Uma

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1. Uma (Sanskrit: उमा Umā f.) Glanz, Licht; Nacht; Ruhe; Ruhm; Flachs, Lein (Atasi); ein Beiname der Göttin Durga, der Gattin Shivas. Die früheste bekannte Erwähnung des Namens ist in der Kena Upanishad, wo sie als Mittlerin zwischen Brahma und den anderen Göttern auftaucht. Sie scheint mit Vach bezeichnet worden sein; Bezeichnung eines sechsjährigen Mädchens, das bei der Durga-Feier diese Göttin vertritt.

2. Uma, (Sanskrit ऊम ūma m. u. n.) guter Freund, Genosse, Mitglied einer Verbindung oder Verbrüderung; Stadt.

Uma mit kurzem "a" heißt Helfer, Freund, Gefährte. Uma mit langem "a" ist die Helferin, die Freundin, die Gefährtin. Uma ist ein anderer Name für Parvati, die Tochter von Himavan, Gemahlin von Shiva. Uma ist auch ein Name für Durga in ihrem freundlichen Aspekt.

3. Uma, (Sanskrit उमा umā f.) ist ein spiritueller Name und bedeutet Name von Shivas Ehefrau Parvati, Uma Haimavati (Tochter des Himalaya) taucht zuerst auf in Kena Upanishad 3.25-26, wo sie Agni, Vayu und Indra darüber aufklärt, dass sie sich eines Sieges über die Dämonen brüsten. Uma kann Aspirantinnen gegeben werden mit Shiva Mantra.

Sukadev über Uma

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Uma

Uma ist ein Name von Parvati. Parvati, die Frau von Shiva. Uma wird auch "Uma Haimavati" genannt, das heißt, die Tochter des Himavan, Tochter des Himalayas. Uma ist diejenige, die sich auf Bitten der Devas auf dieser Welt inkarniert hat. Uma ist eigentlich Shakti, die kosmische Energie, sie ist Durga.

Als Dämonen die Welt beherrscht haben, sind die Engelswesen, die Götter, die Devas zu Shakti gegangen und haben ihr gesagt: "Bitte inkarniere dich auf dieser Erde." Und so hat sich die Shakti als Tochter von Himavan, Tochter des Gottes des Himalayas inkarniert. Sie wurde Parvati und Uma genannt. Uma-Parvati entwickelte sich zu einer wunderbaren Frau und sie ging zu Shiva, der gerade wieder einmal meditierte. Durch Puja, Verehrung und Dienste an Shiva und durch ihr intensives Tapas, intensive spirituelle Praxis wurde Shiva auf Uma aufmerksam. So erkannte Shiva, dass Uma letztlich eine Manifestation von Shakti war. Die beiden heirateten und zeugten später einen Sohn, der die Dämonen überwinden konnte. Uma ist einer der freundlichen Aspekte von Durga, es ist der Beiname von Parvati und damit auch ein Name des weiblichen Aspektes von Shiva.

Mehr über Uma und auch insbesondere über Parvati findest du auf unseren Internetseiten. Gehe auf Yoga Vidya und gib dort "Parvati" ein, dann findest du auch viele Bilder von Parvati, viele Erläuterungen von Parvati und auch einige Anekdoten um Parvati.

Noch eine kleine Anmerkung zu Uma: Es gibt eine Upanishade, die Kena Upanishad, auch Kenopanishad genannt, und dort ist Uma eine Lehrerin, welche die Weisheit des Vedanta weitergibt. Uma ist eine Göttin, ein Aspekt der göttlichen Mutter, eine Manifestation von Durga, weiblicher Aspekt von Shiva, auch Parvati genannt.

Die Legende von Uma

Parvati und Shiva mit ihrem Sohn Ganesha

Die Legende von Uma erzählt die Geschichte der Wiedergeburt Satis in der Gestalt von Uma. Sati wurde unter dem Namen Uma als Tochter des großen Himalaya-Gebirges wiedergeboren. Zusätzlich zu ihrem Geburtsnamen Haimavati erhielt sie den Namen Parvati, Tochter der Berges. Ihre ältere Schwester ist der Fluss Ganges. Seit ihrer Kindheit war sie Anhängerin von Shiva und so geschah es, dass sie oft nachts hinausschlich, um Blumen und Obst zu spenden und Kerzen vor dem Lingam zu entzünden. Eines Tages sah ein anderer Gott voraus, dass sie die Frau des großen Gottes werden sollte. Dies erweckte den Stolz ihres Vaters, der sie daraufhin möglichst schnell verloben wollte. Allerdings war das nicht möglich, da Shiva in tiefer Kontemplation versunken war, in sich gekehrt und unbeirrt von allem, was um ihn herum geschah.

Uma wurde schließlich die Dienerin des Gottes Shiva und las ihm jeden Wunsch von den Augen ab, konnte ihn aber nicht von seiner spirituellen Praxis abhalten oder gar seine Liebe erwecken. Zu dieser Zeit bereitete ein Dämon namens Taraka den Göttern große Probleme auf Erden. Er brachte die Jahreszeiten durcheinander und zerstörte Opfergaben. Die Götter waren machtlos gegen ihn, weil er mit Hilfe seiner Entsagung diese Macht direkt vom Gott Brahma erlangt hatte. Also machten die Götter sich auf den Weg zu Brahma, um ihn um seine Hilfe zu bitten. Dieser erklärte jedoch, dass es nicht an ihm sei, sich gegen den Dämon zu wenden, da er ihm schließlich diese Macht verliehen hatte; jedoch versprach er, Shiva und Parvati einen Sohn zeugen zu lassen, der die Götter zum Sieg führen solle. Nachdem Indra, der oberste der Götter, erfahren hatte, wie der Rakshasa (Dämon) getötet werden sollte, ging er zu Manmatha (Kamadeva, Gott der (menschlichen) Liebe/Begierde) und bat ihn um Unterstützung. Der Gott der Begierde sicherte seine Unterstützung zu und zusammen mit seiner Frau, der Leidenschaft, und seinem Gefährten, dem Frühling, machte er sich auf den Weg zu den Bergen in denen Shiva weilte. Gerade zu der Zeit als die Bäume zu blühen anfingen, der Schnee geschmolzen war und die Vögel und andere Tiere sich zu paaren begannen; einzig Shiva verweilte unbewegt in seinem Traum.

Kamadeva wird vom Feuer Shivas verzehrt

Der Gott der Begierde, Kamadeva, zögerte zunächst, gewann jedoch neuen Mut, als er die Anmut von Uma erblickte. Er wartete einen Moment ab, in dem Shivas Konzentration ein wenig nachließ und Parvati sich ihm näherte, um ihm ihre Verehrung zu erweisen. Er spannte seinen Bogen und gerade als er schießen wollte, erblickte ihn der große Gott und ein Feuerstrahl, ausgehend von Shivas drittem Auge, verzehrte den Gott der Begierde. Shiva ging fort, während Kamadevas Frau, die Leidenschaft, bewusstlos dalag und Parvati von ihrem Vater fortgetragen wurde. Da Kamadeva jedoch nicht wirklich tot war, trägt er seit dieser Zeit den zusätzlichen Namen Ananga, "körperlos". Während "Leidenschaft" den Verlust ihres Herrn betrauerte, sprach eine Stimme zu ihr, und teilte ihr mit, dass dieser nicht für immer verloren sei und sobald Shiva Uma heiratete, dieser, als Hochzeitsgeschenk für die Braut, den Körper des Gottes der Liebe wieder dessen Seele zur Verfügung stellen würde.

Shiva nimmt die Liebe Parvatis an

Parvati verurteilte ihre nutzlose Schönheit, weil sie nicht ausreichte, um die Aufmerksamkeit ihres geliebten Gottes Shiva zu wecken. Sie wurde eine Sannyasini und Einsiedlerin, legte ihren Schmuck ab, und mit ungepflegtem Haar und der Kleidung eines Eremiten zog sie sich in die Einsamkeit der Berge zurück, wo sie ihr Leben der Meditation und Entsagung zu Ehren ihres Herren widmete. Eines Tages erhielt sie Besuch von einem jungen Brahmanen, der ihr zu ihrer unerschütterlichen Hingabe gratulieren wollte. Er fragte sie, warum sie ihr Leben in Selbstaufgabe verbringe, wo sie doch mit Schönheit, Jugend und allem, was das Herz begehrt, gesegnet sei. Parvati erzählte ihm ihre Geschichte und dass, seit der Gott der Begierde gestorben war, sie keinen anderen Weg sah, die Aufmerksamkeit Shivas zu gewinnen, als diese Hingabe. Der junge Mann versuchte, Parvati von dem Verlangen nach Shiva abzubringen, indem er ihr von den Gräueltaten Shivas erzählte. Er erzählte ihr, wie Shiva eine giftige Schlange und eine blutige Elefantenhaut trug, wie er auf Feldern zur Leichenverbrennung hauste, wie er auf einem Bullen geritten ist und von welch niederer und unbekannter Herkunft er ist. Dies machte Parvati zornig und sie verteidigte ihren Gott und verkündete, dass nichts etwas an ihrer Liebe zu ihm ändern könnte, gleichgültig welche richtigen oder falschen Dinge über ihn gesagt würden. Daraufhin legte der junge Brahmane seine Verkleidung ab und gab sich als niemand anderes als Shiva selbst zu erkennen, der ihr damit seine Liebe schenkte.

Parvati kehrte zu ihrem Vater zurück, um ihm von ihrem Glück zu erzählen, und es wurden standesgemäße Vorbereitungen für die Hochzeit getroffen. Schließlich kam der Tag an dem Shiva und seine Braut bereit waren. Und so zog Shiva, begleitet von den Göttern Brahman und Vishnu, in einer triumphalen Prozession, knöcheltief in einem Meer von Blüten, in die Stadt des Himalaya ein. Shiva brachte seine Braut zum Berg Kailash und stellte für seine einsame Frau den Körper des Gottes der Begierde wieder her.

Nachdem Shiva und Parvati viele Jahre des Glücks in ihrem Paradies im Himalaya verbracht hatten, ging der Gott des Feuers als Bote der Götter zu Shiva und warf ihm vor, dass er noch keinen Sohn gezeugt hat, der die Götter aus ihrer Notlage befreien soll. Shiva übergab den fruchtbaren Samen dem Gott des Feuers, der diesen dem Fluss Ganges überreichte. Dieser bewahrte ihn, bis die sechs Plejaden in der Morgendämmerung in ihm badeten. Diese legten den Samen in ein Nest aus Schilf, wo er zum Gotteskind Kumara wurde, dem zukünftigen Gott des Krieges. Dort fanden ihn Shiva und Parvati und sie brachten ihn zum Berg Kailash, wo er eine glückliche Kindheit verbrachte. Als er ein starker junger Mann geworden war, baten die Götter ihn um Hilfe, und Shiva entsandte ihn als ihr General, um eine Armee gegen Taraka zu führen. Er besiegte und tötete den Dämon und stellte den Frieden auf Erden und im Himmel wieder her. Ganesha war der zweite Sohn von Shiva und Parvati. Der Gott Ganesha ist der Gott der Weisheit und der Beseitiger der Hindernisse.

Der spirituelle Name Uma

Uma, mit einem kurzen U und einem langen a, ist ein Name für Parvati, Shivas Ehefrau. Uma heißt Licht, heißt Glanz. Uma heißt auch Licht in der Nacht. Uma kommt eventuell auch von Ma und Ma heißt Mutter. Uma könnte also die göttliche Mutter heißen. Uma ist eine der vielen Beinamen von Parvati.

Und es gibt auch eine Upanishad, die Kena Upanishad, wo die Uma auftaucht, und wo sie die Götter Indra, Agni und Vayu darüber aufklärt, dass letztlich sie selbst die Dämonen besiegt hat und nicht die Devas.

Uma steht also für Licht, für Glanz und Leuchten. Und wenn Du den Namen Uma bekommen hast, dann soll das heißen, leuchte und strahle. Strahle die Kraft Gottes aus. Strahle das Leuchten Gottes aus.

Verschiedene Schreibweisen für Uma ऊम ūma, guter Freund

Unteres gilt für ūma, guter Freund, nicht für Umā, die Göttin: Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann. Uma auf Devanagari wird geschrieben "ऊम", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen "ūma", in der Harvard-Kyoto Umschrift "Uma", in der Velthuis Transkription "uuma", in der modernen Internet Itrans Transkription "Uma".

Zusammenfassung Deutsch Sanskrit - Sanskrit Deutsch

Deutsch guter Freund, Genosse. Sanskrit Uma
Sanskrit Uma. Deutsch guter Freund, Genosse.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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