Padma Samhita

Aus Yogawiki

Die Padma Samhita (Sanskrit: पद्मसंहिता, IAST: Padmasaṃhitā; in der Textüberlieferung auch Pādmasaṃhitā) ist eine umfangreiche Schrift der Pāñcarātra-Tradition. Im Mittelpunkt steht die Verehrung von Viṣṇu, Nārāyaṇa und Vāsudeva. Das Werk verbindet Erkenntnis, Yoga, Tempelbau und Ritual mit der Gestaltung des spirituellen Alltags. Es fragt nach der höchsten Wirklichkeit und zugleich danach, wie Menschen dieser Wirklichkeit einen Platz in ihrem Leben geben können.

Ein spiritueller Weg wird lebendig, wenn Einsicht, Liebe und Handeln zusammenfinden. Die Padma Samhita lädt dazu ein, Vāsudeva im Herzen zu suchen und dieser Hinwendung im Alltag Gestalt zu geben: in Meditation, im sorgsamen Dienst, im Gebet und im Umgang mit anderen. Du kannst mit einem einzigen Vers beginnen und von dort aus entdecken, wie die vier Pādas einander ergänzen.

Für Yoga-Aspiranten ist besonders wertvoll, dass hier mehrere Zugänge zusammenkommen: aufmerksam handeln, den Geist schulen, Mantra wiederholen, das Göttliche verehren und über das höchste Selbst meditieren. Der heilige Raum ist sowohl der Tempel als auch der Lotos des eigenen Herzens. Dabei bleibt die Padma Samhita ein konkreter religiöser Text mit ausführlichen Ritualvorschriften. Ihre innere Bedeutung erschließt sich am besten, wenn man diese Gestalt ernst nimmt und heutige Anwendungen ausdrücklich als solche unterscheidet.

Viṣṇu: Die Padma Samhita verbindet die Hinwendung zum Göttlichen mit gelebtem Yoga.

Die Padma Samhita lesen: Werküberblick · Yogapāda · Jñānapāda · Kriyāpāda 1–23 · Kriyāpāda 24–32 · Caryāpāda 1–28 · Caryāpāda 29–33 · Kriyāpāda in Devanagari · Caryāpāda in Devanagari · 108 Lesestellen und Mantras.

Was Yoga-Aspiranten aus der Padma Samhita lernen können

Ein spirituelles Leben braucht Ausrichtung und Beständigkeit. Der Yogapāda beginnt deshalb nicht mit außergewöhnlichen Erfahrungen, sondern mit Karma Yoga und Jñāna Yoga: mit dem bewussten Erfüllen der Aufgaben und der Ausrichtung des Geistes auf das höchste Heil. Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Geduld und Mitgefühl bilden den Boden der weiteren Übungen.

Der Text lädt außerdem dazu ein, Hingabe und Meditation miteinander zu verbinden. Der Geist kann sich an einer göttlichen Gestalt sammeln und sich für das unvergängliche Bewusstseinslicht im Herzen öffnen. Ein regelmäßiger Rhythmus aus Verehrung, Lernen und stiller Einkehr gibt dieser Ausrichtung im Alltag Halt.

Nicht jede Einzelvorschrift lässt sich unmittelbar in heutige Yogapraxis übertragen. Die sozialen Zugangsvorschriften, kosmologischen Beschreibungen und aufwendigen Tempelrituale gehören zu der Welt dieses Werkes. Seine praktische Anregung für heutige Leser wird dort besonders fruchtbar, wo Aufmerksamkeit, Hingabe und Verantwortungsbewusstsein wachsen.

Die Padma Samhita in der Pāñcarātra-Tradition

Pāñcarātra ist hier der Rahmen einer auf Viṣṇu ausgerichteten Lehre und Verehrung. Die Padma Samhita bezeichnet sich selbst als mahāupaniṣad, als große Unterweisung. Sie entfaltet ihr Wissen in Gesprächen und eingebetteten Überlieferungserzählungen. Im Jñānapāda begegnen unter anderem Kaṇva, Saṃvarta und der Nāga-König Padma; innerhalb der Lehre fragt Brahmā, und der erhabene Herr antwortet.

Jñānapāda 2.2 nennt die vier Bereiche ausdrücklich: Jñāna, Yoga, Kriyā und Caryā. Vers 2.5 stellt Erkenntnis mit der Einführung in die Schöpfungslehre an den Anfang, danach Yoga, Kriyā und Caryā. Die hier zugrunde gelegte Sammelfassung ordnet die Dateien anders an: Yoga, Kriyā, Jñāna, Caryā. Diese Reihenfolge der Quelle darf nicht mit einer Aussage des Werkes über die innere Ordnung verwechselt werden.

Eine gesicherte Datierung wird in dieser Ausgabe nicht angesetzt. Die Anrufung Rāmānujas in der vorliegenden Textfassung ist Teil ihrer überlieferten Rahmung; sie allein reicht nicht aus, alle Textschichten zu datieren oder eine Autorschaft zu bestimmen.


Bhakti Yoga: Wege der Hingabe

Begleitendes Video aus dem Themenbereich Bhakti Yoga; keine Rezitation oder Einzelversauslegung der Padma Samhita.

Aufbau und Navigation

Die vier Pādas bilden unterschiedliche Zugänge zu einem umfassenden spirituellen Leben.

Werkbereich Kapitel Inhaltlicher Schwerpunkt Teilartikel
Yogapāda 5 Ethische Grundlagen, Āsana, Lebenskräfte, Atem, Meditation und Samādhi Padma Samhita Yogapada
Jñānapāda 12 Überlieferung, Gotteserkenntnis, Schöpfung, Bindung, Befreiung und Weltbeschreibung Padma Samhita Jnanapada
Kriyāpāda 32 Heiliger Raum, Tempelbau, Götterbilder, Ausstattung und Weihe Teil 1 · Teil 2 · Devanagari
Caryāpāda 33 Einweihung, Gottesdienst, Tages- und Jahresrhythmus, Wiederherstellung und Mantras Teil 1 · Teil 2 · Devanagari

Die Praxislesefassung ist Padma Samhita 108 Inspirierende Verse und Mantras. Der Kriyāpāda ist in Kapitel 1–23 und 24–32 geteilt, der Caryāpāda in Kapitel 1–28 und 29–33. Die Grenzen liegen zwischen vollständigen Kapiteln; alle Artikel bleiben unter 1.700.000 UTF-8-Bytes.

Yogapāda: Der Weg in den Lotos des Herzens

Die fünf Kapitel des Yogapāda bilden einen überschaubaren Einstieg. Kapitel 1 beschreibt die Verbindung von Handeln und Erkenntnis, zehn Yamas, Niyamas und Körperhaltungen. Kapitel 2 wendet sich den Nāḍīs, Lebenswinden, Kuṇḍalī und Suṣumnā zu. Kapitel 3 behandelt Prāṇāyāma und die Festigung des Geistes.

Kapitel 4 verbindet die Erinnerung an das Lebensende mit Japa, innerer Sammlung und der Konzentration auf die fünf Elemente. Kapitel 5 führt zur Meditation über Viṣṇu, zum Bewusstseinslicht im Herzen und zu Samādhi. Der vorhandene Wortlaut ist gerade in diesem letzten Kapitel lückenhaft; die erhaltenen Aussagen werden deshalb nicht zu einer vermeintlich vollständigen Anleitung ergänzt.


Jñānapāda: Erkenntnis, Gnade und die Ordnung der Welt

Der Jñānapāda stellt die Frage nach einem Wissen, das über begrenzte Früchte hinaus zur Befreiung führt. Erkenntnis wird ausdrücklich auf den erhabenen Herrn bezogen. Der Text beschreibt dessen Wirklichkeit als unveränderliches Licht und entfaltet zugleich göttliche Formen und Schöpfungsvorgänge.

Die Kapitel 4–8 fragen unter anderem nach den Kräften des Göttlichen, dem Zusammenhang von Puruṣa und Prakṛti, der Bedeutung von Māyā, göttlicher Gnade und der Entstehung befreiender Erkenntnis. Kapitel 7 verbindet diese Erkenntnis mit einer Läuterung des Geistes, zu der Verehrung, Selbstschulung und ethische Haltungen beitragen. Kapitel 8 unterscheidet körperliche, sprachliche und geistige Disziplin.

Die späteren Kapitel beschreiben Welten, Kontinente, Bhāratavarṣa sowie obere und untere Daseinsbereiche. Sie gehören zur religiösen Kosmologie des Werkes. Ihre Bedeutung liegt in diesem Zusammenhang; sie sind keine moderne geografische oder astronomische Darstellung.

Kriyāpāda: Der Raum wird zum Ort der Verehrung

Der Kriyāpāda beginnt mit einer menschlich nahen Frage: Welcher Weg steht Menschen offen, die Erkenntnis und Yoga nicht umfassend beherrschen, aber Hingabe und die Sehnsucht nach dem höchsten Ziel haben? Danach entfaltet er die äußeren Formen der Verehrung mit großer Sorgfalt.

Die Kapitel 1–10 behandeln unter anderem Standort, Siedlung, Baugrund, Himmelsrichtungen, Fundamente, Tempelaufbau und die Umgebung des Heiligtums. Kapitel 11–23 wenden sich Materialien, Maßen, Gestalten der Mūrti, verschiedenen Darstellungen Viṣṇus, den Göttinnen, Begleitgottheiten und Kultgeräten zu. Ab Kapitel 24 stehen der Ācārya, Vorbereitungen und Pratiṣṭhā, die rituelle Einsetzung, im Vordergrund. Kapitel 32 behandelt die Verehrung im eigenen Haus.

Eine besonders wichtige Frage steht in Kapitel 26: Wenn der Herr allgegenwärtig ist, was bedeutet dann seine Einsetzung in einem Bild? Die Antwort beschreibt eine besondere Gegenwart Haris in der Mūrti, vermittelt durch die Kraft des Mantra und die Größe des einsetzenden Guru. Die Verehrung macht das Göttliche nicht erst allgegenwärtig; sie gibt der Beziehung zu ihm eine konkrete Form.

Als heutige symbolische Anregung lässt sich daraus ableiten, dem Heiligen bewusst Raum zu geben: durch einen gepflegten Meditationsplatz, eine achtsam entzündete Lampe oder eine regelmäßig eingehaltene Zeit. Das ist eine moderne Anwendung und ersetzt nicht die technischen Bau- und Weihevorschriften des Textes.

Caryāpāda: Das spirituelle Leben erhält einen Rhythmus

Der Caryāpāda ist der umfangreichste Bereich. Er beginnt mit der Berechtigung zur Verehrung und der Dīkṣā. Es folgen tägliche Gottesdienste, Feueropfer, Nyāsa, Maṇḍala, feierliche Waschungen und Feste. Später werden Opfergaben, zeitliche Ordnungen, Gelübde, die Erneuerung beschädigter Heiligtümer und die Behebung ritueller Versäumnisse behandelt.

Kapitel 13 erläutert den fünffachen Tagesdienst: Abhigamana, Upādāna, Ijyā, Svādhyāya und Yoga. Im Vers 13.3 steht in der Grundzeile „yāga“, während die unmittelbar folgende Variante „yoga“ bietet. Die Lesart bleibt für die genaue Übersetzung relevant. Im Gesamtzusammenhang geht es um das Herantreten, Bereitstellen, Verehren, Studieren und die innere Sammlung.

Ab Kapitel 22 treten Mudrās und anschließend die Gewinnung und Anwendung von Mantras in den Vordergrund. Eigene Kapitel gelten dem zwölfsilbigen und dem achtsilbigen Mantra, der Viṣṇu-Gāyatrī, den Avatāras, Göttinnen und weiteren Gestalten bis hin zu Sudarśana. Viele Formeln werden über Bezeichnungen einzelner Laute verschlüsselt angegeben. Eine Mantrabezeichnung ist deshalb nicht automatisch eine vollständig ausgeschriebene Rezitationsformel. Die vollständige Übersetzung unterscheidet sichere Erschließungen von beschädigten Lautfolgen. Die Schlusskapitel enthalten auch historische Magie, Zwangsrituale und außergewöhnliche Heilungsbehauptungen; diese werden als Quellenbestand erschlossen, nicht als heutige Übungsempfehlungen ausgegeben. Caryāpāda 33 endet mit der Weitergabe der Lehre und der Einladung zur beständigen Verehrung Puruṣottamas.

Arati bei Yoga Vidya: eine heutige Form sichtbarer Hingabe.

Yoga, Bhakti, Erkenntnis und Ritual

Die Padma Samhita betrachtet Sādhanā aus mehreren Richtungen. Yoga schult die Sammlung. Bhakti richtet das Herz auf den göttlichen Herrn. Erkenntnis fragt nach dem höchsten Selbst und der Befreiung. Ritual ordnet Handlungen, Zeiten, Gegenstände und Räume so, dass Verehrung eine beständige Gestalt erhält.

Diese Verbindung wird besonders deutlich im Bild des Herzlotos: Der Geist richtet sich nach innen, und dort wird Vāsudeva meditiert. Der Tempel und der Körper werden nicht einfach gleichgesetzt; beide können jedoch im jeweiligen Zusammenhang Orte der Verehrung sein. Äußere Sorgfalt und innere Aufmerksamkeit stehen nebeneinander.

Die Lehre von den göttlichen Erscheinungsformen lädt dazu ein, hinter vielfältigen Gestalten die göttliche Gegenwart zu suchen. Zugleich bleibt jede Gestalt im Ritual konkret: mit ihrem Namen, ihrer Darstellung, ihrem Mantra und ihrer Funktion. Wer diese Unterschiede wahrnimmt, liest genauer und kann sich tiefer auf die Bildsprache einlassen.

Ausgewählte wichtige Verse

Die folgenden Stellen öffnen einen Zugang zum Werk. Sie ersetzen nicht die vollständigen Teilübersetzungen.

Yogapāda 1.4 – Bewusst handeln
„Den Geist beständig bei den vorgeschriebenen Handlungen zu halten, mit der Haltung ‚Diese Handlung soll getan werden‘, nennt man Karma Yoga.“

Yogapāda 1.5 – Die Richtung des Geistes
„Den Geist fortwährend auf das höchste Heil auszurichten, soll man als Jñāna Yoga erkennen: als einen segensreichen Yoga, der alle Vollendung bewirkt.“

Yogapāda 1.8 – Der Boden der Praxis
„Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Nichtstehlen, Brahmacarya, Mitgefühl, Aufrichtigkeit, Geduld, Standhaftigkeit, maßvolles Essen und Reinheit: Das sind die zehn Yamas.“

Jñānapāda 4.5 – Die befreiende Gegenwart
„Indem ich selbst meine glückselige Gestalt annehme, die Vāsudeva genannt wird, löse ich diejenigen aus dem Saṃsāra, die sich allein mir hingeben.“

Kriyāpāda 26.2–3 – Gegenwart im Bild
„Obwohl Hari als Selbst aller entstandenen Wesen gegenwärtig ist, tritt er durch die Kraft des Mantra und durch die Größe des einsetzenden Guru im Götterbild in besonderer Weise gegenwärtig hervor. Dort bittet der Mensch Hari um die Erfüllung seiner Wünsche.“ Die Wiedergabe verbindet die beiden Verse, deren Aussage über die Versgrenze hinwegführt; der Wortlaut von 26.2 ist leicht beschädigt.

Yogapāda 5.17 – Samādhi
„Die Einheit des individuellen Selbst und des höchsten Selbst, dieser beiden, soll man als Samādhi erkennen, der die edlen Ziele zur Vollendung bringt.“ Die Vorlage bietet zusätzlich die Lesart „alle Ziele“.

Genau fünf zentrale Lehren

  1. Handeln und Erkenntnis unterstützen einander. Der Geist soll bei der Aufgabe bleiben und zugleich auf das höchste Heil ausgerichtet sein. Diese Verbindung eröffnet der Yogapāda in 1.4–6.
  2. Eine ethische Grundlage trägt die Übung. Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Mitgefühl und Geduld stehen nicht am Rand, sondern am Anfang der Yogaunterweisung; siehe Yogapāda 1.7–10.
  3. Das Herz ist ein Ort der Gottesbegegnung. Meditation richtet sich auf Vāsudeva im Herzlotos und auf das unvergängliche Licht des Bewusstseins; siehe Yogapāda 3.11–16 und 5.9–13.
  4. Verehrung nimmt konkrete Gestalt an. Tempel, Mūrti, Mantra und rituelle Handlung gehören zu einem Weg bewusster Beziehung zum Göttlichen; besonders deutlich fragt Kriyāpāda 26.1–3 nach der Bedeutung der Einsetzung.
  5. Beständigkeit verbindet einzelne Übungen zu einem Leben der Sādhana. Der fünffache Tagesdienst des Caryāpāda 13 ordnet Verehrung, Studium und innere Ausrichtung in einen wiederkehrenden Zusammenhang ein.

Genau fünf Praxisanregungen

Die folgenden Anregungen übertragen ausgewählte Motive in einen heutigen Alltag. Sie sind keine wörtliche Wiedergabe der historischen Ritualvorschriften.

  1. Widme eine Aufgabe bewusst. Beginne eine alltägliche Tätigkeit mit dem Gedanken: „Ich möchte dies aufmerksam und zum Wohl anderer tun.“ Bleibe für die Dauer dieser Aufgabe bei ihr.
  2. Lebe einen Yama im Kleinen. Wähle etwa Mitgefühl oder Geduld. Nimm dir vor, ihn heute in einer konkreten Begegnung umzusetzen, und betrachte am Abend freundlich, was gelungen ist.
  3. Sammle dich im Herzen. Sitze einige Minuten ruhig. Nimm den natürlichen Atem wahr und stelle dir, wenn es dir entspricht, ein sanftes Licht im Herzen vor. Lass dies eine Erinnerung an Gegenwart und Hingabe sein.
  4. Pflege einen Ort der Einkehr. Richte einen einfachen, sauberen Platz für Meditation oder Pūjā ein. Die Sorgfalt, mit der du ihn behandelst, kann dir helfen, mit Aufmerksamkeit in die Praxis einzutreten.
  5. Verbinde Lernen und Stille. Lies täglich einen kurzen, verständlichen Abschnitt einer spirituellen Schrift. Verweile danach in Stille und frage dich, welche Haltung daraus für den heutigen Tag erwachsen kann.

Nārāyaṇa-Kirtan zum Hören und Mitsingen

Begleitendes Video aus dem Themenbereich Jayakhya Samhita; keine Rezitation oder Einzelversauslegung der Padma Samhita.

Padma Samhita und andere Tantra Schriften

Die Padma Samhita verbindet vier Zugänge besonders ausführlich: Erkenntnis, Yoga, Gestaltung heiliger Räume und fortdauernde Verehrung. Der Vergleich mit anderen veröffentlichten Wiki-Artikeln hilft, diese Verbindung genauer zu verstehen. Beginne mit einer Frage, die dich bewegt, und lies dann die unterschiedlichen Antworten in ihrem eigenen Zusammenhang.

Schrift Beziehung zur Padma Samhita Anregung für dein Studium
Ahirbudhnya Samhita Pāñcarātra; Sudarśana, göttliche Kraft, Gnade und Zuflucht. Besonders passend zu Caryāpāda 31–32. Wie unterscheiden sich Schutz, Macht und vertrauensvolle Hingabe?
Jayakhya Samhita Verehrung Viṣṇus, Mantra, Einweihung und innere Sammlung. Wie werden äußere Pūjā und Gottesgegenwart im Herzen verbunden?
Lakshmi Tantra Lakṣmī und Nārāyaṇa, Śakti, Erkenntnis und Gnade. Lies daneben Caryāpāda 15 und 29. Welche Weite gewinnt das Verständnis der Göttin jenseits materiellen Wohlstands?
Kamika Agama und Ajita Agama Śivaitische Tempel- und Rituallehren als Vergleich zum Kriyāpāda. Wie dienen Raum, Bild, Vorbereitung und Weihe der Verehrung?
Vijnana Bhairava Tantra Śivaitische Meditationslehre; ein Gegenüber zu den Sammlungsübungen des Yogapāda. Wie wird eine alltägliche Wahrnehmung zum Anlass innerer Sammlung?
Shiva Sutra und Tripura Rahasya Eigenständige śivaitische beziehungsweise shaktische Lehren über Bewusstsein und Erkenntnis. Wie werden Selbst, Bindung und Befreiung jeweils erklärt?
Kularnava Tantra Kaula-Lehre über Guru, Einweihung und das Reifen von Erkenntnis. Welche Eigenschaften machen Unterweisung und Praxis tragfähig?
Mahanirvana Tantra Verbindung von Brahman-Erkenntnis, Verehrung und Lebensführung. Welche inneren Gaben können eine äußere Handlung vertiefen?
Tara Tantra Guru, innere Verehrung und die Göttin im Herzheiligtum. Wie wird das Herz in unterschiedlichen Traditionen als Ort der Gottesbegegnung erfahren?
Brahma Yamala und Rudrayamala Tantra Andere Gottheiten- und Ritualwelten mit Körper, Mantra und innerer Haltung. Welche Ziele und Voraussetzungen unterscheiden die jeweiligen Praktiken?

Gemeinsame Wörter wie Mantra, Nyāsa oder Dīkṣā erleichtern den Vergleich. Ihre konkrete Bedeutung ergibt sich jedoch aus dem jeweiligen Werk. Die Padma Samhita bleibt in ihrer Ausrichtung auf Vāsudeva erkennbar; śivaitische und shaktische Texte sprechen aus anderen Zusammenhängen. Die Tabelle behauptet keine direkte historische Abhängigkeit. Sie lädt zu einem Studium ein, das Gemeinsamkeiten würdigt und Unterschiede aufmerksam wahrnimmt.

Quellen, Überlieferung und Grenzen dieser Ausgabe

Umfang dieser Ausgabe: Alle 82 Kapitel der vorhandenen Sanskritgrundlage sind erschlossen: 8.795 nummerierte Einheiten mit IAST und unmittelbar zugeordneter deutscher Übersetzung, einschließlich überlieferter Fragmente. Yoga- und Jñānapāda enthalten das Devanagari im selben Artikel; Kriyā- und Caryāpāda besitzen eigene Devanagari-Seiten. Hinzu kommen genau 108 Lesestellen sowie belegte Mantras und zusammenhängende Gebete. Die Quelle enthält Lücken, Varianten und beschädigte Stellen; ihre vollständige Wiedergabe bedeutet keine Wiederherstellung verlorener Verse. Primäre Grundlage ist die zusammengestellte IAST-Datei „z pADMA.txt“ mit 5 Yoga-, 32 Kriyā-, 12 Jñāna- und 33 Caryā-Kapiteln. Sie enthält 8.795 mit Ziffern markierte Einheiten. Diese Zahl ist keine gesicherte Zahl vollständiger Ślokas: Fragmente, doppelte Nummern und Lesarten kommen vor. Fehlende Nummern betreffen insbesondere Yoga-, Kriyā- und Jñānapāda. Eine fortlaufende Nummerierung im Caryāpāda beweist umgekehrt keine fehlerfreie Textgestalt.

Die digitale Quelle Padma-saṃhitā bei Wisdomlib wurde gezielt für die Lücken im Yogapāda überprüft: Kapitel 2 und Kapitel 5 zeigen dieselben Nummernsprünge. Damit sind diese Lücken festgestellt, nicht behoben. Eine neue kritische Edition oder ein vollständiger Handschriftenvergleich wurde nicht vorgenommen.

Die Devanagari-Fassungen sind aus der IAST-Grundlage abgeleitet. Sie bewahren deren Lesungen und sind daher keine zweite unabhängige Bestätigung. Unsichere Lesungen müssen in der Übersetzung jeweils sichtbar bleiben.

Die Verehrung und die Verheißungen des Textes werden aus seinem religiösen Zusammenhang heraus verstanden. Die historischen sozialen Vorschriften werden als Textbestand wiedergegeben, nicht als Maßstab für den Wert eines Menschen übernommen. Spirituelle Anwendung und genaue Quellenarbeit gehören hier zusammen: Je klarer die Grundlage, desto tragfähiger kann die Begegnung mit der Lehre werden.

Yoga, Meditation und Seminare

Bhakti Yoga

27.10.2026 - 27.10.2026 Mantra-Konzert mit Shamana OM

Konzert mit Shamana OM
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Swami Sivananda: Lernen, Dienen und Meditation können einander im Alltag tragen.

Den Alltag von innen her verwandeln

Die Padma Samhita öffnet viele Türen: Erkenntnis, Meditation, Verehrung, heilige Räume und gelebte Disziplin. Du musst nicht alle Einzelheiten auf einmal erfassen. Beginne mit einer aufrichtigen Handlung, einem Moment der Sammlung oder einer liebevollen Hinwendung zum Göttlichen. So kann die Begegnung mit einer alten Schrift zu einer lebendigen Frage werden: Wie kann das, was ich als heilig erkenne, in meinem heutigen Leben sichtbar werden?


Siehe auch

Die Padma Samhita lesen: Werküberblick · Yogapāda · Jñānapāda · Kriyāpāda 1–23 · Kriyāpāda 24–32 · Caryāpāda 1–28 · Caryāpāda 29–33 · Kriyāpāda in Devanagari · Caryāpāda in Devanagari · 108 Lesestellen und Mantras.

Veröffentlichte Tantra- und Āgama-Artikel zum Weiterstudieren:

Die Bezüge erläutern gemeinsame Fragen und unterschiedliche Antworten. Sie setzen weder dieselbe Ritualordnung noch eine nachgewiesene historische Abhängigkeit voraus.


Das Heilige im heutigen Tag

Die Padma Samhita führt vom Licht des Bewusstseins bis zur sorgfältig bereiteten Gabe. Du kannst diese Weite in einem kleinen Schritt berühren: eine Aufgabe bewusst erfüllen, jemandem freundlich zuhören oder mit einem Gebet still werden. Lass Erkenntnis dein Handeln klären und Hingabe dein Herz weiten. So wird die Schrift zum Gesprächspartner eines Lebens, in dem das als heilig Erkannte immer mehr Gestalt gewinnt.

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