Zuckerersatzstoffe

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Zuckerersatzstoffe sind Stoffe, die man zu sich nehmen kann anstatt Zucker, die ebenfalls süß sind.

Zuckersorten: weißer, raffinierter Zucker, unraffinierter Zucker, brauner Zucker, Rohrohrzucker

Drei Arten von Zuckerersatzstoffen

Man kann drei Arten von Zuckerersatzstoffen unterscheiden.

Pseudo-Zucker

Zum einen die eigentlich unechten Zuckerersatzstoffe wie Fructose, Maissirup, Honig, Sirup, Ahornsirup, Agavendicksaft oder Dattelzucker. Diese enthalten nämlich letztlich auch Zucker und sind nicht wirklich besser als gewöhnlicher Haushaltszucker.

Natürliche Zuckeraustauschstoffe

Die zweite Kategorie von Zuckerersatzstoffen sind die Zuckeraustauschstoffe. Die Zuckeraustauschstoffe sind solche, die ursprünglich in der Natur vorkommen und die nur halb so viele Kalorien haben wie Zucker. Sie sind aber genau so süß wie Zucker, manchmal etwas weniger. Süß schmeckende Verbindungen, sie werden auch Polyole genannt, Zuckeraustauschstoffe im engeren Sinne sind also Zuckeralkohole, die es zum Beispiel gibt als Sorbit, Mannit, Isomalt, Maltit, Maltit-Sirup, Lactit, Xylit und Erythrit. Es gibt einige Zuckeraustauschstoffe, die nicht unbedingt gesünder sind als Zucker/ Saccharose wie zum Beispiel / Fructose und Maissirup.Dann gibt es auch noch Inulin, Isomaltose, Oligofructose und andere Zuckeraustauschstoffe.


Die Zuckerersatzstoffe kommen typischerweise auch in Pflanzen vor und werden aus Pflanzen gewonnen. Das ist zum Beispiel ein Grund, weshalb manche Früchte sehr süß schmecken, aber sehr viel weniger Zucker enthalten als zum Beispiel die gleiche Menge Limonade. Also Zuckerersatzstoffe können dort helfen, dass es etwas süßer ist. Diese zweite Kategorie der Zuckerersatzstoffe kann insbesondere auch hilfreich sein gegen Bakterien im Mund und gegen Karies. Sie sind oft nicht kariesfördernd und sind in ihrer Süßkraft ähnlich dem Haushaltszucker. Zuckerersatzstoffe können aber auch Probleme bereiten. Sie können die Verdauung beeinträchtigen, insbesondere wenn man sie in großen Mengen zu sich nimmt. Zuckerersatzstoffe können auch zu Vergärungen und Gasen führen.

Es gibt als echten, ursprünglich natürlichen, Zuckeraustauschstoff / Xylit. Dieser Stoff hat eine ähnliche Süßkraft wie Zucker und 40 Prozent weniger Kalorien. Xylit ist letztlich der Zuckeraustauschstoff Xylitol und wird auch Birkenzucker genannt. Ursprünglich wurde Xylit aus dem finnischen Birkenholz gewonnen und in der Naturkostszene kann man auch noch natürlichen Xylit aus Birkenholz bekommen. Heute ist aber Xylit, insbesondere in vielen Lebensmittelgeschäften, einfach ein künstliches Süßungsmittel, eben Xylose. Und diese kann auch aus verschiedenen Hölzern gewonnen werden. Xylit schützt vor Karies. Allerdings kann zu viel Xylit Durchfall erzeugen.

Süßstoffe

Die nächste Kategorie der Zuckerersatzstoffe sind die Süßstoffe. Süßstoffe, die oft sehr viel süßer wirken. Die intensivsten Süßmittel kommen aus dem Labor. Sie sind chemisch synthetisiert, typischerweise aus Erdöl. Zu den Süßstoffen gehören zum Beispiel Acesulfam, Cyclamat, Aspartam und andere.

Und es gibt auch einen natürlichen Süßstoff namens Stevia, der eigentlich kein Zuckeraustauschstoff, sondern ein natürlicher pflanzlicher Süßstoff ist. Er ist seit 2011 zugelassen. Ein pflanzlicher Süßstoff, der 300 Mal mehr Süßkraft als Zucker und Null Kalorien hat. Stevia hat praktisch keine Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und ist geeignet für Diabetiker. Ursprünglich hieß es mal, dass Stevia auch das Krebsrisiko erhöht, aber wenn man ein halbes Gramm Stevia pro Tag zu sich nimmt, dann wird man keine Probleme haben. Stevia gilt sogar als gesund.

Man sollte sich aber bewusst sein, dass man nicht zu viel Stevia zu sich nehmen sollte, da auch hier Überdosierungen möglich sind. Stevia hat einen kleinen Nachteil. Es schmeckt halt nicht ganz so wie Zucker.

Gesunde Ernährung statt Zucker

Letztlich sind aber alle Zuckerersatzstoffe irgendwo unsinnig. Denn eigentlich braucht der Mensch weder Zucker noch Zuckerersatzstoffe, keine Zuckeraustauschstoffe und auch keine Süßstoffe. In der Natur gibt es weder natürlichen Zucker noch Zuckerersatzstoffe, sondern es gibt ganze Pflanzen. Und so ist es am klügsten, sich gesund zu ernähren in einer vegetarisch oder veganen Vollwertkost. Dann hat man alles, was man braucht. Wenn man eine ganze Weile auf Zucker verzichtet hat, dann verschwindet auch die Gier danach.

Eine gesunde Ernährung besteht aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Salate, Gemüse, Obst, einer kleinen Menge von Nüssen und Saaten und kaltgepressten Ölen. Und dann hast Du, was Du brauchst, und hast auch kein Bedürfnis mehr nach Zuckerersatzstoffen. Wenn Du unbedingt Süßes brauchst, dann ist es vermutlich klüger, Du nimmst Zuckerersatzstoffe statt Zucker. Aber die Zuckerersatzstoffe sind auf Dauer auch nicht wirklich die Lösung.

Bekannt ist, dass Zucker sehr ungesund ist, Karies fördert und alle möglichen Probleme für Magen, Darm und Blutkreislauf verursacht. So liegt es nahe, auch an Zuckeraustauschstoffe zu denken. Am klügsten ist allerdings, wenn Du Dich vollwertig ernährst. Vollwertig würde heißen, dass Du auf zusätzliche künstliche Süßstoffe ganz verzichtest.

Zuckerersatzstoffe Video

Lass dich zum Nachdenken anregen in folgendem Referat rund um Zuckerersatzstoffe:

Dieses Referat mit dem Gegenstand Zuckerersatzstoffe kann dir vielleicht Kraft geben, so zu leben, dass Krankheit nicht so schnell kommt: Richtige Ernährung, Yoga Übungen, Tiefenentspannung, all das trägt zu guter Gesundheit bei.

Siehe auch

Themen im Sinnkontext von Zuckerersatzstoffe

Begriffe aus den Gebieten Naturheilkunde, Anatomie, Medizin und Psychologie, die im weitesten Sinn etwas zu tun haben mit Zuckerersatzstoffe, sind zum Beispiel

Zuckerersatzstoffe gehört zu Themen wie Krankheitsgründe, Krankheitsursachen, Krankheitsgründe, Krankheitsursachen.

Verwandte Begriffe und Stichwörter

Hier einige Begriffe aus verschiedenen Themengebieten, die mit Zuckerersatzstoffe in Verbindung stehen:

Hinweis Gesundheitsthemen

Dieser Artikel über Zuckerersatzstoffe enthält eventuell z.T. auch gesundheitsbezogene Themen. Die Infos hier sind nicht zur Selbstdiagnose oder Selbsttherapie, sondern als allgemeine Infos gedacht und können evtl. ein Gespräch mit Arzt oder Heilpraktiker bereichern. Bitte beachte auch den Gesundheitsthemen Hinweis.

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