Ruhelos

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Ruhelos Bedeutung, ähnliche Begriffe, Gegenteile. Ruhelos bedeutet, keine Ruhe zu finden, nervös zu sein oder nach etwas zu suchen. Es gibt auch die innere Unruhe und die unbestimmte Unruhe, die viele Menschen betreffen.

Einen Baum sich vorzustellen, kann eine Hilfe sein beim Umgang mit jemandem, der ruhelos ist oder so erscheint.

Ruhelos

Ruhelos bedeutet, rastlos zu sein. Wer ruhelos ist, findet keine Ruhe. Er bewegt sich von einer Stelle zur anderen, ist mal hier mal dort, versucht, sich abzulenken und kann schlecht schlafen. Ruhelose Menschen flüchten auch gerne von Orten, an denen es ruhig ist. Sie können keine innere Einkehr halten. Ruhelos bedeutet aber auch ununterbrochen, unermüdlich. So spricht man vom ruhelosen Arbeiter, vom ruhelosen Künstler, vom ruhelosen Geist. Menschen, die auf diese Weise tätig sind, können Inspirationsquelle für andere sein oder diese mitreißen.

Ruhe finden durch Yoga

Du kannst mithilfe von Yoga Ruhe finden. Andererseits kannst du die Ruhelosigkeit auch als eine Möglichkeit sehen, den spirituellen Weg konsequent zu gehen. Gewinne deine Ruhe wieder, indem du deine Yogapraxis systematisch übst. Wenn du öfters ruhelos bist, keine Ruhe finden kannst, vielleicht nicht schlafen kannst, deine Hände vielleicht nicht ruhig halten kannst, dich nicht ruhig auf etwas konzentrieren kannst, dann ist Yoga für dich ganz besonders wichtig.

  • Du kannst zunächst durch Asanas (die Yogastellungen) deinen Körper dehnen und die Spannungen auflösen.
  • Durch Pranayama (die Atemübungen) kannst du daraufhin deine Lebensenergie (Prana) konzentrieren.
  • Du kannst dann in der Tiefenentspannung zur Ruhe finden. Wenn du dann aus der Tiefenentspannung herauskommst, bist du nicht mehr ruhelos.

Es gibt keinen Menschen, der eine Yogastunde ruhelos verlässt. Wenn du unruhig und ruhelos bist, gehe in ein Yogacenter oder eine Yogaschule und übe Yoga. Du wirst feststellen, du hast Energie, Freude und innere Ruhe. Natürlich ist es am besten, ein richtiges Yogacenter aufzusuchen. Es gibt auf den Yoga Vidya Internetseiten aber auch viele Yoga-Videos, mit denen du üben kannst. Wenn dir Yoga zu kompliziert ist, kannst du auch alleine die Tiefenentspannung üben – unabhängig ob autogenes Training, PMR, Bodyscan, Fantasiereise oder die kombinierte Yogaentspannung. Zu all diesen Entspannungstechniken findest du auf der Vidya Entspannungs Seite Anleitungen. Im Grunde genommen ist es gleichgültig, wie du die Entspannung erreichst. Relevant ist lediglich, dass du eine Entspannung übst. Wenn du entspannst, kannst du den Zustand der Ruhelosigkeit überwinden.

Meditation

Meditation hilft bei Ruhelosigkeit.

Manche Menschen ziehen die Meditation, die typischerweise im Sitzen durchgeführt wird, der Entspannung vor. Die Meditation enthält oft tiefgreifendere Elemente, die zu einer tieferen Erkenntnis und Einsicht führen. Deshalb ist auch die Meditation sehr gut geeignet, um die Ruhelosigkeit zu überwinden. Du kannst dich in der Meditation also ruhig, gerade und aufgerichtet hinsetzen – vielleicht magst du es auch jetzt gleich mitmachen – und dann kannst du einatmen, den Bauch hinausstrecken, ausatmen, den Bauch hineingeben. Du kannst dich dabei in deiner inneren Mitte, dem Bauch, zentrieren. Der Bauch stellt das Zentrum des Wesens dar. Wenn du dich so in deinem Bauch zentrierst und sammelst, dann bist du an der Quelle der Ruhe. Dich immer wieder in dem Bauch zu zentrieren hilft, innere Ruhe zu erfahren und in die Stille zu gehen. Nachdem du so einige Male tief ein- und ausgeatmet hast, willst du vielleicht zum Herzen hinübergehen und das Herz weit machen. Du kannst eventuell auch die Hände zum Herz bringen und dich nach vorne öffnen. Manchmal kommt die Ruhelosigkeit auch dadurch zustande, dass das Energiefeld über dem Herzen etwas eng ist. Werde ein paar Mal vom Herzen her weiter, dann senke die Hände wieder und konzentriere dich auf den Punkt zwischen den Augenbrauen bis Mitte der Stirn. Im Yoga wird dies das dritte Auge genannt und damit gehst du über alle Dualität hinaus. Demnach gehst du auch über alle Unruhe hinaus. Im dritten Auge siehst du vielleicht ein Licht, spürst ein sanftes Pulsieren und trittst in eine andere Welt ein, eine Welt der Stille und Gelassenheit.

Im Yoga kannst du also zur Ruhe finden.

Tiefer Sinn im Leben

Eine gewisse Ruhelosigkeit wohnt jedem Menschen gewissermaßen inne. Yogi*nis sagen, dass der Mensch irgendwo einen Mangel in sich trägt. Der Mensch weiß, es ist nicht ausreichend, einfach nur zu überleben, zu essen, zu trinken, zu schlafen, vielleicht Sex zu haben, sich ein bisschen zu amüsieren, vielleicht für seine*ihre Rente zu sorgen, ein schönes Haus zu besitzen, die Haare zu färben und schöne Kleidung zu kaufen, ein gutes Smartphone zu besitzen und sich für Technik, Make-up, Fußballvereine oder was auch immer zu interessieren. Langfristig wird das den Menschen nicht zufrieden machen.

Ruhelosigkeit als Ausdruck vom inneren Streben nach Gott

Der Mensch hat eine innere Unruhe, denn er will Nachhause kommen. Er weiß, es ist nicht akzeptabel, im Begrenzten zu sein. Dieser Zustand, diese Tatsache, dass der Mensch ruhelos ist, treibt den Menschen an, nach mehr zu streben. Pascal, ein Philosoph und Physiker, hat einmal gesagt, alle Probleme des Menschen beruhen darauf, dass der Mensch nicht in der Lage ist, Zuhause zu bleiben und Ruhe zu geben. Der Mensch ist nun mal ruhelos. Manche Menschen sind es mehr als andere. Er ist auf der Suche nach Gott, nach Erleuchtung, nach seiner wahren Natur. Diese Suche kann erfolgreich sein. Darum geht es in den spirituellen Praktiken im Yoga: dich im spirituellen Sinne zu deinem Ursprung, zum Göttlichen, zurückzuführen, da dort wirklich Ruhe einkehrt.

Wenn du deinen Geist vollständig zur Ruhe bringst und dein wahres Bewusstsein erfährst, das eins mit dem Göttlichen ist, dann hast du wahrhaftige Ruhe und Stille erfahren, aus der heraus du mit viel Kraft den Alltag gestalten und viel bewirken kannst. Aber in der Ruhe liegt die Kraft und aus der Ruhe kommt die Kraft, vieles zu bewirken.

Ruhelos ist ein Adjektiv zu Ruhelosigkeit. Mehr zu dieser Eigenschaft, auch mit Tipps im Umgang mit Ruhelosigkeit in dir selbst oder anderen, auch mit Video-Vortrag, findest du unter dem Hauptstichwort Ruhelosigkeit.

Video Ruhelos

Hier findest du ein Vortragsvideo mit dem Thema Ruhelos :

Autor/Sprecher: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Seminarleiter zu den Themen Yoga und Meditation.

Ruhelos Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Ruhelos :

Ruhelos in Beziehung zu anderen Eigenschaften

Ruhelos ist ein Adjektiv, das ein Persönlichkeitsmerkmal, eine Eigenschaft beschreibt, die oft zu den Schattenseiten oder gar zu den Lastern gezählt wird. Am besten versteht man eine Eigenschaft, wenn man sie in Beziehung setzt zu anderen Eigenschaften, zu ähnlichen Eigenschaften (Synonymen) und Gegenteilen (Antonymen).

Synonyme ruhelos - ähnliche Eigenschaften

Synonyme zum Adjektiv ruhelos sind zum Beispiel gehetzt, getrieben, gestresst, eilig, erregt. Und es gibt Synonyme dieser Eigenschaft, die als positiv gelten, also zum Beispiel eilig, erregt.

Gegenteile von ruhelos - Antonyme

Gegenteile, also Antonyme, von ruhelos sind zum Beispiel ruhig, gelassen, geduldig, phlegmatisch, nüßig, faul.

Auch die Antonyme kann man unterteilen in solche mit positiver Bedeutung, die für Tugenden stehen, und solche mit negativer Bedeutung. Gegenteile zu ruhelos mit positiver Bedeutung sind zum Beispiel ruhig, gelassen, geduldig. Man kann auch sagen: Ein wichtiger Gegenpol beziehungsweise wichtige Gegenpole zu Ruhelosigkeit sind Ruhe, Gelassenheit, Geduld.

Gegenteile, Antonyme, die selbst auch wieder negative Konnotation haben oder haben können, sind unter anderem phlegmatisch, nüßig, faul.

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach ruhelos kommen:

Siehe auch

Wörter, die in Beziehung stehen zu Ruhelosigkeit und ruhelos

Hier findest du einige Wörter, die in Beziehung stehen zu ruhelos und Ruhelosigkeit.

  • Positive Synonyme zu Ruhelosigkeit sind zum Beispiel Eile, Erregung.
  • Positive Antonyme sind Ruhe, Gelassenheit, Geduld.
  • Negative Antonyme sind Phlegma, Müßigang, Faulheit
  • Ein verwandtes Verb ist ruhen, ein Substantivus Agens ist Ruheloser

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