Wiedekindquelle

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Wiedekindquelle‏‎ ist eine andere Schreibweise für Wittekindsquelle. Wittekindsquelle ist die Bezeichnung für verschiedene Quellen in Ostwestfalen Lippe, dort wo Wiedekind gelebt haben soll. Wiedekind war im 8. Jhd n. Chr. ein Führer der Sachsen. Man nimmt an, dass er um 743 geboren wurde und bis 800 gelebt hat.

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Die Wiedekindquelle

Wiedekind, ein sächsischer Großherr

Wiedekind wird genannt Widukind oder Wittekind und ist sowohl eine historische als auch sagenumwobene Person. Es wird gesagt, dass Wiedekind nicht nur eine Führungspersönlichkeit war, sondern auch ein spiritueller Mensch. Er soll stark an die sächsischen Götter geglaubt haben, selbst Rituale ausgeführt haben und an verschiedenen heiligen Orten gewesen sein.

Die Sachsen waren ursprünglich ein germanischer Volksstamm in Nord-und Westdeutschland, was dem heutigen Niedersachsen und Westfalen entspricht. Ihr Machtbereich umfasste sogar Teile des heutigen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Als Karl der Große sein Reich ausbreiten wollte, waren ihm die Sachsen im Weg. Diese waren auch im Gegensatz zu den meisten germanischen Völkern nicht christianisiert. Sie hielten an ihren alten Religionen fest. Man sagt, Widukind sei derjenige gewesen, der die Sachsen geeint hat. Er soll gekämpft haben gegen Karl den Großen. In offener Feldschlacht waren sie ihm jedoch unterlegen. Der Krieg zwischen Sachsen und Karl dem Großen war eine Art Guerilla-Krieg.

Das Quellwunder

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Im Jahre 785 soll Wiedekind getauft worden sein. Die Taufe führt uns zu einer Geschichte, die bekannt unter dem Namen „Quellwunder“ ist. Dort wo diese Quellwunder stattgefunden haben solle, findest du heute die Wiedekindquellen. Der Sage nach, kam es nach mehreren Kämpfen der Sachsen und Karl dem Großen dazu, dass Wittekind gefangen genommen worden ist. Wiedekind suchte daraufhin das Gespräch mit Karl dem Großen. Dieser sagt ihm, dass auch er nun zum Christentum konvertieren müsse. Andere Geschichten sagen, dass Wiedekind nie besiegt und gefangen worden war, sondern freiwillig zu Karl dem Großen ging.

Es heißt Wiedekind habe sich des Friedens Willens taufen lassen. Karl der Große fragte Wiedekind, was es denn bräuchte damit er konvertieren würde. Wiedekind überlegte welches wohl der richtige Glaube sei. Er ging als Bettler verkleidet in eine Kirche und nahm an einem christlichen Gottesdienst teil, welcher ihn sehr beeindruckte. So habe er sich überlegt, ob das Christentum, die richtige göttliche Lehre sei. Dann, während seines Rittes sei sein Pferd an einer Stelle stehen geblieben. Eine dieser Stellen sei die Kirche des Ortsteils Bergkirchen bei Bad Oyenhausen. Wiedekind bat hier um ein Zeichen, ob das Christentum nun wirklich die rechte Religion für das Volk sei. Daraufhin begann das Pferd auf der Stelle zu scharren und es entsprang eine Quelle. Wiedekind nahm das als Zeichen, dass das Christentum die rechte Religion sein und es Zeit war sich Karl dem Großen zu unterwerfen.

Dieses Wunder wird in dem Herforder Denkmal aus Stein und Bronze dargestellt. Abgebildet ist das scharrende Pferd und Wiedekind, der nach unten schaut, wo eine Quelle entsteht. Die Quelle, die dabei entstanden ist, nennt sich Wiedekindquelle.

Es gibt verschiedene Sagen über die Wiedekindquelle

In einer Sage heißt es, dass Karl der Große Wiedekind gefangen genommen hat. Wiedekind hat Karl den Großen dann gebeten ihm ein Zeichen zu geben, dass das Christentum besser sei. Karl der Große schaute das Pferd von Wiedekind an, dieses fing an zu scharren und es entsprang an dieser Stelle eine Quelle. Diese Quelle wurde zur Wiedekindsquelle.

Es gibt mehrere Quellen die Wiedekindsquellen genannt werden. Der gesamte Kreis Herford nennt sich auch Wiedekindskreis und hat mehrere Quellen. Die bekanntesten Quellen liegen bei Lübbecke, der Porta Wetfalica, im Osnabrücker Land, in Enge. Wir beschränken uns hier auf den Ost-Westfälischen Raum. So kommt es, dass wir auf folgende vier Quellen, die allesamt Wittekindsquellen sind, eingehen.

Die Wiedekindsquelle in Lübbecke

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Die Wiedekindsquelle in Lübbecke ist eine kleine Quelle im Wiehengebirge von Lübbecke. Lübbecke gehört zum Kreis Minden-Lübbecke, der sich auch als Windmühlenkreis bezeichnet. Dort gibt es auf einer Höhe von 232 m den Reinberger Hagen und eine kleine Quelle, die man heute noch sehen kann. Diese Quelle ist nach dem Fürsten Wittekind benannt. Es soll auch ein spirituelle Kraftort sein, an dem man gut meditieren kann. Es ist heute ein kleiner Dümpel und liegt südöstlich des Reinebergs.

Die Burg Reineberg war früher eine wichtige Burg, die eine ehemalige Höhenbrg im Wiehengebirge ist. Man nimmt an dort gibt es eine Sage. So wurde die Burg erst 1200 nach Christus erwähnt. Manche sagen aber, dass die Burg bereits viel früher besiedelt war. Jedenfalls gibt es dort die Wittekindsquelle. Man sagt, dass auch bereits zur Zeit der Sachsen die Burg Reineberg genutzt wurde. Die Burg diente den Sachsen als Zufluchtsort. Die Quelle, welche als Trinkwasser diente, ermöglichte den Menschen das Überleben an der Burg. Aus der Wiedekindsquelle speist sich ein Bach, der zwischen dem Reineberg und dem Reitkopf in Lürich Richtung Lübbecke fließt. Dieser verläuft heutzutage unterirdisch im Kanalisationssystem und ist deswegen nicht mehr so schön wie es einst war. Nichts desto trotz ist dort eine sehr schöne Energie.

Die Wiedekindsquelle in der Babiloni

Die Babilonie ist eine Wallburg, ein Kraftort aus keltischen Zeiten. Die Sage der Wiedekindsquelle in der Babilonie ist eine andere. Hier spricht man von einer Reinigungssage. Im Gegensatz zu den meisten anderen Sagen, geht es hier nicht um Karl den Großen.

Der Sachsenherr Wiedukind war von einem Aussatz befallen. Er badete in der Quelle und wurde daraufhin wieder gesund. Eine ähnliche Geschichte wird über die Wiedekindquelle Reineberg erzählt. Auch diese soll Wiedekind geheilt haben.

Man kann also sagen, dass es zwei grundlegende Geschichten um die Wiedekindquelle gibt. Die eine besagt, dass Wiedekind die Kriege gegen Karl den Großen beendete und zum Christentum konvertierte. Die andere handelt von der Heilung Wiedekinds durch das Quellwasser.

Die Wiedekindsquelle in Bad Oyenhausen

In Bad Oyenhausen steht die so genannte Bergkirche. Sie ist eine evangelische Kirche und unter dem weiteren Namen ist Nikolaus bekannt. Es wird gesagt, dass hier Wiedekind getauft worden sei und hier auch das Quellwunder statt gefunden hat. Die Kirche wurde 799 von Papst Leo dem Dritten geweiht. Papst Leo kam zu Karl dem Großen um sich zu besprechen. Er bat um Hilfe wegen Widersachern in Rom. Er wollte später nach Rom fahren und Karl den Großen zum Kaiser krönen. Als er zu Besuch bei Karl dem Großen war, weihte er auch die Kirche mit der Quelle ein. Manche sagen, dass diese Kirche ein altes, sächsisches Heiligtum war. Die Sachsen hatten viele verschiedene Kraftorte. Da sie diese dort nach der Christianisierung nicht mehr wie gewohnt verehren konnten, wurden an diesen Stellen Kirchen erbaut. So hatten sie indirekt doch noch die Möglichkeit.

Wiedekindsquelle Porta Westfalica

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Die Wittekindsquelle am oberen Südosthang des Häverstädter Bergs im Wiehengebirge bei Porta Westfalica ist wohl die bekannteste der Quellen. Hier findest du neben der Quelle auch den Spaziergweg Wiedekindsweg sowie das Kaiser Wilhelm Denkmal. Die Quelle befindet sich innerhalb der Wallburg, welche die Wallanlage der Wittekindsburg ist. Die Wallanlage der Wittekindsburg ist wiederum eine Fliehburg. Diese Fliehburg ist eine langestreckte Höhenburg, welche auf 250 m Höhe liegt. Du kannst dort heute noch einen der Wällen erkennen. Die Befestigungsanlage war mit einer Länger von 660m und einer Breite von 100m recht groß. Sowohl der Ost- als auch der Nordwall sind bis heute gut erhalten.

Da man an der Burg Funde aus der vorrömischen Eisenzeit fand, geht man davon aus, dass die Burg bereits sehr alt ist. Sie ist somit spätestens ein paar Hundert Jahre vor Christus errichtet worden. Ob es nun wirklich eine Fliehburg war oder doch ein Heilitum der Kelten. Die Sachsen nutzten diese Burg wiederum und hier weiß man, dass es auch eine Befestigungsanlage war. Wittekind soll hier gelebt und eine Art Regierungssitz gehabt haben. Nachdem Wittekind getauft war, ging die Burg in die Bedeutungslosigkeit, im 10. HJD entstand dort eine Einsiedelei, daraus wurde dann ein Nonnenkloster. Die Kreuzkirche auf dem Wittekindsberg erinnert noch an die Zeit der Nonnen. Die Mauerreste wurden 1996 entdeckt, freigelegt und ein gläserner Schutzbau errichtet.

Dieser Ort ist ein schöner Ort zum Rituale ausführen, zum Meditieren und Aufladen. Von Bad Meinberg aus benötigst du ca. eine Stunde mit dem Auto. Aber wenn du mal von Hamburg oder Berlin anreist, kannst du ja auf dem Weg einen Zwischenstopp einlegen.

Die Wittekindsquelle selbst war sehr wichtig für die Menschen und die Burg. Schließlich benötigt man stets Trinkwasser, welche die Quelle spendete. Im 20. Jhd kamen die Menschen auf die Idee die Witteburg in eine tempelartige Steinfassung einzufassen. Dort ist damals noch das Wasser rausgekommen, was damals als besonders schön galt. Eine ähnliche Vorgehensweise ist auch bei der Lippequelle bei L zu beobachten. Dort hat man neben die Quelle ein Gebäude errichtet. Letztlich hat man auch den Dom von Paderborn zur Paderquelle errichtet. Heute bereut man dies vielleicht, da eine Quelle schöner in der Natur ist. Jedoch war es zu früheren Zeiten eben anders üblich.

In den 30er Jahren dachten die Nazis sie bräuchten Eisenerzquellen in Deutschland. Im Wiehengebirge gab es alte Stollen, so dass sie dort Bergbau betrieben. Dadurch sind die wasserführenden Schichten beschädigt worden. Deswegen gibt es seit 1938 kein Wasser mehr in der Wittekindsquelle. Eisen fand man übrigens auch keines. Die vielen heiligen Quellen der Sachsenzeit wurden allesamt als Wiedekindsquellen bezeichnet. Es ist ja auch durchaus naheliegend, dass Wiedekind aus mehreren Quellen trank.

Wiedekindquelle‏‎ Video

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Siehe auch

Wiedekindquelle‏‎ ist ein Kraftort in Ostwestfalen-Lippe, ein Ausflugsziel in Ostwestfalen-Lippe. Weitere Kraftorte in Ostwestfalen-Lippe, Ausflugsziele in Ostwestfalen-Lippe:

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