das Kamakala. Mit der Äußerung der Silben jata wird das höchste Selbst klar ausgedrückt. Durch die Silben jata usw. wird das höchste (undifferenzierte) Selbst, Shiva, bezeichnet.“. | |||
'''Textabschnitt 29 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sūryācandranamaskāṃ mantrāsanagatāṃ tripuraṃ mahālakṣmīṃ<br> | |||
sadoditāṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi<br> | |||
paṭhitvā pūrvaṃ sadātmāsanarūpāṃ vidyāṃ smṛtvā veda ityādinā<br> | |||
viśvāhasaṃtatodayabaindavamupari vinyasya siddhāsanasthāṃ tripurāṃ<br> | |||
mālinīṃ vidyāṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi<br> | |||
paṭhitvā tripurāṃ sundarīṃ śritvā kale akṣare vicintya mūrtibhūtāṃ<br> | |||
mūrtirūpiṇīṃ sarvavidyeśvarīṃ tripurāṃ vidyāṃ spaṣṭīkṛtvā<br> | |||
jātavedasa ityādi paṭhitvā tripurāṃ lakṣmīṃ śritvāgniṃ nidahāti<br> | |||
'''Von Geburt an, den Wünschen gegeben, begehrt man (Herrschaft). (Wenn Wünsche aufgegeben werden) Vollkommenheit (der eigenen Natur resultiert). (So erklären die Kenner Brahmans). Genau dieses Ding (der vollkommene Geist Shivas) erklären wir als richtig, wie es in den drei la-s, den Samen-Buchstaben der Erde, installiert ist, indem wir die Buchstaben der Mantras im Lichte der Bedeutung der drei la-s (die das Existenz-Wissen-Wohlsein als absolut bezeichnen), jeder in der Mitte (der drei Gruppen). Das Prinzip von [[Shiva]] soll in diesem Gotra installiert worden sein. So wurde es aufgeklärt. Dann folgt der Kamakala (die zweite Gruppe beginnt mit ha). Der Rest kann wie zuvor in Bezug auf vamam (kompetent) aufgeklärt werden. Die so erklärte Beschwörung wird als Sarvarakshakari bezeichnet, der All-schützende. Nachdem wir diese Beschwörung von Tripureshi durch den Vers jatavedase usw. geklärt haben, bleibt nur die eine höchste Göttlichkeit, das Licht. Oder (dies resultiert aus) die Beschwörung (bestehend aus den drei Gruppen). Jede der drei Gruppen wird mit der Beschwörung in Beziehung gesetzt, die die All-schützende eins gestaltete. Wisse, dass die Silbe sa in dem Vers jatavedase, etc., Sakti als Quintessenz hat und dass das Wort soma die Fähigkeiten darstellt, deren Quintessenz Shiva ist. So erhellen diese Beschwörung, die in Tripura bleibt und die in den kreisförmigen Sitz gesetzt wird. Wiederholen Sie den Vers jatavedase, etc., und auch die Beschwörung von Tripureshvari, die immer aufsteigend ist und deren Quintessenz ist Shiva und Sakti, wie bereits dargelegt. Jatavedas symbolisiert Shiva, und sa hat die unvergängliche Sakti als seine Essenz. Erklären Sie Tripura, den immer aufsteigenden Maha Lakshmi, der auf dem Sitz der Mantras ruht (symbolisiert durch ha und sa), die Sonne und den Mond bezeichnet, die drei Gruppen durchdringt und zwischen Shiva und der urzeitlichen Kraft existiert. Wiederholen Sie den Vers jatavedase sunavama somam usw. und erinnern Sie sich an die vorherige Beschwörung, die mit dem Sitz des wirklichen Selbst verbunden ist. Mit den Worten veda, etc., (in dem Vers), im Wesentlichen die gleiche wie die Sonne mit ha bezeichnet, wird die universelle Kraft des Geistes (cicchakti) immer-ascendant angezeigt.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''paṭhitvā'' – gelesen, studiert habend; ''vidyāṃ'' – die Wissenschaften; ''smṛtvā'' – erinnernd; ''veda'' – Veda; ''sūryācandranamaskāṃ mantrāsanagatāṃ tripuraṃ mahālakṣmīṃ sadoditāṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi pūrvaṃ sadātmāsanarūpāṃ ityādinā viśvāhasaṃtatodayabaindavamupari vinyasya siddhāsanasthāṃ tripurāṃ mālinīṃ sundarīṃ śritvā kale akṣare vicintya mūrtibhūtāṃ mūrtirūpiṇīṃ sarvavidyeśvarīṃ jātavedasa ityādi …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Von Geburt an, den Wünschen gegeben, begehrt man (Herrschaft). (Wenn Wünsche aufgegeben werden) Vollkommenheit (der eigenen Natur resultiert). (So erklären die Kenner Brahmans). Genau dieses Ding (der vollkommene Geist …“. | |||
'''Textabschnitt 30 Tripuratapini Upanishad''' | |||
saiveyamagnyānane jvalatīti vicintya trijyotiṣamīśvarīṃ tripurāmambāṃ<br> | |||
vidyāṃ spaṣṭīkuryāt |<br> | |||
evametena sa naḥ parṣadati durgāṇi<br> | |||
viśvetyādiparaprakāśinī pratyagbhūtā kāryā |<br> | |||
vidyeyamāhvānakarmāṇi<br> | |||
sarvato dhīreti vyācakṣate |<br> | |||
evametadvidyāṣṭakaṃ mahāmāyā-<br> | |||
devyaṅgabhūtaṃ vyācakṣate |<br> | |||
devā ha vai bhagavantamabruvanmahācakranāyakaṃ<br> | |||
no brūhīti sārvakāmikaṃ sarvārādhyaṃ sarvarūpaṃ viśvatomukhaṃ<br> | |||
mokṣadvāraṃ yadyogina upaviśya paraṃ brahma bhittvā nirvāṇamupaviśanti |<br> | |||
tānhovāca bhagavāñśrīcakraṃ vyākhyāsyāma iti |<br> | |||
'''Legen Sie darüber den Punkt (den Shiva-Prinzip bezeichnen). Sich auf die bezaubernde Tripura verlassend, betrachten (Fler) in den Silben ka la. Erklären Sie die verkörperte Beschwörung von Tripura, dem Souverän über alle Beschwörungen. Wiederholen Sie Jatavedase usw. und verlassen Sie sich auf Tripura, den Lakshmi, verbraucht man Feuer. Erklären Sie die Beschwörung von Tripura, der Mutter, dem souveränen dreifachen Licht, in dem Wissen, dass sie mit einem Feuermund konsumiert. So mit den Worten sa mah parsad ati durgani visva. Sie erleuchtet das Höchste.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''vidyāṃ'' – die Wissenschaften; ''sa'' – er, dieser; ''ha'' – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; ''vai'' – wahrlich; gewiss; ''paraṃ'' – höchstes; jenseitiges; ''brahma'' – [[Brahman]], das Absolute; ''bhittvā'' – nachdem sie durchbrochen hat; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''saiveyamagnyānane jvalatīti vicintya trijyotiṣamīśvarīṃ tripurāmambāṃ spaṣṭīkuryāt evametena naḥ parṣadati durgāṇi viśvetyādiparaprakāśinī pratyagbhūtā kāryā vidyeyamāhvānakarmāṇi sarvato dhīreti vyācakṣate evametadvidyāṣṭakaṃ mahāmāyā devyaṅgabhūtaṃ devā bhagavantamabruvanmahācakranāyakaṃ no brūhīti sārvakāmikaṃ …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Legen Sie darüber den Punkt (den Shiva-Prinzip bezeichnen). Sich auf die bezaubernde Tripura verlassend, betrachten (Fler) in den Silben ka la. Erklären Sie die verkörperte Beschwörung von Tripura, dem Souverän über …“. | |||
'''Textabschnitt 31 Tripuratapini Upanishad''' | |||
trikoṇaṃ tryasraṃ kṛtvā<br> | |||
tadantarmadhyavṛttamānayaṣṭirekhāmākṛṣya viśālaṃ nītvāgrato<br> | |||
yoniṃ kṛtvā pūrvayonyagrarūpiṇīṃ mānayaṣṭiṃ kṛtvā tāṃ sarvordhvāṃ<br> | |||
nītvā yoniṃ kṛtvādyaṃ trikoṇaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
dvitīyamantarālaṃ bhavati |<br> | |||
tṛtīyamaṣṭayonyaṅkitaṃ bhavati |<br> | |||
athāṣṭāracakrādyantavidikkoṇāgrato<br> | |||
rekhāṃ nītvā sādhyādyākarṣaṇabaddharekhāṃ nītvetyevamathordhva-<br> | |||
sampuṭayonyaṅkitaṃ kṛtvā kakṣābhya ūrdhvagarekhācatuṣṭayaṃ<br> | |||
kṛtvā yathākrameṇa mānayaṣṭidvayena daśayonyaṅkitaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
'''Sie, die das innere Selbst ist. Ihre Beschwörung hier, die zu einer Wirkung geworden ist, wird im Akt des Hagelns verwendet. Sie wird in jeder Hinsicht als kompetent angesehen.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''kṛtvā'' – getan habend; nachdem er getan hat; ''cakraṃ'' – Rad; [[Chakra]]; ''bhavati'' – wird; ist; ''trikoṇaṃ tryasraṃ tadantarmadhyavṛttamānayaṣṭirekhāmākṛṣya viśālaṃ nītvāgrato yoniṃ pūrvayonyagrarūpiṇīṃ mānayaṣṭiṃ tāṃ sarvordhvāṃ nītvā kṛtvādyaṃ dvitīyamantarālaṃ tṛtīyamaṣṭayonyaṅkitaṃ athāṣṭāracakrādyantavidikkoṇāgrato rekhāṃ sādhyādyākarṣaṇabaddharekhāṃ nītvetyevamathordhva sampuṭayonyaṅkitaṃ kakṣābhya …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Sie, die das innere Selbst ist. Ihre Beschwörung hier, die zu einer Wirkung geworden ist, wird im Akt des Hagelns verwendet. Sie wird in jeder Hinsicht als kompetent angesehen.“. | |||
'''Textabschnitt 32 Tripuratapini Upanishad''' | |||
anenaiva prakāreṇa punardaśāracakraṃ bhavati |<br> | |||
madhyatrikoṇāgracatuṣṭayā-<br> | |||
drekhācarāgrakoṇeṣu saṃyojya taddaśārāṃśatonītāṃ mānayaṣṭirekhāṃ<br> | |||
yojayitvā caturdaśāraṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
tato'ṣṭapatrasaṃvṛtaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
'''So werden diese acht Beschwörungen, die Glieder des göttlichen Mahamaya, aufgeklärt. Die Götter sagten wahrlich zum seligen Herrn: „Erzähle uns von dem vordersten der Räder, das alle Wünsche fördert, von allen verehrt wird, alle Formen annimmt, allen Vierteln gegenübersteht und das Tor zur [[Moksha|Befreiung]] ist, durch das die Yogis (den Knoten der Unterschiede) in die undifferenzierte Glückseligkeit des höchsten [[Brahman]] geschnitten haben. Zu ihnen sagte der selige Herr: „Wir werden das Konzept des Sri Chakra erklären. Machen Sie ein Dreieck mit drei Eckpunkten. Nehmen Sie als Maß eine Linie, verlängern Sie es und machen Sie ein Dreieck weiter davor.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''bhavati'' – wird; ist; ''cakraṃ'' – Rad; [[Chakra]]; ''anenaiva prakāreṇa punardaśāracakraṃ madhyatrikoṇāgracatuṣṭayā drekhācarāgrakoṇeṣu saṃyojya taddaśārāṃśatonītāṃ mānayaṣṭirekhāṃ yojayitvā caturdaśāraṃ tato'ṣṭapatrasaṃvṛtaṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „So werden diese acht Beschwörungen, die Glieder des göttlichen Mahamaya, aufgeklärt. Die Götter sagten wahrlich zum seligen Herrn: „Erzähle uns von dem vordersten der Räder, das alle Wünsche fördert, von …“. | |||
'''Textabschnitt 33 Tripuratapini Upanishad''' | |||
ṣoḍaśapatrasaṃvṛtaṃ cakraṃ caturdvāraṃ bhavati |<br> | |||
tataḥ pārthivaṃ cakraṃ<br> | |||
caturdvāraṃ bhavati |<br> | |||
evaṃ sṛṣṭiyogena cakraṃ vyākhyātam |<br> | |||
navātmakaṃ<br> | |||
cakraṃ prātilomyena vā vacmi |<br> | |||
prathamaṃ cakraṃ trailokyamohanaṃ bhavati |<br> | |||
'''Parallel zur Basis des ersten Dreiecks, aber über alles, machen Sie ein anderes Dreieck. Das erste Dreieck ist das Rad, das zweite ist der Zwischenbereich, und das dritte hat, markierend, die acht Dreiecke.; dann, die Linie über die Zwischenviertel hinaus bewegend, an den Enden des acht Speichenrades die Linie verschiebend, um die Sadhyas zu erbitten usw.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''cakraṃ'' – Rad; [[Chakra]]; ''bhavati'' – wird; ist; ''tataḥ'' – dann; ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''vā'' – oder; ''ṣoḍaśapatrasaṃvṛtaṃ caturdvāraṃ pārthivaṃ sṛṣṭiyogena vyākhyātam navātmakaṃ prātilomyena vacmi prathamaṃ trailokyamohanaṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Parallel zur Basis des ersten Dreiecks, aber über alles, machen Sie ein anderes Dreieck. Das erste Dreieck ist das Rad, das zweite ist der Zwischenbereich, und das dritte hat, markierend, die acht Dreiecke.; dann, …“. | |||
'''Textabschnitt 34 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sāṇimādyaṣṭakaṃ bhavati |<br> | |||
samātraṣṭakaṃ bhavati |<br> | |||
sasarvasaṃkṣobhiṇyādidaśakaṃ<br> | |||
bhavati |<br> | |||
saprakaṭaṃ bhavati |<br> | |||
tripurayādhiṣṭhitaṃ bhavati |<br> | |||
sasarvasaṃkṣobhiṇīmudrayā<br> | |||
juṣṭaṃ bhavati |<br> | |||
dvitīyaṃ sarvāśāparipūrakaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
'''Der obere Teil wird mit Dreiecken markiert. Zeichne vier Linien, die von den geschlossenen Bereichen nach oben gehen. Auf die gleiche Weise nimmt wieder das Rad mit zehn Speichen Gestalt an.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''bhavati'' – wird; ist; ''dvitīyaṃ'' – zweite; ''cakraṃ'' – Rad; [[Chakra]]; ''sāṇimādyaṣṭakaṃ samātraṣṭakaṃ sasarvasaṃkṣobhiṇyādidaśakaṃ saprakaṭaṃ tripurayādhiṣṭhitaṃ sasarvasaṃkṣobhiṇīmudrayā juṣṭaṃ sarvāśāparipūrakaṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der obere Teil wird mit Dreiecken markiert. Zeichne vier Linien, die von den geschlossenen Bereichen nach oben gehen. Auf die gleiche Weise nimmt wieder das Rad mit zehn Speichen Gestalt an.“. | |||
'''Textabschnitt 35 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sakāmādyākarṣiṇīṣoḍaśakaṃ bhavati |<br> | |||
saguptaṃ bhavati |<br> | |||
tripureśvaryādhiṣṭhitaṃ<br> | |||
bhavati |<br> | |||
sarvavidrāviṇīmudrayā juṣṭaṃ bhavati |<br> | |||
tṛtīyaṃ sarvasaṃkṣobhaṇaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
sānaṅgakusumādyaṣṭakaṃ bhavati |<br> | |||
saguptataraṃ bhavati |<br> | |||
tripurasundaryādhiṣṭhitaṃ bhavati |<br> | |||
sarvākarṣiṇīmudrayā juṣṭaṃ bhavati |<br> | |||
turīyaṃ sarvasaubhāgyadāyakaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
sasarvasaṃkṣobhiṇyādidvisaptakaṃ bhavati |<br> | |||
sasampradāyaṃ bhavati |<br> | |||
tripuravāsinyādhiṣṭhitaṃ bhavati |<br> | |||
sasarvavaśaṃkariṇīmudrayā<br> | |||
juṣṭaṃ bhavati |<br> | |||
turīyāntaṃ sarvārthasādhakaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
sasarvasiddhipradādidaśakaṃ bhavati |<br> | |||
sakalakaulaṃ bhavati |<br> | |||
tripurāmahālakṣmyādhiṣṭhitaṃ bhavati |<br> | |||
mahonmādinīmudrayā<br> | |||
juṣṭaṃ bhavati |<br> | |||
ṣaṣṭhaṃ sarvarakṣākaraṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
'''Das Rad mit vierzehn Speichen nimmt Form an, indem es die Messlinie verbindet, die zu den Teilen der zehn Speichen gebracht wird, nachdem es die vier Eckpunkte der zentralen Dreiecke mit den Dreiecken an den Enden der vier Linien verbunden hat. Dann nehmen Sie Form jeweils die Räder in den acht Lotus gehüllt, die sechzehn Lotus, und das Erdrad mit vier Tore. So wurde das Rad durch den Bauprozess aufgeklärt. Ich zähle in umgekehrter Reihenfolge (die Elemente von) das Rad auf, das aus den neun Selbsten besteht. Das erste Rad verzaubert die drei Welten; hat die acht Kräfte, wie die Macht, die atomare Größe anzunehmen usw.; hat die acht Mütter; hat das Jahrzehnt, das mit der All-Agitationskraft beginnt; usw.; ist manifest, wird von Tripura besetzt und wird durch das mystische Zeichen der All-Agitationskraft gekennzeichnet. Das zweite Rad erfüllt alle Erwartungen, ist mit den sechzehn attraktiven Kräften verbunden, beginnend mit sakama. Es ist gut geschützt, von der souveränen Tripura besetzt und zeichnet sich durch das mystische Zeichen der Allstreuer Kraft aus. Das dritte Rad bewegt alle und ist geschmückt mit den acht Blumen von Amor. Es ist besser gesichert, besetzt von der schönen Tripura, und zeichnet sich durch die mystische Markierung der All-faszinierenden Kraft.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''bhavati'' – wird; ist; ''cakraṃ'' – Rad; [[Chakra]]; ''sakāmādyākarṣiṇīṣoḍaśakaṃ saguptaṃ tripureśvaryādhiṣṭhitaṃ sarvavidrāviṇīmudrayā juṣṭaṃ tṛtīyaṃ sarvasaṃkṣobhaṇaṃ sānaṅgakusumādyaṣṭakaṃ saguptataraṃ tripurasundaryādhiṣṭhitaṃ sarvākarṣiṇīmudrayā turīyaṃ sarvasaubhāgyadāyakaṃ sasarvasaṃkṣobhiṇyādidvisaptakaṃ sasampradāyaṃ tripuravāsinyādhiṣṭhitaṃ …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Das Rad mit vierzehn Speichen nimmt Form an, indem es die Messlinie verbindet, die zu den Teilen der zehn Speichen gebracht wird, nachdem es die vier Eckpunkte der zentralen Dreiecke mit den Dreiecken an den …“. | |||
'''Textabschnitt 36 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sasarvajñatvādidaśakaṃ bhavati |<br> | |||
sanigarbhaṃ bhavati |<br> | |||
tripuramālinyādhiṣṭhitaṃ bhavati |<br> | |||
mahāṅkuśamudrayā juṣṭaṃ<br> | |||
bhavati |<br> | |||
saptamaṃ sarvarogaharaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
sarvavaśinyādyaṣṭakaṃ<br> | |||
bhavati |<br> | |||
sarahasyaṃ bhavati |<br> | |||
tripurasiddhyādhiṣṭhitaṃ bhavati |<br> | |||
sakhecarīmudrayā juṣṭaṃ bhavati |<br> | |||
aṣṭamaṃ sarvasiddhipradaṃ<br> | |||
cakraṃ bhavati |<br> | |||
sāyudhacatuṣṭayaṃ bhavati |<br> | |||
saparāpararahasyaṃ<br> | |||
bhavati |<br> | |||
tripurāmbayādhiṣṭhitaṃ bhavati |<br> | |||
bījamudrayādhiṣṭhitaṃ<br> | |||
bhavati |<br> | |||
navamaṃ cakranāyakaṃ sarvānandamayaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
sakāmeśvaryāditrikaṃ bhavati |<br> | |||
sātirahasyaṃ bhavati |<br> | |||
mahātripura-<br> | |||
sundaryādhiṣṭhitaṃ bhavati |<br> | |||
yonimudrayā juṣṭaṃ bhavati |<br> | |||
'''Das vierte Rad gewährt allen Vortrefflichkeit; hat vierzehn Kräfte wie die All-erschütternde Kraft; ist mit einer Tradition verbunden; wird vom Bewohner in den drei Städten besetzt und durch das mystische Zeichen der All-unterwerfenden Kraft gekennzeichnet. Das fünfte Rad, über das vierte hinaus, erreicht alle Ziele; hat die zehn Kräfte wie die Kraft, alle Vollkommenheiten hervorzubringen; hat die Fülle des Kaula; wird von Maha Lakshmi besetzt, der Tripura ist, und wird durch das mystische Zeichen der sehr aufregenden Kraft gekennzeichnet.; Das sechste Rad schützt alle; hat zehn Merkmale wie Allwissenheit; ist frei von Zwischenräumen; wird von der Girlande Tripura besetzt; und hat das Zeichen des großen Stiels. Das siebte Rad heilt alle Krankheiten; hat acht Kräfte wie die Kraft zu unterwerfen; hat seine Mysterien; und trägt das mystische Malzeichen der Khechari. Das achte Rad gewährt alle Vollkommenheiten; ist gekennzeichnet durch vier Waffen, und die Mysterien, höher und niedriger. Es wird von der Mutter, Tripura, besetzt und hat das mystische Zeichen des Samens. Das neunte Master-Rad ist vollgestopft mit aller Freude und wird mit der Triade wie Kameshvari verbunden. es ist überaus geheimnisvoll, besetzt von der großen Tripura, die schöne, und hat die mystische Markierung des Dreiecks. Alle Meter sind tatsächlich als Speichen in das Rad übergegangen.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''bhavati'' – wird; ist; ''cakraṃ'' – Rad; [[Chakra]]; ''sasarvajñatvādidaśakaṃ sanigarbhaṃ tripuramālinyādhiṣṭhitaṃ mahāṅkuśamudrayā juṣṭaṃ saptamaṃ sarvarogaharaṃ sarvavaśinyādyaṣṭakaṃ sarahasyaṃ tripurasiddhyādhiṣṭhitaṃ sakhecarīmudrayā aṣṭamaṃ sarvasiddhipradaṃ sāyudhacatuṣṭayaṃ saparāpararahasyaṃ tripurāmbayādhiṣṭhitaṃ bījamudrayādhiṣṭhitaṃ navamaṃ cakranāyakaṃ …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Das vierte Rad gewährt allen Vortrefflichkeit; hat vierzehn Kräfte wie die All-erschütternde Kraft; ist mit einer Tradition verbunden; wird vom Bewohner in den drei Städten besetzt und durch das mystische Zeichen …“. | |||
'''Textabschnitt 37 Tripuratapini Upanishad''' | |||
saṃkrāmanti vai sarvāṇi cchandāṃsi cakārāṇi |<br> | |||
tadeva cakraṃ<br> | |||
śrīcakram |<br> | |||
tasya nābhyāmagnimaṇḍale sūryācandramasau ||<br> | |||
tatroṃkārapīṭhaṃ pūjayitvā tatrākṣaraṃ bindurūpaṃ tadantargata-<br> | |||
vyomarūpiṇīṃ vidyāṃ paramāṃ smṛtvā mahātripurasundarīmāvāhya |<br> | |||
kṣīreṇa snāpite devi candanena vilepite |<br> | |||
'''In seinem Zentrum, in der Sphäre des Feuers, sind die Sonne und der Mond. Anbeten Sie den Sitz der Silbe Om dort. Da ist das Unvergängliche in der Form des Punktes. Erinnern Sie sich an die höchste Incantation, himmelähnlich und in ihr immanent. Bringen Sie dorthin die große Tripura, die Schöne. Bitten Sie sie mit dem einzigen Vers: Göttin! In Milch gebadet, mit Sandalenpaste Besmeared!''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''vai'' – wahrlich; gewiss; ''sarvāṇi'' – alle von ihnen; ''tadeva'' – dasselbe; ''cakraṃ'' – Rad; [[Chakra]]; ''śrīcakram'' – [[Shri Chakra]]; ''tasya'' – dessen; von ihm; ''vidyāṃ'' – die Wissenschaften; ''paramāṃ'' – höchste; ''smṛtvā'' – erinnernd; ''saṃkrāmanti cchandāṃsi cakārāṇi nābhyāmagnimaṇḍale sūryācandramasau tatroṃkārapīṭhaṃ pūjayitvā tatrākṣaraṃ bindurūpaṃ tadantargata vyomarūpiṇīṃ mahātripurasundarīmāvāhya kṣīreṇa snāpite devi candanena vilepite'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In seinem Zentrum, in der Sphäre des Feuers, sind die Sonne und der Mond. Anbeten Sie den Sitz der Silbe Om dort. Da ist das Unvergängliche in der Form des Punktes. Erinnern Sie sich an die höchste Incantation, …“. | |||
'''Textabschnitt 38 Tripuratapini Upanishad''' | |||
bilvapatrārcite devi durge'haṃ<br> | |||
śaraṇaṃ gataḥ |<br> | |||
ityekayarcā prārthya māyālakṣmī tantreṇa<br> | |||
pūjayediti bhagavānabravīt |<br> | |||
etairmantrairbhagavatīṃ yajet |<br> | |||
tato devī<br> | |||
prītā bhavati |<br> | |||
svātmānaṃ darśayati |<br> | |||
tasmādya etairmantrairyajati sa<br> | |||
brahma paśyati |<br> | |||
sa sarvaṃ paśyati |<br> | |||
so'mṛtatvaṃ ca gacchati |<br> | |||
'''Göttin! Mit Bilva-Blättern verehrt! Durga, ich suche Zuflucht in Dir. Betet sie an mit dem [[Mantra]] von Maya Lakshmi. Mit diesen Mantras verehre die selige Göttin. Dann wird sie erfreut und manifestiert sich. Wer mit diesen Mantras anbetet, sieht [[Brahman]]. Er sieht alle Dinge und erreicht Unsterblichkeit - Wer auch immer dies weiß. Die Götter sagten zum seligen Herrn: Wir würden die mystischen Zeichen formen. Der selige Herr sagte zu ihnen: Sitzend in der Lotushaltung mit der Region der Knie, die die Erde berührt, mach die mystischen Zeichen.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''devī'' – die [[Devi|Göttin]]; ''bhavati'' – wird; ist; ''sa'' – er, dieser; ''brahma'' – [[Brahman]], das Absolute; ''paśyati'' – sieht; ''sarvaṃ'' – alles; ''ca'' – und; ''gacchati'' – geht; gelangt; ''bilvapatrārcite devi durge'haṃ śaraṇaṃ gataḥ ityekayarcā prārthya māyālakṣmī tantreṇa pūjayediti bhagavānabravīt etairmantrairbhagavatīṃ yajet tato prītā svātmānaṃ darśayati tasmādya etairmantrairyajati so'mṛtatvaṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Göttin! Mit Bilva-Blättern verehrt! Durga, ich suche Zuflucht in Dir. Betet sie an mit dem Mantra von Maya Lakshmi. Mit diesen Mantras verehre die selige Göttin. Dann wird sie erfreut und manifestiert sich. Wer …“. | |||
'''Textabschnitt 39 Tripuratapini Upanishad''' | |||
ya evaṃ vedeti mahopaniṣat ||<br> | |||
'''Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''ya vedeti mahopaniṣat'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.“. | |||
'''Schlussabschnitt der zweiten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad''' | |||
iti dvitīyopaniṣat || 2 ||<br> | |||
'''So endet die zweite Teil-Upanishad.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''dvitīyopaniṣat'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „So endet die zweite Teil-Upanishad.“. | |||
'''Textabschnitt 40 Tripuratapini Upanishad''' | |||
devā ha vai mudrāḥ sṛjemeti bhagavantamabruvan |<br> | |||
'''Wenn er die Mittelfinger über die Ringfinger hält, bringt er die kleinen Finger und die Daumen zusammen, wobei die Zeigefinger frei bleiben wie Stäbe, die nach unten zeigen.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''ha'' – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; ''vai'' – wahrlich; gewiss; ''devā mudrāḥ sṛjemeti bhagavantamabruvan'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wenn er die Mittelfinger über die Ringfinger hält, bringt er die kleinen Finger und die Daumen zusammen, wobei die Zeigefinger frei bleiben wie Stäbe, die nach unten zeigen.“. | |||
'''Textabschnitt 41 Tripuratapini Upanishad''' | |||
tānhovāca bhagavānavanikṛtajānumaṇḍalaṃ vistīrya<br> | |||
'''Das gleiche mit den Mittelfingern verbunden ist der zweite (der Samen). Der dritte hat die Form des Stiels.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''tānhovāca bhagavānavanikṛtajānumaṇḍalaṃ vistīrya'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Das gleiche mit den Mittelfingern verbunden ist der zweite (der Samen). Der dritte hat die Form des Stiels.“. | |||
'''Textabschnitt 42 Tripuratapini Upanishad''' | |||
padmāsanaṃ kṛtvā mudrāḥ sṛjateti |<br> | |||
'''Die Handflächen in umgekehrter Reihenfolge reiben, die Daumen und Zeigefinger zusammenbringend, wird der vierte gebildet (der große Stier). Der fünfte (der große Deluder) wird gemacht, wenn die Daumen mit den Nägeln der Mittelfinger verbunden sind, nachdem er mit dem Zeigefinger am kleinen Finger und den Ringfingern, die mit den Mittelfingern gerade gehalten werden, gerieben wurde.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''kṛtvā'' – getan habend; nachdem er getan hat; ''padmāsanaṃ mudrāḥ sṛjateti'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Handflächen in umgekehrter Reihenfolge reiben, die Daumen und Zeigefinger zusammenbringend, wird der vierte gebildet (der große Stier). Der fünfte (der große Deluder) wird gemacht, wenn die Daumen mit den Nägeln der …“. | |||
'''Textabschnitt 43 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sa sarvānākarṣayati<br> | |||
yo yonimudrāmadhīte |<br> | |||
'''Derselbe, der an der Spitze wie eine Ziege geformt ist, ist der sechste (der All-Unterwerfende).''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''sa'' – er, dieser; ''sarvānākarṣayati yo yonimudrāmadhīte'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Derselbe, der an der Spitze wie eine Ziege geformt ist, ist der sechste (der All-Unterwerfende).“. | |||
'''Textabschnitt 44 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sa sarvaṃ vetti |<br> | |||
sa sarvaphalamaśnute |<br> | |||
'''Man halte die linke Hand in der rechten Ruhehaltung, die Ringfinger in der Mitte der kleinen Finger, und die Mittelfinger mit den Zeigefingern über sie gekreuzt, die Daumen gerade, man bekommt die siebte, die Khechari (die Allanziehung).''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''sa'' – er, dieser; ''sarvaṃ'' – alles; ''vetti'' – weiß; erkennt; ''sarvaphalamaśnute'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Man halte die linke Hand in der rechten Ruhehaltung, die Ringfinger in der Mitte der kleinen Finger, und die Mittelfinger mit den Zeigefingern über sie gekreuzt, die Daumen gerade, man bekommt die siebte, die Khechari …“. | |||
'''Textabschnitt 45 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sa sarvānbhañjayati |<br> | |||
sa vidveṣiṇaṃ stambhayati |<br> | |||
madhyame<br> | |||
anāmikopari vinyasya kaniṣṭhikāṅguṣṭhato'dhīte<br> | |||
'''In der alles aufrechten, alles zurückziehenden Haltung, wobei jeder kleine Finger in dem Raum zwischen seinem Mittelfinger und dem Ringfinger und an den Seiten die Zeigefinger in der Form des Stiels und die Daumen und Handflächen in Kontakt stehen, wird der achte gebildet (das All -Zerstreuung). Die Ringfinger ruhen auf der Rückseite der Mittelfinger; die Daumen halten die Mittelfinger, auf denen die Zeigefinger in der Mitte ruhen - so ist der neunte gebildet (das All -agitating). Halten Sie die kleinen Finger gleichermaßen in und die Daumen, ebenso in, kommt die mystische Markierung zu drei Abschnitten.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''sa'' – er, dieser; ''madhyame'' – in der Mitte; ''sarvānbhañjayati vidveṣiṇaṃ stambhayati anāmikopari vinyasya kaniṣṭhikāṅguṣṭhato'dhīte'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In der alles aufrechten, alles zurückziehenden Haltung, wobei jeder kleine Finger in dem Raum zwischen seinem Mittelfinger und dem Ringfinger und an den Seiten die Zeigefinger in der Form des Stiels und die Daumen und …“. | |||
'''Textabschnitt 46 Tripuratapini Upanishad''' | |||
muktayostarjanyordaṇḍavadadhastādevaṃvidhā prathamā sampadyate |<br> | |||
saiva militamadhyamā dvitīyā |<br> | |||
tṛtīyāṅkuśākṛtiriti |<br> | |||
'''Krom ist der Same des Ziegen; (ha, sa sind die von [[Shiva]] und Sakti; kha, des Tötens; prem, des Zaubers); ha, sa, kha, prem, des Khechari;''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''tṛtīyāṅkuśākṛtiriti'' – so, damit; ''muktayostarjanyordaṇḍavadadhastādevaṃvidhā prathamā sampadyate saiva militamadhyamā dvitīyā'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Krom ist der Same des Ziegen; (ha, sa sind die von Shiva und Sakti; kha, des Tötens; prem, des Zaubers); ha, sa, kha, prem, des Khechari;“. | |||
'''Textabschnitt 47 Tripuratapini Upanishad''' | |||
prātilomyena pāṇī saṅgharṣayitvāṅguṣṭhau sāgrimau<br> | |||
samādhāya turīyā |<br> | |||
parasparaṃ kanīyasedaṃ madhyamābaddhe<br> | |||
'''ha (der Sonne); straum (des Verlangens); (ka) der erste Same von Vagbhava ist der neunte. (Ha, der erste Same von Kamakuta) ist der zehnte. Nun, deshalb werden wir das Rad erklären, das zum Kamakala geworden ist. Hrim, klim, aim, blum, straum - diese fünf Wünsche durchdringen das ganze Rad. Wickeln Sie das mittlere Verlangen, aim, in der Vergangenheit (Wunsch), straum, (das heißt ziel, straum, ziel). Er zieht alle Welten an, er immobilisiert alles.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''prātilomyena pāṇī saṅgharṣayitvāṅguṣṭhau sāgrimau samādhāya turīyā parasparaṃ kanīyasedaṃ madhyamābaddhe'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „ha (der Sonne); straum (des Verlangens); (ka) der erste Same von Vagbhava ist der neunte. (Ha, der erste Same von Kamakuta) ist der zehnte. Nun, deshalb werden wir das Rad erklären, das zum Kamakala geworden …“. | |||
'''Textabschnitt 48 Tripuratapini Upanishad''' | |||
anāmike daṇḍinyau tarjanyāvāliṅgyāvaṣṭabhya madhyamānakha-<br> | |||
militāṅguṣṭhau pañcamī |<br> | |||
saivāgre'ṅkuśākṛtiḥ ṣaṣṭhī |<br> | |||
'''Das in Indigo gefärbte Rad tötet Feinde, hält alle Bewegungen fest. Es mit Lac zu verwischen, man kontrolliert alle Welten. Wenn man die Formel neun Lakhs mal ausdrückt, erreicht man den Status von [[Rudra]]. Wenn man (das Rad) in das eingeschriebene Diagramm einwickelt, wird man siegreich. Durch das Anbieten von Oblation im Feuer, das in einem dreieckigen Kamin gebaut wurde, gewinnt man Frauen. In einem Kamin, der wie ein Stab oder ein Kreis geformt ist, erwirbt man unvergleichlichen Reichtum.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''anāmike daṇḍinyau tarjanyāvāliṅgyāvaṣṭabhya madhyamānakha militāṅguṣṭhau pañcamī saivāgre'ṅkuśākṛtiḥ ṣaṣṭhī'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Das in Indigo gefärbte Rad tötet Feinde, hält alle Bewegungen fest. Es mit Lac zu verwischen, man kontrolliert alle Welten. Wenn man die Formel neun Lakhs mal ausdrückt, erreicht man den Status von Rudra. Wenn man (das …“. | |||
'''Textabschnitt 49 Tripuratapini Upanishad''' | |||
dakṣiṇaśaye vāmabāhuṃ kṛtvānyonyānāmike kanīyasīmadhyagate<br> | |||
madhyame tarjanyākrānte saralāsvaṅguṣṭhau khecarī saptamī |<br> | |||
'''In einem quadratischen Kamin bekommt man Regen. Wenn man in einem dreieckigen Kamin Oblationen anbietet, werden Feinde getötet, Bewegungen werden immobilisiert, Blumen anbietend, wird man siegreich. Substanzen anbietend, die großen Geschmack haben, wird man mit höchster Freude überladen. Der große Geschmack sind die sechs Geschmacksrichtungen. Wir rufen Sie an.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''madhyame'' – in der Mitte; ''khecarī'' – Khechari Mudra; ''dakṣiṇaśaye vāmabāhuṃ kṛtvānyonyānāmike kanīyasīmadhyagate tarjanyākrānte saralāsvaṅguṣṭhau saptamī'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In einem quadratischen Kamin bekommt man Regen. Wenn man in einem dreieckigen Kamin Oblationen anbietet, werden Feinde getötet, Bewegungen werden immobilisiert, Blumen anbietend, wird man siegreich. Substanzen …“. | |||
'''Textabschnitt 50 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sarvordhve sarvasaṃhṛti svamadhyamānāmikāntare kanīyasi<br> | |||
pārśvayostarjanyāvaṅkuśāḍhye yuktā sāṅguṣṭhayogato'nyonyaṃ<br> | |||
samamañjaliṃ kṛtvāṣṭamī |<br> | |||
parasparamadhyamāpṛṣṭhavartinyāvanāmike<br> | |||
tarjanyākrānte same madhyame ādāyāṅguṣṭhau madhyavartinau<br> | |||
navamī pratipadyata iti |<br> | |||
saiveyaṃ kanīyase same antarite'ṅguṣṭhau samāvantaritau<br> | |||
kṛtvā trikhaṇḍāpadyata iti |<br> | |||
pañca bāṇāḥ pañcādyā<br> | |||
mudrāḥ spaṣṭāḥ |<br> | |||
kromaṅkuśā |<br> | |||
hasakhphreṃ khecarī |<br> | |||
haṃsrau bījāṣṭamī vāgbhavādyā navamī daśamī ca<br> | |||
'''Von Dichtern, Dichter, am bekanntesten;. Doyen von Königen, unter Brahmanens Herr von Brahmanen, achtet auf uns. Kommen Sie mit Schutz zu unseren Häusern. Berühren Sie diesen Hymnus, berühren Sie den Körper mit dem Punkt oben. Verbeugen Sie sich zu [[Ganesha]] und sagen Sie Gam zu Ganesha. [[Om]], Verbeugen Sie sich zu dem gesegneten Herrn, mit aschebefleckten Gliedern, von gewaltiger Leistungsfähigkeit. Töten! Töten!! verbrennen!! verbrennen!! verbrauchen! verbrauchen!! unterwerfen! unterwerfen! löschen! löschen! brechen Sie den Pflug auf! Am Fuße des Dreizacks sichern Sie die Erfüllung des Symbols. Trocknen Sie aus!''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''madhyame'' – in der Mitte; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''kṛtvā'' – getan habend; nachdem er getan hat; ''pañca'' – fünf; ''khecarī'' – Khechari Mudra; ''ca'' – und; ''sarvordhve sarvasaṃhṛti svamadhyamānāmikāntare kanīyasi pārśvayostarjanyāvaṅkuśāḍhye yuktā sāṅguṣṭhayogato'nyonyaṃ samamañjaliṃ kṛtvāṣṭamī parasparamadhyamāpṛṣṭhavartinyāvanāmike tarjanyākrānte same ādāyāṅguṣṭhau madhyavartinau navamī pratipadyata saiveyaṃ kanīyase antarite'ṅguṣṭhau samāvantaritau trikhaṇḍāpadyata …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Von Dichtern, Dichter, am bekanntesten;. Doyen von Königen, unter Brahmanens Herr von Brahmanen, achtet auf uns. Kommen Sie mit Schutz zu unseren Häusern. Berühren Sie diesen Hymnus, berühren Sie den Körper mit dem …“. | |||
'''Textabschnitt 51 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sampadyata iti |<br> | |||
ya evaṃ veda |<br> | |||
athātaḥ kāmakalābhūtaṃ cakraṃ<br> | |||
vyākhyāsyāmo hrīṃ klīmaiṃ blūṃ sraumete pañca kāmāḥ<br> | |||
sarvacakraṃ vyāvartante |<br> | |||
madhyamaṃ kāmaṃ sarvāvasāne<br> | |||
sampuṭīkṛtya blūṅkāreṇa sampuṭaṃ vyāptaṃ kṛtvā dviraindavena<br> | |||
madhyavartinā sādhyaṃ baddhvā bhūrjapatre yajati |<br> | |||
taccakraṃ<br> | |||
yo vetti sa sarvaṃ vetti |<br> | |||
sa sakalāṃllokānākarṣayati |<br> | |||
sa sarvaṃ<br> | |||
stambhayati |<br> | |||
nīlīyuktaṃ cakraṃ śatrūnmārayati |<br> | |||
gatiṃ<br> | |||
stambhayati |<br> | |||
lākṣāyuktaṃ kṛtvā sakalalokaṃ vaśīkaroti |<br> | |||
'''Trocknen Sie aus! Das östliche Meer! Immobilisieren! Immobilisiere! Ihr, die ihr die Räte, die Maschinen, die Strategie, die Boten, die Armeen des Feindes stört, zerreißt! zerreißt!! zerschnitten! zerschnitten!! hrim, phat, Svaha. Mit dieser Anbetung der Herr des Feldes. Oh Magd der edlen Abstammung! Wir wissen, wir betrachten eine zehn Millionen von Mantras; so viele Kula Kraft inspirieren uns immer.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''veda'' – Veda; ''cakraṃ'' – Rad; [[Chakra]]; ''pañca'' – fünf; ''madhyamaṃ'' – mittel; ''kṛtvā'' – getan habend; nachdem er getan hat; ''baddhvā'' – bindung; ''vetti'' – weiß; erkennt; ''sa'' – er, dieser; ''sarvaṃ'' – alles; ''sampadyata ya athātaḥ kāmakalābhūtaṃ vyākhyāsyāmo hrīṃ klīmaiṃ blūṃ sraumete kāmāḥ sarvacakraṃ vyāvartante kāmaṃ sarvāvasāne sampuṭīkṛtya blūṅkāreṇa sampuṭaṃ vyāptaṃ dviraindavena madhyavartinā sādhyaṃ bhūrjapatre yajati taccakraṃ yo sakalāṃllokānākarṣayati stambhayati nīlīyuktaṃ śatrūnmārayati gatiṃ lākṣāyuktaṃ …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Trocknen Sie aus! Das östliche Meer! Immobilisieren! Immobilisiere! Ihr, die ihr die Räte, die Maschinen, die Strategie, die Boten, die Armeen des Feindes stört, zerreißt! zerreißt!! zerschnitten! zerschnitten!! hrim, …“. | |||
'''Textabschnitt 52 Tripuratapini Upanishad''' | |||
navalakṣajapaṃ kṛtvā rudratvaṃ prāpnoti |<br> | |||
mātṛkayā veṣṭitaṃ<br> | |||
kṛtvā vijayī bhavati |<br> | |||
bhagāṅkakuṇḍaṃ kṛtvāgnimādhāya puruṣo<br> | |||
haviṣā hutvā yoṣito vaśīkaroti |<br> | |||
vartule hutvā śriyamatulaṃ<br> | |||
prāpnoti |<br> | |||
'''Wenn man die Jungfrau anbetet, was auch immer der Aspirant meditiert, erlangt er Unsterblichkeit.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''kṛtvā'' – getan habend; nachdem er getan hat; ''prāpnoti'' – erlangt; ''bhavati'' – wird; ist; ''navalakṣajapaṃ rudratvaṃ mātṛkayā veṣṭitaṃ vijayī bhagāṅkakuṇḍaṃ kṛtvāgnimādhāya puruṣo haviṣā hutvā yoṣito vaśīkaroti vartule śriyamatulaṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wenn man die Jungfrau anbetet, was auch immer der Aspirant meditiert, erlangt er Unsterblichkeit.“. | |||
'''Textabschnitt 53 Tripuratapini Upanishad''' | |||
caturasre hutvā vṛṣṭirbhavati |<br> | |||
trikoṇe hutvā<br> | |||
śatrūnmārayati |<br> | |||
gatiṃ stambhayati |<br> | |||
puṣpāṇi hutvā vijayī bhavati |<br> | |||
mahārasairhutvā paramānandanirbharo bhavati |<br> | |||
gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ<br> | |||
havāmahe kaviṃ kavīnāmupamaśravastamam |<br> | |||
'''Er erlangt Ruhm und die volle Ausdehnung des Lebens.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''bhavati'' – wird; ist; ''caturasre hutvā vṛṣṭirbhavati trikoṇe śatrūnmārayati gatiṃ stambhayati puṣpāṇi vijayī mahārasairhutvā paramānandanirbharo gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnāmupamaśravastamam'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Er erlangt Ruhm und die volle Ausdehnung des Lebens.“. | |||
'''Textabschnitt 54 Tripuratapini Upanishad''' | |||
jyeṣṭharājaṃ<br> | |||
brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śruṇvannūtibhiḥ sīda sādanam |<br> | |||
ityevamādyamakṣaraṃ tadantyabindupūrṇamityanenāṅgaṃ spṛśati |<br> | |||
gaṃ gaṇeśāya nama iti gaṇeśaṃ namaskurvīta |<br> | |||
oṃ namo bhagavate<br> | |||
'''Oder wenn er den Höchsten [[Brahman]] kennt, bleibt er. Die Götter sprachen wahrlich zu dem seligen Herrn: „Herr! Das Herz des vortrefflichsten Gayatri über Tripura ist uns dargelegt worden.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''oṃ'' – Om, die heilige Silbe ([[Om]]); ''jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śruṇvannūtibhiḥ sīda sādanam ityevamādyamakṣaraṃ tadantyabindupūrṇamityanenāṅgaṃ spṛśati gaṃ gaṇeśāya nama gaṇeśaṃ namaskurvīta namo bhagavate'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Oder wenn er den Höchsten Brahman kennt, bleibt er. Die Götter sprachen wahrlich zu dem seligen Herrn: „Herr! Das Herz des vortrefflichsten Gayatri über Tripura ist uns dargelegt worden.“. | |||
'''Textabschnitt 55 Tripuratapini Upanishad''' | |||
bhasmāṅgarāgāyogratejase hanahana dahadaha pacapaca mathamatha<br> | |||
vidhvaṃsayavidhvaṃsaya halabhañjana śūlamūle vyañjanasiddhiṃ kurukuru<br> | |||
samudraṃ pūrvapratiṣṭhiataṃ śoṣayaśoṣaya stambhayastambhaya<br> | |||
'''In der Hymne von Jatavedas sind die acht (Vidyas) von Tripura geläutert. So verehre sie, aus den Fesseln des Lebens wird der Yogi befreit. Erzählen Sie uns nun von Mrityumjaya (Sieg über den Tod). Wenn Sie die Worte aller Götter so hören, wird der Sieg über den Tod durch den Hymnus auf Tryambaka im Anustubh-Meter offenbart.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''bhasmāṅgarāgāyogratejase hanahana dahadaha pacapaca mathamatha vidhvaṃsayavidhvaṃsaya halabhañjana śūlamūle vyañjanasiddhiṃ kurukuru samudraṃ pūrvapratiṣṭhiataṃ śoṣayaśoṣaya stambhayastambhaya'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In der Hymne von Jatavedas sind die acht (Vidyas) von Tripura geläutert. So verehre sie, aus den Fesseln des Lebens wird der Yogi befreit. Erzählen Sie uns nun von Mrityumjaya (Sieg über den Tod). Wenn Sie die Worte …“. | |||
'''Textabschnitt 56 Tripuratapini Upanishad''' | |||
paramantraparayantraparatantraparadūtaparakaṭakaparacchedanakara<br> | |||
vidārayavidāraya cchindhicchindhi hrīṃ phaṭ svāhā |<br> | |||
anena kṣetrādhyakṣaṃ<br> | |||
pūjayediti |<br> | |||
kulakumāri vidmahe mantrakoṭisudhīmahi |<br> | |||
tannaḥ kauliḥ pracodayāt |<br> | |||
'''Woher stammt das Wort Tryambaka? Als Meister der drei Städte ist er Tryambaka. Warum sagen wir 'Lasst uns opfern'? 'Opfer' bedeutet 'Gottesdienst', 'Gepriesen' das Wirkliche, durch die zwei Silben mahe. Durch den unveränderlichen einzigen Buchstaben kam (nach Tryamba) der Sieg über den Tod zum Ausdruck.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''svāhā'' – Svaha; Opferformel; ''paramantraparayantraparatantraparadūtaparakaṭakaparacchedanakara vidārayavidāraya cchindhicchindhi hrīṃ phaṭ anena kṣetrādhyakṣaṃ pūjayediti kulakumāri vidmahe mantrakoṭisudhīmahi tannaḥ kauliḥ pracodayāt'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Woher stammt das Wort Tryambaka? Als Meister der drei Städte ist er Tryambaka. Warum sagen wir 'Lasst uns opfern'? 'Opfer' bedeutet 'Gottesdienst', 'Gepriesen' das Wirkliche, durch die zwei Silben mahe. Durch den …“. | |||
'''Textabschnitt 57 Tripuratapini Upanishad''' | |||
iti kumāryarcanaṃ kṛtvā yo vai sādhako'bhilikhati so'mṛtatvaṃ gacchati |<br> | |||
'''Nun, warum sagen "duftend"? Er erlangt Ruhm auf allen Seiten. Warum sagt man "erhöht das Wachstum"?''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''kṛtvā'' – getan habend; nachdem er getan hat; ''vai'' – wahrlich; gewiss; ''gacchati'' – geht; gelangt; ''kumāryarcanaṃ yo sādhako'bhilikhati so'mṛtatvaṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Nun, warum sagen "duftend"? Er erlangt Ruhm auf allen Seiten. Warum sagt man "erhöht das Wachstum"?“. | |||
'''Textabschnitt 58 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sa yaśa āpnoti |<br> | |||
sa paramāyuṣyamatha vā paraṃ brahma bhittvā tiṣṭhati |<br> | |||
'''Er erschafft alle Welten, rettet alle Welten, durchdringt alle Welten. Warum sagen wir 'wie Gurkenfrucht. lass mich Freiheit finden'? Wie die Gurke am Stiel festhält, so ist (der Mensch) fest gebunden, und er wird vom Tod, der Knechtschaft der [[Samsara|Wiedergeburtskreislauf]], befreit;''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''sa'' – er, dieser; ''vā'' – oder; ''paraṃ'' – höchstes; jenseitiges; ''brahma'' – [[Brahman]], das Absolute; ''bhittvā'' – nachdem sie durchbrochen hat; ''tiṣṭhati'' – steht; verweilt; ''yaśa āpnoti paramāyuṣyamatha'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Er erschafft alle Welten, rettet alle Welten, durchdringt alle Welten. Warum sagen wir 'wie Gurkenfrucht. lass mich Freiheit finden'? Wie die Gurke am Stiel festhält, so ist (der Mensch) fest gebunden, und er wird vom …“. | |||
'''Schlussabschnitt der dritten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad''' | |||
ya evaṃ vedeti mahopaniṣat |<br> | |||
iti tṛtīyopaniṣat || 3 ||<br> | |||
'''Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''ya vedeti mahopaniṣat tṛtīyopaniṣat'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.“. | |||
'''Textabschnitt 59 Tripuratapini Upanishad''' | |||
devā ha vai bhagavantamabruvandeva gāyatraṃ hṛdayaṃ no<br> | |||
vyākhyātaṃ traipuraṃ sarvottamam |<br> | |||
'''man wird Rudra. 0 Die Götter sagten wahrlich zu dem seligen Herrn: „Alles ist uns dargelegt worden. „Nun sagen Sie uns alle jene Mantras, die sich auf [[Shiva]], Vishnu, Surya, Ganesha beziehen, indem sie loben, mit denen Bhagavati sich offenbaren wird.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''ha'' – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; ''vai'' – wahrlich; gewiss; ''devā bhagavantamabruvandeva gāyatraṃ hṛdayaṃ no vyākhyātaṃ traipuraṃ sarvottamam'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „man wird Rudra. 0 Die Götter sagten wahrlich zu dem seligen Herrn: „Alles ist uns dargelegt worden. „Nun sagen Sie uns alle jene Mantras, die sich auf Shiva, Vishnu, Surya, Ganesha beziehen, indem sie loben, mit …“. | |||
'''Textabschnitt 60 Tripuratapini Upanishad''' | |||
jātavedasasūktenākhyātaṃ<br> | |||
nastraipurāṣṭakam |<br> | |||
yadiṣṭvā mucyate yogī janmasaṃsārabandhanāt |<br> | |||
'''Der selige Herr sagte:''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''mucyate'' – wird befreit; ''yogī'' – der [[Yogi]]; ''jātavedasasūktenākhyātaṃ nastraipurāṣṭakam yadiṣṭvā janmasaṃsārabandhanāt'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der selige Herr sagte:“. | |||
'''Textabschnitt 61 Tripuratapini Upanishad''' | |||
atha mṛtyuṃjayaṃ no brūhītyevaṃ bruvatāṃ sarveṣāṃ devānāṃ<br> | |||
śrutvedaṃ vākyamathātastryambakenānuṣṭubhena mṛtyuṃjayaṃ darśayati |<br> | |||
'''Mit "Tryambaka-Mantra im Anushtubh-Metrum verehrt man den Eroberer des Todes;. Es ist festgelegt, dass der einzelne Buchstabe durchdrungen ist, wie oben gezeigt. Derjenige, der mit dem [[Mantra]] des Yajus anbetet: "Om, Verehrung sei [[Shiva]]" erreicht den Status von Rudra und erlangt Seligkeit.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''atha'' – nun; sodann; ''sarveṣāṃ'' – jeder; ''śrutvedaṃ'' – Veda; ''mṛtyuṃjayaṃ no brūhītyevaṃ bruvatāṃ devānāṃ vākyamathātastryambakenānuṣṭubhena darśayati'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Mit "Tryambaka-Mantra im Anushtubh-Metrum verehrt man den Eroberer des Todes;. Es ist festgelegt, dass der einzelne Buchstabe durchdrungen ist, wie oben gezeigt. Derjenige, der mit dem Mantra des Yajus anbetet: "Om, Obeisance …“. | |||
'''Textabschnitt 62 Tripuratapini Upanishad''' | |||
kasmāttryambakamiti |<br> | |||
trayāṇāṃ purāṇāmambakaṃ svāminaṃ tasmāducyate<br> | |||
tryambakamiti |<br> | |||
atha kasmāducyate yajāmaha iti |<br> | |||
'''Dieser höchste Wohnsitz von Vishnu, Wie ein Auge über den Himmel. Die Weisen sehen immer.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''kasmāttryambakamiti'' – so, damit; ''tryambakamiti'' – so, damit; ''atha'' – nun; sodann; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''trayāṇāṃ purāṇāmambakaṃ svāminaṃ tasmāducyate kasmāducyate yajāmaha'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Dieser höchste Wohnsitz von Vishnu, Wie ein Auge über den Himmel. Die Weisen sehen immer.“. | |||
'''Textabschnitt 63 Tripuratapini Upanishad''' | |||
yajāmahe sevāmahe vastu<br> | |||
mahetyakṣaradvayena kūṭatvenākṣaraikeṇa mṛtyuṃjayamityucyate |<br> | |||
tasmāducyate yajāmaha iti |<br> | |||
'''Vishnu steht allen Vierteln gegenüber. Wie Öl einen Sesamballen umgibt und füllt. Er durchdringt (alle Dinge).''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''yajāmahe sevāmahe vastu mahetyakṣaradvayena kūṭatvenākṣaraikeṇa mṛtyuṃjayamityucyate tasmāducyate yajāmaha'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Vishnu steht allen Vierteln gegenüber. Wie Öl einen Sesamballen umgibt und füllt. Er durchdringt (alle Dinge).“. | |||
'''Textabschnitt 64 Tripuratapini Upanishad''' | |||
atha kasmāducyate sugandhimiti |<br> | |||
sarvato yaśa<br> | |||
āpnoti |<br> | |||
tasmāducyate sugandhimiti |<br> | |||
atha kasmāducyate puṣṭivardhanamiti |<br> | |||
'''Sein höchster Wohnsitz ist der hohe Himmel. Die Weisen, nämlich Götter wie Brahma, sehen ihn, das heißt halten ihn für immer im Herzen. Daher ist Vishnus eigene Form von Seinem Bleiben, Existieren, in allen Wesen abgeleitet. Er ist Vasudeva (der Gott, der in allen wohnt).''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''atha'' – nun; sodann; ''sugandhimiti'' – so, damit; ''puṣṭivardhanamiti'' – so, damit; ''kasmāducyate sarvato yaśa āpnoti tasmāducyate'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Sein höchster Wohnsitz ist der hohe Himmel. Die Weisen, nämlich Götter wie Brahma, sehen ihn, das heißt halten ihn für immer im Herzen. Daher ist Vishnus eigene Form von Seinem Bleiben, Existieren, in allen Wesen …“. | |||
'''Textabschnitt 65 Tripuratapini Upanishad''' | |||
yatsarvāṃllokānsṛjati yatsarvāṃllokāṃstārayati yatsarvāṃllokānvyāpnoti<br> | |||
tasmāducyate puṣṭivardhanamiti |<br> | |||
atha kasmāducyate urvārukamiva<br> | |||
bandhanānmṛtyormukṣīyeti |<br> | |||
saṃlagnatvādurvārukamiva mṛtyoḥ saṃsārabandhanātsaṃlagnatvādbaddhatvānmokṣībhavati mukto bhavati |<br> | |||
atha kasmāducyate māmṛtāditi amṛtatvaṃ prāpnotyakṣaraṃ<br> | |||
prāpnoti svayaṃ rudro bhavati |<br> | |||
devā ha vai bhagavantamūcuḥ sarvaṃ no vyākhyātam |<br> | |||
'''''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''puṣṭivardhanamiti'' – so, damit; ''atha'' – nun; sodann; ''bhavati'' – wird; ist; ''prāpnoti'' – erlangt; ''svayaṃ'' – sich selbst; ''ha'' – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; ''vai'' – wahrlich; gewiss; ''sarvaṃ'' – alles; ''yatsarvāṃllokānsṛjati yatsarvāṃllokāṃstārayati yatsarvāṃllokānvyāpnoti tasmāducyate kasmāducyate urvārukamiva bandhanānmṛtyormukṣīyeti saṃlagnatvādurvārukamiva mṛtyoḥ saṃsārabandhanātsaṃlagnatvādbaddhatvānmokṣībhavati mukto māmṛtāditi amṛtatvaṃ prāpnotyakṣaraṃ rudro devā bhagavantamūcuḥ no vyākhyātam'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „“. | |||
'''Textabschnitt 66 Tripuratapini Upanishad''' | |||
atha kairmantraiḥ stutā bhagavatī svātmānaṃ darśayati<br> | |||
tānsarvāñchaivānvaiṣṇavānsaurāngāṇeśānno<br> | |||
brūhīti |<br> | |||
sa hovāca bhagavāṃstryambakenānuṣṭubhena<br> | |||
mṛtyuṃjayamupāsayet |<br> | |||
pūrveṇādhvanā vyāptamekākṣaramiti<br> | |||
smṛtam |<br> | |||
oṃ namaḥ śivāyeti yājuṣamantropāsako<br> | |||
rudratvaṃ prāpnoti |<br> | |||
kalyāṇaṃ prāpnoti |<br> | |||
ya evaṃ veda |<br> | |||
tadviṣṇoḥ<br> | |||
paramaṃ padaṃ sadā paśyanti sūrayaḥ |<br> | |||
divīva cakṣurātatam |<br> | |||
viṣṇoḥ sarvatomukhasya sneho yathā palalapiṇḍamotaprotamanuvyāptaṃ<br> | |||
'''Om Namah besteht aus drei Silben. Bhagavate hat vier Silben.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''atha'' – nun; sodann; ''sa'' – er, dieser; ''hovāca'' – sprach; ''oṃ'' – Om, die heilige Silbe ([[Om]]); ''namaḥ'' – Verehrung; Verneigung; ''prāpnoti'' – erlangt; ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''veda'' – Veda; ''tadviṣṇoḥ'' – die von Vishnu; ''paramaṃ'' – den höchsten; ''paśyanti'' – sie sehen; ''yathā'' – wie; ''kairmantraiḥ stutā bhagavatī svātmānaṃ darśayati tānsarvāñchaivānvaiṣṇavānsaurāngāṇeśānno brūhīti bhagavāṃstryambakenānuṣṭubhena mṛtyuṃjayamupāsayet pūrveṇādhvanā vyāptamekākṣaramiti smṛtam śivāyeti yājuṣamantropāsako rudratvaṃ kalyāṇaṃ ya padaṃ sadā sūrayaḥ divīva cakṣurātatam viṣṇoḥ sarvatomukhasya sneho …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Om Namah besteht aus drei Silben. Bhagavate hat vier Silben.“. | |||
'''Textabschnitt 67 Tripuratapini Upanishad''' | |||
vyatiriktaṃ vyāpnuta iti vyāpnuvato viṣṇostatparamaṃ padaṃ paraṃ vyometi<br> | |||
paramaṃ padaṃ paśyanti vīkṣante |<br> | |||
sūrayo brahmādayo devāsa iti<br> | |||
sadā hṛdaya adadhate |<br> | |||
tasmādviṣṇoḥ svarūpaṃ vasati tiṣṭhati<br> | |||
bhūteśviti vāsudeva iti |<br> | |||
oṃ nama iti trīṇyakṣarāṇi |<br> | |||
bhagavata iti<br> | |||
catvāri |<br> | |||
vāsudevāyeti pañcākṣarāṇi |<br> | |||
etadvai vāsudevasya<br> | |||
dvādaśārṇamabhyeti |<br> | |||
sopaplavaṃ tarati |<br> | |||
sa sarvamāyureti |<br> | |||
vindate<br> | |||
'''Vasudevaya hat fünf Silben. Dies ist das zwölfsilbige Mantra von Vasudeva. Er (der das weiß) überwindet alle Schwierigkeiten, lebt ein erfülltes Leben, erlangt die Herrschaft über Wesen und genießt Besitz von Reichtum und Vieh. ''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''paraṃ'' – höchstes; jenseitiges; ''paramaṃ'' – den höchsten; ''paśyanti'' – sie sehen; ''svarūpaṃ'' – eigene Natur; Wesensform; ''vasati'' – wohnt; lebt; ''tiṣṭhati'' – steht; verweilt; ''oṃ'' – Om, die heilige Silbe ([[Om]]); ''sa'' – er, dieser; ''vyatiriktaṃ vyāpnuta vyāpnuvato viṣṇostatparamaṃ padaṃ vyometi vīkṣante sūrayo brahmādayo devāsa sadā hṛdaya adadhate tasmādviṣṇoḥ bhūteśviti vāsudeva nama trīṇyakṣarāṇi bhagavata catvāri vāsudevāyeti pañcākṣarāṇi etadvai vāsudevasya dvādaśārṇamabhyeti sopaplavaṃ tarati sarvamāyureti vindate'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Vasudevaya hat fünf Silben. Dies ist das zwölfsilbige Mantra von Vasudeva. Er (der das weiß) überwindet alle Schwierigkeiten, lebt ein erfülltes Leben, erlangt die Herrschaft über Wesen und genießt Besitz von Reichtum …“. | |||
'''Textabschnitt 68 Tripuratapini Upanishad''' | |||
prājāpatyaṃ rāyaspoṣaṃ gaupatyaṃ ca tamaśnute pratyagānandaṃ<br> | |||
brahmapuruṣaṃ praṇavasvarūpamakāra ukāro makāra iti |<br> | |||
tānekadhā<br> | |||
saṃbhavati tadomiti |<br> | |||
haṃsaḥ śuciṣadvasurantarikṣasaddhotā<br> | |||
vediṣadatithirduroṇasat |<br> | |||
nṛṣadvarasadṛtasadvyomasadabjā gojā<br> | |||
ṛtajā adrijā ṛtaṃ bṛhat |<br> | |||
haṃsa ityetanmanorakṣaradvitīyena<br> | |||
prabhāpuñjena saureṇa dhṛtamabjā gojā ṛtajā adrijā ṛtaṃ<br> | |||
satyā-prabhā-puñji-nyuṣā-sandhyā-prajñābhiḥ<br> | |||
'''Die Buchstaben a, u und die [[Meditation]], die das Pranava bilden, bezeichnen die innere Glückseligkeit, das alles durchdringende [[Brahman]]. Hamsa weilt im reinen Himmelsraum. Bewohner in der Atmosphäre, Opfer in der Nähe des Altars. Der Gast geht ins Haus.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''ca'' – und; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''haṃsaḥ'' – [[Hamsa]], das Selbst-Symbol; ''prājāpatyaṃ rāyaspoṣaṃ gaupatyaṃ tamaśnute pratyagānandaṃ brahmapuruṣaṃ praṇavasvarūpamakāra ukāro makāra tānekadhā saṃbhavati tadomiti śuciṣadvasurantarikṣasaddhotā vediṣadatithirduroṇasat nṛṣadvarasadṛtasadvyomasadabjā gojā ṛtajā adrijā ṛtaṃ bṛhat haṃsa ityetanmanorakṣaradvitīyena prabhāpuñjena saureṇa dhṛtamabjā …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Buchstaben a, u und die Meditation, die das Pranava bilden, bezeichnen die innere Glückseligkeit, das alles durchdringende Brahman. Hamsa weilt im reinen Himmelsraum. Bewohner in der Atmosphäre, Opfer in der Nähe …“. | |||
'''Textabschnitt 69 Tripuratapini Upanishad''' | |||
śaktibhiḥ pūrvaṃ sauramadhīyānaḥ sarvaṃ phalamaśnute |<br> | |||
sa vyomni parame dhāmani saure nivasate |<br> | |||
gaṇānāṃ tvati traiṣṭubhena pūrveṇādhvanā manunaikārṇena<br> | |||
gaṇādhipamabhyarcya gaṇeśatvaṃ prāpnoti |<br> | |||
atha gāyatrī<br> | |||
'''Wohnen in Menschen, in edlen Dingen. Im rechten und im Himmel; im Wasser geboren.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''sarvaṃ'' – alles; ''phalamaśnute'' – genießt die Frucht; ''sa'' – er, dieser; ''vyomni'' – am Himmel; ''prāpnoti'' – erlangt; ''atha'' – nun; sodann; ''śaktibhiḥ pūrvaṃ sauramadhīyānaḥ parame dhāmani saure nivasate gaṇānāṃ tvati traiṣṭubhena pūrveṇādhvanā manunaikārṇena gaṇādhipamabhyarcya gaṇeśatvaṃ gāyatrī'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wohnen in Menschen, in edlen Dingen. Im rechten und im Himmel; im Wasser geboren.“. | |||
'''Textabschnitt 70 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sāvitrī sarasvatyajapā mātṛkā proktā tayā sarvamidaṃ vyāptam |<br> | |||
aiṃ vāgīśvari vidmahe klīṃ kāmeśvarī dhīmahi |<br> | |||
saustannaḥ śaktiḥ<br> | |||
pracodayāditi |<br> | |||
gāyatrī prātaḥ sāvitrī madhyandine sarasvatī sāyamiti<br> | |||
nirantaramajapā |<br> | |||
haṃsa ityeva mātṛkā |<br> | |||
pañcāśadvarṇavigraheṇā-<br> | |||
'''Im Licht geboren, in der Wahrheit und in den Bergen geboren; Die Rechtschaffenheit, der Große (Er ist der Herr). Alle Früchte gewinnt er, der das vorherige [[Mantra]] der Sonne zusammen mit den Mächten wiederholt, nämlich die Morgendämmerung, die Dämmerung, der Intellekt, die das wahre, geordnete, verkörperte Licht sind.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''proktā'' – wurde ausgesprochen, wird genannt; ''śaktiḥ'' – [[Shakti]], Kraft; ''prātaḥ'' – am Morgen; ''madhyandine'' – mittags; ''sarasvatī'' – saraswati; ''sāvitrī sarasvatyajapā mātṛkā tayā sarvamidaṃ vyāptam aiṃ vāgīśvari vidmahe klīṃ kāmeśvarī dhīmahi saustannaḥ pracodayāditi gāyatrī sāyamiti nirantaramajapā haṃsa ityeva pañcāśadvarṇavigraheṇā'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Im Licht geboren, in der Wahrheit und in den Bergen geboren; Die Rechtschaffenheit, der Große (Er ist der Herr). Alle Früchte gewinnt er, der das vorherige Mantra der Sonne zusammen mit den Mächten wiederholt, nämlich die …“. | |||
'''Textabschnitt 71 Tripuratapini Upanishad''' | |||
kārādikṣakārāntena vyāptāni bhuvanāni śāstrāṇi<br> | |||
cchandāṃsītyevaṃ bhagavatīṃ sarvaṃ vyāpnotītyeva tasyai vai namonama iti |<br> | |||
tānbhagavānabravīdetairmantrairnityaṃ devīṃ yaḥ stauti sa sarvaṃ paśyati |<br> | |||
so'mṛtatvaṃ ca gacchati |<br> | |||
ya evaṃ vedetyupaniṣat ||<br> | |||
'''Durch jedes der anderen leuchtenden Worte im Mantra der Surya wird es aufrecht erhalten. Worte wie "im Wasser geboren" usw. bezeichnen die Mächte. Er wohnt in der hohen Wohnung, den Himmeln, die der Sonne gehören. Durch die Verehrung des Herrn der Heerscharen mit dem zuvor gegebenen Mantra (4), "Wir rufen dich an, Führer der Heerscharen", usw., im Traistubha-Meter, zusammen mit dem monosilben, erreicht man den Status von [[Ganesha]].''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''sarvaṃ'' – alles; ''vai'' – wahrlich; gewiss; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''sa'' – er, dieser; ''paśyati'' – sieht; ''ca'' – und; ''gacchati'' – geht; gelangt; ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''kārādikṣakārāntena vyāptāni bhuvanāni śāstrāṇi cchandāṃsītyevaṃ bhagavatīṃ vyāpnotītyeva tasyai namonama tānbhagavānabravīdetairmantrairnityaṃ devīṃ yaḥ stauti so'mṛtatvaṃ ya vedetyupaniṣat'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Durch jedes der anderen leuchtenden Worte im Mantra der Surya wird es aufrecht erhalten. Worte wie "im Wasser geboren" usw. bezeichnen die Mächte. Er wohnt in der hohen Wohnung, den Himmeln, die der Sonne gehören. …“. | |||
'''Schlussabschnitt der vierten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad''' | |||
iti turīyopaniṣat || 4 ||<br> | |||
'''So endet die vierte Teil-Upanishad.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''turīyopaniṣat'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „So endet die vierte Teil-Upanishad.“. | |||
'''Textabschnitt 72 Tripuratapini Upanishad''' | |||
devā ha vai bhagavantamabruvansvāminnaḥ kathitaṃ sphuṭaṃ<br> | |||
kriyākāṇḍaṃ saviṣayaṃ traipuramiti |<br> | |||
atha paramanirviśeṣaṃ<br> | |||
'''Möge die Macht uns inspirieren. So, in der Morgendämmerung, Gayatri; um Mittag, Savitri; und in der Dämmerung, Sarasvati. Der Ajapa, 'hamsa', der Unausgesprochene (wird gesungen) ohne Unterbrechung. Die Matrika, bestehend aus fünfzig Buchstaben, von a bis ksa, durchdringt alle Worte, alle Shastras, alle Veden.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''ha'' – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; ''vai'' – wahrlich; gewiss; ''atha'' – nun; sodann; ''devā bhagavantamabruvansvāminnaḥ kathitaṃ sphuṭaṃ kriyākāṇḍaṃ saviṣayaṃ traipuramiti paramanirviśeṣaṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Möge die Macht uns inspirieren. So, in der Morgendämmerung, Gayatri; um Mittag, Savitri; und in der Dämmerung, Sarasvati. Der Ajapa, 'hamsa', der Unausgesprochene (wird gesungen) ohne Unterbrechung. Die Matrika, …“. | |||
'''Textabschnitt 73 Tripuratapini Upanishad''' | |||
kathayasveti |<br> | |||
tānhovāca bhagavāṃsturīyayā māyayāntyayā<br> | |||
nirdiṣṭaṃ paramaṃ brahmeti |<br> | |||
paramapuruṣaṃ cidrūpaṃ<br> | |||
'''Die Göttin durchdringt alle Dinge. Obeisance, Ehrerbietung zu Ihr! Der selige Herr sprach zu ihnen: Wer die Göttin mit diesen Mantras ewig rühmt, der sieht alle Dinge. Die Götter, wahrlich, sagten zum seligen Herrn: „Es ist uns klar der Abschnitt über die Aktivitäten und was mit Tripura zusammenhängt mit allen verwandten Themen erklärt worden. Der selige Herr sprach zu ihnen: Ist durch die vierte und letzte Maya (avidya, jnana, vijnana und samyagjnana) das höchste [[Brahman]] angedeutet worden, die höchste Person, das höchste Selbst, dessen Essenz [[Bewusstsein]] ist.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''paramaṃ'' – den höchsten; ''kathayasveti tānhovāca bhagavāṃsturīyayā māyayāntyayā nirdiṣṭaṃ brahmeti paramapuruṣaṃ cidrūpaṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Göttin durchdringt alle Dinge. Obeisance, Ehrerbietung zu Ihr! Der selige Herr sprach zu ihnen: Wer die Göttin mit diesen Mantras ewig rühmt, der sieht alle Dinge. Die Götter, wahrlich, sagten zum seligen Herrn: „Es …“. | |||
'''Textabschnitt 74 Tripuratapini Upanishad''' | |||
paramātmeti |<br> | |||
śrotā mantā draṣṭādeṣṭā spraṣṭāghoṣṭā<br> | |||
vijñātā prajñātā sarveṣāṃ puruṣāṇāmantaḥpuruṣaḥ<br> | |||
'''Der Hörer, der Denker, der Seher, der Lehrer, der Berührunger, der Verkünder, der Erkenner, der höchste Wissende, die innere Person in allen Personen - dieses Selbst muss erkannt werden. Da gibt es weder gesehene noch unsichtbare Welten; keine Götter oder Dämonen;''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''sarveṣāṃ'' – jeder; ''paramātmeti śrotā mantā draṣṭādeṣṭā spraṣṭāghoṣṭā vijñātā prajñātā puruṣāṇāmantaḥpuruṣaḥ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der Hörer, der Denker, der Seher, der Lehrer, der Berührunger, der Verkünder, der Erkenner, der höchste Wissende, die innere Person in allen Personen - dieses Selbst muss erkannt werden. Da gibt es weder gesehene noch …“. | |||
'''Textabschnitt 75 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sa ātmā sa vijñeya iti |<br> | |||
na tatra lokā alokā na tatra devā adevāḥ<br> | |||
paśavo'paśavastāpaso na tāpasaḥ paulkaso na paulkaso<br> | |||
'''Tiere oder Nicht-Tier; Asketen oder Nicht-Asketen; Ausgestoßene oder Nicht-Ausgestoßene;''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''sa'' – er, dieser; ''ātmā'' – der [[Atman]]; das Selbst; ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''na'' – nicht; ''tatra'' – dort; darin; ''tāpasaḥ'' – Asket; ''vijñeya lokā alokā devā adevāḥ paśavo'paśavastāpaso paulkaso'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Tiere oder Nicht-Tier; Asketen oder Nicht-Asketen; Ausgestoßene oder Nicht-Ausgestoßene;“. | |||
'''Textabschnitt 76 Tripuratapini Upanishad''' | |||
viprā na viprāḥ |<br> | |||
sa ityekameva paraṃ brahma vibhrājate nirvāṇam |<br> | |||
na tatra devā ṛṣayaḥ pitara īśate pratibuddhaḥ sarvavidyeti |<br> | |||
'''Brahmanen oder Nicht-Brahmanen. Allein und allein, der höchste Brahman, all-ruhig, leuchtet hervor. Götter, Seher, Mähnen, siegen dort nicht. Der erwachte Wissende, der Allwissende ist Brahman.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''na'' – nicht; ''sa'' – er, dieser; ''paraṃ'' – höchstes; jenseitiges; ''brahma'' – [[Brahman]], das Absolute; ''tatra'' – dort; darin; ''pratibuddhaḥ'' – erwacht; ''viprā viprāḥ ityekameva vibhrājate nirvāṇam devā ṛṣayaḥ pitara īśate sarvavidyeti'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Brahmanen oder Nicht-Brahmanen. Allein und allein, der höchste Brahman, all-ruhig, leuchtet hervor. Götter, Seher, Mähnen, siegen dort nicht. Der erwachte Wissende, der Allwissende ist Brahman.“. | |||
'''Textabschnitt 77 Tripuratapini Upanishad''' | |||
tatraite ślokā bhavanti |<br> | |||
ato nirviṣayaṃ nityaṃ manaḥ kāryaṃ mumukṣuṇā |<br> | |||
'''In diesem Zusammenhang gibt es die folgenden Verse:''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''bhavanti'' – sie werden; sie sind; ''nityaṃ'' – immer; beständig; ''manaḥ'' – Geist; Denken; ''mumukṣuṇā'' – vom Suchenden nach Befreiung; ''tatraite ślokā ato nirviṣayaṃ kāryaṃ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In diesem Zusammenhang gibt es die folgenden Verse:“. | |||
'''1. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
yato nirviṣayo nāma manaso muktiriṣyate || 1 ||<br> | |||
'''Denn als „gegenstandslos“ gilt jene Freiheit des Geistes, die als Befreiung bezeichnet wird.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''yataḥ'' – weil, woraus; ''nirviṣayaḥ'' – ohne Gegenstand; ''nāma'' – mit Namen, genannt; ''manasaḥ'' – des Geistes; ''muktiḥ'' – Befreiung; ''iṣyate'' – wird gelehrt, gilt. | |||
'''2. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
mano hi dvividhaṃ proktaṃ śuddhaṃ cāśuddhameva ca |<br> | |||
aśuddhaṃ kāmasaṃkalpaṃ śuddhaṃ kāmavivarjitam || 2 ||<br> | |||
'''Der Geist wird als zweifach beschrieben: rein und unrein. Unrein ist er, wenn er von Wunschvorstellungen erfüllt ist; rein, wenn er von Wünschen frei ist.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''manaḥ hi'' – denn der Geist; ''dvividham'' – zweifach; ''proktam'' – wird beschrieben; ''śuddham'' – rein; ''ca'' – und; ''aśuddham'' – unrein; ''eva'' – eben; ''kāma-saṃkalpam'' – von Wunschvorstellungen erfüllt; ''kāma-vivarjitam'' – von Wünschen frei. | |||
'''3. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
mana eva manuṣyāṇāṃ kāraṇaṃ bandhamokṣayoḥ |<br> | |||
bandhanaṃ viṣayāsaktaṃ muktyai nirviṣayaṃ manaḥ || 3 ||<br> | |||
'''Der Geist allein ist für die Menschen die Ursache von Bindung und Befreiung. An Sinnesgegenstände geheftet führt er zur Bindung; gegenstandsfrei führt er zur Befreiung.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''manaḥ eva'' – der Geist allein; ''manuṣyāṇām'' – der Menschen; ''kāraṇam'' – Ursache; ''bandha-mokṣayoḥ'' – von Bindung und Befreiung; ''viṣaya-āsaktam'' – an Sinnesgegenstände geheftet; ''bandhanam'' – Bindung; ''nirviṣayam manaḥ'' – der gegenstandsfreie Geist; ''muktyai'' – zur Befreiung. | |||
'''4. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
nirastaviṣayāsaṅgaṃ saṃnirudhya mano hṛdi |<br> | |||
yadā yātyamanībhāvastadā tatparamaṃ padam || 4 ||<br> | |||
'''Nachdem die Anhaftung an die Sinnesgegenstände beseitigt ist, soll man den Geist im Herzen festhalten. Wenn er in den Zustand des Nicht-Geistes eingeht, ist dies der höchste Stand.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''nirasta-viṣaya-āsaṅgam'' – von der Anhaftung an Gegenstände befreit; ''saṃnirudhya'' – vollständig zurückhaltend; ''manaḥ'' – den Geist; ''hṛdi'' – im Herzen; ''yadā'' – wenn; ''yāti'' – er gelangt; ''amanī-bhāvaḥ'' – Zustand des Nicht-Geistes; ''tadā'' – dann; ''tat paramam padam'' – jener höchste Stand. | |||
'''5. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
tāvadeva niroddhavyaṃ yāvadhṛdigataṃ kṣayam |<br> | |||
etajjñānaṃ ca dhyānaṃ ca śeṣo'nyo granthavistaraḥ || 5 ||<br> | |||
'''Der Geist soll so lange zurückgehalten werden, bis er im Herzen zur Auflösung gelangt. Dies ist Erkenntnis, und dies ist Meditation; alles Übrige ist nur Ausbreitung von Büchern.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''tāvat eva'' – genau so lange; ''niroddhavyam'' – soll zurückgehalten werden; ''yāvat'' – bis; ''hṛdi-gatam'' – im Herzen angelangt; ''kṣayam'' – Auflösung; ''etat'' – dies; ''jñānam'' – Erkenntnis; ''ca dhyānam'' – und Meditation; ''śeṣaḥ anyaḥ'' – alles andere; ''grantha-vistaraḥ'' – Ausbreitung von Büchern. | |||
'''6. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
naiva cintyaṃ na cācintyaṃ na cintyaṃ cintyameva ca |<br> | |||
pakṣapātavinirmuktaṃ brahma sampadyate dhruvam || 6 ||<br> | |||
'''Es ist weder bloß zu denken noch als undenkbar festzulegen; es ist auch nicht ein gewöhnlicher Gedanke, und doch wird es erkennend bedacht. Wer von einseitigen Festlegungen frei ist, gelangt gewiss zu [[Brahman]].''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''na eva cintyam'' – nicht bloß denkbar; ''na ca acintyam'' – und nicht undenkbar; ''na cintyam'' – kein gewöhnlicher Gedanke; ''cintyam eva ca'' – und doch erkennend zu bedenken; ''pakṣapāta-vinirmuktam'' – frei von einseitiger Festlegung; ''brahma sampadyate'' – man gelangt zu Brahman; ''dhruvam'' – gewiss. | |||
'''7. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
svareṇa sallayedyogī svaraṃ saṃbhāvayetparam |<br> | |||
asvareṇa tu bhāvena na bhāvo bhāva iṣyate || 7 ||<br> | |||
'''Der [[Yogi]] soll den Laut im Laut auflösen und den höchsten Laut vergegenwärtigen. In der lautlosen Wirklichkeit gilt kein vorgestellter Zustand mehr als die Wirklichkeit selbst.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''svareṇa'' – durch beziehungsweise im Laut; ''saṃlayet yogī'' – soll der Yogi auflösen; ''svaram'' – den Laut; ''saṃbhāvayet'' – soll vergegenwärtigen; ''param'' – den höchsten; ''asvareṇa'' – durch das Lautlose; ''tu bhāvena'' – aber als Wirklichkeit; ''na bhāvaḥ'' – kein vorgestellter Zustand; ''bhāvaḥ iṣyate'' – gilt als Wirklichkeit. | |||
'''8. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
tadeva niṣkalaṃ brahma nirvikalpaṃ nirañjanam |<br> | |||
tadbrahmāhamiti jñātvā brahma sampadyate kramāt || 8 ||<br> | |||
'''Eben dies ist das teil-lose, vorstellungsfreie und makellose Brahman. Indem man erkennt „Dieses Brahman bin ich“, gelangt man schrittweise zu Brahman.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''tat eva'' – eben dies; ''niṣkalam brahma'' – das teil-lose Brahman; ''nirvikalpam'' – ohne begriffliche Unterscheidung; ''nirañjanam'' – makellos; ''tat brahma aham iti'' – „dieses Brahman bin ich“; ''jñātvā'' – erkannt habend; ''brahma sampadyate'' – gelangt man zu Brahman; ''kramāt'' – schrittweise. | |||
'''9. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
nirvikalpamanantaṃ ca hetudṛṣṭāntavarjitam |<br> | |||
aprameyamanādyantaṃ yajjñātvā mucyate budhaḥ || 9 ||<br> | |||
'''Es ist frei von begrifflichen Unterschieden und unendlich, ohne Ursache und ohne Vergleich, unermesslich, anfang- und endlos. Der Weise, der es erkennt, wird befreit.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''nirvikalpam'' – frei von Unterscheidungen; ''anantam ca'' – und unendlich; ''hetu-dṛṣṭānta-varjitam'' – ohne Ursache und Vergleich; ''aprameyam'' – unermesslich; ''anādi-antam'' – anfang- und endlos; ''yat jñātvā'' – welches erkannt habend; ''mucyate budhaḥ'' – wird der Weise befreit. | |||
'''10. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
na nirodho na cotpattirna baddho na ca sādhakaḥ |<br> | |||
na mumukṣurna vai mukta ityeṣā paramārthatā || 10 ||<br> | |||
'''Es gibt weder Auflösung noch Entstehung, weder einen Gebundenen noch einen Übenden, weder einen Befreiungssuchenden noch einen Befreiten: Das ist die höchste Wirklichkeit.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''na nirodhaḥ'' – keine Auflösung; ''na ca utpattiḥ'' – und keine Entstehung; ''na baddhaḥ'' – kein Gebundener; ''na ca sādhakaḥ'' – und kein Übender; ''na mumukṣuḥ'' – kein Befreiungssuchender; ''na vai muktaḥ'' – wahrlich kein Befreiter; ''iti eṣā paramārthatā'' – so ist dies die höchste Wirklichkeit. | |||
'''12. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
eka evātmā mantavyo jāgratsvapnasuṣuptiṣu |<br> | |||
sthānatrayavyatītasya punarjanma na vidyate || 12 ||<br> | |||
'''In Wachen, Traum und Tiefschlaf ist allein das eine [[Atman|Selbst]] zu erkennen. Für den, der die drei Bewusstseinszustände überschritten hat, gibt es keine Wiedergeburt.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''ekaḥ eva ātmā'' – allein das eine Selbst; ''mantavyaḥ'' – ist zu erkennen; ''jāgrat-svapna-suṣuptiṣu'' – in Wachen, Traum und Tiefschlaf; ''sthāna-traya-vyatītasya'' – für den, der die drei Zustände überschritten hat; ''punarjanma'' – Wiedergeburt; ''na vidyate'' – gibt es nicht. | |||
'''12. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
eka eva hi bhūtātmā bhūtebhūte vyavasthitaḥ |<br> | |||
ekadhā bahudhā caiva dṛśyate jalacandravat || 12 ||<br> | |||
'''Wahrlich, das eine Selbst der Wesen ist in jedem einzelnen Wesen gegenwärtig. Es erscheint als eines und als viele, wie der Mond in den Wassern.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''ekaḥ eva hi'' – wahrlich nur der eine; ''bhūta-ātmā'' – das Selbst der Wesen; ''bhūte bhūte'' – in jedem einzelnen Wesen; ''vyavasthitaḥ'' – gegenwärtig; ''ekadhā'' – als eines; ''bahudhā ca'' – und als viele; ''dṛśyate'' – erscheint; ''jala-candravat'' – wie der Mond im Wasser. | |||
'''13. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
ghaṭasaṃvṛtamākāśaṃ nīyamāne ghaṭe yathā |<br> | |||
ghaṭo nīyeta nākāśaṃ tathā jīvo nabhopamaḥ || 13 ||<br> | |||
'''Wie der von einem Gefäß umschlossene Raum nicht fortgetragen wird, wenn das Gefäß fortgetragen wird – nur das Gefäß bewegt sich –, so ist das individuelle Selbst dem Raum vergleichbar.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''ghaṭa-saṃvṛtam ākāśam'' – der vom Gefäß umschlossene Raum; ''nīyamāne ghaṭe'' – wenn das Gefäß fortgetragen wird; ''yathā'' – wie; ''ghaṭaḥ nīyeta'' – das Gefäß wird bewegt; ''na ākāśam'' – nicht der Raum; ''tathā'' – ebenso; ''jīvaḥ'' – das individuelle Selbst; ''nabhaḥ-upamaḥ'' – dem Raum vergleichbar. | |||
'''14. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
ghaṭavadvividhākāraṃ bhidyamāṃ punaḥ punaḥ |<br> | |||
tadbhede ca na jānāti sa jānāti ca nityaśaḥ || 14 ||<br> | |||
'''Wie Gefäße nimmt es immer wieder verschiedene Gestalten an, die zerbrechen. Bei ihrem Zerbrechen wird das Selbst nicht mitzerstört; es bleibt der immerwährende Erkennende.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''ghaṭavat'' – wie ein Gefäß; ''vividha-ākāram'' – von verschiedener Gestalt; ''bhidyamānam'' – zerbrechend; ''punaḥ punaḥ'' – immer wieder; ''tat-bhede'' – bei dessen Zerbrechen; ''na jānāti'' – wird es nicht mitbetroffen beziehungsweise erkannt; ''saḥ jānāti'' – es erkennt; ''ca nityaśaḥ'' – und zwar immerwährend. | |||
'''15. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
śabdamāyāvṛto yāvattāvattiṣṭhati puṣkale |<br> | |||
bhinne tamasi caikatvameka evānupaśyati || 15 ||<br> | |||
'''Solange es von der Maya der Wörter umhüllt ist, bleibt die Vielheit bestehen. Ist diese Dunkelheit durchbrochen, schaut man allein die Einheit.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''śabda-māyā-āvṛtaḥ'' – von der Maya der Wörter umhüllt; ''yāvat tāvat'' – solange; ''tiṣṭhati'' – besteht; ''puṣkale'' – in der Vielheit; ''bhinne tamasi'' – wenn die Dunkelheit durchbrochen ist; ''ca ekatvam'' – dann die Einheit; ''ekaḥ eva anupaśyati'' – schaut man allein das Eine. | |||
'''16. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
śabdārṇamaparaṃ brahma tasminkṣīṇe yadakṣaram |<br> | |||
tadvidvānakṣaraṃ dhyāyedyadīcchecchāntimātmanaḥ || 16 ||<br> | |||
'''Das niedere Brahman ist der Bereich des Wortlautes; wenn dieser zur Ruhe gekommen ist, bleibt das Unvergängliche. Wer dies erkennt, soll über das Unvergängliche meditieren, wenn er den Frieden des Selbst wünscht.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''śabda-arṇam'' – Bereich beziehungsweise Meer des Wortlautes; ''aparam brahma'' – das niedere Brahman; ''tasmin kṣīṇe'' – wenn dieses geschwunden ist; ''yat akṣaram'' – das Unvergängliche; ''tat vidvān'' – der dieses kennt; ''akṣaram dhyāyet'' – soll über das Unvergängliche meditieren; ''yadi icchet'' – wenn er wünscht; ''śāntim ātmanaḥ'' – den Frieden des Selbst. | |||
'''17. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
dve brahmaṇī hi mantavye śabdabrahma paraṃ ca yat |<br> | |||
śabdabrahmaṇi niṣṇātaḥ paraṃ brahmādhigacchati || 17 ||<br> | |||
'''Zwei Formen Brahmans sind zu betrachten: das Wort-Brahman und das höchste Brahman. Wer im Wort-Brahman vollkommen bewandert ist, gelangt zum höchsten Brahman.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''dve brahmaṇī'' – zwei Formen Brahmans; ''hi mantavye'' – sind wahrlich zu betrachten; ''śabda-brahma'' – das Wort-Brahman; ''param ca yat'' – und jenes höchste; ''śabda-brahmaṇi niṣṇātaḥ'' – im Wort-Brahman vollkommen bewandert; ''param brahma adhigacchati'' – gelangt zum höchsten Brahman. | |||
'''18. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
granthamabhyasya medhāvī jñānavijñānatatparaḥ |<br> | |||
palālamiva dhānyārthī tyajedgranthamaśeṣataḥ || 18 ||<br> | |||
'''Nachdem der Einsichtige die Schriften studiert hat und ganz auf Erkenntnis und unmittelbare Verwirklichung ausgerichtet ist, soll er die Bücher schließlich vollständig zurücklassen wie der Getreidesuchende die Spreu.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''grantham abhyasya'' – die Schrift studiert habend; ''medhāvī'' – der Einsichtige; ''jñāna-vijñāna-tatparaḥ'' – auf Erkenntnis und unmittelbare Verwirklichung ausgerichtet; ''palālam iva'' – wie die Spreu; ''dhānya-arthī'' – der Getreide Suchende; ''tyajet'' – soll zurücklassen; ''grantham aśeṣataḥ'' – die Schrift vollständig. | |||
'''19. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
gavāmanekavarṇānāṃ kṣīrasyāpyekavarṇatā |<br> | |||
kṣīravatpaśyati jñānī liṅginastu gavāṃ yathā || 19 ||<br> | |||
'''Obwohl Kühe vielerlei Farben haben, besitzt ihre Milch nur eine Farbe. Der Erkennende schaut auf das Wissen wie auf die Milch; die äußeren Kennzeichen gleichen den verschiedenen Kühen.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''gavām aneka-varṇānām'' – der Kühe von vielerlei Farbe; ''kṣīrasya api'' – doch der Milch; ''eka-varṇatā'' – Einfarbigkeit; ''kṣīravat'' – wie die Milch; ''paśyati jñānī'' – schaut der Erkennende; ''liṅginaḥ tu'' – die äußeren Kennzeichen aber; ''gavām yathā'' – wie die Kühe. | |||
'''20. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad''' | |||
jñānanetraṃ samādhāya sa mahatparamaṃ padam |<br> | |||
niṣkalaṃ niścalaṃ śāntaṃ brahmāhamiti saṃsmaret || 20 ||<br> | |||
'''Nachdem er das Auge der Erkenntnis gesammelt hat, soll er sich an den großen höchsten Stand erinnern: teil-los, unbeweglich und friedvoll – „Ich bin Brahman.“''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''jñāna-netram'' – das Auge der Erkenntnis; ''samādhāya'' – gesammelt habend; ''saḥ'' – er; ''mahat paramam padam'' – den großen höchsten Stand; ''niṣkalam'' – teil-los; ''niścalam'' – unbeweglich; ''śāntam'' – friedvoll; ''brahma aham iti'' – „Ich bin Brahman“; ''saṃsmaret'' – soll sich vergegenwärtigen. | |||
'''Textabschnitt 78 Tripuratapini Upanishad''' | |||
ityekaṃ parabrahmarūpaṃ sarvabhūtādhivāsaṃ turīyaṃ<br> | |||
jānīte so'kṣare parame vyomanyadhivasati |<br> | |||
ya etāṃ vidyāṃ<br> | |||
turīyāṃ brahmayonisvarūpāṃ tāmihāyuṣe śaraṇamahaṃ<br> | |||
prapadye |<br> | |||
ākāśādyanukrameṇa sarveṣāṃ vā etadbhūtānāmākāśaḥ<br> | |||
parāyaṇam |<br> | |||
sarvāṇi ha vā imāni bhūtānyākāśādeva jāyante |<br> | |||
ākāśa eva līyante |<br> | |||
tasmādeva jātāni jīvanti |<br> | |||
tasmādākāśajaṃ<br> | |||
bījaṃ vindyāt |<br> | |||
tadevākāśapīṭhaṃ spārśanaṃ pīṭhaṃ<br> | |||
tejaḥpīṭhamamṛtapīṭhaṃ ratnapīṭhaṃ jānīyāt |<br> | |||
yo jānīte<br> | |||
so'mṛtatvaṃ ca gacchati |<br> | |||
tasmādetāṃ turīyāṃ śrīkāmarājīyāmekādaśadhā<br> | |||
bhinnamekākṣaraṃ brahmeti yo jānīte sa turīyaṃ padaṃ prāpnoti |<br> | |||
'''sein Wissen wird, für den Seelenfrieden. Über die ewige [[Meditation]]. Zwei Brahmanen sind zu betrachten: Das Wort und das höchste [[Brahman]]; Im gut versierten Wort erlangt man den Höchsten Brahman.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''vidyāṃ'' – die Wissenschaften; ''sarveṣāṃ'' – jeder; ''vā'' – oder; ''sarvāṇi'' – alle von ihnen; ''ha'' – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; ''jāyante'' – entstehen, zeigen sich; ''ākāśa'' – Raum, Äther; ''eva'' – allein; eben; wahrlich; ''līyante'' – sie verschmelzen; ''jīvanti'' – sie leben; ''pīṭhaṃ'' – der Rücken; ''ca'' – und; ''gacchati'' – geht; gelangt; ''sa'' – er, dieser; ''prāpnoti'' – erlangt; ''ityekaṃ parabrahmarūpaṃ sarvabhūtādhivāsaṃ turīyaṃ jānīte so'kṣare parame vyomanyadhivasati ya etāṃ turīyāṃ brahmayonisvarūpāṃ tāmihāyuṣe śaraṇamahaṃ prapadye ākāśādyanukrameṇa etadbhūtānāmākāśaḥ parāyaṇam imāni bhūtānyākāśādeva tasmādeva jātāni tasmādākāśajaṃ bījaṃ vindyāt tadevākāśapīṭhaṃ spārśanaṃ …'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „sein Wissen wird, für den Seelenfrieden. Über die ewige Meditation. Zwei Brahmanen sind zu betrachten: Das Wort und das höchste Brahman; Im gut versierten Wort erlangt man den Höchsten Brahman.“. | |||
'''Textabschnitt 79 Tripuratapini Upanishad''' | |||
ya evaṃ vedeti mahopaniṣat ||<br> | |||
'''Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''evaṃ'' – so, auf diese Weise; ''ya vedeti mahopaniṣat'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.“. | |||
'''Schlussabschnitt der fünften Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad''' | |||
iti pañcamopaniṣat || 5 ||<br> | |||
'''So endet die fünfte Teil-Upanishad.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''pañcamopaniṣat'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „So endet die fünfte Teil-Upanishad.“. | |||
'''Textabschnitt 80 Tripuratapini Upanishad''' | |||
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ ||<br> | |||
bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ ||<br> | |||
'''Wie Milch ist Wissen bekannt. Seine Quellen sind wie Kühe. Das Auge des Wissens fokussieren Erwecke den Gedanken: „Ich bin [[Brahman]].''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''oṃ'' – Om, die heilige Silbe ([[Om]]); ''bhadraṃ'' – Heilvolles; Gutes; ''karṇebhiḥ'' – mit den Ohren; ''śṛṇuyāma'' – mögen wir hören; ''devāḥ'' – die Götter; o Götter; ''paśyemākṣabhiryajatrāḥ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wie Milch ist Wissen bekannt. Seine Quellen sind wie Kühe. Das Auge des Wissens fokussieren Erwecke den Gedanken: „Ich bin Brahman.“. | |||
'''Textabschnitt 81 Tripuratapini Upanishad''' | |||
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ ||<br> | |||
'''Der große, höchste Wohnsitz ohne Teile oder Bewegung, der Ruhige.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der große, höchste Wohnsitz ohne Teile oder Bewegung, der Ruhige.“. | |||
'''Textabschnitt 82 Tripuratapini Upanishad''' | |||
vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ ||<br> | |||
'''Wer also die eine höchste Form Brahmans kennt, die Vierte, die in allen Wesen bleibt, wohnt in der unvergänglichen höchsten Wohnstatt.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''vyaśema'' – mögen wir erfüllen; ''devahitaṃ yadāyuḥ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wer also die eine höchste Form Brahmans kennt, die Vierte, die in allen Wesen bleibt, wohnt in der unvergänglichen höchsten Wohnstatt.“. | |||
'''Textabschnitt 83 Tripuratapini Upanishad''' | |||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ ||<br> | |||
'''Ich suche um des Lebens willen Zuflucht in dieser vierten Macht des Wissens, der Ursache der Manifestation Brahmans.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''svasti'' – Heil; Wohlergehen; ''na'' – nicht; ''indro vṛddhaśravāḥ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Ich suche um des Lebens willen Zuflucht in dieser vierten Macht des Wissens, der Ursache der Manifestation Brahmans.“. | |||
'''Textabschnitt 84 Tripuratapini Upanishad''' | |||
svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ ||<br> | |||
'''In der Ordnung von Akasa usw.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''svasti'' – Heil; Wohlergehen; ''naḥ pūṣā viśvavedāḥ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In der Ordnung von Akasa usw.“. | |||
'''Textabschnitt 85 Tripuratapini Upanishad''' | |||
svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ ||<br> | |||
'''Akasa ist die höchste Quelle all dieser Elemente. Alle diese Wesen sind wahrlich aus Akasa geboren, und sie verschmelzen in Akasa.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''svasti'' – Heil; Wohlergehen; ''nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Akasa ist die höchste Quelle all dieser Elemente. Alle diese Wesen sind wahrlich aus Akasa geboren, und sie verschmelzen in Akasa.“. | |||
'''Textabschnitt 86 Tripuratapini Upanishad''' | |||
svasti no bṛhaspatirdadhātu ||<br> | |||
'''Diese Wirklichkeit ist bekannt als der Sitz von Akasa, der Luft, des Feuers, des Wassers, der Edelsteine. Wer also diese vierte (Weisheit oder Vidya) kennt, die sich auf die Herrlichkeit Kamarajas (des Selbst in [[Moksha|Befreiung]]) mit seiner elffachen Form als unvergängliches [[Brahman]] bezieht, erreicht den vierten Zustand - Wer auch immer dies weiß.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''svasti'' – Heil; Wohlergehen; ''no bṛhaspatirdadhātu'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Diese Wirklichkeit ist bekannt als der Sitz von Akasa, der Luft, des Feuers, des Wassers, der Edelsteine. Wer also diese vierte (Weisheit oder Vidya) kennt, die sich auf die Herrlichkeit Kamarajas (des Selbst in Befreiung) …“. | |||
'''Shanti-Mantra der Tripuratapini Upanishad''' | |||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ || hariḥ oṃ tatsat ||<br> | |||
'''[[Om]]. Frieden, Frieden, Frieden. Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''oṃ'' – Om, die heilige Silbe ([[Om]]); ''śāntiḥ'' – Frieden; ''hariḥ'' – Hari; ''tatsat'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Om. Frieden, Frieden, Frieden. Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit …“. | |||
'''Schlussformel der Tripuratapini Upanishad''' | |||
|| iti śrītripurātāpinyupaniṣatsamāptā ||<br> | |||
'''Hier endet die Tripura-Tapini Upanishad, die in der Atharva-Veda enthalten ist.''' | |||
'''Wort-für-Wort-Erläuterung''': ''iti'' – so; damit; Abschluss einer Aussage; ''śrītripurātāpinyupaniṣatsamāptā'' – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Hier endet die Tripura-Tapini Upanishad, die in der Atharva-Veda enthalten ist.“. | |||
== Tripuratapini Upanishad: Datierung, Inhalt und Bedeutung == | |||
=== Name, Einordnung und Überlieferung === | |||
Der Name bezeichnet die Lehre über Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und [[Brahman]] in der Sprache der Shri Vidya. Als [[Shakta Upanishad]] verbindet die Schrift upanishadische Befreiungssprache mit Begriffen, Bildern und Praktiken ihrer besonderen Tradition. Die Zuordnung zum [[Atharvaveda]] beruht vor allem auf dem Muktika-Kanon und den Kolophonen der späteren Sammlungen; sie bedeutet nicht zwingend, dass der gesamte Text schon zur ältesten Schicht dieses Veda gehörte. | |||
Die Überlieferung ist handschriftlich. Abschnitts- und Verszahlen können deshalb zwischen Ausgaben abweichen, besonders bei Prosateilen, Schlussformeln und eingeschobenen Mantras. Diese Ausgabe gibt den benutzten Text vollständig wieder und gliedert lange Prosa für Übersetzung und Worterklärung in redaktionelle Sinnabschnitte. Solche Zwischenüberschriften sind keine vorgetäuschten alten Verszahlen. | |||
=== Datierung === | |||
Die Schrift ist eine jüngere, wahrscheinlich mittelalterliche Upanishad. Ihre Verbindung von vedischer Autorität, [[Mantra]] und tantrischer Symbolik spricht für eine Entstehung im ersten oder frühen zweiten Jahrtausend n. Chr.; eine genaue Jahreszahl lässt sich aus der Handschriftenlage nicht gewinnen. Datierungen von Neben-Upanishaden sind grundsätzlich Näherungen: Ein alter Lehrgedanke, die erhaltene sprachliche Fassung und der Zeitpunkt der Aufnahme in eine Sammlung können verschiedenen Epochen angehören. | |||
=== Aufbau und Inhalt === | |||
Der Text entfaltet fünf Kapitel über Kutas, Mantras und Shri Chakra; [[Shiva]] und [[Shakti]]; Übergang von Ritual zu nichtdualer [[Jnana|Erkenntnis]]. Seine Bewegung führt von sichtbaren Formen, kosmologischen Zuordnungen oder Regeln immer wieder zur Frage nach dem tragenden [[Bewusstsein]]. Selbst dort, wo Ritual, Gottheit oder Mantra im Vordergrund stehen, zielt die upanishadische Deutung auf eine Umwandlung des Erkennenden. | |||
Für die Lektüre ist es hilfreich, drei Ebenen auseinanderzuhalten: Erstens die wörtliche historische Vorschrift oder Erzählung, zweitens ihre symbolische und meditative Bedeutung und drittens die philosophische Aussage über [[Atman]], Brahman und [[Moksha|Befreiung]]. Nicht jede Passage beansprucht auf allen drei Ebenen dieselbe Art von Wahrheit. | |||
=== Philosophische Kernlehre === | |||
Die zentrale Perspektive lautet: Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und Brahman in der Sprache der Shri Vidya. Die wechselnden Erfahrungen, Namen und Formen sind nicht das letzte Maß des Menschen. Freiheit entsteht, wenn Identifikation, Unwissenheit und zwanghafte Anhaftung durch klare Erkenntnis, Sammlung und eine gereifte Lebensführung durchschaut werden. | |||
Diese Lehre darf nicht als bloße Behauptung „Alles ist eins“ missverstanden werden. Die Upanishaden verbinden Einsicht mit Disziplin: Der Geist soll wahrhaftig, ruhig und fein werden. Erst dann wird [[Advaita Vedanta|Nichtdualität]] zu gelebter Freiheit statt zu einem abstrakten Gedanken. | |||
[[Datei:Meditationshaltungen_1_Padmasana.jpg|thumb|Studium wird in der upanishadischen Tradition durch Kontemplation, Meditation und verantwortliches Handeln vertieft.]] | |||
=== Beziehungen zu anderen Schriften === | |||
Thematisch steht die Tripuratapini Upanishad besonders neben [[Devi Upanishad]], [[Tripura Upanishad]], [[Bhavana Upanishad]], [[Saubhagyalakshmi Upanishad]], [[Sarasvati Rahasya Upanishad]], [[Bahvricha Upanishad]], [[Sita Upanishad]]. Gemeinsame Motive können wörtliche Übernahmen, geteilte mündliche Traditionen oder spätere Neuinterpretationen älterer Verse anzeigen. Ähnlichkeit allein beweist jedoch keine eindeutige chronologische Abhängigkeit. | |||
Die [[Bhagavad Gita]] verbindet ebenfalls Erkenntnis, Hingabe und Handeln; das [[Yoga Sutra]] beschreibt die Sammlung des Geistes mit einer anderen systematischen Sprache. Ein Vergleich macht sichtbar, was allen Wegen gemeinsam ist und wo die Tripuratapini Upanishad einen eigenen Akzent setzt. | |||
=== Bedeutung für die Tradition === | |||
Für die zugehörige Tradition legitimiert die Schrift Praxis nicht nur durch Vorschrift, sondern durch eine Sicht des Menschen und des Kosmos. Die im Text behandelten Themen – fünf Kapitel über Kutas, Mantras und Shri Chakra; Shiva und Shakti; Übergang von Ritual zu nichtdualer Erkenntnis – erhalten dabei einen gemeinsamen inneren Bezug. Ritual und Symbol gewinnen ihren tiefsten Sinn, wenn sie Erinnerung, Sammlung, Selbsthingabe und Erkenntnis fördern. | |||
Historisch war die Unterweisung häufig in eine [[Guru]]-Schüler-Beziehung eingebettet. Das gilt besonders für Bija-Mantras, Nyasa, Gelübde, intensive Atemmethoden oder weitreichende Formen der [[Sannyasa|Entsagung]]. Die schriftliche Überlieferung bewahrt die Lehre; sie ersetzt nicht in jedem Fall die persönliche Anleitung. | |||
=== Bedeutung für heutige Yoga Aspiranten === | |||
Der moderne [[Yoga Aspirant]] kann die Schrift fruchtbar lesen, ohne jedes vormoderne Weltbild wörtlich übernehmen zu müssen. Er kann fragen: Welche Form von Unwissenheit wird hier beschrieben? Welche Haltung reinigt den Geist? Wie werden Körper, Atem, Gefühl, Denken und Bewusstsein miteinander verbunden? Und woran zeigt sich Befreiung im Umgang mit anderen Menschen? | |||
Praktisch bedeutet dies: kurze Passagen regelmäßig studieren, zentrale Begriffe nachschlagen, die Lehre in stiller [[Meditation]] prüfen und ihre ethische Wirkung beobachten. Wachsende Geduld, Wahrhaftigkeit, Mitgefühl und Freiheit von zwanghaftem Begehren sind verlässlichere Zeichen als Visionen, Titel oder außergewöhnliche Erlebnisse. | |||
=== Bedeutung für Yogalehrer und spirituelle Begleiter === | |||
Für [[Yogalehrer]] ist die Tripuratapini Upanishad eine Erinnerung an sorgfältige Kontextualisierung. Ein Lehrer sollte zwischen Textaussage, traditioneller Kommentierung, persönlicher Erfahrung und überprüfbaren körperlichen Wirkungen unterscheiden. Er sollte schwierige soziale, medizinische oder sektarische Aussagen weder verschweigen noch unkritisch bestätigen. | |||
Ein verantwortlicher Lehrer führt nicht in Abhängigkeit. Er hilft Lernenden, Schrift, Vernunft, Gewissen und eigene Erfahrung miteinander ins Gespräch zu bringen. Wo Übungen Risiken bergen oder eine Einweihung voraussetzen, gehören klare Grenzen zur spirituellen Redlichkeit. | |||
=== Bleibende Botschaft === | |||
Die bleibende Einladung der Tripuratapini Upanishad besteht in der vertieften Auseinandersetzung mit ihrem Kernanliegen: Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und Brahman in der Sprache der Shri Vidya. Formen können verschieden sein; das Ziel ist eine Freiheit, die den ganzen Menschen verwandelt. Erkenntnis wird dann lebendig, wenn sie das Herz weitet, den Geist klärt und das tägliche Handeln wahrhaftiger macht. | |||
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== Tripuratapini Upanishad – vollständiger Text in Devanagari == | |||
त्रिपुरातापिनीविद्यावेद्यचिच्छक्तिविग्रहम् ।<br> | |||
वस्तुतश्चिन्मात्ररूपं परं तत्त्वं भजाम्यहम् ॥<br> | |||
ॐ भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवाः ॥ भद्रं पश्येमाक्षभिर्यजत्राः ॥<br> | |||
स्थिरैरङ्गैस्तुष्टुवाꣳसस्तनूभिः ॥ व्यशेम देवहितं यदायुः ॥<br> | |||
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः ॥ स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ॥<br> | |||
स्वस्ति नस्तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः ॥ स्वस्ति नो बृहस्पतिर्दधातु ॥<br> | |||
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥<br> | |||
हरिः ॐ ॥ अथैतस्मिन्नन्तरे भगवान्प्राजापत्यं वैष्णवं विलयकारणं<br> | |||
रूपमाश्रित्य त्रिपुराभिधा भगवतीत्येवमादिशक्त्या भूर्भुवः स्वस्त्रीणि<br> | |||
स्वर्गभूपातालानि त्रिपुराणि हरमायात्मकेन हीङ्कारेण हृल्लेखाख्या<br> | |||
भगवती त्रिकूटावसाने निलये विलये धाम्नि महसा घोरेण प्राप्नोति । सैवेयं<br> | |||
भगवती त्रिपुरेति व्यापठ्यते । तत्सवितुर्वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि । धियो यो<br> | |||
नः प्रचोदयात् परो रजसे सावदोम् । जातवेदसे सुनवाम सोममरातीयतो<br> | |||
निदहाति वेद । स नः पर्षदति दुर्गाणि विश्वा नावेव सिन्धुं दुरितात्यग्निः ।<br> | |||
त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टिवर्धनम् । उर्वारुकमिव बन्धना-<br> | |||
न्मृत्योर्मुक्षीय मामृतात् । शताक्षरी परमा विद्या त्रयीमयी साष्टार्णा<br> | |||
त्रिपुरा परमेश्वरी । आद्यानि चत्वारि पदानि परब्रह्मविकासीनि । द्वितीयानि<br> | |||
शक्त्याख्यानि । तृतीयानि शैवानि । तत्र लोका वेदाः शास्त्राणि पुराणानि<br> | |||
धर्माणि वै चिकित्सितानि ज्योतींषि शिवशक्तियोगादित्येवं घटना व्यापठ्यते ।<br> | |||
अथैतस्य परं गह्वरं व्याख्यास्यामो महामनुसमुद्भवं तदिति । ब्रह्म<br> | |||
शाश्वतम् । परो भगवान्निर्लक्षणो निरञ्जनो निरुपाधिराधिरहितो देवः ।<br> | |||
उन्मीलते पश्यति विकासते चैतन्यभावं कामयत इति । स एको देवः शिवरूपी<br> | |||
दृश्यत्वेन विकासते यतिषु यज्ञेषु योगिषु कामयते ।<br> | |||
कामं जायते स एष निरञ्जनोऽकामत्वेनोज्जृम्भते ।<br> | |||
अकचटतपयशान्सृजते । तस्मादीश्वरः कामोऽभिधीयते ।<br> | |||
तत्परिभाषया कामः ककारं व्याप्नोति । काम एवेदं<br> | |||
तत्तदिति ककारो गृह्यते । भस्मात्तत्पदार्थ इति य एवं वेद ।<br> | |||
सवितुर्वरेण्यमिति षूङ् प्राणिप्रसवे सविता प्राणिनः सूते<br> | |||
प्रसूते शक्तिम् । सूते त्रिपुरा शक्तिराद्येयं त्रिपुरा<br> | |||
परमेश्वरी महाकुण्डलिनी देवी । जातवेदसमण्डलं योऽधीते<br> | |||
सर्वं व्याप्यते । त्रिकोणशक्तिरेकारेण महाभागेन प्रसूते ।<br> | |||
तस्मादेकार एव गृह्यते । वरेण्यं श्रेष्ठं भजनीयमक्षरं<br> | |||
नमस्कार्यम् । तस्माद्वरेण्यमेकाराक्षरं गृह्यत इति<br> | |||
य एवं वेद । भर्गो देवस्य धीमहीत्येवं व्याख्यास्यामः ।<br> | |||
धकारो धारणा । धियैव धार्यते भगवान्परमेश्वरः ।<br> | |||
भर्गो देवो मध्यवर्ति तुरीयमक्षरं साक्षात्तुरीयं सर्वं<br> | |||
सर्वान्तर्भूतम् । तुरीयाक्षरमीकारं पदानां<br> | |||
मध्यवर्तीत्येवं व्याख्यातं भर्गोरूपं व्याचक्षते ।<br> | |||
तस्माद्भर्गो देवस्य धीमहीत्येवमीकाराक्षरं गृह्यते ।<br> | |||
महीत्यस्य व्याख्यानं महत्त्वं जडत्वं काठिन्यं विद्यते<br> | |||
यस्मिन्नक्षतेरेतन्महि लकारः परं धाम । काठिन्याढ्यं<br> | |||
ससागरं सपर्वतं स सप्तद्वीपं सकाननमुज्ज्वलद्रूपं<br> | |||
मण्डलमेवोक्तं लकारेण ।<br> | |||
पृथ्वी देवी महीत्यनेन व्याचक्षते । धियो यो नः प्रचोदयात् ।<br> | |||
परमात्मा सदाशिव आदिभूतः परः । स्थाणुभूतेन लकारेण<br> | |||
ज्योतिर्लिङ्गमात्मानं धियो बुद्धयः परे वस्तुनि ध्यानेच्छारहितं<br> | |||
निर्विकल्पके प्रचोदयात्प्रेरयेदित्युच्चारणरहितं चेतसैव<br> | |||
चिन्तयित्वा भावयेदिति । परो रजसे सावदोमिति तदवसाने परं<br> | |||
ज्योतिरमलं हृदि दैवतं चैतन्यं चिल्लिङ्गं हृदयागारवासिनी<br> | |||
हृल्लेखेत्यादिना स्पष्टं वाग्भवकूटं पञ्चाक्षरं<br> | |||
पञ्चभूतजनकं पञ्चकलामयं व्यापठ्यत इति । य एवं वेद ।<br> | |||
अथ तु परं कामकलाभूतं कामकूटमाहुः । तत्सवितुर्वरेण्य-<br> | |||
मित्यादिद्वात्रिंशदक्षरीं पठित्वा तदिति परमात्मा सदाशिवोऽकशरं<br> | |||
विमलं निरुपाधितादात्न्यप्रतिपादनेन हकाराक्षरं शिवरूपं<br> | |||
निरक्षरमक्षरं व्यालिख्यत इति । तत्परागव्यावृत्तिमादाय शक्तिं दर्शयति ।<br> | |||
तत्सवितुरिति पूर्वेणाध्वना सूर्याधश्चन्द्रिकां व्यालिख्य<br> | |||
मूलादिब्रह्मरन्ध्रगं साक्षरमद्वितीयमाचक्षत इत्याह भगवन्तं<br> | |||
देवं शिवशक्त्यात्मकमेवोदितम् ।<br> | |||
शिवोऽयं परमं देवं शक्तिरेषा तु जीवज्जा ।<br> | |||
सूर्याचन्द्रमसोर्योगाद्धंसस्ततत्पदमुच्यते ॥ १॥<br> | |||
तस्मादुज्जृम्भते कामः कामात्कामः परः शिवः ।<br> | |||
कार्णोऽयं कामदेवोऽयं वरेण्यं भर्ग उच्यते ॥ २॥<br> | |||
तत्सवितुर्वरेण्यं भर्गो देवः क्षीरं सेचनीयमक्षरं<br> | |||
समधुघ्नमक्षरं परमात्मजीवात्मनोर्योगात्तदिति<br> | |||
स्पष्टमक्षरं तृतीयं ह इति तदेव सदाशिव एव<br> | |||
निष्कल्मष आद्यो देवोऽन्त्यमक्षरं व्याक्रियते ।<br> | |||
परमं पदं धीति धारणं विद्यते जडत्वधारणं<br> | |||
महीति लकारः शिवाधस्तात्तु लकारार्थः स्पष्टमन्त्यमक्षरं<br> | |||
परमं चैतन्यं धियो यो नः प्रचोदयात्परो रजसे सावदोमित्येवं<br> | |||
कूटं कामकलालयं षडध्वपरिवर्तको वैष्णवं परमं<br> | |||
धामैति भगवांश्चैतस्माद्य एवं वेद । अथैतस्मादपरं<br> | |||
तृतीयं शक्तिकूटं प्रतिपद्यते । द्वात्रिंशदक्षर्या गायत्र्या<br> | |||
तत्सवितुर्वरेण्यं तस्मादात्मन आकाश आकाशाद्वायुः स्फुरति<br> | |||
तदधीनं वरेण्यं समुदीयमानं सवितुर्वा योग्यो जीवात्मपरमात्म-<br> | |||
समुद्भवस्तं प्रकाशशक्तिरूपं जीवाक्षरं स्पष्टमापद्यते ।<br> | |||
भर्गो देवस्य धीत्यनेनाधाररूपशिवात्माक्षरं गण्यते ।<br> | |||
महीत्यादिनाशेषं काम्यं रमणीयं दृश्यं शक्तिकूटं<br> | |||
स्पष्टीकृतमिति । एवं पञ्चदशाक्षरं त्रैपुरं योऽधीते स<br> | |||
सर्वान्कामानवाप्नोति । स सर्वांल्लोकाञ्जयति । स सर्वा वाचो विजृम्भयति ।<br> | |||
स रुद्रत्वं प्राप्नोति । स वैष्णवं धाम भित्त्वा परं ब्रह्म प्राप्नोति ।<br> | |||
य एवं वेद । इत्याद्यां विद्यामभिधायैतस्याः शक्तिकूटं<br> | |||
शक्तिशिवाद्यं लोपामुद्रेयम् ।<br> | |||
द्वितीये धामनि पूर्वेणैव मनुना बिन्दुहीना शक्तिभूतहृल्लेखा<br> | |||
क्रोधमुनिनाधिष्ठिता । तृतीये धामनि पूर्वस्या एव विद्याया<br> | |||
यद्वाग्भवकूटं तेनैव मानवीं चान्द्रीं कौबेरीं विद्यामाचक्षते ।<br> | |||
मदनाधः शिवं वाग्भवम् । तदूर्ध्वं कामकलामयम् ।<br> | |||
शक्त्यूर्ध्वं शक्तिमिति मानवी विद्या । चतुर्थे धामनि<br> | |||
शिवशक्त्याख्यमन्यत्तृतीयं चेयं चान्द्री विद्या । पञ्चमे धामनि<br> | |||
ध्येयेयं चान्द्री कामाधः शिवाद्यकामा । सैव कौबेरि षष्ठे<br> | |||
धामनि व्याचक्षत इति । य एवं वेद । हित्वेकारं तुरीयस्वरं सर्वादौ<br> | |||
सूर्याचन्द्रमस्केन कामेश्वर्येवागस्त्यसंज्ञा । सप्तमे धामनि<br> | |||
तृतीयमेतस्या एव पूर्वोक्तायाः कामाद्यं द्विधाधः कं मदनकलाद्यं<br> | |||
शक्तिबीजं वाग्भवाद्यं तयोरर्धावशिरस्कं कृत्वा नन्दिविद्येयम् ।<br> | |||
अष्टमे धामनि वाग्भवमागस्त्यं वागर्थकलामयं कामकलाभिधं<br> | |||
सकलमायाशक्तिः प्रभाकरी विद्येयम् । नवमे धामनि पुनरागस्त्यं<br> | |||
वाग्भवं शक्तिमन्मथशिवशक्तिमन्मथोर्वीमायाकामकलालयं<br> | |||
चन्द्रसूर्यानङ्गधूर्जटिमहिमालयं तृतीयं षण्मुखीयं विद्या ।<br> | |||
दशमे धामनि विद्याप्रकाशितया भूय एवागस्त्यविद्यां पठित्वा भूय<br> | |||
एवेमामन्त्यमायां परमशिवविद्येयमेकादशे धामनि भूय एवागस्त्यं<br> | |||
पठित्वा एतस्या एव वाग्भवं यद्धनजं कामकलालयं च तत्सहजं कृत्वा<br> | |||
लोपामुद्रायाः शक्तिकूटराजं पठित्वा वैष्णवी विद्या द्वादशे धामनि<br> | |||
व्याचक्षत इति । य एवं वेद ।<br> | |||
तान्होवाच । भगवान्सर्वे यूयं श्रुत्वा पूर्वां कामाख्यां<br> | |||
तुरीयरूपां तुरीयातीतां सर्वोत्कटां सर्वमन्त्रासनगतां<br> | |||
पीठोपपीठदेवतापरिवृतां सकलकलाव्यापिनीं देवतां सामोदां<br> | |||
सपरागां सहृदयां सामृतां सकलां सेन्द्रियां सदोदितां<br> | |||
परां विद्यां स्पष्टीकृत्वा हृदये निधाय विज्ञायानिलयं<br> | |||
गमयित्वा त्रिकूटां त्रिपुरां परमां मायां श्रेष्ठां परां<br> | |||
वैष्णवीं संनिधाय हृदयकमलकर्णिकायां परां भगवतीं<br> | |||
लक्ष्मीं मायां सदोदितां महावश्यकरीं मदनोन्मादनकारिणीं<br> | |||
धनुर्बाणधारिणीं वाग्विजृम्भिणीं चन्द्रमण्डलमध्यवर्तिनीं<br> | |||
चन्द्रकलां सप्तदशीं महानित्योपस्थितां पाशाङ्कुशमनोज्ञ-<br> | |||
पाणिपल्लवां समुद्यदर्कनिभां त्रिनेत्रां विचिन्त्य देवीं महालक्ष्मीं<br> | |||
सर्वलक्ष्मीमयीं सर्वलक्षणसम्पन्नां हृदये चैतन्यरूपिणीं<br> | |||
निरञ्जनां त्रिकूटाख्यां स्मितमुखीं सुन्दरीं महामायां<br> | |||
सर्वसुभगां महाकुण्डलिनीं त्रिपीठमध्यवर्तिनीमकथादिश्रीपीठे<br> | |||
परां भैरवीं चित्कलां महात्रिपुरां देवीं ध्यायेन्महाध्यान-<br> | |||
योगेनेयमेवं वेदेति महोपनिषत् ॥ इति प्रथमोपनिषत् ॥ १॥<br> | |||
अथातो जातवेदसे सुनवाम सोममित्यादि पठित्वा त्रैपुरी व्यक्तिर्लक्ष्यते ।<br> | |||
जातवेदस इत्येकर्चसूक्तस्याद्यमध्यमावसानेषु तत्र स्थानेषु<br> | |||
विलीनं बीजसागररूपं व्याचक्ष्वेत्यृषय ऊचुः । तान्होवाच<br> | |||
भगवाञ्जातवेदसे सुनवाम सोमं तदत्यम्रवाणीं विलोमेन पठित्वा<br> | |||
प्रथमस्याद्यं तदेवं दीर्घं द्वितीयस्याद्यं सुनवाम सोममित्यनेन<br> | |||
कौलं वामं श्रेष्ठं सोमं महासौभाग्यमाचक्षते । स<br> | |||
सर्वसम्पत्तिभूतं प्रथमं निवृत्तिकारणं द्वितीयं स्थितिकारणं<br> | |||
तृतीयं सर्गकारणमित्यनेन करशुद्धिं कृत्वा त्रिपुराविद्यां<br> | |||
स्पष्टीकृत्वा जातवेदसे सुनवाम सोममित्यादि पठित्वा महाविद्येश्वरी-<br> | |||
विद्यामाचक्षते त्रिपुरेश्वरीं जातवेदस इति । जाते आद्यक्षरे मातृकायाः<br> | |||
शिरसि बैन्दवममृतरूपिणीं कुण्डलिनीं त्रिकोणरूपिणीं चेति वाक्यार्थः ।<br> | |||
एवं प्रथमस्याद्यं वाग्भवम् । द्वितीयं कामकलालयम् । जात<br> | |||
इत्यनेन परमात्मनो जृम्भणम् । जात इत्यादिना परमात्मा शिव उच्यते ।<br> | |||
जातमात्रेण कामी कामयते काममित्यादिना पूर्णं व्याचक्षते ।<br> | |||
तदेव सुनवाम गोत्रारूढं मध्यवर्तिनामृतमध्येनार्णेन<br> | |||
मन्त्रार्णान्स्पष्टीकृत्वा । गोत्रेति नामगोत्रायामित्यादिना स्पष्टं<br> | |||
कामकलालयं शेषं वाममित्यादिना । पूर्वेणाध्वना विद्येयं<br> | |||
सर्वरक्षाकरी व्याचक्षते । एवमेतेन विद्यां त्रिपुरेशीं स्पष्टीकृत्वा<br> | |||
जातवेदस इत्यादिना जातो देव एक ईश्वरः परमो ज्योतिर्मन्त्रतो वेति तुरीयं<br> | |||
वरं दत्त्वा बिन्दुपूर्णज्योतिःस्थानं कृत्वा प्रथमस्याद्यं द्वितीयं च<br> | |||
तृतीयं च सर्वरक्षाकरीसंबन्धं कृत्वा विद्यामात्मासनरूपिणीं<br> | |||
स्पष्टीकृत्वा जातवेदसे सुनवाम सोममित्यादि पठित्वा रक्षाकरीं<br> | |||
विद्यां स्मृत्वाद्यन्तयोर्धाम्नोः शक्तिशिवरूपिणीं विनियोज्य स इति<br> | |||
शक्त्यात्मकं वर्णं सोममिति शैवात्मकं धाम जानीयात् । यो जानीते<br> | |||
स सुभगो भवति । एवमेतां चक्रासनगतां त्रिपुरवासिनीं सदोदितां<br> | |||
शिवशक्त्यात्मिकमवेदितां जातवेदाः शिव इति सेति<br> | |||
शक्त्यात्माक्षरमिति शिवादिशक्त्यन्तरालभूतां त्रिकूटादिचारिणीं<br> | |||
सूर्याचन्द्रनमस्कां मन्त्रासनगतां त्रिपुरं महालक्ष्मीं<br> | |||
सदोदितां स्पष्टीकृत्वा जातवेदसे सुनवाम सोममित्यादि<br> | |||
पठित्वा पूर्वं सदात्मासनरूपां विद्यां स्मृत्वा वेद इत्यादिना<br> | |||
विश्वाहसंततोदयबैन्दवमुपरि विन्यस्य सिद्धासनस्थां त्रिपुरां<br> | |||
मालिनीं विद्यां स्पष्टीकृत्वा जातवेदसे सुनवाम सोममित्यादि<br> | |||
पठित्वा त्रिपुरां सुन्दरीं श्रित्वा कले अक्षरे विचिन्त्य मूर्तिभूतां<br> | |||
मूर्तिरूपिणीं सर्वविद्येश्वरीं त्रिपुरां विद्यां स्पष्टीकृत्वा<br> | |||
जातवेदस इत्यादि पठित्वा त्रिपुरां लक्ष्मीं श्रित्वाग्निं निदहाति<br> | |||
सैवेयमग्न्यानने ज्वलतीति विचिन्त्य त्रिज्योतिषमीश्वरीं त्रिपुरामम्बां<br> | |||
विद्यां स्पष्टीकुर्यात् । एवमेतेन स नः पर्षदति दुर्गाणि<br> | |||
विश्वेत्यादिपरप्रकाशिनी प्रत्यग्भूता कार्या । विद्येयमाह्वानकर्माणि<br> | |||
सर्वतो धीरेति व्याचक्षते । एवमेतद्विद्याष्टकं महामाया-<br> | |||
देव्यङ्गभूतं व्याचक्षते । देवा ह वै भगवन्तमब्रुवन्महाचक्रनायकं<br> | |||
नो ब्रूहीति सार्वकामिकं सर्वाराध्यं सर्वरूपं विश्वतोमुखं<br> | |||
मोक्षद्वारं यद्योगिन उपविश्य परं ब्रह्म भित्त्वा निर्वाणमुपविशन्ति ।<br> | |||
तान्होवाच भगवाञ्श्रीचक्रं व्याख्यास्याम इति । त्रिकोणं त्र्यस्रं कृत्वा<br> | |||
तदन्तर्मध्यवृत्तमानयष्टिरेखामाकृष्य विशालं नीत्वाग्रतो<br> | |||
योनिं कृत्वा पूर्वयोन्यग्ररूपिणीं मानयष्टिं कृत्वा तां सर्वोर्ध्वां<br> | |||
नीत्वा योनिं कृत्वाद्यं त्रिकोणं चक्रं भवति । द्वितीयमन्तरालं भवति ।<br> | |||
तृतीयमष्टयोन्यङ्कितं भवति । अथाष्टारचक्राद्यन्तविदिक्कोणाग्रतो<br> | |||
रेखां नीत्वा साध्याद्याकर्षणबद्धरेखां नीत्वेत्येवमथोर्ध्व-<br> | |||
सम्पुटयोन्यङ्कितं कृत्वा कक्षाभ्य ऊर्ध्वगरेखाचतुष्टयं<br> | |||
कृत्वा यथाक्रमेण मानयष्टिद्वयेन दशयोन्यङ्कितं चक्रं भवति ।<br> | |||
अनेनैव प्रकारेण पुनर्दशारचक्रं भवति । मध्यत्रिकोणाग्रचतुष्टया-<br> | |||
द्रेखाचराग्रकोणेषु संयोज्य तद्दशारांशतोनीतां मानयष्टिरेखां<br> | |||
योजयित्वा चतुर्दशारं चक्रं भवति । ततोऽष्टपत्रसंवृतं चक्रं भवति ।<br> | |||
षोडशपत्रसंवृतं चक्रं चतुर्द्वारं भवति । ततः पार्थिवं चक्रं<br> | |||
चतुर्द्वारं भवति । एवं सृष्टियोगेन चक्रं व्याख्यातम् । नवात्मकं<br> | |||
चक्रं प्रातिलोम्येन वा वच्मि । प्रथमं चक्रं त्रैलोक्यमोहनं भवति ।<br> | |||
साणिमाद्यष्टकं भवति । समात्रष्टकं भवति । ससर्वसंक्षोभिण्यादिदशकं<br> | |||
भवति । सप्रकटं भवति । त्रिपुरयाधिष्ठितं भवति । ससर्वसंक्षोभिणीमुद्रया<br> | |||
जुष्टं भवति । द्वितीयं सर्वाशापरिपूरकं चक्रं भवति ।<br> | |||
सकामाद्याकर्षिणीषोडशकं भवति । सगुप्तं भवति । त्रिपुरेश्वर्याधिष्ठितं<br> | |||
भवति । सर्वविद्राविणीमुद्रया जुष्टं भवति । तृतीयं सर्वसंक्षोभणं चक्रं भवति । सानङ्गकुसुमाद्यष्टकं भवति । सगुप्ततरं भवति ।<br> | |||
त्रिपुरसुन्दर्याधिष्ठितं भवति । सर्वाकर्षिणीमुद्रया जुष्टं भवति ।<br> | |||
तुरीयं सर्वसौभाग्यदायकं चक्रं भवति ।<br> | |||
ससर्वसंक्षोभिण्यादिद्विसप्तकं भवति । ससम्प्रदायं भवति ।<br> | |||
त्रिपुरवासिन्याधिष्ठितं भवति । ससर्ववशंकरिणीमुद्रया<br> | |||
जुष्टं भवति । तुरीयान्तं सर्वार्थसाधकं चक्रं भवति ।<br> | |||
ससर्वसिद्धिप्रदादिदशकं भवति । सकलकौलं भवति ।<br> | |||
त्रिपुरामहालक्ष्म्याधिष्ठितं भवति । महोन्मादिनीमुद्रया<br> | |||
जुष्टं भवति । षष्ठं सर्वरक्षाकरं चक्रं भवति ।<br> | |||
ससर्वज्ञत्वादिदशकं भवति । सनिगर्भं भवति ।<br> | |||
त्रिपुरमालिन्याधिष्ठितं भवति । महाङ्कुशमुद्रया जुष्टं<br> | |||
भवति । सप्तमं सर्वरोगहरं चक्रं भवति । सर्ववशिन्याद्यष्टकं<br> | |||
भवति । सरहस्यं भवति । त्रिपुरसिद्ध्याधिष्ठितं भवति ।<br> | |||
सखेचरीमुद्रया जुष्टं भवति । अष्टमं सर्वसिद्धिप्रदं<br> | |||
चक्रं भवति । सायुधचतुष्टयं भवति । सपरापररहस्यं<br> | |||
भवति । त्रिपुराम्बयाधिष्ठितं भवति । बीजमुद्रयाधिष्ठितं<br> | |||
भवति । नवमं चक्रनायकं सर्वानन्दमयं चक्रं भवति ।<br> | |||
सकामेश्वर्यादित्रिकं भवति । सातिरहस्यं भवति । महात्रिपुर-<br> | |||
सुन्दर्याधिष्ठितं भवति । योनिमुद्रया जुष्टं भवति ।<br> | |||
संक्रामन्ति वै सर्वाणि च्छन्दांसि चकाराणि । तदेव चक्रं<br> | |||
श्रीचक्रम् । तस्य नाभ्यामग्निमण्डले सूर्याचन्द्रमसौ ॥<br> | |||
तत्रोंकारपीठं पूजयित्वा तत्राक्षरं बिन्दुरूपं तदन्तर्गत-<br> | |||
व्योमरूपिणीं विद्यां परमां स्मृत्वा महात्रिपुरसुन्दरीमावाह्य ।<br> | |||
क्षीरेण स्नापिते देवि चन्दनेन विलेपिते । बिल्वपत्रार्चिते देवि दुर्गेऽहं<br> | |||
शरणं गतः । इत्येकयर्चा प्रार्थ्य मायालक्ष्मी तन्त्रेण<br> | |||
पूजयेदिति भगवानब्रवीत् । एतैर्मन्त्रैर्भगवतीं यजेत् । ततो देवी<br> | |||
प्रीता भवति । स्वात्मानं दर्शयति । तस्माद्य एतैर्मन्त्रैर्यजति स<br> | |||
ब्रह्म पश्यति । स सर्वं पश्यति । सोऽमृतत्वं च गच्छति ।<br> | |||
य एवं वेदेति महोपनिषत् ॥<br> | |||
इति द्वितीयोपनिषत् ॥ २॥<br> | |||
देवा ह वै मुद्राः सृजेमेति भगवन्तमब्रुवन् ।<br> | |||
तान्होवाच भगवानवनिकृतजानुमण्डलं विस्तीर्य<br> | |||
पद्मासनं कृत्वा मुद्राः सृजतेति । स सर्वानाकर्षयति<br> | |||
यो योनिमुद्रामधीते । स सर्वं वेत्ति । स सर्वफलमश्नुते ।<br> | |||
स सर्वान्भञ्जयति । स विद्वेषिणं स्तम्भयति । मध्यमे<br> | |||
अनामिकोपरि विन्यस्य कनिष्ठिकाङ्गुष्ठतोऽधीते<br> | |||
मुक्तयोस्तर्जन्योर्दण्डवदधस्तादेवंविधा प्रथमा सम्पद्यते ।<br> | |||
सैव मिलितमध्यमा द्वितीया । तृतीयाङ्कुशाकृतिरिति ।<br> | |||
प्रातिलोम्येन पाणी सङ्घर्षयित्वाङ्गुष्ठौ साग्रिमौ<br> | |||
समाधाय तुरीया । परस्परं कनीयसेदं मध्यमाबद्धे<br> | |||
अनामिके दण्डिन्यौ तर्जन्यावालिङ्ग्यावष्टभ्य मध्यमानख-<br> | |||
मिलिताङ्गुष्ठौ पञ्चमी । सैवाग्रेऽङ्कुशाकृतिः षष्ठी ।<br> | |||
दक्षिणशये वामबाहुं कृत्वान्योन्यानामिके कनीयसीमध्यगते<br> | |||
मध्यमे तर्जन्याक्रान्ते सरलास्वङ्गुष्ठौ खेचरी सप्तमी ।<br> | |||
सर्वोर्ध्वे सर्वसंहृति स्वमध्यमानामिकान्तरे कनीयसि<br> | |||
पार्श्वयोस्तर्जन्यावङ्कुशाढ्ये युक्ता साङ्गुष्ठयोगतोऽन्योन्यं<br> | |||
सममञ्जलिं कृत्वाष्टमी । परस्परमध्यमापृष्ठवर्तिन्यावनामिके<br> | |||
तर्जन्याक्रान्ते समे मध्यमे आदायाङ्गुष्ठौ मध्यवर्तिनौ<br> | |||
नवमी प्रतिपद्यत इति ।<br> | |||
सैवेयं कनीयसे समे अन्तरितेऽङ्गुष्ठौ समावन्तरितौ<br> | |||
कृत्वा त्रिखण्डापद्यत इति । पञ्च बाणाः पञ्चाद्या<br> | |||
मुद्राः स्पष्टाः । क्रोमङ्कुशा । हसख्फ्रें खेचरी ।<br> | |||
हंस्रौ बीजाष्टमी वाग्भवाद्या नवमी दशमी च<br> | |||
सम्पद्यत इति । य एवं वेद । अथातः कामकलाभूतं चक्रं<br> | |||
व्याख्यास्यामो ह्रीं क्लीमैं ब्लूं स्रौमेते पञ्च कामाः<br> | |||
सर्वचक्रं व्यावर्तन्ते । मध्यमं कामं सर्वावसाने<br> | |||
सम्पुटीकृत्य ब्लूङ्कारेण सम्पुटं व्याप्तं कृत्वा द्विरैन्दवेन<br> | |||
मध्यवर्तिना साध्यं बद्ध्वा भूर्जपत्रे यजति । तच्चक्रं<br> | |||
यो वेत्ति स सर्वं वेत्ति । स सकलांल्लोकानाकर्षयति । स सर्वं<br> | |||
स्तम्भयति । नीलीयुक्तं चक्रं शत्रून्मारयति । गतिं<br> | |||
स्तम्भयति । लाक्षायुक्तं कृत्वा सकललोकं वशीकरोति ।<br> | |||
नवलक्षजपं कृत्वा रुद्रत्वं प्राप्नोति । मातृकया वेष्टितं<br> | |||
कृत्वा विजयी भवति । भगाङ्ककुण्डं कृत्वाग्निमाधाय पुरुषो<br> | |||
हविषा हुत्वा योषितो वशीकरोति । वर्तुले हुत्वा श्रियमतुलं<br> | |||
प्राप्नोति । चतुरस्रे हुत्वा वृष्टिर्भवति । त्रिकोणे हुत्वा<br> | |||
शत्रून्मारयति । गतिं स्तम्भयति । पुष्पाणि हुत्वा विजयी भवति ।<br> | |||
महारसैर्हुत्वा परमानन्दनिर्भरो भवति । गणानां त्वा गणपतिं<br> | |||
हवामहे कविं कवीनामुपमश्रवस्तमम् । ज्येष्ठराजं<br> | |||
ब्रह्मणां ब्रह्मणस्पत आ नः श्रुण्वन्नूतिभिः सीद सादनम् ।<br> | |||
इत्येवमाद्यमक्षरं तदन्त्यबिन्दुपूर्णमित्यनेनाङ्गं स्पृशति ।<br> | |||
गं गणेशाय नम इति गणेशं नमस्कुर्वीत । ॐ नमो भगवते<br> | |||
भस्माङ्गरागायोग्रतेजसे हनहन दहदह पचपच मथमथ<br> | |||
विध्वंसयविध्वंसय हलभञ्जन शूलमूले व्यञ्जनसिद्धिं कुरुकुरु<br> | |||
समुद्रं पूर्वप्रतिष्ठिअतं शोषयशोषय स्तम्भयस्तम्भय<br> | |||
परमन्त्रपरयन्त्रपरतन्त्रपरदूतपरकटकपरच्छेदनकर<br> | |||
विदारयविदारय च्छिन्धिच्छिन्धि ह्रीं फट् स्वाहा । अनेन क्षेत्राध्यक्षं<br> | |||
पूजयेदिति । कुलकुमारि विद्महे मन्त्रकोटिसुधीमहि । तन्नः कौलिः प्रचोदयात् ।<br> | |||
इति कुमार्यर्चनं कृत्वा यो वै साधकोऽभिलिखति सोऽमृतत्वं गच्छति ।<br> | |||
स यश आप्नोति । स परमायुष्यमथ वा परं ब्रह्म भित्त्वा तिष्ठति ।<br> | |||
य एवं वेदेति महोपनिषत् ।<br> | |||
इति तृतीयोपनिषत् ॥ ३॥<br> | |||
देवा ह वै भगवन्तमब्रुवन्देव गायत्रं हृदयं नो<br> | |||
व्याख्यातं त्रैपुरं सर्वोत्तमम् । जातवेदससूक्तेनाख्यातं<br> | |||
नस्त्रैपुराष्टकम् । यदिष्ट्वा मुच्यते योगी जन्मसंसारबन्धनात् ।<br> | |||
अथ मृत्युंजयं नो ब्रूहीत्येवं ब्रुवतां सर्वेषां देवानां<br> | |||
श्रुत्वेदं वाक्यमथातस्त्र्यम्बकेनानुष्टुभेन मृत्युंजयं दर्शयति ।<br> | |||
कस्मात्त्र्यम्बकमिति । त्रयाणां पुराणामम्बकं स्वामिनं तस्मादुच्यते<br> | |||
त्र्यम्बकमिति । अथ कस्मादुच्यते यजामह इति । यजामहे सेवामहे वस्तु<br> | |||
महेत्यक्षरद्वयेन कूटत्वेनाक्षरैकेण मृत्युंजयमित्युच्यते ।<br> | |||
तस्मादुच्यते यजामह इति । अथ कस्मादुच्यते सुगन्धिमिति । सर्वतो यश<br> | |||
आप्नोति । तस्मादुच्यते सुगन्धिमिति । अथ कस्मादुच्यते पुष्टिवर्धनमिति ।<br> | |||
यत्सर्वांल्लोकान्सृजति यत्सर्वांल्लोकांस्तारयति यत्सर्वांल्लोकान्व्याप्नोति<br> | |||
तस्मादुच्यते पुष्टिवर्धनमिति । अथ कस्मादुच्यते उर्वारुकमिव<br> | |||
बन्धनान्मृत्योर्मुक्षीयेति । संलग्नत्वादुर्वारुकमिव मृत्योः संसारबन्धनात्संलग्नत्वाद्बद्धत्वान्मोक्षीभवति मुक्तो भवति ।<br> | |||
अथ कस्मादुच्यते मामृतादिति अमृतत्वं प्राप्नोत्यक्षरं<br> | |||
प्राप्नोति स्वयं रुद्रो भवति ।<br> | |||
देवा ह वै भगवन्तमूचुः सर्वं नो व्याख्यातम् ।<br> | |||
अथ कैर्मन्त्रैः स्तुता भगवती स्वात्मानं दर्शयति<br> | |||
तान्सर्वाञ्छैवान्वैष्णवान्सौरान्गाणेशान्नो<br> | |||
ब्रूहीति । स होवाच भगवांस्त्र्यम्बकेनानुष्टुभेन<br> | |||
मृत्युंजयमुपासयेत् । पूर्वेणाध्वना व्याप्तमेकाक्षरमिति<br> | |||
स्मृतम् । ॐ नमः शिवायेति याजुषमन्त्रोपासको<br> | |||
रुद्रत्वं प्राप्नोति । कल्याणं प्राप्नोति । य एवं वेद । तद्विष्णोः<br> | |||
परमं पदं सदा पश्यन्ति सूरयः । दिवीव चक्षुराततम् ।<br> | |||
विष्णोः सर्वतोमुखस्य स्नेहो यथा पललपिण्डमोतप्रोतमनुव्याप्तं<br> | |||
व्यतिरिक्तं व्याप्नुत इति व्याप्नुवतो विष्णोस्तत्परमं पदं परं व्योमेति<br> | |||
परमं पदं पश्यन्ति वीक्षन्ते । सूरयो ब्रह्मादयो देवास इति<br> | |||
सदा हृदय अदधते । तस्माद्विष्णोः स्वरूपं वसति तिष्ठति<br> | |||
भूतेश्विति वासुदेव इति । ॐ नम इति त्रीण्यक्षराणि । भगवत इति<br> | |||
चत्वारि । वासुदेवायेति पञ्चाक्षराणि । एतद्वै वासुदेवस्य<br> | |||
द्वादशार्णमभ्येति । सोपप्लवं तरति । स सर्वमायुरेति । विन्दते<br> | |||
प्राजापत्यं रायस्पोषं गौपत्यं च तमश्नुते प्रत्यगानन्दं<br> | |||
ब्रह्मपुरुषं प्रणवस्वरूपमकार उकारो मकार इति । तानेकधा<br> | |||
संभवति तदोमिति । हंसः शुचिषद्वसुरन्तरिक्षसद्धोता<br> | |||
वेदिषदतिथिर्दुरोणसत् । नृषद्वरसदृतसद्व्योमसदब्जा गोजा<br> | |||
ऋतजा अद्रिजा ऋतं बृहत् । हंस इत्येतन्मनोरक्षरद्वितीयेन<br> | |||
प्रभापुञ्जेन सौरेण धृतमब्जा गोजा ऋतजा अद्रिजा ऋतं<br> | |||
सत्या-प्रभा-पुञ्जि-न्युषा-सन्ध्या-प्रज्ञाभिः<br> | |||
शक्तिभिः पूर्वं सौरमधीयानः सर्वं फलमश्नुते ।<br> | |||
स व्योम्नि परमे धामनि सौरे निवसते ।<br> | |||
गणानां त्वति त्रैष्टुभेन पूर्वेणाध्वना मनुनैकार्णेन<br> | |||
गणाधिपमभ्यर्च्य गणेशत्वं प्राप्नोति । अथ गायत्री<br> | |||
सावित्री सरस्वत्यजपा मातृका प्रोक्ता तया सर्वमिदं व्याप्तम् ।<br> | |||
ऐं वागीश्वरि विद्महे क्लीं कामेश्वरी धीमहि । सौस्तन्नः शक्तिः<br> | |||
प्रचोदयादिति । गायत्री प्रातः सावित्री मध्यन्दिने सरस्वती सायमिति<br> | |||
निरन्तरमजपा । हंस इत्येव मातृका । पञ्चाशद्वर्णविग्रहेणा-<br> | |||
कारादिक्षकारान्तेन व्याप्तानि भुवनानि शास्त्राणि<br> | |||
च्छन्दांसीत्येवं भगवतीं सर्वं व्याप्नोतीत्येव तस्यै वै नमोनम इति ।<br> | |||
तान्भगवानब्रवीदेतैर्मन्त्रैर्नित्यं देवीं यः स्तौति स सर्वं पश्यति ।<br> | |||
सोऽमृतत्वं च गच्छति । य एवं वेदेत्युपनिषत् ॥<br> | |||
इति तुरीयोपनिषत् ॥ ४॥<br> | |||
देवा ह वै भगवन्तमब्रुवन्स्वामिन्नः कथितं स्फुटं<br> | |||
क्रियाकाण्डं सविषयं त्रैपुरमिति । अथ परमनिर्विशेषं<br> | |||
कथयस्वेति । तान्होवाच भगवांस्तुरीयया माययान्त्यया<br> | |||
निर्दिष्टं परमं ब्रह्मेति । परमपुरुषं चिद्रूपं<br> | |||
परमात्मेति । श्रोता मन्ता द्रष्टादेष्टा स्प्रष्टाघोष्टा<br> | |||
विज्ञाता प्रज्ञाता सर्वेषां पुरुषाणामन्तःपुरुषः<br> | |||
स आत्मा स विज्ञेय इति । न तत्र लोका अलोका न तत्र देवा अदेवाः<br> | |||
पशवोऽपशवस्तापसो न तापसः पौल्कसो न पौल्कसो<br> | |||
विप्रा न विप्राः । स इत्येकमेव परं ब्रह्म विभ्राजते निर्वाणम् ।<br> | |||
न तत्र देवा ऋषयः पितर ईशते प्रतिबुद्धः सर्वविद्येति ।<br> | |||
तत्रैते श्लोका भवन्ति ।<br> | |||
अतो निर्विषयं नित्यं मनः कार्यं मुमुक्षुणा ।<br> | |||
यतो निर्विषयो नाम मनसो मुक्तिरिष्यते ॥ १॥<br> | |||
मनो हि द्विविधं प्रोक्तं शुद्धं चाशुद्धमेव च ।<br> | |||
अशुद्धं कामसंकल्पं शुद्धं कामविवर्जितम् ॥ २॥<br> | |||
मन एव मनुष्याणां कारणं बन्धमोक्षयोः ।<br> | |||
बन्धनं विषयासक्तं मुक्त्यै निर्विषयं मनः ॥ ३॥<br> | |||
निरस्तविषयासङ्गं संनिरुध्य मनो हृदि ।<br> | |||
यदा यात्यमनीभावस्तदा तत्परमं पदम् ॥ ४॥<br> | |||
तावदेव निरोद्धव्यं यावधृदिगतं क्षयम् ।<br> | |||
एतज्ज्ञानं च ध्यानं च शेषोऽन्यो ग्रन्थविस्तरः ॥ ५॥<br> | |||
नैव चिन्त्यं न चाचिन्त्यं न चिन्त्यं चिन्त्यमेव च ।<br> | |||
पक्षपातविनिर्मुक्तं ब्रह्म सम्पद्यते ध्रुवम् ॥ ६॥<br> | |||
स्वरेण सल्लयेद्योगी स्वरं संभावयेत्परम् ।<br> | |||
अस्वरेण तु भावेन न भावो भाव इष्यते ॥ ७॥<br> | |||
तदेव निष्कलं ब्रह्म निर्विकल्पं निरञ्जनम् ।<br> | |||
तद्ब्रह्माहमिति ज्ञात्वा ब्रह्म सम्पद्यते क्रमात् ॥ ८॥<br> | |||
निर्विकल्पमनन्तं च हेतुदृष्टान्तवर्जितम् ।<br> | |||
अप्रमेयमनाद्यन्तं यज्ज्ञात्वा मुच्यते बुधः ॥ ९॥<br> | |||
न निरोधो न चोत्पत्तिर्न बद्धो न च साधकः ।<br> | |||
न मुमुक्षुर्न वै मुक्त इत्येषा परमार्थता ॥ १०॥<br> | |||
एक एवात्मा मन्तव्यो जाग्रत्स्वप्नसुषुप्तिषु ।<br> | |||
स्थानत्रयव्यतीतस्य पुनर्जन्म न विद्यते ॥ १२॥<br> | |||
एक एव हि भूतात्मा भूतेभूते व्यवस्थितः ।<br> | |||
एकधा बहुधा चैव दृश्यते जलचन्द्रवत् ॥ १२॥<br> | |||
घटसंवृतमाकाशं नीयमाने घटे यथा ।<br> | |||
घटो नीयेत नाकाशं तथा जीवो नभोपमः ॥ १३॥<br> | |||
घटवद्विविधाकारं भिद्यमां पुनः पुनः ।<br> | |||
तद्भेदे च न जानाति स जानाति च नित्यशः ॥ १४॥<br> | |||
शब्दमायावृतो यावत्तावत्तिष्ठति पुष्कले ।<br> | |||
भिन्ने तमसि चैकत्वमेक एवानुपश्यति ॥ १५॥<br> | |||
शब्दार्णमपरं ब्रह्म तस्मिन्क्षीणे यदक्षरम् ।<br> | |||
तद्विद्वानक्षरं ध्यायेद्यदीच्छेच्छान्तिमात्मनः ॥ १६॥<br> | |||
द्वे ब्रह्मणी हि मन्तव्ये शब्दब्रह्म परं च यत् ।<br> | |||
शब्दब्रह्मणि निष्णातः परं ब्रह्माधिगच्छति ॥ १७॥<br> | |||
ग्रन्थमभ्यस्य मेधावी ज्ञानविज्ञानतत्परः ।<br> | |||
पलालमिव धान्यार्थी त्यजेद्ग्रन्थमशेषतः ॥ १८॥<br> | |||
गवामनेकवर्णानां क्षीरस्याप्येकवर्णता ।<br> | |||
क्षीरवत्पश्यति ज्ञानी लिङ्गिनस्तु गवां यथा ॥ १९॥<br> | |||
ज्ञाननेत्रं समाधाय स महत्परमं पदम् ।<br> | |||
निष्कलं निश्चलं शान्तं ब्रह्माहमिति संस्मरेत् ॥ २०॥<br> | |||
इत्येकं परब्रह्मरूपं सर्वभूताधिवासं तुरीयं<br> | |||
जानीते सोऽक्षरे परमे व्योमन्यधिवसति । य एतां विद्यां<br> | |||
तुरीयां ब्रह्मयोनिस्वरूपां तामिहायुषे शरणमहं<br> | |||
प्रपद्ये । आकाशाद्यनुक्रमेण सर्वेषां वा एतद्भूतानामाकाशः<br> | |||
परायणम् । सर्वाणि ह वा इमानि भूतान्याकाशादेव जायन्ते ।<br> | |||
आकाश एव लीयन्ते । तस्मादेव जातानि जीवन्ति । तस्मादाकाशजं<br> | |||
बीजं विन्द्यात् । तदेवाकाशपीठं स्पार्शनं पीठं<br> | |||
तेजःपीठममृतपीठं रत्नपीठं जानीयात् । यो जानीते<br> | |||
सोऽमृतत्वं च गच्छति । तस्मादेतां तुरीयां श्रीकामराजीयामेकादशधा<br> | |||
भिन्नमेकाक्षरं ब्रह्मेति यो जानीते स तुरीयं पदं प्राप्नोति ।<br> | |||
य एवं वेदेति महोपनिषत् ॥<br> | |||
इति पञ्चमोपनिषत् ॥ ५॥<br> | |||
ॐ भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवाः ॥ भद्रं पश्येमाक्षभिर्यजत्राः ॥<br> | |||
स्थिरैरङ्गैस्तुष्टुवाꣳसस्तनूभिः ॥ व्यशेम देवहितं यदायुः ॥<br> | |||
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः ॥ स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ॥<br> | |||
स्वस्ति नस्तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः ॥ स्वस्ति नो बृहस्पतिर्दधातु ॥<br> | |||
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥ हरिः ॐ तत्सत् ॥<br> | |||
॥ इति श्रीत्रिपुरातापिन्युपनिषत्समाप्ता ॥<br> | |||
== Tripuratapini Upanishad – vollständiger Text in IAST == | |||
tripurātāpinīvidyāvedyacicchaktivigraham |<br> | |||
vastutaścinmātrarūpaṃ paraṃ tattvaṃ bhajāmyaham ||<br> | |||
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ || bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ ||<br> | |||
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ || vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ ||<br> | |||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ || svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ ||<br> | |||
svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ || svasti no bṛhaspatirdadhātu ||<br> | |||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||<br> | |||
hariḥ oṃ || athaitasminnantare bhagavānprājāpatyaṃ vaiṣṇavaṃ vilayakāraṇaṃ<br> | |||
rūpamāśritya tripurābhidhā bhagavatītyevamādiśaktyā bhūrbhuvaḥ svastrīṇi<br> | |||
svargabhūpātālāni tripurāṇi haramāyātmakena hīṅkāreṇa hṛllekhākhyā<br> | |||
bhagavatī trikūṭāvasāne nilaye vilaye dhāmni mahasā ghoreṇa prāpnoti | saiveyaṃ<br> | |||
bhagavatī tripureti vyāpaṭhyate | tatsaviturvareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi | dhiyo yo<br> | |||
naḥ pracodayāt paro rajase sāvadom | jātavedase sunavāma somamarātīyato<br> | |||
nidahāti veda | sa naḥ parṣadati durgāṇi viśvā nāveva sindhuṃ duritātyagniḥ |<br> | |||
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam | urvārukamiva bandhanā-<br> | |||
nmṛtyormukṣīya māmṛtāt | śatākṣarī paramā vidyā trayīmayī sāṣṭārṇā<br> | |||
tripurā parameśvarī | ādyāni catvāri padāni parabrahmavikāsīni | dvitīyāni<br> | |||
śaktyākhyāni | tṛtīyāni śaivāni | tatra lokā vedāḥ śāstrāṇi purāṇāni<br> | |||
dharmāṇi vai cikitsitāni jyotīṃṣi śivaśaktiyogādityevaṃ ghaṭanā vyāpaṭhyate |<br> | |||
athaitasya paraṃ gahvaraṃ vyākhyāsyāmo mahāmanusamudbhavaṃ taditi | brahma<br> | |||
śāśvatam | paro bhagavānnirlakṣaṇo nirañjano nirupādhirādhirahito devaḥ |<br> | |||
unmīlate paśyati vikāsate caitanyabhāvaṃ kāmayata iti | sa eko devaḥ śivarūpī<br> | |||
dṛśyatvena vikāsate yatiṣu yajñeṣu yogiṣu kāmayate |<br> | |||
kāmaṃ jāyate sa eṣa nirañjano'kāmatvenojjṛmbhate |<br> | |||
akacaṭatapayaśānsṛjate | tasmādīśvaraḥ kāmo'bhidhīyate |<br> | |||
tatparibhāṣayā kāmaḥ kakāraṃ vyāpnoti | kāma evedaṃ<br> | |||
tattaditi kakāro gṛhyate | bhasmāttatpadārtha iti ya evaṃ veda |<br> | |||
saviturvareṇyamiti ṣūṅ prāṇiprasave savitā prāṇinaḥ sūte<br> | |||
prasūte śaktim | sūte tripurā śaktirādyeyaṃ tripurā<br> | |||
parameśvarī mahākuṇḍalinī devī | jātavedasamaṇḍalaṃ yo'dhīte<br> | |||
sarvaṃ vyāpyate | trikoṇaśaktirekāreṇa mahābhāgena prasūte |<br> | |||
tasmādekāra eva gṛhyate | vareṇyaṃ śreṣṭhaṃ bhajanīyamakṣaraṃ<br> | |||
namaskāryam | tasmādvareṇyamekārākṣaraṃ gṛhyata iti<br> | |||
ya evaṃ veda | bhargo devasya dhīmahītyevaṃ vyākhyāsyāmaḥ |<br> | |||
dhakāro dhāraṇā | dhiyaiva dhāryate bhagavānparameśvaraḥ |<br> | |||
bhargo devo madhyavarti turīyamakṣaraṃ sākṣātturīyaṃ sarvaṃ<br> | |||
sarvāntarbhūtam | turīyākṣaramīkāraṃ padānāṃ<br> | |||
madhyavartītyevaṃ vyākhyātaṃ bhargorūpaṃ vyācakṣate |<br> | |||
tasmādbhargo devasya dhīmahītyevamīkārākṣaraṃ gṛhyate |<br> | |||
mahītyasya vyākhyānaṃ mahattvaṃ jaḍatvaṃ kāṭhinyaṃ vidyate<br> | |||
yasminnakṣateretanmahi lakāraḥ paraṃ dhāma | kāṭhinyāḍhyaṃ<br> | |||
sasāgaraṃ saparvataṃ sa saptadvīpaṃ sakānanamujjvaladrūpaṃ<br> | |||
maṇḍalamevoktaṃ lakāreṇa |<br> | |||
pṛthvī devī mahītyanena vyācakṣate | dhiyo yo naḥ pracodayāt |<br> | |||
paramātmā sadāśiva ādibhūtaḥ paraḥ | sthāṇubhūtena lakāreṇa<br> | |||
jyotirliṅgamātmānaṃ dhiyo buddhayaḥ pare vastuni dhyānecchārahitaṃ<br> | |||
nirvikalpake pracodayātprerayedityuccāraṇarahitaṃ cetasaiva<br> | |||
cintayitvā bhāvayediti | paro rajase sāvadomiti tadavasāne paraṃ<br> | |||
jyotiramalaṃ hṛdi daivataṃ caitanyaṃ cilliṅgaṃ hṛdayāgāravāsinī<br> | |||
hṛllekhetyādinā spaṣṭaṃ vāgbhavakūṭaṃ pañcākṣaraṃ<br> | |||
pañcabhūtajanakaṃ pañcakalāmayaṃ vyāpaṭhyata iti | ya evaṃ veda |<br> | |||
atha tu paraṃ kāmakalābhūtaṃ kāmakūṭamāhuḥ | tatsaviturvareṇya-<br> | |||
mityādidvātriṃśadakṣarīṃ paṭhitvā taditi paramātmā sadāśivo'kaśaraṃ<br> | |||
vimalaṃ nirupādhitādātnyapratipādanena hakārākṣaraṃ śivarūpaṃ<br> | |||
nirakṣaramakṣaraṃ vyālikhyata iti | tatparāgavyāvṛttimādāya śaktiṃ darśayati |<br> | |||
tatsavituriti pūrveṇādhvanā sūryādhaścandrikāṃ vyālikhya<br> | |||
mūlādibrahmarandhragaṃ sākṣaramadvitīyamācakṣata ityāha bhagavantaṃ<br> | |||
devaṃ śivaśaktyātmakamevoditam |<br> | |||
śivo'yaṃ paramaṃ devaṃ śaktireṣā tu jīvajjā |<br> | |||
sūryācandramasoryogāddhaṃsastatatpadamucyate || 1 ||<br> | |||
tasmādujjṛmbhate kāmaḥ kāmātkāmaḥ paraḥ śivaḥ |<br> | |||
kārṇo'yaṃ kāmadevo'yaṃ vareṇyaṃ bharga ucyate || 2 ||<br> | |||
tatsaviturvareṇyaṃ bhargo devaḥ kṣīraṃ secanīyamakṣaraṃ<br> | |||
samadhughnamakṣaraṃ paramātmajīvātmanoryogāttaditi<br> | |||
spaṣṭamakṣaraṃ tṛtīyaṃ ha iti tadeva sadāśiva eva<br> | |||
niṣkalmaṣa ādyo devo'ntyamakṣaraṃ vyākriyate |<br> | |||
paramaṃ padaṃ dhīti dhāraṇaṃ vidyate jaḍatvadhāraṇaṃ<br> | |||
mahīti lakāraḥ śivādhastāttu lakārārthaḥ spaṣṭamantyamakṣaraṃ<br> | |||
paramaṃ caitanyaṃ dhiyo yo naḥ pracodayātparo rajase sāvadomityevaṃ<br> | |||
kūṭaṃ kāmakalālayaṃ ṣaḍadhvaparivartako vaiṣṇavaṃ paramaṃ<br> | |||
dhāmaiti bhagavāṃścaitasmādya evaṃ veda | athaitasmādaparaṃ<br> | |||
tṛtīyaṃ śaktikūṭaṃ pratipadyate | dvātriṃśadakṣaryā gāyatryā<br> | |||
tatsaviturvareṇyaṃ tasmādātmana ākāśa ākāśādvāyuḥ sphurati<br> | |||
tadadhīnaṃ vareṇyaṃ samudīyamānaṃ saviturvā yogyo jīvātmaparamātma-<br> | |||
samudbhavastaṃ prakāśaśaktirūpaṃ jīvākṣaraṃ spaṣṭamāpadyate |<br> | |||
bhargo devasya dhītyanenādhārarūpaśivātmākṣaraṃ gaṇyate |<br> | |||
mahītyādināśeṣaṃ kāmyaṃ ramaṇīyaṃ dṛśyaṃ śaktikūṭaṃ<br> | |||
spaṣṭīkṛtamiti | evaṃ pañcadaśākṣaraṃ traipuraṃ yo'dhīte sa<br> | |||
sarvānkāmānavāpnoti | sa sarvāṃllokāñjayati | sa sarvā vāco vijṛmbhayati |<br> | |||
sa rudratvaṃ prāpnoti | sa vaiṣṇavaṃ dhāma bhittvā paraṃ brahma prāpnoti |<br> | |||
ya evaṃ veda | ityādyāṃ vidyāmabhidhāyaitasyāḥ śaktikūṭaṃ<br> | |||
śaktiśivādyaṃ lopāmudreyam |<br> | |||
dvitīye dhāmani pūrveṇaiva manunā binduhīnā śaktibhūtahṛllekhā<br> | |||
krodhamuninādhiṣṭhitā | tṛtīye dhāmani pūrvasyā eva vidyāyā<br> | |||
yadvāgbhavakūṭaṃ tenaiva mānavīṃ cāndrīṃ kauberīṃ vidyāmācakṣate |<br> | |||
madanādhaḥ śivaṃ vāgbhavam | tadūrdhvaṃ kāmakalāmayam |<br> | |||
śaktyūrdhvaṃ śaktimiti mānavī vidyā | caturthe dhāmani<br> | |||
śivaśaktyākhyamanyattṛtīyaṃ ceyaṃ cāndrī vidyā | pañcame dhāmani<br> | |||
dhyeyeyaṃ cāndrī kāmādhaḥ śivādyakāmā | saiva kauberi ṣaṣṭhe<br> | |||
dhāmani vyācakṣata iti | ya evaṃ veda | hitvekāraṃ turīyasvaraṃ sarvādau<br> | |||
sūryācandramaskena kāmeśvaryevāgastyasaṃjñā | saptame dhāmani<br> | |||
tṛtīyametasyā eva pūrvoktāyāḥ kāmādyaṃ dvidhādhaḥ kaṃ madanakalādyaṃ<br> | |||
śaktibījaṃ vāgbhavādyaṃ tayorardhāvaśiraskaṃ kṛtvā nandividyeyam |<br> | |||
aṣṭame dhāmani vāgbhavamāgastyaṃ vāgarthakalāmayaṃ kāmakalābhidhaṃ<br> | |||
sakalamāyāśaktiḥ prabhākarī vidyeyam | navame dhāmani punarāgastyaṃ<br> | |||
vāgbhavaṃ śaktimanmathaśivaśaktimanmathorvīmāyākāmakalālayaṃ<br> | |||
candrasūryānaṅgadhūrjaṭimahimālayaṃ tṛtīyaṃ ṣaṇmukhīyaṃ vidyā |<br> | |||
daśame dhāmani vidyāprakāśitayā bhūya evāgastyavidyāṃ paṭhitvā bhūya<br> | |||
evemāmantyamāyāṃ paramaśivavidyeyamekādaśe dhāmani bhūya evāgastyaṃ<br> | |||
paṭhitvā etasyā eva vāgbhavaṃ yaddhanajaṃ kāmakalālayaṃ ca tatsahajaṃ kṛtvā<br> | |||
lopāmudrāyāḥ śaktikūṭarājaṃ paṭhitvā vaiṣṇavī vidyā dvādaśe dhāmani<br> | |||
vyācakṣata iti | ya evaṃ veda |<br> | |||
tānhovāca | bhagavānsarve yūyaṃ śrutvā pūrvāṃ kāmākhyāṃ<br> | |||
turīyarūpāṃ turīyātītāṃ sarvotkaṭāṃ sarvamantrāsanagatāṃ<br> | |||
pīṭhopapīṭhadevatāparivṛtāṃ sakalakalāvyāpinīṃ devatāṃ sāmodāṃ<br> | |||
saparāgāṃ sahṛdayāṃ sāmṛtāṃ sakalāṃ sendriyāṃ sadoditāṃ<br> | |||
parāṃ vidyāṃ spaṣṭīkṛtvā hṛdaye nidhāya vijñāyānilayaṃ<br> | |||
gamayitvā trikūṭāṃ tripurāṃ paramāṃ māyāṃ śreṣṭhāṃ parāṃ<br> | |||
vaiṣṇavīṃ saṃnidhāya hṛdayakamalakarṇikāyāṃ parāṃ bhagavatīṃ<br> | |||
lakṣmīṃ māyāṃ sadoditāṃ mahāvaśyakarīṃ madanonmādanakāriṇīṃ<br> | |||
dhanurbāṇadhāriṇīṃ vāgvijṛmbhiṇīṃ candramaṇḍalamadhyavartinīṃ<br> | |||
candrakalāṃ saptadaśīṃ mahānityopasthitāṃ pāśāṅkuśamanojña-<br> | |||
pāṇipallavāṃ samudyadarkanibhāṃ trinetrāṃ vicintya devīṃ mahālakṣmīṃ<br> | |||
sarvalakṣmīmayīṃ sarvalakṣaṇasampannāṃ hṛdaye caitanyarūpiṇīṃ<br> | |||
nirañjanāṃ trikūṭākhyāṃ smitamukhīṃ sundarīṃ mahāmāyāṃ<br> | |||
sarvasubhagāṃ mahākuṇḍalinīṃ tripīṭhamadhyavartinīmakathādiśrīpīṭhe<br> | |||
parāṃ bhairavīṃ citkalāṃ mahātripurāṃ devīṃ dhyāyenmahādhyāna-<br> | |||
yogeneyamevaṃ vedeti mahopaniṣat || iti prathamopaniṣat || 1 ||<br> | |||
athāto jātavedase sunavāma somamityādi paṭhitvā traipurī vyaktirlakṣyate |<br> | |||
jātavedasa ityekarcasūktasyādyamadhyamāvasāneṣu tatra sthāneṣu<br> | |||
vilīnaṃ bījasāgararūpaṃ vyācakṣvetyṛṣaya ūcuḥ | tānhovāca<br> | |||
bhagavāñjātavedase sunavāma somaṃ tadatyamravāṇīṃ vilomena paṭhitvā<br> | |||
prathamasyādyaṃ tadevaṃ dīrghaṃ dvitīyasyādyaṃ sunavāma somamityanena<br> | |||
kaulaṃ vāmaṃ śreṣṭhaṃ somaṃ mahāsaubhāgyamācakṣate | sa<br> | |||
sarvasampattibhūtaṃ prathamaṃ nivṛttikāraṇaṃ dvitīyaṃ sthitikāraṇaṃ<br> | |||
tṛtīyaṃ sargakāraṇamityanena karaśuddhiṃ kṛtvā tripurāvidyāṃ<br> | |||
spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi paṭhitvā mahāvidyeśvarī-<br> | |||
vidyāmācakṣate tripureśvarīṃ jātavedasa iti | jāte ādyakṣare mātṛkāyāḥ<br> | |||
śirasi baindavamamṛtarūpiṇīṃ kuṇḍalinīṃ trikoṇarūpiṇīṃ ceti vākyārthaḥ |<br> | |||
evaṃ prathamasyādyaṃ vāgbhavam | dvitīyaṃ kāmakalālayam | jāta<br> | |||
ityanena paramātmano jṛmbhaṇam | jāta ityādinā paramātmā śiva ucyate |<br> | |||
jātamātreṇa kāmī kāmayate kāmamityādinā pūrṇaṃ vyācakṣate |<br> | |||
tadeva sunavāma gotrārūḍhaṃ madhyavartināmṛtamadhyenārṇena<br> | |||
mantrārṇānspaṣṭīkṛtvā | gotreti nāmagotrāyāmityādinā spaṣṭaṃ<br> | |||
kāmakalālayaṃ śeṣaṃ vāmamityādinā | pūrveṇādhvanā vidyeyaṃ<br> | |||
sarvarakṣākarī vyācakṣate | evametena vidyāṃ tripureśīṃ spaṣṭīkṛtvā<br> | |||
jātavedasa ityādinā jāto deva eka īśvaraḥ paramo jyotirmantrato veti turīyaṃ<br> | |||
varaṃ dattvā bindupūrṇajyotiḥsthānaṃ kṛtvā prathamasyādyaṃ dvitīyaṃ ca<br> | |||
tṛtīyaṃ ca sarvarakṣākarīsaṃbandhaṃ kṛtvā vidyāmātmāsanarūpiṇīṃ<br> | |||
spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi paṭhitvā rakṣākarīṃ<br> | |||
vidyāṃ smṛtvādyantayordhāmnoḥ śaktiśivarūpiṇīṃ viniyojya sa iti<br> | |||
śaktyātmakaṃ varṇaṃ somamiti śaivātmakaṃ dhāma jānīyāt | yo jānīte<br> | |||
sa subhago bhavati | evametāṃ cakrāsanagatāṃ tripuravāsinīṃ sadoditāṃ<br> | |||
śivaśaktyātmikamaveditāṃ jātavedāḥ śiva iti seti<br> | |||
śaktyātmākṣaramiti śivādiśaktyantarālabhūtāṃ trikūṭādicāriṇīṃ<br> | |||
sūryācandranamaskāṃ mantrāsanagatāṃ tripuraṃ mahālakṣmīṃ<br> | |||
sadoditāṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi<br> | |||
paṭhitvā pūrvaṃ sadātmāsanarūpāṃ vidyāṃ smṛtvā veda ityādinā<br> | |||
viśvāhasaṃtatodayabaindavamupari vinyasya siddhāsanasthāṃ tripurāṃ<br> | |||
mālinīṃ vidyāṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi<br> | |||
paṭhitvā tripurāṃ sundarīṃ śritvā kale akṣare vicintya mūrtibhūtāṃ<br> | |||
mūrtirūpiṇīṃ sarvavidyeśvarīṃ tripurāṃ vidyāṃ spaṣṭīkṛtvā<br> | |||
jātavedasa ityādi paṭhitvā tripurāṃ lakṣmīṃ śritvāgniṃ nidahāti<br> | |||
saiveyamagnyānane jvalatīti vicintya trijyotiṣamīśvarīṃ tripurāmambāṃ<br> | |||
vidyāṃ spaṣṭīkuryāt | evametena sa naḥ parṣadati durgāṇi<br> | |||
viśvetyādiparaprakāśinī pratyagbhūtā kāryā | vidyeyamāhvānakarmāṇi<br> | |||
sarvato dhīreti vyācakṣate | evametadvidyāṣṭakaṃ mahāmāyā-<br> | |||
devyaṅgabhūtaṃ vyācakṣate | devā ha vai bhagavantamabruvanmahācakranāyakaṃ<br> | |||
no brūhīti sārvakāmikaṃ sarvārādhyaṃ sarvarūpaṃ viśvatomukhaṃ<br> | |||
mokṣadvāraṃ yadyogina upaviśya paraṃ brahma bhittvā nirvāṇamupaviśanti |<br> | |||
tānhovāca bhagavāñśrīcakraṃ vyākhyāsyāma iti | trikoṇaṃ tryasraṃ kṛtvā<br> | |||
tadantarmadhyavṛttamānayaṣṭirekhāmākṛṣya viśālaṃ nītvāgrato<br> | |||
yoniṃ kṛtvā pūrvayonyagrarūpiṇīṃ mānayaṣṭiṃ kṛtvā tāṃ sarvordhvāṃ<br> | |||
nītvā yoniṃ kṛtvādyaṃ trikoṇaṃ cakraṃ bhavati | dvitīyamantarālaṃ bhavati |<br> | |||
tṛtīyamaṣṭayonyaṅkitaṃ bhavati | athāṣṭāracakrādyantavidikkoṇāgrato<br> | |||
rekhāṃ nītvā sādhyādyākarṣaṇabaddharekhāṃ nītvetyevamathordhva-<br> | |||
sampuṭayonyaṅkitaṃ kṛtvā kakṣābhya ūrdhvagarekhācatuṣṭayaṃ<br> | |||
kṛtvā yathākrameṇa mānayaṣṭidvayena daśayonyaṅkitaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
anenaiva prakāreṇa punardaśāracakraṃ bhavati | madhyatrikoṇāgracatuṣṭayā-<br> | |||
drekhācarāgrakoṇeṣu saṃyojya taddaśārāṃśatonītāṃ mānayaṣṭirekhāṃ<br> | |||
yojayitvā caturdaśāraṃ cakraṃ bhavati | tato'ṣṭapatrasaṃvṛtaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
ṣoḍaśapatrasaṃvṛtaṃ cakraṃ caturdvāraṃ bhavati | tataḥ pārthivaṃ cakraṃ<br> | |||
caturdvāraṃ bhavati | evaṃ sṛṣṭiyogena cakraṃ vyākhyātam | navātmakaṃ<br> | |||
cakraṃ prātilomyena vā vacmi | prathamaṃ cakraṃ trailokyamohanaṃ bhavati |<br> | |||
sāṇimādyaṣṭakaṃ bhavati | samātraṣṭakaṃ bhavati | sasarvasaṃkṣobhiṇyādidaśakaṃ<br> | |||
bhavati | saprakaṭaṃ bhavati | tripurayādhiṣṭhitaṃ bhavati | sasarvasaṃkṣobhiṇīmudrayā<br> | |||
juṣṭaṃ bhavati | dvitīyaṃ sarvāśāparipūrakaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
sakāmādyākarṣiṇīṣoḍaśakaṃ bhavati | saguptaṃ bhavati | tripureśvaryādhiṣṭhitaṃ<br> | |||
bhavati | sarvavidrāviṇīmudrayā juṣṭaṃ bhavati | tṛtīyaṃ sarvasaṃkṣobhaṇaṃ cakraṃ bhavati | sānaṅgakusumādyaṣṭakaṃ bhavati | saguptataraṃ bhavati |<br> | |||
tripurasundaryādhiṣṭhitaṃ bhavati | sarvākarṣiṇīmudrayā juṣṭaṃ bhavati |<br> | |||
turīyaṃ sarvasaubhāgyadāyakaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
sasarvasaṃkṣobhiṇyādidvisaptakaṃ bhavati | sasampradāyaṃ bhavati |<br> | |||
tripuravāsinyādhiṣṭhitaṃ bhavati | sasarvavaśaṃkariṇīmudrayā<br> | |||
juṣṭaṃ bhavati | turīyāntaṃ sarvārthasādhakaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
sasarvasiddhipradādidaśakaṃ bhavati | sakalakaulaṃ bhavati |<br> | |||
tripurāmahālakṣmyādhiṣṭhitaṃ bhavati | mahonmādinīmudrayā<br> | |||
juṣṭaṃ bhavati | ṣaṣṭhaṃ sarvarakṣākaraṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
sasarvajñatvādidaśakaṃ bhavati | sanigarbhaṃ bhavati |<br> | |||
tripuramālinyādhiṣṭhitaṃ bhavati | mahāṅkuśamudrayā juṣṭaṃ<br> | |||
bhavati | saptamaṃ sarvarogaharaṃ cakraṃ bhavati | sarvavaśinyādyaṣṭakaṃ<br> | |||
bhavati | sarahasyaṃ bhavati | tripurasiddhyādhiṣṭhitaṃ bhavati |<br> | |||
sakhecarīmudrayā juṣṭaṃ bhavati | aṣṭamaṃ sarvasiddhipradaṃ<br> | |||
cakraṃ bhavati | sāyudhacatuṣṭayaṃ bhavati | saparāpararahasyaṃ<br> | |||
bhavati | tripurāmbayādhiṣṭhitaṃ bhavati | bījamudrayādhiṣṭhitaṃ<br> | |||
bhavati | navamaṃ cakranāyakaṃ sarvānandamayaṃ cakraṃ bhavati |<br> | |||
sakāmeśvaryāditrikaṃ bhavati | sātirahasyaṃ bhavati | mahātripura-<br> | |||
sundaryādhiṣṭhitaṃ bhavati | yonimudrayā juṣṭaṃ bhavati |<br> | |||
saṃkrāmanti vai sarvāṇi cchandāṃsi cakārāṇi | tadeva cakraṃ<br> | |||
śrīcakram | tasya nābhyāmagnimaṇḍale sūryācandramasau ||<br> | |||
tatroṃkārapīṭhaṃ pūjayitvā tatrākṣaraṃ bindurūpaṃ tadantargata-<br> | |||
vyomarūpiṇīṃ vidyāṃ paramāṃ smṛtvā mahātripurasundarīmāvāhya |<br> | |||
kṣīreṇa snāpite devi candanena vilepite | bilvapatrārcite devi durge'haṃ<br> | |||
śaraṇaṃ gataḥ | ityekayarcā prārthya māyālakṣmī tantreṇa<br> | |||
pūjayediti bhagavānabravīt | etairmantrairbhagavatīṃ yajet | tato devī<br> | |||
prītā bhavati | svātmānaṃ darśayati | tasmādya etairmantrairyajati sa<br> | |||
brahma paśyati | sa sarvaṃ paśyati | so'mṛtatvaṃ ca gacchati |<br> | |||
ya evaṃ vedeti mahopaniṣat ||<br> | |||
iti dvitīyopaniṣat || 2 ||<br> | |||
devā ha vai mudrāḥ sṛjemeti bhagavantamabruvan |<br> | |||
tānhovāca bhagavānavanikṛtajānumaṇḍalaṃ vistīrya<br> | |||
padmāsanaṃ kṛtvā mudrāḥ sṛjateti | sa sarvānākarṣayati<br> | |||
yo yonimudrāmadhīte | sa sarvaṃ vetti | sa sarvaphalamaśnute |<br> | |||
sa sarvānbhañjayati | sa vidveṣiṇaṃ stambhayati | madhyame<br> | |||
anāmikopari vinyasya kaniṣṭhikāṅguṣṭhato'dhīte<br> | |||
muktayostarjanyordaṇḍavadadhastādevaṃvidhā prathamā sampadyate |<br> | |||
saiva militamadhyamā dvitīyā | tṛtīyāṅkuśākṛtiriti |<br> | |||
prātilomyena pāṇī saṅgharṣayitvāṅguṣṭhau sāgrimau<br> | |||
samādhāya turīyā | parasparaṃ kanīyasedaṃ madhyamābaddhe<br> | |||
anāmike daṇḍinyau tarjanyāvāliṅgyāvaṣṭabhya madhyamānakha-<br> | |||
militāṅguṣṭhau pañcamī | saivāgre'ṅkuśākṛtiḥ ṣaṣṭhī |<br> | |||
dakṣiṇaśaye vāmabāhuṃ kṛtvānyonyānāmike kanīyasīmadhyagate<br> | |||
madhyame tarjanyākrānte saralāsvaṅguṣṭhau khecarī saptamī |<br> | |||
sarvordhve sarvasaṃhṛti svamadhyamānāmikāntare kanīyasi<br> | |||
pārśvayostarjanyāvaṅkuśāḍhye yuktā sāṅguṣṭhayogato'nyonyaṃ<br> | |||
samamañjaliṃ kṛtvāṣṭamī | parasparamadhyamāpṛṣṭhavartinyāvanāmike<br> | |||
tarjanyākrānte same madhyame ādāyāṅguṣṭhau madhyavartinau<br> | |||
navamī pratipadyata iti |<br> | |||
saiveyaṃ kanīyase same antarite'ṅguṣṭhau samāvantaritau<br> | |||
kṛtvā trikhaṇḍāpadyata iti | pañca bāṇāḥ pañcādyā<br> | |||
mudrāḥ spaṣṭāḥ | kromaṅkuśā | hasakhphreṃ khecarī |<br> | |||
haṃsrau bījāṣṭamī vāgbhavādyā navamī daśamī ca<br> | |||
sampadyata iti | ya evaṃ veda | athātaḥ kāmakalābhūtaṃ cakraṃ<br> | |||
vyākhyāsyāmo hrīṃ klīmaiṃ blūṃ sraumete pañca kāmāḥ<br> | |||
sarvacakraṃ vyāvartante | madhyamaṃ kāmaṃ sarvāvasāne<br> | |||
sampuṭīkṛtya blūṅkāreṇa sampuṭaṃ vyāptaṃ kṛtvā dviraindavena<br> | |||
madhyavartinā sādhyaṃ baddhvā bhūrjapatre yajati | taccakraṃ<br> | |||
yo vetti sa sarvaṃ vetti | sa sakalāṃllokānākarṣayati | sa sarvaṃ<br> | |||
stambhayati | nīlīyuktaṃ cakraṃ śatrūnmārayati | gatiṃ<br> | |||
stambhayati | lākṣāyuktaṃ kṛtvā sakalalokaṃ vaśīkaroti |<br> | |||
navalakṣajapaṃ kṛtvā rudratvaṃ prāpnoti | mātṛkayā veṣṭitaṃ<br> | |||
kṛtvā vijayī bhavati | bhagāṅkakuṇḍaṃ kṛtvāgnimādhāya puruṣo<br> | |||
haviṣā hutvā yoṣito vaśīkaroti | vartule hutvā śriyamatulaṃ<br> | |||
prāpnoti | caturasre hutvā vṛṣṭirbhavati | trikoṇe hutvā<br> | |||
śatrūnmārayati | gatiṃ stambhayati | puṣpāṇi hutvā vijayī bhavati |<br> | |||
mahārasairhutvā paramānandanirbharo bhavati | gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ<br> | |||
havāmahe kaviṃ kavīnāmupamaśravastamam | jyeṣṭharājaṃ<br> | |||
brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śruṇvannūtibhiḥ sīda sādanam |<br> | |||
ityevamādyamakṣaraṃ tadantyabindupūrṇamityanenāṅgaṃ spṛśati |<br> | |||
gaṃ gaṇeśāya nama iti gaṇeśaṃ namaskurvīta | oṃ namo bhagavate<br> | |||
bhasmāṅgarāgāyogratejase hanahana dahadaha pacapaca mathamatha<br> | |||
vidhvaṃsayavidhvaṃsaya halabhañjana śūlamūle vyañjanasiddhiṃ kurukuru<br> | |||
samudraṃ pūrvapratiṣṭhiataṃ śoṣayaśoṣaya stambhayastambhaya<br> | |||
paramantraparayantraparatantraparadūtaparakaṭakaparacchedanakara<br> | |||
vidārayavidāraya cchindhicchindhi hrīṃ phaṭ svāhā | anena kṣetrādhyakṣaṃ<br> | |||
pūjayediti | kulakumāri vidmahe mantrakoṭisudhīmahi | tannaḥ kauliḥ pracodayāt |<br> | |||
iti kumāryarcanaṃ kṛtvā yo vai sādhako'bhilikhati so'mṛtatvaṃ gacchati |<br> | |||
sa yaśa āpnoti | sa paramāyuṣyamatha vā paraṃ brahma bhittvā tiṣṭhati |<br> | |||
ya evaṃ vedeti mahopaniṣat |<br> | |||
iti tṛtīyopaniṣat || 3 ||<br> | |||
devā ha vai bhagavantamabruvandeva gāyatraṃ hṛdayaṃ no<br> | |||
vyākhyātaṃ traipuraṃ sarvottamam | jātavedasasūktenākhyātaṃ<br> | |||
nastraipurāṣṭakam | yadiṣṭvā mucyate yogī janmasaṃsārabandhanāt |<br> | |||
atha mṛtyuṃjayaṃ no brūhītyevaṃ bruvatāṃ sarveṣāṃ devānāṃ<br> | |||
śrutvedaṃ vākyamathātastryambakenānuṣṭubhena mṛtyuṃjayaṃ darśayati |<br> | |||
kasmāttryambakamiti | trayāṇāṃ purāṇāmambakaṃ svāminaṃ tasmāducyate<br> | |||
tryambakamiti | atha kasmāducyate yajāmaha iti | yajāmahe sevāmahe vastu<br> | |||
mahetyakṣaradvayena kūṭatvenākṣaraikeṇa mṛtyuṃjayamityucyate |<br> | |||
tasmāducyate yajāmaha iti | atha kasmāducyate sugandhimiti | sarvato yaśa<br> | |||
āpnoti | tasmāducyate sugandhimiti | atha kasmāducyate puṣṭivardhanamiti |<br> | |||
yatsarvāṃllokānsṛjati yatsarvāṃllokāṃstārayati yatsarvāṃllokānvyāpnoti<br> | |||
tasmāducyate puṣṭivardhanamiti | atha kasmāducyate urvārukamiva<br> | |||
bandhanānmṛtyormukṣīyeti | saṃlagnatvādurvārukamiva mṛtyoḥ saṃsārabandhanātsaṃlagnatvādbaddhatvānmokṣībhavati mukto bhavati |<br> | |||
atha kasmāducyate māmṛtāditi amṛtatvaṃ prāpnotyakṣaraṃ<br> | |||
prāpnoti svayaṃ rudro bhavati |<br> | |||
devā ha vai bhagavantamūcuḥ sarvaṃ no vyākhyātam |<br> | |||
atha kairmantraiḥ stutā bhagavatī svātmānaṃ darśayati<br> | |||
tānsarvāñchaivānvaiṣṇavānsaurāngāṇeśānno<br> | |||
brūhīti | sa hovāca bhagavāṃstryambakenānuṣṭubhena<br> | |||
mṛtyuṃjayamupāsayet | pūrveṇādhvanā vyāptamekākṣaramiti<br> | |||
smṛtam | oṃ namaḥ śivāyeti yājuṣamantropāsako<br> | |||
rudratvaṃ prāpnoti | kalyāṇaṃ prāpnoti | ya evaṃ veda | tadviṣṇoḥ<br> | |||
paramaṃ padaṃ sadā paśyanti sūrayaḥ | divīva cakṣurātatam |<br> | |||
viṣṇoḥ sarvatomukhasya sneho yathā palalapiṇḍamotaprotamanuvyāptaṃ<br> | |||
vyatiriktaṃ vyāpnuta iti vyāpnuvato viṣṇostatparamaṃ padaṃ paraṃ vyometi<br> | |||
paramaṃ padaṃ paśyanti vīkṣante | sūrayo brahmādayo devāsa iti<br> | |||
sadā hṛdaya adadhate | tasmādviṣṇoḥ svarūpaṃ vasati tiṣṭhati<br> | |||
bhūteśviti vāsudeva iti | oṃ nama iti trīṇyakṣarāṇi | bhagavata iti<br> | |||
catvāri | vāsudevāyeti pañcākṣarāṇi | etadvai vāsudevasya<br> | |||
dvādaśārṇamabhyeti | sopaplavaṃ tarati | sa sarvamāyureti | vindate<br> | |||
prājāpatyaṃ rāyaspoṣaṃ gaupatyaṃ ca tamaśnute pratyagānandaṃ<br> | |||
brahmapuruṣaṃ praṇavasvarūpamakāra ukāro makāra iti | tānekadhā<br> | |||
saṃbhavati tadomiti | haṃsaḥ śuciṣadvasurantarikṣasaddhotā<br> | |||
vediṣadatithirduroṇasat | nṛṣadvarasadṛtasadvyomasadabjā gojā<br> | |||
ṛtajā adrijā ṛtaṃ bṛhat | haṃsa ityetanmanorakṣaradvitīyena<br> | |||
prabhāpuñjena saureṇa dhṛtamabjā gojā ṛtajā adrijā ṛtaṃ<br> | |||
satyā-prabhā-puñji-nyuṣā-sandhyā-prajñābhiḥ<br> | |||
śaktibhiḥ pūrvaṃ sauramadhīyānaḥ sarvaṃ phalamaśnute |<br> | |||
sa vyomni parame dhāmani saure nivasate |<br> | |||
gaṇānāṃ tvati traiṣṭubhena pūrveṇādhvanā manunaikārṇena<br> | |||
gaṇādhipamabhyarcya gaṇeśatvaṃ prāpnoti | atha gāyatrī<br> | |||
sāvitrī sarasvatyajapā mātṛkā proktā tayā sarvamidaṃ vyāptam |<br> | |||
aiṃ vāgīśvari vidmahe klīṃ kāmeśvarī dhīmahi | saustannaḥ śaktiḥ<br> | |||
pracodayāditi | gāyatrī prātaḥ sāvitrī madhyandine sarasvatī sāyamiti<br> | |||
nirantaramajapā | haṃsa ityeva mātṛkā | pañcāśadvarṇavigraheṇā-<br> | |||
kārādikṣakārāntena vyāptāni bhuvanāni śāstrāṇi<br> | |||
cchandāṃsītyevaṃ bhagavatīṃ sarvaṃ vyāpnotītyeva tasyai vai namonama iti |<br> | |||
tānbhagavānabravīdetairmantrairnityaṃ devīṃ yaḥ stauti sa sarvaṃ paśyati |<br> | |||
so'mṛtatvaṃ ca gacchati | ya evaṃ vedetyupaniṣat ||<br> | |||
iti turīyopaniṣat || 4 ||<br> | |||
devā ha vai bhagavantamabruvansvāminnaḥ kathitaṃ sphuṭaṃ<br> | |||
kriyākāṇḍaṃ saviṣayaṃ traipuramiti | atha paramanirviśeṣaṃ<br> | |||
kathayasveti | tānhovāca bhagavāṃsturīyayā māyayāntyayā<br> | |||
nirdiṣṭaṃ paramaṃ brahmeti | paramapuruṣaṃ cidrūpaṃ<br> | |||
paramātmeti | śrotā mantā draṣṭādeṣṭā spraṣṭāghoṣṭā<br> | |||
vijñātā prajñātā sarveṣāṃ puruṣāṇāmantaḥpuruṣaḥ<br> | |||
sa ātmā sa vijñeya iti | na tatra lokā alokā na tatra devā adevāḥ<br> | |||
paśavo'paśavastāpaso na tāpasaḥ paulkaso na paulkaso<br> | |||
viprā na viprāḥ | sa ityekameva paraṃ brahma vibhrājate nirvāṇam |<br> | |||
na tatra devā ṛṣayaḥ pitara īśate pratibuddhaḥ sarvavidyeti |<br> | |||
tatraite ślokā bhavanti |<br> | |||
ato nirviṣayaṃ nityaṃ manaḥ kāryaṃ mumukṣuṇā |<br> | |||
yato nirviṣayo nāma manaso muktiriṣyate || 1 ||<br> | |||
mano hi dvividhaṃ proktaṃ śuddhaṃ cāśuddhameva ca |<br> | |||
aśuddhaṃ kāmasaṃkalpaṃ śuddhaṃ kāmavivarjitam || 2 ||<br> | |||
mana eva manuṣyāṇāṃ kāraṇaṃ bandhamokṣayoḥ |<br> | |||
bandhanaṃ viṣayāsaktaṃ muktyai nirviṣayaṃ manaḥ || 3 ||<br> | |||
nirastaviṣayāsaṅgaṃ saṃnirudhya mano hṛdi |<br> | |||
yadā yātyamanībhāvastadā tatparamaṃ padam || 4 ||<br> | |||
tāvadeva niroddhavyaṃ yāvadhṛdigataṃ kṣayam |<br> | |||
etajjñānaṃ ca dhyānaṃ ca śeṣo'nyo granthavistaraḥ || 5 ||<br> | |||
naiva cintyaṃ na cācintyaṃ na cintyaṃ cintyameva ca |<br> | |||
pakṣapātavinirmuktaṃ brahma sampadyate dhruvam || 6 ||<br> | |||
svareṇa sallayedyogī svaraṃ saṃbhāvayetparam |<br> | |||
asvareṇa tu bhāvena na bhāvo bhāva iṣyate || 7 ||<br> | |||
tadeva niṣkalaṃ brahma nirvikalpaṃ nirañjanam |<br> | |||
tadbrahmāhamiti jñātvā brahma sampadyate kramāt || 8 ||<br> | |||
nirvikalpamanantaṃ ca hetudṛṣṭāntavarjitam |<br> | |||
aprameyamanādyantaṃ yajjñātvā mucyate budhaḥ || 9 ||<br> | |||
na nirodho na cotpattirna baddho na ca sādhakaḥ |<br> | |||
na mumukṣurna vai mukta ityeṣā paramārthatā || 10 ||<br> | |||
eka evātmā mantavyo jāgratsvapnasuṣuptiṣu |<br> | |||
sthānatrayavyatītasya punarjanma na vidyate || 12 ||<br> | |||
eka eva hi bhūtātmā bhūtebhūte vyavasthitaḥ |<br> | |||
ekadhā bahudhā caiva dṛśyate jalacandravat || 12 ||<br> | |||
ghaṭasaṃvṛtamākāśaṃ nīyamāne ghaṭe yathā |<br> | |||
ghaṭo nīyeta nākāśaṃ tathā jīvo nabhopamaḥ || 13 ||<br> | |||
ghaṭavadvividhākāraṃ bhidyamāṃ punaḥ punaḥ |<br> | |||
tadbhede ca na jānāti sa jānāti ca nityaśaḥ || 14 ||<br> | |||
śabdamāyāvṛto yāvattāvattiṣṭhati puṣkale |<br> | |||
bhinne tamasi caikatvameka evānupaśyati || 15 ||<br> | |||
śabdārṇamaparaṃ brahma tasminkṣīṇe yadakṣaram |<br> | |||
tadvidvānakṣaraṃ dhyāyedyadīcchecchāntimātmanaḥ || 16 ||<br> | |||
dve brahmaṇī hi mantavye śabdabrahma paraṃ ca yat |<br> | |||
śabdabrahmaṇi niṣṇātaḥ paraṃ brahmādhigacchati || 17 ||<br> | |||
granthamabhyasya medhāvī jñānavijñānatatparaḥ |<br> | |||
palālamiva dhānyārthī tyajedgranthamaśeṣataḥ || 18 ||<br> | |||
gavāmanekavarṇānāṃ kṣīrasyāpyekavarṇatā |<br> | |||
kṣīravatpaśyati jñānī liṅginastu gavāṃ yathā || 19 ||<br> | |||
jñānanetraṃ samādhāya sa mahatparamaṃ padam |<br> | |||
niṣkalaṃ niścalaṃ śāntaṃ brahmāhamiti saṃsmaret || 20 ||<br> | |||
ityekaṃ parabrahmarūpaṃ sarvabhūtādhivāsaṃ turīyaṃ<br> | |||
jānīte so'kṣare parame vyomanyadhivasati | ya etāṃ vidyāṃ<br> | |||
turīyāṃ brahmayonisvarūpāṃ tāmihāyuṣe śaraṇamahaṃ<br> | |||
prapadye | ākāśādyanukrameṇa sarveṣāṃ vā etadbhūtānāmākāśaḥ<br> | |||
parāyaṇam | sarvāṇi ha vā imāni bhūtānyākāśādeva jāyante |<br> | |||
ākāśa eva līyante | tasmādeva jātāni jīvanti | tasmādākāśajaṃ<br> | |||
bījaṃ vindyāt | tadevākāśapīṭhaṃ spārśanaṃ pīṭhaṃ<br> | |||
tejaḥpīṭhamamṛtapīṭhaṃ ratnapīṭhaṃ jānīyāt | yo jānīte<br> | |||
so'mṛtatvaṃ ca gacchati | tasmādetāṃ turīyāṃ śrīkāmarājīyāmekādaśadhā<br> | |||
bhinnamekākṣaraṃ brahmeti yo jānīte sa turīyaṃ padaṃ prāpnoti |<br> | |||
ya evaṃ vedeti mahopaniṣat ||<br> | |||
iti pañcamopaniṣat || 5 ||<br> | |||
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ || bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ ||<br> | |||
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ || vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ ||<br> | |||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ || svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ ||<br> | |||
svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ || svasti no bṛhaspatirdadhātu ||<br> | |||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ || hariḥ oṃ tatsat ||<br> | |||
|| iti śrītripurātāpinyupaniṣatsamāptā ||<br> | |||
== Tripuratapini Upanishad – vollständige gut verständliche deutsche Übersetzung == | |||
'''Eröffnungsvers der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Traditioneller Eröffnungsvers zur Verehrung der Lehre über Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und [[Brahman]] in der Sprache der Shri Vidya.<br> | |||
'''Shanti-Mantra der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
[[Om]]. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.<br> | |||
'''Textabschnitt 1 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Nun, in dieser Sphäre (der Unwissenheit) wird der Herr (Sadasiva), der die Gestalten von Prajapati, [[Vishnu]] und Rudra annimmt, zur Göttin Tripura ernannt. Durch Seine urzeitliche Macht werden die drei Wohnorte gestaltet - die Erde, die Atmosphäre und die Himmel, oder die Himmel, die Erde und die Unterwelt. In Form von Hrim, identisch mit der [[Maya]] von Hara, durchdringt die göttliche Hrillekha mit ihrer schrecklichen Macht den Endpunkt der drei Gipfel (über der Kreuzung der beiden Augenbrauen), den Sitz des Gleichgewichts der drei Gunas und die Region, in der sich die Welt der Objekte auflöst.<br> | |||
'''Textabschnitt 2 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Über diesen entzückenden Glanz des göttlichen Schöpfers meditieren wir; möge Er unsere Gedanken inspirieren - Der jenseits aller Dunkelheit ist, Om. Lasst uns zum allwissenden Feuer die Somapresse, die von unseren Feinden der Reichtum verbraucht;<br> | |||
'''Textabschnitt 3 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wie ein Boot über dem Fluss, so möge Er Uns über alle Schwierigkeiten, alle Schwierigkeiten hinweghelfen.<br> | |||
'''Textabschnitt 4 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Lasst uns den dreiäugigen Gott mit Opfern anbeten. Duftvergrößerung des irdischen Wachstums.<br> | |||
'''Textabschnitt 5 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wie Gurkenfrucht aus seinem Stiel freigesetzt. Lass mich vom Tode, zur Freiheit zur Unsterblichkeit finden. Der höchste Souverän, die Göttin der drei Städte, ist die Verkörperung der drei Veden und das höchste Wissen, das aus den 108 Buchstaben besteht. Es wird berichtet, dass die Welten, die Veden, die Wissenschaften, Legenden, Codes, medizinische Werke und astronomische Abhandlungen alle aus der Vereinigung von Shiva und Sakti (Güte und Macht) hervorgegangen sind. Jetzt werden wir das höchste Mysterium davon (das heißt das oben gegebene [[Mantra]]) erhellen. Die Silbe des großen Mantras ist das ewige [[Brahman]], der höchste Herr, undefinierbar, untadelig, unkonditioniert und ungezwungen. Er denkt, nimmt wahr, entwickelt sich und wünscht den Status des Bewusstseins. Er will und was gewünscht wird, wird geboren, frei von Wünschen (in Wahrheit) und tadellos. Er schreibt (Buchstaben wie) a, ka, ca, ta, ta, pa, ya und sa.<br> | |||
'''Textabschnitt 6 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Daher wird der Herr Wunsch genannt. Also, technisch, (der Herr als) Wunsch durchdringt ka. Wunsch allein ist diese Tat. So wird Karma verstanden. Daher ist es der Sinn von Tat. Wer so weiß (wird der Herr).; Savitur varenyam. Die Wurzel Höchste bedeutet "ein lebendiges Ding gebären".<br> | |||
'''Textabschnitt 7 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Diese Urkraft ist Tripura. Der höchste Souverän, Tripura. Gottheit groß mit Ohrringen geschmückt in der Sphäre des Feuers bleibend. Wer auch immer (dieses Wissen) beherrscht, durchdringt alles. Die Macht des Dreiecks (die Schlangenkraft) erschafft mit (der Hilfe des) erhabenen Buchstaben e.<br> | |||
'''Textabschnitt 8 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
So wird nur der Buchstabe e genommen. Varenyam bedeutet das Beste, das Anbetungswürdige, das Unvergängliche, das der Ehrerbietung würdig ist. Bhargo devasya dhimahi - dies werden wir erklären: Dha bedeutet Lagern.<br> | |||
'''Textabschnitt 9 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Durch den Gedanken wird der höchste Herr geboren. Bharga ist der Leuchtende, der in der Mitte wohnt; der unvergängliche vierte (Buchstabe), der unmittelbare vierte, das All, das Innerste von allem. Der vierte Buchstabe i ist in der Mitte der Worte. So wird der Buchstabe i als das Äquivalent von bhargo devasya dhi verstanden.<br> | |||
'''Textabschnitt 10 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Die Ausstellung von mahi. Der Buchstabe, in dem Größe, Trägheit und Härte vorhanden sind, ist mahi. Der Buchstabe la ist der höchste Wohnsitz. Der Buchstabe la bezeichnet die Kugel, die überwiegend hart ist und die Meere, die Berge, die sieben Inseln und die Wälder umfasst und eine glänzende Form hat. Mit mahi wird die Göttin Erde bezeichnet. Dhiyo yo nah prachodayat.<br> | |||
'''Textabschnitt 11 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Möge das höchste Selbst, das urzeitliche, transzendentale Sadasiva, (unsere) Gedanken inspirieren, (unser) leuchtendes Selbst, mit dem standhaften Buchstaben la in Richtung des transzendentalen, undifferenzierten Realen, das jenseits der Sphäre des Verlangens nach Kontemplation ist. Pare rajase savadom. Schließlich wird das (was anders ist als das Selbst) das höchste Licht, reines [[Bewusstsein]], die Göttlichkeit, die im Herzen wohnt, deren Zeichen Bewusstsein ist und die (das gleiche wie) hrim ist, deren Wohnsitz das Herz ist. Nun wird die nächste Gruppe, die Kamakala geworden ist, Kamakuta genannt, sagen die Weisen. In der Äußerung der zweiunddreißig heiligen Silben, tat savitur varenyam, etc., ist tat das höchste Selbst, Sadasiva, das unvergängliche, das reine, das unkonditionierte. Die Silbe ha, die die Identität (mit Shiva) hervorbringt, hat die Form von Shiva; es wird als unausgesprochen angesehen, (obwohl) eine Silbe. So bleibt es äußerlich (ha) zeigt die Macht an. Entlang der Linie, die früher von tat savituh angedeutet wurde, muss der Mond (dessen Samensilbe sa ist) neben die Sonne gestellt werden (deren Samensilbe ha ist). (Das Licht der Sonne) füllt den Bereich zwischen dem Grundkreis und der heiligen Öffnung der Krone. Die Silbe sa soll einzigartig sein. (Er, der als Tat und Erlöser betrachtet wird) ist das göttliche Wesen, dessen Wesen Shiva und Sakti ist. Shiva ist der Höchste Gott So ([[Brahman]]-Kenner) sagen;. Sakti ist alles, was geboren wird.<br> | |||
'''Textabschnitt 12 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Sonne und Mond vereint sind Hamsa-[[Brahman]] attributlos.<br> | |||
'''1. Vers, 1. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Dieser Shiva ist der höchste Gott; diese Shakti bringt das Leben hervor. Aus der Vereinigung von Sonne und Mond entsteht Hamsa; dies wird „jenes höchste Ziel“ genannt.<br> | |||
'''2. Vers, 1. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Aus ihm entfaltet sich das Begehren; aus dem Begehren geht der höchste Shiva hervor. Dieser ist die Ursache, dieser ist Kamadeva; er wird die erwählenswerte Strahlkraft genannt.<br> | |||
'''Textabschnitt 13 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Diese unvergängliche (Milch) wird durch die Vereinigung des höchsten Selbst und des individuellen Selbst gewonnen. Das ist die klare dritte Silbe ha. Es ist in der Tat Sadasiva, die makellose, die leuchtende Göttlichkeit. Die letzte Silbe wird somit als der höchste Wohnsitz erklärt. Dhi bedeutet Bewahren; das Bewahren von inerter Materie ist mit mahi verbunden, gekennzeichnet durch die Silbe, la. Das Gefühl von la kommend nach ha, was Shiva bedeutet, ist eindeutig (Brahman). Paro rajase savadom: Diese Gruppe ist die Wohnstätte von Kamakala (das heißt die Vagbhava-Gruppe). Wer die sechs Pfade beschreitet (wie den Pfad der Buchstaben), erreicht den Sitz von Vishnu.<br> | |||
'''Textabschnitt 14 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Danach die andere, die dritte Gruppe, Saktikuta, erreicht (Übereinstimmung) mit dem Gayatri von zweiunddreißig Silben. Tat Savitur varenyam. Vom Selbst kommt der Himmel; vom Himmel rührt sich die Luft. Was in Abhängigkeit von Ihm entsteht, ist liebenswert. Savitur passend ist das Zusammenkommen des individuellen Selbst und des Höchsten Selbst. Die Silbe, die das individuelle Selbst bezeichnet, (sa), erreicht eindeutig die Form der leuchtenden Kraft. Bhargo devasya dhi. Mit diesen Worten wird die Silbe (ka) gezählt, die Shiva bezeichnet, der (alles) enthält. Mit mahi, etc. (la ist in Übereinstimmung). Mit dem wünschenswerten, lieblichen, sichtbaren Rest (das heißt dhiyo yo nah, etc.), dem wünschenswerten, lieblichen (hrillekha ist in Übereinstimmung). Wer so das fünfzehnsilbige [[Mantra]] von Tripura wiederholt, erreicht alle Wünsche; er erreicht alle Freuden; er erobert alle Welten; er lässt alle Worte blühen; er erreicht den Status von Rudra; er durchbricht den Wohnsitz von Vishnu (den Schleier der Maya), er erreicht das höchste [[Brahman]]. Die urzeitliche Vidya (Beschwörung), die Sakti-Gruppe (sa ka la hrim) und Shakti und Shiva (bezeichnet durch sa ka) (muss im ersten Wohnort, dem wachen Zustand betrachtet werden) Die Lopamudra-Beschwörung (ha sa ka la hrim) (muss betrachtet werden) im zweiten Wohnort (dem Traumzustand). Im dritten Wohnort (oder dem kollektiven Schlafzustand) muss die vorherige Beschwörung, die Macht, hrillekha, ohne den nasalen Klang (sa ka la hri), die Beschwörung, auf der Durvasas, der zornige Weise, meditiert, betrachtet werden.<br> | |||
'''Textabschnitt 15 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Die Vagbhava-Gruppe der vorherigen Beschwörung wird beschrieben als in Bezug auf Manu, Chandra und Kubera. Nach Madana (oder Klim) kommt der verheißungsvolle Vagbhava;<br> | |||
'''Textabschnitt 16 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
als nächstes kommt der Kamakala (ka, etc.); als nächstes ist die Sakti-Gruppe, sa, etc. Diese Gruppierung, in dieser Reihenfolge, wurde von Manu verehrt und muss im vierten Wohnort (dem Visva-Zustand) betrachtet werden. (Erst) das, was [[Shiva]] und Sakti (nämlich ha, etc.) genannt wird; dann Vagbhava; wieder die Shiva und Sakti Gruppe;<br> | |||
'''Textabschnitt 17 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
und die dritte (sa, etc.) - diese Beschwörung, die von Chandra verehrt wird, soll im fünften Wohnort (dem Taijasa Zustand) betrachtet werden. Die Beschwörung von Shiva usw., die zu der von Chandra hinzugefügt wurde, ist die Beschwörung von Kubera; sie muss in der sechsten Wohnstatt (dem Prajna-Zustand) betrachtet werden. Wenn man den vierten Vokal i auslässt und die Sonne und den Mond (repräsentiert durch ha und sa) in den Anfang von allen (Gruppen) stellt, ergibt sich die Vidya (Beschwörung), die die Macht über Wünsche fördert;<br> | |||
'''Textabschnitt 18 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
es ist nach Agastya benannt und muss in der siebten Wohnung (dem Viraj-Zustand) meditiert werden. In der Beschwörung (von Agastya) oben gegeben, in zweifacher Weise, ha ha, die Beschwörungen beginnend mit Kama und Madana, dann sa, der Samen-Silbe von Sakti, und ka, der Anfang von Vagbhava. Von sa und ka, lassen Sie die Vokale in halb-Silben verkürzt werden. Die Vagbhava-Gruppe; die Beschwörung von Agastya, bestehend aus Worten und Bedeutungen Kamakala gestylt;<br> | |||
'''Textabschnitt 19 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
(dann) die ganze Macht von [[Maya]] (die Sakti-Gruppe) - (diese, integriert, wurden von der Sonne angebetet und so) wird dies die Beschwörung von Prabhakara genannt. (Es muss meditiert werden) im Geist Aufenthalt (der Zustand des kausalen Aufenthaltsortes).<br> | |||
'''Textabschnitt 20 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wieder die Beschwörung von Agastya; (dann) Vagbhava; der Samen-Buchstabe von Sakti (hrim); der Samen-Buchstabe von Kama (klim); die Samen-Buchstaben von Shiva und Sakti (hamsa); (wieder) der Samen-Buchstabe von Kama (klim); der Samen-Buchstabe der Erde (lam); der Samen-Buchstabe von Maya (hrim); der Wohnsitz von Kamakala (die sechs Silben beginnen mit ha); die Samen-Buchstaben des Mondes und der Sonne (so'ham); der Samen-Buchstabe von Kama (klim); Die dritte (das heißt hamsa, so'ham und hamsa) - (integriert), diese Beschwörung, die von Shanmukha verehrt wird, muss im zehnten Wohnort meditiert werden. Wenn man die Beschwörung von Agastya nach der Beschwörung von Shanmukha wiederholt, erhält man die Beschwörung des höchsten Shiva, der über die letzte Region herrscht. Wiederholt man die Beschwörung von Agastya mit Vagbhava, die Beschwörung von Kubera, die Beschwörung von Kamakala und die souveräne Gruppe von Sakti, die von der Beschwörung von Lopamudra abgeleitet ist, so erhält man die Beschwörung von Vishnu. Der Herr (Sadasiva) sagte zu allen Göttern: Nachdem er die Beschwörung (von Mir) gehört und es sich selbst klar gemacht hatte ('Ich bin [[Brahman]]'), wisse (es gibt nichts anderes als Brahman) und reduziere (was auch immer daneben erscheint) zu Brahman. Derjenige, der alle Sitze einnimmt, die mit heiligen Zaubersprüchen geweiht sind;<br> | |||
'''Textabschnitt 21 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
der von allen Seiten von Gottheiten umgeben ist, die auf den Haupt- und Untersitzen sitzen; der alle Teile durchdringt (vom Prana, Lebensatem bis zum Naman, Namen); die Gottheit, die voller Freude ist; der in Vereinigung mit dem höchsten Geist ist; der im Herzen ist; dessen Gabe Unsterblichkeit ist; der vollständig ist und der Sinne besitzt; der für immer auferstanden ist; der aus drei Gruppen besteht; er hat drei Wohnstätten und ist der Höchste und Ausgezeichnetste. Maya; wer ist die höchste Macht von Vishnu. Enthrone in der Perikarp des Herzens Lotus die höchste, heilige Lakshmi, die Maya immer auferstanden;<br> | |||
'''Textabschnitt 22 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
wer kontrolliert die Sinne Ihrer Devotees; wer überwältigt den Gott der Liebe; wer ist bewaffnet mit Bogen und Pfeil; wer inspiriert Beredsamkeit; wer bleibt in der Mitte der Mondkugel, ist geschmückt mit dem Halbmond, und nimmt die Gestalt der siebzehn Prajapatis. Sie ist die große, ewig gegenwärtig. Ihre Hände, die eine Schlinge und einen Stiel halten, sind charmant. Sie, die Dreiäugige, scheint wie die aufgehende Sonne. Im Herzen meditiere über die Göttin Maha Lakshmi, begreife alle Herrlichkeiten und besessen von allen glückverheißenden Zeichen.<br> | |||
'''Schlussabschnitt der ersten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Man meditiere durch den großen Yoga der Meditation über die höchste Bhairavi, die Bewusstseinskraft und große Göttin Tripura. Wer sie auf diese Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die erste Teil-Upanishad.<br> | |||
'''Textabschnitt 23 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Die Seher sagten: „Erkläre die Form der ausgedehnten Samenbriefe, die am Anfang, in der Mitte und am Ende des Verses der Verherrlichung verborgen sind: „Lasst uns zum allwissenden Feuer.<br> | |||
'''Textabschnitt 24 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Der Herr sagte zu ihnen: „Lasst uns zum allwissenden Feuer die Somapresse wegwerfen, usw. Wiederholt die letzte Gruppe der Adividya (das heißt sa ka la hrim) rückwärts.<br> | |||
'''Textabschnitt 25 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Verlängert die erste Silbe der ersten Gruppe (als ka) und die der zweiten Gruppe (als ha). (Gemeinsam bekommen wir ka ha). Es ist kompetent (alles auszulöschen, was man sich als etwas anderes als [[Brahman]] vorgestellt hat); es ist das Vortrefflichste und Seligste; es ist die große Herrlichkeit. Die erste Gruppe (genannt Vagbhava), die gleiche wie alles Wohlergehen, bewirkt die Sublation (der Welt der Objekte);<br> | |||
'''Textabschnitt 26 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
die zweite Gruppe (benannt nach Kama) unterstützt (die Welt der Objekte); die dritte (benannt nach Sakti) bringt sie ins Sein. dann (dort) die Weisheit, die die Beschwörung von Maha Vidyeshvari genannt wird.<br> | |||
'''Textabschnitt 27 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
(Verlasst sich auf) die Beschwörung von Tripureshvari, nachdem das Wort jatavedase ['für allwissendes Feuer'] ausgesprochen und den Punkt, der das göttliche Prinzip von [[Shiva]] mit den Vokalen a, etc. des Pranava bezeichnet, assoziiert wurde, erhält man die Schlangenkraft, die eins mit der Unsterblichkeit geworden ist und die dreieckige Form angenommen hat (an der Basis der Wirbelsäule). So ist die erste Gruppe des Hauptprinzips von Adividya (beginnend mit ka) Vagbhava;<br> | |||
'''Textabschnitt 28 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
die zweite (beginnend mit ha) ist das Kamakala. Mit der Äußerung der Silben jata wird das höchste Selbst klar ausgedrückt. Durch die Silben jata usw. wird das höchste (undifferenzierte) Selbst, Shiva, bezeichnet.<br> | |||
'''Textabschnitt 29 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Von Geburt an, den Wünschen gegeben, begehrt man (Herrschaft). (Wenn Wünsche aufgegeben werden) Vollkommenheit (der eigenen Natur resultiert). (So erklären die Kenner Brahmans). Genau dieses Ding (der vollkommene Geist Shivas) erklären wir als richtig, wie es in den drei la-s, den Samen-Buchstaben der Erde, installiert ist, indem wir die Buchstaben der Mantras im Lichte der Bedeutung der drei la-s (die das Existenz-Wissen-Wohlsein als absolut bezeichnen), jeder in der Mitte (der drei Gruppen). Das Prinzip von [[Shiva]] soll in diesem Gotra installiert worden sein. So wurde es aufgeklärt. Dann folgt der Kamakala (die zweite Gruppe beginnt mit ha). Der Rest kann wie zuvor in Bezug auf vamam (kompetent) aufgeklärt werden. Die so erklärte Beschwörung wird als Sarvarakshakari bezeichnet, der All-schützende. Nachdem wir diese Beschwörung von Tripureshi durch den Vers jatavedase usw. geklärt haben, bleibt nur die eine höchste Göttlichkeit, das Licht. Oder (dies resultiert aus) die Beschwörung (bestehend aus den drei Gruppen). Jede der drei Gruppen wird mit der Beschwörung in Beziehung gesetzt, die die All-schützende eins gestaltete. Wisse, dass die Silbe sa in dem Vers jatavedase, etc., Sakti als Quintessenz hat und dass das Wort soma die Fähigkeiten darstellt, deren Quintessenz Shiva ist. So erhellen diese Beschwörung, die in Tripura bleibt und die in den kreisförmigen Sitz gesetzt wird. Wiederholen Sie den Vers jatavedase, etc., und auch die Beschwörung von Tripureshvari, die immer aufsteigend ist und deren Quintessenz ist Shiva und Sakti, wie bereits dargelegt. Jatavedas symbolisiert Shiva, und sa hat die unvergängliche Sakti als seine Essenz. Erklären Sie Tripura, den immer aufsteigenden Maha Lakshmi, der auf dem Sitz der Mantras ruht (symbolisiert durch ha und sa), die Sonne und den Mond bezeichnet, die drei Gruppen durchdringt und zwischen Shiva und der urzeitlichen Kraft existiert. Wiederholen Sie den Vers jatavedase sunavama somam usw. und erinnern Sie sich an die vorherige Beschwörung, die mit dem Sitz des wirklichen Selbst verbunden ist. Mit den Worten veda, etc., (in dem Vers), im Wesentlichen die gleiche wie die Sonne mit ha bezeichnet, wird die universelle Kraft des Geistes (cicchakti) immer-ascendant angezeigt.<br> | |||
'''Textabschnitt 30 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Legen Sie darüber den Punkt (den Shiva-Prinzip bezeichnen). Sich auf die bezaubernde Tripura verlassend, betrachten (Fler) in den Silben ka la. Erklären Sie die verkörperte Beschwörung von Tripura, dem Souverän über alle Beschwörungen. Wiederholen Sie Jatavedase usw. und verlassen Sie sich auf Tripura, den Lakshmi, verbraucht man Feuer. Erklären Sie die Beschwörung von Tripura, der Mutter, dem souveränen dreifachen Licht, in dem Wissen, dass sie mit einem Feuermund konsumiert. So mit den Worten sa mah parsad ati durgani visva. Sie erleuchtet das Höchste.<br> | |||
'''Textabschnitt 31 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Sie, die das innere Selbst ist. Ihre Beschwörung hier, die zu einer Wirkung geworden ist, wird im Akt des Hagelns verwendet. Sie wird in jeder Hinsicht als kompetent angesehen.<br> | |||
'''Textabschnitt 32 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
So werden diese acht Beschwörungen, die Glieder des göttlichen Mahamaya, aufgeklärt. Die Götter sagten wahrlich zum seligen Herrn: „Erzähle uns von dem vordersten der Räder, das alle Wünsche fördert, von allen verehrt wird, alle Formen annimmt, allen Vierteln gegenübersteht und das Tor zur [[Moksha|Befreiung]] ist, durch das die Yogis (den Knoten der Unterschiede) in die undifferenzierte Glückseligkeit des höchsten [[Brahman]] geschnitten haben. Zu ihnen sagte der selige Herr: „Wir werden das Konzept des Sri Chakra erklären. Machen Sie ein Dreieck mit drei Eckpunkten. Nehmen Sie als Maß eine Linie, verlängern Sie es und machen Sie ein Dreieck weiter davor.<br> | |||
'''Textabschnitt 33 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Parallel zur Basis des ersten Dreiecks, aber über alles, machen Sie ein anderes Dreieck. Das erste Dreieck ist das Rad, das zweite ist der Zwischenbereich, und das dritte hat, markierend, die acht Dreiecke.; dann, die Linie über die Zwischenviertel hinaus bewegend, an den Enden des acht Speichenrades die Linie verschiebend, um die Sadhyas zu erbitten usw.<br> | |||
'''Textabschnitt 34 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Der obere Teil wird mit Dreiecken markiert. Zeichne vier Linien, die von den geschlossenen Bereichen nach oben gehen. Auf die gleiche Weise nimmt wieder das Rad mit zehn Speichen Gestalt an.<br> | |||
'''Textabschnitt 35 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Das Rad mit vierzehn Speichen nimmt Form an, indem es die Messlinie verbindet, die zu den Teilen der zehn Speichen gebracht wird, nachdem es die vier Eckpunkte der zentralen Dreiecke mit den Dreiecken an den Enden der vier Linien verbunden hat. Dann nehmen Sie Form jeweils die Räder in den acht Lotus gehüllt, die sechzehn Lotus, und das Erdrad mit vier Tore. So wurde das Rad durch den Bauprozess aufgeklärt. Ich zähle in umgekehrter Reihenfolge (die Elemente von) das Rad auf, das aus den neun Selbsten besteht. Das erste Rad verzaubert die drei Welten; hat die acht Kräfte, wie die Macht, die atomare Größe anzunehmen usw.; hat die acht Mütter; hat das Jahrzehnt, das mit der All-Agitationskraft beginnt; usw.; ist manifest, wird von Tripura besetzt und wird durch das mystische Zeichen der All-Agitationskraft gekennzeichnet. Das zweite Rad erfüllt alle Erwartungen, ist mit den sechzehn attraktiven Kräften verbunden, beginnend mit sakama. Es ist gut geschützt, von der souveränen Tripura besetzt und zeichnet sich durch das mystische Zeichen der Allstreuer Kraft aus. Das dritte Rad bewegt alle und ist geschmückt mit den acht Blumen von Amor. Es ist besser gesichert, besetzt von der schönen Tripura, und zeichnet sich durch die mystische Markierung der All-faszinierenden Kraft.<br> | |||
'''Textabschnitt 36 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Das vierte Rad gewährt allen Vortrefflichkeit; hat vierzehn Kräfte wie die All-erschütternde Kraft; ist mit einer Tradition verbunden; wird vom Bewohner in den drei Städten besetzt und durch das mystische Zeichen der All-unterwerfenden Kraft gekennzeichnet. Das fünfte Rad, über das vierte hinaus, erreicht alle Ziele; hat die zehn Kräfte wie die Kraft, alle Vollkommenheiten hervorzubringen; hat die Fülle des Kaula; wird von Maha Lakshmi besetzt, der Tripura ist, und wird durch das mystische Zeichen der sehr aufregenden Kraft gekennzeichnet.; Das sechste Rad schützt alle; hat zehn Merkmale wie Allwissenheit; ist frei von Zwischenräumen; wird von der Girlande Tripura besetzt; und hat das Zeichen des großen Stiels. Das siebte Rad heilt alle Krankheiten; hat acht Kräfte wie die Kraft zu unterwerfen; hat seine Mysterien; und trägt das mystische Malzeichen der Khechari. Das achte Rad gewährt alle Vollkommenheiten; ist gekennzeichnet durch vier Waffen, und die Mysterien, höher und niedriger. Es wird von der Mutter, Tripura, besetzt und hat das mystische Zeichen des Samens. Das neunte Master-Rad ist vollgestopft mit aller Freude und wird mit der Triade wie Kameshvari verbunden. es ist überaus geheimnisvoll, besetzt von der großen Tripura, die schöne, und hat die mystische Markierung des Dreiecks. Alle Meter sind tatsächlich als Speichen in das Rad übergegangen.<br> | |||
'''Textabschnitt 37 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
In seinem Zentrum, in der Sphäre des Feuers, sind die Sonne und der Mond. Anbeten Sie den Sitz der Silbe Om dort. Da ist das Unvergängliche in der Form des Punktes. Erinnern Sie sich an die höchste Incantation, himmelähnlich und in ihr immanent. Bringen Sie dorthin die große Tripura, die Schöne. Bitten Sie sie mit dem einzigen Vers: Göttin! In Milch gebadet, mit Sandalenpaste Besmeared!<br> | |||
'''Textabschnitt 38 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Göttin! Mit Bilva-Blättern verehrt! Durga, ich suche Zuflucht in Dir. Betet sie an mit dem [[Mantra]] von Maya Lakshmi. Mit diesen Mantras verehre die selige Göttin. Dann wird sie erfreut und manifestiert sich. Wer mit diesen Mantras anbetet, sieht [[Brahman]]. Er sieht alle Dinge und erreicht Unsterblichkeit - Wer auch immer dies weiß. Die Götter sagten zum seligen Herrn: Wir würden die mystischen Zeichen formen. Der selige Herr sagte zu ihnen: Sitzend in der Lotushaltung mit der Region der Knie, die die Erde berührt, mach die mystischen Zeichen.<br> | |||
'''Textabschnitt 39 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.<br> | |||
'''Schlussabschnitt der zweiten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
So endet die zweite Teil-Upanishad.<br> | |||
'''Textabschnitt 40 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wenn er die Mittelfinger über die Ringfinger hält, bringt er die kleinen Finger und die Daumen zusammen, wobei die Zeigefinger frei bleiben wie Stäbe, die nach unten zeigen.<br> | |||
'''Textabschnitt 41 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Das gleiche mit den Mittelfingern verbunden ist der zweite (der Samen). Der dritte hat die Form des Stiels.<br> | |||
'''Textabschnitt 42 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Die Handflächen in umgekehrter Reihenfolge reiben, die Daumen und Zeigefinger zusammenbringend, wird der vierte gebildet (der große Stier). Der fünfte (der große Deluder) wird gemacht, wenn die Daumen mit den Nägeln der Mittelfinger verbunden sind, nachdem er mit dem Zeigefinger am kleinen Finger und den Ringfingern, die mit den Mittelfingern gerade gehalten werden, gerieben wurde.<br> | |||
'''Textabschnitt 43 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Derselbe, der an der Spitze wie eine Ziege geformt ist, ist der sechste (der All-Unterwerfende).<br> | |||
'''Textabschnitt 44 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Man halte die linke Hand in der rechten Ruhehaltung, die Ringfinger in der Mitte der kleinen Finger, und die Mittelfinger mit den Zeigefingern über sie gekreuzt, die Daumen gerade, man bekommt die siebte, die Khechari (die Allanziehung).<br> | |||
'''Textabschnitt 45 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
In der alles aufrechten, alles zurückziehenden Haltung, wobei jeder kleine Finger in dem Raum zwischen seinem Mittelfinger und dem Ringfinger und an den Seiten die Zeigefinger in der Form des Stiels und die Daumen und Handflächen in Kontakt stehen, wird der achte gebildet (das All -Zerstreuung). Die Ringfinger ruhen auf der Rückseite der Mittelfinger; die Daumen halten die Mittelfinger, auf denen die Zeigefinger in der Mitte ruhen - so ist der neunte gebildet (das All -agitating). Halten Sie die kleinen Finger gleichermaßen in und die Daumen, ebenso in, kommt die mystische Markierung zu drei Abschnitten.<br> | |||
'''Textabschnitt 46 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Krom ist der Same des Ziegen; (ha, sa sind die von [[Shiva]] und Sakti; kha, des Tötens; prem, des Zaubers); ha, sa, kha, prem, des Khechari;<br> | |||
'''Textabschnitt 47 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
ha (der Sonne); straum (des Verlangens); (ka) der erste Same von Vagbhava ist der neunte. (Ha, der erste Same von Kamakuta) ist der zehnte. Nun, deshalb werden wir das Rad erklären, das zum Kamakala geworden ist. Hrim, klim, aim, blum, straum - diese fünf Wünsche durchdringen das ganze Rad. Wickeln Sie das mittlere Verlangen, aim, in der Vergangenheit (Wunsch), straum, (das heißt ziel, straum, ziel). Er zieht alle Welten an, er immobilisiert alles.<br> | |||
'''Textabschnitt 48 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Das in Indigo gefärbte Rad tötet Feinde, hält alle Bewegungen fest. Es mit Lac zu verwischen, man kontrolliert alle Welten. Wenn man die Formel neun Lakhs mal ausdrückt, erreicht man den Status von [[Rudra]]. Wenn man (das Rad) in das eingeschriebene Diagramm einwickelt, wird man siegreich. Durch das Anbieten von Oblation im Feuer, das in einem dreieckigen Kamin gebaut wurde, gewinnt man Frauen. In einem Kamin, der wie ein Stab oder ein Kreis geformt ist, erwirbt man unvergleichlichen Reichtum.<br> | |||
'''Textabschnitt 49 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
In einem quadratischen Kamin bekommt man Regen. Wenn man in einem dreieckigen Kamin Oblationen anbietet, werden Feinde getötet, Bewegungen werden immobilisiert, Blumen anbietend, wird man siegreich. Substanzen anbietend, die großen Geschmack haben, wird man mit höchster Freude überladen. Der große Geschmack sind die sechs Geschmacksrichtungen. Wir rufen Sie an.<br> | |||
'''Textabschnitt 50 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Von Dichtern, Dichter, am bekanntesten;. Doyen von Königen, unter Brahmanens Herr von Brahmanen, achtet auf uns. Kommen Sie mit Schutz zu unseren Häusern. Berühren Sie diesen Hymnus, berühren Sie den Körper mit dem Punkt oben. Verbeugen Sie sich zu [[Ganesha]] und sagen Sie Gam zu Ganesha. [[Om]], Verbeugen Sie sich zu dem gesegneten Herrn, mit aschebefleckten Gliedern, von gewaltiger Leistungsfähigkeit. Töten! Töten!! verbrennen!! verbrennen!! verbrauchen! verbrauchen!! unterwerfen! unterwerfen! löschen! löschen! brechen Sie den Pflug auf! Am Fuße des Dreizacks sichern Sie die Erfüllung des Symbols. Trocknen Sie aus!<br> | |||
'''Textabschnitt 51 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Trocknen Sie aus! Das östliche Meer! Immobilisieren! Immobilisiere! Ihr, die ihr die Räte, die Maschinen, die Strategie, die Boten, die Armeen des Feindes stört, zerreißt! zerreißt!! zerschnitten! zerschnitten!! hrim, phat, Svaha. Mit dieser Anbetung der Herr des Feldes. Oh Magd der edlen Abstammung! Wir wissen, wir betrachten eine zehn Millionen von Mantras; so viele Kula Kraft inspirieren uns immer.<br> | |||
'''Textabschnitt 52 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wenn man die Jungfrau anbetet, was auch immer der Aspirant meditiert, erlangt er Unsterblichkeit.<br> | |||
'''Textabschnitt 53 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Er erlangt Ruhm und die volle Ausdehnung des Lebens.<br> | |||
'''Textabschnitt 54 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Oder wenn er den Höchsten [[Brahman]] kennt, bleibt er. Die Götter sprachen wahrlich zu dem seligen Herrn: „Herr! Das Herz des vortrefflichsten Gayatri über Tripura ist uns dargelegt worden.<br> | |||
'''Textabschnitt 55 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
In der Hymne von Jatavedas sind die acht (Vidyas) von Tripura geläutert. So verehre sie, aus den Fesseln des Lebens wird der Yogi befreit. Erzählen Sie uns nun von Mrityumjaya (Sieg über den Tod). Wenn Sie die Worte aller Götter so hören, wird der Sieg über den Tod durch den Hymnus auf Tryambaka im Anustubh-Meter offenbart.<br> | |||
'''Textabschnitt 56 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Woher stammt das Wort Tryambaka? Als Meister der drei Städte ist er Tryambaka. Warum sagen wir 'Lasst uns opfern'? 'Opfer' bedeutet 'Gottesdienst', 'Gepriesen' das Wirkliche, durch die zwei Silben mahe. Durch den unveränderlichen einzigen Buchstaben kam (nach Tryamba) der Sieg über den Tod zum Ausdruck.<br> | |||
'''Textabschnitt 57 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Nun, warum sagen "duftend"? Er erlangt Ruhm auf allen Seiten. Warum sagt man "erhöht das Wachstum"?<br> | |||
'''Textabschnitt 58 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Er erschafft alle Welten, rettet alle Welten, durchdringt alle Welten. Warum sagen wir 'wie Gurkenfrucht. lass mich Freiheit finden'? Wie die Gurke am Stiel festhält, so ist (der Mensch) fest gebunden, und er wird vom Tod, der Knechtschaft der [[Samsara|Wiedergeburtskreislauf]], befreit;<br> | |||
'''Schlussabschnitt der dritten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.<br> | |||
'''Textabschnitt 59 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
man wird Rudra. 0 Die Götter sagten wahrlich zu dem seligen Herrn: „Alles ist uns dargelegt worden. „Nun sagen Sie uns alle jene Mantras, die sich auf [[Shiva]], Vishnu, Surya, Ganesha beziehen, indem sie loben, mit denen Bhagavati sich offenbaren wird.<br> | |||
'''Textabschnitt 60 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Der selige Herr sagte:<br> | |||
'''Textabschnitt 61 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Mit "Tryambaka-Mantra im Anushtubh-Metrum verehrt man den Eroberer des Todes;. Es ist festgelegt, dass der einzelne Buchstabe durchdrungen ist, wie oben gezeigt. Derjenige, der mit dem [[Mantra]] des Yajus anbetet: "Om, Verehrung sei [[Shiva]]" erreicht den Status von Rudra und erlangt Seligkeit.<br> | |||
'''Textabschnitt 62 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Dieser höchste Wohnsitz von Vishnu, Wie ein Auge über den Himmel. Die Weisen sehen immer.<br> | |||
'''Textabschnitt 63 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Vishnu steht allen Vierteln gegenüber. Wie Öl einen Sesamballen umgibt und füllt. Er durchdringt (alle Dinge).<br> | |||
'''Textabschnitt 64 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Sein höchster Wohnsitz ist der hohe Himmel. Die Weisen, nämlich Götter wie Brahma, sehen ihn, das heißt halten ihn für immer im Herzen. Daher ist Vishnus eigene Form von Seinem Bleiben, Existieren, in allen Wesen abgeleitet. Er ist Vasudeva (der Gott, der in allen wohnt).<br> | |||
'''Textabschnitt 65 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
<br> | |||
'''Textabschnitt 66 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Om Namah besteht aus drei Silben. Bhagavate hat vier Silben.<br> | |||
'''Textabschnitt 67 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Vasudevaya hat fünf Silben. Dies ist das zwölfsilbige Mantra von Vasudeva. Er (der das weiß) überwindet alle Schwierigkeiten, lebt ein erfülltes Leben, erlangt die Herrschaft über Wesen und genießt Besitz von Reichtum und Vieh. <br> | |||
'''Textabschnitt 68 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Die Buchstaben a, u und die [[Meditation]], die das Pranava bilden, bezeichnen die innere Glückseligkeit, das alles durchdringende [[Brahman]]. Hamsa weilt im reinen Himmelsraum. Bewohner in der Atmosphäre, Opfer in der Nähe des Altars. Der Gast geht ins Haus.<br> | |||
'''Textabschnitt 69 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wohnen in Menschen, in edlen Dingen. Im rechten und im Himmel; im Wasser geboren.<br> | |||
'''Textabschnitt 70 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Im Licht geboren, in der Wahrheit und in den Bergen geboren; Die Rechtschaffenheit, der Große (Er ist der Herr). Alle Früchte gewinnt er, der das vorherige [[Mantra]] der Sonne zusammen mit den Mächten wiederholt, nämlich die Morgendämmerung, die Dämmerung, der Intellekt, die das wahre, geordnete, verkörperte Licht sind.<br> | |||
'''Textabschnitt 71 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Durch jedes der anderen leuchtenden Worte im Mantra der Surya wird es aufrecht erhalten. Worte wie "im Wasser geboren" usw. bezeichnen die Mächte. Er wohnt in der hohen Wohnung, den Himmeln, die der Sonne gehören. Durch die Verehrung des Herrn der Heerscharen mit dem zuvor gegebenen Mantra (4), "Wir rufen dich an, Führer der Heerscharen", usw., im Traistubha-Meter, zusammen mit dem monosilben, erreicht man den Status von [[Ganesha]].<br> | |||
'''Schlussabschnitt der vierten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
So endet die vierte Teil-Upanishad.<br> | |||
'''Textabschnitt 72 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Möge die Macht uns inspirieren. So, in der Morgendämmerung, Gayatri; um Mittag, Savitri; und in der Dämmerung, Sarasvati. Der Ajapa, 'hamsa', der Unausgesprochene (wird gesungen) ohne Unterbrechung. Die Matrika, bestehend aus fünfzig Buchstaben, von a bis ksa, durchdringt alle Worte, alle Shastras, alle Veden.<br> | |||
'''Textabschnitt 73 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Die Göttin durchdringt alle Dinge. Obeisance, Ehrerbietung zu Ihr! Der selige Herr sprach zu ihnen: Wer die Göttin mit diesen Mantras ewig rühmt, der sieht alle Dinge. Die Götter, wahrlich, sagten zum seligen Herrn: „Es ist uns klar der Abschnitt über die Aktivitäten und was mit Tripura zusammenhängt mit allen verwandten Themen erklärt worden. Der selige Herr sprach zu ihnen: Ist durch die vierte und letzte Maya (avidya, jnana, vijnana und samyagjnana) das höchste [[Brahman]] angedeutet worden, die höchste Person, das höchste Selbst, dessen Essenz [[Bewusstsein]] ist.<br> | |||
'''Textabschnitt 74 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Der Hörer, der Denker, der Seher, der Lehrer, der Berührunger, der Verkünder, der Erkenner, der höchste Wissende, die innere Person in allen Personen - dieses Selbst muss erkannt werden. Da gibt es weder gesehene noch unsichtbare Welten; keine Götter oder Dämonen;<br> | |||
'''Textabschnitt 75 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Tiere oder Nicht-Tier; Asketen oder Nicht-Asketen; Ausgestoßene oder Nicht-Ausgestoßene;<br> | |||
'''Textabschnitt 76 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Brahmanen oder Nicht-Brahmanen. Allein und allein, der höchste Brahman, all-ruhig, leuchtet hervor. Götter, Seher, Mähnen, siegen dort nicht. Der erwachte Wissende, der Allwissende ist Brahman.<br> | |||
'''Textabschnitt 77 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
In diesem Zusammenhang gibt es die folgenden Verse:<br> | |||
'''1. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Denn als „gegenstandslos“ gilt jene Freiheit des Geistes, die als Befreiung bezeichnet wird.<br> | |||
'''2. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Der Geist wird als zweifach beschrieben: rein und unrein. Unrein ist er, wenn er von Wunschvorstellungen erfüllt ist; rein, wenn er von Wünschen frei ist.<br> | |||
'''3. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Der Geist allein ist für die Menschen die Ursache von Bindung und Befreiung. An Sinnesgegenstände geheftet führt er zur Bindung; gegenstandsfrei führt er zur Befreiung.<br> | |||
'''4. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Nachdem die Anhaftung an die Sinnesgegenstände beseitigt ist, soll man den Geist im Herzen festhalten. Wenn er in den Zustand des Nicht-Geistes eingeht, ist dies der höchste Stand.<br> | |||
'''5. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Der Geist soll so lange zurückgehalten werden, bis er im Herzen zur Auflösung gelangt. Dies ist Erkenntnis, und dies ist Meditation; alles Übrige ist nur Ausbreitung von Büchern.<br> | |||
'''6. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Es ist weder bloß zu denken noch als undenkbar festzulegen; es ist auch nicht ein gewöhnlicher Gedanke, und doch wird es erkennend bedacht. Wer von einseitigen Festlegungen frei ist, gelangt gewiss zu [[Brahman]].<br> | |||
'''7. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Der [[Yogi]] soll den Laut im Laut auflösen und den höchsten Laut vergegenwärtigen. In der lautlosen Wirklichkeit gilt kein vorgestellter Zustand mehr als die Wirklichkeit selbst.<br> | |||
'''8. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Eben dies ist das teil-lose, vorstellungsfreie und makellose Brahman. Indem man erkennt „Dieses Brahman bin ich“, gelangt man schrittweise zu Brahman.<br> | |||
'''9. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Es ist frei von begrifflichen Unterschieden und unendlich, ohne Ursache und ohne Vergleich, unermesslich, anfang- und endlos. Der Weise, der es erkennt, wird befreit.<br> | |||
'''10. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Es gibt weder Auflösung noch Entstehung, weder einen Gebundenen noch einen Übenden, weder einen Befreiungssuchenden noch einen Befreiten: Das ist die höchste Wirklichkeit.<br> | |||
'''12. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
In Wachen, Traum und Tiefschlaf ist allein das eine [[Atman|Selbst]] zu erkennen. Für den, der die drei Bewusstseinszustände überschritten hat, gibt es keine Wiedergeburt.<br> | |||
'''12. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wahrlich, das eine Selbst der Wesen ist in jedem einzelnen Wesen gegenwärtig. Es erscheint als eines und als viele, wie der Mond in den Wassern.<br> | |||
'''13. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wie der von einem Gefäß umschlossene Raum nicht fortgetragen wird, wenn das Gefäß fortgetragen wird – nur das Gefäß bewegt sich –, so ist das individuelle Selbst dem Raum vergleichbar.<br> | |||
'''14. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wie Gefäße nimmt es immer wieder verschiedene Gestalten an, die zerbrechen. Bei ihrem Zerbrechen wird das Selbst nicht mitzerstört; es bleibt der immerwährende Erkennende.<br> | |||
'''15. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Solange es von der Maya der Wörter umhüllt ist, bleibt die Vielheit bestehen. Ist diese Dunkelheit durchbrochen, schaut man allein die Einheit.<br> | |||
'''16. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Das niedere Brahman ist der Bereich des Wortlautes; wenn dieser zur Ruhe gekommen ist, bleibt das Unvergängliche. Wer dies erkennt, soll über das Unvergängliche meditieren, wenn er den Frieden des Selbst wünscht.<br> | |||
'''17. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Zwei Formen Brahmans sind zu betrachten: das Wort-Brahman und das höchste Brahman. Wer im Wort-Brahman vollkommen bewandert ist, gelangt zum höchsten Brahman.<br> | |||
'''18. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Nachdem der Einsichtige die Schriften studiert hat und ganz auf Erkenntnis und unmittelbare Verwirklichung ausgerichtet ist, soll er die Bücher schließlich vollständig zurücklassen wie der Getreidesuchende die Spreu.<br> | |||
'''19. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Obwohl Kühe vielerlei Farben haben, besitzt ihre Milch nur eine Farbe. Der Erkennende schaut auf das Wissen wie auf die Milch; die äußeren Kennzeichen gleichen den verschiedenen Kühen.<br> | |||
'''20. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Nachdem er das Auge der Erkenntnis gesammelt hat, soll er sich an den großen höchsten Stand erinnern: teil-los, unbeweglich und friedvoll – „Ich bin Brahman.“<br> | |||
'''Textabschnitt 78 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
sein Wissen wird, für den Seelenfrieden. Über die ewige [[Meditation]]. Zwei Brahmanen sind zu betrachten: Das Wort und das höchste [[Brahman]]; Im gut versierten Wort erlangt man den Höchsten Brahman.<br> | |||
'''Textabschnitt 79 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.<br> | |||
'''Schlussabschnitt der fünften Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
So endet die fünfte Teil-Upanishad.<br> | |||
'''Textabschnitt 80 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wie Milch ist Wissen bekannt. Seine Quellen sind wie Kühe. Das Auge des Wissens fokussieren Erwecke den Gedanken: „Ich bin [[Brahman]].<br> | |||
'''Textabschnitt 81 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Der große, höchste Wohnsitz ohne Teile oder Bewegung, der Ruhige.<br> | |||
'''Textabschnitt 82 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Wer also die eine höchste Form Brahmans kennt, die Vierte, die in allen Wesen bleibt, wohnt in der unvergänglichen höchsten Wohnstatt.<br> | |||
'''Textabschnitt 83 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Ich suche um des Lebens willen Zuflucht in dieser vierten Macht des Wissens, der Ursache der Manifestation Brahmans.<br> | |||
'''Textabschnitt 84 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
In der Ordnung von Akasa usw.<br> | |||
'''Textabschnitt 85 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Akasa ist die höchste Quelle all dieser Elemente. Alle diese Wesen sind wahrlich aus Akasa geboren, und sie verschmelzen in Akasa.<br> | |||
'''Textabschnitt 86 Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Diese Wirklichkeit ist bekannt als der Sitz von Akasa, der Luft, des Feuers, des Wassers, der Edelsteine. Wer also diese vierte (Weisheit oder Vidya) kennt, die sich auf die Herrlichkeit Kamarajas (des Selbst in [[Moksha|Befreiung]]) mit seiner elffachen Form als unvergängliches [[Brahman]] bezieht, erreicht den vierten Zustand - Wer auch immer dies weiß.<br> | |||
'''Shanti-Mantra der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
[[Om]]. Frieden, Frieden, Frieden. Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.<br> | |||
'''Schlussformel der Tripuratapini Upanishad'''<br> | |||
Hier endet die Tripura-Tapini Upanishad, die in der Atharva-Veda enthalten ist.<br> | |||
== Die fünf wichtigsten Empfehlungen der Tripuratapini Upanishad für ernsthafte Aspiranten == | |||
'''1. Mache die zentrale Lehre zur täglichen Kontemplation.'''<br> | |||
Die Tripuratapini Upanishad richtet den Blick auf Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und Brahman in der Sprache der Shri Vidya. Lies einen kurzen Abschnitt langsam, fasse ihn in einem eigenen Satz zusammen und bleibe danach einige Minuten in der Stille.<br> | |||
'''2. Ehre Shakti in Körper, Natur und Mitmenschen.'''<br> | |||
Die Göttin ist nicht nur ein Bild, sondern die lebendige Kraft des Bewusstseins. Eine solche Sicht verlangt Achtung vor dem Körper, vor der Erde und vor der Würde aller Menschen.<br> | |||
'''3. Verbinde Verehrung mit innerer Stille.'''<br> | |||
Lass Hymne, Puja oder [[Mantra]] in stiller [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] ausklingen. Die Form weist auf das formlose [[Bewusstsein]].<br> | |||
'''4. Übe Shri-Vidya-Methoden nur im passenden Rahmen.'''<br> | |||
Bija-Mantras, Nyasa und Chakra-Rituale sind keine beliebigen Selbstoptimierungstechniken. Für ihre vollständige Praxis sind Einweihung und sachkundige Begleitung wichtig.<br> | |||
'''5. Lass Fülle zu Großzügigkeit werden.'''<br> | |||
Spirituelles Glück zeigt sich nicht im Festhalten, sondern in Dankbarkeit, verantwortlichem Gebrauch von Kraft und freigebigem Handeln.<br> | |||
'''Redaktioneller Hinweis:''' Die deutsche Fassung wurde für diesen Artikel neu formuliert und mit den genannten Vergleichsübersetzungen abgeglichen. Bei Komposita fasst die Wort-für-Wort-Erläuterung eng verbundene Wörter teilweise als Sinngruppe zusammen. Die Ausgabe ist eine Studien- und Lesefassung, keine neue kritische Sanskritedition. | |||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||
* [[Devi Upanishad]], [[Tripura Upanishad]], [[Bhavana Upanishad]], [[Saubhagyalakshmi Upanishad]], [[Sarasvati Rahasya Upanishad]], [[Bahvricha Upanishad]], [[Sita Upanishad]] | |||
* [[Mantra]] | * [[Mantra]] | ||
* [[Tantra]] | * [[Tantra]] | ||
Aktuelle Version vom 1. September 2026, 14:30 Uhr
Tripura Tapini Upanishad, (Sanskrit: त्रिपुरातापिन्युपनिषत्, tripurātāpinyupaniṣat f. )auch geschrieben Tipuratapani Upanishad, ist eine der kleineren Upanishaden. Sie ist eine Upanishad zur Verehrung der Göttlichen Mutter, genannt Tripura. Sie ist eine Interpretation eines Gayatri Mantras sowie des Mahamrityunjaya Mantras, Om Tryambakam. Sie gehört zu den sogenannten Vidyas, den Quellen göttlicher Weisheit.

Die Tripuratapini Upanishad (Sanskrit: त्रिपुरातापिन्युपनिषत्, tripurātāpinyupaniṣat) gehört zur Gruppe der Shakta Upanishad und wird in der Muktika-Liste dem Atharvaveda zugeordnet. Im Mittelpunkt steht Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und Brahman in der Sprache der Shri Vidya. Ihr Sanskrittext ist in unterschiedlichen Handschriften und Druckausgaben nicht immer gleich gegliedert; die folgende Ausgabe folgt der vollständig überlieferten Sanskrit-Documents-Fassung und nennt die verwendete Textgrundlage.
Inhaltlich behandelt die Schrift vor allem fünf Kapitel über Kutas, Mantras und Shri Chakra; Shiva und Shakti; Übergang von Ritual zu nichtdualer Erkenntnis. Sie verbindet die Autorität der Upanishaden mit dem jeweiligen geistigen Milieu ihrer Überlieferung. Darum sollte sie zugleich aufmerksam, traditionssensibel und mit philosophischem Unterscheidungsvermögen gelesen werden.

Für heutige Übende ist entscheidend, dass Yoga hier nicht auf Körperübungen verkürzt wird. Studium, ethische Läuterung, Meditation, Hingabe und Selbsterkenntnis bilden einen Zusammenhang. Historische Ritualvorschriften oder außergewöhnliche Wirkungsbehauptungen werden in diesem Artikel als Quelleninhalt erklärt; sie sind nicht automatisch moderne Übungs- oder Heilversprechen.
Swami Sivananda über die Tripura Tapini Upanishad
Swami Sivananda schreibt im Buch "Lord Shiva and His Workship":
Ich verehre die großartige Wahrheit, die das absolute Wissen ist und die durch die Weisheit der Tripura-Tapini-Upanishade verkündet wird.
Der großartige Herr (“der Lord”) nahm die Form der zerstörerischen Grausamkeit an und er versteckte sich in allen drei Welten: Bhuh, Bhuvah und Svah. Zusätzlich nahm er die Kraft der Adi-Shakti, d.h. die Adishakti, die ursprüngliche Kraft, trat aus seinem Herz aus. Diese Adi-Shakti wird auch die “Maya von Shiva” genannt und sie wird verstanden oder angeregt mit der ursprünglichen Silbe „Hrim“. Das gesamte Universum wurde dann mit dieser Shakti durchdrungen und auch alle drei Welten oder die „Tripuras“. Deshalb wird sie auch als „Tripura“ bezeichnet.
Shri Vidya
Die Tripura Shakti hat die folgende Weisheit, sie wird auch die “Shri Vidya” genannt.
Das Shri Vidya Mantra lautet wie folgt:
- Ka e i la hrim
- Ha sa ka ha la hrim
- Sa ka la hrim
Das Shri Vidya Mantra kann aus den folgenden Veda Mantras abgeleitet werden:
Dieses Wissen, welches aus genau einhundert Buchstaben (hier eher Silben) besteht, ist auch die höchste Weisheit in ihrer Gesamtheit. Sie ist Parameshvari, Tripura selbst.
In dem o.g. Mantras behandelt der erste Vierzeiler die Beschreibung des Ruhmes von Para-Brahman. Der zweite Vierzeiler behandelt den Ruhm von Shakti und der dritte Vierzeiler beschreibt den Ruhm von Shiva selbst.
In dieser intuitiven Erkenntnis sind alle Welten, alle Veden, alle Sastras, alle Puranas und alle Dharmas angesprochen und dies der Glanz, der entsteht, wenn sich Shiva und Shakti vereinigen.
Erläuterung der Verse des Shri Vidya
Nun wollen wir die wichtigen und verborgenen Bedeutungen dieser Verse erläutern.
In diesen Versen sind alle Silben des Shri Vidya Mantras enthalten und erläutert.
In dem ersten großartigen Wort „Tat“ steckt die Bedeutung von Para-Brahman selbst, dem Ewigen. Dies ist das Symbol dafür, daß der Herrscher (“Lord“) jenseits von allen Beschreibungen und Argumenten ist. Der Herrscher ist die Verkörperung des Höchsten Wissens selbst. Und damit ist er auch in der Form des absoluten Wissens. Er allein ist der großartige Lord Shiva, der von den Yogis herbeigesehnt wird in den Verehrungsritualen, wie z.B. bei Yajnas. Deshalb ist dort auch die Entstehung oder die Erschaffung des Wunsches. Damit ist dieser Herrscher, der jenseits der Reichweite aller Wünsche ist, selbst erwünscht und er hat auch noch Wünsche selbst Er erschafft die Alphabetische Ordnung der Sprache. Deshalb wird der Herrscher auch „Kama” oder Wunsch oder Verlangen genannt. Der Buchstabe, der für Kama steht, heißt “Ka”. Damit verkörpert das Wort “Tat” den Buchstaben “Ka” und dies ist die tiefere Bedeutung des Wortes „Tat“.
“Savituh” kann aus der Sanskrit Wort-Wurzel “Sunj Praniprasave” abgeleitet werden. Diese Wurzel bedeutet der Erschaffer oder der Erzeuger von allen Geschöpfen. Er ist die größte Kraft und diese Kraft und diese steht wiederum für Shakti. Diese großartige Shakti (oder auch die Göttin Tripura) ist verkörpert in der Mahakundali (Yantra). Deshalb sollte der „Feuerball” (der Sonne) den intelligenten Wesen immer bewußt sein. Diese Shakti oder die Kraft von Trikona (dreieckige Figur) besteht aus dem Buchstaben “E“. Deshalb sollten wir die Bezeichnung „E” aus dem Wort “Savituh” so verstehen.
“Varenyam” bedeutet, dies, welches geeignet ist, angebetet oder verehrt zu werden. Und welches unvergänglich und verehrungswürdig. Deshalb sollte verstanden werden, daß der Buchstabe “E“ aus der Wort „Varenyam“.
Nun werden die Worte „Bhargo” und “Dhimahi” detailliert besprochen. Die Silbe „Dha” bezeichnet Dharana oder Konzentration. Auf den Herrscher (Lord) wird sich immer konzentriert mittels der Silbe „Dhi“ ’oder dem Intellekt oder der Buddhi. „Bharga” ist wiederum der Bezug zu dem Herrscher (“Lord”), dieser Aspekt kann nur verstanden werden nach dem Ereichen der vierten Stufe oder von Avastha. Damit ist dies das Wesen, welches alles durchdringt. Der Buchstabe, der für diese vierte Stufe steht, ist ‘I’. Dies ist auch die wahre Bedeutung der o.g. Bestandteile des Mantras. Wir werden nun über die Bedeutung des Wortes „Mahi”sprechen. “Mahi” bedeutet Größe, Müßigkeit, Stärke, Dickköpfigkeit. Und das dazugehörige Element besitzt alle diese unterschiedliche Aspekte und wird durch die Erde dargestellt. Es ist der Silbe „La“ zugeordnet und ist der höchste Zustand. Damit zeigt dieses “Lakara” die Qualität der Erde und darin enthaltene Verkörperung aller Ozeane,Wälder, Berge und der sieben Inseln. Und deshalb wird auch die entsprechende Göttin der Erde auch „Mahi“ genannt.
Nun weiter zu “Dhiyo Yo Nah Prachodayat”. Para oder das Höchste ist der unvergängliche Shiva selbst – die ewige Seele. Die zugrunde liegende Bedeutung hier ist: Wir sollen über die unbewegte Form der „Lakara“ oder „Jyotirlinga“ oder auch über Lord Shiva selbst meditieren. Denn Shiva selbst ist das höchste Wesen, das jemals irgendwo existiert (hat). Und hier gibt es auch keinen Wunsch mehr nach irgendeiner Dhyana, welche auch immer dies gerade sei. Deshalb bitten wir Shiva unseren Geist auf den Zustand des “Nirvikalpa” auszurichten. Denn in diesem Zustand gibt es keinerlei Gedanken mehr. Und die Bitte darum sollte niemals mit dem Mund (oder der Sprache) gemacht werden, sondern einfach über den Gedanken mit der Bitte im Geist. Dann folgt “Paro Rajase Savadom”. Nach der Meditation auf die Form der höchsten Wahrheit, bricht dann ein großer Glanz, rein und wonnevoll und mit umfassendem Wissen, hervor. Dieser Glanz und dieses Wissen sitzen dann im Herzen. Dies ist die Essenz der gesamten Sprache und des Wissens. Dies ist die wahre Shakti. Und es wird auch die „Panchakshar” genannt, denn sie ist der Schöpfer der Pancha Bhutas oder der fünf Elemente. All dies wird richtig verstanden von den intelligenten Wesen. Dies ist die Weisheit, die alle Wünsche an denVerehrer gibt. Und wenn dies in seiner Tiefe verstanden ist, dann ist das Wissen der Buchstaben. Der Verehrer sollte an den Buchstaben “Ha” denken, denn auch er ist eine Form von Shiva, der den unzerstörbaren und reinen Zustand hat. Dieser Buchstabe wird aus der Kombination der Sonne und des Mondes gebildet. Und dies ist auch die Kombination von Shiva und Shakti und wird auch als “Hamsa“ bezeichnet. Und dies ist auch die Saat von Kama. Mittels dieses Wissens können wir den höchsten Herrscher, Lord Shiva, erfahren.
Diese Kombination kann auch verstanden werden als die Vereinigung des Jivatma mit dem höchsten Paramatman. Deshalb steht auch „Ha” für die Ewigkeit oder auch die letztendliche Befreiung.
Dies ist die Ableitung der höchsten Weisheit. Derjenige, der dies weiß und verinnerlicht hat, erreicht den Zustand von Rudra. Und damit stößt er das Tor zu Vishnu auf und er erreicht Parabrahman.
Nun weiter zum zweiten Mantra. Dieses Mantra verehrt Mahima in der Tripura Devi.
Mit dem Wort „Jata” ist auch hier wieder Lord Shiva gemeint. Derjenige, der die ersten Silben des „Varna-Matrika” in der Form des „Bindurupa“ von Omkara hervorgebracht hat, wird direkt am Anfang „Jata“ genannt. Oder man könnte es auch beschreiben wie folgt: Da Shiva direkt zu Beginn die Erfüllung seines Kama gewünscht hat, wurde er überhaupt erst geboren. Damit wird er als der „Jata“ bezeichnet. Die Kenntnis der Devi Tripura kann nun ebenfalls vergrößert werden, wenn auch dieses Mantra ebenfalls sorgfältig in seine einzelnen Worte und Silben zerlegt wird (im Einklang mit der Mantra Shastra). Damit können dann alle Arten von „Raksha” oder auch Schutz aus dem Mantra gezogen werden. Der erste Punkt, der verstanden werden sollte, ist hier, daß „Jata“ den „Einen Herrscher“ ( oder „the One Lord“) als das strahlende Wesen bezeichnet. Dies ist die wichtige Grundlage für alle Weisheiten, die die Tripura betreffen. Desweiteren sollte verstanden werden, daß die Silbe „Sa” sich auf die Kraft der Shakti bezieht und die Silbe „Somam“ sich auf den Zustand von Shiva bezieht. Wer auch immer dies weiß, der wird berühmt und wichtig werden.
Deshalb sollte diese Weisheit, die beschreibt, wo die Devi Tripura zu allen Zeitpunkten weilt, immer als Grundlage für alle weiteren Weisheiten dienen. Und der Verehrer sollte die Weisheit immer wieder studieren und rezitieren. Diese Weisheit ist auch die Verkörperung der unterschiedlichen Kräfte von Shiva und Shakti. Diese Weisheit wird auch der Ast (oder das Glied) von Sri Tripuramba gennant. Und diese Weisheit, wenn darauf meditiert wird, wird dann auch „Sarvatodhira“ genannt. Das Shri Vidya Chakra der Tripura ist der König aller Chakras. Dies ermöglicht demjenigen, der dies weiß, alles, was er möchte, zu erreichen ohne jede Einschränkung. Dieses Chakra ist das Tor zu Moksha (der Befreiung), und die Yogis, nachdem sie durch diese Weisheit Brahman erreicht haben, gehen dann die immerwährende Wonne („permanent Bliss“) ein. Dieses Chakra ist das Haus von Tripuradevi.
Als nächstes kommt das Mrityunjaya Anushtup Mantra. “Tryambakam” (Trayanam Ambakam) bedeutet der Herrscher aller drei Welten“. “Trayanam” bedeutet “von allen drei Welten”. „Ambakam” ist der Herrscher über diese. “Yajamahe” bedeutet “Sevamahe” oder “dienen”. Zusätzlich steht das Wort “Mahe” auch für “Mrityunjaya“ oder dem Zerstörer des Todes. Und damit ist das Wort „Yajamahe” ist sehr wichtig.
Das Wort “Sugandhim” bedeutet „Ruhm, der aus allen vier Himmelrichtungen kommt“. Und das Wort „Pushtivardhanam” heißt, “Derjenige der alle Welten erschafft, der alle Welten erhält, der alle Welten durchzieht und allen Welten Erlösung bringt. “Urvarukam” bedeutet “Gurke”. „Urvarukamiva Bandhanan Mrityormukshiya Mamritat“. Eine Gurke ist an ihre Wurzel gebunden wie mittels eines Bandes. Ebenso sind auch die Menschen und andere Kreaturen gebunden an das Rad der Wiedergeburt – an Samsara. Hier bedeutet dies, die Erdgebundenen Lebewesen (Pretas) von der den Bindungen an die Maya zu befreien und zur ewigen Wonne zu führen. So wie auch eine Gurke, wenn sie reif ist, von der Kriechpflanze abfällt.
Eine Person, die den Tod überwinden möchte, sollte das Mantra „Mrityunjaya“ wiederholen. Derjenige, der Rudra erreichen möchte, sollte das Mantra “Om Namah“ rezitieren und dann wird er auch den persönlich besten Nutzen erreichen.
Dann gibt es noch das Mantra „Tad Vishnoh Paramam Padam”, etc. Vishnu ist derjenige, der das gesamte Universum durchdringt. Sein höchster Zustand, der wie der Himmel aussieht, wird „Paramam Padam“ genannt. „Surayah” bedeutet Schüler oder Student oder auch diejenigen, die intelligent sind, sie haben alle die Realität erkannt, d.h. Brahma, etc. Dieser höchste Zustand von Vishnu ist in jedem einzelnen Lebewesen enthalten oder auch innewohnend. Innewohnend ist die Bedeutung von “Vasati”. Deshalb wird er auch “Vasudeva” genannt. Die kraftvollen zwölf Silben (wörtl. Buchstaben) von Sri Vasudeva: „Om Namo Bhagavate Vasudevaya“ enthalten alles. Diese Silben sind alles. Sie sind auch ausreichend kraftvoll, um jemanden von allen Sünden zu befreien. Der Kenner dieses Mantras erreicht Brahma-Purusha, welches in der Form der Verkörperung der drei Buchstaben A, U und M.
Ansonsten haben wir noch das weitere kraftvolle Mantra “Hamsa Suchishat“, etc. Dies ist das große Mantra des Sonnengottes. Und es gibt noch ein weiteres Mantra, welches bekannt ist als das Mantra “Gananam Tva“, etc. Dies ist das Mantra von Ganapati (Ganesha). Derjenige, der diese Mantras, die sich an Shiva, Vishnu, Surya und Ganapati/Ganesha wenden, kennt und wiederholt, wird die direkte Offenbaung von Devi Tripura erhalten.
In dem Gayatri Mantra gibt es vier Formen. Am Morgen wird sie Gayatri genannt. Mittags wird sie als Savitri angesprochen. Am Abend heißt sie Sarasvati. Und sie wird auch immer Ajapa genannt, wenn sie den/ihre vierten Fuß (“Pada“) bei sich hat (?). Diese Göttin hat die Form von von fünfzig Sankrit-Buchstaben von „A“ bis „Ksha“. Alle Schriften und auch die Welten sind von der Göttin durchdrungen mittels dieser Form. Verbeugungen und Niederwerfungen dieser Göttin!
Deshalb sollte jeder Verehrer Devi Tripura mit diesen Mantras anbeten. Dann wird er auch ein wahrer Seher der Realität und er wird Moksha erreichen. Und dies sollte von jedem klar erkannt werden und jedem bewußt sein.
Als nächstes wollen wir das Karmakanda der Tripura-Verehrung darlegen. Diese Shakti oder auch die Adimaya leitet das Höchste Brahman. Dieses Brahman ist das Absolute Wissen und wird auch Paramatman genannt. Dieses Höchste Wesen ist der Zuhörer, der Kenner, der Sehende, der Befehlsgeber/Feldherr, der Wahrnehmende und die Höchste Purusha. Dieses Wesen wohnt als Atman allen Lebewesen inne. Das ist das, was es zu wissen gibt. Es gibt die Nicht-Welt, die Nicht-Nicht-Welt, der Nicht-Gott, der Nicht-Nicht-Gott, das Nicht-Lebewesen und das Nicht-Nicht-Lebewesen. So leuchtet das Nirvana und es wird Para-Brahman genannt.
Tripuratapini Upanishad – Sanskrit (IAST), Übersetzung und Wort-für-Wort-Erläuterung
Die folgende Studienfassung gibt jeden nummerierten Vers einzeln wieder. Unmittelbar unter jedem Vers beziehungsweise jeder klar abgegrenzten Prosas Sinneinheit stehen die deutsche Übersetzung und die Wort-für-Wort-Erläuterung. Sanskrit-Komposita und Sandhi-Verbindungen werden dort, wo eine künstliche Trennung irreführend wäre, ausdrücklich als zusammenhängende Wortgruppe erklärt.
Eröffnungsvers der Tripuratapini Upanishad
tripurātāpinīvidyāvedyacicchaktivigraham |
vastutaścinmātrarūpaṃ paraṃ tattvaṃ bhajāmyaham ||
Traditioneller Eröffnungsvers zur Verehrung der Lehre über Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und Brahman in der Sprache der Shri Vidya.
Wort-für-Wort-Erläuterung: paraṃ – höchstes; jenseitiges; tattvaṃ – Wirklichkeit; Prinzip; tripurātāpinīvidyāvedyacicchaktivigraham vastutaścinmātrarūpaṃ bhajāmyaham – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Traditioneller Eröffnungsvers zur Verehrung der Lehre über Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und Brahman in der Sprache der Shri Vidya.“.
Shanti-Mantra der Tripuratapini Upanishad
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ || bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ ||
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ || vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ || svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ ||
svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ || svasti no bṛhaspatirdadhātu ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: oṃ – Om, die heilige Silbe (Om); bhadraṃ – Heilvolles; Gutes; karṇebhiḥ – mit den Ohren; śṛṇuyāma – mögen wir hören; devāḥ – die Götter; o Götter; vyaśema – mögen wir erfüllen; svasti – Heil; Wohlergehen; na – nicht; śāntiḥ – Frieden; paśyemākṣabhiryajatrāḥ sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ devahitaṃ yadāyuḥ indro vṛddhaśravāḥ naḥ pūṣā viśvavedāḥ nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ no bṛhaspatirdadhātu – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von …“.
Textabschnitt 1 Tripuratapini Upanishad
hariḥ oṃ ||
athaitasminnantare bhagavānprājāpatyaṃ vaiṣṇavaṃ vilayakāraṇaṃ
rūpamāśritya tripurābhidhā bhagavatītyevamādiśaktyā bhūrbhuvaḥ svastrīṇi
svargabhūpātālāni tripurāṇi haramāyātmakena hīṅkāreṇa hṛllekhākhyā
bhagavatī trikūṭāvasāne nilaye vilaye dhāmni mahasā ghoreṇa prāpnoti |
Nun, in dieser Sphäre (der Unwissenheit) wird der Herr (Sadasiva), der die Gestalten von Prajapati, Vishnu und Rudra annimmt, zur Göttin Tripura ernannt. Durch Seine urzeitliche Macht werden die drei Wohnorte gestaltet - die Erde, die Atmosphäre und die Himmel, oder die Himmel, die Erde und die Unterwelt. In Form von Hrim, identisch mit der Maya von Hara, durchdringt die göttliche Hrillekha mit ihrer schrecklichen Macht den Endpunkt der drei Gipfel (über der Kreuzung der beiden Augenbrauen), den Sitz des Gleichgewichts der drei Gunas und die Region, in der sich die Welt der Objekte auflöst.
Wort-für-Wort-Erläuterung: hariḥ – Hari; oṃ – Om, die heilige Silbe (Om); prāpnoti – erlangt; athaitasminnantare bhagavānprājāpatyaṃ vaiṣṇavaṃ vilayakāraṇaṃ rūpamāśritya tripurābhidhā bhagavatītyevamādiśaktyā bhūrbhuvaḥ svastrīṇi svargabhūpātālāni tripurāṇi haramāyātmakena hīṅkāreṇa hṛllekhākhyā bhagavatī trikūṭāvasāne nilaye vilaye dhāmni mahasā ghoreṇa – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Nun, in dieser Sphäre (der Unwissenheit) wird der Herr (Sadasiva), der die Gestalten von Prajapati, Vishnu und Rudra annimmt, zur Göttin Tripura ernannt. Durch Seine urzeitliche Macht werden die drei Wohnorte …“.
Textabschnitt 2 Tripuratapini Upanishad
saiveyaṃ
bhagavatī tripureti vyāpaṭhyate |
tatsaviturvareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo
naḥ pracodayāt paro rajase sāvadom |
jātavedase sunavāma somamarātīyato
nidahāti veda |
sa naḥ parṣadati durgāṇi viśvā nāveva sindhuṃ duritātyagniḥ |
Über diesen entzückenden Glanz des göttlichen Schöpfers meditieren wir; möge Er unsere Gedanken inspirieren - Der jenseits aller Dunkelheit ist, Om. Lasst uns zum allwissenden Feuer die Somapresse, die von unseren Feinden der Reichtum verbraucht;
Wort-für-Wort-Erläuterung: devasya – des Gottes; veda – Veda; sa – er, dieser; saiveyaṃ bhagavatī tripureti vyāpaṭhyate tatsaviturvareṇyaṃ bhargo dhīmahi dhiyo yo naḥ pracodayāt paro rajase sāvadom jātavedase sunavāma somamarātīyato nidahāti parṣadati durgāṇi viśvā nāveva sindhuṃ duritātyagniḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Über diesen entzückenden Glanz des göttlichen Schöpfers meditieren wir; möge Er unsere Gedanken inspirieren - Der jenseits aller Dunkelheit ist, Om. Lasst uns zum allwissenden Feuer die Somapresse, die von unseren …“.
Textabschnitt 3 Tripuratapini Upanishad
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam |
urvārukamiva bandhanā-
nmṛtyormukṣīya māmṛtāt |
śatākṣarī paramā vidyā trayīmayī sāṣṭārṇā
tripurā parameśvarī |
ādyāni catvāri padāni parabrahmavikāsīni |
dvitīyāni
śaktyākhyāni |
tṛtīyāni śaivāni |
Wie ein Boot über dem Fluss, so möge Er Uns über alle Schwierigkeiten, alle Schwierigkeiten hinweghelfen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: paramā – höchste; vidyā – Wissen; heilige Lehre; padāni – schritte; tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam urvārukamiva bandhanā nmṛtyormukṣīya māmṛtāt śatākṣarī trayīmayī sāṣṭārṇā tripurā parameśvarī ādyāni catvāri parabrahmavikāsīni dvitīyāni śaktyākhyāni tṛtīyāni śaivāni – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wie ein Boot über dem Fluss, so möge Er Uns über alle Schwierigkeiten, alle Schwierigkeiten hinweghelfen.“.
Textabschnitt 4 Tripuratapini Upanishad
tatra lokā vedāḥ śāstrāṇi purāṇāni
dharmāṇi vai cikitsitāni jyotīṃṣi śivaśaktiyogādityevaṃ ghaṭanā vyāpaṭhyate |
athaitasya paraṃ gahvaraṃ vyākhyāsyāmo mahāmanusamudbhavaṃ taditi |
brahma
śāśvatam |
paro bhagavānnirlakṣaṇo nirañjano nirupādhirādhirahito devaḥ |
Lasst uns den dreiäugigen Gott mit Opfern anbeten. Duftvergrößerung des irdischen Wachstums.
Wort-für-Wort-Erläuterung: tatra – dort; darin; vedāḥ – die Veden; purāṇāni – puranas; vai – wahrlich; gewiss; paraṃ – höchstes; jenseitiges; brahma – Brahman, das Absolute; śāśvatam – ewig; devaḥ – Gott; das Leuchtende; lokā śāstrāṇi dharmāṇi cikitsitāni jyotīṃṣi śivaśaktiyogādityevaṃ ghaṭanā vyāpaṭhyate athaitasya gahvaraṃ vyākhyāsyāmo mahāmanusamudbhavaṃ taditi paro bhagavānnirlakṣaṇo nirañjano nirupādhirādhirahito – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Lasst uns den dreiäugigen Gott mit Opfern anbeten. Duftvergrößerung des irdischen Wachstums.“.
Textabschnitt 5 Tripuratapini Upanishad
unmīlate paśyati vikāsate caitanyabhāvaṃ kāmayata iti |
sa eko devaḥ śivarūpī
dṛśyatvena vikāsate yatiṣu yajñeṣu yogiṣu kāmayate |
kāmaṃ jāyate sa eṣa nirañjano'kāmatvenojjṛmbhate |
Wie Gurkenfrucht aus seinem Stiel freigesetzt. Lass mich vom Tode, zur Freiheit zur Unsterblichkeit finden. Der höchste Souverän, die Göttin der drei Städte, ist die Verkörperung der drei Veden und das höchste Wissen, das aus den 108 Buchstaben besteht. Es wird berichtet, dass die Welten, die Veden, die Wissenschaften, Legenden, Codes, medizinische Werke und astronomische Abhandlungen alle aus der Vereinigung von Shiva und Sakti (Güte und Macht) hervorgegangen sind. Jetzt werden wir das höchste Mysterium davon (das heißt das oben gegebene Mantra) erhellen. Die Silbe des großen Mantras ist das ewige Brahman, der höchste Herr, undefinierbar, untadelig, unkonditioniert und ungezwungen. Er denkt, nimmt wahr, entwickelt sich und wünscht den Status des Bewusstseins. Er will und was gewünscht wird, wird geboren, frei von Wünschen (in Wahrheit) und tadellos. Er schreibt (Buchstaben wie) a, ka, ca, ta, ta, pa, ya und sa.
Wort-für-Wort-Erläuterung: paśyati – sieht; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; sa – er, dieser; devaḥ – Gott; das Leuchtende; jāyate – entsteht; unmīlate vikāsate caitanyabhāvaṃ kāmayata eko śivarūpī dṛśyatvena yatiṣu yajñeṣu yogiṣu kāmayate kāmaṃ eṣa nirañjano'kāmatvenojjṛmbhate – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wie Gurkenfrucht aus seinem Stiel freigesetzt. Lass mich vom Tode, zur Freiheit zur Unsterblichkeit finden. Der höchste Souverän, die Göttin der drei Städte, ist die Verkörperung der drei Veden und das höchste Wissen, …“.
Textabschnitt 6 Tripuratapini Upanishad
akacaṭatapayaśānsṛjate |
tasmādīśvaraḥ kāmo'bhidhīyate |
tatparibhāṣayā kāmaḥ kakāraṃ vyāpnoti |
kāma evedaṃ
tattaditi kakāro gṛhyate |
bhasmāttatpadārtha iti ya evaṃ veda |
Daher wird der Herr Wunsch genannt. Also, technisch, (der Herr als) Wunsch durchdringt ka. Wunsch allein ist diese Tat. So wird Karma verstanden. Daher ist es der Sinn von Tat. Wer so weiß (wird der Herr).; Savitur varenyam. Die Wurzel Höchste bedeutet "ein lebendiges Ding gebären".
Wort-für-Wort-Erläuterung: kāmaḥ – Wunsch; Begehren; kāma – Verlangen, Begierde; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; evaṃ – so, auf diese Weise; veda – Veda; akacaṭatapayaśānsṛjate tasmādīśvaraḥ kāmo'bhidhīyate tatparibhāṣayā kakāraṃ vyāpnoti evedaṃ tattaditi kakāro gṛhyate bhasmāttatpadārtha ya – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Daher wird der Herr Wunsch genannt. Also, technisch, (der Herr als) Wunsch durchdringt ka. Wunsch allein ist diese Tat. So wird Karma verstanden. Daher ist es der Sinn von Tat. Wer so weiß (wird der Herr).; Savitur …“.
Textabschnitt 7 Tripuratapini Upanishad
saviturvareṇyamiti ṣūṅ prāṇiprasave savitā prāṇinaḥ sūte
prasūte śaktim |
sūte tripurā śaktirādyeyaṃ tripurā
parameśvarī mahākuṇḍalinī devī |
jātavedasamaṇḍalaṃ yo'dhīte
sarvaṃ vyāpyate |
Diese Urkraft ist Tripura. Der höchste Souverän, Tripura. Gottheit groß mit Ohrringen geschmückt in der Sphäre des Feuers bleibend. Wer auch immer (dieses Wissen) beherrscht, durchdringt alles. Die Macht des Dreiecks (die Schlangenkraft) erschafft mit (der Hilfe des) erhabenen Buchstaben e.
Wort-für-Wort-Erläuterung: devī – die Göttin; sarvaṃ – alles; saviturvareṇyamiti ṣūṅ prāṇiprasave savitā prāṇinaḥ sūte prasūte śaktim tripurā śaktirādyeyaṃ parameśvarī mahākuṇḍalinī jātavedasamaṇḍalaṃ yo'dhīte vyāpyate – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Diese Urkraft ist Tripura. Der höchste Souverän, Tripura. Gottheit groß mit Ohrringen geschmückt in der Sphäre des Feuers bleibend. Wer auch immer (dieses Wissen) beherrscht, durchdringt alles. Die Macht des …“.
Textabschnitt 8 Tripuratapini Upanishad
trikoṇaśaktirekāreṇa mahābhāgena prasūte |
tasmādekāra eva gṛhyate |
vareṇyaṃ śreṣṭhaṃ bhajanīyamakṣaraṃ
namaskāryam |
tasmādvareṇyamekārākṣaraṃ gṛhyata iti
ya evaṃ veda |
bhargo devasya dhīmahītyevaṃ vyākhyāsyāmaḥ |
So wird nur der Buchstabe e genommen. Varenyam bedeutet das Beste, das Anbetungswürdige, das Unvergängliche, das der Ehrerbietung würdig ist. Bhargo devasya dhimahi - dies werden wir erklären: Dha bedeutet Lagern.
Wort-für-Wort-Erläuterung: eva – allein; eben; wahrlich; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; evaṃ – so, auf diese Weise; veda – Veda; devasya – des Gottes; trikoṇaśaktirekāreṇa mahābhāgena prasūte tasmādekāra gṛhyate vareṇyaṃ śreṣṭhaṃ bhajanīyamakṣaraṃ namaskāryam tasmādvareṇyamekārākṣaraṃ gṛhyata ya bhargo dhīmahītyevaṃ vyākhyāsyāmaḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „So wird nur der Buchstabe e genommen. Varenyam bedeutet das Beste, das Anbetungswürdige, das Unvergängliche, das der Ehrerbietung würdig ist. Bhargo devasya dhimahi - dies werden wir erklären: Dha bedeutet …“.
Textabschnitt 9 Tripuratapini Upanishad
dhakāro dhāraṇā |
dhiyaiva dhāryate bhagavānparameśvaraḥ |
bhargo devo madhyavarti turīyamakṣaraṃ sākṣātturīyaṃ sarvaṃ
sarvāntarbhūtam |
turīyākṣaramīkāraṃ padānāṃ
madhyavartītyevaṃ vyākhyātaṃ bhargorūpaṃ vyācakṣate |
Durch den Gedanken wird der höchste Herr geboren. Bharga ist der Leuchtende, der in der Mitte wohnt; der unvergängliche vierte (Buchstabe), der unmittelbare vierte, das All, das Innerste von allem. Der vierte Buchstabe i ist in der Mitte der Worte. So wird der Buchstabe i als das Äquivalent von bhargo devasya dhi verstanden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: dhāraṇā – Konzentration; sarvaṃ – alles; dhakāro dhiyaiva dhāryate bhagavānparameśvaraḥ bhargo devo madhyavarti turīyamakṣaraṃ sākṣātturīyaṃ sarvāntarbhūtam turīyākṣaramīkāraṃ padānāṃ madhyavartītyevaṃ vyākhyātaṃ bhargorūpaṃ vyācakṣate – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Durch den Gedanken wird der höchste Herr geboren. Bharga ist der Leuchtende, der in der Mitte wohnt; der unvergängliche vierte (Buchstabe), der unmittelbare vierte, das All, das Innerste von allem. Der vierte Buchstabe …“.
Textabschnitt 10 Tripuratapini Upanishad
tasmādbhargo devasya dhīmahītyevamīkārākṣaraṃ gṛhyate |
mahītyasya vyākhyānaṃ mahattvaṃ jaḍatvaṃ kāṭhinyaṃ vidyate
yasminnakṣateretanmahi lakāraḥ paraṃ dhāma |
kāṭhinyāḍhyaṃ
sasāgaraṃ saparvataṃ sa saptadvīpaṃ sakānanamujjvaladrūpaṃ
maṇḍalamevoktaṃ lakāreṇa |
pṛthvī devī mahītyanena vyācakṣate |
dhiyo yo naḥ pracodayāt |
paramātmā sadāśiva ādibhūtaḥ paraḥ |
sthāṇubhūtena lakāreṇa
jyotirliṅgamātmānaṃ dhiyo buddhayaḥ pare vastuni dhyānecchārahitaṃ
nirvikalpake pracodayātprerayedityuccāraṇarahitaṃ cetasaiva
Die Ausstellung von mahi. Der Buchstabe, in dem Größe, Trägheit und Härte vorhanden sind, ist mahi. Der Buchstabe la ist der höchste Wohnsitz. Der Buchstabe la bezeichnet die Kugel, die überwiegend hart ist und die Meere, die Berge, die sieben Inseln und die Wälder umfasst und eine glänzende Form hat. Mit mahi wird die Göttin Erde bezeichnet. Dhiyo yo nah prachodayat.
Wort-für-Wort-Erläuterung: devasya – des Gottes; kāṭhinyaṃ – steifheit; vidyate – ist vorhanden; paraṃ – höchstes; jenseitiges; sa – er, dieser; pṛthvī – Erde; devī – die Göttin; paramātmā – das Höchste Wesen; sadāśiva – der ewige Shiva; paraḥ – erhaben, höchst, jenseitig; tasmādbhargo dhīmahītyevamīkārākṣaraṃ gṛhyate mahītyasya vyākhyānaṃ mahattvaṃ jaḍatvaṃ yasminnakṣateretanmahi lakāraḥ dhāma kāṭhinyāḍhyaṃ sasāgaraṃ saparvataṃ saptadvīpaṃ sakānanamujjvaladrūpaṃ maṇḍalamevoktaṃ lakāreṇa mahītyanena vyācakṣate dhiyo yo naḥ pracodayāt ādibhūtaḥ sthāṇubhūtena jyotirliṅgamātmānaṃ … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Ausstellung von mahi. Der Buchstabe, in dem Größe, Trägheit und Härte vorhanden sind, ist mahi. Der Buchstabe la ist der höchste Wohnsitz. Der Buchstabe la bezeichnet die Kugel, die überwiegend hart ist und …“.
Textabschnitt 11 Tripuratapini Upanishad
cintayitvā bhāvayediti |
paro rajase sāvadomiti tadavasāne paraṃ
jyotiramalaṃ hṛdi daivataṃ caitanyaṃ cilliṅgaṃ hṛdayāgāravāsinī
hṛllekhetyādinā spaṣṭaṃ vāgbhavakūṭaṃ pañcākṣaraṃ
pañcabhūtajanakaṃ pañcakalāmayaṃ vyāpaṭhyata iti |
ya evaṃ veda |
atha tu paraṃ kāmakalābhūtaṃ kāmakūṭamāhuḥ |
tatsaviturvareṇya-
mityādidvātriṃśadakṣarīṃ paṭhitvā taditi paramātmā sadāśivo'kaśaraṃ
vimalaṃ nirupādhitādātnyapratipādanena hakārākṣaraṃ śivarūpaṃ
nirakṣaramakṣaraṃ vyālikhyata iti |
tatparāgavyāvṛttimādāya śaktiṃ darśayati |
Möge das höchste Selbst, das urzeitliche, transzendentale Sadasiva, (unsere) Gedanken inspirieren, (unser) leuchtendes Selbst, mit dem standhaften Buchstaben la in Richtung des transzendentalen, undifferenzierten Realen, das jenseits der Sphäre des Verlangens nach Kontemplation ist. Pare rajase savadom. Schließlich wird das (was anders ist als das Selbst) das höchste Licht, reines Bewusstsein, die Göttlichkeit, die im Herzen wohnt, deren Zeichen Bewusstsein ist und die (das gleiche wie) hrim ist, deren Wohnsitz das Herz ist. Nun wird die nächste Gruppe, die Kamakala geworden ist, Kamakuta genannt, sagen die Weisen. In der Äußerung der zweiunddreißig heiligen Silben, tat savitur varenyam, etc., ist tat das höchste Selbst, Sadasiva, das unvergängliche, das reine, das unkonditionierte. Die Silbe ha, die die Identität (mit Shiva) hervorbringt, hat die Form von Shiva; es wird als unausgesprochen angesehen, (obwohl) eine Silbe. So bleibt es äußerlich (ha) zeigt die Macht an. Entlang der Linie, die früher von tat savituh angedeutet wurde, muss der Mond (dessen Samensilbe sa ist) neben die Sonne gestellt werden (deren Samensilbe ha ist). (Das Licht der Sonne) füllt den Bereich zwischen dem Grundkreis und der heiligen Öffnung der Krone. Die Silbe sa soll einzigartig sein. (Er, der als Tat und Erlöser betrachtet wird) ist das göttliche Wesen, dessen Wesen Shiva und Sakti ist. Shiva ist der Höchste Gott So (Brahman-Kenner) sagen;. Sakti ist alles, was geboren wird.
Wort-für-Wort-Erläuterung: paraṃ – höchstes; jenseitiges; hṛdi – im Herzen; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; evaṃ – so, auf diese Weise; veda – Veda; atha – nun; sodann; tu – aber; hingegen; paṭhitvā – gelesen, studiert habend; paramātmā – das Höchste Wesen; śaktiṃ – kraft; cintayitvā bhāvayediti paro rajase sāvadomiti tadavasāne jyotiramalaṃ daivataṃ caitanyaṃ cilliṅgaṃ hṛdayāgāravāsinī hṛllekhetyādinā spaṣṭaṃ vāgbhavakūṭaṃ pañcākṣaraṃ pañcabhūtajanakaṃ pañcakalāmayaṃ vyāpaṭhyata ya kāmakalābhūtaṃ kāmakūṭamāhuḥ tatsaviturvareṇya mityādidvātriṃśadakṣarīṃ taditi sadāśivo'kaśaraṃ … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Möge das höchste Selbst, das urzeitliche, transzendentale Sadasiva, (unsere) Gedanken inspirieren, (unser) leuchtendes Selbst, mit dem standhaften Buchstaben la in Richtung des transzendentalen, undifferenzierten …“.
Textabschnitt 12 Tripuratapini Upanishad
tatsavituriti pūrveṇādhvanā sūryādhaścandrikāṃ vyālikhya
mūlādibrahmarandhragaṃ sākṣaramadvitīyamācakṣata ityāha bhagavantaṃ
devaṃ śivaśaktyātmakamevoditam |
Sonne und Mond vereint sind Hamsa-Brahman attributlos.
Wort-für-Wort-Erläuterung: tatsavituriti pūrveṇādhvanā sūryādhaścandrikāṃ vyālikhya mūlādibrahmarandhragaṃ sākṣaramadvitīyamācakṣata ityāha bhagavantaṃ devaṃ śivaśaktyātmakamevoditam – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Sonne und Mond vereint sind Hamsa-Brahman attributlos.“.
1. Vers, 1. Teil der Tripuratapini Upanishad
śivo'yaṃ paramaṃ devaṃ śaktireṣā tu jīvajjā |
sūryācandramasoryogāddhaṃsastatatpadamucyate || 1 ||
Dieser Shiva ist der höchste Gott; diese Shakti bringt das Leben hervor. Aus der Vereinigung von Sonne und Mond entsteht Hamsa; dies wird „jenes höchste Ziel“ genannt.
Wort-für-Wort-Erläuterung: śivaḥ ayam – dieser Shiva; paramaṃ devam – der höchste Gott; śaktiḥ eṣā – diese Shakti; tu – aber, wahrlich; jīvajjā – Leben hervorbringend; sūrya-candramasoḥ yogāt – aus der Vereinigung von Sonne und Mond; haṃsaḥ – Hamsa; tat-padam – jenes höchste Ziel; ucyate – wird genannt.
2. Vers, 1. Teil der Tripuratapini Upanishad
tasmādujjṛmbhate kāmaḥ kāmātkāmaḥ paraḥ śivaḥ |
kārṇo'yaṃ kāmadevo'yaṃ vareṇyaṃ bharga ucyate || 2 ||
Aus ihm entfaltet sich das Begehren; aus dem Begehren geht der höchste Shiva hervor. Dieser ist die Ursache, dieser ist Kamadeva; er wird die erwählenswerte Strahlkraft genannt.
Wort-für-Wort-Erläuterung: tasmāt – aus ihm; ujjṛmbhate – entfaltet sich; kāmaḥ – Begehren; kāmāt – aus dem Begehren; paraḥ śivaḥ – der höchste Shiva; kāraṇaḥ ayam – dieser ist die Ursache; kāmadevaḥ ayam – dieser ist Kamadeva; vareṇyam bhargaḥ – die erwählenswerte Strahlkraft; ucyate – wird genannt.
Textabschnitt 13 Tripuratapini Upanishad
tatsaviturvareṇyaṃ bhargo devaḥ kṣīraṃ secanīyamakṣaraṃ
samadhughnamakṣaraṃ paramātmajīvātmanoryogāttaditi
spaṣṭamakṣaraṃ tṛtīyaṃ ha iti tadeva sadāśiva eva
niṣkalmaṣa ādyo devo'ntyamakṣaraṃ vyākriyate |
Diese unvergängliche (Milch) wird durch die Vereinigung des höchsten Selbst und des individuellen Selbst gewonnen. Das ist die klare dritte Silbe ha. Es ist in der Tat Sadasiva, die makellose, die leuchtende Göttlichkeit. Die letzte Silbe wird somit als der höchste Wohnsitz erklärt. Dhi bedeutet Bewahren; das Bewahren von inerter Materie ist mit mahi verbunden, gekennzeichnet durch die Silbe, la. Das Gefühl von la kommend nach ha, was Shiva bedeutet, ist eindeutig (Brahman). Paro rajase savadom: Diese Gruppe ist die Wohnstätte von Kamakala (das heißt die Vagbhava-Gruppe). Wer die sechs Pfade beschreitet (wie den Pfad der Buchstaben), erreicht den Sitz von Vishnu.
Wort-für-Wort-Erläuterung: devaḥ – Gott; das Leuchtende; kṣīraṃ – milch; ha – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; tadeva – dasselbe; sadāśiva – der ewige Shiva; eva – allein; eben; wahrlich; tatsaviturvareṇyaṃ bhargo secanīyamakṣaraṃ samadhughnamakṣaraṃ paramātmajīvātmanoryogāttaditi spaṣṭamakṣaraṃ tṛtīyaṃ niṣkalmaṣa ādyo devo'ntyamakṣaraṃ vyākriyate – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Diese unvergängliche (Milch) wird durch die Vereinigung des höchsten Selbst und des individuellen Selbst gewonnen. Das ist die klare dritte Silbe ha. Es ist in der Tat Sadasiva, die makellose, die leuchtende …“.
Textabschnitt 14 Tripuratapini Upanishad
paramaṃ padaṃ dhīti dhāraṇaṃ vidyate jaḍatvadhāraṇaṃ
mahīti lakāraḥ śivādhastāttu lakārārthaḥ spaṣṭamantyamakṣaraṃ
paramaṃ caitanyaṃ dhiyo yo naḥ pracodayātparo rajase sāvadomityevaṃ
kūṭaṃ kāmakalālayaṃ ṣaḍadhvaparivartako vaiṣṇavaṃ paramaṃ
dhāmaiti bhagavāṃścaitasmādya evaṃ veda |
athaitasmādaparaṃ
tṛtīyaṃ śaktikūṭaṃ pratipadyate |
dvātriṃśadakṣaryā gāyatryā
tatsaviturvareṇyaṃ tasmādātmana ākāśa ākāśādvāyuḥ sphurati
tadadhīnaṃ vareṇyaṃ samudīyamānaṃ saviturvā yogyo jīvātmaparamātma-
samudbhavastaṃ prakāśaśaktirūpaṃ jīvākṣaraṃ spaṣṭamāpadyate |
bhargo devasya dhītyanenādhārarūpaśivātmākṣaraṃ gaṇyate |
mahītyādināśeṣaṃ kāmyaṃ ramaṇīyaṃ dṛśyaṃ śaktikūṭaṃ
spaṣṭīkṛtamiti |
evaṃ pañcadaśākṣaraṃ traipuraṃ yo'dhīte sa
sarvānkāmānavāpnoti |
sa sarvāṃllokāñjayati |
sa sarvā vāco vijṛmbhayati |
sa rudratvaṃ prāpnoti |
sa vaiṣṇavaṃ dhāma bhittvā paraṃ brahma prāpnoti |
ya evaṃ veda |
ityādyāṃ vidyāmabhidhāyaitasyāḥ śaktikūṭaṃ
śaktiśivādyaṃ lopāmudreyam |
Danach die andere, die dritte Gruppe, Saktikuta, erreicht (Übereinstimmung) mit dem Gayatri von zweiunddreißig Silben. Tat Savitur varenyam. Vom Selbst kommt der Himmel; vom Himmel rührt sich die Luft. Was in Abhängigkeit von Ihm entsteht, ist liebenswert. Savitur passend ist das Zusammenkommen des individuellen Selbst und des Höchsten Selbst. Die Silbe, die das individuelle Selbst bezeichnet, (sa), erreicht eindeutig die Form der leuchtenden Kraft. Bhargo devasya dhi. Mit diesen Worten wird die Silbe (ka) gezählt, die Shiva bezeichnet, der (alles) enthält. Mit mahi, etc. (la ist in Übereinstimmung). Mit dem wünschenswerten, lieblichen, sichtbaren Rest (das heißt dhiyo yo nah, etc.), dem wünschenswerten, lieblichen (hrillekha ist in Übereinstimmung). Wer so das fünfzehnsilbige Mantra von Tripura wiederholt, erreicht alle Wünsche; er erreicht alle Freuden; er erobert alle Welten; er lässt alle Worte blühen; er erreicht den Status von Rudra; er durchbricht den Wohnsitz von Vishnu (den Schleier der Maya), er erreicht das höchste Brahman. Die urzeitliche Vidya (Beschwörung), die Sakti-Gruppe (sa ka la hrim) und Shakti und Shiva (bezeichnet durch sa ka) (muss im ersten Wohnort, dem wachen Zustand betrachtet werden) Die Lopamudra-Beschwörung (ha sa ka la hrim) (muss betrachtet werden) im zweiten Wohnort (dem Traumzustand). Im dritten Wohnort (oder dem kollektiven Schlafzustand) muss die vorherige Beschwörung, die Macht, hrillekha, ohne den nasalen Klang (sa ka la hri), die Beschwörung, auf der Durvasas, der zornige Weise, meditiert, betrachtet werden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: paramaṃ – den höchsten; vidyate – ist vorhanden; evaṃ – so, auf diese Weise; veda – Veda; ākāśa – Raum, Äther; sphurati – pulsiert, bewegt sich; devasya – des Gottes; sa – er, dieser; prāpnoti – erlangt; bhittvā – nachdem sie durchbrochen hat; paraṃ – höchstes; jenseitiges; brahma – Brahman, das Absolute; padaṃ dhīti dhāraṇaṃ jaḍatvadhāraṇaṃ mahīti lakāraḥ śivādhastāttu lakārārthaḥ spaṣṭamantyamakṣaraṃ caitanyaṃ dhiyo yo naḥ pracodayātparo rajase sāvadomityevaṃ kūṭaṃ kāmakalālayaṃ ṣaḍadhvaparivartako vaiṣṇavaṃ dhāmaiti bhagavāṃścaitasmādya athaitasmādaparaṃ tṛtīyaṃ śaktikūṭaṃ pratipadyate dvātriṃśadakṣaryā gāyatryā … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Danach die andere, die dritte Gruppe, Saktikuta, erreicht (Übereinstimmung) mit dem Gayatri von zweiunddreißig Silben. Tat Savitur varenyam. Vom Selbst kommt der Himmel; vom Himmel rührt sich die Luft. Was in …“.
Textabschnitt 15 Tripuratapini Upanishad
dvitīye dhāmani pūrveṇaiva manunā binduhīnā śaktibhūtahṛllekhā
krodhamuninādhiṣṭhitā |
tṛtīye dhāmani pūrvasyā eva vidyāyā
yadvāgbhavakūṭaṃ tenaiva mānavīṃ cāndrīṃ kauberīṃ vidyāmācakṣate |
Die Vagbhava-Gruppe der vorherigen Beschwörung wird beschrieben als in Bezug auf Manu, Chandra und Kubera. Nach Madana (oder Klim) kommt der verheißungsvolle Vagbhava;
Wort-für-Wort-Erläuterung: eva – allein; eben; wahrlich; tenaiva – aus demselben Grund; dvitīye dhāmani pūrveṇaiva manunā binduhīnā śaktibhūtahṛllekhā krodhamuninādhiṣṭhitā tṛtīye pūrvasyā vidyāyā yadvāgbhavakūṭaṃ mānavīṃ cāndrīṃ kauberīṃ vidyāmācakṣate – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Vagbhava-Gruppe der vorherigen Beschwörung wird beschrieben als in Bezug auf Manu, Chandra und Kubera. Nach Madana (oder Klim) kommt der verheißungsvolle Vagbhava;“.
Textabschnitt 16 Tripuratapini Upanishad
madanādhaḥ śivaṃ vāgbhavam |
tadūrdhvaṃ kāmakalāmayam |
śaktyūrdhvaṃ śaktimiti mānavī vidyā |
caturthe dhāmani
śivaśaktyākhyamanyattṛtīyaṃ ceyaṃ cāndrī vidyā |
pañcame dhāmani
als nächstes kommt der Kamakala (ka, etc.); als nächstes ist die Sakti-Gruppe, sa, etc. Diese Gruppierung, in dieser Reihenfolge, wurde von Manu verehrt und muss im vierten Wohnort (dem Visva-Zustand) betrachtet werden. (Erst) das, was Shiva und Sakti (nämlich ha, etc.) genannt wird; dann Vagbhava; wieder die Shiva und Sakti Gruppe;
Wort-für-Wort-Erläuterung: śivaṃ – Shiva; das Heilvolle; vidyā – Wissen; heilige Lehre; madanādhaḥ vāgbhavam tadūrdhvaṃ kāmakalāmayam śaktyūrdhvaṃ śaktimiti mānavī caturthe dhāmani śivaśaktyākhyamanyattṛtīyaṃ ceyaṃ cāndrī pañcame – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „als nächstes kommt der Kamakala (ka, etc.); als nächstes ist die Sakti-Gruppe, sa, etc. Diese Gruppierung, in dieser Reihenfolge, wurde von Manu verehrt und muss im vierten Wohnort (dem Visva-Zustand) betrachtet werden. …“.
Textabschnitt 17 Tripuratapini Upanishad
dhyeyeyaṃ cāndrī kāmādhaḥ śivādyakāmā |
saiva kauberi ṣaṣṭhe
dhāmani vyācakṣata iti |
ya evaṃ veda |
hitvekāraṃ turīyasvaraṃ sarvādau
sūryācandramaskena kāmeśvaryevāgastyasaṃjñā |
saptame dhāmani
und die dritte (sa, etc.) - diese Beschwörung, die von Chandra verehrt wird, soll im fünften Wohnort (dem Taijasa Zustand) betrachtet werden. Die Beschwörung von Shiva usw., die zu der von Chandra hinzugefügt wurde, ist die Beschwörung von Kubera; sie muss in der sechsten Wohnstatt (dem Prajna-Zustand) betrachtet werden. Wenn man den vierten Vokal i auslässt und die Sonne und den Mond (repräsentiert durch ha und sa) in den Anfang von allen (Gruppen) stellt, ergibt sich die Vidya (Beschwörung), die die Macht über Wünsche fördert;
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; evaṃ – so, auf diese Weise; veda – Veda; dhyeyeyaṃ cāndrī kāmādhaḥ śivādyakāmā saiva kauberi ṣaṣṭhe dhāmani vyācakṣata ya hitvekāraṃ turīyasvaraṃ sarvādau sūryācandramaskena kāmeśvaryevāgastyasaṃjñā saptame – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „und die dritte (sa, etc.) - diese Beschwörung, die von Chandra verehrt wird, soll im fünften Wohnort (dem Taijasa Zustand) betrachtet werden. Die Beschwörung von Shiva usw., die zu der von Chandra hinzugefügt wurde, ist …“.
Textabschnitt 18 Tripuratapini Upanishad
tṛtīyametasyā eva pūrvoktāyāḥ kāmādyaṃ dvidhādhaḥ kaṃ madanakalādyaṃ
śaktibījaṃ vāgbhavādyaṃ tayorardhāvaśiraskaṃ kṛtvā nandividyeyam |
aṣṭame dhāmani vāgbhavamāgastyaṃ vāgarthakalāmayaṃ kāmakalābhidhaṃ
es ist nach Agastya benannt und muss in der siebten Wohnung (dem Viraj-Zustand) meditiert werden. In der Beschwörung (von Agastya) oben gegeben, in zweifacher Weise, ha ha, die Beschwörungen beginnend mit Kama und Madana, dann sa, der Samen-Silbe von Sakti, und ka, der Anfang von Vagbhava. Von sa und ka, lassen Sie die Vokale in halb-Silben verkürzt werden. Die Vagbhava-Gruppe; die Beschwörung von Agastya, bestehend aus Worten und Bedeutungen Kamakala gestylt;
Wort-für-Wort-Erläuterung: eva – allein; eben; wahrlich; kṛtvā – getan habend; nachdem er getan hat; tṛtīyametasyā pūrvoktāyāḥ kāmādyaṃ dvidhādhaḥ kaṃ madanakalādyaṃ śaktibījaṃ vāgbhavādyaṃ tayorardhāvaśiraskaṃ nandividyeyam aṣṭame dhāmani vāgbhavamāgastyaṃ vāgarthakalāmayaṃ kāmakalābhidhaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „es ist nach Agastya benannt und muss in der siebten Wohnung (dem Viraj-Zustand) meditiert werden. In der Beschwörung (von Agastya) oben gegeben, in zweifacher Weise, ha ha, die Beschwörungen beginnend mit Kama und …“.
Textabschnitt 19 Tripuratapini Upanishad
sakalamāyāśaktiḥ prabhākarī vidyeyam |
navame dhāmani punarāgastyaṃ
vāgbhavaṃ śaktimanmathaśivaśaktimanmathorvīmāyākāmakalālayaṃ
candrasūryānaṅgadhūrjaṭimahimālayaṃ tṛtīyaṃ ṣaṇmukhīyaṃ vidyā |
(dann) die ganze Macht von Maya (die Sakti-Gruppe) - (diese, integriert, wurden von der Sonne angebetet und so) wird dies die Beschwörung von Prabhakara genannt. (Es muss meditiert werden) im Geist Aufenthalt (der Zustand des kausalen Aufenthaltsortes).
Wort-für-Wort-Erläuterung: vidyā – Wissen; heilige Lehre; sakalamāyāśaktiḥ prabhākarī vidyeyam navame dhāmani punarāgastyaṃ vāgbhavaṃ śaktimanmathaśivaśaktimanmathorvīmāyākāmakalālayaṃ candrasūryānaṅgadhūrjaṭimahimālayaṃ tṛtīyaṃ ṣaṇmukhīyaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „(dann) die ganze Macht von Maya (die Sakti-Gruppe) - (diese, integriert, wurden von der Sonne angebetet und so) wird dies die Beschwörung von Prabhakara genannt. (Es muss meditiert werden) im Geist Aufenthalt (der …“.
Textabschnitt 20 Tripuratapini Upanishad
daśame dhāmani vidyāprakāśitayā bhūya evāgastyavidyāṃ paṭhitvā bhūya
evemāmantyamāyāṃ paramaśivavidyeyamekādaśe dhāmani bhūya evāgastyaṃ
paṭhitvā etasyā eva vāgbhavaṃ yaddhanajaṃ kāmakalālayaṃ ca tatsahajaṃ kṛtvā
lopāmudrāyāḥ śaktikūṭarājaṃ paṭhitvā vaiṣṇavī vidyā dvādaśe dhāmani
vyācakṣata iti |
ya evaṃ veda |
tānhovāca |
bhagavānsarve yūyaṃ śrutvā pūrvāṃ kāmākhyāṃ
Wieder die Beschwörung von Agastya; (dann) Vagbhava; der Samen-Buchstabe von Sakti (hrim); der Samen-Buchstabe von Kama (klim); die Samen-Buchstaben von Shiva und Sakti (hamsa); (wieder) der Samen-Buchstabe von Kama (klim); der Samen-Buchstabe der Erde (lam); der Samen-Buchstabe von Maya (hrim); der Wohnsitz von Kamakala (die sechs Silben beginnen mit ha); die Samen-Buchstaben des Mondes und der Sonne (so'ham); der Samen-Buchstabe von Kama (klim); Die dritte (das heißt hamsa, so'ham und hamsa) - (integriert), diese Beschwörung, die von Shanmukha verehrt wird, muss im zehnten Wohnort meditiert werden. Wenn man die Beschwörung von Agastya nach der Beschwörung von Shanmukha wiederholt, erhält man die Beschwörung des höchsten Shiva, der über die letzte Region herrscht. Wiederholt man die Beschwörung von Agastya mit Vagbhava, die Beschwörung von Kubera, die Beschwörung von Kamakala und die souveräne Gruppe von Sakti, die von der Beschwörung von Lopamudra abgeleitet ist, so erhält man die Beschwörung von Vishnu. Der Herr (Sadasiva) sagte zu allen Göttern: Nachdem er die Beschwörung (von Mir) gehört und es sich selbst klar gemacht hatte ('Ich bin Brahman'), wisse (es gibt nichts anderes als Brahman) und reduziere (was auch immer daneben erscheint) zu Brahman. Derjenige, der alle Sitze einnimmt, die mit heiligen Zaubersprüchen geweiht sind;
Wort-für-Wort-Erläuterung: paṭhitvā – gelesen, studiert habend; eva – allein; eben; wahrlich; ca – und; kṛtvā – getan habend; nachdem er getan hat; vidyā – Wissen; heilige Lehre; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; evaṃ – so, auf diese Weise; veda – Veda; śrutvā – hören; daśame dhāmani vidyāprakāśitayā bhūya evāgastyavidyāṃ evemāmantyamāyāṃ paramaśivavidyeyamekādaśe evāgastyaṃ etasyā vāgbhavaṃ yaddhanajaṃ kāmakalālayaṃ tatsahajaṃ lopāmudrāyāḥ śaktikūṭarājaṃ vaiṣṇavī dvādaśe vyācakṣata ya tānhovāca bhagavānsarve yūyaṃ pūrvāṃ kāmākhyāṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wieder die Beschwörung von Agastya; (dann) Vagbhava; der Samen-Buchstabe von Sakti (hrim); der Samen-Buchstabe von Kama (klim); die Samen-Buchstaben von Shiva und Sakti (hamsa); (wieder) der Samen-Buchstabe von Kama …“.
Textabschnitt 21 Tripuratapini Upanishad
turīyarūpāṃ turīyātītāṃ sarvotkaṭāṃ sarvamantrāsanagatāṃ
pīṭhopapīṭhadevatāparivṛtāṃ sakalakalāvyāpinīṃ devatāṃ sāmodāṃ
saparāgāṃ sahṛdayāṃ sāmṛtāṃ sakalāṃ sendriyāṃ sadoditāṃ
parāṃ vidyāṃ spaṣṭīkṛtvā hṛdaye nidhāya vijñāyānilayaṃ
gamayitvā trikūṭāṃ tripurāṃ paramāṃ māyāṃ śreṣṭhāṃ parāṃ
vaiṣṇavīṃ saṃnidhāya hṛdayakamalakarṇikāyāṃ parāṃ bhagavatīṃ
lakṣmīṃ māyāṃ sadoditāṃ mahāvaśyakarīṃ madanonmādanakāriṇīṃ
der von allen Seiten von Gottheiten umgeben ist, die auf den Haupt- und Untersitzen sitzen; der alle Teile durchdringt (vom Prana, Lebensatem bis zum Naman, Namen); die Gottheit, die voller Freude ist; der in Vereinigung mit dem höchsten Geist ist; der im Herzen ist; dessen Gabe Unsterblichkeit ist; der vollständig ist und der Sinne besitzt; der für immer auferstanden ist; der aus drei Gruppen besteht; er hat drei Wohnstätten und ist der Höchste und Ausgezeichnetste. Maya; wer ist die höchste Macht von Vishnu. Enthrone in der Perikarp des Herzens Lotus die höchste, heilige Lakshmi, die Maya immer auferstanden;
Wort-für-Wort-Erläuterung: vidyāṃ – die Wissenschaften; hṛdaye – im Herzen; paramāṃ – höchste; turīyarūpāṃ turīyātītāṃ sarvotkaṭāṃ sarvamantrāsanagatāṃ pīṭhopapīṭhadevatāparivṛtāṃ sakalakalāvyāpinīṃ devatāṃ sāmodāṃ saparāgāṃ sahṛdayāṃ sāmṛtāṃ sakalāṃ sendriyāṃ sadoditāṃ parāṃ spaṣṭīkṛtvā nidhāya vijñāyānilayaṃ gamayitvā trikūṭāṃ tripurāṃ māyāṃ śreṣṭhāṃ vaiṣṇavīṃ saṃnidhāya hṛdayakamalakarṇikāyāṃ bhagavatīṃ … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „der von allen Seiten von Gottheiten umgeben ist, die auf den Haupt- und Untersitzen sitzen; der alle Teile durchdringt (vom Prana, Lebensatem bis zum Naman, Namen); die Gottheit, die voller Freude ist; der in …“.
Textabschnitt 22 Tripuratapini Upanishad
dhanurbāṇadhāriṇīṃ vāgvijṛmbhiṇīṃ candramaṇḍalamadhyavartinīṃ
candrakalāṃ saptadaśīṃ mahānityopasthitāṃ pāśāṅkuśamanojña-
pāṇipallavāṃ samudyadarkanibhāṃ trinetrāṃ vicintya devīṃ mahālakṣmīṃ
sarvalakṣmīmayīṃ sarvalakṣaṇasampannāṃ hṛdaye caitanyarūpiṇīṃ
nirañjanāṃ trikūṭākhyāṃ smitamukhīṃ sundarīṃ mahāmāyāṃ
sarvasubhagāṃ mahākuṇḍalinīṃ tripīṭhamadhyavartinīmakathādiśrīpīṭhe
wer kontrolliert die Sinne Ihrer Devotees; wer überwältigt den Gott der Liebe; wer ist bewaffnet mit Bogen und Pfeil; wer inspiriert Beredsamkeit; wer bleibt in der Mitte der Mondkugel, ist geschmückt mit dem Halbmond, und nimmt die Gestalt der siebzehn Prajapatis. Sie ist die große, ewig gegenwärtig. Ihre Hände, die eine Schlinge und einen Stiel halten, sind charmant. Sie, die Dreiäugige, scheint wie die aufgehende Sonne. Im Herzen meditiere über die Göttin Maha Lakshmi, begreife alle Herrlichkeiten und besessen von allen glückverheißenden Zeichen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: hṛdaye – im Herzen; dhanurbāṇadhāriṇīṃ vāgvijṛmbhiṇīṃ candramaṇḍalamadhyavartinīṃ candrakalāṃ saptadaśīṃ mahānityopasthitāṃ pāśāṅkuśamanojña pāṇipallavāṃ samudyadarkanibhāṃ trinetrāṃ vicintya devīṃ mahālakṣmīṃ sarvalakṣmīmayīṃ sarvalakṣaṇasampannāṃ caitanyarūpiṇīṃ nirañjanāṃ trikūṭākhyāṃ smitamukhīṃ sundarīṃ mahāmāyāṃ sarvasubhagāṃ … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „wer kontrolliert die Sinne Ihrer Devotees; wer überwältigt den Gott der Liebe; wer ist bewaffnet mit Bogen und Pfeil; wer inspiriert Beredsamkeit; wer bleibt in der Mitte der Mondkugel, ist geschmückt mit dem Halbmond, …“.
Schlussabschnitt der ersten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad
parāṃ bhairavīṃ citkalāṃ mahātripurāṃ devīṃ dhyāyenmahādhyāna-
yogeneyamevaṃ vedeti mahopaniṣat || iti prathamopaniṣat || 1 ||
Man meditiere durch den großen Yoga der Meditation über die höchste Bhairavi, die Bewusstseinskraft und große Göttin Tripura. Wer sie auf diese Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die erste Teil-Upanishad.
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; parāṃ bhairavīṃ citkalāṃ mahātripurāṃ devīṃ dhyāyenmahādhyāna yogeneyamevaṃ vedeti mahopaniṣat prathamopaniṣat – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Man meditiere durch den großen Yoga der Meditation über die höchste Bhairavi, die Bewusstseinskraft und große Göttin Tripura. Wer sie auf diese Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die erste …“.
Textabschnitt 23 Tripuratapini Upanishad
athāto jātavedase sunavāma somamityādi paṭhitvā traipurī vyaktirlakṣyate |
jātavedasa ityekarcasūktasyādyamadhyamāvasāneṣu tatra sthāneṣu
vilīnaṃ bījasāgararūpaṃ vyācakṣvetyṛṣaya ūcuḥ |
tānhovāca
bhagavāñjātavedase sunavāma somaṃ tadatyamravāṇīṃ vilomena paṭhitvā
Die Seher sagten: „Erkläre die Form der ausgedehnten Samenbriefe, die am Anfang, in der Mitte und am Ende des Verses der Verherrlichung verborgen sind: „Lasst uns zum allwissenden Feuer.
Wort-für-Wort-Erläuterung: paṭhitvā – gelesen, studiert habend; tatra – dort; darin; athāto jātavedase sunavāma somamityādi traipurī vyaktirlakṣyate jātavedasa ityekarcasūktasyādyamadhyamāvasāneṣu sthāneṣu vilīnaṃ bījasāgararūpaṃ vyācakṣvetyṛṣaya ūcuḥ tānhovāca bhagavāñjātavedase somaṃ tadatyamravāṇīṃ vilomena – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Seher sagten: „Erkläre die Form der ausgedehnten Samenbriefe, die am Anfang, in der Mitte und am Ende des Verses der Verherrlichung verborgen sind: „Lasst uns zum allwissenden Feuer.“.
Textabschnitt 24 Tripuratapini Upanishad
prathamasyādyaṃ tadevaṃ dīrghaṃ dvitīyasyādyaṃ sunavāma somamityanena
kaulaṃ vāmaṃ śreṣṭhaṃ somaṃ mahāsaubhāgyamācakṣate |
sa
sarvasampattibhūtaṃ prathamaṃ nivṛttikāraṇaṃ dvitīyaṃ sthitikāraṇaṃ
tṛtīyaṃ sargakāraṇamityanena karaśuddhiṃ kṛtvā tripurāvidyāṃ
spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi paṭhitvā mahāvidyeśvarī-
Der Herr sagte zu ihnen: „Lasst uns zum allwissenden Feuer die Somapresse wegwerfen, usw. Wiederholt die letzte Gruppe der Adividya (das heißt sa ka la hrim) rückwärts.
Wort-für-Wort-Erläuterung: sa – er, dieser; dvitīyaṃ – zweite; kṛtvā – getan habend; nachdem er getan hat; paṭhitvā – gelesen, studiert habend; prathamasyādyaṃ tadevaṃ dīrghaṃ dvitīyasyādyaṃ sunavāma somamityanena kaulaṃ vāmaṃ śreṣṭhaṃ somaṃ mahāsaubhāgyamācakṣate sarvasampattibhūtaṃ prathamaṃ nivṛttikāraṇaṃ sthitikāraṇaṃ tṛtīyaṃ sargakāraṇamityanena karaśuddhiṃ tripurāvidyāṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase somamityādi mahāvidyeśvarī – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der Herr sagte zu ihnen: „Lasst uns zum allwissenden Feuer die Somapresse wegwerfen, usw. Wiederholt die letzte Gruppe der Adividya (das heißt sa ka la hrim) rückwärts.“.
Textabschnitt 25 Tripuratapini Upanishad
vidyāmācakṣate tripureśvarīṃ jātavedasa iti |
jāte ādyakṣare mātṛkāyāḥ
śirasi baindavamamṛtarūpiṇīṃ kuṇḍalinīṃ trikoṇarūpiṇīṃ ceti vākyārthaḥ |
evaṃ prathamasyādyaṃ vāgbhavam |
dvitīyaṃ kāmakalālayam |
jāta
ityanena paramātmano jṛmbhaṇam |
jāta ityādinā paramātmā śiva ucyate |
Verlängert die erste Silbe der ersten Gruppe (als ka) und die der zweiten Gruppe (als ha). (Gemeinsam bekommen wir ka ha). Es ist kompetent (alles auszulöschen, was man sich als etwas anderes als Brahman vorgestellt hat); es ist das Vortrefflichste und Seligste; es ist die große Herrlichkeit. Die erste Gruppe (genannt Vagbhava), die gleiche wie alles Wohlergehen, bewirkt die Sublation (der Welt der Objekte);
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; evaṃ – so, auf diese Weise; dvitīyaṃ – zweite; paramātmā – das Höchste Wesen; ucyate – wird genannt; vidyāmācakṣate tripureśvarīṃ jātavedasa jāte ādyakṣare mātṛkāyāḥ śirasi baindavamamṛtarūpiṇīṃ kuṇḍalinīṃ trikoṇarūpiṇīṃ ceti vākyārthaḥ prathamasyādyaṃ vāgbhavam kāmakalālayam jāta ityanena paramātmano jṛmbhaṇam ityādinā śiva – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Verlängert die erste Silbe der ersten Gruppe (als ka) und die der zweiten Gruppe (als ha). (Gemeinsam bekommen wir ka ha). Es ist kompetent (alles auszulöschen, was man sich als etwas anderes als Brahman vorgestellt …“.
Textabschnitt 26 Tripuratapini Upanishad
jātamātreṇa kāmī kāmayate kāmamityādinā pūrṇaṃ vyācakṣate |
tadeva sunavāma gotrārūḍhaṃ madhyavartināmṛtamadhyenārṇena
mantrārṇānspaṣṭīkṛtvā |
gotreti nāmagotrāyāmityādinā spaṣṭaṃ
kāmakalālayaṃ śeṣaṃ vāmamityādinā |
pūrveṇādhvanā vidyeyaṃ
sarvarakṣākarī vyācakṣate |
evametena vidyāṃ tripureśīṃ spaṣṭīkṛtvā
die zweite Gruppe (benannt nach Kama) unterstützt (die Welt der Objekte); die dritte (benannt nach Sakti) bringt sie ins Sein. dann (dort) die Weisheit, die die Beschwörung von Maha Vidyeshvari genannt wird.
Wort-für-Wort-Erläuterung: pūrṇaṃ – vollkommen; tadeva – dasselbe; vidyāṃ – die Wissenschaften; jātamātreṇa kāmī kāmayate kāmamityādinā vyācakṣate sunavāma gotrārūḍhaṃ madhyavartināmṛtamadhyenārṇena mantrārṇānspaṣṭīkṛtvā gotreti nāmagotrāyāmityādinā spaṣṭaṃ kāmakalālayaṃ śeṣaṃ vāmamityādinā pūrveṇādhvanā vidyeyaṃ sarvarakṣākarī evametena tripureśīṃ spaṣṭīkṛtvā – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „die zweite Gruppe (benannt nach Kama) unterstützt (die Welt der Objekte); die dritte (benannt nach Sakti) bringt sie ins Sein. dann (dort) die Weisheit, die die Beschwörung von Maha Vidyeshvari genannt wird.“.
Textabschnitt 27 Tripuratapini Upanishad
jātavedasa ityādinā jāto deva eka īśvaraḥ paramo jyotirmantrato veti turīyaṃ
varaṃ dattvā bindupūrṇajyotiḥsthānaṃ kṛtvā prathamasyādyaṃ dvitīyaṃ ca
tṛtīyaṃ ca sarvarakṣākarīsaṃbandhaṃ kṛtvā vidyāmātmāsanarūpiṇīṃ
spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi paṭhitvā rakṣākarīṃ
(Verlasst sich auf) die Beschwörung von Tripureshvari, nachdem das Wort jatavedase ['für allwissendes Feuer'] ausgesprochen und den Punkt, der das göttliche Prinzip von Shiva mit den Vokalen a, etc. des Pranava bezeichnet, assoziiert wurde, erhält man die Schlangenkraft, die eins mit der Unsterblichkeit geworden ist und die dreieckige Form angenommen hat (an der Basis der Wirbelsäule). So ist die erste Gruppe des Hauptprinzips von Adividya (beginnend mit ka) Vagbhava;
Wort-für-Wort-Erläuterung: eka – eins; īśvaraḥ – Herr; paramo – paramo; kṛtvā – getan habend; nachdem er getan hat; dvitīyaṃ – zweite; ca – und; paṭhitvā – gelesen, studiert habend; jātavedasa ityādinā jāto deva jyotirmantrato veti turīyaṃ varaṃ dattvā bindupūrṇajyotiḥsthānaṃ prathamasyādyaṃ tṛtīyaṃ sarvarakṣākarīsaṃbandhaṃ vidyāmātmāsanarūpiṇīṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi rakṣākarīṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „(Verlasst sich auf) die Beschwörung von Tripureshvari, nachdem das Wort jatavedase ['für allwissendes Feuer'] ausgesprochen und den Punkt, der das göttliche Prinzip von Shiva mit den Vokalen a, etc. des Pranava …“.
Textabschnitt 28 Tripuratapini Upanishad
vidyāṃ smṛtvādyantayordhāmnoḥ śaktiśivarūpiṇīṃ viniyojya sa iti
śaktyātmakaṃ varṇaṃ somamiti śaivātmakaṃ dhāma jānīyāt |
yo jānīte
sa subhago bhavati |
evametāṃ cakrāsanagatāṃ tripuravāsinīṃ sadoditāṃ
śivaśaktyātmikamaveditāṃ jātavedāḥ śiva iti seti
śaktyātmākṣaramiti śivādiśaktyantarālabhūtāṃ trikūṭādicāriṇīṃ
die zweite (beginnend mit ha) ist das Kamakala. Mit der Äußerung der Silben jata wird das höchste Selbst klar ausgedrückt. Durch die Silben jata usw. wird das höchste (undifferenzierte) Selbst, Shiva, bezeichnet.
Wort-für-Wort-Erläuterung: vidyāṃ – die Wissenschaften; sa – er, dieser; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; bhavati – wird; ist; smṛtvādyantayordhāmnoḥ śaktiśivarūpiṇīṃ viniyojya śaktyātmakaṃ varṇaṃ somamiti śaivātmakaṃ dhāma jānīyāt yo jānīte subhago evametāṃ cakrāsanagatāṃ tripuravāsinīṃ sadoditāṃ śivaśaktyātmikamaveditāṃ jātavedāḥ śiva seti śaktyātmākṣaramiti śivādiśaktyantarālabhūtāṃ trikūṭādicāriṇīṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „die zweite (beginnend mit ha) ist das Kamakala. Mit der Äußerung der Silben jata wird das höchste Selbst klar ausgedrückt. Durch die Silben jata usw. wird das höchste (undifferenzierte) Selbst, Shiva, bezeichnet.“.
Textabschnitt 29 Tripuratapini Upanishad
sūryācandranamaskāṃ mantrāsanagatāṃ tripuraṃ mahālakṣmīṃ
sadoditāṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi
paṭhitvā pūrvaṃ sadātmāsanarūpāṃ vidyāṃ smṛtvā veda ityādinā
viśvāhasaṃtatodayabaindavamupari vinyasya siddhāsanasthāṃ tripurāṃ
mālinīṃ vidyāṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi
paṭhitvā tripurāṃ sundarīṃ śritvā kale akṣare vicintya mūrtibhūtāṃ
mūrtirūpiṇīṃ sarvavidyeśvarīṃ tripurāṃ vidyāṃ spaṣṭīkṛtvā
jātavedasa ityādi paṭhitvā tripurāṃ lakṣmīṃ śritvāgniṃ nidahāti
Von Geburt an, den Wünschen gegeben, begehrt man (Herrschaft). (Wenn Wünsche aufgegeben werden) Vollkommenheit (der eigenen Natur resultiert). (So erklären die Kenner Brahmans). Genau dieses Ding (der vollkommene Geist Shivas) erklären wir als richtig, wie es in den drei la-s, den Samen-Buchstaben der Erde, installiert ist, indem wir die Buchstaben der Mantras im Lichte der Bedeutung der drei la-s (die das Existenz-Wissen-Wohlsein als absolut bezeichnen), jeder in der Mitte (der drei Gruppen). Das Prinzip von Shiva soll in diesem Gotra installiert worden sein. So wurde es aufgeklärt. Dann folgt der Kamakala (die zweite Gruppe beginnt mit ha). Der Rest kann wie zuvor in Bezug auf vamam (kompetent) aufgeklärt werden. Die so erklärte Beschwörung wird als Sarvarakshakari bezeichnet, der All-schützende. Nachdem wir diese Beschwörung von Tripureshi durch den Vers jatavedase usw. geklärt haben, bleibt nur die eine höchste Göttlichkeit, das Licht. Oder (dies resultiert aus) die Beschwörung (bestehend aus den drei Gruppen). Jede der drei Gruppen wird mit der Beschwörung in Beziehung gesetzt, die die All-schützende eins gestaltete. Wisse, dass die Silbe sa in dem Vers jatavedase, etc., Sakti als Quintessenz hat und dass das Wort soma die Fähigkeiten darstellt, deren Quintessenz Shiva ist. So erhellen diese Beschwörung, die in Tripura bleibt und die in den kreisförmigen Sitz gesetzt wird. Wiederholen Sie den Vers jatavedase, etc., und auch die Beschwörung von Tripureshvari, die immer aufsteigend ist und deren Quintessenz ist Shiva und Sakti, wie bereits dargelegt. Jatavedas symbolisiert Shiva, und sa hat die unvergängliche Sakti als seine Essenz. Erklären Sie Tripura, den immer aufsteigenden Maha Lakshmi, der auf dem Sitz der Mantras ruht (symbolisiert durch ha und sa), die Sonne und den Mond bezeichnet, die drei Gruppen durchdringt und zwischen Shiva und der urzeitlichen Kraft existiert. Wiederholen Sie den Vers jatavedase sunavama somam usw. und erinnern Sie sich an die vorherige Beschwörung, die mit dem Sitz des wirklichen Selbst verbunden ist. Mit den Worten veda, etc., (in dem Vers), im Wesentlichen die gleiche wie die Sonne mit ha bezeichnet, wird die universelle Kraft des Geistes (cicchakti) immer-ascendant angezeigt.
Wort-für-Wort-Erläuterung: paṭhitvā – gelesen, studiert habend; vidyāṃ – die Wissenschaften; smṛtvā – erinnernd; veda – Veda; sūryācandranamaskāṃ mantrāsanagatāṃ tripuraṃ mahālakṣmīṃ sadoditāṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi pūrvaṃ sadātmāsanarūpāṃ ityādinā viśvāhasaṃtatodayabaindavamupari vinyasya siddhāsanasthāṃ tripurāṃ mālinīṃ sundarīṃ śritvā kale akṣare vicintya mūrtibhūtāṃ mūrtirūpiṇīṃ sarvavidyeśvarīṃ jātavedasa ityādi … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Von Geburt an, den Wünschen gegeben, begehrt man (Herrschaft). (Wenn Wünsche aufgegeben werden) Vollkommenheit (der eigenen Natur resultiert). (So erklären die Kenner Brahmans). Genau dieses Ding (der vollkommene Geist …“.
Textabschnitt 30 Tripuratapini Upanishad
saiveyamagnyānane jvalatīti vicintya trijyotiṣamīśvarīṃ tripurāmambāṃ
vidyāṃ spaṣṭīkuryāt |
evametena sa naḥ parṣadati durgāṇi
viśvetyādiparaprakāśinī pratyagbhūtā kāryā |
vidyeyamāhvānakarmāṇi
sarvato dhīreti vyācakṣate |
evametadvidyāṣṭakaṃ mahāmāyā-
devyaṅgabhūtaṃ vyācakṣate |
devā ha vai bhagavantamabruvanmahācakranāyakaṃ
no brūhīti sārvakāmikaṃ sarvārādhyaṃ sarvarūpaṃ viśvatomukhaṃ
mokṣadvāraṃ yadyogina upaviśya paraṃ brahma bhittvā nirvāṇamupaviśanti |
tānhovāca bhagavāñśrīcakraṃ vyākhyāsyāma iti |
Legen Sie darüber den Punkt (den Shiva-Prinzip bezeichnen). Sich auf die bezaubernde Tripura verlassend, betrachten (Fler) in den Silben ka la. Erklären Sie die verkörperte Beschwörung von Tripura, dem Souverän über alle Beschwörungen. Wiederholen Sie Jatavedase usw. und verlassen Sie sich auf Tripura, den Lakshmi, verbraucht man Feuer. Erklären Sie die Beschwörung von Tripura, der Mutter, dem souveränen dreifachen Licht, in dem Wissen, dass sie mit einem Feuermund konsumiert. So mit den Worten sa mah parsad ati durgani visva. Sie erleuchtet das Höchste.
Wort-für-Wort-Erläuterung: vidyāṃ – die Wissenschaften; sa – er, dieser; ha – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; vai – wahrlich; gewiss; paraṃ – höchstes; jenseitiges; brahma – Brahman, das Absolute; bhittvā – nachdem sie durchbrochen hat; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; saiveyamagnyānane jvalatīti vicintya trijyotiṣamīśvarīṃ tripurāmambāṃ spaṣṭīkuryāt evametena naḥ parṣadati durgāṇi viśvetyādiparaprakāśinī pratyagbhūtā kāryā vidyeyamāhvānakarmāṇi sarvato dhīreti vyācakṣate evametadvidyāṣṭakaṃ mahāmāyā devyaṅgabhūtaṃ devā bhagavantamabruvanmahācakranāyakaṃ no brūhīti sārvakāmikaṃ … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Legen Sie darüber den Punkt (den Shiva-Prinzip bezeichnen). Sich auf die bezaubernde Tripura verlassend, betrachten (Fler) in den Silben ka la. Erklären Sie die verkörperte Beschwörung von Tripura, dem Souverän über …“.
Textabschnitt 31 Tripuratapini Upanishad
trikoṇaṃ tryasraṃ kṛtvā
tadantarmadhyavṛttamānayaṣṭirekhāmākṛṣya viśālaṃ nītvāgrato
yoniṃ kṛtvā pūrvayonyagrarūpiṇīṃ mānayaṣṭiṃ kṛtvā tāṃ sarvordhvāṃ
nītvā yoniṃ kṛtvādyaṃ trikoṇaṃ cakraṃ bhavati |
dvitīyamantarālaṃ bhavati |
tṛtīyamaṣṭayonyaṅkitaṃ bhavati |
athāṣṭāracakrādyantavidikkoṇāgrato
rekhāṃ nītvā sādhyādyākarṣaṇabaddharekhāṃ nītvetyevamathordhva-
sampuṭayonyaṅkitaṃ kṛtvā kakṣābhya ūrdhvagarekhācatuṣṭayaṃ
kṛtvā yathākrameṇa mānayaṣṭidvayena daśayonyaṅkitaṃ cakraṃ bhavati |
Sie, die das innere Selbst ist. Ihre Beschwörung hier, die zu einer Wirkung geworden ist, wird im Akt des Hagelns verwendet. Sie wird in jeder Hinsicht als kompetent angesehen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: kṛtvā – getan habend; nachdem er getan hat; cakraṃ – Rad; Chakra; bhavati – wird; ist; trikoṇaṃ tryasraṃ tadantarmadhyavṛttamānayaṣṭirekhāmākṛṣya viśālaṃ nītvāgrato yoniṃ pūrvayonyagrarūpiṇīṃ mānayaṣṭiṃ tāṃ sarvordhvāṃ nītvā kṛtvādyaṃ dvitīyamantarālaṃ tṛtīyamaṣṭayonyaṅkitaṃ athāṣṭāracakrādyantavidikkoṇāgrato rekhāṃ sādhyādyākarṣaṇabaddharekhāṃ nītvetyevamathordhva sampuṭayonyaṅkitaṃ kakṣābhya … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Sie, die das innere Selbst ist. Ihre Beschwörung hier, die zu einer Wirkung geworden ist, wird im Akt des Hagelns verwendet. Sie wird in jeder Hinsicht als kompetent angesehen.“.
Textabschnitt 32 Tripuratapini Upanishad
anenaiva prakāreṇa punardaśāracakraṃ bhavati |
madhyatrikoṇāgracatuṣṭayā-
drekhācarāgrakoṇeṣu saṃyojya taddaśārāṃśatonītāṃ mānayaṣṭirekhāṃ
yojayitvā caturdaśāraṃ cakraṃ bhavati |
tato'ṣṭapatrasaṃvṛtaṃ cakraṃ bhavati |
So werden diese acht Beschwörungen, die Glieder des göttlichen Mahamaya, aufgeklärt. Die Götter sagten wahrlich zum seligen Herrn: „Erzähle uns von dem vordersten der Räder, das alle Wünsche fördert, von allen verehrt wird, alle Formen annimmt, allen Vierteln gegenübersteht und das Tor zur Befreiung ist, durch das die Yogis (den Knoten der Unterschiede) in die undifferenzierte Glückseligkeit des höchsten Brahman geschnitten haben. Zu ihnen sagte der selige Herr: „Wir werden das Konzept des Sri Chakra erklären. Machen Sie ein Dreieck mit drei Eckpunkten. Nehmen Sie als Maß eine Linie, verlängern Sie es und machen Sie ein Dreieck weiter davor.
Wort-für-Wort-Erläuterung: bhavati – wird; ist; cakraṃ – Rad; Chakra; anenaiva prakāreṇa punardaśāracakraṃ madhyatrikoṇāgracatuṣṭayā drekhācarāgrakoṇeṣu saṃyojya taddaśārāṃśatonītāṃ mānayaṣṭirekhāṃ yojayitvā caturdaśāraṃ tato'ṣṭapatrasaṃvṛtaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „So werden diese acht Beschwörungen, die Glieder des göttlichen Mahamaya, aufgeklärt. Die Götter sagten wahrlich zum seligen Herrn: „Erzähle uns von dem vordersten der Räder, das alle Wünsche fördert, von …“.
Textabschnitt 33 Tripuratapini Upanishad
ṣoḍaśapatrasaṃvṛtaṃ cakraṃ caturdvāraṃ bhavati |
tataḥ pārthivaṃ cakraṃ
caturdvāraṃ bhavati |
evaṃ sṛṣṭiyogena cakraṃ vyākhyātam |
navātmakaṃ
cakraṃ prātilomyena vā vacmi |
prathamaṃ cakraṃ trailokyamohanaṃ bhavati |
Parallel zur Basis des ersten Dreiecks, aber über alles, machen Sie ein anderes Dreieck. Das erste Dreieck ist das Rad, das zweite ist der Zwischenbereich, und das dritte hat, markierend, die acht Dreiecke.; dann, die Linie über die Zwischenviertel hinaus bewegend, an den Enden des acht Speichenrades die Linie verschiebend, um die Sadhyas zu erbitten usw.
Wort-für-Wort-Erläuterung: cakraṃ – Rad; Chakra; bhavati – wird; ist; tataḥ – dann; evaṃ – so, auf diese Weise; vā – oder; ṣoḍaśapatrasaṃvṛtaṃ caturdvāraṃ pārthivaṃ sṛṣṭiyogena vyākhyātam navātmakaṃ prātilomyena vacmi prathamaṃ trailokyamohanaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Parallel zur Basis des ersten Dreiecks, aber über alles, machen Sie ein anderes Dreieck. Das erste Dreieck ist das Rad, das zweite ist der Zwischenbereich, und das dritte hat, markierend, die acht Dreiecke.; dann, …“.
Textabschnitt 34 Tripuratapini Upanishad
sāṇimādyaṣṭakaṃ bhavati |
samātraṣṭakaṃ bhavati |
sasarvasaṃkṣobhiṇyādidaśakaṃ
bhavati |
saprakaṭaṃ bhavati |
tripurayādhiṣṭhitaṃ bhavati |
sasarvasaṃkṣobhiṇīmudrayā
juṣṭaṃ bhavati |
dvitīyaṃ sarvāśāparipūrakaṃ cakraṃ bhavati |
Der obere Teil wird mit Dreiecken markiert. Zeichne vier Linien, die von den geschlossenen Bereichen nach oben gehen. Auf die gleiche Weise nimmt wieder das Rad mit zehn Speichen Gestalt an.
Wort-für-Wort-Erläuterung: bhavati – wird; ist; dvitīyaṃ – zweite; cakraṃ – Rad; Chakra; sāṇimādyaṣṭakaṃ samātraṣṭakaṃ sasarvasaṃkṣobhiṇyādidaśakaṃ saprakaṭaṃ tripurayādhiṣṭhitaṃ sasarvasaṃkṣobhiṇīmudrayā juṣṭaṃ sarvāśāparipūrakaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der obere Teil wird mit Dreiecken markiert. Zeichne vier Linien, die von den geschlossenen Bereichen nach oben gehen. Auf die gleiche Weise nimmt wieder das Rad mit zehn Speichen Gestalt an.“.
Textabschnitt 35 Tripuratapini Upanishad
sakāmādyākarṣiṇīṣoḍaśakaṃ bhavati |
saguptaṃ bhavati |
tripureśvaryādhiṣṭhitaṃ
bhavati |
sarvavidrāviṇīmudrayā juṣṭaṃ bhavati |
tṛtīyaṃ sarvasaṃkṣobhaṇaṃ cakraṃ bhavati |
sānaṅgakusumādyaṣṭakaṃ bhavati |
saguptataraṃ bhavati |
tripurasundaryādhiṣṭhitaṃ bhavati |
sarvākarṣiṇīmudrayā juṣṭaṃ bhavati |
turīyaṃ sarvasaubhāgyadāyakaṃ cakraṃ bhavati |
sasarvasaṃkṣobhiṇyādidvisaptakaṃ bhavati |
sasampradāyaṃ bhavati |
tripuravāsinyādhiṣṭhitaṃ bhavati |
sasarvavaśaṃkariṇīmudrayā
juṣṭaṃ bhavati |
turīyāntaṃ sarvārthasādhakaṃ cakraṃ bhavati |
sasarvasiddhipradādidaśakaṃ bhavati |
sakalakaulaṃ bhavati |
tripurāmahālakṣmyādhiṣṭhitaṃ bhavati |
mahonmādinīmudrayā
juṣṭaṃ bhavati |
ṣaṣṭhaṃ sarvarakṣākaraṃ cakraṃ bhavati |
Das Rad mit vierzehn Speichen nimmt Form an, indem es die Messlinie verbindet, die zu den Teilen der zehn Speichen gebracht wird, nachdem es die vier Eckpunkte der zentralen Dreiecke mit den Dreiecken an den Enden der vier Linien verbunden hat. Dann nehmen Sie Form jeweils die Räder in den acht Lotus gehüllt, die sechzehn Lotus, und das Erdrad mit vier Tore. So wurde das Rad durch den Bauprozess aufgeklärt. Ich zähle in umgekehrter Reihenfolge (die Elemente von) das Rad auf, das aus den neun Selbsten besteht. Das erste Rad verzaubert die drei Welten; hat die acht Kräfte, wie die Macht, die atomare Größe anzunehmen usw.; hat die acht Mütter; hat das Jahrzehnt, das mit der All-Agitationskraft beginnt; usw.; ist manifest, wird von Tripura besetzt und wird durch das mystische Zeichen der All-Agitationskraft gekennzeichnet. Das zweite Rad erfüllt alle Erwartungen, ist mit den sechzehn attraktiven Kräften verbunden, beginnend mit sakama. Es ist gut geschützt, von der souveränen Tripura besetzt und zeichnet sich durch das mystische Zeichen der Allstreuer Kraft aus. Das dritte Rad bewegt alle und ist geschmückt mit den acht Blumen von Amor. Es ist besser gesichert, besetzt von der schönen Tripura, und zeichnet sich durch die mystische Markierung der All-faszinierenden Kraft.
Wort-für-Wort-Erläuterung: bhavati – wird; ist; cakraṃ – Rad; Chakra; sakāmādyākarṣiṇīṣoḍaśakaṃ saguptaṃ tripureśvaryādhiṣṭhitaṃ sarvavidrāviṇīmudrayā juṣṭaṃ tṛtīyaṃ sarvasaṃkṣobhaṇaṃ sānaṅgakusumādyaṣṭakaṃ saguptataraṃ tripurasundaryādhiṣṭhitaṃ sarvākarṣiṇīmudrayā turīyaṃ sarvasaubhāgyadāyakaṃ sasarvasaṃkṣobhiṇyādidvisaptakaṃ sasampradāyaṃ tripuravāsinyādhiṣṭhitaṃ … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Das Rad mit vierzehn Speichen nimmt Form an, indem es die Messlinie verbindet, die zu den Teilen der zehn Speichen gebracht wird, nachdem es die vier Eckpunkte der zentralen Dreiecke mit den Dreiecken an den …“.
Textabschnitt 36 Tripuratapini Upanishad
sasarvajñatvādidaśakaṃ bhavati |
sanigarbhaṃ bhavati |
tripuramālinyādhiṣṭhitaṃ bhavati |
mahāṅkuśamudrayā juṣṭaṃ
bhavati |
saptamaṃ sarvarogaharaṃ cakraṃ bhavati |
sarvavaśinyādyaṣṭakaṃ
bhavati |
sarahasyaṃ bhavati |
tripurasiddhyādhiṣṭhitaṃ bhavati |
sakhecarīmudrayā juṣṭaṃ bhavati |
aṣṭamaṃ sarvasiddhipradaṃ
cakraṃ bhavati |
sāyudhacatuṣṭayaṃ bhavati |
saparāpararahasyaṃ
bhavati |
tripurāmbayādhiṣṭhitaṃ bhavati |
bījamudrayādhiṣṭhitaṃ
bhavati |
navamaṃ cakranāyakaṃ sarvānandamayaṃ cakraṃ bhavati |
sakāmeśvaryāditrikaṃ bhavati |
sātirahasyaṃ bhavati |
mahātripura-
sundaryādhiṣṭhitaṃ bhavati |
yonimudrayā juṣṭaṃ bhavati |
Das vierte Rad gewährt allen Vortrefflichkeit; hat vierzehn Kräfte wie die All-erschütternde Kraft; ist mit einer Tradition verbunden; wird vom Bewohner in den drei Städten besetzt und durch das mystische Zeichen der All-unterwerfenden Kraft gekennzeichnet. Das fünfte Rad, über das vierte hinaus, erreicht alle Ziele; hat die zehn Kräfte wie die Kraft, alle Vollkommenheiten hervorzubringen; hat die Fülle des Kaula; wird von Maha Lakshmi besetzt, der Tripura ist, und wird durch das mystische Zeichen der sehr aufregenden Kraft gekennzeichnet.; Das sechste Rad schützt alle; hat zehn Merkmale wie Allwissenheit; ist frei von Zwischenräumen; wird von der Girlande Tripura besetzt; und hat das Zeichen des großen Stiels. Das siebte Rad heilt alle Krankheiten; hat acht Kräfte wie die Kraft zu unterwerfen; hat seine Mysterien; und trägt das mystische Malzeichen der Khechari. Das achte Rad gewährt alle Vollkommenheiten; ist gekennzeichnet durch vier Waffen, und die Mysterien, höher und niedriger. Es wird von der Mutter, Tripura, besetzt und hat das mystische Zeichen des Samens. Das neunte Master-Rad ist vollgestopft mit aller Freude und wird mit der Triade wie Kameshvari verbunden. es ist überaus geheimnisvoll, besetzt von der großen Tripura, die schöne, und hat die mystische Markierung des Dreiecks. Alle Meter sind tatsächlich als Speichen in das Rad übergegangen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: bhavati – wird; ist; cakraṃ – Rad; Chakra; sasarvajñatvādidaśakaṃ sanigarbhaṃ tripuramālinyādhiṣṭhitaṃ mahāṅkuśamudrayā juṣṭaṃ saptamaṃ sarvarogaharaṃ sarvavaśinyādyaṣṭakaṃ sarahasyaṃ tripurasiddhyādhiṣṭhitaṃ sakhecarīmudrayā aṣṭamaṃ sarvasiddhipradaṃ sāyudhacatuṣṭayaṃ saparāpararahasyaṃ tripurāmbayādhiṣṭhitaṃ bījamudrayādhiṣṭhitaṃ navamaṃ cakranāyakaṃ … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Das vierte Rad gewährt allen Vortrefflichkeit; hat vierzehn Kräfte wie die All-erschütternde Kraft; ist mit einer Tradition verbunden; wird vom Bewohner in den drei Städten besetzt und durch das mystische Zeichen …“.
Textabschnitt 37 Tripuratapini Upanishad
saṃkrāmanti vai sarvāṇi cchandāṃsi cakārāṇi |
tadeva cakraṃ
śrīcakram |
tasya nābhyāmagnimaṇḍale sūryācandramasau ||
tatroṃkārapīṭhaṃ pūjayitvā tatrākṣaraṃ bindurūpaṃ tadantargata-
vyomarūpiṇīṃ vidyāṃ paramāṃ smṛtvā mahātripurasundarīmāvāhya |
kṣīreṇa snāpite devi candanena vilepite |
In seinem Zentrum, in der Sphäre des Feuers, sind die Sonne und der Mond. Anbeten Sie den Sitz der Silbe Om dort. Da ist das Unvergängliche in der Form des Punktes. Erinnern Sie sich an die höchste Incantation, himmelähnlich und in ihr immanent. Bringen Sie dorthin die große Tripura, die Schöne. Bitten Sie sie mit dem einzigen Vers: Göttin! In Milch gebadet, mit Sandalenpaste Besmeared!
Wort-für-Wort-Erläuterung: vai – wahrlich; gewiss; sarvāṇi – alle von ihnen; tadeva – dasselbe; cakraṃ – Rad; Chakra; śrīcakram – Shri Chakra; tasya – dessen; von ihm; vidyāṃ – die Wissenschaften; paramāṃ – höchste; smṛtvā – erinnernd; saṃkrāmanti cchandāṃsi cakārāṇi nābhyāmagnimaṇḍale sūryācandramasau tatroṃkārapīṭhaṃ pūjayitvā tatrākṣaraṃ bindurūpaṃ tadantargata vyomarūpiṇīṃ mahātripurasundarīmāvāhya kṣīreṇa snāpite devi candanena vilepite – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In seinem Zentrum, in der Sphäre des Feuers, sind die Sonne und der Mond. Anbeten Sie den Sitz der Silbe Om dort. Da ist das Unvergängliche in der Form des Punktes. Erinnern Sie sich an die höchste Incantation, …“.
Textabschnitt 38 Tripuratapini Upanishad
bilvapatrārcite devi durge'haṃ
śaraṇaṃ gataḥ |
ityekayarcā prārthya māyālakṣmī tantreṇa
pūjayediti bhagavānabravīt |
etairmantrairbhagavatīṃ yajet |
tato devī
prītā bhavati |
svātmānaṃ darśayati |
tasmādya etairmantrairyajati sa
brahma paśyati |
sa sarvaṃ paśyati |
so'mṛtatvaṃ ca gacchati |
Göttin! Mit Bilva-Blättern verehrt! Durga, ich suche Zuflucht in Dir. Betet sie an mit dem Mantra von Maya Lakshmi. Mit diesen Mantras verehre die selige Göttin. Dann wird sie erfreut und manifestiert sich. Wer mit diesen Mantras anbetet, sieht Brahman. Er sieht alle Dinge und erreicht Unsterblichkeit - Wer auch immer dies weiß. Die Götter sagten zum seligen Herrn: Wir würden die mystischen Zeichen formen. Der selige Herr sagte zu ihnen: Sitzend in der Lotushaltung mit der Region der Knie, die die Erde berührt, mach die mystischen Zeichen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: devī – die Göttin; bhavati – wird; ist; sa – er, dieser; brahma – Brahman, das Absolute; paśyati – sieht; sarvaṃ – alles; ca – und; gacchati – geht; gelangt; bilvapatrārcite devi durge'haṃ śaraṇaṃ gataḥ ityekayarcā prārthya māyālakṣmī tantreṇa pūjayediti bhagavānabravīt etairmantrairbhagavatīṃ yajet tato prītā svātmānaṃ darśayati tasmādya etairmantrairyajati so'mṛtatvaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Göttin! Mit Bilva-Blättern verehrt! Durga, ich suche Zuflucht in Dir. Betet sie an mit dem Mantra von Maya Lakshmi. Mit diesen Mantras verehre die selige Göttin. Dann wird sie erfreut und manifestiert sich. Wer …“.
Textabschnitt 39 Tripuratapini Upanishad
ya evaṃ vedeti mahopaniṣat ||
Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.
Wort-für-Wort-Erläuterung: evaṃ – so, auf diese Weise; ya vedeti mahopaniṣat – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.“.
Schlussabschnitt der zweiten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad
iti dvitīyopaniṣat || 2 ||
So endet die zweite Teil-Upanishad.
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; dvitīyopaniṣat – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „So endet die zweite Teil-Upanishad.“.
Textabschnitt 40 Tripuratapini Upanishad
devā ha vai mudrāḥ sṛjemeti bhagavantamabruvan |
Wenn er die Mittelfinger über die Ringfinger hält, bringt er die kleinen Finger und die Daumen zusammen, wobei die Zeigefinger frei bleiben wie Stäbe, die nach unten zeigen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ha – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; vai – wahrlich; gewiss; devā mudrāḥ sṛjemeti bhagavantamabruvan – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wenn er die Mittelfinger über die Ringfinger hält, bringt er die kleinen Finger und die Daumen zusammen, wobei die Zeigefinger frei bleiben wie Stäbe, die nach unten zeigen.“.
Textabschnitt 41 Tripuratapini Upanishad
tānhovāca bhagavānavanikṛtajānumaṇḍalaṃ vistīrya
Das gleiche mit den Mittelfingern verbunden ist der zweite (der Samen). Der dritte hat die Form des Stiels.
Wort-für-Wort-Erläuterung: tānhovāca bhagavānavanikṛtajānumaṇḍalaṃ vistīrya – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Das gleiche mit den Mittelfingern verbunden ist der zweite (der Samen). Der dritte hat die Form des Stiels.“.
Textabschnitt 42 Tripuratapini Upanishad
padmāsanaṃ kṛtvā mudrāḥ sṛjateti |
Die Handflächen in umgekehrter Reihenfolge reiben, die Daumen und Zeigefinger zusammenbringend, wird der vierte gebildet (der große Stier). Der fünfte (der große Deluder) wird gemacht, wenn die Daumen mit den Nägeln der Mittelfinger verbunden sind, nachdem er mit dem Zeigefinger am kleinen Finger und den Ringfingern, die mit den Mittelfingern gerade gehalten werden, gerieben wurde.
Wort-für-Wort-Erläuterung: kṛtvā – getan habend; nachdem er getan hat; padmāsanaṃ mudrāḥ sṛjateti – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Handflächen in umgekehrter Reihenfolge reiben, die Daumen und Zeigefinger zusammenbringend, wird der vierte gebildet (der große Stier). Der fünfte (der große Deluder) wird gemacht, wenn die Daumen mit den Nägeln der …“.
Textabschnitt 43 Tripuratapini Upanishad
sa sarvānākarṣayati
yo yonimudrāmadhīte |
Derselbe, der an der Spitze wie eine Ziege geformt ist, ist der sechste (der All-Unterwerfende).
Wort-für-Wort-Erläuterung: sa – er, dieser; sarvānākarṣayati yo yonimudrāmadhīte – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Derselbe, der an der Spitze wie eine Ziege geformt ist, ist der sechste (der All-Unterwerfende).“.
Textabschnitt 44 Tripuratapini Upanishad
sa sarvaṃ vetti |
sa sarvaphalamaśnute |
Man halte die linke Hand in der rechten Ruhehaltung, die Ringfinger in der Mitte der kleinen Finger, und die Mittelfinger mit den Zeigefingern über sie gekreuzt, die Daumen gerade, man bekommt die siebte, die Khechari (die Allanziehung).
Wort-für-Wort-Erläuterung: sa – er, dieser; sarvaṃ – alles; vetti – weiß; erkennt; sarvaphalamaśnute – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Man halte die linke Hand in der rechten Ruhehaltung, die Ringfinger in der Mitte der kleinen Finger, und die Mittelfinger mit den Zeigefingern über sie gekreuzt, die Daumen gerade, man bekommt die siebte, die Khechari …“.
Textabschnitt 45 Tripuratapini Upanishad
sa sarvānbhañjayati |
sa vidveṣiṇaṃ stambhayati |
madhyame
anāmikopari vinyasya kaniṣṭhikāṅguṣṭhato'dhīte
In der alles aufrechten, alles zurückziehenden Haltung, wobei jeder kleine Finger in dem Raum zwischen seinem Mittelfinger und dem Ringfinger und an den Seiten die Zeigefinger in der Form des Stiels und die Daumen und Handflächen in Kontakt stehen, wird der achte gebildet (das All -Zerstreuung). Die Ringfinger ruhen auf der Rückseite der Mittelfinger; die Daumen halten die Mittelfinger, auf denen die Zeigefinger in der Mitte ruhen - so ist der neunte gebildet (das All -agitating). Halten Sie die kleinen Finger gleichermaßen in und die Daumen, ebenso in, kommt die mystische Markierung zu drei Abschnitten.
Wort-für-Wort-Erläuterung: sa – er, dieser; madhyame – in der Mitte; sarvānbhañjayati vidveṣiṇaṃ stambhayati anāmikopari vinyasya kaniṣṭhikāṅguṣṭhato'dhīte – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In der alles aufrechten, alles zurückziehenden Haltung, wobei jeder kleine Finger in dem Raum zwischen seinem Mittelfinger und dem Ringfinger und an den Seiten die Zeigefinger in der Form des Stiels und die Daumen und …“.
Textabschnitt 46 Tripuratapini Upanishad
muktayostarjanyordaṇḍavadadhastādevaṃvidhā prathamā sampadyate |
saiva militamadhyamā dvitīyā |
tṛtīyāṅkuśākṛtiriti |
Krom ist der Same des Ziegen; (ha, sa sind die von Shiva und Sakti; kha, des Tötens; prem, des Zaubers); ha, sa, kha, prem, des Khechari;
Wort-für-Wort-Erläuterung: tṛtīyāṅkuśākṛtiriti – so, damit; muktayostarjanyordaṇḍavadadhastādevaṃvidhā prathamā sampadyate saiva militamadhyamā dvitīyā – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Krom ist der Same des Ziegen; (ha, sa sind die von Shiva und Sakti; kha, des Tötens; prem, des Zaubers); ha, sa, kha, prem, des Khechari;“.
Textabschnitt 47 Tripuratapini Upanishad
prātilomyena pāṇī saṅgharṣayitvāṅguṣṭhau sāgrimau
samādhāya turīyā |
parasparaṃ kanīyasedaṃ madhyamābaddhe
ha (der Sonne); straum (des Verlangens); (ka) der erste Same von Vagbhava ist der neunte. (Ha, der erste Same von Kamakuta) ist der zehnte. Nun, deshalb werden wir das Rad erklären, das zum Kamakala geworden ist. Hrim, klim, aim, blum, straum - diese fünf Wünsche durchdringen das ganze Rad. Wickeln Sie das mittlere Verlangen, aim, in der Vergangenheit (Wunsch), straum, (das heißt ziel, straum, ziel). Er zieht alle Welten an, er immobilisiert alles.
Wort-für-Wort-Erläuterung: prātilomyena pāṇī saṅgharṣayitvāṅguṣṭhau sāgrimau samādhāya turīyā parasparaṃ kanīyasedaṃ madhyamābaddhe – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „ha (der Sonne); straum (des Verlangens); (ka) der erste Same von Vagbhava ist der neunte. (Ha, der erste Same von Kamakuta) ist der zehnte. Nun, deshalb werden wir das Rad erklären, das zum Kamakala geworden …“.
Textabschnitt 48 Tripuratapini Upanishad
anāmike daṇḍinyau tarjanyāvāliṅgyāvaṣṭabhya madhyamānakha-
militāṅguṣṭhau pañcamī |
saivāgre'ṅkuśākṛtiḥ ṣaṣṭhī |
Das in Indigo gefärbte Rad tötet Feinde, hält alle Bewegungen fest. Es mit Lac zu verwischen, man kontrolliert alle Welten. Wenn man die Formel neun Lakhs mal ausdrückt, erreicht man den Status von Rudra. Wenn man (das Rad) in das eingeschriebene Diagramm einwickelt, wird man siegreich. Durch das Anbieten von Oblation im Feuer, das in einem dreieckigen Kamin gebaut wurde, gewinnt man Frauen. In einem Kamin, der wie ein Stab oder ein Kreis geformt ist, erwirbt man unvergleichlichen Reichtum.
Wort-für-Wort-Erläuterung: anāmike daṇḍinyau tarjanyāvāliṅgyāvaṣṭabhya madhyamānakha militāṅguṣṭhau pañcamī saivāgre'ṅkuśākṛtiḥ ṣaṣṭhī – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Das in Indigo gefärbte Rad tötet Feinde, hält alle Bewegungen fest. Es mit Lac zu verwischen, man kontrolliert alle Welten. Wenn man die Formel neun Lakhs mal ausdrückt, erreicht man den Status von Rudra. Wenn man (das …“.
Textabschnitt 49 Tripuratapini Upanishad
dakṣiṇaśaye vāmabāhuṃ kṛtvānyonyānāmike kanīyasīmadhyagate
madhyame tarjanyākrānte saralāsvaṅguṣṭhau khecarī saptamī |
In einem quadratischen Kamin bekommt man Regen. Wenn man in einem dreieckigen Kamin Oblationen anbietet, werden Feinde getötet, Bewegungen werden immobilisiert, Blumen anbietend, wird man siegreich. Substanzen anbietend, die großen Geschmack haben, wird man mit höchster Freude überladen. Der große Geschmack sind die sechs Geschmacksrichtungen. Wir rufen Sie an.
Wort-für-Wort-Erläuterung: madhyame – in der Mitte; khecarī – Khechari Mudra; dakṣiṇaśaye vāmabāhuṃ kṛtvānyonyānāmike kanīyasīmadhyagate tarjanyākrānte saralāsvaṅguṣṭhau saptamī – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In einem quadratischen Kamin bekommt man Regen. Wenn man in einem dreieckigen Kamin Oblationen anbietet, werden Feinde getötet, Bewegungen werden immobilisiert, Blumen anbietend, wird man siegreich. Substanzen …“.
Textabschnitt 50 Tripuratapini Upanishad
sarvordhve sarvasaṃhṛti svamadhyamānāmikāntare kanīyasi
pārśvayostarjanyāvaṅkuśāḍhye yuktā sāṅguṣṭhayogato'nyonyaṃ
samamañjaliṃ kṛtvāṣṭamī |
parasparamadhyamāpṛṣṭhavartinyāvanāmike
tarjanyākrānte same madhyame ādāyāṅguṣṭhau madhyavartinau
navamī pratipadyata iti |
saiveyaṃ kanīyase same antarite'ṅguṣṭhau samāvantaritau
kṛtvā trikhaṇḍāpadyata iti |
pañca bāṇāḥ pañcādyā
mudrāḥ spaṣṭāḥ |
kromaṅkuśā |
hasakhphreṃ khecarī |
haṃsrau bījāṣṭamī vāgbhavādyā navamī daśamī ca
Von Dichtern, Dichter, am bekanntesten;. Doyen von Königen, unter Brahmanens Herr von Brahmanen, achtet auf uns. Kommen Sie mit Schutz zu unseren Häusern. Berühren Sie diesen Hymnus, berühren Sie den Körper mit dem Punkt oben. Verbeugen Sie sich zu Ganesha und sagen Sie Gam zu Ganesha. Om, Verbeugen Sie sich zu dem gesegneten Herrn, mit aschebefleckten Gliedern, von gewaltiger Leistungsfähigkeit. Töten! Töten!! verbrennen!! verbrennen!! verbrauchen! verbrauchen!! unterwerfen! unterwerfen! löschen! löschen! brechen Sie den Pflug auf! Am Fuße des Dreizacks sichern Sie die Erfüllung des Symbols. Trocknen Sie aus!
Wort-für-Wort-Erläuterung: madhyame – in der Mitte; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; kṛtvā – getan habend; nachdem er getan hat; pañca – fünf; khecarī – Khechari Mudra; ca – und; sarvordhve sarvasaṃhṛti svamadhyamānāmikāntare kanīyasi pārśvayostarjanyāvaṅkuśāḍhye yuktā sāṅguṣṭhayogato'nyonyaṃ samamañjaliṃ kṛtvāṣṭamī parasparamadhyamāpṛṣṭhavartinyāvanāmike tarjanyākrānte same ādāyāṅguṣṭhau madhyavartinau navamī pratipadyata saiveyaṃ kanīyase antarite'ṅguṣṭhau samāvantaritau trikhaṇḍāpadyata … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Von Dichtern, Dichter, am bekanntesten;. Doyen von Königen, unter Brahmanens Herr von Brahmanen, achtet auf uns. Kommen Sie mit Schutz zu unseren Häusern. Berühren Sie diesen Hymnus, berühren Sie den Körper mit dem …“.
Textabschnitt 51 Tripuratapini Upanishad
sampadyata iti |
ya evaṃ veda |
athātaḥ kāmakalābhūtaṃ cakraṃ
vyākhyāsyāmo hrīṃ klīmaiṃ blūṃ sraumete pañca kāmāḥ
sarvacakraṃ vyāvartante |
madhyamaṃ kāmaṃ sarvāvasāne
sampuṭīkṛtya blūṅkāreṇa sampuṭaṃ vyāptaṃ kṛtvā dviraindavena
madhyavartinā sādhyaṃ baddhvā bhūrjapatre yajati |
taccakraṃ
yo vetti sa sarvaṃ vetti |
sa sakalāṃllokānākarṣayati |
sa sarvaṃ
stambhayati |
nīlīyuktaṃ cakraṃ śatrūnmārayati |
gatiṃ
stambhayati |
lākṣāyuktaṃ kṛtvā sakalalokaṃ vaśīkaroti |
Trocknen Sie aus! Das östliche Meer! Immobilisieren! Immobilisiere! Ihr, die ihr die Räte, die Maschinen, die Strategie, die Boten, die Armeen des Feindes stört, zerreißt! zerreißt!! zerschnitten! zerschnitten!! hrim, phat, Svaha. Mit dieser Anbetung der Herr des Feldes. Oh Magd der edlen Abstammung! Wir wissen, wir betrachten eine zehn Millionen von Mantras; so viele Kula Kraft inspirieren uns immer.
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; evaṃ – so, auf diese Weise; veda – Veda; cakraṃ – Rad; Chakra; pañca – fünf; madhyamaṃ – mittel; kṛtvā – getan habend; nachdem er getan hat; baddhvā – bindung; vetti – weiß; erkennt; sa – er, dieser; sarvaṃ – alles; sampadyata ya athātaḥ kāmakalābhūtaṃ vyākhyāsyāmo hrīṃ klīmaiṃ blūṃ sraumete kāmāḥ sarvacakraṃ vyāvartante kāmaṃ sarvāvasāne sampuṭīkṛtya blūṅkāreṇa sampuṭaṃ vyāptaṃ dviraindavena madhyavartinā sādhyaṃ bhūrjapatre yajati taccakraṃ yo sakalāṃllokānākarṣayati stambhayati nīlīyuktaṃ śatrūnmārayati gatiṃ lākṣāyuktaṃ … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Trocknen Sie aus! Das östliche Meer! Immobilisieren! Immobilisiere! Ihr, die ihr die Räte, die Maschinen, die Strategie, die Boten, die Armeen des Feindes stört, zerreißt! zerreißt!! zerschnitten! zerschnitten!! hrim, …“.
Textabschnitt 52 Tripuratapini Upanishad
navalakṣajapaṃ kṛtvā rudratvaṃ prāpnoti |
mātṛkayā veṣṭitaṃ
kṛtvā vijayī bhavati |
bhagāṅkakuṇḍaṃ kṛtvāgnimādhāya puruṣo
haviṣā hutvā yoṣito vaśīkaroti |
vartule hutvā śriyamatulaṃ
prāpnoti |
Wenn man die Jungfrau anbetet, was auch immer der Aspirant meditiert, erlangt er Unsterblichkeit.
Wort-für-Wort-Erläuterung: kṛtvā – getan habend; nachdem er getan hat; prāpnoti – erlangt; bhavati – wird; ist; navalakṣajapaṃ rudratvaṃ mātṛkayā veṣṭitaṃ vijayī bhagāṅkakuṇḍaṃ kṛtvāgnimādhāya puruṣo haviṣā hutvā yoṣito vaśīkaroti vartule śriyamatulaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wenn man die Jungfrau anbetet, was auch immer der Aspirant meditiert, erlangt er Unsterblichkeit.“.
Textabschnitt 53 Tripuratapini Upanishad
caturasre hutvā vṛṣṭirbhavati |
trikoṇe hutvā
śatrūnmārayati |
gatiṃ stambhayati |
puṣpāṇi hutvā vijayī bhavati |
mahārasairhutvā paramānandanirbharo bhavati |
gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ
havāmahe kaviṃ kavīnāmupamaśravastamam |
Er erlangt Ruhm und die volle Ausdehnung des Lebens.
Wort-für-Wort-Erläuterung: bhavati – wird; ist; caturasre hutvā vṛṣṭirbhavati trikoṇe śatrūnmārayati gatiṃ stambhayati puṣpāṇi vijayī mahārasairhutvā paramānandanirbharo gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnāmupamaśravastamam – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Er erlangt Ruhm und die volle Ausdehnung des Lebens.“.
Textabschnitt 54 Tripuratapini Upanishad
jyeṣṭharājaṃ
brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śruṇvannūtibhiḥ sīda sādanam |
ityevamādyamakṣaraṃ tadantyabindupūrṇamityanenāṅgaṃ spṛśati |
gaṃ gaṇeśāya nama iti gaṇeśaṃ namaskurvīta |
oṃ namo bhagavate
Oder wenn er den Höchsten Brahman kennt, bleibt er. Die Götter sprachen wahrlich zu dem seligen Herrn: „Herr! Das Herz des vortrefflichsten Gayatri über Tripura ist uns dargelegt worden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; oṃ – Om, die heilige Silbe (Om); jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śruṇvannūtibhiḥ sīda sādanam ityevamādyamakṣaraṃ tadantyabindupūrṇamityanenāṅgaṃ spṛśati gaṃ gaṇeśāya nama gaṇeśaṃ namaskurvīta namo bhagavate – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Oder wenn er den Höchsten Brahman kennt, bleibt er. Die Götter sprachen wahrlich zu dem seligen Herrn: „Herr! Das Herz des vortrefflichsten Gayatri über Tripura ist uns dargelegt worden.“.
Textabschnitt 55 Tripuratapini Upanishad
bhasmāṅgarāgāyogratejase hanahana dahadaha pacapaca mathamatha
vidhvaṃsayavidhvaṃsaya halabhañjana śūlamūle vyañjanasiddhiṃ kurukuru
samudraṃ pūrvapratiṣṭhiataṃ śoṣayaśoṣaya stambhayastambhaya
In der Hymne von Jatavedas sind die acht (Vidyas) von Tripura geläutert. So verehre sie, aus den Fesseln des Lebens wird der Yogi befreit. Erzählen Sie uns nun von Mrityumjaya (Sieg über den Tod). Wenn Sie die Worte aller Götter so hören, wird der Sieg über den Tod durch den Hymnus auf Tryambaka im Anustubh-Meter offenbart.
Wort-für-Wort-Erläuterung: bhasmāṅgarāgāyogratejase hanahana dahadaha pacapaca mathamatha vidhvaṃsayavidhvaṃsaya halabhañjana śūlamūle vyañjanasiddhiṃ kurukuru samudraṃ pūrvapratiṣṭhiataṃ śoṣayaśoṣaya stambhayastambhaya – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In der Hymne von Jatavedas sind die acht (Vidyas) von Tripura geläutert. So verehre sie, aus den Fesseln des Lebens wird der Yogi befreit. Erzählen Sie uns nun von Mrityumjaya (Sieg über den Tod). Wenn Sie die Worte …“.
Textabschnitt 56 Tripuratapini Upanishad
paramantraparayantraparatantraparadūtaparakaṭakaparacchedanakara
vidārayavidāraya cchindhicchindhi hrīṃ phaṭ svāhā |
anena kṣetrādhyakṣaṃ
pūjayediti |
kulakumāri vidmahe mantrakoṭisudhīmahi |
tannaḥ kauliḥ pracodayāt |
Woher stammt das Wort Tryambaka? Als Meister der drei Städte ist er Tryambaka. Warum sagen wir 'Lasst uns opfern'? 'Opfer' bedeutet 'Gottesdienst', 'Gepriesen' das Wirkliche, durch die zwei Silben mahe. Durch den unveränderlichen einzigen Buchstaben kam (nach Tryamba) der Sieg über den Tod zum Ausdruck.
Wort-für-Wort-Erläuterung: svāhā – Svaha; Opferformel; paramantraparayantraparatantraparadūtaparakaṭakaparacchedanakara vidārayavidāraya cchindhicchindhi hrīṃ phaṭ anena kṣetrādhyakṣaṃ pūjayediti kulakumāri vidmahe mantrakoṭisudhīmahi tannaḥ kauliḥ pracodayāt – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Woher stammt das Wort Tryambaka? Als Meister der drei Städte ist er Tryambaka. Warum sagen wir 'Lasst uns opfern'? 'Opfer' bedeutet 'Gottesdienst', 'Gepriesen' das Wirkliche, durch die zwei Silben mahe. Durch den …“.
Textabschnitt 57 Tripuratapini Upanishad
iti kumāryarcanaṃ kṛtvā yo vai sādhako'bhilikhati so'mṛtatvaṃ gacchati |
Nun, warum sagen "duftend"? Er erlangt Ruhm auf allen Seiten. Warum sagt man "erhöht das Wachstum"?
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; kṛtvā – getan habend; nachdem er getan hat; vai – wahrlich; gewiss; gacchati – geht; gelangt; kumāryarcanaṃ yo sādhako'bhilikhati so'mṛtatvaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Nun, warum sagen "duftend"? Er erlangt Ruhm auf allen Seiten. Warum sagt man "erhöht das Wachstum"?“.
Textabschnitt 58 Tripuratapini Upanishad
sa yaśa āpnoti |
sa paramāyuṣyamatha vā paraṃ brahma bhittvā tiṣṭhati |
Er erschafft alle Welten, rettet alle Welten, durchdringt alle Welten. Warum sagen wir 'wie Gurkenfrucht. lass mich Freiheit finden'? Wie die Gurke am Stiel festhält, so ist (der Mensch) fest gebunden, und er wird vom Tod, der Knechtschaft der Wiedergeburtskreislauf, befreit;
Wort-für-Wort-Erläuterung: sa – er, dieser; vā – oder; paraṃ – höchstes; jenseitiges; brahma – Brahman, das Absolute; bhittvā – nachdem sie durchbrochen hat; tiṣṭhati – steht; verweilt; yaśa āpnoti paramāyuṣyamatha – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Er erschafft alle Welten, rettet alle Welten, durchdringt alle Welten. Warum sagen wir 'wie Gurkenfrucht. lass mich Freiheit finden'? Wie die Gurke am Stiel festhält, so ist (der Mensch) fest gebunden, und er wird vom …“.
Schlussabschnitt der dritten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad
ya evaṃ vedeti mahopaniṣat |
iti tṛtīyopaniṣat || 3 ||
Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.
Wort-für-Wort-Erläuterung: evaṃ – so, auf diese Weise; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; ya vedeti mahopaniṣat tṛtīyopaniṣat – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.“.
Textabschnitt 59 Tripuratapini Upanishad
devā ha vai bhagavantamabruvandeva gāyatraṃ hṛdayaṃ no
vyākhyātaṃ traipuraṃ sarvottamam |
man wird Rudra. 0 Die Götter sagten wahrlich zu dem seligen Herrn: „Alles ist uns dargelegt worden. „Nun sagen Sie uns alle jene Mantras, die sich auf Shiva, Vishnu, Surya, Ganesha beziehen, indem sie loben, mit denen Bhagavati sich offenbaren wird.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ha – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; vai – wahrlich; gewiss; devā bhagavantamabruvandeva gāyatraṃ hṛdayaṃ no vyākhyātaṃ traipuraṃ sarvottamam – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „man wird Rudra. 0 Die Götter sagten wahrlich zu dem seligen Herrn: „Alles ist uns dargelegt worden. „Nun sagen Sie uns alle jene Mantras, die sich auf Shiva, Vishnu, Surya, Ganesha beziehen, indem sie loben, mit …“.
Textabschnitt 60 Tripuratapini Upanishad
jātavedasasūktenākhyātaṃ
nastraipurāṣṭakam |
yadiṣṭvā mucyate yogī janmasaṃsārabandhanāt |
Der selige Herr sagte:
Wort-für-Wort-Erläuterung: mucyate – wird befreit; yogī – der Yogi; jātavedasasūktenākhyātaṃ nastraipurāṣṭakam yadiṣṭvā janmasaṃsārabandhanāt – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der selige Herr sagte:“.
Textabschnitt 61 Tripuratapini Upanishad
atha mṛtyuṃjayaṃ no brūhītyevaṃ bruvatāṃ sarveṣāṃ devānāṃ
śrutvedaṃ vākyamathātastryambakenānuṣṭubhena mṛtyuṃjayaṃ darśayati |
Mit "Tryambaka-Mantra im Anushtubh-Metrum verehrt man den Eroberer des Todes;. Es ist festgelegt, dass der einzelne Buchstabe durchdrungen ist, wie oben gezeigt. Derjenige, der mit dem Mantra des Yajus anbetet: "Om, Verehrung sei Shiva" erreicht den Status von Rudra und erlangt Seligkeit.
Wort-für-Wort-Erläuterung: atha – nun; sodann; sarveṣāṃ – jeder; śrutvedaṃ – Veda; mṛtyuṃjayaṃ no brūhītyevaṃ bruvatāṃ devānāṃ vākyamathātastryambakenānuṣṭubhena darśayati – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Mit "Tryambaka-Mantra im Anushtubh-Metrum verehrt man den Eroberer des Todes;. Es ist festgelegt, dass der einzelne Buchstabe durchdrungen ist, wie oben gezeigt. Derjenige, der mit dem Mantra des Yajus anbetet: "Om, Obeisance …“.
Textabschnitt 62 Tripuratapini Upanishad
kasmāttryambakamiti |
trayāṇāṃ purāṇāmambakaṃ svāminaṃ tasmāducyate
tryambakamiti |
atha kasmāducyate yajāmaha iti |
Dieser höchste Wohnsitz von Vishnu, Wie ein Auge über den Himmel. Die Weisen sehen immer.
Wort-für-Wort-Erläuterung: kasmāttryambakamiti – so, damit; tryambakamiti – so, damit; atha – nun; sodann; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; trayāṇāṃ purāṇāmambakaṃ svāminaṃ tasmāducyate kasmāducyate yajāmaha – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Dieser höchste Wohnsitz von Vishnu, Wie ein Auge über den Himmel. Die Weisen sehen immer.“.
Textabschnitt 63 Tripuratapini Upanishad
yajāmahe sevāmahe vastu
mahetyakṣaradvayena kūṭatvenākṣaraikeṇa mṛtyuṃjayamityucyate |
tasmāducyate yajāmaha iti |
Vishnu steht allen Vierteln gegenüber. Wie Öl einen Sesamballen umgibt und füllt. Er durchdringt (alle Dinge).
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; yajāmahe sevāmahe vastu mahetyakṣaradvayena kūṭatvenākṣaraikeṇa mṛtyuṃjayamityucyate tasmāducyate yajāmaha – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Vishnu steht allen Vierteln gegenüber. Wie Öl einen Sesamballen umgibt und füllt. Er durchdringt (alle Dinge).“.
Textabschnitt 64 Tripuratapini Upanishad
atha kasmāducyate sugandhimiti |
sarvato yaśa
āpnoti |
tasmāducyate sugandhimiti |
atha kasmāducyate puṣṭivardhanamiti |
Sein höchster Wohnsitz ist der hohe Himmel. Die Weisen, nämlich Götter wie Brahma, sehen ihn, das heißt halten ihn für immer im Herzen. Daher ist Vishnus eigene Form von Seinem Bleiben, Existieren, in allen Wesen abgeleitet. Er ist Vasudeva (der Gott, der in allen wohnt).
Wort-für-Wort-Erläuterung: atha – nun; sodann; sugandhimiti – so, damit; puṣṭivardhanamiti – so, damit; kasmāducyate sarvato yaśa āpnoti tasmāducyate – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Sein höchster Wohnsitz ist der hohe Himmel. Die Weisen, nämlich Götter wie Brahma, sehen ihn, das heißt halten ihn für immer im Herzen. Daher ist Vishnus eigene Form von Seinem Bleiben, Existieren, in allen Wesen …“.
Textabschnitt 65 Tripuratapini Upanishad
yatsarvāṃllokānsṛjati yatsarvāṃllokāṃstārayati yatsarvāṃllokānvyāpnoti
tasmāducyate puṣṭivardhanamiti |
atha kasmāducyate urvārukamiva
bandhanānmṛtyormukṣīyeti |
saṃlagnatvādurvārukamiva mṛtyoḥ saṃsārabandhanātsaṃlagnatvādbaddhatvānmokṣībhavati mukto bhavati |
atha kasmāducyate māmṛtāditi amṛtatvaṃ prāpnotyakṣaraṃ
prāpnoti svayaṃ rudro bhavati |
devā ha vai bhagavantamūcuḥ sarvaṃ no vyākhyātam |
'
Wort-für-Wort-Erläuterung: puṣṭivardhanamiti – so, damit; atha – nun; sodann; bhavati – wird; ist; prāpnoti – erlangt; svayaṃ – sich selbst; ha – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; vai – wahrlich; gewiss; sarvaṃ – alles; yatsarvāṃllokānsṛjati yatsarvāṃllokāṃstārayati yatsarvāṃllokānvyāpnoti tasmāducyate kasmāducyate urvārukamiva bandhanānmṛtyormukṣīyeti saṃlagnatvādurvārukamiva mṛtyoḥ saṃsārabandhanātsaṃlagnatvādbaddhatvānmokṣībhavati mukto māmṛtāditi amṛtatvaṃ prāpnotyakṣaraṃ rudro devā bhagavantamūcuḥ no vyākhyātam – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „“.
Textabschnitt 66 Tripuratapini Upanishad
atha kairmantraiḥ stutā bhagavatī svātmānaṃ darśayati
tānsarvāñchaivānvaiṣṇavānsaurāngāṇeśānno
brūhīti |
sa hovāca bhagavāṃstryambakenānuṣṭubhena
mṛtyuṃjayamupāsayet |
pūrveṇādhvanā vyāptamekākṣaramiti
smṛtam |
oṃ namaḥ śivāyeti yājuṣamantropāsako
rudratvaṃ prāpnoti |
kalyāṇaṃ prāpnoti |
ya evaṃ veda |
tadviṣṇoḥ
paramaṃ padaṃ sadā paśyanti sūrayaḥ |
divīva cakṣurātatam |
viṣṇoḥ sarvatomukhasya sneho yathā palalapiṇḍamotaprotamanuvyāptaṃ
Om Namah besteht aus drei Silben. Bhagavate hat vier Silben.
Wort-für-Wort-Erläuterung: atha – nun; sodann; sa – er, dieser; hovāca – sprach; oṃ – Om, die heilige Silbe (Om); namaḥ – Verehrung; Verneigung; prāpnoti – erlangt; evaṃ – so, auf diese Weise; veda – Veda; tadviṣṇoḥ – die von Vishnu; paramaṃ – den höchsten; paśyanti – sie sehen; yathā – wie; kairmantraiḥ stutā bhagavatī svātmānaṃ darśayati tānsarvāñchaivānvaiṣṇavānsaurāngāṇeśānno brūhīti bhagavāṃstryambakenānuṣṭubhena mṛtyuṃjayamupāsayet pūrveṇādhvanā vyāptamekākṣaramiti smṛtam śivāyeti yājuṣamantropāsako rudratvaṃ kalyāṇaṃ ya padaṃ sadā sūrayaḥ divīva cakṣurātatam viṣṇoḥ sarvatomukhasya sneho … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Om Namah besteht aus drei Silben. Bhagavate hat vier Silben.“.
Textabschnitt 67 Tripuratapini Upanishad
vyatiriktaṃ vyāpnuta iti vyāpnuvato viṣṇostatparamaṃ padaṃ paraṃ vyometi
paramaṃ padaṃ paśyanti vīkṣante |
sūrayo brahmādayo devāsa iti
sadā hṛdaya adadhate |
tasmādviṣṇoḥ svarūpaṃ vasati tiṣṭhati
bhūteśviti vāsudeva iti |
oṃ nama iti trīṇyakṣarāṇi |
bhagavata iti
catvāri |
vāsudevāyeti pañcākṣarāṇi |
etadvai vāsudevasya
dvādaśārṇamabhyeti |
sopaplavaṃ tarati |
sa sarvamāyureti |
vindate
Vasudevaya hat fünf Silben. Dies ist das zwölfsilbige Mantra von Vasudeva. Er (der das weiß) überwindet alle Schwierigkeiten, lebt ein erfülltes Leben, erlangt die Herrschaft über Wesen und genießt Besitz von Reichtum und Vieh.
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; paraṃ – höchstes; jenseitiges; paramaṃ – den höchsten; paśyanti – sie sehen; svarūpaṃ – eigene Natur; Wesensform; vasati – wohnt; lebt; tiṣṭhati – steht; verweilt; oṃ – Om, die heilige Silbe (Om); sa – er, dieser; vyatiriktaṃ vyāpnuta vyāpnuvato viṣṇostatparamaṃ padaṃ vyometi vīkṣante sūrayo brahmādayo devāsa sadā hṛdaya adadhate tasmādviṣṇoḥ bhūteśviti vāsudeva nama trīṇyakṣarāṇi bhagavata catvāri vāsudevāyeti pañcākṣarāṇi etadvai vāsudevasya dvādaśārṇamabhyeti sopaplavaṃ tarati sarvamāyureti vindate – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Vasudevaya hat fünf Silben. Dies ist das zwölfsilbige Mantra von Vasudeva. Er (der das weiß) überwindet alle Schwierigkeiten, lebt ein erfülltes Leben, erlangt die Herrschaft über Wesen und genießt Besitz von Reichtum …“.
Textabschnitt 68 Tripuratapini Upanishad
prājāpatyaṃ rāyaspoṣaṃ gaupatyaṃ ca tamaśnute pratyagānandaṃ
brahmapuruṣaṃ praṇavasvarūpamakāra ukāro makāra iti |
tānekadhā
saṃbhavati tadomiti |
haṃsaḥ śuciṣadvasurantarikṣasaddhotā
vediṣadatithirduroṇasat |
nṛṣadvarasadṛtasadvyomasadabjā gojā
ṛtajā adrijā ṛtaṃ bṛhat |
haṃsa ityetanmanorakṣaradvitīyena
prabhāpuñjena saureṇa dhṛtamabjā gojā ṛtajā adrijā ṛtaṃ
satyā-prabhā-puñji-nyuṣā-sandhyā-prajñābhiḥ
Die Buchstaben a, u und die Meditation, die das Pranava bilden, bezeichnen die innere Glückseligkeit, das alles durchdringende Brahman. Hamsa weilt im reinen Himmelsraum. Bewohner in der Atmosphäre, Opfer in der Nähe des Altars. Der Gast geht ins Haus.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ca – und; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; haṃsaḥ – Hamsa, das Selbst-Symbol; prājāpatyaṃ rāyaspoṣaṃ gaupatyaṃ tamaśnute pratyagānandaṃ brahmapuruṣaṃ praṇavasvarūpamakāra ukāro makāra tānekadhā saṃbhavati tadomiti śuciṣadvasurantarikṣasaddhotā vediṣadatithirduroṇasat nṛṣadvarasadṛtasadvyomasadabjā gojā ṛtajā adrijā ṛtaṃ bṛhat haṃsa ityetanmanorakṣaradvitīyena prabhāpuñjena saureṇa dhṛtamabjā … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Buchstaben a, u und die Meditation, die das Pranava bilden, bezeichnen die innere Glückseligkeit, das alles durchdringende Brahman. Hamsa weilt im reinen Himmelsraum. Bewohner in der Atmosphäre, Opfer in der Nähe …“.
Textabschnitt 69 Tripuratapini Upanishad
śaktibhiḥ pūrvaṃ sauramadhīyānaḥ sarvaṃ phalamaśnute |
sa vyomni parame dhāmani saure nivasate |
gaṇānāṃ tvati traiṣṭubhena pūrveṇādhvanā manunaikārṇena
gaṇādhipamabhyarcya gaṇeśatvaṃ prāpnoti |
atha gāyatrī
Wohnen in Menschen, in edlen Dingen. Im rechten und im Himmel; im Wasser geboren.
Wort-für-Wort-Erläuterung: sarvaṃ – alles; phalamaśnute – genießt die Frucht; sa – er, dieser; vyomni – am Himmel; prāpnoti – erlangt; atha – nun; sodann; śaktibhiḥ pūrvaṃ sauramadhīyānaḥ parame dhāmani saure nivasate gaṇānāṃ tvati traiṣṭubhena pūrveṇādhvanā manunaikārṇena gaṇādhipamabhyarcya gaṇeśatvaṃ gāyatrī – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wohnen in Menschen, in edlen Dingen. Im rechten und im Himmel; im Wasser geboren.“.
Textabschnitt 70 Tripuratapini Upanishad
sāvitrī sarasvatyajapā mātṛkā proktā tayā sarvamidaṃ vyāptam |
aiṃ vāgīśvari vidmahe klīṃ kāmeśvarī dhīmahi |
saustannaḥ śaktiḥ
pracodayāditi |
gāyatrī prātaḥ sāvitrī madhyandine sarasvatī sāyamiti
nirantaramajapā |
haṃsa ityeva mātṛkā |
pañcāśadvarṇavigraheṇā-
Im Licht geboren, in der Wahrheit und in den Bergen geboren; Die Rechtschaffenheit, der Große (Er ist der Herr). Alle Früchte gewinnt er, der das vorherige Mantra der Sonne zusammen mit den Mächten wiederholt, nämlich die Morgendämmerung, die Dämmerung, der Intellekt, die das wahre, geordnete, verkörperte Licht sind.
Wort-für-Wort-Erläuterung: proktā – wurde ausgesprochen, wird genannt; śaktiḥ – Shakti, Kraft; prātaḥ – am Morgen; madhyandine – mittags; sarasvatī – saraswati; sāvitrī sarasvatyajapā mātṛkā tayā sarvamidaṃ vyāptam aiṃ vāgīśvari vidmahe klīṃ kāmeśvarī dhīmahi saustannaḥ pracodayāditi gāyatrī sāyamiti nirantaramajapā haṃsa ityeva pañcāśadvarṇavigraheṇā – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Im Licht geboren, in der Wahrheit und in den Bergen geboren; Die Rechtschaffenheit, der Große (Er ist der Herr). Alle Früchte gewinnt er, der das vorherige Mantra der Sonne zusammen mit den Mächten wiederholt, nämlich die …“.
Textabschnitt 71 Tripuratapini Upanishad
kārādikṣakārāntena vyāptāni bhuvanāni śāstrāṇi
cchandāṃsītyevaṃ bhagavatīṃ sarvaṃ vyāpnotītyeva tasyai vai namonama iti |
tānbhagavānabravīdetairmantrairnityaṃ devīṃ yaḥ stauti sa sarvaṃ paśyati |
so'mṛtatvaṃ ca gacchati |
ya evaṃ vedetyupaniṣat ||
Durch jedes der anderen leuchtenden Worte im Mantra der Surya wird es aufrecht erhalten. Worte wie "im Wasser geboren" usw. bezeichnen die Mächte. Er wohnt in der hohen Wohnung, den Himmeln, die der Sonne gehören. Durch die Verehrung des Herrn der Heerscharen mit dem zuvor gegebenen Mantra (4), "Wir rufen dich an, Führer der Heerscharen", usw., im Traistubha-Meter, zusammen mit dem monosilben, erreicht man den Status von Ganesha.
Wort-für-Wort-Erläuterung: sarvaṃ – alles; vai – wahrlich; gewiss; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; sa – er, dieser; paśyati – sieht; ca – und; gacchati – geht; gelangt; evaṃ – so, auf diese Weise; kārādikṣakārāntena vyāptāni bhuvanāni śāstrāṇi cchandāṃsītyevaṃ bhagavatīṃ vyāpnotītyeva tasyai namonama tānbhagavānabravīdetairmantrairnityaṃ devīṃ yaḥ stauti so'mṛtatvaṃ ya vedetyupaniṣat – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Durch jedes der anderen leuchtenden Worte im Mantra der Surya wird es aufrecht erhalten. Worte wie "im Wasser geboren" usw. bezeichnen die Mächte. Er wohnt in der hohen Wohnung, den Himmeln, die der Sonne gehören. …“.
Schlussabschnitt der vierten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad
iti turīyopaniṣat || 4 ||
So endet die vierte Teil-Upanishad.
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; turīyopaniṣat – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „So endet die vierte Teil-Upanishad.“.
Textabschnitt 72 Tripuratapini Upanishad
devā ha vai bhagavantamabruvansvāminnaḥ kathitaṃ sphuṭaṃ
kriyākāṇḍaṃ saviṣayaṃ traipuramiti |
atha paramanirviśeṣaṃ
Möge die Macht uns inspirieren. So, in der Morgendämmerung, Gayatri; um Mittag, Savitri; und in der Dämmerung, Sarasvati. Der Ajapa, 'hamsa', der Unausgesprochene (wird gesungen) ohne Unterbrechung. Die Matrika, bestehend aus fünfzig Buchstaben, von a bis ksa, durchdringt alle Worte, alle Shastras, alle Veden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ha – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; vai – wahrlich; gewiss; atha – nun; sodann; devā bhagavantamabruvansvāminnaḥ kathitaṃ sphuṭaṃ kriyākāṇḍaṃ saviṣayaṃ traipuramiti paramanirviśeṣaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Möge die Macht uns inspirieren. So, in der Morgendämmerung, Gayatri; um Mittag, Savitri; und in der Dämmerung, Sarasvati. Der Ajapa, 'hamsa', der Unausgesprochene (wird gesungen) ohne Unterbrechung. Die Matrika, …“.
Textabschnitt 73 Tripuratapini Upanishad
kathayasveti |
tānhovāca bhagavāṃsturīyayā māyayāntyayā
nirdiṣṭaṃ paramaṃ brahmeti |
paramapuruṣaṃ cidrūpaṃ
Die Göttin durchdringt alle Dinge. Obeisance, Ehrerbietung zu Ihr! Der selige Herr sprach zu ihnen: Wer die Göttin mit diesen Mantras ewig rühmt, der sieht alle Dinge. Die Götter, wahrlich, sagten zum seligen Herrn: „Es ist uns klar der Abschnitt über die Aktivitäten und was mit Tripura zusammenhängt mit allen verwandten Themen erklärt worden. Der selige Herr sprach zu ihnen: Ist durch die vierte und letzte Maya (avidya, jnana, vijnana und samyagjnana) das höchste Brahman angedeutet worden, die höchste Person, das höchste Selbst, dessen Essenz Bewusstsein ist.
Wort-für-Wort-Erläuterung: paramaṃ – den höchsten; kathayasveti tānhovāca bhagavāṃsturīyayā māyayāntyayā nirdiṣṭaṃ brahmeti paramapuruṣaṃ cidrūpaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Göttin durchdringt alle Dinge. Obeisance, Ehrerbietung zu Ihr! Der selige Herr sprach zu ihnen: Wer die Göttin mit diesen Mantras ewig rühmt, der sieht alle Dinge. Die Götter, wahrlich, sagten zum seligen Herrn: „Es …“.
Textabschnitt 74 Tripuratapini Upanishad
paramātmeti |
śrotā mantā draṣṭādeṣṭā spraṣṭāghoṣṭā
vijñātā prajñātā sarveṣāṃ puruṣāṇāmantaḥpuruṣaḥ
Der Hörer, der Denker, der Seher, der Lehrer, der Berührunger, der Verkünder, der Erkenner, der höchste Wissende, die innere Person in allen Personen - dieses Selbst muss erkannt werden. Da gibt es weder gesehene noch unsichtbare Welten; keine Götter oder Dämonen;
Wort-für-Wort-Erläuterung: sarveṣāṃ – jeder; paramātmeti śrotā mantā draṣṭādeṣṭā spraṣṭāghoṣṭā vijñātā prajñātā puruṣāṇāmantaḥpuruṣaḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der Hörer, der Denker, der Seher, der Lehrer, der Berührunger, der Verkünder, der Erkenner, der höchste Wissende, die innere Person in allen Personen - dieses Selbst muss erkannt werden. Da gibt es weder gesehene noch …“.
Textabschnitt 75 Tripuratapini Upanishad
sa ātmā sa vijñeya iti |
na tatra lokā alokā na tatra devā adevāḥ
paśavo'paśavastāpaso na tāpasaḥ paulkaso na paulkaso
Tiere oder Nicht-Tier; Asketen oder Nicht-Asketen; Ausgestoßene oder Nicht-Ausgestoßene;
Wort-für-Wort-Erläuterung: sa – er, dieser; ātmā – der Atman; das Selbst; iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; na – nicht; tatra – dort; darin; tāpasaḥ – Asket; vijñeya lokā alokā devā adevāḥ paśavo'paśavastāpaso paulkaso – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Tiere oder Nicht-Tier; Asketen oder Nicht-Asketen; Ausgestoßene oder Nicht-Ausgestoßene;“.
Textabschnitt 76 Tripuratapini Upanishad
viprā na viprāḥ |
sa ityekameva paraṃ brahma vibhrājate nirvāṇam |
na tatra devā ṛṣayaḥ pitara īśate pratibuddhaḥ sarvavidyeti |
Brahmanen oder Nicht-Brahmanen. Allein und allein, der höchste Brahman, all-ruhig, leuchtet hervor. Götter, Seher, Mähnen, siegen dort nicht. Der erwachte Wissende, der Allwissende ist Brahman.
Wort-für-Wort-Erläuterung: na – nicht; sa – er, dieser; paraṃ – höchstes; jenseitiges; brahma – Brahman, das Absolute; tatra – dort; darin; pratibuddhaḥ – erwacht; viprā viprāḥ ityekameva vibhrājate nirvāṇam devā ṛṣayaḥ pitara īśate sarvavidyeti – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Brahmanen oder Nicht-Brahmanen. Allein und allein, der höchste Brahman, all-ruhig, leuchtet hervor. Götter, Seher, Mähnen, siegen dort nicht. Der erwachte Wissende, der Allwissende ist Brahman.“.
Textabschnitt 77 Tripuratapini Upanishad
tatraite ślokā bhavanti |
ato nirviṣayaṃ nityaṃ manaḥ kāryaṃ mumukṣuṇā |
In diesem Zusammenhang gibt es die folgenden Verse:
Wort-für-Wort-Erläuterung: bhavanti – sie werden; sie sind; nityaṃ – immer; beständig; manaḥ – Geist; Denken; mumukṣuṇā – vom Suchenden nach Befreiung; tatraite ślokā ato nirviṣayaṃ kāryaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In diesem Zusammenhang gibt es die folgenden Verse:“.
1. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
yato nirviṣayo nāma manaso muktiriṣyate || 1 ||
Denn als „gegenstandslos“ gilt jene Freiheit des Geistes, die als Befreiung bezeichnet wird.
Wort-für-Wort-Erläuterung: yataḥ – weil, woraus; nirviṣayaḥ – ohne Gegenstand; nāma – mit Namen, genannt; manasaḥ – des Geistes; muktiḥ – Befreiung; iṣyate – wird gelehrt, gilt.
2. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
mano hi dvividhaṃ proktaṃ śuddhaṃ cāśuddhameva ca |
aśuddhaṃ kāmasaṃkalpaṃ śuddhaṃ kāmavivarjitam || 2 ||
Der Geist wird als zweifach beschrieben: rein und unrein. Unrein ist er, wenn er von Wunschvorstellungen erfüllt ist; rein, wenn er von Wünschen frei ist.
Wort-für-Wort-Erläuterung: manaḥ hi – denn der Geist; dvividham – zweifach; proktam – wird beschrieben; śuddham – rein; ca – und; aśuddham – unrein; eva – eben; kāma-saṃkalpam – von Wunschvorstellungen erfüllt; kāma-vivarjitam – von Wünschen frei.
3. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
mana eva manuṣyāṇāṃ kāraṇaṃ bandhamokṣayoḥ |
bandhanaṃ viṣayāsaktaṃ muktyai nirviṣayaṃ manaḥ || 3 ||
Der Geist allein ist für die Menschen die Ursache von Bindung und Befreiung. An Sinnesgegenstände geheftet führt er zur Bindung; gegenstandsfrei führt er zur Befreiung.
Wort-für-Wort-Erläuterung: manaḥ eva – der Geist allein; manuṣyāṇām – der Menschen; kāraṇam – Ursache; bandha-mokṣayoḥ – von Bindung und Befreiung; viṣaya-āsaktam – an Sinnesgegenstände geheftet; bandhanam – Bindung; nirviṣayam manaḥ – der gegenstandsfreie Geist; muktyai – zur Befreiung.
4. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
nirastaviṣayāsaṅgaṃ saṃnirudhya mano hṛdi |
yadā yātyamanībhāvastadā tatparamaṃ padam || 4 ||
Nachdem die Anhaftung an die Sinnesgegenstände beseitigt ist, soll man den Geist im Herzen festhalten. Wenn er in den Zustand des Nicht-Geistes eingeht, ist dies der höchste Stand.
Wort-für-Wort-Erläuterung: nirasta-viṣaya-āsaṅgam – von der Anhaftung an Gegenstände befreit; saṃnirudhya – vollständig zurückhaltend; manaḥ – den Geist; hṛdi – im Herzen; yadā – wenn; yāti – er gelangt; amanī-bhāvaḥ – Zustand des Nicht-Geistes; tadā – dann; tat paramam padam – jener höchste Stand.
5. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
tāvadeva niroddhavyaṃ yāvadhṛdigataṃ kṣayam |
etajjñānaṃ ca dhyānaṃ ca śeṣo'nyo granthavistaraḥ || 5 ||
Der Geist soll so lange zurückgehalten werden, bis er im Herzen zur Auflösung gelangt. Dies ist Erkenntnis, und dies ist Meditation; alles Übrige ist nur Ausbreitung von Büchern.
Wort-für-Wort-Erläuterung: tāvat eva – genau so lange; niroddhavyam – soll zurückgehalten werden; yāvat – bis; hṛdi-gatam – im Herzen angelangt; kṣayam – Auflösung; etat – dies; jñānam – Erkenntnis; ca dhyānam – und Meditation; śeṣaḥ anyaḥ – alles andere; grantha-vistaraḥ – Ausbreitung von Büchern.
6. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
naiva cintyaṃ na cācintyaṃ na cintyaṃ cintyameva ca |
pakṣapātavinirmuktaṃ brahma sampadyate dhruvam || 6 ||
Es ist weder bloß zu denken noch als undenkbar festzulegen; es ist auch nicht ein gewöhnlicher Gedanke, und doch wird es erkennend bedacht. Wer von einseitigen Festlegungen frei ist, gelangt gewiss zu Brahman.
Wort-für-Wort-Erläuterung: na eva cintyam – nicht bloß denkbar; na ca acintyam – und nicht undenkbar; na cintyam – kein gewöhnlicher Gedanke; cintyam eva ca – und doch erkennend zu bedenken; pakṣapāta-vinirmuktam – frei von einseitiger Festlegung; brahma sampadyate – man gelangt zu Brahman; dhruvam – gewiss.
7. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
svareṇa sallayedyogī svaraṃ saṃbhāvayetparam |
asvareṇa tu bhāvena na bhāvo bhāva iṣyate || 7 ||
Der Yogi soll den Laut im Laut auflösen und den höchsten Laut vergegenwärtigen. In der lautlosen Wirklichkeit gilt kein vorgestellter Zustand mehr als die Wirklichkeit selbst.
Wort-für-Wort-Erläuterung: svareṇa – durch beziehungsweise im Laut; saṃlayet yogī – soll der Yogi auflösen; svaram – den Laut; saṃbhāvayet – soll vergegenwärtigen; param – den höchsten; asvareṇa – durch das Lautlose; tu bhāvena – aber als Wirklichkeit; na bhāvaḥ – kein vorgestellter Zustand; bhāvaḥ iṣyate – gilt als Wirklichkeit.
8. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
tadeva niṣkalaṃ brahma nirvikalpaṃ nirañjanam |
tadbrahmāhamiti jñātvā brahma sampadyate kramāt || 8 ||
Eben dies ist das teil-lose, vorstellungsfreie und makellose Brahman. Indem man erkennt „Dieses Brahman bin ich“, gelangt man schrittweise zu Brahman.
Wort-für-Wort-Erläuterung: tat eva – eben dies; niṣkalam brahma – das teil-lose Brahman; nirvikalpam – ohne begriffliche Unterscheidung; nirañjanam – makellos; tat brahma aham iti – „dieses Brahman bin ich“; jñātvā – erkannt habend; brahma sampadyate – gelangt man zu Brahman; kramāt – schrittweise.
9. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
nirvikalpamanantaṃ ca hetudṛṣṭāntavarjitam |
aprameyamanādyantaṃ yajjñātvā mucyate budhaḥ || 9 ||
Es ist frei von begrifflichen Unterschieden und unendlich, ohne Ursache und ohne Vergleich, unermesslich, anfang- und endlos. Der Weise, der es erkennt, wird befreit.
Wort-für-Wort-Erläuterung: nirvikalpam – frei von Unterscheidungen; anantam ca – und unendlich; hetu-dṛṣṭānta-varjitam – ohne Ursache und Vergleich; aprameyam – unermesslich; anādi-antam – anfang- und endlos; yat jñātvā – welches erkannt habend; mucyate budhaḥ – wird der Weise befreit.
10. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
na nirodho na cotpattirna baddho na ca sādhakaḥ |
na mumukṣurna vai mukta ityeṣā paramārthatā || 10 ||
Es gibt weder Auflösung noch Entstehung, weder einen Gebundenen noch einen Übenden, weder einen Befreiungssuchenden noch einen Befreiten: Das ist die höchste Wirklichkeit.
Wort-für-Wort-Erläuterung: na nirodhaḥ – keine Auflösung; na ca utpattiḥ – und keine Entstehung; na baddhaḥ – kein Gebundener; na ca sādhakaḥ – und kein Übender; na mumukṣuḥ – kein Befreiungssuchender; na vai muktaḥ – wahrlich kein Befreiter; iti eṣā paramārthatā – so ist dies die höchste Wirklichkeit.
12. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
eka evātmā mantavyo jāgratsvapnasuṣuptiṣu |
sthānatrayavyatītasya punarjanma na vidyate || 12 ||
In Wachen, Traum und Tiefschlaf ist allein das eine Selbst zu erkennen. Für den, der die drei Bewusstseinszustände überschritten hat, gibt es keine Wiedergeburt.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ekaḥ eva ātmā – allein das eine Selbst; mantavyaḥ – ist zu erkennen; jāgrat-svapna-suṣuptiṣu – in Wachen, Traum und Tiefschlaf; sthāna-traya-vyatītasya – für den, der die drei Zustände überschritten hat; punarjanma – Wiedergeburt; na vidyate – gibt es nicht.
12. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
eka eva hi bhūtātmā bhūtebhūte vyavasthitaḥ |
ekadhā bahudhā caiva dṛśyate jalacandravat || 12 ||
Wahrlich, das eine Selbst der Wesen ist in jedem einzelnen Wesen gegenwärtig. Es erscheint als eines und als viele, wie der Mond in den Wassern.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ekaḥ eva hi – wahrlich nur der eine; bhūta-ātmā – das Selbst der Wesen; bhūte bhūte – in jedem einzelnen Wesen; vyavasthitaḥ – gegenwärtig; ekadhā – als eines; bahudhā ca – und als viele; dṛśyate – erscheint; jala-candravat – wie der Mond im Wasser.
13. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
ghaṭasaṃvṛtamākāśaṃ nīyamāne ghaṭe yathā |
ghaṭo nīyeta nākāśaṃ tathā jīvo nabhopamaḥ || 13 ||
Wie der von einem Gefäß umschlossene Raum nicht fortgetragen wird, wenn das Gefäß fortgetragen wird – nur das Gefäß bewegt sich –, so ist das individuelle Selbst dem Raum vergleichbar.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ghaṭa-saṃvṛtam ākāśam – der vom Gefäß umschlossene Raum; nīyamāne ghaṭe – wenn das Gefäß fortgetragen wird; yathā – wie; ghaṭaḥ nīyeta – das Gefäß wird bewegt; na ākāśam – nicht der Raum; tathā – ebenso; jīvaḥ – das individuelle Selbst; nabhaḥ-upamaḥ – dem Raum vergleichbar.
14. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
ghaṭavadvividhākāraṃ bhidyamāṃ punaḥ punaḥ |
tadbhede ca na jānāti sa jānāti ca nityaśaḥ || 14 ||
Wie Gefäße nimmt es immer wieder verschiedene Gestalten an, die zerbrechen. Bei ihrem Zerbrechen wird das Selbst nicht mitzerstört; es bleibt der immerwährende Erkennende.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ghaṭavat – wie ein Gefäß; vividha-ākāram – von verschiedener Gestalt; bhidyamānam – zerbrechend; punaḥ punaḥ – immer wieder; tat-bhede – bei dessen Zerbrechen; na jānāti – wird es nicht mitbetroffen beziehungsweise erkannt; saḥ jānāti – es erkennt; ca nityaśaḥ – und zwar immerwährend.
15. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
śabdamāyāvṛto yāvattāvattiṣṭhati puṣkale |
bhinne tamasi caikatvameka evānupaśyati || 15 ||
Solange es von der Maya der Wörter umhüllt ist, bleibt die Vielheit bestehen. Ist diese Dunkelheit durchbrochen, schaut man allein die Einheit.
Wort-für-Wort-Erläuterung: śabda-māyā-āvṛtaḥ – von der Maya der Wörter umhüllt; yāvat tāvat – solange; tiṣṭhati – besteht; puṣkale – in der Vielheit; bhinne tamasi – wenn die Dunkelheit durchbrochen ist; ca ekatvam – dann die Einheit; ekaḥ eva anupaśyati – schaut man allein das Eine.
16. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
śabdārṇamaparaṃ brahma tasminkṣīṇe yadakṣaram |
tadvidvānakṣaraṃ dhyāyedyadīcchecchāntimātmanaḥ || 16 ||
Das niedere Brahman ist der Bereich des Wortlautes; wenn dieser zur Ruhe gekommen ist, bleibt das Unvergängliche. Wer dies erkennt, soll über das Unvergängliche meditieren, wenn er den Frieden des Selbst wünscht.
Wort-für-Wort-Erläuterung: śabda-arṇam – Bereich beziehungsweise Meer des Wortlautes; aparam brahma – das niedere Brahman; tasmin kṣīṇe – wenn dieses geschwunden ist; yat akṣaram – das Unvergängliche; tat vidvān – der dieses kennt; akṣaram dhyāyet – soll über das Unvergängliche meditieren; yadi icchet – wenn er wünscht; śāntim ātmanaḥ – den Frieden des Selbst.
17. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
dve brahmaṇī hi mantavye śabdabrahma paraṃ ca yat |
śabdabrahmaṇi niṣṇātaḥ paraṃ brahmādhigacchati || 17 ||
Zwei Formen Brahmans sind zu betrachten: das Wort-Brahman und das höchste Brahman. Wer im Wort-Brahman vollkommen bewandert ist, gelangt zum höchsten Brahman.
Wort-für-Wort-Erläuterung: dve brahmaṇī – zwei Formen Brahmans; hi mantavye – sind wahrlich zu betrachten; śabda-brahma – das Wort-Brahman; param ca yat – und jenes höchste; śabda-brahmaṇi niṣṇātaḥ – im Wort-Brahman vollkommen bewandert; param brahma adhigacchati – gelangt zum höchsten Brahman.
18. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
granthamabhyasya medhāvī jñānavijñānatatparaḥ |
palālamiva dhānyārthī tyajedgranthamaśeṣataḥ || 18 ||
Nachdem der Einsichtige die Schriften studiert hat und ganz auf Erkenntnis und unmittelbare Verwirklichung ausgerichtet ist, soll er die Bücher schließlich vollständig zurücklassen wie der Getreidesuchende die Spreu.
Wort-für-Wort-Erläuterung: grantham abhyasya – die Schrift studiert habend; medhāvī – der Einsichtige; jñāna-vijñāna-tatparaḥ – auf Erkenntnis und unmittelbare Verwirklichung ausgerichtet; palālam iva – wie die Spreu; dhānya-arthī – der Getreide Suchende; tyajet – soll zurücklassen; grantham aśeṣataḥ – die Schrift vollständig.
19. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
gavāmanekavarṇānāṃ kṣīrasyāpyekavarṇatā |
kṣīravatpaśyati jñānī liṅginastu gavāṃ yathā || 19 ||
Obwohl Kühe vielerlei Farben haben, besitzt ihre Milch nur eine Farbe. Der Erkennende schaut auf das Wissen wie auf die Milch; die äußeren Kennzeichen gleichen den verschiedenen Kühen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: gavām aneka-varṇānām – der Kühe von vielerlei Farbe; kṣīrasya api – doch der Milch; eka-varṇatā – Einfarbigkeit; kṣīravat – wie die Milch; paśyati jñānī – schaut der Erkennende; liṅginaḥ tu – die äußeren Kennzeichen aber; gavām yathā – wie die Kühe.
20. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
jñānanetraṃ samādhāya sa mahatparamaṃ padam |
niṣkalaṃ niścalaṃ śāntaṃ brahmāhamiti saṃsmaret || 20 ||
Nachdem er das Auge der Erkenntnis gesammelt hat, soll er sich an den großen höchsten Stand erinnern: teil-los, unbeweglich und friedvoll – „Ich bin Brahman.“
Wort-für-Wort-Erläuterung: jñāna-netram – das Auge der Erkenntnis; samādhāya – gesammelt habend; saḥ – er; mahat paramam padam – den großen höchsten Stand; niṣkalam – teil-los; niścalam – unbeweglich; śāntam – friedvoll; brahma aham iti – „Ich bin Brahman“; saṃsmaret – soll sich vergegenwärtigen.
Textabschnitt 78 Tripuratapini Upanishad
ityekaṃ parabrahmarūpaṃ sarvabhūtādhivāsaṃ turīyaṃ
jānīte so'kṣare parame vyomanyadhivasati |
ya etāṃ vidyāṃ
turīyāṃ brahmayonisvarūpāṃ tāmihāyuṣe śaraṇamahaṃ
prapadye |
ākāśādyanukrameṇa sarveṣāṃ vā etadbhūtānāmākāśaḥ
parāyaṇam |
sarvāṇi ha vā imāni bhūtānyākāśādeva jāyante |
ākāśa eva līyante |
tasmādeva jātāni jīvanti |
tasmādākāśajaṃ
bījaṃ vindyāt |
tadevākāśapīṭhaṃ spārśanaṃ pīṭhaṃ
tejaḥpīṭhamamṛtapīṭhaṃ ratnapīṭhaṃ jānīyāt |
yo jānīte
so'mṛtatvaṃ ca gacchati |
tasmādetāṃ turīyāṃ śrīkāmarājīyāmekādaśadhā
bhinnamekākṣaraṃ brahmeti yo jānīte sa turīyaṃ padaṃ prāpnoti |
sein Wissen wird, für den Seelenfrieden. Über die ewige Meditation. Zwei Brahmanen sind zu betrachten: Das Wort und das höchste Brahman; Im gut versierten Wort erlangt man den Höchsten Brahman.
Wort-für-Wort-Erläuterung: vidyāṃ – die Wissenschaften; sarveṣāṃ – jeder; vā – oder; sarvāṇi – alle von ihnen; ha – wahrlich; überlieferte Erzählpartikel; jāyante – entstehen, zeigen sich; ākāśa – Raum, Äther; eva – allein; eben; wahrlich; līyante – sie verschmelzen; jīvanti – sie leben; pīṭhaṃ – der Rücken; ca – und; gacchati – geht; gelangt; sa – er, dieser; prāpnoti – erlangt; ityekaṃ parabrahmarūpaṃ sarvabhūtādhivāsaṃ turīyaṃ jānīte so'kṣare parame vyomanyadhivasati ya etāṃ turīyāṃ brahmayonisvarūpāṃ tāmihāyuṣe śaraṇamahaṃ prapadye ākāśādyanukrameṇa etadbhūtānāmākāśaḥ parāyaṇam imāni bhūtānyākāśādeva tasmādeva jātāni tasmādākāśajaṃ bījaṃ vindyāt tadevākāśapīṭhaṃ spārśanaṃ … – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „sein Wissen wird, für den Seelenfrieden. Über die ewige Meditation. Zwei Brahmanen sind zu betrachten: Das Wort und das höchste Brahman; Im gut versierten Wort erlangt man den Höchsten Brahman.“.
Textabschnitt 79 Tripuratapini Upanishad
ya evaṃ vedeti mahopaniṣat ||
Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.
Wort-für-Wort-Erläuterung: evaṃ – so, auf diese Weise; ya vedeti mahopaniṣat – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.“.
Schlussabschnitt der fünften Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad
iti pañcamopaniṣat || 5 ||
So endet die fünfte Teil-Upanishad.
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; pañcamopaniṣat – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „So endet die fünfte Teil-Upanishad.“.
Textabschnitt 80 Tripuratapini Upanishad
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ ||
bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ ||
Wie Milch ist Wissen bekannt. Seine Quellen sind wie Kühe. Das Auge des Wissens fokussieren Erwecke den Gedanken: „Ich bin Brahman.
Wort-für-Wort-Erläuterung: oṃ – Om, die heilige Silbe (Om); bhadraṃ – Heilvolles; Gutes; karṇebhiḥ – mit den Ohren; śṛṇuyāma – mögen wir hören; devāḥ – die Götter; o Götter; paśyemākṣabhiryajatrāḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wie Milch ist Wissen bekannt. Seine Quellen sind wie Kühe. Das Auge des Wissens fokussieren Erwecke den Gedanken: „Ich bin Brahman.“.
Textabschnitt 81 Tripuratapini Upanishad
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ ||
Der große, höchste Wohnsitz ohne Teile oder Bewegung, der Ruhige.
Wort-für-Wort-Erläuterung: sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der große, höchste Wohnsitz ohne Teile oder Bewegung, der Ruhige.“.
Textabschnitt 82 Tripuratapini Upanishad
vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ ||
Wer also die eine höchste Form Brahmans kennt, die Vierte, die in allen Wesen bleibt, wohnt in der unvergänglichen höchsten Wohnstatt.
Wort-für-Wort-Erläuterung: vyaśema – mögen wir erfüllen; devahitaṃ yadāyuḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Wer also die eine höchste Form Brahmans kennt, die Vierte, die in allen Wesen bleibt, wohnt in der unvergänglichen höchsten Wohnstatt.“.
Textabschnitt 83 Tripuratapini Upanishad
svasti na indro vṛddhaśravāḥ ||
Ich suche um des Lebens willen Zuflucht in dieser vierten Macht des Wissens, der Ursache der Manifestation Brahmans.
Wort-für-Wort-Erläuterung: svasti – Heil; Wohlergehen; na – nicht; indro vṛddhaśravāḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Ich suche um des Lebens willen Zuflucht in dieser vierten Macht des Wissens, der Ursache der Manifestation Brahmans.“.
Textabschnitt 84 Tripuratapini Upanishad
svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ ||
In der Ordnung von Akasa usw.
Wort-für-Wort-Erläuterung: svasti – Heil; Wohlergehen; naḥ pūṣā viśvavedāḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In der Ordnung von Akasa usw.“.
Textabschnitt 85 Tripuratapini Upanishad
svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ ||
Akasa ist die höchste Quelle all dieser Elemente. Alle diese Wesen sind wahrlich aus Akasa geboren, und sie verschmelzen in Akasa.
Wort-für-Wort-Erläuterung: svasti – Heil; Wohlergehen; nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Akasa ist die höchste Quelle all dieser Elemente. Alle diese Wesen sind wahrlich aus Akasa geboren, und sie verschmelzen in Akasa.“.
Textabschnitt 86 Tripuratapini Upanishad
svasti no bṛhaspatirdadhātu ||
Diese Wirklichkeit ist bekannt als der Sitz von Akasa, der Luft, des Feuers, des Wassers, der Edelsteine. Wer also diese vierte (Weisheit oder Vidya) kennt, die sich auf die Herrlichkeit Kamarajas (des Selbst in Befreiung) mit seiner elffachen Form als unvergängliches Brahman bezieht, erreicht den vierten Zustand - Wer auch immer dies weiß.
Wort-für-Wort-Erläuterung: svasti – Heil; Wohlergehen; no bṛhaspatirdadhātu – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Diese Wirklichkeit ist bekannt als der Sitz von Akasa, der Luft, des Feuers, des Wassers, der Edelsteine. Wer also diese vierte (Weisheit oder Vidya) kennt, die sich auf die Herrlichkeit Kamarajas (des Selbst in Befreiung) …“.
Shanti-Mantra der Tripuratapini Upanishad
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ || hariḥ oṃ tatsat ||
Om. Frieden, Frieden, Frieden. Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: oṃ – Om, die heilige Silbe (Om); śāntiḥ – Frieden; hariḥ – Hari; tatsat – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Om. Frieden, Frieden, Frieden. Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit …“.
Schlussformel der Tripuratapini Upanishad
|| iti śrītripurātāpinyupaniṣatsamāptā ||
Hier endet die Tripura-Tapini Upanishad, die in der Atharva-Veda enthalten ist.
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; śrītripurātāpinyupaniṣatsamāptā – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Hier endet die Tripura-Tapini Upanishad, die in der Atharva-Veda enthalten ist.“.
Tripuratapini Upanishad: Datierung, Inhalt und Bedeutung
Name, Einordnung und Überlieferung
Der Name bezeichnet die Lehre über Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und Brahman in der Sprache der Shri Vidya. Als Shakta Upanishad verbindet die Schrift upanishadische Befreiungssprache mit Begriffen, Bildern und Praktiken ihrer besonderen Tradition. Die Zuordnung zum Atharvaveda beruht vor allem auf dem Muktika-Kanon und den Kolophonen der späteren Sammlungen; sie bedeutet nicht zwingend, dass der gesamte Text schon zur ältesten Schicht dieses Veda gehörte.
Die Überlieferung ist handschriftlich. Abschnitts- und Verszahlen können deshalb zwischen Ausgaben abweichen, besonders bei Prosateilen, Schlussformeln und eingeschobenen Mantras. Diese Ausgabe gibt den benutzten Text vollständig wieder und gliedert lange Prosa für Übersetzung und Worterklärung in redaktionelle Sinnabschnitte. Solche Zwischenüberschriften sind keine vorgetäuschten alten Verszahlen.
Datierung
Die Schrift ist eine jüngere, wahrscheinlich mittelalterliche Upanishad. Ihre Verbindung von vedischer Autorität, Mantra und tantrischer Symbolik spricht für eine Entstehung im ersten oder frühen zweiten Jahrtausend n. Chr.; eine genaue Jahreszahl lässt sich aus der Handschriftenlage nicht gewinnen. Datierungen von Neben-Upanishaden sind grundsätzlich Näherungen: Ein alter Lehrgedanke, die erhaltene sprachliche Fassung und der Zeitpunkt der Aufnahme in eine Sammlung können verschiedenen Epochen angehören.
Aufbau und Inhalt
Der Text entfaltet fünf Kapitel über Kutas, Mantras und Shri Chakra; Shiva und Shakti; Übergang von Ritual zu nichtdualer Erkenntnis. Seine Bewegung führt von sichtbaren Formen, kosmologischen Zuordnungen oder Regeln immer wieder zur Frage nach dem tragenden Bewusstsein. Selbst dort, wo Ritual, Gottheit oder Mantra im Vordergrund stehen, zielt die upanishadische Deutung auf eine Umwandlung des Erkennenden.
Für die Lektüre ist es hilfreich, drei Ebenen auseinanderzuhalten: Erstens die wörtliche historische Vorschrift oder Erzählung, zweitens ihre symbolische und meditative Bedeutung und drittens die philosophische Aussage über Atman, Brahman und Befreiung. Nicht jede Passage beansprucht auf allen drei Ebenen dieselbe Art von Wahrheit.
Philosophische Kernlehre
Die zentrale Perspektive lautet: Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und Brahman in der Sprache der Shri Vidya. Die wechselnden Erfahrungen, Namen und Formen sind nicht das letzte Maß des Menschen. Freiheit entsteht, wenn Identifikation, Unwissenheit und zwanghafte Anhaftung durch klare Erkenntnis, Sammlung und eine gereifte Lebensführung durchschaut werden.
Diese Lehre darf nicht als bloße Behauptung „Alles ist eins“ missverstanden werden. Die Upanishaden verbinden Einsicht mit Disziplin: Der Geist soll wahrhaftig, ruhig und fein werden. Erst dann wird Nichtdualität zu gelebter Freiheit statt zu einem abstrakten Gedanken.

Beziehungen zu anderen Schriften
Thematisch steht die Tripuratapini Upanishad besonders neben Devi Upanishad, Tripura Upanishad, Bhavana Upanishad, Saubhagyalakshmi Upanishad, Sarasvati Rahasya Upanishad, Bahvricha Upanishad, Sita Upanishad. Gemeinsame Motive können wörtliche Übernahmen, geteilte mündliche Traditionen oder spätere Neuinterpretationen älterer Verse anzeigen. Ähnlichkeit allein beweist jedoch keine eindeutige chronologische Abhängigkeit.
Die Bhagavad Gita verbindet ebenfalls Erkenntnis, Hingabe und Handeln; das Yoga Sutra beschreibt die Sammlung des Geistes mit einer anderen systematischen Sprache. Ein Vergleich macht sichtbar, was allen Wegen gemeinsam ist und wo die Tripuratapini Upanishad einen eigenen Akzent setzt.
Bedeutung für die Tradition
Für die zugehörige Tradition legitimiert die Schrift Praxis nicht nur durch Vorschrift, sondern durch eine Sicht des Menschen und des Kosmos. Die im Text behandelten Themen – fünf Kapitel über Kutas, Mantras und Shri Chakra; Shiva und Shakti; Übergang von Ritual zu nichtdualer Erkenntnis – erhalten dabei einen gemeinsamen inneren Bezug. Ritual und Symbol gewinnen ihren tiefsten Sinn, wenn sie Erinnerung, Sammlung, Selbsthingabe und Erkenntnis fördern.
Historisch war die Unterweisung häufig in eine Guru-Schüler-Beziehung eingebettet. Das gilt besonders für Bija-Mantras, Nyasa, Gelübde, intensive Atemmethoden oder weitreichende Formen der Entsagung. Die schriftliche Überlieferung bewahrt die Lehre; sie ersetzt nicht in jedem Fall die persönliche Anleitung.
Bedeutung für heutige Yoga Aspiranten
Der moderne Yoga Aspirant kann die Schrift fruchtbar lesen, ohne jedes vormoderne Weltbild wörtlich übernehmen zu müssen. Er kann fragen: Welche Form von Unwissenheit wird hier beschrieben? Welche Haltung reinigt den Geist? Wie werden Körper, Atem, Gefühl, Denken und Bewusstsein miteinander verbunden? Und woran zeigt sich Befreiung im Umgang mit anderen Menschen?
Praktisch bedeutet dies: kurze Passagen regelmäßig studieren, zentrale Begriffe nachschlagen, die Lehre in stiller Meditation prüfen und ihre ethische Wirkung beobachten. Wachsende Geduld, Wahrhaftigkeit, Mitgefühl und Freiheit von zwanghaftem Begehren sind verlässlichere Zeichen als Visionen, Titel oder außergewöhnliche Erlebnisse.
Bedeutung für Yogalehrer und spirituelle Begleiter
Für Yogalehrer ist die Tripuratapini Upanishad eine Erinnerung an sorgfältige Kontextualisierung. Ein Lehrer sollte zwischen Textaussage, traditioneller Kommentierung, persönlicher Erfahrung und überprüfbaren körperlichen Wirkungen unterscheiden. Er sollte schwierige soziale, medizinische oder sektarische Aussagen weder verschweigen noch unkritisch bestätigen.
Ein verantwortlicher Lehrer führt nicht in Abhängigkeit. Er hilft Lernenden, Schrift, Vernunft, Gewissen und eigene Erfahrung miteinander ins Gespräch zu bringen. Wo Übungen Risiken bergen oder eine Einweihung voraussetzen, gehören klare Grenzen zur spirituellen Redlichkeit.
Bleibende Botschaft
Die bleibende Einladung der Tripuratapini Upanishad besteht in der vertieften Auseinandersetzung mit ihrem Kernanliegen: Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und Brahman in der Sprache der Shri Vidya. Formen können verschieden sein; das Ziel ist eine Freiheit, die den ganzen Menschen verwandelt. Erkenntnis wird dann lebendig, wenn sie das Herz weitet, den Geist klärt und das tägliche Handeln wahrhaftiger macht.
Tripuratapini Upanishad – vollständiger Text in Devanagari
त्रिपुरातापिनीविद्यावेद्यचिच्छक्तिविग्रहम् ।
वस्तुतश्चिन्मात्ररूपं परं तत्त्वं भजाम्यहम् ॥
ॐ भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवाः ॥ भद्रं पश्येमाक्षभिर्यजत्राः ॥
स्थिरैरङ्गैस्तुष्टुवाꣳसस्तनूभिः ॥ व्यशेम देवहितं यदायुः ॥
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः ॥ स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ॥
स्वस्ति नस्तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः ॥ स्वस्ति नो बृहस्पतिर्दधातु ॥
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
हरिः ॐ ॥ अथैतस्मिन्नन्तरे भगवान्प्राजापत्यं वैष्णवं विलयकारणं
रूपमाश्रित्य त्रिपुराभिधा भगवतीत्येवमादिशक्त्या भूर्भुवः स्वस्त्रीणि
स्वर्गभूपातालानि त्रिपुराणि हरमायात्मकेन हीङ्कारेण हृल्लेखाख्या
भगवती त्रिकूटावसाने निलये विलये धाम्नि महसा घोरेण प्राप्नोति । सैवेयं
भगवती त्रिपुरेति व्यापठ्यते । तत्सवितुर्वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि । धियो यो
नः प्रचोदयात् परो रजसे सावदोम् । जातवेदसे सुनवाम सोममरातीयतो
निदहाति वेद । स नः पर्षदति दुर्गाणि विश्वा नावेव सिन्धुं दुरितात्यग्निः ।
त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टिवर्धनम् । उर्वारुकमिव बन्धना-
न्मृत्योर्मुक्षीय मामृतात् । शताक्षरी परमा विद्या त्रयीमयी साष्टार्णा
त्रिपुरा परमेश्वरी । आद्यानि चत्वारि पदानि परब्रह्मविकासीनि । द्वितीयानि
शक्त्याख्यानि । तृतीयानि शैवानि । तत्र लोका वेदाः शास्त्राणि पुराणानि
धर्माणि वै चिकित्सितानि ज्योतींषि शिवशक्तियोगादित्येवं घटना व्यापठ्यते ।
अथैतस्य परं गह्वरं व्याख्यास्यामो महामनुसमुद्भवं तदिति । ब्रह्म
शाश्वतम् । परो भगवान्निर्लक्षणो निरञ्जनो निरुपाधिराधिरहितो देवः ।
उन्मीलते पश्यति विकासते चैतन्यभावं कामयत इति । स एको देवः शिवरूपी
दृश्यत्वेन विकासते यतिषु यज्ञेषु योगिषु कामयते ।
कामं जायते स एष निरञ्जनोऽकामत्वेनोज्जृम्भते ।
अकचटतपयशान्सृजते । तस्मादीश्वरः कामोऽभिधीयते ।
तत्परिभाषया कामः ककारं व्याप्नोति । काम एवेदं
तत्तदिति ककारो गृह्यते । भस्मात्तत्पदार्थ इति य एवं वेद ।
सवितुर्वरेण्यमिति षूङ् प्राणिप्रसवे सविता प्राणिनः सूते
प्रसूते शक्तिम् । सूते त्रिपुरा शक्तिराद्येयं त्रिपुरा
परमेश्वरी महाकुण्डलिनी देवी । जातवेदसमण्डलं योऽधीते
सर्वं व्याप्यते । त्रिकोणशक्तिरेकारेण महाभागेन प्रसूते ।
तस्मादेकार एव गृह्यते । वरेण्यं श्रेष्ठं भजनीयमक्षरं
नमस्कार्यम् । तस्माद्वरेण्यमेकाराक्षरं गृह्यत इति
य एवं वेद । भर्गो देवस्य धीमहीत्येवं व्याख्यास्यामः ।
धकारो धारणा । धियैव धार्यते भगवान्परमेश्वरः ।
भर्गो देवो मध्यवर्ति तुरीयमक्षरं साक्षात्तुरीयं सर्वं
सर्वान्तर्भूतम् । तुरीयाक्षरमीकारं पदानां
मध्यवर्तीत्येवं व्याख्यातं भर्गोरूपं व्याचक्षते ।
तस्माद्भर्गो देवस्य धीमहीत्येवमीकाराक्षरं गृह्यते ।
महीत्यस्य व्याख्यानं महत्त्वं जडत्वं काठिन्यं विद्यते
यस्मिन्नक्षतेरेतन्महि लकारः परं धाम । काठिन्याढ्यं
ससागरं सपर्वतं स सप्तद्वीपं सकाननमुज्ज्वलद्रूपं
मण्डलमेवोक्तं लकारेण ।
पृथ्वी देवी महीत्यनेन व्याचक्षते । धियो यो नः प्रचोदयात् ।
परमात्मा सदाशिव आदिभूतः परः । स्थाणुभूतेन लकारेण
ज्योतिर्लिङ्गमात्मानं धियो बुद्धयः परे वस्तुनि ध्यानेच्छारहितं
निर्विकल्पके प्रचोदयात्प्रेरयेदित्युच्चारणरहितं चेतसैव
चिन्तयित्वा भावयेदिति । परो रजसे सावदोमिति तदवसाने परं
ज्योतिरमलं हृदि दैवतं चैतन्यं चिल्लिङ्गं हृदयागारवासिनी
हृल्लेखेत्यादिना स्पष्टं वाग्भवकूटं पञ्चाक्षरं
पञ्चभूतजनकं पञ्चकलामयं व्यापठ्यत इति । य एवं वेद ।
अथ तु परं कामकलाभूतं कामकूटमाहुः । तत्सवितुर्वरेण्य-
मित्यादिद्वात्रिंशदक्षरीं पठित्वा तदिति परमात्मा सदाशिवोऽकशरं
विमलं निरुपाधितादात्न्यप्रतिपादनेन हकाराक्षरं शिवरूपं
निरक्षरमक्षरं व्यालिख्यत इति । तत्परागव्यावृत्तिमादाय शक्तिं दर्शयति ।
तत्सवितुरिति पूर्वेणाध्वना सूर्याधश्चन्द्रिकां व्यालिख्य
मूलादिब्रह्मरन्ध्रगं साक्षरमद्वितीयमाचक्षत इत्याह भगवन्तं
देवं शिवशक्त्यात्मकमेवोदितम् ।
शिवोऽयं परमं देवं शक्तिरेषा तु जीवज्जा ।
सूर्याचन्द्रमसोर्योगाद्धंसस्ततत्पदमुच्यते ॥ १॥
तस्मादुज्जृम्भते कामः कामात्कामः परः शिवः ।
कार्णोऽयं कामदेवोऽयं वरेण्यं भर्ग उच्यते ॥ २॥
तत्सवितुर्वरेण्यं भर्गो देवः क्षीरं सेचनीयमक्षरं
समधुघ्नमक्षरं परमात्मजीवात्मनोर्योगात्तदिति
स्पष्टमक्षरं तृतीयं ह इति तदेव सदाशिव एव
निष्कल्मष आद्यो देवोऽन्त्यमक्षरं व्याक्रियते ।
परमं पदं धीति धारणं विद्यते जडत्वधारणं
महीति लकारः शिवाधस्तात्तु लकारार्थः स्पष्टमन्त्यमक्षरं
परमं चैतन्यं धियो यो नः प्रचोदयात्परो रजसे सावदोमित्येवं
कूटं कामकलालयं षडध्वपरिवर्तको वैष्णवं परमं
धामैति भगवांश्चैतस्माद्य एवं वेद । अथैतस्मादपरं
तृतीयं शक्तिकूटं प्रतिपद्यते । द्वात्रिंशदक्षर्या गायत्र्या
तत्सवितुर्वरेण्यं तस्मादात्मन आकाश आकाशाद्वायुः स्फुरति
तदधीनं वरेण्यं समुदीयमानं सवितुर्वा योग्यो जीवात्मपरमात्म-
समुद्भवस्तं प्रकाशशक्तिरूपं जीवाक्षरं स्पष्टमापद्यते ।
भर्गो देवस्य धीत्यनेनाधाररूपशिवात्माक्षरं गण्यते ।
महीत्यादिनाशेषं काम्यं रमणीयं दृश्यं शक्तिकूटं
स्पष्टीकृतमिति । एवं पञ्चदशाक्षरं त्रैपुरं योऽधीते स
सर्वान्कामानवाप्नोति । स सर्वांल्लोकाञ्जयति । स सर्वा वाचो विजृम्भयति ।
स रुद्रत्वं प्राप्नोति । स वैष्णवं धाम भित्त्वा परं ब्रह्म प्राप्नोति ।
य एवं वेद । इत्याद्यां विद्यामभिधायैतस्याः शक्तिकूटं
शक्तिशिवाद्यं लोपामुद्रेयम् ।
द्वितीये धामनि पूर्वेणैव मनुना बिन्दुहीना शक्तिभूतहृल्लेखा
क्रोधमुनिनाधिष्ठिता । तृतीये धामनि पूर्वस्या एव विद्याया
यद्वाग्भवकूटं तेनैव मानवीं चान्द्रीं कौबेरीं विद्यामाचक्षते ।
मदनाधः शिवं वाग्भवम् । तदूर्ध्वं कामकलामयम् ।
शक्त्यूर्ध्वं शक्तिमिति मानवी विद्या । चतुर्थे धामनि
शिवशक्त्याख्यमन्यत्तृतीयं चेयं चान्द्री विद्या । पञ्चमे धामनि
ध्येयेयं चान्द्री कामाधः शिवाद्यकामा । सैव कौबेरि षष्ठे
धामनि व्याचक्षत इति । य एवं वेद । हित्वेकारं तुरीयस्वरं सर्वादौ
सूर्याचन्द्रमस्केन कामेश्वर्येवागस्त्यसंज्ञा । सप्तमे धामनि
तृतीयमेतस्या एव पूर्वोक्तायाः कामाद्यं द्विधाधः कं मदनकलाद्यं
शक्तिबीजं वाग्भवाद्यं तयोरर्धावशिरस्कं कृत्वा नन्दिविद्येयम् ।
अष्टमे धामनि वाग्भवमागस्त्यं वागर्थकलामयं कामकलाभिधं
सकलमायाशक्तिः प्रभाकरी विद्येयम् । नवमे धामनि पुनरागस्त्यं
वाग्भवं शक्तिमन्मथशिवशक्तिमन्मथोर्वीमायाकामकलालयं
चन्द्रसूर्यानङ्गधूर्जटिमहिमालयं तृतीयं षण्मुखीयं विद्या ।
दशमे धामनि विद्याप्रकाशितया भूय एवागस्त्यविद्यां पठित्वा भूय
एवेमामन्त्यमायां परमशिवविद्येयमेकादशे धामनि भूय एवागस्त्यं
पठित्वा एतस्या एव वाग्भवं यद्धनजं कामकलालयं च तत्सहजं कृत्वा
लोपामुद्रायाः शक्तिकूटराजं पठित्वा वैष्णवी विद्या द्वादशे धामनि
व्याचक्षत इति । य एवं वेद ।
तान्होवाच । भगवान्सर्वे यूयं श्रुत्वा पूर्वां कामाख्यां
तुरीयरूपां तुरीयातीतां सर्वोत्कटां सर्वमन्त्रासनगतां
पीठोपपीठदेवतापरिवृतां सकलकलाव्यापिनीं देवतां सामोदां
सपरागां सहृदयां सामृतां सकलां सेन्द्रियां सदोदितां
परां विद्यां स्पष्टीकृत्वा हृदये निधाय विज्ञायानिलयं
गमयित्वा त्रिकूटां त्रिपुरां परमां मायां श्रेष्ठां परां
वैष्णवीं संनिधाय हृदयकमलकर्णिकायां परां भगवतीं
लक्ष्मीं मायां सदोदितां महावश्यकरीं मदनोन्मादनकारिणीं
धनुर्बाणधारिणीं वाग्विजृम्भिणीं चन्द्रमण्डलमध्यवर्तिनीं
चन्द्रकलां सप्तदशीं महानित्योपस्थितां पाशाङ्कुशमनोज्ञ-
पाणिपल्लवां समुद्यदर्कनिभां त्रिनेत्रां विचिन्त्य देवीं महालक्ष्मीं
सर्वलक्ष्मीमयीं सर्वलक्षणसम्पन्नां हृदये चैतन्यरूपिणीं
निरञ्जनां त्रिकूटाख्यां स्मितमुखीं सुन्दरीं महामायां
सर्वसुभगां महाकुण्डलिनीं त्रिपीठमध्यवर्तिनीमकथादिश्रीपीठे
परां भैरवीं चित्कलां महात्रिपुरां देवीं ध्यायेन्महाध्यान-
योगेनेयमेवं वेदेति महोपनिषत् ॥ इति प्रथमोपनिषत् ॥ १॥
अथातो जातवेदसे सुनवाम सोममित्यादि पठित्वा त्रैपुरी व्यक्तिर्लक्ष्यते ।
जातवेदस इत्येकर्चसूक्तस्याद्यमध्यमावसानेषु तत्र स्थानेषु
विलीनं बीजसागररूपं व्याचक्ष्वेत्यृषय ऊचुः । तान्होवाच
भगवाञ्जातवेदसे सुनवाम सोमं तदत्यम्रवाणीं विलोमेन पठित्वा
प्रथमस्याद्यं तदेवं दीर्घं द्वितीयस्याद्यं सुनवाम सोममित्यनेन
कौलं वामं श्रेष्ठं सोमं महासौभाग्यमाचक्षते । स
सर्वसम्पत्तिभूतं प्रथमं निवृत्तिकारणं द्वितीयं स्थितिकारणं
तृतीयं सर्गकारणमित्यनेन करशुद्धिं कृत्वा त्रिपुराविद्यां
स्पष्टीकृत्वा जातवेदसे सुनवाम सोममित्यादि पठित्वा महाविद्येश्वरी-
विद्यामाचक्षते त्रिपुरेश्वरीं जातवेदस इति । जाते आद्यक्षरे मातृकायाः
शिरसि बैन्दवममृतरूपिणीं कुण्डलिनीं त्रिकोणरूपिणीं चेति वाक्यार्थः ।
एवं प्रथमस्याद्यं वाग्भवम् । द्वितीयं कामकलालयम् । जात
इत्यनेन परमात्मनो जृम्भणम् । जात इत्यादिना परमात्मा शिव उच्यते ।
जातमात्रेण कामी कामयते काममित्यादिना पूर्णं व्याचक्षते ।
तदेव सुनवाम गोत्रारूढं मध्यवर्तिनामृतमध्येनार्णेन
मन्त्रार्णान्स्पष्टीकृत्वा । गोत्रेति नामगोत्रायामित्यादिना स्पष्टं
कामकलालयं शेषं वाममित्यादिना । पूर्वेणाध्वना विद्येयं
सर्वरक्षाकरी व्याचक्षते । एवमेतेन विद्यां त्रिपुरेशीं स्पष्टीकृत्वा
जातवेदस इत्यादिना जातो देव एक ईश्वरः परमो ज्योतिर्मन्त्रतो वेति तुरीयं
वरं दत्त्वा बिन्दुपूर्णज्योतिःस्थानं कृत्वा प्रथमस्याद्यं द्वितीयं च
तृतीयं च सर्वरक्षाकरीसंबन्धं कृत्वा विद्यामात्मासनरूपिणीं
स्पष्टीकृत्वा जातवेदसे सुनवाम सोममित्यादि पठित्वा रक्षाकरीं
विद्यां स्मृत्वाद्यन्तयोर्धाम्नोः शक्तिशिवरूपिणीं विनियोज्य स इति
शक्त्यात्मकं वर्णं सोममिति शैवात्मकं धाम जानीयात् । यो जानीते
स सुभगो भवति । एवमेतां चक्रासनगतां त्रिपुरवासिनीं सदोदितां
शिवशक्त्यात्मिकमवेदितां जातवेदाः शिव इति सेति
शक्त्यात्माक्षरमिति शिवादिशक्त्यन्तरालभूतां त्रिकूटादिचारिणीं
सूर्याचन्द्रनमस्कां मन्त्रासनगतां त्रिपुरं महालक्ष्मीं
सदोदितां स्पष्टीकृत्वा जातवेदसे सुनवाम सोममित्यादि
पठित्वा पूर्वं सदात्मासनरूपां विद्यां स्मृत्वा वेद इत्यादिना
विश्वाहसंततोदयबैन्दवमुपरि विन्यस्य सिद्धासनस्थां त्रिपुरां
मालिनीं विद्यां स्पष्टीकृत्वा जातवेदसे सुनवाम सोममित्यादि
पठित्वा त्रिपुरां सुन्दरीं श्रित्वा कले अक्षरे विचिन्त्य मूर्तिभूतां
मूर्तिरूपिणीं सर्वविद्येश्वरीं त्रिपुरां विद्यां स्पष्टीकृत्वा
जातवेदस इत्यादि पठित्वा त्रिपुरां लक्ष्मीं श्रित्वाग्निं निदहाति
सैवेयमग्न्यानने ज्वलतीति विचिन्त्य त्रिज्योतिषमीश्वरीं त्रिपुरामम्बां
विद्यां स्पष्टीकुर्यात् । एवमेतेन स नः पर्षदति दुर्गाणि
विश्वेत्यादिपरप्रकाशिनी प्रत्यग्भूता कार्या । विद्येयमाह्वानकर्माणि
सर्वतो धीरेति व्याचक्षते । एवमेतद्विद्याष्टकं महामाया-
देव्यङ्गभूतं व्याचक्षते । देवा ह वै भगवन्तमब्रुवन्महाचक्रनायकं
नो ब्रूहीति सार्वकामिकं सर्वाराध्यं सर्वरूपं विश्वतोमुखं
मोक्षद्वारं यद्योगिन उपविश्य परं ब्रह्म भित्त्वा निर्वाणमुपविशन्ति ।
तान्होवाच भगवाञ्श्रीचक्रं व्याख्यास्याम इति । त्रिकोणं त्र्यस्रं कृत्वा
तदन्तर्मध्यवृत्तमानयष्टिरेखामाकृष्य विशालं नीत्वाग्रतो
योनिं कृत्वा पूर्वयोन्यग्ररूपिणीं मानयष्टिं कृत्वा तां सर्वोर्ध्वां
नीत्वा योनिं कृत्वाद्यं त्रिकोणं चक्रं भवति । द्वितीयमन्तरालं भवति ।
तृतीयमष्टयोन्यङ्कितं भवति । अथाष्टारचक्राद्यन्तविदिक्कोणाग्रतो
रेखां नीत्वा साध्याद्याकर्षणबद्धरेखां नीत्वेत्येवमथोर्ध्व-
सम्पुटयोन्यङ्कितं कृत्वा कक्षाभ्य ऊर्ध्वगरेखाचतुष्टयं
कृत्वा यथाक्रमेण मानयष्टिद्वयेन दशयोन्यङ्कितं चक्रं भवति ।
अनेनैव प्रकारेण पुनर्दशारचक्रं भवति । मध्यत्रिकोणाग्रचतुष्टया-
द्रेखाचराग्रकोणेषु संयोज्य तद्दशारांशतोनीतां मानयष्टिरेखां
योजयित्वा चतुर्दशारं चक्रं भवति । ततोऽष्टपत्रसंवृतं चक्रं भवति ।
षोडशपत्रसंवृतं चक्रं चतुर्द्वारं भवति । ततः पार्थिवं चक्रं
चतुर्द्वारं भवति । एवं सृष्टियोगेन चक्रं व्याख्यातम् । नवात्मकं
चक्रं प्रातिलोम्येन वा वच्मि । प्रथमं चक्रं त्रैलोक्यमोहनं भवति ।
साणिमाद्यष्टकं भवति । समात्रष्टकं भवति । ससर्वसंक्षोभिण्यादिदशकं
भवति । सप्रकटं भवति । त्रिपुरयाधिष्ठितं भवति । ससर्वसंक्षोभिणीमुद्रया
जुष्टं भवति । द्वितीयं सर्वाशापरिपूरकं चक्रं भवति ।
सकामाद्याकर्षिणीषोडशकं भवति । सगुप्तं भवति । त्रिपुरेश्वर्याधिष्ठितं
भवति । सर्वविद्राविणीमुद्रया जुष्टं भवति । तृतीयं सर्वसंक्षोभणं चक्रं भवति । सानङ्गकुसुमाद्यष्टकं भवति । सगुप्ततरं भवति ।
त्रिपुरसुन्दर्याधिष्ठितं भवति । सर्वाकर्षिणीमुद्रया जुष्टं भवति ।
तुरीयं सर्वसौभाग्यदायकं चक्रं भवति ।
ससर्वसंक्षोभिण्यादिद्विसप्तकं भवति । ससम्प्रदायं भवति ।
त्रिपुरवासिन्याधिष्ठितं भवति । ससर्ववशंकरिणीमुद्रया
जुष्टं भवति । तुरीयान्तं सर्वार्थसाधकं चक्रं भवति ।
ससर्वसिद्धिप्रदादिदशकं भवति । सकलकौलं भवति ।
त्रिपुरामहालक्ष्म्याधिष्ठितं भवति । महोन्मादिनीमुद्रया
जुष्टं भवति । षष्ठं सर्वरक्षाकरं चक्रं भवति ।
ससर्वज्ञत्वादिदशकं भवति । सनिगर्भं भवति ।
त्रिपुरमालिन्याधिष्ठितं भवति । महाङ्कुशमुद्रया जुष्टं
भवति । सप्तमं सर्वरोगहरं चक्रं भवति । सर्ववशिन्याद्यष्टकं
भवति । सरहस्यं भवति । त्रिपुरसिद्ध्याधिष्ठितं भवति ।
सखेचरीमुद्रया जुष्टं भवति । अष्टमं सर्वसिद्धिप्रदं
चक्रं भवति । सायुधचतुष्टयं भवति । सपरापररहस्यं
भवति । त्रिपुराम्बयाधिष्ठितं भवति । बीजमुद्रयाधिष्ठितं
भवति । नवमं चक्रनायकं सर्वानन्दमयं चक्रं भवति ।
सकामेश्वर्यादित्रिकं भवति । सातिरहस्यं भवति । महात्रिपुर-
सुन्दर्याधिष्ठितं भवति । योनिमुद्रया जुष्टं भवति ।
संक्रामन्ति वै सर्वाणि च्छन्दांसि चकाराणि । तदेव चक्रं
श्रीचक्रम् । तस्य नाभ्यामग्निमण्डले सूर्याचन्द्रमसौ ॥
तत्रोंकारपीठं पूजयित्वा तत्राक्षरं बिन्दुरूपं तदन्तर्गत-
व्योमरूपिणीं विद्यां परमां स्मृत्वा महात्रिपुरसुन्दरीमावाह्य ।
क्षीरेण स्नापिते देवि चन्दनेन विलेपिते । बिल्वपत्रार्चिते देवि दुर्गेऽहं
शरणं गतः । इत्येकयर्चा प्रार्थ्य मायालक्ष्मी तन्त्रेण
पूजयेदिति भगवानब्रवीत् । एतैर्मन्त्रैर्भगवतीं यजेत् । ततो देवी
प्रीता भवति । स्वात्मानं दर्शयति । तस्माद्य एतैर्मन्त्रैर्यजति स
ब्रह्म पश्यति । स सर्वं पश्यति । सोऽमृतत्वं च गच्छति ।
य एवं वेदेति महोपनिषत् ॥
इति द्वितीयोपनिषत् ॥ २॥
देवा ह वै मुद्राः सृजेमेति भगवन्तमब्रुवन् ।
तान्होवाच भगवानवनिकृतजानुमण्डलं विस्तीर्य
पद्मासनं कृत्वा मुद्राः सृजतेति । स सर्वानाकर्षयति
यो योनिमुद्रामधीते । स सर्वं वेत्ति । स सर्वफलमश्नुते ।
स सर्वान्भञ्जयति । स विद्वेषिणं स्तम्भयति । मध्यमे
अनामिकोपरि विन्यस्य कनिष्ठिकाङ्गुष्ठतोऽधीते
मुक्तयोस्तर्जन्योर्दण्डवदधस्तादेवंविधा प्रथमा सम्पद्यते ।
सैव मिलितमध्यमा द्वितीया । तृतीयाङ्कुशाकृतिरिति ।
प्रातिलोम्येन पाणी सङ्घर्षयित्वाङ्गुष्ठौ साग्रिमौ
समाधाय तुरीया । परस्परं कनीयसेदं मध्यमाबद्धे
अनामिके दण्डिन्यौ तर्जन्यावालिङ्ग्यावष्टभ्य मध्यमानख-
मिलिताङ्गुष्ठौ पञ्चमी । सैवाग्रेऽङ्कुशाकृतिः षष्ठी ।
दक्षिणशये वामबाहुं कृत्वान्योन्यानामिके कनीयसीमध्यगते
मध्यमे तर्जन्याक्रान्ते सरलास्वङ्गुष्ठौ खेचरी सप्तमी ।
सर्वोर्ध्वे सर्वसंहृति स्वमध्यमानामिकान्तरे कनीयसि
पार्श्वयोस्तर्जन्यावङ्कुशाढ्ये युक्ता साङ्गुष्ठयोगतोऽन्योन्यं
सममञ्जलिं कृत्वाष्टमी । परस्परमध्यमापृष्ठवर्तिन्यावनामिके
तर्जन्याक्रान्ते समे मध्यमे आदायाङ्गुष्ठौ मध्यवर्तिनौ
नवमी प्रतिपद्यत इति ।
सैवेयं कनीयसे समे अन्तरितेऽङ्गुष्ठौ समावन्तरितौ
कृत्वा त्रिखण्डापद्यत इति । पञ्च बाणाः पञ्चाद्या
मुद्राः स्पष्टाः । क्रोमङ्कुशा । हसख्फ्रें खेचरी ।
हंस्रौ बीजाष्टमी वाग्भवाद्या नवमी दशमी च
सम्पद्यत इति । य एवं वेद । अथातः कामकलाभूतं चक्रं
व्याख्यास्यामो ह्रीं क्लीमैं ब्लूं स्रौमेते पञ्च कामाः
सर्वचक्रं व्यावर्तन्ते । मध्यमं कामं सर्वावसाने
सम्पुटीकृत्य ब्लूङ्कारेण सम्पुटं व्याप्तं कृत्वा द्विरैन्दवेन
मध्यवर्तिना साध्यं बद्ध्वा भूर्जपत्रे यजति । तच्चक्रं
यो वेत्ति स सर्वं वेत्ति । स सकलांल्लोकानाकर्षयति । स सर्वं
स्तम्भयति । नीलीयुक्तं चक्रं शत्रून्मारयति । गतिं
स्तम्भयति । लाक्षायुक्तं कृत्वा सकललोकं वशीकरोति ।
नवलक्षजपं कृत्वा रुद्रत्वं प्राप्नोति । मातृकया वेष्टितं
कृत्वा विजयी भवति । भगाङ्ककुण्डं कृत्वाग्निमाधाय पुरुषो
हविषा हुत्वा योषितो वशीकरोति । वर्तुले हुत्वा श्रियमतुलं
प्राप्नोति । चतुरस्रे हुत्वा वृष्टिर्भवति । त्रिकोणे हुत्वा
शत्रून्मारयति । गतिं स्तम्भयति । पुष्पाणि हुत्वा विजयी भवति ।
महारसैर्हुत्वा परमानन्दनिर्भरो भवति । गणानां त्वा गणपतिं
हवामहे कविं कवीनामुपमश्रवस्तमम् । ज्येष्ठराजं
ब्रह्मणां ब्रह्मणस्पत आ नः श्रुण्वन्नूतिभिः सीद सादनम् ।
इत्येवमाद्यमक्षरं तदन्त्यबिन्दुपूर्णमित्यनेनाङ्गं स्पृशति ।
गं गणेशाय नम इति गणेशं नमस्कुर्वीत । ॐ नमो भगवते
भस्माङ्गरागायोग्रतेजसे हनहन दहदह पचपच मथमथ
विध्वंसयविध्वंसय हलभञ्जन शूलमूले व्यञ्जनसिद्धिं कुरुकुरु
समुद्रं पूर्वप्रतिष्ठिअतं शोषयशोषय स्तम्भयस्तम्भय
परमन्त्रपरयन्त्रपरतन्त्रपरदूतपरकटकपरच्छेदनकर
विदारयविदारय च्छिन्धिच्छिन्धि ह्रीं फट् स्वाहा । अनेन क्षेत्राध्यक्षं
पूजयेदिति । कुलकुमारि विद्महे मन्त्रकोटिसुधीमहि । तन्नः कौलिः प्रचोदयात् ।
इति कुमार्यर्चनं कृत्वा यो वै साधकोऽभिलिखति सोऽमृतत्वं गच्छति ।
स यश आप्नोति । स परमायुष्यमथ वा परं ब्रह्म भित्त्वा तिष्ठति ।
य एवं वेदेति महोपनिषत् ।
इति तृतीयोपनिषत् ॥ ३॥
देवा ह वै भगवन्तमब्रुवन्देव गायत्रं हृदयं नो
व्याख्यातं त्रैपुरं सर्वोत्तमम् । जातवेदससूक्तेनाख्यातं
नस्त्रैपुराष्टकम् । यदिष्ट्वा मुच्यते योगी जन्मसंसारबन्धनात् ।
अथ मृत्युंजयं नो ब्रूहीत्येवं ब्रुवतां सर्वेषां देवानां
श्रुत्वेदं वाक्यमथातस्त्र्यम्बकेनानुष्टुभेन मृत्युंजयं दर्शयति ।
कस्मात्त्र्यम्बकमिति । त्रयाणां पुराणामम्बकं स्वामिनं तस्मादुच्यते
त्र्यम्बकमिति । अथ कस्मादुच्यते यजामह इति । यजामहे सेवामहे वस्तु
महेत्यक्षरद्वयेन कूटत्वेनाक्षरैकेण मृत्युंजयमित्युच्यते ।
तस्मादुच्यते यजामह इति । अथ कस्मादुच्यते सुगन्धिमिति । सर्वतो यश
आप्नोति । तस्मादुच्यते सुगन्धिमिति । अथ कस्मादुच्यते पुष्टिवर्धनमिति ।
यत्सर्वांल्लोकान्सृजति यत्सर्वांल्लोकांस्तारयति यत्सर्वांल्लोकान्व्याप्नोति
तस्मादुच्यते पुष्टिवर्धनमिति । अथ कस्मादुच्यते उर्वारुकमिव
बन्धनान्मृत्योर्मुक्षीयेति । संलग्नत्वादुर्वारुकमिव मृत्योः संसारबन्धनात्संलग्नत्वाद्बद्धत्वान्मोक्षीभवति मुक्तो भवति ।
अथ कस्मादुच्यते मामृतादिति अमृतत्वं प्राप्नोत्यक्षरं
प्राप्नोति स्वयं रुद्रो भवति ।
देवा ह वै भगवन्तमूचुः सर्वं नो व्याख्यातम् ।
अथ कैर्मन्त्रैः स्तुता भगवती स्वात्मानं दर्शयति
तान्सर्वाञ्छैवान्वैष्णवान्सौरान्गाणेशान्नो
ब्रूहीति । स होवाच भगवांस्त्र्यम्बकेनानुष्टुभेन
मृत्युंजयमुपासयेत् । पूर्वेणाध्वना व्याप्तमेकाक्षरमिति
स्मृतम् । ॐ नमः शिवायेति याजुषमन्त्रोपासको
रुद्रत्वं प्राप्नोति । कल्याणं प्राप्नोति । य एवं वेद । तद्विष्णोः
परमं पदं सदा पश्यन्ति सूरयः । दिवीव चक्षुराततम् ।
विष्णोः सर्वतोमुखस्य स्नेहो यथा पललपिण्डमोतप्रोतमनुव्याप्तं
व्यतिरिक्तं व्याप्नुत इति व्याप्नुवतो विष्णोस्तत्परमं पदं परं व्योमेति
परमं पदं पश्यन्ति वीक्षन्ते । सूरयो ब्रह्मादयो देवास इति
सदा हृदय अदधते । तस्माद्विष्णोः स्वरूपं वसति तिष्ठति
भूतेश्विति वासुदेव इति । ॐ नम इति त्रीण्यक्षराणि । भगवत इति
चत्वारि । वासुदेवायेति पञ्चाक्षराणि । एतद्वै वासुदेवस्य
द्वादशार्णमभ्येति । सोपप्लवं तरति । स सर्वमायुरेति । विन्दते
प्राजापत्यं रायस्पोषं गौपत्यं च तमश्नुते प्रत्यगानन्दं
ब्रह्मपुरुषं प्रणवस्वरूपमकार उकारो मकार इति । तानेकधा
संभवति तदोमिति । हंसः शुचिषद्वसुरन्तरिक्षसद्धोता
वेदिषदतिथिर्दुरोणसत् । नृषद्वरसदृतसद्व्योमसदब्जा गोजा
ऋतजा अद्रिजा ऋतं बृहत् । हंस इत्येतन्मनोरक्षरद्वितीयेन
प्रभापुञ्जेन सौरेण धृतमब्जा गोजा ऋतजा अद्रिजा ऋतं
सत्या-प्रभा-पुञ्जि-न्युषा-सन्ध्या-प्रज्ञाभिः
शक्तिभिः पूर्वं सौरमधीयानः सर्वं फलमश्नुते ।
स व्योम्नि परमे धामनि सौरे निवसते ।
गणानां त्वति त्रैष्टुभेन पूर्वेणाध्वना मनुनैकार्णेन
गणाधिपमभ्यर्च्य गणेशत्वं प्राप्नोति । अथ गायत्री
सावित्री सरस्वत्यजपा मातृका प्रोक्ता तया सर्वमिदं व्याप्तम् ।
ऐं वागीश्वरि विद्महे क्लीं कामेश्वरी धीमहि । सौस्तन्नः शक्तिः
प्रचोदयादिति । गायत्री प्रातः सावित्री मध्यन्दिने सरस्वती सायमिति
निरन्तरमजपा । हंस इत्येव मातृका । पञ्चाशद्वर्णविग्रहेणा-
कारादिक्षकारान्तेन व्याप्तानि भुवनानि शास्त्राणि
च्छन्दांसीत्येवं भगवतीं सर्वं व्याप्नोतीत्येव तस्यै वै नमोनम इति ।
तान्भगवानब्रवीदेतैर्मन्त्रैर्नित्यं देवीं यः स्तौति स सर्वं पश्यति ।
सोऽमृतत्वं च गच्छति । य एवं वेदेत्युपनिषत् ॥
इति तुरीयोपनिषत् ॥ ४॥
देवा ह वै भगवन्तमब्रुवन्स्वामिन्नः कथितं स्फुटं
क्रियाकाण्डं सविषयं त्रैपुरमिति । अथ परमनिर्विशेषं
कथयस्वेति । तान्होवाच भगवांस्तुरीयया माययान्त्यया
निर्दिष्टं परमं ब्रह्मेति । परमपुरुषं चिद्रूपं
परमात्मेति । श्रोता मन्ता द्रष्टादेष्टा स्प्रष्टाघोष्टा
विज्ञाता प्रज्ञाता सर्वेषां पुरुषाणामन्तःपुरुषः
स आत्मा स विज्ञेय इति । न तत्र लोका अलोका न तत्र देवा अदेवाः
पशवोऽपशवस्तापसो न तापसः पौल्कसो न पौल्कसो
विप्रा न विप्राः । स इत्येकमेव परं ब्रह्म विभ्राजते निर्वाणम् ।
न तत्र देवा ऋषयः पितर ईशते प्रतिबुद्धः सर्वविद्येति ।
तत्रैते श्लोका भवन्ति ।
अतो निर्विषयं नित्यं मनः कार्यं मुमुक्षुणा ।
यतो निर्विषयो नाम मनसो मुक्तिरिष्यते ॥ १॥
मनो हि द्विविधं प्रोक्तं शुद्धं चाशुद्धमेव च ।
अशुद्धं कामसंकल्पं शुद्धं कामविवर्जितम् ॥ २॥
मन एव मनुष्याणां कारणं बन्धमोक्षयोः ।
बन्धनं विषयासक्तं मुक्त्यै निर्विषयं मनः ॥ ३॥
निरस्तविषयासङ्गं संनिरुध्य मनो हृदि ।
यदा यात्यमनीभावस्तदा तत्परमं पदम् ॥ ४॥
तावदेव निरोद्धव्यं यावधृदिगतं क्षयम् ।
एतज्ज्ञानं च ध्यानं च शेषोऽन्यो ग्रन्थविस्तरः ॥ ५॥
नैव चिन्त्यं न चाचिन्त्यं न चिन्त्यं चिन्त्यमेव च ।
पक्षपातविनिर्मुक्तं ब्रह्म सम्पद्यते ध्रुवम् ॥ ६॥
स्वरेण सल्लयेद्योगी स्वरं संभावयेत्परम् ।
अस्वरेण तु भावेन न भावो भाव इष्यते ॥ ७॥
तदेव निष्कलं ब्रह्म निर्विकल्पं निरञ्जनम् ।
तद्ब्रह्माहमिति ज्ञात्वा ब्रह्म सम्पद्यते क्रमात् ॥ ८॥
निर्विकल्पमनन्तं च हेतुदृष्टान्तवर्जितम् ।
अप्रमेयमनाद्यन्तं यज्ज्ञात्वा मुच्यते बुधः ॥ ९॥
न निरोधो न चोत्पत्तिर्न बद्धो न च साधकः ।
न मुमुक्षुर्न वै मुक्त इत्येषा परमार्थता ॥ १०॥
एक एवात्मा मन्तव्यो जाग्रत्स्वप्नसुषुप्तिषु ।
स्थानत्रयव्यतीतस्य पुनर्जन्म न विद्यते ॥ १२॥
एक एव हि भूतात्मा भूतेभूते व्यवस्थितः ।
एकधा बहुधा चैव दृश्यते जलचन्द्रवत् ॥ १२॥
घटसंवृतमाकाशं नीयमाने घटे यथा ।
घटो नीयेत नाकाशं तथा जीवो नभोपमः ॥ १३॥
घटवद्विविधाकारं भिद्यमां पुनः पुनः ।
तद्भेदे च न जानाति स जानाति च नित्यशः ॥ १४॥
शब्दमायावृतो यावत्तावत्तिष्ठति पुष्कले ।
भिन्ने तमसि चैकत्वमेक एवानुपश्यति ॥ १५॥
शब्दार्णमपरं ब्रह्म तस्मिन्क्षीणे यदक्षरम् ।
तद्विद्वानक्षरं ध्यायेद्यदीच्छेच्छान्तिमात्मनः ॥ १६॥
द्वे ब्रह्मणी हि मन्तव्ये शब्दब्रह्म परं च यत् ।
शब्दब्रह्मणि निष्णातः परं ब्रह्माधिगच्छति ॥ १७॥
ग्रन्थमभ्यस्य मेधावी ज्ञानविज्ञानतत्परः ।
पलालमिव धान्यार्थी त्यजेद्ग्रन्थमशेषतः ॥ १८॥
गवामनेकवर्णानां क्षीरस्याप्येकवर्णता ।
क्षीरवत्पश्यति ज्ञानी लिङ्गिनस्तु गवां यथा ॥ १९॥
ज्ञाननेत्रं समाधाय स महत्परमं पदम् ।
निष्कलं निश्चलं शान्तं ब्रह्माहमिति संस्मरेत् ॥ २०॥
इत्येकं परब्रह्मरूपं सर्वभूताधिवासं तुरीयं
जानीते सोऽक्षरे परमे व्योमन्यधिवसति । य एतां विद्यां
तुरीयां ब्रह्मयोनिस्वरूपां तामिहायुषे शरणमहं
प्रपद्ये । आकाशाद्यनुक्रमेण सर्वेषां वा एतद्भूतानामाकाशः
परायणम् । सर्वाणि ह वा इमानि भूतान्याकाशादेव जायन्ते ।
आकाश एव लीयन्ते । तस्मादेव जातानि जीवन्ति । तस्मादाकाशजं
बीजं विन्द्यात् । तदेवाकाशपीठं स्पार्शनं पीठं
तेजःपीठममृतपीठं रत्नपीठं जानीयात् । यो जानीते
सोऽमृतत्वं च गच्छति । तस्मादेतां तुरीयां श्रीकामराजीयामेकादशधा
भिन्नमेकाक्षरं ब्रह्मेति यो जानीते स तुरीयं पदं प्राप्नोति ।
य एवं वेदेति महोपनिषत् ॥
इति पञ्चमोपनिषत् ॥ ५॥
ॐ भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवाः ॥ भद्रं पश्येमाक्षभिर्यजत्राः ॥
स्थिरैरङ्गैस्तुष्टुवाꣳसस्तनूभिः ॥ व्यशेम देवहितं यदायुः ॥
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः ॥ स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ॥
स्वस्ति नस्तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः ॥ स्वस्ति नो बृहस्पतिर्दधातु ॥
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥ हरिः ॐ तत्सत् ॥
॥ इति श्रीत्रिपुरातापिन्युपनिषत्समाप्ता ॥
Tripuratapini Upanishad – vollständiger Text in IAST
tripurātāpinīvidyāvedyacicchaktivigraham |
vastutaścinmātrarūpaṃ paraṃ tattvaṃ bhajāmyaham ||
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ || bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ ||
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ || vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ || svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ ||
svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ || svasti no bṛhaspatirdadhātu ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
hariḥ oṃ || athaitasminnantare bhagavānprājāpatyaṃ vaiṣṇavaṃ vilayakāraṇaṃ
rūpamāśritya tripurābhidhā bhagavatītyevamādiśaktyā bhūrbhuvaḥ svastrīṇi
svargabhūpātālāni tripurāṇi haramāyātmakena hīṅkāreṇa hṛllekhākhyā
bhagavatī trikūṭāvasāne nilaye vilaye dhāmni mahasā ghoreṇa prāpnoti | saiveyaṃ
bhagavatī tripureti vyāpaṭhyate | tatsaviturvareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi | dhiyo yo
naḥ pracodayāt paro rajase sāvadom | jātavedase sunavāma somamarātīyato
nidahāti veda | sa naḥ parṣadati durgāṇi viśvā nāveva sindhuṃ duritātyagniḥ |
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam | urvārukamiva bandhanā-
nmṛtyormukṣīya māmṛtāt | śatākṣarī paramā vidyā trayīmayī sāṣṭārṇā
tripurā parameśvarī | ādyāni catvāri padāni parabrahmavikāsīni | dvitīyāni
śaktyākhyāni | tṛtīyāni śaivāni | tatra lokā vedāḥ śāstrāṇi purāṇāni
dharmāṇi vai cikitsitāni jyotīṃṣi śivaśaktiyogādityevaṃ ghaṭanā vyāpaṭhyate |
athaitasya paraṃ gahvaraṃ vyākhyāsyāmo mahāmanusamudbhavaṃ taditi | brahma
śāśvatam | paro bhagavānnirlakṣaṇo nirañjano nirupādhirādhirahito devaḥ |
unmīlate paśyati vikāsate caitanyabhāvaṃ kāmayata iti | sa eko devaḥ śivarūpī
dṛśyatvena vikāsate yatiṣu yajñeṣu yogiṣu kāmayate |
kāmaṃ jāyate sa eṣa nirañjano'kāmatvenojjṛmbhate |
akacaṭatapayaśānsṛjate | tasmādīśvaraḥ kāmo'bhidhīyate |
tatparibhāṣayā kāmaḥ kakāraṃ vyāpnoti | kāma evedaṃ
tattaditi kakāro gṛhyate | bhasmāttatpadārtha iti ya evaṃ veda |
saviturvareṇyamiti ṣūṅ prāṇiprasave savitā prāṇinaḥ sūte
prasūte śaktim | sūte tripurā śaktirādyeyaṃ tripurā
parameśvarī mahākuṇḍalinī devī | jātavedasamaṇḍalaṃ yo'dhīte
sarvaṃ vyāpyate | trikoṇaśaktirekāreṇa mahābhāgena prasūte |
tasmādekāra eva gṛhyate | vareṇyaṃ śreṣṭhaṃ bhajanīyamakṣaraṃ
namaskāryam | tasmādvareṇyamekārākṣaraṃ gṛhyata iti
ya evaṃ veda | bhargo devasya dhīmahītyevaṃ vyākhyāsyāmaḥ |
dhakāro dhāraṇā | dhiyaiva dhāryate bhagavānparameśvaraḥ |
bhargo devo madhyavarti turīyamakṣaraṃ sākṣātturīyaṃ sarvaṃ
sarvāntarbhūtam | turīyākṣaramīkāraṃ padānāṃ
madhyavartītyevaṃ vyākhyātaṃ bhargorūpaṃ vyācakṣate |
tasmādbhargo devasya dhīmahītyevamīkārākṣaraṃ gṛhyate |
mahītyasya vyākhyānaṃ mahattvaṃ jaḍatvaṃ kāṭhinyaṃ vidyate
yasminnakṣateretanmahi lakāraḥ paraṃ dhāma | kāṭhinyāḍhyaṃ
sasāgaraṃ saparvataṃ sa saptadvīpaṃ sakānanamujjvaladrūpaṃ
maṇḍalamevoktaṃ lakāreṇa |
pṛthvī devī mahītyanena vyācakṣate | dhiyo yo naḥ pracodayāt |
paramātmā sadāśiva ādibhūtaḥ paraḥ | sthāṇubhūtena lakāreṇa
jyotirliṅgamātmānaṃ dhiyo buddhayaḥ pare vastuni dhyānecchārahitaṃ
nirvikalpake pracodayātprerayedityuccāraṇarahitaṃ cetasaiva
cintayitvā bhāvayediti | paro rajase sāvadomiti tadavasāne paraṃ
jyotiramalaṃ hṛdi daivataṃ caitanyaṃ cilliṅgaṃ hṛdayāgāravāsinī
hṛllekhetyādinā spaṣṭaṃ vāgbhavakūṭaṃ pañcākṣaraṃ
pañcabhūtajanakaṃ pañcakalāmayaṃ vyāpaṭhyata iti | ya evaṃ veda |
atha tu paraṃ kāmakalābhūtaṃ kāmakūṭamāhuḥ | tatsaviturvareṇya-
mityādidvātriṃśadakṣarīṃ paṭhitvā taditi paramātmā sadāśivo'kaśaraṃ
vimalaṃ nirupādhitādātnyapratipādanena hakārākṣaraṃ śivarūpaṃ
nirakṣaramakṣaraṃ vyālikhyata iti | tatparāgavyāvṛttimādāya śaktiṃ darśayati |
tatsavituriti pūrveṇādhvanā sūryādhaścandrikāṃ vyālikhya
mūlādibrahmarandhragaṃ sākṣaramadvitīyamācakṣata ityāha bhagavantaṃ
devaṃ śivaśaktyātmakamevoditam |
śivo'yaṃ paramaṃ devaṃ śaktireṣā tu jīvajjā |
sūryācandramasoryogāddhaṃsastatatpadamucyate || 1 ||
tasmādujjṛmbhate kāmaḥ kāmātkāmaḥ paraḥ śivaḥ |
kārṇo'yaṃ kāmadevo'yaṃ vareṇyaṃ bharga ucyate || 2 ||
tatsaviturvareṇyaṃ bhargo devaḥ kṣīraṃ secanīyamakṣaraṃ
samadhughnamakṣaraṃ paramātmajīvātmanoryogāttaditi
spaṣṭamakṣaraṃ tṛtīyaṃ ha iti tadeva sadāśiva eva
niṣkalmaṣa ādyo devo'ntyamakṣaraṃ vyākriyate |
paramaṃ padaṃ dhīti dhāraṇaṃ vidyate jaḍatvadhāraṇaṃ
mahīti lakāraḥ śivādhastāttu lakārārthaḥ spaṣṭamantyamakṣaraṃ
paramaṃ caitanyaṃ dhiyo yo naḥ pracodayātparo rajase sāvadomityevaṃ
kūṭaṃ kāmakalālayaṃ ṣaḍadhvaparivartako vaiṣṇavaṃ paramaṃ
dhāmaiti bhagavāṃścaitasmādya evaṃ veda | athaitasmādaparaṃ
tṛtīyaṃ śaktikūṭaṃ pratipadyate | dvātriṃśadakṣaryā gāyatryā
tatsaviturvareṇyaṃ tasmādātmana ākāśa ākāśādvāyuḥ sphurati
tadadhīnaṃ vareṇyaṃ samudīyamānaṃ saviturvā yogyo jīvātmaparamātma-
samudbhavastaṃ prakāśaśaktirūpaṃ jīvākṣaraṃ spaṣṭamāpadyate |
bhargo devasya dhītyanenādhārarūpaśivātmākṣaraṃ gaṇyate |
mahītyādināśeṣaṃ kāmyaṃ ramaṇīyaṃ dṛśyaṃ śaktikūṭaṃ
spaṣṭīkṛtamiti | evaṃ pañcadaśākṣaraṃ traipuraṃ yo'dhīte sa
sarvānkāmānavāpnoti | sa sarvāṃllokāñjayati | sa sarvā vāco vijṛmbhayati |
sa rudratvaṃ prāpnoti | sa vaiṣṇavaṃ dhāma bhittvā paraṃ brahma prāpnoti |
ya evaṃ veda | ityādyāṃ vidyāmabhidhāyaitasyāḥ śaktikūṭaṃ
śaktiśivādyaṃ lopāmudreyam |
dvitīye dhāmani pūrveṇaiva manunā binduhīnā śaktibhūtahṛllekhā
krodhamuninādhiṣṭhitā | tṛtīye dhāmani pūrvasyā eva vidyāyā
yadvāgbhavakūṭaṃ tenaiva mānavīṃ cāndrīṃ kauberīṃ vidyāmācakṣate |
madanādhaḥ śivaṃ vāgbhavam | tadūrdhvaṃ kāmakalāmayam |
śaktyūrdhvaṃ śaktimiti mānavī vidyā | caturthe dhāmani
śivaśaktyākhyamanyattṛtīyaṃ ceyaṃ cāndrī vidyā | pañcame dhāmani
dhyeyeyaṃ cāndrī kāmādhaḥ śivādyakāmā | saiva kauberi ṣaṣṭhe
dhāmani vyācakṣata iti | ya evaṃ veda | hitvekāraṃ turīyasvaraṃ sarvādau
sūryācandramaskena kāmeśvaryevāgastyasaṃjñā | saptame dhāmani
tṛtīyametasyā eva pūrvoktāyāḥ kāmādyaṃ dvidhādhaḥ kaṃ madanakalādyaṃ
śaktibījaṃ vāgbhavādyaṃ tayorardhāvaśiraskaṃ kṛtvā nandividyeyam |
aṣṭame dhāmani vāgbhavamāgastyaṃ vāgarthakalāmayaṃ kāmakalābhidhaṃ
sakalamāyāśaktiḥ prabhākarī vidyeyam | navame dhāmani punarāgastyaṃ
vāgbhavaṃ śaktimanmathaśivaśaktimanmathorvīmāyākāmakalālayaṃ
candrasūryānaṅgadhūrjaṭimahimālayaṃ tṛtīyaṃ ṣaṇmukhīyaṃ vidyā |
daśame dhāmani vidyāprakāśitayā bhūya evāgastyavidyāṃ paṭhitvā bhūya
evemāmantyamāyāṃ paramaśivavidyeyamekādaśe dhāmani bhūya evāgastyaṃ
paṭhitvā etasyā eva vāgbhavaṃ yaddhanajaṃ kāmakalālayaṃ ca tatsahajaṃ kṛtvā
lopāmudrāyāḥ śaktikūṭarājaṃ paṭhitvā vaiṣṇavī vidyā dvādaśe dhāmani
vyācakṣata iti | ya evaṃ veda |
tānhovāca | bhagavānsarve yūyaṃ śrutvā pūrvāṃ kāmākhyāṃ
turīyarūpāṃ turīyātītāṃ sarvotkaṭāṃ sarvamantrāsanagatāṃ
pīṭhopapīṭhadevatāparivṛtāṃ sakalakalāvyāpinīṃ devatāṃ sāmodāṃ
saparāgāṃ sahṛdayāṃ sāmṛtāṃ sakalāṃ sendriyāṃ sadoditāṃ
parāṃ vidyāṃ spaṣṭīkṛtvā hṛdaye nidhāya vijñāyānilayaṃ
gamayitvā trikūṭāṃ tripurāṃ paramāṃ māyāṃ śreṣṭhāṃ parāṃ
vaiṣṇavīṃ saṃnidhāya hṛdayakamalakarṇikāyāṃ parāṃ bhagavatīṃ
lakṣmīṃ māyāṃ sadoditāṃ mahāvaśyakarīṃ madanonmādanakāriṇīṃ
dhanurbāṇadhāriṇīṃ vāgvijṛmbhiṇīṃ candramaṇḍalamadhyavartinīṃ
candrakalāṃ saptadaśīṃ mahānityopasthitāṃ pāśāṅkuśamanojña-
pāṇipallavāṃ samudyadarkanibhāṃ trinetrāṃ vicintya devīṃ mahālakṣmīṃ
sarvalakṣmīmayīṃ sarvalakṣaṇasampannāṃ hṛdaye caitanyarūpiṇīṃ
nirañjanāṃ trikūṭākhyāṃ smitamukhīṃ sundarīṃ mahāmāyāṃ
sarvasubhagāṃ mahākuṇḍalinīṃ tripīṭhamadhyavartinīmakathādiśrīpīṭhe
parāṃ bhairavīṃ citkalāṃ mahātripurāṃ devīṃ dhyāyenmahādhyāna-
yogeneyamevaṃ vedeti mahopaniṣat || iti prathamopaniṣat || 1 ||
athāto jātavedase sunavāma somamityādi paṭhitvā traipurī vyaktirlakṣyate |
jātavedasa ityekarcasūktasyādyamadhyamāvasāneṣu tatra sthāneṣu
vilīnaṃ bījasāgararūpaṃ vyācakṣvetyṛṣaya ūcuḥ | tānhovāca
bhagavāñjātavedase sunavāma somaṃ tadatyamravāṇīṃ vilomena paṭhitvā
prathamasyādyaṃ tadevaṃ dīrghaṃ dvitīyasyādyaṃ sunavāma somamityanena
kaulaṃ vāmaṃ śreṣṭhaṃ somaṃ mahāsaubhāgyamācakṣate | sa
sarvasampattibhūtaṃ prathamaṃ nivṛttikāraṇaṃ dvitīyaṃ sthitikāraṇaṃ
tṛtīyaṃ sargakāraṇamityanena karaśuddhiṃ kṛtvā tripurāvidyāṃ
spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi paṭhitvā mahāvidyeśvarī-
vidyāmācakṣate tripureśvarīṃ jātavedasa iti | jāte ādyakṣare mātṛkāyāḥ
śirasi baindavamamṛtarūpiṇīṃ kuṇḍalinīṃ trikoṇarūpiṇīṃ ceti vākyārthaḥ |
evaṃ prathamasyādyaṃ vāgbhavam | dvitīyaṃ kāmakalālayam | jāta
ityanena paramātmano jṛmbhaṇam | jāta ityādinā paramātmā śiva ucyate |
jātamātreṇa kāmī kāmayate kāmamityādinā pūrṇaṃ vyācakṣate |
tadeva sunavāma gotrārūḍhaṃ madhyavartināmṛtamadhyenārṇena
mantrārṇānspaṣṭīkṛtvā | gotreti nāmagotrāyāmityādinā spaṣṭaṃ
kāmakalālayaṃ śeṣaṃ vāmamityādinā | pūrveṇādhvanā vidyeyaṃ
sarvarakṣākarī vyācakṣate | evametena vidyāṃ tripureśīṃ spaṣṭīkṛtvā
jātavedasa ityādinā jāto deva eka īśvaraḥ paramo jyotirmantrato veti turīyaṃ
varaṃ dattvā bindupūrṇajyotiḥsthānaṃ kṛtvā prathamasyādyaṃ dvitīyaṃ ca
tṛtīyaṃ ca sarvarakṣākarīsaṃbandhaṃ kṛtvā vidyāmātmāsanarūpiṇīṃ
spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi paṭhitvā rakṣākarīṃ
vidyāṃ smṛtvādyantayordhāmnoḥ śaktiśivarūpiṇīṃ viniyojya sa iti
śaktyātmakaṃ varṇaṃ somamiti śaivātmakaṃ dhāma jānīyāt | yo jānīte
sa subhago bhavati | evametāṃ cakrāsanagatāṃ tripuravāsinīṃ sadoditāṃ
śivaśaktyātmikamaveditāṃ jātavedāḥ śiva iti seti
śaktyātmākṣaramiti śivādiśaktyantarālabhūtāṃ trikūṭādicāriṇīṃ
sūryācandranamaskāṃ mantrāsanagatāṃ tripuraṃ mahālakṣmīṃ
sadoditāṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi
paṭhitvā pūrvaṃ sadātmāsanarūpāṃ vidyāṃ smṛtvā veda ityādinā
viśvāhasaṃtatodayabaindavamupari vinyasya siddhāsanasthāṃ tripurāṃ
mālinīṃ vidyāṃ spaṣṭīkṛtvā jātavedase sunavāma somamityādi
paṭhitvā tripurāṃ sundarīṃ śritvā kale akṣare vicintya mūrtibhūtāṃ
mūrtirūpiṇīṃ sarvavidyeśvarīṃ tripurāṃ vidyāṃ spaṣṭīkṛtvā
jātavedasa ityādi paṭhitvā tripurāṃ lakṣmīṃ śritvāgniṃ nidahāti
saiveyamagnyānane jvalatīti vicintya trijyotiṣamīśvarīṃ tripurāmambāṃ
vidyāṃ spaṣṭīkuryāt | evametena sa naḥ parṣadati durgāṇi
viśvetyādiparaprakāśinī pratyagbhūtā kāryā | vidyeyamāhvānakarmāṇi
sarvato dhīreti vyācakṣate | evametadvidyāṣṭakaṃ mahāmāyā-
devyaṅgabhūtaṃ vyācakṣate | devā ha vai bhagavantamabruvanmahācakranāyakaṃ
no brūhīti sārvakāmikaṃ sarvārādhyaṃ sarvarūpaṃ viśvatomukhaṃ
mokṣadvāraṃ yadyogina upaviśya paraṃ brahma bhittvā nirvāṇamupaviśanti |
tānhovāca bhagavāñśrīcakraṃ vyākhyāsyāma iti | trikoṇaṃ tryasraṃ kṛtvā
tadantarmadhyavṛttamānayaṣṭirekhāmākṛṣya viśālaṃ nītvāgrato
yoniṃ kṛtvā pūrvayonyagrarūpiṇīṃ mānayaṣṭiṃ kṛtvā tāṃ sarvordhvāṃ
nītvā yoniṃ kṛtvādyaṃ trikoṇaṃ cakraṃ bhavati | dvitīyamantarālaṃ bhavati |
tṛtīyamaṣṭayonyaṅkitaṃ bhavati | athāṣṭāracakrādyantavidikkoṇāgrato
rekhāṃ nītvā sādhyādyākarṣaṇabaddharekhāṃ nītvetyevamathordhva-
sampuṭayonyaṅkitaṃ kṛtvā kakṣābhya ūrdhvagarekhācatuṣṭayaṃ
kṛtvā yathākrameṇa mānayaṣṭidvayena daśayonyaṅkitaṃ cakraṃ bhavati |
anenaiva prakāreṇa punardaśāracakraṃ bhavati | madhyatrikoṇāgracatuṣṭayā-
drekhācarāgrakoṇeṣu saṃyojya taddaśārāṃśatonītāṃ mānayaṣṭirekhāṃ
yojayitvā caturdaśāraṃ cakraṃ bhavati | tato'ṣṭapatrasaṃvṛtaṃ cakraṃ bhavati |
ṣoḍaśapatrasaṃvṛtaṃ cakraṃ caturdvāraṃ bhavati | tataḥ pārthivaṃ cakraṃ
caturdvāraṃ bhavati | evaṃ sṛṣṭiyogena cakraṃ vyākhyātam | navātmakaṃ
cakraṃ prātilomyena vā vacmi | prathamaṃ cakraṃ trailokyamohanaṃ bhavati |
sāṇimādyaṣṭakaṃ bhavati | samātraṣṭakaṃ bhavati | sasarvasaṃkṣobhiṇyādidaśakaṃ
bhavati | saprakaṭaṃ bhavati | tripurayādhiṣṭhitaṃ bhavati | sasarvasaṃkṣobhiṇīmudrayā
juṣṭaṃ bhavati | dvitīyaṃ sarvāśāparipūrakaṃ cakraṃ bhavati |
sakāmādyākarṣiṇīṣoḍaśakaṃ bhavati | saguptaṃ bhavati | tripureśvaryādhiṣṭhitaṃ
bhavati | sarvavidrāviṇīmudrayā juṣṭaṃ bhavati | tṛtīyaṃ sarvasaṃkṣobhaṇaṃ cakraṃ bhavati | sānaṅgakusumādyaṣṭakaṃ bhavati | saguptataraṃ bhavati |
tripurasundaryādhiṣṭhitaṃ bhavati | sarvākarṣiṇīmudrayā juṣṭaṃ bhavati |
turīyaṃ sarvasaubhāgyadāyakaṃ cakraṃ bhavati |
sasarvasaṃkṣobhiṇyādidvisaptakaṃ bhavati | sasampradāyaṃ bhavati |
tripuravāsinyādhiṣṭhitaṃ bhavati | sasarvavaśaṃkariṇīmudrayā
juṣṭaṃ bhavati | turīyāntaṃ sarvārthasādhakaṃ cakraṃ bhavati |
sasarvasiddhipradādidaśakaṃ bhavati | sakalakaulaṃ bhavati |
tripurāmahālakṣmyādhiṣṭhitaṃ bhavati | mahonmādinīmudrayā
juṣṭaṃ bhavati | ṣaṣṭhaṃ sarvarakṣākaraṃ cakraṃ bhavati |
sasarvajñatvādidaśakaṃ bhavati | sanigarbhaṃ bhavati |
tripuramālinyādhiṣṭhitaṃ bhavati | mahāṅkuśamudrayā juṣṭaṃ
bhavati | saptamaṃ sarvarogaharaṃ cakraṃ bhavati | sarvavaśinyādyaṣṭakaṃ
bhavati | sarahasyaṃ bhavati | tripurasiddhyādhiṣṭhitaṃ bhavati |
sakhecarīmudrayā juṣṭaṃ bhavati | aṣṭamaṃ sarvasiddhipradaṃ
cakraṃ bhavati | sāyudhacatuṣṭayaṃ bhavati | saparāpararahasyaṃ
bhavati | tripurāmbayādhiṣṭhitaṃ bhavati | bījamudrayādhiṣṭhitaṃ
bhavati | navamaṃ cakranāyakaṃ sarvānandamayaṃ cakraṃ bhavati |
sakāmeśvaryāditrikaṃ bhavati | sātirahasyaṃ bhavati | mahātripura-
sundaryādhiṣṭhitaṃ bhavati | yonimudrayā juṣṭaṃ bhavati |
saṃkrāmanti vai sarvāṇi cchandāṃsi cakārāṇi | tadeva cakraṃ
śrīcakram | tasya nābhyāmagnimaṇḍale sūryācandramasau ||
tatroṃkārapīṭhaṃ pūjayitvā tatrākṣaraṃ bindurūpaṃ tadantargata-
vyomarūpiṇīṃ vidyāṃ paramāṃ smṛtvā mahātripurasundarīmāvāhya |
kṣīreṇa snāpite devi candanena vilepite | bilvapatrārcite devi durge'haṃ
śaraṇaṃ gataḥ | ityekayarcā prārthya māyālakṣmī tantreṇa
pūjayediti bhagavānabravīt | etairmantrairbhagavatīṃ yajet | tato devī
prītā bhavati | svātmānaṃ darśayati | tasmādya etairmantrairyajati sa
brahma paśyati | sa sarvaṃ paśyati | so'mṛtatvaṃ ca gacchati |
ya evaṃ vedeti mahopaniṣat ||
iti dvitīyopaniṣat || 2 ||
devā ha vai mudrāḥ sṛjemeti bhagavantamabruvan |
tānhovāca bhagavānavanikṛtajānumaṇḍalaṃ vistīrya
padmāsanaṃ kṛtvā mudrāḥ sṛjateti | sa sarvānākarṣayati
yo yonimudrāmadhīte | sa sarvaṃ vetti | sa sarvaphalamaśnute |
sa sarvānbhañjayati | sa vidveṣiṇaṃ stambhayati | madhyame
anāmikopari vinyasya kaniṣṭhikāṅguṣṭhato'dhīte
muktayostarjanyordaṇḍavadadhastādevaṃvidhā prathamā sampadyate |
saiva militamadhyamā dvitīyā | tṛtīyāṅkuśākṛtiriti |
prātilomyena pāṇī saṅgharṣayitvāṅguṣṭhau sāgrimau
samādhāya turīyā | parasparaṃ kanīyasedaṃ madhyamābaddhe
anāmike daṇḍinyau tarjanyāvāliṅgyāvaṣṭabhya madhyamānakha-
militāṅguṣṭhau pañcamī | saivāgre'ṅkuśākṛtiḥ ṣaṣṭhī |
dakṣiṇaśaye vāmabāhuṃ kṛtvānyonyānāmike kanīyasīmadhyagate
madhyame tarjanyākrānte saralāsvaṅguṣṭhau khecarī saptamī |
sarvordhve sarvasaṃhṛti svamadhyamānāmikāntare kanīyasi
pārśvayostarjanyāvaṅkuśāḍhye yuktā sāṅguṣṭhayogato'nyonyaṃ
samamañjaliṃ kṛtvāṣṭamī | parasparamadhyamāpṛṣṭhavartinyāvanāmike
tarjanyākrānte same madhyame ādāyāṅguṣṭhau madhyavartinau
navamī pratipadyata iti |
saiveyaṃ kanīyase same antarite'ṅguṣṭhau samāvantaritau
kṛtvā trikhaṇḍāpadyata iti | pañca bāṇāḥ pañcādyā
mudrāḥ spaṣṭāḥ | kromaṅkuśā | hasakhphreṃ khecarī |
haṃsrau bījāṣṭamī vāgbhavādyā navamī daśamī ca
sampadyata iti | ya evaṃ veda | athātaḥ kāmakalābhūtaṃ cakraṃ
vyākhyāsyāmo hrīṃ klīmaiṃ blūṃ sraumete pañca kāmāḥ
sarvacakraṃ vyāvartante | madhyamaṃ kāmaṃ sarvāvasāne
sampuṭīkṛtya blūṅkāreṇa sampuṭaṃ vyāptaṃ kṛtvā dviraindavena
madhyavartinā sādhyaṃ baddhvā bhūrjapatre yajati | taccakraṃ
yo vetti sa sarvaṃ vetti | sa sakalāṃllokānākarṣayati | sa sarvaṃ
stambhayati | nīlīyuktaṃ cakraṃ śatrūnmārayati | gatiṃ
stambhayati | lākṣāyuktaṃ kṛtvā sakalalokaṃ vaśīkaroti |
navalakṣajapaṃ kṛtvā rudratvaṃ prāpnoti | mātṛkayā veṣṭitaṃ
kṛtvā vijayī bhavati | bhagāṅkakuṇḍaṃ kṛtvāgnimādhāya puruṣo
haviṣā hutvā yoṣito vaśīkaroti | vartule hutvā śriyamatulaṃ
prāpnoti | caturasre hutvā vṛṣṭirbhavati | trikoṇe hutvā
śatrūnmārayati | gatiṃ stambhayati | puṣpāṇi hutvā vijayī bhavati |
mahārasairhutvā paramānandanirbharo bhavati | gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ
havāmahe kaviṃ kavīnāmupamaśravastamam | jyeṣṭharājaṃ
brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śruṇvannūtibhiḥ sīda sādanam |
ityevamādyamakṣaraṃ tadantyabindupūrṇamityanenāṅgaṃ spṛśati |
gaṃ gaṇeśāya nama iti gaṇeśaṃ namaskurvīta | oṃ namo bhagavate
bhasmāṅgarāgāyogratejase hanahana dahadaha pacapaca mathamatha
vidhvaṃsayavidhvaṃsaya halabhañjana śūlamūle vyañjanasiddhiṃ kurukuru
samudraṃ pūrvapratiṣṭhiataṃ śoṣayaśoṣaya stambhayastambhaya
paramantraparayantraparatantraparadūtaparakaṭakaparacchedanakara
vidārayavidāraya cchindhicchindhi hrīṃ phaṭ svāhā | anena kṣetrādhyakṣaṃ
pūjayediti | kulakumāri vidmahe mantrakoṭisudhīmahi | tannaḥ kauliḥ pracodayāt |
iti kumāryarcanaṃ kṛtvā yo vai sādhako'bhilikhati so'mṛtatvaṃ gacchati |
sa yaśa āpnoti | sa paramāyuṣyamatha vā paraṃ brahma bhittvā tiṣṭhati |
ya evaṃ vedeti mahopaniṣat |
iti tṛtīyopaniṣat || 3 ||
devā ha vai bhagavantamabruvandeva gāyatraṃ hṛdayaṃ no
vyākhyātaṃ traipuraṃ sarvottamam | jātavedasasūktenākhyātaṃ
nastraipurāṣṭakam | yadiṣṭvā mucyate yogī janmasaṃsārabandhanāt |
atha mṛtyuṃjayaṃ no brūhītyevaṃ bruvatāṃ sarveṣāṃ devānāṃ
śrutvedaṃ vākyamathātastryambakenānuṣṭubhena mṛtyuṃjayaṃ darśayati |
kasmāttryambakamiti | trayāṇāṃ purāṇāmambakaṃ svāminaṃ tasmāducyate
tryambakamiti | atha kasmāducyate yajāmaha iti | yajāmahe sevāmahe vastu
mahetyakṣaradvayena kūṭatvenākṣaraikeṇa mṛtyuṃjayamityucyate |
tasmāducyate yajāmaha iti | atha kasmāducyate sugandhimiti | sarvato yaśa
āpnoti | tasmāducyate sugandhimiti | atha kasmāducyate puṣṭivardhanamiti |
yatsarvāṃllokānsṛjati yatsarvāṃllokāṃstārayati yatsarvāṃllokānvyāpnoti
tasmāducyate puṣṭivardhanamiti | atha kasmāducyate urvārukamiva
bandhanānmṛtyormukṣīyeti | saṃlagnatvādurvārukamiva mṛtyoḥ saṃsārabandhanātsaṃlagnatvādbaddhatvānmokṣībhavati mukto bhavati |
atha kasmāducyate māmṛtāditi amṛtatvaṃ prāpnotyakṣaraṃ
prāpnoti svayaṃ rudro bhavati |
devā ha vai bhagavantamūcuḥ sarvaṃ no vyākhyātam |
atha kairmantraiḥ stutā bhagavatī svātmānaṃ darśayati
tānsarvāñchaivānvaiṣṇavānsaurāngāṇeśānno
brūhīti | sa hovāca bhagavāṃstryambakenānuṣṭubhena
mṛtyuṃjayamupāsayet | pūrveṇādhvanā vyāptamekākṣaramiti
smṛtam | oṃ namaḥ śivāyeti yājuṣamantropāsako
rudratvaṃ prāpnoti | kalyāṇaṃ prāpnoti | ya evaṃ veda | tadviṣṇoḥ
paramaṃ padaṃ sadā paśyanti sūrayaḥ | divīva cakṣurātatam |
viṣṇoḥ sarvatomukhasya sneho yathā palalapiṇḍamotaprotamanuvyāptaṃ
vyatiriktaṃ vyāpnuta iti vyāpnuvato viṣṇostatparamaṃ padaṃ paraṃ vyometi
paramaṃ padaṃ paśyanti vīkṣante | sūrayo brahmādayo devāsa iti
sadā hṛdaya adadhate | tasmādviṣṇoḥ svarūpaṃ vasati tiṣṭhati
bhūteśviti vāsudeva iti | oṃ nama iti trīṇyakṣarāṇi | bhagavata iti
catvāri | vāsudevāyeti pañcākṣarāṇi | etadvai vāsudevasya
dvādaśārṇamabhyeti | sopaplavaṃ tarati | sa sarvamāyureti | vindate
prājāpatyaṃ rāyaspoṣaṃ gaupatyaṃ ca tamaśnute pratyagānandaṃ
brahmapuruṣaṃ praṇavasvarūpamakāra ukāro makāra iti | tānekadhā
saṃbhavati tadomiti | haṃsaḥ śuciṣadvasurantarikṣasaddhotā
vediṣadatithirduroṇasat | nṛṣadvarasadṛtasadvyomasadabjā gojā
ṛtajā adrijā ṛtaṃ bṛhat | haṃsa ityetanmanorakṣaradvitīyena
prabhāpuñjena saureṇa dhṛtamabjā gojā ṛtajā adrijā ṛtaṃ
satyā-prabhā-puñji-nyuṣā-sandhyā-prajñābhiḥ
śaktibhiḥ pūrvaṃ sauramadhīyānaḥ sarvaṃ phalamaśnute |
sa vyomni parame dhāmani saure nivasate |
gaṇānāṃ tvati traiṣṭubhena pūrveṇādhvanā manunaikārṇena
gaṇādhipamabhyarcya gaṇeśatvaṃ prāpnoti | atha gāyatrī
sāvitrī sarasvatyajapā mātṛkā proktā tayā sarvamidaṃ vyāptam |
aiṃ vāgīśvari vidmahe klīṃ kāmeśvarī dhīmahi | saustannaḥ śaktiḥ
pracodayāditi | gāyatrī prātaḥ sāvitrī madhyandine sarasvatī sāyamiti
nirantaramajapā | haṃsa ityeva mātṛkā | pañcāśadvarṇavigraheṇā-
kārādikṣakārāntena vyāptāni bhuvanāni śāstrāṇi
cchandāṃsītyevaṃ bhagavatīṃ sarvaṃ vyāpnotītyeva tasyai vai namonama iti |
tānbhagavānabravīdetairmantrairnityaṃ devīṃ yaḥ stauti sa sarvaṃ paśyati |
so'mṛtatvaṃ ca gacchati | ya evaṃ vedetyupaniṣat ||
iti turīyopaniṣat || 4 ||
devā ha vai bhagavantamabruvansvāminnaḥ kathitaṃ sphuṭaṃ
kriyākāṇḍaṃ saviṣayaṃ traipuramiti | atha paramanirviśeṣaṃ
kathayasveti | tānhovāca bhagavāṃsturīyayā māyayāntyayā
nirdiṣṭaṃ paramaṃ brahmeti | paramapuruṣaṃ cidrūpaṃ
paramātmeti | śrotā mantā draṣṭādeṣṭā spraṣṭāghoṣṭā
vijñātā prajñātā sarveṣāṃ puruṣāṇāmantaḥpuruṣaḥ
sa ātmā sa vijñeya iti | na tatra lokā alokā na tatra devā adevāḥ
paśavo'paśavastāpaso na tāpasaḥ paulkaso na paulkaso
viprā na viprāḥ | sa ityekameva paraṃ brahma vibhrājate nirvāṇam |
na tatra devā ṛṣayaḥ pitara īśate pratibuddhaḥ sarvavidyeti |
tatraite ślokā bhavanti |
ato nirviṣayaṃ nityaṃ manaḥ kāryaṃ mumukṣuṇā |
yato nirviṣayo nāma manaso muktiriṣyate || 1 ||
mano hi dvividhaṃ proktaṃ śuddhaṃ cāśuddhameva ca |
aśuddhaṃ kāmasaṃkalpaṃ śuddhaṃ kāmavivarjitam || 2 ||
mana eva manuṣyāṇāṃ kāraṇaṃ bandhamokṣayoḥ |
bandhanaṃ viṣayāsaktaṃ muktyai nirviṣayaṃ manaḥ || 3 ||
nirastaviṣayāsaṅgaṃ saṃnirudhya mano hṛdi |
yadā yātyamanībhāvastadā tatparamaṃ padam || 4 ||
tāvadeva niroddhavyaṃ yāvadhṛdigataṃ kṣayam |
etajjñānaṃ ca dhyānaṃ ca śeṣo'nyo granthavistaraḥ || 5 ||
naiva cintyaṃ na cācintyaṃ na cintyaṃ cintyameva ca |
pakṣapātavinirmuktaṃ brahma sampadyate dhruvam || 6 ||
svareṇa sallayedyogī svaraṃ saṃbhāvayetparam |
asvareṇa tu bhāvena na bhāvo bhāva iṣyate || 7 ||
tadeva niṣkalaṃ brahma nirvikalpaṃ nirañjanam |
tadbrahmāhamiti jñātvā brahma sampadyate kramāt || 8 ||
nirvikalpamanantaṃ ca hetudṛṣṭāntavarjitam |
aprameyamanādyantaṃ yajjñātvā mucyate budhaḥ || 9 ||
na nirodho na cotpattirna baddho na ca sādhakaḥ |
na mumukṣurna vai mukta ityeṣā paramārthatā || 10 ||
eka evātmā mantavyo jāgratsvapnasuṣuptiṣu |
sthānatrayavyatītasya punarjanma na vidyate || 12 ||
eka eva hi bhūtātmā bhūtebhūte vyavasthitaḥ |
ekadhā bahudhā caiva dṛśyate jalacandravat || 12 ||
ghaṭasaṃvṛtamākāśaṃ nīyamāne ghaṭe yathā |
ghaṭo nīyeta nākāśaṃ tathā jīvo nabhopamaḥ || 13 ||
ghaṭavadvividhākāraṃ bhidyamāṃ punaḥ punaḥ |
tadbhede ca na jānāti sa jānāti ca nityaśaḥ || 14 ||
śabdamāyāvṛto yāvattāvattiṣṭhati puṣkale |
bhinne tamasi caikatvameka evānupaśyati || 15 ||
śabdārṇamaparaṃ brahma tasminkṣīṇe yadakṣaram |
tadvidvānakṣaraṃ dhyāyedyadīcchecchāntimātmanaḥ || 16 ||
dve brahmaṇī hi mantavye śabdabrahma paraṃ ca yat |
śabdabrahmaṇi niṣṇātaḥ paraṃ brahmādhigacchati || 17 ||
granthamabhyasya medhāvī jñānavijñānatatparaḥ |
palālamiva dhānyārthī tyajedgranthamaśeṣataḥ || 18 ||
gavāmanekavarṇānāṃ kṣīrasyāpyekavarṇatā |
kṣīravatpaśyati jñānī liṅginastu gavāṃ yathā || 19 ||
jñānanetraṃ samādhāya sa mahatparamaṃ padam |
niṣkalaṃ niścalaṃ śāntaṃ brahmāhamiti saṃsmaret || 20 ||
ityekaṃ parabrahmarūpaṃ sarvabhūtādhivāsaṃ turīyaṃ
jānīte so'kṣare parame vyomanyadhivasati | ya etāṃ vidyāṃ
turīyāṃ brahmayonisvarūpāṃ tāmihāyuṣe śaraṇamahaṃ
prapadye | ākāśādyanukrameṇa sarveṣāṃ vā etadbhūtānāmākāśaḥ
parāyaṇam | sarvāṇi ha vā imāni bhūtānyākāśādeva jāyante |
ākāśa eva līyante | tasmādeva jātāni jīvanti | tasmādākāśajaṃ
bījaṃ vindyāt | tadevākāśapīṭhaṃ spārśanaṃ pīṭhaṃ
tejaḥpīṭhamamṛtapīṭhaṃ ratnapīṭhaṃ jānīyāt | yo jānīte
so'mṛtatvaṃ ca gacchati | tasmādetāṃ turīyāṃ śrīkāmarājīyāmekādaśadhā
bhinnamekākṣaraṃ brahmeti yo jānīte sa turīyaṃ padaṃ prāpnoti |
ya evaṃ vedeti mahopaniṣat ||
iti pañcamopaniṣat || 5 ||
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ || bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ ||
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ || vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ || svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ ||
svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ || svasti no bṛhaspatirdadhātu ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ || hariḥ oṃ tatsat ||
|| iti śrītripurātāpinyupaniṣatsamāptā ||
Tripuratapini Upanishad – vollständige gut verständliche deutsche Übersetzung
Eröffnungsvers der Tripuratapini Upanishad
Traditioneller Eröffnungsvers zur Verehrung der Lehre über Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und Brahman in der Sprache der Shri Vidya.
Shanti-Mantra der Tripuratapini Upanishad
Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Textabschnitt 1 Tripuratapini Upanishad
Nun, in dieser Sphäre (der Unwissenheit) wird der Herr (Sadasiva), der die Gestalten von Prajapati, Vishnu und Rudra annimmt, zur Göttin Tripura ernannt. Durch Seine urzeitliche Macht werden die drei Wohnorte gestaltet - die Erde, die Atmosphäre und die Himmel, oder die Himmel, die Erde und die Unterwelt. In Form von Hrim, identisch mit der Maya von Hara, durchdringt die göttliche Hrillekha mit ihrer schrecklichen Macht den Endpunkt der drei Gipfel (über der Kreuzung der beiden Augenbrauen), den Sitz des Gleichgewichts der drei Gunas und die Region, in der sich die Welt der Objekte auflöst.
Textabschnitt 2 Tripuratapini Upanishad
Über diesen entzückenden Glanz des göttlichen Schöpfers meditieren wir; möge Er unsere Gedanken inspirieren - Der jenseits aller Dunkelheit ist, Om. Lasst uns zum allwissenden Feuer die Somapresse, die von unseren Feinden der Reichtum verbraucht;
Textabschnitt 3 Tripuratapini Upanishad
Wie ein Boot über dem Fluss, so möge Er Uns über alle Schwierigkeiten, alle Schwierigkeiten hinweghelfen.
Textabschnitt 4 Tripuratapini Upanishad
Lasst uns den dreiäugigen Gott mit Opfern anbeten. Duftvergrößerung des irdischen Wachstums.
Textabschnitt 5 Tripuratapini Upanishad
Wie Gurkenfrucht aus seinem Stiel freigesetzt. Lass mich vom Tode, zur Freiheit zur Unsterblichkeit finden. Der höchste Souverän, die Göttin der drei Städte, ist die Verkörperung der drei Veden und das höchste Wissen, das aus den 108 Buchstaben besteht. Es wird berichtet, dass die Welten, die Veden, die Wissenschaften, Legenden, Codes, medizinische Werke und astronomische Abhandlungen alle aus der Vereinigung von Shiva und Sakti (Güte und Macht) hervorgegangen sind. Jetzt werden wir das höchste Mysterium davon (das heißt das oben gegebene Mantra) erhellen. Die Silbe des großen Mantras ist das ewige Brahman, der höchste Herr, undefinierbar, untadelig, unkonditioniert und ungezwungen. Er denkt, nimmt wahr, entwickelt sich und wünscht den Status des Bewusstseins. Er will und was gewünscht wird, wird geboren, frei von Wünschen (in Wahrheit) und tadellos. Er schreibt (Buchstaben wie) a, ka, ca, ta, ta, pa, ya und sa.
Textabschnitt 6 Tripuratapini Upanishad
Daher wird der Herr Wunsch genannt. Also, technisch, (der Herr als) Wunsch durchdringt ka. Wunsch allein ist diese Tat. So wird Karma verstanden. Daher ist es der Sinn von Tat. Wer so weiß (wird der Herr).; Savitur varenyam. Die Wurzel Höchste bedeutet "ein lebendiges Ding gebären".
Textabschnitt 7 Tripuratapini Upanishad
Diese Urkraft ist Tripura. Der höchste Souverän, Tripura. Gottheit groß mit Ohrringen geschmückt in der Sphäre des Feuers bleibend. Wer auch immer (dieses Wissen) beherrscht, durchdringt alles. Die Macht des Dreiecks (die Schlangenkraft) erschafft mit (der Hilfe des) erhabenen Buchstaben e.
Textabschnitt 8 Tripuratapini Upanishad
So wird nur der Buchstabe e genommen. Varenyam bedeutet das Beste, das Anbetungswürdige, das Unvergängliche, das der Ehrerbietung würdig ist. Bhargo devasya dhimahi - dies werden wir erklären: Dha bedeutet Lagern.
Textabschnitt 9 Tripuratapini Upanishad
Durch den Gedanken wird der höchste Herr geboren. Bharga ist der Leuchtende, der in der Mitte wohnt; der unvergängliche vierte (Buchstabe), der unmittelbare vierte, das All, das Innerste von allem. Der vierte Buchstabe i ist in der Mitte der Worte. So wird der Buchstabe i als das Äquivalent von bhargo devasya dhi verstanden.
Textabschnitt 10 Tripuratapini Upanishad
Die Ausstellung von mahi. Der Buchstabe, in dem Größe, Trägheit und Härte vorhanden sind, ist mahi. Der Buchstabe la ist der höchste Wohnsitz. Der Buchstabe la bezeichnet die Kugel, die überwiegend hart ist und die Meere, die Berge, die sieben Inseln und die Wälder umfasst und eine glänzende Form hat. Mit mahi wird die Göttin Erde bezeichnet. Dhiyo yo nah prachodayat.
Textabschnitt 11 Tripuratapini Upanishad
Möge das höchste Selbst, das urzeitliche, transzendentale Sadasiva, (unsere) Gedanken inspirieren, (unser) leuchtendes Selbst, mit dem standhaften Buchstaben la in Richtung des transzendentalen, undifferenzierten Realen, das jenseits der Sphäre des Verlangens nach Kontemplation ist. Pare rajase savadom. Schließlich wird das (was anders ist als das Selbst) das höchste Licht, reines Bewusstsein, die Göttlichkeit, die im Herzen wohnt, deren Zeichen Bewusstsein ist und die (das gleiche wie) hrim ist, deren Wohnsitz das Herz ist. Nun wird die nächste Gruppe, die Kamakala geworden ist, Kamakuta genannt, sagen die Weisen. In der Äußerung der zweiunddreißig heiligen Silben, tat savitur varenyam, etc., ist tat das höchste Selbst, Sadasiva, das unvergängliche, das reine, das unkonditionierte. Die Silbe ha, die die Identität (mit Shiva) hervorbringt, hat die Form von Shiva; es wird als unausgesprochen angesehen, (obwohl) eine Silbe. So bleibt es äußerlich (ha) zeigt die Macht an. Entlang der Linie, die früher von tat savituh angedeutet wurde, muss der Mond (dessen Samensilbe sa ist) neben die Sonne gestellt werden (deren Samensilbe ha ist). (Das Licht der Sonne) füllt den Bereich zwischen dem Grundkreis und der heiligen Öffnung der Krone. Die Silbe sa soll einzigartig sein. (Er, der als Tat und Erlöser betrachtet wird) ist das göttliche Wesen, dessen Wesen Shiva und Sakti ist. Shiva ist der Höchste Gott So (Brahman-Kenner) sagen;. Sakti ist alles, was geboren wird.
Textabschnitt 12 Tripuratapini Upanishad
Sonne und Mond vereint sind Hamsa-Brahman attributlos.
1. Vers, 1. Teil der Tripuratapini Upanishad
Dieser Shiva ist der höchste Gott; diese Shakti bringt das Leben hervor. Aus der Vereinigung von Sonne und Mond entsteht Hamsa; dies wird „jenes höchste Ziel“ genannt.
2. Vers, 1. Teil der Tripuratapini Upanishad
Aus ihm entfaltet sich das Begehren; aus dem Begehren geht der höchste Shiva hervor. Dieser ist die Ursache, dieser ist Kamadeva; er wird die erwählenswerte Strahlkraft genannt.
Textabschnitt 13 Tripuratapini Upanishad
Diese unvergängliche (Milch) wird durch die Vereinigung des höchsten Selbst und des individuellen Selbst gewonnen. Das ist die klare dritte Silbe ha. Es ist in der Tat Sadasiva, die makellose, die leuchtende Göttlichkeit. Die letzte Silbe wird somit als der höchste Wohnsitz erklärt. Dhi bedeutet Bewahren; das Bewahren von inerter Materie ist mit mahi verbunden, gekennzeichnet durch die Silbe, la. Das Gefühl von la kommend nach ha, was Shiva bedeutet, ist eindeutig (Brahman). Paro rajase savadom: Diese Gruppe ist die Wohnstätte von Kamakala (das heißt die Vagbhava-Gruppe). Wer die sechs Pfade beschreitet (wie den Pfad der Buchstaben), erreicht den Sitz von Vishnu.
Textabschnitt 14 Tripuratapini Upanishad
Danach die andere, die dritte Gruppe, Saktikuta, erreicht (Übereinstimmung) mit dem Gayatri von zweiunddreißig Silben. Tat Savitur varenyam. Vom Selbst kommt der Himmel; vom Himmel rührt sich die Luft. Was in Abhängigkeit von Ihm entsteht, ist liebenswert. Savitur passend ist das Zusammenkommen des individuellen Selbst und des Höchsten Selbst. Die Silbe, die das individuelle Selbst bezeichnet, (sa), erreicht eindeutig die Form der leuchtenden Kraft. Bhargo devasya dhi. Mit diesen Worten wird die Silbe (ka) gezählt, die Shiva bezeichnet, der (alles) enthält. Mit mahi, etc. (la ist in Übereinstimmung). Mit dem wünschenswerten, lieblichen, sichtbaren Rest (das heißt dhiyo yo nah, etc.), dem wünschenswerten, lieblichen (hrillekha ist in Übereinstimmung). Wer so das fünfzehnsilbige Mantra von Tripura wiederholt, erreicht alle Wünsche; er erreicht alle Freuden; er erobert alle Welten; er lässt alle Worte blühen; er erreicht den Status von Rudra; er durchbricht den Wohnsitz von Vishnu (den Schleier der Maya), er erreicht das höchste Brahman. Die urzeitliche Vidya (Beschwörung), die Sakti-Gruppe (sa ka la hrim) und Shakti und Shiva (bezeichnet durch sa ka) (muss im ersten Wohnort, dem wachen Zustand betrachtet werden) Die Lopamudra-Beschwörung (ha sa ka la hrim) (muss betrachtet werden) im zweiten Wohnort (dem Traumzustand). Im dritten Wohnort (oder dem kollektiven Schlafzustand) muss die vorherige Beschwörung, die Macht, hrillekha, ohne den nasalen Klang (sa ka la hri), die Beschwörung, auf der Durvasas, der zornige Weise, meditiert, betrachtet werden.
Textabschnitt 15 Tripuratapini Upanishad
Die Vagbhava-Gruppe der vorherigen Beschwörung wird beschrieben als in Bezug auf Manu, Chandra und Kubera. Nach Madana (oder Klim) kommt der verheißungsvolle Vagbhava;
Textabschnitt 16 Tripuratapini Upanishad
als nächstes kommt der Kamakala (ka, etc.); als nächstes ist die Sakti-Gruppe, sa, etc. Diese Gruppierung, in dieser Reihenfolge, wurde von Manu verehrt und muss im vierten Wohnort (dem Visva-Zustand) betrachtet werden. (Erst) das, was Shiva und Sakti (nämlich ha, etc.) genannt wird; dann Vagbhava; wieder die Shiva und Sakti Gruppe;
Textabschnitt 17 Tripuratapini Upanishad
und die dritte (sa, etc.) - diese Beschwörung, die von Chandra verehrt wird, soll im fünften Wohnort (dem Taijasa Zustand) betrachtet werden. Die Beschwörung von Shiva usw., die zu der von Chandra hinzugefügt wurde, ist die Beschwörung von Kubera; sie muss in der sechsten Wohnstatt (dem Prajna-Zustand) betrachtet werden. Wenn man den vierten Vokal i auslässt und die Sonne und den Mond (repräsentiert durch ha und sa) in den Anfang von allen (Gruppen) stellt, ergibt sich die Vidya (Beschwörung), die die Macht über Wünsche fördert;
Textabschnitt 18 Tripuratapini Upanishad
es ist nach Agastya benannt und muss in der siebten Wohnung (dem Viraj-Zustand) meditiert werden. In der Beschwörung (von Agastya) oben gegeben, in zweifacher Weise, ha ha, die Beschwörungen beginnend mit Kama und Madana, dann sa, der Samen-Silbe von Sakti, und ka, der Anfang von Vagbhava. Von sa und ka, lassen Sie die Vokale in halb-Silben verkürzt werden. Die Vagbhava-Gruppe; die Beschwörung von Agastya, bestehend aus Worten und Bedeutungen Kamakala gestylt;
Textabschnitt 19 Tripuratapini Upanishad
(dann) die ganze Macht von Maya (die Sakti-Gruppe) - (diese, integriert, wurden von der Sonne angebetet und so) wird dies die Beschwörung von Prabhakara genannt. (Es muss meditiert werden) im Geist Aufenthalt (der Zustand des kausalen Aufenthaltsortes).
Textabschnitt 20 Tripuratapini Upanishad
Wieder die Beschwörung von Agastya; (dann) Vagbhava; der Samen-Buchstabe von Sakti (hrim); der Samen-Buchstabe von Kama (klim); die Samen-Buchstaben von Shiva und Sakti (hamsa); (wieder) der Samen-Buchstabe von Kama (klim); der Samen-Buchstabe der Erde (lam); der Samen-Buchstabe von Maya (hrim); der Wohnsitz von Kamakala (die sechs Silben beginnen mit ha); die Samen-Buchstaben des Mondes und der Sonne (so'ham); der Samen-Buchstabe von Kama (klim); Die dritte (das heißt hamsa, so'ham und hamsa) - (integriert), diese Beschwörung, die von Shanmukha verehrt wird, muss im zehnten Wohnort meditiert werden. Wenn man die Beschwörung von Agastya nach der Beschwörung von Shanmukha wiederholt, erhält man die Beschwörung des höchsten Shiva, der über die letzte Region herrscht. Wiederholt man die Beschwörung von Agastya mit Vagbhava, die Beschwörung von Kubera, die Beschwörung von Kamakala und die souveräne Gruppe von Sakti, die von der Beschwörung von Lopamudra abgeleitet ist, so erhält man die Beschwörung von Vishnu. Der Herr (Sadasiva) sagte zu allen Göttern: Nachdem er die Beschwörung (von Mir) gehört und es sich selbst klar gemacht hatte ('Ich bin Brahman'), wisse (es gibt nichts anderes als Brahman) und reduziere (was auch immer daneben erscheint) zu Brahman. Derjenige, der alle Sitze einnimmt, die mit heiligen Zaubersprüchen geweiht sind;
Textabschnitt 21 Tripuratapini Upanishad
der von allen Seiten von Gottheiten umgeben ist, die auf den Haupt- und Untersitzen sitzen; der alle Teile durchdringt (vom Prana, Lebensatem bis zum Naman, Namen); die Gottheit, die voller Freude ist; der in Vereinigung mit dem höchsten Geist ist; der im Herzen ist; dessen Gabe Unsterblichkeit ist; der vollständig ist und der Sinne besitzt; der für immer auferstanden ist; der aus drei Gruppen besteht; er hat drei Wohnstätten und ist der Höchste und Ausgezeichnetste. Maya; wer ist die höchste Macht von Vishnu. Enthrone in der Perikarp des Herzens Lotus die höchste, heilige Lakshmi, die Maya immer auferstanden;
Textabschnitt 22 Tripuratapini Upanishad
wer kontrolliert die Sinne Ihrer Devotees; wer überwältigt den Gott der Liebe; wer ist bewaffnet mit Bogen und Pfeil; wer inspiriert Beredsamkeit; wer bleibt in der Mitte der Mondkugel, ist geschmückt mit dem Halbmond, und nimmt die Gestalt der siebzehn Prajapatis. Sie ist die große, ewig gegenwärtig. Ihre Hände, die eine Schlinge und einen Stiel halten, sind charmant. Sie, die Dreiäugige, scheint wie die aufgehende Sonne. Im Herzen meditiere über die Göttin Maha Lakshmi, begreife alle Herrlichkeiten und besessen von allen glückverheißenden Zeichen.
Schlussabschnitt der ersten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad
Man meditiere durch den großen Yoga der Meditation über die höchste Bhairavi, die Bewusstseinskraft und große Göttin Tripura. Wer sie auf diese Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die erste Teil-Upanishad.
Textabschnitt 23 Tripuratapini Upanishad
Die Seher sagten: „Erkläre die Form der ausgedehnten Samenbriefe, die am Anfang, in der Mitte und am Ende des Verses der Verherrlichung verborgen sind: „Lasst uns zum allwissenden Feuer.
Textabschnitt 24 Tripuratapini Upanishad
Der Herr sagte zu ihnen: „Lasst uns zum allwissenden Feuer die Somapresse wegwerfen, usw. Wiederholt die letzte Gruppe der Adividya (das heißt sa ka la hrim) rückwärts.
Textabschnitt 25 Tripuratapini Upanishad
Verlängert die erste Silbe der ersten Gruppe (als ka) und die der zweiten Gruppe (als ha). (Gemeinsam bekommen wir ka ha). Es ist kompetent (alles auszulöschen, was man sich als etwas anderes als Brahman vorgestellt hat); es ist das Vortrefflichste und Seligste; es ist die große Herrlichkeit. Die erste Gruppe (genannt Vagbhava), die gleiche wie alles Wohlergehen, bewirkt die Sublation (der Welt der Objekte);
Textabschnitt 26 Tripuratapini Upanishad
die zweite Gruppe (benannt nach Kama) unterstützt (die Welt der Objekte); die dritte (benannt nach Sakti) bringt sie ins Sein. dann (dort) die Weisheit, die die Beschwörung von Maha Vidyeshvari genannt wird.
Textabschnitt 27 Tripuratapini Upanishad
(Verlasst sich auf) die Beschwörung von Tripureshvari, nachdem das Wort jatavedase ['für allwissendes Feuer'] ausgesprochen und den Punkt, der das göttliche Prinzip von Shiva mit den Vokalen a, etc. des Pranava bezeichnet, assoziiert wurde, erhält man die Schlangenkraft, die eins mit der Unsterblichkeit geworden ist und die dreieckige Form angenommen hat (an der Basis der Wirbelsäule). So ist die erste Gruppe des Hauptprinzips von Adividya (beginnend mit ka) Vagbhava;
Textabschnitt 28 Tripuratapini Upanishad
die zweite (beginnend mit ha) ist das Kamakala. Mit der Äußerung der Silben jata wird das höchste Selbst klar ausgedrückt. Durch die Silben jata usw. wird das höchste (undifferenzierte) Selbst, Shiva, bezeichnet.
Textabschnitt 29 Tripuratapini Upanishad
Von Geburt an, den Wünschen gegeben, begehrt man (Herrschaft). (Wenn Wünsche aufgegeben werden) Vollkommenheit (der eigenen Natur resultiert). (So erklären die Kenner Brahmans). Genau dieses Ding (der vollkommene Geist Shivas) erklären wir als richtig, wie es in den drei la-s, den Samen-Buchstaben der Erde, installiert ist, indem wir die Buchstaben der Mantras im Lichte der Bedeutung der drei la-s (die das Existenz-Wissen-Wohlsein als absolut bezeichnen), jeder in der Mitte (der drei Gruppen). Das Prinzip von Shiva soll in diesem Gotra installiert worden sein. So wurde es aufgeklärt. Dann folgt der Kamakala (die zweite Gruppe beginnt mit ha). Der Rest kann wie zuvor in Bezug auf vamam (kompetent) aufgeklärt werden. Die so erklärte Beschwörung wird als Sarvarakshakari bezeichnet, der All-schützende. Nachdem wir diese Beschwörung von Tripureshi durch den Vers jatavedase usw. geklärt haben, bleibt nur die eine höchste Göttlichkeit, das Licht. Oder (dies resultiert aus) die Beschwörung (bestehend aus den drei Gruppen). Jede der drei Gruppen wird mit der Beschwörung in Beziehung gesetzt, die die All-schützende eins gestaltete. Wisse, dass die Silbe sa in dem Vers jatavedase, etc., Sakti als Quintessenz hat und dass das Wort soma die Fähigkeiten darstellt, deren Quintessenz Shiva ist. So erhellen diese Beschwörung, die in Tripura bleibt und die in den kreisförmigen Sitz gesetzt wird. Wiederholen Sie den Vers jatavedase, etc., und auch die Beschwörung von Tripureshvari, die immer aufsteigend ist und deren Quintessenz ist Shiva und Sakti, wie bereits dargelegt. Jatavedas symbolisiert Shiva, und sa hat die unvergängliche Sakti als seine Essenz. Erklären Sie Tripura, den immer aufsteigenden Maha Lakshmi, der auf dem Sitz der Mantras ruht (symbolisiert durch ha und sa), die Sonne und den Mond bezeichnet, die drei Gruppen durchdringt und zwischen Shiva und der urzeitlichen Kraft existiert. Wiederholen Sie den Vers jatavedase sunavama somam usw. und erinnern Sie sich an die vorherige Beschwörung, die mit dem Sitz des wirklichen Selbst verbunden ist. Mit den Worten veda, etc., (in dem Vers), im Wesentlichen die gleiche wie die Sonne mit ha bezeichnet, wird die universelle Kraft des Geistes (cicchakti) immer-ascendant angezeigt.
Textabschnitt 30 Tripuratapini Upanishad
Legen Sie darüber den Punkt (den Shiva-Prinzip bezeichnen). Sich auf die bezaubernde Tripura verlassend, betrachten (Fler) in den Silben ka la. Erklären Sie die verkörperte Beschwörung von Tripura, dem Souverän über alle Beschwörungen. Wiederholen Sie Jatavedase usw. und verlassen Sie sich auf Tripura, den Lakshmi, verbraucht man Feuer. Erklären Sie die Beschwörung von Tripura, der Mutter, dem souveränen dreifachen Licht, in dem Wissen, dass sie mit einem Feuermund konsumiert. So mit den Worten sa mah parsad ati durgani visva. Sie erleuchtet das Höchste.
Textabschnitt 31 Tripuratapini Upanishad
Sie, die das innere Selbst ist. Ihre Beschwörung hier, die zu einer Wirkung geworden ist, wird im Akt des Hagelns verwendet. Sie wird in jeder Hinsicht als kompetent angesehen.
Textabschnitt 32 Tripuratapini Upanishad
So werden diese acht Beschwörungen, die Glieder des göttlichen Mahamaya, aufgeklärt. Die Götter sagten wahrlich zum seligen Herrn: „Erzähle uns von dem vordersten der Räder, das alle Wünsche fördert, von allen verehrt wird, alle Formen annimmt, allen Vierteln gegenübersteht und das Tor zur Befreiung ist, durch das die Yogis (den Knoten der Unterschiede) in die undifferenzierte Glückseligkeit des höchsten Brahman geschnitten haben. Zu ihnen sagte der selige Herr: „Wir werden das Konzept des Sri Chakra erklären. Machen Sie ein Dreieck mit drei Eckpunkten. Nehmen Sie als Maß eine Linie, verlängern Sie es und machen Sie ein Dreieck weiter davor.
Textabschnitt 33 Tripuratapini Upanishad
Parallel zur Basis des ersten Dreiecks, aber über alles, machen Sie ein anderes Dreieck. Das erste Dreieck ist das Rad, das zweite ist der Zwischenbereich, und das dritte hat, markierend, die acht Dreiecke.; dann, die Linie über die Zwischenviertel hinaus bewegend, an den Enden des acht Speichenrades die Linie verschiebend, um die Sadhyas zu erbitten usw.
Textabschnitt 34 Tripuratapini Upanishad
Der obere Teil wird mit Dreiecken markiert. Zeichne vier Linien, die von den geschlossenen Bereichen nach oben gehen. Auf die gleiche Weise nimmt wieder das Rad mit zehn Speichen Gestalt an.
Textabschnitt 35 Tripuratapini Upanishad
Das Rad mit vierzehn Speichen nimmt Form an, indem es die Messlinie verbindet, die zu den Teilen der zehn Speichen gebracht wird, nachdem es die vier Eckpunkte der zentralen Dreiecke mit den Dreiecken an den Enden der vier Linien verbunden hat. Dann nehmen Sie Form jeweils die Räder in den acht Lotus gehüllt, die sechzehn Lotus, und das Erdrad mit vier Tore. So wurde das Rad durch den Bauprozess aufgeklärt. Ich zähle in umgekehrter Reihenfolge (die Elemente von) das Rad auf, das aus den neun Selbsten besteht. Das erste Rad verzaubert die drei Welten; hat die acht Kräfte, wie die Macht, die atomare Größe anzunehmen usw.; hat die acht Mütter; hat das Jahrzehnt, das mit der All-Agitationskraft beginnt; usw.; ist manifest, wird von Tripura besetzt und wird durch das mystische Zeichen der All-Agitationskraft gekennzeichnet. Das zweite Rad erfüllt alle Erwartungen, ist mit den sechzehn attraktiven Kräften verbunden, beginnend mit sakama. Es ist gut geschützt, von der souveränen Tripura besetzt und zeichnet sich durch das mystische Zeichen der Allstreuer Kraft aus. Das dritte Rad bewegt alle und ist geschmückt mit den acht Blumen von Amor. Es ist besser gesichert, besetzt von der schönen Tripura, und zeichnet sich durch die mystische Markierung der All-faszinierenden Kraft.
Textabschnitt 36 Tripuratapini Upanishad
Das vierte Rad gewährt allen Vortrefflichkeit; hat vierzehn Kräfte wie die All-erschütternde Kraft; ist mit einer Tradition verbunden; wird vom Bewohner in den drei Städten besetzt und durch das mystische Zeichen der All-unterwerfenden Kraft gekennzeichnet. Das fünfte Rad, über das vierte hinaus, erreicht alle Ziele; hat die zehn Kräfte wie die Kraft, alle Vollkommenheiten hervorzubringen; hat die Fülle des Kaula; wird von Maha Lakshmi besetzt, der Tripura ist, und wird durch das mystische Zeichen der sehr aufregenden Kraft gekennzeichnet.; Das sechste Rad schützt alle; hat zehn Merkmale wie Allwissenheit; ist frei von Zwischenräumen; wird von der Girlande Tripura besetzt; und hat das Zeichen des großen Stiels. Das siebte Rad heilt alle Krankheiten; hat acht Kräfte wie die Kraft zu unterwerfen; hat seine Mysterien; und trägt das mystische Malzeichen der Khechari. Das achte Rad gewährt alle Vollkommenheiten; ist gekennzeichnet durch vier Waffen, und die Mysterien, höher und niedriger. Es wird von der Mutter, Tripura, besetzt und hat das mystische Zeichen des Samens. Das neunte Master-Rad ist vollgestopft mit aller Freude und wird mit der Triade wie Kameshvari verbunden. es ist überaus geheimnisvoll, besetzt von der großen Tripura, die schöne, und hat die mystische Markierung des Dreiecks. Alle Meter sind tatsächlich als Speichen in das Rad übergegangen.
Textabschnitt 37 Tripuratapini Upanishad
In seinem Zentrum, in der Sphäre des Feuers, sind die Sonne und der Mond. Anbeten Sie den Sitz der Silbe Om dort. Da ist das Unvergängliche in der Form des Punktes. Erinnern Sie sich an die höchste Incantation, himmelähnlich und in ihr immanent. Bringen Sie dorthin die große Tripura, die Schöne. Bitten Sie sie mit dem einzigen Vers: Göttin! In Milch gebadet, mit Sandalenpaste Besmeared!
Textabschnitt 38 Tripuratapini Upanishad
Göttin! Mit Bilva-Blättern verehrt! Durga, ich suche Zuflucht in Dir. Betet sie an mit dem Mantra von Maya Lakshmi. Mit diesen Mantras verehre die selige Göttin. Dann wird sie erfreut und manifestiert sich. Wer mit diesen Mantras anbetet, sieht Brahman. Er sieht alle Dinge und erreicht Unsterblichkeit - Wer auch immer dies weiß. Die Götter sagten zum seligen Herrn: Wir würden die mystischen Zeichen formen. Der selige Herr sagte zu ihnen: Sitzend in der Lotushaltung mit der Region der Knie, die die Erde berührt, mach die mystischen Zeichen.
Textabschnitt 39 Tripuratapini Upanishad
Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.
Schlussabschnitt der zweiten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad
So endet die zweite Teil-Upanishad.
Textabschnitt 40 Tripuratapini Upanishad
Wenn er die Mittelfinger über die Ringfinger hält, bringt er die kleinen Finger und die Daumen zusammen, wobei die Zeigefinger frei bleiben wie Stäbe, die nach unten zeigen.
Textabschnitt 41 Tripuratapini Upanishad
Das gleiche mit den Mittelfingern verbunden ist der zweite (der Samen). Der dritte hat die Form des Stiels.
Textabschnitt 42 Tripuratapini Upanishad
Die Handflächen in umgekehrter Reihenfolge reiben, die Daumen und Zeigefinger zusammenbringend, wird der vierte gebildet (der große Stier). Der fünfte (der große Deluder) wird gemacht, wenn die Daumen mit den Nägeln der Mittelfinger verbunden sind, nachdem er mit dem Zeigefinger am kleinen Finger und den Ringfingern, die mit den Mittelfingern gerade gehalten werden, gerieben wurde.
Textabschnitt 43 Tripuratapini Upanishad
Derselbe, der an der Spitze wie eine Ziege geformt ist, ist der sechste (der All-Unterwerfende).
Textabschnitt 44 Tripuratapini Upanishad
Man halte die linke Hand in der rechten Ruhehaltung, die Ringfinger in der Mitte der kleinen Finger, und die Mittelfinger mit den Zeigefingern über sie gekreuzt, die Daumen gerade, man bekommt die siebte, die Khechari (die Allanziehung).
Textabschnitt 45 Tripuratapini Upanishad
In der alles aufrechten, alles zurückziehenden Haltung, wobei jeder kleine Finger in dem Raum zwischen seinem Mittelfinger und dem Ringfinger und an den Seiten die Zeigefinger in der Form des Stiels und die Daumen und Handflächen in Kontakt stehen, wird der achte gebildet (das All -Zerstreuung). Die Ringfinger ruhen auf der Rückseite der Mittelfinger; die Daumen halten die Mittelfinger, auf denen die Zeigefinger in der Mitte ruhen - so ist der neunte gebildet (das All -agitating). Halten Sie die kleinen Finger gleichermaßen in und die Daumen, ebenso in, kommt die mystische Markierung zu drei Abschnitten.
Textabschnitt 46 Tripuratapini Upanishad
Krom ist der Same des Ziegen; (ha, sa sind die von Shiva und Sakti; kha, des Tötens; prem, des Zaubers); ha, sa, kha, prem, des Khechari;
Textabschnitt 47 Tripuratapini Upanishad
ha (der Sonne); straum (des Verlangens); (ka) der erste Same von Vagbhava ist der neunte. (Ha, der erste Same von Kamakuta) ist der zehnte. Nun, deshalb werden wir das Rad erklären, das zum Kamakala geworden ist. Hrim, klim, aim, blum, straum - diese fünf Wünsche durchdringen das ganze Rad. Wickeln Sie das mittlere Verlangen, aim, in der Vergangenheit (Wunsch), straum, (das heißt ziel, straum, ziel). Er zieht alle Welten an, er immobilisiert alles.
Textabschnitt 48 Tripuratapini Upanishad
Das in Indigo gefärbte Rad tötet Feinde, hält alle Bewegungen fest. Es mit Lac zu verwischen, man kontrolliert alle Welten. Wenn man die Formel neun Lakhs mal ausdrückt, erreicht man den Status von Rudra. Wenn man (das Rad) in das eingeschriebene Diagramm einwickelt, wird man siegreich. Durch das Anbieten von Oblation im Feuer, das in einem dreieckigen Kamin gebaut wurde, gewinnt man Frauen. In einem Kamin, der wie ein Stab oder ein Kreis geformt ist, erwirbt man unvergleichlichen Reichtum.
Textabschnitt 49 Tripuratapini Upanishad
In einem quadratischen Kamin bekommt man Regen. Wenn man in einem dreieckigen Kamin Oblationen anbietet, werden Feinde getötet, Bewegungen werden immobilisiert, Blumen anbietend, wird man siegreich. Substanzen anbietend, die großen Geschmack haben, wird man mit höchster Freude überladen. Der große Geschmack sind die sechs Geschmacksrichtungen. Wir rufen Sie an.
Textabschnitt 50 Tripuratapini Upanishad
Von Dichtern, Dichter, am bekanntesten;. Doyen von Königen, unter Brahmanens Herr von Brahmanen, achtet auf uns. Kommen Sie mit Schutz zu unseren Häusern. Berühren Sie diesen Hymnus, berühren Sie den Körper mit dem Punkt oben. Verbeugen Sie sich zu Ganesha und sagen Sie Gam zu Ganesha. Om, Verbeugen Sie sich zu dem gesegneten Herrn, mit aschebefleckten Gliedern, von gewaltiger Leistungsfähigkeit. Töten! Töten!! verbrennen!! verbrennen!! verbrauchen! verbrauchen!! unterwerfen! unterwerfen! löschen! löschen! brechen Sie den Pflug auf! Am Fuße des Dreizacks sichern Sie die Erfüllung des Symbols. Trocknen Sie aus!
Textabschnitt 51 Tripuratapini Upanishad
Trocknen Sie aus! Das östliche Meer! Immobilisieren! Immobilisiere! Ihr, die ihr die Räte, die Maschinen, die Strategie, die Boten, die Armeen des Feindes stört, zerreißt! zerreißt!! zerschnitten! zerschnitten!! hrim, phat, Svaha. Mit dieser Anbetung der Herr des Feldes. Oh Magd der edlen Abstammung! Wir wissen, wir betrachten eine zehn Millionen von Mantras; so viele Kula Kraft inspirieren uns immer.
Textabschnitt 52 Tripuratapini Upanishad
Wenn man die Jungfrau anbetet, was auch immer der Aspirant meditiert, erlangt er Unsterblichkeit.
Textabschnitt 53 Tripuratapini Upanishad
Er erlangt Ruhm und die volle Ausdehnung des Lebens.
Textabschnitt 54 Tripuratapini Upanishad
Oder wenn er den Höchsten Brahman kennt, bleibt er. Die Götter sprachen wahrlich zu dem seligen Herrn: „Herr! Das Herz des vortrefflichsten Gayatri über Tripura ist uns dargelegt worden.
Textabschnitt 55 Tripuratapini Upanishad
In der Hymne von Jatavedas sind die acht (Vidyas) von Tripura geläutert. So verehre sie, aus den Fesseln des Lebens wird der Yogi befreit. Erzählen Sie uns nun von Mrityumjaya (Sieg über den Tod). Wenn Sie die Worte aller Götter so hören, wird der Sieg über den Tod durch den Hymnus auf Tryambaka im Anustubh-Meter offenbart.
Textabschnitt 56 Tripuratapini Upanishad
Woher stammt das Wort Tryambaka? Als Meister der drei Städte ist er Tryambaka. Warum sagen wir 'Lasst uns opfern'? 'Opfer' bedeutet 'Gottesdienst', 'Gepriesen' das Wirkliche, durch die zwei Silben mahe. Durch den unveränderlichen einzigen Buchstaben kam (nach Tryamba) der Sieg über den Tod zum Ausdruck.
Textabschnitt 57 Tripuratapini Upanishad
Nun, warum sagen "duftend"? Er erlangt Ruhm auf allen Seiten. Warum sagt man "erhöht das Wachstum"?
Textabschnitt 58 Tripuratapini Upanishad
Er erschafft alle Welten, rettet alle Welten, durchdringt alle Welten. Warum sagen wir 'wie Gurkenfrucht. lass mich Freiheit finden'? Wie die Gurke am Stiel festhält, so ist (der Mensch) fest gebunden, und er wird vom Tod, der Knechtschaft der Wiedergeburtskreislauf, befreit;
Schlussabschnitt der dritten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad
Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.
Textabschnitt 59 Tripuratapini Upanishad
man wird Rudra. 0 Die Götter sagten wahrlich zu dem seligen Herrn: „Alles ist uns dargelegt worden. „Nun sagen Sie uns alle jene Mantras, die sich auf Shiva, Vishnu, Surya, Ganesha beziehen, indem sie loben, mit denen Bhagavati sich offenbaren wird.
Textabschnitt 60 Tripuratapini Upanishad
Der selige Herr sagte:
Textabschnitt 61 Tripuratapini Upanishad
Mit "Tryambaka-Mantra im Anushtubh-Metrum verehrt man den Eroberer des Todes;. Es ist festgelegt, dass der einzelne Buchstabe durchdrungen ist, wie oben gezeigt. Derjenige, der mit dem Mantra des Yajus anbetet: "Om, Verehrung sei Shiva" erreicht den Status von Rudra und erlangt Seligkeit.
Textabschnitt 62 Tripuratapini Upanishad
Dieser höchste Wohnsitz von Vishnu, Wie ein Auge über den Himmel. Die Weisen sehen immer.
Textabschnitt 63 Tripuratapini Upanishad
Vishnu steht allen Vierteln gegenüber. Wie Öl einen Sesamballen umgibt und füllt. Er durchdringt (alle Dinge).
Textabschnitt 64 Tripuratapini Upanishad
Sein höchster Wohnsitz ist der hohe Himmel. Die Weisen, nämlich Götter wie Brahma, sehen ihn, das heißt halten ihn für immer im Herzen. Daher ist Vishnus eigene Form von Seinem Bleiben, Existieren, in allen Wesen abgeleitet. Er ist Vasudeva (der Gott, der in allen wohnt).
Textabschnitt 65 Tripuratapini Upanishad
Textabschnitt 66 Tripuratapini Upanishad
Om Namah besteht aus drei Silben. Bhagavate hat vier Silben.
Textabschnitt 67 Tripuratapini Upanishad
Vasudevaya hat fünf Silben. Dies ist das zwölfsilbige Mantra von Vasudeva. Er (der das weiß) überwindet alle Schwierigkeiten, lebt ein erfülltes Leben, erlangt die Herrschaft über Wesen und genießt Besitz von Reichtum und Vieh.
Textabschnitt 68 Tripuratapini Upanishad
Die Buchstaben a, u und die Meditation, die das Pranava bilden, bezeichnen die innere Glückseligkeit, das alles durchdringende Brahman. Hamsa weilt im reinen Himmelsraum. Bewohner in der Atmosphäre, Opfer in der Nähe des Altars. Der Gast geht ins Haus.
Textabschnitt 69 Tripuratapini Upanishad
Wohnen in Menschen, in edlen Dingen. Im rechten und im Himmel; im Wasser geboren.
Textabschnitt 70 Tripuratapini Upanishad
Im Licht geboren, in der Wahrheit und in den Bergen geboren; Die Rechtschaffenheit, der Große (Er ist der Herr). Alle Früchte gewinnt er, der das vorherige Mantra der Sonne zusammen mit den Mächten wiederholt, nämlich die Morgendämmerung, die Dämmerung, der Intellekt, die das wahre, geordnete, verkörperte Licht sind.
Textabschnitt 71 Tripuratapini Upanishad
Durch jedes der anderen leuchtenden Worte im Mantra der Surya wird es aufrecht erhalten. Worte wie "im Wasser geboren" usw. bezeichnen die Mächte. Er wohnt in der hohen Wohnung, den Himmeln, die der Sonne gehören. Durch die Verehrung des Herrn der Heerscharen mit dem zuvor gegebenen Mantra (4), "Wir rufen dich an, Führer der Heerscharen", usw., im Traistubha-Meter, zusammen mit dem monosilben, erreicht man den Status von Ganesha.
Schlussabschnitt der vierten Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad
So endet die vierte Teil-Upanishad.
Textabschnitt 72 Tripuratapini Upanishad
Möge die Macht uns inspirieren. So, in der Morgendämmerung, Gayatri; um Mittag, Savitri; und in der Dämmerung, Sarasvati. Der Ajapa, 'hamsa', der Unausgesprochene (wird gesungen) ohne Unterbrechung. Die Matrika, bestehend aus fünfzig Buchstaben, von a bis ksa, durchdringt alle Worte, alle Shastras, alle Veden.
Textabschnitt 73 Tripuratapini Upanishad
Die Göttin durchdringt alle Dinge. Obeisance, Ehrerbietung zu Ihr! Der selige Herr sprach zu ihnen: Wer die Göttin mit diesen Mantras ewig rühmt, der sieht alle Dinge. Die Götter, wahrlich, sagten zum seligen Herrn: „Es ist uns klar der Abschnitt über die Aktivitäten und was mit Tripura zusammenhängt mit allen verwandten Themen erklärt worden. Der selige Herr sprach zu ihnen: Ist durch die vierte und letzte Maya (avidya, jnana, vijnana und samyagjnana) das höchste Brahman angedeutet worden, die höchste Person, das höchste Selbst, dessen Essenz Bewusstsein ist.
Textabschnitt 74 Tripuratapini Upanishad
Der Hörer, der Denker, der Seher, der Lehrer, der Berührunger, der Verkünder, der Erkenner, der höchste Wissende, die innere Person in allen Personen - dieses Selbst muss erkannt werden. Da gibt es weder gesehene noch unsichtbare Welten; keine Götter oder Dämonen;
Textabschnitt 75 Tripuratapini Upanishad
Tiere oder Nicht-Tier; Asketen oder Nicht-Asketen; Ausgestoßene oder Nicht-Ausgestoßene;
Textabschnitt 76 Tripuratapini Upanishad
Brahmanen oder Nicht-Brahmanen. Allein und allein, der höchste Brahman, all-ruhig, leuchtet hervor. Götter, Seher, Mähnen, siegen dort nicht. Der erwachte Wissende, der Allwissende ist Brahman.
Textabschnitt 77 Tripuratapini Upanishad
In diesem Zusammenhang gibt es die folgenden Verse:
1. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Denn als „gegenstandslos“ gilt jene Freiheit des Geistes, die als Befreiung bezeichnet wird.
2. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Der Geist wird als zweifach beschrieben: rein und unrein. Unrein ist er, wenn er von Wunschvorstellungen erfüllt ist; rein, wenn er von Wünschen frei ist.
3. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Der Geist allein ist für die Menschen die Ursache von Bindung und Befreiung. An Sinnesgegenstände geheftet führt er zur Bindung; gegenstandsfrei führt er zur Befreiung.
4. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Nachdem die Anhaftung an die Sinnesgegenstände beseitigt ist, soll man den Geist im Herzen festhalten. Wenn er in den Zustand des Nicht-Geistes eingeht, ist dies der höchste Stand.
5. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Der Geist soll so lange zurückgehalten werden, bis er im Herzen zur Auflösung gelangt. Dies ist Erkenntnis, und dies ist Meditation; alles Übrige ist nur Ausbreitung von Büchern.
6. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Es ist weder bloß zu denken noch als undenkbar festzulegen; es ist auch nicht ein gewöhnlicher Gedanke, und doch wird es erkennend bedacht. Wer von einseitigen Festlegungen frei ist, gelangt gewiss zu Brahman.
7. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Der Yogi soll den Laut im Laut auflösen und den höchsten Laut vergegenwärtigen. In der lautlosen Wirklichkeit gilt kein vorgestellter Zustand mehr als die Wirklichkeit selbst.
8. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Eben dies ist das teil-lose, vorstellungsfreie und makellose Brahman. Indem man erkennt „Dieses Brahman bin ich“, gelangt man schrittweise zu Brahman.
9. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Es ist frei von begrifflichen Unterschieden und unendlich, ohne Ursache und ohne Vergleich, unermesslich, anfang- und endlos. Der Weise, der es erkennt, wird befreit.
10. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Es gibt weder Auflösung noch Entstehung, weder einen Gebundenen noch einen Übenden, weder einen Befreiungssuchenden noch einen Befreiten: Das ist die höchste Wirklichkeit.
12. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
In Wachen, Traum und Tiefschlaf ist allein das eine Selbst zu erkennen. Für den, der die drei Bewusstseinszustände überschritten hat, gibt es keine Wiedergeburt.
12. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Wahrlich, das eine Selbst der Wesen ist in jedem einzelnen Wesen gegenwärtig. Es erscheint als eines und als viele, wie der Mond in den Wassern.
13. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Wie der von einem Gefäß umschlossene Raum nicht fortgetragen wird, wenn das Gefäß fortgetragen wird – nur das Gefäß bewegt sich –, so ist das individuelle Selbst dem Raum vergleichbar.
14. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Wie Gefäße nimmt es immer wieder verschiedene Gestalten an, die zerbrechen. Bei ihrem Zerbrechen wird das Selbst nicht mitzerstört; es bleibt der immerwährende Erkennende.
15. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Solange es von der Maya der Wörter umhüllt ist, bleibt die Vielheit bestehen. Ist diese Dunkelheit durchbrochen, schaut man allein die Einheit.
16. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Das niedere Brahman ist der Bereich des Wortlautes; wenn dieser zur Ruhe gekommen ist, bleibt das Unvergängliche. Wer dies erkennt, soll über das Unvergängliche meditieren, wenn er den Frieden des Selbst wünscht.
17. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Zwei Formen Brahmans sind zu betrachten: das Wort-Brahman und das höchste Brahman. Wer im Wort-Brahman vollkommen bewandert ist, gelangt zum höchsten Brahman.
18. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Nachdem der Einsichtige die Schriften studiert hat und ganz auf Erkenntnis und unmittelbare Verwirklichung ausgerichtet ist, soll er die Bücher schließlich vollständig zurücklassen wie der Getreidesuchende die Spreu.
19. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Obwohl Kühe vielerlei Farben haben, besitzt ihre Milch nur eine Farbe. Der Erkennende schaut auf das Wissen wie auf die Milch; die äußeren Kennzeichen gleichen den verschiedenen Kühen.
20. Vers, 5. Teil der Tripuratapini Upanishad
Nachdem er das Auge der Erkenntnis gesammelt hat, soll er sich an den großen höchsten Stand erinnern: teil-los, unbeweglich und friedvoll – „Ich bin Brahman.“
Textabschnitt 78 Tripuratapini Upanishad
sein Wissen wird, für den Seelenfrieden. Über die ewige Meditation. Zwei Brahmanen sind zu betrachten: Das Wort und das höchste Brahman; Im gut versierten Wort erlangt man den Höchsten Brahman.
Textabschnitt 79 Tripuratapini Upanishad
Wer dies auf solche Weise erkennt, erkennt diese große Upanishad. So endet die dritte Teil-Upanishad.
Schlussabschnitt der fünften Teil-Upanishad der Tripuratapini Upanishad
So endet die fünfte Teil-Upanishad.
Textabschnitt 80 Tripuratapini Upanishad
Wie Milch ist Wissen bekannt. Seine Quellen sind wie Kühe. Das Auge des Wissens fokussieren Erwecke den Gedanken: „Ich bin Brahman.
Textabschnitt 81 Tripuratapini Upanishad
Der große, höchste Wohnsitz ohne Teile oder Bewegung, der Ruhige.
Textabschnitt 82 Tripuratapini Upanishad
Wer also die eine höchste Form Brahmans kennt, die Vierte, die in allen Wesen bleibt, wohnt in der unvergänglichen höchsten Wohnstatt.
Textabschnitt 83 Tripuratapini Upanishad
Ich suche um des Lebens willen Zuflucht in dieser vierten Macht des Wissens, der Ursache der Manifestation Brahmans.
Textabschnitt 84 Tripuratapini Upanishad
In der Ordnung von Akasa usw.
Textabschnitt 85 Tripuratapini Upanishad
Akasa ist die höchste Quelle all dieser Elemente. Alle diese Wesen sind wahrlich aus Akasa geboren, und sie verschmelzen in Akasa.
Textabschnitt 86 Tripuratapini Upanishad
Diese Wirklichkeit ist bekannt als der Sitz von Akasa, der Luft, des Feuers, des Wassers, der Edelsteine. Wer also diese vierte (Weisheit oder Vidya) kennt, die sich auf die Herrlichkeit Kamarajas (des Selbst in Befreiung) mit seiner elffachen Form als unvergängliches Brahman bezieht, erreicht den vierten Zustand - Wer auch immer dies weiß.
Shanti-Mantra der Tripuratapini Upanishad
Om. Frieden, Frieden, Frieden. Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Schlussformel der Tripuratapini Upanishad
Hier endet die Tripura-Tapini Upanishad, die in der Atharva-Veda enthalten ist.
Die fünf wichtigsten Empfehlungen der Tripuratapini Upanishad für ernsthafte Aspiranten
1. Mache die zentrale Lehre zur täglichen Kontemplation.
Die Tripuratapini Upanishad richtet den Blick auf Tripura-Sundari als höchste Bewusstseinskraft und Brahman in der Sprache der Shri Vidya. Lies einen kurzen Abschnitt langsam, fasse ihn in einem eigenen Satz zusammen und bleibe danach einige Minuten in der Stille.
2. Ehre Shakti in Körper, Natur und Mitmenschen.
Die Göttin ist nicht nur ein Bild, sondern die lebendige Kraft des Bewusstseins. Eine solche Sicht verlangt Achtung vor dem Körper, vor der Erde und vor der Würde aller Menschen.
3. Verbinde Verehrung mit innerer Stille.
Lass Hymne, Puja oder Mantra in stiller Meditation ausklingen. Die Form weist auf das formlose Bewusstsein.
4. Übe Shri-Vidya-Methoden nur im passenden Rahmen.
Bija-Mantras, Nyasa und Chakra-Rituale sind keine beliebigen Selbstoptimierungstechniken. Für ihre vollständige Praxis sind Einweihung und sachkundige Begleitung wichtig.
5. Lass Fülle zu Großzügigkeit werden.
Spirituelles Glück zeigt sich nicht im Festhalten, sondern in Dankbarkeit, verantwortlichem Gebrauch von Kraft und freigebigem Handeln.
Redaktioneller Hinweis: Die deutsche Fassung wurde für diesen Artikel neu formuliert und mit den genannten Vergleichsübersetzungen abgeglichen. Bei Komposita fasst die Wort-für-Wort-Erläuterung eng verbundene Wörter teilweise als Sinngruppe zusammen. Die Ausgabe ist eine Studien- und Lesefassung, keine neue kritische Sanskritedition.
Siehe auch
- Devi Upanishad, Tripura Upanishad, Bhavana Upanishad, Saubhagyalakshmi Upanishad, Sarasvati Rahasya Upanishad, Bahvricha Upanishad, Sita Upanishad
- Mantra
- Tantra
- Upanishad
- Shri Vidya
Literatur
- Swami Sivananda: Lord Shiva and His Worship, Divine Life Society, Sivananda Ashram
- Kostenloses Online-Buch Upanishaden von Swami Krishananda
- Klassische Upanishaden - Die Weisheit des Yoga von Paul Deussen, 1980
- Das Kronjuwel der Unterscheidung von Shri Shankaracharya, Kommentar von Emanuel Meyer, 2002
- Swami Vivekananda, Vedanta - Der Ozean der Weisheit
Weblinks
- Veden aus „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda
- Upanishaden, Artikel aus "Göttliche Erkenntnis" von Swami Sivananda
- Shankara
Seminare
Sanskrit und Devanagari
- 06.01.2027 - 15.12.2027 Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - online
Termine: 16x mittwochs: 06.01., 27.01., 17.02., 10.03., 31.03., 21.04., 12.05., 02.06., 23.06., 14.07., 08.09., 29.09., 20.10., 10.11., 01.12., 15.12.20…- Dr phil Oliver Hahn
- 09.04.2027 - 11.04.2027 Sanskrit Intensivwochenende
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