Hinduismus Geschichte

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Hinduismus Geschichte Viele Religionen haben eine Geschichte die klarer erzählt werden kann. Die Geschichte des Hinduismus ist etwas schwierig, weil der Hinduismus hat keinen Begründer, Hinduismus ist viele Jahrtausende alt. Die Indologen sagen gerne Hinduismus ist entstanden aus einer Mischung von Hindugermanischen Einwanderern mit den Urbevölkerungen im Ganges Tal und daraus entstand dann eben der Hinduismus irgendwann vor etwa 3000 Jahren.

Hinduismus Geschichte - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Hinduismus - das ewige Dharma

Die Inder sagen gerne, Hinduismus ist sehr viel älter. Und Krishna sagt in der Bhagavad Gita, dass Hinduismus schon immer gewesen ist. Hindus bezeichnen ihre Religion gerne als "Sanatana Dharma", das heißt, das ewige Dharma. Es wird manchmal gesagt, dieses Dharma war schon da bevor die Welt geschaffen wurde. Also in ständiger Entwicklung begriffen. Wenn wir jetzt von einer relativeren Ebene die Geschichte des Hinduismus anschauen wollen, oder bevor wir das anschauen wollen, vom Standpunkt des Hinduismus selbst wird gesagt: Es gab die alten Rishis, Selbstverwirklichte, Gottverwirklichte Weise. Und ihnen ist in tiefer Meditation offenbart, die Grundprinzipien des Lernens und des Lebens. Und ein Charakteristikum des Hinduismus ist, dass diese Offenbarung nie zu Ende ist. Die Rishis haben in Vedischer Zeit diese Wahrheiten empfangen und immer wieder werden diese Wahrheiten von Meistern und Meisterinnen empfangen. Und zu jedem Zeitpunkt gibt es Selbstverwirklichte die von Neuem, Wahrheiten hineinbrigen. Und deshalb ist die Hinduismus Geschichte niemals zu Ende. Obgleich die ewigen Wahrheiten schon immer da waren, werden sie immer wieder von Neuem offenbart.

Relative Geschichte des Hinduismus

Jetzt etwas über die relative Geschichte des Hinduismus wie sie auch von Religionswissenschaftlern und Indologen so genannt wird und Archäologen.

Erste Phase

Die erste Phase des Hinduismus war die Phase der nomadischen Viehhalter und das war die Phase der Veden, wo Menschen angefangen haben sich in Städten niederzulassen, aber auch durch die Gegend gezogen sind. Es war die Zeit wo die Vedischen Götter wichtig waren: Indra, Varuna, Agni und so weiter. Wo auch Yajnas (Opferzeremonien) wichtig waren und wo die heiligen Mantras rezitiert wurden.

Zweite Phase

Die nächste Phase der Geschichte des Hinduismus ist vielleicht das achte Jahrhundert vor Christus bis zum fünften Jahrhundert vor Christus. Man könnte sagen das war die Zeit wo sich der moderne Hinduismus geformt hat. Hier sind die wichtigen Schriften entstanden, die Upanishaden, Mahabharata, Ramayana und manche andere mindestens in ihrer Urform. Hier hat sich der Hinduismus gebildet in seinen Hauptströmungen: Shivaismus, Vishnuismus, Shaktismus. Und in dieser Grundlage haben sich dann auch drei, man könnte sagen Aspekte des Hinduismus entwickelt. Der Shramana Zweig, der orthodoxe Brahmanismus und die Volksreligion. Der orthodoxe Brahmanismus dort haben die Brahmanen eine wichtige Rolle gespielt. Die Rezitationen der Veden, die Pujas, die Homas, Tempelbesuche und so weiter. Dann gab es aber auch die Shramanas, das sind die Asketen, die insbesondere viel spirituelle Praktiken geübt haben um in diesem Leben die Gottverwirklichung zu erreichen. In dieser Phase des Hinduismus zählten auch die Buddhisten und die Jains zu den Shramanas, ähnlich wie die Yogis und die Ajivikas.

Dritte Phase

Die nächste Phase des Hinduismus, könnte man sagen, ist die Hochblüte des Altertums, man könnte sagen da gab es zwei Blütezeiten. Da gab es das Maurya Reich, das irgendwie im vierten Jahrhundert und zur Zeit von Ashoka war, wo dann auch der Buddhismus wichtig wurde. Bis zur Phase des Gupta Reiches. Das war dann auch die Phase wo die Sutras niedergeschrieben wurden, wo die Darshanas sich entwickelt haben, wo es große Universitätsstädte gab, wo es ein hohes Lernen gab, wo es große Diskussionskultur und so weiter gab. Phase des Gupta Reiches und diese Zeit. Das war so drittes bis viertes Jahrhundert nach Christus.

Hinduismus Geschichte - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Vierte Phase

Während dann das Römische Reich zerfallen ist, hat es auch eine Auswirkung auf die indische Kultur gehabt. Es gab die Völkerwanderungen, Hunnen und Zentralasiatische Völker sind in Indien eingewandert und so ging die städtische Kultur zurück, Buddhismus und Jainismus ging zurück. Und so war die Zeit vom sechsten bis achten Jahrhundert die Phase wo dann Shivaismus, Vishnuismus besonders stark wurden.

Fünfte Phase

Dann gab es die Phase mit der Auseinandersetzung mit dem Islam. Und unter dem Einfluss des Islam entstanden dann auch die großen Bhakti Strömungen. So entstand dann der Vishnuismus und der Shivaismus und es entstand auch der Shaktismus wo die Volksreligion besonders wichtig wurde und wo die Hingabe an Gott besonders wichtig wurde und wo Mantra singen besonders wichtig wurde.

Sechste Phase

Die nächste Phase der Geschichte des Hinduismus ist vielleicht auch die Unterdrückung des Hinduismus, zum Beispiel durch Aurangzep und andere islamische Eroberer. Zum Teil die Radikalisierung des Hinduismus, zum Teil auch die Stärkung der Mönchsorden und der Rückzug des Hinduismus aus Universitäten und intellektueller Diskussion in die Familie und in die Mönchsorden und in die Tempel.

Siebte Phase

Dann könnte man sagen unter dem Einfluss der Moslems und auch unter dem Einfluss der Briten konnte sich der Hinduismus nicht so weiterentwickeln, es gab vielleicht eine Phase des Aberglaubens, und so ist das Ganze etwas in die Enge gekommen.

Achte Phase

Aber dann gab es im 19. Jahrhundert die Renaissance des Hinduismus. Zum einen gab es die reformatorischen Bestrebungen von Brahmo Samaj und Ajo Samaj, die auch schon Kastendenken überwinden wollten und die auch die Trennungen überwinden wollten und die auch die Vernunft stark nennen wollten. Dann gab es umgekehrt Meister wie Ramakrishna, die die Erleuchtung erlangt haben und die Einheit aller Religionen postuliert haben und die gesagt haben, auch in der modernen Zeit ist die klassische Spiritualität wichtig, aber eben auch ohne Kastentrennung und eben auch ohne, dass die Frau unterdrückt werden kann. Und diese Renaissance des Hinduismus ging dann im 20. Jahrhundert weiter und entstand, könnte man sagen, der moderne Hinduismus mit verschiedenen Zweigen.

Verschiedene Zweige des Hinduismus

Es gibt die Vaishnavas die Shivas und die Shaktas und viele Untergruppierungen. Es gibt die Yoga Vedanta Richtung die von Shankaracharya im achten Jahrhundert gegründet wurde und die hohe Reputation hat. Yoga Vidya stammt ja auch dieser Shankaracharya Yoga Vedanta Richtung. Dann gibt es die fundamentalistischen Hindus, denen auch Kasten und vieles andere wichtig ist und es gibt die reformatorischen Hindus denen die Offenheit wichtig ist. Es gibt solche die versuchen vieles zu integrieren und letztlich den Hinduismus auch in die ganze Welt bringen wollen, auch durchaus missionieren wollen und es gibt andere die sagen, um Hindu zu sein muss man Inder sein.

Mehr über Hinduismus

Nicht umsonst gibt es ein Sprichwort in der Religionswissenschaft das sagt: Hinduismus ist der Sammelname aller nicht doktrinären Religionen Indiens. Was heißen soll Hinduismus ist komplex und schwierig in ein paar Worte zu fassen. Und so war meine Darlegung über die Geschichte des Hinduismus sicherlich ausgesprochen unvollständig und von einer laienhaften Perspektive.

Mehr über Hinduismus findest du auf unserer Internetseite Yoga Vidya. Gib dort ins Suchfeld ein, Hinduismus und dann erfährst du mehr zu dieser faszinierenden Religion, oder besser, dieser Gruppe von faszinierenden Religionsgemeinschaften.

Video Hinduismus Geschichte

Kurzes Vortragsvideo mit dem Thema Hinduismus Geschichte :

Sprecher/Autor: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Ausbildungsleiter zu Yoga und Meditation.

Hinduismus Geschichte Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Hinduismus Geschichte :

Siehe auch

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