Isolation

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Isolation - Umgang mit einer der Schattenseiten der menschlichen Existenz. Isolation bedeutet Trennung. Das Wort Isolation kommt vom lateinischen insulatus, zur Insel gemacht. Das französische Verb isoler bedeutete inselartig anlegen, absondern. Isolation in diesem Sinne ist das, was etwas von etwas anderem absondert. So gibt es in der Physik das Wort Isolation als Material, das eine Abdichtung gegen Gas, Wärme, Kälte oder Elektrizität bildet. So muss man ab und zu mal die defekte Isolation eines Rohres erneuern. In der Biologie ist Isolation der Vorgang, dass man eine Substanz isoliert.

Güte, wichtig bei Isolation

Isolation bezeichnet auch Vereinsamung, die man z.B. in Großstädten erfährt. So gibt es die großstädtische Isolation, auch die soziale Isolation. Man kann sich auch in die innere Isolation begeben, d.h. sich von anderen zurückziehen. Auch ganze Länder können in die wirtschaftliche und politische Isolation geraten - oder diese bewusst suchen.

Isolation überwinden

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz thumb|

Isolation überwinden – ein Eintrag im Persönlichkeits-Podcast, ein Eintrag im "Umgang mit Depressionen" Podcast von www.yoga-vidya.de.

Isolation eine Ursache von Depression

Eine der größten Risikofaktoren für Depressionen ist ja Isolation. Wenn du dich in Isolation fühlst, abgetrennt von anderen Menschen, dann kann das in die Niedergeschlagenheit führen, in die depressive Verstimmung, auch irgendwann in die Depression.

Einsamkeit und Isolation ist das was der Mensch – zumindest in vielen Fällen – gar nicht mag. Es gibt sogar die Theorie unter den Evolutionsbiologen und, man kann auch sagen, den Evolutionspsychologen, dass der Mensch in grauer Vorzeit immer in Gruppen war und dass es für den Menschen geradezu gefährlich war, allein zu sein.

Isolation - vielleicht eine Urangst des Menschen?

Wenn er von der Gemeinschaft verstoßen wurde oder er die Gemeinschaft verloren hatte, dann konnte der Mensch in früheren Zeiten kaum überleben. Der Mensch hat keine großen Krallen, er hat kein dickes Fell, er ist nicht besonders schnell – er ist eine leichte Beute für Tiger, Löwen, Säbelzahntiger, Bären und was auch immer für Getier es früher gegeben haben mag: Er brauchte die Gruppe.

Der Mensch hat auch keine besonders intensiven Sinne, er kann auch Schlangen und anderes nicht so gut wahrnehmen wie vielleicht andere Tiere. Und für manches braucht er eben auch die Gemeinschaft: Wenn er irgendwo eine kleine Verletzung hat, dass andere sich um ihn kümmern.Es war also mit das Schlimmste, wenn der Mensch allein war, wenn er die Gemeinschaft verloren hat.

Isoliertheit und Depression - ein Kreislauf

Und so hat der Mensch – evolutionsbiologisch sinnvoll – so eine gewisse Angst vor Einsamkeit bekommen und auch ein unangenehmes Gefühl bei Isolation und Einsamkeit. Das Problem ist, das Gefühl von Isolation und Einsamkeit kann sich einstellen und dann in die Depression führen, und die Depression führt dann dazu, dass der Mensch noch weniger Kontakt sucht, dass er sich noch isolierter führt; das noch stärkere Isoliertsein führt zu größerer Depressivität, und so ist es ein Kreislauf.

Man erlebt das auch manchmal: Menschen geht es schlecht, sie sind vielleicht erschöpft. Also will man sie in Ruhe lassen. Vielleicht bietet man am Anfang ein bisschen Hilfe an, und er sagt "Ja, ich brauche etwas Ruhe". Dann überlässt man ihn der Ruhe, ein paar Tage oder eine Woche – und spätestens dann wenn sich der Mensch nicht erholt hat, haben die anderen gelernt, man sollte auf den Menschen nicht zugehen, und der andere hat gelernt, jetzt bin ich in der Isolation. Und so kommt er von einer leichten Erschöpfung in die Isolation und aus der Isolation in die depressive Verstimmung, und aus der depressiven Verstimmung wird dann die Depression.

Wenn du es daher mal mit jemandem zu tun hast, dem es nicht so gut geht, der vielleicht ein bisschen ausgelaugt, erschöpft ist und der darum bittet, in Ruhe gelassen zu werden – lasse ihn vielleicht ein, zwei, drei Tage in Ruhe, aber dann gehe wieder auf ihn zu. Und wenn er dann immer noch sagt, er will seine Ruhe, dann lass ihn vielleicht nochmal ein, zwei Tage, und gehe dann wieder auf ihn zu. Der Mensch sollte nicht in die Isolation geraten. Und manchmal kann man schauen, wie man aktiv auf den Menschen bewusst zugeht und vielleicht kann man auch andere dazu veranlassen, auf diesen Menschen zuzugehen.

Wenn du selbst von Isolation betroffen bist

Wenn du selbst so jemand gewesen bist, der anderen gesagt hat: "Ich brauche meine Ruhe", und du merkst, nach zwei, drei Tagen geht es dir nicht besser, dann drücke es aus: "Ich brauche deine Hilfe, ich komme alleine nicht zurecht." Sage das deinem Partner, sage es deinen Bekannten, sage es deinen Kollegen, sage es den Nachbarn, sage es deinem Psychotherapeuten. Wenn du dich in Isolation fühlst, abgekapselt bist, dann sage es, drücke es aus.

Yoga hilft gegen Isolation

Eine einfache Weise aus der Isolation herauszukommen ist einen Yogakurs zu besuchen. In Yogakursen hast du Kontakt mit anderen, und zwar einen sehr einfachen Kontakt. Du bist nicht gezwungen, mit Menschen Smalltalk zu machen. Du kannst in den Yogakurs gehen, du kannst vielleicht so kommen, dass du nur ein paar Minuten vorher da bist, so wirst du vielleicht an der Rezeption von jemandem angesprochen und du brauchst dich nicht selbst zu bemühen, du gehst dann in den Yogaraum, legst dich hin in die Anfangsentspannung und dann bist du mit anderen zusammen, ohne mit ihnen kommunizieren zu müssen. Du fühlst, wie dein Herz sich öffnet, wie du dich mit anderen verbunden fühlst. Denn in einer Yogastunde entsteht ein schönes Prana-Feld, eine schöne Energieverbindung.

Wenn du dann nach der Stunde das Gefühl hast, du willst mit anderen in Kontakt treten, bleibe einfach irgendwo sitzen, andere werden dich ansprechen. Wenn du das Gefühl hast, du willst nicht mit anderen sprechen, gehe einfach nach Hause. Du kannst auch zu Yoga Vidya Bad Meinberg ins Seminarhaus zu Yogaferien kommen oder als Individualgast. Es fällt sehr leicht, hier Kontakte zu finden. Relativ schnell kommt man ins Gespräch – nach einem Vortrag, nach einer Yogastunde, man kann sich zu anderen zusammen an einen Tisch setzen und wird dann schnell ins Gespräch verwickelt. Man muss aber auch nicht. Du könntest dich einfach nicht am Gespräch beteiligen, es ist vollkommen ok wenn man für sich ist. Es gibt einen Speisesaal zum Essen im Schweigen, wir haben zwei Speisesäle: Im größeren kann man sich unterhalten, im kleinen isst man im Schweigen.

So bist du also in einer Umgebung, wo du allein sein kannst oder Kontakte zu anderen finden kannst. Und du könntest dich auch zum Karma Yoga melden, 45 Minuten oder eine Stunde mithelfen, zum Beispiel in der Küche oder im Haushalt – prompt bist du mit anderen zusammen und kannst mit anderen zusammen etwas tun. Schnell bist du aus der Isolation heraus. Aber du musst auch nicht. Du kannst dir auch ein paar Tage Ruhe gönnen. Und so ist ein Aufenthalt in einem Yoga-Vidya-Ashram auch eine einfache Weise, Isolation zu überwinden, neue Freude zu bekommen, das Herz zu öffnen, Liebe zu erfahren, Verbundenheit zu erfahren. Mehr Informationen über die Yoga-Vidya-Seminarhäuser und -Ashrams, auch für die Gelegenheit, als Mithelfer zu kommen – das ist dann sogar kostenlos –auf www.yoga-vidya.de.

Isolation in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Isolation gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Isolation - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Isolation sind zum Beispiel Isolation, Einsamkeit, Trennung, Abgeschlossenheit, Abgliederung .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Isolation - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Isolation sind zum Beispiel Gemeinschaft, Zusammenleben, Verbindung, Sekte, Unterdrückung . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Isolation, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Isolation, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Isolation stehen:

Eigenschaftsgruppe

Isolation kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Isolation sind zum Beispiel das Adjektiv isoliert, das Verb isolieren, sowie das Substantiv Isolierter.

Wer Isolation hat, der ist isoliert beziehungsweise ein Isolierter.

Siehe auch

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