Revati

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1. Revati (Sanskrit: रेवती revatī f.) wörtl.: die "Strahlende, die Reiche, die diejenige, die Wohlstand hat"; (im Pl.) eine Bezeichnung für Kühe und Gewässer; das 27. Mondhaus (Nakshatra). Revati ist die Tochter von König Kakudmi und die Frau von Balarama, dem älteren Bruder von Krishna.

Balarama mit Revati

2. Revati, (Sanskrit रेवती revatī f.), ist ein Spiritueller Name und bedeutet Die Reiche, die viel besitzt; Name eines Mondhauses, der Frau Balaramas, eines Samans. Revati kann Aspirantinnen gegeben werden mit Soham Mantra.

Das Treffen mit Brahma

Revati war die einzige Tochter von König Kakudmi, der auch Kakudmin und Raivata genannt wurde. Er war ein mächtiger Herrscher, der über Kusasthali regierte – ein blühendes, wohlhabendes und fortschrittliches Meeresreich. Kakudmi herrschte außerdem über weite Landstriche - einschließlich des Anarta Reiches.

Da er der Meinung war, dass kein menschliches Wesen gut genug war, seine reizende und begabte Tochter zu heiraten, führte König Kakudmi Revati ins Reich Brahmas (in die Welt, in der Brahma, der Schöpfergott, wohnt.), um ihn um einen Rat zu bitten, wie er einen geeigneten Ehemann für Revati finden könne.

Als sie dort ankamen, erfreute sich Brahma gerade an einer musikalischen Darbietung der Gandharvas. Darum warteten König Kakudmi und seine Tochter Revati geduldig, bis die Darbietung beendet war. Dann verbeugte sich Kakudmi demütig, trug seine Bitte vor und präsentierte eine Auswahlliste derjenigen, die sich bei ihm um die Hand seiner Tochter bewarben. Brahma lachte laut und erklärte, dass die Zeit in den verschiedenen Welten anders läuft. In der kurzen Zeit, in der König Kakudmi und seine Tochter Revati im Reich Brahmas darauf gewartet hatten, Brahma zu sprechen, waren auf der Erde schon 27 Catur Yugas vorüber gegangen. (Ein Catur Yuga entspricht dem Zyklus von vier Yugas oder Zeitaltern des Menschen. Somit sind 27 Catur Yugas insgesamt 108 Yugas. Zum Vergleich: Ein Brahma-Tag entspricht 1000 Maha-Yugas, wobei ein einziges Maha-Yuga bereits 4.320.000 Jahre der Menschen umfasst.)

Brahma sagte zu Kakudmi: „Oh König, all jene, die du aus der Tiefe deines Herzens als deine Söhne akzeptiert hättest, sind im Laufe der Zeit bereits gestorben. 27 Catur Yugas sind schon vergangen. Jene, für die du dich bereits entschieden hast, sind jetzt fort, ebenso ihre Söhne, Enkelsöhne und weiteren Nachkommen. Du kannst noch nicht einmal mehr ihre Namen hören. Viele Zeitalter sind vergangen, während du unseren Sängern zuhörtest. Jetzt ist auf der Erde bald das Zeitalter des gegenwärtigen Manus (Stammvater der Menschheit, der über eine Zeitepoche herrscht) vorüber, und das Kali Yuga steht schon bevor. (Ein Brahma-Tag wird auch Kalpa genannt. In einem Kalpa gibt es 14 Manus.) Deshalb musst du diesen jungfräulichen Juwel einem anderen Mann schenken. Denn du bist nun allein, und alle deine Angehörigen, deine Frauen, Freunde, Diener, Minister, Heere und Schätze wurden schon längst von der Strömung der Zeit hinfort geschwemmt.“

Als der König dies hörte, wurde er von Verwunderung und Schrecken übermannt. Brahma tröstete ihn und erzählte ihm, dass Vishnu, der Erhalter der Welt, zurzeit als Krishna und Balarama auf der Erde inkarniert ist. Und er empfahl Kakudmi, dem würdigen Ehemann Balarama Revati zur Frau zu geben. Dann kehrten König Kakudmi und Revati zur Erde zurück, die sie, wie sie dachten, nur für eine kurze Zeit verlassen hätten. Sie waren erschüttert von den Veränderungen, die in dieser Zeit stattgefunden hatten. Nicht nur die Landschaft und die Lebensumstände hatten sich verändert, auch befand sich die Menschheit jetzt auf einer tieferen Entwicklungsstufe innerhalb der Zyklen geistiger und kultureller Evolution. Die Bhagavata Purana beschreibt, dass sie die menschliche Rasse als in Gestalt geschrumpft, mit geringerer Vitalität und geistig geschwächt auffanden.

Die Heirat mit Balarama

König Kakudmi und Revati suchten Balarama auf und schlugen ihm die Heirat vor. Da Revati aus einem früheren Yuga kam, war sie weit größer als ihr zukünftiger Ehemann. Doch schlug ihr Balarama, der ihre Größe als überhöht betrachtete, mit dem Pflug - der für ihn charakteristischen Waffe - auf den Kopf, und so schrumpfte Revati zur gegenwärtigen Größe der Menschen. Nun wurde die Hochzeit gebührend gefeiert. Revati gebar ihrem Mann zwei Söhne, Nisatha und Ulmuka. Beide wurden im Bruderkrieg des Yadu-Königreiches getötet. Demzufolge beendete auch Balarama seine weltliche Inkarnation während einer Meditation am Meer. Bei seiner Beerdigung stieg Revati auf seinen Scheiterhaufen und verbrannte mit ihm.

Die Heirat der Tochter mit Abhimanyu

Den Erzählungen des indischen Volkes - insbesondere von Andhra Pradesh - folgend, hatten Revati und Balarama auch eine Tochter namens Vatsala, auch Shashirekha genannt. Diese Geschichte findet man allerdings nicht in der Mahabharata oder in den Puranas. Als Vatsala ein heiratsfähiges Alter erreichte, wurde sie ihrem Cousin Abhimanyu versprochen. Abhimanyu war der Sohn des Pandavas Arjuna und seiner Frau Subhadra, die demnach Vatsalas Tante war. Doch wurde diese Vereinbarung gebrochen, als die Pandavas ins Exil flüchten mussten. Und so wurde Vatsala nun Laxman Kumara versprochen, dem Sohn von Pandavas Erzrivalen Duryodhana, der der Älteste der Kaurava Brüder war.

Ghatotkacha, der Sohn des Pandavas Bhima, hörte davon durch seinen unglücklichen Cousin Abhimanyu und seine Tanta Subhadra und entschloss sich, diese Ungerechtigkeit wieder in Ordnung zu bringen. Er brachte Vatsala heimlich hinfort und nahm stattdessen an ihrer Stelle an der Hochzeitszeremonie mit Laxman teil, für die er durch Zauberkraft Vatsalas Erscheinung angenommen hatte. Ghatotkacha unterbrach die Hochzeitszeremonie, indem er fürchterliche Gestalten annahm und damit Laxman verängstigte. Zu ihrer großen Freude ermöglichte er dadurch, dass Abhimanyu und Vatsala schließlich heiraten konnten.

Der spirituelle Name Revati

Revati ist ein spiritueller Name für Meditierende mit Soham Mantra

Revati bedeutet die Strahlende, die Reiche, diejenige die Wohlstand hat, diejenige die überfließend ist. Revati ist auch die Bezeichnung des 27. Mondhauses, also einer bestimmten Mondkonstellation. Revati ist auch die Frau von Balarama und auch die Bezeichnung eines Samans, also eines Versmaßes, einer Gesangsmelodie. Wenn du den Namen Revati hast dann soll das heißen, du strahlst durch die Gnade Gottes, du strahlst und leuchtest, du strahlst Liebe, du strahlst Freude, du strahlst Freundlichkeit, du hast aber auch viel gute Kraft. Wenn du Revati bist, dann kannst du das Leben von vielen Menschen gut beeinflussen, du kannst vielen Menschen helfen, du kannst vielen dienen. Sei eine positive Kraft für andere Menschen, sei jemand die anderen Gutes tut, sei selbstbewusst, sei mutig und strahlend und freue dich über die viele Schönheit und das viele Gute das Gott dir schenkt.

Ähnliche Spirituelle Namen

Siehe auch

Literatur

  • Bhagavad Gita, Teil der Mahabharata, mit Einführung in die Mahabharata
  • Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005

Weblinks

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