Reinigungsübung

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Reinigungsübung‏‎ ist eine Übung, eine Praxis um sich zu reinigen. Gerade im Yoga spielen Reinigungsübungen eine große Rolle. Reinigungsübungen im Yoga sind insbesondere Übungen, welche helfen den Körper und die Psyche zu reinigen. Sauchha gilt als sehr wichtig im Yoga. Und es gibt viele Reinigungsübung, die als Kriyas oder Karmas bezeichnet werden.

Reinigungsübung‏‎ ist ein Substantiv im Kontext von Heilkunde, Physiologie und Psychologie Yoga, Naturheilkunde

Reinigungsübung

Die wichtigsten Reinigungsübungen im Hatha Yoga sind die Shat Kriyas. Wenn du mehr wissen willst über die Yoga Reinigungsübung dann gehe auf wiki.yoga-vidya.de/kriyas und dort findest du einige Informationen über die Yoga Reinigungsübungen mit den Links zu den einzelnen Reinigungsübungen wie Kapalabhati, Tratak, Neti, Dhauti, Nauli und Bhasti und weitere Vor- und Zwischenübungen.

Video über Reinigungsübung‏‎

Lass dich zum Nachdenken anregen in folgendem Vortragsvideo über Reinigungsübung‏‎:

Reinigungsübung‏‎ - was kann das heißen? Verstehe etwas mehr über das Thema Reinigungsübung‏‎ in diesem kurzen Improvisations-Vortrag. Der Yogalehrer und spirituelle Lehrer Sukadev Bretz behandelt hier das Wort, den Ausdruck, Reinigungsübung‏‎ vom spirituellen Gesichtspunkt her.

Lebe ein reines Leben und übe reinigende Praktiken

Nauli - eine von den Shat Kriyas - reinigende Übungen

- Abschnitt aus "Die Kundalini Energie erwecken" von Sukadev Bretz -

- Ratschlag fünf bei echter Kundalini Erweckung -

Wenn die Kundalini aktiv ist, willst du den Prozess harmonisieren, beruhigen und nicht weiter anfachen. Eine Ausnahme kann sein, wenn du in einer geschützten Umgebung in Begleitung eines kompetenten Lehrers bist, der dich unterstützt und berät, so dass du dich bei dem ganzen Prozess sehr behütet fühlst. Dann kannst du eventuell auch bei aktiver Kundalini weitere erweckende Praktiken üben. Das ist aber die Ausnahme.

Den Prozess harmonisch gestalten

An dieser Stelle möchte ich eher auf den Normalfall eingehen: Die Kundalini ist aktiv, und du möchtest wissen, was du machen kannst, um den Prozess besonders harmonisch zu gestalten.

Da wären zunächst reinigende Praktiken zu nennen: Im Körper gibt es Unreinheiten in Gestalt von Verspannungen und Ablagerungen. Es gibt energetische Unreinheiten in Gestalt von Blockaden in den Nadis und Chakras sowie emotionale Unreinheiten in Gestalt von unverarbeiteten Traumata, Gier, Hass, Angst. Ferner gibt es geistige Unreinheiten wie innere Verwirrung und so weiter. Letztlich beeinflusst die Unreinheit einer Ebene die Unreinheiten auf den anderen. Je mehr man sich um Reinigung bemüht, umso harmonischer verläuft der Kundalini-Prozess. Dazu gehört auch ein sattwiger Lebensstil.

Sattwa, Rajas und Tamas

Im Yoga unterscheidet man, wie wir schon gesehen haben, Sattwa (Reinheit), Rajas (Unruhe) und Tamas (Trägheit). Ein sattwiger Gemütszustand ist geprägt von Freude, Energie, Liebe, Klarheit des Geistes und Intuition. Ein rajassiger Gemütszustand zeichnet sich durch Unruhe, Gier, Wunschdenken und Tatendrang aus. Ein tamassiger Gemütszustand ist geprägt von Trägheit, Niedergeschlagenheit, mangelndem Selbstvertrauen und Täuschungen.

Was zu vermeiden ist

Substanzen, die wir uns von außen zuführen, haben einen Einfluss auf den Gemütszustand. Tamassige Substanzen bringen zusätzliche Unreinheiten und Blockaden ins Energiesystem. Zu den tamassigen Substanzen gehören alkoholische Getränke, Drogen, Tabak, Fleisch und Fisch. Bei erweckter Kundalini solltest du unbedingt alkoholische Getränke, Drogen, Fleisch und Fisch meiden. Bei einer Kundalini Erweckung noch Drogen oder alkoholische Getränke zu konsumieren, kann zu einer Phase geistiger Verwirrung und großer Unruhe führen. Fleisch, Fisch und Tabak bringen neue Unreinheiten ins System. Dadurch wird die Phase heftiger Bewegungen und Hitze unnötig verlängert. Vermeide auch die nur mäßig tamassigen Substanzen wie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch und Lauch während der aktiven Kundalini-Phase, ebenso rajassige Substanzen wie Eier, scharfe Gewürze, Kaffee und Schwarztee.

Halte die Sprache rein, verzichte also auf Schimpfwörter, Flüche und Fäkalienausdrücke. Übe, soweit es dir möglich ist, liebevoll und harmonisch zu sprechen, zu denken und zu fühlen. Gehe aber nicht so weit, dass du dabei deine Schattenseiten zu unterdrücken suchst. Wenn die Kundalini dir deine Schattenseiten intensiv vor Augen führt, habe keine Schuldgefühle, sondern sei froh, dass du sie bewusst anschauen und dadurch vielleicht lösen kannst.

Yoga Praktiken wirken reinigend

Die meisten Yoga-Praktiken wirken reinigend und ermöglichen so eine harmonische Kundalini-Erweckung. Deshalb ist die Erfahrung bei fast allen Übenden, die nach dem Yoga-Vidya-System ihre Kundalini erweckt haben, sehr harmonisch. Sie haben schon vor der Erweckung ihr System gereinigt. So hat die Kundalini weniger „Arbeit“ auf diesem Gebiet.

Japa (Wiederholung des Mantras), Kirtan (Mantrasingen), Asanas (Yoga-Stellungen), Meditation, sanftes Pranayama sind Praktiken, die bei der Reinigung helfen. Wichtig ist, sanft zu üben, dass sie harmonisieren und nicht weiter energetisieren.

Von besonderer Bedeutung ist die Wechselatmung, Anuloma Viloma. Aus gutem Grund wird sie auch als Nadi Shodhana, Reinigungsübung für die Nadis, bezeichnet. Übe ein oder zwei Mal am Tag zehn bis dreißig Runden. Verzichte eventuell auf langes Atemanhalten sowie auf Mula- und Jalandhara-Bandha, um einen Aktivierungseffekt zu vermeiden. Übe die Wechselatmung vielmehr in einem sehr sanften Rhythmus. Du wirst dich schon bald viel ruhiger fühlen. Die Schnellatmung, Kapalabhati, kann ungünstig sein, weil sie oft aktivierend wirkt. Eventuell ist aber sanftes Kapalabhati möglich.

Bei starken physischen Manifestationen können die Reinigungs-Kriyas wie Magenspülung, Darmspülung, Shank Prakshalana (Magen-Darmspülung), die beiden Netis (Nasenreinigung) und Hrid Dhauti (Magenreinigung) besonders hilfreich sein. Sie reinigen zunächst den Körper und erden das Bewusstsein.

Siehe auch

Weitere Stichwörter im Sinnkontext von Reinigungsübung‏‎

Begriffe aus den Gebieten Naturheilkunde, Anatomie, Medizin und Psychologie, die im weitesten Sinn etwas zu tun haben mit Reinigungsübung‏‎, sind zum Beispiel

Literatur

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Zusammenfassung

Reinigungsübung‏‎ kann man sehen im Kontext von Yoga, Naturheilkunde.