Tejobindu Upanishad
Die Tejobindu Upanishad (Sanskrit: f.) ist ein Teil der indischen Heiligen Schriften, die Veda genannt werden. Die kurze Tejobindu Upanishad gehört zum Atharvaveda und wird außerdem den Yoga Upanishaden zugeordnet. Sie behandelt wesentliche Punkte der Vedantalehre wie Meditation, Anforderungen an den Sadhaka, Brahman und Jivanmukti. Der Name Tejobindu Upanishad leitet sich von ihren Anfangsworten über die Kraft (Tejas) im Bindu (Punkt) des Om her.

Einleitung
Die Tejobindu Upanishad (Sanskrit: Tejobindūpaniṣat, तेजोबिन्दूपनिषत्) gehört zu den Yoga Upanishaden und den nichtdualistischen Schriften des Advaita Vedanta. Ihr Name bedeutet „Upanishad vom Lichtpunkt“ oder „vom leuchtenden Keimpunkt“. In der Muktika-Liste steht sie an 37. Stelle. Die hier verwendete lange, dem Krishna Yajurveda zugeordnete Rezension besitzt sechs Kapitel mit insgesamt 465 Texteinheiten; daneben ist eine wesentlich kürzere Rezension überliefert.
Im Mittelpunkt steht die Meditation auf den Tejobindu, den leuchtenden Punkt des reinen Bewusstseins im Herzen. Die Schrift verbindet ethische Selbstbeherrschung, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi mit der Erkenntnis „Ich bin Brahman“. Die bekannten Glieder des Yoga werden dabei nicht nur technisch, sondern innerlich gedeutet: Wahre Atemlenkung, Sammlung und Meditation führen den Geist zur Einsicht, dass Atman und Brahman nicht getrennt sind.
Die späteren Kapitel beschreiben das ungeteilte Wesen der Wirklichkeit, Jivanmukti, die Unterscheidung von Selbst und Nichtselbst sowie die radikale advaitische Aussage, dass alles Brahman ist. Für heutige Übende erinnert die Tejobindu Upanishad daran, Yoga mit Selbsterkenntnis, Ethik und Alltag zu verbinden. Ihre Rede von der „Unwirklichkeit“ der Welt sollte nicht als Verneinung von Leid oder Verantwortung verstanden werden, sondern als Hinweis auf die Vergänglichkeit und fehlende Selbständigkeit aller Erscheinungen. Das Ziel ist nicht eine außergewöhnliche Vision, sondern die unmittelbare Erkenntnis des einen Bewusstseins, das allen Erfahrungen zugrunde liegt.
Tejobindu Upanishad – IAST, deutsche Übersetzung und Wort-für-Wort-Erklärung
Die Sanskrit-Padas werden vollständig in IAST wiedergegeben. Die Wort-für-Wort-Erklärungen gliedern die sehr langen Komposita und eng zusammengehörenden syntaktischen Einheiten nach den Padas; sie sind daher eine genaue Bedeutungsaufschlüsselung und keine mechanische Eins-zu-eins-Liste. Die deutsche Übersetzung gibt die Aussagen des Textes wieder, ohne seine radikale advaitische Sprache als naturwissenschaftliche Behauptung zu behandeln.
Eröffnungsvers
yatra cinmātrakalanā yātyapahnavamañjasā |
taccinmātramakhaṇḍaikarasaṃ brahma bhavāmyaham ||
Übersetzung
Wo jede gedankliche Bildung des reinen Bewusstseins unmittelbar verschwindet, dort werde ich zu Brahman, dem reinen Bewusstsein von ungeteiltem, einem Wesen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yatra – wo; cinmātra-kalanā – die gedankliche Bildung des reinen Bewusstseins; yāti apahnavam añjasā – unmittelbar zum Verschwinden gelangt; tat-cinmātram – jenes reine Bewusstsein; akhaṇḍa-eka-rasam – von ungeteiltem, einem Wesen; brahma bhavāmi aham – zu Brahman werde ich.
Shanti Mantra
oṃ saha nāvavatu || saha nau bhunaktu || saha vīryaṃ karavāvahai ||
tejasvināvadhītamastu mā vidviṣāvahai ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Übersetzung
Om. Möge er uns beide beschützen. Möge er uns beide nähren. Mögen wir gemeinsam große Kraft entfalten. Möge unser Studium lichtvoll sein. Mögen wir einander nicht hassen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort-für-Wort-Übersetzung
oṃ – Om; saha nau avatu – möge er uns beide beschützen; saha nau bhunaktu – möge er uns beide nähren; saha vīryaṃ karavāvahai – mögen wir gemeinsam große Kraft entfalten; tejasvinau adhītam astu – möge das von uns Studierte lichtvoll sein; mā vidviṣāvahai – mögen wir einander nicht hassen; śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ – Frieden, Frieden, Frieden.
1. Kapitel – Meditation und die fünfzehn Glieder des Yoga
1.1. Vers Tejobindu Upanishad
oṃ tejobinduḥ paraṃ dhyānaṃ viśvātmahṛdisaṃsthitam |
āṇavaṃ śāmbhavaṃ śāntaṃ sthūlaṃ sūkṣmaṃ paraṃ ca yat || 1 ||
Übersetzung
Om. Der Tejobindu, der leuchtende Punkt, ist die höchste Meditation. Er ist das im Herzen ruhende Selbst des Alls, das Feinste, das aus Shiva Hervorgehende und Friedvolle, das Grobe, Feine und Höchste.
Wort-für-Wort-Übersetzung
oṃ tejobinduḥ paraṃ dhyānaṃ viśvātmahṛdisaṃsthitam – Om. Der Tejobindu, der leuchtende Punkt, ist die höchste Meditation. Er ist das im Herzen ruhende Selbst des Alls; āṇavaṃ śāmbhavaṃ śāntaṃ sthūlaṃ sūkṣmaṃ paraṃ ca yat – das Feinste, das aus Shiva Hervorgehende und Friedvolle, das Grobe, Feine und Höchste.
1.2. Vers Tejobindu Upanishad
duḥkhāḍhyaṃ ca durārādhyaṃ duṣprekṣyaṃ muktamavyayam |
durlabhaṃ tatsvayaṃ dhyānaṃ munīnāṃ ca manīṣiṇām || 2 ||
Übersetzung
Diese Meditation ist mühevoll und schwer zu verwirklichen, schwer zu schauen, befreiend und unvergänglich. Diese seltene Meditation über das eigene Selbst gehört den Weisen und Einsichtigen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
duḥkhāḍhyaṃ ca durārādhyaṃ duṣprekṣyaṃ muktamavyayam – Diese Meditation ist mühevoll und schwer zu verwirklichen, schwer zu schauen, befreiend und unvergänglich; durlabhaṃ tatsvayaṃ dhyānaṃ munīnāṃ ca manīṣiṇām – Diese seltene Meditation über das eigene Selbst gehört den Weisen und Einsichtigen.
1.3. Vers Tejobindu Upanishad
yatāhāro jitakrodho jitasaṅgo jitendriyaḥ |
nirdvandvo nirahaṅkāro nirāśīraparigrahaḥ || 3 ||
Übersetzung
Sie ist für den Menschen bestimmt, der seine Ernährung gezügelt, Zorn, Anhaftung und Sinne gemeistert hat, frei von den Gegensatzpaaren, ohne Ichüberhebung, ohne Erwartung und ohne Besitzgier ist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yatāhāro jitakrodho jitasaṅgo jitendriyaḥ – Sie ist für den Menschen bestimmt, der seine Ernährung gezügelt, Zorn, Anhaftung und Sinne gemeistert hat, frei von den Gegensatzpaaren, ohne Ichüberhebung; nirdvandvo nirahaṅkāro nirāśīraparigrahaḥ – ohne Erwartung und ohne Besitzgier ist.
1.4. Vers Tejobindu Upanishad
agamyāgamakartā yo gamyā’gamayamānasaḥ |
mukhe trīṇi ca vindanti tridhāmā haṃsa ucyate || 4 ||
Übersetzung
Er ist derjenige, der sich dem Unzugänglichen nähert, aber das Vorstellbare vermeidet. Es wird gesagt, dass das Selbst drei Wohnorte hat und Suchende die drei in den Veden finden.
Wort-für-Wort-Übersetzung
agamyāgamakartā yo gamyā’gamayamānasaḥ – Er ist derjenige, der sich dem Unzugänglichen nähert, aber das Vorstellbare vermeidet. Es wird gesagt, dass; mukhe trīṇi ca vindanti tridhāmā haṃsa ucyate – das Selbst drei Wohnorte hat und Suchende die drei in den Veden finden.
1.5. Vers Tejobindu Upanishad
paraṃ guhyatamaṃ viddhi hyastatandro nirāśrayaḥ |
somarūpakalā sūkṣmā viṣṇostatparamaṃ padam || 5 ||
Übersetzung
Erkenne das höchste Geheimnis, überwinde Trägheit und ruhe ohne äußere Stütze. Die feine, mondgleiche Kraft ist jener höchste Zustand Vishnus.
Wort-für-Wort-Übersetzung
paraṃ guhyatamaṃ viddhi hyastatandro nirāśrayaḥ – Erkenne das höchste Geheimnis, überwinde Trägheit und ruhe; somarūpakalā sūkṣmā viṣṇostatparamaṃ padam – ohne äußere Stütze. Die feine, mondgleiche Kraft ist jener höchste Zustand Vishnus.
1.6. Vers Tejobindu Upanishad
trivaktraṃ triguṇaṃ sthānaṃ tridhātuṃ rūpavarjitam |
niścalaṃ nirvikalpaṃ ca nirākāraṃ nirāśrayam || 6 ||
Übersetzung
Es erscheint dreifach – als drei Gesichter, drei Gunas und drei Bereiche –, ist seinem Wesen nach jedoch formlos, unbeweglich, frei von Unterscheidung und ohne äußere Grundlage.
Wort-für-Wort-Übersetzung
trivaktraṃ triguṇaṃ sthānaṃ tridhātuṃ rūpavarjitam – Es erscheint dreifach – als drei Gesichter, drei Gunas und drei Bereiche –, ist seinem Wesen nach jedoch formlos, unbeweglich, frei von Unterscheidung; niścalaṃ nirvikalpaṃ ca nirākāraṃ nirāśrayam – und ohne äußere Grundlage.
1.7. Vers Tejobindu Upanishad
upādhirahitaṃ sthānaṃ vāṅmano’tītagocaram |
svabhāvaṃ bhāvasaṅgrāhyamasaṅghātaṃ padāccyutam || 7 ||
Übersetzung
Dieser von begrenzenden Bestimmungen freie Zustand liegt jenseits von Sprache und Denken. Er ist als eigenes Wesen innerlich zu erfassen, kein zusammengesetztes Gebilde und von seinem unverlierbaren Stand nicht getrennt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
upādhirahitaṃ sthānaṃ vāṅmano’tītagocaram – Dieser von begrenzenden Bestimmungen freie Zustand liegt jenseits von Sprache und Denken; svabhāvaṃ bhāvasaṅgrāhyamasaṅghātaṃ padāccyutam – Er ist als eigenes Wesen innerlich zu erfassen, kein zusammengesetztes Gebilde und von seinem unverlierbaren Stand nicht getrennt.
1.8. Vers Tejobindu Upanishad
anānānandanātītaṃ duṣprekṣyaṃ muktimavyayam |
cintyamevaṃ vinirmuktaṃ śāśvataṃ dhruvamacyutam || 8 ||
Übersetzung
So soll man das schwer zu schauende, von mannigfaltiger Freude und Nichtfreude freie, befreiende und unvergängliche Wirkliche betrachten: losgelöst, ewig, beständig und unerschütterlich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
anānānandanātītaṃ duṣprekṣyaṃ muktimavyayam – So soll man das schwer zu schauende, von mannigfaltiger Freude und Nichtfreude freie, befreiende; cintyamevaṃ vinirmuktaṃ śāśvataṃ dhruvamacyutam – und unvergängliche Wirkliche betrachten: losgelöst, ewig, beständig und unerschütterlich.
1.9. Vers Tejobindu Upanishad
tadbrahmaṇastadadhyātmaṃ tadviṣṇostatparāyaṇam |
acintyaṃ cinmayātmānaṃ yadvyoma paramaṃ sthitam || 9 ||
Übersetzung
Das ist Brahman, das innerste Selbst und das höchste Ziel Vishnus: der unvorstellbare, aus Bewusstsein bestehende Atman, der im höchsten Raum gegenwärtig ist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
tadbrahmaṇastadadhyātmaṃ tadviṣṇostatparāyaṇam – Das ist Brahman, das innerste Selbst und; acintyaṃ cinmayātmānaṃ yadvyoma paramaṃ sthitam – das höchste Ziel Vishnus: der unvorstellbare, aus Bewusstsein bestehende Atman, der im höchsten Raum gegenwärtig ist.
1.10. Vers Tejobindu Upanishad
aśūnyaṃ śūnyabhāvaṃ tu śūnyātītaṃ hṛdi sthitam |
na dhyānaṃ ca na ca dhyātā na dhyeyo dhyeya eva ca || 10 ||
Übersetzung
Im Herzen gegenwärtig ist es weder bloße Leere noch Nichtleere und liegt jenseits beider. Dort gibt es weder Meditation noch Meditierenden oder Meditationsgegenstand – und dennoch ist es das, worauf die Meditation zielt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
aśūnyaṃ śūnyabhāvaṃ tu śūnyātītaṃ hṛdi sthitam – Im Herzen gegenwärtig ist es weder bloße Leere noch Nichtleere und liegt jenseits beider. Dort gibt es weder Meditation noch Meditierenden; na dhyānaṃ ca na ca dhyātā na dhyeyo dhyeya eva ca – oder Meditationsgegenstand – und dennoch ist es das, worauf die Meditation zielt.
1.11. Vers Tejobindu Upanishad
sarvaṃ ca na paraṃ śūnyaṃ na paraṃ nāparātparam |
acintyamaprabuddhaṃ ca na satyaṃ na paraṃ viduḥ || 11 ||
Übersetzung
Es ist nicht mit dem All, dem Höchsten, dem Niedrigeren oder der Leere gleichzusetzen. Das nicht begrifflich Erfassbare wird weder als gewöhnlich wirklich noch als ein ferneres Höchstes erkannt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvaṃ ca na paraṃ śūnyaṃ na paraṃ nāparātparam – Es ist nicht mit dem All, dem Höchsten, dem Niedrigeren oder; acintyamaprabuddhaṃ ca na satyaṃ na paraṃ viduḥ – der Leere gleichzusetzen. Das nicht begrifflich Erfassbare wird weder als gewöhnlich wirklich noch als ein ferneres Höchstes erkannt.
1.12. Vers Tejobindu Upanishad
munīnāṃ samprayuktaṃ ca na devā na paraṃ viduḥ |
lobhaṃ mohaṃ bhayaṃ darpaṃ kāmaṃ krodhaṃ ca kilbiṣam || 12 ||
Übersetzung
Die Weisen sind damit verbunden; selbst die Götter erkennen das Höchste nicht vollständig. Gier, Verblendung, Furcht, Stolz, Begehren, Zorn und Verfehlung
Wort-für-Wort-Übersetzung
munīnāṃ samprayuktaṃ ca na devā na paraṃ viduḥ – Die Weisen sind damit verbunden; selbst die Götter erkennen; lobhaṃ mohaṃ bhayaṃ darpaṃ kāmaṃ krodhaṃ ca kilbiṣam – das Höchste nicht vollständig. Gier, Verblendung, Furcht, Stolz, Begehren, Zorn und Verfehlung.
1.13. Vers Tejobindu Upanishad
śītoṣṇe kṣutpipāse ca saṅkalpakavikalpakam |
na brahmakuladarpaṃ ca na muktigranthisañcayam || 13 ||
Übersetzung
sowie Hitze und Kälte, Hunger und Durst, Vorstellungen und Zweifel, Standesstolz und die Ansammlung bindender Verstrickungen bestehen in der Befreiung nicht.
Wort-für-Wort-Übersetzung
śītoṣṇe kṣutpipāse ca saṅkalpakavikalpakam – sowie Hitze und Kälte, Hunger und Durst, Vorstellungen und Zweifel, Standesstolz; na brahmakuladarpaṃ ca na muktigranthisañcayam – und die Ansammlung bindender Verstrickungen bestehen in der Befreiung nicht.
1.14. Vers Tejobindu Upanishad
na bhayaṃ na sukhaṃ duḥkhaṃ tathā mānāvamānayoḥ |
etadbhāvavinirmuktaṃ tadgrāhyaṃ brahma tatparam || 14 ||
Übersetzung
Dort gibt es weder Furcht noch Freude und Schmerz, weder Ehre noch Kränkung. Was von solchen Zuständen frei ist, soll als das höchste Brahman erkannt werden.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na bhayaṃ na sukhaṃ duḥkhaṃ tathā mānāvamānayoḥ – Dort gibt es weder Furcht noch Freude und Schmerz, weder Ehre noch Kränkung; etadbhāvavinirmuktaṃ tadgrāhyaṃ brahma tatparam – Was von solchen Zuständen frei ist, soll als das höchste Brahman erkannt werden.
1.15. Vers Tejobindu Upanishad
yamo hi niyamastyāgo maunaṃ deśaśca kālataḥ |
āsanaṃ mūlabandhaśca dehasāmyaṃ ca dṛksthitiḥ || 15 ||
Übersetzung
Yama, Niyama, Entsagung, Schweigen, Ort und Zeit, Asana, Mula Bandha, Gleichmaß des Körpers und Ausrichtung des Blicks
Wort-für-Wort-Übersetzung
yamo hi niyamastyāgo maunaṃ deśaśca kālataḥ – Yama, Niyama, Entsagung, Schweigen, Ort und Zeit, Asana, Mula Bandha, Gleichmaß des Körpers; āsanaṃ mūlabandhaśca dehasāmyaṃ ca dṛksthitiḥ – und Ausrichtung des Blicks.
1.16. Vers Tejobindu Upanishad
prāṇasaṃyamanaṃ caiva pratyāhāraśca dhāraṇā |
ātmadhyānaṃ samādhiśca proktānyaṅgāni vai kramāt || 16 ||
Übersetzung
sowie Lenkung des Prana, Pratyahara, Dharana, Meditation über den Atman und Samadhi werden der Reihe nach als Glieder des Yoga bezeichnet.
Wort-für-Wort-Übersetzung
prāṇasaṃyamanaṃ caiva pratyāhāraśca dhāraṇā – sowie Lenkung des Prana, Pratyahara, Dharana, Meditation über den Atman und Samadhi werden; ātmadhyānaṃ samādhiśca proktānyaṅgāni vai kramāt – der Reihe nach als Glieder des Yoga bezeichnet.
1.17. Vers Tejobindu Upanishad
sarvaṃ brahmeti vai jñānādindriyagrāmasaṃyamaḥ |
yamo’yamiti samprokto’bhyasanīyo muhurmuhuḥ || 17 ||
Übersetzung
Die Beherrschung der Sinneskräfte aufgrund der Erkenntnis „Alles ist Brahman“ wird Yama genannt; sie soll immer wieder geübt werden.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvaṃ brahmeti vai jñānādindriyagrāmasaṃyamaḥ – Die Beherrschung der Sinneskräfte aufgrund; yamo’yamiti samprokto’bhyasanīyo muhurmuhuḥ – der Erkenntnis „Alles ist Brahman“ wird Yama genannt; sie soll immer wieder geübt werden.
1.18. Vers Tejobindu Upanishad
sajātīyapravāhaśca vijātīyatiraskṛtiḥ |
niyamo hi parānando niyamātkriyate budhaiḥ || 18 ||
Übersetzung
Der gleichartige Strom der Erkenntnis und das Zurückweisen des ihm Entgegengesetzten bilden Niyama. Für die Weisen ist er höchste Glückseligkeit und wird durch beständige Übung verwirklicht.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sajātīyapravāhaśca vijātīyatiraskṛtiḥ – Der gleichartige Strom der Erkenntnis und das Zurückweisen des ihm Entgegengesetzten bilden Niyama; niyamo hi parānando niyamātkriyate budhaiḥ – Für die Weisen ist er höchste Glückseligkeit und wird durch beständige Übung verwirklicht.
1.19. Vers Tejobindu Upanishad
tyāgaḥ prapañcarūpasya saccidātmāvalokanāt |
tyāgo hi mahatā pūjyaḥ sadyo mokṣapradāyakaḥ || 19 ||
Übersetzung
Die Erscheinungswelt aufzugeben, indem man sie als das Wesen von Sat Chit Ananda erkennt, ist Entsagung. Die Großen verehren sie, weil sie unmittelbar zur Befreiung führt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
tyāgaḥ prapañcarūpasya saccidātmāvalokanāt – Die Erscheinungswelt aufzugeben, indem man sie als das Wesen von Sat Chit Ananda erkennt, ist Entsagung; tyāgo hi mahatā pūjyaḥ sadyo mokṣapradāyakaḥ – Die Großen verehren sie, weil sie unmittelbar zur Befreiung führt.
1.20. Vers Tejobindu Upanishad
yasmādvāco nivartante aprāpya manasā saha |
yanmaunaṃ yogibhirgamyaṃ tadbhajetsarvadā budhaḥ || 20 ||
Übersetzung
Jenes Schweigen, zu dem die Sprache gemeinsam mit dem Denken zurückkehrt, ohne es zu erreichen, ist den Yogis zugänglich; der Weise soll es beständig pflegen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yasmādvāco nivartante aprāpya manasā saha – Jenes Schweigen, zu dem die Sprache gemeinsam mit dem Denken zurückkehrt, ohne; yanmaunaṃ yogibhirgamyaṃ tadbhajetsarvadā budhaḥ – es zu erreichen, ist den Yogis zugänglich; der Weise soll es beständig pflegen.
1.21. Vers Tejobindu Upanishad
vāco yasmānnivartante tadvaktuṃ kena śakyate |
prapañco yadi vaktavyaḥ so’pi śabdavivarjitaḥ || 21 ||
Übersetzung
Wie kann man das beschreiben, von dem Worte zurückkehren, wenn selbst dieses phänomenale Universum unbeschreiblich ist?
Wort-für-Wort-Übersetzung
vāco yasmānnivartante tadvaktuṃ kena śakyate – Wie kann man das beschreiben, von dem Worte zurückkehren; prapañco yadi vaktavyaḥ so’pi śabdavivarjitaḥ – wenn selbst dieses phänomenale Universum unbeschreiblich ist?.
1.22. Vers Tejobindu Upanishad
iti vā tadbhavenmaunaṃ sarvaṃ sahajasaṃjñitam |
girāṃ maunaṃ tu bālānāmayuktaṃ brahmavādinām || 22 ||
Übersetzung
Diese inhärente Stille sollte jedoch bekannt sein, so dass die Lehrer von Brahman die Unerleuchteten mit Sprache leiteten.
Wort-für-Wort-Übersetzung
iti vā tadbhavenmaunaṃ sarvaṃ sahajasaṃjñitam – Diese inhärente Stille sollte jedoch bekannt sein, so dass die Lehrer von Brahman; girāṃ maunaṃ tu bālānāmayuktaṃ brahmavādinām – die Unerleuchteten mit Sprache leiteten.
1.23. Vers Tejobindu Upanishad
ādāvante ca madhye ca jano yasminna vidyate |
yenedaṃ satataṃ vyāptaṃ sa deśo vijanaḥ smṛtaḥ || 23 ||
Übersetzung
Als einsamer Ort gilt das, was dieses All fortwährend durchdringt und worin am Anfang, in der Mitte und am Ende keine getrennte Person gefunden wird.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ādāvante ca madhye ca jano yasminna vidyate – Als einsamer Ort gilt das, was dieses All fortwährend durchdringt und worin am Anfang, in; yenedaṃ satataṃ vyāptaṃ sa deśo vijanaḥ smṛtaḥ – der Mitte und am Ende keine getrennte Person gefunden wird.
1.24. Vers Tejobindu Upanishad
kalpanā sarvabhūtānāṃ brahmādīnāṃ nimeṣataḥ |
kālaśabdena nirdiṣṭaṃ hyakhaṇḍānandamadvayam || 24 ||
Übersetzung
Das nichtduale, ungeteilte Glückseligkeitswesen, in dessen bloßem Augenblick alle Wesen von Brahma an vorgestellt werden, wird mit dem Wort „Zeit“ bezeichnet.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kalpanā sarvabhūtānāṃ brahmādīnāṃ nimeṣataḥ – Das nichtduale, ungeteilte Glückseligkeitswesen, in dessen bloßem Augenblick alle Wesen; kālaśabdena nirdiṣṭaṃ hyakhaṇḍānandamadvayam – von Brahma an vorgestellt werden, wird mit dem Wort „Zeit“ bezeichnet.
1.25. Vers Tejobindu Upanishad
sukhenaiva bhavedyasminnajasraṃ brahmacintanam |
āsanaṃ tadvijānīyādanyatsukhavināśanam || 25 ||
Übersetzung
Worin die Betrachtung Brahmans unablässig und mühelos geschieht, das ist Asana. Alles andere zerstört die innere Freude.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sukhenaiva bhavedyasminnajasraṃ brahmacintanam – Worin die Betrachtung Brahmans unablässig und mühelos geschieht; āsanaṃ tadvijānīyādanyatsukhavināśanam – das ist Asana. Alles andere zerstört die innere Freude.
1.26. Vers Tejobindu Upanishad
siddhaye sarvabhūtādi viśvādhiṣṭhānamadvayam |
yasminsiddhiṃ gatāḥ siddhāstatsiddhāsanamucyate || 26 ||
Übersetzung
Jene Haltung, in der das nichtduale, allen Wesen zugrunde liegende Fundament des Alls verwirklicht wird und in der die Vollendeten Vollendung erlangten, heißt Siddhasana.
Wort-für-Wort-Übersetzung
siddhaye sarvabhūtādi viśvādhiṣṭhānamadvayam – Jene Haltung, in der das nichtduale, allen Wesen zugrunde liegende Fundament des Alls verwirklicht wird; yasminsiddhiṃ gatāḥ siddhāstatsiddhāsanamucyate – und in der die Vollendeten Vollendung erlangten, heißt Siddhasana.
1.27. Vers Tejobindu Upanishad
yanmūlaṃ sarvalokānāṃ yanmūlaṃ cittabandhanam |
mūlabandhaḥ sadā sevyo yogyo’sau brahmavādinām || 27 ||
Übersetzung
Was die Wurzel aller Welten und die Wurzel der Bindung des Geistes ist, heißt Mula Bandha. Diese Sammlung sollen die Brahman-Kenner beständig üben.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yanmūlaṃ sarvalokānāṃ yanmūlaṃ cittabandhanam – Was die Wurzel aller Welten und die Wurzel; mūlabandhaḥ sadā sevyo yogyo’sau brahmavādinām – der Bindung des Geistes ist, heißt Mula Bandha. Diese Sammlung sollen die Brahman-Kenner beständig üben.
1.28. Vers Tejobindu Upanishad
aṅgānāṃ samatāṃ vidyātsame brahmaṇi līyate |
no cennaiva samānatvamṛjutvaṃ śuṣkavṛkṣavat || 28 ||
Übersetzung
Gleichmaß der Glieder bedeutet, dass sie im gleichförmigen Brahman aufgehen. Bloßes Gerademachen des Körpers wäre sonst wie ein vertrockneter Baum.
Wort-für-Wort-Übersetzung
aṅgānāṃ samatāṃ vidyātsame brahmaṇi līyate – Gleichmaß der Glieder bedeutet, dass; no cennaiva samānatvamṛjutvaṃ śuṣkavṛkṣavat – sie im gleichförmigen Brahman aufgehen. Bloßes Gerademachen des Körpers wäre sonst wie ein vertrockneter Baum.
1.29. Vers Tejobindu Upanishad
dṛṣṭīṃ jñānamayīṃ kṛtvā paśyedbrahmamayaṃ jagat |
sā dṛṣṭiḥ paramodārā na nāsāgrāvalokinī || 29 ||
Übersetzung
Mit einem von Erkenntnis erfüllten Blick soll man die Welt als von Brahman erfüllt sehen. Das ist der erhabene Blick, nicht bloß das Schauen auf die Nasenspitze.
Wort-für-Wort-Übersetzung
dṛṣṭīṃ jñānamayīṃ kṛtvā paśyedbrahmamayaṃ jagat – Mit einem von Erkenntnis erfüllten Blick soll man die Welt als von Brahman erfüllt sehen. Das ist; sā dṛṣṭiḥ paramodārā na nāsāgrāvalokinī – der erhabene Blick, nicht bloß das Schauen auf die Nasenspitze.
1.30. Vers Tejobindu Upanishad
draṣṭṛdarśanadṛśyānāṃ virāmo yatra vā bhavet |
dṛṣṭistatraiva kartavyā na nāsāgrāvalokinī || 30 ||
Übersetzung
Oder der Blick ist dorthin zu richten, wo Seher, Sehen und Gesehenes zur Ruhe kommen – nicht lediglich auf die Nasenspitze.
Wort-für-Wort-Übersetzung
draṣṭṛdarśanadṛśyānāṃ virāmo yatra vā bhavet – Oder der Blick ist dorthin zu richten, wo Seher, Sehen; dṛṣṭistatraiva kartavyā na nāsāgrāvalokinī – und Gesehenes zur Ruhe kommen – nicht lediglich auf die Nasenspitze.
1.31. Vers Tejobindu Upanishad
cittādisarvabhāveṣu brahmatvenaiva bhāvanāt |
nirodhaḥ sarvavṛttīnāṃ prāṇāyāmaḥ sa ucyate || 31 ||
Übersetzung
Alle Regungen des Geistes zu stillen, indem man in allen Bewusstseinszuständen allein Brahman erkennt, wird hier Pranayama genannt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cittādisarvabhāveṣu brahmatvenaiva bhāvanāt – Alle Regungen des Geistes zu stillen; nirodhaḥ sarvavṛttīnāṃ prāṇāyāmaḥ sa ucyate – indem man in allen Bewusstseinszuständen allein Brahman erkennt, wird hier Pranayama genannt.
1.32. Vers Tejobindu Upanishad
niṣedhanaṃ prapañcasya recakākhyaḥ samīritaḥ |
brahmaivāsmīti yā vṛttiḥ pūrako vāyurucyate || 32 ||
Übersetzung
Das Zurückweisen der Erscheinungswelt heißt Ausatmung; die geistige Bewegung „Ich bin Brahman“ wird Einatmung genannt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
niṣedhanaṃ prapañcasya recakākhyaḥ samīritaḥ – Das Zurückweisen der Erscheinungswelt heißt Ausatmung; brahmaivāsmīti yā vṛttiḥ pūrako vāyurucyate – die geistige Bewegung „Ich bin Brahman“ wird Einatmung genannt.
1.33. Vers Tejobindu Upanishad
tatastadvṛttinaiścalyaṃ kumbhakaḥ prāṇasaṃyamaḥ |
ayaṃ cāpi prabuddhānāmajñānāṃ ghrāṇapīḍanam || 33 ||
Übersetzung
Das unbewegliche Verweilen in dieser Einsicht ist Kumbhaka, die Sammlung des Prana. Dies ist der Pranayama der Erwachten; für Unwissende ist es nur ein Drücken der Nase.
Wort-für-Wort-Übersetzung
tatastadvṛttinaiścalyaṃ kumbhakaḥ prāṇasaṃyamaḥ – Das unbewegliche Verweilen in dieser Einsicht ist Kumbhaka, die Sammlung des Prana. Dies ist der Pranayama; ayaṃ cāpi prabuddhānāmajñānāṃ ghrāṇapīḍanam – der Erwachten; für Unwissende ist es nur ein Drücken der Nase.
1.34. Vers Tejobindu Upanishad
viṣayeṣvātmatāṃ dṛṣṭvā manasaścittarañjakam |
pratyāhāraḥ sa vijñeyo’bhyasanīyo muhurmuhuḥ || 34 ||
Übersetzung
In den Sinnesgegenständen den Atman zu sehen und dadurch den Geist im Bewusstsein zu erfreuen, ist Pratyahara; er soll immer wieder geübt werden.
Wort-für-Wort-Übersetzung
viṣayeṣvātmatāṃ dṛṣṭvā manasaścittarañjakam – In den Sinnesgegenständen den Atman zu sehen und dadurch den Geist im Bewusstsein zu erfreuen, ist Pratyahara; pratyāhāraḥ sa vijñeyo’bhyasanīyo muhurmuhuḥ – er soll immer wieder geübt werden.
1.35. Vers Tejobindu Upanishad
yatra yatra mano yāti brahmaṇastatra darśanāt |
manasā dhāraṇaṃ caiva dhāraṇā sā parā matā || 35 ||
Übersetzung
Wohin auch immer der Geist wandert: Ihn durch das Erkennen Brahmans dort festzuhalten, gilt als höchste Dharana.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yatra yatra mano yāti brahmaṇastatra darśanāt – Wohin auch immer der Geist wandert; manasā dhāraṇaṃ caiva dhāraṇā sā parā matā – Ihn durch das Erkennen Brahmans dort festzuhalten, gilt als höchste Dharana.
1.36. Vers Tejobindu Upanishad
brahmaivāsmīti sadvṛttyā nirālambatayā sthitiḥ |
dhyānaśabdena vikhyātaḥ paramānandadāyakaḥ || 36 ||
Übersetzung
In der heilsamen Geisteshaltung „Ich bin Brahman“ ohne äußere Stütze zu verweilen, heißt Dhyana und schenkt höchste Glückseligkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmaivāsmīti sadvṛttyā nirālambatayā sthitiḥ – In der heilsamen Geisteshaltung „Ich bin Brahman“; dhyānaśabdena vikhyātaḥ paramānandadāyakaḥ – ohne äußere Stütze zu verweilen, heißt Dhyana und schenkt höchste Glückseligkeit.
1.37. Vers Tejobindu Upanishad
nirvikāratayā vṛttyā brahmākāratayā punaḥ |
vṛttivismaraṇaṃ samyaksamādhirabhidhīyate || 37 ||
Übersetzung
Wenn die Geistbewegung unveränderlich die Gestalt Brahmans annimmt und schließlich selbst vergessen wird, heißt dies vollkommener Samadhi.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nirvikāratayā vṛttyā brahmākāratayā punaḥ – Wenn die Geistbewegung unveränderlich; vṛttivismaraṇaṃ samyaksamādhirabhidhīyate – die Gestalt Brahmans annimmt und schließlich selbst vergessen wird, heißt dies vollkommener Samadhi.
1.38. Vers Tejobindu Upanishad
imaṃ cākṛtrimānandaṃ tāvatsādhu samabhyaset |
lakṣyo yāvatkṣaṇātpuṃsaḥ pratyaktvaṃ sambhavetsvayam || 38 ||
Übersetzung
Diese nicht künstlich erzeugte Glückseligkeit soll man sorgfältig üben, bis das innere Selbstsein im Menschen von selbst aufleuchtet.
Wort-für-Wort-Übersetzung
imaṃ cākṛtrimānandaṃ tāvatsādhu samabhyaset – Diese nicht künstlich erzeugte Glückseligkeit soll man sorgfältig üben, bis; lakṣyo yāvatkṣaṇātpuṃsaḥ pratyaktvaṃ sambhavetsvayam – das innere Selbstsein im Menschen von selbst aufleuchtet.
1.39. Vers Tejobindu Upanishad
tataḥ sādhananirmuktaḥ siddho bhavati yogirāṭ |
tatsvaṃ rūpaṃ bhavettasya viṣayo manaso girām || 39 ||
Übersetzung
Dann ist der König der Yogis von den Übungsmitteln frei und vollendet; sein eigenes Wesen wird zum Gegenstand von Geist und Sprache.
Wort-für-Wort-Übersetzung
tataḥ sādhananirmuktaḥ siddho bhavati yogirāṭ – Dann ist der König der Yogis von den Übungsmitteln frei; tatsvaṃ rūpaṃ bhavettasya viṣayo manaso girām – und vollendet; sein eigenes Wesen wird zum Gegenstand von Geist und Sprache.
1.40. Vers Tejobindu Upanishad
samādhau kriyamāṇe tu vighnānyāyānti vai balāt |
anusandhānarāhityamālasyaṃ bhogalālasam || 40 ||
Übersetzung
Aber Hindernisse für die Meditationspraxis können unfreiwillig entstehen; diese sind: Mangel an Neugier, Faulheit und Anhaftung an Vergnügen,
Wort-für-Wort-Übersetzung
samādhau kriyamāṇe tu vighnānyāyānti vai balāt – Aber Hindernisse für die Meditationspraxis können unfreiwillig entstehen; diese sind; anusandhānarāhityamālasyaṃ bhogalālasam – Mangel an Neugier, Faulheit und Anhaftung an Vergnügen.
1.41. Vers Tejobindu Upanishad
layastamaśca vikṣepastejaḥ svedaśca śūnyatā |
evaṃ hi vighnabāhulyaṃ tyājyaṃ brahmaviśāradaiḥ || 41 ||
Übersetzung
Lethargie, Trägheit, Ablenkung, Ungeduld, Schweiß und Abwesenheit - all diese Hindernisse sollten von den erfahrenen Brahman-Suchern vermieden werden.
Wort-für-Wort-Übersetzung
layastamaśca vikṣepastejaḥ svedaśca śūnyatā – Lethargie, Trägheit, Ablenkung, Ungeduld, Schweiß; evaṃ hi vighnabāhulyaṃ tyājyaṃ brahmaviśāradaiḥ – und Abwesenheit - all diese Hindernisse sollten von den erfahrenen Brahman-Suchern vermieden werden.
1.42. Vers Tejobindu Upanishad
bhāvavṛttyā hi bhāvatvaṃ śūnyavṛttyā hi śūnyatā |
brahmavṛttyā hi pūrṇatvaṃ tayā pūrṇatvamabhyaset || 42 ||
Übersetzung
So wie weltliche Gedanken Weltlichkeit und leere Gedanken Leere bringen, so bringen die Gedanken von Brahman Fülle.
Wort-für-Wort-Übersetzung
bhāvavṛttyā hi bhāvatvaṃ śūnyavṛttyā hi śūnyatā – So wie weltliche Gedanken Weltlichkeit und leere Gedanken Leere bringen, so bringen; brahmavṛttyā hi pūrṇatvaṃ tayā pūrṇatvamabhyaset – die Gedanken von Brahman Fülle.
1.43. Vers Tejobindu Upanishad
ye hi vṛttiṃ vihāyaināṃ brahmākhyāṃ pāvanīṃ parām |
vṛthaiva te tu jīvanti paśubhiśca samā narāḥ || 43 ||
Übersetzung
Diejenigen, die diese hochreinigende Praxis, die Brahman offenbart, missachten, sind Menschen, die vergeblich leben, genau wie Tiere.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ye hi vṛttiṃ vihāyaināṃ brahmākhyāṃ pāvanīṃ parām – Diejenigen, die diese hochreinigende Praxis; vṛthaiva te tu jīvanti paśubhiśca samā narāḥ – die Brahman offenbart, missachten, sind Menschen, die vergeblich leben, genau wie Tiere.
1.44. Vers Tejobindu Upanishad
ye tu vṛttiṃ vijānanti jñātvā vai vardhayanti ye |
te vai satpuruṣā dhanyā vandyāste bhuvanatraye || 44 ||
Übersetzung
Wer diese geistige Ausrichtung erkennt und beständig vertieft, ist wahrhaft ein guter und gesegneter Mensch und wird in den drei Welten geachtet.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ye tu vṛttiṃ vijānanti jñātvā vai vardhayanti ye – Wer diese geistige Ausrichtung erkennt und beständig vertieft, ist wahrhaft ein guter; te vai satpuruṣā dhanyā vandyāste bhuvanatraye – und gesegneter Mensch und wird in den drei Welten geachtet.
1.45. Vers Tejobindu Upanishad
yeṣāṃ vṛttiḥ samā vṛddhā paripakvā ca sā punaḥ |
te vai sadbrahmatāṃ prāptā netare śabdavādinaḥ || 45 ||
Übersetzung
Diejenigen, deren ständige Praxis sich entwickelt und reift, erreichen sicherlich den wahren Zustand von Brahman, aber nicht diejenigen, die nur Worte rezitieren.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yeṣāṃ vṛttiḥ samā vṛddhā paripakvā ca sā punaḥ – Diejenigen, deren ständige Praxis sich entwickelt und reift, erreichen sicherlich den wahren Zustand von Brahman, aber nicht diejenigen; te vai sadbrahmatāṃ prāptā netare śabdavādinaḥ – die nur Worte rezitieren.
1.46. Vers Tejobindu Upanishad
kuśalā brahmavārtāyāṃ vṛttihīnāḥ surāgiṇaḥ |
te’pyajñānatayā nūnaṃ punarāyānti yānti ca || 46 ||
Übersetzung
Wer zwar geschickt über Brahman redet, aber ohne diese innere Ausrichtung in Sinnesgenüssen verhaftet bleibt, kommt und geht aufgrund seiner Unwissenheit immer wieder.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kuśalā brahmavārtāyāṃ vṛttihīnāḥ surāgiṇaḥ – Wer zwar geschickt über Brahman redet, aber ohne diese innere Ausrichtung in Sinnesgenüssen verhaftet bleibt, kommt; te’pyajñānatayā nūnaṃ punarāyānti yānti ca – und geht aufgrund seiner Unwissenheit immer wieder.
1.47. Vers Tejobindu Upanishad
nimiṣārdhaṃ na tiṣṭhanti vṛttiṃ brahmamayīṃ vinā |
yathā tiṣṭhanti brahmādyāḥ sanakādyāḥ śukādayaḥ || 47 ||
Übersetzung
Bleibt nicht einen halben Augenblick ohne den Gedanken an Brahman, so wie Brahmā und andere himmlische Wesen diesen Gedanken aufrechterhalten.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nimiṣārdhaṃ na tiṣṭhanti vṛttiṃ brahmamayīṃ vinā – Bleibt nicht einen halben Augenblick ohne den Gedanken an Brahman, so wie Brahmā; yathā tiṣṭhanti brahmādyāḥ sanakādyāḥ śukādayaḥ – und andere himmlische Wesen diesen Gedanken aufrechterhalten.
1.48. Vers Tejobindu Upanishad
kāraṇaṃ yasya vai kāryaṃ kāraṇaṃ tasya jāyate |
kāraṇaṃ tattvato naśyetkāryābhāve vicārataḥ || 48 ||
Übersetzung
Wo eine Ursache selbst wieder Wirkung einer anderen Ursache ist, muss durch Untersuchung bis zu dem Grund vorgedrungen werden, bei dessen Fehlen auch die Wirkung keinen Bestand besitzt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kāraṇaṃ yasya vai kāryaṃ kāraṇaṃ tasya jāyate – Wo eine Ursache selbst wieder Wirkung einer anderen Ursache ist, muss durch Untersuchung bis zu dem Grund vorgedrungen werden, bei dessen Fehlen auch; kāraṇaṃ tattvato naśyetkāryābhāve vicārataḥ – die Wirkung keinen Bestand besitzt.
1.49. Vers Tejobindu Upanishad
atha śuddhaṃ bhavedvastu yadvai vācāmagocaram |
udeti śuddhacittānāṃ vṛttijñānaṃ tataḥ param || 49 ||
Übersetzung
Dann offenbart sich das reine Wirkliche, das außerhalb der Reichweite der Worte liegt. In einem gereinigten Geist steigt die höhere Erkenntnis als klare geistige Ausrichtung auf.
Wort-für-Wort-Übersetzung
atha śuddhaṃ bhavedvastu yadvai vācāmagocaram – Dann offenbart sich das reine Wirkliche, das außerhalb der Reichweite; udeti śuddhacittānāṃ vṛttijñānaṃ tataḥ param – der Worte liegt. In einem gereinigten Geist steigt die höhere Erkenntnis als klare geistige Ausrichtung auf.
1.50. Vers Tejobindu Upanishad
bhāvitaṃ tīvravegena yadvastu niścayātmakam |
dṛśyaṃ hyadṛśyatāṃ nītvā brahmākāreṇa cintayet || 50 ||
Übersetzung
Was mit großer Kraft betrachtet und zur festen Gewissheit geworden ist, soll der Weise verwirklichen: Er führt das Sichtbare auf das Unsichtbare zurück und betrachtet es in der Gestalt Brahmans.
Wort-für-Wort-Übersetzung
bhāvitaṃ tīvravegena yadvastu niścayātmakam – Was mit großer Kraft betrachtet und zur festen Gewissheit geworden ist, soll der Weise verwirklichen: Er führt das Sichtbare auf; dṛśyaṃ hyadṛśyatāṃ nītvā brahmākāreṇa cintayet – das Unsichtbare zurück und betrachtet es in der Gestalt Brahmans.
1.51. Vers Tejobindu Upanishad – in der Sanskritquelle unnummerierter Schlussvers
vidvānnityaṃ sukhe tiṣṭheddhiyā cidrasapūrṇayā ||
Übersetzung
Der Weise soll beständig in Glückseligkeit verweilen, mit einer Erkenntniskraft, die von der Essenz des Bewusstseins erfüllt ist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
vidvānnityaṃ sukhe tiṣṭheddhiyā cidrasapūrṇayā – Der Weise soll beständig in Glückseligkeit verweilen, mit einer Erkenntniskraft, die von der Essenz des Bewusstseins erfüllt ist.
2. Kapitel – Das ungeteilte, eine Wesen
Einleitung zum 2. Kapitel
atha ha kumāraḥ śivaṃ papracchā’khaṇḍaikarasa |
cinmātrasvarūpamanubrūhīti | sa hovāca paramaḥ śivaḥ |
Übersetzung
Darauf fragte Kumara Shiva: „Erkläre mir das Wesen des ungeteilten, einen Bewusstseins.“ Der höchste Shiva sprach:
2.1. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ dṛśyamakhaṇḍaikarasaṃ jagat |
akhaṇḍaikarasaṃ bhāvamakhaṇḍaikarasaṃ svayam || 1 ||
Übersetzung
Das Sichtbare ist von ungeteiltem, einem Wesen; die Welt ist von ungeteiltem, einem Wesen. Jede Erfahrung ist von ungeteiltem, einem Wesen, ebenso das eigene Selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ dṛśyamakhaṇḍaikarasaṃ jagat – Das Sichtbare ist von ungeteiltem, einem Wesen; die Welt ist von ungeteiltem, einem Wesen; akhaṇḍaikarasaṃ bhāvamakhaṇḍaikarasaṃ svayam – Jede Erfahrung ist von ungeteiltem, einem Wesen, ebenso das eigene Selbst.
2.2. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikaraso mantra akhaṇḍaikarasā kriyā |
akhaṇḍaikarasaṃ jñānamakhaṇḍaikarasaṃ jalam || 2 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist Mantra, Es ist Praxis, Es ist Wissen und Es ist fließend.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikaraso mantra akhaṇḍaikarasā kriyā – Das ungeteilte, eine Wesen ist Mantra, Es ist Praxis, Es ist Wissen; akhaṇḍaikarasaṃ jñānamakhaṇḍaikarasaṃ jalam – und Es ist fließend.
2.3. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasā bhūmirakhaṇḍaikarasaṃ viyat |
akhaṇḍaikarasaṃ śāstramakhaṇḍaikarasā trayī || 3 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist die Erde, sie ist der Himmel, sie ist die Schrift und sie ist die Veden.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasā bhūmirakhaṇḍaikarasaṃ viyat – Das ungeteilte, eine Wesen ist die Erde, sie ist der Himmel, sie ist; akhaṇḍaikarasaṃ śāstramakhaṇḍaikarasā trayī – die Schrift und sie ist die Veden.
2.4. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ brahma cākhaṇḍaikarasaṃ vratam |
akhaṇḍaikaraso jīva akhaṇḍaikaraso hyajaḥ || 4 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist Brahman, Es ist ein Gelübde, Es ist die Seele und Es ist das Ungeborene.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ brahma cākhaṇḍaikarasaṃ vratam – Das ungeteilte, eine Wesen ist Brahman, Es ist ein Gelübde, Es ist die Seele; akhaṇḍaikaraso jīva akhaṇḍaikaraso hyajaḥ – und Es ist das Ungeborene.
2.5. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikaraso brahmā akhaṇḍaikaraso hariḥ |
akhaṇḍaikaraso rudra akhaṇḍaikaraso’smyaham || 5 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist Brahmā, Es ist Viṣṇu, Es ist Rudra, und Es ist Ich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikaraso brahmā akhaṇḍaikaraso hariḥ – Das ungeteilte, eine Wesen ist Brahmā, Es ist Viṣṇu, Es ist Rudra; akhaṇḍaikaraso rudra akhaṇḍaikaraso’smyaham – und Es ist Ich.
2.6. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikaraso hyātmā hyakhaṇḍaikaraso guruḥ |
akhaṇḍaikarasaṃ lakṣyamakhaṇḍaikarasaṃ mahaḥ || 6 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist das Selbst, Es ist der Guru, Es ist das Ziel, und Es ist großartig.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikaraso hyātmā hyakhaṇḍaikaraso guruḥ – Das ungeteilte, eine Wesen ist das Selbst, Es ist der Guru; akhaṇḍaikarasaṃ lakṣyamakhaṇḍaikarasaṃ mahaḥ – Es ist das Ziel, und Es ist großartig.
2.7. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikaraso deha akhaṇḍaikarasaṃ manaḥ |
akhaṇḍaikarasaṃ cittamakhaṇḍaikarasaṃ sukham || 7 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist der Körper, Es ist der Geist, Es ist Bewusstsein, und Es ist Freude.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikaraso deha akhaṇḍaikarasaṃ manaḥ – Das ungeteilte, eine Wesen ist der Körper, Es ist der Geist; akhaṇḍaikarasaṃ cittamakhaṇḍaikarasaṃ sukham – Es ist Bewusstsein, und Es ist Freude.
2.8. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasā vidyā akhaṇḍaikaraso’vyayaḥ |
akhaṇḍaikarasaṃ nityamakhaṇḍaikarasaṃ param || 8 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist Wissen, sie ist unvergänglich, sie ist ewig und sie ist erhaben.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasā vidyā akhaṇḍaikaraso’vyayaḥ – Das ungeteilte, eine Wesen ist Wissen, sie ist unvergänglich, sie ist ewig; akhaṇḍaikarasaṃ nityamakhaṇḍaikarasaṃ param – und sie ist erhaben.
2.9. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ kiñcidakhaṇḍaikarasaṃ param |
akhaṇḍaikarasādanyannāsti nāsti ṣaḍānana || 9 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist das Nahe und das Höchste. Nichts anderes als dieses ungeteilte eine Wesen besteht, o Shadanana.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ kiñcidakhaṇḍaikarasaṃ param – Das ungeteilte, eine Wesen ist das Nahe und; akhaṇḍaikarasādanyannāsti nāsti ṣaḍānana – das Höchste. Nichts anderes als dieses ungeteilte eine Wesen besteht, o Shadanana.
2.10. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasānnāsti akhaṇḍaikarasānna hi |
akhaṇḍaikarasātkiñcidakhaṇḍaikarasādaham || 10 ||
Übersetzung
Nichts besteht außerhalb des ungeteilten, einen Wesens. Alles geht aus ihm hervor, und auch mein wahres Ich ist nicht von ihm getrennt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasānnāsti akhaṇḍaikarasānna hi – Nichts besteht außerhalb des ungeteilten, einen Wesens. Alles geht aus ihm hervor; akhaṇḍaikarasātkiñcidakhaṇḍaikarasādaham – und auch mein wahres Ich ist nicht von ihm getrennt.
2.11. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ sthūlaṃ sūkṣmaṃ cākhaṇḍarūpakam |
akhaṇḍaikarasaṃ vedyamakhaṇḍaikaraso bhavān || 11 ||
Übersetzung
Das Grobe und das Feine sind von ungeteiltem, einem Wesen; auch das Erkannte und du selbst sind dieses ungeteilte Wesen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ sthūlaṃ sūkṣmaṃ cākhaṇḍarūpakam – Das Grobe und das Feine sind von ungeteiltem, einem Wesen; akhaṇḍaikarasaṃ vedyamakhaṇḍaikaraso bhavān – auch das Erkannte und du selbst sind dieses ungeteilte Wesen.
2.12. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ guhyamakhaṇḍaikarasādikam |
akhaṇḍaikaraso jñātā hyakhaṇḍaikarasā sthitiḥ || 12 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist mysteriös, Es ist der Anfang, Es ist der Wissende und Es ist Existenz.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ guhyamakhaṇḍaikarasādikam – Das ungeteilte, eine Wesen ist mysteriös, Es ist der Anfang, Es ist; akhaṇḍaikaraso jñātā hyakhaṇḍaikarasā sthitiḥ – der Wissende und Es ist Existenz.
2.13. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasā mātā akhaṇḍaikararasaḥ pitā |
akhaṇḍaikaraso bhrātā akhaṇḍaikarasaḥ patiḥ || 13 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist Mutter, Es ist Vater, Es ist Bruder und Es ist Ehemann.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasā mātā akhaṇḍaikararasaḥ pitā – Das ungeteilte, eine Wesen ist Mutter, Es ist Vater, Es ist Bruder; akhaṇḍaikaraso bhrātā akhaṇḍaikarasaḥ patiḥ – und Es ist Ehemann.
2.14. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ sūtramakhaṇḍaikaraso virāṭ |
akhaṇḍaikarasaṃ gātramakhaṇḍaikarasaṃ śiraḥ || 14 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist Kanon, Es ist das Universum (Virāt), Es sind die Glieder, und Es ist der Kopf.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ sūtramakhaṇḍaikaraso virāṭ – Das ungeteilte, eine Wesen ist Kanon, Es ist das Universum (Virāt), Es sind; akhaṇḍaikarasaṃ gātramakhaṇḍaikarasaṃ śiraḥ – die Glieder, und Es ist der Kopf.
2.15. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ cāntarakhaṇḍaikarasaṃ bahiḥ |
akhaṇḍaikarasaṃ pūrṇamakhaṇḍaikarasāmṛtam || 15 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist innerlich, sie ist äußerlich, sie ist voll und sie ist unsterblich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ cāntarakhaṇḍaikarasaṃ bahiḥ – Das ungeteilte, eine Wesen ist innerlich, sie ist äußerlich, sie ist voll; akhaṇḍaikarasaṃ pūrṇamakhaṇḍaikarasāmṛtam – und sie ist unsterblich.
2.16. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ gotramakhaṇḍaikarasaṃ gṛham |
akhaṇḍaikarasaṃ gopyamakhaṇḍaikarasaśaśī || 16 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist Familie, Es ist das Haus, Es ist beschützt und Es ist der Mond.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ gotramakhaṇḍaikarasaṃ gṛham – Das ungeteilte, eine Wesen ist Familie, Es ist das Haus, Es ist beschützt; akhaṇḍaikarasaṃ gopyamakhaṇḍaikarasaśaśī – und Es ist der Mond.
2.17. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasāstārā akhaṇḍaikaraso raviḥ |
akhaṇḍaikarasaṃ kṣetramakhaṇḍaikarasā kṣamā || 17 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen sind die Sterne, Es ist die Sonne, Es ist das Feld und Es ist Nachsicht.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasāstārā akhaṇḍaikaraso raviḥ – Das ungeteilte, eine Wesen sind die Sterne, Es ist die Sonne; akhaṇḍaikarasaṃ kṣetramakhaṇḍaikarasā kṣamā – Es ist das Feld und Es ist Nachsicht.
2.18. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasa śānta akhaṇḍaikaraso’guṇaḥ |
akhaṇḍaikarasaḥ sākṣī akhaṇḍaikarasaḥ suhṛt || 18 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist Frieden, sie ist ohne Qualitäten, sie ist der Zeuge und sie ist der Wohltäter.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasa śānta akhaṇḍaikaraso’guṇaḥ – Das ungeteilte, eine Wesen ist Frieden, sie ist ohne Qualitäten, sie ist; akhaṇḍaikarasaḥ sākṣī akhaṇḍaikarasaḥ suhṛt – der Zeuge und sie ist der Wohltäter.
2.19. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikaraso bandhurakhaṇḍaikarasaḥ sakhā |
akhaṇḍaikaraso rājā akhaṇḍaikarasaṃ puram || 19 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist ein Verwandter, Es ist ein Freund, Es ist der König und Es ist die Stadt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikaraso bandhurakhaṇḍaikarasaḥ sakhā – Das ungeteilte, eine Wesen ist ein Verwandter, Es ist ein Freund, Es ist der König; akhaṇḍaikaraso rājā akhaṇḍaikarasaṃ puram – und Es ist die Stadt.
2.20. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ rājyamakhaṇḍaikarasāḥ prajāḥ |
akhaṇḍaikarasaṃ tāramakhaṇḍaikaraso japaḥ || 20 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist Königreich, Es sind Nachkommen, Es ist Om, und Es ist Rezitation.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ rājyamakhaṇḍaikarasāḥ prajāḥ – Das ungeteilte, eine Wesen ist Königreich, Es sind Nachkommen, Es ist Om; akhaṇḍaikarasaṃ tāramakhaṇḍaikaraso japaḥ – und Es ist Rezitation.
2.21. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ dhyānamakhaṇḍaikarasaṃ padam |
akhaṇḍaikarasaṃ grāhyamakhaṇḍaikarasaṃ mahat || 21 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist Meditation, Es ist der Weg, Es ist zu ergreifen, und Es ist reichlich vorhanden.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ dhyānamakhaṇḍaikarasaṃ padam – Das ungeteilte, eine Wesen ist Meditation, Es ist der Weg; akhaṇḍaikarasaṃ grāhyamakhaṇḍaikarasaṃ mahat – Es ist zu ergreifen, und Es ist reichlich vorhanden.
2.22. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ jyotirakhaṇḍaikarasaṃ dhanam |
akhaṇḍaikarasaṃ bhojyamakhaṇḍaikarasaṃ haviḥ || 22 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist Licht, Es ist Reichtum, Es ist zu genießen und Es ist die Oblation.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ jyotirakhaṇḍaikarasaṃ dhanam – Das ungeteilte, eine Wesen ist Licht, Es ist Reichtum, Es ist zu genießen; akhaṇḍaikarasaṃ bhojyamakhaṇḍaikarasaṃ haviḥ – und Es ist die Oblation.
2.23. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikaraso homa akhaṇḍaikaraso japaḥ |
akhaṇḍaikarasaṃ svargamakhaṇḍaikarasaḥ svayam || 23 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist Opfer, Es ist Gebet, Es ist der Himmel, und Es ist das Selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikaraso homa akhaṇḍaikaraso japaḥ – Das ungeteilte, eine Wesen ist Opfer, Es ist Gebet, Es ist der Himmel; akhaṇḍaikarasaṃ svargamakhaṇḍaikarasaḥ svayam – und Es ist das Selbst.
2.24. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ sarvaṃ cinmātramiti bhāvayet |
cinmātrameva cinmātramakhaṇḍaikarasaṃ param || 24 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist absolutes Bewusstsein, das alles ist. Absolutes Bewusstsein allein ist; und es ist das Höchste.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ sarvaṃ cinmātramiti bhāvayet – Das ungeteilte, eine Wesen ist absolutes Bewusstsein, das alles ist. Absolutes Bewusstsein allein ist; cinmātrameva cinmātramakhaṇḍaikarasaṃ param – und es ist das Höchste.
2.25. Vers Tejobindu Upanishad
bhavavarjitacinmātraṃ sarvaṃ cinmātrameva hi |
idaṃ ca sarvaṃ cinmātramayaṃ cinmayameva hi || 25 ||
Übersetzung
Da es nur absolutes Bewusstsein gibt, existiert nichts ohne absolutes Bewusstsein, und da alles aus Bewusstsein besteht, besteht dieses Universum auch aus absolutem Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
bhavavarjitacinmātraṃ sarvaṃ cinmātrameva hi – Da es nur absolutes Bewusstsein gibt, existiert nichts; idaṃ ca sarvaṃ cinmātramayaṃ cinmayameva hi – ohne absolutes Bewusstsein, und da alles aus Bewusstsein besteht, besteht dieses Universum auch aus absolutem Bewusstsein.
2.26. Vers Tejobindu Upanishad
ātmabhāvaṃ ca cinmātramakhaṇḍaikarasaṃ viduḥ |
sarvalokaṃ ca cinmātraṃ vattā mattā ca cinmayam || 26 ||
Übersetzung
Die Selbst-existierende, Eine Vollkommene Essenz wird als absolutes Bewusstsein realisiert; alle Wesen sind absolutes Bewusstsein und wie sie bin auch ich von Natur aus Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ātmabhāvaṃ ca cinmātramakhaṇḍaikarasaṃ viduḥ – Die Selbst-existierende, Eine Vollkommene Essenz wird als absolutes Bewusstsein realisiert; alle Wesen sind absolutes Bewusstsein; sarvalokaṃ ca cinmātraṃ vattā mattā ca cinmayam – und wie sie bin auch ich von Natur aus Bewusstsein.
2.27. Vers Tejobindu Upanishad
ākāśo bhūrjalaṃ vāyuragnirbrahmā hariḥ śivaḥ |
yatkiñcidyanna kiñcicca sarvaṃ cinmātrameva hi || 27 ||
Übersetzung
Äther, Erde, Wasser, Luft und Feuer; Brahmā, Viṣṇu und Shiva; alles, was ist und was nicht ist, ist eindeutig nur absolutes Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ākāśo bhūrjalaṃ vāyuragnirbrahmā hariḥ śivaḥ – Äther, Erde, Wasser, Luft und Feuer; Brahmā, Viṣṇu; yatkiñcidyanna kiñcicca sarvaṃ cinmātrameva hi – und Shiva; alles, was ist und was nicht ist, ist eindeutig nur absolutes Bewusstsein.
2.28. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikarasaṃ sarvaṃ yadyaccinmātrameva hi |
bhūtaṃ bhavyaṃ bhaviṣyacca sarvaṃ cinmātrameva hi || 28 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen und alles, was auch immer ist, ist eindeutig nur absolutes Bewusstsein; Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind alles, eindeutig, nur absolutes Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikarasaṃ sarvaṃ yadyaccinmātrameva hi – Das ungeteilte, eine Wesen und alles, was auch immer ist, ist eindeutig nur absolutes Bewusstsein; bhūtaṃ bhavyaṃ bhaviṣyacca sarvaṃ cinmātrameva hi – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind alles, eindeutig, nur absolutes Bewusstsein.
2.29. Vers Tejobindu Upanishad
dravyaṃ kālaṃ ca cinmātraṃ jñānaṃ jñeyaṃ cideva hi |
jñātā cinmātrarūpaśca sarvaṃ cinmayameva hi || 29 ||
Übersetzung
Materie und Zeit sind absolutes Bewusstsein. Wissen und das Bekannte sind nur absolutes Bewusstsein. Der Wissende ist von Natur aus absolutes Bewusstsein und alles ist ausschließlich die Natur des absoluten Bewusstseins.
Wort-für-Wort-Übersetzung
dravyaṃ kālaṃ ca cinmātraṃ jñānaṃ jñeyaṃ cideva hi – Materie und Zeit sind absolutes Bewusstsein. Wissen und; jñātā cinmātrarūpaśca sarvaṃ cinmayameva hi – das Bekannte sind nur absolutes Bewusstsein. Der Wissende ist von Natur aus absolutes Bewusstsein und alles ist ausschließlich die Natur des absoluten Bewusstseins.
2.30. Vers Tejobindu Upanishad
sambhāṣaṇaṃ ca cinmātraṃ yadyaccinmātrameva hi |
asacca sacca cinmātramādyantaṃ cinmayaṃ sadā || 30 ||
Übersetzung
Sprache und alles andere ist nur absolutes Bewusstsein. Das Reale und Unwirkliche sind absolutes Bewusstsein. Der Anfang und das Ende sind immer in der Form von Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sambhāṣaṇaṃ ca cinmātraṃ yadyaccinmātrameva hi – Sprache und alles andere ist nur absolutes Bewusstsein. Das Reale und Unwirkliche sind absolutes Bewusstsein; asacca sacca cinmātramādyantaṃ cinmayaṃ sadā – Der Anfang und das Ende sind immer in der Form von Bewusstsein.
2.31. Vers Tejobindu Upanishad
ādirantaśca cinmātraṃ guruśiṣyādi cinmayam |
dṛgdṛśyaṃ yadi cinmātramasti ceccinmayaṃ sadā || 31 ||
Übersetzung
Anfang und Ende sind absolutes Bewusstsein; der Seher und das Gesehene sind absolutes Bewusstsein oder vielmehr immer in der Form von Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ādirantaśca cinmātraṃ guruśiṣyādi cinmayam – Anfang und Ende sind absolutes Bewusstsein; der Seher und; dṛgdṛśyaṃ yadi cinmātramasti ceccinmayaṃ sadā – das Gesehene sind absolutes Bewusstsein oder vielmehr immer in der Form von Bewusstsein.
2.32. Vers Tejobindu Upanishad
sarvāścaryaṃ hi cinmātraṃ dehaṃ cinmātrameva hi |
liṅgaṃ ca kāraṇaṃ caiva cinmātrānna hi vidyate || 32 ||
Übersetzung
Alle wunderbaren Dinge sind absolutes Bewusstsein; die groben, subtilen und kausalen Körper sind absolutes Bewusstsein, da, abgesehen von absolutem Bewusstsein, nichts gefunden wird.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvāścaryaṃ hi cinmātraṃ dehaṃ cinmātrameva hi – Alle wunderbaren Dinge sind absolutes Bewusstsein; die groben, subtilen; liṅgaṃ ca kāraṇaṃ caiva cinmātrānna hi vidyate – und kausalen Körper sind absolutes Bewusstsein, da, abgesehen von absolutem Bewusstsein, nichts gefunden wird.
2.33. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ tvaṃ caiva cinmātraṃ mūrtāmūrtādicinmayam |
puṇyaṃ pāpaṃ ca cinmātraṃ jīvaścinmātravigrahaḥ || 33 ||
Übersetzung
Ich und du, Gestalt und Gestaltlosigkeit, Tugend und Laster sind absolutes Bewusstsein. Die individuelle Seele ist eine Erweiterung des absoluten Bewusstseins.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ tvaṃ caiva cinmātraṃ mūrtāmūrtādicinmayam – Ich und du, Gestalt und Gestaltlosigkeit, Tugend; puṇyaṃ pāpaṃ ca cinmātraṃ jīvaścinmātravigrahaḥ – und Laster sind absolutes Bewusstsein. Die individuelle Seele ist eine Erweiterung des absoluten Bewusstseins.
2.34. Vers Tejobindu Upanishad
cinmātrānnāsti saṅkalpaścinmātrānnāsti vedanam |
cinmātrānnāsti mantrādi cinmātrānnāsti devatā || 34 ||
Übersetzung
Abgesehen vom absoluten Bewusstsein gibt es keinen Gedanken, keine Wahrnehmung, kein Mantra und keine Göttlichkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cinmātrānnāsti saṅkalpaścinmātrānnāsti vedanam – Abgesehen vom absoluten Bewusstsein gibt es keinen Gedanken, keine Wahrnehmung, kein Mantra; cinmātrānnāsti mantrādi cinmātrānnāsti devatā – und keine Göttlichkeit.
2.35. Vers Tejobindu Upanishad
cinmātrānnāsti dikpālāścinmātrādvyāvahārikam |
cinmātrātparamaṃ brahma cinmātrānnāsti ko’pi hi || 35 ||
Übersetzung
Abgesehen von absolutem Bewusstsein gibt es keinen Himmelsgott und keine weltliche Existenz. Das Höchste Brahman ist absolutes Bewusstsein und abgesehen von absolutem Bewusstsein ist nichts.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cinmātrānnāsti dikpālāścinmātrādvyāvahārikam – Abgesehen von absolutem Bewusstsein gibt es keinen Himmelsgott und keine weltliche Existenz; cinmātrātparamaṃ brahma cinmātrānnāsti ko’pi hi – Das Höchste Brahman ist absolutes Bewusstsein und abgesehen von absolutem Bewusstsein ist nichts.
2.36. Vers Tejobindu Upanishad
cinmātrānnāsti māyā ca cinmātrānnāsti pūjanam |
cinmātrānnāsti mantavyaṃ cinmātrānnāsti satyakam || 36 ||
Übersetzung
Abgesehen vom absoluten Bewusstsein gibt es keine Illusion, keine Anbetung, nichts, was angebetet werden kann, und keine Wahrhaftigkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cinmātrānnāsti māyā ca cinmātrānnāsti pūjanam – Abgesehen vom absoluten Bewusstsein gibt es keine Illusion, keine Anbetung, nichts, was angebetet werden kann; cinmātrānnāsti mantavyaṃ cinmātrānnāsti satyakam – und keine Wahrhaftigkeit.
2.37. Vers Tejobindu Upanishad
cinmātrānnāsti kośādi cinmātrānnāsti vai vasu |
cinmātrānnāsti maunaṃ ca cinmātrānnastyamaunakam || 37 ||
Übersetzung
Abgesehen vom absoluten Bewusstsein gibt es keine Körper, keine Geister, keine Stille und keinen Lärm.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cinmātrānnāsti kośādi cinmātrānnāsti vai vasu – Abgesehen vom absoluten Bewusstsein gibt es keine Körper, keine Geister, keine Stille; cinmātrānnāsti maunaṃ ca cinmātrānnastyamaunakam – und keinen Lärm.
2.38. Vers Tejobindu Upanishad
cinmātrānnāsti vairāgyaṃ sarvaṃ cinmātrameva hi |
yacca yāvacca cinmātraṃ yacca yāvacca dṛśyate || 38 ||
Übersetzung
Abgesehen vom absoluten Bewusstsein gibt es keine Entsagung und alles, was weit und breit gesehen wird, ist nur absolutes Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cinmātrānnāsti vairāgyaṃ sarvaṃ cinmātrameva hi – Abgesehen vom absoluten Bewusstsein gibt es keine Entsagung; yacca yāvacca cinmātraṃ yacca yāvacca dṛśyate – und alles, was weit und breit gesehen wird, ist nur absolutes Bewusstsein.
2.39. Vers Tejobindu Upanishad
yacca yāvacca dūrasthaṃ sarvaṃ cinmātrameva hi |
yacca yāvacca bhūtādi yacca yāvacca lakṣyate || 39 ||
Übersetzung
Gewiss, was auch immer existierte, was auch immer sein wird und was auch immer wahrgenommen wird, sind alle nur absolutes Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yacca yāvacca dūrasthaṃ sarvaṃ cinmātrameva hi – Gewiss, was auch immer existierte, was auch immer sein wird; yacca yāvacca bhūtādi yacca yāvacca lakṣyate – und was auch immer wahrgenommen wird, sind alle nur absolutes Bewusstsein.
2.40. Vers Tejobindu Upanishad
yacca yāvacca vedāntāḥ sarvaṃ cinmātrameva hi |
cinmātrānnāsti gamanaṃ cinmātrānnāsti mokṣakam || 40 ||
Übersetzung
Was auch immer im Vedānta ist, ist alles absolutes Bewusstsein, und abgesehen vom absoluten Bewusstsein gibt es weder Verständnis noch Befreiung.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yacca yāvacca vedāntāḥ sarvaṃ cinmātrameva hi – Was auch immer im Vedānta ist, ist alles absolutes Bewusstsein, und abgesehen vom absoluten Bewusstsein gibt; cinmātrānnāsti gamanaṃ cinmātrānnāsti mokṣakam – es weder Verständnis noch Befreiung.
2.41. Vers Tejobindu Upanishad
cinmātrānnāsti lakṣyaṃ ca sarvaṃ cinmātrameva hi |
akhaṇḍaikarasaṃ brahma cinmātrānna hi vidyate || 41 ||
Übersetzung
Alles ist nur absolutes Bewusstsein und abgesehen von absolutem Bewusstsein gibt es kein Ziel. Das ungeteilte, eine Wesen ist Brahman; tatsächlich findet sich nichts außer absolutem Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cinmātrānnāsti lakṣyaṃ ca sarvaṃ cinmātrameva hi – Alles ist nur absolutes Bewusstsein und abgesehen von absolutem Bewusstsein gibt es kein Ziel; akhaṇḍaikarasaṃ brahma cinmātrānna hi vidyate – Das ungeteilte, eine Wesen ist Brahman; tatsächlich findet sich nichts außer absolutem Bewusstsein.
2.42. Vers Tejobindu Upanishad
śāstre mayi tvayīśe ca hyakhaṇḍaikaraso bhavān |
ityekarūpatayā yo vā jānātyahaṃ tviti || 42 ||
Übersetzung
Das ungeteilte, eine Wesen ist in der Schrift, in mir, in dir und im Herrn gegenwärtig. So erkenne diese nichtduale Wirklichkeit als das eigene Ich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
śāstre mayi tvayīśe ca hyakhaṇḍaikaraso bhavān – Das ungeteilte, eine Wesen ist in der Schrift, in mir, in dir und im Herrn gegenwärtig; ityekarūpatayā yo vā jānātyahaṃ tviti – So erkenne diese nichtduale Wirklichkeit als das eigene Ich.
2.43. Vers Tejobindu Upanishad
sakṛjjñānena muktiḥ syātsamyagjñāne svayaṃ guruḥ || 43 ||
Übersetzung
Ungeteiltes, eines Wesen ist alles; nichts anderes besteht. So hat der höchste Shiva die Lehre vom ungeteilten, einen Wesen dargelegt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sakṛjjñānena muktiḥ syātsamyagjñāne svayaṃ guruḥ – Ungeteiltes, eines Wesen ist alles; nichts anderes besteht. So hat der höchste Shiva die Lehre vom ungeteilten, einen Wesen dargelegt.
3. Kapitel – Die Verwirklichung „Ich bin Brahman“
Einleitung zum 3. Kapitel
kumāraḥ pitaramātmānubhavamanubrūhīti papraccha |
sa hovāca paraḥ śivaḥ |
Übersetzung
Kumara fragte den großen Herrn: „Erkläre mir die unmittelbare Erfahrung des ungeteilten, einen Wesens.“ Der große Herr sprach:
3.1. Vers Tejobindu Upanishad
parabrahmasvarūpo’haṃ paramānandamasmyaham |
kevalaṃ jñānarūpo’haṃ kevalaṃ paramo’smyaham || 1 ||
Übersetzung
Alles ist nichts als Bewusstsein; alles ist allein Sat Chit Ananda. Alles ist Brahman; alles ist nichts als Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
parabrahmasvarūpo’haṃ paramānandamasmyaham – Alles ist nichts als Bewusstsein; alles ist allein Sat Chit Ananda; kevalaṃ jñānarūpo’haṃ kevalaṃ paramo’smyaham – Alles ist Brahman; alles ist nichts als Bewusstsein.
3.2. Vers Tejobindu Upanishad
kevalaṃ śāntarūpo’haṃ kevalaṃ cinmayo’smyaham |
kevalaṃ nityarūpo’haṃ kevalaṃ śāśvato’smyaham || 2 ||
Übersetzung
Mein Wesen ist reiner Friede, reines Bewusstsein, das Ewige und Beständige.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kevalaṃ śāntarūpo’haṃ kevalaṃ cinmayo’smyaham – Mein Wesen ist reiner Friede, reines Bewusstsein, das Ewige; kevalaṃ nityarūpo’haṃ kevalaṃ śāśvato’smyaham – und Beständige.
3.3. Vers Tejobindu Upanishad
kevalaṃ sattvarūpo’hamahaṃ tyaktvāhamasmyaham |
sarvahīnasvarūpo’haṃ cidākāśamayo’smyaham || 3 ||
Übersetzung
Ich bin reines Sein; nachdem die begrenzte Ichvorstellung losgelassen ist, bin ich das wahre Ich. Mein Wesen ist von allem Begrenzenden frei und besteht aus dem Raum des Bewusstseins.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kevalaṃ sattvarūpo’hamahaṃ tyaktvāhamasmyaham – Ich bin reines Sein; nachdem die begrenzte Ichvorstellung losgelassen ist, bin ich; sarvahīnasvarūpo’haṃ cidākāśamayo’smyaham – das wahre Ich. Mein Wesen ist von allem Begrenzenden frei und besteht aus dem Raum des Bewusstseins.
3.4. Vers Tejobindu Upanishad
kevalaṃ turyarūpo’smi turyātīto’smi kevalaḥ |
sadā caitanyarūpo’smi cidānandamayo’smyaham || 4 ||
Übersetzung
Ich bin Turiya, der vierte Bewusstseinszustand, und zugleich jenseits von Turiya. Immer bin ich Bewusstsein und von der Glückseligkeit des Bewusstseins erfüllt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kevalaṃ turyarūpo’smi turyātīto’smi kevalaḥ – Ich bin Turiya, der vierte Bewusstseinszustand, und zugleich jenseits von Turiya; sadā caitanyarūpo’smi cidānandamayo’smyaham – Immer bin ich Bewusstsein und von der Glückseligkeit des Bewusstseins erfüllt.
3.5. Vers Tejobindu Upanishad
kevalākārarūpo’smi śuddharūpo’smyahaṃ sadā |
kevalaṃ jñānarūpo’smi kevalaṃ priyamasmyaham || 5 ||
Übersetzung
Ich bin von ungeteilter Gestalt, immer rein, reines Wissen und das einzig wahrhaft Liebenswerte.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kevalākārarūpo’smi śuddharūpo’smyahaṃ sadā – Ich bin von ungeteilter Gestalt, immer rein, reines Wissen und; kevalaṃ jñānarūpo’smi kevalaṃ priyamasmyaham – das einzig wahrhaft Liebenswerte.
3.6. Vers Tejobindu Upanishad
nirvikalpasvarūpo’smi nirīho’smi nirāmayaḥ |
sadā’saṅgasvarūpo’smi nirvikāro’hamavyayaḥ || 6 ||
Übersetzung
Mein Wesen ist frei von gedanklicher Unterscheidung, Begehren und Befleckung; immer ungebunden, unveränderlich und unvergänglich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nirvikalpasvarūpo’smi nirīho’smi nirāmayaḥ – Mein Wesen ist frei von gedanklicher Unterscheidung, Begehren und Befleckung; sadā’saṅgasvarūpo’smi nirvikāro’hamavyayaḥ – immer ungebunden, unveränderlich und unvergänglich.
3.7. Vers Tejobindu Upanishad
sadaikarasarūpo’smi sadā cinmātravigrahaḥ |
aparicchinnarūpo’smi hyakhaṇḍānandarūpavān || 7 ||
Übersetzung
Ich bin stets von einem einzigen Wesen und die Verkörperung reinen Bewusstseins; unbegrenzt und von der Gestalt ungeteilter Glückseligkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sadaikarasarūpo’smi sadā cinmātravigrahaḥ – Ich bin stets von einem einzigen Wesen und die Verkörperung reinen Bewusstseins; aparicchinnarūpo’smi hyakhaṇḍānandarūpavān – unbegrenzt und von der Gestalt ungeteilter Glückseligkeit.
3.8. Vers Tejobindu Upanishad
satparānandarūpo’smi citparānandamasmyaham |
antarāntararūpo’hamavāṅmanasagocaraḥ || 8 ||
Übersetzung
Ich bin die höchste Glückseligkeit des Seins und des Bewusstseins, das Innerste des Inneren und jenseits des Bereichs von Sprache und Denken.
Wort-für-Wort-Übersetzung
satparānandarūpo’smi citparānandamasmyaham – Ich bin die höchste Glückseligkeit des Seins und des Bewusstseins; antarāntararūpo’hamavāṅmanasagocaraḥ – das Innerste des Inneren und jenseits des Bereichs von Sprache und Denken.
3.9. Vers Tejobindu Upanishad
ātmānandasvarūpo’haṃ satyānando’smyahaṃ sadā |
ātmārāmasvarūpo’smi hyayamātmā sadāśivaḥ || 9 ||
Übersetzung
Ich bin die Glückseligkeit des Atman und die Glückseligkeit der Wirklichkeit; mein Wesen ruht in sich selbst. Dieser Atman ist der ewige Shiva.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ātmānandasvarūpo’haṃ satyānando’smyahaṃ sadā – Ich bin die Glückseligkeit des Atman und die Glückseligkeit; ātmārāmasvarūpo’smi hyayamātmā sadāśivaḥ – der Wirklichkeit; mein Wesen ruht in sich selbst. Dieser Atman ist der ewige Shiva.
3.10. Vers Tejobindu Upanishad
ātmaprakāśarūpo’smi hyātmajyotiraso’smyaham |
ādimadhyāntahīno’smi hyākāśasadṛśo’smyaham || 10 ||
Übersetzung
Ich bin selbstleuchtend und von der Essenz des Lichtes des Atman; ohne Anfang, Mitte und Ende, dem Raum vergleichbar.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ātmaprakāśarūpo’smi hyātmajyotiraso’smyaham – Ich bin selbstleuchtend und von der Essenz des Lichtes des Atman; ādimadhyāntahīno’smi hyākāśasadṛśo’smyaham – ohne Anfang, Mitte und Ende, dem Raum vergleichbar.
3.11. Vers Tejobindu Upanishad
nityaśuddhacidānandasattāmātro’hamavyayaḥ |
nityabuddhaviśuddhaikasaccidānandamasmyaham || 11 ||
Übersetzung
Ich bin unvergängliches Sein, ewig rein und von der Glückseligkeit des Bewusstseins erfüllt; ewige Erkenntnis, vollkommene Reinheit und einziges Sat Chit Ananda.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nityaśuddhacidānandasattāmātro’hamavyayaḥ – Ich bin unvergängliches Sein, ewig rein und von der Glückseligkeit des Bewusstseins erfüllt; nityabuddhaviśuddhaikasaccidānandamasmyaham – ewige Erkenntnis, vollkommene Reinheit und einziges Sat Chit Ananda.
3.12. Vers Tejobindu Upanishad
nityaśeṣasvarūpo’smi sarvātīto’smyahaṃ sadā |
rūpātītasvarūpo’smi paramākāśavigrahaḥ || 12 ||
Übersetzung
Ich bin das ewig verbleibende Wesen, stets jenseits von allem; jenseits jeder Form und von der Gestalt des höchsten Raumes.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nityaśeṣasvarūpo’smi sarvātīto’smyahaṃ sadā – Ich bin das ewig verbleibende Wesen, stets jenseits von allem; jenseits jeder Form; rūpātītasvarūpo’smi paramākāśavigrahaḥ – und von der Gestalt des höchsten Raumes.
3.13. Vers Tejobindu Upanishad
bhūmānandasvarūpo’smi bhāṣāhīno’smyahaṃ sadā |
sarvādhiṣṭhānarūpo’smi sarvadā cidghano’smyaham || 13 ||
Übersetzung
Ich bin die Glückseligkeit der Fülle, immer jenseits sprachlicher Beschreibung, die Grundlage von allem und eine ungeteilte Dichte des Bewusstseins.
Wort-für-Wort-Übersetzung
bhūmānandasvarūpo’smi bhāṣāhīno’smyahaṃ sadā – Ich bin die Glückseligkeit der Fülle, immer jenseits sprachlicher Beschreibung; sarvādhiṣṭhānarūpo’smi sarvadā cidghano’smyaham – die Grundlage von allem und eine ungeteilte Dichte des Bewusstseins.
3.14. Vers Tejobindu Upanishad
dehabhāvavihīno’smi cintāhīno’smi sarvadā |
cittavṛttivihīno’haṃ cidātmaikaraso’smyaham || 14 ||
Übersetzung
Ich bin frei von der Identifikation mit dem Körper und stets ohne sorgende Gedanken; frei von den Bewegungen des Geistes und von einem Wesen mit dem Bewusstseins-Atman.
Wort-für-Wort-Übersetzung
dehabhāvavihīno’smi cintāhīno’smi sarvadā – Ich bin frei von der Identifikation mit dem Körper und stets; cittavṛttivihīno’haṃ cidātmaikaraso’smyaham – ohne sorgende Gedanken; frei von den Bewegungen des Geistes und von einem Wesen mit dem Bewusstseins-Atman.
3.15. Vers Tejobindu Upanishad
sarvadṛśyavihīno’haṃ dṛgrūpo’smyahameva hi |
sarvadā pūrṇarūpo’smi nityatṛpto’smyahaṃ sadā || 15 ||
Übersetzung
Ich bin frei von allem Gesehenen und allein von der Natur des Sehens; immer vollkommen und ewig in mir selbst erfüllt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvadṛśyavihīno’haṃ dṛgrūpo’smyahameva hi – Ich bin frei von allem Gesehenen und allein von der Natur des Sehens; sarvadā pūrṇarūpo’smi nityatṛpto’smyahaṃ sadā – immer vollkommen und ewig in mir selbst erfüllt.
3.16. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmaiva sarvaṃ syādahaṃ caitanyameva hi |
ahamevāhamevāsmi bhūmākāśasvarūpavān || 16 ||
Übersetzung
Ich bin Brahman allein und alles ist eindeutig nur Bewusstsein. Ich bin nur „Ich“ und voll von der Natur des absoluten Raumes.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmaiva sarvaṃ syādahaṃ caitanyameva hi – Ich bin Brahman allein und alles ist eindeutig nur Bewusstsein. Ich bin nur „Ich“; ahamevāhamevāsmi bhūmākāśasvarūpavān – und voll von der Natur des absoluten Raumes.
3.17. Vers Tejobindu Upanishad
ahameva mahānātmā hyahameva parātparaḥ |
ahamanyavadābhāmi hyahameva śarīravat || 17 ||
Übersetzung
Ich bin sicherlich das Große Selbst, das Größte der Großen, doch ich erscheine mir unähnlich, wie einen Körper zu haben.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahameva mahānātmā hyahameva parātparaḥ – Ich bin sicherlich das Große Selbst, das Größte; ahamanyavadābhāmi hyahameva śarīravat – der Großen, doch ich erscheine mir unähnlich, wie einen Körper zu haben.
3.18. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ śiṣyavadābhāmi hyayaṃ lokatrayāśrayaḥ |
ahaṃ kālatrayātīta ahaṃ vedairupāsitaḥ || 18 ||
Übersetzung
Ich erscheine auch wie ein Schüler, abhängig von diesen drei Welten, aber ich bin jenseits der drei Zeiträume und werde in den Veden verehrt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ śiṣyavadābhāmi hyayaṃ lokatrayāśrayaḥ – Ich erscheine auch wie ein Schüler, abhängig von diesen drei Welten, aber ich bin jenseits der drei Zeiträume; ahaṃ kālatrayātīta ahaṃ vedairupāsitaḥ – und werde in den Veden verehrt.
3.19. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ śāstreṇa nirṇīta ahaṃ citte vyavasthitaḥ |
mattyaktaṃ nāsti kiñcidvā mattyaktaṃ pṛthivī ca vā || 19 ||
Übersetzung
Es gibt nichts außerhalb von mir, und wenn etwas außerhalb von mir wäre, wäre es auch außerhalb der ganzen Welt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ śāstreṇa nirṇīta ahaṃ citte vyavasthitaḥ – Es gibt nichts außerhalb von mir, und wenn etwas außerhalb von mir wäre, wäre; mattyaktaṃ nāsti kiñcidvā mattyaktaṃ pṛthivī ca vā – es auch außerhalb der ganzen Welt.
3.20. Vers Tejobindu Upanishad
mayātiriktaṃ yadyadvā tattannāstīti niścinu |
ahaṃ brahmāsmi siddho’smi nityaśuddho’smyahaṃ sadā || 20 ||
Übersetzung
Ich bin Brahman, ich bin der Vervollkommnete, und ich bin ewig rein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
mayātiriktaṃ yadyadvā tattannāstīti niścinu – Ich bin Brahman, ich bin der Vervollkommnete; ahaṃ brahmāsmi siddho’smi nityaśuddho’smyahaṃ sadā – und ich bin ewig rein.
3.21. Vers Tejobindu Upanishad
nirguṇaḥ kevalātmāsmi nirākāro’smyahaṃ sadā |
kevalaṃ brahmamātro’smi hyajaro’smyamaro’smyaham || 21 ||
Übersetzung
Ich bin ausschließlich das Selbst, ohne Qualitäten und immer ohne Form, ich bin ausschließlich das Absolute Brahman, zeitlos und unsterblich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nirguṇaḥ kevalātmāsmi nirākāro’smyahaṃ sadā – Ich bin ausschließlich das Selbst, ohne Qualitäten und immer; kevalaṃ brahmamātro’smi hyajaro’smyamaro’smyaham – ohne Form, ich bin ausschließlich das Absolute Brahman, zeitlos und unsterblich.
3.22. Vers Tejobindu Upanishad
svayameva svayaṃ bhāmi svayameva sadātmakaḥ |
svayamevātmani svasthaḥ svayameva parā gatiḥ || 22 ||
Übersetzung
Ich existiere als mein eigenes Wahres Selbst, das immer die Natur des Selbst ist, ich bin selbstgenügsam in meiner Wahren Natur und erreiche das Höchste in mir selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
svayameva svayaṃ bhāmi svayameva sadātmakaḥ – Ich existiere als mein eigenes Wahres Selbst, das immer die Natur des Selbst ist, ich bin selbstgenügsam in meiner Wahren Natur; svayamevātmani svasthaḥ svayameva parā gatiḥ – und erreiche das Höchste in mir selbst.
3.23. Vers Tejobindu Upanishad
svayameva svayaṃ bhañje svayameva svayaṃ rame |
svayameva svayaṃ jyotiḥ svayameva svayaṃ mahaḥ || 23 ||
Übersetzung
Sicherlich glänze ich in meinem eigenen Wahren Selbst. Ich erfreue mich an meinem eigenen Wahren Selbst. Mein eigenes Wahres Selbst ist das Licht und es ist großartig.
Wort-für-Wort-Übersetzung
svayameva svayaṃ bhañje svayameva svayaṃ rame – Sicherlich glänze ich in meinem eigenen Wahren Selbst. Ich erfreue mich an meinem eigenen Wahren Selbst. Mein eigenes Wahres Selbst ist; svayameva svayaṃ jyotiḥ svayameva svayaṃ mahaḥ – das Licht und es ist großartig.
3.24. Vers Tejobindu Upanishad
svasyātmani svayaṃ raṃsye svātmanyeva vilokaye |
svātmanyeva sukhāsīnaḥ svātmamātrāvaśeṣakaḥ || 24 ||
Übersetzung
Ich werde in meinem Wahren Selbst bleiben. Ich werde im Wahren Selbst beobachten. Ich sitze gut im Wahren Selbst und Wahres Selbst ist alles, was bleibt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
svasyātmani svayaṃ raṃsye svātmanyeva vilokaye – Ich werde in meinem Wahren Selbst bleiben. Ich werde im Wahren Selbst beobachten; svātmanyeva sukhāsīnaḥ svātmamātrāvaśeṣakaḥ – Ich sitze gut im Wahren Selbst und Wahres Selbst ist alles, was bleibt.
3.25. Vers Tejobindu Upanishad
svacaitanye svayaṃ sthāsye svātmarājye sukhe rame |
svātmasiṃhāsane sthitvā svātmano’nyanna cintaye || 25 ||
Übersetzung
Ich werde im Selbst-Bewusstsein bleiben, mich am Königreich des Wahren Selbst erfreuen, das auf dem Thron des Wahren Selbst gegründet wurde, und ich denke an nichts anderes, als im Wahren Selbst zu sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
svacaitanye svayaṃ sthāsye svātmarājye sukhe rame – Ich werde im Selbst-Bewusstsein bleiben, mich am Königreich des Wahren Selbst erfreuen, das auf dem Thron des Wahren Selbst gegründet wurde; svātmasiṃhāsane sthitvā svātmano’nyanna cintaye – und ich denke an nichts anderes, als im Wahren Selbst zu sein.
3.26. Vers Tejobindu Upanishad
cidrūpamātraṃ brahmaiva saccidānandamadvayam |
ānandaghana evāhamahaṃ brahmāsmi kevalam || 26 ||
Übersetzung
Ich bin sicherlich Brahman, die Natur des absoluten Bewusstseins, nichtdual, Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit. Ich bin ausschließlich Brahman, voller Glückseligkeit und reinem Ich-Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cidrūpamātraṃ brahmaiva saccidānandamadvayam – Ich bin sicherlich Brahman, die Natur des absoluten Bewusstseins, nichtdual, Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit; ānandaghana evāhamahaṃ brahmāsmi kevalam – Ich bin ausschließlich Brahman, voller Glückseligkeit und reinem Ich-Bewusstsein.
3.27. Vers Tejobindu Upanishad
sarvadā sarvaśūnyo’haṃ sarvātmānandavānaham |
nityānandasvarūpo’hamātmākāśo’smi nityadā || 27 ||
Übersetzung
Ich bin die volle Seligkeit des Selbst, ewig ohne alle Dinge, ich bin gekleidet in die volle Seligkeit des Selbst, die Natur der ewigen Seligkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvadā sarvaśūnyo’haṃ sarvātmānandavānaham – Ich bin die volle Seligkeit des Selbst, ewig ohne alle Dinge, ich bin gekleidet in; nityānandasvarūpo’hamātmākāśo’smi nityadā – die volle Seligkeit des Selbst, die Natur der ewigen Seligkeit.
3.28. Vers Tejobindu Upanishad
ahameva hṛdākāśaścidādityasvarūpavān |
ātmanātmani tṛpto’smi hyarūpo’smyahamavyayaḥ || 28 ||
Übersetzung
Ich bin der Raum im Herzen und besitze die Natur grenzenlosen Bewusstseins. Ich bin formlos und unveränderlich, die Natur des Selbst-Inhalts.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahameva hṛdākāśaścidādityasvarūpavān – Ich bin der Raum im Herzen und besitze die Natur grenzenlosen Bewusstseins; ātmanātmani tṛpto’smi hyarūpo’smyahamavyayaḥ – Ich bin formlos und unveränderlich, die Natur des Selbst-Inhalts.
3.29. Vers Tejobindu Upanishad
ekasaṅkhyāvihīno’smi nityamuktasvarūpavān |
ākāśādapi sūkṣmo’hamādyantābhāvavānaham || 29 ||
Übersetzung
Ich bin die Natur der ewigen Freiheit und bin subtiler als der Raum; ich kann nicht berechnet oder summiert werden und meine Existenz hat keinen Anfang oder Ende.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ekasaṅkhyāvihīno’smi nityamuktasvarūpavān – Ich bin die Natur der ewigen Freiheit und bin subtiler als der Raum; ākāśādapi sūkṣmo’hamādyantābhāvavānaham – ich kann nicht berechnet oder summiert werden und meine Existenz hat keinen Anfang oder Ende.
3.30. Vers Tejobindu Upanishad
sarvaprakāśarūpo’haṃ parāvarasukho’smyaham |
sattāmātrasvarūpo’haṃ śuddhamokṣasvarūpavān || 30 ||
Übersetzung
Ich bin das höchste und niedrigste Gut und alles erleuchtend von der Natur, ich bin die Natur des absoluten Seins und der reinen Befreiung.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvaprakāśarūpo’haṃ parāvarasukho’smyaham – Ich bin das höchste und niedrigste Gut und alles erleuchtend von; sattāmātrasvarūpo’haṃ śuddhamokṣasvarūpavān – der Natur, ich bin die Natur des absoluten Seins und der reinen Befreiung.
3.31. Vers Tejobindu Upanishad
satyānandasvarūpo’haṃ jñānānandaghano’smyaham |
vijñānamātrarūpo’haṃ saccidānandalakṣaṇaḥ || 31 ||
Übersetzung
Die Glückseligkeit des Seins von Natur aus, ich bin reich an der Glückseligkeit des Wissens. Ich bin die Natur der absoluten Verwirklichung, gekennzeichnet durch Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
satyānandasvarūpo’haṃ jñānānandaghano’smyaham – Die Glückseligkeit des Seins von Natur aus, ich bin reich an der Glückseligkeit des Wissens. Ich bin; vijñānamātrarūpo’haṃ saccidānandalakṣaṇaḥ – die Natur der absoluten Verwirklichung, gekennzeichnet durch Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit.
3.32. Vers Tejobindu Upanishad
brahmamātramidaṃ sarvaṃ brahmaṇo’nyanna kiñcana |
tadevāhaṃ sadānandaṃ brahmaivāhaṃ sanātanam || 32 ||
Übersetzung
All dies ist nur Brahman, es gibt nichts anderes als Brahman. Ich bin diese Seins-Bewusstseins-Glückseligkeit; ich bin dieses Ewige Brahman.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmamātramidaṃ sarvaṃ brahmaṇo’nyanna kiñcana – All dies ist nur Brahman, es gibt nichts anderes als Brahman; tadevāhaṃ sadānandaṃ brahmaivāhaṃ sanātanam – Ich bin diese Seins-Bewusstseins-Glückseligkeit; ich bin dieses Ewige Brahman.
3.33. Vers Tejobindu Upanishad
tvamityetattadityetanmatto’nyannāsti kiñcana |
ciccaitanyasvarūpo’hamahameva śivaḥ paraḥ || 33 ||
Übersetzung
Die Worte „du“ und „das“ (aus dem berühmten Vers „du bist das“) beziehen sich auf mich. Nichts ist anders als ich. Ich bin der Höchste Shiva, von Natur aus bewusst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
tvamityetattadityetanmatto’nyannāsti kiñcana – Die Worte „du“ und „das“ (aus dem berühmten Vers „du bist das“) beziehen sich auf mich; ciccaitanyasvarūpo’hamahameva śivaḥ paraḥ – Nichts ist anders als ich. Ich bin der Höchste Shiva, von Natur aus bewusst.
3.34. Vers Tejobindu Upanishad
atibhāvasvarūpo’hamahameva sukhātmakaḥ |
sākṣivastuvihīnatvātsākṣitvaṃ nāsti me sadā || 34 ||
Übersetzung
Ich bin die Qualität des Glücks. Ich bin jenseits der Empfängnis und da ich jenseits der Sicht bin, werde ich nie gesehen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
atibhāvasvarūpo’hamahameva sukhātmakaḥ – Ich bin die Qualität des Glücks. Ich bin jenseits; sākṣivastuvihīnatvātsākṣitvaṃ nāsti me sadā – der Empfängnis und da ich jenseits der Sicht bin, werde ich nie gesehen.
3.35. Vers Tejobindu Upanishad
kevalaṃ brahmamātratvādahamātmā sanātanaḥ |
ahamevādiśeṣo’hamahaṃ śeṣo’hameva hi || 35 ||
Übersetzung
Da ich allein Brahman bin, bin ich das Ewige Selbst, ich bin die Hauptstütze (aller) und die einzige Stütze der Welt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kevalaṃ brahmamātratvādahamātmā sanātanaḥ – Da ich allein Brahman bin, bin ich das Ewige Selbst, ich bin die Hauptstütze (aller); ahamevādiśeṣo’hamahaṃ śeṣo’hameva hi – und die einzige Stütze der Welt.
3.36. Vers Tejobindu Upanishad
nāmarūpavimukto’hamahamānandavigrahaḥ |
indriyābhāvarūpo’haṃ sarvabhāvasvarūpakaḥ || 36 ||
Übersetzung
Ich bin die Natur der Glückseligkeit, frei von Name und Form, ich bin die Natur des absoluten Seins und unmerklich für Sinnesorgane.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nāmarūpavimukto’hamahamānandavigrahaḥ – Ich bin die Natur der Glückseligkeit, frei von Name; indriyābhāvarūpo’haṃ sarvabhāvasvarūpakaḥ – und Form, ich bin die Natur des absoluten Seins und unmerklich für Sinnesorgane.
3.37. Vers Tejobindu Upanishad
bandhamuktivihīno’haṃ śāśvatānandavigrahaḥ |
ādicaitanyamātro’hamakhaṇḍaikaraso’smyaham || 37 ||
Übersetzung
Ich bin völlig frei von Fesseln, der Natur ewiger Glückseligkeit, ich bin das ursprüngliche, absolute Bewusstsein, die eine, vollständige Essenz.
Wort-für-Wort-Übersetzung
bandhamuktivihīno’haṃ śāśvatānandavigrahaḥ – Ich bin völlig frei von Fesseln, der Natur ewiger Glückseligkeit, ich bin; ādicaitanyamātro’hamakhaṇḍaikaraso’smyaham – das ursprüngliche, absolute Bewusstsein, die eine, vollständige Essenz.
3.38. Vers Tejobindu Upanishad
vāṅmano’gocaraścāhaṃ sarvatra sukhavānaham |
sarvatra pūrṇarūpo’haṃ bhūmānandamayo’smyaham || 38 ||
Übersetzung
Ich bin jenseits der Sphäre des Geistes und der Rede, völlige Fülle von Natur aus und voll der Glückseligkeit des Seins.
Wort-für-Wort-Übersetzung
vāṅmano’gocaraścāhaṃ sarvatra sukhavānaham – Ich bin jenseits der Sphäre des Geistes und; sarvatra pūrṇarūpo’haṃ bhūmānandamayo’smyaham – der Rede, völlige Fülle von Natur aus und voll der Glückseligkeit des Seins.
3.39. Vers Tejobindu Upanishad
sarvatra tṛptirūpo’haṃ parāmṛtaraso’smyaham |
ekamevādvitīyaṃ sadbrahmaivāhaṃ na saṃśayaḥ || 39 ||
Übersetzung
Ich bin immer die Natur der Zufriedenheit, die Höchste Ewige Essenz, ich bin Brahman, einer ohne eine Sekunde, das Wirkliche, an dem es keinen Zweifel gibt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvatra tṛptirūpo’haṃ parāmṛtaraso’smyaham – Ich bin immer die Natur der Zufriedenheit, die Höchste Ewige Essenz, ich bin Brahman, einer; ekamevādvitīyaṃ sadbrahmaivāhaṃ na saṃśayaḥ – ohne eine Sekunde, das Wirkliche, an dem es keinen Zweifel gibt.
3.40. Vers Tejobindu Upanishad
sarvaśūnyasvarūpo’haṃ sakalāgamagocaraḥ |
mukto’haṃ mokṣarūpo’haṃ nirvāṇasukharūpavān || 40 ||
Übersetzung
Ich bin frei von allem, von Natur aus und jenseits der Reichweite aller Sinne. Ich bin befreit und die Natur der Befreiung. Ich bin die Freude des Nirvāṇa von Natur aus.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvaśūnyasvarūpo’haṃ sakalāgamagocaraḥ – Ich bin frei von allem, von Natur aus und jenseits der Reichweite aller Sinne. Ich bin befreit und; mukto’haṃ mokṣarūpo’haṃ nirvāṇasukharūpavān – die Natur der Befreiung. Ich bin die Freude des Nirvāṇa von Natur aus.
3.41. Vers Tejobindu Upanishad
satyavijñānamātro’haṃ sanmātrānandavānaham |
turīyātītarūpo’haṃ nirvikalpasvarūpavān || 41 ||
Übersetzung
Ich bin voll von der Glückseligkeit des absoluten Seins und der Verwirklichung der absoluten Realität, ich bin von Natur aus jenseits des vierten Zustandes und besitze die Natur der Nicht-Differenz.
Wort-für-Wort-Übersetzung
satyavijñānamātro’haṃ sanmātrānandavānaham – Ich bin voll von der Glückseligkeit des absoluten Seins und der Verwirklichung; turīyātītarūpo’haṃ nirvikalpasvarūpavān – der absoluten Realität, ich bin von Natur aus jenseits des vierten Zustandes und besitze die Natur der Nicht-Differenz.
3.42. Vers Tejobindu Upanishad
sarvadā hyajarūpo’haṃ nīrāgo’smi nirañjanaḥ |
ahaṃ śuddho’smi buddho’smi nityo’smi prabhurasmyaham || 42 ||
Übersetzung
Ich bin für immer ungeboren, leidenschaftslos, makellos und rein, von Natur aus, ich bin ewig und wach.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvadā hyajarūpo’haṃ nīrāgo’smi nirañjanaḥ – Ich bin für immer ungeboren, leidenschaftslos, makellos und rein, von Natur aus, ich bin ewig; ahaṃ śuddho’smi buddho’smi nityo’smi prabhurasmyaham – und wach.
3.43. Vers Tejobindu Upanishad
oṅkārārthasvarūpo’smi niṣkalaṅkamayo’smyaham |
cidākārasvarūpo’smi nāhamasmi na so’smyaham || 43 ||
Übersetzung
Ich bin die Bedeutung des Wortes Om. Ich bin makellos, die Form des Bewusstseins von Natur aus.
Wort-für-Wort-Übersetzung
oṅkārārthasvarūpo’smi niṣkalaṅkamayo’smyaham – Ich bin die Bedeutung des Wortes Om; cidākārasvarūpo’smi nāhamasmi na so’smyaham – Ich bin makellos, die Form des Bewusstseins von Natur aus.
3.44. Vers Tejobindu Upanishad
na hi kiñcitsvarūpo’smi nirvyāpārasvarūpavān |
niraṃśo’smi nirābhāso na mano nendriyo’smyaham || 44 ||
Übersetzung
Ich bin nichts und bin ohne Teilung oder Beschäftigung von Natur aus; ich habe kein Gleichnis und bin nicht der Verstand oder die Sinnesfunktionen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na hi kiñcitsvarūpo’smi nirvyāpārasvarūpavān – Ich bin nichts und bin ohne Teilung oder Beschäftigung von Natur aus; ich habe kein Gleichnis; niraṃśo’smi nirābhāso na mano nendriyo’smyaham – und bin nicht der Verstand oder die Sinnesfunktionen.
3.45. Vers Tejobindu Upanishad
na buddhirna vikalpo’haṃ na dehāditrayo’smyaham |
na jāgratsvapnarūpo’haṃ na suṣuptisvarūpavān || 45 ||
Übersetzung
Ich bin weder der Intellekt noch die Gedanken; ich bin nicht die drei Körper und besitze nicht die Natur von Wachheit, Traum oder Tiefschlaf.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na buddhirna vikalpo’haṃ na dehāditrayo’smyaham – Ich bin weder der Intellekt noch die Gedanken; ich bin nicht; na jāgratsvapnarūpo’haṃ na suṣuptisvarūpavān – die drei Körper und besitze nicht die Natur von Wachheit, Traum oder Tiefschlaf.
3.46. Vers Tejobindu Upanishad
na tāpatrayarūpo’haṃ neṣaṇātrayavānaham |
śravaṇaṃ nāsti me siddhermananaṃ ca cidātmani || 46 ||
Übersetzung
Ich bin nicht von den drei Leiden betroffen, noch habe ich die drei Wünsche. Es gibt kein Hören und Nachdenken für mich, nachdem ich Vollkommenheit im Bewussten Selbst erreicht habe.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na tāpatrayarūpo’haṃ neṣaṇātrayavānaham – Ich bin nicht von den drei Leiden betroffen, noch habe ich die drei Wünsche; śravaṇaṃ nāsti me siddhermananaṃ ca cidātmani – Es gibt kein Hören und Nachdenken für mich, nachdem ich Vollkommenheit im Bewussten Selbst erreicht habe.
3.47. Vers Tejobindu Upanishad
sajātīyaṃ na me kiñcidvijātīyaṃ na me kvacit |
svagataṃ ca na me kiñcinna me bhedatrayaṃ kvacit || 47 ||
Übersetzung
Es gibt nichts wie mich oder anders als mich, ich bin nicht in den drei Körpern und es gibt nichts in mir.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sajātīyaṃ na me kiñcidvijātīyaṃ na me kvacit – Es gibt nichts wie mich oder anders als mich, ich bin nicht in den drei Körpern; svagataṃ ca na me kiñcinna me bhedatrayaṃ kvacit – und es gibt nichts in mir.
3.48. Vers Tejobindu Upanishad
asatyaṃ hi manorūpamasatyaṃ buddhirūpakam |
ahaṅkāramasiddhīti nityo’haṃ śāśvato hyajaḥ || 48 ||
Übersetzung
Die Natur von Geist, Intellekt und Ego ist unwirklich und daher unvollkommen; jedoch bin ich ungeboren, ewig und unveränderlich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
asatyaṃ hi manorūpamasatyaṃ buddhirūpakam – Die Natur von Geist, Intellekt und Ego ist unwirklich und daher unvollkommen; ahaṅkāramasiddhīti nityo’haṃ śāśvato hyajaḥ – jedoch bin ich ungeboren, ewig und unveränderlich.
3.49. Vers Tejobindu Upanishad
dehatrayamasadviddhi kālatrayamasatsadā |
guṇatrayamasatviddhi hyayaṃ satyātmakaḥ śuciḥ || 49 ||
Übersetzung
Wisse, dass die drei Körper und die drei Zeiten immer unwirklich sind und wisse, dass die drei Qualitäten der Natur auch unwirklich sind, aber dieses von Natur aus reine Selbst ist Realität.
Wort-für-Wort-Übersetzung
dehatrayamasadviddhi kālatrayamasatsadā – Wisse, dass die drei Körper und die drei Zeiten immer unwirklich sind; guṇatrayamasatviddhi hyayaṃ satyātmakaḥ śuciḥ – und wisse, dass die drei Qualitäten der Natur auch unwirklich sind, aber dieses von Natur aus reine Selbst ist Realität.
3.50. Vers Tejobindu Upanishad
śrutaṃ sarvamasatdviddhi vedaṃ sarvamasatsadā |
śāstraṃ sarvamasatdviddhi hyahaṃ satyacidātmakaḥ || 50 ||
Übersetzung
Wisst, dass alles Gehörte und alle Veden immer unwirklich sind und wisst, dass alle Schriften auch unwirklich sind, aber Ich, Bewusstsein von Natur aus, bin Realität.
Wort-für-Wort-Übersetzung
śrutaṃ sarvamasatdviddhi vedaṃ sarvamasatsadā – Wisst, dass alles Gehörte und alle Veden immer unwirklich sind; śāstraṃ sarvamasatdviddhi hyahaṃ satyacidātmakaḥ – und wisst, dass alle Schriften auch unwirklich sind, aber Ich, Bewusstsein von Natur aus, bin Realität.
3.51. Vers Tejobindu Upanishad
mūrtitrayamasadviddhi sarvabhūtamasatsadā |
sarvatattvamasadviddhi hyayaṃ bhūmā sadāśivaḥ || 51 ||
Übersetzung
Wisst, dass die drei Gottheiten und alle Lebewesen unwirklich sind und wisst, dass alle elementaren Prinzipien auch unwirklich sind, aber dieses Selbst ist der Große, Ewige Gott.
Wort-für-Wort-Übersetzung
mūrtitrayamasadviddhi sarvabhūtamasatsadā – Wisst, dass die drei Gottheiten und alle Lebewesen unwirklich sind; sarvatattvamasadviddhi hyayaṃ bhūmā sadāśivaḥ – und wisst, dass alle elementaren Prinzipien auch unwirklich sind, aber dieses Selbst ist der Große, Ewige Gott.
3.52. Vers Tejobindu Upanishad
guruśiṣyamasadviddhi gurormantramasattataḥ |
yaddṛśyaṃ tadasadviddhi na māṃ viddhi tathāvidham || 52 ||
Übersetzung
Wisse, dass der Guru und Schüler unwirklich sind und deshalb ist auch das Mantra des Gurus unwirklich. Wisse, dass das, was gesehen wird, unwirklich ist, aber dass ich real bin.
Wort-für-Wort-Übersetzung
guruśiṣyamasadviddhi gurormantramasattataḥ – Wisse, dass der Guru und Schüler unwirklich sind und deshalb ist auch; yaddṛśyaṃ tadasadviddhi na māṃ viddhi tathāvidham – das Mantra des Gurus unwirklich. Wisse, dass das, was gesehen wird, unwirklich ist, aber dass ich real bin.
3.53. Vers Tejobindu Upanishad
yaccintyaṃ tadasadviddhi yannyāyaṃ tadasatsadā |
yaddhitaṃ tadasadviddhi na māṃ viddhi tathāvidham || 53 ||
Übersetzung
Wisse, was gedacht wird, ist unwirklich und wisse, dass das, was rechtmäßig und etabliert ist, auch unwirklich ist, aber wisse, dass ich wirklich bin.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yaccintyaṃ tadasadviddhi yannyāyaṃ tadasatsadā – Wisse, was gedacht wird, ist unwirklich und wisse, dass; yaddhitaṃ tadasadviddhi na māṃ viddhi tathāvidham – das, was rechtmäßig und etabliert ist, auch unwirklich ist, aber wisse, dass ich wirklich bin.
3.54. Vers Tejobindu Upanishad
sarvānprāṇānasadviddhi sarvānbhogānasattviti |
dṛṣṭaṃ śrutamasadviddhi otaṃ protamasanmayam || 54 ||
Übersetzung
Wisse, dass alle vitalen Luften unwirklich sind und so auch alle Freuden. Wisse, dass das, was gesehen und gehört wird, unwirklich ist und was in alle Richtungen gebunden ist, von Natur aus unwirklich ist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvānprāṇānasadviddhi sarvānbhogānasattviti – Wisse, dass alle vitalen Luften unwirklich sind und so auch alle Freuden. Wisse, dass; dṛṣṭaṃ śrutamasadviddhi otaṃ protamasanmayam – das, was gesehen und gehört wird, unwirklich ist und was in alle Richtungen gebunden ist, von Natur aus unwirklich ist.
3.55. Vers Tejobindu Upanishad
kāryākāryamasadviddhi naṣṭaṃ prāptamasanmayam |
duḥkhāduḥkhamasadviddhi sarvāsarvamanmayam || 55 ||
Übersetzung
Wisse, dass richtig und falsch, Schmerz und Vergnügen, verloren und gefunden, und alles und nichts unwirklich sind.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kāryākāryamasadviddhi naṣṭaṃ prāptamasanmayam – Wisse, dass richtig und falsch, Schmerz und Vergnügen, verloren; duḥkhāduḥkhamasadviddhi sarvāsarvamanmayam – und gefunden, und alles und nichts unwirklich sind.
3.56. Vers Tejobindu Upanishad
pūrṇāpūrṇamasadviddhi dharmādharmamasanmayam |
lābhālābhāvasadviddhi jayājayamasanmayam || 56 ||
Übersetzung
Wisse, dass voll und leer, Gewinn und Verlust, Tugend und Laster, Sieg und Niederlage von Natur aus alle unwirklich sind.
Wort-für-Wort-Übersetzung
pūrṇāpūrṇamasadviddhi dharmādharmamasanmayam – Wisse, dass voll und leer, Gewinn und Verlust, Tugend; lābhālābhāvasadviddhi jayājayamasanmayam – und Laster, Sieg und Niederlage von Natur aus alle unwirklich sind.
3.57. Vers Tejobindu Upanishad
śabdaṃ sarvamasadviddhi sparśaṃ sarvamasatsadā |
rūpaṃ sarvamasadviddhi rasaṃ sarvamasanmayam || 57 ||
Übersetzung
Wisst, dass alle Geräusche und alle Berührungen und alle Formen und Geschmack von Natur aus unwirklich sind.
Wort-für-Wort-Übersetzung
śabdaṃ sarvamasadviddhi sparśaṃ sarvamasatsadā – Wisst, dass alle Geräusche und alle Berührungen; rūpaṃ sarvamasadviddhi rasaṃ sarvamasanmayam – und alle Formen und Geschmack von Natur aus unwirklich sind.
3.58. Vers Tejobindu Upanishad
gandhaṃ sarvamasadviddhi sarvājñānamasanmayam |
asadeva sadā sarvamasadeva bhavodbhavam || 58 ||
Übersetzung
Wisse, dass alle Gerüche unwirklich sind und dass alle Unwissenheit von Natur aus unwirklich ist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
gandhaṃ sarvamasadviddhi sarvājñānamasanmayam – Wisse, dass alle Gerüche unwirklich sind; asadeva sadā sarvamasadeva bhavodbhavam – und dass alle Unwissenheit von Natur aus unwirklich ist.
3.59. Vers Tejobindu Upanishad
asadeva guṇaṃ sarvaṃ sanmātramahameva hi |
svātmamantraṃ sadā paśyetsvātmamantraṃ sadābhyaset || 59 ||
Übersetzung
Alle physischen Qualitäten sind unwirklich und, sicher, ich bin absolutes Sein. Man sollte immer das Mantra des Wahren Selbst suchen und das immer praktizieren.
Wort-für-Wort-Übersetzung
asadeva guṇaṃ sarvaṃ sanmātramahameva hi – Alle physischen Qualitäten sind unwirklich und, sicher, ich bin absolutes Sein. Man sollte immer; svātmamantraṃ sadā paśyetsvātmamantraṃ sadābhyaset – das Mantra des Wahren Selbst suchen und das immer praktizieren.
3.60. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ dṛśyapāpaṃ vināśayet |
ahaṃ brahmāsmi mantro’yamanyamantraṃ vināśayet || 60 ||
Übersetzung
Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört alles sichtbare Böse. Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört alle anderen Mantras.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ dṛśyapāpaṃ vināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört alles sichtbare Böse; ahaṃ brahmāsmi mantro’yamanyamantraṃ vināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört alle anderen Mantras.
3.61. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ dehadoṣaṃ vināśayet |
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ janmapāpaṃ vināśayet || 61 ||
Übersetzung
Dieses Mantra, „Ich bin Brahman“, zerstört das Leiden des Körpers. Dieses Mantra, „Ich bin Brahman“, zerstört das Übel der Geburt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ dehadoṣaṃ vināśayet – Dieses Mantra, „Ich bin Brahman“, zerstört das Leiden des Körpers. Dieses Mantra, „Ich bin Brahman“, zerstört; ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ janmapāpaṃ vināśayet – das Übel der Geburt.
3.62. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ mṛtyupāśaṃ vināśayet |
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ dvaitaduḥkhaṃ vināśayet || 62 ||
Übersetzung
Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört den Griff des Todes. Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört das Problem der Dualität.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ mṛtyupāśaṃ vināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört den Griff des Todes. Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört; ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ dvaitaduḥkhaṃ vināśayet – das Problem der Dualität.
3.63. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ bhedabuddhiṃ vināśayet |
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ cintāduḥkhaṃ vināśayet || 63 ||
Übersetzung
Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört die Idee des Unterschieds. Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört den unruhigen Verstand.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ bhedabuddhiṃ vināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört die Idee des Unterschieds; ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ cintāduḥkhaṃ vināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört den unruhigen Verstand.
3.64. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ buddhivyādhiṃ vināśayet |
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ cittabandhaṃ vināśayet || 64 ||
Übersetzung
Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört die Krankheit der Empfängnis. Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört die Bindung des Geistes.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ buddhivyādhiṃ vināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört die Krankheit der Empfängnis; ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ cittabandhaṃ vināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört die Bindung des Geistes.
3.65. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ sarvavyādhīnvināśayet |
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ sarvaśokaṃ vināśayet || 65 ||
Übersetzung
Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört alle Leiden. Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört alle Sorgen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ sarvavyādhīnvināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört alle Leiden; ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ sarvaśokaṃ vināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört alle Sorgen.
3.66. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ kāmādīnnāśayetkṣaṇāt |
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ krodhaśaktiṃ vināśayet || 66 ||
Übersetzung
Dieses Mantra, „Ich bin Brahman“, zerstört völlig erregtes Verlangen. Dieses Mantra, „Ich bin Brahman“, zerstört die Macht des Zorns.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ kāmādīnnāśayetkṣaṇāt – Dieses Mantra, „Ich bin Brahman“, zerstört völlig erregtes Verlangen. Dieses Mantra, „Ich bin Brahman“, zerstört; ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ krodhaśaktiṃ vināśayet – die Macht des Zorns.
3.67. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ cittavṛttiṃ vināśayet |
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ saṅkalpādīnvināśayet || 67 ||
Übersetzung
Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört geistige Fluktuationen. Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört alle Vorstellungen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ cittavṛttiṃ vināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört geistige Fluktuationen; ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ saṅkalpādīnvināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört alle Vorstellungen.
3.68. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ koṭidoṣaṃ vināśayet |
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ sarvatantraṃ vināśayet || 68 ||
Übersetzung
Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört zehn Millionen Fehler. Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört alle Lehren.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ koṭidoṣaṃ vināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört zehn Millionen Fehler; ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ sarvatantraṃ vināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört alle Lehren.
3.69. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yamātmājñānaṃ vināśayet |
ahaṃ brahmāsmi mantro’yamātmalokajayapradaḥ || 69 ||
Übersetzung
Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört die Unwissenheit des Selbst. Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ erobert den weltlichen Verstand.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yamātmājñānaṃ vināśayet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zerstört die Unwissenheit des Selbst; ahaṃ brahmāsmi mantro’yamātmalokajayapradaḥ – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ erobert den weltlichen Verstand.
3.70. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yamapratarkyasukhapradaḥ |
ahaṃ brahmāsmi mantro’yamajaḍatvaṃ prayacchati || 70 ||
Übersetzung
Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ verleiht unbegreifliche Freude. Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ verleiht Brillanz.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yamapratarkyasukhapradaḥ – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ verleiht unbegreifliche Freude; ahaṃ brahmāsmi mantro’yamajaḍatvaṃ prayacchati – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ verleiht Brillanz.
3.71. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yamanātmāsuramardanaḥ |
ahaṃ brahmāsmi vajro’yamanātmākhyagirīnharet || 71 ||
Übersetzung
Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zermalmt den Dämon des Nichtselbst. Diese Waffe „Ich bin Brahman“ entfernt den Berg namens „Nichtselbst“.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yamanātmāsuramardanaḥ – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ zermalmt den Dämon des Nichtselbst; ahaṃ brahmāsmi vajro’yamanātmākhyagirīnharet – Diese Waffe „Ich bin Brahman“ entfernt den Berg namens „Nichtselbst“.
3.72. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yamanātmākhyāsurānharet |
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ sarvāṃstānmokṣayiṣyati || 72 ||
Übersetzung
Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ entfernt die Dämonen des Nichtselbst. Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ wird jeden befreien.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yamanātmākhyāsurānharet – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ entfernt die Dämonen des Nichtselbst; ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ sarvāṃstānmokṣayiṣyati – Dieses Mantra „Ich bin Brahman“ wird jeden befreien.
3.73. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ jñānānandaṃ prayacchati |
saptakoṭimahāmantraṃ janmakoṭiśatapradam || 73 ||
Übersetzung
Das Mantra „Ich bin Brahman“ schenkt die Glückseligkeit der Erkenntnis. Die zahllosen anderen großen Mantras führen nach der Aussage des Textes dagegen immer wieder zu unzähligen Geburten.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi mantro’yaṃ jñānānandaṃ prayacchati – Das Mantra „Ich bin Brahman“ schenkt die Glückseligkeit der Erkenntnis; saptakoṭimahāmantraṃ janmakoṭiśatapradam – Die zahllosen anderen großen Mantras führen nach der Aussage des Textes dagegen immer wieder zu unzähligen Geburten.
3.74. Vers Tejobindu Upanishad
sarvamantrānsamutsṛjya etaṃ mantraṃ samabhyaset |
sadyo mokṣamavāpnoti nātra sandehamaṇvapi || 74 ||
Übersetzung
Alle anderen Mantras beiseitelassend soll man dieses Mantra üben. Dadurch wird unmittelbar Befreiung erlangt; daran besteht nicht der geringste Zweifel.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvamantrānsamutsṛjya etaṃ mantraṃ samabhyaset – Alle anderen Mantras beiseitelassend soll man dieses Mantra üben. Dadurch wird unmittelbar Befreiung erlangt; sadyo mokṣamavāpnoti nātra sandehamaṇvapi – daran besteht nicht der geringste Zweifel.
4. Kapitel – Jivanmukti und Videhamukti
Einleitung zum 4. Kapitel
kumāraḥ parameśvaraṃ papraccha jīvanmuktavidehamuktayoḥ |
sthitimanubrūhīti | sa hovāca paraḥ śivaḥ |
Übersetzung
Kumara fragte den großen Herrn: „Erkläre mir das Wesen des Jivanmukta und des Videhamukta.“ Der große Herr sprach:
4.1. Vers Tejobindu Upanishad
cidātmāhaṃ parātmāhaṃ nirguṇo’haṃ parātparaḥ |
ātmamātreṇa yastiṣṭhetsa jīvanmukta ucyate || 1 ||
Übersetzung
Wer fest erkennt „Ich bin Brahman“, reine Bewusstseinswirklichkeit und von allem frei, wird Jivanmukta, ein zu Lebzeiten Befreiter, genannt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cidātmāhaṃ parātmāhaṃ nirguṇo’haṃ parātparaḥ – Wer fest erkennt „Ich bin Brahman“, reine Bewusstseinswirklichkeit; ātmamātreṇa yastiṣṭhetsa jīvanmukta ucyate – und von allem frei, wird Jivanmukta, ein zu Lebzeiten Befreiter, genannt.
4.2. Vers Tejobindu Upanishad
dehatrayātirikto’haṃ śuddhacaitanyamasmyaham |
brahmāhamiti yasyāntaḥ sa jīvanamukta ucyate || 2 ||
Übersetzung
Wer innerlich erkennt: „Ich bin von den drei Körpern verschieden, ich bin reines Bewusstsein, ich bin Brahman“, wird Jivanmukta genannt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
dehatrayātirikto’haṃ śuddhacaitanyamasmyaham – Wer innerlich erkennt; brahmāhamiti yasyāntaḥ sa jīvanamukta ucyate – „Ich bin von den drei Körpern verschieden, ich bin reines Bewusstsein, ich bin Brahman“, wird Jivanmukta genannt.
4.3. Vers Tejobindu Upanishad
ānandaghanarūpo’smi parānandaghano’smyaham |
yasya dehādikaṃ nāsti yasya brahmeti niścayaḥ |
paramānandapūrṇo yaḥ sa jīvanmukta ucyate || 3 ||
Übersetzung
Wer fest erkennt: „Mein Wesen ist eine Dichte von Glückseligkeit und höchster Freude; Körper und Ähnliches bin ich nicht“, und wer von höchster Glückseligkeit erfüllt ist, wird Jivanmukta genannt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ānandaghanarūpo’smi parānandaghano’smyaham – Wer fest erkennt: „Mein Wesen ist eine Dichte von Glückseligkeit; yasya dehādikaṃ nāsti yasya brahmeti niścayaḥ – und höchster Freude; Körper; paramānandapūrṇo yaḥ sa jīvanmukta ucyate – und Ähnliches bin ich nicht“, und wer von höchster Glückseligkeit erfüllt ist, wird Jivanmukta genannt.
4.4. Vers Tejobindu Upanishad
yasya kiñcidahaṃ nāsti cinmātreṇāvatiṣṭhate |
caitanyamātro yasyāntaścinmātraikasvarūpavān || 4 ||
Übersetzung
Wer keine begrenzte Ichvorstellung mehr besitzt und im reinen Bewusstsein verweilt, wessen Inneres nur Bewusstsein und dessen Wesen einziges Bewusstsein ist,
Wort-für-Wort-Übersetzung
yasya kiñcidahaṃ nāsti cinmātreṇāvatiṣṭhate – Wer keine begrenzte Ichvorstellung mehr besitzt und im reinen Bewusstsein verweilt, wessen Inneres nur Bewusstsein; caitanyamātro yasyāntaścinmātraikasvarūpavān – und dessen Wesen einziges Bewusstsein ist.
4.5. Vers Tejobindu Upanishad
sarvatra pūrṇarūpātmā sarvatrātmāvaśeṣakaḥ |
ānandaratiravyaktaḥ paripūrṇaścidātmakaḥ || 5 ||
Übersetzung
wessen Atman überall vollkommen ist und überall allein als Selbst verbleibt, wer sich an der unoffenbarten Glückseligkeit erfreut und ganz aus Bewusstsein besteht,
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvatra pūrṇarūpātmā sarvatrātmāvaśeṣakaḥ – wessen Atman überall vollkommen ist und überall allein als Selbst verbleibt, wer sich an; ānandaratiravyaktaḥ paripūrṇaścidātmakaḥ – der unoffenbarten Glückseligkeit erfreut und ganz aus Bewusstsein besteht.
4.6. Vers Tejobindu Upanishad
śuddhacaitanyarūpātmā sarvasaṅgavivarjitaḥ |
nityānandaḥ prasannātmā hyanyacintāvivarjitaḥ || 6 ||
Übersetzung
wessen Selbst reines Bewusstsein ist, wer alle Anhaftung aufgegeben hat, ewige Glückseligkeit und innere Klarheit besitzt und frei von anderen Gedanken ist,
Wort-für-Wort-Übersetzung
śuddhacaitanyarūpātmā sarvasaṅgavivarjitaḥ – wessen Selbst reines Bewusstsein ist, wer alle Anhaftung aufgegeben hat, ewige Glückseligkeit und innere Klarheit besitzt; nityānandaḥ prasannātmā hyanyacintāvivarjitaḥ – und frei von anderen Gedanken ist.
4.7. Vers Tejobindu Upanishad
kiñcidastitvahīno yaḥ sa jīvanmukta ucyate |
na me cittaṃ na me buddhirnāhaṅkāro na cendriyam || 7 ||
Übersetzung
wer selbst von der Vorstellung eines besonderen Etwas frei ist, wird Jivanmukta genannt. Er erkennt: „Geist, Buddhi, Ichbewusstsein und Sinne sind nicht mein wahres Selbst.“
Wort-für-Wort-Übersetzung
kiñcidastitvahīno yaḥ sa jīvanmukta ucyate – wer selbst von der Vorstellung eines besonderen Etwas frei ist, wird Jivanmukta genannt. Er erkennt; na me cittaṃ na me buddhirnāhaṅkāro na cendriyam – „Geist, Buddhi, Ichbewusstsein und Sinne sind nicht mein wahres Selbst.“.
4.8. Vers Tejobindu Upanishad
na me dehaḥ kadācidvā na me prāṇādayaḥ kvacit |
na me māyā na me kāmo na me krodhaḥ paro’smyaham || 8 ||
Übersetzung
Zu keiner Zeit bin ich mein Körper, noch meine Lebenskraft, noch meine Illusion, noch mein Verlangen und nicht mein Zorn.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me dehaḥ kadācidvā na me prāṇādayaḥ kvacit – Zu keiner Zeit bin ich mein Körper, noch meine Lebenskraft, noch meine Illusion, noch mein Verlangen; na me māyā na me kāmo na me krodhaḥ paro’smyaham – und nicht mein Zorn.
4.9. Vers Tejobindu Upanishad
na me kiñcididaṃ vāpi na me kiñcitkvacijjagat |
na me doṣo na me liṅgaṃ na me cakṣurna me manaḥ || 9 ||
Übersetzung
Ich bin weder etwas in dieser Welt, noch etwas anderes, ich bin weder meine Sünden, noch mein Charakter, noch meine Sehkraft und nicht meine Gedanken.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me kiñcididaṃ vāpi na me kiñcitkvacijjagat – Ich bin weder etwas in dieser Welt, noch etwas anderes, ich bin weder meine Sünden, noch mein Charakter, noch meine Sehkraft; na me doṣo na me liṅgaṃ na me cakṣurna me manaḥ – und nicht meine Gedanken.
4.10. Vers Tejobindu Upanishad
na me śrotraṃ na me nāsā na me jihvā na me karaḥ |
na me jāgranna me svapnaṃ na me kāraṇamaṇvapi || 10 ||
Übersetzung
Ich bin nicht meine Ohren, noch meine Nase, noch meine Zunge und nicht meine Hände, ich bin nicht mein Wachzustand, noch mein Traumzustand und nicht mein kausaler Zustand (Schlaf) nicht im Geringsten.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me śrotraṃ na me nāsā na me jihvā na me karaḥ – Ich bin nicht meine Ohren, noch meine Nase, noch meine Zunge und nicht meine Hände, ich bin nicht mein Wachzustand, noch mein Traumzustand; na me jāgranna me svapnaṃ na me kāraṇamaṇvapi – und nicht mein kausaler Zustand (Schlaf) nicht im Geringsten.
4.11. Vers Tejobindu Upanishad
na me turīyamiti yaḥ sa jīvanmukta ucyate |
idaṃ sarvaṃ na me kiñcidayaṃ sarvaṃ na me kvacit || 11 ||
Übersetzung
Wer erkennt: „Auch Turiya gehört nicht zu meinem begrenzten Selbst“, wird Jivanmukta genannt. Nichts von all diesem ist mein wahres Selbst; nirgends gehört mir dieses All als Besitz.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me turīyamiti yaḥ sa jīvanmukta ucyate – Wer erkennt: „Auch Turiya gehört nicht zu meinem begrenzten Selbst“, wird Jivanmukta genannt; idaṃ sarvaṃ na me kiñcidayaṃ sarvaṃ na me kvacit – Nichts von all diesem ist mein wahres Selbst; nirgends gehört mir dieses All als Besitz.
4.12. Vers Tejobindu Upanishad
na me kālo na me deśo na me vastu na me matiḥ |
na me snānaṃ na me sandhyā na me daivaṃ na me sthalam || 12 ||
Übersetzung
Ich habe keine Zeit, keinen Raum, keine Substanz, ich bin weder meine Absicht, noch meine Waschung, noch meine Anbetung, noch meine Gottheiten und nicht meine Situation.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me kālo na me deśo na me vastu na me matiḥ – Ich habe keine Zeit, keinen Raum, keine Substanz, ich bin weder meine Absicht, noch meine Waschung, noch meine Anbetung, noch meine Gottheiten; na me snānaṃ na me sandhyā na me daivaṃ na me sthalam – und nicht meine Situation.
4.13. Vers Tejobindu Upanishad
na me tīrthaṃ na me sevā na me jñānaṃ na me padam |
na me bandho na me janma na me vākyaṃ na me raviḥ || 13 ||
Übersetzung
Ich bin weder mein Weg, noch mein Dienst, noch mein Wissen, noch mein Rang, ich habe keine Knechtschaft, noch Geburt, noch Rede und keinen Sonnengott.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me tīrthaṃ na me sevā na me jñānaṃ na me padam – Ich bin weder mein Weg, noch mein Dienst, noch mein Wissen, noch mein Rang, ich habe keine Knechtschaft, noch Geburt, noch Rede; na me bandho na me janma na me vākyaṃ na me raviḥ – und keinen Sonnengott.
4.14. Vers Tejobindu Upanishad
na me puṇyaṃ na me pāpaṃ na me kāryaṃ na me śubham |
ne me jīva iti svātmā na me kiñcijjagatrayam || 14 ||
Übersetzung
Ich bin weder mein Laster noch meine Tugend und nicht mein rechtes Verhalten oder meine Frömmigkeit. Die individuelle Seele ist nicht mein wahres Selbst und ich bin nichts von den drei Welten.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me puṇyaṃ na me pāpaṃ na me kāryaṃ na me śubham – Ich bin weder mein Laster noch meine Tugend und nicht mein rechtes Verhalten oder meine Frömmigkeit; ne me jīva iti svātmā na me kiñcijjagatrayam – Die individuelle Seele ist nicht mein wahres Selbst und ich bin nichts von den drei Welten.
4.15. Vers Tejobindu Upanishad
na me mokṣo na me dvaitaṃ na me vedo na me vidhiḥ |
na me’ntikaṃ na me dūraṃ na me bodho na me rahaḥ || 15 ||
Übersetzung
Ich habe keine Befreiung oder Dualität. Ich bin weder meine Veden noch meine Vorschriften. Ich bin weder nah noch fern und ich bin weder mein Erwachen noch mein Geheimnis.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me mokṣo na me dvaitaṃ na me vedo na me vidhiḥ – Ich habe keine Befreiung oder Dualität. Ich bin weder meine Veden noch meine Vorschriften; na me’ntikaṃ na me dūraṃ na me bodho na me rahaḥ – Ich bin weder nah noch fern und ich bin weder mein Erwachen noch mein Geheimnis.
4.16. Vers Tejobindu Upanishad
na me gururna me śiṣyo na me hīno na cādhikaḥ |
na me brahma na me viṣṇurna me rudro na candramāḥ || 16 ||
Übersetzung
Ich bin weder mein Guru noch mein Schüler. Ich bin nicht mangelhaft oder exzessiv. Ich bin nicht mein Brahmā, noch mein Visnu, noch mein Rudra und nicht der Mond.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me gururna me śiṣyo na me hīno na cādhikaḥ – Ich bin weder mein Guru noch mein Schüler. Ich bin nicht mangelhaft oder exzessiv; na me brahma na me viṣṇurna me rudro na candramāḥ – Ich bin nicht mein Brahmā, noch mein Visnu, noch mein Rudra und nicht der Mond.
4.17. Vers Tejobindu Upanishad
na me pṛthvī na me toyaṃ na me vāyurna me viyat |
na me vahnirna me gotraṃ na me lakṣyaṃ na me bhavaḥ || 17 ||
Übersetzung
Ich bin nicht meine Erde, noch mein Wasser, noch meine Luft, und nicht mein Feuer, ich bin nicht mein Ziel, noch mein Ursprung.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me pṛthvī na me toyaṃ na me vāyurna me viyat – Ich bin nicht meine Erde, noch mein Wasser, noch meine Luft; na me vahnirna me gotraṃ na me lakṣyaṃ na me bhavaḥ – und nicht mein Feuer, ich bin nicht mein Ziel, noch mein Ursprung.
4.18. Vers Tejobindu Upanishad
na me dhyātā na me dhyeyaṃ na me dhyānaṃ na me manuḥ |
na me śītaṃ na me coṣṇaṃ na me tṛṣṇā na me kṣudhā || 18 ||
Übersetzung
Ich bin weder ein Meditierender, noch ein Meditationsobjekt, noch meine Meditation. Ich bin weder meine Kälte, noch meine Hitze, noch mein Hunger oder Durst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me dhyātā na me dhyeyaṃ na me dhyānaṃ na me manuḥ – Ich bin weder ein Meditierender, noch ein Meditationsobjekt, noch meine Meditation. Ich bin weder meine Kälte, noch meine Hitze, noch mein Hunger; na me śītaṃ na me coṣṇaṃ na me tṛṣṇā na me kṣudhā – oder Durst.
4.19. Vers Tejobindu Upanishad
na me mitraṃ na me śatrurna me moho na me jayaḥ |
na me pūrvaṃ na me paścānna me cordhvaṃ na me diśaḥ || 19 ||
Übersetzung
Ich bin weder mein Freund, noch mein Feind, noch meine Täuschung, noch mein Sieg, weder im Osten, noch im Westen, noch oben, noch in irgendeiner Region.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me mitraṃ na me śatrurna me moho na me jayaḥ – Ich bin weder mein Freund, noch mein Feind, noch meine Täuschung, noch mein; na me pūrvaṃ na me paścānna me cordhvaṃ na me diśaḥ – Sieg, weder im Osten, noch im Westen, noch oben, noch in irgendeiner Region.
4.20. Vers Tejobindu Upanishad
na me vaktavyamalpaṃ vā na me śrotavyamaṇvapi |
na me gantavyamīṣadvā na me dhyātavyamaṇvapi || 20 ||
Übersetzung
Ich werde nicht gehört oder gesprochen, nicht im Geringsten, ich werde nicht verstanden oder betrachtet, nicht einmal minutiös.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me vaktavyamalpaṃ vā na me śrotavyamaṇvapi – Ich werde nicht gehört oder gesprochen, nicht im Geringsten, ich werde nicht verstanden; na me gantavyamīṣadvā na me dhyātavyamaṇvapi – oder betrachtet, nicht einmal minutiös.
4.21. Vers Tejobindu Upanishad
na me bhoktavyamīṣadvā na me smartavyamaṇvapi |
na me bhogo na me rāgo na me yāgo na me layaḥ || 21 ||
Übersetzung
Ich darf nicht genossen werden, nicht erinnert werden, nicht im Geringsten; ich bin weder mein Genuss, noch mein Verlangen, noch mein Opfer, noch mein Spiel.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me bhoktavyamīṣadvā na me smartavyamaṇvapi – Ich darf nicht genossen werden, nicht erinnert werden, nicht im Geringsten; na me bhogo na me rāgo na me yāgo na me layaḥ – ich bin weder mein Genuss, noch mein Verlangen, noch mein Opfer, noch mein Spiel.
4.22. Vers Tejobindu Upanishad
na me maurkhyaṃ na me śāntaṃ na me bandho na me priyam |
na me modaḥ pramodo vā na me sthūlaṃ na me kṛśam || 22 ||
Übersetzung
Ich bin weder meine Dummheit, noch mein Frieden, noch meine Knechtschaft, noch meine Zuneigung, ich bin nicht mein Vergnügen, noch meine Freude, und ich bin nicht fett oder dünn.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me maurkhyaṃ na me śāntaṃ na me bandho na me priyam – Ich bin weder meine Dummheit, noch mein Frieden, noch meine Knechtschaft, noch meine Zuneigung, ich bin nicht mein Vergnügen, noch meine Freude, und ich bin nicht fett; na me modaḥ pramodo vā na me sthūlaṃ na me kṛśam – oder dünn.
4.23. Vers Tejobindu Upanishad
na me dīrghaṃ na me hrasvaṃ na me vṛddhirna me kṣayaḥ |
adhyāropo’pavādo vā na me caikaṃ na me bahu || 23 ||
Übersetzung
Ich bin weder lang noch kurz. Ich bin weder mein Wachstum noch mein Verfall, noch meine Überlagerung oder die Ablehnung davon. Ich bin weder einer noch viele.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me dīrghaṃ na me hrasvaṃ na me vṛddhirna me kṣayaḥ – Ich bin weder lang noch kurz. Ich bin weder mein Wachstum noch mein Verfall, noch meine Überlagerung oder; adhyāropo’pavādo vā na me caikaṃ na me bahu – die Ablehnung davon. Ich bin weder einer noch viele.
4.24. Vers Tejobindu Upanishad
na me āndhyaṃ na me māndyaṃ na me paṭvidamaṇvapi |
na me māṃsaṃ na me raktaṃ na me medo na me hyasṛk || 24 ||
Übersetzung
Ich bin nicht meine Blindheit, nicht meine Schwäche, nicht meine Geschicklichkeit, nicht im Geringsten, ich bin nicht mein Fleisch, nicht mein Blut und nicht mein Fett.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me āndhyaṃ na me māndyaṃ na me paṭvidamaṇvapi – Ich bin nicht meine Blindheit, nicht meine Schwäche, nicht meine Geschicklichkeit, nicht im Geringsten, ich bin nicht mein Fleisch, nicht mein Blut; na me māṃsaṃ na me raktaṃ na me medo na me hyasṛk – und nicht mein Fett.
4.25. Vers Tejobindu Upanishad
na me majjā na me’sthirvā na me tvagdhātu saptakam |
na me śuklaṃ na me raktaṃ na me nīlaṃ name pṛthak || 25 ||
Übersetzung
Ich bin nicht mein Knochen, nicht mein Mark, nicht meine Haut, nicht meine sieben Humore, ich bin nicht weiß, nicht rot, nicht schwarz und nichts anderes.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me majjā na me’sthirvā na me tvagdhātu saptakam – Ich bin nicht mein Knochen, nicht mein Mark, nicht meine Haut, nicht meine sieben Humore, ich bin nicht weiß, nicht rot, nicht schwarz; na me śuklaṃ na me raktaṃ na me nīlaṃ name pṛthak – und nichts anderes.
4.26. Vers Tejobindu Upanishad
na me tāpo na me lābho mukhyaṃ gauṇaṃ na me kvacit |
na me bhrāntirna me sthairyaṃ na me guhyaṃ na me kulam || 26 ||
Übersetzung
Ich bin weder mein Verlust noch mein Gewinn. Ich bin weder vorrangig noch zweitrangig, noch irgendwo sonst. Ich bin weder mein Taumeln noch meine Standhaftigkeit, und ich bin weder meine Einsamkeit noch meine Kameradschaft.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me tāpo na me lābho mukhyaṃ gauṇaṃ na me kvacit – Ich bin weder mein Verlust noch mein Gewinn. Ich bin weder vorrangig noch zweitrangig, noch irgendwo sonst; na me bhrāntirna me sthairyaṃ na me guhyaṃ na me kulam – Ich bin weder mein Taumeln noch meine Standhaftigkeit, und ich bin weder meine Einsamkeit noch meine Kameradschaft.
4.27. Vers Tejobindu Upanishad
na me tyājyaṃ na me grāhyaṃ na me hāsyaṃ na me nayaḥ |
na me vṛttaṃ na me glānirna me śoṣyaṃ na me sukham || 27 ||
Übersetzung
Ich bin nicht, was ich verlasse, noch was ich empfange, ich bin nicht mein Lachen, noch meine Lehre, noch meine Handlung, noch meine Müdigkeit und nicht mein Glück.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me tyājyaṃ na me grāhyaṃ na me hāsyaṃ na me nayaḥ – Ich bin nicht, was ich verlasse, noch was ich empfange, ich bin nicht mein Lachen, noch meine Lehre, noch meine Handlung, noch meine Müdigkeit; na me vṛttaṃ na me glānirna me śoṣyaṃ na me sukham – und nicht mein Glück.
4.28. Vers Tejobindu Upanishad
na me jñātā na me jñānaṃ na me jñeyaṃ na me svayam |
na me tubhyaṃ name mahyaṃ na me tvaṃ ca na me tvaham || 28 ||
Übersetzung
Ich bin weder mein Wissen, noch mein Wissen, noch was ich wissen sollte, noch ich selbst, ich bin nicht für dich, noch für mich, und nicht du und ich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me jñātā na me jñānaṃ na me jñeyaṃ na me svayam – Ich bin weder mein Wissen, noch mein Wissen, noch was ich wissen sollte, noch ich selbst, ich bin nicht für dich, noch für mich, und nicht du; na me tubhyaṃ name mahyaṃ na me tvaṃ ca na me tvaham – und ich.
4.29. Vers Tejobindu Upanishad
na me jarā na me bālyaṃ na me yauvanamaṇvapi |
ahaṃ brahmāsmyahaṃ brahmāsmyahaṃ brahmeti niścayaḥ || 29 ||
Übersetzung
Ich bin nicht mein Alter, noch meine Kindheit, noch meine Jugend, nicht im Geringsten. Ich bin Brahman. Ich bin Brahman. Ich bin Brahman.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na me jarā na me bālyaṃ na me yauvanamaṇvapi – Ich bin nicht mein Alter, noch meine Kindheit, noch meine Jugend, nicht im Geringsten. Ich bin Brahman; ahaṃ brahmāsmyahaṃ brahmāsmyahaṃ brahmeti niścayaḥ – Ich bin Brahman. Ich bin Brahman.
4.30. Vers Tejobindu Upanishad
cidahaṃ cidahaṃ ceti sa jīvanmukta ucyate |
brahmaivāhaṃ cidevāhaṃ paro vāhaṃ na saṃśayaḥ || 30 ||
Übersetzung
„Ich bin Bewusstsein, ich bin Bewusstsein“ – wer so erkennt, wird Jivanmukta genannt. „Ich bin allein Brahman, ich bin reines Bewusstsein, ich bin das Höchste“ – daran besteht kein Zweifel.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cidahaṃ cidahaṃ ceti sa jīvanmukta ucyate – „Ich bin Bewusstsein, ich bin Bewusstsein“ – wer so erkennt, wird Jivanmukta genannt. „Ich bin allein Brahman, ich bin reines Bewusstsein, ich bin; brahmaivāhaṃ cidevāhaṃ paro vāhaṃ na saṃśayaḥ – das Höchste“ – daran besteht kein Zweifel.
4.31. Vers Tejobindu Upanishad
svayameva svayaṃ haṃsaḥ svayameva svayaṃ sthitaḥ |
svayameva svayaṃ paśyetsvātmarājye sukhaṃ vaset || 31 ||
Übersetzung
Ich bin nur das Selbst. Ich bleibe nur im Selbst. Ich nehme nur das Selbst wahr. Ich wohne in der Seligkeit des Königreichs des Wahren Selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
svayameva svayaṃ haṃsaḥ svayameva svayaṃ sthitaḥ – Ich bin nur das Selbst. Ich bleibe nur im Selbst. Ich nehme nur; svayameva svayaṃ paśyetsvātmarājye sukhaṃ vaset – das Selbst wahr. Ich wohne in der Seligkeit des Königreichs des Wahren Selbst.
4.32. Vers Tejobindu Upanishad
svātmānandaṃ svayaṃ bhokṣyetsa jīvanmukta ucyate |
svayamevaikavīro’gre svayameva prabhuḥ smṛtaḥ || 32 ||
Übersetzung
Man wird im Leben befreit genannt, dessen Selbst die Glückseligkeit des Wahren Selbst genießt und dessen Selbst als stark und der wichtigste Champion angesehen wird.
Wort-für-Wort-Übersetzung
svātmānandaṃ svayaṃ bhokṣyetsa jīvanmukta ucyate – Man wird im Leben befreit genannt, dessen Selbst die Glückseligkeit des Wahren Selbst genießt und dessen Selbst als stark; svayamevaikavīro’gre svayameva prabhuḥ smṛtaḥ – und der wichtigste Champion angesehen wird.
4.33. Vers Tejobindu Upanishad
brahmabhūtaḥ praśāntātmā brahmānandamayaḥ sukhī |
svaccharūpo mahāmaunī vaidehī mukta eva saḥ || 33 ||
Übersetzung
Einer, der im Selbst ausgelöscht wird, wird Brahman; der die Seligkeit Brahmans ist; freudig, rein von Natur und eingetaucht in die Große Stille; er wird in der Körperlosigkeit befreit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmabhūtaḥ praśāntātmā brahmānandamayaḥ sukhī – Einer, der im Selbst ausgelöscht wird, wird Brahman; der die Seligkeit Brahmans ist; freudig, rein von Natur; svaccharūpo mahāmaunī vaidehī mukta eva saḥ – und eingetaucht in die Große Stille; er wird in der Körperlosigkeit befreit.
4.34. Vers Tejobindu Upanishad
sarvātmā samarūpātmā śuddhātmā tvahamutthitaḥ |
ekavarjita ekātmā sarvātmā svātmamātrakaḥ || 34 ||
Übersetzung
Er ist der Atman aller, von gleichem Wesen, reiner Atman und als wahres Ich erwacht; frei von der Vorstellung des Einen, einziges Selbst, Selbst aller und allein eigenes Selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvātmā samarūpātmā śuddhātmā tvahamutthitaḥ – Er ist der Atman aller, von gleichem Wesen, reiner Atman und als wahres Ich erwacht; ekavarjita ekātmā sarvātmā svātmamātrakaḥ – frei von der Vorstellung des Einen, einziges Selbst, Selbst aller und allein eigenes Selbst.
4.35. Vers Tejobindu Upanishad
ajātmā cāmṛtātmāhaṃ svayamātmāhamavyayaḥ |
lakṣyātmā lalitātmāhaṃ tūṣṇīmātmasvabhāvavān || 35 ||
Übersetzung
Ich bin das ungeborene und ewige Selbst, meine eigene unvergängliche Natur. Ich bin das Ziel, der Zustand des geschätzten stillen Selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ajātmā cāmṛtātmāhaṃ svayamātmāhamavyayaḥ – Ich bin das ungeborene und ewige Selbst, meine eigene unvergängliche Natur; lakṣyātmā lalitātmāhaṃ tūṣṇīmātmasvabhāvavān – Ich bin das Ziel, der Zustand des geschätzten stillen Selbst.
4.36. Vers Tejobindu Upanishad
ānandātmā priyo hyātmā mokṣātmā bandhavarjitaḥ |
brahmaivāhaṃ cidevāhamevaṃ vāpi na cintyate || 36 ||
Übersetzung
Ich bin das glückselige, geliebte, befreite Selbst, frei von Knechtschaft und Brahman allein, ohne es zu denken.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ānandātmā priyo hyātmā mokṣātmā bandhavarjitaḥ – Ich bin das glückselige, geliebte, befreite Selbst, frei von Knechtschaft und Brahman allein; brahmaivāhaṃ cidevāhamevaṃ vāpi na cintyate – ohne es zu denken.
4.37. Vers Tejobindu Upanishad
cinmātreṇaiva yastiṣṭhedvaidehī mukta eva saḥ || 37 ||
Übersetzung
Er ist eindeutig in der Körperlosigkeit befreit, der nur im absoluten Bewusstsein bleibt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cinmātreṇaiva yastiṣṭhedvaidehī mukta eva saḥ – Er ist eindeutig in der Körperlosigkeit befreit, der nur im absoluten Bewusstsein bleibt.
4.38. Vers Tejobindu Upanishad
niścayaṃ ca parityajya ahaṃ brahmeti niścayam |
ānandabharitasvānto vaidehī mukta eva saḥ || 38 ||
Übersetzung
Wer selbst die Festlegung „Ich bin Brahman“ schließlich loslässt und wessen Inneres von Glückseligkeit erfüllt ist, ist wahrhaft körperlos befreit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
niścayaṃ ca parityajya ahaṃ brahmeti niścayam – Wer selbst die Festlegung „Ich bin Brahman“ schließlich loslässt; ānandabharitasvānto vaidehī mukta eva saḥ – und wessen Inneres von Glückseligkeit erfüllt ist, ist wahrhaft körperlos befreit.
4.39. Vers Tejobindu Upanishad
sarvamastīti nāstīti niścayaṃ tyajya tiṣṭhati |
ahaṃ brahmāsmi nāsmīti saccidānandamātrakaḥ || 39 ||
Übersetzung
Wer die Festlegungen „Alles besteht“ und „nichts besteht“ aufgibt und jenseits von „Ich bin Brahman“ und „Ich bin es nicht“ als reines Sat Chit Ananda verweilt, ist körperlos befreit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvamastīti nāstīti niścayaṃ tyajya tiṣṭhati – Wer die Festlegungen „Alles besteht“ und „nichts besteht“ aufgibt; ahaṃ brahmāsmi nāsmīti saccidānandamātrakaḥ – und jenseits von „Ich bin Brahman“ und „Ich bin es nicht“ als reines Sat Chit Ananda verweilt, ist körperlos befreit.
4.40. Vers Tejobindu Upanishad
kiñcitkvacitkadācicca ātmānaṃ na spṛśatyasau |
tūṣṇīmeva sthitastūṣṇīṃ tūṣṇīṃ satyaṃ na kiñcana || 40 ||
Übersetzung
Keine Sache, kein Raum oder keine Zeit berührt das Selbst. Allein in der Stille verweilen, die Stille, die Stille des Seins und nichts anderes.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kiñcitkvacitkadācicca ātmānaṃ na spṛśatyasau – Keine Sache, kein Raum oder keine Zeit berührt das Selbst. Allein in; tūṣṇīmeva sthitastūṣṇīṃ tūṣṇīṃ satyaṃ na kiñcana – der Stille verweilen, die Stille, die Stille des Seins und nichts anderes.
4.41. Vers Tejobindu Upanishad
paramātmā guṇātītaḥ sarvātmā bhūtabhāvanaḥ |
kālabhedaṃ vastubhedaṃ deśabhedaṃ svabhedakam || 41 ||
Übersetzung
Das Höchste Selbst, jenseits der Qualitäten der Natur, das Universelle Selbst, der Schöpfer aller Wesen, und verschieden von Zeit, Ort und Selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
paramātmā guṇātītaḥ sarvātmā bhūtabhāvanaḥ – Das Höchste Selbst, jenseits der Qualitäten der Natur, das Universelle Selbst; kālabhedaṃ vastubhedaṃ deśabhedaṃ svabhedakam – der Schöpfer aller Wesen, und verschieden von Zeit, Ort und Selbst.
4.42. Vers Tejobindu Upanishad
kiñcidbhedaṃ na tasyāsti kiñcidvāpi na vidyate |
ahaṃ tvaṃ tadidaṃ so’yaṃ kālātmā kālahīnakaḥ || 42 ||
Übersetzung
Es unterscheidet sich von dem, was bekannt ist, oder sogar von dem, was unbekannt ist. Ich, du, er, dies und das ist die Natur der Zeit, aber es ist jenseits der Zeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kiñcidbhedaṃ na tasyāsti kiñcidvāpi na vidyate – Es unterscheidet sich von dem, was bekannt ist, oder sogar von dem, was unbekannt ist. Ich, du, er, dies und; ahaṃ tvaṃ tadidaṃ so’yaṃ kālātmā kālahīnakaḥ – das ist die Natur der Zeit, aber es ist jenseits der Zeit.
4.43. Vers Tejobindu Upanishad
śūnyātmā sūkṣmarūpātmā viśvātmā viśvahīnakaḥ |
devātmādevahīnātmā meyātmā meyavarjitaḥ || 43 ||
Übersetzung
Das Selbst ist von Natur aus leer und subtil, die Essenz des Universums, aber jenseits des Universums. Das Selbst ist die Essenz der Götter, aber jenseits der Götter; die Essenz der Berechnung, aber unkalkulierbar.
Wort-für-Wort-Übersetzung
śūnyātmā sūkṣmarūpātmā viśvātmā viśvahīnakaḥ – Das Selbst ist von Natur aus leer und subtil, die Essenz des Universums, aber jenseits des Universums. Das Selbst ist die Essenz; devātmādevahīnātmā meyātmā meyavarjitaḥ – der Götter, aber jenseits der Götter; die Essenz der Berechnung, aber unkalkulierbar.
4.44. Vers Tejobindu Upanishad
sarvatra jaḍahīnātmā sarveṣāmantarātmakaḥ |
sarvasaṅkalpahīnātmā cinmātro’smīti sarvadā || 44 ||
Übersetzung
Überall frei von Unbewusstheit und das innere Selbst aller, frei von sämtlichen Vorstellungen, erkennt er beständig: „Ich bin reines Bewusstsein.“
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvatra jaḍahīnātmā sarveṣāmantarātmakaḥ – Überall frei von Unbewusstheit und das innere Selbst aller, frei von sämtlichen Vorstellungen, erkennt; sarvasaṅkalpahīnātmā cinmātro’smīti sarvadā – er beständig: „Ich bin reines Bewusstsein.“.
4.45. Vers Tejobindu Upanishad
kevalaḥ paramātmāhaṃ kevalo jñānavigrahaḥ |
sattāmātrasvarūpātmā nānyatkiñcijjagadbhayam || 45 ||
Übersetzung
Ich bin ganz und gar das Höchste Selbst in Form von reinem Wissen; absolutes Sein, die Natur des Selbst, ich habe keine Angst vor irgendetwas in der Welt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kevalaḥ paramātmāhaṃ kevalo jñānavigrahaḥ – Ich bin ganz und gar das Höchste Selbst in Form von reinem Wissen; sattāmātrasvarūpātmā nānyatkiñcijjagadbhayam – absolutes Sein, die Natur des Selbst, ich habe keine Angst vor irgendetwas in der Welt.
4.46. Vers Tejobindu Upanishad
jīveśvareti vākkveti vedaśāstrādyahaṃ tviti |
idaṃ caitanyameveti ahaṃ caitanyamityapi || 46 ||
Übersetzung
Wo ist die individuelle Seele, Gott, Rede, Veden, Schriften, Ich, Du usw.? All dies ist nur Bewusstsein und ich bin auch nur Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
jīveśvareti vākkveti vedaśāstrādyahaṃ tviti – Wo ist die individuelle Seele, Gott, Rede, Veden, Schriften, Ich, Du usw.?; idaṃ caitanyameveti ahaṃ caitanyamityapi – All dies ist nur Bewusstsein und ich bin auch nur Bewusstsein.
4.47. Vers Tejobindu Upanishad
iti niścayaśūnyo yo vaidehī mukta eva saḥ |
caitanyamātrasaṃsiddhaḥ svātmārāmaḥ sukhāsanaḥ || 47 ||
Übersetzung
Das körperlos Befreite ist jenseits der Überzeugung. Er ist absolutes Bewusstsein, vollkommen vervollkommnet, erfreut sich am Wahren Selbst und sitzt in Freude.
Wort-für-Wort-Übersetzung
iti niścayaśūnyo yo vaidehī mukta eva saḥ – Das körperlos Befreite ist jenseits der Überzeugung; caitanyamātrasaṃsiddhaḥ svātmārāmaḥ sukhāsanaḥ – Er ist absolutes Bewusstsein, vollkommen vervollkommnet, erfreut sich am Wahren Selbst und sitzt in Freude.
4.48. Vers Tejobindu Upanishad
aparicchinnarūpātmā aṇusthūlādivarjitaḥ |
turyaturyā parānando vaidehī mukta eva saḥ || 48 ||
Übersetzung
Wahres Selbst ist immerwährend, frei von Subtilem, Grobem und Ähnlichem. Es ist der vierte Zustand des vierten Zustandes, höchste Glückseligkeit. Das wird in der Körperlosigkeit befreit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
aparicchinnarūpātmā aṇusthūlādivarjitaḥ – Wahres Selbst ist immerwährend, frei von Subtilem, Grobem und Ähnlichem. Es ist; turyaturyā parānando vaidehī mukta eva saḥ – der vierte Zustand des vierten Zustandes, höchste Glückseligkeit. Das wird in der Körperlosigkeit befreit.
4.49. Vers Tejobindu Upanishad
nāmarūpavihīnātmā parasaṃvitsukhātmakaḥ |
turīyātītarūpātmā śubhāśubhavivarjitaḥ || 49 ||
Übersetzung
Jenseits von Name und Form oder Reinheit und Unreinheit ist das Selbst die Natur der Seligkeit, unbegreiflich und jenseits des vierten Bewusstseinszustandes.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nāmarūpavihīnātmā parasaṃvitsukhātmakaḥ – Jenseits von Name und Form oder Reinheit und Unreinheit ist; turīyātītarūpātmā śubhāśubhavivarjitaḥ – das Selbst die Natur der Seligkeit, unbegreiflich und jenseits des vierten Bewusstseinszustandes.
4.50. Vers Tejobindu Upanishad
yogātmā yogayuktātmā bandhamokṣavivarjitaḥ |
guṇāguṇavihīnātmā deśakālādivarjitaḥ || 50 ||
Übersetzung
Das Verlassen von Bindung und Befreiung und mit oder ohne Qualitäten, sei vereint in der Einheit des Selbst. Die Natur des Einsseins, das Selbst ist ohne Ort, Zeit und dergleichen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yogātmā yogayuktātmā bandhamokṣavivarjitaḥ – Das Verlassen von Bindung und Befreiung und mit oder ohne Qualitäten, sei vereint in; guṇāguṇavihīnātmā deśakālādivarjitaḥ – der Einheit des Selbst. Die Natur des Einsseins, das Selbst ist ohne Ort, Zeit und dergleichen.
4.51. Vers Tejobindu Upanishad
sākṣyasākṣitvahīnātmā kiñcitkiñcinna kiñcana |
yasya prapañcamānaṃ na brahmākāramapīha na || 51 ||
Übersetzung
Das Selbst ist jenseits von Zeugnis und Zeugnis, alles und nichts und nicht irgendjemand. Sogar Brahmans Ausdruck (das Universum) wird hier nicht manifestiert.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sākṣyasākṣitvahīnātmā kiñcitkiñcinna kiñcana – Das Selbst ist jenseits von Zeugnis und Zeugnis, alles und nichts; yasya prapañcamānaṃ na brahmākāramapīha na – und nicht irgendjemand. Sogar Brahmans Ausdruck (das Universum) wird hier nicht manifestiert.
4.52. Vers Tejobindu Upanishad
svasvarūpe svayañjyotiḥ svasvarūpe svayaṃratiḥ |
vācāmagocarānando vāṅmanogocaraḥ svayam || 52 ||
Übersetzung
Er erfreut sich an der Ausstrahlung seiner eigenen wahren Natur, die unbeschreibliche Glückseligkeit ist, jenseits der Reichweite von Sprache und Geist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
svasvarūpe svayañjyotiḥ svasvarūpe svayaṃratiḥ – Er erfreut sich an der Ausstrahlung seiner eigenen wahren Natur, die unbeschreibliche Glückseligkeit ist, jenseits; vācāmagocarānando vāṅmanogocaraḥ svayam – der Reichweite von Sprache und Geist.
4.53. Vers Tejobindu Upanishad
atītātītabhāvo yo vaidehī mukta eva saḥ |
cittavṛtteratīto yaścittavṛttyavabhāsakaḥ || 53 ||
Übersetzung
Er ist im Tod eindeutig befreit, der jenseits des Jenseits ist, der jenseits der geistigen Fluktuationen ist und der geistige Fluktuationen erleuchtet.
Wort-für-Wort-Übersetzung
atītātītabhāvo yo vaidehī mukta eva saḥ – Er ist im Tod eindeutig befreit, der jenseits des Jenseits ist, der jenseits; cittavṛtteratīto yaścittavṛttyavabhāsakaḥ – der geistigen Fluktuationen ist und der geistige Fluktuationen erleuchtet.
4.54. Vers Tejobindu Upanishad
sarvavṛttivihīnātmā vaidehī mukta eva saḥ |
tasminkāle videhīti dehasmaraṇavarjitaḥ || 54 ||
Übersetzung
Nachdem er körperlos war und alle Aktivitäten des Geistes im Laufe der Zeit verlassen hat, verlässt er alle Erinnerungen an den Körper.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvavṛttivihīnātmā vaidehī mukta eva saḥ – Nachdem er körperlos war und alle Aktivitäten des Geistes im Laufe; tasminkāle videhīti dehasmaraṇavarjitaḥ – der Zeit verlassen hat, verlässt er alle Erinnerungen an den Körper.
4.55. Vers Tejobindu Upanishad
īṣanmātraṃ smṛtaṃ cedyastadā sarvasamanvitaḥ |
parairadṛṣṭabāhyātmā paramānandaciddhanaḥ || 55 ||
Übersetzung
Selbst der kleinste Gedanke an den Körper bringt eine Verbindung zum Universum. Ungesehen von denen außerhalb, ist das Selbst die höchste Glückseligkeit des vollständigen Bewusstseins.
Wort-für-Wort-Übersetzung
īṣanmātraṃ smṛtaṃ cedyastadā sarvasamanvitaḥ – Selbst der kleinste Gedanke an den Körper bringt eine Verbindung zum Universum. Ungesehen von denen außerhalb, ist; parairadṛṣṭabāhyātmā paramānandaciddhanaḥ – das Selbst die höchste Glückseligkeit des vollständigen Bewusstseins.
4.56. Vers Tejobindu Upanishad
parairadṛṣṭabāhyātmā sarvavedāntagocaraḥ |
brahmāmṛtarasāsvādo brahmāmṛtarasāyanaḥ || 56 ||
Übersetzung
Unsichtbar von denen außerhalb, ist das Selbst das Ende der Veden. Er trinkt den Nektar des unsterblichen Brahman, er ist das Elixier des unsterblichen Brahman.
Wort-für-Wort-Übersetzung
parairadṛṣṭabāhyātmā sarvavedāntagocaraḥ – Unsichtbar von denen außerhalb, ist das Selbst das Ende der Veden; brahmāmṛtarasāsvādo brahmāmṛtarasāyanaḥ – Er trinkt den Nektar des unsterblichen Brahman, er ist das Elixier des unsterblichen Brahman.
4.57. Vers Tejobindu Upanishad
brahmāmṛtarasāsakto brahmāmṛtarasaḥ svayam |
brahmāmṛtarase magno brahmānandaśivārcanaḥ || 57 ||
Übersetzung
Absorbiert im Nektar des unsterblichen Brahmans, ist er der Nektar des unsterblichen Brahmans, eingetaucht in den Nektar des unsterblichen Brahmans, lobend die Glückseligkeit Brahmans.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmāmṛtarasāsakto brahmāmṛtarasaḥ svayam – Absorbiert im Nektar des unsterblichen Brahmans, ist er; brahmāmṛtarase magno brahmānandaśivārcanaḥ – der Nektar des unsterblichen Brahmans, eingetaucht in den Nektar des unsterblichen Brahmans, lobend die Glückseligkeit Brahmans.
4.58. Vers Tejobindu Upanishad
brahmāmṛtarase tṛpto brahmānandānubhāvakaḥ |
brahmānandaśivānando brahmānandarasaprabhaḥ || 58 ||
Übersetzung
Zufrieden mit dem Nektar des unsterblichen Brahmans erkennt er die Seligkeit Brahmans, die die Seligkeit des Glückseligen und die Pracht dieses Nektars ist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmāmṛtarase tṛpto brahmānandānubhāvakaḥ – Zufrieden mit dem Nektar des unsterblichen Brahmans erkennt er die Seligkeit Brahmans, die; brahmānandaśivānando brahmānandarasaprabhaḥ – die Seligkeit des Glückseligen und die Pracht dieses Nektars ist.
4.59. Vers Tejobindu Upanishad
brahmānandaparaṃ jyotirbrahmānandanirantaraḥ |
brahmānandarasānnādo brahmānandakuṭumbakaḥ || 59 ||
Übersetzung
Das höchste Licht der Seligkeit Brahmans, er ist der Genießer der Essenz und der Familie dieser ewigen Seligkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmānandaparaṃ jyotirbrahmānandanirantaraḥ – Das höchste Licht der Seligkeit Brahmans, er ist der Genießer; brahmānandarasānnādo brahmānandakuṭumbakaḥ – der Essenz und der Familie dieser ewigen Seligkeit.
4.60. Vers Tejobindu Upanishad
brahmānandarasārūḍho brahmānandaikaciddhanaḥ |
brahmānandarasodbāho brahmānandarasambharaḥ || 60 ||
Übersetzung
Er manifestiert die Essenz von Brahmans Glückseligkeit, die ein einziges, reiches Bewusstsein ist. Er unterstützt den Nektar von Brahmans Glückseligkeit, indem er diese Glückseligkeit schenkt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmānandarasārūḍho brahmānandaikaciddhanaḥ – Er manifestiert die Essenz von Brahmans Glückseligkeit, die ein einziges, reiches Bewusstsein ist; brahmānandarasodbāho brahmānandarasambharaḥ – Er unterstützt den Nektar von Brahmans Glückseligkeit, indem er diese Glückseligkeit schenkt.
4.61. Vers Tejobindu Upanishad
brahmānandajanairyukto brahmānandātmani sthitaḥ |
ātmarūpamidaṃ sarvamātmano’nyanna kañcana || 61 ||
Übersetzung
Im Selbst verweilend, ist er mit allen Wesen in der Seligkeit Brahmans vereint; dieses Wahre Selbst ist alles und es gibt nichts anderes als das Selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmānandajanairyukto brahmānandātmani sthitaḥ – Im Selbst verweilend, ist er mit allen Wesen in der Seligkeit Brahmans vereint; dieses Wahre Selbst ist alles; ātmarūpamidaṃ sarvamātmano’nyanna kañcana – und es gibt nichts anderes als das Selbst.
4.62. Vers Tejobindu Upanishad
sarvamātmāhamātmāsmi paramātmā parātmakaḥ |
nityānanda svarūpātmā vaidehī mukta eva saḥ || 62 ||
Übersetzung
„Alles ist Selbst. Ich bin das Absolute Selbst, in der Natur überragend, ewige Glückseligkeit und die Natur des Wahren Selbst.“ Das ist eindeutig einer, der in der Körperlosigkeit befreit ist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvamātmāhamātmāsmi paramātmā parātmakaḥ – „Alles ist Selbst. Ich bin das Absolute Selbst, in der Natur überragend, ewige Glückseligkeit und; nityānanda svarūpātmā vaidehī mukta eva saḥ – die Natur des Wahren Selbst.“ Das ist eindeutig einer, der in der Körperlosigkeit befreit ist.
4.63. Vers Tejobindu Upanishad
pūrṇarūpo mahānātmā prītātmā śāśvatātmakaḥ |
sarvāntaryāmirūpātmā nirmalātmā nirātmakaḥ || 63 ||
Übersetzung
„Völlig von Natur aus, die Große Seele, selbstzufrieden, immerwährend, die Seele von allem, Wahres Selbst, Vollkommenes Selbst, ohne Eigenschaften.“
Wort-für-Wort-Übersetzung
pūrṇarūpo mahānātmā prītātmā śāśvatātmakaḥ – „Völlig von Natur aus, die Große Seele, selbstzufrieden, immerwährend; sarvāntaryāmirūpātmā nirmalātmā nirātmakaḥ – die Seele von allem, Wahres Selbst, Vollkommenes Selbst, ohne Eigenschaften.“.
4.64. Vers Tejobindu Upanishad
nirvikārasvarūpātmā śuddhātmā śāntarūpakaḥ |
śāntāśāntasvarūpātmā naikātmatvavivarjitaḥ || 64 ||
Übersetzung
Wahres Selbst, unveränderlich in der Natur; Reines Selbst, die Natur des Friedens; befriedet und ruhig, die Natur des Wahren Selbst; ohne gleiche und ohne Qualitäten.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nirvikārasvarūpātmā śuddhātmā śāntarūpakaḥ – Wahres Selbst, unveränderlich in der Natur; Reines Selbst, die Natur des Friedens; befriedet; śāntāśāntasvarūpātmā naikātmatvavivarjitaḥ – und ruhig, die Natur des Wahren Selbst; ohne gleiche und ohne Qualitäten.
4.65. Vers Tejobindu Upanishad
jīvātmaparamātmeti cintāsarvasvavarjitaḥ |
muktāmuktasvarūpātmā muktāmuktavivarjitaḥ || 65 ||
Übersetzung
Ich bin das Lebendige Selbst, das Höchste Selbst, all dies ohne zu denken. Das Wahre Selbst ist befreit und nicht befreit, ohne befreit zu werden oder nicht befreit zu werden.
Wort-für-Wort-Übersetzung
jīvātmaparamātmeti cintāsarvasvavarjitaḥ – Ich bin das Lebendige Selbst, das Höchste Selbst, all dies ohne zu denken; muktāmuktasvarūpātmā muktāmuktavivarjitaḥ – Das Wahre Selbst ist befreit und nicht befreit, ohne befreit zu werden oder nicht befreit zu werden.
4.66. Vers Tejobindu Upanishad
bandhamokṣasvarūpātmā bandhamokṣavivarjitaḥ |
dvaitādvaitasvarūpātmā dvaitādvaitavivarjitaḥ || 66 ||
Übersetzung
Wahres Selbst ist Bindung und Freiheit, ohne in Bindung oder Freiheit zu sein. Wahres Selbst ist Dualität und Nichtdualität, ohne Dualität oder Nichtdualität zu sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
bandhamokṣasvarūpātmā bandhamokṣavivarjitaḥ – Wahres Selbst ist Bindung und Freiheit, ohne in Bindung oder Freiheit zu sein; dvaitādvaitasvarūpātmā dvaitādvaitavivarjitaḥ – Wahres Selbst ist Dualität und Nichtdualität, ohne Dualität oder Nichtdualität zu sein.
4.67. Vers Tejobindu Upanishad
sarvāsarvasvarūpātmā sarvāsarvavivarjitaḥ |
modapramodarūpātmā modādivinivarjitaḥ || 67 ||
Übersetzung
Wahres Selbst ist alles und nichts, ohne alles oder nichts zu sein. Wahres Selbst ist Freude und Jubel, ohne Freude oder so zu sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvāsarvasvarūpātmā sarvāsarvavivarjitaḥ – Wahres Selbst ist alles und nichts, ohne alles oder nichts zu sein; modapramodarūpātmā modādivinivarjitaḥ – Wahres Selbst ist Freude und Jubel, ohne Freude oder so zu sein.
4.68. Vers Tejobindu Upanishad
sarvasaṅkalpahīnātmā vaidehī mukta eva saḥ |
niṣkalātmā nirmalātmā buddhātmāpuruṣātmakaḥ || 68 ||
Übersetzung
Das Selbst ist frei von allen Unterscheidungen, ungeteilt und vollkommen. Das Selbst ist erleuchtet und die Natur des Höchsten Geistes. Das wird eindeutig in der Körperlosigkeit befreit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvasaṅkalpahīnātmā vaidehī mukta eva saḥ – Das Selbst ist frei von allen Unterscheidungen, ungeteilt und vollkommen. Das Selbst ist erleuchtet und; niṣkalātmā nirmalātmā buddhātmāpuruṣātmakaḥ – die Natur des Höchsten Geistes. Das wird eindeutig in der Körperlosigkeit befreit.
4.69. Vers Tejobindu Upanishad
ānandādivihīnātmā amṛtātmāmṛtātmakaḥ |
kālatrayasvarūpātmā kālatrayavivarjitaḥ || 69 ||
Übersetzung
Wahres Selbst ist Glückseligkeit, ohne Glückseligkeit und die drei Zeiten zu sein, ohne die drei Zeiten zu sein. Das Selbst ist von Natur aus unsterblich und unsterblich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ānandādivihīnātmā amṛtātmāmṛtātmakaḥ – Wahres Selbst ist Glückseligkeit, ohne Glückseligkeit und die drei Zeiten zu sein; kālatrayasvarūpātmā kālatrayavivarjitaḥ – ohne die drei Zeiten zu sein. Das Selbst ist von Natur aus unsterblich und unsterblich.
4.70. Vers Tejobindu Upanishad
akhilātmā hyameyātmā mānātmā mānavarjitaḥ |
nityapratyakṣarūpātmā nityapratyakṣanirṇayaḥ || 70 ||
Übersetzung
Das Selbst ist sicher vollständig. Es ist Beweis, ohne Beweis zu sein. Wahres Selbst ist ewig und vollständig, die Bestimmung von ewig und vollständig.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhilātmā hyameyātmā mānātmā mānavarjitaḥ – Das Selbst ist sicher vollständig. Es ist Beweis, ohne Beweis zu sein. Wahres Selbst ist ewig; nityapratyakṣarūpātmā nityapratyakṣanirṇayaḥ – und vollständig, die Bestimmung von ewig und vollständig.
4.71. Vers Tejobindu Upanishad
anyahīnasvabhāvātmā anyahīnasvayamprabhaḥ |
vidyāvidyādimeyātmā vidyāvidyādivarjitaḥ || 71 ||
Übersetzung
Ohne Unterschied ist der natürliche Zustand des Selbst ohne Unterschied. Das Selbst ist das Maß für Wissen und Unwissenheit, ohne Wissen oder Unwissenheit zu sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
anyahīnasvabhāvātmā anyahīnasvayamprabhaḥ – Ohne Unterschied ist der natürliche Zustand des Selbst ohne Unterschied. Das Selbst ist; vidyāvidyādimeyātmā vidyāvidyādivarjitaḥ – das Maß für Wissen und Unwissenheit, ohne Wissen oder Unwissenheit zu sein.
4.72. Vers Tejobindu Upanishad
nityānityavihīnātmā ihāmutravivarjitaḥ |
śamādiṣaṭkaśūnyātmā mumukṣutvādivarjitaḥ || 72 ||
Übersetzung
Das Selbst ist ohne Sterbliche und Unsterbliche und frei von hier und da. Die sechs Tugenden, beginnend mit ruhig, sind leer vom Selbst und das Selbst ist frei von dem Wunsch nach Befreiung.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nityānityavihīnātmā ihāmutravivarjitaḥ – Das Selbst ist ohne Sterbliche und Unsterbliche und frei von hier; śamādiṣaṭkaśūnyātmā mumukṣutvādivarjitaḥ – und da. Die sechs Tugenden, beginnend mit ruhig, sind leer vom Selbst und das Selbst ist frei von dem Wunsch nach Befreiung.
4.73. Vers Tejobindu Upanishad
sthūladehavihīnātmā sūkṣmadehavivarjitaḥ |
kāraṇādivihīnātmā turīyādivivarjitaḥ || 73 ||
Übersetzung
Das Selbst ist ohne die groben, subtilen und kausalen Körper; Es ist auch ohne den vierten Zustand.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sthūladehavihīnātmā sūkṣmadehavivarjitaḥ – Das Selbst ist ohne die groben, subtilen; kāraṇādivihīnātmā turīyādivivarjitaḥ – und kausalen Körper; Es ist auch ohne den vierten Zustand.
4.74. Vers Tejobindu Upanishad
annakośavihīnātmā prāṇakośavivarjitaḥ |
manaḥkośavihīnātmā vijñānādivivarjitaḥ || 74 ||
Übersetzung
Das Selbst ist ohne die Hüllen von Nahrung, Energie, Verstand und Wissen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
annakośavihīnātmā prāṇakośavivarjitaḥ – Das Selbst ist ohne; manaḥkośavihīnātmā vijñānādivivarjitaḥ – die Hüllen von Nahrung, Energie, Verstand und Wissen.
4.75. Vers Tejobindu Upanishad
ānandakośahīnātmā pañcakośavivarjitaḥ |
nirvikalpasvarūpātmā savikalpavivarjitaḥ || 75 ||
Übersetzung
Das Selbst ist auch ohne die Hülle der Glückseligkeit, frei von allen fünf Hüllen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ānandakośahīnātmā pañcakośavivarjitaḥ – Das Selbst ist auch ohne; nirvikalpasvarūpātmā savikalpavivarjitaḥ – die Hülle der Glückseligkeit, frei von allen fünf Hüllen.
4.76. Vers Tejobindu Upanishad
dṛśyānuviddhahīnātmā śabdaviddhavivarjitaḥ |
sadā samādhiśūnyātmā ādimadhyāntavarjitaḥ || 76 ||
Übersetzung
Das Selbst ist nicht an das gebunden, was gesehen oder gehört wird, sondern immer in der Leere fixiert.
Wort-für-Wort-Übersetzung
dṛśyānuviddhahīnātmā śabdaviddhavivarjitaḥ – Das Selbst ist nicht an das gebunden, was gesehen; sadā samādhiśūnyātmā ādimadhyāntavarjitaḥ – oder gehört wird, sondern immer in der Leere fixiert.
4.77. Vers Tejobindu Upanishad
prajñānavākyahīnātmā ahambrahmāsmivarjitaḥ |
tattvamasyādihīnātmā ayamātmetyabhāvakaḥ || 77 ||
Übersetzung
Das Selbst ist ohne das Wort „Erkenntnis“ oder die Ideen „Ich bin Brahman“, „Du bist Das“ und „Das ist Selbst“.
Wort-für-Wort-Übersetzung
prajñānavākyahīnātmā ahambrahmāsmivarjitaḥ – Das Selbst ist ohne das Wort „Erkenntnis“ oder; tattvamasyādihīnātmā ayamātmetyabhāvakaḥ – die Ideen „Ich bin Brahman“, „Du bist Das“ und „Das ist Selbst“.
4.78. Vers Tejobindu Upanishad
oṅkāravācyahīnātmā sarvavācyavivarjitaḥ |
avasthātrayahīnātmā akṣarātmā cidātmakaḥ || 78 ||
Übersetzung
Das Selbst wird nicht im Wort Om ausgedrückt und ist frei von allem Ausdruck; das Bewusste Selbst ist unvergänglich und frei von den drei Zuständen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
oṅkāravācyahīnātmā sarvavācyavivarjitaḥ – Das Selbst wird nicht im Wort Om ausgedrückt und ist frei von allem Ausdruck; avasthātrayahīnātmā akṣarātmā cidātmakaḥ – das Bewusste Selbst ist unvergänglich und frei von den drei Zuständen.
4.79. Vers Tejobindu Upanishad
ātmajñeyādihīnātmā yatkiñcididamātmakaḥ |
bhānābhānavihīnātmā vaidehī mukta eva saḥ || 79 ||
Übersetzung
Das Selbst ist sowohl sichtbar als auch unsichtbar. Die Natur des Selbst ist nicht etwas, das vom Verstand begriffen werden kann.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ātmajñeyādihīnātmā yatkiñcididamātmakaḥ – Das Selbst ist sowohl sichtbar als auch unsichtbar. Die Natur des Selbst ist nicht etwas; bhānābhānavihīnātmā vaidehī mukta eva saḥ – das vom Verstand begriffen werden kann.
4.80. Vers Tejobindu Upanishad
ātmānameva vīkṣasva ātmānaṃ bodhaya svakam |
svamātmānaṃ svayaṃ bhuṅkṣva svastho bhava ṣaḍānana || 80 ||
Übersetzung
Schau allein auf den Atman, Kumara. Erkenne dein eigenes Selbst, erfahre es unmittelbar und ruhe in deinem natürlichen Wesen, o Shadanana.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ātmānameva vīkṣasva ātmānaṃ bodhaya svakam – Schau allein auf den Atman, Kumara. Erkenne dein eigenes Selbst, erfahre; svamātmānaṃ svayaṃ bhuṅkṣva svastho bhava ṣaḍānana – es unmittelbar und ruhe in deinem natürlichen Wesen, o Shadanana.
4.81. Vers Tejobindu Upanishad – in der Sanskritquelle unnummerierter Schlussvers
svamātmani svayaṃ tṛptaḥ svamātmānaṃ svayaṃ cara |
ātmānameva modasva vaidehī muktiko bhavetyupaniṣat ||
Übersetzung
Im eigenen Selbst durch sich selbst erfüllt, bewege dich als dein eigenes Selbst und freue dich allein am Atman; so werde ein in Körperlosigkeit Befreiter. So lautet die Upanishad.
Wort-für-Wort-Übersetzung
svamātmani svayaṃ tṛptaḥ svamātmānaṃ svayaṃ cara – Im eigenen Selbst durch sich selbst erfüllt, bewege dich als dein eigenes Selbst und freue dich allein am Atman; so werde ein in Körperlosigkeit Befreiter; ātmānameva modasva vaidehī muktiko bhavetyupaniṣat – So lautet die Upanishad.
5. Kapitel – Die Unterscheidung von Atman und Nicht-Selbst
Einleitung zum 5. Kapitel
nidāgho nāma vai muniḥ papraccha ṛbhuṃ |
bhagavantamātmānātmavivekamanubrūhīti |
sa hovāca ṛbhuḥ |
Übersetzung
Der Weise Nidagha bat den ehrwürdigen Ribhu: „Erkläre mir die Unterscheidung von Atman und Nichtselbst.“ Ribhu sprach:
5.1. Vers Tejobindu Upanishad
sarvavāco’vadhirbrahma sarvacintāvadhirguruḥ |
sarvakāraṇakāryātmā kāryakāraṇavarjitaḥ || 1 ||
Übersetzung
Der Weise Nidagha bat Ribhu: „Erkläre mir die Unterscheidung von Atman und Nichtselbst.“ Ribhu sprach: Brahman ist die Grenze aller Worte, der Guru die Grenze aller Gedanken. Es ist das Selbst aller Ursachen und Wirkungen und zugleich frei von Ursache und Wirkung.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvavāco’vadhirbrahma sarvacintāvadhirguruḥ – Der Weise Nidagha bat Ribhu: „Erkläre mir die Unterscheidung von Atman und Nichtselbst.“ Ribhu sprach: Brahman ist die Grenze aller Worte, der Guru; sarvakāraṇakāryātmā kāryakāraṇavarjitaḥ – die Grenze aller Gedanken. Es ist das Selbst aller Ursachen und Wirkungen und zugleich frei von Ursache und Wirkung.
5.2. Vers Tejobindu Upanishad
sarvasaṅkalparahitaḥ sarvanādamayaḥ śivaḥ |
sarvavarjitacinmātraḥ sarvānandamayaḥ paraḥ || 2 ||
Übersetzung
Shiva ist frei von allen gedanklichen Vorstellungen und zugleich von allem Nada durchdrungen; reines Bewusstsein, von allen Bestimmungen frei, das Höchste und von aller Glückseligkeit erfüllt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvasaṅkalparahitaḥ sarvanādamayaḥ śivaḥ – Shiva ist frei von allen gedanklichen Vorstellungen und zugleich von allem Nada durchdrungen; reines Bewusstsein, von allen Bestimmungen frei; sarvavarjitacinmātraḥ sarvānandamayaḥ paraḥ – das Höchste und von aller Glückseligkeit erfüllt.
5.3. Vers Tejobindu Upanishad
sarvatejaḥprakāśātmā nādānandamayātmakaḥ |
sarvānubhavanirmuktaḥ sarvadhyānavivarjitaḥ || 3 ||
Übersetzung
Der Atman lässt alle Lichter erstrahlen und ist von der Glückseligkeit des Nada erfüllt; frei von jeder begrenzten Erfahrung und jenseits aller Meditation.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvatejaḥprakāśātmā nādānandamayātmakaḥ – Der Atman lässt alle Lichter erstrahlen und ist von der Glückseligkeit des Nada erfüllt; sarvānubhavanirmuktaḥ sarvadhyānavivarjitaḥ – frei von jeder begrenzten Erfahrung und jenseits aller Meditation.
5.4. Vers Tejobindu Upanishad
sarvanādakalātīta eṣa ātmāhamavyayaḥ |
ātmānātmavivekādibhedābhedavivarjitaḥ || 4 ||
Übersetzung
Jenseits aller Stufen des Nada ist dieser unvergängliche Atman, der ich bin. Er liegt jenseits der Unterscheidung und Nichtunterscheidung von Selbst und Nichtselbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvanādakalātīta eṣa ātmāhamavyayaḥ – Jenseits aller Stufen des Nada ist dieser unvergängliche Atman, der ich bin. Er liegt jenseits; ātmānātmavivekādibhedābhedavivarjitaḥ – der Unterscheidung und Nichtunterscheidung von Selbst und Nichtselbst.
5.5. Vers Tejobindu Upanishad
śāntāśāntādihīnātmā nādāntarjyotirūpakaḥ |
mahāvākyārthato dūro brahmāsmītyatidūrataḥ || 5 ||
Übersetzung
Der Atman ist frei von den Gegensätzen Frieden und Unfrieden und von der Gestalt des inneren Lichtes im Nada. Er liegt jenseits selbst der begrifflichen Bedeutung der Mahavakyas und der Aussage „Ich bin Brahman“.
Wort-für-Wort-Übersetzung
śāntāśāntādihīnātmā nādāntarjyotirūpakaḥ – Der Atman ist frei von den Gegensätzen Frieden und Unfrieden und von der Gestalt des inneren Lichtes im Nada. Er liegt jenseits selbst; mahāvākyārthato dūro brahmāsmītyatidūrataḥ – der begrifflichen Bedeutung der Mahavakyas und der Aussage „Ich bin Brahman“.
5.6. Vers Tejobindu Upanishad
tacchabdavarjyastvaṃśabdahīno vākyārthavarjitaḥ |
kṣarākṣaravihīno yo nādāntarjyotireva saḥ || 6 ||
Übersetzung
Er liegt jenseits der Wörter „Das“ und „du“, jenseits der Satzbedeutung und jenseits von vergänglich und unvergänglich; er ist allein das innere Licht im Nada.
Wort-für-Wort-Übersetzung
tacchabdavarjyastvaṃśabdahīno vākyārthavarjitaḥ – Er liegt jenseits der Wörter „Das“ und „du“, jenseits der Satzbedeutung; kṣarākṣaravihīno yo nādāntarjyotireva saḥ – und jenseits von vergänglich und unvergänglich; er ist allein das innere Licht im Nada.
5.7. Vers Tejobindu Upanishad
akhaṇḍaikaraso vāhamānando’smīti varjitaḥ |
sarvātītasvabhāvātmā nādāntarjyotireva saḥ || 7 ||
Übersetzung
Er liegt jenseits selbst der Formeln „Ich bin von ungeteiltem, einem Wesen“ und „Ich bin Glückseligkeit“. Sein Wesen überschreitet alles und ist das innere Licht im Nada.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akhaṇḍaikaraso vāhamānando’smīti varjitaḥ – Er liegt jenseits selbst der Formeln „Ich bin von ungeteiltem, einem Wesen“ und „Ich bin Glückseligkeit“; sarvātītasvabhāvātmā nādāntarjyotireva saḥ – Sein Wesen überschreitet alles und ist das innere Licht im Nada.
5.8. Vers Tejobindu Upanishad
ātmeti śabdahīno ya ātmaśabdārthavarjitaḥ |
saccidānandahīno ya eṣaivātmā sanātanaḥ || 8 ||
Übersetzung
Er liegt jenseits des Wortes Atman und seiner begrifflichen Bedeutung, sogar jenseits der Bezeichnung Sat Chit Ananda. Eben dies ist der ewige Atman.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ātmeti śabdahīno ya ātmaśabdārthavarjitaḥ – Er liegt jenseits des Wortes Atman und seiner begrifflichen Bedeutung, sogar jenseits der Bezeichnung Sat Chit Ananda; saccidānandahīno ya eṣaivātmā sanātanaḥ – Eben dies ist der ewige Atman.
5.9. Vers Tejobindu Upanishad
sa nirdeṣṭumaśakyo yo vedavākyairagamyataḥ |
yasya kiñcidbahirnāsti kiñcidantaḥ kiyanna ca || 9 ||
Übersetzung
Er lässt sich nicht definieren und wird von den Sätzen des Veda nicht erreicht. Für ihn gibt es weder ein bestimmtes Außen noch ein begrenztes Innen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sa nirdeṣṭumaśakyo yo vedavākyairagamyataḥ – Er lässt sich nicht definieren und wird von den Sätzen des Veda nicht erreicht; yasya kiñcidbahirnāsti kiñcidantaḥ kiyanna ca – Für ihn gibt es weder ein bestimmtes Außen noch ein begrenztes Innen.
5.10. Vers Tejobindu Upanishad
yasya liṅgaṃ prapañcaṃ vā brahmaivātmā na saṃśayaḥ |
nāsti yasya śarīraṃ vā jīvo vā bhūtabhautikaḥ || 10 ||
Übersetzung
Für ihn bestehen weder besonderes Kennzeichen noch verselbständigte Erscheinungswelt, Körper, Jiva oder die elementaren Dinge. Ohne Zweifel ist der Atman Brahman.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yasya liṅgaṃ prapañcaṃ vā brahmaivātmā na saṃśayaḥ – Für ihn bestehen weder besonderes Kennzeichen noch verselbständigte Erscheinungswelt, Körper, Jiva oder die elementaren Dinge; nāsti yasya śarīraṃ vā jīvo vā bhūtabhautikaḥ – Ohne Zweifel ist der Atman Brahman.
5.11. Vers Tejobindu Upanishad
nāmarūpādikaṃ nāsti bhojyaṃ vā bhogabhukca vā |
sadvā’sadvā sthitirvāpi yasya nāsti kṣarākṣaram || 11 ||
Übersetzung
Für ihn bestehen weder Name und Form, Genießbares, Genuss und Genießer noch Sein und Nichtsein oder die Unterscheidung von vergänglich und unvergänglich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nāmarūpādikaṃ nāsti bhojyaṃ vā bhogabhukca vā – Für ihn bestehen weder Name und Form, Genießbares, Genuss und Genießer noch Sein und Nichtsein; sadvā’sadvā sthitirvāpi yasya nāsti kṣarākṣaram – oder die Unterscheidung von vergänglich und unvergänglich.
5.12. Vers Tejobindu Upanishad
guṇaṃ vā viguṇaṃ vāpi sama ātmā na saṃśayaḥ |
yasya vācyaṃ vācakaṃ vā śravaṇaṃ mananaṃ ca vā || 12 ||
Übersetzung
Der gleiche Atman ist weder mit Eigenschaften noch ohne Eigenschaften. Für ihn bestehen weder Bezeichnetes und Bezeichnung noch Hören und Nachdenken.
Wort-für-Wort-Übersetzung
guṇaṃ vā viguṇaṃ vāpi sama ātmā na saṃśayaḥ – Der gleiche Atman ist weder mit Eigenschaften noch ohne Eigenschaften. Für ihn bestehen weder Bezeichnetes; yasya vācyaṃ vācakaṃ vā śravaṇaṃ mananaṃ ca vā – und Bezeichnung noch Hören und Nachdenken.
5.13. Vers Tejobindu Upanishad
guruśiṣyādibhedaṃ vā devalokāḥ surāsurāḥ |
yatra dharmamadharmaṃ vā śuddhaṃ vāśuddhamaṇvapi || 13 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder die Trennung von Guru und Schüler noch Götterwelten, Götter und Dämonen, Dharma und Adharma oder Reinheit und Unreinheit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
guruśiṣyādibhedaṃ vā devalokāḥ surāsurāḥ – Dort bestehen weder die Trennung von Guru und Schüler noch Götterwelten, Götter und Dämonen, Dharma; yatra dharmamadharmaṃ vā śuddhaṃ vāśuddhamaṇvapi – und Adharma oder Reinheit und Unreinheit.
5.14. Vers Tejobindu Upanishad
yatra kālamakālaṃ vā niścayaḥ saṃśayo na hi |
yatra mantramamantraṃ vā vidyāvidye na vidyate || 14 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Zeit und Nichtzeit noch Gewissheit und Zweifel, Mantra und Nichtmantra oder Wissen und Nichtwissen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yatra kālamakālaṃ vā niścayaḥ saṃśayo na hi – Dort bestehen weder Zeit und Nichtzeit noch Gewissheit und Zweifel, Mantra; yatra mantramamantraṃ vā vidyāvidye na vidyate – und Nichtmantra oder Wissen und Nichtwissen.
5.15. Vers Tejobindu Upanishad
draṣṭṛdarśanadṛśyaṃ vā īṣanmātraṃ kalātmakam |
anātmeti prasaṅgo vā hyanātmeti mano’pi vā || 15 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Seher, Sehen und Gesehenes noch auch nur eine feine begriffliche Bildung. Es gibt weder die Beziehung „Nichtselbst“ noch den Gedanken „Nichtselbst“.
Wort-für-Wort-Übersetzung
draṣṭṛdarśanadṛśyaṃ vā īṣanmātraṃ kalātmakam – Dort bestehen weder Seher, Sehen und Gesehenes noch auch nur eine feine begriffliche Bildung; anātmeti prasaṅgo vā hyanātmeti mano’pi vā – Es gibt weder die Beziehung „Nichtselbst“ noch den Gedanken „Nichtselbst“.
5.16. Vers Tejobindu Upanishad
anātmeti jagadvāpi nāsti nāsti niścinu |
sarvasaṅkalpaśūnyatvātsarvakāryavivarjanāt || 16 ||
Übersetzung
Auch eine als Nichtselbst verselbständigte Welt besteht nicht – erkenne dies mit Gewissheit. Denn im höchsten Selbst sind alle Vorstellungen leer und alle getrennten Wirkungen aufgegeben.
Wort-für-Wort-Übersetzung
anātmeti jagadvāpi nāsti nāsti niścinu – Auch eine als Nichtselbst verselbständigte Welt besteht nicht – erkenne dies mit Gewissheit. Denn im höchsten Selbst sind alle Vorstellungen leer; sarvasaṅkalpaśūnyatvātsarvakāryavivarjanāt – und alle getrennten Wirkungen aufgegeben.
5.17. Vers Tejobindu Upanishad
kevalaṃ brahmamātratvānnāstyanātmeti niścinu |
dehatrayavihīnatvātkālatrayavivarjanāt || 17 ||
Übersetzung
Weil allein Brahman besteht, gibt es kein selbständiges Nichtselbst – erkenne dies. Das wahre Selbst ist frei von den drei Körpern und den drei Zeiten.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kevalaṃ brahmamātratvānnāstyanātmeti niścinu – Weil allein Brahman besteht, gibt es kein selbständiges Nichtselbst – erkenne dies; dehatrayavihīnatvātkālatrayavivarjanāt – Das wahre Selbst ist frei von den drei Körpern und den drei Zeiten.
5.18. Vers Tejobindu Upanishad
jīvatrayaguṇābhāvāttāpatrayavivarjanāt |
lokatrayavihīnatvātsarvamātmeti śāsanāt || 18 ||
Übersetzung
Aufgrund der Nichtexistenz der drei Qualitäten der Natur im Individuum werden die drei Leiden negiert. Aufgrund der Nichtexistenz der drei Welten wird die Bestrafung der Seelen negiert.
Wort-für-Wort-Übersetzung
jīvatrayaguṇābhāvāttāpatrayavivarjanāt – Aufgrund der Nichtexistenz der drei Qualitäten der Natur im Individuum werden die drei Leiden negiert; lokatrayavihīnatvātsarvamātmeti śāsanāt – Aufgrund der Nichtexistenz der drei Welten wird die Bestrafung der Seelen negiert.
5.19. Vers Tejobindu Upanishad
cittābhāccintanīyaṃ dehābhāvājjarā na ca |
pādābhāvādgatirnāsti hastābhāvātkriyā na ca || 19 ||
Übersetzung
Ohne Beine gibt es kein Gehen und ohne Hände, es gibt keine Arbeit, weil ein Geist nicht existiert, gibt es kein Denken und weil es keinen Körper gibt, gibt es kein Alter.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cittābhāccintanīyaṃ dehābhāvājjarā na ca – Ohne Beine gibt es kein Gehen und ohne Hände, es gibt keine Arbeit, weil ein Geist nicht existiert, gibt; pādābhāvādgatirnāsti hastābhāvātkriyā na ca – es kein Denken und weil es keinen Körper gibt, gibt es kein Alter.
5.20. Vers Tejobindu Upanishad
mṛtyurnāsti janābhāvādbuddhyabhāvātsukhādikam |
dharmo nāsti śucirnāsti satyaṃ nāsti bhayaṃ na ca || 20 ||
Übersetzung
Ohne Wesen gibt es keinen Tod und ohne Intellekt gibt es kein Glück, keine Tugend, Reinheit, Wahrheit oder Angst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
mṛtyurnāsti janābhāvādbuddhyabhāvātsukhādikam – Ohne Wesen gibt es keinen Tod und; dharmo nāsti śucirnāsti satyaṃ nāsti bhayaṃ na ca – ohne Intellekt gibt es kein Glück, keine Tugend, Reinheit, Wahrheit oder Angst.
5.21. Vers Tejobindu Upanishad
akṣaroccāraṇaṃ nāsti guruśiṣyādi nāstyapi |
ekābhāve dvitīyaṃ na na dvitīye na caikatā || 21 ||
Übersetzung
Es gibt kein Mantra, nicht einmal einen Lehrer oder Schüler. In Abwesenheit eines einzigen gibt es keine zweite und keine zweite, keine Einheit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
akṣaroccāraṇaṃ nāsti guruśiṣyādi nāstyapi – Es gibt kein Mantra, nicht einmal einen Lehrer oder Schüler. In Abwesenheit eines einzigen gibt; ekābhāve dvitīyaṃ na na dvitīye na caikatā – es keine zweite und keine zweite, keine Einheit.
5.22. Vers Tejobindu Upanishad
satyatvamasti cetkiñcidasatyaṃ na ca sambhavet |
asatyatvaṃ yadi bhavetsatyatvaṃ na ghaṭiṣyati || 22 ||
Übersetzung
Wenn es nur Realität gibt, wie kann dann Unwirklichkeit existieren? Wenn Unwirklichkeit existiert, gibt es keine Realität.
Wort-für-Wort-Übersetzung
satyatvamasti cetkiñcidasatyaṃ na ca sambhavet – Wenn es nur Realität gibt, wie kann dann Unwirklichkeit existieren?; asatyatvaṃ yadi bhavetsatyatvaṃ na ghaṭiṣyati – Wenn Unwirklichkeit existiert, gibt es keine Realität.
5.23. Vers Tejobindu Upanishad
śubhaṃ yadyaśubhaṃ viddhi aśubhācchubhamiṣyate |
bhayaṃ yadyabhavaṃ viddhi abhayādbhayamāpatet || 23 ||
Übersetzung
Wenn es das Verheißene und das Verheißene gibt, dann wird das Verheißene im Verheißenen gesucht, wenn es keine Angst gibt, dann wird Angst aus Mut gewonnen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
śubhaṃ yadyaśubhaṃ viddhi aśubhācchubhamiṣyate – Wenn es das Verheißene und; bhayaṃ yadyabhavaṃ viddhi abhayādbhayamāpatet – das Verheißene gibt, dann wird das Verheißene im Verheißenen gesucht, wenn es keine Angst gibt, dann wird Angst aus Mut gewonnen.
5.24. Vers Tejobindu Upanishad
bandhatvamapi cenmokṣo bandhābhāve kva mokṣatā |
maraṇaṃ yadi cejjanma janmābhāve mṛtirna ca || 24 ||
Übersetzung
Wenn es Freiheit und Knechtschaft gibt, dann in Abwesenheit von Knechtschaft, wer wird befreit? Wenn es Geburt und Tod gibt, dann in Abwesenheit von Geburt, gibt es keinen Tod.
Wort-für-Wort-Übersetzung
bandhatvamapi cenmokṣo bandhābhāve kva mokṣatā – Wenn es Freiheit und Knechtschaft gibt, dann in Abwesenheit von Knechtschaft, wer wird befreit? Wenn; maraṇaṃ yadi cejjanma janmābhāve mṛtirna ca – es Geburt und Tod gibt, dann in Abwesenheit von Geburt, gibt es keinen Tod.
5.25. Vers Tejobindu Upanishad
tvamityapi bhaveccāhaṃ tvaṃ no cedahameva na |
idaṃ yadi tadevāsti tadabhādidaṃ na ca || 25 ||
Übersetzung
Wenn „du“ „du und ich“ impliziert, dann gibt es ohne dich kein Ich. Wenn es dieses und jenes gibt, gibt es kein dieses ohne jenes.
Wort-für-Wort-Übersetzung
tvamityapi bhaveccāhaṃ tvaṃ no cedahameva na – Wenn „du“ „du und ich“ impliziert, dann gibt es ohne dich kein Ich. Wenn; idaṃ yadi tadevāsti tadabhādidaṃ na ca – es dieses und jenes gibt, gibt es kein dieses ohne jenes.
5.26. Vers Tejobindu Upanishad
astīti cennāsti tadā nāsti cedasti kiñcana |
kāryaṃ cetkāraṇaṃ kiñcitkāryābhāve na kāraṇam || 26 ||
Übersetzung
Wenn „es ist“ nicht ist, dann ist „nicht“ immer. Wenn jede Wirkung eine Ursache hat, dann gibt es in Abwesenheit einer Wirkung keine Ursache.
Wort-für-Wort-Übersetzung
astīti cennāsti tadā nāsti cedasti kiñcana – Wenn „es ist“ nicht ist, dann ist „nicht“ immer. Wenn jede Wirkung eine Ursache hat, dann gibt; kāryaṃ cetkāraṇaṃ kiñcitkāryābhāve na kāraṇam – es in Abwesenheit einer Wirkung keine Ursache.
5.27. Vers Tejobindu Upanishad
dvaitaṃ yadi tadā’dvaitaṃ dvaitābhāve dvayaṃ na ca |
dṛśyaṃ yadi dṛgapyasti dṛśyābhāve dṛgena na || 27 ||
Übersetzung
Wenn es Dualität und Nichtdualität gibt, dann gibt es in Abwesenheit von Dualität Nichtdualität. Wenn es Objekt und Subjekt gibt, dann gibt es ohne das Objekt kein Subjekt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
dvaitaṃ yadi tadā’dvaitaṃ dvaitābhāve dvayaṃ na ca – Wenn es Dualität und Nichtdualität gibt, dann gibt es in Abwesenheit von Dualität Nichtdualität. Wenn; dṛśyaṃ yadi dṛgapyasti dṛśyābhāve dṛgena na – es Objekt und Subjekt gibt, dann gibt es ohne das Objekt kein Subjekt.
5.28. Vers Tejobindu Upanishad
antaryadi bahiḥ satyamantā bhāve bahirna ca |
pūrṇatvamasti cetkiñcidapūrṇatvaṃ prasajyate || 28 ||
Übersetzung
Wenn sowohl das Innere als auch das Äußere real sind, existiert das Innere nicht außerhalb, nur wenn es Fülle gibt, ist Nicht-Vollheit möglich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
antaryadi bahiḥ satyamantā bhāve bahirna ca – Wenn sowohl das Innere als auch das Äußere real sind, existiert; pūrṇatvamasti cetkiñcidapūrṇatvaṃ prasajyate – das Innere nicht außerhalb, nur wenn es Fülle gibt, ist Nicht-Vollheit möglich.
5.29. Vers Tejobindu Upanishad
tasmādetatkvacinnāsti tvaṃ cāhaṃ vā ime idam |
nāsti dṛṣṭāntikaṃ satye nāsti dārṣṭāntikaṃ hyaje || 29 ||
Übersetzung
Wo ist die Wahrnehmung? Es gibt weder du noch ich, noch beide, noch er. Nichts wird in der Gegenwart der Realität gesehen. Nichts wird in der Gegenwart des Ungeborenen gesehen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
tasmādetatkvacinnāsti tvaṃ cāhaṃ vā ime idam – Wo ist die Wahrnehmung? Es gibt weder du noch ich, noch beide, noch er. Nichts wird in; nāsti dṛṣṭāntikaṃ satye nāsti dārṣṭāntikaṃ hyaje – der Gegenwart der Realität gesehen. Nichts wird in der Gegenwart des Ungeborenen gesehen.
5.30. Vers Tejobindu Upanishad
parambrahmāhamasmīti smaraṇasya mano na hi |
brahmamātraṃ jagadidaṃ brahmamātraṃ tvamapyaham || 30 ||
Übersetzung
„Ich bin das Höchste Brahman“ ist kein Gedanke des Geistes. Diese Welt ist das Unbegrenzte Brahman. Du und ich sind auch das Unbegrenzte Brahman.
Wort-für-Wort-Übersetzung
parambrahmāhamasmīti smaraṇasya mano na hi – „Ich bin das Höchste Brahman“ ist kein Gedanke des Geistes. Diese Welt ist das Unbegrenzte Brahman; brahmamātraṃ jagadidaṃ brahmamātraṃ tvamapyaham – Du und ich sind auch das Unbegrenzte Brahman.
5.31. Vers Tejobindu Upanishad
cinmātraṃ kevalaṃ cāhaṃ nāstyanātmyeti niścinu |
idaṃ prapañcaṃ nāstyeva notpannaṃ no sthitaṃ kvacit || 31 ||
Übersetzung
Ich bin ausschließlich reines Bewusstsein; ein selbständiges Nichtselbst besteht nicht. Diese Erscheinungswelt besitzt keinen unabhängigen Bestand: Sie ist weder wirklich entstanden noch irgendwo aus sich selbst bestehend.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cinmātraṃ kevalaṃ cāhaṃ nāstyanātmyeti niścinu – Ich bin ausschließlich reines Bewusstsein; ein selbständiges Nichtselbst besteht nicht; idaṃ prapañcaṃ nāstyeva notpannaṃ no sthitaṃ kvacit – Diese Erscheinungswelt besitzt keinen unabhängigen Bestand: Sie ist weder wirklich entstanden noch irgendwo aus sich selbst bestehend.
5.32. Vers Tejobindu Upanishad
cittaṃ prapañcamityāhurnāsti nāstyeva sarvadā |
na prapañcaṃ na cittādi nāhaṅkāro na jīvakaḥ || 32 ||
Übersetzung
Sie sagen: „Das manifeste Universum ist der Geist.“ Es ist nicht. Es existiert eindeutig nicht. Es gibt kein Universum, keinen Geist, kein Ego und keine Lebewesen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cittaṃ prapañcamityāhurnāsti nāstyeva sarvadā – Sie sagen: „Das manifeste Universum ist der Geist.“ Es ist nicht; na prapañcaṃ na cittādi nāhaṅkāro na jīvakaḥ – Es existiert eindeutig nicht. Es gibt kein Universum, keinen Geist, kein Ego und keine Lebewesen.
5.33. Vers Tejobindu Upanishad
māyākāryādikaṃ nāsti māyā nāsti bhayaṃ nahi |
kartā nāsti kriyā nāsti śravaṇaṃ mananaṃ nahi || 33 ||
Übersetzung
Māyā und dergleichen haben keine Ursache. Es gibt keine Illusion, keine Angst, keinen Schauspieler und keine Handlung, und sicherlich kein Hören und Nachdenken.
Wort-für-Wort-Übersetzung
māyākāryādikaṃ nāsti māyā nāsti bhayaṃ nahi – Māyā und dergleichen haben keine Ursache. Es gibt keine Illusion, keine Angst, keinen Schauspieler; kartā nāsti kriyā nāsti śravaṇaṃ mananaṃ nahi – und keine Handlung, und sicherlich kein Hören und Nachdenken.
5.34. Vers Tejobindu Upanishad
samādhidvitayaṃ nāsti mātṛmānādi nāsti hi |
ajñānaṃ cāpi nāstyeva hyavivekaṃ kadācana || 34 ||
Übersetzung
Es gibt kein zweifaches Samādhi; es gibt keinen Maßstab noch das Maß; und es gibt weder Unwissenheit noch Nichtdiskriminierung.
Wort-für-Wort-Übersetzung
samādhidvitayaṃ nāsti mātṛmānādi nāsti hi – Es gibt kein zweifaches Samādhi; es gibt keinen Maßstab noch das Maß; ajñānaṃ cāpi nāstyeva hyavivekaṃ kadācana – und es gibt weder Unwissenheit noch Nichtdiskriminierung.
5.35. Vers Tejobindu Upanishad
anubandhacatuṣkaṃ na sambandhatrayameva na |
na gaṅgā na gayā seturna bhūtaṃ nānyadasti hi || 35 ||
Übersetzung
Es gibt weder vier Arten von Anhaftung, noch drei Beziehungen. Es gibt keinen Ganges, noch Gayā, noch religiöse Riten als Brücken zum Leben nach dem Tod, und es gibt keinen Unterschied.
Wort-für-Wort-Übersetzung
anubandhacatuṣkaṃ na sambandhatrayameva na – Es gibt weder vier Arten von Anhaftung, noch drei Beziehungen. Es gibt keinen Ganges, noch Gayā, noch religiöse Riten als Brücken zum Leben nach dem Tod; na gaṅgā na gayā seturna bhūtaṃ nānyadasti hi – und es gibt keinen Unterschied.
5.36. Vers Tejobindu Upanishad
na bhūmirna jalaṃ nāgnirna na vāyurna ca khaṃ kvacit |
na devā na ca dikpālā na vedā na guruḥ kvacit || 36 ||
Übersetzung
Es gibt keine Erde, kein Wasser, kein Feuer, keine Luft und keinen Äther, es gibt keine Götter, keine Viertel, keine Schriften und keinen Guru.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na bhūmirna jalaṃ nāgnirna na vāyurna ca khaṃ kvacit – Es gibt keine Erde, kein Wasser, kein Feuer, keine Luft und keinen Äther; na devā na ca dikpālā na vedā na guruḥ kvacit – es gibt keine Götter, keine Viertel, keine Schriften und keinen Guru.
5.37. Vers Tejobindu Upanishad
na dūraṃ nāstikaṃ nālaṃ na madhyaṃ na kvacitsthitam |
nādvaitaṃ dvaitasatyaṃ vā hyasatyaṃ vā idaṃ na ca || 37 ||
Übersetzung
Es gibt weder fern noch nah, noch irgendetwas dazwischen, und keine Dualität oder Nichtdualität, noch Wahrheit oder Falschheit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na dūraṃ nāstikaṃ nālaṃ na madhyaṃ na kvacitsthitam – Es gibt weder fern noch nah, noch irgendetwas dazwischen, und keine Dualität; nādvaitaṃ dvaitasatyaṃ vā hyasatyaṃ vā idaṃ na ca – oder Nichtdualität, noch Wahrheit oder Falschheit.
5.38. Vers Tejobindu Upanishad
bandhamokṣādikaṃ nāsti sadvā’sadvā sukhādi vā |
jātirnāsti gatirnāsti varṇo nāsti na laukikam || 38 ||
Übersetzung
Es gibt keine Knechtschaft oder Befreiung, kein Sein oder Nichtsein und kein Vergnügen oder Schmerz. Es gibt keine Geburt oder Tod, keine Kaste und keine weltliche Existenz.
Wort-für-Wort-Übersetzung
bandhamokṣādikaṃ nāsti sadvā’sadvā sukhādi vā – Es gibt keine Knechtschaft oder Befreiung, kein Sein oder Nichtsein und kein Vergnügen; jātirnāsti gatirnāsti varṇo nāsti na laukikam – oder Schmerz. Es gibt keine Geburt oder Tod, keine Kaste und keine weltliche Existenz.
5.39. Vers Tejobindu Upanishad
sarvaṃ brahmeti nāstyeva brahma ityapi nāsti hi |
cidityeveti nāstyeva cidahambhāṣaṇaṃ na hi || 39 ||
Übersetzung
Schließlich bestehen selbst die begrifflichen Aussagen „Alles ist Brahman“, „Brahman ist“, „Es ist Bewusstsein“ und „Ich bin Bewusstsein“ nicht als getrennte Wirklichkeiten.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvaṃ brahmeti nāstyeva brahma ityapi nāsti hi – Schließlich bestehen selbst die begrifflichen Aussagen „Alles ist Brahman“, „Brahman ist“, „Es ist Bewusstsein“; cidityeveti nāstyeva cidahambhāṣaṇaṃ na hi – und „Ich bin Bewusstsein“ nicht als getrennte Wirklichkeiten.
5.40. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmāsmi nāstyeva nityaśuddho’smi na kvacit |
vācā yaducyate kiñcinmanasā manute kvacit || 40 ||
Übersetzung
Es gibt nirgends ein „Ich bin Brahman“ oder „Ich bin ewig rein“.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmāsmi nāstyeva nityaśuddho’smi na kvacit – Es gibt nirgends ein „Ich bin Brahman“; vācā yaducyate kiñcinmanasā manute kvacit – oder „Ich bin ewig rein“.
5.41. Vers Tejobindu Upanishad
buddhyā niścinute nāsti cittena jñāyate nahi |
yogī yogādikaṃ nāsti sadā sarvaṃ sadā na ca || 41 ||
Übersetzung
Was auch immer vom Intellekt begründet oder vom Herzen wahrgenommen wird, existiert nicht. Es war nie und wird nie sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
buddhyā niścinute nāsti cittena jñāyate nahi – Was auch immer vom Intellekt begründet oder vom Herzen wahrgenommen wird, existiert nicht; yogī yogādikaṃ nāsti sadā sarvaṃ sadā na ca – Es war nie und wird nie sein.
5.42. Vers Tejobindu Upanishad
ahorātrādikaṃ nāsti snānadhyānādikaṃ nahi |
bhrāntirabhrāntirnāstyeva nāstyanātmeti niścinu || 42 ||
Übersetzung
Tag und Nacht bestehen dort nicht, ebenso wenig Waschung und Meditation oder Verblendung und Nichtverblendung. Erkenne: Ein selbständiges Nichtselbst besteht nicht.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahorātrādikaṃ nāsti snānadhyānādikaṃ nahi – Tag und Nacht bestehen dort nicht, ebenso wenig Waschung und Meditation oder Verblendung; bhrāntirabhrāntirnāstyeva nāstyanātmeti niścinu – und Nichtverblendung. Erkenne: Ein selbständiges Nichtselbst besteht nicht.
5.43. Vers Tejobindu Upanishad
vedaśāstraṃ purāṇaṃ ca kāryaṃ kāraṇamīśvaraḥ |
loko bhūtaṃ janastvaikyaṃ sarvaṃ mithyā na saṃśayaḥ || 43 ||
Übersetzung
Die Veden, Schriften und Purāṇas; Ursache und Wirkung; Gott; die physische Welt; und die ganze Menschheit sind eine Lüge; ohne Zweifel.
Wort-für-Wort-Übersetzung
vedaśāstraṃ purāṇaṃ ca kāryaṃ kāraṇamīśvaraḥ – Die Veden, Schriften und Purāṇas; Ursache und Wirkung; Gott; loko bhūtaṃ janastvaikyaṃ sarvaṃ mithyā na saṃśayaḥ – die physische Welt; und die ganze Menschheit sind eine Lüge; ohne Zweifel.
5.44. Vers Tejobindu Upanishad
bandho mokṣaḥ sukhaṃ duḥkhaṃ dhyānaṃ cittaṃ surāsurāḥ |
gauṇaṃ mukhyaṃ paraṃ cānyatsarvaṃ mithyā na saṃśayaḥ || 44 ||
Übersetzung
Bindung, Befreiung, Freude, Schmerz, Meditation, Geist, Götter, Dämonen, materielle Qualitäten, zuerst, zuletzt und alles andere sind Lügen; daran besteht kein Zweifel.
Wort-für-Wort-Übersetzung
bandho mokṣaḥ sukhaṃ duḥkhaṃ dhyānaṃ cittaṃ surāsurāḥ – Bindung, Befreiung, Freude, Schmerz, Meditation, Geist, Götter, Dämonen, materielle Qualitäten, zuerst, zuletzt und alles andere sind Lügen; gauṇaṃ mukhyaṃ paraṃ cānyatsarvaṃ mithyā na saṃśayaḥ – daran besteht kein Zweifel.
5.45. Vers Tejobindu Upanishad
vācā vadati yatkiñcitsaṅkalpaiḥ kalpyate ca yat |
manasā cintyate yadyatsarvaṃ mithyā na saṃśayaḥ || 45 ||
Übersetzung
Was auch immer Worte gesprochen werden, was auch immer Konzepte betrachtet werden, und was auch immer vom Verstand betrachtet wird, sind alle unwirklich; daran besteht kein Zweifel.
Wort-für-Wort-Übersetzung
vācā vadati yatkiñcitsaṅkalpaiḥ kalpyate ca yat – Was auch immer Worte gesprochen werden, was auch immer Konzepte betrachtet werden, und was auch immer vom Verstand betrachtet wird, sind alle unwirklich; manasā cintyate yadyatsarvaṃ mithyā na saṃśayaḥ – daran besteht kein Zweifel.
5.46. Vers Tejobindu Upanishad
buddhyā niścīyate kiñciccitte niścīyate kvacit |
śāstraiḥ prapañcyate yadyannetreṇaiva nirīkṣyate || 46 ||
Übersetzung
Was auch immer mit dem Verstand begründet wird, was auch immer mit dem Verstand bestimmt wird, was auch immer in den Schriften beschrieben wird, was auch immer von den Augen gesehen wird,
Wort-für-Wort-Übersetzung
buddhyā niścīyate kiñciccitte niścīyate kvacit – Was auch immer mit dem Verstand begründet wird, was auch immer mit dem Verstand bestimmt wird; śāstraiḥ prapañcyate yadyannetreṇaiva nirīkṣyate – was auch immer in den Schriften beschrieben wird, was auch immer von den Augen gesehen wird.
5.47. Vers Tejobindu Upanishad
śrotrābhyāṃ śrūyate yadyadanyatsadbhāvameva ca |
netraṃ śrotraṃ gātrameva mithyeti ca suniścitam || 47 ||
Übersetzung
Und was auch immer mit den Ohren gehört wird; die Augen, Ohren, Beine und was auch immer als „wirklich“ angesehen wird, ist falsch; daran besteht kein Zweifel.
Wort-für-Wort-Übersetzung
śrotrābhyāṃ śrūyate yadyadanyatsadbhāvameva ca – Und was auch immer mit den Ohren gehört wird; die Augen, Ohren, Beine; netraṃ śrotraṃ gātrameva mithyeti ca suniścitam – und was auch immer als „wirklich“ angesehen wird, ist falsch; daran besteht kein Zweifel.
5.48. Vers Tejobindu Upanishad
idamityeva nirdiṣṭamayamityeva kalpyate |
tvamahaṃ tadidaṃ so’hamanyatsadbhāvameva ca || 48 ||
Übersetzung
Alles, was gesagt wird und alles, was gedacht wird; du und ich, dies und jenes, er und ich, die getrennt existieren;
Wort-für-Wort-Übersetzung
idamityeva nirdiṣṭamayamityeva kalpyate – Alles, was gesagt wird und alles, was gedacht wird; du und ich, dies; tvamahaṃ tadidaṃ so’hamanyatsadbhāvameva ca – und jenes, er und ich, die getrennt existieren.
5.49. Vers Tejobindu Upanishad
yadyatsambhāvyate loke sarvasaṅkalpasambhramaḥ |
sarvādhyāsaṃ sarvagopyaṃ sarvabhogaprabhedakam || 49 ||
Übersetzung
Was auch immer in der Welt entsteht, alle falschen Begriffe, alle falschen Vermutungen, alle verführerischen Genüsse,
Wort-für-Wort-Übersetzung
yadyatsambhāvyate loke sarvasaṅkalpasambhramaḥ – Was auch immer in; sarvādhyāsaṃ sarvagopyaṃ sarvabhogaprabhedakam – der Welt entsteht, alle falschen Begriffe, alle falschen Vermutungen, alle verführerischen Genüsse.
5.50. Vers Tejobindu Upanishad
sarvadoṣaprabhedācca nāstyanātmeti niścinu |
madīyaṃ ca tvadīyaṃ ca mameti ca taveti ca || 50 ||
Übersetzung
Und alle Sünden der Trennung. Es gibt kein „Nichtselbst“, bestimme dies für dich selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvadoṣaprabhedācca nāstyanātmeti niścinu – Und alle Sünden der Trennung; madīyaṃ ca tvadīyaṃ ca mameti ca taveti ca – Es gibt kein „Nichtselbst“, bestimme dies für dich selbst.
5.51. Vers Tejobindu Upanishad
mahyaṃ tubhyaṃ mayetyādi tatsarvaṃ vitathaṃ bhavet |
rakṣako viṣṇurityādi brahmā sṛṣṭestu kāraṇam || 51 ||
Übersetzung
Für mich, für dich, durch mich usw. ist alles falsch. Visnu ist der Wächter, Brahmā ist der Schöpfer,
Wort-für-Wort-Übersetzung
mahyaṃ tubhyaṃ mayetyādi tatsarvaṃ vitathaṃ bhavet – Für mich, für dich, durch mich usw. ist alles falsch. Visnu ist; rakṣako viṣṇurityādi brahmā sṛṣṭestu kāraṇam – der Wächter, Brahmā ist der Schöpfer.
5.52. Vers Tejobindu Upanishad
saṃhāre rudra ityevaṃ sarvaṃ mithyeti niścinu |
snānaṃ japastapo homaḥ svādhyāyo devapūjanam || 52 ||
Übersetzung
Rudra ist der Zerstörer, es ist alles sicherlich falsch; bestimmen Sie dies selbst Waschung, Rezitation, Strenge, Opfer, Schriftstudium, Anbetung von Göttern,
Wort-für-Wort-Übersetzung
saṃhāre rudra ityevaṃ sarvaṃ mithyeti niścinu – Rudra ist der Zerstörer, es ist alles sicherlich falsch; snānaṃ japastapo homaḥ svādhyāyo devapūjanam – bestimmen Sie dies selbst Waschung, Rezitation, Strenge, Opfer, Schriftstudium, Anbetung von Göttern.
5.53. Vers Tejobindu Upanishad
mantraṃ tantraṃ ca satsaṅgo guṇadoṣavijṛmbhaṇam |
antaḥkaraṇasadbhāva avidyāśca sambhavaḥ || 53 ||
Übersetzung
Mantra, Mystik und Assoziation mit den Weisen sind die Erweiterung der defekten Qualitäten der Natur. Die Existenz des inneren Akteurs (Geist, Ego und Intellekt) ist auf Unwissenheit und Geburt zurückzuführen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
mantraṃ tantraṃ ca satsaṅgo guṇadoṣavijṛmbhaṇam – Mantra, Mystik und Assoziation mit den Weisen sind die Erweiterung der defekten Qualitäten; antaḥkaraṇasadbhāva avidyāśca sambhavaḥ – der Natur. Die Existenz des inneren Akteurs (Geist, Ego und Intellekt) ist auf Unwissenheit und Geburt zurückzuführen.
5.54. Vers Tejobindu Upanishad
anekakoṭibrahmāṇḍaṃ sarvaṃ mithyeti niścinu |
sarvadeśikavākyoktiryena kenāpi niścitam || 54 ||
Übersetzung
Die Dutzende von Millionen von Brahmās Eiern (Universen) sind alle falsch; bestimme dies selbst. Und so sind alle Worte, die von den Lehrern ausgedrückt werden, das ist eine Tatsache.
Wort-für-Wort-Übersetzung
anekakoṭibrahmāṇḍaṃ sarvaṃ mithyeti niścinu – Die Dutzende von Millionen von Brahmās Eiern (Universen) sind alle falsch; bestimme dies selbst. Und so sind alle Worte; sarvadeśikavākyoktiryena kenāpi niścitam – die von den Lehrern ausgedrückt werden, das ist eine Tatsache.
5.55. Vers Tejobindu Upanishad
dṛśyate jagati yadyadyadyajjagati vīkṣyate |
vartate jagati yadyatsarvaṃ mithyeti niścinu || 55 ||
Übersetzung
Was auch immer in der Welt gesehen wird, absolut alles, was in der Welt erscheint, es ist alles falsch. Bestimmen Sie dies selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
dṛśyate jagati yadyadyadyajjagati vīkṣyate – Was auch immer in der Welt gesehen wird, absolut alles, was in der Welt erscheint; vartate jagati yadyatsarvaṃ mithyeti niścinu – es ist alles falsch. Bestimmen Sie dies selbst.
5.56. Vers Tejobindu Upanishad
yena kenākṣareṇoktaṃ yena kena viniścitam |
yena kenāpi gaditaṃ yena kenāpi moditam || 56 ||
Übersetzung
Was auch immer Worte gesprochen werden, was auch immer bestimmt wird, was auch immer erklärt wird, was auch immer genossen wird,
Wort-für-Wort-Übersetzung
yena kenākṣareṇoktaṃ yena kena viniścitam – Was auch immer Worte gesprochen werden, was auch immer bestimmt; yena kenāpi gaditaṃ yena kenāpi moditam – wird, was auch immer erklärt wird, was auch immer genossen wird.
5.57. Vers Tejobindu Upanishad
yena kenāpi yaddattaṃ yena kenāpi yatkṛtam |
yatra yatra śubhaṃ karma yatra yatra ca duṣkṛtam || 57 ||
Übersetzung
Und was auch immer gegeben wird und was auch immer getan wird, ob glückverheißend oder sündig,
Wort-für-Wort-Übersetzung
yena kenāpi yaddattaṃ yena kenāpi yatkṛtam – Und was auch immer gegeben wird und was auch immer getan wird, ob glückverheißend; yatra yatra śubhaṃ karma yatra yatra ca duṣkṛtam – oder sündig.
5.58. Vers Tejobindu Upanishad
yadyatkaroṣi satyena sarvaṃ mithyeti niścinu |
tvameva paramātmāsi tvameva paramo guruḥ || 58 ||
Übersetzung
Was auch immer du für real hältst, es ist alles falsch; bestimme dies für dich selbst. Du bist eindeutig das Höchste Selbst. Du bist eindeutig der Höchste Guru.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yadyatkaroṣi satyena sarvaṃ mithyeti niścinu – Was auch immer du für real hältst, es ist alles falsch; bestimme dies für dich selbst. Du bist eindeutig; tvameva paramātmāsi tvameva paramo guruḥ – das Höchste Selbst. Du bist eindeutig der Höchste Guru.
5.59. Vers Tejobindu Upanishad
tvamevākāśarūpo’si sākṣihīno’si sarvadā |
tvameva sarvabhāvo’si tvaṃ brahmāsi na saṃśayaḥ || 59 ||
Übersetzung
Du bist eindeutig die Natur des Raumes und ewig unsichtbar. Du bist eindeutig Brahman, absolutes Sein, ohne Zweifel.
Wort-für-Wort-Übersetzung
tvamevākāśarūpo’si sākṣihīno’si sarvadā – Du bist eindeutig die Natur des Raumes und ewig unsichtbar; tvameva sarvabhāvo’si tvaṃ brahmāsi na saṃśayaḥ – Du bist eindeutig Brahman, absolutes Sein, ohne Zweifel.
5.60. Vers Tejobindu Upanishad
kālahīno’si kālo’si sadā brahmāsi cidghanaḥ |
sarvataḥ svasvarūpo’si caitanyaghanavānasi || 60 ||
Übersetzung
Du bist ewige Zeit und du bist ohne Zeit. Du bist Brahman, reich an Bewusstsein, allgegenwärtig, deiner eigenen wahren Natur, eine solide Masse an Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kālahīno’si kālo’si sadā brahmāsi cidghanaḥ – Du bist ewige Zeit und du bist; sarvataḥ svasvarūpo’si caitanyaghanavānasi – ohne Zeit. Du bist Brahman, reich an Bewusstsein, allgegenwärtig, deiner eigenen wahren Natur, eine solide Masse an Bewusstsein.
5.61. Vers Tejobindu Upanishad
satyo’si siddho’si sanātano’si |
mukto’si mokṣo’si mudāmṛto’si |
devo’si śānto’si nirāmayo’si |
brahmāsi pūrṇo’si parātparo’si || 61 ||
Übersetzung
Du bist die Wahrheit, der Vervollkommnete und der Beständige. Du bist der Befreite, die Befreiung und die nie endende Freude. Du bist göttlich, ruhig und unbefleckt. Du bist Brahman, der Vollkommene und der Höchste der Höhe.
Wort-für-Wort-Übersetzung
satyo’si siddho’si sanātano’si – Du bist die Wahrheit, der Vervollkommnete und der Beständige; mukto’si mokṣo’si mudāmṛto’si – Du bist der Befreite, die Befreiung und; devo’si śānto’si nirāmayo’si – die nie endende Freude. Du bist göttlich, ruhig und unbefleckt. Du bist Brahman; brahmāsi pūrṇo’si parātparo’si – der Vollkommene und der Höchste der Höhe.
5.62. Vers Tejobindu Upanishad
samo’si saccāpi sanātano’si |
satyādivākyaiḥ pratibodhito’si |
sarvāṅgahīno’si sadā sthito’si |
brahmendrarudrādivibhāvito’si || 62 ||
Übersetzung
Du bist gleich, wirklich und ewig. Durch Lehrsätze über die Wirklichkeit bist du zum Erwachen geführt worden. Du bist frei von allen Gliedern, immer gegenwärtig und wirst als Grund von Brahma, Indra, Rudra und den anderen erkannt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
samo’si saccāpi sanātano’si – Du bist gleich, wirklich und ewig; satyādivākyaiḥ pratibodhito’si – Durch Lehrsätze über die Wirklichkeit bist du zum Erwachen geführt worden; sarvāṅgahīno’si sadā sthito’si – Du bist frei von allen Gliedern, immer gegenwärtig und wirst als Grund von Brahma, Indra, Rudra; brahmendrarudrādivibhāvito’si – und den anderen erkannt.
5.63. Vers Tejobindu Upanishad
sarvaprapañcabhramavarjito’si |
sarveṣu bhūteṣu ca bhāsito’si |
sarvatra saṅkalpavivarjito’si |
sarvāgamāntārthavibhāvito’si || 63 ||
Übersetzung
Du bist alles durchdringend, frei von Irrtümern, in allen Lebewesen und strahlend. Du bist überall, frei von Unterscheidung, und die Verwirklichung von Dir ist der Zweck aller Schriften.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvaprapañcabhramavarjito’si – Du bist alles durchdringend, frei von Irrtümern, in allen Lebewesen und strahlend; sarveṣu bhūteṣu ca bhāsito’si – Du bist überall, frei von Unterscheidung; sarvatra saṅkalpavivarjito’si – und die Verwirklichung von Dir ist; sarvāgamāntārthavibhāvito’si – der Zweck aller Schriften.
5.64. Vers Tejobindu Upanishad
sarvatra santoṣasukhāsano’si |
sarvatra gatyādivivarjito’si |
sarvatra lakṣyādivivarjito’si |
dhyāto’si viṣṇvādisurairajasram || 64 ||
Übersetzung
Du bist immer zufrieden, der Sitz des Glücks, frei von ewiger Bewegung und allen Eigenschaften.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvatra santoṣasukhāsano’si – Du bist immer zufrieden; sarvatra gatyādivivarjito’si – der Sitz des Glücks; sarvatra lakṣyādivivarjito’si – frei von ewiger; dhyāto’si viṣṇvādisurairajasram – Bewegung und allen Eigenschaften.
5.65. Vers Tejobindu Upanishad
cidākārasvarūpo’si cinmātro’si niraṅkuśaḥ |
ātmanyeva sthito’si tvaṃ sarvaśūnyo’si nirguṇaḥ || 65 ||
Übersetzung
Du bist die Natur des Bewusstseins, absolutes Bewusstsein und unabhängig. Du befindest dich nur im Selbst, der vollständigen Leere, frei von materiellen Qualitäten.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cidākārasvarūpo’si cinmātro’si niraṅkuśaḥ – Du bist die Natur des Bewusstseins, absolutes Bewusstsein und unabhängig; ātmanyeva sthito’si tvaṃ sarvaśūnyo’si nirguṇaḥ – Du befindest dich nur im Selbst, der vollständigen Leere, frei von materiellen Qualitäten.
5.66. Vers Tejobindu Upanishad
ānando’si paro’si tvameka evādvitīyakaḥ |
cidghanānandarūpo’si paripūrṇasvarūpakaḥ || 66 ||
Übersetzung
Du bist Glückseligkeit, der Höchste, und eindeutig eins ohne eine Sekunde, du bist reich an der Glückseligkeit des Bewusstseins und der vollkommenen Fülle der Natur.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ānando’si paro’si tvameka evādvitīyakaḥ – Du bist Glückseligkeit, der Höchste, und eindeutig eins ohne eine Sekunde, du bist reich an; cidghanānandarūpo’si paripūrṇasvarūpakaḥ – der Glückseligkeit des Bewusstseins und der vollkommenen Fülle der Natur.
5.67. Vers Tejobindu Upanishad
sadasi tvamasi jño’si so’si jānāsi vīkṣasi |
saccidānandarūpo’si vāsudevo’si vai prabhuḥ || 67 ||
Übersetzung
Du bist die Wahrheit. Du bist das Wissen, das Wissen und der Seher. Deine Natur ist Seins-Bewusstsein-Glückseligkeit und Du bist der Herr, die göttliche Seele.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sadasi tvamasi jño’si so’si jānāsi vīkṣasi – Du bist die Wahrheit. Du bist das Wissen, das Wissen und; saccidānandarūpo’si vāsudevo’si vai prabhuḥ – der Seher. Deine Natur ist Seins-Bewusstsein-Glückseligkeit und Du bist der Herr, die göttliche Seele.
5.68. Vers Tejobindu Upanishad
amṛto’si vibhuścāsi cañcalo hyacalo hyasi |
sarvo’si sarvahīno’si śāntāśāntavivarjitaḥ || 68 ||
Übersetzung
Du bist unsterblich und alles durchdringend, das Bewegliche und Feststehende, alles und nichts, und Du bist frei von Leidenschaft und Gleichgültigkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
amṛto’si vibhuścāsi cañcalo hyacalo hyasi – Du bist unsterblich und alles durchdringend, das Bewegliche und Feststehende, alles; sarvo’si sarvahīno’si śāntāśāntavivarjitaḥ – und nichts, und Du bist frei von Leidenschaft und Gleichgültigkeit.
5.69. Vers Tejobindu Upanishad
sattāmātraprakāśo’si sattāsāmānyako hyasi |
nityasiddhisvarūpo’si sarvasiddhivivarjitaḥ || 69 ||
Übersetzung
Du scheinst als unbegrenztes, besonderes Wesen, ewige Vollkommenheit, ohne irgendwelche Errungenschaften.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sattāmātraprakāśo’si sattāsāmānyako hyasi – Du scheinst als unbegrenztes, besonderes Wesen, ewige Vollkommenheit; nityasiddhisvarūpo’si sarvasiddhivivarjitaḥ – ohne irgendwelche Errungenschaften.
5.70. Vers Tejobindu Upanishad
īṣanmātraviśūnyo’si aṇumātravivarjitaḥ |
astitvavarjito’si tvaṃ nāstitvādivivarjitaḥ || 70 ||
Übersetzung
Du bist völlig frei vom kleinsten Maß, nicht einmal von der Größe eines Atoms, du bist jenseits von Existenz und Nichtexistenz.
Wort-für-Wort-Übersetzung
īṣanmātraviśūnyo’si aṇumātravivarjitaḥ – Du bist völlig frei vom kleinsten Maß, nicht einmal von der Größe eines Atoms, du bist jenseits von Existenz; astitvavarjito’si tvaṃ nāstitvādivivarjitaḥ – und Nichtexistenz.
5.71. Vers Tejobindu Upanishad
lakṣyalakṣaṇahīno’si nirvikāro nirāmayaḥ |
sarvanādāntaro’si tvaṃ kalākāṣṭhāvivarjitaḥ || 71 ||
Übersetzung
Du bist konstant, jenseits aller Eigenschaften, aller Klänge und Zeitmaße.
Wort-für-Wort-Übersetzung
lakṣyalakṣaṇahīno’si nirvikāro nirāmayaḥ – Du bist konstant, jenseits aller Eigenschaften, aller Klänge; sarvanādāntaro’si tvaṃ kalākāṣṭhāvivarjitaḥ – und Zeitmaße.
5.72. Vers Tejobindu Upanishad
brahmaviṣṇvīśahīno’si svasvarūpaṃ prapaśyasi |
svasvarūpāvaśeṣo’si svānandābdhau nimajjasi || 72 ||
Übersetzung
Du bist jenseits von Brahmā, Viṣṇu und Shiva. Du kennst ihre wahre Natur und bist das Gleichgewicht ihrer wahren Natur. Du stürzst in den Ozean das Selbst-Glückseligkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmaviṣṇvīśahīno’si svasvarūpaṃ prapaśyasi – Du bist jenseits von Brahmā, Viṣṇu und Shiva. Du kennst ihre wahre Natur und bist; svasvarūpāvaśeṣo’si svānandābdhau nimajjasi – das Gleichgewicht ihrer wahren Natur. Du stürzst in den Ozean das Selbst-Glückseligkeit.
5.73. Vers Tejobindu Upanishad
svātmarājye svamevāsi svayambhāvavivarjitaḥ |
śiṣṭapūrṇasvarūpo’si svasmātkiñcinna paśyasi || 73 ||
Übersetzung
Du bist im Königreich deines eigenen Wahren Selbst, aber frei von der Wahrnehmung des Selbst, du bist von der Natur erfüllt, um zu überlaufen, aber du siehst nichts von dir selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
svātmarājye svamevāsi svayambhāvavivarjitaḥ – Du bist im Königreich deines eigenen Wahren Selbst, aber frei von der Wahrnehmung des Selbst, du bist von; śiṣṭapūrṇasvarūpo’si svasmātkiñcinna paśyasi – der Natur erfüllt, um zu überlaufen, aber du siehst nichts von dir selbst.
5.74. Vers Tejobindu Upanishad
svasvarūpānna calasi svasvarūpeṇa jṛmbhasi |
svasvarūpādananyo’si hyahamevāsi niścinu || 74 ||
Übersetzung
Du bewegst dich nicht von deiner eigenen Wahren Natur; du vermehrst dich durch deine eigene Wahre Natur; du bist identisch mit deiner eigenen Wahren Natur; du bist eindeutig I. Bestimme dies für dich selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
svasvarūpānna calasi svasvarūpeṇa jṛmbhasi – Du bewegst dich nicht von deiner eigenen Wahren Natur; du vermehrst dich durch deine eigene Wahre Natur; du bist identisch mit deiner eigenen Wahren Natur; svasvarūpādananyo’si hyahamevāsi niścinu – du bist eindeutig I. Bestimme dies für dich selbst.
5.75. Vers Tejobindu Upanishad
idaṃ prapañcaṃ yatkiñcidyadyajjagati vidyate |
dṛśyarūpaṃ ca dṛgrūpaṃ sarvaṃ śaśaviṣāṇavat || 75 ||
Übersetzung
Dieses Universum und alles in der Welt, Objekte und Subjekte, sind wie Hörner auf einem Kaninchen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
idaṃ prapañcaṃ yatkiñcidyadyajjagati vidyate – Dieses Universum und alles in; dṛśyarūpaṃ ca dṛgrūpaṃ sarvaṃ śaśaviṣāṇavat – der Welt, Objekte und Subjekte, sind wie Hörner auf einem Kaninchen.
5.76. Vers Tejobindu Upanishad
bhūmirāpo’nalo vāyuḥ khaṃ mano buddhireva ca |
ahaṅkāraśca tejaśca lokaṃ bhuvanamaṇḍalam || 76 ||
Übersetzung
Erde, Wasser, Feuer, Luft, Raum, Geist, Intellekt und Ego; Licht, Welt, die Umlaufbahn der Planeten;
Wort-für-Wort-Übersetzung
bhūmirāpo’nalo vāyuḥ khaṃ mano buddhireva ca – Erde, Wasser, Feuer, Luft, Raum, Geist, Intellekt und Ego; Licht, Welt; ahaṅkāraśca tejaśca lokaṃ bhuvanamaṇḍalam – die Umlaufbahn der Planeten.
5.77. Vers Tejobindu Upanishad
nāśo janma ca satyaṃ ca puṇyapāpajayādikam |
rāgaḥ kāmaḥ krodhalobhau dhyānaṃ dhyeyaṃ guṇaṃ param || 77 ||
Übersetzung
Tod, Geburt, Wahrheit, Tugend, Laster, Sieg, Leidenschaft, Verlangen, Wut, Gier, Meditation, Nächstenliebe, Qualitäten und darüber hinaus;
Wort-für-Wort-Übersetzung
nāśo janma ca satyaṃ ca puṇyapāpajayādikam – Tod, Geburt, Wahrheit, Tugend, Laster, Sieg, Leidenschaft, Verlangen, Wut, Gier, Meditation, Nächstenliebe, Qualitäten; rāgaḥ kāmaḥ krodhalobhau dhyānaṃ dhyeyaṃ guṇaṃ param – und darüber hinaus.
5.78. Vers Tejobindu Upanishad
guruśiṣyopadeśādirādirantaṃ śamaṃ śubham |
bhūtaṃ bhavyaṃ vartamānaṃ lakṣyaṃ lakṣaṇamadvayam || 78 ||
Übersetzung
Guru, Schüler, Unterweisung, Anfang, Ende, Ruhe, Gut, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Ziel und einziges Ziel;
Wort-für-Wort-Übersetzung
guruśiṣyopadeśādirādirantaṃ śamaṃ śubham – Guru, Schüler, Unterweisung, Anfang, Ende, Ruhe, Gut, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Ziel; bhūtaṃ bhavyaṃ vartamānaṃ lakṣyaṃ lakṣaṇamadvayam – und einziges Ziel.
5.79. Vers Tejobindu Upanishad
śamo vicāraḥ santoṣo bhoktṛbhojyādirūpakam |
yamādyaṣṭāṅgayogaṃ ca gamanāgamanātmakam || 79 ||
Übersetzung
Selbstbeherrschung, Untersuchung, Zufriedenheit, die Natur des Genießers und des Genusses, das achtfache Yoga und die Natur des Kommens und Gehens;
Wort-für-Wort-Übersetzung
śamo vicāraḥ santoṣo bhoktṛbhojyādirūpakam – Selbstbeherrschung, Untersuchung, Zufriedenheit, die Natur des Genießers und des Genusses, das achtfache Yoga; yamādyaṣṭāṅgayogaṃ ca gamanāgamanātmakam – und die Natur des Kommens und Gehens.
5.80. Vers Tejobindu Upanishad
ādimadhyāntaraṅgaṃ ca grāhyaṃ tyājyaṃ hariḥ śivaḥ |
indriyāṇi manaścaiva avasthātritayaṃ tathā || 80 ||
Übersetzung
Der Anfang, die Mitte und das Ende; was genommen wird und was zurückgelassen wird; Hari, Shiva, die Sinnesorgane, der Geist und die drei bewussten Zustände;
Wort-für-Wort-Übersetzung
ādimadhyāntaraṅgaṃ ca grāhyaṃ tyājyaṃ hariḥ śivaḥ – Der Anfang, die Mitte und das Ende; was genommen wird und was zurückgelassen wird; indriyāṇi manaścaiva avasthātritayaṃ tathā – Hari, Shiva, die Sinnesorgane, der Geist und die drei bewussten Zustände.
5.81. Vers Tejobindu Upanishad
caturviṃśatitattvaṃ ca sādhanānāṃ catuṣṭayam |
sajātīyaṃ vijātīyaṃ lokā bhūrādayaḥ kramāt || 81 ||
Übersetzung
Die vierundzwanzig wesentlichen Elemente und die vier Praktiken; die ähnlichen und die unähnlichen; die Erde und alle Welten in Folge;
Wort-für-Wort-Übersetzung
caturviṃśatitattvaṃ ca sādhanānāṃ catuṣṭayam – Die vierundzwanzig wesentlichen Elemente und die vier Praktiken; die ähnlichen; sajātīyaṃ vijātīyaṃ lokā bhūrādayaḥ kramāt – und die unähnlichen; die Erde und alle Welten in Folge.
5.82. Vers Tejobindu Upanishad
sarvavarṇāśramācāraṃ mantratantrādisaṅgraham |
vidyāvidyādirūpaṃ ca sarvavedaṃ jaḍājaḍam || 82 ||
Übersetzung
Die Pflichten in allen Phasen des Lebens, Mantra, Wissenschaft, etc.;
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvavarṇāśramācāraṃ mantratantrādisaṅgraham – Die Pflichten in allen Phasen; vidyāvidyādirūpaṃ ca sarvavedaṃ jaḍājaḍam – des Lebens, Mantra, Wissenschaft, etc.
5.83. Vers Tejobindu Upanishad
bandhamokṣavibhāgaṃ ca jñānavijñānarūpakam |
bodhābodhasvarūpaṃ vā dvaitādvaitādibhāṣaṇam || 83 ||
Übersetzung
Die Unterscheidung zwischen Bindung und Freiheit, die Natur von Wissen und Verwirklichung, Verständnis und Unwissenheit des Wahren Selbst, Dualität und Nichtdualität; dies sind nur Worte.
Wort-für-Wort-Übersetzung
bandhamokṣavibhāgaṃ ca jñānavijñānarūpakam – Die Unterscheidung zwischen Bindung und Freiheit, die Natur von Wissen und Verwirklichung, Verständnis; bodhābodhasvarūpaṃ vā dvaitādvaitādibhāṣaṇam – und Unwissenheit des Wahren Selbst, Dualität und Nichtdualität; dies sind nur Worte.
5.84. Vers Tejobindu Upanishad
sarvavedāntasiddhāntaṃ sarvaśāstrārthanirṇayam |
anekajīvasadbhāvamekajīvādinirṇayam || 84 ||
Übersetzung
Die Schlussfolgerung aller Veden und Weisen, die Bedeutung aller Schriften, die Theorie der Existenz einer Seele oder vieler;
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvavedāntasiddhāntaṃ sarvaśāstrārthanirṇayam – Die Schlussfolgerung aller Veden und Weisen, die Bedeutung aller Schriften; anekajīvasadbhāvamekajīvādinirṇayam – die Theorie der Existenz einer Seele oder vieler.
5.85. Vers Tejobindu Upanishad
yadyaddhyāyati cittena yadyatsaṅkalpate kvacit |
buddhyā niścīyate yadyadguruṇā saṃśṛṇoti yat || 85 ||
Übersetzung
Was auch immer man mit dem Verstand nachdenkt, was auch immer man sich irgendwann vorstellt, was auch immer mit dem Intellekt wahrgenommen wird und was auch immer vom Lehrer gehört wird;
Wort-für-Wort-Übersetzung
yadyaddhyāyati cittena yadyatsaṅkalpate kvacit – Was auch immer man mit dem Verstand nachdenkt, was auch immer man sich irgendwann vorstellt, was auch immer mit dem Intellekt wahrgenommen wird; buddhyā niścīyate yadyadguruṇā saṃśṛṇoti yat – und was auch immer vom Lehrer gehört wird.
5.86. Vers Tejobindu Upanishad
yadyadvācā vyākaroti yadyadācāryabhāṣaṇam |
yadyatsvarendriyairbhāvyaṃ yadyanmīmāṃsate pṛthak || 86 ||
Übersetzung
Welche Worte auch immer man ausspricht, welche Anweisungen auch immer gesprochen werden, welche Geräusche von den Sinnen wahrgenommen werden und was auch immer als getrennt betrachtet wird;
Wort-für-Wort-Übersetzung
yadyadvācā vyākaroti yadyadācāryabhāṣaṇam – Welche Worte auch immer man ausspricht, welche Anweisungen auch immer gesprochen werden, welche Geräusche von den Sinnen wahrgenommen werden; yadyatsvarendriyairbhāvyaṃ yadyanmīmāṃsate pṛthak – und was auch immer als getrennt betrachtet wird.
5.87. Vers Tejobindu Upanishad
yadyannyāyena nirṇītaṃ mahadbhirvedapāragaiḥ |
śivaḥ kṣarati lokānvai viṣṇuḥ pāti jagattrayam || 87 ||
Übersetzung
Was auch immer durch Logik und von den Großen mit voller Kenntnis der Veden festgestellt wird: dass Shiva die Welt auflöst, dass Viṣṇu die drei Welten beschützt,
Wort-für-Wort-Übersetzung
yadyannyāyena nirṇītaṃ mahadbhirvedapāragaiḥ – Was auch immer durch Logik und von den Großen mit voller Kenntnis der Veden festgestellt wird; śivaḥ kṣarati lokānvai viṣṇuḥ pāti jagattrayam – dass Shiva die Welt auflöst, dass Viṣṇu die drei Welten beschützt.
5.88. Vers Tejobindu Upanishad
brahmā sṛjati lokānvai evamādikriyādikam |
yadyadasti purāṇeṣu yadyadvedeṣu nirṇayam || 88 ||
Übersetzung
Das Brahmā erschafft die Welt, beginnend mit Aktivität und so weiter; was auch immer in den Veden gefunden wird, Purāṇas,
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmā sṛjati lokānvai evamādikriyādikam – Das Brahmā erschafft die Welt, beginnend mit Aktivität; yadyadasti purāṇeṣu yadyadvedeṣu nirṇayam – und so weiter; was auch immer in den Veden gefunden wird, Purāṇas.
5.89. Vers Tejobindu Upanishad
sarvopaniṣadāṃ bhāvaṃ sarvaṃ śaśaviṣāṇavat |
deho’hamiti saṅkalpaṃ tadantaḥkaraṇaṃ smṛtam || 89 ||
Übersetzung
Der begriffliche Gehalt aller Upanishaden ist letztlich wie das Horn eines Hasen. Die Vorstellung „Ich bin der Körper“ wird als das innere Instrument bezeichnet.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvopaniṣadāṃ bhāvaṃ sarvaṃ śaśaviṣāṇavat – Der begriffliche Gehalt aller Upanishaden ist letztlich wie das Horn eines Hasen. Die Vorstellung „Ich bin; deho’hamiti saṅkalpaṃ tadantaḥkaraṇaṃ smṛtam – der Körper“ wird als das innere Instrument bezeichnet.
5.90. Vers Tejobindu Upanishad
deho’hamiti saṅkalpo mahatsaṃsāra ucyate |
deho’hamiti saṅkalpastadbandhamiti cocyate || 90 ||
Übersetzung
Das Konzept „Ich bin der Körper“ soll diese ganze weltliche Existenz sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
deho’hamiti saṅkalpo mahatsaṃsāra ucyate – Das Konzept „Ich bin; deho’hamiti saṅkalpastadbandhamiti cocyate – der Körper“ soll diese ganze weltliche Existenz sein.
5.91. Vers Tejobindu Upanishad
deho’hamiti saṅkalpastadduḥkhamiti cocyate |
deho’hamiti yadbhānaṃ tadeva narakaṃ smṛtam || 91 ||
Übersetzung
Das Konzept „Ich bin der Körper“ wird Leiden genannt. Das Konzept „Ich bin der Körper“ wird als Hölle bezeichnet.
Wort-für-Wort-Übersetzung
deho’hamiti saṅkalpastadduḥkhamiti cocyate – Das Konzept „Ich bin der Körper“ wird Leiden genannt; deho’hamiti yadbhānaṃ tadeva narakaṃ smṛtam – Das Konzept „Ich bin der Körper“ wird als Hölle bezeichnet.
5.92. Vers Tejobindu Upanishad
deho’hamiti saṅkalpo jagatsarvamitīryate |
deho’hamiti saṅkalpo hṛdayagranthirīritiḥ || 92 ||
Übersetzung
Das Konzept „Ich bin der Körper“ wird die ganze Welt genannt; das Konzept „Ich bin der Körper“ wird als Herzknoten bezeichnet.
Wort-für-Wort-Übersetzung
deho’hamiti saṅkalpo jagatsarvamitīryate – Das Konzept „Ich bin der Körper“ wird die ganze Welt genannt; deho’hamiti saṅkalpo hṛdayagranthirīritiḥ – das Konzept „Ich bin der Körper“ wird als Herzknoten bezeichnet.
5.93. Vers Tejobindu Upanishad
deho’hamiti yajjñānaṃ tadevājñānamucyate |
deho’hamiti yajjñānaṃ tadasadbhāvameva ca || 93 ||
Übersetzung
Der Gedanke „Ich bin der Körper“ wird Unwissenheit genannt; der Gedanke „Ich bin der Körper“ ist Existenz.
Wort-für-Wort-Übersetzung
deho’hamiti yajjñānaṃ tadevājñānamucyate – Der Gedanke „Ich bin der Körper“ wird Unwissenheit genannt; deho’hamiti yajjñānaṃ tadasadbhāvameva ca – der Gedanke „Ich bin der Körper“ ist Existenz.
5.94. Vers Tejobindu Upanishad
deho’hamiti yā buddhiḥ sā cāvidyeti bhaṇyate |
deho’hamiti yajjñānaṃ tadeva dvaitamucyate || 94 ||
Übersetzung
Der Glaube, dass „Ich bin der Körper“ wird als Dummheit beschrieben; der Gedanke „Ich bin der Körper“ wird Dualität genannt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
deho’hamiti yā buddhiḥ sā cāvidyeti bhaṇyate – Der Glaube, dass „Ich bin der Körper“ wird als Dummheit beschrieben; deho’hamiti yajjñānaṃ tadeva dvaitamucyate – der Gedanke „Ich bin der Körper“ wird Dualität genannt.
5.95. Vers Tejobindu Upanishad
deho’hamiti saṅkalpaḥ satyajīvaḥ sa eva hi |
deho’hamiti yajjñānaṃ paricchinnamitīritam || 95 ||
Übersetzung
Das Konzept „Ich bin der Körper“ ist die einzige Ursache, um eine individuelle Seele zu sein; der Gedanke „Ich bin der Körper“ wird als Trennung bezeichnet.
Wort-für-Wort-Übersetzung
deho’hamiti saṅkalpaḥ satyajīvaḥ sa eva hi – Das Konzept „Ich bin der Körper“ ist die einzige Ursache, um eine individuelle Seele zu sein; deho’hamiti yajjñānaṃ paricchinnamitīritam – der Gedanke „Ich bin der Körper“ wird als Trennung bezeichnet.
5.96. Vers Tejobindu Upanishad
deho’hamiti saṅkalpo mahāpāpamiti sphuṭam |
deho’hamiti yā buddhistṛṣṇā doṣāmayaḥ kila || 96 ||
Übersetzung
Der Gedanke „Ich bin der Körper“ ist eindeutig eine große Sünde; der Glaube, dass „Ich bin der Körper“ als Leiden des Verlangens bekannt ist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
deho’hamiti saṅkalpo mahāpāpamiti sphuṭam – Der Gedanke „Ich bin der Körper“ ist eindeutig eine große Sünde; deho’hamiti yā buddhistṛṣṇā doṣāmayaḥ kila – der Glaube, dass „Ich bin der Körper“ als Leiden des Verlangens bekannt ist.
5.97. Vers Tejobindu Upanishad
yatkiñcidapi saṅkalpastāpatrayamitīritam |
kāmaṃ krodhaṃ bandhanaṃ sarvaduḥkhaṃ |
viśvaṃ doṣaṃ kālanānāsvarūpam |
yatkiñcedaṃ sarvasaṅkalpajālaṃ |
tatkiñcedaṃ mānasaṃ soma viddhi || 97 ||
Übersetzung
Wisst, was auch immer sonst gedacht ist; die drei Leiden, die Begehren, Zorn und Knechtschaft genannt werden; alles Leiden; die Defekte des Universums; die drei Formen der Zeit; werden vorgestellt und alles wird in diesem Geflecht des Geistes produziert.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yatkiñcidapi saṅkalpastāpatrayamitīritam – Wisst, was auch immer sonst gedacht ist; die drei Leiden; kāmaṃ krodhaṃ bandhanaṃ sarvaduḥkhaṃ – die Begehren, Zorn und Knechtschaft genannt werden; viśvaṃ doṣaṃ kālanānāsvarūpam – alles Leiden; die Defekte des Universums; yatkiñcedaṃ sarvasaṅkalpajālaṃ – die drei Formen der Zeit; tatkiñcedaṃ mānasaṃ soma viddhi – werden vorgestellt und alles wird in diesem Geflecht des Geistes produziert.
5.98. Vers Tejobindu Upanishad
mana eva jagatsarvaṃ mana eva mahāripuḥ |
mana eva hi saṃsāro mana eva jagattrayam || 98 ||
Übersetzung
Die ganze Welt ist nur Verstand; der große Betrüger ist nur Verstand; weltliche Existenz ist nur Verstand; und die drei Welten sind nur Verstand.
Wort-für-Wort-Übersetzung
mana eva jagatsarvaṃ mana eva mahāripuḥ – Die ganze Welt ist nur Verstand; der große Betrüger ist nur Verstand; weltliche Existenz ist nur Verstand; mana eva hi saṃsāro mana eva jagattrayam – und die drei Welten sind nur Verstand.
5.99. Vers Tejobindu Upanishad
mana eva mahadduḥkhaṃ mana eva jarādikam |
mana eva hi kālaśca mana eva malaṃ tathā || 99 ||
Übersetzung
Der große Schmerz ist nur Geist; Alter ist nur Geist; Zeit ist nur Geist; und Unreinheit ist nur Geist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
mana eva mahadduḥkhaṃ mana eva jarādikam – Der große Schmerz ist nur Geist; Alter ist nur Geist; mana eva hi kālaśca mana eva malaṃ tathā – Zeit ist nur Geist; und Unreinheit ist nur Geist.
5.100. Vers Tejobindu Upanishad
mana eva hi saṅkalpo mana eva hi jīvakaḥ |
mana eva hi cittaṃ ca mano’haṅkāra eva ca || 100 ||
Übersetzung
Unterscheidung und das individuelle Selbst sind nur Verstand; Intellekt, Verstand und Ego sind nur Verstand.
Wort-für-Wort-Übersetzung
mana eva hi saṅkalpo mana eva hi jīvakaḥ – Unterscheidung und das individuelle Selbst sind nur Verstand; mana eva hi cittaṃ ca mano’haṅkāra eva ca – Intellekt, Verstand und Ego sind nur Verstand.
5.101. Vers Tejobindu Upanishad
mana eva mahadbandhaṃ mano’ntaḥkaraṇaṃ ca tat |
mana eva hi bhūmiśca mana eva hi toyakam || 101 ||
Übersetzung
Die große Knechtschaft und das innere Organ sind nur Geist; Erde und Wasser sind nur Geist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
mana eva mahadbandhaṃ mano’ntaḥkaraṇaṃ ca tat – Die große Knechtschaft und das innere Organ sind nur Geist; mana eva hi bhūmiśca mana eva hi toyakam – Erde und Wasser sind nur Geist.
5.102. Vers Tejobindu Upanishad
mana eva hi tejaśca mana eva marunmahān |
mana eva hi cākāśaṃ mana eva hi śabdakam || 102 ||
Übersetzung
Feuer, Luft und Raum sind nur Geist; Ton ist nur Geist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
mana eva hi tejaśca mana eva marunmahān – Feuer, Luft und Raum sind nur Geist; mana eva hi cākāśaṃ mana eva hi śabdakam – Ton ist nur Geist.
5.103. Vers Tejobindu Upanishad
sparśaṃ rūpaṃ rasaṃ gandhaṃ kośāḥ pañca manobhavāḥ |
jāgratsvapnasuṣuptyādi manomayaritīritam || 103 ||
Übersetzung
Gefühl, Form, Geschmack, Geruch und die fünf Hüllen sind nur Geist. Wachheit, Traum und Tiefschlaf werden „geistgemacht“ genannt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sparśaṃ rūpaṃ rasaṃ gandhaṃ kośāḥ pañca manobhavāḥ – Gefühl, Form, Geschmack, Geruch und die fünf Hüllen sind nur Geist; jāgratsvapnasuṣuptyādi manomayaritīritam – Wachheit, Traum und Tiefschlaf werden „geistgemacht“ genannt.
5.104. Vers Tejobindu Upanishad
dikpālā vasavo rudrā ādityāśca manomayāḥ |
dṛśyaṃ jaḍaṃ dvandvajātamajñānaṃ mānasaṃ smṛtam || 104 ||
Übersetzung
Hüter des Himmels, Götter, Halbgötter und himmlische Wesen sind alle geistgemacht. Die sichtbaren, unbelebten Paare, die aus Unwissenheit geboren werden, werden „geistgemacht“ genannt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
dikpālā vasavo rudrā ādityāśca manomayāḥ – Hüter des Himmels, Götter, Halbgötter und himmlische Wesen sind alle geistgemacht; dṛśyaṃ jaḍaṃ dvandvajātamajñānaṃ mānasaṃ smṛtam – Die sichtbaren, unbelebten Paare, die aus Unwissenheit geboren werden, werden „geistgemacht“ genannt.
5.105. Vers Tejobindu Upanishad
saṅkalpameva yatkiñcittattannāstīti niścinu |
nāsti nāsti jagatsarvaṃ guruśiṣyādikaṃ nahītyupaniṣat || 105 ||
Übersetzung
Alles, was vorgestellt wird, besteht nicht aus sich selbst. Erkenne dies aus eigener Einsicht; wer es so erfasst, wird unmittelbar zu Brahman.
Wort-für-Wort-Übersetzung
saṅkalpameva yatkiñcittattannāstīti niścinu – Alles, was vorgestellt wird, besteht nicht aus sich selbst. Erkenne dies aus eigener Einsicht; nāsti nāsti jagatsarvaṃ guruśiṣyādikaṃ nahītyupaniṣat – wer es so erfasst, wird unmittelbar zu Brahman.
6. Kapitel – Alles ist Brahman
6.1. Vers Tejobindu Upanishad
ṛbhuḥ || sarvaṃ saccinmayaṃ viddhi sarvaṃ saccinmayaṃ tatam |
saccidānandamadvaitaṃ saccidānandamadvayam || 1 ||
Übersetzung
Ribhu sprach: Erkenne alles als aus reinem Bewusstsein bestehend und von reinem Bewusstsein durchdrungen – als nichtduales Sat Chit Ananda, als ungeteiltes Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ṛbhuḥ || sarvaṃ saccinmayaṃ viddhi sarvaṃ saccinmayaṃ tatam – Ribhu sprach: Erkenne alles als aus reinem Bewusstsein bestehend; saccidānandamadvaitaṃ saccidānandamadvayam – und von reinem Bewusstsein durchdrungen – als nichtduales Sat Chit Ananda, als ungeteiltes Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit.
6.2. Vers Tejobindu Upanishad
saccidānandamātraṃ hi saccidānandamanyakam |
saccidānandarūpo’haṃ saccidānandameva kham || 2 ||
Übersetzung
Alles ist nichts als Sat Chit Ananda; auch was als anderes erscheint, ist Sat Chit Ananda. Ich bin von der Gestalt des Sat Chit Ananda, und selbst der Raum ist nichts anderes.
Wort-für-Wort-Übersetzung
saccidānandamātraṃ hi saccidānandamanyakam – Alles ist nichts als Sat Chit Ananda; auch was als anderes erscheint, ist Sat Chit Ananda. Ich bin von; saccidānandarūpo’haṃ saccidānandameva kham – der Gestalt des Sat Chit Ananda, und selbst der Raum ist nichts anderes.
6.3. Vers Tejobindu Upanishad
saccidānandameva tvaṃ saccidānandako’smyaham |
manobuddhirahaṅkāracittasaṅghātakā amī || 3 ||
Übersetzung
Du bist allein Sat Chit Ananda, und auch ich bin dieses Sat Chit Ananda. Geist, Buddhi, Ichbewusstsein und Chitta sind keine davon getrennte Wirklichkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
saccidānandameva tvaṃ saccidānandako’smyaham – Du bist allein Sat Chit Ananda, und auch ich bin dieses Sat Chit Ananda; manobuddhirahaṅkāracittasaṅghātakā amī – Geist, Buddhi, Ichbewusstsein und Chitta sind keine davon getrennte Wirklichkeit.
6.4. Vers Tejobindu Upanishad
na tvaṃ nāhaṃ na cānyadvā sarvaṃ brahmaiva kevalam |
na vākyaṃ na padaṃ vedaṃ nākṣaraṃ na jaḍaṃ kvacit || 4 ||
Übersetzung
Es gibt weder ein getrenntes Du noch Ich oder etwas anderes; alles ist allein Brahman. Weder Satz, Wort und Wissen noch Buchstabe oder Unbelebtes besitzen dort selbständigen Bestand.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na tvaṃ nāhaṃ na cānyadvā sarvaṃ brahmaiva kevalam – Es gibt weder ein getrenntes Du noch Ich oder etwas anderes; alles ist allein Brahman; na vākyaṃ na padaṃ vedaṃ nākṣaraṃ na jaḍaṃ kvacit – Weder Satz, Wort und Wissen noch Buchstabe oder Unbelebtes besitzen dort selbständigen Bestand.
6.5. Vers Tejobindu Upanishad
na madhyaṃ nādi nāntaṃ vā na satyaṃ na nibandhajam |
na duḥkhaṃ na sukhaṃ bhāvaṃ na māyā prakṛtistathā || 5 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Mitte, Anfang und Ende noch begriffliche Wahrheit oder etwas aus Bindung Entstandenes; weder Schmerz und Freude noch Vorstellung, Maya oder Prakriti.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na madhyaṃ nādi nāntaṃ vā na satyaṃ na nibandhajam – Dort bestehen weder Mitte, Anfang und Ende noch begriffliche Wahrheit oder etwas aus Bindung Entstandenes; na duḥkhaṃ na sukhaṃ bhāvaṃ na māyā prakṛtistathā – weder Schmerz und Freude noch Vorstellung, Maya oder Prakriti.
6.6. Vers Tejobindu Upanishad
na dehaṃ na mukhaṃ ghrāṇaṃ na jihvā na ca tālunī |
na dantoṣṭhau lalāṭaṃ ca niśvāsocchvāsa eva ca || 6 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Körper, Mund, Nase, Zunge und Gaumen noch Zähne, Lippen, Stirn, Einatmung und Ausatmung.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na dehaṃ na mukhaṃ ghrāṇaṃ na jihvā na ca tālunī – Dort bestehen weder Körper, Mund, Nase, Zunge und Gaumen noch Zähne, Lippen, Stirn, Einatmung; na dantoṣṭhau lalāṭaṃ ca niśvāsocchvāsa eva ca – und Ausatmung.
6.7. Vers Tejobindu Upanishad
na svedamasthi māṃsaṃ ca na raktaṃ na ca mūtrakam |
na dūraṃ nāntikaṃ nāṅgaṃ nodaraṃ na kirīṭakam || 7 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Schweiß, Knochen, Fleisch, Blut und Urin noch Ferne, Nähe, Glied, Bauch oder Krone.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na svedamasthi māṃsaṃ ca na raktaṃ na ca mūtrakam – Dort bestehen weder Schweiß, Knochen, Fleisch, Blut und Urin noch Ferne, Nähe, Glied, Bauch; na dūraṃ nāntikaṃ nāṅgaṃ nodaraṃ na kirīṭakam – oder Krone.
6.8. Vers Tejobindu Upanishad
na hastapādacalanaṃ na śāstraṃ na ca śāsanam |
na vettā vedanaṃ vedyaṃ na jāgratsvapnasuptayaḥ || 8 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Bewegungen von Händen und Füßen noch Schrift und Vorschrift; weder Erkennender, Erkennen und Erkanntes noch Wachen, Traum und Tiefschlaf.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na hastapādacalanaṃ na śāstraṃ na ca śāsanam – Dort bestehen weder Bewegungen von Händen und Füßen noch Schrift und Vorschrift; na vettā vedanaṃ vedyaṃ na jāgratsvapnasuptayaḥ – weder Erkennender, Erkennen und Erkanntes noch Wachen, Traum und Tiefschlaf.
6.9. Vers Tejobindu Upanishad
turyātītaṃ na me kiñcitsarvaṃ saccinmayaṃ tatam |
nādhyātmikaṃ nādhibhūtaṃ nādhidaivaṃ na māyikam || 9 ||
Übersetzung
Nicht einmal das Jenseits von Turiya ist etwas von mir Getrenntes; alles ist von Sat Chit Ananda durchdrungen. Dort bestehen weder die individuelle, elementare und göttliche Ebene noch Maya.
Wort-für-Wort-Übersetzung
turyātītaṃ na me kiñcitsarvaṃ saccinmayaṃ tatam – Nicht einmal das Jenseits von Turiya ist etwas von mir Getrenntes; alles ist von Sat Chit Ananda durchdrungen; nādhyātmikaṃ nādhibhūtaṃ nādhidaivaṃ na māyikam – Dort bestehen weder die individuelle, elementare und göttliche Ebene noch Maya.
6.10. Vers Tejobindu Upanishad
na viśvataijasaḥ prājño virāṭsūtrātmakeśvaraḥ |
na gamāgamaceṣṭā ca na naṣṭaṃ na prayojanam || 10 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Vishva, Taijasa und Prajna noch Virat, Sutratman und Ishvara; weder Kommen und Gehen, Verlust oder besonderer Zweck.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na viśvataijasaḥ prājño virāṭsūtrātmakeśvaraḥ – Dort bestehen weder Vishva, Taijasa und Prajna noch Virat, Sutratman und Ishvara; na gamāgamaceṣṭā ca na naṣṭaṃ na prayojanam – weder Kommen und Gehen, Verlust oder besonderer Zweck.
6.11. Vers Tejobindu Upanishad
tyājyaṃ grāhyaṃ na dūṣyaṃ vā hyamedhyāmedhyakaṃ tathā |
na pīnaṃ na kṛśaṃ kledaṃ na kālaṃ deśabhāṣaṇam || 11 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Aufzugebendes und Anzunehmendes, Tadelnswertes, Reines und Unreines noch Dickes und Dünnes, Feuchtigkeit, Zeit, Ort oder Rede.
Wort-für-Wort-Übersetzung
tyājyaṃ grāhyaṃ na dūṣyaṃ vā hyamedhyāmedhyakaṃ tathā – Dort bestehen weder Aufzugebendes und Anzunehmendes, Tadelnswertes, Reines und Unreines noch Dickes; na pīnaṃ na kṛśaṃ kledaṃ na kālaṃ deśabhāṣaṇam – und Dünnes, Feuchtigkeit, Zeit, Ort oder Rede.
6.12. Vers Tejobindu Upanishad
na sarvaṃ na bhayaṃ dvaitaṃ na vṛkṣatṛṇaparvatāḥ |
na dhyānaṃ yogasaṃsiddhirna brahmavaiśyakṣatrakam || 12 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder ein getrenntes All, Furcht und Dualität noch Bäume, Gras und Berge; weder Meditation und yogische Vollendung noch Brahmane, Vaishya oder Kshatriya.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na sarvaṃ na bhayaṃ dvaitaṃ na vṛkṣatṛṇaparvatāḥ – Dort bestehen weder ein getrenntes All, Furcht und Dualität noch Bäume, Gras und Berge; na dhyānaṃ yogasaṃsiddhirna brahmavaiśyakṣatrakam – weder Meditation und yogische Vollendung noch Brahmane, Vaishya oder Kshatriya.
6.13. Vers Tejobindu Upanishad
na pakṣī na mṛgo nāṅgī na lobho moha eva ca |
na mado na ca mātsaryaṃ kāmakrodhādayastathā || 13 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Vogel, Tier und verkörpertes Wesen noch Gier, Verblendung, Hochmut, Neid, Begehren, Zorn und Ähnliches.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na pakṣī na mṛgo nāṅgī na lobho moha eva ca – Dort bestehen weder Vogel, Tier und verkörpertes Wesen noch Gier, Verblendung, Hochmut, Neid, Begehren, Zorn; na mado na ca mātsaryaṃ kāmakrodhādayastathā – und Ähnliches.
6.14. Vers Tejobindu Upanishad
na strīśūdrabiḍālādi bhakṣyabhojyādikaṃ ca yat |
na prauḍhahīno nāstikyaṃ na vārtāvasaro’ti hi || 14 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder die historisch genannten Kategorien Frau, Shudra, Katze und andere noch Essbares und Mahlzeit; weder Hoch und Niedrig, Glaubenslosigkeit oder Anlass zu Streitgesprächen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na strīśūdrabiḍālādi bhakṣyabhojyādikaṃ ca yat – Dort bestehen weder die historisch genannten Kategorien Frau, Shudra, Katze und andere noch Essbares und Mahlzeit; na prauḍhahīno nāstikyaṃ na vārtāvasaro’ti hi – weder Hoch und Niedrig, Glaubenslosigkeit oder Anlass zu Streitgesprächen.
6.15. Vers Tejobindu Upanishad
na laukiko na loko vā na vyāpāro na mūḍhatā |
na bhoktā bhojanaṃ bhojyaṃ na pātraṃ pānapeyakam || 15 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder weltliche Person noch Welt, Geschäftigkeit oder Verblendung; weder Genießer, Mahlzeit und Genießbares noch Gefäß, Trinken und Getränk.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na laukiko na loko vā na vyāpāro na mūḍhatā – Dort bestehen weder weltliche Person noch Welt, Geschäftigkeit oder Verblendung; weder Genießer, Mahlzeit; na bhoktā bhojanaṃ bhojyaṃ na pātraṃ pānapeyakam – und Genießbares noch Gefäß, Trinken und Getränk.
6.16. Vers Tejobindu Upanishad
na śatrumitraputrādirna mātā na pitā svasā |
na janma na mṛtirvṛddhirna deho’hamiti bhramaḥ || 16 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Feind, Freund und Kind noch Mutter, Vater und Schwester; weder Geburt, Tod und Wachstum noch der Irrtum „Ich bin der Körper“.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na śatrumitraputrādirna mātā na pitā svasā – Dort bestehen weder Feind, Freund und Kind noch Mutter, Vater und Schwester; weder Geburt, Tod; na janma na mṛtirvṛddhirna deho’hamiti bhramaḥ – und Wachstum noch der Irrtum „Ich bin der Körper“.
6.17. Vers Tejobindu Upanishad
na śūnyaṃ nāpi cāśūnyaṃ nāntaḥkaraṇasaṃsṛtiḥ |
na rātrirna divā naktaṃ na brahmā na hariḥ śivaḥ || 17 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Leere noch Nichtleere oder der Kreislauf des inneren Instruments; weder Nacht und Tag noch Brahma, Hari oder Shiva als getrennte Gestalten.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na śūnyaṃ nāpi cāśūnyaṃ nāntaḥkaraṇasaṃsṛtiḥ – Dort bestehen weder Leere noch Nichtleere oder der Kreislauf des inneren Instruments; na rātrirna divā naktaṃ na brahmā na hariḥ śivaḥ – weder Nacht und Tag noch Brahma, Hari oder Shiva als getrennte Gestalten.
6.18. Vers Tejobindu Upanishad
na vārapakṣamāsādi vatsaraṃ na ca cañcalam |
na brahmaloko vaikuṇṭho na kailāso na cānyakaḥ || 18 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Wochentag, Monatshälfte, Monat und Jahr noch Unbeständigkeit; weder Brahmaloka, Vaikuntha, Kailasa oder eine andere getrennte Welt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na vārapakṣamāsādi vatsaraṃ na ca cañcalam – Dort bestehen weder Wochentag, Monatshälfte, Monat und Jahr noch Unbeständigkeit; na brahmaloko vaikuṇṭho na kailāso na cānyakaḥ – weder Brahmaloka, Vaikuntha, Kailasa oder eine andere getrennte Welt.
6.19. Vers Tejobindu Upanishad
na svargo na ca devendro nāgniloko na cāgnikaḥ |
na yamo yamaloko vā na lokā lokapālakāḥ || 19 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Himmel, Indra, Welt des Feuers und Agni noch Yama und seine Welt; weder getrennte Welten noch ihre Hüter.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na svargo na ca devendro nāgniloko na cāgnikaḥ – Dort bestehen weder Himmel, Indra, Welt des Feuers und Agni noch Yama; na yamo yamaloko vā na lokā lokapālakāḥ – und seine Welt; weder getrennte Welten noch ihre Hüter.
6.20. Vers Tejobindu Upanishad
na bhūrbhuvaḥsvastrailokyaṃ na pātālaṃ na bhūtalam |
nāvidyā na ca vidyā ca na māyā prakṛtirjaḍā || 20 ||
Übersetzung
Dort bestehen weder Bhur, Bhuvar und Svar, die drei Welten, Unterwelt und Erde noch Unwissenheit, Wissen, Maya oder unbelebte Prakriti.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na bhūrbhuvaḥsvastrailokyaṃ na pātālaṃ na bhūtalam – Dort bestehen weder Bhur, Bhuvar und Svar, die drei Welten, Unterwelt; nāvidyā na ca vidyā ca na māyā prakṛtirjaḍā – und Erde noch Unwissenheit, Wissen, Maya oder unbelebte Prakriti.
6.21. Vers Tejobindu Upanishad
na sthiraṃ kṣaṇikaṃ nāśaṃ na gatirna ca dhāvanam |
na dhyātavyaṃ na me dhyānaṃ na mantro na japaḥ kvacit || 21 ||
Übersetzung
Keine dauerhafte, vorübergehende, Zerstörung, Bewegung, Angriff, Mediation, Meditationsobjekt, Mantra, noch Rezitation irgendwo.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na sthiraṃ kṣaṇikaṃ nāśaṃ na gatirna ca dhāvanam – Keine dauerhafte, vorübergehende, Zerstörung, Bewegung, Angriff; na dhyātavyaṃ na me dhyānaṃ na mantro na japaḥ kvacit – Mediation, Meditationsobjekt, Mantra, noch Rezitation irgendwo.
6.22. Vers Tejobindu Upanishad
na padārthā na pūjārhaṃ nābhiṣeko na cārcanam |
na puṣpaṃ na phalaṃ patraṃ gandhapuṣpādidhūpakam || 22 ||
Übersetzung
Kein Gegenstand, keine Ehrfurcht, keine Salbung und keine Anbetung; keine Blumen, Früchte, Blütenblätter, kein Parfüm, kein Weihrauch usw.;
Wort-für-Wort-Übersetzung
na padārthā na pūjārhaṃ nābhiṣeko na cārcanam – Kein Gegenstand, keine Ehrfurcht, keine Salbung und keine Anbetung; na puṣpaṃ na phalaṃ patraṃ gandhapuṣpādidhūpakam – keine Blumen, Früchte, Blütenblätter, kein Parfüm, kein Weihrauch usw.
6.23. Vers Tejobindu Upanishad
na stotraṃ na namaskāro na pradakṣiṇamaṇvapi |
na prārthanā pṛthagbhāvo na havirnāgnivandanam || 23 ||
Übersetzung
Keine Hymnen, Hingabe, Umarmung, Gebet, Getrenntheit, Opfergaben oder Feueranbetung; nicht im Geringsten.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na stotraṃ na namaskāro na pradakṣiṇamaṇvapi – Keine Hymnen, Hingabe, Umarmung, Gebet, Getrenntheit, Opfergaben oder Feueranbetung; na prārthanā pṛthagbhāvo na havirnāgnivandanam – nicht im Geringsten.
6.24. Vers Tejobindu Upanishad
na homo na ca karmāṇi na durvākyaṃ subhāṣaṇam |
na gāyatrī na vā sandhirna manasyaṃ na duḥsthitiḥ || 24 ||
Übersetzung
Es gibt kein Feueropfer, keine religiöse Handlung, kein Lob oder Missbrauch; keine Gāyatrī, kein Kreuzungsgebet, keine Absicht und keinen schlechten Zustand.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na homo na ca karmāṇi na durvākyaṃ subhāṣaṇam – Es gibt kein Feueropfer, keine religiöse Handlung, kein Lob oder Missbrauch; na gāyatrī na vā sandhirna manasyaṃ na duḥsthitiḥ – keine Gāyatrī, kein Kreuzungsgebet, keine Absicht und keinen schlechten Zustand.
6.25. Vers Tejobindu Upanishad
na durāśā na duṣṭātmā na cāṇḍālo na paulkasaḥ |
na duḥsahaṃ durālāpaṃ na kirāto na kaitavam || 25 ||
Übersetzung
Keine bösen Wünsche, Sünder, Ausgestoßene oder Niedrigleben; keine unerträglichen, beleidigenden, wilden oder abtrünnigen;
Wort-für-Wort-Übersetzung
na durāśā na duṣṭātmā na cāṇḍālo na paulkasaḥ – Keine bösen Wünsche, Sünder, Ausgestoßene oder Niedrigleben; na duḥsahaṃ durālāpaṃ na kirāto na kaitavam – keine unerträglichen, beleidigenden, wilden oder abtrünnigen.
6.26. Vers Tejobindu Upanishad
na pakṣapātaṃ na pakṣaṃ vā na vibhūṣaṇataskarau |
na ca dambho dāmbhiko vā na hīno nādhiko naraḥ || 26 ||
Übersetzung
Keine Parteilichkeit oder Partisanen, kein Schmuck oder Dieb, kein Stolz oder Heuchelei und kein Anfang oder Ende der Menschen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na pakṣapātaṃ na pakṣaṃ vā na vibhūṣaṇataskarau – Keine Parteilichkeit oder Partisanen, kein Schmuck oder Dieb, kein Stolz oder Heuchelei; na ca dambho dāmbhiko vā na hīno nādhiko naraḥ – und kein Anfang oder Ende der Menschen.
6.27. Vers Tejobindu Upanishad
naikaṃ dvayaṃ trayaṃ turyaṃ na mahatvaṃ na cālpatā |
na pūrṇaṃ na paricchinnaṃ na kāśī na vrataṃ tapaḥ || 27 ||
Übersetzung
Es gibt keine Eins, zwei, drei oder vier; keine Größe, Kleinigkeit, Fülle oder Begrenzung; keine Benares und kein strenges Gelübde;
Wort-für-Wort-Übersetzung
naikaṃ dvayaṃ trayaṃ turyaṃ na mahatvaṃ na cālpatā – Es gibt keine Eins, zwei, drei oder vier; keine Größe, Kleinigkeit, Fülle; na pūrṇaṃ na paricchinnaṃ na kāśī na vrataṃ tapaḥ – oder Begrenzung; keine Benares und kein strenges Gelübde.
6.28. Vers Tejobindu Upanishad
na gotraṃ na kulaṃ sūtraṃ na vibhutvaṃ na śūnyatā |
na strī na yoṣinno vṛddhā na kanyā na vitantutā || 28 ||
Übersetzung
Keine Familie, Rasse, Verse, Souveränität oder Verwüstung; keine Frau, Ehefrau, Dame, Tochter oder Witwe;
Wort-für-Wort-Übersetzung
na gotraṃ na kulaṃ sūtraṃ na vibhutvaṃ na śūnyatā – Keine Familie, Rasse, Verse, Souveränität oder Verwüstung; na strī na yoṣinno vṛddhā na kanyā na vitantutā – keine Frau, Ehefrau, Dame, Tochter oder Witwe.
6.29. Vers Tejobindu Upanishad
na sūtakaṃ na jātaṃ vā nāntarmukhasuvibhramaḥ |
na mahāvākyamaikyaṃ vā nāṇimādivibhūtayaḥ || 29 ||
Übersetzung
Keine Erbsünde, Wachstum oder individuelle Seele; keine großen Äußerungen der Einheit und keine übermenschlichen Kräfte.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na sūtakaṃ na jātaṃ vā nāntarmukhasuvibhramaḥ – Keine Erbsünde, Wachstum oder individuelle Seele; keine großen Äußerungen; na mahāvākyamaikyaṃ vā nāṇimādivibhūtayaḥ – der Einheit und keine übermenschlichen Kräfte.
6.30. Vers Tejobindu Upanishad
sarvacaitanyamātratvātsarvadoṣaḥ sadā na hi |
sarvaṃ sanmātrarūpatvātsaccidānandamātrakam || 30 ||
Übersetzung
Da alles absolutes Bewusstsein ist, ist es immer ohne Defekt. Alles ist die Natur des absoluten Seins, des absoluten Seins-Bewusstseins-Glückseligkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvacaitanyamātratvātsarvadoṣaḥ sadā na hi – Da alles absolutes Bewusstsein ist, ist es immer ohne Defekt; sarvaṃ sanmātrarūpatvātsaccidānandamātrakam – Alles ist die Natur des absoluten Seins, des absoluten Seins-Bewusstseins-Glückseligkeit.
6.31. Vers Tejobindu Upanishad
brahmaiva sarvaṃ nānyo’sti tadahaṃ tadahaṃ tathā |
tadevāhaṃ tadevāhaṃ brahmaivāhaṃ sanātanam || 31 ||
Übersetzung
Alles ist Brahman allein; es gibt nichts anderes; deshalb bin ich Das; ich bin nur Das; ich bin eindeutig dieses Brahman, allein und ewig.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmaiva sarvaṃ nānyo’sti tadahaṃ tadahaṃ tathā – Alles ist Brahman allein; es gibt nichts anderes; deshalb bin ich Das; tadevāhaṃ tadevāhaṃ brahmaivāhaṃ sanātanam – ich bin nur Das; ich bin eindeutig dieses Brahman, allein und ewig.
6.32. Vers Tejobindu Upanishad
brahmaivāhaṃ na saṃsārī brahmaivāhaṃ na me manaḥ |
brahmaivāhaṃ na me buddhirbrahmaivāhaṃ na cendriyaḥ || 32 ||
Übersetzung
Ich bin Brahman allein und nicht gebunden in weltlicher Existenz; ich bin Brahman allein und nicht mein Verstand, Intellekt oder Sinnesorgane.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmaivāhaṃ na saṃsārī brahmaivāhaṃ na me manaḥ – Ich bin Brahman allein und nicht gebunden in weltlicher Existenz; ich bin Brahman allein; brahmaivāhaṃ na me buddhirbrahmaivāhaṃ na cendriyaḥ – und nicht mein Verstand, Intellekt oder Sinnesorgane.
6.33. Vers Tejobindu Upanishad
brahmaivāhaṃ na deho’haṃ brahmaivāhaṃ na gocaraḥ |
brahmaivāhaṃ na jīvo’haṃ brahmaivāhaṃ na bhedabhūḥ || 33 ||
Übersetzung
Ich bin Brahman allein und nicht der Körper, die Sinnesobjekte, die individuelle Seele oder ein separates Wesen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmaivāhaṃ na deho’haṃ brahmaivāhaṃ na gocaraḥ – Ich bin Brahman allein und nicht der Körper; brahmaivāhaṃ na jīvo’haṃ brahmaivāhaṃ na bhedabhūḥ – die Sinnesobjekte, die individuelle Seele oder ein separates Wesen.
6.34. Vers Tejobindu Upanishad
brahmaivāhaṃ jaḍo nāhamahaṃ brahma na me mṛtiḥ |
brahmaivāhaṃ na ca prāṇo brahmaivāhaṃ parātparaḥ || 34 ||
Übersetzung
Ich bin Brahman allein und bin nicht träge oder vitale Kraft; ich bin Brahman allein und bin ohne Tod; ich bin Brahman allein und bin der Höchste der Höhe.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmaivāhaṃ jaḍo nāhamahaṃ brahma na me mṛtiḥ – Ich bin Brahman allein und bin nicht träge oder vitale Kraft; ich bin Brahman allein und bin; brahmaivāhaṃ na ca prāṇo brahmaivāhaṃ parātparaḥ – ohne Tod; ich bin Brahman allein und bin der Höchste der Höhe.
6.35. Vers Tejobindu Upanishad
idaṃ brahma paraṃ brahma satyaṃ brahma prabhurhi saḥ |
kālo brahma kalā brahma sukhaṃ brahma svayamprabham || 35 ||
Übersetzung
Dieses Brahman ist erhaben; Brahman ist Wahrheit; und Brahman ist mächtig. Brahman ist Zeit, Materie, Freude und selbststrahlend.
Wort-für-Wort-Übersetzung
idaṃ brahma paraṃ brahma satyaṃ brahma prabhurhi saḥ – Dieses Brahman ist erhaben; Brahman ist Wahrheit; und Brahman ist mächtig; kālo brahma kalā brahma sukhaṃ brahma svayamprabham – Brahman ist Zeit, Materie, Freude und selbststrahlend.
6.36. Vers Tejobindu Upanishad
ekaṃ brahma dvayaṃ brahma moho brahma śamādikam |
doṣo brahma guṇo brahma damaḥ śāntaṃ vibhuḥ prabhuḥ || 36 ||
Übersetzung
Brahman ist eins und dual; Brahman ist Täuschung; Brahman ist Ruhe, Sünde, die Qualitäten und mächtig.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ekaṃ brahma dvayaṃ brahma moho brahma śamādikam – Brahman ist eins und dual; Brahman ist Täuschung; doṣo brahma guṇo brahma damaḥ śāntaṃ vibhuḥ prabhuḥ – Brahman ist Ruhe, Sünde, die Qualitäten und mächtig.
6.37. Vers Tejobindu Upanishad
loko brahma gururbrahma śiṣyo brahma sadāśivaḥ |
pūrvaṃ brahma paraṃ brahma śuddhaṃ brahma śubhāśubham || 37 ||
Übersetzung
Die Welt ist Brahman. Brahman ist Guru und Schüler. Brahman ist der Ewige Shiva (Sadāśiva). Alles ist Brahman. Brahman ist erhaben, rein, glückverheißend und unglückverheißend.
Wort-für-Wort-Übersetzung
loko brahma gururbrahma śiṣyo brahma sadāśivaḥ – Die Welt ist Brahman. Brahman ist Guru und Schüler. Brahman ist; pūrvaṃ brahma paraṃ brahma śuddhaṃ brahma śubhāśubham – der Ewige Shiva (Sadāśiva). Alles ist Brahman. Brahman ist erhaben, rein, glückverheißend und unglückverheißend.
6.38. Vers Tejobindu Upanishad
jīva eva sadā brahma saccidānandamasmyaham |
sarvaṃ brahmamayaṃ proktaṃ sarvaṃ brahmamayaṃ jagat || 38 ||
Übersetzung
Die individuelle Seele ist immer Brahman allein. Ich bin Seins-Bewusstsein-Glückseligkeit. Alles ist die Natur von Brahman. Es wird gesagt, dass das ganze Universum die Natur von Brahman ist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
jīva eva sadā brahma saccidānandamasmyaham – Die individuelle Seele ist immer Brahman allein. Ich bin Seins-Bewusstsein-Glückseligkeit. Alles ist die Natur von Brahman; sarvaṃ brahmamayaṃ proktaṃ sarvaṃ brahmamayaṃ jagat – Es wird gesagt, dass das ganze Universum die Natur von Brahman ist.
6.39. Vers Tejobindu Upanishad
svayaṃ brahma na sandehaḥ svasmādanyanna kiñcana |
sarvamātmaiva śuddhātmā sarvaṃ cinmātramadvayam || 39 ||
Übersetzung
Brahman ist Selbst und es gibt nichts anderes als Sich Selbst, es gibt keinen Zweifel daran. All-Selbst, Rein-Selbst, alles ist ausschließlich absolutes Bewusstsein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
svayaṃ brahma na sandehaḥ svasmādanyanna kiñcana – Brahman ist Selbst und es gibt nichts anderes als Sich Selbst; sarvamātmaiva śuddhātmā sarvaṃ cinmātramadvayam – es gibt keinen Zweifel daran. All-Selbst, Rein-Selbst, alles ist ausschließlich absolutes Bewusstsein.
6.40. Vers Tejobindu Upanishad
nityanirmalarūpātmā hyātmano’nyanna kiñcana |
aṇumātralasadrūpamaṇumātramidaṃ jagat || 40 ||
Übersetzung
Die Natur des Selbst ist ewig und vollkommen und es gibt nichts anderes als das Selbst. Brillant von Natur aus ist dieses Selbst von der Größe eines Atoms.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nityanirmalarūpātmā hyātmano’nyanna kiñcana – Die Natur des Selbst ist ewig und vollkommen und es gibt nichts anderes als; aṇumātralasadrūpamaṇumātramidaṃ jagat – das Selbst. Brillant von Natur aus ist dieses Selbst von der Größe eines Atoms.
6.41. Vers Tejobindu Upanishad
aṇumātraṃ śarīraṃ vā hyaṇumātramasatyakam |
aṇumātramacintyaṃ vā cintyaṃ vā hyaṇumātrakam || 41 ||
Übersetzung
In der Tat ein Körper von der Größe eines Atoms, nicht die Größe eines Atoms, nicht die Größe eines Atoms; alles nur die Größe eines Atoms.
Wort-für-Wort-Übersetzung
aṇumātraṃ śarīraṃ vā hyaṇumātramasatyakam – In der Tat ein Körper von der Größe eines Atoms, nicht die Größe eines Atoms, nicht; aṇumātramacintyaṃ vā cintyaṃ vā hyaṇumātrakam – die Größe eines Atoms; alles nur die Größe eines Atoms.
6.42. Vers Tejobindu Upanishad
brahmaiva sarvaṃ cinmātraṃ brahmamātraṃ jagattrayam |
ānandaṃ paramānandamanyatkiñcinna kiñcana || 42 ||
Übersetzung
Alles ist nur Brahman, absolutes Bewusstsein. Die drei Welten sind ausschließlich Brahman, höchste Glückseligkeit und nicht verschieden von irgendetwas, nirgendwo.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmaiva sarvaṃ cinmātraṃ brahmamātraṃ jagattrayam – Alles ist nur Brahman, absolutes Bewusstsein. Die drei Welten sind ausschließlich Brahman, höchste Glückseligkeit; ānandaṃ paramānandamanyatkiñcinna kiñcana – und nicht verschieden von irgendetwas, nirgendwo.
6.43. Vers Tejobindu Upanishad
caitanyamātramoṅkāraṃ brahmaiva sakalaṃ svayam |
ahameva jagatsarvamahameva paraṃ padam || 43 ||
Übersetzung
Das reine Bewusstsein, der Laut Om und das Ganze sind aus sich selbst allein Brahman. Ich selbst bin die ganze Welt; ich selbst bin der höchste Zustand.
Wort-für-Wort-Übersetzung
caitanyamātramoṅkāraṃ brahmaiva sakalaṃ svayam – Das reine Bewusstsein, der Laut Om und das Ganze sind aus sich selbst allein Brahman; ahameva jagatsarvamahameva paraṃ padam – Ich selbst bin die ganze Welt; ich selbst bin der höchste Zustand.
6.44. Vers Tejobindu Upanishad
ahameva guṇātīta ahameva parātparaḥ |
ahameva paraṃ brahma ahameva gurorguruḥ || 44 ||
Übersetzung
Ich bin jenseits der Qualitäten, größer als die Große. Ich bin der Höchste Brahman, der Guru.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahameva guṇātīta ahameva parātparaḥ – Ich bin jenseits der Qualitäten, größer als die Große; ahameva paraṃ brahma ahameva gurorguruḥ – Ich bin der Höchste Brahman, der Guru.
6.45. Vers Tejobindu Upanishad
ahamevākhilādhāra ahameva sukhātsukham |
ātmano’nyajjagannāsti ātmano’nyatsukhaṃ na ca || 45 ||
Übersetzung
Ich bin die vollständige Unterstützung, die Besten der Besten. Es gibt nichts anderes als oder besser als das Selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahamevākhilādhāra ahameva sukhātsukham – Ich bin die vollständige Unterstützung, die Besten der Besten; ātmano’nyajjagannāsti ātmano’nyatsukhaṃ na ca – Es gibt nichts anderes als oder besser als das Selbst.
6.46. Vers Tejobindu Upanishad
ātmano’nyā gatirnāsti sarvamātmamayaṃ jagat |
ātmano’nyannahi kvāpi ātmano’nyattṛṇaṃ nahi || 46 ||
Übersetzung
Es gibt keine Bewegung ohne das Selbst; alles in der Welt ist die Natur des Selbst. Was gibt es sonst noch, außer dem Selbst? Es gibt nicht einmal einen Grashalm ohne das Selbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ātmano’nyā gatirnāsti sarvamātmamayaṃ jagat – Es gibt keine Bewegung ohne das Selbst; alles in der Welt ist die Natur des Selbst; ātmano’nyannahi kvāpi ātmano’nyattṛṇaṃ nahi – Was gibt es sonst noch, außer dem Selbst? Es gibt nicht einmal einen Grashalm ohne das Selbst.
6.47. Vers Tejobindu Upanishad
ātmano’nyattuṣaṃ nāsti sarvamātmamayaṃ jagat |
brahmamātramidaṃ sarvaṃ brahmamātramasanna hi || 47 ||
Übersetzung
Es gibt keine Reisschale ohne das Selbst; alles in der Welt ist die Natur des Selbst. All dies ist das Absolute Brahman; das Absolute Brahman ist nicht unwirklich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ātmano’nyattuṣaṃ nāsti sarvamātmamayaṃ jagat – Es gibt keine Reisschale ohne das Selbst; alles in der Welt ist; brahmamātramidaṃ sarvaṃ brahmamātramasanna hi – die Natur des Selbst. All dies ist das Absolute Brahman; das Absolute Brahman ist nicht unwirklich.
6.48. Vers Tejobindu Upanishad
brahmamātraṃ śrutaṃ sarvaṃ svayaṃ brahmaiva kevalam |
brahmamātraṃ vṛtaṃ sarvaṃ brahmamātraṃ rasaṃ sukham || 48 ||
Übersetzung
Das Absolute Brahman ist alles, was gehört wird; Brahman ist Selbst allein. Das Absolute Brahman umhüllt alles; das Absolute Brahman ist die Essenz der Freude.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmamātraṃ śrutaṃ sarvaṃ svayaṃ brahmaiva kevalam – Das Absolute Brahman ist alles, was gehört wird; Brahman ist Selbst allein. Das Absolute Brahman umhüllt alles; brahmamātraṃ vṛtaṃ sarvaṃ brahmamātraṃ rasaṃ sukham – das Absolute Brahman ist die Essenz der Freude.
6.49. Vers Tejobindu Upanishad
brahmamātraṃ cidākāśaṃ saccidānandamavyayam |
brahmaṇo’nyatarannāsti brahmaṇo’nyajjaganna ca || 49 ||
Übersetzung
Das Absolute Brahman ist der Raum des Bewusstseins, der unauslöschliche Seins-Bewusstseins-Glückseligkeit. Es gibt nichts anderes als Brahman und die Welt ist nichts anderes als Das.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmamātraṃ cidākāśaṃ saccidānandamavyayam – Das Absolute Brahman ist der Raum des Bewusstseins, der unauslöschliche Seins-Bewusstseins-Glückseligkeit. Es gibt nichts anderes als Brahman; brahmaṇo’nyatarannāsti brahmaṇo’nyajjaganna ca – und die Welt ist nichts anderes als Das.
6.50. Vers Tejobindu Upanishad
brahmaṇo’nyadaha nāsti brahmaṇo’nyatphalaṃ nahi |
brahmaṇo’nyattṛṇaṃ nāsti brahmaṇo’nyatpadaṃ nahi || 50 ||
Übersetzung
Es gibt nichts anderes als Brahman. Es gibt keine Früchte, keine Gegenstände, nicht einmal einen Grashalm ohne Brahman.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmaṇo’nyadaha nāsti brahmaṇo’nyatphalaṃ nahi – Es gibt nichts anderes als Brahman. Es gibt keine Früchte, keine Gegenstände, nicht einmal einen Grashalm; brahmaṇo’nyattṛṇaṃ nāsti brahmaṇo’nyatpadaṃ nahi – ohne Brahman.
6.51. Vers Tejobindu Upanishad
brahmaṇo’nyadgururnāsti brahmaṇo’nyamasadvapuḥ |
brahmaṇo’nyanna cāhantā tvattedante nahi kvacit || 51 ||
Übersetzung
Es gibt keinen Guru, keine Form, kein Ich-Sein, kein Du-Sein, nichts anderes als Brahman.
Wort-für-Wort-Übersetzung
brahmaṇo’nyadgururnāsti brahmaṇo’nyamasadvapuḥ – Es gibt keinen Guru, keine Form, kein; brahmaṇo’nyanna cāhantā tvattedante nahi kvacit – Ich-Sein, kein Du-Sein, nichts anderes als Brahman.
6.52. Vers Tejobindu Upanishad
svayaṃ brahmātmakaṃ viddhi svasmādanyanna kiñcana |
yatkiñciddṛśyate loke yatkiñcidbhāṣyate janaiḥ || 52 ||
Übersetzung
Wisse, dass es nichts anderes gibt als die Natur von Brahman, was auch immer in der Welt gesehen wird und was auch immer von den Menschen gesagt wird,
Wort-für-Wort-Übersetzung
svayaṃ brahmātmakaṃ viddhi svasmādanyanna kiñcana – Wisse, dass es nichts anderes gibt als die Natur von Brahman, was auch immer in; yatkiñciddṛśyate loke yatkiñcidbhāṣyate janaiḥ – der Welt gesehen wird und was auch immer von den Menschen gesagt wird.
6.53. Vers Tejobindu Upanishad
yatkiñcidbhujyate kvāpi tatsarvamasadeva hi |
kartṛbhedaṃ kriyābhedaṃ guṇabhedaṃ rasādikam || 53 ||
Übersetzung
Und was auch immer genossen wird, denn alles andere ist eindeutig unwirklich. Und der Unterschied in Schauspieler, Handlung, Qualitäten, Eigenschaften;
Wort-für-Wort-Übersetzung
yatkiñcidbhujyate kvāpi tatsarvamasadeva hi – Und was auch immer genossen wird, denn alles andere ist eindeutig unwirklich. Und; kartṛbhedaṃ kriyābhedaṃ guṇabhedaṃ rasādikam – der Unterschied in Schauspieler, Handlung, Qualitäten, Eigenschaften.
6.54. Vers Tejobindu Upanishad
liṅgabhedamidaṃ sarvamasadeva sadā sukham |
kālabhedaṃ deśabhedaṃ vastubhedaṃ jayājayam || 54 ||
Übersetzung
Die Unterschiede im Geschlecht usw. sind alle unwirklich und sind immer auf den Wunsch nach Vergnügen zurückzuführen. Unterschied in Zeit, Ort, Reichtum, Sieg, Niederlage,
Wort-für-Wort-Übersetzung
liṅgabhedamidaṃ sarvamasadeva sadā sukham – Die Unterschiede im Geschlecht usw. sind alle unwirklich; kālabhedaṃ deśabhedaṃ vastubhedaṃ jayājayam – und sind immer auf den Wunsch nach Vergnügen zurückzuführen. Unterschied in Zeit, Ort, Reichtum, Sieg, Niederlage.
6.55. Vers Tejobindu Upanishad
yadyadbhedaṃ ca tatsarvamasadeva hi kevalam |
asadantaḥkaraṇakamasadevendriyādikam || 55 ||
Übersetzung
Und was auch immer sonst alles absolut unwirklich ist. Das innere Organ, die Sinnesorgane usw. sind eindeutig unwirklich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yadyadbhedaṃ ca tatsarvamasadeva hi kevalam – Und was auch immer sonst alles absolut unwirklich ist. Das innere Organ; asadantaḥkaraṇakamasadevendriyādikam – die Sinnesorgane usw. sind eindeutig unwirklich.
6.56. Vers Tejobindu Upanishad
asatprāṇādikaṃ sarvaṃ saṅghātamasadātmakam |
asatyaṃ pañcakośākhyamasatyaṃ pañca devatāḥ || 56 ||
Übersetzung
Vitale Energie ist unwirklich; tatsächlich existiert nicht die ganze Gruppe (von prāṇas). Die fünf Hüllen und die fünf Gottheiten sind keine Realität.
Wort-für-Wort-Übersetzung
asatprāṇādikaṃ sarvaṃ saṅghātamasadātmakam – Vitale Energie ist unwirklich; tatsächlich existiert nicht die ganze Gruppe (von prāṇas); asatyaṃ pañcakośākhyamasatyaṃ pañca devatāḥ – Die fünf Hüllen und die fünf Gottheiten sind keine Realität.
6.57. Vers Tejobindu Upanishad
asatyaṃ ṣaḍvikārādi asatyamarivargakam |
asatyaṃ ṣaḍṛtuścaiva asatyaṃ ṣaḍrasastathā || 57 ||
Übersetzung
Die sechs Veränderungen, die Gruppe der Feinde, die sechs Jahreszeiten und die sechs Geschmacksrichtungen sind daher keine Realität.
Wort-für-Wort-Übersetzung
asatyaṃ ṣaḍvikārādi asatyamarivargakam – Die sechs Veränderungen, die Gruppe der Feinde; asatyaṃ ṣaḍṛtuścaiva asatyaṃ ṣaḍrasastathā – die sechs Jahreszeiten und die sechs Geschmacksrichtungen sind daher keine Realität.
6.58. Vers Tejobindu Upanishad
saccidānandamātro’hamanutpannamidaṃ jagat |
ātmaivāhaṃ paraṃ satyaṃ nānyāḥ saṃsāradṛṣṭayaḥ || 58 ||
Übersetzung
Ich bin absolutes Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit und diese Welt ist ohne Anfang, ich bin das Selbst, allein und nicht getrennt von dem, was als weltliche Existenz erscheint.
Wort-für-Wort-Übersetzung
saccidānandamātro’hamanutpannamidaṃ jagat – Ich bin absolutes Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit und diese Welt ist ohne Anfang, ich bin; ātmaivāhaṃ paraṃ satyaṃ nānyāḥ saṃsāradṛṣṭayaḥ – das Selbst, allein und nicht getrennt von dem, was als weltliche Existenz erscheint.
6.59. Vers Tejobindu Upanishad
satyamānandarūpo’haṃ cidghanānandavigrahaḥ |
ahameva parānanda ahameva parātparaḥ || 59 ||
Übersetzung
Ich bin die Natur wahrer Glückseligkeit, die sich ausdehnende Glückseligkeit des vollständigen Bewusstseins. Ich bin höchste Glückseligkeit, höher als die höchste.
Wort-für-Wort-Übersetzung
satyamānandarūpo’haṃ cidghanānandavigrahaḥ – Ich bin die Natur wahrer Glückseligkeit, die sich ausdehnende Glückseligkeit des vollständigen Bewusstseins; ahameva parānanda ahameva parātparaḥ – Ich bin höchste Glückseligkeit, höher als die höchste.
6.60. Vers Tejobindu Upanishad
jñānākāramidaṃ sarvaṃ jñānānando’hamadvayaḥ |
sarvaprakāśarūpo’haṃ sarvābhāvasvarūpakam || 60 ||
Übersetzung
All dies ist die Natur des Wissens; Ich bin die Seligkeit des Wissens allein, die Natur der völligen Ausstrahlung und frei von allen Eigenschaften.
Wort-für-Wort-Übersetzung
jñānākāramidaṃ sarvaṃ jñānānando’hamadvayaḥ – All dies ist die Natur des Wissens; Ich bin die Seligkeit des Wissens allein; sarvaprakāśarūpo’haṃ sarvābhāvasvarūpakam – die Natur der völligen Ausstrahlung und frei von allen Eigenschaften.
6.61. Vers Tejobindu Upanishad
ahameva sadā bhāmītyevaṃ rūpaṃ kuto’pyasat |
tvamityevaṃ paraṃ brahma cinmayānandarūpavān || 61 ||
Übersetzung
Wie kann ich mit einer solchen Natur unwirklich sein? Ebenso bist du das Höchste Brahman mit der Natur der Glückseligkeit des vollständigen Bewusstseins.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahameva sadā bhāmītyevaṃ rūpaṃ kuto’pyasat – Wie kann ich mit einer solchen Natur unwirklich sein? Ebenso bist du das Höchste Brahman mit; tvamityevaṃ paraṃ brahma cinmayānandarūpavān – der Natur der Glückseligkeit des vollständigen Bewusstseins.
6.62. Vers Tejobindu Upanishad
cidākāraṃ cidākāśaṃ cideva paramaṃ sukham |
ātmaivāhamasannāhaṃ kūṭastho’haṃ guruḥ paraḥ || 62 ||
Übersetzung
Ich bin die Natur des Bewusstseins, der Raum des Bewusstseins, das Bewusstsein allein und die höchste Freude. Ich bin das Selbst allein und nicht unwirklich. Ich bin auf der höchsten Ebene und der beste Guru.
Wort-für-Wort-Übersetzung
cidākāraṃ cidākāśaṃ cideva paramaṃ sukham – Ich bin die Natur des Bewusstseins, der Raum des Bewusstseins, das Bewusstsein allein und die höchste Freude. Ich bin; ātmaivāhamasannāhaṃ kūṭastho’haṃ guruḥ paraḥ – das Selbst allein und nicht unwirklich. Ich bin auf der höchsten Ebene und der beste Guru.
6.63. Vers Tejobindu Upanishad
saccidānandamātro’hamanutpannamidaṃ jagat |
kālo nāsti jagannāsti māyāprakṛtireva na || 63 ||
Übersetzung
Ich bin absolutes Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit und diese Welt ist ohne Anfang. Es gibt keine Zeit, Welt, māyā und keine physische Natur.
Wort-für-Wort-Übersetzung
saccidānandamātro’hamanutpannamidaṃ jagat – Ich bin absolutes Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit und diese Welt ist ohne Anfang; kālo nāsti jagannāsti māyāprakṛtireva na – Es gibt keine Zeit, Welt, māyā und keine physische Natur.
6.64. Vers Tejobindu Upanishad
ahameva hariḥ sākṣādahameva sadāśivaḥ |
śuddhacaitanyabhāvo’haṃ śuddhasattvānubhāvanaḥ || 64 ||
Übersetzung
Persönlich bin ich Gott, der Ewige Shiva. Ich bin der Zustand des reinen Bewusstseins, der Ausdruck des reinen Seins.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahameva hariḥ sākṣādahameva sadāśivaḥ – Persönlich bin ich Gott, der Ewige Shiva. Ich bin; śuddhacaitanyabhāvo’haṃ śuddhasattvānubhāvanaḥ – der Zustand des reinen Bewusstseins, der Ausdruck des reinen Seins.
6.65. Vers Tejobindu Upanishad
advayānandamātro’haṃ cidghanaikaraso’smyaham |
sarvaṃ brahmaiva satataṃ sarvaṃ brahmaiva kevalam || 65 ||
Übersetzung
Ich bin die absolute Glückseligkeit der Nichtdualität, die eine Essenz, reich an Bewusstsein. Alles ist Brahman allein. Alles ist immer, ganz Brahman allein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
advayānandamātro’haṃ cidghanaikaraso’smyaham – Ich bin die absolute Glückseligkeit der Nichtdualität; sarvaṃ brahmaiva satataṃ sarvaṃ brahmaiva kevalam – die eine Essenz, reich an Bewusstsein. Alles ist Brahman allein. Alles ist immer, ganz Brahman allein.
6.66. Vers Tejobindu Upanishad
sarvaṃ brahmaiva satataṃ sarvaṃ brahmaiva cetanam |
sarvāntaryāmirūpo’haṃ sarvasākṣitvalakṣaṇaḥ || 66 ||
Übersetzung
Alles ist immer, allein, das bewusste Brahman.Ich bin die Natur aller Seelen und der Indikator und Zeuge von allem.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvaṃ brahmaiva satataṃ sarvaṃ brahmaiva cetanam – Alles ist immer, allein, das bewusste Brahman.Ich bin die Natur aller Seelen; sarvāntaryāmirūpo’haṃ sarvasākṣitvalakṣaṇaḥ – und der Indikator und Zeuge von allem.
6.67. Vers Tejobindu Upanishad
paramātmā paraṃ jyotiḥ paraṃ dhāma parā gatiḥ |
sarvavedāntasāro’haṃ sarvaśāstrasuniścitaḥ || 67 ||
Übersetzung
Ich bin das Höchste Selbst, das höchste Licht, der höchste Wohnsitz und der höchste Weg, ich bin der wahre Abschluss der Veden, der in allen Schriften klar festgelegt ist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
paramātmā paraṃ jyotiḥ paraṃ dhāma parā gatiḥ – Ich bin das Höchste Selbst, das höchste Licht, der höchste Wohnsitz und; sarvavedāntasāro’haṃ sarvaśāstrasuniścitaḥ – der höchste Weg, ich bin der wahre Abschluss der Veden, der in allen Schriften klar festgelegt ist.
6.68. Vers Tejobindu Upanishad
yogānandasvarūpo’haṃ mukhyānandamahodayaḥ |
sarvajñānaprakāśo’smi mukhyavijñānavigrahaḥ || 68 ||
Übersetzung
Meine wahre Natur ist die Glückseligkeit der Vereinigung, das große Erwachen der primären Glückseligkeit, ich bin das Licht allen Wissens, die Ausdehnung der primären Verwirklichung.
Wort-für-Wort-Übersetzung
yogānandasvarūpo’haṃ mukhyānandamahodayaḥ – Meine wahre Natur ist die Glückseligkeit der Vereinigung, das große Erwachen; sarvajñānaprakāśo’smi mukhyavijñānavigrahaḥ – der primären Glückseligkeit, ich bin das Licht allen Wissens, die Ausdehnung der primären Verwirklichung.
6.69. Vers Tejobindu Upanishad
turyāturyaprakāśo’smi turyāturyādivarjitaḥ |
cidakṣro’n satyo’haṃ vāsudavo’jararo’maraḥ || 69 ||
Übersetzung
Ich bin das Licht des vierten und des nicht-vierten Zustandes, aber jenseits von ihnen beiden, ich bin das Wissen des Bewusstseins, die göttliche Seele, unvergänglich und unsterblich.
Wort-für-Wort-Übersetzung
turyāturyaprakāśo’smi turyāturyādivarjitaḥ – Ich bin das Licht des vierten und des nicht-vierten Zustandes, aber jenseits von ihnen beiden, ich bin; cidakṣro’n satyo’haṃ vāsudavo’jararo’maraḥ – das Wissen des Bewusstseins, die göttliche Seele, unvergänglich und unsterblich.
6.70. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahma cidākāśaṃ nityaṃ brahma nirañjanam |
śuddhaṃ buddhaṃ sadāmuktamanāmakamarūpakam || 70 ||
Übersetzung
Ich bin Brahman, der Raum des Gewahrseins; ewiges Brahman, unbefleckt, reine Erleuchtung, immer frei und ohne Namen und Form.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahma cidākāśaṃ nityaṃ brahma nirañjanam – Ich bin Brahman, der Raum des Gewahrseins; ewiges Brahman, unbefleckt, reine Erleuchtung, immer frei; śuddhaṃ buddhaṃ sadāmuktamanāmakamarūpakam – und ohne Namen und Form.
6.71. Vers Tejobindu Upanishad
saccidānandarūpo’hamanuntpannamidaṃ jagat |
satyāsatyaṃ jagannāsti saṅkalpakalanādikam || 71 ||
Übersetzung
Ich bin die Natur des Seins-Bewusstseins-Glückseligkeit. Diese Welt ist ohne Anfang, sie ist nicht real oder unwirklich, sie wird durch Imagination und dergleichen verursacht.
Wort-für-Wort-Übersetzung
saccidānandarūpo’hamanuntpannamidaṃ jagat – Ich bin die Natur des Seins-Bewusstseins-Glückseligkeit. Diese Welt ist ohne Anfang; satyāsatyaṃ jagannāsti saṅkalpakalanādikam – sie ist nicht real oder unwirklich, sie wird durch Imagination und dergleichen verursacht.
6.72. Vers Tejobindu Upanishad
nityānandamayaṃ brahma kevalaṃ sarvadā svayam |
anantamavyayaṃ śāntamekarūpamanāmayam || 72 ||
Übersetzung
Brahman ist immer voll von ewiger Seligkeit, ganz Selbst, endlos, unvergänglich, friedlich, vollkommen und von Natur aus eins.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nityānandamayaṃ brahma kevalaṃ sarvadā svayam – Brahman ist immer voll von ewiger Seligkeit, ganz Selbst, endlos, unvergänglich, friedlich, vollkommen; anantamavyayaṃ śāntamekarūpamanāmayam – und von Natur aus eins.
6.73. Vers Tejobindu Upanishad
matto’nyadasti cenmithyā yathā marumarīcikā |
vandhyākumāravacane bhītiścedasti kiñcana || 73 ||
Übersetzung
Wenn es anders ist als ich, ist es so unwirklich wie das Trugbild des Wassers in der Wüste.
Wort-für-Wort-Übersetzung
matto’nyadasti cenmithyā yathā marumarīcikā – Wenn es anders ist als ich, ist es so unwirklich wie; vandhyākumāravacane bhītiścedasti kiñcana – das Trugbild des Wassers in der Wüste.
6.74. Vers Tejobindu Upanishad
śaśaśṛṅgeṇa nāgendro mṛtaścejjagadasti tat |
mṛgatṛṣṇājalaṃ pītvā tṛptaścedastvidaṃ jagat || 74 ||
Übersetzung
Wenn ein großer Elefant von den Hörnern eines Kaninchens getötet wird, dann ist es die Welt, wenn man zufrieden ist, indem man das Wasser einer Fata Morgana trinkt, dann kann es die Welt sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
śaśaśṛṅgeṇa nāgendro mṛtaścejjagadasti tat – Wenn ein großer Elefant von den Hörnern eines Kaninchens getötet wird, dann ist es die Welt, wenn man zufrieden ist; mṛgatṛṣṇājalaṃ pītvā tṛptaścedastvidaṃ jagat – indem man das Wasser einer Fata Morgana trinkt, dann kann es die Welt sein.
6.75. Vers Tejobindu Upanishad
naraśṛṅgeṇa naṣṭaścetkaścidastvidameva hi |
gandharvanagare satye jagadbhavati sarvadā || 75 ||
Übersetzung
Wenn jemand von den Hörnern eines Mannes getötet wird, nur dann kann diese Welt real sein. Die Welt ist für immer in dieser imaginären Stadt in den Wolken.
Wort-für-Wort-Übersetzung
naraśṛṅgeṇa naṣṭaścetkaścidastvidameva hi – Wenn jemand von den Hörnern eines Mannes getötet wird, nur dann kann diese Welt real sein; gandharvanagare satye jagadbhavati sarvadā – Die Welt ist für immer in dieser imaginären Stadt in den Wolken.
6.76. Vers Tejobindu Upanishad
gagane nīlimāsatye jagatsatyaṃ bhaviṣyati |
śuktikārajataṃ satyaṃ bhūṣaṇaṃ cejjagadbhavet || 76 ||
Übersetzung
Wenn der Himmel nicht blau ist, dann wird die Welt real sein, und wenn Perlmutt echten, silbernen Schmuck macht, dann kann die Welt real sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
gagane nīlimāsatye jagatsatyaṃ bhaviṣyati – Wenn der Himmel nicht blau ist, dann wird die Welt real sein; śuktikārajataṃ satyaṃ bhūṣaṇaṃ cejjagadbhavet – und wenn Perlmutt echten, silbernen Schmuck macht, dann kann die Welt real sein.
6.77. Vers Tejobindu Upanishad
rajjusarpeṇa daṣṭaścennaro bhavatu saṃsṛtiḥ |
jātarūpeṇa bāṇena jvālāgnau nāśite jagat || 77 ||
Übersetzung
Wenn ein Mensch an einem Seil gebissen wird, das fälschlicherweise mit einer Schlange verwechselt wird, dann könnte dies eine banale Existenz sein. Wenn ein loderndes Feuer durch einen goldenen Pfeil ausgelöscht wird, dann ist die Welt es.
Wort-für-Wort-Übersetzung
rajjusarpeṇa daṣṭaścennaro bhavatu saṃsṛtiḥ – Wenn ein Mensch an einem Seil gebissen wird, das fälschlicherweise mit einer Schlange verwechselt wird, dann könnte dies eine banale Existenz sein. Wenn ein loderndes Feuer durch einen goldenen Pfeil ausgelöscht wird, dann ist; jātarūpeṇa bāṇena jvālāgnau nāśite jagat – die Welt es.
6.78. Vers Tejobindu Upanishad
vindhyāṭavyāṃ pāyasānnamasti cejjagadudbhavaḥ |
rambhāstambhena kāṣṭhena pākasiddhau jagadbhavet || 78 ||
Übersetzung
Wenn man süße Reismilch in den Wäldern des Vindhya-Gebirges finden kann oder wenn man mit Brennstoff aus Wegerichbaumstängeln kochen kann, dann existiert die Welt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
vindhyāṭavyāṃ pāyasānnamasti cejjagadudbhavaḥ – Wenn man süße Reismilch in den Wäldern des Vindhya-Gebirges finden kann oder; rambhāstambhena kāṣṭhena pākasiddhau jagadbhavet – wenn man mit Brennstoff aus Wegerichbaumstängeln kochen kann, dann existiert die Welt.
6.79. Vers Tejobindu Upanishad
sadyaḥ kumārikarūpaiḥ pāke siddhe jagadbhavet |
citrasthadīpaistamaso nāśaścedastvidaṃ jagat || 79 ||
Übersetzung
Wenn junge Mädchen sofort versierte Köche werden oder wenn Bilder von Lampen die Dunkelheit zerstreuen, dann kann die Welt sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sadyaḥ kumārikarūpaiḥ pāke siddhe jagadbhavet – Wenn junge Mädchen sofort versierte Köche werden oder wenn Bilder von Lampen; citrasthadīpaistamaso nāśaścedastvidaṃ jagat – die Dunkelheit zerstreuen, dann kann die Welt sein.
6.80. Vers Tejobindu Upanishad
māsātpūrvaṃ mṛto martyo hyāgataścejjagadbhavet |
takraṃ kṣīrasvarūpaṃ cetkvacinnityaṃ jagadbhavet || 80 ||
Übersetzung
Wenn jemand im letzten Monat gestorben ist, aber noch nicht gegangen ist oder wenn Butter jederzeit zur Milch zurückkehrt, dann existiert die Welt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
māsātpūrvaṃ mṛto martyo hyāgataścejjagadbhavet – Wenn jemand im letzten Monat gestorben ist, aber noch nicht gegangen ist oder; takraṃ kṣīrasvarūpaṃ cetkvacinnityaṃ jagadbhavet – wenn Butter jederzeit zur Milch zurückkehrt, dann existiert die Welt.
6.81. Vers Tejobindu Upanishad
gostanādudbhavaṃ kṣīraṃ punarāropaṇe jagat |
bhūrajo’bdhau samutpanne jagadbhavatu sarvadā || 81 ||
Übersetzung
Wenn Kuhdung zu Milch und Wasser zu Erde wird, dann ist die Welt für immer real.
Wort-für-Wort-Übersetzung
gostanādudbhavaṃ kṣīraṃ punarāropaṇe jagat – Wenn Kuhdung zu Milch und Wasser zu Erde wird, dann ist; bhūrajo’bdhau samutpanne jagadbhavatu sarvadā – die Welt für immer real.
6.82. Vers Tejobindu Upanishad
kūrmaromṇā gaje baddhe jagadastu madotkaṭe |
nālasthatantunā meruścālitaścejjagadbhavet || 82 ||
Übersetzung
Wenn ein wütender Elefant durch Schildkrötenhaare gebunden ist oder der Berg Meru mit einem feinen Lotusstiel nach unten gedrückt wird, dann kann die Welt existieren.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kūrmaromṇā gaje baddhe jagadastu madotkaṭe – Wenn ein wütender Elefant durch Schildkrötenhaare gebunden ist oder; nālasthatantunā meruścālitaścejjagadbhavet – der Berg Meru mit einem feinen Lotusstiel nach unten gedrückt wird, dann kann die Welt existieren.
6.83. Vers Tejobindu Upanishad
taraṅgamālayā sindhurbaddhaścedastvidaṃ jagat |
agneradhaścejjvalanaṃ jagadbhavatu sarvadā || 83 ||
Übersetzung
Wenn der Ozean durch die Wellenreihen gebunden ist oder wenn die Flammen des Feuers untergehen, dann kann die Welt für immer existieren.
Wort-für-Wort-Übersetzung
taraṅgamālayā sindhurbaddhaścedastvidaṃ jagat – Wenn der Ozean durch die Wellenreihen gebunden ist oder; agneradhaścejjvalanaṃ jagadbhavatu sarvadā – wenn die Flammen des Feuers untergehen, dann kann die Welt für immer existieren.
6.84. Vers Tejobindu Upanishad
jvālāvahniḥ śītalaścedastirūpamidaṃ jagat |
jvālāgnimaṇḍale padmavṛddhiścejjagadastvidam || 84 ||
Übersetzung
Wenn ein loderndes Feuer kühl ist oder ein Lotus in einem Ring aus Feuer wächst, dann kann es die Welt sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
jvālāvahniḥ śītalaścedastirūpamidaṃ jagat – Wenn ein loderndes Feuer kühl ist oder ein Lotus in einem Ring aus Feuer wächst, dann kann; jvālāgnimaṇḍale padmavṛddhiścejjagadastvidam – es die Welt sein.
6.85. Vers Tejobindu Upanishad
mahacchailendranīlaṃ vā sambhavaccedidaṃ jagat |
merurāgatya padmākṣe sthitaścedastvidaṃ jagat || 85 ||
Übersetzung
Wenn ein Saphir die Größe eines großen Berges hat oder der Berg Meru in einem Lotusauge steht, dann kann es diese Welt sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
mahacchailendranīlaṃ vā sambhavaccedidaṃ jagat – Wenn ein Saphir die Größe eines großen Berges hat oder; merurāgatya padmākṣe sthitaścedastvidaṃ jagat – der Berg Meru in einem Lotusauge steht, dann kann es diese Welt sein.
6.86. Vers Tejobindu Upanishad
nigireccedbhṛṅgasūnurmeruṃ calavadastvidam |
maśakena hate siṃhe jagatsatyaṃ tadāstu te || 86 ||
Übersetzung
Wenn eine aufgeregte Biene keinen Ton macht, sich der Berg Meru bewegt und eine Mücke einen Löwen tötet, dann ist die Welt eine Realität.
Wort-für-Wort-Übersetzung
nigireccedbhṛṅgasūnurmeruṃ calavadastvidam – Wenn eine aufgeregte Biene keinen Ton macht, sich der Berg Meru bewegt; maśakena hate siṃhe jagatsatyaṃ tadāstu te – und eine Mücke einen Löwen tötet, dann ist die Welt eine Realität.
6.87. Vers Tejobindu Upanishad
aṇukoṭaravistīrṇe trailokyaṃ cejjagadbhavet |
tṛṇānalaśca nityaścetkṣaṇikaṃ tajjagadbhavet || 87 ||
Übersetzung
Wenn alle drei Welten in ein Atom oder ein Feuer passen, das von einem Grashalm für immer angeheizt wird, dann kann die Welt es sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
aṇukoṭaravistīrṇe trailokyaṃ cejjagadbhavet – Wenn alle drei Welten in ein Atom oder ein Feuer passen, das von einem Grashalm für immer angeheizt wird, dann kann; tṛṇānalaśca nityaścetkṣaṇikaṃ tajjagadbhavet – die Welt es sein.
6.88. Vers Tejobindu Upanishad
svapnadṛṣṭaṃ ca yadvastu jāgare cejjagadbhavaḥ |
nadīvego niścalaścetkenāpīdaṃ bhavejjagat || 88 ||
Übersetzung
Wenn Objekte aus einem Traum in den wachen Zustand kommen oder wenn die Strömung eines schnellen Flusses still ist, dann kann es die Welt sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
svapnadṛṣṭaṃ ca yadvastu jāgare cejjagadbhavaḥ – Wenn Objekte aus einem Traum in den wachen Zustand kommen oder wenn; nadīvego niścalaścetkenāpīdaṃ bhavejjagat – die Strömung eines schnellen Flusses still ist, dann kann es die Welt sein.
6.89. Vers Tejobindu Upanishad
kṣudhitasyāgnirbhojyaścennimiṣaṃ kalpitaṃ bhavet |
jātyandhai ratnaviṣayaḥ sujñātaścejjagatsadā || 89 ||
Übersetzung
Wenn man im Hunger Feuer isst oder wenn Wertsachen den Blinden anvertraut werden, dann kann diese vermeintliche Welt sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kṣudhitasyāgnirbhojyaścennimiṣaṃ kalpitaṃ bhavet – Wenn man im Hunger Feuer isst oder; jātyandhai ratnaviṣayaḥ sujñātaścejjagatsadā – wenn Wertsachen den Blinden anvertraut werden, dann kann diese vermeintliche Welt sein.
6.90. Vers Tejobindu Upanishad
napuṃsakakumārasya strīsukhaṃ cedbhavajjagat |
nirmitaḥ śaśaśṛṅgeṇa rathaścejjagadasti tat || 90 ||
Übersetzung
Wenn es dem Freund des Sohnes eines Eunuchen gut geht oder ein Wagen aus dem Horn eines Kaninchens gemacht wird, dann gibt es eine Welt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
napuṃsakakumārasya strīsukhaṃ cedbhavajjagat – Wenn es dem Freund des Sohnes eines Eunuchen gut geht; nirmitaḥ śaśaśṛṅgeṇa rathaścejjagadasti tat – oder ein Wagen aus dem Horn eines Kaninchens gemacht wird, dann gibt es eine Welt.
6.91. Vers Tejobindu Upanishad
sadyojātā tu yā kanyā bhogayogyā bhavejjagat |
vandhyā garbhāptatatsaukhyaṃ jñātā cedastvidaṃ jagat || 91 ||
Übersetzung
Wenn die Frau, die gerade geboren hat, eine Jungfrau ist oder das Kind einer unfruchtbaren Frau leicht geboren wird, dann kann diese Welt existieren.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sadyojātā tu yā kanyā bhogayogyā bhavejjagat – Wenn die Frau, die gerade geboren hat, eine Jungfrau ist; vandhyā garbhāptatatsaukhyaṃ jñātā cedastvidaṃ jagat – oder das Kind einer unfruchtbaren Frau leicht geboren wird, dann kann diese Welt existieren.
6.92. Vers Tejobindu Upanishad
kāko vā haṃsavadgacchejjagadbhavatu niścalam |
mahākharo vā siṃhena yudhyate cejjagatsthitiḥ || 92 ||
Übersetzung
Wenn eine Krähe fliegt wie ein Schwan oder ein großer Reiher mit einem Löwen kämpft, dann steht die Welt fest.
Wort-für-Wort-Übersetzung
kāko vā haṃsavadgacchejjagadbhavatu niścalam – Wenn eine Krähe fliegt wie ein Schwan oder ein großer Reiher mit einem Löwen kämpft, dann steht; mahākharo vā siṃhena yudhyate cejjagatsthitiḥ – die Welt fest.
6.93. Vers Tejobindu Upanishad
mahākharo gajagatiṃ gataścejjagadastu tat |
sampūrṇacandrasūryaścejjagadbhātu svayaṃ jaḍam || 93 ||
Übersetzung
Wenn ein großer Reiher an dem Elefanten vorbeigeht oder der Vollmond scheint, während die Sonne stumpf ist, dann kann die Welt sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
mahākharo gajagatiṃ gataścejjagadastu tat – Wenn ein großer Reiher an dem Elefanten vorbeigeht oder der Vollmond scheint; sampūrṇacandrasūryaścejjagadbhātu svayaṃ jaḍam – während die Sonne stumpf ist, dann kann die Welt sein.
6.94. Vers Tejobindu Upanishad
candrasūryādikau tyaktvā rāhuśceddṛśyate jagat |
bhṛṣṭabījasamutpannavṛddhiścejjagadastu sat || 94 ||
Übersetzung
Wenn Rāhu (der mythische Dämon, der Finsternisse verursacht) die Sonne und den Mond verlässt oder wenn verbrannte Samen lebende Pflanzen produzieren, dann kann die Welt real sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
candrasūryādikau tyaktvā rāhuśceddṛśyate jagat – Wenn Rāhu (der mythische Dämon, der Finsternisse verursacht) die Sonne und den Mond verlässt; bhṛṣṭabījasamutpannavṛddhiścejjagadastu sat – oder wenn verbrannte Samen lebende Pflanzen produzieren, dann kann die Welt real sein.
6.95. Vers Tejobindu Upanishad
daridro dhanikānāṃ ca sukhaṃ bhuṅkte tadā jagat |
śunā vīryeṇa siṃhastu jito yadi jagattadā || 95 ||
Übersetzung
Wenn die Armen die gleichen Freuden genießen wie die Reichen oder wenn ein tapferer Hund einen Löwen tötet, gibt es in diesem Fall eine Welt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
daridro dhanikānāṃ ca sukhaṃ bhuṅkte tadā jagat – Wenn die Armen die gleichen Freuden genießen wie die Reichen; śunā vīryeṇa siṃhastu jito yadi jagattadā – oder wenn ein tapferer Hund einen Löwen tötet, gibt es in diesem Fall eine Welt.
6.96. Vers Tejobindu Upanishad
jñānino hṛdayaṃ mūḍhairjñātaṃ cetkalpanaṃ tadā |
śvānena sāgare pīte niḥśeṣeṇa mano bhavet || 96 ||
Übersetzung
Wenn Narren die Herzen der Weisen verstehen oder ein Hund den ganzen Ozean trinkt, dann kann der Geist sein.
Wort-für-Wort-Übersetzung
jñānino hṛdayaṃ mūḍhairjñātaṃ cetkalpanaṃ tadā – Wenn Narren die Herzen der Weisen verstehen; śvānena sāgare pīte niḥśeṣeṇa mano bhavet – oder ein Hund den ganzen Ozean trinkt, dann kann der Geist sein.
6.97. Vers Tejobindu Upanishad
śuddhākāśo manuṣyeṣu patitaścettadā jagat |
bhūmau vā patitaṃ vyoma vyomapuṣpaṃ sugandhakam || 97 ||
Übersetzung
Wenn der reine Raum auf die Menschen fällt oder der Himmel auf die Erde fällt oder eine Blume, die am Himmel wächst, duftend ist, dann gibt es eine Welt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
śuddhākāśo manuṣyeṣu patitaścettadā jagat – Wenn der reine Raum auf die Menschen fällt oder der Himmel auf; bhūmau vā patitaṃ vyoma vyomapuṣpaṃ sugandhakam – die Erde fällt oder eine Blume, die am Himmel wächst, duftend ist, dann gibt es eine Welt.
6.98. Vers Tejobindu Upanishad
śuddhākāśe vane jāte calite tu tadā jagat |
kevale darpaṇe nāsti pratibimbaṃ tadā jagat || 98 ||
Übersetzung
Wenn ein Wald im reinen Raum sich zu bewegen beginnt oder man seine Reflexion ohne eine verspiegelte Oberfläche sieht, dann gibt es eine Welt.
Wort-für-Wort-Übersetzung
śuddhākāśe vane jāte calite tu tadā jagat – Wenn ein Wald im reinen Raum sich zu bewegen beginnt oder man seine Reflexion; kevale darpaṇe nāsti pratibimbaṃ tadā jagat – ohne eine verspiegelte Oberfläche sieht, dann gibt es eine Welt.
6.99. Vers Tejobindu Upanishad
ajakukṣau jagannāsti hyātmakukṣau jagannahi |
sarvathā bhedakalanaṃ dvaitādvaitaṃ na vidyate || 99 ||
Übersetzung
Im Schoß des Ungeborenen gibt es keine Welt, ebenso wenig im Atman. Jede Hervorbringung von Verschiedenheit, Dualität oder Nichtdualität besitzt dort keine selbständige Wirklichkeit.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ajakukṣau jagannāsti hyātmakukṣau jagannahi – Im Schoß des Ungeborenen gibt es keine Welt, ebenso wenig im Atman; sarvathā bhedakalanaṃ dvaitādvaitaṃ na vidyate – Jede Hervorbringung von Verschiedenheit, Dualität oder Nichtdualität besitzt dort keine selbständige Wirklichkeit.
6.100. Vers Tejobindu Upanishad
māyākāryamidaṃ bhedamasti cedbrahmabhāvanam |
deho’hamiti duḥkhaṃ cedbrahmāhamiti niścayaḥ || 100 ||
Übersetzung
Verschiedenheit ist ein Werk der Maya; richte den Geist auf Brahman. Wenn die Vorstellung „Ich bin der Körper“ Leiden bringt, gründe dich in der Gewissheit „Ich bin Brahman“.
Wort-für-Wort-Übersetzung
māyākāryamidaṃ bhedamasti cedbrahmabhāvanam – Verschiedenheit ist ein Werk der Maya; richte den Geist auf Brahman. Wenn; deho’hamiti duḥkhaṃ cedbrahmāhamiti niścayaḥ – die Vorstellung „Ich bin der Körper“ Leiden bringt, gründe dich in der Gewissheit „Ich bin Brahman“.
6.101. Vers Tejobindu Upanishad
hṛdayagranthirastitve chidyate brahmacakrakam |
saṃśaye samanuprāpte brahmaniścayamāśrayet || 101 ||
Übersetzung
Das Rad der Brahman-Erkenntnis durchschneidet den Knoten des Herzens. Wenn Zweifel aufkommt, nimm Zuflucht zur Gewissheit, dass alles Brahman ist.
Wort-für-Wort-Übersetzung
hṛdayagranthirastitve chidyate brahmacakrakam – Das Rad der Brahman-Erkenntnis durchschneidet den Knoten des Herzens; saṃśaye samanuprāpte brahmaniścayamāśrayet – Wenn Zweifel aufkommt, nimm Zuflucht zur Gewissheit, dass alles Brahman ist.
6.102. Vers Tejobindu Upanishad
anātmarūpacoraścedātmaratnasya rakṣaṇam |
nityānandamayaṃ brahma kevalaṃ sarvadā svayam || 102 ||
Übersetzung
Und voll der ewigen Glückseligkeit des nichtdualen Brahmans zu sein, schützt an sich das Juwel des Selbst vor dem Dieb des Nichtselbst.
Wort-für-Wort-Übersetzung
anātmarūpacoraścedātmaratnasya rakṣaṇam – Und voll der ewigen Glückseligkeit des nichtdualen Brahmans zu sein, schützt an sich; nityānandamayaṃ brahma kevalaṃ sarvadā svayam – das Juwel des Selbst vor dem Dieb des Nichtselbst.
6.103. Vers Tejobindu Upanishad
evamādisudṛṣṭāntaiḥ sādhitaṃ brahmamātrakam |
brahmaiva sarvabhavanaṃ bhuvanaṃ nāma santyaja || 103 ||
Übersetzung
Brahman ist der Wohnsitz von allem und was die Welt genannt wird, ist ohne Anfang.
Wort-für-Wort-Übersetzung
evamādisudṛṣṭāntaiḥ sādhitaṃ brahmamātrakam – Brahman ist der Wohnsitz von allem und was; brahmaiva sarvabhavanaṃ bhuvanaṃ nāma santyaja – die Welt genannt wird, ist ohne Anfang.
6.104. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahmeti niścitya ahambhāvaṃ parityaja |
sarvameva layaṃ yāti suptahastasthapuṣpavat || 104 ||
Übersetzung
Nachdem du fest erkannt hast „Ich bin Brahman“, gib die Ich-Vorstellung auf. Dann geht alles zur Ruhe wie Blumen, die aus der Hand eines Schlafenden fallen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahmeti niścitya ahambhāvaṃ parityaja – Nachdem du fest erkannt hast „Ich bin Brahman“, gib die Ich-Vorstellung auf. Dann geht alles zur Ruhe wie Blumen; sarvameva layaṃ yāti suptahastasthapuṣpavat – die aus der Hand eines Schlafenden fallen.
6.105. Vers Tejobindu Upanishad
na deho na ca karmāṇi sarvaṃ brahmaiva kevalam |
na bhūtaṃ na ca kāryaṃ ca na cāvasthācatuṣṭayam || 105 ||
Übersetzung
Alles ist Brahman allein, es gibt keinen Körper oder Handlungen, es gibt keine Welt, keine Pflicht, keine vier Lebensphasen.
Wort-für-Wort-Übersetzung
na deho na ca karmāṇi sarvaṃ brahmaiva kevalam – Alles ist Brahman allein, es gibt keinen Körper; na bhūtaṃ na ca kāryaṃ ca na cāvasthācatuṣṭayam – oder Handlungen, es gibt keine Welt, keine Pflicht, keine vier Lebensphasen.
6.106. Vers Tejobindu Upanishad
lakṣaṇātrayavijñānaṃ sarvaṃ brahmaiva kevalam |
sarvavyāpāramutsṛjya hyahaṃ brahmeti bhāvaya || 106 ||
Übersetzung
Alles, was durch die drei Merkmale der unmittelbaren Erkenntnis erschlossen wird, ist allein Brahman. Gib alles selbstbezogene Tun auf und betrachte beständig: „Ich bin Brahman.“
Wort-für-Wort-Übersetzung
lakṣaṇātrayavijñānaṃ sarvaṃ brahmaiva kevalam – Alles, was durch die drei Merkmale der unmittelbaren Erkenntnis erschlossen wird, ist allein Brahman; sarvavyāpāramutsṛjya hyahaṃ brahmeti bhāvaya – Gib alles selbstbezogene Tun auf und betrachte beständig: „Ich bin Brahman.“.
6.107. Vers Tejobindu Upanishad
ahaṃ brahma na sandeho hyahaṃ brahma cidātmakam |
saccidānandamātro’hamiti niścitya tattyaja || 107 ||
Übersetzung
Ich bin Brahman – daran besteht kein Zweifel. Ich bin Brahman, dessen Wesen Bewusstsein ist; ich bin reines Sat Chit Ananda. Erkenne dies fest und lass das Übrige los.
Wort-für-Wort-Übersetzung
ahaṃ brahma na sandeho hyahaṃ brahma cidātmakam – Ich bin Brahman – daran besteht kein Zweifel. Ich bin Brahman, dessen Wesen Bewusstsein ist; ich bin reines Sat Chit Ananda; saccidānandamātro’hamiti niścitya tattyaja – Erkenne dies fest und lass das Übrige los.
6.108. Vers Tejobindu Upanishad
śāṅkarīyaṃ mahāśāstraṃ na deyaṃ yasya kasyacit |
nāstikāya kṛtaghnāya durvṛttāya durātmane || 108 ||
Übersetzung
Diese große Lehre Shivas soll nicht wahllos weitergegeben werden: nicht an Menschen ohne Vertrauen, an Undankbare, an solche mit schädlichem Verhalten oder böswilliger Gesinnung.
Wort-für-Wort-Übersetzung
śāṅkarīyaṃ mahāśāstraṃ na deyaṃ yasya kasyacit – Diese große Lehre Shivas soll nicht wahllos weitergegeben werden: nicht an Menschen; nāstikāya kṛtaghnāya durvṛttāya durātmane – ohne Vertrauen, an Undankbare, an solche mit schädlichem Verhalten oder böswilliger Gesinnung.
6.109. Vers Tejobindu Upanishad
gurubhaktiviśuddhāntaḥkaraṇāya mahātmane |
samyakparīkṣya dātavyaṃ māsaṃ ṣāṇmāsavatsaram || 109 ||
Übersetzung
Sie soll einem sorgfältig geprüften, großherzigen Menschen gegeben werden, der dem Guru hingegeben ist und dessen inneres Werkzeug gereinigt wurde – nach einer angemessenen Zeit der Vorbereitung.
Wort-für-Wort-Übersetzung
gurubhaktiviśuddhāntaḥkaraṇāya mahātmane – Sie soll einem sorgfältig geprüften, großherzigen Menschen gegeben werden, der dem Guru hingegeben ist; samyakparīkṣya dātavyaṃ māsaṃ ṣāṇmāsavatsaram – und dessen inneres Werkzeug gereinigt wurde – nach einer angemessenen Zeit der Vorbereitung.
6.110. Vers Tejobindu Upanishad
sarvopaniṣadabhyāsaṃ dūratastyajya sādaram |
tejobindūpaniṣadamabhyasetsarvadā mudā || 110 ||
Übersetzung
Nachdem andere Studien mit Respekt beiseitegelegt wurden, soll man die Tejobindu Upanishad stets freudig üben.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sarvopaniṣadabhyāsaṃ dūratastyajya sādaram – Nachdem andere Studien mit Respekt beiseitegelegt wurden, soll man; tejobindūpaniṣadamabhyasetsarvadā mudā – die Tejobindu Upanishad stets freudig üben.
6.111. Vers Tejobindu Upanishad – in der Sanskritquelle unnummerierter Schlussvers
sakṛdabhyāsamātreṇa brahmaiva bhavati svayam |
brahmaiva bhavati svayamityupaniṣat ||
Übersetzung
Schon durch aufrichtige Übung wird man selbst zu Brahman – man wird wahrlich selbst zu Brahman. So lautet die Upanishad.
Wort-für-Wort-Übersetzung
sakṛdabhyāsamātreṇa brahmaiva bhavati svayam – Schon durch aufrichtige Übung wird man selbst zu Brahman – man wird wahrlich selbst zu Brahman. So lautet; brahmaiva bhavati svayamityupaniṣat – die Upanishad.
Shanti Mantra
oṃ saha nāvavatu || saha nau bhunaktu || saha vīryaṃ karavāvahai ||
tejasvināvadhītamastu mā vidviṣāvahai ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Übersetzung
Om. Möge er uns beide beschützen. Möge er uns beide nähren. Mögen wir gemeinsam große Kraft entfalten. Möge unser Studium lichtvoll sein. Mögen wir einander nicht hassen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort-für-Wort-Übersetzung
oṃ – Om; saha nau avatu – möge er uns beide beschützen; saha nau bhunaktu – möge er uns beide nähren; saha vīryaṃ karavāvahai – mögen wir gemeinsam große Kraft entfalten; tejasvinau adhītam astu – möge das von uns Studierte lichtvoll sein; mā vidviṣāvahai – mögen wir einander nicht hassen; śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ – Frieden, Frieden, Frieden.
|| iti tejobindūpaniṣatsamāptā ||
Übersetzung des Kolophons
Hier endet die Tejobindu Upanishad.
Tejobindu Upanishad mit Erläuterungen nach Paul Deussen
Artikel aus „Upanishaden. Die Geheimlehre des Veda“ in der Übersetzung von Paul Deussen, herausgegeben von Peter Michel, Marix Verlag, 2. Auflage, 2007, Wiesbaden, S. 802 - 805.
Einleitung
Den Namen Tejobindu "der Punkt (des Anusvara in Om), welcher die Kraft (Brahman) bedeutet", führt diese Upanishad wohl nur nach dem Anfangsworte (ähnlich wie Kena und Isa), da im übrigen in den vierzehn Versen, aus welchen allein unsere Rezension besteht, weder von Om noch von dessen Moren u. dgl. weiter die Rede ist.
Vielmehr behandeln dieselben in klar geordneter Weise die wichtigsten Hauptstücke der Vedantalehre nacheinander:
- Vers 1-2. Schwierigkeit der Meditation (Dhyanam).
- Vers 3-4. Anforderungen an den zu ihr Berufenen.
- Vers 5-8. Die Brahmanstätte als Gegenstand derselben.
- Vers 9-11. Die rätselhafte Natur des Brahman.
- Vers 12-14. Schilderung des bei Lebzeiten Erlösten.
So klar hiernach der Gedankengang im ganzen ist, so schwierig sind oft die Sätze im einzelnen und nötigen schon den indischen Kommentator zu den halsbrechendsten Exegetenkunststücken. Aber wenn er z. B. v. 9 Brahmanam statt des erforderlichen Brahma mit der Bemerkung hinnimmt, es liege hier nur eine Verwechslung des Genus und eine ebensolche des Kasus (Linga Vibhakti Vyatyayah) vor, - oder wenn er v. 12f. die völlig in der Luft hängenden Akkusative Lobham usw. dadurch verständlich macht, daß er zu ihnen Srita Na Vidur (Subjekt, Kopula, Negation und Prädikat) ergänzt, - so werden wir ihm hier wie in so vielem anderen nicht folgen, sondern uns nur vor die Alternative gestellt sehen, ob schon in dem ursprünglichen Autor dieser Verse das Sprachgefühl so völlig abgestumpft war[1], oder ob wir es mit einer heillos korrupten Überlieferung zu tun haben. Für letzteres sprächen die zahlreichen, aber nicht besseren Varianten des Telugu-Drucks, bei dem diese 14 Verse nur den Eingang der Tejobindu Upanishad bilden, worauf dann Erörterungen in Versen und Prosa folgen, welche den Umfang unserer Rezension mehr als dreißigmal übertreffen.
Die Tejobindu Upanishad
Vers 1-2. Die Meditation (Dhyanam).

1. Dem Kraftpunkt gilt höchstes Sinnen,
- Das erhaben im Herzen thront,
- Subtil, beseligend, kraftvoll,
- Erst grob, dann fein, dann überfein,
2. Schwervollbringbar, schwererreichbar,
- Schwer zu schauen, zu gründen schwer,
- Schwer ausführbar ist dies Sinnen
- Selbst für Weise und Einsame.
Vers 3-4. Wer zur Meditation berufen ist.
3. Wer Gier und Zorn überwindet,
- Weltlichen Hang und Sinneslust,
- Wer Zweiheit, Ichgefühl abtut.
- Frei von Hoffnung, von Weib und Kind,
4. Das Unwegsame macht wegsam,
- Nur Lehrers Ehr' und Nutz erstrebt,
- Der, durchschreitend die drei Pforten[2],
- Zum dreiwelthaften Hamsa wird.
Vers 5-8. Die Stätte des Brahman.
5. Geheimnisvoll ist die Stätte,
6. Drei Augen hat sie[3], drei Gunas[4],
- Umspannt drei Welten unsichtbar,
- Unbeweglich, unwandelbar,
- Ohne Träger und ohne Grund,
7. Frei von allen Bestimmungen,
- Unerreichbar für Wort und Sinn,
- Durch Selbstvertiefung nur faßbar;
- Kein Wort nennt sie, kein Wortgeflecht.
8. Wonne zwar, doch der Lust jenseits,
- Schwer sichtbar, endlos, anfanglos,
- Frei von des Denkorgans Schalten,
- Ewig, fest, unerschütterlich.
Vers 9-11. Die rätselhafte und widerspruchsvolle Natur Brahmans.
9. Dies Brahman, das im Selbst weilet,
10. Nicht leer ist es und scheint leer doch,
- Über Leerheit erhaben steht's,
- Nicht gedacht ist es, nicht denkend,
- Undenkbar und doch denkbar wohl.
11. Das All und doch das Nichts ist es,
- Kein anderes ist, das höher sei,
- Undenkbar, unerweckt ist es,
- Ist nicht real und nicht erkannt.
Vers 12-14. Schilderung des Lebend-Erlösten.
12. Wesensvereint dem Einsamen, -
- Wer Gott ist, weiß das Höchste ja, -
- Der Gier, Verblendung, Furcht, Hochmut,
- Zorn, Liebe, Sünde abgetan,
13. Nebst Kälte, Wärme, Durst, Hunger,
- Und Vorsätzen, die wandelbar,
- Nicht stolz auf Brahman-Abstammung,
- Nicht auf Erlösungsschriftenwust,
14. Nicht Furcht, nicht Lust noch Schmerz kennend,
- Nicht Ehre noch Unehre mehr, -
- Denn von dem allen ist ledig
- Brahman, des Strebens höchstes Ziel,
- - Brahman, des Strebens höchstes Ziel.
Fußnoten
Siehe auch
- Tejas
- Bindu
- Sadhana
- Yoga Upanishaden
- Upanishad
- Veden
- Mahavakya
- Hinduismus
- Yoga
- Vedanta
- Vedanta Schulen
- Erkenntnis
- Meditation
Literatur
- Kostenloses Online-Buch Upanishaden von Swami Krishananda
- Klassische Upanishaden - Die Weisheit des Yoga von Paul Deussen, 1980
- Das Kronjuwel der Unterscheidung von Shri Shankaracharya, Kommentar von Emanuel Meyer, 2002
- Swami Vivekananda, Vedanta - Der Ozean der Weisheit
- Wilfried Huchzermeyer: Die heiligen Schriften Indiens - Geschichte der Sanskrit-Literatur. (edition-sawitri.de) ISBN 3-931172-22-8
- Vedanta für Anfänger von Swami Sivananda
- Heinrich Zimmer: Philosophie und Religion Indiens, Suhrkamp, 2001
Weblinks
- Veden aus „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda
- Upanishaden, Artikel aus "Göttliche Erkenntnis" von Swami Sivananda
- Buch: Klassische Upanishaden - die 11 wichtigsten Upanishaden in der Übersetzung von Paul Deussen
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