Temperamentlosigkeit

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Temperamentlosigkeit - woher kommt das? Wie kann man das überwinden? Temperamentlosigkeit ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Trägheit, Ruhe, mangelndes inneres Feuer. Ein temperamentvoller Mensch strahlt Lebensfreude, Enthusiasmus aus, ist aber auch leicht im Ärger entflammt, kann sich über vieles aufregen.

Sehnsucht steckt manchmal hinter Temperamentlosigkeit

Temperamentlosigkeit ist aber eigentlich ein Widerspruch in sich: Denn natürlich hat jeder Mensch ein Temperament. Man kann eben auch ein ruhiges Temperament haben. In der Humores-Lehre der Antike wurde ja auch von den Temperamenten des Melancholikers und des Sanguinikers gesprochen, beides eher ruhige Temperamente. In der Drei-Dosha-Lehre des Ayurveda gibt es das Temperament des Kapha-Typen, der auch eher ruhig und gemütlich ist.

Das Wort Temperament bedeutet individuelle Veranlagung des Menschen, die sich in der Art seines Verhaltens, seines Reagierens auf Reize äußert, auch Gemütsart. In einem engeren Sinn ist Temperament Lebhaftigkeit, Schwung. Das Wort Temperament kommt eigentlich vom lateinischen Wort temperāmentum: das richtige Verhältnis gemischter Dinge, die gehörige Mischung, das rechte Maß, Mäßigung. Temperament wurde später die Bezeichnung für Heilmittel, dann auch für Mischungsverhältnis der menschlichen Körpersäfte. Daraus ist der Gebrauch von Temperament als Bezeichnung für Wesensart entstanden.

Umgang mit Temperamentlosigkeit anderer

Vielleicht bist du mit Menschen zusammen wo du sagst, die sind Temperamentlos. Natürlich ist es Unsinn, es gibt keinen Menschen der Temperamentlos ist den der Temperamentlose hat auch ein Temperament, nämlich eine gewisse Ruhe. Es gibt nämlich unterschiedliche Temperamente. Es gibt den Kapha Typ, den Vata Typ und den Pitta Typ das wäre die Einteilung der Temperamente vom Ayurveda her.

Der Pita Typ, der würde man vielleicht sagen, ist besonders Temperamentvoll er ist voller Energie und er kann sich auch leicht ärgern über etwas, er kann wutentbrannt sein, er kann Feuer und Flamme für etwas sein. Dann gibt’s den Vata der hat vielleicht noch ein heftiges Temperament, der begeistert sich für dieses und jenes und dann wieder für was anderes, ist heute Himmelhochjauchzend und morgen zu Tode betrübt, geht auf alle Menschen zu und sagt: „Weißt du was ich schon erlebt hab und weißt du wie unmöglich das ganze ist?“, also, er hat ein großes Temperament. Dagegen jetzt die Kapha Typen, die sind eher ruhig und bedächtig, sie sind nicht Temperamentlos, sie haben ein ruhiges und bedächtiges Temperament.

Lerne es Menschen für ihr Temperament wertzuschätzen, lerne sie zu akzeptieren wie sie in ihrem Temperament sind und wirff anderen keine Temperamentlosigkeit vor, denn Temperamentlosigkeit bei einem lebendigen Menschen gibt es nicht.

Temperamentlosigkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Temperamentlosigkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Temperamentlosigkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Temperamentlosigkeit sind zum Beispiel Schwunglosigkeit, Stumpfsinn, Langeweile, Lustlosigkeit, Passivität, Reizlosigkeit, Spannungslosigkeit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Temperamentlosigkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Temperamentlosigkeit sind zum Beispiel Schwung, Interesse, Aktivität, Energie, Enthusiasmus, Temperament, Willensstärke, Spannung, Leidenschaft, Rausch, Ekstase . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Temperamentlosigkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Temperamentlosigkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Temperamentlosigkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Temperamentlosigkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Temperamentlosigkeit sind zum Beispiel das Adjektiv temperamentlos , sowie das Substantiv temperamentloser.

Wer Temperamentlosigkeit hat, der ist temperamentlos beziehungsweise ein temperamentloser.

Siehe auch

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