Mars

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Mars (wörtlich aus Latein: "Kampf", Sanskrit मङ्गल maṅgala) ist von der Sonne aus gesehen der vierte Planet in unserem Sonnensystem. Aufgrund seiner blutroten Färbung wird er auch der rote Planet genannt. Er hat seinen Namen vom römischen Kriegsgott Mars. Er ist der Planet der Aktivität, der männlichen Urenergien und des Durchsetzungsvermögens. Sein astrologisches Symbol ist ein Kreis mit einem nach rechts oben gerichteten Pfeil, gedeutet als runder Schild, hinter dem ein Speer herausragt: ♂. Artikel von Annette Hochwarth

Der Planet Mars mit seinem Vulkan Tharsis, der von blau-weißen Wolken überzogen ist.

Wissenschaftliche Daten

Mars mit seiner Atmosphäre, die am Horizont sichtbar ist.

Die siderische Umlaufzeit des Mars beträgt 686,980 Tage. Die Entfernung vom Mars zur Sonne beträgt 206,6 – 249,2 Millionen Kilometer. Der Mars ist, wie auch Merkur und Venus, ein tellurischer Planet. Er hat ungefähr zehnmal weniger Masse als die Erde, aber zehnmal mehr als der Mond. Seine Topographie ähnelt sowohl dem Mond mit seinen Kratern und Einschlägen, wie auch der Erde mit ihren tektonischen und klimatischen Phänomenen wie Vulkanen, Rifts, Tälern, Mesas, Dünenfeldern und Polarkappen. Der höchste Berg des Sonnensystems, der Olympus Mons, der zugleich ein Schildvulkan ist, und der größte Canyon, Valles Marineris, befinden sich auf dem Mars.

Die geologische Aktivität des Mars ist heute wohl stark zurückgegangen. Man geht davon aus, dass es nur noch zu kleineren Ereignissen wie Erdrutschen, CO²-Geysiren in den Polregionen, vielleicht Erdstößen und seltenen Vulkanausbrüchen mit geringem Lavafluss kommt. Durch seine Rotation, die etwa der Größenordnung der Erde entspricht, kennt auch der Mars einen Jahreszeitenzyklus, wobei der Unterschied zwischen den beiden Marshälften allerdings sehr viel größer ausfällt. Der Mars hat eine dünne Atmosphäre, die vor allem aus Kohlendioxid besteht. Er hat kein globales Magnetfeld mehr, das er unmittelbar nach seiner Entstehung verloren hat. Die Temperaturschwankungen reichen von +20 Grad am Tag bis -85 Grad in der Nacht.

Seine rote Farbe verdankt er dem reichen Vorkommen amorphen Hämatits – Eisenoxid III – an der Bodenoberfläche. Der Mars hat zwei natürliche kleine Satelliten, Phobos (griech.: ‚Furcht’) und Deimos (griech.: ‚Schrecken’) – den Begleitern des Krieges -, bei denen es sich wahrscheinlich um Asteroiden handelt, die vom Schwerefeld eingefangen wurden. Die Sonde Phoenix entdeckte im Sommer 2008 Eis in geringer Tiefe im Boden der Vastitas Borealis.

Mythologie: Ares und Mars

Mars, Gott des Krieges, mit Schild, Schwert und Helm. Römische Kopie nach einem griechischen Original von etwa 320 v. Chr., Ergänzungen von Gian Lorenzo Bernini

Auch wenn der „rote Planet“ in vergleichbarer Bedeutung bereits in Mesopotamien sowie bei den Azteken, Chinesen und Kelten unter den verschiedensten Namen bekannt war, beruft sich unsere heutige westliche Astrologie auf die griechisch-römische Mythologie. Bei den Griechen hieß der rote Planet zunächst "Pyrhoeis", später Stern des Ares.

Ares war der Gott des Krieges und zählte zu den obersten zwölf olympischen Gottheiten. Er war der einzige Sohn, den Zeus mit seiner Gemahlin Hera zeugte. Ares ging keine feste Verbindung ein. Er hatte zwar zahllose Liebschaften, warb jedoch besonders um Aphrodite, die Göttin der Liebe und Schönheit.

Er wird zumeist auf einem Streitwagen dargestellt, der von den zwei Pferden "Deimos" (griech.: ‚Schrecken’) und "Phobos" (griech.: ‚Furcht’) gezogen wurde. Spätere Überlieferungen betrachten die beiden auch als seine Kinder, die der Liebschaft mit Aphrodite entstammten. Ares' Leidenschaft war der wilde, ungezügelte Kampf. Er war kein Stratege, sondern ein Hitzkopf mit roher, ungebändigter Kraft. Auch außerhalb des Schlachtfeldes war er aufbrausend und streitsüchtig und bei Göttern und Menschen nicht sonderlich beliebt. Kultische Verehrung wurde ihm deshalb kaum zuteil. Doch gibt es auch bei ihm eine versöhnliche Seite: Aus der Liebesbeziehung mit Aphrodite entstammten nicht nur Furcht und Schrecken, sondern auch Harmonia, Eros und Anteros, zwei Aspekte des Liebesgottes.

In der römischen Religion war Mars ein uralter italischer Gott, der die Stadt und jedes bäuerliche Anwesen vor dem unheimlichen Draußen schützte. Erst unter Augustus wurde er zum Kriegsgott und sein Name mit „Krieg“ gleichgesetzt. In der römischen Literatur war er ab dem 2. vorchristlichen Jahrhundert mit dem griechischen Ares identisch. In der Gründungslegende Roms ist er der Vater der Zwillinge Romulus und Remus und somit Ahnherr der Römer.

Ursprünglich wurde Mars außerhalb der Stadt auf dem nach ihm benannten Marsfeld, "Campus Martius", verehrt. Kaiser Augustus ließ einen eigenen Tempel für Mars, den "Mars Ultor", auf seinem Forum errichten. Als "Rächer" sollte er an die Mörder Cäsars erinnern.[1] Im März und im Oktober fanden Mars zu Ehren Prozessionen auf dem Marsfeld statt. Spiele zu seinen Ehren gab es am 12. Mai und am 1. August.

Der Monat März, bei den Römern ursprünglich der erste Monat des Jahres (Frühlingsbeginn), war dem Mars geweiht. Bei der Übernahme der 7-Tage-Woche von den Babyloniern wurde der dritte Wochentag (der Dienstag) "dies martis" genannt, daher kommt das Italienische "martedi" und das Französische "mardi". Attribute von Mars ist die Lanze, gezeigt wird er auch mit Helm, Schild und Schwert.[2] Er wird auch manchmal mit einem Wolf, einem Habicht, Specht oder Lorbeer dargestellt.

Im Jyotish wird Mars auch "Angaraka" ("der Rotfarbige") oder "Bhauma" ("Sohn von Bhumi") auf Sanskrit genannt. Als einmal Shiva auf seiner Wohnstätte, dem Berg Kailasha, in tiefe Meditation versunken war, entsprangen drei Tropfen Schweiß aus seiner Stirn und fielen auf die Erde. Aus diesen Tropfen manifestierte sich ein wunderschönes Kind, das ein rötliches Aussehen und vier Arme hatte. Das Kind wurde "Bhauma" genannt, und es wurde von Bhumi ernährt und aufgezogen.

„Mars ist rot gekleidet und hat einen roten Leib. Der Sohn der Erde, dessen Reittier ein Widder ist, besitzt vier Arme und hält einen Dreizack, einen Speer und ein Labyrinth in seinen Händen. Sein Haupt schmückt eine Koralle und eine Hand spendet Segen.“[3] „Der Mars ist grausam. Er hat blutrote Augen. Er benimmt sich schlecht, ist aber großzügig. Seine Natur ist gallig (Pitta), und er wird leicht wütend. Er hat eine dünne Taille und einen hageren Körper.“ (Parashara 3.25)[4]Mangal ist die Stärke eines Menschen, der Armeeführer im Regierungskabinett der Planeten, von blutroter Farbe, männlichen Geschlechts, gehört zur Berufsgruppe der Krieger. Sein Guna ist Tamas (destruktive Dumpfheit).“ (Parashara)[5]

Laut Rudolf Steiner vollzog Buddha im Jahr 1604 auf dem Mars eine Tat, die für diesen eine ähnliche Bedeutung hat, wie das Mysterium von Golgatha für die Erde. Es gelang ihm dadurch, die Mars-Kräfte zu besänftigen und damit begann eine aufsteigende Entwicklung des Mars.[6]

Astrologische Deutung

Der Mars ist der Planet der Energie, der Aktivität und der Bewegung. Er hat Ähnlichkeiten mit der Sonne, doch während die Sonne das Energiezentrum des Selbst verkörpert, kommt dem Mars die Umsetzung der Potentiale und Absichten des Selbst in der physischen Welt zu. Der Mars ist der Erdgeborene. Er gilt auch als die verborgene Flamme in der Materie; seine Energie will materielle Formen annehmen.

Auch wenn der Mars gerne als Malefiz-Planet gesehen wird, der nichts als Aggression und rücksichtslosen und egoistischen Durchsetzungswillen im Sinn hat und dem kein Hindernis zu groß und zu schwer ist, so ist der Mars zunächst nichts anderes als die Energie des Anfangs, die männliche Urenergie, die immer aktiv in Bewegung sein will.

Mars ist die Keimkraft des Frühjahrs, wo das Licht der Sonne die Triebe aus dem Boden sprießen lässt. So wie die Keimlinge mit ganzer Kraft die weiche Muttererde durchbohren und diese nicht verletzen, sondern sogar von ihr genährt und getragen werden, so müssen Marskräfte nicht zwangsläufig in Aggressivität umschlagen. Aggressivität wird immer von einem Gegenüber bestimmt, das überwunden werden soll; Aktivität dagegen folgt dem Lebensprinzip, das einfach sich selbst ausdrücken will. Es besteht beim Mars jedoch die Gefahr des Ungeschliffenen, so wie wenn sich ein Keimling blind ohne die Führungskraft der Sonne wild und ungestüm durch die Erde bohren möchte. Mars ist zuständig für die Vernichtung dessen, was der Erhaltung unseres Lebens entgegensteht, zugleich aber auch für die Erhaltung des Lebenswerten.

Der Mars kann auch mit der männlichen Shiva-Energie auf dem Weg der Transformation durch die energetischen Ebenen der Chakras und durch die feinstofflichen Körper und Hüllen des Menschen in Verbindung gebracht werden. Mars muss immer mit der Sonne und ihren Lichtenergien, d.h. dem höheren, geläuterten Wesen des Menschen, zusammenwirken, damit seine Energie in günstige Bahnen gelenkt wird. „Der Mars symbolisiert das Bedürfnis der Energie, sich selbst zu transformieren. Jede Energie hat ein Ziel. Und jedes Leben braucht ein Ziel. Mars lenkt unsere Energie hin zur wahren Transformation, zum Wandel des Bewusstseins.“[7]

Mars ohne Verbindung mit der Sonnenenergie wird zur kopflosen Triebnatur, die nur den Weg des Instinkts kennt. Auf der untersten körperlichen Ebene herrschen dann Krieg, Kampf und sexuelle Eroberung bis hin zur Vergewaltigung. Positiv entwickelt äußert sich dagegen die körperliche Mars-Energie in disziplinierter körperlicher Arbeit, in manuellen Fähigkeiten, handwerklichem Geschick, in Sport und Bewegung sowie in energetischem Yoga und im Tantra.

Auf der Ebene des Prana wirkt Mars positiv in der Gesundheitskraft, in der Vitalität und in der männlichen Zeugungskraft. Wenn er schwach ist, zeigt er sich entsprechend in labiler Gesundheit, wenn er aggressiv ist, in Form von Fieber, Entzündungen und Verletzungen.

Im emotionalen Bereich äußert sich die Mars-Energie positiv verwirklicht in Enthusiasmus, gesundem Selbstbewusstsein und einem aktiven Gefühlsleben sowie in der Fähigkeit, auf andere Menschen und neue Lebenssituationen aktiv zuzugehen. Ein Mensch mit geringer Selbstverwirklichung und wenig Bewusstseinskraft lebt seine Mars-Energien in Wut und Aggression, Ungeduld und Impulsivität aus.

Geistig-intellektuell zeigt sich der Mars positiv in effizientem Handeln, in Ehrgeiz, Entschlossenheit, Pioniergeist, Initiativkraft und in Führungsqualitäten. Ebenso in der Führung der eigenen Persönlichkeit und in der Organisation der eigenen Kräfte (Energiebündelung). Rechthaberei und Streitsucht oder tyrannisches Verhalten wären das negative Pendant dazu.

Es gibt also verschiedene Stufen und Ebenen der Entwicklung der Marskräfte; Mars gibt uns zwar Energie, aber nicht die Weisheit, sie angemessen zu nutzen. Somit geht es darum, Schritt für Schritt unsere Energie und die uns innewohnende höhere Weisheit miteinander zu verbinden.

Der Mars ist zusammen mit der Sonne die männliche Energie im Gegensatz zu Mond und Venus als weibliche Energien. Während Mars die aktiven Gefühle (das Geben) verkörpert, ist Venus die Verkörperung des Empfangens von Gefühlen. Beide suchen den harmonischen Ausgleich. Der Mars wird dabei mit den männlichen Eigenschaften in uns in Verbindung gebracht.

Männer verwirklichen ihre Mars-Energie naturgemäß anders als Frauen. Sie sind meist offensiver, kühner, risikofreudiger und haben eher die Neigung, sich mit körperlicher Gewalt durchzusetzen, so dass sie – rein statistisch gesehen – sich eher zu kriminellen Handlungen hinreißen lassen als Frauen. Oder mit ihren impulsiven und spontanen Handlungen auch einfach nur gegen den Kopf stoßen.

Der Mars ist unser Eroberungstrieb und löst in ungeläuterter Form den Impuls aus, das haben zu wollen, was wir nicht bekommen können und es uns gewaltsam anzueignen. Auf der stufenweise Verwandlung der Mars-Energien geht es also darum, die Widerstände in der Außenwelt allmählich aufzulösen, aber nicht, indem die Außenwelt erobert und bezwungen wird, sondern indem gelernt wird, die eigenen Energien auf die Energien des höheren göttlichen Selbst so einzuschwingen, dass sie schließlich keine Widerstände mehr auslösen. Schrittweise müssen die eigenen Projektionen verstanden und überwunden werden. Die Welt muss so erobert werden, dass sie sich uns freiwillig hingibt.

Auf einer höheren Entwicklungsstufe schließlich „genießt der Mensch seine Energie, die absichtslos und frei fließt.“ Der Mensch wird frei in seinem Handeln und erwartet keine Früchte und keine Belohnung mehr für das, was er tut. Auf der höchsten Stufe steht sein Handeln schließlich „im Einklang mit den Schicksalsgesetzen und mit der Schöpfung.“[8] Die Mars-Kräfte wurden durch das Feuer der Transformation zu Werkzeugen Gottes umgeschmiedet und von ihren aggressiven Wirkungen erlöst. Die Magie eines bewusst gelebten Mars strahlt eine solche Energie aus, dass sich alles nach seinem Einfluss richtet. Haben wir uns einmal ganz mit dem göttlichen Willen in uns verbunden, gewinnen wir eine solche Kraft und Ausstrahlung, dass es niemand mehr wagt, uns anzugreifen. Allein die Kraft der Liebe Gottes wirkt durch uns hindurch.

Ein Mensch, der sich ganz dem göttlichen Willen hingegeben hat bzw. mit diesem in Einklang steht, kann (und muss) womöglich aber auch in ähnlicher Weise in den Kampf für eine gerechte Sache ziehen, wie Arjuna von Krishna dazu aufgefordert wurde. In der Bhagavad Gita heißt es: „Ich bin die Zeit, die alle Welt vernichtet, \ Erschienen, um die Menschen fortzuraffen; \ Auch ohne dich sind sie dem Tod verfallen, \ Die Kämpfer all, die dort in Reihen stehen.\\ […] Durch mich sind diese früher schon getötet,\ Du sei nur Werkzeug, Kämpfer mit der Linken.\\“ (BhG 11, 32-33)[9]

Im Horoskop zeigt die Stellung von Mars, wo und wie wir unsere aktive und willensstarke Seite verwirklichen und wo wir möglicherweise mit Widerständen oder Konflikten rechnen müssen. Sonne-Mars-Aspekte zeigen meist eine willensstarke Persönlichkeit, doch es können bei problematischen Aspekten zwischen Sonne und Mars auch Herausforderungen im Bereich der Persönlichkeitsbildung auftreten. Aspekte zwischen Mars und Saturn können ein Zeichen von Macht und Unbeherrschtheit sein, im günstigen Fall aber auch zu Selbstdisziplin und - bei geschickten Einsatz seiner Kräfte - zu langfristigem Erfolg führen. Neben Mars-Saturn-Aspekten können auch Mars-Mond- und Mars-Neptun-Aspekte auf eine spirituelle Grundlage im Horoskop deuten, da durch diese Planeten die Mars-Energien eine Abmilderung oder Läuterung erfahren.

Entsprechungen

Domizil: Mars ist Herrscher des Zeichens Widder und in der Waage im Exil. Im Steinbock steht er erhöht und im Krebs im Fall. Vor der Entdeckung Plutos galt er auch als Herrscher des Skorpions und war entsprechend im Stier im Fall.

(Weltliche) Entsprechungen: Streit, Krieg, (bewaffnete) Konflikte, Militär und Verteidigung, Gewalt und Terror, Jagd, Sport, Wettkämpfe, Auto- und Schwerindustrie, Waffenindustrie, Metallverarbeitung, Maschinenbau, Technik, Ingenieurswesen, Chirurgie, Zahnmedizin

Vertreter: (jüngere) Brüder, Pioniere, Kämpfer, Eroberer, Abenteurer, Sportler, Wettkämpfer, Soldaten, Polizisten, Chirurgen, Stahlarbeiter, Handwerker, Draufgänger, Verbrecher, Zerstörer, Hooligans, Egoisten

Edelstein: Hämatit

Mineralien: Eisen

Pflanzen: Gras, Brennnessel, Zwiebel, Knoblauch, Meerrettich, Senf, Paprika, Pfeffer, wehrhafte Pflanzen (Disteln, Kakteen), Silberdistel, Eiche

Tiere: Wolf, Stier, Pferd, Hund, Raub- bzw. Greifvögel, Hahn, Specht, Nagetiere, stechende Insekten

Farben: alle Rottöne, orange

Körperliche Entsprechungen: Muskeln, Blut, Wärmehaushalt, männliche Geschlechtsorgane, Galle, Kopf, Kiefer, Zähne, körperliche Abwehrkräfte

Krankheiten: Verletzungen (Schnitte, Stiche, Bisse), Entzündungen, Allergien, Fieber, Bluthochdruck, Muskelerkrankungen, Impotenz. Bei schwachem Mars: Immunschwäche, Appetitmangel, schlechte Absorption, Untergewicht, Muskelschwäche, schwache Leber/ Dünndarm, Neigung zu Blutungen und Verletzungen, Blutarmut, schlechte Wundheilung, Potenzschwäche

Positiv: Aktivität, Tatkraft, Willenskraft, aktive Seite der Gefühle, körperliche Kraft, Kraft der Selbstbehauptung, Bewegung, Mut, Entschlossenheit, Initiative, Durchsetzungsfähigkeit, Führungsqualitäten, Zielstrebigkeit, Konfliktfähigkeit, Leidenschaft, Triebe, Freude an der Eroberung, sexuelle Energie, physische Zeugungskraft, Vitalität/Gesundheitskraft

Negativ: Egoismus, Streit, unbeherrschte Aggression, Wut, Jähzorn, Angriff (bei geringstem Anlass), Ungeduld, Impulsivität, Rechthaberei, Taktlosigkeit, Zerstörungswut, Streitsucht, Rücksichtslosigkeit, Aufdringlichkeit, Gewalttätigkeit, Tyrannei. Bei schwachem Mars: mangelnde Lebensfreude, Energiemangel, geringe Motivation, Unfähigkeit, stetig zu arbeiten

Zuordnungen

Planetarische Freunde: Sonne, Mond, Jupiter

Wochentag: Dienstag

Vokal: E

Zahl: 9

Dosha: Pitta

Guna: Tamas

Element: Feuer

Chakra: Manipura

Sinneswahrnehmung: Geschmackssinn

Heilung und Transformation

Das Tragen von Heilsteinen kann einen schwachen Mars ausgleichen. Der wichtigste Edelstein für Mars ist die rote Koralle. Ersatzweise kann auch Karneol verwendet werden. Vorsicht aber bei akuten Mars-Krankheiten (Infektionen, Fieber, Blutungen), bei zu viel Pitta oder wenn der Geschlechtstrieb zu stark ist.

Als Gewürze eignen sich Zimt, Safran, Gelbwurz, Cayenne, schwarzer Pfeffer, kombiniert mit Tonika wie Ginseng, Astralagus und Ashwanganda. Bei starkem Mars werden kühlende, bittere Kräuter benötigt: Aloe, Enzian, Echinacea.

Gottheiten: Kuja, Skanda, Karttikeya, [Subrahmanya]. Tiu (vgl. „Dienstag“), Thingsus

Yoga: Yoga des Wissens, der Energie und der Technik, körperliche Übungen, auch Rituale und Visualisierungen, Tantra. Auf niedriger Ebene Kampfkunst, um Marsenergie zu stärken. (Vorsicht aber, dass nicht die negativen Seiten des Mars gefördert werden.)

Das Namensmantra für Mars ist: "Om Kujaya Namaha / Om Mangalaya namaha".

Das Saatmantra ist: Om Kum (kurzes u)

Außerdem das Feuer-Mantra Om Ram. Im Sonnengeflecht meditieren.

Diese Mantras sind besonders dienstags zu wiederholen.[10]

Mangal Gayatri Mantra:

Om Angarkaya Vidmahe
Shakti Hastaya Dhimahi
Tanno Bhauma Prachodayat
oder:
Om Angarkaya Vidmahe
Bhumi Palaya Dhimahi
Tanno Kujah Prachodayat

Fußnoten

  1. Vgl.: http://www.noeastro.de/de/wissen-und-seminare/wissen/astro-wissen/planeten-im-horoskop/mars-1.html
  2. Vgl.: http://wiki.astro.com/astrowiki/de/Mars
  3. Frawley, David, S. 108.
  4. Frawley, David, S. 87.
  5. http://www.jyotish.de/indexbausteine.htm
  6. Steiner, Rudolf, Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit (GA 130), S. 319.
  7. Frawley, David, S. 229.
  8. Zu den sieben Entwicklungsstufen des Mars vgl. ausführlich den Artikel über „Aggression“: http://wiki.yoga-vidya.de/Aggression#cite_ref-4
  9. Übersetzung: Leopold von Schröder 1922. Kommentar von Swami Sivananda: "Auch wenn du, Oh Arjuna, nicht kämpfen würdest, wären diese Krieger durch Meine göttliche Fügung zum Sterben verurteilt. Ich bin die Zeit, die alles vernichtet. Ich habe sie bereits getötet. Du hast gesehen wie sie sterben. Daher ist dein Mitwirken nicht von so großer Bedeutung. Da dies der Fall ist, erhebe dich also und erlange Ehre."
  10. Die Empfehlungen zu „Heilung und Transformation“ sind überwiegend dem Buch „Astrologie der Seher“ von David Frawley, S. 243-245, entnommen.

Siehe auch

Literatur

  • Felber, Frank: Lehrbuch der esoterischen und exoterischen Astrologie, Jupiter + Uranus Verlag: 2007.
  • Frawley, David: Astrologie der Seher, Die große Einführung in die spirituellen und yogischen Grundlagen vedischer Astrologie, Windpferd: 2003.
  • Jyotisha, die karmische Landkarte des Lebens, von Bernd Rößler, Artikel im Yoga Vidya Journal Oktober 2010
  • Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005
  • Großes Handbuch Vedische Astrologie

Weblinks

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