Ishvara Samhita 108 inspirierende Verse und Mantras
108 inspirierende Verse aus der Ishvara Samhita
Diese Auswahl führt von der Sehnsucht nach Befreiung zur Hingabe, von der inneren Puja zum Dienst im Alltag. Sie enthält 108 verschiedene, vollständig wiedergegebene nummerierte Verse in deutscher Übersetzung. Wo ein Gedanke mehrere Verse umfasst, stehen die zugehörigen Verse zusammen; kurze Einführungen erschließen ihren Zusammenhang. Die Auswahl ist ein Zugang zum Werk, keine Zusammenfassung aller seiner historischen Lehren.
Du kannst diese Verse als Begleiter deines Schriftenstudiums lesen. Nimm dir eine kleine zusammengehörige Gruppe vor, kläre ungewohnte Begriffe und verweile bei einer Aussage, die dein Herz berührt. Die Anregungen zur heutigen Praxis stehen außerhalb der Übersetzungen; sie laden dazu ein, das Gelesene mit Meditation, Dankbarkeit und bewusstem Handeln zu verbinden.
Die gesonderte Mantrasammlung folgt anschließend. Nicht ausgeschriebene oder unsicher überlieferte Formeln werden nicht zu scheinbar gesicherten Rezitationstexten ergänzt.

Zur Ausgabe: Einführung · Deutsche Übersetzung · Sanskrit IAST · Devanagari · 108 Verse und Mantras
108 Verse für Studium und Besinnung
Die Sehnsucht der Weisen
1. Vers 1.1 · Im Zusammenhang lesen
Verehrung dem Träger des Diskus, der alles Heilsame schenkt und die Menschen emporhebt, die im Meer der Sinnesgegenstände versunken sind.
2. Vers 1.3 · Im Zusammenhang lesen
Sie kannten die heiligen Erzählungen und Puranas, waren mit den Lehren des Dharma vertraut und ganz der Hingabe an Bhagavan zugewandt. Sie waren wie ein Meer von Tugenden, von innerer Ruhe und weiteren guten Eigenschaften.
3. Vers 1.4 · Im Zusammenhang lesen
Stets dienten sie voller Bhakti Narayana, der im Ashram von Nara und Narayana Tapas übte. Ihr Wunsch war, den Weg zu Moksha, der Befreiung, kennenzulernen.
Der Tempel im Herzen
4. Vers 2.78 · Im Zusammenhang lesen
Man nimmt Padmasana oder einen anderen Sitz ein und hält die Brahmanjali-Geste fest am Nabel. Die nach außen gerichteten Sinne lässt man im Geist zur Ruhe kommen.
5. Vers 2.79 · Im Zusammenhang lesen
Man lässt Chitta in Buddhi eingehen und Buddhi in den Bereich der Erkenntnis. Durch die meditative Vergegenwärtigung der Erkenntnis vollzieht man die auf das Höchste bezogene Handlung.
6. Vers 2.88 · Im Zusammenhang lesen
Diese Shakti des allgegenwärtigen Herrn, des Selbst aller Wesen, ist die Mutter sämtlicher Mantras. Sie lässt den aus den Lauten hervorgehenden Nada erklingen und wird Shabda Brahman genannt.
7. Vers 2.91 · Im Zusammenhang lesen
Er ist friedvoll und seinem Wesen nach Samvit, reines Bewusstsein. Aus dem Wunsch, seinen Verehrern Gnade zu schenken, hat der Formlose eine unvergleichliche Gestalt angenommen.
8. Vers 2.107 · Im Zusammenhang lesen
‚Willkommen, Herr der Götter! Achyuta, sei mir gegenwärtig. Empfange diese innere Puja, die ich ihrem Sinn entsprechend vergegenwärtigt habe.‘
9. Vers 2.109 · Im Zusammenhang lesen
Mit göttlichen, reinen, unerschöpflichen und heilsamen Gaben, die aus dem Sankalpa entstehen, verehrt man Gott, den Erfüller aller Wünsche, der die Gestalt des Mantras trägt.
10. Vers 2.123 · Im Zusammenhang lesen
Man bringt sich selbst mit den Kindern, den Ehefrauen und dem gesamten Besitz dar, neigt das Haupt und ist von Tränen der Freude erfüllt.
11. Vers 2.129 · Im Zusammenhang lesen
Man zeigt die Mula-Mudra und beginnt geistiges Japa, ohne festgelegte Zahl, nach dem eigenen Vermögen und begleitet vom Glockenklang.
Mantra und lebendige Übertragung
12. Vers 3.1 · Im Zusammenhang lesen
Nachdem man zuerst in dieser Weise die innere Verehrung vollzogen hat, verehrt man den Herrn äußerlich im Götterbild – durch Handlungen, die von Hingabe erfüllt sind.
13. Vers 3.68 · Im Zusammenhang lesen
Das Mantra, das aus dem Mund des Sadguru kommt und Erfüllung sowie Befreiung schenkt, sollen die der göttlichen Verehrung hingegebenen Bhaktas an fünf Orten erkennen:
14. Vers 3.69 · Im Zusammenhang lesen
im äußeren Götterbild und den entsprechenden Trägern, auf der Zungenspitze, im Herzlotos, in der aufsteigenden Weihrauchwolke und im wohlgeformten Glockenklang.
15. Vers 3.75 · Im Zusammenhang lesen
Dieser Klang am Ende des Pranava geht in der Klang-Shakti auf. Die Mantras haben Laute als ihren Körper; die Gottheiten haben Mantras als ihren Körper.
16. Vers 3.79 · Im Zusammenhang lesen
Weil sie durch inneres Vergegenwärtigen Schutz gewähren, o hervorragender Weiser, und ihren eigenen Zustand schenken, werden sie Mantras genannt.
17. Vers 3.82 · Im Zusammenhang lesen
In der Sprache ruhen die Mantras; alles, was Sprache bezeichnet, ist im Mantra gegründet. Deshalb besitzt das Weltall, äußerlich wie innerlich, das Wesen der Mantragestalt.
Die göttliche Gegenwart
18. Vers 4.19 · Im Zusammenhang lesen
Der Sitz zusammen mit dem Götterbild wird Yoga-Pitha genannt. Durch gesammelte innere Vergegenwärtigung richtet man diesen Yoga-Pitha ein.
19. Vers 4.50 · Im Zusammenhang lesen
Wie die überall gegenwärtige Luft durch einen Fächer in Bewegung tritt, o Einsichtiger, so wird Bhagavan durch die Anrufung wirksam gegenwärtig.
20. Vers 4.87 · Im Zusammenhang lesen
Seine Augen gleichen blauen Lotosblüten, mit milchreinem Weiß und leicht rötlichem Schimmer. Mit seinen kühlenden Blicken erquickt er die Welt.
21. Vers 4.98 · Im Zusammenhang lesen
Er weilt in einem Flammenkreis, der aus dem Licht seines eigenen Leibes hervorgeht. Sein Herz ist voller Mitgefühl, und er ist bereit, die Welt emporzuheben.
22. Vers 4.99 · Im Zusammenhang lesen
Ungeteilt und vollkommen ist er mit der Fülle der sechs göttlichen Eigenschaften ausgestattet: Gegenstand der Meditation der Yogis, ungeboren, ewig, Ursache des Entstehens der Welt und ihres weiteren Werdens.
Die Gabe des Herzens
23. Vers 5.12 · Im Zusammenhang lesen
Mit vielerlei festen Speisen, Mahlzeiten, Leckereien und Getränken verehre man den Ungeborenen, Unvergänglichen – mit einem Geist, der durch vertrauensvolle Hingabe geläutert ist.
24. Vers 5.29 · Im Zusammenhang lesen
Darauf erfreue man den Herrn durch das Opfer der Mantrawiederholung. Man zähle mit einer Kristall-Mala oder an den eigenen Fingergliedern.
25. Vers 5.35 · Im Zusammenhang lesen
Nach dieser Einsetzung zeige man die zugehörige Mudra. Man übe Japa nach dem eigenen Vermögen oder wiederhole das Mantra einhundertachtmal.
26. Vers 5.42 · Im Zusammenhang lesen
„Was ich unwissentlich oder wissentlich zu wenig oder zu viel getan habe: Vergib es mir, deinem demütigen Diener, o Auge der Welt!“
27. Vers 5.136 · Im Zusammenhang lesen
Die Kraft, die Glückseligkeit heißt, erkenne man als dem höchsten Herrn zugehörig. Sie ist wirklich und unermesslich; so wird der Gegenstand dieser inneren Erkenntnis beschrieben.
28. Vers 5.165 · Im Zusammenhang lesen
Das innere Selbst dieses Feuers aber ist der ewige Vasudeva, Herr des Alls. Dies und seine Verbindung mit der höchsten Vaishvanari-Kraft erkenne man zuvor klar.

Studium, Sammlung und Yoga
29. Vers 6.21 · Im Zusammenhang lesen
Denn was nach der Verehrung Achyutas mit den göttlichen großen Mantras für die Ahnen dargebracht wird, sei es wenig oder viel, wird für sie unvergänglich.
30. Vers 6.64 · Im Zusammenhang lesen
Im Geist vergegenwärtige man die vierfache göttliche Gegenwart. Der als Adhyaksha, als innerer Lenker, bezeichnete Herr ist als Geschmackswesen im Wohlgeschmack der Nahrung gegenwärtig.
31. Vers 6.80 · Im Zusammenhang lesen
Nachdem man sich mit acht Gliedern verneigt hat, setze man sich vor den allgegenwärtigen Herrn, studiere die Agama-Schrift und erforsche den Sinn ihrer Worte.
32. Vers 6.86 · Im Zusammenhang lesen
Man verneige sich vor dem Guru und vor Gott, nehme auf einem Fellsitz Platz und übe dann Yoga nach der überlieferten Ordnung, ihr großen Weisen.
33. Vers 6.87 · Im Zusammenhang lesen
So sammle man das Selbst durch das Selbst und lasse nun die Japa-Handlung ruhen. Ausgehend von der Unterscheidung zwischen dem Meditierenden und dem Gegenstand der Meditation übe man, bis man ganz von ihm erfüllt ist.
34. Vers 6.88 · Im Zusammenhang lesen
Man gelangt zum Verweilen in einem Samadhi, der von wahrgenommenen Gegenständen frei ist. Durch beharrliche Übung erreicht der auf Bhagavan ausgerichtete Yogi dann Brahman.
Die Gnade Lakshmis
35. Vers 7.51 · Im Zusammenhang lesen
Ihre weiten Augen gleichen aufgeblühten Lotussen; ein sanftes Lächeln erhellt ihr Gesicht. Mit ihren von Mitgefühl erfüllten Blicken stärkt und erfreut sie die Welt.
36. Vers 7.56 · Im Zusammenhang lesen
Sie trägt ein kunstvoll gestaltetes Obergewand und vielerlei Schmuck. Mit der vorderen rechten Hand schenkt sie den Furchtsamen Furchtlosigkeit.
37. Vers 7.61 · Im Zusammenhang lesen
So meditiere man über diese Viralakshmi, die alles Ersehnte schenkt: strahlend wie zehntausend Vollmonde, ein Ozean des Nektars der Schönheit.
Garuda und die Lebenskräfte
38. Vers 8.39 · Im Zusammenhang lesen
Außerhalb des in der Mitte weilenden Vogelherrn, vom Osten aus der Reihe nach, [befinden sich die Gestalten], die Prana, Apana, Samana, Udana und Vyana verkörpern.
39. Vers 8.40 · Im Zusammenhang lesen
Satya, Suparna, Garuda, Tarkshya und Vihageshvara: Dies ist die fünffache Entfaltung der fünfgestaltigen Lebenskraft.
Ganga und die reinigende Kraft
Die folgenden beiden Verse beschreiben die Göttin Ganga; der dritte spricht von den göttlichen Helfern.
40. Vers 9.134 · Im Zusammenhang lesen
Sie hat zwei Arme, ein freundliches Gesicht und Lotusaugen. Halsketten, Fußringe, Oberarmreifen, Ohrgehänge und weiterer Schmuck zieren sie.
41. Vers 9.135 · Im Zusammenhang lesen
Bei denen, die von der Glut des Samsara bedrängt sind und zur höchsten Stätte aufsteigen möchten, wäscht sie mit ihrer eigenen göttlichen Kraft den Schlamm der Vasanas und des Karma ab.
42. Vers 9.308 · Im Zusammenhang lesen
Sie bewahren die Kraft der Bhaktas und schenken ihnen Lebensstärke. Unablässig beseitigen sie die Fülle der Hindernisse für jene, die mit Mantras verehren.
Segen für die Welt
43. Vers 10.45 · Im Zusammenhang lesen
Mögen sie alle überall und jederzeit allen Reinigung schenken! Mögen all diese verehrten Gottheiten stets dem Frieden dienen!
44. Vers 10.46 · Im Zusammenhang lesen
Mögen sie Gedeihen, Stärkung, Gelingen und Bhakti schenken! Mögen sie Heil und Befreiung schenken und alle guten Unternehmungen wachsen lassen!
45. Vers 10.52 · Im Zusammenhang lesen
Mögen Hindernisse stets fernbleiben und langes Leben gegeben sein! Möge der Geist gesammelt sein, und mögen die guten Gaben immer weiter wachsen!
46. Vers 10.55 · Im Zusammenhang lesen
Möge auch Narayana, der Herr der Götter, erfreut sein, damit die Handlungen zur Vollendung gelangen und zu wenig oder zu viel Getanes ausgeglichen wird. Möge der Allgegenwärtige erfreut sein, erfreut sein!
47. Vers 10.225 · Im Zusammenhang lesen
Man berücksichtige Ort, Zeit, Mittel und die eigenen Handlungsmöglichkeiten, bedenke alles Gesagte und vollziehe dann die Haupthandlung.
48. Vers 10.390 · Im Zusammenhang lesen
Verehrung Garutman, dem Herrn der Lebenswinde, angefangen mit Prana! Nimm die Fehler hinweg und bringe von allen Seiten ungeschmälerte gute Eigenschaften herbei.
Sammlung inmitten des Festes
49. Vers 11.165 · Im Zusammenhang lesen
Hier weilt der gestaltlose Ishvara, dessen Wesen Glückseligkeit ist. Schon durch seinen Anblick wird das innere Wesen immer wieder klar und friedvoll.
50. Vers 11.348 · Im Zusammenhang lesen
Der Lehrer rezitiere den Wurzelmantra und tauche mit dem Bild unter: erfüllt von Bhakti, im Herzen über Achyuta, den Unwandelbaren, meditierend.
51. Vers 11.376 · Im Zusammenhang lesen
„Alles, was ich zuvor unvollständig oder über das rechte Maß hinaus getan habe – all das mögest du uns vergeben, Herr der Götter, o Herr!“
Gesang und Beständigkeit
52. Vers 12.199 · Im Zusammenhang lesen
Mit den Klängen von Vina und Flöte, mit verschiedenen Liedern und vielfältigen Lobgesängen erfreue man den Herrn der Götter.
53. Vers 12.200 · Im Zusammenhang lesen
Alle Lobpreissänger sollen ihn preisen, von Hingabe an Bhagavan erfüllt. Ebenso erfreue man ihn mit weiteren vielfältigen Diensten.
54. Vers 12.209 · Im Zusammenhang lesen
Diese vier Monate verbringe man mit einem selbst gewählten Gelübde. Was die in der Hingabe an Bhagavan Gefestigten dabei tun sollen, wird nun beschrieben.
Hingabe in der Gemeinschaft
55. Vers 13.86 · Im Zusammenhang lesen
Ist kein Krishna-Bild vorhanden, verehre man an Jayanti mit besonderer Hingabe die im jeweiligen Tempel gegenwärtige Gottheit.
56. Vers 13.206 · Im Zusammenhang lesen
Wer so voller Bhakti das unvergleichliche Lichterfest veranstalten lässt, erlangt Glück in dieser Welt und wird in der jenseitigen Welt geehrt.
57. Vers 13.211 · Im Zusammenhang lesen
Wer vermag die Frucht des spirituellen Verdienstes jener zu beschreiben, die zu dieser Zeit singen, und jener Menschen, die zuhören?
Mit Grenzen liebevoll umgehen
58. Vers 14.84 · Im Zusammenhang lesen
Das Pavitra bewahrt in jeder Hinsicht das gesamte heilsame Wirken der Gott hingegebenen Menschen, das aus Geist, Sprache und Bewusstsein hervorgeht.
59. Vers 14.85 · Im Zusammenhang lesen
Daher soll man sein Wesen erkennen: Durch seine Vollendung gelangt das Wirken der Hingegebenen zur Frucht.
60. Vers 14.87 · Im Zusammenhang lesen
Erkenne darin den Faden, der die Welt zusammenhält. In Gestalt eines Schutzbandes aus Goldfaden oder anderem Material trägt er die Herrlichkeit der sechs göttlichen Eigenschaften.

61. Vers 14.182 · Im Zusammenhang lesen
„Du Unvergänglicher bist durch die Gaben deiner eigenen Glückseligkeit ewig erfüllt. Dennoch verehre ich dich, von Hingabe erfreut, um selbst zur Vollendung zu gelangen.“
62. Vers 14.239 · Im Zusammenhang lesen
„Nicht aus Hochmut und nicht aus Verblendung habe ich meine Handlungen unterlassen. Du selbst weißt alles, Herr aller Wesen, der du im Herzen wohnst.
63. Vers 14.240 · Im Zusammenhang lesen
Soweit meine Kraft reichte, habe ich gehandelt; das Versäumnis geschah ungewollt, höchster Herr. Um es auszugleichen, habe ich diese Handlung zu deiner Freude vollzogen.“
64. Vers 14.294 · Im Zusammenhang lesen
Man verehre es mit Arghya, Blumen und weiteren Gaben, schmücke es und spreche: „Du selbst bist der heilige Ort, o Herr; du selbst bist die höchste Zuflucht.
65. Vers 14.295 · Im Zusammenhang lesen
Ich erkenne in Wahrheit, dass du selbst in all diesem gegenwärtig bist. Dennoch hast du die heilbringende Ordnung der rituellen Handlungen gelehrt.
Mantra und freigebiges Teilen
66. Vers 15.211 · Im Zusammenhang lesen
Bei jeder Handlung, für die kein eigener Mantra vorgeschrieben wurde, verwende der Kundige den achtsilbigen Mantra.
67. Vers 15.421 · Im Zusammenhang lesen
Auch alle anderen Vaiṣṇavas erfreue er nach seinen Möglichkeiten. Er lasse Speisen und weitere Gaben für alle Menschen frei und ohne Ausschluss austeilen.
Sorgfalt und Achtung der Mitwirkenden
68. Vers 16.72 · Im Zusammenhang lesen
Dann setze man die geschickten Arbeiter der Reihe nach für ihre Aufgaben ein. Man versorge sie mit Essen, Trinken und den weiteren Bedürfnissen, damit sie zufrieden sind.
69. Vers 16.188 · Im Zusammenhang lesen
Mit dem Praṇava vergegenwärtige man, dass das Ganze zu einem einzigen Leib geworden ist: die in den Gestalten und Kräften ruhende Einheit von Name, Form und Wirken.
Schönheit, Maß und Herzensfreude
70. Vers 17.162 · Im Zusammenhang lesen
Dazu gehört die Anmut, die durch schöne Gestalt und lebendige Ausstrahlung das Herz erfreut. Erkennt, dass Maß und Schönheit stets in gegenseitiger Beziehung stehen.
71. Vers 17.167 · Im Zusammenhang lesen
Wer das sichtbare Bild recht erfasst, dessen Herz wird durch diese Gegenwart in der Gestalt rasch erfreut. In diesem Verständnis soll man sich bei der Gestaltung sorgfältig bemühen.
Gnade und wunschlose Hingabe
Die ersten drei Verse gehören zum Gebet bei der Bildweihe. Die beiden Schlussverse unterscheiden wunschbezogene und wunschlose Hingabe.
72. Vers 18.247 · Im Zusammenhang lesen
Mit einer Niederwerfung unter Einsatz der acht Körperglieder richtet er dann seine Bitte an Bhagavan, den Erhalter der Wesen: „Durch eben diese besondere Bildgestalt
73. Vers 18.248 · Im Zusammenhang lesen
erfreue nun die Menschen der Stadt, die die höchste Wirklichkeit noch nicht erkannt haben. Indem du in ihr Inneres eintrittst, mögen sie selbst durch eine kurze Begegnung mit dir
74. Vers 18.249 · Im Zusammenhang lesen
von der Verfehlung frei werden, die aus tausend früheren Geburten stammt.“ So soll man Bhagavan bitten, den Herrn, der der Welt seine Gnade zuwendet.
75. Vers 18.487 · Im Zusammenhang lesen
Wer sich einen Sohn wünscht, erlangt nach dieser Verheißung einen Sohn; wer Herrschaft erstrebt, Herrschaft. Den wunschlosen Bhaktas aber wird unerschütterliche Hingabe zuteil.
76. Vers 18.488 · Im Zusammenhang lesen
Auch bleibende Erkenntnis zusammen mit Dharma wird ihnen zuteil. Damit ist die Aufstellung der eigens hergestellten Gottesbilder beschrieben.
Das Licht im Herzen
77. Vers 19.776 · Im Zusammenhang lesen
Aus dem Lotus seines eigenen Herzens übertrage er dann, mit vorausgehender Darbringung gefalteter Hände voller Blüten, in jene Bilder das nicht zu ergreifende, unbegrenzte, formlose, makellose und große Licht:
78. Vers 19.777 · Im Zusammenhang lesen
ewig rein, unvergleichlich, überaus fein, unbeweglich und klar, von der Natur des Seins und Bewusstseins, einzigartig, strahlend, unerschütterlich und groß.
79. Vers 19.778 · Im Zusammenhang lesen
Nachdem er dieses göttliche Licht übertragen hat, werfe er sich mit ausgestrecktem Körper nieder und bringe dem alldurchdringenden Herrn alle vollzogenen Handlungen dar, ihr Besten der Brahmanen.
Lobpreis und Zuflucht
80. Vers 20.266 · Im Zusammenhang lesen
Heute hat mein Schauen seine Frucht gefunden: Du, Ozean des Nektars der Schönheit und Herr aller Welten, bist vor meinen Augen erschienen.
81. Vers 20.268 · Im Zusammenhang lesen
Ich habe bei dir Zuflucht genommen, du Liebevoller zu denen, die Schutz suchen. Blicke mich mit deinen von Mitgefühl erfüllten Blicken an, alldurchdringender Herr!«
82. Vers 20.319 · Im Zusammenhang lesen
Verehrung dir, Herr der Welten! Verehrung dir, der du deine Verehrer liebst! Du bist der Beschützer der Welt; diese ganze Welt hat dich zu ihrem innersten Wesen.
83. Vers 20.325 · Im Zusammenhang lesen
»Du bist mein Guru, mein Vater, meine Mutter, mein Freund und mein Verwandter, alldurchdringender Herr; du bist mein Wissen und all mein Reichtum. Denn jenseits von dir gibt es nichts.
Einweihung und innere Freiheit
84. Vers 21.335 · Im Zusammenhang lesen
Seine Arghya-Gabe, Blumen und alle weiteren Mittel der Verehrung werden durch Hingabe für die heilige Handlung geeignet, ob vollständig rituell bereitet oder noch unvollkommen.
85. Vers 21.379 · Im Zusammenhang lesen
Wie ein Vogel, aus dem Käfig befreit, glücklich verweilt und sich in die Höhe erhebt, so steigt der Schüler durch die Kraft des Mantras empor.
86. Vers 21.407 · Im Zusammenhang lesen
Das höchste Brahman, unvergänglich und frei von der Trennung zwischen Erkanntem und Erkennendem, tritt aus eigener Kraft als Śabdabrahman, göttliche Klangwirklichkeit, hervor.

87. Vers 21.408 · Im Zusammenhang lesen
Zur Befreiung aller Lebewesen offenbart sich so der höchste Herr. Wisse: Dieser zunächst unentfaltete Laut gleicht dem zarten Klang einer Saite.
88. Vers 21.496 · Im Zusammenhang lesen
Nun verehre der Schüler den Guru mit reinem, gesammeltem Geist wie Bhagavan selbst: mit Bhakti, durch Handeln, Denken und Sprechen.
Verlässliche Unterweisung
89. Vers 22.21 · Im Zusammenhang lesen
Wer dagegen im Dorf oder in einer Stadt die Geschichten und Lieder Bhagavāns singt, den soll er stets als einen Lobpreiser des Herrn ehren.
90. Vers 22.48 · Im Zusammenhang lesen
Ist die Kenntnis eines Lehrinhalts oder seiner Merkmale verloren gegangen, soll man einen erfahrenen Verehrer Bhagavāns fragen: vertrauenswürdig, sachkundig und für seine Aufrichtigkeit bekannt.
91. Vers 22.49 · Im Zusammenhang lesen
Durch Unterweisung bei den Gurus soll man stets zu einer von Zweifeln freien Kenntnis der Mudrās, Maṇḍalas und Mantras gelangen.
92. Vers 22.61 · Im Zusammenhang lesen
Darum soll man diesen Verpflichtungen mit Aufmerksamkeit begegnen. Der Lehrer soll mit Einsicht den Ozean der Regeln gleichsam durchquirlen, dessen Wesentliches entnehmen
93. Vers 22.62 · Im Zusammenhang lesen
und aus Mitgefühl fünf grundlegende Bindungen vermitteln: Hingabe an das heilige Feuer, an den Guru, an das Mantra, an die Schrift und an den zu ihrer Ausübung Befugten.
Ein Herr in vielen Mantras
Das Sonnenbild in 23.148–150 bildet einen zusammenhängenden Vergleich. 23.260–261 erläutert die innere Kraft des Mantras.
94. Vers 23.148 · Im Zusammenhang lesen
Wie die Sonne am Himmel eine einzige ist und sich doch in den Gewässern als viele zeigt, du Einsichtiger,
95. Vers 23.149 · Im Zusammenhang lesen
so erscheint auch Bhagavān, obwohl er einer ist, vielfältig in den unterschiedlichen Mantras und in den Stufen, beginnend mit dem vierten Bewusstseinszustand,
96. Vers 23.150 · Im Zusammenhang lesen
um seinen Verehrern entsprechend ihren verschiedenen Formen des Vertrauens Gnade zu erweisen. Höre nun die vier Mantras, wie ich sie darlege.
97. Vers 23.260 · Im Zusammenhang lesen
Das Mantra in Bīja-Gestalt ist die große Wirkkraft Viṣṇus, unermesslich für die zahllosen, in verschiedenen Formen bezeichneten Gestalten.
98. Vers 23.261 · Im Zusammenhang lesen
Durch seine rechte Erkenntnis, durch Japa, Meditation, Verehrung, Feueropfer und das völlige Erfülltsein davon erreicht man den keimlosen Zustand.
Mitgefühl und innere Kräfte
99. Vers 24.75 · Im Zusammenhang lesen
Er ist friedvoll und seinem Wesen nach reines Bewusstsein. Obwohl formlos, hat er eine unvergleichliche Gestalt angenommen, um seinen Verehrern Gnade zu schenken.
100. Vers 24.76 · Im Zusammenhang lesen
Mit einem Glanz wie zehntausend Vollmonde stärkt und belebt er das All: wie die Sonne mit ihren Strahlen, wie das Meer mit seinen Wellen.
101. Vers 24.105 · Im Zusammenhang lesen
Ihre Gesichter zeigen die Zuwendung zum Stillen des Leids der im Dasein versunkenen Menschen. Ihre Herzen sind voller Mitgefühl; sie sind bereit, die Welt zu erheben.
102. Vers 24.172 · Im Zusammenhang lesen
Die lichtvolle Vibhava-Gestalt, die „friedvoll“ genannt wird, erhellt denen den rechten Weg, deren Inneres sich dem Samadhi widmet.
103. Vers 24.196 · Im Zusammenhang lesen
Der Herr der Welt ist einer. Durch seine mit eigenen Gestalten erfüllten Kräfte erscheint er als Ananta in vielfältiger Weise, aus dem Wunsch, seinen Verehrern Gnade zu schenken.
104. Vers 24.341 · Im Zusammenhang lesen
Bhagavān fällt mit der „Axt“ genannten Kraft der Nichtanhaftung die Bäume des Karma der Handelnden, deren Wurzeln die Bindung bilden.
105. Vers 24.343 · Im Zusammenhang lesen
[Śrī Rāma ist derjenige,] der für die Yogis den furchtbaren Nachtwanderer des Geistes mit seinen zehn Gesichtern der Sinne durch die Pfeilschar der Unterscheidungskraft zur Ruhe bringt.
Hingabe und Verstehen
106. Vers 25.215 · Im Zusammenhang lesen
[Sie sei dagegen für] Menschen, deren Geist dem Göttlichen zugewandt ist, die sich ihrem Dharma widmen, die das Leid des Samsara fürchten und als großherzige Seelen Zuflucht genommen haben.
107. Vers 25.216 · Im Zusammenhang lesen
Ihnen soll diese Lehre nach vorschriftsgemäßer Einweihung mitgeteilt werden. Der Sinn der Schrift soll zusammen mit den Bedeutungen der Mantras erläutert werden.
108. Vers 25.217 · Im Zusammenhang lesen
Wer nach dem in dieser Schrift gelehrten Verfahren den allgegenwärtigen Acyuta verehrt, erlangt bald das Ersehnte und alle Lebensziele, ihr vortrefflichen Zweimalgeborenen.
Wichtige Mantras und Gebetsformeln
Mantra, Meditation und Einweihung gehören im Werk zusammen. Die folgende Sammlung unterscheidet ausgeschriebene Formeln, aus ausdrücklichen Wortangaben eindeutig gebildete Mantras, bloße Namen oder Anfangswörter und verschlüsselte Bildungsanweisungen. Bījas werden nicht mit einer erfundenen wörtlichen Bedeutung versehen.
Die drei großen Anrufungen
23.57
ॐ नमो नारायणाय
oṃ namo nārāyaṇāya
Om, Verehrung Nārāyaṇa. Der Vers gibt die Bestandteile ausdrücklich vor.
23.58–59
ॐ नमो भगवते वासुदेवाय
oṃ namo bhagavate vāsudevāya
Om, Verehrung dem erhabenen Vāsudeva. Zwölfsilbiges Mantra, aus den ausdrücklich genannten Bestandteilen.
23.59–60
ॐ विष्णवे नमः
oṃ viṣṇave namaḥ
Om, Verehrung Viṣṇu. Die hier gelehrte sechssilbige Folge hat namaḥ am Ende.
19.861–862
ओं क्षौं नमः । ओं नमो भगवते नारसिंहाय । एतद्दोषं जहि जहि स्वाहा ।
oṃ kṣauṃ namaḥ | oṃ namo bhagavate nārasiṃhāya | etad doṣaṃ jahi jahi svāhā |
Anrufung Nārasiṃhas zur rituellen Beseitigung eines Mangels. Der Schluss bedeutet: „Beseitige, beseitige diesen Fehler, svāhā.“ Die Quelle hat kṣauṃ, nicht kṣrauṃ.
Gebete im Wortlaut ihrer Verse
Die folgenden Stellen enthalten ganze Gebete oder Gebetsabschnitte zusammen mit ihrer rituellen Einbettung. Der umgebende Erzähltext ist keine zusätzliche Mantrasilbe.
2.107 · Kontext
स्वागतं देवदेवेश सन्निधिं भज मेऽच्युत ।
गृहाण मानसीं पूजां यथार्थपरिभाविताम् ॥
svāgataṃ devadeveśa sannidhiṃ bhaja me'cyuta |
gṛhāṇa mānasīṃ pūjāṃ yathārthaparibhāvitām ||
‚Willkommen, Herr der Götter! Achyuta, sei mir gegenwärtig. Empfange diese innere Puja, die ich ihrem Sinn entsprechend vergegenwärtigt habe.‘
5.36 · Kontext
तन्निवेद्य विभोः पश्चाद्वाक्कर्म मनसान्वितम् ।
पुण्डरीकाक्ष विश्वात्मन् मन्त्रमूर्ते जनार्दन ॥
tannivedya vibhoḥ paścādvākkarma manasānvitam |
puṇḍarīkākṣa viśvātman mantramūrte janārdana ||
Danach bringe man dies dem Herrn dar und spreche mit gesammeltem Geist: „Lotusäugiger, Selbst der Welt, du, dessen Gestalt Mantra ist, Janardana,
5.37 · Kontext
गृहाणास्मिन् जपं नाथ मम दीनस्य शाश्वतम् ।
इत्युक्त्वा सोदकं पश्चात्पुष्पं दक्षिणपाणिगम् ॥
gṛhāṇāsmin japaṃ nātha mama dīnasya śāśvatam |
ityuktvā sodakaṃ paścātpuṣpaṃ dakṣiṇapāṇigam ||
nimm, o Herr, die Mantrawiederholung deines demütigen Dieners als bleibende Gabe an.“ Nach diesen Worten nehme man eine Blüte mit Wasser in die rechte Hand,
5.42 · Kontext
अज्ञानात् ज्ञानतो वापि जातमूनाधिकं च यत् ।
दासस्य मम दीनस्य क्षन्तव्यं लोकलोचन ॥
ajñānāt jñānato vāpi jātamūnādhikaṃ ca yat |
dāsasya mama dīnasya kṣantavyaṃ lokalocana ||
„Was ich unwissentlich oder wissentlich zu wenig oder zu viel getan habe: Vergib es mir, deinem demütigen Diener, o Auge der Welt!“
10.45 · Kontext
शुद्धये सन्तु सर्वेषां सर्वे सर्वत्र सर्वदा ।
एते सर्वे सदा देवाः शान्तये सन्तु पूजिताः ॥
śuddhaye santu sarveṣāṃ sarve sarvatra sarvadā |
ete sarve sadā devāḥ śāntaye santu pūjitāḥ ||
Mögen sie alle überall und jederzeit allen Reinigung schenken! Mögen all diese verehrten Gottheiten stets dem Frieden dienen!
10.46 · Kontext
ऋद्धये पुष्टये सन्तु सिद्धये भक्तयेऽपि च ।
शिवाय मुक्तये सन्तु वृद्धये सर्वकर्मणाम् ॥
ṛddhaye puṣṭaye santu siddhaye bhaktaye'pi ca |
śivāya muktaye santu vṛddhaye sarvakarmaṇām ||
Mögen sie Gedeihen, Stärkung, Gelingen und Bhakti schenken! Mögen sie Heil und Befreiung schenken und alle guten Unternehmungen wachsen lassen!
10.52 · Kontext
अविघ्नमनिशं चास्तु दीर्घमायुष्यमस्तु वै ।
समाहितं मनश्चास्तु सम्पदश्चोत्तरोत्तरम् ॥
avighnamaniśaṃ cāstu dīrghamāyuṣyamastu vai |
samāhitaṃ manaścāstu sampadaścottarottaram ||
Mögen Hindernisse stets fernbleiben und langes Leben gegeben sein! Möge der Geist gesammelt sein, und mögen die guten Gaben immer weiter wachsen!
10.55 · Kontext
नारायणः सुरेशोऽपि कर्मणां पूरणाय च ।
न्यूनाधिकानां शान्त्यर्थं प्रीयतां प्रीयतां विभुः ॥
nārāyaṇaḥ sureśo'pi karmaṇāṃ pūraṇāya ca |
nyūnādhikānāṃ śāntyarthaṃ prīyatāṃ prīyatāṃ vibhuḥ ||
Möge auch Narayana, der Herr der Götter, erfreut sein, damit die Handlungen zur Vollendung gelangen und zu wenig oder zu viel Getanes ausgeglichen wird. Möge der Allgegenwärtige erfreut sein, erfreut sein!
10.385 · Kontext
वाहनाय महाविष्णोः तार्क्ष्यायामिततेजसे ।
गरुडाय नमस्तुभ्यं सर्वसर्पेन्द्रमृत्यवे ॥
vāhanāya mahāviṣṇoḥ tārkṣyāyāmitatejase |
garuḍāya namastubhyaṃ sarvasarpendramṛtyave ||
»Verehrung dir, Garuda, dem Träger Mahavishnus, dir, Tarkshya von unermesslichem Glanz, der du allen Schlangenfürsten den Tod bringst!
10.386 · Kontext
नमो नमस्ते पक्षीन्द्र स्वाध्यायवपुषे नमः ।
विहगेन्द्र नमस्तेऽस्तु समुत्पाटितकल्पक ॥
namo namaste pakṣīndra svādhyāyavapuṣe namaḥ |
vihagendra namaste'stu samutpāṭitakalpaka ||
Immer wieder Verehrung dir, König der Vögel! Verehrung dir, dessen Gestalt die heilige Rezitation ist! Verehrung dir, Herr der Vögel, der du den Kalpaka-Baum entwurzelt hast!
10.387 · Kontext
आहृतामृतकुम्भाय जननीदास्यमोचिने ।
सुरासुरेन्द्रजयिने नागेन्द्राभरणाय ते ॥
āhṛtāmṛtakumbhāya jananīdāsyamocine |
surāsurendrajayine nāgendrābharaṇāya te ||
Dir, der du den Krug mit Amrita herbeigebracht und deine Mutter aus der Knechtschaft befreit hast; dir, der du die Herren der Götter und Asuras besiegt hast und Schlangenfürsten als Schmuck trägst!
10.388 · Kontext
यदाधारमिदं सर्वं तदाधाराय ते नमः ।
पक्षौ यस्य बृहत्साम रथन्तरमपि द्वयम् ॥
yadādhāramidaṃ sarvaṃ tadādhārāya te namaḥ |
pakṣau yasya bṛhatsāma rathantaramapi dvayam ||
Verehrung dir, der du den trägst, auf dem dieses ganze All ruht! Brihat-Saman und Rathantara sind deine beiden Flügel …
10.389 · Kontext
अक्षिणी चापि गायत्री त्रिवृत्साम शिरः स्मृतम् ।
स्तोम आत्मा नमस्तस्मै वामदेव्याङ्गसम्पदे ॥
akṣiṇī cāpi gāyatrī trivṛtsāma śiraḥ smṛtam |
stoma ātmā namastasmai vāmadevyāṅgasampade ||
… Gayatri deine Augen; als dein Haupt gilt das Trivrit-Saman, und der Stoma-Gesang ist dein Selbst. Verehrung dir, dessen Gliederfülle das Vamadevya-Saman bildet!
10.390 · Kontext
नमः प्राणादिवायूनामीशानाय गरुत्मते ।
दोषानपनयाखण्डान् गुणानावह सर्वतः ॥
namaḥ prāṇādivāyūnāmīśānāya garutmate |
doṣānapanayākhaṇḍān guṇānāvaha sarvataḥ ||
Verehrung Garutman, dem Herrn der Lebenswinde, angefangen mit Prana! Nimm die Fehler hinweg und bringe von allen Seiten ungeschmälerte gute Eigenschaften herbei.
10.391 · Kontext
विघ्नानि जहि सर्वाणि आत्मसात्कुरु मामपि ।
स्तुत्वैवं श्रावयेत् तस्य बृहत्साम रथन्तरम् ॥
vighnāni jahi sarvāṇi ātmasātkuru māmapi |
stutvaivaṃ śrāvayet tasya bṛhatsāma rathantaram ||
Beseitige alle Hindernisse und nimm auch mich ganz zu dir!« Nach diesem Lob lasse man für ihn das Brihat-Saman und das Rathantara erklingen.
14.182 · Kontext
निजानन्दमयैर्भोगैर्नित्यतृप्तस्त्वमव्ययः ।
तथापि भक्त्या तुष्टोऽहं त्वां यजाम्यात्मसिद्धये ॥
nijānandamayairbhogairnityatṛptastvamavyayaḥ |
tathāpi bhaktyā tuṣṭo'haṃ tvāṃ yajāmyātmasiddhaye ||
„Du Unvergänglicher bist durch die Gaben deiner eigenen Glückseligkeit ewig erfüllt. Dennoch verehre ich dich, von Hingabe erfreut, um selbst zur Vollendung zu gelangen.“
14.239 · Kontext
नावलेपान्न मोहाच्च कर्मत्यागो मया कृतः ।
त्वमेव सर्वं जानासि सर्वेश हृदये स्थितः ॥
nāvalepānna mohācca karmatyāgo mayā kṛtaḥ |
tvameva sarvaṃ jānāsi sarveśa hṛdaye sthitaḥ ||
„Nicht aus Hochmut und nicht aus Verblendung habe ich meine Handlungen unterlassen. Du selbst weißt alles, Herr aller Wesen, der du im Herzen wohnst.
14.240 · Kontext
यथाशक्त्या त्वनिच्छातस्तत्रापि परमेश्वर ।
तन्निमित्तमिदं कर्म त्वत्प्रीतये मया कृतम् ॥
yathāśaktyā tvanicchātastatrāpi parameśvara |
tannimittamidaṃ karma tvatprītaye mayā kṛtam ||
Soweit meine Kraft reichte, habe ich gehandelt; das Versäumnis geschah ungewollt, höchster Herr. Um es auszugleichen, habe ich diese Handlung zu deiner Freude vollzogen.“
14.294 · Kontext
पूजयित्वार्घ्यपुष्पाद्यैरलङ्कृत्य पठेदिदम् ।
त्वमेव तीर्थं भगवंस्त्वमेवायतनं परम् ॥
pūjayitvārghyapuṣpādyairalaṅkṛtya paṭhedidam |
tvameva tīrthaṃ bhagavaṃstvamevāyatanaṃ param ||
Man verehre es mit Arghya, Blumen und weiteren Gaben, schmücke es und spreche: „Du selbst bist der heilige Ort, o Herr; du selbst bist die höchste Zuflucht.
14.295 · Kontext
त्वयैवाधिष्ठितं सर्वमिदं जानामि तत्त्वतः ।
तत्रापि च त्वयाऽऽदिष्टं क्रियाकाण्डं शुभप्रदम् ॥
tvayaivādhiṣṭhitaṃ sarvamidaṃ jānāmi tattvataḥ |
tatrāpi ca tvayādiṣṭaṃ kriyākāṇḍaṃ śubhapradam ||
Ich erkenne in Wahrheit, dass du selbst in all diesem gegenwärtig bist. Dennoch hast du die heilbringende Ordnung der rituellen Handlungen gelehrt.
14.296 · Kontext
यत्तन्निर्वाहयाम्यद्य त्वदनुग्रहकाम्यया ।
एवं विज्ञाप्य भगवन्मन्त्रमूर्तिं परात्परम् ॥
yattannirvāhayāmyadya tvadanugrahakāmyayā |
evaṃ vijñāpya bhagavanmantramūrtiṃ parātparam ||
Diese vollziehe ich heute im Verlangen nach deiner Gnade.“ So wende man sich an den Herrn in seiner Mantra-Gestalt, der höher ist als das Höchste.
17.85 · Kontext
तदाश्रितामविज्ञातस्वरूपां देवतां पठन् ।
इहाश्रितात्मने तुभ्यं नमः सर्वेश्वराय च ॥
tadāśritāmavijñātasvarūpāṃ devatāṃ paṭhan |
ihāśritātmane tubhyaṃ namaḥ sarveśvarāya ca ||
Dabei wende man sich an die in ihm wohnende Gottheit, deren genaue Gestalt unbekannt ist: „Dir, dessen Selbst hier Wohnung genommen hat, sei Verehrung, und dem Herrn über alles.
17.86 · Kontext
क्षमस्वावतरान्यत्र सन्तिष्ठात्र चिदात्मना ।
अथास्त्रोदकशुद्धेन विलिप्तेन घृतादिना ॥
kṣamasvāvatarānyatra santiṣṭhātra cidātmanā |
athāstrodakaśuddhena viliptena ghṛtādinā ||
Verzeihe; begib dich an einen anderen Ort und bleibe hier als reines Bewusstsein.“ Dann verwende man ein Werkzeug, das mit Astra-Wasser gereinigt und mit geklärter Butter und den weiteren vorgesehenen Mitteln bestrichen ist.
18.247 · Kontext
अष्टाङ्गेनाथ विज्ञाप्यो भगवान्भूतभावनः ।
मूर्तिभेदेन रूपेण अनेनैव हि साम्प्रतम् ॥
aṣṭāṅgenātha vijñāpyo bhagavānbhūtabhāvanaḥ |
mūrtibhedena rūpeṇa anenaiva hi sāmpratam ||
Mit einer Niederwerfung unter Einsatz der acht Körperglieder richtet er dann seine Bitte an Bhagavan, den Erhalter der Wesen: „Durch eben diese besondere Bildgestalt
18.248 · Kontext
लोकानज्ञाततत्त्वांस्तु समाह्लादय नागरान् ।
येनान्तःसम्प्रविष्टेन ईषत्कालवशात्तु वै ॥
lokānajñātatattvāṃstu samāhlādaya nāgarān |
yenāntaḥsampraviṣṭena īṣatkālavaśāttu vai ||
erfreue nun die Menschen der Stadt, die die höchste Wirklichkeit noch nicht erkannt haben. Indem du in ihr Inneres eintrittst, mögen sie selbst durch eine kurze Begegnung mit dir
18.249 · Kontext
जन्मान्तरसहस्रोत्थान्मोक्षमायान्ति किल्बिषात् ।
एवमर्थ्यो हि भगवान्लोकानुग्रहकृत्प्रभुः ॥
janmāntarasahasrotthānmokṣamāyānti kilbiṣāt |
evamarthyo hi bhagavānlokānugrahakṛtprabhuḥ ||
von der Verfehlung frei werden, die aus tausend früheren Geburten stammt.“ So soll man Bhagavan bitten, den Herrn, der der Welt seine Gnade zuwendet.
20.264 · Kontext
नमो विभवरूपाय नमस्ते त्वन्तरात्मने ।
नमस्तेऽर्चावताराय नानाकाराय ते नमः ॥
namo vibhavarūpāya namaste tvantarātmane |
namaste'rcāvatārāya nānākārāya te namaḥ ||
Verehrung dir in den Vibhava-Herabkünften! Verehrung dir als innerstem Selbst! Verehrung deiner Herabkunft im Gottesbild! Verehrung dir in deinen vielfältigen Gestalten!
20.265 · Kontext
भवान् हि लोकरक्षार्थं लक्ष्म्या कारुण्यरूपया ।
सुदर्शनेनापि युतो विहरस्यत्र भूतले ॥
bhavān hi lokarakṣārthaṃ lakṣmyā kāruṇyarūpayā |
sudarśanenāpi yuto viharasyatra bhūtale ||
Zum Schutz der Welt weilst du hier auf Erden, zusammen mit Lakṣmī, der Verkörperung des Mitgefühls, und mit Sudarśana.
20.266 · Kontext
अद्य मे सफला दृष्टिः सौन्दर्यामृतवारिधिः ।
यद्भवान् सर्वलोकेशो मम दृष्टिपथं गतः ॥
adya me saphalā dṛṣṭiḥ saundaryāmṛtavāridhiḥ |
yadbhavān sarvalokeśo mama dṛṣṭipathaṃ gataḥ ||
Heute hat mein Schauen seine Frucht gefunden: Du, Ozean des Nektars der Schönheit und Herr aller Welten, bist vor meinen Augen erschienen.
20.267 · Kontext
पुण्यक्षेत्रेषु सर्वेषु सर्वदेवायतनेषु च ।
न पश्यामि जगन्नाथ भगवन्तं भवादृशम् ॥
puṇyakṣetreṣu sarveṣu sarvadevāyataneṣu ca |
na paśyāmi jagannātha bhagavantaṃ bhavādṛśam ||
An allen heiligen Orten und in allen Heiligtümern sehe ich keinen Bhagavān wie dich, o Herr der Welt.
20.268 · Kontext
शरणं त्वां प्रपन्नोऽस्मि शरणागतवत्सल ।
कटाक्षैः करुणापूर्णैः समालोकय मां विभो ॥
śaraṇaṃ tvāṃ prapanno'smi śaraṇāgatavatsala |
kaṭākṣaiḥ karuṇāpūrṇaiḥ samālokaya māṃ vibho ||
Ich habe bei dir Zuflucht genommen, du Liebevoller zu denen, die Schutz suchen. Blicke mich mit deinen von Mitgefühl erfüllten Blicken an, alldurchdringender Herr!«
20.319 · Kontext
नमस्ते जगतां नाथ नमस्ते भक्तवत्सल ।
रक्षकस्त्वं हि लोकस्य त्वदात्मकमिदं जगत् ॥
namaste jagatāṃ nātha namaste bhaktavatsala |
rakṣakastvaṃ hi lokasya tvadātmakamidaṃ jagat ||
Verehrung dir, Herr der Welten! Verehrung dir, der du deine Verehrer liebst! Du bist der Beschützer der Welt; diese ganze Welt hat dich zu ihrem innersten Wesen.
20.320 · Kontext
ब्रह्माद्याः सकला देवा भवत्पादाब्जसेवकाः ।
नास्ति त्वतोऽधिका लोके देवता पुरुषोत्तम ॥
brahmādyāḥ sakalā devā bhavatpādābjasevakāḥ |
nāsti tvato'dhikā loke devatā puruṣottama ||
Brahmā und alle Gottheiten dienen deinen Lotusfüßen. Keine Gottheit der Welt steht über dir, o Puruṣottama.
20.321 · Kontext
वेदान्तेषु विचिन्वन्ति त्वां मुनीन्द्राः सनातनम् ।
स भवान् करुणाम्भोधे मम दृष्टिपथं गतः ॥
vedānteṣu vicinvanti tvāṃ munīndrāḥ sanātanam |
sa bhavān karuṇāmbhodhe mama dṛṣṭipathaṃ gataḥ ||
Die großen Weisen suchen dich, den Ewigen, in den Vedānta-Lehren. Du selbst, Ozean des Mitgefühls, bist nun vor meinen Augen erschienen.
20.325 · Kontext
भवान् गुरुः पिता माता सुहृद्बन्धुश्च मे विभो ।
विद्या धनं च सकलं नास्ति त्वत्तो परं यतः ॥
bhavān guruḥ pitā mātā suhṛdbandhuśca me vibho |
vidyā dhanaṃ ca sakalaṃ nāsti tvatto paraṃ yataḥ ||
»Du bist mein Guru, mein Vater, meine Mutter, mein Freund und mein Verwandter, alldurchdringender Herr; du bist mein Wissen und all mein Reichtum. Denn jenseits von dir gibt es nichts.
20.326 · Kontext
त्वां विनाहं क्षणमपि वस्तुं नेच्छे भुवीश्वर ।
तस्मान्निरन्तरं देव भवत्पादाब्जसेवनाम् ॥
tvāṃ vināhaṃ kṣaṇamapi vastuṃ necche bhuvīśvara |
tasmānnirantaraṃ deva bhavatpādābjasevanām ||
Ohne dich möchte ich nicht einmal einen Augenblick leben, o Herr der Erde. Deshalb gewähre mir, o Gott, beständigen Dienst an deinen Lotusfüßen,
21.100 · Kontext
इदमभ्यर्थ्य भगवान् सास्त्रो बद्धाञ्जलिः स्थितः ।
यागालयं हि विश्वेश गृहाण रचितं मया ॥
idamabhyarthya bhagavān sāstro baddhāñjaliḥ sthitaḥ |
yāgālayaṃ hi viśveśa gṛhāṇa racitaṃ mayā ||
Mit zusammengelegten Händen und dem Astra-Mantra bitte der Verehrer: „O Herr des Alls, nimm diese Opferhalle an, die ich bereitet habe!
21.101 · Kontext
आसमाप्तेर्भज विभो क्रियाङ्गानां च सन्निधिम् ।
तदस्त्रोदकधारां चाप्यच्छिन्नां भित्तिगां नयेत् ॥
āsamāpterbhaja vibho kriyāṅgānāṃ ca sannidhim |
tadastrodakadhārāṃ cāpyacchinnāṃ bhittigāṃ nayet ||
O Alldurchdringender, sei bis zur Vollendung in allen Teilen der Handlung gegenwärtig!“ Dann führe er einen ununterbrochenen Strom des Astra-Wassers an der Begrenzung entlang.
21.110 · Kontext
ये विष्णुभाविनो भूता ये च तेष्वनुयायिनः ।
आहरन्तु बलिं तुष्टाः प्रयच्छन्तु शुभं मम ॥
ye viṣṇubhāvino bhūtā ye ca teṣvanuyāyinaḥ |
āharantu baliṃ tuṣṭāḥ prayacchantu śubhaṃ mama ||
„Ihr Wesen, die ihr zu Viṣṇu gehört, und ihr, die ihr ihnen folgt: Nehmt diese Gabe freudig an und gewährt mir Wohlergehen!“
Mantrabezeichnungen und nicht ausgeschriebene Formeln
Praṇava beziehungsweise Tāra bezeichnet den Oṃ-Laut. Hṛd-, Netra-, Astra-, Varma-, Bala- und Vīryamantra sind Funktionsbezeichnungen innerhalb bestimmter Mantrasysteme; aus dem Namen allein ergibt sich kein gesicherter vollständiger Wortlaut. Entsprechendes gilt für Mūlamantra, Vyūha-Mantras, Garuḍamantra und die fünf Upaniṣad-Mantras. Der Zusammenhang ist jeweils in der vollständigen Übersetzung nachzulesen.
Bei der Speisezubereitung werden unter anderem Viṣṇu-Gāyatrī (25.97, 160), Garuḍamantra (25.204) und mehrere vedische Anfangswörter genannt. Die folgenden Verse bewahren genau diese Überlieferungsform.
25.80 · Kontext
अवघातगृहं प्राप्य तत्रस्थं तण्डुलादिकम् ।
ब्रह्मशुक्रमिवेत्युक्त्वा नेत्रेणैवावलोकयेत् ॥
avaghātagṛhaṃ prāpya tatrasthaṃ taṇḍulādikam |
brahmaśukramivetyuktvā netreṇaivāvalokayet ||
… in den Raum des Stampfens. Mit der Formel, die „brahmaśukram iva“ beginnt, betrachte er durch [das zugehörige] Augen-[Mantra] die dort befindlichen Reiskörner und übrigen Zutaten.
25.94 · Kontext
चुल्यां निधाय तारेण सप्त तेऽग्न इतीरयन् ।
इन्धनानि विनिक्षिप्य यज्ञदारुमयानि च ॥
culyāṃ nidhāya tāreṇa sapta te'gna itīrayan |
indhanāni vinikṣipya yajñadārumayāni ca ||
Mit dem Pranava setze man es in den Herd. Unter der Formel „sapta te ’gna …“ lege man Brennstoff aus Opferholz hinein …
25.95 · Kontext
क्रिमिकीटादिहीनानि ज्योतिरात्रीति मन्त्रतः ।
प्रज्वाल्य व्यजनेनैव ततः स्थालीश्च ताम्रजाः ॥
krimikīṭādihīnāni jyotirātrīti mantrataḥ |
prajvālya vyajanenaiva tataḥ sthālīśca tāmrajāḥ ||
… frei von Würmern, Insekten und dergleichen. Mit dem Mantra, das „jyotir ātrī …“ [im Druck] lautet, fache man es mit dem Fächer an. Dann [nehme man] kupferne Kochtöpfe …
25.97 · Kontext
घृतेनालेपयेत्तासामन्तरं व्यूहविद्यया ।
तण्डुलान्प्रक्षिपेत्तासु गायत्र्या विष्णुपूर्वया ॥
ghṛtenālepayettāsāmantaraṃ vyūhavidyayā |
taṇḍulānprakṣipettāsu gāyatryā viṣṇupūrvayā ||
Unter den Vyūha-Mantras bestreiche er ihr Inneres mit Ghee. Mit der Viṣṇu-Gāyatrī gebe er den Reis hinein.
25.98 · Kontext
अम्भस्यपार इति च मन्त्रेण स हृदा पुनः ।
जलेनापूरयेद्द्रव्यं तण्डुलान्प्रतिपाककान् ॥
ambhasyapāra iti ca mantreṇa sa hṛdā punaḥ |
jalenāpūrayeddravyaṃ taṇḍulānpratipākakān ||
Mit dem Mantraanfang „ambhasya pāra …“ und dem Herzmantra fülle man bei jeder Reisportion Wasser als Zutat auf. [Der Wortlaut des Mantraanfangs ist in der Quelle nicht vollständig ausgeschrieben.]
25.103 · Kontext
शुचीन् सत्क्रियतेत्यादि मन्त्रेणाधारपूततः ।
शोधिते भूतले वाथ व्रीहिभिर्वा प्रसारिते ॥
śucīn satkriyatetyādi mantreṇādhārapūtataḥ |
śodhite bhūtale vātha vrīhibhirvā prasārite ||
Mit dem Mantra, das „śucīn satkriyatety …“ beginnt, reinige man die Unterseite [des Gefäßes] und [setze es] auf den gereinigten Boden oder auf ausgestreutes Getreide. [Der Mantraanfang ist sprachlich beschädigt und wird nicht ergänzt.]
25.110 · Kontext
साधयेदुक्तमार्गेण समन्त्रं केवौदने ।
हंसः शुचिषद् इत्यत्र गोक्षीरस्य निषेचनम् ॥
sādhayeduktamārgeṇa samantraṃ kevaudane |
haṃsaḥ śuciṣad ityatra gokṣīrasya niṣecanam ||
Man bereite alles mit den Mantras nach dem für einfachen Reis beschriebenen Verfahren. Beim Eingießen der Kuhmilch [spreche man] „haṃsaḥ śuciṣad …“.
25.111 · Kontext
तदभावे नियोक्तव्यं नालिकेरोद्भवं पयः ।
अब्जागोजेति तत्क्षेपः स्याद्द्रव्यप्रतियोजने ॥
tadabhāve niyoktavyaṃ nālikerodbhavaṃ payaḥ |
abjāgojeti tatkṣepaḥ syāddravyapratiyojane ||
Ist diese nicht verfügbar, verwende man Kokosmilch. Ihr Hinzugeben geschehe mit „abjā gojā …“, wenn die Zutat eingesetzt wird.
25.159 · Kontext
तदन्येषां तु संस्कारो द्वादशार्णेन वा हृदा ।
साङ्गेन मूलमन्त्रेण सर्वं संसाधयीत वा ॥
tadanyeṣāṃ tu saṃskāro dvādaśārṇena vā hṛdā |
sāṅgena mūlamantreṇa sarvaṃ saṃsādhayīta vā ||
Die übrigen Speisen bereite man mit dem zwölfsilbigen Mantra oder dem Herzmantra zu. Oder man vollziehe alles mit dem Grundmantra samt seinen Gliedern …
25.160 · Kontext
विष्णुगायत्रिया वाऽथ पञ्चोपनिषदाऽथ वा ।
संसाध्य परमान्नाद्यमुपदंशान्वितं क्रमात् ॥
viṣṇugāyatriyā vā'tha pañcopaniṣadā'tha vā |
saṃsādhya paramānnādyamupadaṃśānvitaṃ kramāt ||
… oder mit der Viṣṇu-Gāyatrī oder den fünf Upaniṣad-Mantras. Nachdem Paramānna und die übrigen Speisen samt ihren Beilagen der Reihe nach zubereitet sind …
25.204 · Kontext
हवींषि पायसादीनि क्रमेण विनिवेदयेत् ।
गारुडेनैव मन्त्रेण बल्यर्थं साधयेद्धविः ॥
havīṃṣi pāyasādīni krameṇa vinivedayet |
gāruḍenaiva mantreṇa balyarthaṃ sādhayeddhaviḥ ||
… Milchreis und die übrigen Opfergaben in der richtigen Folge. Die Gabe für Bali bereite man mit dem Garuḍamantra.
25.205 · Kontext
अन्येषां प्रणवेनैव सिद्धान्नं निवेदयेत् ।
अग्निकार्यहविस्साध्यं यथा मूलालयाकृतेः ॥
anyeṣāṃ praṇavenaiva siddhānnaṃ nivedayet |
agnikāryahavissādhyaṃ yathā mūlālayākṛteḥ ||
Für die übrigen [Gottheiten] bringe man die zubereitete Speise mit dem Pranava dar. Die Gabe für die Feuerhandlung werde wie diejenige für die Gestalt im Hauptheiligtum bereitet.
Die Mantrabildung in Kapitel 23
Damit die weniger bekannten Mantras, Bījas, Lautfolgen und Wortformeln zugänglich bleiben, folgt der zentrale Mantraabschnitt 23.51–436 einschließlich des Schlusshalbverses. Es handelt sich um Bildungsanweisungen und ihre Übersetzung; sie dürfen nicht durchgehend als unmittelbar rezitierbare Formeln gelesen werden. Auslassungen und Unsicherheiten der Quelle bleiben sichtbar. Kommentare der Druckausgabe werden nicht als Mantrawortlaut ausgegeben.
23.51 · Kontext
एवं दिव्यादिशास्त्रस्य स्वरूपं कथितं मया ।
मन्त्रस्वरूपमधुना कथ्यते मुनिपुङ्गवाः ॥
evaṃ divyādiśāstrasya svarūpaṃ kathitaṃ mayā |
mantrasvarūpamadhunā kathyate munipuṅgavāḥ ||
So habe ich das Wesen der göttlichen und der übrigen Schriften beschrieben. Nun wird das Wesen der Mantras erklärt, ihr Trefflichen unter den Weisen.
23.52 · Kontext
सर्वेषु विष्णुमन्त्रेषु मन्त्राः स्युर्व्यापकास्त्रयः ।
आद्यं नारायणाष्टार्णं द्वितीयं द्वादशाक्षरम् ॥
sarveṣu viṣṇumantreṣu mantrāḥ syurvyāpakāstrayaḥ |
ādyaṃ nārāyaṇāṣṭārṇaṃ dvitīyaṃ dvādaśākṣaram ||
Unter allen Viṣṇu-Mantras gelten drei als umfassend: zuerst das acht Silben zählende Nārāyaṇa-Mantra, als zweites das zwölfsilbige
23.53 · Kontext
वासुदेवस्य योगीन्द्रस्ततो विष्णुषडक्षरम् ।
साधारणास्त्विमे मन्त्रास्त्रयः सर्वासु मूर्तिषु ॥
vāsudevasya yogīndrastato viṣṇuṣaḍakṣaram |
sādhāraṇāstvime mantrāstrayaḥ sarvāsu mūrtiṣu ||
Mantra Vāsudevas, o Herr der Yogis, und danach das sechssilbige Viṣṇu-Mantra. Diese drei Mantras sind allen göttlichen Gestalten gemeinsam.
23.54 · Kontext
अन्ये तु मनवस्तत्तन्मूर्तिमात्रपरा ह्यतः ।
व्यापकत्रितयेनार्च्याः सर्वा अपि च मूर्तयः ॥
anye tu manavastattanmūrtimātraparā hyataḥ |
vyāpakatritayenārcyāḥ sarvā api ca mūrtayaḥ ||
Die anderen Mantras sind jeweils auf eine bestimmte Gestalt bezogen. Mit den drei umfassenden Mantras können dagegen alle Gestalten verehrt werden.
23.55 · Kontext
मन्त्रैरन्यैस्तु सम्पूज्यास्तत्तन्मूर्तय एव हि ।
तस्मात्सर्वेषु मन्त्रेषु व्यापकत्रितयं वरम् ॥
mantrairanyaistu sampūjyāstattanmūrtaya eva hi |
tasmātsarveṣu mantreṣu vyāpakatritayaṃ varam ||
Mit den übrigen Mantras verehrt man jeweils die ihnen zugehörige Gestalt. Darum gelten die drei umfassenden unter allen Mantras als besonders ausgezeichnet.
23.56 · Kontext
त्रिष्वप्येषु व्यापकेषु मन्त्रो ह्यष्टाक्षरोऽधिकः ।
अष्टाक्षरादिमन्त्राणामुद्धारं शृणुतादरात् ॥
triṣvapyeṣu vyāpakeṣu mantro hyaṣṭākṣaro'dhikaḥ |
aṣṭākṣarādimantrāṇāmuddhāraṃ śṛṇutādarāt ||
Unter diesen drei umfassenden Mantras wird das Aṣṭākṣara besonders hervorgehoben. Hört nun aufmerksam, wie das acht Silben zählende und die weiteren Mantras gebildet werden.
23.57 · Kontext
उद्धरेत्प्रणवं पूर्वं नमः शब्दमनन्तरम् ।
ततो नारायणायेति ह्येतदष्टाक्षरो मनुः ॥
uddharetpraṇavaṃ pūrvaṃ namaḥ śabdamanantaram |
tato nārāyaṇāyeti hyetadaṣṭākṣaro manuḥ ||
Zuerst nehme man den Praṇava, danach das Wort namaḥ, dann nārāyaṇāya: Dies ist das acht Silben zählende Mantra.
23.58 · Kontext
प्रणवान्ते नमः शब्दं तुर्यान्तं भगवत्पदम् ।
वासुदेवाय वै दद्यादन्तं पञ्चाक्षरं ततः ॥
praṇavānte namaḥ śabdaṃ turyāntaṃ bhagavatpadam |
vāsudevāya vai dadyādantaṃ pañcākṣaraṃ tataḥ ||
Nach dem Praṇava setze man namaḥ, dann das Wort bhagavat im Dativ und schließlich das fünfsilbige vāsudevāya.
23.59 · Kontext
वासुदेवस्य देवस्य मन्त्रोऽयं द्वादशाक्षरः ।
चतुर्थ्यन्तं विष्णुपदं तारेण नमसान्वितम् ॥
vāsudevasya devasya mantro'yaṃ dvādaśākṣaraḥ |
caturthyantaṃ viṣṇupadaṃ tāreṇa namasānvitam ||
Dies ist das zwölfsilbige Mantra des Gottes Vāsudeva. Das Wort viṣṇu im Dativ, verbunden mit Tāra, dem Oṃ-Laut, und namas,
23.60 · Kontext
आदावन्ते च तन्मन्त्रः षडक्षर उदीरितः ।
ज्ञानादिगुणसंयुक्तैरक्षरैर्बिन्दुभूषितैः ॥
ādāvante ca tanmantraḥ ṣaḍakṣara udīritaḥ |
jñānādiguṇasaṃyuktairakṣarairbindubhūṣitaiḥ ||
wobei Oṃ am Anfang und namaḥ am Ende steht, bildet das sechssilbige Mantra. Mit den Lauten, die den Eigenschaften wie Erkenntnis zugeordnet und mit Bindu versehen sind,
23.61 · Kontext
हृदयाद्यङ्गक्लृप्तिः स्याच्छिष्टवर्णान्यपि द्विजाः ।
नेत्रेण योजयेदेवमङ्गक्लृप्तिः प्रकीर्तिता ॥
hṛdayādyaṅgaklṛptiḥ syācchiṣṭavarṇānyapi dvijāḥ |
netreṇa yojayedevamaṅgaklṛptiḥ prakīrtitā ||
werden die Mantraglieder, beginnend mit dem Herzen, gebildet. Die übrigen Laute verbinde man mit dem Augen-Mantra, o Zweimalgeborene. So ist die Bildung der Glieder beschrieben.
23.62 · Kontext
ततस्तु मूर्तिमन्त्राणामुद्धारक्रम उच्यते ।
प्रशस्ते विजने गुप्ते गन्धलिप्ते धरातले ॥
tatastu mūrtimantrāṇāmuddhārakrama ucyate |
praśaste vijane gupte gandhalipte dharātale ||
Nun wird erklärt, wie die Mantras der einzelnen Gottesgestalten gebildet werden. Auf einem geeigneten, abgeschiedenen und geschützten Boden, der mit duftender Paste bestrichen
23.63 · Kontext
सुधूपितेऽर्घ्यपुष्पाद्यैर्वर्णचक्रं प्रसार्य च ।
यस्मिन् प्रतिष्ठितं विश्वमाब्रह्मभुवनादिकम् ॥
sudhūpite'rghyapuṣpādyairvarṇacakraṃ prasārya ca |
yasmin pratiṣṭhitaṃ viśvamābrahmabhuvanādikam ||
und gut beräuchert ist, zeichne man das Rad der Laute und verehre es mit Arghya, Blumen und weiteren Gaben. In ihm ist das ganze All gegründet, bis hin zur Welt Brahmās.
23.64 · Kontext
येनोदितेन जगतः प्रभवः समनन्तरम् ।
स्वात्मन्युपरते तस्मिन् प्रलयः सम्प्रजायते ॥
yenoditena jagataḥ prabhavaḥ samanantaram |
svātmanyuparate tasmin pralayaḥ samprajāyate ||
Mit seinem Hervortreten entsteht die Welt; wenn es in sich selbst zur Ruhe kommt, erfolgt ihre Auflösung.
23.65 · Kontext
प्रेरकं चन्द्रसूर्याभ्यां सबाह्याभ्यन्तरं तु यत् ।
नित्योदितं यदक्षस्थं वर्णमीश्वरवाचकम् ॥
prerakaṃ candrasūryābhyāṃ sabāhyābhyantaraṃ tu yat |
nityoditaṃ yadakṣasthaṃ varṇamīśvaravācakam ||
Es setzt Sonne und Mond in Bewegung, innen wie außen. Im Mittelpunkt steht der ewig offenbare Laut, der Īśvara bezeichnet.
23.66 · Kontext
यत्र स्थानविभागेन वर्णात्मा भगवान् स्थितः ।
अकाराद्यो विसर्गान्तः सौरचान्द्रकलागणः ॥
yatra sthānavibhāgena varṇātmā bhagavān sthitaḥ |
akārādyo visargāntaḥ sauracāndrakalāgaṇaḥ ||
Darin ist Bhagavān als Wesen der Laute an ihren verschiedenen Orten gegenwärtig. Die Lautreihe von a bis zum Visarga bildet die Schar der Sonnen- und Mondkräfte,
23.67 · Kontext
ह्रस्वदीर्घविभागेन नाभौ यत्र द्विरष्टकः ।
कादिभान्तोऽप्यसत्तस्थः प्राकृतस्तत्त्वसञ्चयः ॥
hrasvadīrghavibhāgena nābhau yatra dviraṣṭakaḥ |
kādibhānto'pyasattasthaḥ prākṛtastattvasañcayaḥ ||
sechzehn Laute, nach kurz und lang unterschieden, in der Nabe. Die Reihe von ka bis bha bildet die Gesamtheit der Naturprinzipien. [Ein Ortswort der zweiten Hälfte ist beschädigt.]
23.68 · Kontext
पृथिव्यादिप्रकृत्यन्तो युग्मयोगेन लाङ्गलिन् ।
कलनादेहभृत्कालो नेमिगो नवलक्षणः ॥
pṛthivyādiprakṛtyanto yugmayogena lāṅgalin |
kalanādehabhṛtkālo nemigo navalakṣaṇaḥ ||
Sie reichen von der Erde bis zur Prakṛti und sind paarweise angeordnet, o Pflugträger. In der Felge liegt die neungliedrige Zeit, welche die verkörperten Wesen durch ihr Zählen trägt,
23.69 · Kontext
मकाराद्यो हवर्णान्तो यत्र प्रथिगणे स्वयम् ।
कालवैश्वानरः साक्षान्मार्तण्डायुतदीधितिः ॥
makārādyo havarṇānto yatra prathigaṇe svayam |
kālavaiśvānaraḥ sākṣānmārtaṇḍāyutadīdhitiḥ ||
von ma bis ha. Im äußeren Bereich erscheint Kālavaiśvānara selbst, das Feuer der Zeit, mit der Strahlkraft von zehntausend Sonnen.
23.70 · Kontext
ज्वालायुतसहस्राढ्यो वर्णान्तो भगवान् स्थितः ।
आमध्यात्प्रथिपर्यन्तमाभोतां वर्णसन्ततिम् ॥
jvālāyutasahasrāḍhyo varṇānto bhagavān sthitaḥ |
āmadhyātprathiparyantamābhotāṃ varṇasantatim ||
Am Ende der Laute steht Bhagavān, reich an zehntausendmal tausend Flammen. Die Lautfolge von der Mitte bis zum äußeren Radbereich soll man aussprechen. [Die genaue Anweisung in der zweiten Hälfte ist sprachlich unsicher.]
23.71 · Kontext
उच्चार्यार्घ्यादिनाऽभ्यर्च्य विद्याबीजं हि चक्रराट् ।
ततः समुद्धरेन्मन्त्रं परमात्मनि वाचकम् ॥
uccāryārghyādinā'bhyarcya vidyābījaṃ hi cakrarāṭ |
tataḥ samuddharenmantraṃ paramātmani vācakam ||
Dann verehre man mit Arghya und weiteren Gaben das königliche Rad als Keim der heiligen Erkenntnis. Daraus bilde man das Mantra, das den höchsten Ātman bezeichnet.
23.72 · Kontext
गलन्तममृतप्रख्यमचिरान्मोक्षसिद्धिदम् ।
अक्षस्थमुद्धरेत्पूर्वं नेमिषष्ठमनन्तरम् ॥
galantamamṛtaprakhyamacirānmokṣasiddhidam |
akṣasthamuddharetpūrvaṃ nemiṣaṣṭhamanantaram ||
Es strömt wie Nektar und schenkt bald die Vollendung der Befreiung. Zuerst nehme man den Laut in der Achse, danach den sechsten in der Felge,
23.73 · Kontext
नाभिद्वितीयेनाक्रान्तं द्वितीयमिदमक्षरम् ।
द्वितीयं दशसङ्ख्याच्च तदधश्चाष्टमात्परम् ॥
nābhidvitīyenākrāntaṃ dvitīyamidamakṣaram |
dvitīyaṃ daśasaṅkhyācca tadadhaścāṣṭamātparam ||
verbunden mit dem zweiten Laut der Nabe: Dies ist die zweite Silbe. Dann nehme man den zweiten aus der Zehnergruppe und darunter den auf den achten folgenden Laut,
23.74 · Kontext
नाभेस्त्रयोदशोपेतं तृतीयमिदमक्षरम् ।
अथ द्वितीयं नवमात्राभितुर्यादिनान्वितम् ॥
nābhestrayodaśopetaṃ tṛtīyamidamakṣaram |
atha dvitīyaṃ navamātrābhituryādinānvitam ||
verbunden mit dem dreizehnten der Nabe: Dies ist die dritte Silbe. Danach nehme man den zweiten aus der Neunergruppe, verbunden mit dem vierten der Nabe. [Die Lautzuordnung ist an dieser Stelle unsicher.]
23.75 · Kontext
द्वितीयमष्टमाद्वर्णं केवलं विद्धि पञ्चमम् ।
विज्ञानपदमादाय त्र्यक्षरं तदनन्तरम् ॥
dvitīyamaṣṭamādvarṇaṃ kevalaṃ viddhi pañcamam |
vijñānapadamādāya tryakṣaraṃ tadanantaram ||
Den zweiten Laut der Achtergruppe für sich erkenne als die fünfte Silbe. Danach füge das dreisilbige Wort vijñāna, Erkenntnis, hinzu.
23.76 · Kontext
आद्येकादशाद्वर्णं भिन्नं नाभ्यपरेण तु ।
नेमेस्तृतीयवर्णस्य ततस्तदुपरि न्यसेत् ॥
ādyekādaśādvarṇaṃ bhinnaṃ nābhyapareṇa tu |
nemestṛtīyavarṇasya tatastadupari nyaset ||
Man nehme den ersten Laut der Elfergruppe, verbinde ihn mit dem nächsten Laut der Nabe und setze ihn über den dritten Laut der Felge.
23.77 · Kontext
मन्त्रार्णं नवमं ह्येतद्दशमं मे निबोध तु ।
नाभिद्वितीयेनाक्रान्तं प्राग्वर्णं चाष्टमारगम् ॥
mantrārṇaṃ navamaṃ hyetaddaśamaṃ me nibodha tu |
nābhidvitīyenākrāntaṃ prāgvarṇaṃ cāṣṭamāragam ||
Dies ist die neunte Silbe des Mantras. Höre nun die zehnte: Man nehme den vorausgehenden Laut der achten Speiche und verbinde ihn mit dem zweiten der Nabe,
23.78 · Kontext
नेमेर्द्वितीयं तदनु नेमेराद्य चाष्टकम् ।
तदुद्देशात्तृतीयं च स्थितं तत्पञ्चमोपरी ॥
nemerdvitīyaṃ tadanu nemerādya cāṣṭakam |
taduddeśāttṛtīyaṃ ca sthitaṃ tatpañcamoparī ||
dann den zweiten der Felge, danach deren achten und den dritten aus der entsprechenden Gruppe, der über dem fünften steht. [Der genaue Bezug einzelner Positionsangaben bleibt offen.]
23.79 · Kontext
त्रयोदशमिदं विद्धि नवमादपरं ततः ।
षष्ठस्य नेमिवर्णस्य ऊर्ध्वे तत्त्रितयं न्यसेत् ॥
trayodaśamidaṃ viddhi navamādaparaṃ tataḥ |
ṣaṣṭhasya nemivarṇasya ūrdhve tattritayaṃ nyaset ||
Erkenne darin die dreizehnte Silbe. Danach nehme man den auf den neunten folgenden Laut und setze jene Dreierverbindung über den sechsten Laut der Felge,
23.80 · Kontext
युक्तं नाभितृतीयेन अथ षोडशमुच्यते ।
द्वितीयं दशमाद्वर्णाभ्येकादशसंयुतम् ॥
yuktaṃ nābhitṛtīyena atha ṣoḍaśamucyate |
dvitīyaṃ daśamādvarṇābhyekādaśasaṃyutam ||
verbunden mit dem dritten der Nabe. Nun wird die sechzehnte Silbe genannt: der zweite Laut aus der Zehnergruppe, verbunden mit dem elften der Nabe.
23.81 · Kontext
चैतन्यपदं दद्यात्सनमस्कमतः परम् ।
द्वाविंशार्णो ह्ययं मन्त्रः पदैः षड्भिरलङ्कृतः ॥
caitanyapadaṃ dadyātsanamaskamataḥ param |
dvāviṃśārṇo hyayaṃ mantraḥ padaiḥ ṣaḍbhiralaṅkṛtaḥ ||
Danach füge man das Wort caitanya, Bewusstsein, mit der Verneigung hinzu. Dieses Mantra umfasst zweiundzwanzig Silben und ist mit sechs Wortgliedern geschmückt.
23.82 · Kontext
तत्रैकार्णं पदं ज्ञानं चतुर्वर्णं पदं बलम् ।
षडक्षरैश्वाप्यैश्वर्यं वीर्यं पञ्चाक्षरं परम् ॥
tatraikārṇaṃ padaṃ jñānaṃ caturvarṇaṃ padaṃ balam |
ṣaḍakṣaraiśvāpyaiśvaryaṃ vīryaṃ pañcākṣaraṃ param ||
Das einsilbige Wortglied bezeichnet Erkenntnis, das viersilbige Stärke, das sechssilbige Herrschaft und das folgende fünfsilbige Wirkkraft.
23.83 · Kontext
चतुर्वर्णं पदं तेजः शान्तं स्याद्द्व्यक्षरं च यत् ।
तेजो वीर्यं बलं शक्तिरैश्वर्यं ज्ञानमेव च ॥
caturvarṇaṃ padaṃ tejaḥ śāntaṃ syāddvyakṣaraṃ ca yat |
tejo vīryaṃ balaṃ śaktiraiśvaryaṃ jñānameva ca ||
Ein viersilbiges Wortglied bezeichnet Lichtkraft; ein zweisilbiges wird hier als still bezeichnet. Lichtkraft, Wirkkraft, Stärke, Śakti, Herrschaft und Erkenntnis [Das gedruckte śāntam, „still“, ist im Zusammenhang mit Śakti auffällig; die Lesung bleibt offen.]
23.84 · Kontext
दृगस्त्रं कवचं शैखं शिरो हृत् षड्यथाक्रमम् ।
मन्त्रस्समाधिविषये नानाभूमिजयेषु च ॥
dṛgastraṃ kavacaṃ śaikhaṃ śiro hṛt ṣaḍyathākramam |
mantrassamādhiviṣaye nānābhūmijayeṣu ca ||
entsprechen der Reihe nach Auge, Waffe, Schutzpanzer, Scheitel, Haupt und Herz. Im Zusammenhang mit Samādhi und dem Meistern verschiedener geistiger Stufen
23.85 · Kontext
निराकारो निरङ्गश्च स्मर्तव्यो ब्रह्मलक्षणः ।
तत्प्राप्त्युपाये प्रथमे यागहोमादिके तु वै ॥
nirākāro niraṅgaśca smartavyo brahmalakṣaṇaḥ |
tatprāptyupāye prathame yāgahomādike tu vai ||
soll das Mantra als gestaltlos und ohne Glieder vergegenwärtigt werden, seinem Wesen nach Brahman. Bei den anfänglichen Mitteln, die dorthin führen, bei Verehrung, Feueropfer und ähnlichen Handlungen,
23.86 · Kontext
साकारं संस्मरेत्साङ्गं परिवारेण चावृतम् ।
आनीता व्यक्ततां येन स्वयं ज्ञानादयो गुणाः ॥
sākāraṃ saṃsmaretsāṅgaṃ parivāreṇa cāvṛtam |
ānītā vyaktatāṃ yena svayaṃ jñānādayo guṇāḥ ||
soll man es dagegen mit Gestalt, Gliedern und Gefolge betrachten. Durch dieses werden Erkenntnis und die übrigen göttlichen Eigenschaften selbst offenbar.
23.87 · Kontext
शश्वद्यागसमाप्त्यर्थं कर्मणामनुकम्पया ।
सोऽनङ्गः संस्मृतो मन्त्रो भक्तिश्रद्धावशेन तु ॥
śaśvadyāgasamāptyarthaṃ karmaṇāmanukampayā |
so'naṅgaḥ saṃsmṛto mantro bhaktiśraddhāvaśena tu ||
Aus Erbarmen unterstützt das Mantra die Handlungen bis zur Vollendung der Verehrung. Auch wenn es ohne Glieder betrachtet wird, schenkt es durch Bhakti und vertrauende Hingabe
23.88 · Kontext
फलं यच्छति वै नूनं नित्यं तद्भावितात्मनाम् ।
प्राधान्येन त्वैश्वर्यं मोक्षो यत्रानुषङ्गतः ॥
phalaṃ yacchati vai nūnaṃ nityaṃ tadbhāvitātmanām |
prādhānyena tvaiśvaryaṃ mokṣo yatrānuṣaṅgataḥ ||
gewiss Frucht denen, die sich beständig darin versenken. Wo Herrschaft und geistige Vollmacht im Vordergrund stehen, kann Befreiung als begleitende Frucht hinzukommen.
23.89 · Kontext
तत्र तद्विघ्नशान्त्यर्थमस्त्रान्तं विद्धि मन्त्रपम् ।
विपर्यये तु नेत्रान्तो मन्त्रो यस्मान्महामते ॥
tatra tadvighnaśāntyarthamastrāntaṃ viddhi mantrapam |
viparyaye tu netrānto mantro yasmānmahāmate ||
Zur Beruhigung der Hindernisse erkenne die bis zur Waffe reichenden Glieder als Schutz des Mantras. Im umgekehrten Fall reicht die Folge bis zum Auge, du Einsichtiger.
23.90 · Kontext
दृष्टिप्रशुद्धमार्गाणां विघ्नाः शान्तचेतसाम् ।
स्वकमन्तर्गतं तेजः स्वातन्त्र्याच्च बहिष्कृतम् ॥
dṛṣṭipraśuddhamārgāṇāṃ vighnāḥ śāntacetasām |
svakamantargataṃ tejaḥ svātantryācca bahiṣkṛtam ||
Welche Hindernisse könnten Menschen mit friedvollem Geist begegnen, deren Weg durch diese Schau geläutert ist? Die eigene innere Lichtkraft wird aus ihrer Freiheit heraus nach außen gebracht.
23.91 · Kontext
येन येन हि मन्त्रेण स च नेत्रान्वितः स्मृतः ।
स्वप्रकाशस्त्वनुपमो येन येन हृदन्तरे ॥
yena yena hi mantreṇa sa ca netrānvitaḥ smṛtaḥ |
svaprakāśastvanupamo yena yena hṛdantare ||
Das Mantra, mit dem dies jeweils geschieht, gilt als mit dem Augen-Mantra verbunden. Das unvergleichliche, aus sich selbst leuchtende Licht im Herzen
23.92 · Kontext
सितासितः समाकृष्य स स तद्वाचकोऽन्वितः ।
अथ मन्त्रचतुष्कन्तु भिन्नषाड्गुण्यवाचकम् ॥
sitāsitaḥ samākṛṣya sa sa tadvācako'nvitaḥ |
atha mantracatuṣkantu bhinnaṣāḍguṇyavācakam ||
wird in seinen hellen und dunklen Erscheinungen herangezogen und mit dem jeweils bezeichnenden Laut verbunden. [Der Satzanschluss ist unsicher.] Nun folgen vier Mantras, welche die sechs göttlichen Eigenschaften in ihrer Unterscheidung bezeichnen.
23.93 · Kontext
कर्मिणां मोक्षदं शश्वत् पूर्वोद्दिष्टं निबोध तु ।
आदायाक्षान्तं बीजं नाभिपूर्वमतः परम् ॥
karmiṇāṃ mokṣadaṃ śaśvat pūrvoddiṣṭaṃ nibodha tu |
ādāyākṣāntaṃ bījaṃ nābhipūrvamataḥ param ||
Verstehe diese bereits genannten Mantras als stets Befreiung schenkend für die Handelnden. Man nehme das Bīja in der Achse, danach den ersten Laut der Nabe.
23.94 · Kontext
अरादेकादशात्पूर्वं तस्याधो विनिवेशयेत् ।
वर्णं नेमिस्तृतीयं यत् तृतीयमिदमक्षरम् ॥
arādekādaśātpūrvaṃ tasyādho viniveśayet |
varṇaṃ nemistṛtīyaṃ yat tṛtīyamidamakṣaram ||
Dann nehme man den ersten Laut aus der Elfergruppe der Speiche und setze darunter den dritten der Felge: Dies ist die dritte Silbe.
23.95 · Kontext
द्वितीयमष्टमाद्वर्णं नाभेस्तुर्यादिनान्वितम् ।
ततस्तु नवमं नेमेः केवलं विद्धि पञ्चमम् ॥
dvitīyamaṣṭamādvarṇaṃ nābhesturyādinānvitam |
tatastu navamaṃ nemeḥ kevalaṃ viddhi pañcamam ||
Der zweite Laut der Achtergruppe wird mit dem vierten der Nabe verbunden. Danach erkenne den neunten der Felge, für sich allein, als fünfte Silbe. [Die Vokalangabe ist unsicher.]
23.96 · Kontext
अष्टमादपरं वर्णं द्वितीयस्वरसंयुतम् ।
षष्ठमेतद्विजानीयात् सप्तमं दशमात्परम् ॥
aṣṭamādaparaṃ varṇaṃ dvitīyasvarasaṃyutam |
ṣaṣṭhametadvijānīyāt saptamaṃ daśamātparam ||
Der zweite Laut der Achtergruppe, verbunden mit dem zweiten Vokal, ist die sechste Silbe. Der zweite aus der Zehnergruppe ist die siebte.
23.97 · Kontext
अथ द्वितीयं दशमादादायोर्ध्वे तु विन्यसेत् ।
अष्टमात्तु द्वितीयस्य मन्त्रार्णमिदमष्टकम् ॥
atha dvitīyaṃ daśamādādāyordhve tu vinyaset |
aṣṭamāttu dvitīyasya mantrārṇamidamaṣṭakam ||
Man nehme den zweiten Laut der Zehnergruppe und setze ihn über den zweiten der Achtergruppe: Dies ist die achte Silbe des Mantras.
23.98 · Kontext
द्वितीयात्प्रथमं वर्णमष्टमादपरं ततः ।
नाभ्येकादशमोपेतं द्वितीयं नेमिमण्डलात् ॥
dvitīyātprathamaṃ varṇamaṣṭamādaparaṃ tataḥ |
nābhyekādaśamopetaṃ dvitīyaṃ nemimaṇḍalāt ||
Dann nehme man den ersten Laut der zweiten Gruppe, darauf den zweiten der Achtergruppe mit dem elften der Nabe und den zweiten aus dem Felgenkreis.
23.99 · Kontext
पूर्वमेकादशाच्छुद्धं तादृङ्नेमेस्तृतीयकम् ।
नेमिपूर्वं च तदनु नाभेरेकादशाङ्कितम् ॥
pūrvamekādaśācchuddhaṃ tādṛṅnemestṛtīyakam |
nemipūrvaṃ ca tadanu nābherekādaśāṅkitam ||
Es folgen der erste der Elfergruppe allein, ebenso der dritte der Felge und danach deren erster, verbunden mit dem elften der Nabe.
23.100 · Kontext
नेमेः षष्ठमथादाय स्थितं तत्पञ्चमोपरी ।
ततो नाभिद्वितीयेन युक्तं नेमेस्तृतीयकम् ॥
nemeḥ ṣaṣṭhamathādāya sthitaṃ tatpañcamoparī |
tato nābhidvitīyena yuktaṃ nemestṛtīyakam ||
Man nehme den sechsten der Felge und setze ihn über deren fünften; danach den dritten der Felge, verbunden mit dem zweiten der Nabe.
23.101 · Kontext
द्वितीयं केवलं नेमेरादाय च महामते ।
कर्त्रे नमः पदं पश्चाद्योजयेच्चतुरक्षरम् ॥
dvitīyaṃ kevalaṃ nemerādāya ca mahāmate |
kartre namaḥ padaṃ paścādyojayeccaturakṣaram ||
Man nehme den zweiten der Felge für sich, du Einsichtiger, und füge anschließend das viersilbige kartre namaḥ hinzu: „Verneigung dem Schöpfer“.
23.102 · Kontext
एकविंशतिभिर्वर्णैरयं मन्त्र उदाहृतः ।
अभिन्नः पदभेदेन भवेदेकाधिकस्तु वै ॥
ekaviṃśatibhirvarṇairayaṃ mantra udāhṛtaḥ |
abhinnaḥ padabhedena bhavedekādhikastu vai ||
Dieses Mantra wird mit einundzwanzig Silben angegeben. Hinsichtlich der Wortgliederung bleibt es grundsätzlich gleich, mit einer zusätzlichen Unterscheidung. [Der genaue Bezug dieser Zahlenangabe ist unklar.]
23.103 · Kontext
प्राग्वर्णेन पदं पूर्वं पञ्चार्णं द्वितयं भवेत् ।
षडक्षरं तृतीयन्तु चतुर्थं तद्वदेव तु ॥
prāgvarṇena padaṃ pūrvaṃ pañcārṇaṃ dvitayaṃ bhavet |
ṣaḍakṣaraṃ tṛtīyantu caturthaṃ tadvadeva tu ||
Das erste Wortglied besteht aus dem vorausgehenden Laut, das zweite aus fünf Silben, das dritte aus sechs und das vierte wird hier entsprechend beschrieben. [Die überlieferten Silbenzahlen stimmen nicht eindeutig mit der Mantraauflösung überein.]
23.104 · Kontext
द्व्यक्षरं पञ्चमं विद्धि तद्वत् षष्ठं महामते ।
अथापरं महामन्त्रं द्वितीयमवधारय ॥
dvyakṣaraṃ pañcamaṃ viddhi tadvat ṣaṣṭhaṃ mahāmate |
athāparaṃ mahāmantraṃ dvitīyamavadhāraya ||
Das fünfte Wortglied hat zwei Silben, ebenso das sechste, du Einsichtiger. Höre nun ein weiteres, das zweite große Mantra.
23.105 · Kontext
यज्ज्ञात्वा न पुनर्जन्म भवत्याराधकस्य च ।
आदायाक्षस्य मध्यस्थं नाभिपूर्वमतः परम् ॥
yajjñātvā na punarjanma bhavatyārādhakasya ca |
ādāyākṣasya madhyasthaṃ nābhipūrvamataḥ param ||
Wer es erkennt und verehrt, wird nicht wiedergeboren. Man nehme den Laut in der Mitte der Achse, danach den ersten der Nabe,
23.106 · Kontext
पूर्वं नेमेस्तु तस्यैव योज्यं नाभित्रयोदशम् ।
द्वितीयादपरं वर्णं सर्वशक्त्यात्मने पदम् ॥
pūrvaṃ nemestu tasyaiva yojyaṃ nābhitrayodaśam |
dvitīyādaparaṃ varṇaṃ sarvaśaktyātmane padam ||
dann den ersten der Felge, verbunden mit dem dreizehnten der Nabe, und den zweiten Laut der zweiten Gruppe. Man füge sarvaśaktyātmane hinzu: „dem, dessen Wesen alle Kräfte sind“.
23.107 · Kontext
द्वितीयं द्वादशाद्वर्णं द्वितीयात्प्रथमं ततः ।
पञ्चमं च बहिष्षष्यस्त्रीनेतान् विद्धि केवलान् ॥
dvitīyaṃ dvādaśādvarṇaṃ dvitīyātprathamaṃ tataḥ |
pañcamaṃ ca bahiṣṣaṣyastrīnetān viddhi kevalān ||
Es folgen der zweite Laut der Zwölfergruppe, der erste der zweiten Gruppe und der fünfte des äußeren Kreises. Diese drei nehme man ohne weitere Verbindung.
23.108 · Kontext
नाभ्येकादशसंभिन्नं द्वितीयं चाष्टमात्ततः ।
नमो नमः पदयुतो मन्त्रश्चाष्टादशाक्षरः ॥
nābhyekādaśasaṃbhinnaṃ dvitīyaṃ cāṣṭamāttataḥ |
namo namaḥ padayuto mantraścāṣṭādaśākṣaraḥ ||
Dann nehme man den zweiten Laut der Achtergruppe, verbunden mit dem elften der Nabe. Mit namo namaḥ, „wiederholte Verneigung“, ist das achtzehnsilbige Mantra gebildet.
23.109 · Kontext
अस्यैकार्णं पदं पूर्वं त्र्यक्षरं तदनन्तरम् ।
षडक्षरं तृतीयन्तु चतुर्थं चतुरक्षरम् ॥
asyaikārṇaṃ padaṃ pūrvaṃ tryakṣaraṃ tadanantaram |
ṣaḍakṣaraṃ tṛtīyantu caturthaṃ caturakṣaram ||
Sein erstes Wortglied hat eine Silbe, das folgende drei, das dritte sechs und das vierte vier Silben.
23.110 · Kontext
द्वितीयं द्व्यक्षरं चान्यत् पदयोस्सम्प्रकीर्तितम् ।
तृतीयमथ वक्ष्यामि मन्त्रं मन्त्रविदां वर ॥
dvitīyaṃ dvyakṣaraṃ cānyat padayossamprakīrtitam |
tṛtīyamatha vakṣyāmi mantraṃ mantravidāṃ vara ||
Die beiden übrigen Wortglieder werden als jeweils zweisilbig angegeben. Nun erkläre ich das dritte Mantra, du Hervorragender unter den Mantrakundigen.
23.111 · Kontext
यज्ज्ञात्वा मानसं शुद्धिं परमां याति कर्मिणाम् ।
बीजमादाय मध्यस्थमाद्यमेकादशाततः ॥
yajjñātvā mānasaṃ śuddhiṃ paramāṃ yāti karmiṇām |
bījamādāya madhyasthamādyamekādaśātataḥ ||
Durch seine Erkenntnis erlangt der Geist der Übenden höchste Reinheit. Man nehme das Bīja in der Mitte, danach den ersten Laut der Elfergruppe,
23.112 · Kontext
नेमेस्तृतीयं तदध ऊर्ध्वं नाभ्यपरं तु वै ।
अथाद्यमष्टमाद्वर्णं द्वितीयस्वरसंयुतम् ॥
nemestṛtīyaṃ tadadha ūrdhvaṃ nābhyaparaṃ tu vai |
athādyamaṣṭamādvarṇaṃ dvitīyasvarasaṃyutam ||
darunter den dritten der Felge und darüber den zweiten der Nabe. Es folgt der erste Laut der Achtergruppe, verbunden mit dem zweiten Vokal.
23.113 · Kontext
तद्वदेकादशादाद्यं वर्णमन्यं समाहरेत् ।
दशमादपरं वर्णं नेमेरष्टकमनन्तः ॥
tadvadekādaśādādyaṃ varṇamanyaṃ samāharet |
daśamādaparaṃ varṇaṃ nemeraṣṭakamanantaḥ ||
Ebenso nehme man den ersten der Elfergruppe, dann den zweiten der Zehnergruppe und den achten der Felge,
23.114 · Kontext
युक्तं नाभिद्वितीयेन त्वाद्यं नेम्यक्षरन्तु यत् ।
नाभित्रयोदशोपेतमादाय दशमात्परम् ॥
yuktaṃ nābhidvitīyena tvādyaṃ nemyakṣarantu yat |
nābhitrayodaśopetamādāya daśamātparam ||
den ersten Laut der Felge mit dem zweiten der Nabe und den zweiten der Zehnergruppe mit dem dreizehnten der Nabe.
23.115 · Kontext
द्वितीयं नवमाद्वर्णं युक्तं नाभ्यपरेण तु ।
तत्संख्यं दशमाच्छुद्धं ततो बाह्यात्तु पञ्चमम् ॥
dvitīyaṃ navamādvarṇaṃ yuktaṃ nābhyapareṇa tu |
tatsaṃkhyaṃ daśamācchuddhaṃ tato bāhyāttu pañcamam ||
Es folgen der zweite Laut der Neunergruppe, verbunden mit dem zweiten der Nabe, der entsprechende Laut der Zehnergruppe allein und danach der fünfte des äußeren Kreises.
23.116 · Kontext
नेमेर्द्वितीयं तदधो युक्तं नाभेः परेण तु ।
द्वितीयं दशमात्प्राणाय त्र्यक्षरं पदम् ॥
nemerdvitīyaṃ tadadho yuktaṃ nābheḥ pareṇa tu |
dvitīyaṃ daśamātprāṇāya tryakṣaraṃ padam ||
Darunter setze man den zweiten der Felge, verbunden mit dem zweiten der Nabe; dann den zweiten der Zehnergruppe und das dreisilbige Wort prāṇāya, „dem Lebenshauch“.
23.117 · Kontext
ततस्त्वेकादशादाद्यं केवलं च समाहरेत् ।
अथ नाभिद्वितीयेन युक्तं नेमेस्तृतीयकम् ॥
tatastvekādaśādādyaṃ kevalaṃ ca samāharet |
atha nābhidvitīyena yuktaṃ nemestṛtīyakam ||
Danach nehme man den ersten der Elfergruppe allein und den dritten der Felge, verbunden mit dem zweiten der Nabe,
23.118 · Kontext
नाभित्रयोदशोपेतं बहिष्ष्वपरं ततः ।
नेमेस्तृतीयस्योर्ध्वं तु नवमादपरं न्यसेत् ॥
nābhitrayodaśopetaṃ bahiṣṣvaparaṃ tataḥ |
nemestṛtīyasyordhvaṃ tu navamādaparaṃ nyaset ||
dann den zweiten des äußeren Kreises mit dem dreizehnten der Nabe. Über den dritten der Felge setze man den zweiten der Neunergruppe.
23.119 · Kontext
ततो नाभिद्वितीयेन युक्तं प्राङ्नेमिमण्डलात् ।
द्वितीयमथ वै बाह्यात् सनमस्कं हि केवलम् ॥
tato nābhidvitīyena yuktaṃ prāṅnemimaṇḍalāt |
dvitīyamatha vai bāhyāt sanamaskaṃ hi kevalam ||
Es folgen der erste Laut des Felgenkreises, verbunden mit dem zweiten der Nabe, und der zweite des äußeren Kreises allein, mit namaḥ, der Verneigung.
23.120 · Kontext
त्रयोविंशतिभिर्वर्णैरुपेतो ह्येष मन्त्रराट् ।
पदैः पूर्वोक्तसंख्यैस्तु तेषां भेदोऽथोच्यते ॥
trayoviṃśatibhirvarṇairupeto hyeṣa mantrarāṭ |
padaiḥ pūrvoktasaṃkhyaistu teṣāṃ bhedo'thocyate ||
Dieses königliche Mantra hat dreiundzwanzig Silben und die zuvor genannte Anzahl von Wortgliedern. Deren unterschiedliche Länge wird nun erläutert.
23.121 · Kontext
पूर्वमेकार्णं विद्धि द्वितीयं तु नवाक्षरम् ।
तृतीयं द्व्यक्षरं चैव चतुर्थं त्र्यक्षरं स्मृतम् ॥
pūrvamekārṇaṃ viddhi dvitīyaṃ tu navākṣaram |
tṛtīyaṃ dvyakṣaraṃ caiva caturthaṃ tryakṣaraṃ smṛtam ||
Das erste Wortglied hat eine Silbe, das zweite neun, das dritte zwei und das vierte drei.
23.122 · Kontext
षडक्षरमथोर्ध्वस्थं द्व्यक्षरं तदनन्तरम् ।
चतुर्थमधुना मन्त्रं निबोध गदतो मम ॥
ṣaḍakṣaramathordhvasthaṃ dvyakṣaraṃ tadanantaram |
caturthamadhunā mantraṃ nibodha gadato mama ||
Das folgende hat sechs Silben, das anschließende zwei. Vernimm nun das vierte Mantra, während ich es erkläre.
23.123 · Kontext
येन विज्ञातमात्रेण संविदुत्पद्यते परा ।
आदायादौ यदक्षस्थं नाभिपूर्वमनन्तरम् ॥
yena vijñātamātreṇa saṃvidutpadyate parā |
ādāyādau yadakṣasthaṃ nābhipūrvamanantaram ||
Allein durch seine Erkenntnis entsteht höchste Bewusstheit. Zuerst nehme man den Laut in der Achse, danach den ersten der Nabe,
23.124 · Kontext
ततस्तृतीयात्परं वर्णमादाय लाङ्गलिन् ।
नेमिद्वितीयं तस्याधस्तदधो नाभिपञ्चमम् ॥
tatastṛtīyātparaṃ varṇamādāya lāṅgalin |
nemidvitīyaṃ tasyādhastadadho nābhipañcamam ||
dann den zweiten Laut der dritten Gruppe, o Pflugträger; darunter den zweiten der Felge und darunter den fünften der Nabe.
23.125 · Kontext
द्वितीयमष्टमाद्वर्णं तत्संख्यं नेमिमण्डलात् ।
आदायैतद्द्वयं कुर्याद्युक्तं नाभ्यपरेण तु ॥
dvitīyamaṣṭamādvarṇaṃ tatsaṃkhyaṃ nemimaṇḍalāt |
ādāyaitaddvayaṃ kuryādyuktaṃ nābhyapareṇa tu ||
Den zweiten Laut der Achtergruppe und den entsprechenden des Felgenkreises nehme man und verbinde dieses Paar mit dem zweiten der Nabe.
23.126 · Kontext
अथ नाभितृतीयेन युक्तं बाह्यात्तु पञ्चमम् ।
आद्यात् पूर्वमथादाय नाभिसप्तमसंयुक्तम् ॥
atha nābhitṛtīyena yuktaṃ bāhyāttu pañcamam |
ādyāt pūrvamathādāya nābhisaptamasaṃyuktam ||
Dann nehme man den fünften des äußeren Kreises, verbunden mit dem dritten der Nabe; darauf den ersten Laut der ersten Gruppe, verbunden mit dem siebten der Nabe,
23.127 · Kontext
द्वितीयमष्टमाद्वर्णं द्वितीयं नेमिमण्डलात् ।
आदायाभ्यां नियोक्तव्यं द्वितीयं नाभिगोचरात् ॥
dvitīyamaṣṭamādvarṇaṃ dvitīyaṃ nemimaṇḍalāt |
ādāyābhyāṃ niyoktavyaṃ dvitīyaṃ nābhigocarāt ||
den zweiten Laut der Achtergruppe und den zweiten des Felgenkreises. Mit diesen verbinde man den zweiten Laut der Nabe.
23.128 · Kontext
अथ द्वितीयं दशमात् केवलं वर्णमाहरेत् ।
द्वितीयमष्टमाद्वर्णं तदूर्ध्वे दशमात्परम् ॥
atha dvitīyaṃ daśamāt kevalaṃ varṇamāharet |
dvitīyamaṣṭamādvarṇaṃ tadūrdhve daśamātparam ||
Danach nehme man den zweiten der Zehnergruppe allein, den zweiten der Achtergruppe und darüber den zweiten der Zehnergruppe.
23.129 · Kontext
नाभिद्वितीयमस्यैव योजयेत् तदनन्तरम् ।
ततो नेमिद्वितीयं तु केवलं वर्णमाहरेत् ॥
nābhidvitīyamasyaiva yojayet tadanantaram |
tato nemidvitīyaṃ tu kevalaṃ varṇamāharet ||
Damit verbinde man anschließend den zweiten der Nabe. Dann nehme man den zweiten Laut der Felge allein.
23.130 · Kontext
अथ नाभेर्यदादिस्थं प्राग्वर्णं दशमादरात् ।
तदधो द्वितीयं बाह्यात् प्रथिवर्णमनन्तरम् ॥
atha nābheryadādisthaṃ prāgvarṇaṃ daśamādarāt |
tadadho dvitīyaṃ bāhyāt prathivarṇamanantaram ||
Es folgen der erste der Nabe und der vorausgehende Laut aus der zehnten Speichengruppe; darunter der zweite des äußeren Kreises und danach der Laut am äußeren Radumfang,
23.131 · Kontext
युक्तं नाभिद्वितीयेन त्वादाय तदनन्तरम् ।
नेमिद्वितीयसंख्यं यन्नमस्कारपदं ततः ॥
yuktaṃ nābhidvitīyena tvādāya tadanantaram |
nemidvitīyasaṃkhyaṃ yannamaskārapadaṃ tataḥ ||
verbunden mit dem zweiten der Nabe. Anschließend nehme man den zweiten der Felge und füge das Wort der Verneigung hinzu.
23.132 · Kontext
अष्टादशाक्षरो ह्येष द्व्यधिकः पदसंख्यया ।
एकार्णं पदमाद्यं तु द्वितीयं चतुरक्षरम् ॥
aṣṭādaśākṣaro hyeṣa dvyadhikaḥ padasaṃkhyayā |
ekārṇaṃ padamādyaṃ tu dvitīyaṃ caturakṣaram ||
Dieses Mantra hat achtzehn Silben und zwei weitere, also zwanzig. Bei der Gliederung ist das erste Wortglied einsilbig, das zweite viersilbig,
23.133 · Kontext
पञ्चाक्षरं तृतीयं तु चतुर्थं चतुरक्षरम् ।
तथैव पञ्चमं विद्धि ह्यन्तस्थं द्व्यक्षरं स्मृतम् ॥
pañcākṣaraṃ tṛtīyaṃ tu caturthaṃ caturakṣaram |
tathaiva pañcamaṃ viddhi hyantasthaṃ dvyakṣaraṃ smṛtam ||
das dritte fünfsilbig, das vierte viersilbig und ebenso das fünfte. Das letzte wird als zweisilbig bezeichnet.
23.134 · Kontext
यत्र यत्र पदानाञ्च वर्णाधिक्यमुदाहृतम् ।
तत्रादौ नाभिपूर्वं तु व्याहृत्याद्यं पदं न्यसेत् ॥
yatra yatra padānāñca varṇādhikyamudāhṛtam |
tatrādau nābhipūrvaṃ tu vyāhṛtyādyaṃ padaṃ nyaset ||
Wo bei den Wortgliedern eine zusätzliche Silbe angegeben ist, setze man am Anfang, vor dem ersten Laut der Nabe, das Anfangsglied der Vyāhṛti, den Praṇava.
23.135 · Kontext
अथाभिन्नतनोर्मन्त्रं देवस्यास्य महात्मनः ।
विशाखयूपसंज्ञस्य वक्ष्ये विद्याविवेकदम् ॥
athābhinnatanormantraṃ devasyāsya mahātmanaḥ |
viśākhayūpasaṃjñasya vakṣye vidyāvivekadam ||
Nun erkläre ich das Mantra des erhabenen Gottes mit ungeteilter Gestalt, der Viśākhayūpa heißt. Es schenkt heilige Erkenntnis und Unterscheidungskraft.
23.136 · Kontext
वर्णमक्षस्थमादाय त्वाद्यमेकादशाततः ।
भिन्नं नाभिद्वितीयेन तृतीयं नेमिमण्डलात् ॥
varṇamakṣasthamādāya tvādyamekādaśātataḥ |
bhinnaṃ nābhidvitīyena tṛtīyaṃ nemimaṇḍalāt ||
Man nehme den Laut in der Achse, dann den ersten der Elfergruppe, verbunden mit dem zweiten der Nabe, sowie den dritten des Felgenkreises,
23.137 · Kontext
द्वितीयं केवलं बाह्यात्तेजोरूपाय वै पदम् ।
ततस्त्वेकादशात्पूर्वं केवलन्तु समाहरेत् ॥
dvitīyaṃ kevalaṃ bāhyāttejorūpāya vai padam |
tatastvekādaśātpūrvaṃ kevalantu samāharet ||
danach den zweiten des äußeren Kreises allein und das Wort tejorūpāya, „dem, dessen Gestalt Lichtkraft ist“. Dann nehme man den ersten der Elfergruppe allein,
23.138 · Kontext
तृतीयमक्षरं बाह्याद्युक्तं नाभिपरेण तु ।
दशमादपरं वर्णं पूर्वमेकादशाततः ॥
tṛtīyamakṣaraṃ bāhyādyuktaṃ nābhipareṇa tu |
daśamādaparaṃ varṇaṃ pūrvamekādaśātataḥ ||
den dritten des äußeren Kreises, verbunden mit dem zweiten der Nabe, den zweiten der Zehnergruppe und darauf den ersten der Elfergruppe,
23.139 · Kontext
एकादशस्वराक्रान्तमुद्धरेत्तदनन्तरम् ।
ततो नाभिद्वितीयेन युक्तं प्रथ्यक्षरं हि यत् ॥
ekādaśasvarākrāntamuddharettadanantaram |
tato nābhidvitīyena yuktaṃ prathyakṣaraṃ hi yat ||
verbunden mit dem elften Vokal. Danach folgt der Laut des äußeren Radumfangs, verbunden mit dem zweiten der Nabe,
23.140 · Kontext
केवलं द्वितीयं बाह्यादाद्यमेकादशातथा ।
नेमेस्तृतीयं तदनु द्वितीयस्वरसंयुतम् ॥
kevalaṃ dvitīyaṃ bāhyādādyamekādaśātathā |
nemestṛtīyaṃ tadanu dvitīyasvarasaṃyutam ||
dann der zweite des äußeren Kreises allein, der erste der Elfergruppe und danach der dritte der Felge, verbunden mit dem zweiten Vokal.
23.141 · Kontext
दशमादपरं शुद्धं पूर्वमेकादशाततः ।
नाभ्येकादशसंयुक्तं तदन्तेऽमललोचन ॥
daśamādaparaṃ śuddhaṃ pūrvamekādaśātataḥ |
nābhyekādaśasaṃyuktaṃ tadante'malalocana ||
Es folgen der zweite der Zehnergruppe allein und der erste der Elfergruppe mit dem elften der Nabe. Am Schluss, du mit dem klaren Blick,
23.142 · Kontext
नाभेस्तृतीयसंयुक्तं प्रथिवर्णं समाहरेत् ।
अथ नाभि द्वितीयेन युक्तं यत्परमष्टमात् ॥
nābhestṛtīyasaṃyuktaṃ prathivarṇaṃ samāharet |
atha nābhi dvitīyena yuktaṃ yatparamaṣṭamāt ||
nehme man den Laut des äußeren Radumfangs mit dem dritten der Nabe, danach den zweiten Laut der Achtergruppe mit dem zweiten der Nabe,
23.143 · Kontext
नेमेर्द्वितीयं तदनु नमस्कारसमन्वितम् ।
चतुर्विंशतिभिर्वर्णैर्युक्तो मन्त्रो ह्ययं महान् ॥
nemerdvitīyaṃ tadanu namaskārasamanvitam |
caturviṃśatibhirvarṇairyukto mantro hyayaṃ mahān ||
anschließend den zweiten der Felge, verbunden mit der Verneigung. Dieses große Mantra umfasst vierundzwanzig Silben.
23.144 · Kontext
प्रणवेन पदं चास्य पूर्वमेकार्णं स्मृतम् ।
द्वितीयं त्र्यक्षरं प्रोक्तं पञ्चार्णं तदनन्तरम् ॥
praṇavena padaṃ cāsya pūrvamekārṇaṃ smṛtam |
dvitīyaṃ tryakṣaraṃ proktaṃ pañcārṇaṃ tadanantaram ||
Sein erstes Wortglied ist der einsilbige Praṇava, das zweite hat drei Silben und das folgende fünf.
23.145 · Kontext
षडक्षरं चतुर्थन्तु सप्तार्णं चात्र पञ्चमम् ।
पदन्तु द्व्यक्षरं षष्ठं मन्त्रस्यास्य महामते ॥
ṣaḍakṣaraṃ caturthantu saptārṇaṃ cātra pañcamam |
padantu dvyakṣaraṃ ṣaṣṭhaṃ mantrasyāsya mahāmate ||
Das vierte hat sechs Silben, das fünfte sieben und das sechste zwei, du Einsichtiger.
23.146 · Kontext
नानामन्त्रस्वरूपेण ह्यादिदेवः परः प्रभुः ।
आदिमध्यावसानेषु स्थितस्सर्वस्य सर्वदा ॥
nānāmantrasvarūpeṇa hyādidevaḥ paraḥ prabhuḥ |
ādimadhyāvasāneṣu sthitassarvasya sarvadā ||
Als Wesen der verschiedenen Mantras ist der ursprüngliche Gott, der höchste Herr, stets am Anfang, in der Mitte und am Ende von allem gegenwärtig.
23.147 · Kontext
चतुर्व्यूहचतुष्के स्वे शान्तादिव्यक्तलक्षणे ।
प्राधान्येन त्रयाणाञ्च देवानामवतिष्ठते ॥
caturvyūhacatuṣke sve śāntādivyaktalakṣaṇe |
prādhānyena trayāṇāñca devānāmavatiṣṭhate ||
In seiner vierfachen Vyūha-Entfaltung, deren Kennzeichen von der Stille an deutlich unterschieden sind, ist er insbesondere als Grundlage der drei weiteren göttlichen Gestalten gegenwärtig.
23.148 · Kontext
यथाम्बरस्थः सविता त्वेक एव महामते ।
जलाश्रयाणि चाश्रित्य बहुत्वं सम्प्रदर्शयेत् ॥
yathāmbarasthaḥ savitā tveka eva mahāmate |
jalāśrayāṇi cāśritya bahutvaṃ sampradarśayet ||
Wie die Sonne am Himmel eine einzige ist und sich doch in den Gewässern als viele zeigt, du Einsichtiger,
23.149 · Kontext
एवमेकोऽपि भगवान् नानामन्त्राश्रयेषु च ।
तुर्यादिपदसंस्थेषु बहुत्वमुपयाति च ॥
evameko'pi bhagavān nānāmantrāśrayeṣu ca |
turyādipadasaṃstheṣu bahutvamupayāti ca ||
so erscheint auch Bhagavān, obwohl er einer ist, vielfältig in den unterschiedlichen Mantras und in den Stufen, beginnend mit dem vierten Bewusstseinszustand,
23.150 · Kontext
अनुग्रहार्थं भक्तानां नानाश्रद्धावशेन तु ।
चतुष्कमथ मन्त्राणां निबोध गदतो मम ॥
anugrahārthaṃ bhaktānāṃ nānāśraddhāvaśena tu |
catuṣkamatha mantrāṇāṃ nibodha gadato mama ||
um seinen Verehrern entsprechend ihren verschiedenen Formen des Vertrauens Gnade zu erweisen. Höre nun die vier Mantras, wie ich sie darlege.
23.151 · Kontext
सितादिवर्णव्यक्तीनां वाचकत्वेन वै क्रमात् ।
अक्षस्थं नाभिपूर्वञ्च वर्णं यद्दशमात्परम् ॥
sitādivarṇavyaktīnāṃ vācakatvena vai kramāt |
akṣasthaṃ nābhipūrvañca varṇaṃ yaddaśamātparam ||
Sie bezeichnen der Reihe nach die Gestalten mit weißer und den weiteren Farben. Man nehme den Laut der Achse, den ersten der Nabe und den zweiten der Zehnergruppe,
23.152 · Kontext
नेमिपूर्वमथो नाभेस्त्रयोदशसमन्वितम् ।
द्वितीयं द्वादशाद्वर्णं द्वितीयात्परमतः ॥
nemipūrvamatho nābhestrayodaśasamanvitam |
dvitīyaṃ dvādaśādvarṇaṃ dvitīyātparamataḥ ||
dann den ersten der Felge mit dem dreizehnten der Nabe, den zweiten Laut der Zwölfergruppe und den folgenden aus der zweiten Gruppe,
23.153 · Kontext
पञ्चमञ्च बहिष्ष्वेष्यस्त्रीनेतान् विद्धि केवलान् ।
ततोऽष्टमाद् द्वितीयन्तु नाभ्येकादशभेदितम् ॥
pañcamañca bahiṣṣveṣyastrīnetān viddhi kevalān |
tato'ṣṭamād dvitīyantu nābhyekādaśabheditam ||
sowie den fünften des äußeren Kreises. Diese drei stehen jeweils für sich. Es folgt der zweite der Achtergruppe, verbunden mit dem elften der Nabe,
23.154 · Kontext
पञ्चार्णं वासुदेवाय पदञ्च तदनन्तरम् ।
त्रयोदशाक्षरो ह्येषः प्रथमः परिकीर्तितः ॥
pañcārṇaṃ vāsudevāya padañca tadanantaram |
trayodaśākṣaro hyeṣaḥ prathamaḥ parikīrtitaḥ ||
und danach das fünfsilbige vāsudevāya. Dieses erste Mantra wird als dreizehnsilbig bezeichnet.
23.155 · Kontext
क्रमेण वक्ष्याम्यन्येषामुद्धारन्तु यथा स्थितम् ।
अक्षस्थमक्षरं नाभेर्द्वितीयं तदनन्तरम् ॥
krameṇa vakṣyāmyanyeṣāmuddhārantu yathā sthitam |
akṣasthamakṣaraṃ nābherdvitīyaṃ tadanantaram ||
Ich erkläre der Reihe nach die Bildung der weiteren Mantras. Man nehme den Laut der Achse, danach den zweiten der Nabe,
23.156 · Kontext
पूर्वमन्त्रानुसारेण ततो दद्यात्पदत्रयम् ।
अथात्र पञ्चदशमं नाभेरोङ्कारपूर्वकम् ॥
pūrvamantrānusāreṇa tato dadyātpadatrayam |
athātra pañcadaśamaṃ nābheroṅkārapūrvakam ||
und füge entsprechend dem vorherigen Mantra drei Wortglieder hinzu. Dann nehme man den fünfzehnten Laut der Nabe, mit Oṃ davor,
23.157 · Kontext
पदत्रयेण तेनैव संयुक्तं विद्धि मन्त्रपम् ।
अथ षोडशसंख्यं यन्नाभेः प्रणवपूर्वकम् ॥
padatrayeṇa tenaiva saṃyuktaṃ viddhi mantrapam |
atha ṣoḍaśasaṃkhyaṃ yannābheḥ praṇavapūrvakam ||
verbunden mit denselben drei Wortgliedern: So erkenne das schützende Mantra. Danach nehme man den sechzehnten Laut der Nabe, mit dem Praṇava davor,
23.158 · Kontext
पूर्वोक्तलक्षणानान्तु पदानां प्राङ्निवेशयेत् ।
अस्मान्मन्त्रत्रयाद्विद्धि द्वयं प्राङ्मन्त्रसंख्यया ॥
pūrvoktalakṣaṇānāntu padānāṃ prāṅniveśayet |
asmānmantratrayādviddhi dvayaṃ prāṅmantrasaṃkhyayā ||
und setze ihn an den Anfang der beschriebenen Wortfolge. Von diesen drei Mantras haben zwei dieselbe Silbenzahl wie das erste,
23.159 · Kontext
एक एकार्णरहितः पदभेदमतः शृणु ।
पदद्वयन्तु सर्वेषामाद्यमेकार्णं स्मृतम् ॥
eka ekārṇarahitaḥ padabhedamataḥ śṛṇu |
padadvayantu sarveṣāmādyamekārṇaṃ smṛtam ||
eines hat eine Silbe weniger. Höre nun die Wortgliederung: Die ersten beiden Wortglieder aller dieser Mantras gelten jeweils als einsilbig,
23.160 · Kontext
द्व्यक्षरञ्च तृतीयं तु चतुर्थं चतुरक्षरम् ।
पञ्चाक्षरं पञ्चमं वै त्रयाणां समुदाहृतम् ॥
dvyakṣarañca tṛtīyaṃ tu caturthaṃ caturakṣaram |
pañcākṣaraṃ pañcamaṃ vai trayāṇāṃ samudāhṛtam ||
das dritte als zweisilbig, das vierte als viersilbig. Bei dreien wird das fünfte Wortglied als fünfsilbig angegeben;
23.161 · Kontext
तदेकस्य चतुर्वर्णं प्रद्युम्नाख्यस्य लाङ्गलिन् ।
एवं स्वप्नपदस्थस्य समासात्परिकीर्तितम् ॥
tadekasya caturvarṇaṃ pradyumnākhyasya lāṅgalin |
evaṃ svapnapadasthasya samāsātparikīrtitam ||
nur bei dem Pradyumna genannten ist es viersilbig, o Pflugträger. Damit ist die Mantraform des Traumzustands kurz beschrieben.
23.162 · Kontext
क्रमशोऽथ चतुर्णां वै वक्ष्ये मन्त्रगणं शृणु ।
अक्षान्तर्गतमादाय नाभेः पूर्वमतः परम् ॥
kramaśo'tha caturṇāṃ vai vakṣye mantragaṇaṃ śṛṇu |
akṣāntargatamādāya nābheḥ pūrvamataḥ param ||
Nun erläutere ich der Reihe nach die Mantras der vier Gestalten des Wachzustands. Höre: Man nehme den Laut in der Achse, danach den ersten der Nabe,
23.163 · Kontext
भिन्नं नाभिद्वितीयेन नेमिपूर्वमनन्तरम् ।
नाभिपञ्चमसंयुक्तं दशमात्प्रथमं ततः ॥
bhinnaṃ nābhidvitīyena nemipūrvamanantaram |
nābhipañcamasaṃyuktaṃ daśamātprathamaṃ tataḥ ||
verbunden mit dem zweiten der Nabe, anschließend den ersten der Felge und den ersten der Zehnergruppe mit dem fünften der Nabe,
23.164 · Kontext
तृतीयं च द्वितीयं च नेमेरादाय चाङ्कयेत् ।
नाभिद्वितीयबीजेन नवमादपरं ततः ॥
tṛtīyaṃ ca dvitīyaṃ ca nemerādāya cāṅkayet |
nābhidvitīyabījena navamādaparaṃ tataḥ ||
dann den dritten und den zweiten der Felge, verbunden mit dem Bīja des zweiten Nabenlauts. Es folgt der zweite der Neunergruppe.
23.165 · Kontext
तदधो विनियोक्तव्य द्वितीयं द्वादशातु यत् ।
पञ्चमेनाथ वै नाभेर्युक्तं कुर्यादनन्तरम् ॥
tadadho viniyoktavya dvitīyaṃ dvādaśātu yat |
pañcamenātha vai nābheryuktaṃ kuryādanantaram ||
Darunter setze man den zweiten Laut der Zwölfergruppe und verbinde ihn danach mit dem fünften der Nabe.
23.166 · Kontext
अष्टमादपरं शुद्धं नेमिपूर्वं तथाविधम् ।
युक्तं नाभिद्वितीयेन द्वितीयं नेमिमण्डलात् ॥
aṣṭamādaparaṃ śuddhaṃ nemipūrvaṃ tathāvidham |
yuktaṃ nābhidvitīyena dvitīyaṃ nemimaṇḍalāt ||
Es folgen der zweite der Achtergruppe allein, ebenso der erste der Felge, dann der zweite der Nabe in Verbindung mit dem zweiten des Felgenkreises.
23.167 · Kontext
भूयस्तत्केवलं दद्यादन्तं योगेश्वराय वै ।
तदन्ते चक्रिणेशब्दमथ नेमेर्यदष्टमम् ॥
bhūyastatkevalaṃ dadyādantaṃ yogeśvarāya vai |
tadante cakriṇeśabdamatha nemeryadaṣṭamam ||
Diesen füge man nochmals allein hinzu und danach yogeśvarāya, „dem Herrn des Yoga“. Anschließend folgen cakriṇe, „dem Träger des Diskus“, und der achte Laut der Felge,
23.168 · Kontext
पञ्चमेनान्वितं नाभेस्तदन्ते विनिवेश्य च ।
शुद्धमेकादशात्पूर्वमाद्यं तदनु चाष्टमात् ॥
pañcamenānvitaṃ nābhestadante viniveśya ca |
śuddhamekādaśātpūrvamādyaṃ tadanu cāṣṭamāt ||
verbunden mit dem fünften der Nabe. Dann nehme man den ersten der Elfergruppe allein und danach den ersten der Achtergruppe,
23.169 · Kontext
नेमेस्तृतीयेनाक्रान्तं ध्वजायेति पदं न्यसेत् ।
भिन्नमेकादशात्पूर्वं नाभितुर्येण वै ततः ॥
nemestṛtīyenākrāntaṃ dhvajāyeti padaṃ nyaset |
bhinnamekādaśātpūrvaṃ nābhituryeṇa vai tataḥ ||
verbunden mit dem dritten der Felge, und füge dhvajāya, „dem mit dem Banner“, hinzu. Es folgt der erste der Elfergruppe mit dem vierten der Nabe,
23.170 · Kontext
अष्टमादपरं शुद्धं पञ्चमं नेमिमण्डलात् ।
द्वितीयस्वरसंयुक्तं ससेऽतिद्व्यक्षरं पदम् ॥
aṣṭamādaparaṃ śuddhaṃ pañcamaṃ nemimaṇḍalāt |
dvitīyasvarasaṃyuktaṃ sase'tidvyakṣaraṃ padam ||
dann der zweite der Achtergruppe allein, der fünfte des Felgenkreises mit dem zweiten Vokal und das zweisilbige Wortglied sase.
23.171 · Kontext
वासुदेवाय तदनु सनमस्कं पदं भवेत् ।
षट्त्रिंशदक्षरो मन्त्रो भेदस्तस्याधुनोच्यते ॥
vāsudevāya tadanu sanamaskaṃ padaṃ bhavet |
ṣaṭtriṃśadakṣaro mantro bhedastasyādhunocyate ||
Danach steht vāsudevāya mit der Verneigung. Das Mantra hat sechsunddreißig Silben; seine Wortgliederung wird nun erläutert.
23.172 · Kontext
पदमेकादशार्णन्तु प्रथमं परिकीर्तितम् ।
पञ्चाक्षरं द्वितीयन्तु तृतीयं त्र्यक्षरं स्मृतम् ॥
padamekādaśārṇantu prathamaṃ parikīrtitam |
pañcākṣaraṃ dvitīyantu tṛtīyaṃ tryakṣaraṃ smṛtam ||
Das erste Wortglied wird als elfsilbig angegeben, das zweite als fünfsilbig und das dritte als dreisilbig.
23.173 · Kontext
षडक्षरं चतुर्थन्तु पञ्चार्णं पञ्चमं तु वै ।
षष्ठं सप्ताक्षरं विद्धि पदं पदविदां वर ॥
ṣaḍakṣaraṃ caturthantu pañcārṇaṃ pañcamaṃ tu vai |
ṣaṣṭhaṃ saptākṣaraṃ viddhi padaṃ padavidāṃ vara ||
Das vierte hat sechs, das fünfte fünf und das sechste sieben Silben, du Hervorragender unter den Wortkundigen.
23.174 · Kontext
प्रणवान्ते त्वथादाय द्वितीयं नाभिमण्डलात् ।
चतुर्दशेन वै नाभेर्युक्तं नेम्यष्टकं ततः ॥
praṇavānte tvathādāya dvitīyaṃ nābhimaṇḍalāt |
caturdaśena vai nābheryuktaṃ nemyaṣṭakaṃ tataḥ ||
Nach dem Praṇava nehme man den zweiten Laut des Nabenkreises und danach den achten der Felge, verbunden mit dem vierzehnten der Nabe.
23.175 · Kontext
द्वितीयं दशमाच्छुद्धमथ भूयस्समाहरेत् ।
तदधो नवमादन्त्यं नाभेस्तुर्यादिनान्वितम् ॥
dvitīyaṃ daśamācchuddhamatha bhūyassamāharet |
tadadho navamādantyaṃ nābhesturyādinānvitam ||
Dann nehme man den zweiten der Zehnergruppe allein und setze darunter den letzten der Neunergruppe mit dem vierten der Nabe.
23.176 · Kontext
एकादशस्वराक्रान्तं द्वितीयं दशमाततः ।
बाह्यादथाष्टमं नाभेर्युक्तं पञ्चदशेन तु ॥
ekādaśasvarākrāntaṃ dvitīyaṃ daśamātataḥ |
bāhyādathāṣṭamaṃ nābheryuktaṃ pañcadaśena tu ||
Es folgt der zweite der Zehnergruppe mit dem elften Vokal, danach der achte des äußeren Kreises mit dem fünfzehnten der Nabe,
23.177 · Kontext
केवलं पञ्चमं नेमेर्द्वितीयं चाष्टमाततः ।
नेमेस्तृतीयेनाक्रान्तं वर्णमेतत्समाहरेत् ॥
kevalaṃ pañcamaṃ nemerdvitīyaṃ cāṣṭamātataḥ |
nemestṛtīyenākrāntaṃ varṇametatsamāharet ||
dann der fünfte der Felge allein und der zweite der Achtergruppe, verbunden mit dem dritten der Felge.
23.178 · Kontext
युक्तं नाभेस्तृतीयेन प्रागारात्प्रथमं तु वै ।
द्वितीयं दशमाद्वर्णं नाभेरेकादशाङ्कितम् ॥
yuktaṃ nābhestṛtīyena prāgārātprathamaṃ tu vai |
dvitīyaṃ daśamādvarṇaṃ nābherekādaśāṅkitam ||
Man nehme den ersten der ersten Speiche mit dem dritten der Nabe und den zweiten der Zehnergruppe mit dem elften der Nabe.
23.179 · Kontext
पञ्चाक्षरं पदं दद्यादन्ते तालकेतवे ।
भूयस्तदवसाने तु पञ्चार्णं नीलवाससे ॥
pañcākṣaraṃ padaṃ dadyādante tālaketave |
bhūyastadavasāne tu pañcārṇaṃ nīlavāsase ||
Danach füge man das fünfsilbige tālaketave, „dem mit dem Palmenbanner“, hinzu und anschließend das fünfsilbige nīlavāsase, „dem in blauen Gewändern“.
23.180 · Kontext
प्रथमात्प्रथमं चाथ द्वितीयस्वरसंयुतम् ।
केवलं नेमिपूर्वन्तु आद्यमेकादशाततः ॥
prathamātprathamaṃ cātha dvitīyasvarasaṃyutam |
kevalaṃ nemipūrvantu ādyamekādaśātataḥ ||
Es folgen der erste Laut der ersten Gruppe mit dem zweiten Vokal, der erste der Felge allein und danach der erste der Elfergruppe,
23.181 · Kontext
बहिष्षेष्यश्चतुर्थन्तु द्वाभ्यां नाभेः परं न्यसेत् ।
द्वितीयं केवलं बाह्यात् सङ्कर्षणाय वै पदम् ॥
bahiṣṣeṣyaścaturthantu dvābhyāṃ nābheḥ paraṃ nyaset |
dvitīyaṃ kevalaṃ bāhyāt saṅkarṣaṇāya vai padam ||
dann der vierte des äußeren Kreises; mit den beiden verbinde man den zweiten der Nabe. Man nehme den zweiten des äußeren Kreises allein und füge saṅkarṣaṇāya hinzu.
23.182 · Kontext
तृतीयं प्रथमं नेमेरादायाकारसंयुतम् ।
द्वितीयमपि वै बाह्याच्छुद्धं तदनु वै नमः ॥
tṛtīyaṃ prathamaṃ nemerādāyākārasaṃyutam |
dvitīyamapi vai bāhyācchuddhaṃ tadanu vai namaḥ ||
Man nehme den dritten und den ersten der Felge, mit ā verbunden, dann den zweiten des äußeren Kreises allein und danach namaḥ.
23.183 · Kontext
षट्त्रिंशाक्षरसंयुक्तस्त्वयं मन्त्रो महामते ।
षड्वर्णं पदमस्याद्यं पञ्चार्णं तदनन्तरम् ॥
ṣaṭtriṃśākṣarasaṃyuktastvayaṃ mantro mahāmate |
ṣaḍvarṇaṃ padamasyādyaṃ pañcārṇaṃ tadanantaram ||
Dieses Mantra umfasst sechsunddreißig Silben, du Einsichtiger. Sein erstes Wortglied hat sechs Silben, das folgende fünf,
23.184 · Kontext
दशाक्षरं तृतीयन्तु त्रीणि पञ्चाक्षराण्यतः ।
अथादायाक्षान्तं बीजं नाभेः पञ्चदशं ततः ॥
daśākṣaraṃ tṛtīyantu trīṇi pañcākṣarāṇyataḥ |
athādāyākṣāntaṃ bījaṃ nābheḥ pañcadaśaṃ tataḥ ||
das dritte zehn; danach folgen drei fünfsilbige. Für das nächste Mantra nehme man das Bīja in der Achse und danach den fünfzehnten Laut der Nabe.
23.185 · Kontext
शार्ङ्गधृते पदं दद्याच्चतुर्वर्णमतः परम् ।
नेमिपूर्वमथादाय प्रागारात्प्रथमं ततः ॥
śārṅgadhṛte padaṃ dadyāccaturvarṇamataḥ param |
nemipūrvamathādāya prāgārātprathamaṃ tataḥ ||
Dann füge man das viersilbige śārṅgadhṛte, „dem Träger des Śārṅga-Bogens“, hinzu. Es folgen der erste der Felge und der erste der ersten Speiche,
23.186 · Kontext
तृतीयञ्च बहिष्ष्यः पदं त्र्यार्णं ध्वजाय वै ।
अथो तृतीयं बाह्यात्तु प्रथमात्प्रथमं ततः ॥
tṛtīyañca bahiṣṣyaḥ padaṃ tryārṇaṃ dhvajāya vai |
atho tṛtīyaṃ bāhyāttu prathamātprathamaṃ tataḥ ||
dann der dritte des äußeren Kreises und das dreisilbige dhvajāya. Danach nehme man den dritten des äußeren Kreises und den ersten der ersten Gruppe;
23.187 · Kontext
तदधो विनियोक्तव्यं द्वितीयं वर्णमष्टमात् ।
द्वितीयस्वरसंयुक्तमथ बाह्यात्तु पञ्चमम् ॥
tadadho viniyoktavyaṃ dvitīyaṃ varṇamaṣṭamāt |
dvitīyasvarasaṃyuktamatha bāhyāttu pañcamam ||
darunter setze man den zweiten Laut der Achtergruppe, verbunden mit dem zweiten Vokal, und danach den fünften des äußeren Kreises.
23.188 · Kontext
अष्टमन्तु तदुद्देशात्केवलं पुनरेव तत् ।
नाभेरेकादशाक्रान्तं षडक्षरमनन्तरम् ॥
aṣṭamantu taduddeśātkevalaṃ punareva tat |
nābherekādaśākrāntaṃ ṣaḍakṣaramanantaram ||
Es folgen der achte desselben Bereichs allein und nochmals dieser Laut mit dem elften der Nabe. Danach füge man das sechssilbige
23.189 · Kontext
पदं सनत्कुमाराय पञ्चाक्षरमनन्तरम् ।
पदं जगत्प्रियायेति प्रद्युम्नाय नमस्ततः ॥
padaṃ sanatkumārāya pañcākṣaramanantaram |
padaṃ jagatpriyāyeti pradyumnāya namastataḥ ||
sanatkumārāya hinzu, anschließend das fünfsilbige jagatpriyāya, „dem von der Welt Geliebten“, und dann pradyumnāya namaḥ.
23.190 · Kontext
चतुस्त्रिंशाक्षरः सोऽयं मन्त्रः शृणु पदान्यपि ।
आद्यं षडक्षरं ज्ञेयं द्वितीयं तद्वदेव हि ॥
catustriṃśākṣaraḥ so'yaṃ mantraḥ śṛṇu padānyapi |
ādyaṃ ṣaḍakṣaraṃ jñeyaṃ dvitīyaṃ tadvadeva hi ||
Dieses Mantra hat vierunddreißig Silben. Höre auch seine Wortgliederung: Das erste Wortglied umfasst sechs Silben, das zweite ebenso,
23.191 · Kontext
पञ्चाक्षरं तृतीयं तु चतुर्थन्तु षडक्षरम् ।
पञ्चार्णं पञ्चमं विद्धि षड्वर्णं षष्ठमेव हि ॥
pañcākṣaraṃ tṛtīyaṃ tu caturthantu ṣaḍakṣaram |
pañcārṇaṃ pañcamaṃ viddhi ṣaḍvarṇaṃ ṣaṣṭhameva hi ||
das dritte fünf, das vierte sechs, das fünfte fünf und das sechste sechs.
23.192 · Kontext
अक्षस्थं षोडशं नाभेर्द्वितीयं दशमात्तु वै ।
केवलं ह्यथ तेनैव आक्रान्तं नवमात्परम् ॥
akṣasthaṃ ṣoḍaśaṃ nābherdvitīyaṃ daśamāttu vai |
kevalaṃ hyatha tenaiva ākrāntaṃ navamātparam ||
Für das nächste Mantra nehme man den Laut der Achse, den sechzehnten der Nabe und den zweiten der Zehnergruppe allein; danach den zweiten der Neunergruppe, verbunden mit diesem.
23.193 · Kontext
अथाष्टाद्वा च तत्स्यान्ते प्रथमात्प्रथमं परम् ।
युक्तं नाभिद्वितीयेन वर्णमेतन्महामते ॥
athāṣṭādvā ca tatsyānte prathamātprathamaṃ param |
yuktaṃ nābhidvitīyena varṇametanmahāmate ||
Dann folgt an seinem Ende der erste Laut der ersten Gruppe, verbunden mit dem zweiten der Nabe, du Einsichtiger. [Der Beginn dieser Vershälfte ist beschädigt.]
23.194 · Kontext
वर्णद्वयं पदस्यादौ तद्वदान्तेऽस्य वै पुनः ।
अथ द्वितीयं नवमात्प्रथमात्प्रथमं ततः ॥
varṇadvayaṃ padasyādau tadvadānte'sya vai punaḥ |
atha dvitīyaṃ navamātprathamātprathamaṃ tataḥ ||
Die beiden Laute am Anfang des Wortglieds stehen nochmals an dessen Ende. Dann nehme man den zweiten der Neunergruppe und den ersten der ersten Gruppe,
23.195 · Kontext
तृतीयमथ वै नेमेर्द्वितीयस्वरसंयुतम् ।
द्वितीयं केवलं बाह्यात्सप्तमं नाभिमण्डलात् ॥
tṛtīyamatha vai nemerdvitīyasvarasaṃyutam |
dvitīyaṃ kevalaṃ bāhyātsaptamaṃ nābhimaṇḍalāt ||
danach den dritten der Felge mit dem zweiten Vokal, den zweiten des äußeren Kreises allein und den siebten des Nabenkreises.
23.196 · Kontext
अथ षष्ठेन वै नेमेराक्रान्तं द्वितीयं स्ययेत् ।
प्राग्वर्णं दशमानेमेः पञ्चमस्योर्ध्वगं तथा ॥
atha ṣaṣṭhena vai nemerākrāntaṃ dvitīyaṃ syayet |
prāgvarṇaṃ daśamānemeḥ pañcamasyordhvagaṃ tathā ||
Den zweiten verbinde man mit dem sechsten der Felge. Danach folgt der der Zehnergruppe vorausgehende Laut über dem fünften der Felge. [Ein Verb und die Konstruktion sind im Druck unsicher.]
23.197 · Kontext
चतुर्थादपरं वर्णं द्वितीयं नेमिमण्डलात् ।
द्वाभ्यां नाभिद्वितीयं तु योजयेत्तदनन्तरम् ॥
caturthādaparaṃ varṇaṃ dvitīyaṃ nemimaṇḍalāt |
dvābhyāṃ nābhidvitīyaṃ tu yojayettadanantaram ||
Es folgen der zweite Laut der vierten Gruppe und der zweite des Felgenkreises. Mit beiden verbinde man danach den zweiten der Nabe.
23.198 · Kontext
दशमादपरं वर्णं तृतीयस्वरसंयुतम् ।
तृतीयमथ वै नेमेर्नाभिपञ्चमसंयुतम् ॥
daśamādaparaṃ varṇaṃ tṛtīyasvarasaṃyutam |
tṛtīyamatha vai nemernābhipañcamasaṃyutam ||
Dann nehme man den zweiten Laut der Zehnergruppe mit dem dritten Vokal und den dritten der Felge mit dem fünften der Nabe,
23.199 · Kontext
द्वितीयस्वरसंयुक्तं द्वितीयं नवमादरात् ।
अस्यैवाधो नियोक्तव्यं दशमात्प्रथमं हि यत् ॥
dvitīyasvarasaṃyuktaṃ dvitīyaṃ navamādarāt |
asyaivādho niyoktavyaṃ daśamātprathamaṃ hi yat ||
danach den zweiten der neunten Speiche mit dem zweiten Vokal; darunter setze man den ersten der Zehnergruppe.
23.200 · Kontext
शुद्धं नेमेर्द्वितीयं तु पदं त्वसितवाससे ।
विष्वक्सेनाय तदनु नमस्कारसमन्वितम् ॥
śuddhaṃ nemerdvitīyaṃ tu padaṃ tvasitavāsase |
viṣvaksenāya tadanu namaskārasamanvitam ||
Dann nehme man den zweiten der Felge allein und füge asitavāsase, „dem in dunklen Gewändern“, sowie viṣvaksenāya mit der Verneigung hinzu.
23.201 · Kontext
द्वात्रिंशार्णो ह्ययं मन्त्रः पदभेदेन वै पुनः ।
एकाधिकस्तु भवति पदान्यथ निबोध मे ॥
dvātriṃśārṇo hyayaṃ mantraḥ padabhedena vai punaḥ |
ekādhikastu bhavati padānyatha nibodha me ||
Dieses Mantra hat zweiunddreißig Silben. Seine Wortgliederung weist eine zusätzliche Unterscheidung auf; höre nun die einzelnen Wortglieder. [Der genaue Bezug von „eine zusätzliche“ ist nicht eindeutig.]
23.202 · Kontext
द्व्यक्षरं तु पदं पूर्वं द्वितीयं त्वष्टवर्णकम् ।
त्रीणि पञ्चाक्षराण्यन्यत् षष्ठं सप्ताक्षरं स्मृतम् ॥
dvyakṣaraṃ tu padaṃ pūrvaṃ dvitīyaṃ tvaṣṭavarṇakam |
trīṇi pañcākṣarāṇyanyat ṣaṣṭhaṃ saptākṣaraṃ smṛtam ||
Das erste Wortglied hat zwei Silben, das zweite acht, die nächsten drei jeweils fünf und das sechste sieben.
23.203 · Kontext
अप्ययावसरे प्राप्ते स्मरणे चार्चने विभोः ।
शृणुमन्त्रचतुष्कन्तु पुनरन्यत्समासतः ॥
apyayāvasare prāpte smaraṇe cārcane vibhoḥ |
śṛṇumantracatuṣkantu punaranyatsamāsataḥ ||
Wenn die Zeit der Rücknahme gekommen ist, vernimm für das Gedenken und die Verehrung des Herrn noch eine weitere Gruppe von vier Mantras in kurzer Form.
23.204 · Kontext
आद्यमेकादशाद्वर्णं पञ्चमस्वरसंयुतम् ।
युक्तं स्वरेण तेनैव तृतीयं नेमिमण्डलात् ॥
ādyamekādaśādvarṇaṃ pañcamasvarasaṃyutam |
yuktaṃ svareṇa tenaiva tṛtīyaṃ nemimaṇḍalāt ||
Man nehme den ersten Laut der Elfergruppe, verbunden mit dem fünften Vokal, danach den dritten des Felgenkreises mit demselben Vokal,
23.205 · Kontext
द्वितीयस्वरसंयुक्तमथ बाह्यात् सप्तमम् ।
द्वितीयं केवलं नेमेराद्यन्ते प्रणवो नमः ॥
dvitīyasvarasaṃyuktamatha bāhyāt saptamam |
dvitīyaṃ kevalaṃ nemerādyante praṇavo namaḥ ||
dann den siebten des äußeren Kreises mit dem zweiten Vokal und den zweiten der Felge allein. Am Anfang steht der Praṇava, am Ende namaḥ.
23.206 · Kontext
शुद्धं त्वथाष्टमं बाह्याद्द्वितीयमथ चाष्टमात् ।
अथो नेमेर्द्वितीयेन युक्तं नाभ्यपरेण तु ॥
śuddhaṃ tvathāṣṭamaṃ bāhyāddvitīyamatha cāṣṭamāt |
atho nemerdvitīyena yuktaṃ nābhyapareṇa tu ||
Dann nehme man den achten des äußeren Kreises allein und den zweiten der Achtergruppe, verbunden mit dem zweiten der Felge und dem zweiten der Nabe,
23.207 · Kontext
केवलं द्वितीयं बाह्यान्नमस्कारं ततः परम् ।
अथाक्षान्तं नाभिपूर्वं द्वितीयं त्रितयादरात् ॥
kevalaṃ dvitīyaṃ bāhyānnamaskāraṃ tataḥ param |
athākṣāntaṃ nābhipūrvaṃ dvitīyaṃ tritayādarāt ||
danach den zweiten des äußeren Kreises allein und die Verneigung. Für das folgende Mantra nehme man den Laut der Achse, den ersten der Nabe und den zweiten der dritten Speiche,
23.208 · Kontext
तदधो द्वितीयं बाह्यान्नाभिपञ्चमसंयुतम् ।
अथ नाभिद्वितीयेन युक्तं यत्परमष्टमात् ॥
tadadho dvitīyaṃ bāhyānnābhipañcamasaṃyutam |
atha nābhidvitīyena yuktaṃ yatparamaṣṭamāt ||
darunter den zweiten des äußeren Kreises mit dem fünften der Nabe, dann den zweiten der Achtergruppe mit dem zweiten der Nabe,
23.209 · Kontext
केवलं द्वितीयं बाह्यान्नमस्कारमतः परम् ।
अक्षस्थबीजं तदनु द्वितीयं द्वादशादरात् ॥
kevalaṃ dvitīyaṃ bāhyānnamaskāramataḥ param |
akṣasthabījaṃ tadanu dvitīyaṃ dvādaśādarāt ||
danach den zweiten des äußeren Kreises allein und die Verneigung. Es folgen das Bīja in der Achse und der zweite Laut der zwölften Speiche,
23.210 · Kontext
द्वितीयात्प्रथमं चाथ पञ्चमं नेमिमण्डलात् ।
केवलं त्रितयं ह्येतद् द्वितीयं च तथाष्टमात् ॥
dvitīyātprathamaṃ cātha pañcamaṃ nemimaṇḍalāt |
kevalaṃ tritayaṃ hyetad dvitīyaṃ ca tathāṣṭamāt ||
dann der erste der zweiten Gruppe und der fünfte des Felgenkreises; diese drei stehen für sich. Dazu kommt der zweite der Achtergruppe,
23.211 · Kontext
एकादशस्वराक्रान्तं वासुदेवाय वै नमः ।
सप्ताक्षरस्तु प्राङ्मन्त्रो द्वितीयस्तु षडक्षरः ॥
ekādaśasvarākrāntaṃ vāsudevāya vai namaḥ |
saptākṣarastu prāṅmantro dvitīyastu ṣaḍakṣaraḥ ||
verbunden mit dem elften Vokal, und vāsudevāya namaḥ. Das erste Mantra hat sieben Silben, das zweite sechs,
23.212 · Kontext
पूर्वतुल्यस्तृतीयस्तु चतुर्थो द्वादशाक्षरः ।
पदभेदविनिर्मुक्तमेतन्मन्त्रचतुष्टयम् ॥
pūrvatulyastṛtīyastu caturtho dvādaśākṣaraḥ |
padabhedavinirmuktametanmantracatuṣṭayam ||
das dritte so viele wie das erste und das vierte zwölf. Diese Vierergruppe der Mantras soll nicht aus ihrer Wortgliederung gelöst werden.
23.213 · Kontext
गोपनीयं प्रयत्नेन विधिज्ञैः सिद्धिमीप्सुभिः ।
सान्तं षष्ठस्वरारूढमनुस्वारविभूषितम् ॥
gopanīyaṃ prayatnena vidhijñaiḥ siddhimīpsubhiḥ |
sāntaṃ ṣaṣṭhasvarārūḍhamanusvāravibhūṣitam ||
Wer das Verfahren kennt und Vollendung erstrebt, soll sie sorgfältig bewahren. Der auf sa folgende Laut, verbunden mit dem sechsten Vokal und dem Anusvāra,
23.214 · Kontext
बीजमाद्यस्य च विभोर्वासुदेवस्य कीर्तितम् ।
तदेव जीवबीजस्थं षष्ठस्वरविवर्जितम् ॥
bījamādyasya ca vibhorvāsudevasya kīrtitam |
tadeva jīvabījasthaṃ ṣaṣṭhasvaravivarjitam ||
wird als Bīja des ersten Herrn, Vāsudeva, bezeichnet. Derselbe Laut, mit dem Jīva-Bīja verbunden und ohne den sechsten Vokal,
23.215 · Kontext
द्वितीयस्वरसंयुक्तं सङ्कर्षणस्य बीजराट् ।
उभयोरन्तरे रेफमाद्यबीजस्य योजयेत् ॥
dvitīyasvarasaṃyuktaṃ saṅkarṣaṇasya bījarāṭ |
ubhayorantare rephamādyabījasya yojayet ||
aber mit dem zweiten Vokal, ist das königliche Bīja Saṅkarṣaṇas. Zwischen die beiden Bestandteile des ersten Bījas setze man r;
23.216 · Kontext
बीजं प्रद्युम्ननाथस्य तृतीयं सर्वकामदम् ।
जीवारूढं हकारन्तु लान्तस्योपरि विन्यसेत् ॥
bījaṃ pradyumnanāthasya tṛtīyaṃ sarvakāmadam |
jīvārūḍhaṃ hakārantu lāntasyopari vinyaset ||
dies ist das dritte Bīja, das des Herrn Pradyumna, das alle Wünsche erfüllt. Man setze ha, mit dem Jīva-Laut verbunden, über den auf la folgenden Laut;
23.217 · Kontext
विसर्गसहितं बीजमनिरुद्धस्य वाचकम् ।
हकारं च सकारस्थं कृत्वा षोढा निवेश्य च ॥
visargasahitaṃ bījamaniruddhasya vācakam |
hakāraṃ ca sakārasthaṃ kṛtvā ṣoḍhā niveśya ca ||
mit Visarga versehen bezeichnet dieses Bīja Aniruddha. Für die sechs Mantraglieder ordne man ha mit sa an und schreibe die Verbindung sechsmal,
23.218 · Kontext
द्वितीयतुर्यषष्ठाष्टद्विषट्कदशकैः क्रमात् ।
स्वरं नियोजयेद्विद्धि हृदयाद्यनेत्रपश्चिमान् ॥
dvitīyaturyaṣaṣṭhāṣṭadviṣaṭkadaśakaiḥ kramāt |
svaraṃ niyojayedviddhi hṛdayādyanetrapaścimān ||
verbunden der Reihe nach mit dem zweiten, vierten, sechsten, achten, zwölften und zehnten Vokal. Erkenne darin die Glieder vom Herzen bis zum Auge.
23.219 · Kontext
चातुरात्मीयमन्त्राणां साधनत्वेन सर्वदा ।
ततस्तु केशवादीनां मन्त्रांश्च शृणुतादरात् ॥
cāturātmīyamantrāṇāṃ sādhanatvena sarvadā |
tatastu keśavādīnāṃ mantrāṃśca śṛṇutādarāt ||
Sie dienen stets der Ausübung der Mantras der vier Wesensgestalten. Hört nun aufmerksam die Mantras Keśavas und der weiteren Gestalten.
23.220 · Kontext
त्रिधा हकारं कृत्वादौ जीवबीजं तथैव च ।
ककारं च क्षकारं च लिखेत्तत्त्रिधा त्रिधा ॥
tridhā hakāraṃ kṛtvādau jīvabījaṃ tathaiva ca |
kakāraṃ ca kṣakāraṃ ca likhettattridhā tridhā ||
Zuerst schreibe man ha dreimal, ebenso das Jīva-Bīja, dann ka und kṣa, jeweils dreimal.
23.221 · Kontext
द्विषट्कमेवं बीजानां क्रमेणादौ निवेश्य च ।
ततो वायुधरावारिसंज्ञं यच्चाक्षरत्रयम् ॥
dviṣaṭkamevaṃ bījānāṃ krameṇādau niveśya ca |
tato vāyudharāvārisaṃjñaṃ yaccākṣaratrayam ||
Nachdem so zwölf Bījas der Reihe nach angeordnet sind, nehme man die drei Laute, die Wind, Erde und Wasser heißen,
23.222 · Kontext
पौनःपुन्येन सर्वेषामधोभागे नियोजयेत् ।
सर्वे षष्ठस्वरारूढा अनुस्वारविभूषिताः ॥
paunaḥpunyena sarveṣāmadhobhāge niyojayet |
sarve ṣaṣṭhasvarārūḍhā anusvāravibhūṣitāḥ ||
und setze sie wiederholt unter die jeweiligen Grundlaute. Alle werden mit dem sechsten Vokal und dem Anusvāra verbunden.
23.223 · Kontext
बोद्धव्याः केशवादीनां बीजास्त्वेते पृथक् पृथक् ।
प्रणवाद्यैर्नमोऽन्तैस्तैस्तैस्तुर्यान्तैर्नामभिः सह ॥
boddhavyāḥ keśavādīnāṃ bījāstvete pṛthak pṛthak |
praṇavādyairnamo'ntaistaistaisturyāntairnāmabhiḥ saha ||
Erkenne darin jeweils die Bījas Keśavas und der weiteren Gestalten. Sie werden mit Praṇava am Anfang, namaḥ am Ende und dem jeweiligen Namen im Dativ verbunden.
23.224 · Kontext
केशवः प्रथमो वाच्यस्ततो नारायणः परः ।
माधवश्चैव गोविन्दो विष्णुश्च मधुसूदनः ॥
keśavaḥ prathamo vācyastato nārāyaṇaḥ paraḥ |
mādhavaścaiva govindo viṣṇuśca madhusūdanaḥ ||
Zuerst wird Keśava genannt, dann Nārāyaṇa, Mādhava, Govinda, Viṣṇu und Madhusūdana,
23.225 · Kontext
त्रिविक्रमो वामनाख्यः श्रीधरः पद्मलोचनः ।
हृषीकेशः पद्मनाभो दामोदर इति श्रुतः ॥
trivikramo vāmanākhyaḥ śrīdharaḥ padmalocanaḥ |
hṛṣīkeśaḥ padmanābho dāmodara iti śrutaḥ ||
dann Trivikrama, Vāmana, der lotusäugige Śrīdhara, Hṛṣīkeśa, Padmanābha und Dāmodara.
23.226 · Kontext
बीजैर्दीर्घस्वरोपेतैः प्राग्वदङ्गानि कल्पयेत् ।
अथ मन्त्रान् केशवादिदेवीनां शृणुत द्विजाः ॥
bījairdīrghasvaropetaiḥ prāgvadaṅgāni kalpayet |
atha mantrān keśavādidevīnāṃ śṛṇuta dvijāḥ ||
Mit den Bījas, die lange Vokale tragen, bilde man die Glieder wie zuvor. Hört nun die Mantras der Göttinnen, die Keśava und den weiteren Gestalten zugehören, o Zweimalgeborene.
23.227 · Kontext
क्षसहत्रितयं ह्येतच्चतुर्धा विलिखेत्क्रमात् ।
ततो द्विषट्कं बीजानां तस्याधो विनिवेश्य च ॥
kṣasahatritayaṃ hyetaccaturdhā vilikhetkramāt |
tato dviṣaṭkaṃ bījānāṃ tasyādho viniveśya ca ||
Die drei Laute kṣa, sa und ha schreibe man der Reihe nach jeweils viermal. So ergeben sich zwölf Grundlaute. Unter sie setze man
23.228 · Kontext
क्रमेण सप्तमाद्याद्द्वितीयं च चतुर्थकम् ।
पुनस्तृतीयं तुर्यं च द्वितीयं च तृतीयकम् ॥
krameṇa saptamādyāddvitīyaṃ ca caturthakam |
punastṛtīyaṃ turyaṃ ca dvitīyaṃ ca tṛtīyakam ||
der Reihe nach den zweiten und den vierten Laut, vom siebten an gezählt; danach den dritten, vierten, zweiten und dritten,
23.229 · Kontext
द्वितीयं च चतुर्थं च चतुर्थं तदनन्तरम् ।
तृतीयमष्टमाच्चाथ तृतीयं सप्तमात्पुनः ॥
dvitīyaṃ ca caturthaṃ ca caturthaṃ tadanantaram |
tṛtīyamaṣṭamāccātha tṛtīyaṃ saptamātpunaḥ ||
den zweiten, vierten und nochmals vierten; dann den dritten vom achten an und wiederum den dritten vom siebten an.
23.230 · Kontext
नवमदादशाभ्यान्तु विशेषमिममाचरेत् ।
अधो नियोजयेद्रेफं तत्त्रयाणां तु मूर्धनि ॥
navamadādaśābhyāntu viśeṣamimamācaret |
adho niyojayedrephaṃ tattrayāṇāṃ tu mūrdhani ||
Beim neunten und zwölften ist folgende Besonderheit zu beachten: r wird darunter gesetzt; bei den betreffenden drei Verbindungen dagegen oben. [„Zwölften“ folgt dem erkennbar gemeinten dvādaśa des beschädigten Druckworts. Die genaue Abgrenzung dieser Dreiergruppe ist nicht eindeutig.]
23.231 · Kontext
षट्सप्तमाष्टसंज्ञानामीकारमुपरि न्यसेत् ।
सानुस्वारं च सर्वेषामिति देवीगणस्य च ॥
ṣaṭsaptamāṣṭasaṃjñānāmīkāramupari nyaset |
sānusvāraṃ ca sarveṣāmiti devīgaṇasya ca ||
Beim sechsten, siebten und achten wird entsprechend verfahren. Über alle setze man ī mit Anusvāra. So wird für die Schar der Göttinnen
23.232 · Kontext
बीजद्वादशकं प्रोक्तं यथा चानुक्रमेण तु ।
तारबीजनमोयुक्तैर्व्याच्यास्तत्तत्स्वनामभिः ॥
bījadvādaśakaṃ proktaṃ yathā cānukrameṇa tu |
tārabījanamoyuktairvyācyāstattatsvanāmabhiḥ ||
die Zwölfergruppe der Bījas in ihrer Reihenfolge gelehrt. Zusammen mit Tāra, dem jeweiligen Bīja, namaḥ und ihrem eigenen Namen sollen sie ausgesprochen werden.
23.233 · Kontext
श्रीश्च वागीश्वरी कान्तिः क्रियाशान्तिविभूतयः ।
इच्छा प्रीती रतिश्चैव माया धीर्मतिमेति च ॥
śrīśca vāgīśvarī kāntiḥ kriyāśāntivibhūtayaḥ |
icchā prītī ratiścaiva māyā dhīrmatimeti ca ||
Ihre Namen sind Śrī, Vāgīśvarī, Kānti, Kriyā, Śānti, Vibhūti, Icchā, Prīti, Rati, Māyā, Dhī und Mati. [Der Wortausgang des letzten Namens ist im Druck unregelmäßig.]
23.234 · Kontext
स्वरजात्यादियुक्तानि बीजानि हृदयादयः ।
इत्येवं केशवादीनां देवीमन्त्राः प्रकीर्तिताः ॥
svarajātyādiyuktāni bījāni hṛdayādayaḥ |
ityevaṃ keśavādīnāṃ devīmantrāḥ prakīrtitāḥ ||
Die Bījas mit den entsprechenden Vokalen, Schlussformeln und weiteren Bestandteilen bilden die Glieder vom Herzen an. Damit sind die Mantras der Göttinnen Keśavas und der weiteren Gestalten erklärt.
23.235 · Kontext
ततस्तदायुधानां मन्त्रान् वक्ष्ये मुनीश्वराः ।
समुद्रमूर्तये स्वाहा पद्मस्य प्रणवादिकः ॥
tatastadāyudhānāṃ mantrān vakṣye munīśvarāḥ |
samudramūrtaye svāhā padmasya praṇavādikaḥ ||
Nun erkläre ich die Mantras ihrer Waffen und Kennzeichen, ihr Herren der Weisen. Für den Lotus lautet das Mantra, mit dem Praṇava beginnend: samudramūrtaye svāhā, „der Gestalt des Ozeans, svāhā“.
23.236 · Kontext
सर्वान्तश्चारिणे कृत्वा ततो गगनमूर्तये ।
स्वाहान्तः प्रणवाद्यश्च मन्त्रः शङ्खस्य कीर्तितः ॥
sarvāntaścāriṇe kṛtvā tato gaganamūrtaye |
svāhāntaḥ praṇavādyaśca mantraḥ śaṅkhasya kīrtitaḥ ||
Für das Muschelhorn setze man sarvāntaścāriṇe, „dem in allem Wirkenden“, und danach gaganamūrtaye, „dem, dessen Gestalt der Raum ist“. Das Mantra beginnt mit dem Praṇava und endet mit svāhā.
23.237 · Kontext
ओंकारो वेदमात्रेऽथ विद्ये स्वाहापदं तु वै ।
गदामन्त्रस्त्वयं प्रोक्तश्चक्रस्याथ निगद्यते ॥
oṃkāro vedamātre'tha vidye svāhāpadaṃ tu vai |
gadāmantrastvayaṃ proktaścakrasyātha nigadyate ||
Oṃ, dann vedamātre, „der Mutter des Veda“, vidye, „o heilige Erkenntnis“, und svāhā: So wird das Mantra der Keule gelehrt. Nun folgt das des Diskus.
23.238 · Kontext
ओङ्कारान्ते पदंदद्यात्पञ्चार्णं प्रभविष्णवे ।
तदन्ते कालशब्दन्तु मूर्तये हुं ततस्तु फट् ॥
oṅkārānte padaṃdadyātpañcārṇaṃ prabhaviṣṇave |
tadante kālaśabdantu mūrtaye huṃ tatastu phaṭ ||
Nach Oṃ setze man das fünfsilbige prabhaviṣṇave, „dem machtvoll Wirkenden“, danach kāla, mūrtaye, huṃ und phaṭ.
23.239 · Kontext
पद्मादीनां चतुर्णां तु ह्येतन्मन्त्रचतुष्टयम् ।
ततो विभवमूर्तीनां मन्त्रान् वक्ष्याम्यहं द्विजाः ॥
padmādīnāṃ caturṇāṃ tu hyetanmantracatuṣṭayam |
tato vibhavamūrtīnāṃ mantrān vakṣyāmyahaṃ dvijāḥ ||
Dies sind die vier Mantras der vier Kennzeichen, beginnend mit dem Lotus. Nun erkläre ich die Mantras der Vibhava-Gestalten, o Zweimalgeborene.
23.240 · Kontext
आराधनार्थं विहितो वाचको हि चतुर्विधः ।
संज्ञानामपदमयः पिण्डाख्यो बीजलक्षणः ॥
ārādhanārthaṃ vihito vācako hi caturvidhaḥ |
saṃjñānāmapadamayaḥ piṇḍākhyo bījalakṣaṇaḥ ||
Der Lautausdruck zur Verehrung wird vierfach bestimmt: als Bezeichnungs- oder Namensform, als Wortform, als Piṇḍa und als Bīja.
23.241 · Kontext
एभ्यो मध्यात्त्वथेकेन वाच्यमामन्त्र्य भक्तितः ।
यत्रैकपिण्डवाक्योत्थमन्त्रेणाथोभयात्मना ॥
ebhyo madhyāttvathekena vācyamāmantrya bhaktitaḥ |
yatraikapiṇḍavākyotthamantreṇāthobhayātmanā ||
Mit einer dieser Formen rufe man die bezeichnete Gottheit hingebungsvoll an. Wird ein Mantra als einheitliche Piṇḍa-Form, als Wortfolge oder als Verbindung beider gebraucht,
23.242 · Kontext
तत्र वै विधिनानेन कुर्यात्ताभ्यां हि कल्पनाम् ।
अभिन्नलक्षणो वाच्यमेक एवोपचर्यते ॥
tatra vai vidhinānena kuryāttābhyāṃ hi kalpanām |
abhinnalakṣaṇo vācyameka evopacaryate ||
soll man nach diesem Verfahren die entsprechende Bildung vornehmen. Die bezeichnete Wirklichkeit bleibt ihrem Wesen nach ungeteilt; derselbe Eine wird durch die jeweilige Form angesprochen.
23.243 · Kontext
कृत्वादौ नाममन्त्रस्य बीजं पिण्डाक्षरं तु वा ।
नयेत् तेनाभिमुख्यं च वाच्यमाद्यन्तगेन वा ॥
kṛtvādau nāmamantrasya bījaṃ piṇḍākṣaraṃ tu vā |
nayet tenābhimukhyaṃ ca vācyamādyantagena vā ||
Man setze ein Bīja oder eine Piṇḍa-Lautverbindung an den Anfang des Namensmantras und bewirke dadurch die Zuwendung der Gottheit; es kann auch am Anfang und am Ende stehen.
23.244 · Kontext
स तत्र पदमन्त्रं तु विधिनानेन वै ततः ।
कुर्यात्प्रणवपीठस्थं नमस्कारध्वजान्वितम् ॥
sa tatra padamantraṃ tu vidhinānena vai tataḥ |
kuryātpraṇavapīṭhasthaṃ namaskāradhvajānvitam ||
Das Wortmantra bilde man dann nach diesem Verfahren: auf dem Sitz des Praṇava und mit der Verneigung als Banner.
23.245 · Kontext
आभ्यां शान्तस्वरूपत्वादेकत्वमत एव हि ।
संज्ञाख्यं पदमन्त्रं च विद्धि संसिद्धलक्षणम् ॥
ābhyāṃ śāntasvarūpatvādekatvamata eva hi |
saṃjñākhyaṃ padamantraṃ ca viddhi saṃsiddhalakṣaṇam ||
Da beide in ihrem Wesen zur Ruhe führen, besteht zwischen ihnen Einheit. Erkenne so die festgelegten Merkmale des Bezeichnungs- und des Wortmantras.
23.246 · Kontext
स्वरोत्थं व्यञ्जनोत्थं वा बीजमेकार्णं स्मृतम् ।
स्वरव्यञ्जनसंयोगाद्बह्वर्णः पिण्डमन्त्रराट् ॥
svarotthaṃ vyañjanotthaṃ vā bījamekārṇaṃ smṛtam |
svaravyañjanasaṃyogādbahvarṇaḥ piṇḍamantrarāṭ ||
Ein Bīja gilt als einsilbig, ob es aus einem Vokal oder einem Konsonanten hervorgeht. Das königliche Piṇḍa-Mantra besteht dagegen aus mehreren Lauten, die Vokale und Konsonanten verbinden.
23.247 · Kontext
द्वाभ्यामादावथान्ताच्च स्वरवर्गान्महामते ।
स्वरूपेण हि मन्त्रत्वमन्येषां सह बिन्दुना ॥
dvābhyāmādāvathāntācca svaravargānmahāmate |
svarūpeṇa hi mantratvamanyeṣāṃ saha bindunā ||
Die beiden ersten und die beiden letzten der Vokalreihe besitzen bereits durch ihre eigene Gestalt Mantracharakter, du Einsichtiger; die übrigen zusammen mit Bindu.
23.248 · Kontext
स्वरेणैकेन युक्तस्य स्वरयुग्मान्वितस्य वा ।
सानुस्वारस्य बीजत्वं व्यञ्जनस्यापि लाङ्गलिन् ॥
svareṇaikena yuktasya svarayugmānvitasya vā |
sānusvārasya bījatvaṃ vyañjanasyāpi lāṅgalin ||
Auch ein Konsonant wird zum Bīja, wenn er mit einem Vokal oder einer Vokalverbindung und mit Anusvāra verbunden ist, o Pflugträger.
23.249 · Kontext
य ओंकाराख्यशब्दस्य विवर्तो दीधितिप्रभः ।
सल्लक्षणस्त्वनाकारो विद्धि तद्वाचकं त्रिधा ॥
ya oṃkārākhyaśabdasya vivarto dīdhitiprabhaḥ |
sallakṣaṇastvanākāro viddhi tadvācakaṃ tridhā ||
Die strahlende Entfaltung des Oṃ genannten Klangs ist durch reines Sein gekennzeichnet und selbst gestaltlos. Erkenne ihre lautliche Bezeichnung in drei Weisen:
23.250 · Kontext
क्वचित्पिण्डं क्वचिद्बीजं क्वचिच्छब्दमनाहतम् ।
तस्य चोदीयमानस्य परिणामः स्फुटो हि यः ॥
kvacitpiṇḍaṃ kvacidbījaṃ kvacicchabdamanāhatam |
tasya codīyamānasya pariṇāmaḥ sphuṭo hi yaḥ ||
als Piṇḍa, als Bīja und als unangeschlagenen Klang. Die deutlich hervortretende Entfaltung dieses aufsteigenden Klangs,
23.251 · Kontext
बह्वक्षरो बहुपदः स्तुतिसंबोधलक्षणः ।
अविनाशी स ओङ्कारो बीजादीनां महर्द्धिदः ॥
bahvakṣaro bahupadaḥ stutisaṃbodhalakṣaṇaḥ |
avināśī sa oṅkāro bījādīnāṃ maharddhidaḥ ||
mit vielen Lauten und Worten, als Lobpreis und Anrufung, ist der unvergängliche Oṃ-Laut, der Bījas und den weiteren Mantraformen große Wirksamkeit schenkt.
23.252 · Kontext
प्राग्दद्यात्प्रणवेनाथ सत्याख्येनासनं महत् ।
तस्माद्वै सत्यभिन्नं तु बीजं तदुपरि न्यसेत् ॥
prāgdadyātpraṇavenātha satyākhyenāsanaṃ mahat |
tasmādvai satyabhinnaṃ tu bījaṃ tadupari nyaset ||
Zuerst bereite man mit dem Praṇava und dem als Satya bezeichneten Laut einen erhabenen Sitz. Darauf setze man das davon unterschiedene Bīja. [Die genaue Unterscheidung von Satya, Sitz und Bīja bleibt sprachlich unsicher.]
23.253 · Kontext
स्वविवर्तेन बीजस्य मूर्त्युत्थानं प्रकल्पयेत् ।
प्राप्तेज्यावसरे नित्यं सम्पन्ने यजने सति ॥
svavivartena bījasya mūrtyutthānaṃ prakalpayet |
prāptejyāvasare nityaṃ sampanne yajane sati ||
Durch die eigene Entfaltung des Bījas stelle man sich das Hervortreten der göttlichen Gestalt vor. Wenn die Verehrung beendet ist,
23.254 · Kontext
तप्तोपले जलं यद्वत् तद्वत्तु विप्रलयं स्मरेत् ।
भानुप्रसरसंकोचतुल्यमेतन्महामते ॥
taptopale jalaṃ yadvat tadvattu vipralayaṃ smaret |
bhānuprasarasaṃkocatulyametanmahāmate ||
vergegenwärtige man sich ihre Auflösung wie Wasser auf einem erhitzten Stein. Dies gleicht dem Ausstrahlen und Zurücknehmen des Sonnenlichts, du Einsichtiger.
23.255 · Kontext
क्रियावशात्तु किन्त्वत्र भेदमात्रोपलक्षणम् ।
न यत्र बीजं पिण्डं वा तत्र वै प्रणवादनु ॥
kriyāvaśāttu kintvatra bhedamātropalakṣaṇam |
na yatra bījaṃ piṇḍaṃ vā tatra vai praṇavādanu ||
Die Unterscheidung wird hier durch den jeweiligen Vorgang sichtbar. Wo kein eigenes Bīja und kein Piṇḍa angegeben ist, nehme man nach dem Praṇava
23.256 · Kontext
प्राग्वर्णं पदमन्त्रस्य यत्तदालोकवाचकम् ।
तच्छिष्टं विग्रहं वर्णैस्तस्मादुत्थाप्य वृक्षवत् ॥
prāgvarṇaṃ padamantrasya yattadālokavācakam |
tacchiṣṭaṃ vigrahaṃ varṇaistasmādutthāpya vṛkṣavat ||
den ersten Laut des Wortmantras als Bezeichnung seines Lichts. Aus ihm lasse man mit den übrigen Lauten die Gestalt hervorgehen, wie einen Baum aus seinem Keim.
23.257 · Kontext
केवलं यत्र वै बीजं पिण्डं वा पदवर्जितम् ।
तत्राकाराख्यवर्णस्य क्षेत्रज्ञत्वं विधीयते ॥
kevalaṃ yatra vai bījaṃ piṇḍaṃ vā padavarjitam |
tatrākārākhyavarṇasya kṣetrajñatvaṃ vidhīyate ||
Wo nur ein Bīja oder Piṇḍa ohne Wortmantra vorhanden ist, wird der Laut a als Kṣetrajña bestimmt, als der das Feld Erkennende.
23.258 · Kontext
क्षेत्रत्वमवशिष्टानां वर्णानां पिण्डरूपिणाम् ।
केवलस्य हि बीजस्य स्वस्थितिर्ब्रह्मवर्णता ॥
kṣetratvamavaśiṣṭānāṃ varṇānāṃ piṇḍarūpiṇām |
kevalasya hi bījasya svasthitirbrahmavarṇatā ||
Die übrigen Laute der Piṇḍa-Form bilden das Feld. Beim für sich stehenden Bīja ist seine eigene Gegenwart die Lautgestalt des Brahman.
23.259 · Kontext
स्वभावप्रच्युतिर्बीजं बीजोच्चारस्तथाकृतिः ।
बीजवत्पिण्डमन्त्राणां परिज्ञेयः सदोदयः ॥
svabhāvapracyutirbījaṃ bījoccārastathākṛtiḥ |
bījavatpiṇḍamantrāṇāṃ parijñeyaḥ sadodayaḥ ||
Das Bīja tritt aus seiner eigenen ursprünglichen Ruhe hervor; sein Aussprechen ist seine Erscheinung. Ebenso soll man das Hervortreten der Piṇḍa-Mantras wie das eines Keims verstehen.
23.260 · Kontext
यद्बीजलक्षणं मन्त्रं सामर्थ्यं वैष्णवं महत् ।
असंख्येयमसंख्यानां वाच्यानां भिन्नरूपिणाम् ॥
yadbījalakṣaṇaṃ mantraṃ sāmarthyaṃ vaiṣṇavaṃ mahat |
asaṃkhyeyamasaṃkhyānāṃ vācyānāṃ bhinnarūpiṇām ||
Das Mantra in Bīja-Gestalt ist die große Wirkkraft Viṣṇus, unermesslich für die zahllosen, in verschiedenen Formen bezeichneten Gestalten.
23.261 · Kontext
तद्यथावत्परिज्ञानाज्जपध्यानात्समर्चनात् ।
हवनात्तन्मयत्वाच्च निर्बीजं पदमृच्छति ॥
tadyathāvatparijñānājjapadhyānātsamarcanāt |
havanāttanmayatvācca nirbījaṃ padamṛcchati ||
Durch seine rechte Erkenntnis, durch Japa, Meditation, Verehrung, Feueropfer und das völlige Erfülltsein davon erreicht man den keimlosen Zustand.
23.262 · Kontext
सहाभिमतसिद्धस्य साधकानां सदैव हि ।
पिण्डादिभगवन्मन्त्रमूर्तीनामेवमेव हि ॥
sahābhimatasiddhasya sādhakānāṃ sadaiva hi |
piṇḍādibhagavanmantramūrtīnāmevameva hi ||
Dabei erlangen die Übenden zugleich die erstrebte Vollendung. Entsprechendes gilt auch für die göttlichen Mantragestalten des Piṇḍa und der weiteren Formen.
23.263 · Kontext
परिज्ञानाद्द्वैकिन्तु पिण्डात्तत्स्थैर्यमुत्तमम् ।
नानात्वं नाममन्त्राच्च नानालोकान्तरोत्थितम् ॥
parijñānāddvaikintu piṇḍāttatsthairyamuttamam |
nānātvaṃ nāmamantrācca nānālokāntarotthitam ||
Aus dem Verstehen des Piṇḍa erwächst besondere Festigkeit; aus dem Namensmantra die Vielfalt der Erscheinungen in den verschiedenen Welten.
23.264 · Kontext
भवेत् सर्वपदप्राप्तिः परिज्ञानात् पदाभिधात् ।
सबीजं वा सपिण्डं वा मन्त्राणां यत्परं द्वयम् ॥
bhavet sarvapadaprāptiḥ parijñānāt padābhidhāt |
sabījaṃ vā sapiṇḍaṃ vā mantrāṇāṃ yatparaṃ dvayam ||
Aus dem Erkennen des Wortmantras ergibt sich das Erreichen aller Stufen. Die beiden übrigen Mantraformen, ob mit einem Bīja oder einem Piṇḍa verbunden,
23.265 · Kontext
विदधाति फलं स्वं स्वं किन्त्वाद्यं भावयेत्पदम् ।
मन्त्रक्षेत्रज्ञरूपत्वाद् यस्मात् सर्वेश्वरोऽच्युतः ॥
vidadhāti phalaṃ svaṃ svaṃ kintvādyaṃ bhāvayetpadam |
mantrakṣetrajñarūpatvād yasmāt sarveśvaro'cyutaḥ ||
bringen ihre jeweilige Frucht hervor. Doch man soll das erste Wortglied als das im Mantra erkennende Selbst betrachten; denn Acyuta, der Herr von allem,
23.266 · Kontext
व्याप्यव्यापकरूपेण वर्ततेऽनुग्रहेच्छया ।
व्याप्यरूपेण भूलोकाद् भोगाद्यस्य चाखिलात् ॥
vyāpyavyāpakarūpeṇa vartate'nugrahecchayā |
vyāpyarūpeṇa bhūlokād bhogādyasya cākhilāt ||
ist aus dem Wunsch, Gnade zu erweisen, zugleich als das Durchdrungene und als das Durchdringende gegenwärtig. In den durchdrungenen Gestalten schenkt er von den Freuden der Erdenwelt an
23.267 · Kontext
षाड्गुण्यमहिमान्तञ्च ददाति फलमुत्तमम् ।
स्वपदं भोगखिन्नस्य दिव्यदेहस्य कर्मिणः ॥
ṣāḍguṇyamahimāntañca dadāti phalamuttamam |
svapadaṃ bhogakhinnasya divyadehasya karmiṇaḥ ||
bis zur Herrlichkeit der sechs göttlichen Eigenschaften die höchste Frucht. Dem Übenden, der einen göttlichen Leib besitzt und des bloßen Genießens müde ist, schenkt er seinen eigenen Zustand.
23.268 · Kontext
क्षेत्रज्ञबीजपिण्डात्मा निरावरणलक्षणः ।
ज्ञानं यदमलं शुद्धं संयच्छत्यात्मलाभदम् ॥
kṣetrajñabījapiṇḍātmā nirāvaraṇalakṣaṇaḥ |
jñānaṃ yadamalaṃ śuddhaṃ saṃyacchatyātmalābhadam ||
Als erkennendes Selbst, als Bīja und Piṇḍa, seinem Wesen nach unverhüllt, schenkt er jene reine, fleckenlose Erkenntnis, die zum Gewinnen des Selbst führt.
23.269 · Kontext
शक्तिव्यक्तिमयत्वं च जाग्रद्वृत्तौ पदात्मनः ।
एवं संज्ञात्मनः स्वप्नवृत्तेरेकत्वमस्ति च ॥
śaktivyaktimayatvaṃ ca jāgradvṛttau padātmanaḥ |
evaṃ saṃjñātmanaḥ svapnavṛtterekatvamasti ca ||
Im Wachzustand offenbart die Wortform des Mantras ihre Kraft. Entsprechend besteht die Einheit der Bezeichnungsform mit dem Traumzustand,
23.270 · Kontext
सुषुप्तिवृत्तेः पिण्डाख्यमन्त्रस्यैव महामते ।
बीजात्मनस्तुर्यवृत्तेः शक्तिव्यक्तत्वमस्ति वै ॥
suṣuptivṛtteḥ piṇḍākhyamantrasyaiva mahāmate |
bījātmanasturyavṛtteḥ śaktivyaktatvamasti vai ||
des Piṇḍa-Mantras mit dem Tiefschlaf, du Einsichtiger, und der Bīja-Form mit dem vierten Zustand; jeweils wird ihre Kraft offenbar.
23.271 · Kontext
व्यक्तिज्ञानफलोपेता नियता यद्यपि स्मृता ।
भगवन्मन्त्रमूर्तीनां तथापि परमात्मनः ॥
vyaktijñānaphalopetā niyatā yadyapi smṛtā |
bhagavanmantramūrtīnāṃ tathāpi paramātmanaḥ ||
Obwohl diese Zuordnungen der göttlichen Mantragestalten als bestimmt gelten und die Frucht der Erkenntnis ihrer Entfaltung tragen, so gilt doch für den höchsten Ātman:
23.272 · Kontext
आद्यस्य चातुरात्म्यस्य केवलस्याथवा विभोः ।
चतुष्प्रकारं यन्मन्त्रं विद्धि तन्मोक्षभूतिदम् ॥
ādyasya cāturātmyasya kevalasyāthavā vibhoḥ |
catuṣprakāraṃ yanmantraṃ viddhi tanmokṣabhūtidam ||
Das vierfache Mantra des ursprünglichen viergestaltigen oder des für sich bestehenden Herrn schenkt Befreiung und geistige Fülle.
23.273 · Kontext
अतोऽन्यथा यदुद्दिष्टममिश्रं मिश्रम् एव हि ।
फलं भाववशाच्चैव तत्तथा विद्धि नान्यथा ॥
ato'nyathā yaduddiṣṭamamiśraṃ miśram eva hi |
phalaṃ bhāvavaśāccaiva tattathā viddhi nānyathā ||
Bei dem, was darüber hinaus als unvermischte oder vermischte Form gelehrt wird, entspricht die Frucht der inneren Ausrichtung. Verstehe es so und nicht anders.
23.274 · Kontext
शृणुध्वमथ बीजानि सावधानेन चेतसा ।
शुचौ देशे मनोज्ञे च सुलिप्ते पुष्पभूषिते ॥
śṛṇudhvamatha bījāni sāvadhānena cetasā |
śucau deśe manojñe ca sulipte puṣpabhūṣite ||
Hört nun mit aufmerksamen Geist die Bījas. Auf einem reinen, erfreulichen, sorgfältig bestrichenen und mit Blumen geschmückten Boden,
23.275 · Kontext
चन्दनक्षोदसंयुक्ते सुधूपेनाधिवासिते ।
विलिख्य मातृकाचक्रं भेदेनानेन वै पुनः ॥
candanakṣodasaṃyukte sudhūpenādhivāsite |
vilikhya mātṛkācakraṃ bhedenānena vai punaḥ ||
mit Sandelpulver versehen und von gutem Räucherduft erfüllt, zeichne man das Mātṛkā-Rad erneut, diesmal in folgender Anordnung.
23.276 · Kontext
येन सन्दृष्टमात्रेण शतधा याति कल्मषम् ।
प्रागादौ पञ्चवर्गान्तं मध्यान्तं मध्यतो लिखेत् ॥
yena sandṛṣṭamātreṇa śatadhā yāti kalmaṣam |
prāgādau pañcavargāntaṃ madhyāntaṃ madhyato likhet ||
Schon sein Anblick soll die Unreinheit in hundert Teile zerfallen lassen. Man schreibe die Endlaute der fünf Lautgruppen in der Mitte, beginnend im Osten und mit dem letzten im Zentrum.
23.277 · Kontext
याद्यो नवनाभिस्था आद्यः षोडशारगाः ।
कादयो नेमिगाः सर्वे पूर्वचक्रे यदक्षगम् ॥
yādyo navanābhisthā ādyaḥ ṣoḍaśāragāḥ |
kādayo nemigāḥ sarve pūrvacakre yadakṣagam ||
Die neun Laute, beginnend mit ya, stehen in der Nabe, die sechzehn Vokale in den Speichen und die Reihe von ka an in der Felge. Was im vorigen Rad in der Achse stand,
23.278 · Kontext
तदस्मिन् प्रथिभूतं तु पूजयेद्विधिना ततः ।
शब्दब्रह्ममयं चक्रमर्घ्यपुष्पादिकैः क्रमात् ॥
tadasmin prathibhūtaṃ tu pūjayedvidhinā tataḥ |
śabdabrahmamayaṃ cakramarghyapuṣpādikaiḥ kramāt ||
liegt in diesem am äußeren Umfang. Danach verehre man das Rad, dessen Wesen Klangbrahman ist, vorschriftsgemäß mit Arghya, Blumen und weiteren Gaben.
23.279 · Kontext
तन्मध्यादुद्धरेदादौ सर्वेषां कारणं हि यत् ।
उदक्स्थमक्षरं चाक्षादरान्तेन भूषितम् ॥
tanmadhyāduddharedādau sarveṣāṃ kāraṇaṃ hi yat |
udaksthamakṣaraṃ cākṣādarāntena bhūṣitam ||
Zuerst nehme man aus seiner Mitte das, was Ursache aller ist: den nördlich von der Achse stehenden Laut, versehen mit dem Abschluss der Speichenreihe.
23.280 · Kontext
विद्धि सर्वेश्वरस्येदं बीजं निर्बीजकारणम् ।
एतदेवाब्जनाभस्य विसर्गसहितं स्मृतम् ॥
viddhi sarveśvarasyedaṃ bījaṃ nirbījakāraṇam |
etadevābjanābhasya visargasahitaṃ smṛtam ||
Erkenne dies als Bīja des Herrn von allem, als Ursache des keimlosen Zustands. Dasselbe mit Visarga gilt als Bīja Abjanābhas, des Lotusnabeligen.
23.281 · Kontext
नेमिवर्गाद्द्वितीयं वै ततोऽरात् षष्ठमक्षरम् ।
अष्टमं नाभिदेशाच्च तत्संख्यं नेमिमण्डलात् ॥
nemivargāddvitīyaṃ vai tato'rāt ṣaṣṭhamakṣaram |
aṣṭamaṃ nābhideśācca tatsaṃkhyaṃ nemimaṇḍalāt ||
Dann folgen der zweite Laut der Felgenreihe, der sechste der Speiche, der achte der Nabe und der entsprechende des Felgenkreises,
23.282 · Kontext
नेमिपूर्वमतो नाभेः सप्तमं पञ्चमारगम् ।
अराच्चतुर्दशं त्वक्षात्पश्चिमाशागतं हि यत् ॥
nemipūrvamato nābheḥ saptamaṃ pañcamāragam |
arāccaturdaśaṃ tvakṣātpaścimāśāgataṃ hi yat ||
dann der erste der Felge, der siebte der Nabe, der fünfte und vierzehnte der Speiche sowie der westlich von der Achse stehende Laut,
23.283 · Kontext
नेमेरेकादशं चाथ षोडशं च त्रयोदशम् ।
पञ्चमं नाभिदेशाच्च नेमिरेकोनविंशकम् ॥
nemerekādaśaṃ cātha ṣoḍaśaṃ ca trayodaśam |
pañcamaṃ nābhideśācca nemirekonaviṃśakam ||
danach der elfte, sechzehnte und dreizehnte der Felge, der fünfte der Nabe und der neunzehnte der Felge.
23.284 · Kontext
तदन्तं सप्तमं चैव नवमं हि महामते ।
नाभेस्तृतीयं तदनु नेमेस्तत्संख्यमेव च ॥
tadantaṃ saptamaṃ caiva navamaṃ hi mahāmate |
nābhestṛtīyaṃ tadanu nemestatsaṃkhyameva ca ||
Es folgen deren letzter, siebter und neunter, du Einsichtiger, danach der dritte der Nabe und derselbe der Felge,
23.285 · Kontext
द्वादशञ्च बहिष्षेष्यो दशमं षोडशात्परम् ।
नाभिपूर्वं ततो वर्णं नेमेः पञ्चदशं हि यत् ॥
dvādaśañca bahiṣṣeṣyo daśamaṃ ṣoḍaśātparam |
nābhipūrvaṃ tato varṇaṃ nemeḥ pañcadaśaṃ hi yat ||
der zwölfte des äußeren Kreises, der zehnte und der auf den sechzehnten folgende; danach der erste der Nabe und der fünfzehnte der Felge,
23.286 · Kontext
तुर्यसंख्यमराद्बीजं ततो नाभिचतुष्कम् ।
षष्ठं नेमेश्चतुर्थं च मध्यमक्षात्तथा हरेत् ॥
turyasaṃkhyamarādbījaṃ tato nābhicatuṣkam |
ṣaṣṭhaṃ nemeścaturthaṃ ca madhyamakṣāttathā haret ||
das vierte Bīja aus der Speiche, der vierte der Nabe, der sechste und vierte der Felge sowie der Laut in der Achsenmitte,
23.287 · Kontext
तत्रैव पूर्वदिक्स्थं यद् बाह्याद्वै पञ्चमं ततः ।
अक्षाद्दक्षिणदिक्संस्थं नेमेरष्टादशं ततः ॥
tatraiva pūrvadiksthaṃ yad bāhyādvai pañcamaṃ tataḥ |
akṣāddakṣiṇadiksaṃsthaṃ nemeraṣṭādaśaṃ tataḥ ||
der dort im Osten stehende Laut, danach der fünfte des äußeren Kreises, der südlich von der Achse stehende und der achtzehnte der Felge,
23.288 · Kontext
द्वितीयं नाभिदेशाच्च तदन्ते सप्तमारगम् ।
चतुर्दशमतो नेमेः षष्ठं नाभेरथाहरेत् ॥
dvitīyaṃ nābhideśācca tadante saptamāragam |
caturdaśamato nemeḥ ṣaṣṭhaṃ nābherathāharet ||
dann der zweite der Nabe, der siebte der Speiche, der vierzehnte der Felge und der sechste der Nabe.
23.289 · Kontext
सर्वे कारणवन्मूर्ध्ना योजनीयाः समासतः ।
प्रणवाद्या नमोऽन्ताश्च तेजसातीव निर्भराः ॥
sarve kāraṇavanmūrdhnā yojanīyāḥ samāsataḥ |
praṇavādyā namo'ntāśca tejasātīva nirbharāḥ ||
Alle werden oben mit dem Zeichen wie beim ursächlichen Bīja versehen, mit dem Praṇava am Anfang und namaḥ am Ende. Sie sind von großer Lichtkraft erfüllt.
23.290 · Kontext
पद्मनाभादयो देवा वाच्यास्तेषां क्रमेण तु ।
पद्मनाभो ध्रुवोऽनन्तः शक्त्यात्मा मधुसूदनः ॥
padmanābhādayo devā vācyāsteṣāṃ krameṇa tu |
padmanābho dhruvo'nantaḥ śaktyātmā madhusūdanaḥ ||
Sie bezeichnen der Reihe nach die Gottheiten, beginnend mit Padmanābha: Padmanābha, Dhruva, Ananta, Śaktyātman und Madhusūdana,
23.291 · Kontext
विद्याधिदेवः कपिलो विश्वरूपो विहङ्गमः ।
क्रोडात्मा बडबावक्त्रो धर्मो वागीश्वरस्तथा ॥
vidyādhidevaḥ kapilo viśvarūpo vihaṅgamaḥ |
kroḍātmā baḍabāvaktro dharmo vāgīśvarastathā ||
Vidyādhideva, Kapila, Viśvarūpa, Vihaṅgama, Kroḍātman, Baḍabāvaktra, Dharma und Vāgīśvara,
23.292 · Kontext
देव एकार्णवशयः कूर्मः पातालधारकः ।
वराहो नारसिंहश्चाप्यमृताहरणस्तु वै ॥
deva ekārṇavaśayaḥ kūrmaḥ pātāladhārakaḥ |
varāho nārasiṃhaścāpyamṛtāharaṇastu vai ||
den Gott Ekārṇavaśaya, Kūrma als Träger der Unterwelt, Varāha, Nārasiṃha und Amṛtāharaṇa,
23.293 · Kontext
श्रीपतिर्दिव्यदेहोऽथ कान्तात्माऽमृतधारकः ।
राहुजित्कालनेमिघ्नः पारिजातहरो महान् ॥
śrīpatirdivyadeho'tha kāntātmā'mṛtadhārakaḥ |
rāhujitkālanemighnaḥ pārijātaharo mahān ||
Śrīpati, Divyadeha, Kāntātman, Amṛtadhāraka, Rāhujit, Kālanemighna und den großen Pārijātahara.
23.294 · Kontext
लोकनाथस्तु शान्तात्मा दत्तात्रेयो महाप्रभुः ।
न्यग्रोधशायी भगवानेकशृङ्गतनुस्ततः ॥
lokanāthastu śāntātmā dattātreyo mahāprabhuḥ |
nyagrodhaśāyī bhagavānekaśṛṅgatanustataḥ ||
Es folgen Lokanātha, Śāntātman, der große Herr Dattātreya, Nyagrodhaśāyin und Bhagavān mit der einhörnigen Gestalt,
23.295 · Kontext
देवो वामनदेहस्तु सर्वव्यापी त्रिविक्रमः ।
नरो नारायणश्चैव हरिः कृष्णस्तथैव च ॥
devo vāmanadehastu sarvavyāpī trivikramaḥ |
naro nārāyaṇaścaiva hariḥ kṛṣṇastathaiva ca ||
der Gott mit dem Leib Vāmanas, der alldurchdringende Trivikrama, Nara, Nārāyaṇa, Hari und Kṛṣṇa,
23.296 · Kontext
ज्वलत्परशुधृग्रामो रामश्चान्यो धनुर्धरः ।
वेदविद्भगवान् कल्की पातालशयनः प्रभुः ॥
jvalatparaśudhṛgrāmo rāmaścānyo dhanurdharaḥ |
vedavidbhagavān kalkī pātālaśayanaḥ prabhuḥ ||
Rāma mit der flammenden Axt, der andere Rāma mit dem Bogen, Vedavid, Bhagavān Kalkin und der Herr Pātālaśayana.
23.297 · Kontext
प्रादुर्भवगणो मुख्य इत्युक्तस्ते समासतः ।
यथाक्रमोदितानां च देवानां विनिबोध तु ॥
prādurbhavagaṇo mukhya ityuktaste samāsataḥ |
yathākramoditānāṃ ca devānāṃ vinibodha tu ||
Damit sind dir die wichtigsten göttlichen Erscheinungsformen kurz genannt. Vernimm nun für diese Gottheiten in der angegebenen Reihenfolge
23.298 · Kontext
पिण्डमन्त्रगणं मत्तः सावधानेन चेतसा ।
नाभेरष्टमबीजं यत् स्थितं तत्सप्तमोपरी ॥
piṇḍamantragaṇaṃ mattaḥ sāvadhānena cetasā |
nābheraṣṭamabījaṃ yat sthitaṃ tatsaptamoparī ||
die Gruppe der Piṇḍa-Mantras von mir, mit aufmerksamem Geist. Das achte Bīja der Nabe setze man über deren siebtes,
23.299 · Kontext
तदधश्चोत्तरं चाक्षादरान्तेन विभूषयेत् ।
अथोत्तरं चाक्षदेशादादाय तदधो न्यसेत् ॥
tadadhaścottaraṃ cākṣādarāntena vibhūṣayet |
athottaraṃ cākṣadeśādādāya tadadho nyaset ||
darunter den nördlich von der Achse liegenden Laut und versehe die Verbindung mit dem letzten der Speiche. Danach nehme man nochmals den nördlichen Achsenlaut und setze darunter
23.300 · Kontext
बीजं नेमिद्वितीयं यन्मध्यंमध्यम् तदासने ।
अथारषष्ठसंरूढं कुर्याद्वै नाभि सप्तमम् ॥
bījaṃ nemidvitīyaṃ yanmadhyaṃmadhyam tadāsane |
athāraṣaṣṭhasaṃrūḍhaṃ kuryādvai nābhi saptamam ||
das zweite Bīja der Felge, mit dem Laut der Achsenmitte als Sitz. Anschließend verbinde man den siebten der Nabe mit dem sechsten der Speiche,
23.301 · Kontext
अष्टमं च तदूर्ध्वे तु एतद्विद्धि तृतीयकम् ।
नाभ्यष्टममथादाय अरात् षष्ठासनस्थितम् ॥
aṣṭamaṃ ca tadūrdhve tu etadviddhi tṛtīyakam |
nābhyaṣṭamamathādāya arāt ṣaṣṭhāsanasthitam ||
und setze den achten darüber: Erkenne darin das dritte Piṇḍa. Dann nehme man den achten der Nabe, auf dem sechsten der Speiche ruhend,
23.302 · Kontext
ततो नाभिद्वितीयस्य क्रमेणाथो निवेश्य च ।
तदुद्देशात् तृतीयं च सप्तमं तुर्यमेव च ॥
tato nābhidvitīyasya krameṇātho niveśya ca |
taduddeśāt tṛtīyaṃ ca saptamaṃ turyameva ca ||
und ordne danach den zweiten der Nabe darunter an. Es folgen aus demselben Bereich der dritte, siebte und vierte.
23.303 · Kontext
अथादाय च नेमेः प्राक् तदधो नाभिपञ्चमम् ।
तस्याप्यधस्तदुद्देशात् तृतीयं विनिवेश्य च ॥
athādāya ca nemeḥ prāk tadadho nābhipañcamam |
tasyāpyadhastaduddeśāt tṛtīyaṃ viniveśya ca ||
Man nehme den ersten der Felge, setze darunter den fünften der Nabe und darunter den dritten desselben Bereichs.
23.304 · Kontext
ततस्तु नवमं नाभेस्तस्योर्ध्वाधोगतं न्यसेत् ।
तत्रैव यद्द्वितीयन्तु तत्पिण्डं विद्धि सप्तमम् ॥
tatastu navamaṃ nābhestasyordhvādhogataṃ nyaset |
tatraiva yaddvitīyantu tatpiṇḍaṃ viddhi saptamam ||
Dann nehme man den neunten der Nabe und ordne den dortigen zweiten darüber und darunter an. Erkenne dies als das siebte Piṇḍa.
23.305 · Kontext
अरात् षष्ठस्य चोर्ध्वे तु नाभिपूर्वं तु विन्यसेत् ।
सप्तमं चाष्टमं चापि ह्युपर्युपरि वै क्रमात् ॥
arāt ṣaṣṭhasya cordhve tu nābhipūrvaṃ tu vinyaset |
saptamaṃ cāṣṭamaṃ cāpi hyuparyupari vai kramāt ||
Über den sechsten der Speiche setze man den ersten der Nabe, darüber der Reihe nach den siebten und achten.
23.306 · Kontext
अथाष्टमं नाभिदेशादारूढं सप्तमोपरी ।
तदधो मध्यगं चाक्षान्नवमं परिकीर्तितम् ॥
athāṣṭamaṃ nābhideśādārūḍhaṃ saptamoparī |
tadadho madhyagaṃ cākṣānnavamaṃ parikīrtitam ||
Dann setze man den achten der Nabe über deren siebten und darunter den Laut der Achsenmitte. Dies wird als neuntes Piṇḍa bezeichnet.
23.307 · Kontext
भूयोऽरात्पञ्चमस्योर्ध्वं दद्यान्नाभितृतीयकम् ।
बाह्यात्तृतीयं तन्मूर्ध्नि पिण्डोऽयं दशमः स्मृतः ॥
bhūyo'rātpañcamasyordhvaṃ dadyānnābhitṛtīyakam |
bāhyāttṛtīyaṃ tanmūrdhni piṇḍo'yaṃ daśamaḥ smṛtaḥ ||
Wiederum setze man über den fünften der Speiche den dritten der Nabe und darüber den dritten des äußeren Kreises. Dieses Piṇḍa gilt als das zehnte.
23.308 · Kontext
द्वितीयं नाभिदेशाच्च तत्तृतीयं तदूर्ध्वगम् ।
नेमेराद्यन्तमूर्ध्वे तु स्मृतमेकादशन्त्वदम् ॥
dvitīyaṃ nābhideśācca tattṛtīyaṃ tadūrdhvagam |
nemerādyantamūrdhve tu smṛtamekādaśantvadam ||
Man nehme den zweiten der Nabe und setze ihren dritten darüber; darüber den ersten und letzten der Felge. Dies wird als elftes Piṇḍa bezeichnet.
23.309 · Kontext
अथो नाभिचतुर्थस्य सप्तमं विनिवेश्य च ।
तदधो नेमिपूर्वं तु एतद्द्वादशं स्मृतम् ॥
atho nābhicaturthasya saptamaṃ viniveśya ca |
tadadho nemipūrvaṃ tu etaddvādaśaṃ smṛtam ||
Mit dem vierten der Nabe verbinde man deren siebten und setze darunter den ersten der Felge. Dies gilt als zwölftes Piṇḍa.
23.310 · Kontext
नेमेस्त्रिदशमादाय तदधो योजयेत्क्रमात् ।
सप्तमं च चतुर्थं च पूर्वं नाभेर्महामते ॥
nemestridaśamādāya tadadho yojayetkramāt |
saptamaṃ ca caturthaṃ ca pūrvaṃ nābhermahāmate ||
Man nehme den dreizehnten der Felge und setze darunter der Reihe nach den siebten, vierten und ersten der Nabe, du Einsichtiger;
23.311 · Kontext
अरषष्ठासनाः सर्वे पिण्डमेतत् त्रयोदशम् ।
नाभेश्चतुर्थमादाय तदूर्ध्वे सप्तमं न्यसेत् ॥
araṣaṣṭhāsanāḥ sarve piṇḍametat trayodaśam |
nābheścaturthamādāya tadūrdhve saptamaṃ nyaset ||
alle ruhen auf dem sechsten der Speiche. Dies ist das dreizehnte Piṇḍa. Danach nehme man den vierten der Nabe und setze ihren siebten darüber,
23.312 · Kontext
नवमं चापि तन्मूर्ध्नि एतद्विद्धि चतुर्दशम् ।
नेमेश्चतुर्थसंज्ञस्य ऊर्ध्वाधोभ्यां निवेश्य च ॥
navamaṃ cāpi tanmūrdhni etadviddhi caturdaśam |
nemeścaturthasaṃjñasya ūrdhvādhobhyāṃ niveśya ca ||
darüber wiederum den neunten: Dies ist das vierzehnte. Über und unter dem vierten der Felge ordne man
23.313 · Kontext
वर्णं नाभिद्वितीयं यत्तत्पञ्चदशं स्मृतम् ।
यद्विंशसंख्यकं बाह्यादादायाराख्यमण्डलात् ॥
varṇaṃ nābhidvitīyaṃ yattatpañcadaśaṃ smṛtam |
yadviṃśasaṃkhyakaṃ bāhyādādāyārākhyamaṇḍalāt ||
den zweiten Laut der Nabe an: Dies gilt als fünfzehntes Piṇḍa. Dann nehme man den zwanzigsten des äußeren Kreises und aus dem Speichenkreis
23.314 · Kontext
सान्तिमेन च षष्ठेन युक्तं कुर्यादनन्तरम् ।
नेमेः सप्तमवर्णस्य ऊर्ध्वाधोभ्यां निवेश्य च ॥
sāntimena ca ṣaṣṭhena yuktaṃ kuryādanantaram |
nemeḥ saptamavarṇasya ūrdhvādhobhyāṃ niveśya ca ||
den letzten sowie den sechsten und verbinde sie damit. Anschließend setze man über und unter den siebten Laut der Felge
23.315 · Kontext
नाभिदेशाद् द्वितीयं यद् विद्धि सप्तदशं तु तत् ।
नवमं नाभिदेशाच्च सप्तमस्योपरि स्ययेत् ॥
nābhideśād dvitīyaṃ yad viddhi saptadaśaṃ tu tat |
navamaṃ nābhideśācca saptamasyopari syayet ||
den zweiten der Nabe: Dies ist das siebzehnte Piṇḍa. Den neunten der Nabe setze man über deren siebten,
23.316 · Kontext
अथाष्टमं नाभिदेशात्कुर्यात्सप्तगमूर्ध्वगम् ।
द्वितीयमपि तस्याधस्तस्माद्वै नाभिमण्डलात् ॥
athāṣṭamaṃ nābhideśātkuryātsaptagamūrdhvagam |
dvitīyamapi tasyādhastasmādvai nābhimaṇḍalāt ||
dann den achten über den siebten und darunter den zweiten desselben Nabenkreises.
23.317 · Kontext
अरात् त्रयोदशं चोर्ध्वे न्यूनविंशतिमं हि यत् ।
नाभेश्चतुर्थं तस्योर्ध्वे तत्तृतीयं तदूर्ध्वगम् ॥
arāt trayodaśaṃ cordhve nyūnaviṃśatimaṃ hi yat |
nābheścaturthaṃ tasyordhve tattṛtīyaṃ tadūrdhvagam ||
Darüber kommt der dreizehnte der Speiche: Dies ist das neunzehnte Piṇḍa. Man nehme den vierten der Nabe und setze deren dritten darüber.
23.318 · Kontext
तत्रैव सप्तमं यद्वै विद्धि विंशतिमं त्विदम् ।
द्वितीयस्याष्टमं नाभेर्वर्णस्योर्ध्वे नियोज्य च ॥
tatraiva saptamaṃ yadvai viddhi viṃśatimaṃ tvidam |
dvitīyasyāṣṭamaṃ nābhervarṇasyordhve niyojya ca ||
Mit dem siebten desselben Bereichs ergibt sich das zwanzigste. Dann verbinde man den achten und den zweiten der Nabe in der beschriebenen oberen Anordnung. [Der genaue Satzbau der zweiten Hälfte ist unsicher.]
23.319 · Kontext
अरात् षष्ठं च तस्याधः कुर्यात्तदनु लाङ्गलिन् ।
नवमं नाभिदेशाच्च तृतीयस्योपरि न्यसेत् ॥
arāt ṣaṣṭhaṃ ca tasyādhaḥ kuryāttadanu lāṅgalin |
navamaṃ nābhideśācca tṛtīyasyopari nyaset ||
Darunter setze man den sechsten der Speiche, o Pflugträger. Danach ordne man den neunten der Nabe über deren drittem an
23.320 · Kontext
द्वितीयं तदधः कुर्यात् त्रयोविंशतिमं शृणु ।
अष्टमं सप्तमं नाभेर्द्वितीयं प्रथमं ततः ॥
dvitīyaṃ tadadhaḥ kuryāt trayoviṃśatimaṃ śṛṇu |
aṣṭamaṃ saptamaṃ nābherdvitīyaṃ prathamaṃ tataḥ ||
und den zweiten darunter. Höre nun das dreiundzwanzigste: den achten, siebten, zweiten und ersten der Nabe
23.321 · Kontext
क्रमेण योजयेच्चैव अरात् षष्ठस्य मूर्धनि ।
नेमेस्तप्तममादाय तदधो नाभिसप्तमम् ॥
krameṇa yojayeccaiva arāt ṣaṣṭhasya mūrdhani |
nemestaptamamādāya tadadho nābhisaptamam ||
verbinde man der Reihe nach über dem sechsten der Speiche. Dann nehme man den siebten der Felge und setze darunter den siebten der Nabe,
23.322 · Kontext
तत्तृतीयं च तस्याधश्चतुर्विंशतिमं स्मृतम् ।
नाभेस्तृतीयं तस्योर्ध्वं द्वितीयं तस्य चोपरि ॥
tattṛtīyaṃ ca tasyādhaścaturviṃśatimaṃ smṛtam |
nābhestṛtīyaṃ tasyordhvaṃ dvitīyaṃ tasya copari ||
darunter wiederum deren dritten. Dies gilt als vierundzwanzigstes Piṇḍa. Man nehme den dritten der Nabe, setze ihren zweiten darüber
23.323 · Kontext
निवेश्य नेमिपूर्वं तु षड्विंशमधुनोच्यते ।
अरात् षष्ठासनं कुर्याद्वर्णं नाभितृतीयकम् ॥
niveśya nemipūrvaṃ tu ṣaḍviṃśamadhunocyate |
arāt ṣaṣṭhāsanaṃ kuryādvarṇaṃ nābhitṛtīyakam ||
und darüber den ersten der Felge. Nun wird das sechsundzwanzigste genannt: Man lasse den dritten Laut der Nabe auf dem sechsten der Speiche ruhen,
23.324 · Kontext
तदूर्ध्वं सप्तमं चैव अतोऽन्यदवधारय ।
न्यूनं विंशतिनेमेस्तु तस्योर्ध्वाधोगतं न्यसेत् ॥
tadūrdhvaṃ saptamaṃ caiva ato'nyadavadhāraya |
nyūnaṃ viṃśatinemestu tasyordhvādhogataṃ nyaset ||
mit dem siebten darüber. Höre das nächste: Man nehme den neunzehnten der Felge und ordne über und unter ihm
23.325 · Kontext
सप्तमं नाभिवर्णैस्तत्स्वरवर्णाञ्च पञ्चमम् ।
नेमेराद्यं द्वितीयं च आदाय तदधो न्यसेत् ॥
saptamaṃ nābhivarṇaistatsvaravarṇāñca pañcamam |
nemerādyaṃ dvitīyaṃ ca ādāya tadadho nyaset ||
den siebten der Nabe an, verbunden mit dem fünften Vokal. Dann nehme man den ersten und zweiten der Felge und setze darunter
23.326 · Kontext
मध्यमक्षान्महाबुद्धेऽष्टाविंशतिमं स्मृतम् ।
नवमं सप्तमं नाभेस्तृतीयं च द्वितीयकम् ॥
madhyamakṣānmahābuddhe'ṣṭāviṃśatimaṃ smṛtam |
navamaṃ saptamaṃ nābhestṛtīyaṃ ca dvitīyakam ||
den Laut der Achsenmitte, du Einsichtiger: Dies gilt als achtundzwanzigstes Piṇḍa. Danach folgen der neunte, siebte, dritte und zweite der Nabe.
23.327 · Kontext
अथोत्तरस्थमक्षाच्च आदाय तदधो न्यसेत् ।
तृतीयं च द्वितीयं च नाभिदेशादनन्तरम् ॥
athottarasthamakṣācca ādāya tadadho nyaset |
tṛtīyaṃ ca dvitīyaṃ ca nābhideśādanantaram ||
Man nehme den nördlich von der Achse stehenden Laut und setze darunter anschließend den dritten und den zweiten der Nabe.
23.328 · Kontext
नाभिद्वितीयमादाय सप्तमं तुर्यमेव च ।
तृतीयस्याथ वै नाभेर्बाह्यादाद्यन्तमूर्ध्वगम् ॥
nābhidvitīyamādāya saptamaṃ turyameva ca |
tṛtīyasyātha vai nābherbāhyādādyantamūrdhvagam ||
Dann nehme man den zweiten der Nabe mit dem siebten und vierten. Über den dritten der Nabe setze man den ersten und letzten des äußeren Kreises.
23.329 · Kontext
ततस्तु नवमं नाभेरक्षमध्यस्थमूर्ध्वगम् ।
अष्टमस्याथ वै नाभेरथ ऊर्ध्वे द्वितीयकम् ॥
tatastu navamaṃ nābherakṣamadhyasthamūrdhvagam |
aṣṭamasyātha vai nābheratha ūrdhve dvitīyakam ||
Darauf verbinde man den neunten der Nabe mit dem Laut der Achsenmitte. Über den achten der Nabe setze man deren zweiten,
23.330 · Kontext
दद्यात् तदन्वरात् षष्ठं तस्यैवाधोगतं तु वै ।
अरात् षष्ठस्य चोर्ध्वेऽथ नाभिपूर्वं तु तत्परम् ॥
dadyāt tadanvarāt ṣaṣṭhaṃ tasyaivādhogataṃ tu vai |
arāt ṣaṣṭhasya cordhve'tha nābhipūrvaṃ tu tatparam ||
darunter den sechsten der Speiche. Danach setze man über den sechsten der Speiche den ersten der Nabe,
23.331 · Kontext
विनिवेश्याष्टमं चापि षट्त्रिंशमवधारय ।
सप्तमं च तृतीयं च चतुर्थं नाभिमण्डलात् ॥
viniveśyāṣṭamaṃ cāpi ṣaṭtriṃśamavadhāraya |
saptamaṃ ca tṛtīyaṃ ca caturthaṃ nābhimaṇḍalāt ||
dazu den achten: Erkenne dies als sechsunddreißigstes Piṇḍa. Man nehme den siebten, dritten und vierten des Nabenkreises,
23.332 · Kontext
योजयित्वा तदूर्ध्वे चाप्यराणां त्रिदशं न्यसेत् ।
अथ यन्नवमं नाभेस्तृतीयं च द्वितीयकम् ॥
yojayitvā tadūrdhve cāpyarāṇāṃ tridaśaṃ nyaset |
atha yannavamaṃ nābhestṛtīyaṃ ca dvitīyakam ||
verbinde sie und setze darüber den dreizehnten der Speichen. Dann nehme man den neunten, dritten und zweiten der Nabe:
23.333 · Kontext
तत्सप्तत्रिंशकं विद्धि नाभिदेशादथाहरेत् ।
अरात् षष्ठासनं पूर्वं द्वितीयं च तदूर्ध्वतः ॥
tatsaptatriṃśakaṃ viddhi nābhideśādathāharet |
arāt ṣaṣṭhāsanaṃ pūrvaṃ dvitīyaṃ ca tadūrdhvataḥ ||
Erkenne darin das siebenunddreißigste. Danach nehme man den zweiten der Nabe, der auf dem sechsten der Speiche ruht,
23.334 · Kontext
नवमं चापि तस्योर्ध्वे पिण्डास्त्वाद्यादिमं विना ।
अरान्ताद्येन वै मूर्ध्ना सर्वे कार्यां ह्यलङ्कृताः ॥
navamaṃ cāpi tasyordhve piṇḍāstvādyādimaṃ vinā |
arāntādyena vai mūrdhnā sarve kāryāṃ hyalaṅkṛtāḥ ||
und setze den neunten darüber. Diese Piṇḍas werden, mit Ausnahme des ersten, oben mit dem beschriebenen Abschluss der Speichenreihe versehen. [Die Ausnahmeformulierung ist im Druck unregelmäßig.]
23.335 · Kontext
नमोऽन्ताः प्रणवाद्याश्च युक्तास्संज्ञापदैस्स्वकैः ।
अरान्ताद्यं विना यस्य यदूर्ध्वे वर्तते स्वरः ॥
namo'ntāḥ praṇavādyāśca yuktāssaṃjñāpadaissvakaiḥ |
arāntādyaṃ vinā yasya yadūrdhve vartate svaraḥ ||
Sie erhalten namaḥ am Ende, den Praṇava am Anfang und ihre jeweiligen Namen. Wo außer dem genannten Abschlusslaut noch ein Vokal darübersteht,
23.336 · Kontext
अधो वा नाभिपूर्वेण सह वा केवलं हितम् ।
अपास्य च ततः कुर्यात्सर्वेषां पूजनाय च ॥
adho vā nābhipūrveṇa saha vā kevalaṃ hitam |
apāsya ca tataḥ kuryātsarveṣāṃ pūjanāya ca ||
oder darunter, mit dem ersten Laut der Nabe verbunden oder allein, lasse man diesen zusätzlichen Bestandteil für die Verehrung weg. [Die genaue Abgrenzung der wegzulassenden Lautbestandteile bleibt unsicher.]
23.337 · Kontext
स्वेन स्वेन तु पिण्डेन सिद्धवच्चाङ्गकल्पना ।
नमः प्रणवसंज्ञाद्या जातिः कर्मवशात्पुनः ॥
svena svena tu piṇḍena siddhavaccāṅgakalpanā |
namaḥ praṇavasaṃjñādyā jātiḥ karmavaśātpunaḥ ||
Die Glieder werden jeweils mit dem eigenen Piṇḍa in der festgelegten Weise gebildet. Namaḥ, Praṇava, Name und die jeweilige Schlussformel richten sich nach der Handlung.
23.338 · Kontext
आ तदुक्तानुयजनान्मोक्षनिष्ठस्समाचरेत् ।
बीजपिण्डपदोत्थानां विनियोगं तु चाखिलम् ॥
ā taduktānuyajanānmokṣaniṣṭhassamācaret |
bījapiṇḍapadotthānāṃ viniyogaṃ tu cākhilam ||
Bis zur beschriebenen begleitenden Verehrung soll der auf Befreiung Ausgerichtete die vollständige Anwendung der aus Bīja, Piṇḍa und Wortform hervorgehenden Mantras vollziehen.
23.339 · Kontext
किन्त्वेषां वैभवी मुद्रा देयाऽऽराधनकर्मणि ।
तदङ्गमुद्राश्चाङ्गनां योज्या मन्त्रैः स्वकैः सह ॥
kintveṣāṃ vaibhavī mudrā deyārādhanakarmaṇi |
tadaṅgamudrāścāṅganāṃ yojyā mantraiḥ svakaiḥ saha ||
Bei ihrer Verehrung ist die Vaibhavī-Mudrā zu zeigen. Die zugehörigen Gesten der Glieder sind jeweils mit ihren eigenen Mantras zu verbinden.
23.340 · Kontext
सर्वं साधारमुद्दिष्टं सैंहं मन्त्रोदितं मया ।
दीक्षापूर्वं हि मन्त्राणां चतुर्वर्गं हि साधनम् ॥
sarvaṃ sādhāramuddiṣṭaṃ saiṃhaṃ mantroditaṃ mayā |
dīkṣāpūrvaṃ hi mantrāṇāṃ caturvargaṃ hi sādhanam ||
Alles ist mit seiner Grundlage erklärt; auch das Siṃha-Mantra ist von mir genannt. Die Anwendung der Mantras, der eine Einweihung vorausgeht, dient den vier Lebenszielen.
23.341 · Kontext
लक्षणं पदमन्त्राणामथेदानीं निबोधतु ।
यैर्विना लब्धसत्तानामर्चनं हि न जायते ॥
lakṣaṇaṃ padamantrāṇāmathedānīṃ nibodhatu |
yairvinā labdhasattānāmarcanaṃ hi na jāyate ||
Vernimm nun die Merkmale der Wortmantras. Ohne sie kommt die Verehrung der gegenwärtig gewordenen göttlichen Gestalten nicht zustande.
23.342 · Kontext
विश्वातीताय विमलपदं विद्याविधायिने ।
पद्मनाभाय विश्वव्यापिने च तदनन्तरम् ॥
viśvātītāya vimalapadaṃ vidyāvidhāyine |
padmanābhāya viśvavyāpine ca tadanantaram ||
Man bilde die Anrufung: „Dem, der über das All hinausgeht; dem reine Erkenntnis Schenkenden; dem Lotusnabeligen; dem das All Durchdringenden“ – mit viśvātītāya, vimala-vidyāvidhāyine, padmanābhāya und viśvavyāpine.
23.343 · Kontext
चतुर्विंशाक्षरं विद्धि एतत्संख्यं परं शृणु ।
ज्योतीरूपाय पञ्चार्णं पदं गगनमूर्तये ॥
caturviṃśākṣaraṃ viddhi etatsaṃkhyaṃ paraṃ śṛṇu |
jyotīrūpāya pañcārṇaṃ padaṃ gaganamūrtaye ||
Dieses Mantra hat vierundzwanzig Silben. Höre ein weiteres mit derselben Zahl: das fünfsilbige jyotīrūpāya, „dem, dessen Wesen Licht ist“, und gaganamūrtaye, „dem, dessen Gestalt der Raum ist“;
23.344 · Kontext
ध्रुवाय दद्यात्तदनु परमं त्र्यक्षरं ततः ।
पदप्राप्तिचतुर्वर्णं हेतवे त्र्यक्षरं त्विति ॥
dhruvāya dadyāttadanu paramaṃ tryakṣaraṃ tataḥ |
padaprāpticaturvarṇaṃ hetave tryakṣaraṃ tviti ||
danach dhruvāya, „dem Unerschütterlichen“, das dreisilbige parama, das viersilbige padaprāpti und das dreisilbige hetave: „dem Grund für das Erreichen des höchsten Zustands“.
23.345 · Kontext
अनन्ताय पदं दद्यात्ततोऽपरिमिताय च ।
सर्वाश्रयाय तदनु तदन्ते धृतशक्तये ॥
anantāya padaṃ dadyāttato'parimitāya ca |
sarvāśrayāya tadanu tadante dhṛtaśaktaye ||
Für das nächste Mantra setze man anantāya, „dem Unendlichen“, aparimitāya, „dem Unermesslichen“, sarvāśrayāya, „der Zuflucht aller“, und dhṛtaśaktaye, „dem Träger der Kraft“.
23.346 · Kontext
एतद्विंशतिसंख्यं च द्वाविंशार्णमतः शृणु ।
नमो भगवते कृत्वा वासुदेवाय वै ततः ॥
etadviṃśatisaṃkhyaṃ ca dvāviṃśārṇamataḥ śṛṇu |
namo bhagavate kṛtvā vāsudevāya vai tataḥ ||
Dieses zählt zwanzig Silben. Höre nun ein zweiundzwanzigsilbiges: namo bhagavate, „Verneigung dem erhabenen Herrn“, danach vāsudevāya,
23.347 · Kontext
सर्वशक्त्यात्मनेऽनन्तमूर्तये तु पदं त्विति ।
वीर्यात्मने महाशब्दं पुरुषाय पदं तु ततः ॥
sarvaśaktyātmane'nantamūrtaye tu padaṃ tviti |
vīryātmane mahāśabdaṃ puruṣāya padaṃ tu tataḥ ||
sarvaśaktyātmane, „dem, dessen Wesen alle Kräfte sind“, und anantamūrtaye, „dem mit unendlichen Gestalten“. Das folgende beginnt mit vīryātmane, „dem, dessen Wesen Wirkkraft ist“, und mahāpuruṣāya, „dem großen Puruṣa“;
23.348 · Kontext
मोहमायापदं चैव ततो विध्वंसिने तु वै ।
सदोदिताय शब्दं तु सर्वशक्ते पदं ततः ॥
mohamāyāpadaṃ caiva tato vidhvaṃsine tu vai |
sadoditāya śabdaṃ tu sarvaśakte padaṃ tataḥ ||
es folgen mohamāyā-vidhvaṃsine, „dem Vernichter täuschender Verblendung“, sadoditāya, „dem ewig Offenbaren“, und sarvaśakte, „o Allmächtiger“.
23.349 · Kontext
नियोक्तव्यञ्चतुर्वर्णः सप्तविंशाक्षरः स्मृतः ।
पदं वेदविदे विश्वरञ्जकाय ततो भवेत् ॥
niyoktavyañcaturvarṇaḥ saptaviṃśākṣaraḥ smṛtaḥ |
padaṃ vedavide viśvarañjakāya tato bhavet ||
Dieses letzte Wort ist viersilbig; das Mantra gilt als siebenundzwanzigsilbig. Danach folgt eine Anrufung mit vedavide, „dem Kenner des Veda“, und viśvarañjakāya, „dem, der das All erfreut“;
23.350 · Kontext
तदन्ते विश्वपतये ततो वै परमात्मने ।
एष विंशतिभिर्वर्णैः शृणु सप्तदशाक्षरम् ॥
tadante viśvapataye tato vai paramātmane |
eṣa viṃśatibhirvarṇaiḥ śṛṇu saptadaśākṣaram ||
an ihrem Ende stehen viśvapataye, „dem Herrn des Alls“, und paramātmane, „dem höchsten Selbst“. Dieses Mantra zählt zwanzig Silben. Höre nun das siebzehnsilbige:
23.351 · Kontext
ज्ञानात्मने पदं कुर्यात्संविच्छब्दमतः परम् ।
पदं प्रकाशाशयाय शान्तरूपाय वै ततः ॥
jñānātmane padaṃ kuryātsaṃvicchabdamataḥ param |
padaṃ prakāśāśayāya śāntarūpāya vai tataḥ ||
Man setze jñānātmane, „dem, dessen Wesen Erkenntnis ist“, danach saṃvit-prakāśāśayāya, „dem Grund des leuchtenden Bewusstseins“, und śāntarūpāya, „dem, dessen Gestalt Frieden ist“.
23.352 · Kontext
अनन्तशक्तये सर्वव्यापिने तदनन्तरम् ।
जगन्मयाय तदनु विश्वरूपाय वै पदम् ॥
anantaśaktaye sarvavyāpine tadanantaram |
jaganmayāya tadanu viśvarūpāya vai padam ||
Danach folgt: anantaśaktaye, „dem mit unendlicher Kraft“, sarvavyāpine, „dem Alldurchdringenden“, jaganmayāya, „dem, der das All erfüllt“, und viśvarūpāya, „dem mit kosmischer Gestalt“.
23.353 · Kontext
एकविंशतिभिर्वर्णैर्यमुक्तोऽपरं शृणु ।
सत्सत्त्वपदमादाय गुहाशयपदं ततः ॥
ekaviṃśatibhirvarṇairyamukto'paraṃ śṛṇu |
satsattvapadamādāya guhāśayapadaṃ tataḥ ||
Dieses Mantra hat einundzwanzig Silben. Höre ein weiteres: Man nehme sat-sattva, das reine Sein, und guhāśaya, „der in der verborgenen Herzenshöhle wohnt“,
23.354 · Kontext
ततः परमहंसाय ततो मानसचारिणे ।
न्यूनविंशत्यक्षरश्चैव ततो यज्ञमूर्तये ॥
tataḥ paramahaṃsāya tato mānasacāriṇe |
nyūnaviṃśatyakṣaraścaiva tato yajñamūrtaye ||
danach paramahaṃsāya, „dem höchsten Haṃsa“, und mānasacāriṇe, „dem im Geist Wirkenden“. Dieses Mantra zählt neunzehn Silben. Die nächste Anrufung beginnt mit yajñamūrtaye, „dem, dessen Gestalt das Opfer ist“;
23.355 · Kontext
पदमादाय तदनु विश्वान्तर्वर्तिने तु वै ।
ततो भुवनशब्दं तु वराहाय पदं त्वथ ॥
padamādāya tadanu viśvāntarvartine tu vai |
tato bhuvanaśabdaṃ tu varāhāya padaṃ tvatha ||
es folgen viśvāntarvartine, „dem im Inneren des Alls Gegenwärtigen“, und bhuvana-varāhāya, „dem Varāha der Welt“,
23.356 · Kontext
विभूतिस्वामिने चेति चतुर्विंशाक्षरस्त्वयम् ।
नमो भगवते दद्यात्ततो वै बडवाग्नये ॥
vibhūtisvāmine ceti caturviṃśākṣarastvayam |
namo bhagavate dadyāttato vai baḍavāgnaye ||
sowie vibhūtisvāmine, „dem Herrn der göttlichen Entfaltungen“. Dieses Mantra hat vierundzwanzig Silben. Danach setze man namo bhagavate und baḍavāgnaye, „dem untermeerischen Feuer“;
23.357 · Kontext
जगज्जलेन्धनपदं प्रदीप्तं पदमेव तु ।
वीर्याय फट् तदन्ते तु एतत्संख्यस्त्वयं स्मृतः ॥
jagajjalendhanapadaṃ pradīptaṃ padameva tu |
vīryāya phaṭ tadante tu etatsaṃkhyastvayaṃ smṛtaḥ ||
es folgen jagajjala-indhana, „dessen Brennstoff die Wasser der Welt sind“, und pradīpta-vīryāya, „dem mit flammender Wirkkraft“, mit phaṭ am Ende. Dieses Mantra hat dieselbe Silbenzahl.
23.358 · Kontext
सर्वान्तश्चारिणे दद्यात्प्रसन्नपदमेव च ।
मूर्तयेऽथ पदं चैव दद्याद्धर्मात्मने पदम् ॥
sarvāntaścāriṇe dadyātprasannapadameva ca |
mūrtaye'tha padaṃ caiva dadyāddharmātmane padam ||
Dann setze man sarvāntaścāriṇe, „dem in allem Wirkenden“, prasanna-mūrtaye, „dem mit klarer, freundlicher Gestalt“, und dharmātmane, „dem, dessen Wesen Dharma ist“.
23.359 · Kontext
षोडशाक्षरमेतद्वै अतो गुह्यमतःशृणु ।
सर्वविद्येश्वरायाथ दद्याद्वाक्पतये ततः ॥
ṣoḍaśākṣarametadvai ato guhyamataḥśṛṇu |
sarvavidyeśvarāyātha dadyādvākpataye tataḥ ||
Dieses Mantra hat sechzehn Silben. Höre nun ein geheimes: sarvavidyeśvarāya, „dem Herrn aller Erkenntnis“, danach vākpataye, „dem Herrn der Rede“;
23.360 · Kontext
पदं वदवदादाय ततो वाग्विभवं त्विति ।
न्यूनविंशाक्षरो ह्येष त्वपरं कथयामि ते ॥
padaṃ vadavadādāya tato vāgvibhavaṃ tviti |
nyūnaviṃśākṣaro hyeṣa tvaparaṃ kathayāmi te ||
es folgen vada vada, „sprich, sprich“, und vāgvibhavam, „die Fülle der Rede“. Dieses Mantra zählt neunzehn Silben. Ich erkläre dir ein weiteres:
23.361 · Kontext
योगैश्वर्यप्रदायाथ योगनिद्रारसाय वै ।
नीरदाय पदं दद्याद्भगवज्जलशायिने ॥
yogaiśvaryapradāyātha yoganidrārasāya vai |
nīradāya padaṃ dadyādbhagavajjalaśāyine ||
yogaiśvaryapradāya, „dem, der die Vollmacht des Yoga schenkt“, yoganidrārasāya, „dem, dessen Wesen die Wonne des Yogaschlafs ist“, nīradāya, „dem Wasserspendenden“, und bhagavaj-jalaśāyine, „dem erhabenen, auf den Wassern Ruhenden“.
23.362 · Kontext
त्रिरष्टवर्णसंख्यश्च अयमेकाधिकस्तु वै ।
भगवत्पदमादाय अनन्तबलशक्तये ॥
triraṣṭavarṇasaṃkhyaśca ayamekādhikastu vai |
bhagavatpadamādāya anantabalaśaktaye ||
Dieses zählt vierundzwanzig Silben und eine weitere. Für das nächste nehme man bhagavat, „erhaben“, und ananta-bala-śaktaye, „dem mit grenzenloser Stärke und Kraft“;
23.363 · Kontext
तेजोमयाय भुवनधृतेऽथ द्व्यक्षरं पदम् ।
तदन्ते विनियोक्तव्यं पदं वै कच्छपात्मने ॥
tejomayāya bhuvanadhṛte'tha dvyakṣaraṃ padam |
tadante viniyoktavyaṃ padaṃ vai kacchapātmane ||
dann tejomayāya, „dem Lichtvollen“, bhuvanadhṛte, „dem Träger der Welt“, und kacchapātmane, „dem in Schildkrötengestalt“, mit dem zweisilbigen Abschluss der Verneigung.
23.364 · Kontext
षड्द्विंशार्णक्रमं विद्धि मन्त्रं मन्त्रविदांवर ।
यज्ञाङ्गदेहमादाय महापदमतः परम् ॥
ṣaḍdviṃśārṇakramaṃ viddhi mantraṃ mantravidāṃvara |
yajñāṅgadehamādāya mahāpadamataḥ param ||
Erkenne dieses als sechsundzwanzigsilbiges Mantra, du Hervorragender unter den Mantrakundigen. Danach nehme man yajñāṅgadeha, „dessen Leib aus den Gliedern des Opfers besteht“, und mahā, „groß“,
23.365 · Kontext
वराहाय ततो दद्यात्पुराणपुरुषाय वै ।
दद्यात्ततः प्रजाशब्दं तदन्ते पतये पदम् ॥
varāhāya tato dadyātpurāṇapuruṣāya vai |
dadyāttataḥ prajāśabdaṃ tadante pataye padam ||
dazu varāhāya, „dem Varāha“, purāṇapuruṣāya, „dem uranfänglichen Puruṣa“, und prajāpataye, „dem Herrn der Geschöpfe“.
23.366 · Kontext
चतुर्विंशाक्षरं मन्त्रमेतन्मन्त्रविदांवर ।
नमो भगवते कृत्वा नारसिंहाय वै ततः ॥
caturviṃśākṣaraṃ mantrametanmantravidāṃvara |
namo bhagavate kṛtvā nārasiṃhāya vai tataḥ ||
Dieses Mantra hat vierundzwanzig Silben, du Hervorragender unter den Mantrakundigen. Das nächste beginnt mit namo bhagavate, danach nārasimhāya, „dem Nārasiṃha“;
23.367 · Kontext
तेजोनिधे पदं दद्यात्पदं हनहनेति च ।
ततो विकर्मजात्यं वै शब्दं पञ्चाक्षरं भवेत् ॥
tejonidhe padaṃ dadyātpadaṃ hanahaneti ca |
tato vikarmajātyaṃ vai śabdaṃ pañcākṣaraṃ bhavet ||
es folgen tejonidhe, „o Schatz der Lichtkraft“, hana hana, „vernichte, vernichte“, und das fünfsilbige vikarmajātyam, „aus unrechtem Handeln entstanden“;
23.368 · Kontext
दुष्कृतं हि तदन्ते वै सप्तविंशाक्षरस्त्वयम् ।
आदायामृतमूर्ते वै ततो ज्ञानपरात्मने ॥
duṣkṛtaṃ hi tadante vai saptaviṃśākṣarastvayam |
ādāyāmṛtamūrte vai tato jñānaparātmane ||
an seinem Ende steht duṣkṛtam, „das böse Getane“. Dieses Mantra zählt siebenundzwanzig Silben. Danach nehme man amṛtamūrte, „o Gestalt der Unsterblichkeit“, und jñānaparātmane, „dem höchsten Selbst als Erkenntnis“;
23.369 · Kontext
सर्वेश्वराय भगवन्न्यूनविंशाक्षरस्त्वयम् ।
आदायपुण्डरीकाक्ष पदं वै परमेश्वर ॥
sarveśvarāya bhagavannyūnaviṃśākṣarastvayam |
ādāyapuṇḍarīkākṣa padaṃ vai parameśvara ||
es folgen sarveśvarāya, „dem Herrn von allem“, und bhagavan, „o Erhabener“. Dieses Mantra hat neunzehn Silben. Die nächste Anrufung beginnt mit puṇḍarīkākṣa, „o Lotusäugiger“, und parameśvara, „o höchster Herr“;
23.370 · Kontext
ततस्सकलशब्दन्तु सुखसौभाग्य वै पदम् ।
निधे वाञ्छितशब्दन्तु ततस्सिद्धिप्रदेति वै ॥
tatassakalaśabdantu sukhasaubhāgya vai padam |
nidhe vāñchitaśabdantu tatassiddhipradeti vai ||
dann sakala-sukha-saubhāgya-nidhe, „o Schatz allen Glücks und Wohlergehens“, und vāñchita-siddhiprada, „o Spender der ersehnten Vollendung“;
23.371 · Kontext
पदं चाखिलदुःखेति ततस्तु शमनाग्नये ।
आनन्दसुन्दरपदं ततो लक्ष्मीपदं न्यसेत् ॥
padaṃ cākhiladuḥkheti tatastu śamanāgnaye |
ānandasundarapadaṃ tato lakṣmīpadaṃ nyaset ||
dazu akhila-duḥkha-śamanāgnaye, „dem Feuer, das alles Leid stillt“, ānanda-sundara, „von der Schönheit der Wonne“, und lakṣmī,
23.372 · Kontext
पतये शब्दमुच्चार्य पञ्चाशार्णं त्रिरूर्जितम् ।
सदसत्पदमादाय मूर्तये तदनन्तरम् ॥
pataye śabdamuccārya pañcāśārṇaṃ trirūrjitam |
sadasatpadamādāya mūrtaye tadanantaram ||
verbunden mit pataye, „dem Gemahl Lakṣmīs“. Die angegebene Silbenzahl lautet fünfzig, vermindert um drei. [Der betreffende Ausdruck ist im Druck beschädigt.] Danach nehme man sad-asat und mūrtaye, „dem, dessen Gestalt Sein und Nichtsein umfasst“;
23.373 · Kontext
विश्वोत्तमाय तदनु ततोऽमृतनिधे तु वै ।
षोडशार्णस्त्वयं मन्त्र उक्तः कान्तात्मने विभो ॥
viśvottamāya tadanu tato'mṛtanidhe tu vai |
ṣoḍaśārṇastvayaṃ mantra uktaḥ kāntātmane vibho ||
es folgen viśvottamāya, „dem Höchsten im All“, und amṛtanidhe, „o Schatz der Unsterblichkeit“. Dieses sechzehnsilbige Mantra wird für Kāntātman genannt, o Herr.
23.374 · Kontext
पुरुषोत्तमाय शब्दन्तु ततोऽप्रतिहतेति च ।
शक्तयेऽथ पदं दद्यात्सर्वेश्वरपदं ततः ॥
puruṣottamāya śabdantu tato'pratihateti ca |
śaktaye'tha padaṃ dadyātsarveśvarapadaṃ tataḥ ||
Danach setze man puruṣottamāya, „dem höchsten Puruṣa“, apratihata-śaktaye, „dem mit ungehinderter Kraft“, und sarveśvara, „Herr von allem“.
23.375 · Kontext
समग्रोग्रभयेत्यत्र निवारण ततः परम् ।
सप्तविंशाक्षरो मन्त्र उक्तश्चातः परं शृणु ॥
samagrograbhayetyatra nivāraṇa tataḥ param |
saptaviṃśākṣaro mantra uktaścātaḥ paraṃ śṛṇu ||
Dazu kommt samagra-ugra-bhaya-nivāraṇa, „der alles heftige Erschrecken abwendet“. Dieses Mantra wird als siebenundzwanzigsilbig angegeben. Höre nun das nächste.
23.376 · Kontext
नियन्त्रे पदमुद्धृत्य तदन्ते विश्वहेतवे ।
परब्रह्मसमेतं च सेतवे ओमनन्तरम् ॥
niyantre padamuddhṛtya tadante viśvahetave |
parabrahmasametaṃ ca setave omanantaram ||
Man nehme niyantre, „dem Lenker“, danach viśvahetave, „dem Ursprung des Alls“, und parabrahma-setave, „der Brücke zum höchsten Brahman“, gefolgt von Oṃ.
23.377 · Kontext
मन्त्रो द्विरष्टवर्णश्च कथितोऽयं ततः परम् ।
पदमप्रतिमेत्यादौ प्रभवं तदनन्तरम् ॥
mantro dviraṣṭavarṇaśca kathito'yaṃ tataḥ param |
padamapratimetyādau prabhavaṃ tadanantaram ||
Dieses Mantra wird als sechzehnsilbig bezeichnet. Für das folgende nehme man zuerst apratima, „unvergleichlich“, dann prabhava, „Wirkmacht“;
23.378 · Kontext
महाविभूते तदनु महामायापदं ततः ।
अथ दर्शकशब्दन्तु तदन्ते तालकेतवे ॥
mahāvibhūte tadanu mahāmāyāpadaṃ tataḥ |
atha darśakaśabdantu tadante tālaketave ||
es folgen mahāvibhūte, „o große göttliche Entfaltung“, mahāmāyā-darśaka, „der die große Māyā offenbart“, und tālaketave, „dem mit dem Palmenbanner“.
23.379 · Kontext
चतुर्विंशाक्षरो मन्त्रस्त्वयमुक्तस्समासतः ।
शान्तात्मने पदं दद्यादन्ते यम विन्यसेत् ॥
caturviṃśākṣaro mantrastvayamuktassamāsataḥ |
śāntātmane padaṃ dadyādante yama vinyaset ||
Dieses Mantra wird kurz als vierundzwanzigsilbig angegeben. Das nächste beginnt mit śāntātmane, „dem friedvollen Selbst“, und yama, Selbstbeherrschung,
23.380 · Kontext
नियमाश्रयाय दद्यात् परमार्द्धिदयाय च ।
नारायणाय शब्दन्तु पूर्वसंख्यासमं स्मृतम् ॥
niyamāśrayāya dadyāt paramārddhidayāya ca |
nārāyaṇāya śabdantu pūrvasaṃkhyāsamaṃ smṛtam ||
verbunden mit niyamāśrayāya, „der Grundlage der Selbstdisziplin“, danach dem Ausdruck für das Gewähren höchster Fülle und nārāyaṇāya. Es hat dieselbe Silbenzahl wie das vorige. [Die Form paramārddhidayāya ist sprachlich unsicher.]
23.381 · Kontext
भवभङ्गपदं चैव कारिणे तदनन्तरम् ।
ततो भगवते शब्दं दत्तात्रेयाय वै ततः ॥
bhavabhaṅgapadaṃ caiva kāriṇe tadanantaram |
tato bhagavate śabdaṃ dattātreyāya vai tataḥ ||
Dann nehme man bhavabhaṅga-kāriṇe, „dem, der die Gebundenheit des Werdens löst“, bhagavate, „dem erhabenen Herrn“, und dattātreyāya;
23.382 · Kontext
वर्णाश्रमपदं चाथ धर्मशब्दमतः परम् ।
परिग्रहाय प्रणवमष्टाविंशाक्षरः स्मृतः ॥
varṇāśramapadaṃ cātha dharmaśabdamataḥ param |
parigrahāya praṇavamaṣṭāviṃśākṣaraḥ smṛtaḥ ||
es folgen varṇāśrama-dharma-parigrahāya, „dem, der die Ordnung der Stände und Lebensstufen angenommen hat“, und der Praṇava. Dieses Mantra gilt als achtundzwanzigsilbig.
23.383 · Kontext
सर्वलोकमयायेति सर्वज्ञाय पदं ततः ।
शब्दं विश्वात्मने चाथ विमलेतिपदं ततः ॥
sarvalokamayāyeti sarvajñāya padaṃ tataḥ |
śabdaṃ viśvātmane cātha vimaletipadaṃ tataḥ ||
Das nächste enthält sarvalokamayāya, „dem, der alle Welten erfüllt“, sarvajñāya, „dem Allwissenden“, viśvātmane, „dem Selbst des Alls“, und vimala, „rein“;
23.384 · Kontext
सर्वेश्वराय न्यग्रोधशयनाय पदं त्वथ ।
त्रयोविंशत्यक्षरश्च त्वथ चान्यं निबोधतु ॥
sarveśvarāya nyagrodhaśayanāya padaṃ tvatha |
trayoviṃśatyakṣaraśca tvatha cānyaṃ nibodhatu ||
dann sarveśvarāya, „dem Herrn von allem“, und nyagrodhaśayanāya, „dem auf dem Banyanbaum Ruhenden“. Dieses zählt dreiundzwanzig Silben. [Die Angabe passt nicht zu allen überlieferten Wortgliedern.] Vernimm ein weiteres.
23.385 · Kontext
भूतशब्दमथादाय भावनाय पदं ततः ।
शब्दं विश्वात्मने चाथ विमलेति पदं ततः ॥
bhūtaśabdamathādāya bhāvanāya padaṃ tataḥ |
śabdaṃ viśvātmane cātha vimaleti padaṃ tataḥ ||
Man nehme bhūta-bhāvanāya, „dem Erhalter der Wesen“, viśvātmane, „dem Selbst des Alls“, und vimala, „rein“;
23.386 · Kontext
निकेतनाय तदनु कन्धराय पदं ततः ।
अयं विंशतिभिर्वर्णैर्द्व्यधिकैर्मन्त्रराट् स्मृतः ॥
niketanāya tadanu kandharāya padaṃ tataḥ |
ayaṃ viṃśatibhirvarṇairdvyadhikairmantrarāṭ smṛtaḥ ||
dann niketanāya, „der Wohnstätte“, und kandharāya. Dieses königliche Mantra gilt als zweiundzwanzigsilbig. [Die Bedeutung von kandharāya im Zusammenhang ist unsicher.]
23.387 · Kontext
विष्णवे पदमादाय निरस्तास्त्राय वै ततः ।
पदं ब्रह्ममयायाथ जटिने दण्डिने ततः ॥
viṣṇave padamādāya nirastāstrāya vai tataḥ |
padaṃ brahmamayāyātha jaṭine daṇḍine tataḥ ||
Danach nehme man viṣṇave, „dem Viṣṇu“, nirastāstrāya, „dem, der die Waffen abgelegt hat“, brahmamayāya, „dem von Brahman Erfüllten“, jaṭine, „dem mit Haarflechten“, und daṇḍine, „dem Träger des Stabs“;
23.388 · Kontext
दद्याद्विदितशब्दं वै तदन्ते विभवाय च ।
षड्विंशार्णस्त्वयं मन्त्रः परमस्मान्निबोधतु ॥
dadyādviditaśabdaṃ vai tadante vibhavāya ca |
ṣaḍviṃśārṇastvayaṃ mantraḥ paramasmānnibodhatu ||
dazu vidita-vibhavāya, „dem, dessen Macht erkannt ist“. Dieses Mantra hat sechsundzwanzig Silben. Höre nun das nächste.
23.389 · Kontext
सर्वशब्दमथादाय व्यापिने तदनन्तरम् ।
पदं सहस्रार्चिषे च दद्यात्पञ्चाक्षरं शुभम् ॥
sarvaśabdamathādāya vyāpine tadanantaram |
padaṃ sahasrārciṣe ca dadyātpañcākṣaraṃ śubham ||
Man nehme sarvavyāpine, „dem Alldurchdringenden“, sahasrārciṣe, „dem Tausendstrahligen“, und das glückverheißende fünfsilbige
23.390 · Kontext
त्रिविक्रमायाथ पदं ततोऽपरिमिताय वै ।
प्रभावाय पदं दद्यात्रयोविंशाक्षरः स्मृतः ॥
trivikramāyātha padaṃ tato'parimitāya vai |
prabhāvāya padaṃ dadyātrayoviṃśākṣaraḥ smṛtaḥ ||
trivikramāya, danach aparimita-prabhāvāya, „dem mit unermesslicher Macht“. Das Mantra gilt als dreiundzwanzigsilbig.
23.391 · Kontext
नरनाथाय शब्दन्तु पुरुषप्रवराय वै ।
आत्मध्यानपरायेति णाय वै द्व्यक्षरं ततः ॥
naranāthāya śabdantu puruṣapravarāya vai |
ātmadhyānaparāyeti ṇāya vai dvyakṣaraṃ tataḥ ||
Es folgt eine Anrufung mit naranāthāya, „dem Herrn der Menschen“, puruṣapravarāya, „dem hervorragendsten Puruṣa“, und ātmadhyānaparāya, „dem in die Meditation des Selbst Vertieften“, mit dem zweisilbigen Schlussglied ṇāya. [Dieses Schlussglied ist im Druck beschädigt.]
23.392 · Kontext
एकविंशाक्षरो मन्त्रस्ततोऽन्यमवधारय ।
नारायणाय शब्दन्तु दद्यात्रिरति वै पदम् ॥
ekaviṃśākṣaro mantrastato'nyamavadhāraya |
nārāyaṇāya śabdantu dadyātrirati vai padam ||
Dieses Mantra zählt einundzwanzig Silben. Vernimm ein weiteres: Man nehme nārāyaṇāya und den Anfang des Ausdrucks für unübertreffliche Wonne,
23.393 · Kontext
शयानन्दमयायेति पदं निरभिमान वै ।
पदासक्ताय तदनु पञ्चविंशाक्षरस्त्वयम् ॥
śayānandamayāyeti padaṃ nirabhimāna vai |
padāsaktāya tadanu pañcaviṃśākṣarastvayam ||
niratiśayānandamayāya, „dem von unübertrefflicher Wonne Erfüllten“, und nirabhimāna-padāsaktāya, „dem, der im Zustand ohne Selbstüberhebung ruht“. Dieses Mantra hat fünfundzwanzig Silben.
23.394 · Kontext
पराय पदमादाय ततो वै परमात्मने ।
योगेश्वराय हरये मन्त्रोऽयं षोडशाक्षरः ॥
parāya padamādāya tato vai paramātmane |
yogeśvarāya haraye mantro'yaṃ ṣoḍaśākṣaraḥ ||
Man nehme parāya, „dem Höchsten“, paramātmane, „dem höchsten Selbst“, yogeśvarāya, „dem Herrn des Yoga“, und haraye, „dem Hari“. Dieses Mantra ist sechzehnsilbig.
23.395 · Kontext
सप्तार्णं पदमादाय प्राङ्नमः परमात्मने ।
कृष्णाय शब्दं तदनु कमलं त्र्यक्षरं ततः ॥
saptārṇaṃ padamādāya prāṅnamaḥ paramātmane |
kṛṣṇāya śabdaṃ tadanu kamalaṃ tryakṣaraṃ tataḥ ||
Danach nehme man die siebensilbige Verbindung namaḥ paramātmane, „Verneigung dem höchsten Selbst“, dann kṛṣṇāya, „dem Kṛṣṇa“, und das dreisilbige kamala, Lotus;
23.396 · Kontext
दलशब्दं तु वितत नेत्राय तदनन्तरम् ।
ब्रह्मिष्ठाय ब्रह्मणे वै अष्टविंशाक्षरस्त्वयम् ॥
dalaśabdaṃ tu vitata netrāya tadanantaram |
brahmiṣṭhāya brahmaṇe vai aṣṭaviṃśākṣarastvayam ||
es folgen dala-vitata-netrāya, „dem mit Augen weit wie Lotusblütenblätter“, brahmiṣṭhāya, „dem ganz in Brahman Gegründeten“, und brahmaṇe, „dem Brahman“. Dieses Mantra zählt achtundzwanzig Silben.
23.397 · Kontext
भगवत्पदमादाय युगान्तदहनेति च ।
दृप्तयेऽथ पदं दद्यात्संसारपदमेव हि ॥
bhagavatpadamādāya yugāntadahaneti ca |
dṛptaye'tha padaṃ dadyātsaṃsārapadameva hi ||
Dann nehme man bhagavat, „erhaben“, yugānta-dahana-dṛptaye, „dem mit der gewaltigen Kraft des Feuers am Weltzeitenende“, und saṃsāra, den Kreislauf des Werdens,
23.398 · Kontext
बन्धविच्छेदकर्त्रे वै द्वाविंशार्णस्त्वयं स्मृतः ।
दद्याद्विश्वशब्दं वै परमार्थपदं ततः ॥
bandhavicchedakartre vai dvāviṃśārṇastvayaṃ smṛtaḥ |
dadyādviśvaśabdaṃ vai paramārthapadaṃ tataḥ ||
verbunden mit bandha-viccheda-kartre, „dem, der seine Fesseln durchtrennt“. Dieses Mantra gilt als zweiundzwanzigsilbig. Danach nehme man viśva, All, und paramārtha, höchste Wirklichkeit;
23.399 · Kontext
पदं चतुर्मूर्तये वै चतुर्गतिमयाय च ।
शरशार्ङ्गधृते दद्याच्छरदिन्दीवरत्विषे ॥
padaṃ caturmūrtaye vai caturgatimayāya ca |
śaraśārṅgadhṛte dadyāccharadindīvaratviṣe ||
dazu caturmūrtaye, „dem Viergestaltigen“, caturgatimayāya, „dem, der die vier Wege umfasst“, śaraśārṅgadhṛte, „dem Träger von Pfeil und Śārṅga-Bogen“, und śaradindīvaratviṣe, „dem mit dem Glanz der blauen Herbstlotusblüte“.
23.400 · Kontext
ततो भगवते दद्यादभिरामपदं ततः ।
शरीराय पदं चैव त्वष्टत्रिंशार्णं स्मृतम् ॥
tato bhagavate dadyādabhirāmapadaṃ tataḥ |
śarīrāya padaṃ caiva tvaṣṭatriṃśārṇaṃ smṛtam ||
Danach setze man bhagavate, „dem erhabenen Herrn“, und abhirāmaśarīrāya, „dem mit der lieblichen Gestalt“. Das Mantra gilt als achtunddreißigsilbig.
23.401 · Kontext
दद्याद्विद्यशब्दं वै परमार्थपदं ततः ।
ततो वेदविदे शब्दं विदुषे व्यापकाय च ॥
dadyādvidyaśabdaṃ vai paramārthapadaṃ tataḥ |
tato vedavide śabdaṃ viduṣe vyāpakāya ca ||
Dann nehme man den Ausdruck für Erkenntnis und höchste Wirklichkeit, danach vedavide, „dem Kenner des Veda“, viduṣe, „dem Wissenden“, und vyāpakāya, „dem Alldurchdringenden“; [Das Wort vor „höchste Wirklichkeit“ ist nicht sicher lesbar.]
23.402 · Kontext
स्वामिंस्तदनु वै दद्याद्द्व्यक्षरं चापरं पदम् ।
अयं विंशतिभिर्वर्णैरुक्तस्त्वन्यमतः शृणु ॥
svāmiṃstadanu vai dadyāddvyakṣaraṃ cāparaṃ padam |
ayaṃ viṃśatibhirvarṇairuktastvanyamataḥ śṛṇu ||
es folgt svāmin, „o Herr“, und ein weiteres zweisilbiges Wortglied. Dieses Mantra wird mit zwanzig Silben angegeben. Höre nun ein anderes. [Das zweisilbige Schlussglied ist hier nicht ausgeschrieben.]
23.403 · Kontext
दद्याद्दरुडशब्दन्तु तदन्ते वाहनेति च ।
सर्वशास्त्रास्त्रोद्धातेति शाम्याशुभमेव च ॥
dadyāddaruḍaśabdantu tadante vāhaneti ca |
sarvaśāstrāstroddhāteti śāmyāśubhameva ca ||
Man nehme den Ausdruck für Garuḍa als Reittier, danach „Erheber aller Waffen“, und śāmya aśubham, „stille das Unheil“. [Die entsprechenden Sanskritkomposita sind im Druck beschädigt.]
23.404 · Kontext
ततो धुन धुनादाय कर्मबन्धांस्तथोच्चरेत् ।
धर्मं पाहि ततो दद्याज्जह्यधर्मं ततोद्धरेत् ॥
tato dhuna dhunādāya karmabandhāṃstathoccaret |
dharmaṃ pāhi tato dadyājjahyadharmaṃ tatoddharet ||
Dann spreche man dhuna dhuna karmabandhān, „schüttle die Fesseln des Handelns ab, schüttle sie ab“, dharmaṃ pāhi, „schütze den Dharma“, und jahyadharmam, „überwinde den Adharma“.
23.405 · Kontext
चतुस्त्रिंशाक्षरो मन्त्र एष वक्ष्याम्यतः परम् ।
संहारमूर्तये शब्दं कालवैश्वानरार्चिषे ॥
catustriṃśākṣaro mantra eṣa vakṣyāmyataḥ param |
saṃhāramūrtaye śabdaṃ kālavaiśvānarārciṣe ||
Dieses Mantra zählt vierunddreißig Silben. Nun erkläre ich das folgende mit saṃhāramūrtaye, „der Gestalt der Auflösung“, und kālavaiśvānarārciṣe, „der Flamme des alles durchdringenden Zeitfeuers“;
23.406 · Kontext
पातालशयनायेति त्वज्ञाननिगलेति वै ।
निचयं हन वीप्सातः प्रणवं तदनन्तरम् ॥
pātālaśayanāyeti tvajñānanigaleti vai |
nicayaṃ hana vīpsātaḥ praṇavaṃ tadanantaram ||
dazu pātālaśayanāya, „dem in der Unterwelt Ruhenden“, und die wiederholte Bitte: „Vernichte die Ansammlung der Fesseln der Unwissenheit.“ Danach folgt der Praṇava.
23.407 · Kontext
पञ्चत्रिंशाक्षरो ह्येष सर्वसिद्धिकरः स्मृतः ।
प्रणवालङ्कृतास्सर्वे नमस्कारविभूषिताः ॥
pañcatriṃśākṣaro hyeṣa sarvasiddhikaraḥ smṛtaḥ |
praṇavālaṅkṛtāssarve namaskāravibhūṣitāḥ ||
Dieses fünfunddreißigsilbige Mantra gilt als alle Vollendungen bewirkend. Alle diese Mantras sind mit dem Praṇava und der Verneigung geschmückt.
23.408 · Kontext
संस्कृताः पूजिताश्चैव ध्यानजप्ता विशेषतः ।
तत्रास्ति यत्र यच्छन्ति भक्त्या सत्कर्मणां भुवि ॥
saṃskṛtāḥ pūjitāścaiva dhyānajaptā viśeṣataḥ |
tatrāsti yatra yacchanti bhaktyā satkarmaṇāṃ bhuvi ||
Wenn sie ordnungsgemäß vorbereitet und verehrt, besonders aber meditiert und wiederholt werden, gewähren sie durch Hingabe den rechtschaffen Handelnden hier auf Erden ihre Früchte. [Der Satzbau der zweiten Hälfte bleibt unsicher.]
23.409 · Kontext
अथ लाञ्छनमन्त्राणां सास्त्राणां लक्षणं शृणु ।
सहस्रदीधिति पदं दद्याच्छुरित वै ततः ॥
atha lāñchanamantrāṇāṃ sāstrāṇāṃ lakṣaṇaṃ śṛṇu |
sahasradīdhiti padaṃ dadyācchurita vai tataḥ ||
Höre nun die Kennzeichen der Mantras für die Insignien und Waffen. Man setze das Wort sahasradīdhiti, „tausendstrahlig“, und danach churita, „durchdrungen“,
23.410 · Kontext
विग्रहाय दशार्णञ्च त्र्यधिकं मुकुटस्य च ।
आदाय वाञ्छितपदं ततः सिद्धिप्रदाय वै ॥
vigrahāya daśārṇañca tryadhikaṃ mukuṭasya ca |
ādāya vāñchitapadaṃ tataḥ siddhipradāya vai ||
gefolgt von vigrahāya, „der Gestalt“. Dies ist das dreizehnsilbige Mantra der Krone. Man nehme sodann vāñchita, „erwünscht“, und siddhipradāya, „Vollendung gewährend“,
23.411 · Kontext
महाचिन्तापदं दद्यान्मणये तदनन्तरम् ।
विद्धि पञ्चदशार्णञ्च दशार्णमपरं शृणु ॥
mahācintāpadaṃ dadyānmaṇaye tadanantaram |
viddhi pañcadaśārṇañca daśārṇamaparaṃ śṛṇu ||
und füge mahācintā und maṇaye hinzu: „dem großen wunscherfüllenden Juwel“. Erkenne dies als fünfzehnsilbig. Höre nun ein anderes, zehnsilbiges Mantra:
23.412 · Kontext
सर्वलक्षणशब्दन्तु ततस्सम्पत्प्रदाय वै ।
सौभाग्यशब्दमादाय जननि त्र्यक्षरं ततः ॥
sarvalakṣaṇaśabdantu tatassampatpradāya vai |
saubhāgyaśabdamādāya janani tryakṣaraṃ tataḥ ||
Man nehme sarvalakṣaṇa, „alle glückverheißenden Merkmale“, und danach sampatpradāya, „Fülle gewährend“. Sodann nehme man saubhāgya, „Glück“, und das dreisilbige janani, „o Mutter“,
23.413 · Kontext
सर्वप्रदे तु तदनु अथैव दशाक्षरम् ।
प्राणात्मनेऽथ सत्याय विद्धि सप्ताक्षरं त्विदम् ॥
sarvaprade tu tadanu athaiva daśākṣaram |
prāṇātmane'tha satyāya viddhi saptākṣaraṃ tvidam ||
gefolgt von sarvaprade, „du, die alles gewährt“. Auch dies ist zehnsilbig. Das folgende prāṇātmane satyāya, „dem wahren Selbst des Lebenshauchs“, ist als siebensilbig zu erkennen.
23.414 · Kontext
कालकर्त्रेऽथ चक्राय फडष्टार्ण प्रकीर्तितम् ।
विश्वात्मने पदं दद्यात्ततो विश्वप्रदाय च ॥
kālakartre'tha cakrāya phaḍaṣṭārṇa prakīrtitam |
viśvātmane padaṃ dadyāttato viśvapradāya ca ||
Kālakartre cakrāya phaṭ, „dem Gestalter der Zeit, dem Diskus: phaṭ“, wird als achtsilbig bezeichnet. Man setze sodann viśvātmane, „dem Selbst des Alls“, und viśvapradāya, „dem Geber des Alls“.
23.415 · Kontext
नवाक्षरमिदं विद्धि परमष्टाक्षरं शृणु ।
समादाय पदं विद्ये ततो विद्येश्वरार्चिते ॥
navākṣaramidaṃ viddhi paramaṣṭākṣaraṃ śṛṇu |
samādāya padaṃ vidye tato vidyeśvarārcite ||
Erkenne dies als neunsilbig. Höre ein weiteres, achtsilbiges Mantra: Man nehme vidye, „o Wissen“, und danach vidyeśvarārcite, „du von den Herren des Wissens Verehrte“.
23.416 · Kontext
प्राक्छब्दमूर्तये कुर्याच्छङ्खायाष्टाक्षरः स्मृतः ।
पदं रसनिधे कुर्याद् भीमशब्दमतः परम् ॥
prākchabdamūrtaye kuryācchaṅkhāyāṣṭākṣaraḥ smṛtaḥ |
padaṃ rasanidhe kuryād bhīmaśabdamataḥ param ||
Man setze zuerst śabdamūrtaye, „der Verkörperung des Klangs“, und śaṅkhāya, „dem Muschelhorn“; dies gilt als achtsilbig. Man nehme dann rasanidhe, „o Schatz der Lebenssäfte“, und danach bhīma, „furchtbar“,
23.417 · Kontext
भीषणाय तदन्ते वै दशाक्षरमिदं स्मृतम् ।
प्राग्भुवनाधिपतये स्तम्भभूताय वै पदम् ॥
bhīṣaṇāya tadante vai daśākṣaramidaṃ smṛtam |
prāgbhuvanādhipataye stambhabhūtāya vai padam ||
mit bhīṣaṇāya, „dem Schreckenerregenden“, am Ende. Dies gilt als zehnsilbig. Zuerst setze man bhuvanādhipataye, „dem Herrn der Welten“, und stambhabhūtāya, „dem zum tragenden Pfeiler Gewordenen“.
23.418 · Kontext
त्रयोदशाक्षरं विद्धि ततोऽन्यमवधारय ।
पदमिन्द्रियकोशाय इष्वस्त्राय दशाक्षरम् ॥
trayodaśākṣaraṃ viddhi tato'nyamavadhāraya |
padamindriyakośāya iṣvastrāya daśākṣaram ||
Erkenne dies als dreizehnsilbig. Vernimm nun ein anderes: indriyakośāya iṣvastrāya, „dem Behältnis der Sinne, der Pfeilwaffe“, ist zehnsilbig.
23.419 · Kontext
कल्पान्तानिलघोषाय विद्युल्लसित वै पदम् ।
प्रभाय षोडशार्णं तु नवाक्षरमतश्शृणु ॥
kalpāntānilaghoṣāya vidyullasita vai padam |
prabhāya ṣoḍaśārṇaṃ tu navākṣaramataśśṛṇu ||
Man nehme kalpāntānilaghoṣāya, „dem Brausen des Windes am Ende eines Weltzeitalters“, dazu vidyullasita und prabhāya, „dem blitzhellen Glanz“. Dies ist sechzehnsilbig. Höre nun ein neunsilbiges Mantra:
23.420 · Kontext
महामायापदं दद्याद् बन्धवर्णद्वयं ततः ।
ध्वंसिने पदमादाय एतत्सङ्ख्यं परं शृणु ॥
mahāmāyāpadaṃ dadyād bandhavarṇadvayaṃ tataḥ |
dhvaṃsine padamādāya etatsaṅkhyaṃ paraṃ śṛṇu ||
Man setze mahāmāyā, „die große Māyā“, danach die beiden Silben bandha, „Bindung“, und dhvaṃsine, „dem Zerstörer“. Höre ein weiteres von derselben Silbenzahl:
23.421 · Kontext
सर्वास्त्रग्रसनादाय पराय तदनन्तरम् ।
सन्तापकाय शब्दन्तु दर्पविध्वंसिने ततः ॥
sarvāstragrasanādāya parāya tadanantaram |
santāpakāya śabdantu darpavidhvaṃsine tataḥ ||
Man nehme sarvāstragrasana und danach parāya, „dem, der alle Waffen verschlingt“. Sodann folge santāpakāya, „dem Versengenden“, und darpavidhvaṃsine, „dem Zerstörer des Hochmuts“.
23.422 · Kontext
एकादशाक्षरं विद्धि नवाक्षरमथोच्यते ।
अज्ञानखण्डनपदं पराय तदनन्तरम् ॥
ekādaśākṣaraṃ viddhi navākṣaramathocyate |
ajñānakhaṇḍanapadaṃ parāya tadanantaram ||
Erkenne dies als elfsilbig. Nun wird ein neunsilbiges Mantra genannt: ajñānakhaṇḍana und danach parāya, „dem, der die Unwissenheit zerschlägt“.
23.423 · Kontext
त्रैलोक्यमोहनपदं मूर्तये तु नवाक्षरम् ।
सर्वाकर्षकपदं महामायामयेति वै ॥
trailokyamohanapadaṃ mūrtaye tu navākṣaram |
sarvākarṣakapadaṃ mahāmāyāmayeti vai ||
Trailokyamohana mit mūrtaye, „der die drei Welten bezaubernden Gestalt“, ergibt neun Silben. Es folgen sarvākarṣaka, „alles anziehend“, und mahāmāyāmaya, „von der großen Māyā erfüllt“;
23.424 · Kontext
द्वादशाक्षरसङ्ख्यस्तु नवाक्षरमथोद्धरेत् ।
प्रागखण्डितशब्दन्तु तदन्ते विनियोज्य च ॥
dvādaśākṣarasaṅkhyastu navākṣaramathoddharet |
prāgakhaṇḍitaśabdantu tadante viniyojya ca ||
dessen Silbenzahl ist zwölf. Sodann bilde man ein neunsilbiges Mantra: zuerst das Wort akhaṇḍita, „ungebrochen“, und anschließend
23.425 · Kontext
पराक्रमाय शब्दन्तु सप्ताक्षरमतः शृणु ।
दर्पप्रशमकर्त्रे तु पञ्चार्णं विनिबोध वै ॥
parākramāya śabdantu saptākṣaramataḥ śṛṇu |
darpapraśamakartre tu pañcārṇaṃ vinibodha vai ||
parākramāya, „der Tatkraft“. Höre nun das siebensilbige darpapraśamakartre, „dem, der den Hochmut stillt“. Vernimm ferner das fünfsilbige Mantra:
23.426 · Kontext
तेजोमालिनि चेलेति द्वाविंशत्यनुकीर्तिताः ।
प्राग्वदाद्यन्तसंरुद्धाः स्वनामपदभूषिताः ॥
tejomālini celeti dvāviṃśatyanukīrtitāḥ |
prāgvadādyantasaṃruddhāḥ svanāmapadabhūṣitāḥ ||
Tejomālini, „du mit einer Lichtgirlande Geschmückte“. Zweiundzwanzig [Mantras] sind damit aufgezählt. Wie zuvor werden sie von Anfang und Ende umschlossen und mit dem jeweiligen Namen versehen. [Das Wort zwischen tejomālini und der Zählung ist sprachlich unklar.]
23.427 · Kontext
सङ्ख्यानिष्ठाक्षरस्यान्ते दद्यात्संज्ञापदं सदा ।
चक्रशङ्खास्त्रमन्त्राणां कुर्यान्नामावसानकम् ॥
saṅkhyāniṣṭhākṣarasyānte dadyātsaṃjñāpadaṃ sadā |
cakraśaṅkhāstramantrāṇāṃ kuryānnāmāvasānakam ||
Nach den in ihrer Anzahl bestimmten Silben füge man jeweils die Bezeichnung hinzu. Die Mantras des Diskus, des Muschelhorns und der Waffen lasse man mit dem Namen ausklingen,
23.428 · Kontext
क्रमात्सप्तदशानान्तु शक्त्यन्तानां च फट्पदम् ।
अथ वक्ष्ये नृसिंहस्य विश्वत्रातुर्मनूत्तमम् ॥
kramātsaptadaśānāntu śaktyantānāṃ ca phaṭpadam |
atha vakṣye nṛsiṃhasya viśvatrāturmanūttamam ||
und bei den siebzehn, die der Reihe nach bis zur Śakti-Waffe reichen, mit dem Wort phaṭ. Nun werde ich das erhabenste Mantra Nṛsiṃhas, des Beschützers des Alls, darlegen.
23.429 · Kontext
वर्णचक्रन्तु पूर्वोक्तं सुगुप्ते वसुधातले ।
उपलिप्ते तु संलिख्य पूजयित्वा यथाविधि ॥
varṇacakrantu pūrvoktaṃ sugupte vasudhātale |
upalipte tu saṃlikhya pūjayitvā yathāvidhi ||
Man zeichne das zuvor erklärte Rad der Buchstaben auf einen gut geschützten, bestrichenen Erdboden und verehre es nach der Vorschrift.
23.430 · Kontext
समुद्धरेत्ततो मन्त्रमनेकाद्भुतविक्रमम् ।
प्रणवं पूर्वमादाय तदन्ते विनियोज्य च ॥
samuddharettato mantramanekādbhutavikramam |
praṇavaṃ pūrvamādāya tadante viniyojya ca ||
Daraus bilde man das Mantra, dessen wunderbare Wirksamkeit vielfältig ist. Man nehme zuerst den Praṇava und füge danach
23.431 · Kontext
नवमं नाभिवर्णेभ्यस्तदूर्ध्वेऽराच्चतुर्दशम् ।
तस्योपरि तदन्तस्थवर्ण गोलकवच्च यसेत् ॥
navamaṃ nābhivarṇebhyastadūrdhve'rāccaturdaśam |
tasyopari tadantasthavarṇa golakavacca yaset ||
den neunten Buchstaben der Nabe und darüber den vierzehnten der Speiche an. Darüber setze man den letzten dort befindlichen Buchstaben, einem kleinen Kreis gleich. [Die Verbform am Versende ist im Druck beschädigt.]
23.432 · Kontext
नमोऽन्तं वर्णमेतद्वै वाचकं परमात्मनः ।
ज्ञानाद्यो गुणः षड्भ्यः प्रागुक्ता हृदयादयः ॥
namo'ntaṃ varṇametadvai vācakaṃ paramātmanaḥ |
jñānādyo guṇaḥ ṣaḍbhyaḥ prāguktā hṛdayādayaḥ ||
Diese Silbe mit namaḥ am Ende bezeichnet den höchsten Ātman. Die sechs Eigenschaften, beginnend mit Erkenntnis, und die Glieder, beginnend mit dem Herzen, wurden zuvor erklärt. [Der zweite Halbvers ist grammatisch unregelmäßig.]
23.433 · Kontext
तदर्थमेव वर्णं तं षोढा संलिख्य केवलम् ।
द्वितीयतुर्थषष्ठैश्च द्वादशेनान्तिमेन च ॥
tadarthameva varṇaṃ taṃ ṣoḍhā saṃlikhya kevalam |
dvitīyaturthaṣaṣṭhaiśca dvādaśenāntimena ca ||
Für diese schreibe man allein jenen Buchstaben sechsmal und verbinde ihn mit dem zweiten, vierten und sechsten, dem zwölften und letzten
23.434 · Kontext
चतुर्दशेनाराद्वालिक्रिमाद्वै विनियोजयेत् ।
बीजवच्छिरसा सर्वान् लाञ्छयेत्पञ्चमं विना ॥
caturdaśenārādvālikrimādvai viniyojayet |
bījavacchirasā sarvān lāñchayetpañcamaṃ vinā ||
sowie dem vierzehnten [Vokal] aus der Speiche, der Reihe nach. Alle außer dem fünften versehe man oben mit demselben Zeichen wie die Keimsilbe. [Die erste Hälfte enthält eine beschädigte Lesung; die ungewöhnliche Reihenfolge wird nicht stillschweigend verändert.]
23.435 · Kontext
सर्वेषां प्रणवं पूर्वं स्वसंज्ञान्ते नियोज्य च ।
स्वकीया जातयश्चान्ते वौषडन्ताः क्रमेण तु ॥
sarveṣāṃ praṇavaṃ pūrvaṃ svasaṃjñānte niyojya ca |
svakīyā jātayaścānte vauṣaḍantāḥ krameṇa tu ||
Allen stelle man den Praṇava voran und füge jeweils ihre eigene Bezeichnung an. Am Ende folgen ihre jeweiligen rituellen Schlusswörter, der Reihe nach bis vauṣaṭ.
23.436 · Kontext
ओन्नमो भगवते नारसिंहायेत्यनेन तु ।
द्वादशाक्षरमन्त्रेण स्मृत्वा विग्रहवत्तुरा ॥
onnamo bhagavate nārasiṃhāyetyanena tu |
dvādaśākṣaramantreṇa smṛtvā vigrahavatturā ||
Mit dem zwölfsilbigen Mantra oṃ namo bhagavate nārasiṃhāya, „Om, Verehrung dem erhabenen Nārasiṃha“, vergegenwärtige man sich zunächst seine Gestalt [die letzte Wortgruppe ist im Druck beschädigt]
23.436z · Kontext
सबाह्याभ्यन्तरस्थेन साङ्गिनाधेन पूजयेत् ।
sabāhyābhyantarasthena sāṅginādhena pūjayet |
und verehre ihn mit seinen Gliedern, in seiner äußeren wie inneren Gegenwart. [Die genaue Lesung der zweiten Wortgruppe bleibt unsicher.]
Ein Vers für den heutigen Tag
Wähle einen Vers, der dich anspricht, und lies bei Bedarf die umliegenden Verse in der deutschen Übersetzung. Lass seine Worte in der Stille nachklingen: Welche Haltung wird darin sichtbar? Was verstehst du bereits, und welche Frage möchtest du bewahren?
Als heutige Praxisanregung kannst du den Gedanken mit einer kleinen Handlung verbinden: geduldig zuhören, dankbar essen, aufrichtig üben oder jemandem helfen. Kehre am Abend noch einmal zu deinem Vers zurück. So kann Svadhyaya die tägliche Meditation begleiten und Hingabe im Alltag nähren.
Siehe auch
- Pancharatra
- Sattvata Samhita
- Paushkara Samhita
- Jayakhya Samhita
- Ahirbudhnya Samhita
- Vishnu Samhita
- Parameshvara Samhita
- Padma Samhita
- Lakshmi Tantra
- Sanatkumara Samhita
- Bhagavad Gita
- Narada Bhakti Sutra
Seminare
Bhakti Yoga
- 27.10.2026 - 27.10.2026 Mantra-Konzert mit Shamana OM
Konzert mit Shamana OM- Shamana OM
- 31.10.2026 - 31.10.2026 Mantra-Konzert mit Gruppe Mudita
Konzert mit der Gruppe Mudita- Gruppe Mudita
Mantras und Musik
- 27.10.2026 - 27.10.2026 Mantra-Konzert mit Shamana OM
Konzert mit Shamana OM- Shamana OM
- 30.10.2026 - 01.11.2026 Freude im Herzen - Mantra Singen und Yoga
Lerne neue wunderschöne Mantras mit den Muditas kennen. Und geniesse auch die bekanntesten und beliebtesten Mantras. Gemeinsam widmen wir uns dem Mantr…- Gruppe Mudita
Hinduistische Rituale
- 30.10.2026 - 01.11.2026 Rituale für die Verstorbenen
Mit Ritualen unseren Ahnen Kraft schenken, damit sie in die nächsthöheren lichtvollen Welten aufsteigen können. Wir selbst erfahren dadurch Trost und…- Maharani Fritsch de Navarrete
- 08.11.2026 - 08.11.2026 Diwali - das Fest des Lichts
Diwali ist eines der wichtigsten Feste in Indien. Diwali ist das Lichterfest zur Öffnung des Herzens und der Entfaltung allumfassender Liebe. 20:00 Uhr…- Sukadev Bretz
Sanskrit und Devanagari
- 06.01.2027 - 15.12.2027 Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - online
Termine: 16x mittwochs: 06.01., 27.01., 17.02., 10.03., 31.03., 21.04., 12.05., 02.06., 23.06., 14.07., 08.09., 29.09., 20.10., 10.11., 01.12., 15.12.20…- Dr phil Oliver Hahn
- 09.04.2027 - 11.04.2027 Sanskrit Intensivwochenende
Du bist fasziniert vom Klang des Sanskrit und der tiefgehenden Wirkung der Wörter dieser uralten Sprache? Hast bereits Übersetzungen von Mantras oder …- Dr phil Oliver Hahn
Zur Ausgabe: Einführung · Deutsche Übersetzung · Sanskrit IAST · Devanagari · 108 Verse und Mantras