Pharisäertum

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Pharisäertum - Wortursprung, Synonyme, Antonyme. Pharisäertum ist die abfällig gemeinte Bezeichnung für eine als selbstgefällig, hochmütig empfundene Haltung und Vorgehensweise. Pharisäertum steht für Hochmut, Selbstgerechtigkeit, Heuchelei und Scheinheiligkeit. Pharisäer bildeten in den Jahrhunderten um Christi Geburt eine der Hauptrichtungen im Judentum. Eigentlich waren sie gerade nicht die Buchstabengläubigen, die Hochmütigen, also die sie im Neuen Testament, in der christlichen Bibel, dargestellt werden.

Demut ist ein Gegenpol zu Pharisäertum

Hohe Werte für die Pharisäer waren die Befolgung der Gebote des Tanach, also der jüdischen Bibel, sowie anderer Gesetzeslehrer vor den Geboten der Nächstenliebe und der Gottesliebe. Da die religiösen Vorstellungen der Pharisäer denen der Frühchristen am nächsten kamen, eventuell die Frühchristen sich sogar aus den Pharisäern herausentwickelten, war es den Frühchristen wichtig, sich von den Pharisäern abzusetzen und diese in den Evangelien als besonders schlecht darzustellen.

So entstand das Zerrbild der Pharisäer als scheinheilige, gesetzestreue aber lieblose, unbarmherzige Menschen. So wird noch heutzutage der Ausdruck Pharisäer gebraucht für einen hochmütigen, oft scheinheiligen, mitleidslosen Menschen, also völlig zu unrecht. Pharisäertum wäre korrekterweise die Bezeichnung der religiös-spirituellen Lebensweise der Pharisäer ca. 200 v.Chr. bis 135 n.Chr. In der Umgangssprache bezeichnet Pharisäertum allerdings Selbstgefälligkeit, Selbstgerechtigkeit.

Umgang mit Pharisäertum

Pharisäertum ist ja die Bezeichnung dafür, dass jemand selbstgerecht ist, dass er stolz ist auf etwas, dass er das Richtige tut, sich an die Gesetze hält und insgesamt ein guter Mensch ist. Eingebildetheit ist Pharisäertum. Natürlich stimmt das eigentlich historisch nicht. Pharisäertum ist ja eigentlich eine bestimmte Ausprägung des Judentums zurzeit von Jesus Christus. Die Pharisäer waren tatsächlich diejenigen, die versucht haben ein gutes, religiöses Leben zu führen, dieses aber auch mit Nächstenliebe zu verbinden, mit Freundlichkeit und Einfühlungsvermögen.

Eigentlich waren die Frühchristen eigentlich ähnlich wie die Pharisäer, wollten sich aber absetzen von den Pharisäern und haben deshalb in die Bibel negative Pharisäer Beschreibungen eingefügt. Wenn man heutzutage über Pharisäertum spricht, dann ist es oft so, dass man Selbstgerechtigkeit meint. Wie gehst du damit um? Am Klügsten wäre es, gar nicht zu sehr damit umzugehen. Anerkenne, wenn Menschen Gutes tun und freue dich darüber. Du musst sie nicht gleich kritisieren. Und zusätzlich erkenne auch die Menschen an, die vielleicht nicht diesen gewohnten religiösen Vorschriften folgen. Erkenne die Menschen an, die sich bemühen gut zu sein, die vielleicht daraus Selbstwertgefühl ziehen und erkenne auch an, dass es auch Andere Möglichkeiten gibt.

Pharisäertum in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Pharisäertum gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Pharisäertum - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Pharisäertum sind zum Beispiel Duckmäuser, Heuchler, Scheinheiligkeit, Schmeichler, Selbstgefälligkeit, .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Antonyme Pharisäertum - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Pharisäertum sind zum Beispiel Demut, Nächstenliebe, Selbstaufopferung, Selbstverbrennung, Selbstvergessen . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Pharisäertum, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Pharisäertum, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Pharisäertum stehen:

Eigenschaftsgruppe

Pharisäertum kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Pharisäertum sind zum Beispiel das Adjektiv pharisäisch , sowie das Substantiv Pharisäer.

Wer Pharisäertum hat, der ist pharisäisch beziehungsweise ein Pharisäer.

Siehe auch

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