Sorgen

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Sorgen und Ängste haben ihre Wurzel in Nichtwissen (Avidya). Die Sorge ist ein Gefühl der Angst oder Unsicherheit und bezieht sich auf eine Befürchtung oder ein Ereignis, das noch gar nicht eingetreten ist.

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Swami Sivananda über Sorgen

Wenn die Gedanken während des Schlafes in Brahman ruhen und das bewußt sein durch "Betäubung" des Körpers ausgeschaltet ist, dann gibt es keinen Schmerz. Dann bestehen keine Sorgen und Ängste. Also sind diese nur Schöpfungen des Denkens. Sie bestehen überhaupt nicht im seligen Selbst. Ist die Unwissenheit, die Hauptursache zerstört, dann gibt es diese Sorgen und Beunruhigungen nicht mehr. Die Ursache muß behandelt und der ursprüngliche Grund fortgeräumt werden, indem die Erkenntnis des Selbst oder des Atma gewonnen wird. Das Sanskritwort für Angst ist Chinta. Sorgen, Beunruhigungen und Ängste sind ein und dasselbe. Nur die Worte sind verschieden wie Wasser und Aqua, Pni und Val.

Ein Mensch meint: »Ich habe mich um meine Kinder und um meine alten EItern, um meine Frau, mein Haus, um mein Land und meine Kühe zu sorgen. Ich muß achtgeben auf meinen Körper.« Identifizierung oder Abhimana sind der Hauptfaktor, der Sorgen und Ängste hervorbringt. Er entsteht durch Nichtwissen.

Wenn der kleine unwissende Mensch (Jiva) diesen unreinen, vergänglichen Körper für das reine, unvergängliche Selbst hält, entstehen alle Übel. Alles stammt allein aus diesem Körper. Dein erster Feind ist der Körper. Wenn dich Hunger und Durst bedrücken, gib ihm zu essen und zu trinken wie einem Tier. Das ist auch alles. Bleibe gleichgültig. Wenn du immer wieder in den Spiegel siehst und für dein Aussehen und deine Kleidung viel Zeit brauchst, dann verstärkst du deine Sorgen. Deine Identifizierung mit dem Körper dehnst du auch auf die aus, die mit diesem verbunden sind: deine Frau, dein Sohn, dein Vater, deine Mutter, Schwester etc. So nimmt dein Sorgen hundertfach zu.

Du mußt dir um alle diese Menschen Sorgen machen. Du wirst dich auch um das Spielzeug deines Sohnes sorgen, weil es zu ihm gehört. So enden deine Sorgen und Mühen nie. Der Mensch schafft sie sich selbst. Niemand anderen trifft die Schuld. Ebenso wie Seidenwurm und Spinne ein Netz zu ihrer Zerstörung aus ihrem eigenen Speichel herstellen, so schafft der Mensch sich seine Sorgen und Mühen zur eigenen Zerstörung aus seiner Unwissenheit. Wolken entstehen durch Verdampfung des Wassers bei Sonnenhitze. Dann verdunkeln sie die Sonne, die durch ihre Hitze die Wolken hervorruft. In gleicher Weise werden Sorgen und Kummer vom Menschen zu seiner eigenen Verdunkelung erschaffen. Wie aber können sie wirkliche Existenz im Atma haben, der eine Verkörperung von Seligkeit und Frieden ist? Zerstöre die Unwissenheit über den Körper. Im gleichen Augenblick werden alle Sorgen vergehen. Tue dies gleich und erlebe die Glückseligkeit.

Es hat keinen Sinn, nur von einem Puddingrezept zu hören, iß den Pudding und freue dich. Ein Geschäftsmann sorgt sich, wie er seine Schulden bezahlen kann, ein Student sorgt sich um sein Examen und um eine spätere Anstellung, in der er genügend verdient. Der Ehemann sorgt sich um seine Frau, um das kommende Kind und sein geringes Einkommen. Der Grundbesitzer hat Sorgen, Geld einzutreiben. Niemand ist in dieser Welt frei von Sorgen und Mühen. Nur ein Yogi, ein Jnani oder Bhakti (ein Yogi, der Erkenntnis oder Liebe übt) ist von diesem allen frei. Durch Sorgen bekommt der Mensch in einem Augenblick graues Haar, sein Gehirn, seine Nerven verzehren sich, er wird erschöpft, elend, verkrampft. Tatsächlich können Sorgen das Leben verkürzen, den Willen schwächen, Sorgfalt und Aufmerksamkeit vermindern. Ein besorgter Mensch wird keine Arbeit stetig und aufmerksam verrichten. Er ist ein lebender Toter, eine Last für seine Familie und fur die Mutter Erde.

Einige haben die Gewohnheit, immer voller Sorgen zu sein. Sie können sich niemals freuen. Sie haben immer ein Gesicht, als hätten sie Rizinusöl eingenommen. Es ist finster und niedergedrückt. Solche Menschen sollten nicht auf die Straße gehen. Sie verunreinigen die Atmosphäre und die Gedankenwelt und stecken andere Menschen an. Schwermut ist eine Epidemie, die unmittelbar auf andere einwirkt. Die Gewohnheit sich zu sorgen, bildet im Denken einen Teufelskreis, in dem die sorgenvollen Gedanken immer wieder und wieder sich drehen. Sorgt euch nicht, seid fröhlich. Denkt an das Gegenteil, das heißt an Fröhlichkeit. Benutzt eure Vernunft, seid weise und vorsichtig und plant voraus, damit ihr Gefahren und Fehler vermeidet und Schwierigkeiten sich leichter abwickeln lassen.

Ihr solltet immer ausgeglichen sein und lächeln. Entwickelt die Gewohnheit zu lachen. Auch in Schwierigkeiten müßt ihr kühlen Verstand bewahren. Denkt an den Satz: »Auch dies wird vorübergehen.« Denkt daran, wie stark ihr euren Willen entwickeln könnt, wie gut ihr euch eurer Umgebung anpassen werdet, wie ihr die Menschen beeinflussen und eine dynamische Persönlichkeit werden könnt. Dann braucht ihr euch niemals um etwas zu sorgen, dann könnt ihr voller Frieden und Stärke sein. Sagt: »Frau Sorge, lebe wohl. Ich bin ein anderer Mensch geworden. Ich bin jetzt aus härterem Stoff.« Dann wird sich die Sorge fürchten, euch anzublicken. Sei nicht kleingläubig. Schau auf die Vögel, die ohne Sorgen und glücklich sind. Vertraue deinem inneren Selbst. Du bist nicht dieser vergängliche Körper, sondern das alles durchdringende, glückselige Selbst. Weiche auch im tiefsten Kummer nicht von dieser inneren Haltung ab.

Gott bewohnt dein Herz, sorge dich nicht (Bhagavad Gita XII.17 I)

Sorgen machen krank!

Sich Sorgen zu machen ist eine überflüssige, unnütze Haltung, die nur belastet, schädigt, Energie raubt. Sorgen machen das Erleben des Hier und Jetzt unmöglich. Sie vergiften Gedanken und Gemüt und können krank machen. Sie verursachen Übellaunigkeit, Verspannungen und psychischen Stress. Jesus ermahnte seine Jünger, die ständige Sorge um ihr Leben, ihre Nahrung, aufzugeben.

Wirkliches Menschsein ist nur im Hier und Jetzt möglich – frei von Sorgen, Gedanken, Anspannung, Stress und Schmerzen. Aber meist sind wir mit unserem Wachbewusstsein in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Beides verursacht in der Regel Sorgen.

In der Vergangenheit verharren wir meist bei Ereignissen, die nicht so gelaufen sind, wie unser Ego es gewollt hätte. Wir regen uns darüber erneut auf durchleben Groll und Ärger, Wut oder sogar Hass noch einmal. Hier gilt es, loszulassen. An der Situation selbst lässt sich nichts mehr ändern, so oft wir sie auch in Gedanken durchspielen.

Unser Gedankenkarussell schickt uns auch in Situationen, in denen wir verletzt wurden oder verletzt haben. Hier erlösen wir uns, indem wir vergeben, dem verursachenden Menschen, aber vor allem uns selbst.

Sorgen über Dinge, die noch gar nicht eingetreten sind und vielleicht auch nie eintreten werden, oder nicht in der Form, wie man sie sich ausmalt, sind genauso übel. Dies trifft besonders zu, wenn die Sorge sich auf einen anderen Menschen bezieht: der Partner ist unterwegs, er könnte einen Unfall haben. Die Kinder sind ständig in irgendeiner Gefahr, was da alles passieren kann. Die kranken Eltern, der Arbeitsplatz, die anderen und vieles mehr.

Sorgen schicken viel negative Energie in eine Sache oder zu einem anderen Menschen und belasten ihn. Hilfreich ist es, sich den „worst case“ auszumalen und zu beobachten, wie man reagiert. In der Regel ist man durchaus fähig, durch weniger angenehme und auch schlimme Situationen durchzugehen, die – wie gesagt – ja gar nicht so eintreten müssen.

Sorgen sind oftmals eine Ausrede, sich aus der Verantwortung des Augenblicks zu stehlen. Mit „ich sorg mich doch so um dich“, „um dies“, „um jenes“, erfüllt man seine Aufgabe im Hier und Jetzt nicht und macht darüber hinaus andere unfrei.

Wenn man seinen Tag nicht abschließt und das Kopfkino mit ins Bett nimmt, dann sinkt man meist sofort vom Wachzustand in den Tiefschlaf. Weil man dabei auch seine körperlichen Spannungsmuster nicht auflöst, schläft man schlecht oder wacht am nächsten Morgen gerädert, müde und mit den gleichen Sorgen wieder auf.

Hatha Yoga bietet die Möglichkeit, durch Entspannung, Körperübungen und gezielte Atemübungen zur Ruhe zu kommen und die Gedanken zu kontrollieren. Pranayama wird dafür sorgen, dass der Geist klarer und ruhiger wird.

Mit den Techniken des Raja Yoga können positives Denken und die Beherrschung des Geistes trainiert werden.

Doch auch durch die Lektüre der großen Werke des Jnana Yoga kann ich meiner Erkenntnis auf die Sprünge helfen.

Und schließlich kann ich, wie die Anhänger des Bhakti Yoga, meine Probleme und Handlungen im Gebet einfach an Gott abgeben und darauf vertrauen, dass Er sich unserer "Sorgen" annehmen wird.

Sorgen

Sorgen, sich sorgen sind eine vollkommen überflüssige, unnütze Haltung, die nur belastet, schädigt, Energie raubt. Sie machen das Erleben des Hier und Jetzt unmöglich. Sie vergiften Gedanken und Gemüt und können krank machen. Außerdem machen sie schlicht und einfach schlechte Laune, bringen Verspannungen und psychischen Stress.

Wahres Menschsein ist nur im Hier und Jetzt möglich – frei von Sorgen, Gedanken, Anspannung, Stress und Schmerzen. Aber meist sind wir mit unserem Wachbewusstsein in der Vergangenheit oder in der Zukunft.

In der Vergangenheit verharren wir meist bei Ereignissen, die nicht so gelaufen sind, wie unser Ego es gewollt hätte. Wir können uns immer noch aufregen und Groll und Ärger, Wut oder sogar Hass noch einmal durchleben. Hier gilt es zu akzeptieren und loszulassen. An der Situation selbst lässt sich nichts mehr ändern, so oft wir sie auch in Gedanken durchspielen.

Unser Gedankenkarussell schickt uns auch in Situationen, in denen wir verletzt wurden oder verletzt haben. Hier er-lösen wir uns, indem wir verzeihen, dem verursachenden Menschen, aber vor allem uns selbst.

Sorgen über Dinge, die noch gar nicht eingetreten sind und vielleicht auch nie eintreten werden, oder zumindest nicht in der Form, die man sich ausmalt, sind genauso folgenreich. Dies trifft besonders zu, wenn die Sorge sich auf einen anderen Menschen bezieht: der Partner ist unterwegs, er könnte einen Unfall haben. Die Kinder sind ständig in irgendeiner Gefahr, da kann viel passieren. Die kranken Eltern, der Arbeitsplatz, die Anderen.... Sorgen schicken viel negative Energie in eine Sache oder zu einem anderen Menschen und belasten ihn. Hilfreich ist es, sich den „worst case“ auszumalen und zu beobachten, wie man reagiert. In der Regel ist man durchaus fähig, durch weniger angenehme und auch schlimme Situationen durchzugehen, die – wie gesagt – ja gar nicht so eintreten müssen.

Sorgen sind oftmals eine Ausrede, sich aus der Verantwortung des Augenblicks zu stehlen. Mit „ich sorg mich doch so um dich“ „um das“ „um jenes“ erfüllt man seine Aufgabe im Hier und Jetzt nicht und macht darüber hinaus andere unfrei.

Wenn man seinen Tag nicht abschließt und das Kopfkino mit ins Bett nimmt, dann sinkt man meist sofort vom Wachzustand in den Tiefschlaf. Weil man dabei auch seine körperlichen Spannungsmuster nicht auflöst, schläft man schlecht oder wacht am nächsten Morgen genauso gerädert, müde und sorgenvoll wieder auf.

Yoga bietet die Möglichkeit, durch Entspannung, Körperübungen und gezielte Atemübungen zur Ruhe zu kommen und die Gedanken zu kontrollieren.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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