Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer/innen e.V.

Aus Yogawiki

Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer:innen e.V. (BYV) ist ein Berufsverband für Yogalehrer:innen im deutschsprachigen Raum. Der Verband wurde 1995 gegründet und ist Teil des Yoga Vidya Netzwerks. Er setzt sich für die beruflichen, fachlichen und gesellschaftlichen Interessen von Yogalehrenden ein und fördert die Verbreitung des integralen Yoga in der Tradition von Swami Sivananda, erweitert und angepasst für die Menschen von heute durch Sukadev Bretz im Yoga Vidya Stil.

Mit über 5.000 Mitgliedern (Stand 2024) gehört der BYV zu den größten Yogalehrer:innen-Verbänden Deutschlands.

Der Yoga Vidya Stammbaum

Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer:innen e.V.

Selbstverständnis

Der Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer:innen versteht Yoga als ganzheitlichen Weg zur Förderung von Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung, Selbsterkenntnis und Bewusstseinserweiterung.

Grundlage ist der integrale Yoga nach Swami Sivananda, der verschiedene klassische Yogawege wie Hatha Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Karma Yoga und Raja Yoga zu einem ganzheitlichen System verband.

Die im Verband organisierten Yogalehrenden fühlen sich dem Anliegen verpflichtet, Menschen durch die Weitergabe der Yogalehre zu unterstützen und zu begleiten.

Aufgaben und Ziele

Der BYV verfolgt insbesondere folgende Ziele:

  • Unterstützung von Yogalehrer:innen in beruflichen und organisatorischen Fragen
  • Förderung qualifizierter Yoga-Ausbildung und Weiterbildung
  • Verbreitung des integralen Yoga nach Swami Sivananda
  • Förderung von Gesundheit, Prävention und Bewusstseinsentwicklung durch Yoga
  • Vertretung der Interessen von Yogalehrenden gegenüber Institutionen, Behörden und Politik
  • Förderung wissenschaftlicher Forschung zur Wirkung von Yoga
  • Vernetzung von Yogalehrer:innen sowie Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Institutionen

Der Verband engagiert sich zudem gesellschaftlich und gesundheitspolitisch für die Anerkennung von Yoga als gesundheitsfördernde Methode.

Angebote für Mitglieder

Mitglieder des BYV profitieren unter anderem von:

  • Beratung zu Selbstständigkeit, Steuern und Recht
  • Unterstützung bei ZPP-Zertifizierung und Krankenkassenanerkennung
  • Zugang zu Mitgliederseiten und Webinaren
  • Eintrag ins Yogalehrerverzeichnis
  • vergünstigten Versicherungen
  • Ermäßigungen bei Kongressen und Veranstaltungen
  • Rabatten im Yoga Vidya Shop
  • kostenloser Zusendung des Yoga Vidya Journals
  • Zugang zu Unterrichtsmaterialien und Supervision

Mitglied können ausgebildete Yogalehrer:innen sowie Teilnehmer:innen einer Yogalehrer-Ausbildung werden, die sich mindestens in der zweiten Hälfte ihrer Ausbildung befinden.

Ausbildung und Qualitätssicherung

Der BYV organisiert und zertifiziert Yogalehrer-Ausbildungen im Yoga Vidya Stil. Die Ausbildungen basieren auf dem integralen Yoga nach Swami Sivananda.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Organisation von Aus- und Weiterbildungen
  • Qualitätssicherung der Ausbildungsstandards
  • Förderung fachlicher Kompetenz
  • Unterstützung bei der beruflichen Praxis
  • Entwicklung von Ethik- und Qualitätsrichtlinien

Die Mitglieder verpflichten sich zu verantwortungsvollem und achtsamem Yogaunterricht sowie zu regelmäßiger Weiterbildung.

Kongresse und Veranstaltungen

Der BYV veranstaltet und unterstützt verschiedene Kongresse, Seminare und Fachveranstaltungen.

Dazu gehören insbesondere:

Die Veranstaltungen dienen dem fachlichen Austausch, der Weiterbildung und der Vernetzung innerhalb der Yoga-Gemeinschaft.

Geschichte

Der BYV wurde 1995 in Frankfurt am Main gegründet. Er entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem der größten Yogalehrer:innen-Verbände Deutschlands.

Wichtige Meilensteine:

Zweigverbände

Innerhalb des BYV bestehen mehrere spezialisierte Zweigverbände:

Diese Zweigverbände vertreten spezifische Fachbereiche und unterstützen Yogalehrende mit entsprechenden Schwerpunkten.

Engagement im Gesundheitsbereich

Der BYV engagiert sich im Bereich Prävention, Gesundheitsförderung und wissenschaftlicher Forschung.

Dazu gehören insbesondere:

  • Unterstützung der ZPP-Zertifizierung von Präventionskursen
  • Zusammenarbeit mit Krankenkassen und Gesundheitsinstitutionen
  • Förderung wissenschaftlicher Studien zur Wirkung von Yoga
  • Herausgabe von Publikationen zu Yoga und Gesundheit
  • Mitgliedschaft in Dachverbänden wie den Freien Gesundheitsberufen

Der Verband setzt sich dafür ein, Yoga als gesundheitsfördernde Methode stärker in Gesellschaft und Gesundheitssystem zu verankern.

Yoga Vidya Preis für Innovation und Nachhaltigkeit

Der BYV vergibt den Yoga Vidya Preis für Innovation und Nachhaltigkeit. Mit diesem Preis werden Projekte ausgezeichnet, die Yoga, Nachhaltigkeit, Gesundheit und gesellschaftliches Engagement miteinander verbinden.

Der Preis wird im Rahmen von Yoga Vidya Veranstaltungen verliehen und würdigt innovative Konzepte im Bereich Yoga und ganzheitliche Gesundheit.

Ethik, Qualitätsrichtlinien und Ombudsstelle

Der BYV verfügt über Ethik- und Qualitätsrichtlinien, die für seine Mitglieder verbindlich sind.

Zu den Grundprinzipien gehören:

  • respektvoller Umgang mit Teilnehmer:innen
  • Gewaltfreiheit und Wahrung der Menschenwürde
  • Verzicht auf Manipulation und Ausnutzung
  • fachliche Kompetenz und Transparenz
  • Förderung von Selbstverantwortung und Eigenständigkeit

Zur Unterstützung bei Konflikten und Beschwerden besteht eine Ombudsstelle. Sie dient als Anlaufstelle bei Verstößen gegen Ethik- und Qualitätsrichtlinien oder bei begründeten Beschwerden über Mitglieder.

Bedeutung innerhalb des Yoga Vidya Netzwerks

Der BYV ist Teil des Yoga Vidya Netzwerks und trägt zur Verbreitung des integralen Yoga im deutschsprachigen Raum bei.

Er verbindet Yoga-Ausbildung, berufliche Interessenvertretung, Gesundheitsförderung und spirituelle Tradition miteinander und unterstützt Yogalehrende in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung.

Durch seine Veranstaltungen, Ausbildungsangebote und Netzwerke trägt der Verband zur Sichtbarkeit von Yoga in Gesellschaft, Bildung und Gesundheitswesen bei.

Vorstand

Zum Vorstand des BYV gehören unter anderem:

  • Sukadev Volker Bretz – Vorsitzender
  • Anna Amba Popiel-Hoffmann – stellvertretende Vorsitzende
  • Inka Aichinger – Rechnungsführerin
  • Godehard Hübner – Schriftführer

Hier: die bisherigen ausführlichen Inhalte, Artikel, Chroniken und Journalbeiträge

Mehr anzeigen

Der Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer/innen e.V. (BYV) setzt sich für die Interessen und Anliegen von Yogalehrer/innen ein. Er ist (Stand August 2022) der mitgliederstärkste Yogalehrer Verband im deutschsprachigen Raum. Der BYV organisiert die Aus- und Weiterbildung von Yogalehrer/innen, vertritt seine Mitglieder auf gesellschaftlicher und politischer Ebene, berät seine Mitglieder zu Themen rund um ihre Tätigkeit als Yogalehrer/in, fördert wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Yoga und vergibt den Yoga Vidya Preis für Innovation und Nachhaltigkeit. Auch veranstaltet der BYV die jährlich stattfinden Yoga Kongresse sowie Kinder Yoga und Business Yoga Kongresse.

Der Berufsverband ist Teil des Yoga Vidya Netzwerkes, das den integralen Yoga in der Tradition von Swami Sivananda lehrt und verbreitet. Mittlerweile ist er nach der Mitgliederzahl (über 4.600, Stand 2020) der zweitgrößte Yogalehrer/innen-Verband Deutschlands. Jährlich werden um die 1000 Yogalehrer/innen ausgebildet. Mitglied kann werden, wer ausgebildete/r Yogalehrer/in ist (bei Yoga Vidya oder in einer anderen Schule/Tradition) beziehungsweise sich in einer Yogalehrer/innen-Ausbildung befindest und mindestens die Hälfte der Ausbildung absolviert hat. Mitglieder profitieren vom Know-how und dem Netzwerk von Yoga Vidya und haben dadurch viele Vorteile, unter anderem kostenlose Beratung in Rechts- und Steuerfragen, zur Krankenkassenanerkennung/ Zertifizierung bei der Krankenkassenanerkennung für Yogalehrer, günstige Versicherungen, Rabatte bei Einkäufen im Yoga Vidya Shop und exklusive Informationen auf Serviceseiten für die Verbandsmitglieder, zum Beispiel zur Selbstständigkeit und vieles mehr. Wenn du Mitglied im BYV bist und zusätzlich Aus- und Weiterbildungen oder langjährige Berufserfahrung in einem Bereich oder mehreren Bereiche der Zweigverbände (Kinder Yoga, Business Yoga, Hormon Yoga, Lach Yoga, Rücken Yoga, Yin Yoga) hast, kannst du dich dort zusätzlich kostenlos eintragen lassen.

Der Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer/innen e.V. (BYV) ist der Hauptsponsor des Yoga Wiki.

Meilensteine in der Geschichte des BYV
  • 1995 Gründung des BYV als „Bund der Yoga Vidya Lehrer“ in Frankfurt/ Erster Abschluss von 4-Wochen-YLA und der 2-Jahre-YLA
  • 1997 Erste Internetseite des BYV
  • 1998 Erster Yoga Kongress/ Erstes Yoga Vidya Journal, herausgegeben von BYV und Yoga Vidya e.V.
  • 2002 Gründungsmitglied der FG (Freie Gesundheitsberufe)
  • 2005 Erster Kinderyoga Kongress
  • 2007 Gründungsmitglied des DYV(Deutscher Yoga Dachverband e.V.)
  • 2009 Start des Yoga Wiki, das hauptsächlich durch Spenden des BYV finanziert wird
  • 2010 1. Business Yoga Kongress
  • 2011 [1] Business Yoga Berufsverband – Innerhalb des BYV werden über die Jahre 6 Zweigverbände gegründet.
  • 2013 Hormon Yoga Berufsverband, Lachyoga Berufsverband
  • 2014 Messeauftritt mit den FG – Der BYV tritt gemeinsam mit den FG bei der A+A Messe für betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit auf.
  • 2016 1. Yoga Vidya Preis für Innovation und Nachhaltigkeit – Der BYV vergibt seit 2016 den Yoga Vidya Preis für Innovation und Nachhaltigkeit./Yin Yoga Berufsverband, Rücken Yoga Berufsverband/Büro der FG in Berlin - Die FG öffnen ein Büro in Berlin, um die politische Aufmerksamkeit noch mehr auf die Gesundheitsangebote der Mitglieder zu lenken.

– Der BYV unterstützt seine Mitglieder bei der ZPP-Zertifizierungsverfahren /Krankenkassenanerkennung mit der Präventionskurse mit Krankenkassenzuschuss für Teilnehmende angeboten werden können

  • 2018 Webinare für Mitglieder
  • 2022 Die Mitgliederzahl des BYV erreicht 5000. Damit ist der BYV der mitgliederstärkste Yogalehrer Berufsverband in Deutschland.
Berufsverband – Preis für Innovation und Nachhaltigkeit
Hast du innovative und nachhaltige Ideen für Yoga? Dann mach mit!

- Ein Artikel aus dem Yoga Vidya Journal Nr. 42 Frühjahr 2021 von Gangaputra Martin Rector -

Liebe Verbandsmitglieder, Yogalehrer/innen, Kursleiter/innen und Therapeut/innen

Heute möchte ich euch nach diesem herausfordernden Jahr einfach nur etwas Schönes präsentieren: Auch beim Yogakongress im November 2020 haben wir den Yoga Vidya Preis für innovative und nachhaltige (Yoga-) Projekte während des Vortrages über die letzten 25 Jahre BYV verliehen. Und hier findest du einen Artikel von Gangaputra Martin Rector, der dieses Jahr den ersten Preis verliehen bekommen hat:

Meditation und Mantrayoga als ZPP-anerkannter Kurs

Erst wenige Monate sind vergangen, seit ich im „Corona Jahr“ 2020 im August meine Ausbildung zum Meditationskursleiter online abgeschlossen habe. Ich persönlich finde es gut, dass durch die aktuelle Krise „online“ fast zur Normalität geworden ist.

So habe ich die Schweigewoche in vertrauter Umgebung verbringen können – und mir auch die lange Anfahrt nach Bad Meinberg erspart. Und Inspirationen kommen auch via Computerbildschirm, zumal man in der Schweigewoche ja eh sehr viel Zeit ganz bei sich selbst ist.

So kam mir auch während dieser Woche die Idee zu einem Yoga-Kurs, der Meditation, Mantras und Hatha Yoga miteinander verbinden sollte – und gleichzeitig so konzipiert wäre, dass er von der Zentralen Prüfstelle für Prävention der Krankenkassen (ZPP) als Präventionskurs anerkannt werden könnte.

Ausarbeitung des Konzepts

Seit geraumer Zeit begleitet mich ein Gefühl von Unverständnis, wieso eigentlich Meditation von den Krankenkassen nicht als Entspannungsmethode anerkannt wird. Insofern hatte ich Lust, mich mit dem Thema etwas intensiver auseinanderzusetzen. Dann hatte ich auch auf den Seiten des BYV (Assoziation: stark und ausdauernd wie ein BYVel) die Ausschreibung für den Innovations- und Nachhaltigkeitspreis entdeckt – und dachte so für mich „Das könnte gut passen“.

Was mir bei der Ausarbeitung des Konzepts zu Gute kam, ist die Tatsache, dass meine persönliche Yoga Praxis ebenfalls aus einer Mischung von Mantrayoga und Meditation besteht, und dies mir bereits über viele Jahre Freude und Gesundheit schenkt. Auch bin ich davon überzeugt, dass Yogis und Yoginis das am besten vermitteln, was sie für sich als gut und wahr erlebt haben.

Das Grundkonzept stand mir schon recht bald vor Augen: der Kurs sollte aus einer sehr vereinfachten Yoga Vidya Grundreihe bestehen, wobei die Asanas mit verschiedenen Mantras begleitet werden. Der Endentspannung sollte eine zehnminütige Mantrameditation folgen. Alles so gestaltet, dass auch Yoga Einsteiger den Kurs problemlos belegen können. Die Zielgruppe für Präventionskurse sind ja Menschen, die wahrscheinlich noch auf der Suche sind, für sich eine geeignete Methode der Gesundheitsvorsorge zu entdecken.

Antrag erarbeiten und Zusage durch die ZPP

Recht unverzagt habe ich dann das Eingabeformular der ZPP aufgerufen und zunächst einmal den Kurstitel eingegeben: „Meditation und Mantrayoga (Hatha-Yoga)“. Es war mir einfach wichtig, dass Meditation an ganz prominenter Stelle steht – gleichzeitig im Bewusstsein des Risikos einer möglichen Ablehnung durch die ZPP, da ja nur Hatha-Yoga von den Krankenkassen als Entspannungsmethode anerkannt ist. Daher auch der gleichlautende Zusatz in der Klammer.

Auch der Infotext für Kursteilnehmer, wie er in den Kursankündigungen stehen sollte, war recht schnell verfasst. In diesem wird kurz erläutert, dass Mantras und Meditation im Kurs dazu dienen, noch besser in die Entspannung zu kommen – und auch Freude und Motivation stärken sollen, um dann auch später die Yoga Praxis selbständig weiterzuführen. Ähnlich – nur etwas ausführlicher im Kurskonzept dargelegt – lautete auch meine Argumentation gegenüber der ZPP. Schließlich wird in den Erläuterungen zur Erstellung der Kurskonzepte immer wieder betont, dass es darum geht, die Teilnehmer zu befähigen, die erlernte Methode dann auch in ihren Alltag zu integrieren und nachhaltig zu etablieren. Die weitere Ausarbeitung des Kurskonzeptes war dann eher eine Fleißarbeit, in der es darum ging, die formalen Vorgaben der ZPP zu berücksichtigen und auch zu erfüllen. So müssen die Stundenverlaufspläne eine vorgegebene Gliederung haben und auch zum Beispiel Informationsphasen enthalten.

Die weltanschauliche Neutralität wird im Kurskonzept dadurch repräsentiert, dass Mantras aus aller Welt und vielen Kulturen/ Religionen verwendet werden. In jeder Stunde wird ein neues Mantra vorgestellt: aus der Yoga Tradition, aber auch aus Buddhismus, Islam, christlicher Kontemplation und modernen Songs, die zu Mantras geworden sind.

Vielleicht war auch das mit ein Grund, dass – nach der üblichen Bearbeitungszeit – von der ZPP die Zertifizierung des Kurskonzeptes erfolgte, ohne dass es eine Nachfrage oder gar einen Nachbesserungswunsch diesbezüglich gegeben hätte. Ich muss offen gestehen, dass mich das selbst doch sehr überrascht hat, da ich fest mit Nachfragen und Korrekturwünschen gerechnet hatte. Nun, manchmal ist die Zeit eben reif für etwas Neues, und das unermessliche gemeinsame Bewusstsein hielt an diesem Tag eine/n verständige/n Sachbearbeiter/in als Entscheider/in bereit.

Preis für Innovation und Nachhaltigkeit

Die größte Freude für mich war dann Ende November, als auf dem Yogakongress mitgeteilt wurde, dass mein Konzept den 1. Preis für Innovation und Nachhaltigkeit bekommen hat. Ich möchte dem BYV und allen lieben Menschen, die mich unterstützt haben recht herzlich danken!

Ich hoffe, dass dies und alles was jetzt noch an Arbeit folgt, einen Beitrag dazu leisten können, dass Meditation einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Anerkennung als heilende und befreiende Bewusstseinstechnik erfährt. Gerne stelle ich das Konzept auch allen Yoga Vidya Lehrenden zur Verfügung.

Verantwortlich sein
Wir können uns auf das konzentrieren, was uns verbindet

- Ein Beitrag aus dem Yoga Vidya Journal Nr. 43, Winter 2021 von Vicara Shakti Müller -

Om namah shivaya liebe Unterrichtende, Praktizierende Yogi*nis

An dieser Stelle habe ich die Möglichkeit euch über die neusten Entwicklungen der Yoga Vidya Berufsverbände zu informieren.

Ich könnte jetzt wieder einmal darauf hinweisen, dass wir unsere Seiten den neuen Richtlinien des Präventionsleitfadens angepasst haben. Oder auch auf die Online Angebote aufmerksam machen, die wir dir kostenlos anbieten.

Auch ein Hinweis auf den Yoga Vidya Preis für Innovation und Nachhaltigkeit darf nicht fehlen.

Wenn du aber regelmäßig unsere Verbands-Newsletter liest, bist du gut über das stetig wachsende Angebot informiert oder du schaust einfach auf die Mitgliederseiten der Verbände und findest alle Informationen, die du benötigst. Ich habe mich stattdessen entschieden, ein paar Zeilen über meine Beobachtungen zum Thema „Yogis und Corona“ aufzuschreiben.

Unsere Aufgaben und Möglichkeiten in dieser Zeit

Da ich mit euch durch Telefon oder Mail im regen Kontakt bin, höre ich viele persönliche Geschichten: Da gibt es Geschichten von Menschen, die ihre Studios schließen mussten und durch Corona in ihrer Existenz bedroht sind, weil sie ihren geliebten Job monatelang nicht mehr ausführen konnten.

Da gibt es Geschichten von Menschen, die die Rettungsgelder zurückzahlen mussten oder erst gar kein Rettungsgeld bekommen haben. Da gibt es aber auch Geschichten von Menschen, die durch den Online Unterricht mehr Teilnehmer*innen hatten als vor Corona und sich neue Zielgruppen erschlossen haben. Wenn ich noch etwas tiefer schaue, sehe ich auch die Reaktionen auf unsere Arbeit.

Einige Menschen sind aus dem Verband ausgetreten, weil wir uns als Seminarhaus an die geltenden Infektionsschutzgesetze gehalten haben, andere sind ausgetreten, weil ihnen die Position von Yoga Vidya in Bezug auf Corona zu „lasch“ war.

Das gesamte Thema ist sehr emotionsgeladen und wurde oft nicht sachlich mit mir oder meinen Mitarbeiter*innen besprochen. Da gab es auch schon mal Beleidigungen oder Anfeindungen in unsere Richtung.

Warum reagieren Menschen, die Yoga praktizieren oder weitergeben so?

Im Yoga geht es ja eigentlich darum, sein Ego zu transzendieren und in seiner eigenen Mitte anzukommen- so wird es uns in den Ausbildungen zumindest vermittelt.

Ich beobachte aber leider oft, dass Menschen durch die eigene Praxis erst mal beginnen ein spirituelles Ego aufzubauen- da gelten dann plötzlich die Meinungen von anderen Menschen nicht mehr.

„Nur mein Standpunkt ist der Richtige“ - dieser wird dann manchmal fast missionarisch oder eben auch mit Beleidigungen versucht durchzusetzen (siehe Facebook und Co.).

Eine These dazu wäre: Wenn ich immer nur um mich und meine Befindlichkeiten kreise, verliere ich leider oft den Blick für meine Umwelt und meine Mitmenschen.

Was uns verbindet

Für mich persönlich ist Yoga aber auch die Möglichkeit mich in andere Menschen hinein zu fühlen oder wenn ich etwas nicht verstehe, nachzufragen und ins Gespräch zu gehen.

Ein Mensch mit einer anderen Position ist auch nicht gleich mein Feind - es besteht die Möglichkeit unterschiedlicher Meinung zu sein und trotzdem in Kontakt zu bleiben, weil es neben diesem Gegensatz bestimmt auch vieles gibt, was mich mit dem anderen Menschen verbindet.

Mit diesen Worten möchte ich nicht anklagen, sondern zum Nachdenken anregen. Frieden beginnt in uns selbst. Unsere Haltung kultivieren wir in uns selbst. Unsere Ethik und Moral wählen wir selbst.

Respektvolles Miteinander

Ich wünsche mir eine Welt, in der wir respektvoll miteinander umgehen und uns auf Augenhöhe begegnen. In der wir sachlich diskutieren können ohne uns zu beleidigen oder anzuschreien. Und wenn jetzt wieder einige Menschen, die meine Zeilen lesen aufschreien, möchte ich an die Yamas und Niyamas erinnern - dies ist ein gutes System, um sich in der Welt zu verorten und einen inneren Kompass zu kultivieren.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass es wieder etwas mehr Wir, Miteinander und Gemeinschaft geben wird und weniger Trennung und Abgrenzung.

Om Shanti



Siehe auch

Weblinks