Markandeya

Aus Yogawiki

Markandeya: (Sanskrit: मार्कण्‍डेय Mārkaṇḍeya m.) indischer Heiliger und Rishi, der aus der Familie der Bhrigu Rishis stammt. Markandeya war ein großer Anhänger Lord Shivas und Vishnus. Er wird oftmals in den Puranas erwähnt, insbesondere im Markandeya Purana, als dessen Verfasser er gilt. Dort finden sich Dialoge zwischen Markandeya und dem Weisen Jaimini. Zahlreiche Kapitel im Bhagavata Purana sind seinen Gesprächen und Gebeten gewidmet. Im Mahabharata wird er ebenfalls genannt. Markandeya wird in allen Hauptrichtungen des Hinduismus verehrt.

Markandeya betet zu Vishnu.

Markandeya war ein großer Anhänger Lord Shivas. Sein Vater Mrikandu nahm rigorose Entbehrungen auf sich, um einen Sohn zu bekommen. Lord Shiva erschien ihm und sagte: “O Rishi! Möchtest du einen guten Sohn, der in seinem sechzehnten Jahr sterben wird, oder einen schlechten und törichten Sohn, der lange leben wird?” Mrikandu antwortet, “O mein ehrwürdiger Herr! Lass mich einen guten Sohn haben.”

Markandeya erfuhr von seinem Schicksal und begann Lord Shiva aus vollem Herzen mit intensivem Vertrauen und Hingabe zu huldigen. Er kam an dem Tag in tiefe Meditation und Samadhi, der zum Tag seines Todes erklärt worden war. Sonach kam Yama persönlich, um Markandeyas Leben zu nehmen. Der Junge betete zu Shiva für Schutz und umarmte den Lingam. Dann warf Yama seine Schlinge um die Linga und den Jungen. Lord Shiva kam sofort aus der Linga und tötete Yama, um den Jungen zu schützen. Lord Shiva wurde von dem Tag an Mrityunjaya und Kalakala genannt.

Dann kamen die Devas auf Lord Shiva zu und sagten: “O anbetungswürdiger Herr! Gegrüßt seist Du. Verzeihe Yama seinen Fehler, oh Ozean der Gnade, bring ihn zurück ins Leben.” Also erweckte Lord Shiva auf Bitten der Götter Yama wieder zum Leben. Er gewährte außerdem dem Jungen Markandeya den Segen, dass er für immer als Junge von sechzehn Jahren leben sollte. Er wurde zum Chiranjivi. Noch heute segnen in Südindien Männer und Frauen Jungen, die sich vor ihnen niederwerfen, mit: “Lebe als Chiranjivi Markandeya.” Durch Tapas und Meditation kannst du den Tod bezwingen, du kannst in den drei Welten alles erreichen.

Sukadev über Markandeya

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Markandeya

Markandeya ist auch derjenige, der die Markandeya Purana erzählt hat. Die "Devi Mahatmyam" z.B., ist Teil der Markandeya Upanishad. Devi Mahatmyam – der Lobpreis der göttlichen Mutter. Es gibt ein neuntägiges Fest im Herbst, meistens September oder Oktober, in dem die göttliche Mutter gepriesen wird, und man einen Text aus der Markandeya Purana rezitiert, nämlich die Devi Mahatmyam. Markandeya war sowohl ein Verehrer Vishnus als auch ein Verehrer Durgas, der göttlichen Mutter.

Es gibt eine interessante Geschichte um Markandeya. Markandeya war ein spätes Kind von einem Elternpaar, das sehr fromm und sehr spirituell war. Und als die beiden intensiv darum beteten, ein Kind haben zu können, wurde ihnen schließlich bedeutet, sie könnten ein Kind haben, es würde aber nie älter werden als sechzehn Jahre. Die Eltern waren besorgt, aber sie dachten: „Gut, immerhin werden wir jetzt ein Kind haben.“ Als Markandeya fast sechzehn war, sah er, dass seine Eltern traurig wurden. Und so fragte er sie: „Was ist los?“ Nach langem Zögern erzählten die Eltern ihm, was gewesen war und was vorhergesagt wurde.

Markandeya dachte: „Ok, wenn ich nicht älter als sechzehn werden soll, dann gehe ich jetzt in den Wald und mache Tapas, intensive spirituelle Praktik.“ Denn, es gibt zwei Möglichkeiten: Durch spirituelle Praxis sammelst du Prana, Lebensenergie, an und die kannst du dann entweder nutzen, um doch dein Schicksal zu ändern, dein Karma zu ändern, oder du kannst wenigstens das Leben beenden mit einer hohen Meditation und vielleicht die Selbstverwirklichung erreichen.

Markandeya praktizierte also intensiv, er praktizierte Asanas, Pranayama und Meditation. Es heißt, er praktizierte intensiv Tapas. Wann immer du in den Puranas und Ithihasas, den Veden hörst über intensives Tapas, dann gehe einfach davon aus, das heißt Asanas, Pranayama, Meditation und dabei sehr einfaches, asketisches Leben. Er praktizierte das, und dann bekam er eine Vision von Brahma. Und Brahma fragte ihn: „Oh Markandeya, was willst du?“ Und Markandeya sagte: „Es heißt, mein Karma sagt, ich werde nicht älter als sechzehn. Kannst du es bitte so einrichten, dass ich immer sechzehn Jahre bleibe?“ Brahma lächelte und sagte: „Es sei dir gewährt.“ So wurde Markandeya zum so genannten Chiranjeevi, immer jung. "Jiva" ist also leben, "Chiran" – jung. Chiranjeevi – einer, der auf ewig jung bleibt. Und wie hat er das eben erreicht? Durch intensive spirituelle Praktiken. Und es heißt, Markandeya existiert auch heute noch in einer subtilen Form. Wenn Aspiranten intensiv praktizieren, dabei Gott hingegeben sind und das Höchste verwirklichen wollen, dann wird auch Markandeya bereit sein, zu helfen. Also, Markandeya – ein großer Meister, eine große spirituelle Kraft, die bis heute wirksam war ist.

Leben von Markandeya

Heute liegt Markandeya Tirtha, wo der weise Markandeya die Markandeya Purana schrieb, auf dem Wanderweg zum Yamunotri Schrein im Uttarkashi Distrikt, Uttarakhand.

Sein Vater Mrikandu nahm rigorose Entbehrungen auf sich, um einen Sohn zu bekommen. Lord Shiva erschien ihm und sagte: “O Rishi! Möchtest du einen guten Sohn, der in seinem sechzehnten Jahr sterben wird, oder einen schlechten und törichten Sohn, der lange leben wird?” Mrikandu antwortet, “O mein ehrwürdiger Herr! Lass mich einen guten Sohn haben.”

Der Junge erfuhr von seinem Schicksal und begann Lord Shiva aus vollem Herzen mit intensivem Vertrauen und Hingabe zu huldigen. Er kam an dem Tag in tiefe Meditation und Samadhi, der zum Tag seines Todes erklärt worden war. Sonach kam Yama persönlich, um ihm sein Leben zu nehmen. Der Junge betete zu Lord Shiva für Schutz und umarmte den Lingam. Dann warf Yama seine Schlinge um den Lingam und den Jungen. Lord Shiva kam sofort aus dem Lingam und tötete Yama, um den Jungen zu schützen. Lord Shiva wurde von dem Tag an Mrityunjaya und Kalakala genannt.

Dann kamen die Devas auf Lord Shiva zu und sagten: “O anbetungswürdiger Herr! Gegrüßt seist Du. Verzeihe Yama seinen Fehler, o Ozean der Gnade, bring ihn zurück ins Leben.” Also erweckte Lord Shiva auf Bitten der Götter Yama wieder zum Leben. Er gewährte außerdem dem Jungen Markandeya den Segen, dass er für immer als Junge von sechzehn Jahren leben sollte. Er wurde zum Chiranjivi. Noch heute segnen in Südindien Männer und Frauen Jungen, die sich vor ihnen niederwerfen, mit: “Lebe als Chiranjivi Markandeya.”

Durch Tapas und Meditation kannst du den Tod bezwingen, du kannst in den drei Welten alles erreichen.

Shiva und Markandeya

Der Heilige Mrikandu übte strenge Askese, um Shiva günstig zu stimmen. Als Shiva vor ihm erschien, bat er ihn um einen Sohn. Shiva fragte ihn, ob er einen Sohn haben möchte, der lange leben würde, aber nicht gerade besonders klug sein werde. Oder aber, wolle er einen Sohn haben, der besonders klug sein würde, aber nur für 16 Jahre leben würde. Mrikandu entschied sich für den klugen Sohn und Shiva erfüllte ihm seinen Wunsch.

Raja Ravi Varma: Shiva beschützt Markandeya vor Yama

So kam es, dass Marudvati, Mrikandus Frau einen Sohn gebar. Sie nannten ihren Sohn Markandeya. Noch nicht einmal 16 Jahre alt, hatte Markandeya schon alle Veden gemeistert. Seine Mutter wurde indes immer trauriger, wusste sie doch um das baldige Dahinscheiden ihres Sohnes.

Als er eines Abends nach Hause kam und seine Mutter weinend antraf, sprach er sie darauf an: „Mutter! Warum weinst du? Was kann ich machen um dich wieder lachen zu sehen? Warum sprichst du nicht zu mir? Denkst du ich kann mit dem, was du mir sagen könntest, nicht umgehen? Ich bin doch kein Kind mehr, ich werde morgen 16 Jahre alt.

Sein Vater sagte: „Sohn, das ist genau der Grund warum deine Mutter weint.“

Er erzählte seinem Sohn dann die ganze Geschichte, die zu seiner Geburt geführt hatten. „Weine nicht, Mutter. Ich werde nicht sterben,“ sagte er zu ihr: „ich werde die Unsterblichkeit suchen durch die Gnade Shivas, welcher der Bezwinger des Todes ist.“

Und so verließ Markandeya die Hütte seiner Eltern. Am nächsten Morgen erreichte er das Meer, wo er aus Sand einen Shivalinga baute, den er dann begann zu verehren. Er brachte Blumen dar und setzte sich zum Beten nieder. In der Nacht begann er zu singen und für Shiva zu tanzen.

Plötzlich stand Yama, der Totengott, vor ihm. Markandeya sagte: „Oh Herr des Todes, warte noch, ich habe meine Verehrung für Shiva noch nicht beendet.“ Yama sagte nur: „Du Narr! Weißt du denn nicht, dass der Tod wegen niemandem wartet?“ „Bitte behindere mich nicht in meiner Verehrung an Shiva!“ Aber Yama hatte keine Gnade: „Narr! Glaubst du tatsächlich mir zu entkommen, i dem du zu Shiva flüchtest? Der Griff des Todes ist unausweichlich, wie du jetzt erfahren wirst.“

Yama legte die Schlinge um Markandeyas Hals und schleifte ihn weg. In seiner Not rief Markandeya: „Gott, beschütze mich!“ und im nächsten Moment sprang Shiva vom Lingam herunter und warf Yama zu Boden. Er drückte ihm seinen Dreizack auf die Brust. Yama warf sich dann Shiva zu Füßen und bat ihn um Verzeihung. Als Yama weg war, bedankte sich Markandeya und Shiva sagte: „Markandeya, du wirst für immer vom Tod befreit sein. Du wirst unsterblich sein.“

Markandeya kehrte nach Hause zurück. Seine Mutter war überglücklich, als er erzählte, dass ihn Shiva gerettet hatte.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

Indische Schriften

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Seminare zu hinduistischen Ritualen

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