Sankt Rochus

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Sankt Rochus, oder Rochus von Montpellier wurde um 1295 geboren und ist am 16. August 1327 gestorben. Sankt Rochus zählt als ein Heiliger der katholischen Kirche. Nach der Legende von Sankt Rochus hat er auf seiner Pilgerfahrt nach Rom viele Pestkranke Menschen geheilt und vielen weiteren geholfen.

Palminellafede: Hölzerne Statue von Sankt Rochus aus dem siebzehnten Jahrhundert Copyright

In einigen Regionen zählt er zu den 14 Nothelfern und gilt als der Schutzpatron der Pestkranken und der Haustiere. Seine Gebeine sind in Venedig zu Ehren der Altäre erhoben worden und die in der Zeit der Pest gegründeten Rochusbruderschaften wurden mit päpstlichen Privilegien ausgestattet. Der Gedenktag von Sankt Rochus ist der 16. August.

Die Legende über Sankt Rochus

Sankt Rochus, der einzige Sohn von Fürst Johannes

In der Stadt Montpellier, herrschte der Fürst Johannes, der geboren wurde, in einer königlichen Familie Frankreichs. Er hatte eine Hausfrau namens Liberia. Da sie keinen Erben hatten haben sie zu Gott gebetet das er ihnen ein Kind gibt und durch die Fürsprache und den Willen der Mutter Gottes wurde seine Frau schwanger und gebar einen Sohn, der bei seiner Taufe Rochus genannt wurde. Als das Kind geboren wurde hatte es ein Kreuz auf der Haut seiner linken Seite und als die Eltern das sahen, verwunderten sie sich und beneideten den Herrn. Die Mutter war edel und zart und nährte und sorgte selbst für das Kind. Wenn sie zwei Tage in der Woche gefastet hat, so ließ sie auch ihr heiliges Kindlein zwei Tage fasten und säugte es nichtmal ein mal am Tag. Als das Kind sieben Jahre alt war, nahm es mancherlei Büße auf sich, denn das Kreuz wuchs mit seinem Körper und schien größer zu werden.

Sankt Rochus und der letzte Wille seines Vaters

Eines Tages wurde sein Vater krank, also rief er Sankt Rochus zu sich und sprach: "Rochus, mein einziger Sohn, ich werde sterben. Ich befehle dir vier Dinge mit meinem Erbe: Erstens, das du unserem Herrn Jesus Christus zu jeder Zeit dienen sollst. Zweitens, erinnere dich immer an die Armen. Drittens, ich setze dich ein als Besitzer meiner Güter und meiner Ausgaben, damit du sie möglichst gut verteilst an die Armen. Viertens, dass du fleißig die Hospitäler der Kranken und Armen versorgst." Und als Rochus das hörte versprach er seinem Vater, dass er all diese Dinge ernsthaft vollbringen wird. Als Sankt Rochus 20 Jahre alt war, starb seine Mutter und eine kurze Zeit danach begann er das Testament seines Vaters auszurichten. Er besuchte die Häuser der armen Menschen, die Kranken und die Menschen mit anderen Bedürfnisse tröstete er auch mit Rat und Tat. Die Armen Töchter stattete er mit Ehemännern aus und alles was ihm sein Vater vererbt hat, gab er den Armen.

M. Heymans: Sankt Rochus der Pestpatron (1903)

Sankt Rochus, als Pilger in Rom wo die Pest wütet

Als Sankt Rochus das Testament seines Vaters vollbracht hatte, schrieb er einen Bericht was mit seinem Land passiert und was Montpellier und seinen Leuten gelassen wird, denn er wollte sein Leben auf Pilgerschaft verbringen. Also verkleidete Sankt Rochus sich als Pilger, setzte einen Pilgerhut auf, nahm einen Sack auf seinen Schultern mit und einen Stab in seiner rechten Hand. Dann durchwanderte Sankt Rochus viele Landschaften und kam schließlich nach Rom wo gerade die Pest wütete, so dass es in Rom keinen Platz mehr gab an dem es gerade ungefährlich war. Er gelangte in das Haus eines Kardinals, der kurz danach auch an der Pest erkrankte, da legte Sankt Rochus ein Kreuz auf seine Stirn und erlöste ihn damit. Als ihn der Kardinal fragte aus welchem Land und welcher Familie er kommt, offenbarte er dies und verschmähte damit seine weltliche Ehre. Bei dem Kardinal blieb er drei Jahr und während dieser Zeit diente er den Armen und den Kranken mit großer Sorgfalt. Eines Tages starb der Kardinal und Sankt Rochus reiste von Rom nach Placentia, denn er hatte erfahren, dass dort die Pest grässlich wütet und er wollte dass er alle Menschen in dem Namen des Herrn Jesus Christus und durch sein heiliges Leiden erlöst von der Pest. Erst ging Sankt Rochus in ein Krankenhaus und weil er eine lange Zeit dort war hat er alle Kranken wieder gesund gemacht.

Sankt Rochus und die schlimme Botschaft des Engels in der Nacht

Dann hörte er eines Nachts eine Stimme. Ein Engel sprach zu ihm: "Oh Rochus, steh auf und heile die Pest die du hast." Und recht schnell fühlte er, dass er an einem Bein die Pest hatte und er dankte Gott dafür. Nach einer Zeit hatte er so starke Schmerzen das er nirgendwo mehr rasten konnte. Zu dieser Zeit wurden all die Kranken durch ihren Zorn sehr bewegt, sie suchten Sankt Rochus auf und beklagten sich bei ihm, weil sie nicht mehr schlafen konnten. So ging Sankt Rochus gestresst aus seiner Kammer, vor die Haustür, so lange bis es wieder Tag war. Am nächsten Morgen sahen die Bürger der Stadt den Pilger der Sankt Rochus genannt wurde vor dem Krankenhaus liegen und beschimpften den Chef vom Krankenhaus wegen seiner Rohheit und Unbarmherzigkeit. Er entschuldigte sich und sprach: "Der Pilger hat die Pest und ist gegen unseren Willen hinaus gegangen." Als die Bürger das hörten trieben sie ihn aus der Stadt, damit die Stadt durch ihn nicht gefährdet wird und Sankt Rochus ging geduldig aus der Stadt.

Sankt Rochus mit der Pest im Wald

Er kam zu einem Wald nicht weit entfernt von Placentia. Dort machte er sich eine Reisehütte und sprach ein Gebet zu unserem Herrn und sobald er sein Gebet zu Ende gesprochen hatte kam ein Nebel von oben und verwandelte sich in einen schönen und klaren Brunnen neben seiner Hütte. Daraus trank Sankt Rochus. Nicht weit von dem Wald war ein Dorf in dem Hofleute wohnten. Unter ihnen war einer mit dem Namen Gotthard. Er hatte einen Jagdhund, den er sehr gut aufgezogen hat. Dieser Hund nahm jeden Tag ein Stück Brot von der Tafel und brachte es zu Sankt Rochus. Gotthard merkte das sein Hund dies täglich tut und wusste nicht wem, oder wohin sein Hund das Brot hinbringt. So legte er ihm eines Tages Weißbrot auf die Tafel und der Hund kam, nahm es von der Tafel und trug es zu Sankt Rochus. Gotthard folgte dem Hund und sah das er das Brot zu Sankt Rochus bringt. Er grüßte Sankt Rochus ehrwürdig und setzte sich neben ihn, aber Sankt Rochus fürchtete, dass er von der Krankheit angesteckt wird und sprach: "Freund, geh weg von mir, denn ich habe ich die Pest." Also ging Gotthard wieder nach Hause. Weit weg von Sankt Rochus sprach er in Gedanken zu sich selbst: "In Wahrheit ist der Mann den ich in dem Wald verlassen habe, ein Diener Gottes, dem der Hund als unvernünftiges Tier Brot bringt. Und ich, der da sehe, sollte das eher tun, denn ich bin ein Mensch und dazu ein Christ." Nachdem er das gedacht hatte, kehrte er wieder zurück zu Sankt Rochus und sprach: "Heiliger Pilger, ich begehre dir Barmherzigkeit zu beweisen, darum komme ich zu dir und ich werde dich nicht wieder verlassen." Sankt Rochus dankte Gott das er ihm Gotthard gesandt hat und lehrte ihn das Gesetz Gottes.

Sankt Rochus befreit alle von der Pest außer sich selbst

Sankt Rochus

Nachdem sie eine Zeit zusammen gewesen sind und der Hund kein Brot mehr brachte, suchte er Rat, woher er Brot bekommt und weil er mehr und mehr hungerte fragte er Sankt Rochus. Dieser antwortet und ermahnte ihn, dass er all sein Gut hinter sich lassen sollte um Jesus Christus Willen und das wenn er dem Weg von Jesus Christus folgt, er sein Brot erbetteln muss. Aber Gotthard war reich und schämte sich dort wo er bekannt ist, unter seinen Freunden und Nachbarn nach Brot zu betteln. Sankt Rochus aber ermahnte ihn weiter, dass er das tun sollte. So ging er nach Placentia, wo er sehr gut bekannt war und bettelte nach Brot und als er vor dem Haus seines Vaters gebettelt hat, so begann dieser Gotthard so sehr anzuschreien und zu beleidigen, dass er seine Familie, Freunde und Mitmenschen blamiert wenn er in der Öffentlichkeit nach Brot bettelt. Und so stieß er ihn hinweg, verspottete ihn und sprach: "Welche Not drängt Gotthard dazu, dass er zu den anderen Bürgern geht und nach Brot bettelt?" Und an dem selben Tag steckte er sich mit der Pest an, wie viele andere die Gotthard verweigert hatten zu helfen. Als Gotthard wieder zu Sankt Rochus kam, erzählte er ihm diese Worte, die man ihm nachgesagt hatte, dann ging Sankt Rochus nach Placentia, aber ließ Gotthard im Wald. Und obwohl Sankt Rochus selbst die Pest hatte, ging er mit großer Mühe dort hin und half der ganzen Stadt, erlöste das Krankenhaus von der Pest und kam zurück zu Gotthard, danach ging Gotthard nach Placentia, wegen Sachen die er dort zu tun hatte und ließ Sankt Rochus alleine im Wald.

Sankt Rochus wird geheilt und eingesperrt

Als Sankt Rochus alleine im Wald war, sprach er ein Gebet, dass ihn Gott erlösen soll von dieser Krankheit und unser Herr erlöste ihn und gebot ihm, dass er wieder in seine Heimat gehen soll. Und als er zurück zu seiner Heimat ging wurde er gefangen und in einem Kerker eingesperrt wo er 8 Jahre lag. Dort litt er geduldig und lobte Gott. In dem 8 Jahr, da sah der Verwahrer, der Sankt Rochus bewachte und ihm Essen brachte täglich ein großes Licht in dem düsteren Kerker und wie Sankt Rochus die ganze Zeit betete. Das berichtete er seinem Herrn und das Gerücht ging durch die ganze Stadt. Als Sankt Rochus erkannte dass er bald sterben wird rief er den Bewahrer des Kerkers zu sich und bat ihn, dass er seinen Herrn sagen soll, dass er sehr gerne, um Gottes willen und Marias Gnade, einen Priester zu ihm senden soll in den Kerker, dem er beichten möchte. Und als das geschah starb er in den Armen von dem Priester. Später schickte ein Richter den Verwahrer in den Kerker damit er Sankt Rochus heraus holen soll, aber da war er bereits tot und unter seinem Kopf fand man eine Schrifttafel, darauf war sein Name und seine Macht geschrieben. Als sie den Namen gelesen hatten, erkannten sie dass er der Sohn von Fürst Johannes war, aus Montpellier, dann trugen sie Sankt Rochus aus dem Gefängnis und begruben ihn ehrlich.

Siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Das Leben der Heiligen, eine Auswahl aus der ältesten deutschen Druckausgabe von Heiligenlegenden "Das Passional", Insel Verlag, 1986, S. 249 - 255.
  • Swami Sivananda: Die Kraft der Gedanken; Books. ISBN 3-922477-94-1
  • Swami Sivananda: Shrimad Bhagavad Gita, Erläuternder Text und Kommentar von Swami Sivananda; Mangalam Books. ISBN 3-922477-06-2
  • Swami Sivananda: Hatha-Yoga / Der sichere Weg zu guter Gesundheit, langem Leben und Erweckung der höheren Kräfte; Heinrich Schwab Verlag. ISBN 3-7964-0097-3
  • Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis; Mangalam Books. ISBN 3-922477-00-3
  • Swami Sivananda: Sadhana; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0
  • Swami Sivananda: Autobiographie von Swami Sivananda; Bad Mainberg 1999. ISBN 3-931854-24-8

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