Vandana

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1. Vandana (Sanskrit: वन्दन vandana m. u. n.) Verehrung, Lob, Preis, Lobpreisung; Begrüßung. Es bedeutet "sich verneigen" und ist eine der Praktiken des Bhakti Yoga. Vandana ist auch ein Männername (m.), ein spiritueller Name; ein parasitäres Gewächs, Schmarotzergewächs, Flechte; eine Hautkrankheit, Ausschlag, Flechten, Skrofulose.

Krishna und Arjuna zu Beginn der Bhagavad Gita

Vandana heißt im Bhakti Yoga, dem Yoga der Hingabe, Begrüßen, Verneigen, Verehren. Dies ist eine der neun Bhakti Praktiken und heißt in diesem Kontext das Verneigen, auch die Ehrerbietung vor Gott in rituellen Gegenständen, im Guru (Meister), dann auch vor Gott in allem. Vandana kann auch bedeuten, die Hände vor der Brust zusammenzugeben oder der Kniefall, sich verbeugen, den Kopf neigen, die Hände auf den Boden legen. Alle neun Bhakti Praktiken heißen Shravana, Kirtana, Smarana, Vandana, Padasevana, Archana, Dasya, Sakhya und Atmanivedana.

2. Vandana (Sanskrit: वन्दना vandanā f.) Lob, Preis, Name eines Flusses in Mahabharata und Puranas.

3. Vandana (Sanskrit वन्दना vandanā f.) ist ein spiritueller Name und bedeutet Verehrung, Lobpreis, Name eines Flusses in Mahabharata und Puranas. Vandana kann Aspirantinnen gegeben werden mit Soham Mantra, Sivananda Mantra.

Sukadev über Vandana

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Vandana

Vandana heißt Begrüßung, Verneigen, Verehrung. Vandana ist zum einen der Gruß. Es gibt verschiedene Grüße in Indien. Beim einfacher Vandana legst du die Hände vor dem Brustkorb zusammen und verneigst den Kopf. Dieses Vandana soll heißen: Wir sind zwei bisher, mögen wir uns verbinden vom Herzen her, in gegenseitigem Respekt und Hochachtung. Es gibt vollständigere Vandanas, indem man Kniefall macht, auf die Knie geht und sich so verneigt. Oder es gibt auch den vollständigen Vandana, man legt sich flach auf den Bauch, streckt die Beine und die Hände aus, und die Hände zum Göttlichen hin. Vandana bedeutet also Begrüßung, Verneigung, Verehrung.

Vandana gehört zu den neun Bhakti-Praktiken. Vielleicht erinnerst du dich daran, wir haben ja auch schon im Yoga Sanskrit-Lexikon, auch in diesen Vorträgen, von den anderen Praktiken gesprochen. Da gibt es Shravana – Hören der Geschichten Gottes. Es gibt Kirtana – Singen von Gottes Lob und Gottes Namen und spirituelle Lieder. Als drittes gibt es dann Smarana – Vergegenwärtigung der Gegenwart Gottes und sich an Gott erinnern. Dann folgt auch schon als viertes Vandana und Vandana heißt hier: sich vor Gott verneigen, Gott begrüßen, Gott die Ehrerbietung erweisen. Dann geht es natürlich noch weiter, also fünftes gibt es Archana – die rituelle Verehrung Gottes. Es gibt Padasevana und Padasevana heißt, dass man zu Füßen Gottes dient, was insbesondere heißen kann, einen Altar haben. Dasya heißt Gott dienen, Sakhya heißt, Freundschaftsgefühl zu Gott entwickeln und Atmanivedana heißt, sich Gott ganz hingeben.

Hier geht es jetzt um Vandana, Verneigen, Begrüßen. Vandana kann auch heißen: Wenn du morgens aufwachst, schaue dir als erstes vielleicht ein Altarbild an, und verneige dich innerlich, begrüße Gott. Oder mache das Fenster auf, und schaue die Vögel an oder die Bäume oder den Himmel und verneige dich, begrüße Gott. Wenn du Familie hast, dann begrüße deinen Partner, deine Partnerin, deine Kinder oder deine Eltern. Wenn du aus dem Haus gehst, übe Vandana, grüße die Menschen. Es gibt auch den schönen süddeutschen Spruch, "Grüß Gott", eine Form des Grüßens, "ich grüße Gott in dir". Oder "Hallo" ist auch eine Form von Vandana, "Hallo" kommt ja von "Hey Lord", "Grüß Gott", "Ehrerbietung an Gott". Oder wenn du "Tschüss" sagst, kommt von "Adieu", "Adios", das heißt "Gruß an Gott". Und so kannst du immer wieder Gott grüßen, in Menschen, in der Natur, in Symbolen Gottes, in Götterfiguren, wie auch in Gottes Bildern. Vandana, der Gruß, die Ehrerbietung, ist eine wichtige spirituelle Praxis.

Guru Vandana

Tiefe Ehrerbeitung gegenüber dem/den Guru/s

- Auszug aus dem Buch "Der dreifache Yoga" von Swami Sivananda -

OM. Tiefste Verehrung für Brahma und andere, die großen Gurus, die uns die Erkenntnis Brahmas schenken durch die Überlieferung (das heißt die Linie von Guru Sushya Parampara), die Rishis unserer Linie. Ich bin selbst dieses Brahman, die Innere Substanz, die Masse des Bewusstseins, frei von allen Fehlern.

Ich werfe mich verehrend nieder vor dem Herrn Narayana, Brahma, Vasishtha, Shakti, seinem Sohn Parasahara, Vyasa, Shuka, Gaudapa, Govidapada, seinem Schüler Sri Shankaracharya, seinen Schülern Padmapadacharya, Hastamalaka, Trotaka, Sureshwaracharya, dem Ausleger und allen anderen Brahma-vidya Gurus.

Ich grüße Sri Shankara Bhagavatpada, der aller Welt Frieden und Gedeihen schenkt, den Ozean der Gnade und den Hort aller Gelehrsamkeit, die in Shruti, Smriti und Puranas beschlossen ist.

Ich bete wieder und wieder Gott Shiva an, der Shankaracharya ist und Gott Bishnu, der Badarayana (Bhagavan Vyasa) ist, der die Sutras (Vedanta) schrieb und die Auslegungen.

Ich werfe mich in Anbetung nieder vor Dakshinamurti, der sich selbst in dreierlei Gestalt als Gott, Lehrer und Selbst offenbart und dessen Leib alles durchdringt wie der Himmel.

Der spirituelle Name Vandana

Vandana ist ein Sanskritwort und bedeutet Verehrung, Lobpreis. Vandana bedeutet Hingebung und sich Verneigen. Vande heißt Ehrerbietung an. Vandana ist diejenige, die voller Ehrerbietung ist. Diejenige, die voller Lobpreis ist. Vandana ist eine der neun verschiedenen Formen des Bhakti Yoga.

Wenn du Vandana heißt, dann soll das bedeuten, dass du mit allen voller Ehrerbietung und Respekt umgehen sollst. Sei dir bewusst, dass hinter allem die höchste göttliche Wirklichkeit steckt. Verehre alles hinter allem und sieh dein ganzes Leben als Lobpreis Gottes an. Lebe, um Gott zu dienen. Lebe, um den Menschen zu dienen und sei voller Respekt und Hochachtung. Indem du dich vor anderen verneigst, erfährst du deine wahre Natur. Letztlich ist die Tiefe deines Selbst eins mit dem Selbst aller. Letztlich ist das Göttliche auch in dir. Aber indem du dich vor allen verneigst und indem du auch positiv über alle sprichst, erfährst du dieses Göttliche am Besten.

Verschiedene Schreibweisen für Vandana

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann: Vandana auf Devanagari wird geschrieben "वन्दन", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen "vandana", in der Harvard-Kyoto Umschrift "vandana", in der Velthuis Transkription "vandana", in der modernen Internet Itrans Transkription "vandana".

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Siehe auch

Quelle

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Zusammenfassung Deutsch Sanskrit - Sanskrit Deutsch

Deutsch Männername; n. Ehrenbezeugung, Lob, Preis. Sanskrit Vandana
Sanskrit Vandana Deutsch Männername; n. Ehrenbezeugung, Lob, Preis.
Deutsch Schmarotzergewächs, Ausschlag, Flechte. Sanskrit Vandana
Sanskrit Vandana Deutsch Schmarotzergewächs, Ausschlag, Flechte.