Treulosigkeit

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Treulosigkeit ist treuloses Verhalten, Treuebruch.

Heutzutage spricht man insbesondere von der Treulosigkeit von Ehepartnern, die auch Untreue bezeichnet wird. In einer Ehe, in einer engen Zweierbeziehung, gelobt man sich typischerweise die Treue, was bedeutet, dass man mit keinem anderen Sex oder andere intimen Beziehungen, wie Zärtlichkeit etc., haben wird. Wenn einer der Partner sich nicht daran hält, dann ist das Treuebruch. Wenn er das öfter macht, dann kann man ihm Treulosigkeit bescheinigen.

In früheren Zeiten waren viele der zwischenmenschlichen Beziehungen mit einen Treueschwur, einem Treueeid verbunden. Freunde haben sich die Treue versprochen, zwischen Lehensherr und Lehensnehmer gab es Treueschwüre, der Kaiser hat den Treueeid seiner Gefolgsleute, der Fürsten entgegengenommen. Diese Treueschwüre waren gerade in einer informalen Gesellschaft ohne feste schriftlich fixierte Regeln, die andere lesen konnten, von besonderer Bedeutung.

Zwischen Staaten gab es Bündnistreue. Kaufmänner handelten auf Treu und Glauben. Damit die Gesellschaft zusammengehalten werden konnte, gab es die Treue als sehr hohes Ideal.

Heutzutage sind zwischenmenschliche Verhaltensweisen weniger auf Treue und Treueschwüre aufgebaut. Die Gesellschaft hat mehr Gesetze, Regeln, schriftlich fixierte Normen. Und die meisten zwischenmenschlichen Beziehungen sind nicht auf Dauer ausgelegt.

Außerhalb der Ehe geloben sich Menschen selten die Treue. So gibt es auch weniger Gründe, ein Verhalten eines Menschen als Treulosigkeit zu klassifizieren. Allerdings gibt es auch heute weiterhin den Begriff der Loyalität: Ein Vereinsmitglied sollte loyal zu seinem Verein sein.

Im Arbeitsrecht ist sogar die Pflicht des Arbeitnehmers zur Loyalität zu seinem Arbeitgeber sogar nach der Kündigung verankert. Bis zu einem gewissen Grad hat der Ausdruck Loyalität die Bedeutung von Treue übernommen.

Vergebung ist nicht leicht bei Treulosigkeit

Umgang mit Treulosigkeit anderer

Vortrag von Sukadev

Treue war in früheren Zeiten ein wichtiger Begriff. Und Treulosigkeit war etwas sehr Schlimmes. In früheren Zeiten gab es nicht wie heute schriftlich fixierte Gesetze, mindestens nicht in dem Maße. Menschen konnten ja auch nicht lesen und schreiben. Es gab auch keine Richter.

Im Mittelalter spielte die Treue eine besondere Rolle, da haben Menschen sich Treue geschworen. Das konnte Lehnsherr und Lehnsnehmer sein. Es konnten verschiedene Menschen sein, die sich gegenseitig Treue schworen und das hieß, dass man einander verpflichtet war und sich auf den anderen verlassen konnte und da war Treulosigkeit etwas ganz Schlimmes und wurde sogar mit dem Tode bestraft. Denn gerade in Abwesenheit schriftlich fixierter Regeln war es wichtig, dass man sich aufeinander verlassen konnte.

Treulosigkeit heute wird oft in Beziehungen genommen. Also, wenn jemand fremd geht, ist das ein großer Treuebruch. Es gibt auch noch einen Rechtsbegriff: Veruntreuung, das heißt einem sind Gelder anvertraut worden und diese werden veruntreut.

Es gibt auch noch Treulosigkeit im Sinne von Illoyalität. Jemand ist einem anderem gegenüber verpflichtet, handelt aber illoyal. Das gibt es auch noch als Strafbegriff: Veruntreuung, Treulosigkeit, man hat gegen Treu und Glauben gehandelt.

Im Alltag wird der Begriff Treulosigkeit wenig gebraucht, aber doch als solcher empfunden. Wenn man sich aufeinander verlässt und einer seine Versprechen nicht einhält, dann wird das als Vertrauensbruch, als Verrat angesehen.

Wie gehst du um, wenn du mit Treulosigkeit konfrontiert wirst? Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Swami Sivananda hat gesagt „bear inside, bear injury“, trage Kränkungen, trage Beleidigungen, trage Schmähungen. Eine Treulosigkeit ist eine große Weise des Vertrauensbruchs und letztlich der Kränkung. Kränkungen sind ja nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten.

Swami Sivananda hat empfohlen: Trage das! Ertrage das! Im anderen ist trotzdem das unsterbliche Selbst. Im anderen ist trotzdem der göttliche Funke. Letztlich gibt es tiefes Vertrauen nur in Gott. Alles andere Vertrauen kann jederzeit gebrochen werden.

Und in unserer heutigen Gesellschaft spielt Treue tatsächlich nicht mehr die Rolle wie früher. Treulosigkeit wird immer noch stark empfunden, aber gerade, z.B. Vata-Typen , also Menschen, die eher luftig sind und leicht, verhalten sich da nicht so bindend.

Heutzutage wird man häufiger mit Treulosigkeit konfrontiert und sollte es entsprechend etwas sanfter behandeln, ist mindestens meine Meinung. Du kannst natürlich auch sagen: "In meinem engeren Bekanntenkreis oder Freundeskreis ist Vertrauen sehr wichtig." Und das müsstest du sogar noch thematisieren.

Auch wenn du ein Team leitest, kannst du sagen: "Für mich ist Loyalität, Treue und Vertrauen sehr wichtig. Ihr könnt darauf bauen, dass ich loyal zu euch bin, ich erwarte, dass ihr loyal zu mir seid." In einer Gruppe kann man das thematisieren und kann entsprechend klar sagen: "Wir wollen eng zusammenhalten." Dann musst auch du dieses Vertrauen einhalten und diese Treue zeigen.

Treulosigkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Treulosigkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Treulosigkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Treulosigkeit sind zum Beispiel Abtrünnigkeit, Ehrlosigkeit, Illoyalität, Perfidie, Treubruch, Unredlichkeit, Wortbrüchigkeit, Seitensprung, Verrat, Charakterlosigkeit, Ichbezogenheit, Abfall, Abstecher, Flatterhaftigkeit, Wankelmütigkeit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Treulosigkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Treulosigkeit sind zum Beispiel Loyalität, Verantwortungsbewusstsein, Bruderschaft, Kameradschaft, Anständigkeit, Redlichkeit, Gutgläubigkeit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Treulosigkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Treulosigkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Treulosigkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Treulosigkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Treulosigkeit sind zum Beispiel das Adjektiv treulos, das Verb veruntreuen, sowie das Substantiv Treuloser.

Wer Treulosigkeit hat, der ist treulos beziehungsweise ein Treuloser.

Siehe auch

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