Yoga Vidya Preis für Innovation und Nachhaltigkeit
Yoga Vidya Preis für Innovation und Nachhaltigkeit ist eine Auszeichnung des Berufsverbandes der Yoga Vidya Lehrer/innen e.V. (BYV). Der Preis wurde von 2016 bis 2023 im Rahmen des ehemaligen Yoga Kongresses verliehen und würdigt Projekte, die Yoga mit sozialem, gesellschaftlichem oder nachhaltigem Engagement verbinden.
Ziel des Preises war es, innovative Yoga-Projekte sichtbar zu machen und Initiativen zu fördern, die Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zu Yoga ermöglichen oder durch Yoga positive gesellschaftliche Impulse setzen.
Mit der Umstellung des bisherigen Yoga Kongresses auf das Yoga Festival wird der Preis derzeit nicht weiter vergeben.

Hintergrund
Der Preis wurde vom BYV ins Leben gerufen, um innovative und nachhaltige Projekte im Umfeld von Yoga zu unterstützen und einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen.
Neben der finanziellen Förderung bot der Preis den ausgezeichneten Projekten eine Präsentationsplattform im Rahmen der Yoga Vidya Veranstaltungen und Kongresse.
Im Mittelpunkt standen insbesondere Projekte, die:
- Yoga neuen Zielgruppen zugänglich machen
- gesellschaftliche Verantwortung übernehmen
- Gesundheit und Bewusstsein fördern
- soziale oder ökologische Anliegen unterstützen
- Yoga mit nachhaltiger Entwicklung verbinden
Inhaltliche Ausrichtung
Der Yoga Vidya Preis orientierte sich unter anderem an den Zielen nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs).
Gefördert wurden insbesondere Projekte mit Bezug zu:
- Gesundheit und Wohlbefinden
- hochwertige Bildung
- soziale Teilhabe und Inklusion
- nachhaltige Gemeinschaften
- Bewusstseinsentwicklung
- Umwelt- und Naturschutz
Die ausgezeichneten Projekte verbanden dabei yogische Ansätze mit gesellschaftlichem Engagement und praktischer Umsetzung.
Bedeutung
Der Preis machte deutlich, dass Yoga nicht nur als individuelle Praxis verstanden werden kann, sondern auch gesellschaftliche, soziale und ökologische Impulse geben kann.
Viele der ausgezeichneten Projekte zeichneten sich dadurch aus, dass sie Menschen erreichten, die bisher wenig Berührung mit Yoga hatten, darunter:
- Menschen mit Behinderungen
- Gefangene
- Menschen mit hoher Stressbelastung
- sozial benachteiligte Gruppen
- Menschen außerhalb klassischer Yoga-Kontexte
Damit verband der Preis yogische Praxis mit gesellschaftlicher Verantwortung und nachhaltigem Handeln.
Gewinner:innen 2023
1. Platz: INYOU – Inklusives Yoga für Dich
Vanessa Stoß entwickelte mit „INYOU“ ein barrierefreies Online-Yoga-Angebot für Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder besonderen Bedürfnissen.
Das Projekt entstand aus persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Inklusion und möchte Yoga unabhängig von körperlichen Voraussetzungen zugänglich machen.
2. Platz: Atemtraining für mehr Stressresilienz
Stefanie Dürr entwickelte ein wissenschaftlich fundiertes Online-Programm zur Verbesserung der Stressresilienz durch Atemtraining und Pranayama.
Das Projekt richtet sich insbesondere an Menschen mit hoher Stressbelastung und verbindet moderne Biofeedback-Ansätze mit yogischen Atemtechniken.
3. Platz: Ashram-Projekt in Valencia
Wolf Müller und Chandra Rühl wurden für ihr Projekt ausgezeichnet, im Hinterland von Valencia einen spirituellen Ort der Stille und Praxis in der Tradition von Swami Sivananda aufzubauen.
Gewinner:innen 2022
1. Platz: Der Glückspfad
Christine Stibi entwickelte während der Corona-Zeit den „Wiesbadener Glückspfad“, einen Bewegungs- und Achtsamkeitspfad zur Förderung mentaler und emotionaler Gesundheit.
2. Platz: Curvy Yoga
Melanie Böhm schuf mit „Curvy Yoga“ ein Yoga-Angebot speziell für Frauen mit größeren Konfektionsgrößen und setzte sich für einen geschützten und wertschätzenden Yoga-Raum ein.
3. Platz: Mantra Musik mit Impact
Verena Pranavi Deventer verband Mantra-Musik mit Umweltengagement. Ein Teil der Erlöse ihres Musikprojektes unterstützt Wald- und Naturschutzprojekte.
Gewinner:innen 2021
1. Platz: K-Yoga
Marion Weiß entwickelte Yoga-Angebote für Kinder mit Körper- und Schwerbehinderung und engagiert sich seit vielen Jahren für inklusive Yoga-Arbeit.
2. Platz: JVA-Sangha
Jörg Henner initiierte eine buddhistische Selbsthilfegruppe für Menschen in Haftanstalten mit Zugang zu Meditation, Yoga und spiritueller Literatur.
3. Platz: Earth Yoga Collective
Das „Earth Yoga Collective“ verbindet Yoga mit Naturerfahrung, Umweltbewusstsein und spiritueller Praxis im Freien.
Verbindung zu Yoga Vidya
Der Preis spiegelt das Anliegen von Yoga Vidya wider, Yoga nicht nur als persönliche Praxis, sondern auch als Beitrag zu gesellschaftlicher Entwicklung, Gemeinschaft und nachhaltigem Bewusstsein zu verstehen.
Die ausgezeichneten Projekte verbinden yogische Werte wie Seva, Achtsamkeit, Mitgefühl und Bewusstsein mit konkretem gesellschaftlichem Handeln.
Siehe auch
- Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer/innen e.V.
- Yoga Vidya
- Yoga Kongress
- Yoga Festival
- Seva
- Nachhaltigkeit