Bewegungsmeditation

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Bewegungsmeditation ist Bewegung in meditativer Bewusstheit, bewusster Gemütseinstellung und in großer Achtsamkeit. Die Gehmeditation ist nur eine der vielen Übungen der Bewegungsmeditation.

Bewegungsmeditation - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

In einem engeren Sinne ist Meditation ruhiges sitzen mit geradem Rücken. Und dann geht man durch verschiedene Schritte. Es gibt verschiedene Arten der Meditation. Auf unseren Internetseiten bekommst du dazu ja viele Anregungen und Anleitungen. Bewegungsmeditation würde heißen, dass du meditierst in der Bewegung. Im engeren Sinn ist das keine Meditation, aber du kannst den meditativen Gemütszustand übertragen, wenn du dich bewegst.

Gehmeditation

Bekannt ist zum Beispiel die Gehmeditation. Du kannst z.B. sehr bewusst gehen. Einatmen, Bein heben, ausatmen, Ferse auf den Boden, Fußballen und Zehen. Einatmen, rechte Ferse heben, Fuß heben, Fuß nach vorne. Ferse auf den Boden, Fußballen auf den Boden und Zehen am Boden. Einatmen, linke Ferse heben, Fuß heben, Fuß nach vorne, linke Ferse auf den Boden und so weiter. Das wäre eine langsame Bewegungsmeditation. Du kannst auch schnellere Gehmeditation machen. Einatmen, rechtes Bein heben, ausatmen senken, einatmen linkes Bein heben, ausatmen senken. Oder eben zwei Schritte beim Einatmen, zwei Schritte beim Ausatmen. Was bei diesem Gehen eine Bewegungsmeditation macht ist, dass du dabei ganz bewusst bist. Du spürst, wie du das Bein hebst, du spürst, wie du das Bein senkst. Du verbindest die Bewegung mit dem Atem und du bist dabei ganz bewusst in der Bewegung, im Atem und auch was sonst so geschieht. Die weitere Form der Bewegungsmeditation ist die Bewegung zu verbinden mit Mantra oder eben im achtsamen Konzentrieren des Geistes.

Bewegungsmeditation im Alltag

Ja – mein Tipp wäre: integriere im Alltag öfter Bewegungsmeditation. Wenn du spazieren gehst, gehe ein paar Minuten lang bewusst spazieren. Vielleicht hörst du jetzt gerade diese Sendung als Hörsendung während du gehst. Das ist jetzt noch keine Bewegungsmeditation. Und es ist gut, solche spirituellen Hörsendungen zu hören. Aber mache auch ein paar Minuten nur bewusstes Gehen, bewusstes wahrnehmen, bewusstes spüren, bewusstes Gehen, bewusste Kontaktaufnahme mit Himmel, mit Sonne, mit Wald und so weiter. Mache daraus eine Bewegungsmeditation. Selbst wenn du von einem Zimmer in das andere gehst, kannst du daraus eine Bewegungsmeditation machen. Aber dies gibt es nicht nur als Gehen. Du könntest auch bewusst hüpfen und wenn du das bewusste Hüpfen verbindest mit Atem und mit Mantra und Bewusstheit, dann ist auch das Bewegungsmeditation. Manche Menschen machen auch Tanzmeditation. Meine Frau zum Beispiel tanzt ganz gerne in unserer Wohnung ganz alleine und es ist sehr meditativ und sie ist voll im „Hier und Jetzt“.

In diesem Sinne - auch Tanzen kann Bewegungsmeditation sein und es gibt ja auch manche spirituellen Lehrer, die auch bewusste Bewegungsmeditation angeleitet haben. Z.B. gibt es von Osho die sogenannte [Kundalini]-Meditation, die im ersten Teil eine sehr wilde Bewegungsmeditation ist, die aber dann nachher mündet in ruhiges Sitzen. Mein Name ist Sukadev von Yoga Vidya.

Video Bewegungsmeditation

Hier findest du ein Vortragsvideo mit dem Thema Bewegungsmeditation :

Autor/Sprecher: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Seminarleiter zu den Themen Yoga und Meditation.

Bewegungsmeditation Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Bewegungsmeditation :

Siehe auch

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