Pietät

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Pietät : Was bedeutet das Wort Pietät? Was will man mit diesem Begriff sagen? Wozu ist Pietät gut? Welche anderen Substantive, welche Adjektive und Verben stehen im Zusammenhang mit dem Wort Pietät? Pietät bedeutet Frömmigkeit. Das deutsche Wort Pietät stammt vom Lateinischen pietas, was Frömmigkeit bedeutet. Heutzutage wird Pietät insbesondere verwendet als Achtung gegenüber dem Glauben anderer, Achtung der Würde des Todes.

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Pietät ist also Rücksicht auf religiöse und moralische Werte. Bestimmte Dinge macht man einfach nicht, um andere nicht zu verletzen, schon aus Pietät. Selbst wenn man persönlich nicht an Gott glaubt, kann man den Regeln der Pietät, des Anstands, folgen. Das ist manchmal auch eine Frage bzgl. Satire, Comics, Cartoons etc.: Inwieweit sollte man freiwillig darauf verzichten, gegen Anstandsregeln von Religionen und gesellschaftlichen Gruppen zu verstoßen – eben aus Pietät? Wer in indischen Ashrams ist oder Hindu Tempel, moslemische Moscheen besucht, von dem wird erwartet, dass er bestimmte Kleidungsregeln beachtet, schon aus Pietät heraus. Aus dem Begriff Pietät stammt die evangelische Bewegung des Pietismus, die von tiefer persönlicher Frömmigkeit geprägt war.

Pietät in der spirituellen Lebensgemeinschaft

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

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Pietät kommt vom Lateinischen pietas, das heißt Frömmigkeit. Es gibt auch z.B. bestimmte Gemälde, die als Pietas bezeichnet werden, wo also Jesus verehrt wird. Pietät hat verschiedene Bedeutungen, positive wie auch weniger positive. Pietät kann heißen, dass jemand sehr frömmelnd tut und dass er etwas übertrieben tut. Pietät kann aber auch heißen, dass man die Gefühle anderer achtet und z.B., man beachtet die Pietät des Todes, man beachtet die Pietät von Menschen oder ihre religiösen Gefühle. Und so ist Pietät zum einen, dass man eine Hochachtung hat vor dem, was andere denken und fühlen, Pietät ist etwas, was in einer spirituellen Lebensgemeinschaft auch heißt, dass man aus Respekt vor den anderen und vor den Werten der anderen manches auch deshalb tut und nicht tut, weil es für die anderen wichtig ist.

Z.B. angenommen, wenn du in eine katholische Kirche gehst, dann ist wichtig, dass du dir die Kopfbedeckung abnimmst. In einer katholischen Kirche gebietet es die Pietät, dass du ohne Kopfbedeckung bist. Angenommen, du gehst in eine jüdische Synagoge, dann gebietet es die Pietät, dass du dir ein Kippa oder mindestens eine Mütze auf den Kopf aufsetzt. Angenommen, du gehst in eine Moschee oder in einen Hindu-Tempel oder buddhistischen Tempel, dann gebietet es die Pietät, dass du die Schuhe ausziehst.

Angenommen, du gehst in eine christliche Kirche, insbesondere in Europa, dann gebietet es die Pietät, dass du dort Schuhe anziehst. Angenommen, du gehst in einen südindischen Tempel, dann gebietet es die Pietät, wenn du Mann bist, dass du ohne Obergewand dort bist. Angenommen, du gehst in eine christliche Kirche, dann gebietet es die Pietät, dass du mindestens ein T-Shirt hast und in manchen südeuropäischen Ländern sollten Frauen mindestens auch lange Ärmel tragen, übrigens auch in indischen Tempeln sollte Frauen langärmlige Blusen, Gewänder haben oder Pullover.

Und es ist etwas Gutes, die religiösen Gefühle von anderen zu achten. Auch bei Yoga Vidya haben wir so einige Dinge, wo man sagen würde, das gebietet die Pietät. Z.B. wir haben Nachtruhe, von abends 10:45 Uhr bis morgens um 07:30 Uhr wird nicht gesprochen. Selbst wenn du der Meinung wärst, das sei unsinnig, wir bitten dich, dass du dich an die Regeln hältst. Und das ist letztlich auch ein Gebot der Pietät, dass du das respektierst, dass andere so sind wie sie sind.

Oder wenn du irgendwo weißt, in dem Raum nebenan, dort meditiert gerade jemand, gebietet es die Pietät, dass du dort ruhig bist. Wenn du ein Zimmer hast und neben dir ist jemand, der gerade sehr viel meditiert, dann würde Pietät gebieten, dass du eben nicht deine laute Musik hörst, sondern über Kopfhörer. Pietät in diesem Sinne heißt also, respektvoll zu sein gegenüber anderen, insbesondere gegenüber ihrer Spiritualität, gegenüber ihrem religiösen Glauben, gegenüber dem, was für andere wichtig ist, eine Hochachtung zu haben, gegenüber dem, was für andere wichtig ist.

Pietät hat noch andere Bedeutungen, aber ich möchte ja jetzt über das Thema "Pietät in der spirituellen Lebensgemeinschaft" sprechen. Und so, mein Tipp, wenn du in irgendeine spirituelle Gemeinschaft kommst oder auch in einen Tempel oder irgendetwas Religiöses, überlege: "Was ist denen wichtig, die dort praktizieren?" Und solange es nicht offensichtlicher menschlicher Ethik widerspricht, aus Pietät halte dich an das, was den anderen aus spirituellen oder religiösen Motiven wichtig ist.

Pietät - Antonyme, Synonyme undandere Persönlichkeitsmerkmale

Hier einige Erläuterungen, wie man die Eigenschaft der Pietät in Beziehung zu anderen Fähigkeiten und Verhaltensweisen sowie in Bezug auf Laster sehen kann:

Ähnliche Eigenschaften wie Pietät - Synonyme

Ähnliche Eigenschaften wie Pietät, also Synonyme zu Pietät sind z.B. Frömmigkeit, Ehrfurcht, Respekt, Ergebenheit, Reverenz, Achtung.

Ausgleichende Eigenschaften

Jede Eigenschaft, jede Tugend, die übertrieben wird, wird zu einer Untugend, zu einem Laster, einer nicht hilfreichen Eigenschaft. Pietät übertrieben kann ausarten z.B. in Scheinheiligkeit, Pharisäertum, Heuchelei, Scheinfrommer. Daher braucht Pietät als Gegenpol die Kultivierung von Freidenkertum, Freigeist, Freiheit.

Gegenteil von Pietät - Antonyme

Zu jeder Eigenschaft gibt es ein Gegenteil. Hier Möglichkeiten für Gegenteil von Pietät, Antonyme zu Pietät :

Pietät Antonyme auf einen Blick

Direktheit Antonyme (Gegenteile) auf einen Blick:

  • Pietät sind Freidenkertum, Freigeist, Freiheit, pietätlos, verächtlich, schändlich, unsittlich, tadelnswert, anstößig.

Pietät im Kontext von Big Five, Ayurveda Doshas und DISG

Entwicklung von Pietät

Pietät kann man sehen als eine positive Eigenschaft. Vielleicht willst du ja Pietät als Fähigkeit in dir zu stärken. Hierzu einige Tipps:

  • Nimm dir vor, eine Woche lang diese Eigenschaft der Pietät in dir wachsen zu lassen, stärker zum Ausdruck zu bringen.
  • Fasse den Entschluss: "Während der nächsten Woche will ich die die Eigenschaft Pietät ganz besonders kultivieren. Ich freue mich darauf, in einer Woche ein pietistischerer Mensch zu sein."
  • Nimm dir vor, jeden Tag mindestens eine Handlung auszuführen, die Pietät ausdrückt. Mache jeden Tag einiges oder mindestens etwas, was du sonst nicht tun würdest, und was diese Eigenschaft zum Ausdruck bringt.
  • Wenn du morgens aufwachst, dann sage eine Affirmation, z.B.: "Ich entwickle Pietät."
  • Am Tag wiederhole immer wieder eine Autosuggestion, Affirmation wie z.B.: Ich bin pietistisch."

Affirmationen zum Thema Pietät

Hier einige Affirmationen für mehr Pietät. Unter dem Stichwort "Affirmation" und "Wunderaffirmationen" erfährst du mehr zu Funktion und Wirkungsweise von Affirmationen. Nicht alle unten aufgeführten Affirmationen passen - nutze diejenigen, die für dich stimmig erscheinen.

Klassische Autosuggestion für Pietät Hier die klassische Autosuggestion:

  • Ich bin pietistisch.

Im Yoga verbindet man das gerne mit einem Mantra. Denn ein Mantra lässt die Affirmation stärker werden:

  • Ich bin pietistisch. Om Om Om.
  • Ich bin ein Pietätischer, eine Pietätische OM.

Entwicklungsbezogene Affirmation für Pietät Manche Menschen fühlen sich als Scheinheiliger oder als Heuchler, wenn sie sagen "Ich bin pietistisch " - und sie sind es gar nicht. Dann hilft eine entwicklungsbezogene Affirmation:

  • Ich entwickle Pietät.
  • Ich werde pietistisch.
  • Jeden Tag werde ich pietistischer.
  • Durch die Gnade Gottes entwickle ich jeden Tag mehr Pietät.

Dankesaffirmation für Pietät:

  • Ich danke dafür, dass ich jeden Tag pietistischer werde.

Wunderaffirmationen Pietät Du kannst es auch mit folgenden Affirmationen probieren:

  • Bis jetzt bin ich noch nicht sehr pietistisch. Und das ist auch ganz verständlich, ich habe gute Gründe dafür. Aber schon bald werde ich Pietät entwickeln. Jeden Tag wird diese Tugend in mir stärker werden.
  • Ich freue mich darauf, bald sehr pietistisch zu sein.
  • Ich bin jemand, der pietistisch ist.

Gebet für Pietät

Auch ein Gebet ist ein machtvolles Mittel, um eine Tugend zu kultivieren. Hier ein paar Möglichkeiten für Gebete für mehr Pietät:

  • Lieber Gott, bitte gib mir mehr Pietät.
  • Oh Gott, ich verehre dich. Ich bitte dich darum, dass ich ein pietistischer Mensch werde.
  • Liebe Göttliche Mutter, ich danke dir. Ich danke dir dafür, dass ich jeden Tag die Tugend Pietät mehr und mehr zum Ausdruck bringe.

Frage dich: Was müsste ich tun, um Pietät zu entwickeln?

Du kannst dich auch fragen:

  • Was müsste ich tun, um Pietät zu entwickeln?
  • Wie könnte ich pietistisch werden?
  • Lieber Gott, bitte zeige mir den Weg zu mehr Pietät.
  • Angenommen, ich will pietistisch sein, wie würde ich das tun?
  • Angenommen, ich wäre pietistisch, wie würde sich das bemerkbar machen?
  • Angenommen, ein Wunder würde geschehen, und ich hätte morgen Pietät kultiviert, was hätte sich geändert? Wie würde ich fühlen? Wie würde ich denken? Wie würde ich handeln? Als pietistischer Mensch, wie würde ich reagieren, mit anderen kommunizieren?

Siehe auch

Eigenschaften im Alphabet vor Pietät

Eigenschaften im Alphabet nach Pietät

Literatur

Weblinks

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