Avvai Kural
Avvai Kural (Tamil: ஔவைகுறள்; Umschrift: Auvai Kuṟaḷ) ist auch unter dem Namen Jnana Kural bekannt. Es ist eine Avvaiyar zugeschriebene tamilische Sammlung von 310 kurzen Lehrversen in 31 Kapiteln. Die vorliegende Überlieferung nennt das Werk auch Kuṟaḷmūlam, „Grundtext der Kural-Verse“. Es führt von der Betrachtung des Körpers und der Lebenskräfte über Hingabe und Gnade zur Erkenntnis Shivas im eigenen Inneren. Die kurzen Verse verbinden die Herzenssprache der Gottesliebe mit der verdichteten Bildsprache des Kundalini Yoga und der Suche nach Befreiung.[1]

„Das Herz ist der Altar; das Bewusstsein ist das Shiva Linga“ (Vers 73): In diesem Bild verdichtet sich die Einladung des Werkes. Der Ort der Verehrung liegt auch in uns selbst. Wahrnehmung, Atem und liebevolle Sammlung können den Zugang dazu öffnen. Der Körper ermöglicht diese Suche; die Erkenntnis führt über das Festhalten an Körper, Gedanken und Ichvorstellungen hinaus.
Für Yoga-Aspiranten und Verehrer Shivas verbindet der Avvai Kural geistige Klarheit mit einem offenen Herzen. Er ermutigt dazu, aufmerksam zu üben, sich der Gnade anzuvertrauen und die gewonnene Einsicht in Liebe auszudrücken. Vers 98 fordert ausdrücklich auf, alle Lebewesen als den Herrn zu betrachten und ihnen liebevoll zu begegnen. Die stille Hinwendung nach innen findet ihre Entsprechung in Mitgefühl und achtsamem Handeln.
Wer Yoga und Meditation vertiefen möchte, kann jedes Kapitel als Leseblock von zehn Versen betrachten: langsam lesen, einen Gedanken nachklingen lassen und danach still werden. Für einen ersten Zugang eignen sich besonders die Kapitel über den Sinn des Körpers, innere Verehrung, Hingabe und Gnade. Die anspruchsvollen Passagen über Atem, Feuer und Nektar lassen sich von diesen Grundgedanken aus behutsam erschließen.
Leserführung: Deutsche Übersetzung · Römische Umschrift · Tamilische Schrift · Erläuterungen · Praxis · Textgrundlage. Verwandte tamilische Texte: Vinayagar Agaval und Tirumantiram. Weitere Zugänge bieten die Übersichten Tamil Schriften und Tantra Schriften.
Aufbau des Werkes
| Teil | Kapitel und Verse | Geistiger Schwerpunkt |
|---|---|---|
| 1. Der Weg zur Befreiung | 1.1–1.10; Verse 1–100 | Körper, innerer Körper, Energiebahnen, Atem, Feuer, Nektar, Verehrung, Erkenntnis und Hingabe. |
| 2. Die heilige Gnade | 2.1–2.10; Verse 101–200 | Gnade, Sammlung, Klarheit, innere Kräfte, göttliche Gegenwart, Befreiung und Sadashiva. |
| 3. Das eigene Selbst | 3.1–3.11; Verse 201–310 | Guru, innere Schau, Verwandlung, Shiva-Yoga, Erkenntnis, Stille und Turiya. |
Deutsche Übersetzung
Die folgende sinngemäße Studienübersetzung bearbeitet alle 310 nummerierten Verse der tamilischen Vorlage sowie die beiden vorangestellten Gedichte und den Schlussvers. Sie lässt Bilder und Zahlen sichtbar und ergänzt erklärende Begriffe behutsam. Kursiv gesetzte Hinweise in eckigen Klammern sind redaktionell. Bei den besonders schwierigen Versen 157 und 307 ist nur eine Teilübersetzung möglich; weitere unsichere Lesarten sind unmittelbar gekennzeichnet. Eine vollständige philologische Klärung aller verschlüsselten Yoga-Passagen wird damit nicht beansprucht.
Eingangsverehrung und vorangestellte Gedichte
Anrufung: Ganapati sei Beistand!
Erstes vorangestelltes Gedicht – Über das Suchen nach Fehlern
Die Guten suchen nicht die Fehler anderer. Werden jene, die nicht gelernt haben, das Gute zu erkennen, bei anderen Fehler sehen? Werden Menschen wie ich mich tadeln? Wer Fehler finden will, mag hinter meinen Versen danach suchen. [Der Wortlaut dieses Bescheidenheitsgedichts ist im Satzanschluss mehrdeutig; die Wiedergabe bleibt vorläufig.]
Zweites vorangestelltes Gedicht – Die vier Lebensziele
Geben ist Rechtschaffenheit. Erwerb ohne böse Taten ist wahrer Besitz. Freude ist die liebevolle Verbundenheit zweier Menschen, deren Herzen jederzeit übereinstimmen. Des Höchsten zu gedenken und auch diese drei loszulassen: Das ist Befreiung, die höchste Glückseligkeit.
Teil 1: Der Weg zur Befreiung
1.1 Die Bedingungen der Geburt (Verse 1–10)
1. Das Wissen, das als Ursprung besteht, und der erste Laut: Sie sind der Sinn der vorgetragenen Schrift. (Umschrift · Tamil)
2. In der höchsten Kraft entstehen die fünf großen Elemente; durch ihre wechselnde Verbindung kommt Geburt zustande. (Umschrift · Tamil)
3. Klang, Berührung, Gestalt, Geschmack und Geruch sind der Schlamm, der das Begehren weckt. (Umschrift · Tamil)
4. Rechtschaffenheit, Lebensunterhalt, Freude und Befreiung: Diese vier sind die Möglichkeiten, die eine verkörperte Existenz eröffnet. (Umschrift · Tamil)
5. Der Erde gehören fünf Eigenschaften zu, dem Wasser vier, dem ausgedehnten Feuer drei, dem Wind zwei und dem Raum eine. (Umschrift · Tamil)
6. Mayan (Vishnu), Brahma, Rudra, Maheshvara und die Gestalt Shivas: Betrachtet diese fünf. (Umschrift · Tamil)
7. Mal (Vishnu), Ayan (Brahma), Feuer, Sonne, Mond und Uma: So werden sechs leuchtende Kräfte genannt. (Umschrift · Tamil)
8. Haut, Blut, Fleisch, Mark, Fett, Knochen und Samen sind die sieben Körperstoffe. (Umschrift · Tamil)
9. Erde, Wasser, Feuer, Mond, Wind, Sonne, Raum und die Gestalt des Opferherrn: Das sind die acht Erscheinungsweisen. [Die letzte Bezeichnung ist in der Vorlage sprachlich verkürzt.] (Umschrift · Tamil)
10. All dies verbindet sich zur Einheit des Körpers; der Keim, der alles in sich trägt, ist Bindu. (Umschrift · Tamil)
1.2 Der Sinn des Körpers (Verse 11–20)
11. Der ganze Sinn, einen Körper erlangt zu haben, liegt darin: Erkenne im Körper den Höchsten. (Umschrift · Tamil)
12. Alles Erkennen ist eine Frucht des Körpers. Ihr Einsichtigen, versteht dies! (Umschrift · Tamil)
13. Der eine wahre Gewinn, den dieser Körper ermöglicht, ist die Hinwendung zu Shankara, der die Frucht des Weges schenkt. (Umschrift · Tamil)
14. Der ganze Gewinn der Geburt besteht darin, den reinen Weg zu betreten und loszulassen. (Umschrift · Tamil)
15. Ohne den Körper gibt es hier kein Erkennen; durch den Körper wird das innerlich Geschaute möglich. (Umschrift · Tamil)
16. Wenn eine unbefleckte Gesinnung im Herzen Wohnung nimmt, offenbart der Körper den Herrn. (Umschrift · Tamil)
17. Der aus liebevoller Verbindung entstandene Körper vermittelt Klang und alle weiteren Wahrnehmungen. (Umschrift · Tamil)
18. Alles, was dem Leben festen Halt gibt, ist eine Frucht des Körpers. Suche ohne Zweifel den Ursprung. (Umschrift · Tamil)
19. Darin liegt der ganze Wert des Körpers, den du empfangen hast: Suche den Herrn mit Entschlossenheit. (Umschrift · Tamil)
20. Der ganze Wert dieses aus Nahrung gewachsenen Körpers liegt darin, den Uralten sichtbar werden zu lassen. (Umschrift · Tamil)
1.3 Der innere Körper (Verse 21–30)
21. Lernen, Hören und mit eigenen Augen Sehen werden durch die Wahrnehmung des angenommenen Körpers möglich. (Umschrift · Tamil)
22. Das Licht des inneren, von Taten geprägten Körpers gleicht einer silbernen und goldenen Gestalt. (Umschrift · Tamil)
23. Dieser innere Körper geht, genießt, kehrt wieder und wandert umher; er bleibt dabei bestehen. (Umschrift · Tamil)
24. Der Körper lässt die eine Frucht erkennen: die kommende Erfahrung zu genießen und freudig darin zu verweilen. (Umschrift · Tamil)
25. Die gründliche Erforschung des Zusammenhangs mit dem alten Körper vermag leidvolle Geburt aufzuheben. (Umschrift · Tamil)
26. Der Körper erfährt die Folgen guter und schlechter Taten und wandert weiter; er ist auch der Same künftigen Handelns. (Umschrift · Tamil)
27. Im inneren Körper wohnen neun; für den Unverständigen wird er zum täuschenden Körper. [Wer oder was mit den „neun“ gemeint ist, bleibt hier unbestimmt.] (Umschrift · Tamil)
28. Dieser im leiblichen Dasein verborgene Körper nährt alles Unwahre und ist zugleich ein Same für das Wirkliche. (Umschrift · Tamil)
29. Die Wirksamkeit des aus Lebensluft gebildeten Körpers bestimmt die Grenze der Lebensdauer. (Umschrift · Tamil)
30. Werden die neun Tore gemeinsam geschlossen, so wird Hara in der Liebe eins mit dir. (Umschrift · Tamil)
1.4 Sammlung in den Energiebahnen (Verse 31–40)
31. Unter den zweiundsiebzigtausend Energiebahnen sind zehn die wichtigsten. (Umschrift · Tamil)
32. Unter all diesen als Nerven bezeichneten Bahnen gibt es eine, die besondere Kraft besitzt. (Umschrift · Tamil)
33. Vom Nabel bis hinauf zum Scheitel verbindet sie Unten und Oben und bleibt als Band bestehen. (Umschrift · Tamil)
34. Die Bahn durchzieht den Bereich zwischen Händen und Füßen, fein wie der Faden eines Lotus. (Umschrift · Tamil)
35. Wie die Strahlen der Sonne verzweigen sich diese Bahnen und breiten sich aus. (Umschrift · Tamil)
36. Durch den ganzen Leib, mit Nerven und Knochen verbunden, erstreckt sich das Gefüge der Bahnen: Dies ist keine Unwahrheit. (Umschrift · Tamil)
37. Vom Nabel aus hat die Bahn ihren Stand im inneren Sinn des Omkara. (Umschrift · Tamil)
38. Das heilsame Licht, das durch die Bahnen eintritt, vermag bald Befreiung zu schenken. (Umschrift · Tamil)
39. Die Führung der Bahnen zu verstehen, sich zu sammeln und zur Ruhe zu kommen, um das beständige Licht zu schauen: Das ist Erkenntnis. (Umschrift · Tamil)
40. In jeder dieser Bahnen, die erkannt und zur Ruhe gebracht werden, ist Shiva gesammelt gegenwärtig. (Umschrift · Tamil)
1.5 Sammlung der Lebensluft (Verse 41–50)
41. Die Lebensluft entsteht an der Wurzel; am Ende wird sie achtfach, im äußeren Atemraum zwölf. Erkenne dies. [Die Zahlenangaben sind ohne Kommentar nicht eindeutig aufzulösen.] (Umschrift · Tamil)
42. Im Wechsel des Ausatmens durch Ida und Pingala wird die Gnade Haras erreicht. (Umschrift · Tamil)
43. Wenn man mit den Fingern verschließt und geordnet ausatmet, wächst die Kraft im Einatmen. (Umschrift · Tamil)
44. Wenn das Ausatmen im Körper über ungezählte Zeiten geübt wird, gewinnt das Erkennen seinen inneren Stand. [Die Zeitangabe ist poetisch und die Wendung sprachlich verdichtet.] (Umschrift · Tamil)
45. Lass die Lebensluft, die sich durch alle Haarporen zerstreut, ohne Aufsteigen im Inneren ruhen. (Umschrift · Tamil)
46. Wenn Einatmen und Verweilen dem Ausatmen entsprechen, wird der Atem wie die Zunge einer ausgeglichenen Waage. (Umschrift · Tamil)
47. Wenn du während des Atemanhaltens Hara zum Ziel nimmst und schaust, bleibt der Atem stetig wie eine Biene. [Das Bienenbild ist deutungsbedürftig.] (Umschrift · Tamil)
48. Im geordneten Wechsel von Ausatmen, Einatmen und Atemanhalten bleibt der Kopf wie eine Waage im Gleichgewicht. (Umschrift · Tamil)
49. Wer die Führung der Lebensluft versteht und gesammelt zur Ruhe kommt, erlangt nach dieser Lehre eine Verlängerung des Lebens. (Umschrift · Tamil)
50. Wenn die ausströmende Lebensluft sich sammelt, gleicht sie Shiva. Halte die absinkende Lebensluft zurück. (Umschrift · Tamil)
1.6 Sammlung im Feuer (Verse 51–60)
51. Wenn du im innersten Ende das Feuer als Flamme schaust, kannst du die Fessel der Wiedergeburt durchtrennen. (Umschrift · Tamil)
52. Wenn es innen und außen zugleich kraftvoll auflodert, lässt sich die trügerische Unreinheit abschneiden. (Umschrift · Tamil)
53. Wenn du nach innen schaust wie auf eine brennende Flamme, wird selbst die Kohle zur Gestalt der Glut. (Umschrift · Tamil)
54. Wenn du das innere Feuer gesammelt entfachst, wird es bald zu einem hellen, weißen Feuer. (Umschrift · Tamil)
55. Wenn du das Licht gesammelt ins Innere des Nabels lenkst, nimmt es die Gestalt abendlicher Glut an. (Umschrift · Tamil)
56. Wenn du im Inneren der fünfundzwanzig das Feuer schaust, weichen die täuschenden fünf nach außen. [Die Vorlage nennt die Zahlen, zählt die gemeinten Prinzipien aber nicht auf.] (Umschrift · Tamil)
57. Wenn du die einundfünfzig wie eine Flamme schaust, werden sie zum himmlischen Licht. [Eine Beziehung zu Lauten ist möglich, im Vers jedoch nicht ausgeführt.] (Umschrift · Tamil)
58. Wenn du die angefachte Flamme ohne Schwanken betrachtest, vermagst du das Ersehnte zur Erfüllung zu bringen. (Umschrift · Tamil)
59. Wenn du das Feuer mit dem Herzen gesammelt entfachst, wird daraus allmählich und doch bald Befreiung. (Umschrift · Tamil)
60. Schaust du fest auf das strahlende innere Licht, wird es zur hellen Lampe am Abend. (Umschrift · Tamil)
1.7 Sammlung im Nektar (Verse 61–70)
61. Wenn du am hinteren Gaumen verschließt und dort den Nektar trinkst, wirst du zum Herrscher der Himmlischen. (Umschrift · Tamil)
62. Wenn du den von sechzehn Kräften erfüllten Nektar trinkst, erlangst du leuchtende Fülle. (Umschrift · Tamil)
63. Wenn du den Nektar aus dem Gefäß des Omkara trinkst, gibt es, recht verstanden, keine Zeit des Hingehens mehr. (Umschrift · Tamil)
64. Wenn du den Nektar jenes Gefäßes erkennst und trinkst, vergeht das Bedürfnis nach Speise. (Umschrift · Tamil)
65. Wenn du aufmerksam den zufließenden Nektar aufnimmst, kannst du die immer wieder genannte Geburt durchtrennen. (Umschrift · Tamil)
66. Wenn du beim Licht der Erkenntnis den guten Nektar trinkst, wirst du ein Shiva-Yogi. (Umschrift · Tamil)
67. Wenn du den oberen Nektar ungehindert trinkst, kannst du den Todesgott überlisten. (Umschrift · Tamil)
68. Wenn du mit angefachtem Atemfeuer den vermischten Nektar trinkst, wird er zum lieblichen Trank der Erkenntnis. [Die Verbindung von Atem und Feuer ist eine kontextuelle Deutung.] (Umschrift · Tamil)
69. Wenn du den grenzenlos süßen Nektar trinkst und wohlig darin verweilst, wirst du selbst zum uralten ursprünglichen Licht. (Umschrift · Tamil)
70. Wenn du den Nektar trinkst, der die Mondhalle erfüllt, kannst du dich über den Luftraum hinweg bewegen. (Umschrift · Tamil)
1.8 Verehrung (Verse 71–80)
71. Bringe die drei Bereiche zusammen und verweile mit ihnen: So verehre den Herrn des Alls. (Umschrift · Tamil)
72. Nimm einen festen Sitz ein, verehre Hara, vollziehe die Anbetung und vereinige dich im Inneren. (Umschrift · Tamil)
73. Das Herz ist der Altar; das Bewusstsein ist das Shiva Linga. So verehren die klar Erkennenden. (Umschrift · Tamil)
74. Erkenne in der inneren Stütze Shivas Gestalt und verehre sie ohne Trennung. (Umschrift · Tamil)
75. Verweile erfüllt, verbinde dich mit Shivas Gestalt und verehre sie mit ganzer Aufmerksamkeit. (Umschrift · Tamil)
76. Erkenne mit erleuchtetem Denken das wahrhaft Wirkliche und verehre es ohne Schwanken. (Umschrift · Tamil)
77. Schau im Körper den Herrn, der niemals fortgeht, und verehre ihn selbst. (Umschrift · Tamil)
78. Halte alle Mantras ohne Verwirrung innerlich gegenwärtig und verehre den ursprünglichen Hara. (Umschrift · Tamil)
79. Mit unerschütterlicher Sammlung gedenke seiner im Körper und vollziehe die Verehrung. (Umschrift · Tamil)
80. Schaue tief ins Innere des Herzens und verehre dort behutsam das leuchtende Licht. (Umschrift · Tamil)
1.9 Inneres Erkennen (Verse 81–90)
81. Durch geistige Übung während ungezählter Weltzeiten gewinnt man das Erkennen, das den Herrn im Inneren erfährt. (Umschrift · Tamil)
82. Lange Weltzeiten hindurch Hara zu verehren und zu üben führt zum Segen guter Erkenntnis. (Umschrift · Tamil)
83. Nur durch schwer zu ermessende, tiefe geistige Übung lässt sich dieses Erkennen erreichen. (Umschrift · Tamil)
84. Die in früherer Geburt unternommene Übung bringt später die Frucht des Erkennens. (Umschrift · Tamil)
85. Beständiges Erkennen zu gewinnen ist die Frucht davon, die Mühsal des leiblichen Daseins verstanden zu haben. [Die Wendung kann auch auf leibliche Askese bezogen werden.] (Umschrift · Tamil)
86. Aus der geistigen Übung, der Frucht früheren Daseins, erwächst schauendes Erkennen. (Umschrift · Tamil)
87. Wenn man forschend Erkenntnis gewinnt, ist Nichtwiedergeburt die Frucht unablässiger Übung. (Umschrift · Tamil)
88. Das aus Stille geborene Erkennen ist die Frucht des durch Weisheit geprägten Körpers. (Umschrift · Tamil)
89. Das Wissen zu erlangen, das mit dem Ursprung eins wird, ist die recht vollzogene geistige Übung. (Umschrift · Tamil)
90. Wer sich Wald und Berge als Ort der Übung wählt und dort Tapas übt, kann die Frucht des Erkennens erlangen. (Umschrift · Tamil)
1.10 Hingabe (Verse 91–100)
91. Wenn du mit Hingabe liebevoll im Inneren Hara schaust, ist das die Wurzel der Befreiung. (Umschrift · Tamil)
92. Singe, tanze und liebe immer wieder; suche ihn mit einem Geist, der auf Shiva gerichtet ist. (Umschrift · Tamil)
93. Weine und rufe aus Liebe nach dem Herrn; gedenke seiner im Inneren, bis selbst deine Knochen vor Hingabe schmelzen. (Umschrift · Tamil)
94. Verehre ihn, preise ihn und sammle dein Herz. Suche den Herrn in Liebe. (Umschrift · Tamil)
95. Wenn du mit festem Blick und voller Liebe schaust, wirst du das Licht des Herrn in dich aufnehmen. (Umschrift · Tamil)
96. Wenn du den Guten verehrst und bei dem Wort „Mein Herr“ dahinschmilzt, wird dann nicht der Zustand des Herrn in dir Bestand gewinnen? (Umschrift · Tamil)
97. Werde zum Diener seiner Diener; schmelze in Liebe und schaue in dir, bis du ganz einsgerichtet bist. (Umschrift · Tamil)
98. Betrachte alle Lebewesen als den Herrn und begegne ihnen mit Liebe. (Umschrift · Tamil)
99. Wenn die Haare sich aufrichten, dein Körper erbebt und Schweiß hervortritt, preise den Herrn ohne Falschheit. (Umschrift · Tamil)
100. Sammle dich, erkenne und suche. Erforsche Hara auf rechte Weise im Inneren. (Umschrift · Tamil)
Ende des Teils „Der Weg zur Befreiung“.
Teil 2: Die heilige Gnade
2.1 Gnade empfangen (Verse 101–110)
101. Ohne Gnade gibt es keine innere Erkenntnis; durch Gnade lassen sich die Unreinheiten durchtrennen. (Umschrift · Tamil)
102. Wenn durch die Gnade des Herrn die Dunkelheit vertrieben wird, entsteht ein klares, auf Shiva gerichtetes Bewusstsein. (Umschrift · Tamil)
103. Wahrhaftigkeit, ein Herz ohne Falschheit und fleckenlose Reinheit: So zeigt sich die Gnade des Herrn. (Umschrift · Tamil)
104. Wird die Gnade Shivas empfangen, der in jedem Inneren wohnt, entsteht dort Glückseligkeit. (Umschrift · Tamil)
105. Wer die lichtvolle, beständige Gnade empfängt, kann das beabsichtigte Werk vollenden. (Umschrift · Tamil)
106. Wer die uranfängliche Gnade des Herrn empfängt, kann alles zur Erfüllung führen. (Umschrift · Tamil)
107. Wird die Gnade Shivas empfangen, der im Herzen wohnt, zerreißt die bindende Schlinge. (Umschrift · Tamil)
108. Wird die Gnade des Herrn empfangen, erscheint eine fleckenlose Gesinnung, leuchtend wie der Mond. (Umschrift · Tamil)
109. Wird das Licht der Erkenntnis nicht nur denen zuteil, die sehnsüchtig „Ach, ach!“ rufen und Gnade empfangen? [Die rhetorische Form der zweiten Zeile ist nicht ganz eindeutig.] (Umschrift · Tamil)
110. Wird Shivas unablässige Gnade empfangen, schenkt sie wortlos unvergängliche Freude. (Umschrift · Tamil)
2.2 Beständiges Gedenken (Verse 111–120)
111. Schaue mit gesammelter Aufmerksamkeit, ohne Verwirrung; stelle Shiva in dein Herz und gedenke seiner. (Umschrift · Tamil)
112. Richte im Inneren der Kundalini dein Denken auf Hara und schaue über die inneren Bereiche hinaus. (Umschrift · Tamil)
113. Besinnt euch! Schaut Shiva in einem gesammelten Geist: Er ist das uralte Wirkliche. (Umschrift · Tamil)
114. Erkenne den Herrn im Herzen mit fester Entschiedenheit und lass die übermächtige Unreinheit los. (Umschrift · Tamil)
115. Erkennt, verbindet euch im Bewusstsein mit der inneren Stütze und verweilt prüfend in euch selbst. (Umschrift · Tamil)
116. Wenn du seiner täglich gedenkst, in Liebe schmilzt und dich mit dem Makellosen vereinst, wirst du ganz zu seinem Licht. (Umschrift · Tamil)
117. Verstehe den Klang, gewinne dort Erkenntnis und bleibe im Gedenken an den Herrn. (Umschrift · Tamil)
118. Wenn du jenseits von Tag und Nacht über die beiden Lichter meditierst, kannst du mit dem Höchsten jenseits des Höchsten eins werden. (Umschrift · Tamil)
119. Wenn du mit kraftvollem Herzen innig nachsinnst und meditierst, wirst du ganz Shivas Gestalt. (Umschrift · Tamil)
120. Shiva entfaltet sich für die Suchenden in der von ihnen ersehnten Weise überall und ist doch schwer zu schauen. (Umschrift · Tamil)
2.3 Erkennen und Klarheit gewinnen (Verse 121–130)
121. Prüft und gewinnt Klarheit: Im inneren Erkennen ist das, was Shiva genannt wird, auch die Vielfalt der beschriebenen Eigenschaften. (Umschrift · Tamil)
122. Wenn du das Bewusstsein erforschst, das „Es gibt“ und „Es gibt nicht“ sagt, entzieht sich Shiva dem bloßen Gegenständlich-Sehen. [Sinngemäße Wiedergabe einer sprachlich gedrängten Aussage.] (Umschrift · Tamil)
123. Für jeden Einzelnen ist er der Eine; für alle Lebewesen ist er derselbe Eine, der sich in vielen Eigenschaften zeigt. (Umschrift · Tamil)
124. Gibt es Wiedergeburt für jene, die erkannt haben, dass Shiva für alle ein und derselbe ist? (Umschrift · Tamil)
125. Wie die Sonne für alle Lebewesen dieselbe ist, so ist, gründlich betrachtet, Shiva ein und derselbe. (Umschrift · Tamil)
126. Verstehe klar: Das unaufhörlich Eine erscheint als Vieles und ist für alle Lebewesen das Göttliche. (Umschrift · Tamil)
127. Was bedeutet es, wenn Menschen, die sich selbst nicht kennen, sagen: „Wir erkennen das Wesen des Herrn richtig“? (Umschrift · Tamil)
128. In welcher Welt sie auch leben: Die Lobpreisenden verehren die Füße des Herrn der guten Welt. (Umschrift · Tamil)
129. Für alle in der Welt lebenden Wesen ist der Herr wie der Mond, der sie mit seiner Gegenwart erfüllt. (Umschrift · Tamil)
130. Für alle Lebewesen, die in der Welt bestehen, ist der Herr der unermessliche Ursprung. (Umschrift · Tamil)
2.4 Erkenntnis der inneren Kräfte (Verse 131–140)
131. Wenn der Mond, der Shakti ist, die strahlende Sonne durchdringt, ist dies die Wurzel der Befreiung. (Umschrift · Tamil)
132. Wenn die Sonne sich mit dem seine Bahn durchlaufenden Mond vereint, eröffnet sich der Zugang zur Befreiung. [Die astronomisch-yogische Bildsprache bleibt deutungsbedürftig.] (Umschrift · Tamil)
133. Selbst Rechtschaffenheit, Besitz und Freude, die durch die fünf nicht vergehen, lassen die unablässig Wachen los. [Der Bezug der „fünf“ ist unklar.] (Umschrift · Tamil)
134. Wer mit dem Herrn eins wird, dem bleibt nichts unzugänglich; er wird selbst zum Licht einer strahlenden Lampe. (Umschrift · Tamil)
135. Wenn du in allem eigenen Handeln ohne ein abgetrenntes Ich erkennst, wird das Denken zu Gold. (Umschrift · Tamil)
136. Wenn du den verborgenen Zeichenlaut erkennst, wird das Innere bald zur Stätte der Befreiung. (Umschrift · Tamil)
137. Wenn du nach dem inneren Ort der Befreiung verlangst, vereine dich mit dem Licht im verborgenen Raum. (Umschrift · Tamil)
138. Um dich mit dem in Fülle gegenwärtigen Shiva zu verbinden, breite deine ganze Aufmerksamkeit auf ihn aus. (Umschrift · Tamil)
139. Wenn das Ausatmen gewendet wird und du ohne Unterbrechung verweilst, erfüllt Shiva das Innere. (Umschrift · Tamil)
140. Im beständigen inneren Raum des Geistes liegt Wachheit; im Mond erscheint Erkennen. [Die genaue Zuordnung der Bewusstseinsbereiche ist nicht erklärt.] (Umschrift · Tamil)
2.5 In der einen Gestalt verweilen (Verse 141–150)
141. Wie Öl im Sesamsamen ist das Licht des Herrn im Inneren gegenwärtig. (Umschrift · Tamil)
142. Wie Butter in der Milch ist der Herr alles durchdringend gegenwärtig, eingegangen in den Faden. [„Faden“ kann hier einen feinen Zusammenhang oder eine innere Bahn bezeichnen.] (Umschrift · Tamil)
143. Wie Zucker im Zuckerrohr, Butter in erhitzter Milch und Wasser, das glühendes Eisen aufgenommen hat: So ist seine Natur. (Umschrift · Tamil)
144. Wie der Saft einer Frucht durchdringt der Herr alles. So lässt sich sein Zustand lobend beschreiben. (Umschrift · Tamil)
145. Mit dem Körper wird es sichtbar; es wird zu allem und bleibt zugleich fein wie ein Atom. (Umschrift · Tamil)
146. Wie Samen und Keim entfaltet sich das Erkennen überall und bleibt im Inneren als Eines bestehen. (Umschrift · Tamil)
147. Wenn Furcht und Ichhaftigkeit im Inneren beruhigt sind, wird der Zustand des Herrn gewiss. (Umschrift · Tamil)
148. Wie Wasser und Duft in der Knospe, wie der Keim im Ei: So ist die Gegenwart im inneren Haus. [Die Wortgliederung des ersten Bildes ist unsicher.] (Umschrift · Tamil)
149. Im Herzen derer, die seiner gedenken, wohnt er als der Makellose; er selbst ist das Selbst aller Lebewesen. (Umschrift · Tamil)
150. Im Klang steigt ein Eines auf und kommt wie der Duft einer wohlriechenden Blüte. (Umschrift · Tamil)
2.6 Befreiung schauen (Verse 151–160)
151. Es ist weder im Denken noch im zugehörigen Intellekt, weder im Ichbewusstsein noch im Erinnerungsgemüt zu finden. (Umschrift · Tamil)
152. Es ist auch nicht in den von den Religionen geschaffenen Büchern, in denen Wort und Gedanke sich verwirren. (Umschrift · Tamil)
153. Es hat keine einzelne Gestalt und kein gegenständliches Erkennen; auch das als formlos Beschriebene ist es selbst. (Umschrift · Tamil)
154. Es besitzt keine eigene Gestalt, ist überall und wohnt zugleich im Inneren des Herzens. (Umschrift · Tamil)
155. Ohne die Benennungen weiblich, männlich oder geschlechtslos besteht dieses Wunder als weiter Raum. (Umschrift · Tamil)
156. Entfernst du dich von dem Bewusstsein, das alle Gestalten geworden ist, bleibt auch nicht ein hirsekornkleines Stück Shiva übrig. (Umschrift · Tamil)
157. Vom vorderen Ende aus, ohne gewöhnliches Erkennen: zwei Fingerbreiten ... [Die überlieferte Wortfolge ist nicht zuverlässig als zusammenhängender Satz übersetzbar. Der räumliche Hinweis „zwei Fingerbreiten“ ist erkennbar; eine vollständige Deutung bleibt offen.] (Umschrift · Tamil)
158. Besteht auch nur ein halbes Haarspitzchen verstandesmäßigen Erkennens fort, bleibt beim ursprünglichen Zustand Zweifel bestehen. [Die Verbindung der zweiten Zeile ist unsicher.] (Umschrift · Tamil)
159. Wenn das Lebewesen mit dem höchsten Sadashiva eins wird, bleibt kein gesondertes erfahrendes Erkennen mehr. (Umschrift · Tamil)
160. Wenn Schlaf, Wachbewusstsein und Hunger aufgehoben sind, ist erneute Geburt nicht mehr nötig. (Umschrift · Tamil)
2.7 Jenseits der Gestalt (Verse 161–170)
161. Wenn du die Befreiung ohne erneute Empfängnis im Herzen suchst, verweile in gestaltlosem Erkennen. (Umschrift · Tamil)
162. Wenn du wünschst, nicht erneut geboren zu werden, durchtrenne die Bindung und wende dich von der Gestalt ab. (Umschrift · Tamil)
163. Wenn alle Gestalten vollständig losgelassen werden, gibt es für dich keinen neuen Mutterschoß. (Umschrift · Tamil)
164. Schwarz, Weiß, Rot, Gold und Grün: Lass diese Gestaltmerkmale los und verweile jenseits davon. (Umschrift · Tamil)
165. Wenn alle Gestalten vollständig aufgehoben sind und du so verweilst, ist dies Befreiung ohne künftige Geburt. (Umschrift · Tamil)
166. Wenn du Erinnern und Vergessen hinter dir lässt und in ihrer Verneinung verweilst, gibt es keine erneute Geburt für dich. (Umschrift · Tamil)
167. Wenn du alle vorgestellten Gestalten vollständig überschreitest, gibt es keine Rückkehr zur Geburt: Das ist Befreiung. (Umschrift · Tamil)
168. Bringe das rastlos redende Denken zur Ruhe; die unterscheidenden Vorstellungen des Weltalls zu durchschauen ist Befreiung. (Umschrift · Tamil)
169. Um die Geburt abzuschneiden und Befreiung zu erlangen, verweile ohne ein großes Vergleichsbild und löse dich von der Gestalt. (Umschrift · Tamil)
170. Wenn Klangwahrnehmung und der Zustand ohne Lebensregung überschritten sind, braucht von Geburt nicht mehr gesprochen zu werden. [Die doppelte Verneinung der Atem- beziehungsweise Lebensregung ist sprachlich schwierig.] (Umschrift · Tamil)
2.8 Die Wiedergeburt beenden (Verse 171–180)
171. Wenn du das Wissen erlangst, durch das du dich selbst erkennst, gibt es keine weitere Geburt: Das ist Befreiung. (Umschrift · Tamil)
172. Wenn du das Erkennen schaust, das Rechtschaffenheit und Schuld erforscht, brauchst du nicht mehr von Geburt zu Geburt zu wandern. (Umschrift · Tamil)
173. Wenn du selbst Shivas Gestalt geworden bist und gesammelt zur Ruhe kommst, wird die Wiedergeburt aufgehoben. (Umschrift · Tamil)
174. Wenn Schlaf, Wachheit und der Zustand ohne Lebensregung überschritten sind, ist das Höchste die Befreiung ohne Geburt. [Dieselbe schwierige Wendung wie in Vers 170.] (Umschrift · Tamil)
175. Wenn Erinnern, Vergessen und der große Hunger vergehen, wird die ganze Welt zur Befreiung. (Umschrift · Tamil)
176. Wenn die beiden Körper vergehen, gibt es einen bleibenden Gewinn: die fest gegründete Wirklichkeit des Herrn. (Umschrift · Tamil)
177. Wenn du dich selbst erkennst, gesammelt zur Ruhe kommst und das abgesonderte Ich vergeht, gibt es keine weitere Geburt: Das ist Befreiung. (Umschrift · Tamil)
178. Wenn die Verwirrung weicht und die Unreinheit abgeschnitten wird, bleibt ein großer reiner Raum, eine Stätte ohne Dunkelheit. (Umschrift · Tamil)
179. Wenn die Veränderungen aufgehoben werden und du wahres Erkennen schaust, ist dieses Wissen das A. Versteht dies! (Umschrift · Tamil)
180. Wenn Erinnerungsgemüt, Ichhaftigkeit und die gebündelte Sinnesbindung vergehen, ist Befreiung schon gegenwärtig. (Umschrift · Tamil)
2.9 Das reine Licht schauen (Verse 181–190)
181. Wenn die Bindung an alles Erscheinende durchschnitten wird und reiner Raum hervortritt, erscheint das reine Licht. (Umschrift · Tamil)
182. Wenn du das klare Licht der strahlenden Lampe schaust, ist eben dies die weite, offene Befreiung. (Umschrift · Tamil)
183. Wenn du oben eine Gestalt wie einen Blitz oder das Licht einer Lampe schaust, geht sie wie zuvor in die Wurzel ein. [Das Subjekt der zweiten Zeile bleibt offen.] (Umschrift · Tamil)
184. Wenn es die Farbe von Kristall, rechtsgewundener Muschel und Milch annimmt, ist es das strahlende Licht des reinen Weges. (Umschrift · Tamil)
185. Wenn du das weiße Licht von der Farbe einer Muschel schaust, liegt es klar vor dir wie eine Stachelbeere auf der Handfläche. (Umschrift · Tamil)
186. Wenn du das leuchtende Licht der Lampe schaust, die keines Anfachens bedarf, wird Befreiung bald offenbar. (Umschrift · Tamil)
187. Wenn es von selbst als Lämpchen wie ein Glühwürmchen erscheint, ist es der Schwan. [Das Bild bleibt im Text ohne weitere Erklärung.] (Umschrift · Tamil)
188. Wenn das innere Licht erscheint und erkannt wird, ist es das Licht der Gnade; dieses Licht ist das ursprüngliche Licht. (Umschrift · Tamil)
189. Wenn du im weiten Himmel ein allseits ausgedehntes Licht schaust, ist es das Licht des Allerhöchsten. (Umschrift · Tamil)
190. Zum ursprünglichen Licht und selbst zum herrschenden Herrn geworden, nimmt man die Gestalt des Ursprünglichen an. (Umschrift · Tamil)
2.10 Sadashiva (Verse 191–200)
191. In den zehn Richtungen und in der weiten, vom Meer umgebenen Welt ist Shiva überall gleichermaßen gegenwärtig. (Umschrift · Tamil)
192. Wie das strahlende Licht den Himmel erfüllt, erfüllt Shiva das Innere. (Umschrift · Tamil)
193. Als Körper, individuelles Leben und Verlangen ist Shiva selbst gegenwärtig und bleibt doch Eines. (Umschrift · Tamil)
194. Als Lebensluft, als bleibendes Leben und als innerer Sinn alles Übrigen ist Shiva selbst der Ort des Erkennens. (Umschrift · Tamil)
195. In zahllosen Arten des Geborenwerdens entfaltet sich Shiva überall und erfüllt jedes Innere. (Umschrift · Tamil)
196. Seit dem Anfang der Weltzeit ist Shiva der Eine und bleibt für die vielen Lebewesen ein und derselbe. (Umschrift · Tamil)
197. Als ein Ursprung und ein Ende ist Shiva für jedes Lebewesen als Zeit gegenwärtig. (Umschrift · Tamil)
198. Shiva ist selbst alle auf Erden geborenen Wesen und zugleich der Himmelsraum. (Umschrift · Tamil)
199. Als Entstehung und Befreiung, als der eine uralte Ursprung ist der Herr da, dem unser Lob gilt. (Umschrift · Tamil)
200. Alles Ruhende und alles sich Bewegende ist Shiva selbst; überall ist er innig gegenwärtig. (Umschrift · Tamil)
Ende des Teils „Die heilige Gnade“.
Teil 3: Das eigene Selbst
3.1 Der Weg des Guru (Verse 201–210)
201. Im Herzen derer, die durch geistige Übung ihr eigenes Wesen erkennen, wohnt Hara als Liebe. (Umschrift · Tamil)
202. Im Geist derer, die ihr Bewusstsein als Shiva schauen, verweilt Shiva als inneres Erkennen. (Umschrift · Tamil)
203. Wer nicht die Füße des Guru verehrt und sich mit ihm verbindet, dem bleibt Shiva gestaltlos und unzugänglich. (Umschrift · Tamil)
204. Außerhalb der Gegenwart eines verwirklichten wahren Lehrers gleicht man einem Hirsch, der sich im Netz verfangen hat. (Umschrift · Tamil)
205. Wenn der auf dem Weg gegründete Satguru den geraden Weg zeigt, ist Shiva ohne Trennung gegenwärtig. (Umschrift · Tamil)
206. Selbst wer viele gute Schriften lernt, kann den grenzenlosen Shiva nur schwer schauen. (Umschrift · Tamil)
207. Shiva verlässt nicht das Herz derer, die jenseits von Erinnern und Vergessen sind. (Umschrift · Tamil)
208. Im Leib eines Menschen, dessen Geist sich nicht auf das Eine sammelt, kommt die Vereinigung mit Shiva nicht zustande. (Umschrift · Tamil)
209. Wenn du gelernt hast, die Aufmerksamkeit auf den Ort ohne gewöhnliches Schauen zu richten, lässt Shiva dich nicht wieder los. (Umschrift · Tamil)
210. Nur denen, die die fünf großen Klänge abschneiden, spricht Shiva zu: „Fürchte dich nicht!“ [Die fünf Klänge werden nicht näher bestimmt.] (Umschrift · Tamil)
3.2 Baumwolle im Feuer (Verse 211–220)
211. Wenn du im inneren Raum meditierst wie Baumwolle im Feuer, zweifle nicht an Shiva. (Umschrift · Tamil)
212. Für die Herzen der Toren, die den Bereich der Wahrheit nicht kennen, liegt Shiva jenseits ihrer Reichweite. (Umschrift · Tamil)
213. Nur denen, die ins Innere des Herzens schauen und seiner gedenken, spricht Shiva zu: „Fürchte dich nicht!“ (Umschrift · Tamil)
214. Was nützt alles Lernen, wenn du nicht an dem Einen Halt findest, das an nichts haftet? (Umschrift · Tamil)
215. Wenn man den erkannt hat, der das eigene Selbst erkennt, kann man sich dann noch als gesondertes Selbst erkennen? [Die mehrfachen Selbstbezüge lassen mehr als eine Lesart zu.] (Umschrift · Tamil)
216. Wenn du das unausgesprochene Mantra erkennst und so nach innen schaust, dass die Flamme aufsteigt, folgt keine Geburt auf Erden mehr. (Umschrift · Tamil)
217. Wer mit unbewegter Aufmerksamkeit verweilt und erkennt, erfährt unermessliche Glückseligkeit. (Umschrift · Tamil)
218. Wer das strahlende Licht jenseits von Turiya schaut, kennt weder Tod noch Geburt: Das ist Befreiung. (Umschrift · Tamil)
219. Wenn du den Körper rein wie den Mond betrachtest, weicht das Schicksal und zieht sich zurück. (Umschrift · Tamil)
220. Wer klar erkennt, dass das individuelle Leben selbst das Shiva Linga ist, dessen Schuld vergeht. (Umschrift · Tamil)
3.3 Das innere Heiligtum (Verse 221–230)
221. Wenn du das im Inneren des wahren Leibes strahlende Licht schaust, ist es deutlich wie eine Stachelbeere auf der Handfläche. (Umschrift · Tamil)
222. Wenn der grenzenlose Reichtum geschaut wird, ist wortloses Verweilen Erkenntnis. (Umschrift · Tamil)
223. Wie nach einer Mahlzeit der Hunger gestillt ist, so erkenne es im ganzen Körper; die Liebe wächst. (Umschrift · Tamil)
224. Wer den sich aussprechenden Klang ausspricht, kennt weder graues Haar noch Runzeln noch den Todesgott. [Die Formulierung spielt auf einen heiligen Klang an, ohne ihn auszuschreiben.] (Umschrift · Tamil)
225. Wenn der zuvor unsichtbare reine Raum erscheint, ist es Erkenntnis, dich vor erneutem Erscheinen zu bewahren. (Umschrift · Tamil)
226. Wenn du das Wirkliche jenseits von Sprache und Geist schaust, gibt es keinen Verfall der leiblichen Gestalt. (Umschrift · Tamil)
227. Das Licht, das in deinem Inneren wohnt, steht beim Schauen im Auge und schenkt Freude. (Umschrift · Tamil)
228. Wenn die glückselige Gnade erkannt ist, wird man selbst zur Glückseligkeit. (Umschrift · Tamil)
229. Wer den Weg unvergessenen Schauens versteht, vermag ohne Sterben zu bleiben. (Umschrift · Tamil)
230. Die Wirklichkeit, die den Himmel erfüllt, ist eben das Licht, das den Körper von innen erfüllt. (Umschrift · Tamil)
3.4 Der Spiegel (Verse 231–240)
231. Wie Licht im Spiegel ist das Licht im Körper gegenwärtig, das du nach innen suchend erkennst. (Umschrift · Tamil)
232. Wenn du den Weg der fünf Sinne verstanden hast, fällt der Körper nicht mehr in Schlaf. (Umschrift · Tamil)
233. Wenn du heilsam und aufmerksam ins Innere des Nabels schaust, stirbt der Körper nicht. (Umschrift · Tamil)
234. Wenn du auf der Höhe des Halses das machtvolle Licht schaust, wird der Körper himmlisch. (Umschrift · Tamil)
235. Wenn du im Mond die Flamme betrachtest, wird der Körper zum Luftraum. (Umschrift · Tamil)
236. Wenn du die Gestalt schaust, die niemand kennt, wirst du zum Höchsten, das schaut. (Umschrift · Tamil)
237. Wenn du die Gestalt ohne Farbe erkennst, wird der Körper himmlisch. (Umschrift · Tamil)
238. Wenn du gerade vor der Stirn das volle Licht schaust, vergeht der Körper nicht mehr. (Umschrift · Tamil)
239. Wenn du den Geist im großen reinen Raum einsgerichtet hast, wird der Körper zu Erkenntnis. (Umschrift · Tamil)
240. Wenn du mit dem Reinen eins wirst und der Geist überschritten ist, vergeht der Körper nicht mehr. (Umschrift · Tamil)
3.5 Die Zeit der Leere erkennen (Verse 241–250)
241. Wenn du den weiten Raum schaust, erfüllt von einer Flammengestalt, wird der Körper zum auf der Schlange Ruhenden. [Das Bild bezeichnet gewöhnlich Vishnu; seine genaue Funktion ist hier offen.] (Umschrift · Tamil)
242. Gehe mit der Gestalt als Flamme ins Innere und schaue von der Stelle zwischen den Augenbrauen aus. (Umschrift · Tamil)
243. Wenn du zwischen den Augenbrauen verweilst und den Heiligen schaust, besteht der Körper ohne Gestalt. (Umschrift · Tamil)
244. Wenn du die Wirklichkeit erkennst, die innen und außen nicht weicht, zeigt der Körper viele Weltzeiten. (Umschrift · Tamil)
245. Wenn die Lebenskraft gesammelt wird, sodass sie nicht nutzlos entweicht, wird der Körper still wie ein gemaltes Bild. (Umschrift · Tamil)
246. Wenn die fünf Sinne gesammelt sind und du im Erkennen verweilst, fällt der Körper nicht mehr in Schlaf. (Umschrift · Tamil)
247. Wenn du im Inneren mit Klarheit auf das Feuer schaust, vergeht der Körper danach nicht. (Umschrift · Tamil)
248. Wenn du ohne ein eigenes Ende die Flamme schaust, wird der Körper zur Glückseligkeit. [Die Wendung der ersten Zeile ist unsicher; auch ein Bezug auf das Aufhören der Ichbezogenheit ist denkbar.] (Umschrift · Tamil)
249. Wenn du die Wirklichkeit erkennst, die ohne Aufhören besteht, bleibt der Körper ohne Vergehen. (Umschrift · Tamil)
250. Wenn du über das uralte Wirkliche meditierst, das ohne Anhaftung besteht, vergeht der Körper nicht mehr. (Umschrift · Tamil)
3.6 Der Zustand des Shiva-Yoga (Verse 251–260)
251. Führe die Lebensluft von unten stetig aufwärts und bemühe dich, sie bis über den Scheitel strömen zu lassen. (Umschrift · Tamil)
252. Fülle die innere Bahn mit dieser Lebensluft und lass sie behutsam in den Raum frei. (Umschrift · Tamil)
253. Atme sanft aus, atme ein, bis der Körper sich weitet, und halte mit gesammelter Aufmerksamkeit den Atem an. (Umschrift · Tamil)
254. Das Ausatmen umfasst zweiunddreißig Zähleinheiten; das Einatmen sechzehn. (Umschrift · Tamil)
255. Beim Atemanhalten wird die Luft vierundsechzig Zähleinheiten festgehalten. (Umschrift · Tamil)
256. Übe zuerst Ausatmen, danach Einatmen und anschließend Atemanhalten. (Umschrift · Tamil)
257. Verbinde die Tätigkeit der Lebensluft mit den zehn Hauptbahnen und den zweiundsiebzigtausend Bahnen. [Die gedrängte Zahlenfolge wird im Zusammenhang mit Vers 31 so gelesen.] (Umschrift · Tamil)
258. Hebe die Lebensluft, die an den zehn Toren zerstreut ist, zum Tor des Herrn empor. (Umschrift · Tamil)
259. Wenn die Lebensluft in Gnade auf der rechten Seite fließt, übe Meditation und Samadhi. (Umschrift · Tamil)
260. Erkenne die ursprüngliche Wurzel und rezitiere dann die fünf Buchstaben ohne Trennung. (Umschrift · Tamil)
3.7 Der Zustand der Erkenntnis (Verse 261–270)
261. Verweile allein im großen Antlitz Tatpurushas und sprich die hervortretenden fünf aus. [Gemeint sein können fünf Mantralaute; der Wortlaut zählt sie nicht auf.] (Umschrift · Tamil)
262. Oberhalb des großen Antlitzes Tatpurushas, über dem Stern, steht das große Licht: Verweile darin. (Umschrift · Tamil)
263. Stimme dich auf die Füße des genannten Tatpurusha ein und rezitiere weiter ohne Trennung. (Umschrift · Tamil)
264. Wenn das keimende Feuer sich zu einer vollen Flamme verbindet, wird dies zum aufsteigenden Stern. [Die Bildfolge ist eine vorläufige sinngemäße Lesart.] (Umschrift · Tamil)
265. Wende das Feuer zurück, entfache es und verbinde in seiner Mitte das bezeichnete „cī“. [Die Vorlage hat „சீ“; eine sichere Auflösung dieser verschlüsselten Silbenanweisung ist nicht möglich.] (Umschrift · Tamil)
266. Wenn du Fuß und Haupt erkennst und miteinander verbindest, ist dies wahrhaft gut. (Umschrift · Tamil)
267. Wenn Gold und Silber sich verbinden, sind eben darin die Füße des Einen. (Umschrift · Tamil)
268. Wenn du den bestehenden Laut mit dem nicht bestehenden Laut vereinst, bleibt nur das Eine. (Umschrift · Tamil)
269. Wenn der gesprochene Laut sich mit dem ungesprochenen verbindet, ist der Lehrer der höchste Nandi. (Umschrift · Tamil)
270. Wenn du das unvergängliche Leben bei ihm ruhen lässt, bleibt nichts Tadelnswertes. Sieh! (Umschrift · Tamil)
3.8 Von der Erkenntnis nicht weichen (Verse 271–280)
271. Der Ort des Geborenwerdens ist der Ort Mals; wenn du unablässig verweilst, ist der Ort des Vergehens der Ort des Feuers. [„Mal“ kann Vishnu bezeichnen; die yogische Zuordnung der Orte bleibt unklar.] (Umschrift · Tamil)
272. Die Stätte, an der man ohne Sterben verweilt, ist die Stille. Bleibe darin in Einsamkeit und Sammlung. (Umschrift · Tamil)
273. Die Frucht des Vila-Baumes, die im offenen Raum reift, geht als Licht in das Licht ein. [Das Fruchtbild ist mehrdeutig.] (Umschrift · Tamil)
274. Wer in Stille ohne Vergessen und ohne erinnerndes Denken verweilt, wird danach weder geboren noch stirbt er. (Umschrift · Tamil)
275. Richte dich auf die Vereinigung mit dem Guru, dem höchsten Nandi, und weiche zu beiden Tageszeiten nicht davon ab. (Umschrift · Tamil)
276. Die Stätte, an der das schöne Licht erstrahlt, ist auch das Mantra-Rad. (Umschrift · Tamil)
277. Weiter als das Weiteste, durch Worte nicht zu erschöpfen: Schaue das unschaubare Höchste jenseits des Höchsten. (Umschrift · Tamil)
278. Der Herr sprach: „Dies sind die beiden Lichter.“ Verweile über dem Wasserlicht. [„Wasserlicht“ bewahrt eine nicht sicher erklärte Bildwendung der Vorlage.] (Umschrift · Tamil)
279. Die kostbare Wirklichkeit ohne Ende und Anfang ist die schöne Flamme der Erkenntnis. (Umschrift · Tamil)
280. „Dies ist das Mittel zur Befreiung“: So hat der Guru es auf das Blatt geschrieben und festgehalten. Sieh! (Umschrift · Tamil)
3.9 Der wahre Weg (Verse 281–290)
281. Die Tätigkeit der Stille offenbart die drei Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. (Umschrift · Tamil)
282. Wie ein Funke, der in Baumwolle fällt, breitet sich die Flamme der Erkenntnis aus und schläft nicht. (Umschrift · Tamil)
283. Wie ein Blitz, der im Augenblick aufleuchtet und wieder in sich zurückgeht: Erforsche so Shivas Wirken in uns. (Umschrift · Tamil)
284. Wenn du den Geist sammelst und er gesammelt im Inneren aufsteigt, was bliebe dann noch allein durch Hören zu gewinnen? (Umschrift · Tamil)
285. Erforsche den Ort, an dem Fuß und Haupt sich zu einem verbinden, als den vierten Zustand. (Umschrift · Tamil)
286. In der dritten Ebene über dem Wurzelgrund ist Shiva, der das Gift trinkt. [Die genaue räumliche Zuordnung wird nicht erläutert.] (Umschrift · Tamil)
287. Richte den Geist über den Gipfel der aufsteigenden Flamme: Dort ist das Licht ohne Tätigkeit. (Umschrift · Tamil)
288. Richte den Geist über das verschlossene Tor und schaue den Schöpfer selbst. (Umschrift · Tamil)
289. Sechsundsechzig Jahre: Erkenne dies mit Festigkeit. [Worauf sich die Zeitangabe genau bezieht, bleibt im Vers unausgesprochen.] (Umschrift · Tamil)
290. Innerhalb eines Jahres werden die acht großen Vollkommenheiten erreicht. Verstehe diese gesetzte Lehre klar. [Eine traditionelle Wirkungszusage des Textes.] (Umschrift · Tamil)
3.10 Die Schau des Vierten (Verse 291–300)
291. Das Feuer hat acht, der Mond sechzehn und die zuvor genannte Sonne zwölf Anteile im Inneren. (Umschrift · Tamil)
292. Wenn Sonne und Feuer eins werden, ist es der Mond. Schau den wohltuenden Ertrag. (Umschrift · Tamil)
293. Wenn Mond und Feuer zusammenkommen und eins werden, erkenne darin die Sonne. (Umschrift · Tamil)
294. Wenn die Sonne in den Mond eintritt und dort zur Ruhe kommt, geht der Vollmond auf: So wird es bezeichnet. (Umschrift · Tamil)
295. Wenn der Mond in die erscheinende Sonne eintritt, wird dies Neumond genannt. (Umschrift · Tamil)
296. Wenn Feuer und Sonne sich verbinden, entstehen daraus anschließend all diese Zustände. (Umschrift · Tamil)
297. Für den, dem Neumond und Vollmond so zuteilwerden, kommen Leben und Körper ins Gleichgewicht. (Umschrift · Tamil)
298. Erkenne, dass es im Weltall ebenso ist; sage, dass derselbe Zusammenhang auch im Körper besteht. (Umschrift · Tamil)
299. Wenn der aufsteigende Mond absinkt, tritt Ruhe ein; nimm dies als den genannten Vollmond. [Die Beziehung von Aufstieg, Absinken und Ruhen bleibt erklärungsbedürftig.] (Umschrift · Tamil)
300. Wenn du den aufgehenden Mond schaust und dort ruhst, gilt dies als Neumond. [Die knappe inneryogische Aussage ist keine astronomische Definition.] (Umschrift · Tamil)
3.11 Die Schau der höchsten Erkenntnis (Verse 301–310)
301. Halte das Feuer der drei Bereiche fest; dann trennt sich dieser Körper eine Weltzeit lang nicht davon. [Der genaue Bezug des letzten Verbs ist unsicher.] (Umschrift · Tamil)
302. Am Freitag, Mittwoch und Montag leite den zeitgebundenen Atemstrom auf die linke Seite. (Umschrift · Tamil)
303. Am Dienstag, Samstag und Sonntag halte ihn rechts; wenn dies so geschieht, gibt es keine Bedrängnis. (Umschrift · Tamil)
304. Am Donnerstag gilt bei zunehmendem Mond die linke, bei abnehmendem Mond die rechte Seite. Beachte die Mondphase. [„Gold“ wird hier im Zusammenhang der Wochentage als Jupiter beziehungsweise Donnerstag verstanden.] (Umschrift · Tamil)
305. Am Samstag führe die Lebensluft bei Tag und Nacht auf der rechten Seite; bleibe bei dieser Tätigkeit ohne Abweichung. (Umschrift · Tamil)
306. Am Tag bewegt sich die Lebensluft rechts, in der Nacht links: Erkenne ihren Gang innerhalb der Bahn. [Der Text erläutert das Verhältnis dieser allgemeinen Regel zu den vorangehenden Tagesregeln nicht.] (Umschrift · Tamil)
307. Ohne den König zu kennen, seinen Namen aussprechend, beherrschte einer die Erde ... [Der Abschluss mit „camaṉ“ ist mehrdeutig; eine sichere Gesamtaussage lässt sich aus dieser Vorlage nicht gewinnen.] (Umschrift · Tamil)
308. Wenn ungelehrte Toren eine heilige Gestalt annehmen, was vermag dann ihr Tun, das nicht weiterführt? [Vorläufige Lesart; Satzanschluss und Pointe sind unsicher.] (Umschrift · Tamil)
309. Wenn du den Abschnitt über die heilige Gnade erforschst und klar verstehst, erkenne darin die Gegenwart des Guru. (Umschrift · Tamil)
310. Ob du lernst oder hörst: Wenn du fest im Sinn der Erkenntnis verweilst, ist das Höchste selbst Befreiung. (Umschrift · Tamil)
Unnummerierter Schlussvers
Nimm Avvaiyars dreihundertzehn Worte zur Befreiung zuerst in dein Herz auf und gewinne Klarheit.
310 heilige Kural-Verse. Der Avvai Kural ist abgeschlossen.
Tamilischer Text in römischer Umschrift
Die Nummern entsprechen genau der deutschen Übersetzung. Die Umschrift bewahrt die Schreibung und poetischen Worttrennungen der Vorlage; Hinweise zur Aussprache stehen im Quellenabschnitt.
Eingangsverehrung
u
kaṇapati tuṇai.
nēricaiveṇpā.
Vorangestelltes Gedicht 1
nallōr piṟarkuṟṟa nāṭār nalanterintu|
kallār piṟarkuṟṟaṅ kāṇparō-allāta|
eṉpōlvā reṉṉai yikaḻvarō veṉkavikkup|
piṉpārō kāṇpār piḻai.
Vorangestelltes Gedicht 2
ītalaṟan tīviṉaiviṭ ṭīṭṭalporu ḷeññāṉṟuṅ|
kātaliru varkkuṅ karuttorumit-tātaravu|
paṭṭatē yiṉpam paraṉainiṉain timmūṉṟum|
viṭṭatē pēriṉpa vīṭu.
Teil 1: Der Weg zur Befreiung
vīṭṭuneṟippāl
1.1 Die Bedingungen der Geburt (Verse 1–10)
piṟappiṉilaimai.
1. (Deutsch · Tamil)
ātiyāy niṉṟa vaṟivu mutaleḻut|
tōtiya nūliṉ payaṉ.
2. (Deutsch · Tamil)
paramāya cattiyuṭ pañcamā pūtan|
taramāṟiṟ ṟōṉṟum piṟappu.
3. (Deutsch · Tamil)
ōcaiparica muruvañ cuvai nāṟṟam|
ācai paṭuttu maḷaṟu.
4. (Deutsch · Tamil)
tarumam poruḷkāmam vīṭeṉu nāṉkum|
uruvattā lāya payaṉ.
5. (Deutsch · Tamil)
nilamaintu nīrnāṉku nīṭaṅki mūṉṟē|
ulavaiyiraṇ ṭoṉṟu viṇ.
6. (Deutsch · Tamil)
māyaṉ pirama ṉuruttiraṉ makēcaṉō|
ṭāyuñ civamūrtti yaintu.
7. (Deutsch · Tamil)
mālaya ṉaṅki yiravimati yumaiyō|
ṭēlun tikaḻcatti yāṟu.
8. (Deutsch · Tamil)
tokkutirat tōṭūṉ mūḷainiṇa meṉpu|
cukkilan tātuka ḷēḻu.
9. (Deutsch · Tamil)
maṇṇoṭu nīraṅki matiyoṭu kāṟṟiravi|
viṇṇecca mūrttiyō ṭeṭṭu.
10. (Deutsch · Tamil)
ivaiyellāṅ kūṭi yuṭampāya voṉṟi|
ṉavaiyellā māṉatu vintu.
1.2 Der Sinn des Körpers (Verse 11–20)
uṭampiṉpayaṉ.
11. (Deutsch · Tamil)
uṭampiṉaip peṟṟa payaṉāva tellām|
uṭampiṉi luttamaṉaik kāṇ.
12. (Deutsch · Tamil)
uṇarvāva tellā muṭampiṉ payaṉē|
yuṇarka vuṇar vuṭaiyār.
13. (Deutsch · Tamil)
orupaya ṉāva tuṭampiṉ payaṉē|
tarupayaṉāñ caṅkaraṉaic cār.
14. (Deutsch · Tamil)
piṟappiṉāṟ peṟṟa payaṉāva tellān|
tuṟappatān tūneṟikkaṭ ceṉṟu.
15. (Deutsch · Tamil)
uṭampiṉā laṉṟi yuṇarvutā ṉillai|
yuṭampiṉā luṉṉiyatē yām.
16. (Deutsch · Tamil)
mācaṟṟa koḷkai maṉatti laṭaintakkāl|
īcaṉaik kāṭṭu muṭampu.
17. (Deutsch · Tamil)
ōcai yuṇarvuka ḷellān taruvikkum|
nēcattā lāya vuṭampu.
18. (Deutsch · Tamil)
uyirkkuṟuti yellā muṭampiṉ payaṉē|
ayirppiṉṟi yātiyai nāṭu.
19. (Deutsch · Tamil)
uṭampiṉāṟ peṟṟa payaṉāva tellām|
tiṭampaṭa vīcaṉait tēṭu.
20. (Deutsch · Tamil)
aṉṉattā lāya vuṭampiṉ payaṉellā|
muṉṉōṉaik kāṭṭi viṭum.
1.3 Der innere Körper (Verse 21–30)
uḷḷuṭampiṉilaimai.
21. (Deutsch · Tamil)
kaṟkalāṅ kēṭkalāṅ kaṇṇārak kāṇalām|
uṟṟuṭampā lāya vuṇarvu.
22. (Deutsch · Tamil)
veḷḷipoṉ mēṉiya tokkum viṉaiyuṭaiya|
uḷḷuṭampi ṉāya voḷi.
23. (Deutsch · Tamil)
ceṉṟuṇṭu vantu tiritaru muḷḷuṭam|
peṉṟuṅ keṭāta titu.
24. (Deutsch · Tamil)
varupaya ṉuṇṭu makiḻntuṭaṉā niṟkum|
orupayaṉaik kāṭṭu muṭampu.
25. (Deutsch · Tamil)
allaṟ piṟappai yakaṟṟuvikku māyntāya|
tollai yuṭampiṉ ṟoṭarpu.
26. (Deutsch · Tamil)
nalviṉaiyun tīviṉaiyu muṇṭu tiritaruñ|
ceyviṉaikkum vittā muṭampu.
27. (Deutsch · Tamil)
uḷḷuṭampiṉ vāḻvaṉa voṉpatu mēḻaik|
kaḷḷavuṭam pāki viṭum.
28. (Deutsch · Tamil)
poykkellām pācaṉamā yuḷḷataṟkōr vittāku|
meykkuḷḷā māya vuṭampu.
29. (Deutsch · Tamil)
vāyuviṉā lāya vuṭampiṉ payaṉē|
āyuvi ṉellai yatu.
30. (Deutsch · Tamil)
oṉpatu vācalu mokka vaṭaittāl|
aṉpati loṉṟā maraṉ.
1.4 Sammlung in den Energiebahnen (Verse 31–40)
vīṭṭuneṟippāl.
nāṭitāraṇai.
31. (Deutsch · Tamil)
eḻupattī rāyira nāṭiyavaṟṟuḷ|
muḻupattu nāṭi mutal.
32. (Deutsch · Tamil)
narampeṉu nāṭi yivaiyiṉuk kellām|
urampeṟu nāṭiyoṉ ṟuṇṭu.
33. (Deutsch · Tamil)
unti mutalā yuṟumuṭikīḻ mēlāyp|
pantittu niṟkum parintu.
34. (Deutsch · Tamil)
kāloṭu kaiyi ṉaṭuviṭait tāmarai|
nūlpōlu nāṭi nuḻaintu.
35. (Deutsch · Tamil)
ātittaṉ ṟaṉkatir pōlavan nāṭikaḷ|
pētittut tāmparanta vāṟu.
36. (Deutsch · Tamil)
meyyellā māki narampō ṭelumpicaintu|
poyyillai nāṭip puṇarvu.
37. (Deutsch · Tamil)
unti mutalāki yōṅkārattuṭ poruḷāy|
niṉṟatu nāṭi nilai.
38. (Deutsch · Tamil)
nāṭika ḷūṭupōyp pukka nalañcuṭartāṉ|
vīṭu tarumām viraintu.
39. (Deutsch · Tamil)
nāṭivaḻakka maṟintu ceṟintaṭaṅki|
nīṭoḷi kāṇpa taṟivu.
40. (Deutsch · Tamil)
aṟintaṭaṅki niṟkuman nāṭika ṭōṟuñ|
ceṟintaṭaṅki niṟkuñ civam.
1.5 Sammlung der Lebensluft (Verse 41–50)
vāyutāraṇai.
41. (Deutsch · Tamil)
mūlattiṉiṟ ṟōṉṟi muṭiviliru nāṉkākik|
kālveḷiyiṟ paṉṉiraṇṭāṅ kāṇ.
42. (Deutsch · Tamil)
iṭai piṅkalaika ḷirēcaka māṟṟil|
aṭaiyu maraṉā raruḷ.
43. (Deutsch · Tamil)
aṅkuliyāl mūṭi muṟaiyā lirēcikkil|
poṅkumām pūrakatti ṉuḷ.
44. (Deutsch · Tamil)
eṇṇili yūḻi yuṭampā yirēcikkil|
uṇṇilaimai peṟṟa tuṇarvu.
45. (Deutsch · Tamil)
mayirkkāl vaḻiyellā māykiṉṟa vāyu|
uyarppiṉṟi yuḷḷē pati.
46. (Deutsch · Tamil)
irēcippatu pōlap pūrittu niṟkil|
tarācumuṉai nākkatuvē yām
47. (Deutsch · Tamil)
kumpakatti ṉuḷḷē kuṟittaraṉait tāṉōkkil|
tumpipō ṉiṟkun toṭarntu.
48. (Deutsch · Tamil)
irēcaka pūraka kumpaka māṟṟil|
tarācupō ṉiṟkun talai.
49. (Deutsch · Tamil)
vāyuvaḻakka maṟintu ceṟin taṭaṅkil|
āyuṭ perukka muṇṭām.
50. (Deutsch · Tamil)
pōkiṉṟa vāyu poruntiṟ civamokkum|
tāḻkiṉṟa vāyu vaṭakku.
1.6 Sammlung im Feuer (Verse 51–60)
aṅkitāraṇai.
51. (Deutsch · Tamil)
antatti laṅki yaḻalpōlat tāṉōkkil|
pantap piṟappaṟukka lām.
52. (Deutsch · Tamil)
uḷḷum puṟampu moruṅkak koḻuvūṟil|
kaḷḷamala maṟukka lām.
53. (Deutsch · Tamil)
eriyun taḻalpōla vuḷḷuṟa nōkkil|
kariyuṅ kaṉaluruva mām.
54. (Deutsch · Tamil)
uḷḷaṅki taṉṉai yoruṅkak koḻuvūṟil|
veḷḷaṅki tāṉām viraintu.
55. (Deutsch · Tamil)
untiyi ṉuḷḷē yoruṅkac cuṭarpāyccil|
anti yaḻaluruva mām.
56. (Deutsch · Tamil)
aiyaintu māya vakattu ḷerinōkkil|
poyyaintum pōkum puṟam.
57. (Deutsch · Tamil)
aimpatu moṉṟu maḻalpōlat tāṉōkkil|
umparoḷi yāy viṭum.
58. (Deutsch · Tamil)
tūṇṭuñ cuṭarait tuḷaṅkāmaṟ ṟāṉōkkil|
vēṇṭuṅ kuṟaimuṭikka lām.
59. (Deutsch · Tamil)
uḷḷattā laṅki yoruṅkak koḻuvūṟil|
meḷḷattāṉ vīṭām viraintu.
60. (Deutsch · Tamil)
oḷḷitā yuḷḷa cuṭarai yuṟanōkkil|
veḷḷiyā mālai viḷakku.
1.7 Sammlung im Nektar (Verse 61–70)
amutatāraṇai.
61. (Deutsch · Tamil)
aṇṇākkut taṉṉai yaṭaittaṅ kamir tuṇṇil|
viṇṇōrkku vēntaṉu mām.
62. (Deutsch · Tamil)
īreṇ kalaiyi ṉiṟainta vamir tuṇṇil|
pūraṇa mākum polintu.
63. (Deutsch · Tamil)
ōṅkāra māṉa kalacat tamir tuṇṇil|
pōṅkāla millai purintu.
64. (Deutsch · Tamil)
āṉakalacat tamirtai yaṟin tuṇṇil|
pōṉakam vēṇṭāmaṟ pōm.
65. (Deutsch · Tamil)
ūṟu mamirtattai yuṇṭiyuṟap pārkkil|
kūṟum piṟappaṟukka lām.
66. (Deutsch · Tamil)
ñāṉavoḷi viḷakkā ṉallavamir tuṇṇil|
āṉa civayōki yām.
67. (Deutsch · Tamil)
mēlai yamirtai vilaṅkāmaṟ ṟāṉuṇṇil|
kālaṉai vañcikka lām.
68. (Deutsch · Tamil)
kālaṉa lūkkak kalantavamir tuṇṇil|
ñāṉa matuvā nayantu.
69. (Deutsch · Tamil)
ellaiyi liṉṉamirta muṇṭāṅ kiṉitirukkil|
tollai mutaloḷiyē yām.
70. (Deutsch · Tamil)
nilāmaṇṭapatti ṉiṟainta vamir tuṇṇil|
ulāvalā mantarattiṉ mēl.
1.8 Verehrung (Verse 71–80)
arccaṉai.
71. (Deutsch · Tamil)
maṇṭalaṅkaṇ mūṉṟu maruva vuṭaṉirutti|
aṇṭaraṉai yarccikku māṟu.
72. (Deutsch · Tamil)
ācaṉattaik kaṭṭi yaraṉṟaṉṉai yarccittup|
pūcaṉaicey tuḷḷē puṇar.
73. (Deutsch · Tamil)
uḷḷamē pīṭa muṇarvē civaliṅkan|
teḷḷiya rarccikku māṟu.
74. (Deutsch · Tamil)
ātārat tuḷḷē yaṟintu civaṉuruvaip|
pētamaṟa varccikku māṟu.
75. (Deutsch · Tamil)
pūrit tiruntu puṇarntu civaṉuruvaip|
pārittaṅ karccikku māṟu.
76. (Deutsch · Tamil)
viḷakkuṟu cintaiyāṉ meypporuḷaik kaṇṭu|
tuḷakkaṟa varccikku māṟu.
77. (Deutsch · Tamil)
piṇṭatti ṉuḷḷē pērā tiṟaivaṉaik|
kaṇṭutā ṉarccikku māṟu.
78. (Deutsch · Tamil)
mantiraṅka ḷellā mayaṅkāma luṇṇiṉaintu|
muntaraṉai yarccikku māṟu.
79. (Deutsch · Tamil)
pērāk karuttiṉāṟ piṇṭatti ṉuṇṇiṉain|
tārātaṉai ceyyu māṟu.
80. (Deutsch · Tamil)
uḷḷatti ṉuḷḷē yuṟappārttaṅ koṇcuṭarai|
meḷḷattā ṉarccikku māṟu.
1.9 Inneres Erkennen (Verse 81–90)
uḷḷuṇartal.
81. (Deutsch · Tamil)
eṇṇili yūḻi tavañceytiṅ kīcaṉai|
uṇṇilaimai peṟṟa tuṇarvu.
82. (Deutsch · Tamil)
pallūḻi kālam payiṉṟaraṉai yarccittu|
nalluṇarvu peṟṟa nalam.
83. (Deutsch · Tamil)
eṇṇaṟ kariya varuntavattā laṉṟē|
naṇṇap paṭumuṇarvu tāṉ.
84. (Deutsch · Tamil)
muṉṉaip piṟappiṉ muyaṉṟa tavattiṉāl|
piṉṉaip peṟumuṇarvu tāṉ.
85. (Deutsch · Tamil)
kāyak kilēca muṇarnta payaṉaṉṟē|
ōyā vuṇarvu peṟal.
86. (Deutsch · Tamil)
paṇṭaip piṟavip payaṉān tavattiṉāl|
kaṇṭaṅ kuṇarvu peṟal.
87. (Deutsch · Tamil)
pērāt tavattiṉ payaṉām piṟappiṉmai|
ārāyn tuṇarvu peṟiṉ.
88. (Deutsch · Tamil)
ñāṉattā lāya vuṭampiṉ payaṉaṉṟē|
mōṉattā lāya vuṇarvu.
89. (Deutsch · Tamil)
ātiyō ṭoṉṟu maṟivaip peṟuvatutāṉ|
nītiyāṟ ceyta tavam.
90. (Deutsch · Tamil)
kāṭumalaiyuṅ karutit tavañ ceytāl|
kūṭu muṇarviṉ payaṉ.
1.10 Hingabe (Verse 91–100)
pattiyuṭaimai.
91. (Deutsch · Tamil)
pattiyā luḷḷē parintaraṉait tāṉōkkil|
muttikku mūla matu.
92. (Deutsch · Tamil)
pāṭiyu māṭiyum palkālum nēcittut|
tēṭuñ civa cintaiyāl.
93. (Deutsch · Tamil)
aṉpā laḻutu malaṟiyu māḷvāṉai|
yeṉpuruki yuḷḷē niṉai.
94. (Deutsch · Tamil)
pūcaṉai ceytu pukaḻntu maṉaṅkūrntu|
nēcattā līcaṉaittēṭu.
95. (Deutsch · Tamil)
kaṇṇā luṟappārttuk kātalāṟ ṟāṉōkkil|
uṇṇumē yīca ṉoḷi.
96. (Deutsch · Tamil)
nallāṉaip pūcittu nātaṉeṉa vurukil|
nillātō vīca ṉilai.
97. (Deutsch · Tamil)
aṭiyārk kaṭiyarā yaṉpurukit tammuḷ|
paṭiyoṉṟip pārttuk koḷal.
98. (Deutsch · Tamil)
īcaṉeṉak karuti yellā vuyirkaḷaiyum|
nēcattāl nīniṉaintu koḷ.
99. (Deutsch · Tamil)
meymmayir kūra vitirppuṟṟu vērtteḻuntu|
poymmaiyi līcaṉaip pōṟṟu.
100. (Deutsch · Tamil)
ceṟintaṟintu nāṭic cevvitā yuḷḷē|
aṟintaraṉai yāyntu koḷal.
vīṭṭuneṟippāl muṟṟiṟṟu.
Teil 2: Die heilige Gnade
tiruvaruṭpāl
2.1 Gnade empfangen (Verse 101–110)
aruḷpeṟutal.
101. (Deutsch · Tamil)
aruḷiṉā laṉṟi yakattaṟi villai|
aruḷiṉ malamaṟukka lām.
102. (Deutsch · Tamil)
iruḷaik kaṭintiṉ ṟiṟaiva ṉaruḷāl|
teruḷuñ civacintai yām.
103. (Deutsch · Tamil)
vāymaiyāṟ poyyā maṉattiṉāl mācaṟṟa|
tūymaiyā mīca ṉaruḷ.
104. (Deutsch · Tamil)
ovvakattu ṇiṉṟa civaṉaruḷ peṟṟakkāl|
avvakattu ḷāṉanta mām.
105. (Deutsch · Tamil)
uṉṉuṅ karuma muṭikkalā moḷḷitāy|
maṉṉu maruḷpeṟṟak kāl.
106. (Deutsch · Tamil)
ellāp poruḷu muṭikkalā mīcaṉṟaṉ|
tollai yaruḷ peṟṟakkāl.
107. (Deutsch · Tamil)
cintaiyu ṇiṉṟa civaṉaruḷ peṟṟakkāl|
pantamām pāca maṟum
108. (Deutsch · Tamil)
mācaṟṟa koḷkai matipōlat tāṉṟōṉṟum|
īcaṉaruḷ peṟṟakkāl.
109. (Deutsch · Tamil)
āvāveṉ ṟōti yaruḷpeṟṟārk kallātu|
tāvātō ñāṉa voḷi.
110. (Deutsch · Tamil)
ovāc civaṉaruḷ peṟṟā luraiyiṉṟit|
tāvāta viṉpan tarum.
2.2 Beständiges Gedenken (Verse 111–120)
niṉaippuṟutal.
111. (Deutsch · Tamil)
karuttuṟap pārttuk kalaṅkāma luḷḷat|
tiruttic civaṉai niṉai.
112. (Deutsch · Tamil)
kuṇṭaliyi ṉuḷḷē kuṟittaraṉaic cintittu|
maṇṭalaṅkaḷ mēlākap pār.
113. (Deutsch · Tamil)
ormiṉkaḷ cintaiyi loṉṟac civaṉṟaṉṉaip|
pārmiṉ paḻamporuḷē yām.
114. (Deutsch · Tamil)
cikkeṉat tērntukoḷ cintaiyi līcaṉai|
mikka malattai viṭu.
115. (Deutsch · Tamil)
aṟimiṉkaḷ cintaiyi lātārat taiccērn|
tuṟumiṉka ḷummuḷē yōrntu.
116. (Deutsch · Tamil)
niṟṟam niṉaintiraṅki niṉmalaṉai yoṉṟuvikkil|
muṟṟu mavaṉoḷiyē yām.
117. (Deutsch · Tamil)
ōcaiyuṇarn taṅkē yuṇarvaip peṟumparicāl|
īcaṉ karuttā yiru.
118. (Deutsch · Tamil)
irāppaka laṉṟi yirucuṭarc cintikkil|
parāparattō ṭoṉṟalu mām.
119. (Deutsch · Tamil)
mikka maṉattāl mikaniṉaintu cintikkil|
okkac civaṉuruva mām.
120. (Deutsch · Tamil)
vēṇṭuvār vēṇṭum vakaitāṉ virinteṅkuṅ|
kāṇṭaṟ karitāñ civam.
2.3 Erkennen und Klarheit gewinnen (Verse 121–130)
terintuteḷital.
121. (Deutsch · Tamil)
tēṟit teḷimiṉ civameṉṟē yuḷḷuṇarvil|
kūṟiya palkuṇamu mām.
122. (Deutsch · Tamil)
uṇṭillai yeṉṉu muṇarvai yaṟintakkāl|
kaṇṭillai yākuñ civam.
123. (Deutsch · Tamil)
oruvark koruvaṉē yākumuyirk kellām|
oruvaṉē palkuṇamu mām.
124. (Deutsch · Tamil)
ellārkku moṉṟē civamāva teṉṟuṇarnta|
pallōrkku muṇṭō pavam.
125. (Deutsch · Tamil)
āyumiraviyu moṉṟē yaṉait tuyirkkum|
āyuṅkā loṉṟē civam.
126. (Deutsch · Tamil)
ōvāta toṉṟē palavā muyirkkellān|
tēvāṉa teṉṟē teḷi.
127. (Deutsch · Tamil)
tammai yaṟiyātār tāmaṟivō meṉpateṉ|
cemmaiyā līcaṉ ṟiṟam.
128. (Deutsch · Tamil)
ellā vulakat tiruntālu mēttuvarkaḷ|
nallulaka nāta ṉaṭi.
129. (Deutsch · Tamil)
ulakattiṟ paṭṭa vuyirkkellā mīcaṉ|
nilavupō ṉiṟkum niṟaintu.
130. (Deutsch · Tamil)
ulakattil maṉṉu muyirkkellā mīcaṉ|
alakiṟanta vātiyē yām.
2.4 Erkenntnis der inneren Kräfte (Verse 131–140)
kalaiñāṉam.
131. (Deutsch · Tamil)
cattiyāñ cantiraṉaic ceṅkatirō ṉūṭuruvil|
muttikku mūla matu.
132. (Deutsch · Tamil)
ayaṉaṅkoḷ cantiraṉā lātitta ṉoṉṟil|
nayaṉamā muttikku vīṭu.
133. (Deutsch · Tamil)
añcālu māyā taṟamporu ḷiṉpamun|
tuñcātavar tuṟakku māṟu.
134. (Deutsch · Tamil)
īcaṉō ṭoṉṟi licaiyāp poruḷillai|
tēcaviḷak koḷiyē yām.
135. (Deutsch · Tamil)
tāñcey viṉaiyellān tammaiyaṟa vuṇaril|
kāñcaṉamē yākuṅ karuttu.
136. (Deutsch · Tamil)
kūṭaka māṉa kuṟiyeḻuttait tāṉaṟiyil|
vīṭaka mākum viraintu.
137. (Deutsch · Tamil)
vīṭakamāka viḻain tollai vēṇṭumēl|
kūṭakattiṟ cōtiyō ṭoṉṟu.
138. (Deutsch · Tamil)
pūrittu niṉṟa civaṉaip puṇaravē|
pāritta tākuṅ karuttu.
139. (Deutsch · Tamil)
irēcaka māṟṟi yiṭaiyaṟātē niṟkil|
pūrippa tuḷḷē civam.
140. (Deutsch · Tamil)
cintaiyil niṉṟa nilaivicumpiṟ cākkiramām|
cantiraṉiṟ ṟōṉṟu muṇarvu.
2.5 In der einen Gestalt verweilen (Verse 141–150)
uruvoṉṟiniṟṟal.
141. (Deutsch · Tamil)
eḷḷakattē teṇṇe yiruntataṉai yokkumē|
uḷḷakat tīca ṉoḷi.
142. (Deutsch · Tamil)
pāliṉka ṇeypōṟ paranteṅku niṟkumē|
nūliṉka ṇīca ṉuḻaintu.
143. (Deutsch · Tamil)
karumpiṉiṟ kaṭṭiyuṅ kāyppali ṉeyyum|
irumpuṇṭa nīru miyalpu.
144. (Deutsch · Tamil)
paḻatti ṉiratampōṟ paranteṅku niṟkum|
vaḻuttiṉā līca ṉilai.
145. (Deutsch · Tamil)
taṉuvoṭu tōṉṟumē tāṉellā māki|
yaṇuvatuvāy niṟku matu.
146. (Deutsch · Tamil)
vittu muḷaipōl virinteṅku niṟkumē|
ottuḷēniṟku muṇarvu.
147. (Deutsch · Tamil)
acca māṅkāra makattaṭakkiṉāṟ piṉṉai|
niccayamā mīca ṉilai.
148. (Deutsch · Tamil)
mōṭṭiṉīr nāṟṟa muḷaimuṭṭai pōlumē|
vīṭṭuḷē niṟku miyalpu.
149. (Deutsch · Tamil)
niṉaippavarkku neñcattuḷ niṉmalaṉāy niṟkum|
aṉaittuyirkun tāṉā mavaṉ.
150. (Deutsch · Tamil)
ōcaiyi ṉuḷḷē yutikkiṉṟa toṉṟuṇṭu|
vācamalar nāṟṟampōl vantu.
2.6 Befreiung schauen (Verse 151–160)
muktikāṇṭal
151. (Deutsch · Tamil)
maṉattō ṭuṟuputti yāṅkārañ cittam|
aṉaittiṉu millai yatu.
152. (Deutsch · Tamil)
vākkuṅ karuttu mayaṅkuñ camayaṅkaḷ|
ākkiya nūliṉu mil.
153. (Deutsch · Tamil)
uruvamoṉ ṟillai yuṇarvillai yōtum|
aruvamun tāṉatuvē yām.
154. (Deutsch · Tamil)
taṉakkō ruruvillai tāṉeṅku māki|
maṉattakamāy niṟku matu.
155. (Deutsch · Tamil)
peṇṇā ṇaliyeṉṉum pēroṉ ṟilatāki|
viṇṇāki niṟkum viyappu.
156. (Deutsch · Tamil)
aṉaitturuva māya vaṟivai yakalil|
tiṉaittuṇaiyu millai civam.
157. (Deutsch · Tamil)
tuṉimukattuk kātiyāt tuṉṉaṟi viṉṟi|
aṇitā riraṇṭu viral
158. (Deutsch · Tamil)
mayirmuṉaiyiṟ pāti maṉattaṟi vuṇṭēl|
ayirppuṇṭaṅ kāti nilai.
159. (Deutsch · Tamil)
taṟpara māṉa catācivattō ṭoṉṟil|
uṟṟaṟi villai yuyirkku.
160. (Deutsch · Tamil)
uṟakka muṇarvu pacikeṭap paṭṭāl|
piṟakkavum vēṇṭā piṟappu.
2.7 Jenseits der Gestalt (Verse 161–170)
urupātītam.
161. (Deutsch · Tamil)
karuviṉṟi vīṭāṅ karuttuṟa vēṇṭil|
uruviṉṟi niṟku muṇarvu.
162. (Deutsch · Tamil)
piṟattaloṉ ṟiṉṟip piṟavāmai vēṇṭil|
aṟutturuva māṟṟi yiru.
163. (Deutsch · Tamil)
uruvaṅka ḷellā maṟuttaṟa māṟṟil|
karuvētu millai taṉakku.
164. (Deutsch · Tamil)
kaṟuppu veḷuppu civappuṟu poṉpaccai|
yaṟutturuva māṟṟi yiru.
165. (Deutsch · Tamil)
aṉaitturuva mellā maṟakkeṭuttu niṉṟāl|
piṉaippiṟap pillaiyām vīṭu.
166. (Deutsch · Tamil)
niṉaippu maṟappaṟṟu nirākarittu niṉṟāl|
taṉakkoṉṟu millai piṟappu.
167. (Deutsch · Tamil)
kuṟitturuva mellāṅ kuṟaiviṉṟi māṟṟil|
maṟittup piṟappillai vīṭu.
168. (Deutsch · Tamil)
pitaṟṟu muṇarvai yaṟuttup pirapañca|
vikaṟpa muṇarvatē vīṭu.
169. (Deutsch · Tamil)
piṟappaṟukka vīṭām pēruvamai yiṉṟi|
aṟutturuva māṟṟiyiru.
170. (Deutsch · Tamil)
ōcai yuṇarvō ṭuyirppiṉmai yaṟṟakkāl|
pēcavum vēṇṭā piṟappu.
2.8 Die Wiedergeburt beenden (Verse 171–180)
piṟappaṟutal.
171. (Deutsch · Tamil)
taṉṉai yaṟiyu maṟivutaṉaip peṟil|
piṉṉaip piṟappillai vīṭu.
172. (Deutsch · Tamil)
aṟam pāvamāyu maṟivutaṉaik kaṇṭāl|
piṟantuḻala vēṇṭā peyarntu.
173. (Deutsch · Tamil)
civaṉuruvan tāṉāyc ceṟintaṭaṅki niṟkil|
pavanāca mākum parintu.
174. (Deutsch · Tamil)
uṟakka muṇarvō ṭuyirppiṉmai yaṟṟāl|
piṟappiṉṟi vīṭām param.
175. (Deutsch · Tamil)
niṉaippu maṟappu neṭumpaciyu maṟṟāl|
aṉaittulakum vīṭā matu.
176. (Deutsch · Tamil)
uṭampiraṇṭuṅ keṭṭā luṟupaya ṉoṉṟuṇṭu|
tiṭampaṭu mīcaṉ ṟiṟam.
177. (Deutsch · Tamil)
taṉṉai yaṟintu ceṟintaṭaṅkit tāṉaṟṟāl|
piṉṉaip piṟappillai vīṭu.
178. (Deutsch · Tamil)
maruḷaṉṟi mācaṟukkiṉ mātū veḷiyāy|
iruḷiṉṟi niṟku miṭam.
179. (Deutsch · Tamil)
vikāraṅ keṭamāṟṟi meyyuṇarvu kaṇṭāl|
akāramāṅ kaṇṭī raṟivu.
180. (Deutsch · Tamil)
cintai yāṅkārañ ceṟipula ṉaṟṟakkāl|
muntiyē yākumām vīṭu.
2.9 Das reine Licht schauen (Verse 181–190)
tūyavoḷikāṇṭal.
181. (Deutsch · Tamil)
tōṉṟiya tellān toṭakkaṟuttut tūyveḷiyāyt|
tōṉṟiyakkāṟ ṟūya voḷi.
182. (Deutsch · Tamil)
teḷivāya tēca viḷakkoḷiyaik kāṇil|
veḷiyāya vīṭatuvē yām.
183. (Deutsch · Tamil)
miṉpō luruva viḷakkoḷipōl mēṟkāṇil|
muṉpōla mūlam pukum.
184. (Deutsch · Tamil)
paḷiṅku valampuri pāṉiratta tākil|
tuḷaṅkoḷiyān tūya neṟi.
185. (Deutsch · Tamil)
caṅku niṟampōṟ ṟavaḷa voḷikāṇil|
aṅkaiyi ṉelliyē yām.
186. (Deutsch · Tamil)
tuḷaṅkiya tūṇṭā viḷakkoḷi kāṇil|
viḷaṅkiya vīṭām viraintu.
187. (Deutsch · Tamil)
miṉmiṉi pōṉṟa viḷakkākat tāṉṟōṉṟil|
aṉṉap paṟavaiyē yām.
188. (Deutsch · Tamil)
uḷḷoḷi tōṉṟi luṇari laruḷoḷi|
avvoḷi yāti yoḷi.
189. (Deutsch · Tamil)
paranta vicumpiṟ paranta voḷikāṇil|
paramparamē yāya voḷi.
190. (Deutsch · Tamil)
āti yoḷiyāki yāḷvāṉun tāṉāki|
ātiyava ṉuruva mām.
2.10 Sadashiva (Verse 191–200)
catācivam.
191. (Deutsch · Tamil)
pattut ticaiyum paranta kaṭalulakum|
otteṅkum niṟkuñ civam.
192. (Deutsch · Tamil)
viṇṇiṟaintu niṉṟu viḷaṅkuñ cuṭaroḷipōl|
uṇṇiṟaintu niṟkuñ civam.
193. (Deutsch · Tamil)
ākamuñ cīvaṉu mācaiyun tāṉāki|
ēkamāy niṟkuñ civam.
194. (Deutsch · Tamil)
vāyuvāy maṉṉuyirāy maṟṟavaṟṟi ṉuṭporuḷāy|
āyumiṭan tāṉē civam.
195. (Deutsch · Tamil)
eṇṇiṟainta yōṉi palavāyp paranteṅkum|
uṇṇiṟaintu niṟkuñ civam.
196. (Deutsch · Tamil)
oṉṟētā ṉūḻi mutalākip palluyirkkum|
oṉṟāki niṟkuñ civam.
197. (Deutsch · Tamil)
mūlamoṉ ṟāki muṭivoṉṟā yevvuyirkkuṅ|
kālamāy niṟkuñ civam.
198. (Deutsch · Tamil)
maṇṇiṟ piṟanta vuyirkkellān tāṉāki|
viṇṇakamē yākuñ civam.
199. (Deutsch · Tamil)
tōṟṟamatu vīṭākit tollaimuta loṉṟāki|
ēttavaru mīca ṉuḷaṉ.
200. (Deutsch · Tamil)
niṟkum poruḷum naṭappaṉavun tāṉāki|
uṟṟeṅkum niṟkuñ civam.
tiruvaruṭpāl muṟṟiṟṟu.
Teil 3: Das eigene Selbst
taṉpāl
3.1 Der Weg des Guru (Verse 201–210)
kuruvaḻi.
201. (Deutsch · Tamil)
taṉpā laṟiyun tavamuṭaiyār neñcakattuḷ|
aṉpā yirukku maraṉ.
202. (Deutsch · Tamil)
cintai civamākak kāṇpavar cintaiyil|
cintit tirukkuñ civam.
203. (Deutsch · Tamil)
kuruvi ṉaṭipaṇintu kūṭuva tallārk|
karuvamāy niṟkuñ civam.
204. (Deutsch · Tamil)
talaippaṭṭa caṟkuruviṉ caṉṉitiyi lallāl|
valaippaṭṭa māṉatuvē yām.
205. (Deutsch · Tamil)
neṟipaṭṭa caṟkuru nērvaḻi kāṭṭil|
piṟivaṟ ṟirukkuñ civam.
206. (Deutsch · Tamil)
nallaṉa nūlpala kaṟpiṉuṅ kāṇparitē|
ellai yillāta civam.
207. (Deutsch · Tamil)
niṉaippu maṟappu millātavar neñcan|
taṉaip piriyātu civam.
208. (Deutsch · Tamil)
oṉṟi loṉṟāta maṉamuṭaiyā ruṭal|
eṉṟu moṉṟātu civam.
209. (Deutsch · Tamil)
nāṭṭamillāta viṭam nāṭṭa maṟintapiṉ|
mīṭṭu viṭātu civam.
210. (Deutsch · Tamil)
pañcamā catta maṟuppavark kallā al|
añca leṉṉātu civam.
3.2 Baumwolle im Feuer (Verse 211–220)
aṅkiyiṟpañcu.
211. (Deutsch · Tamil)
aṅkiyiṟ pañcupō lākāyattē niṉaiyil|
caṅkikka vēṇṭā civam.
212. (Deutsch · Tamil)
meyppā laṟiyāta mūṭarta neñcattiṉ|
appāla tākuñ civam.
Markierung der Vorlage außerhalb der Verszählung: (2).
213. (Deutsch · Tamil)
neñcakattu ṇōkki niṉaippavark kallāal|
añca leṉṉātu civam.
214. (Deutsch · Tamil)
paṟṟilā toṉṟiṉaip paṟṟiṉā lallatu|
kaṟṟataṉā leṉṉa payaṉ.
215. (Deutsch · Tamil)
tammai yaṟivārait tāmaṟintu koṇṭapiṉ|
tammai yaṟivarō tāṉ.
216. (Deutsch · Tamil)
acapaiyaṟin tuḷḷē yaḻaleḻa nōkkil|
icaiyātu maṇṇiṟ piṟappu.
217. (Deutsch · Tamil)
imaiyāta nāṭṭat tirun tuṇarvāruk|
kamaiyāta vāṉanta mām.
218. (Deutsch · Tamil)
turiyaṅ kaṭanta cuṭaroḷiyaik kaṇṭāl|
maraṇam piṟappillai vīṭu.
219. (Deutsch · Tamil)
matipō luṭampiṉai mācaṟa nōkkil|
vitipō yakala viṭum.
220. (Deutsch · Tamil)
cīvaṉ civaliṅka mākat teḷintavartam|
pāva nacikkum parintu.
3.3 Das innere Heiligtum (Verse 221–230)
meyyakam.
221. (Deutsch · Tamil)
meyyakatti ṉuḷḷē viḷaṅkuñcuṭar nōkkil|
kaiyakatti ṉellik kaṉi.
222. (Deutsch · Tamil)
karaiyaṟṟa celvattaik kāṇuṅ kālattil|
uraiyaṟ ṟiruppa tuṇarvu.
223. (Deutsch · Tamil)
uṇṭupaci tīrntāṟ pōluṭam pellā aṅ|
kaṇṭukoḷ kātal mikum.
224. (Deutsch · Tamil)
uraiceyu mōcai yuraicey pavarkku|
naraitirai yillai namaṉ.
225. (Deutsch · Tamil)
tōṉṟāta tūyaveḷi tōṉṟiyakkā luṉṉait|
tōṉṟāmaṟ kāppa taṟivu.
226. (Deutsch · Tamil)
vākkumaṉamu miṟanta poruḷ kāṇil|
ākkaik kaḻivillai yām.
227. (Deutsch · Tamil)
kaṇṇakattē niṉṟu kaḷitarumē kāṇuṅkāl|
uṉṉakattē niṉṟa voḷi.
228. (Deutsch · Tamil)
āṉanta māṉa varuḷai yaṟintapiṉ|
tāṉanta māku mavarkku.
229. (Deutsch · Tamil)
maṟavāmaṟ kāṇum vakaiyuṇar vāruk|
kiṟavā tirukkalu mām.
230. (Deutsch · Tamil)
viṇṇiṟaintu niṉṟa poruḷē yuṭampataṉ|
uṇṇiṟaintu niṉṟa voḷi.
3.4 Der Spiegel (Verse 231–240)
kaṇṇāṭi.
231. (Deutsch · Tamil)
kaṇṇāṭi taṉṉi loḷipō luṭampataṉuḷ|
uṇṇāṭi niṉṟa voḷi.
232. (Deutsch · Tamil)
añcu pulaṉiṉ vaḻiyaṟintāṟ piṉṉait|
tuñcuva tillai yuṭampu.
233. (Deutsch · Tamil)
nāpi yakattē nalaṉuṟa nōkkiṭil|
cāvatu millai yuṭampu.
234. (Deutsch · Tamil)
kaṇṭat taḷaviṟ kaṭiya voḷikāṇil|
aṇṭatta rāku muṭampu.
235. (Deutsch · Tamil)
cantira ṉuḷḷē taḻaluṟa nōkkiṉāl|
antara māku muṭampu.
236. (Deutsch · Tamil)
ārkkun teriyā vuruvantaṉai nōkkil|
pārkkum paramā mavaṉ.
237. (Deutsch · Tamil)
vaṇṇa millāta vaṭivai yaṟintapiṉ|
viṇṇava rāku muṭampu.
238. (Deutsch · Tamil)
neṟṟikku nērē niṟaintavoḷi kāṇil|
muṟṟu maḻiyā tuṭampu.
239. (Deutsch · Tamil)
mātū veḷiyiṉ maṉamoṉṟa vaittapiṉ|
pōtaka māku muṭampu.
240. (Deutsch · Tamil)
cuttamō ṭoṉṟi maṉamu miṟantakkāl|
muṟṟu maḻiyā tuṭampu.
3.5 Die Zeit der Leere erkennen (Verse 241–250)
cūṉiyakālamaṟital.
241. (Deutsch · Tamil)
niravi yaḻaluruvāy nīṇṭa veḷikāṇil|
aravaṇaiyā ṉāku muṭampu.
242. (Deutsch · Tamil)
uruvan taḻalāka vuḷḷattē ceṉṟu|
puruvat tiṭaiyiruntu pār.
243. (Deutsch · Tamil)
puruvat tiṭaiyiruntu puṇṇiyaṉaik kāṇil|
uruvaṟṟu niṟku muṭampu.
244. (Deutsch · Tamil)
akampuṟam pērāp poruḷai yaṟiyil|
ukampala kāṭṭu muṭampu.
245. (Deutsch · Tamil)
āvipāḻ pōkā taṭakki yiruntapiṉ|
ōviya māku muṭampu.
246. (Deutsch · Tamil)
añcu maṭakki yaṟivō ṭiruntapiṉ|
tuñcuva tillai yuṭampu.
247. (Deutsch · Tamil)
tīyāka vuḷḷē teḷivuṟa nōkkiṉil|
māyātu piṉṉai yuṭampu.
248. (Deutsch · Tamil)
tāṉanta miṉṟit taḻaluṟa nōkkiṭil|
āṉanta māku muṭampu.
249. (Deutsch · Tamil)
oḻiviṉṟi niṉṟa poruḷai yuṇaril|
aḻiviṉṟi niṟku muṭampu.
250. (Deutsch · Tamil)
paṟṟaṟṟu niṉṟa paḻamporuḷaic cintikkil|
muṟṟu maḻiyā tuṭampu.
3.6 Der Zustand des Shiva-Yoga (Verse 251–260)
civayōkanilai
251. (Deutsch · Tamil)
aṭimicai vāyu vaṭuttaṭut tēki|
muṭimicai yōṭi muyal.
252. (Deutsch · Tamil)
uṇṇāṭi vāyu vataṉai yuṭaṉirappi|
viṇṇōṭu meḷḷa viṭu.
253. (Deutsch · Tamil)
meḷḷa virēcittu meyvimmip pūrittuk|
koḷḷumiṉ kumpaṅ kuṟittu.
254. (Deutsch · Tamil)
irēcaka muppat tiraṇṭatu māttirai|
pūrakampat tāṟu pukum.
255. (Deutsch · Tamil)
kumpaka nālō ṭaṟupatu māttirai|
tampit tiṭuvatu tāṉ.
256. (Deutsch · Tamil)
muṉṉa mirēci muyalupiṉ pūrakam|
piṉṉatu kumpam piṭi.
257. (Deutsch · Tamil)
īrain teḻupat tīrāyira nāṭiyuñ|
cērumiṉ vāyuc ceyal.
258. (Deutsch · Tamil)
vāca līraintu mayaṅkiya vāyuvai|
yīcaṉṟaṉ vācali lēṟṟu.
259. (Deutsch · Tamil)
tayāviṉil vāyu valatti liyaṅkil|
tiyāṉa camātikaḷ cey.
260. (Deutsch · Tamil)
ātiyā mūla maṟintañ ceḻuttiṉaip|
pētiyā tōtu piṉai.
3.7 Der Zustand der Erkenntnis (Verse 261–270)
ñāṉanilai.
261. (Deutsch · Tamil)
taṟpuruṭa māmukan taṉṉiṟ ṟaṉiyirun|
tuṟpaṉa mañcai yurai.
262. (Deutsch · Tamil)
taṟpuruṭa māmukamēṟ ṟārakaitaṉ mēlē|
niṟpatu pēroḷi nil.
263. (Deutsch · Tamil)
ōtiya taṟpuru ṭattaṭi yovvavē|
pētiyā tōtu piṉai.
264. (Deutsch · Tamil)
koḻuntuṟu vaṉṉi koḻuvuṟa vovvil|
eḻuntā rakaiyā mitu.
265. (Deutsch · Tamil)
maṟittuk koḷuviṭu vaṉṉi naṭuvē|
kuṟittuk koḷuñcīyaik kūṭṭu.
266. (Deutsch · Tamil)
kālun talaiyu maṟintu kalantiṭil|
cālavum nallatu tāṉ.
267. (Deutsch · Tamil)
poṉṉoṭu veḷḷi yiraṇṭum poruntiṭil|
aṉṉavaṉ ṟāḷatuvē yām.
268. (Deutsch · Tamil)
niṉṟa veḻuttuṭa ṉillā veḻuttiṉai|
yoṉṟuvikki loṉṟē yuḷa.
269. (Deutsch · Tamil)
pēcā veḻuttuṭaṉ pēcu meḻuttuṟil|
ācāṉ paraṉanti yām.
270. (Deutsch · Tamil)
aḻiyā vuyirai yavaṉuṭaṉ vaikkil|
paḻiyāṉa toṉṟillai pār.
3.8 Von der Erkenntnis nicht weichen (Verse 271–280)
ñāṉampiriyāmai.
271. (Deutsch · Tamil)
piṟantiṭa māliṭam pērā tiruppiṉ|
iṟantiṭam vaṉṉi yiṭam.
272. (Deutsch · Tamil)
cākā tirunta talamē mavuṉamatu|
ēkānta māka viru.
273. (Deutsch · Tamil)
veḷiyil viḷainta viḷaviṉ kaṉitāṉ|
oḷiyi loḷiyā yuṟum.
274. (Deutsch · Tamil)
maṟavā niṉaiyā mavuṉat tirukkil|
piṟavā riṟavār piṉai.
275. (Deutsch · Tamil)
kuruvām paraṉanti kūṭal kuṟittāṅ|
kirupōtu nīṅkā tiru.
276. (Deutsch · Tamil)
cuntarac cōti tulaṅku miṭamatu|
mantirac cakkaramu mām.
277. (Deutsch · Tamil)
tūrāti tūrañ collat tolaiyātu|
pārāp parāparam pār.
278. (Deutsch · Tamil)
īroḷi yīteṉ ṟiṟaiva ṉuraittaṉaṉ|
nīroḷi mītu nilai.
279. (Deutsch · Tamil)
antamu mātiyu millā varumporuḷ|
cuntara ñāṉac cuṭar.
280. (Deutsch · Tamil)
itumutti cātaṉameṉ ṟēṭṭil varaintu|
pativaittaṉaṉ kuru pār.
3.9 Der wahre Weg (Verse 281–290)
meynneṟi.
281. (Deutsch · Tamil)
cellal nikaḻal varukāla mūṉṟiṉaiyuñ|
collu mavuṉat toḻil.
282. (Deutsch · Tamil)
pañciṟ paṭupoṟi pōlap parantiruntu|
tuñcātu ñāṉac cuṭar.
283. (Deutsch · Tamil)
imaippiṟ parantaṅ koṭuṅku miṉpōla|
namakkuṭ civaṉceyal nāṭu.
284. (Deutsch · Tamil)
kuvittu maṉattaik kuvittuḷḷē yōṅkil|
cevittup peṟuva tevaṉ.
285. (Deutsch · Tamil)
kālun talaiyu moṉṟākak kalantiṭam|
nālā nilaiyeṉa nāṭu.
286. (Deutsch · Tamil)
mūla nilamicai mūṉṟā nilattiṉil|
āla maruntuñ civam.
287. (Deutsch · Tamil)
eḻuñcuṭa rucciyiṉ mēlmaṉam vaikkat|
toḻiloṉ ṟilāta cuṭar.
288. (Deutsch · Tamil)
aṭaittiṭṭa vācaliṉ mēlmaṉam vaittup|
paṭaittavaṉ taṉṉaiyē pār.
289. (Deutsch · Tamil)
aṟupato ṭāṟu varuṭa mitaṉai|
uṟutiya tāka vuṇar.
290. (Deutsch · Tamil)
aṭṭamā citti yaṭaiyumō rāṇṭiṉil|
iṭṭa mitaṉait teḷi.
3.10 Die Schau des Vierten (Verse 291–300)
turiyataricaṉam.
291. (Deutsch · Tamil)
vaṉṉiya teṭṭu matiyam patiṉāṟu|
muṉṉiya paṉṉiraṇṭu muḷ.
292. (Deutsch · Tamil)
cūriyaṉ vaṉṉiyoṉ ṟākiṭiṟ cōmaṉām|
pāru miṉitu payaṉ.
293. (Deutsch · Tamil)
matiyoṭu vaṉṉiyoṉ ṟākavē vantāl|
katirava ṉāmeṉṟu kāṇ.
294. (Deutsch · Tamil)
matikkuṭ katiravaṉ vantaṅ koṭuṅkil|
utikkumām pūraṇaic col.
295. (Deutsch · Tamil)
tōṟṟuṅ katirava ṉuṇmati pukkiṭil|
cāṟṟu mamāvācai tāṉ.
296. (Deutsch · Tamil)
vaṉṉi katiravaṉ kūṭiṭi lattakai|
piṉṉivai yāku melām.
297. (Deutsch · Tamil)
amāvācai pūraṇai yāku mavarkkuc|
camaṉā muyiruṭampu tāṉ.
298. (Deutsch · Tamil)
aṇṭattilu minta vāṟeṉ ṟaṟintiṭu|
piṇṭattilu matuvē pēcu.
299. (Deutsch · Tamil)
ēṟu matiya miṟaṅki luṟaṅkiṭum|
kūṟumap pūraṇai koḷ.
300. (Deutsch · Tamil)
utikku matiyamuṅ kaṇṭaṅ kuṟaṅkil|
matikku mamāvācai yām.
3.11 Die Schau der höchsten Erkenntnis (Verse 301–310)
uyarñāṉataricaṉam.
301. (Deutsch · Tamil)
koṇṭiṭu maṇṭala mūṉṟaṅki taṉṉaiyip|
piṇṭamu mūḻi piriyā.
302. (Deutsch · Tamil)
veḷḷi putaṉoṭu tiṅka ḷiṭameṉat|
taḷḷumiṉ kāla caram.
303. (Deutsch · Tamil)
cevvāy caṉinā yiṟuvala mākavē|
koḷḷiliv vāṟiṭaru mil.
304. (Deutsch · Tamil)
vaḷarpoṉ ṉiṭampiṟait tēyvu valamām|
vaḷarpiṟai yeṉṟē mati.
305. (Deutsch · Tamil)
valattiṟ caṉikkē yirāppakal vāyu|
celuttu pērātu ceyal.
306. (Deutsch · Tamil)
iyaṅkum pakalvala mirāviṭam vāyu|
tayaṅkuṟal nāṭikkuṭ ṭāṉ.
307. (Deutsch · Tamil)
ara caṟiyāma lavaṉpē ruraittut|
taraitaṉai yāṇṭa camaṉ.
308. (Deutsch · Tamil)
kallāta mūṭar tiruvuruk koṇṭiṭac|
cellāta teṉṉa ceyal.
309. (Deutsch · Tamil)
tiruvaruṭ pālait terintu teḷiyil|
kuruviruppā meṉṟu koḷ.
310. (Deutsch · Tamil)
kaṟkiluṅ kēṭkilum ñāṉak karuttuṟa|
niṟkiṟ paramavai vīṭu.
Unnummerierter Schlussvers
muttikkauvaiyārcol munnūṟṟuppattumuṉ|
cittattil vaittut teḷi.
tirukkuṟaḷ - 310.
auvaikuṟaḷ muṟṟuppeṟṟatu.
Tamilischer Text in tamilischer Schrift
Die Nummern entsprechen genau der deutschen Übersetzung. Der tamilische Wortlaut folgt der elektronischen Vorlage. Auch ungeklärte Lesungen sind bewahrt.
Eingangsverehrung
உ
கணபதி துணை.
நேரிசைவெண்பா.
Vorangestelltes Gedicht 1
நல்லோர் பிறர்குற்ற நாடார் நலந்தெரிந்து|
கல்லார் பிறர்குற்றங் காண்பரோ-அல்லாத|
என்போல்வா ரென்னை யிகழ்வரோ வென்கவிக்குப்|
பின்பாரோ காண்பார் பிழை.
Vorangestelltes Gedicht 2
ஈதலறந் தீவினைவிட் டீட்டல்பொரு ளெஞ்ஞான்றுங்|
காதலிரு வர்க்குங் கருத்தொருமித்-தாதரவு|
பட்டதே யின்பம் பரனைநினைந் திம்மூன்றும்|
விட்டதே பேரின்ப வீடு.
Teil 1: Der Weg zur Befreiung
வீட்டுநெறிப்பால்
1.1 Die Bedingungen der Geburt (Verse 1–10)
பிறப்பினிலைமை.
1. (Deutsch · Umschrift)
ஆதியாய் நின்ற வறிவு முதலெழுத்|
தோதிய நூலின் பயன்.
2. (Deutsch · Umschrift)
பரமாய சத்தியுட் பஞ்சமா பூதந்|
தரமாறிற் றோன்றும் பிறப்பு.
3. (Deutsch · Umschrift)
ஓசைபரிச முருவஞ் சுவை நாற்றம்|
ஆசை படுத்து மளறு.
4. (Deutsch · Umschrift)
தருமம் பொருள்காமம் வீடெனு நான்கும்|
உருவத்தா லாய பயன்.
5. (Deutsch · Umschrift)
நிலமைந்து நீர்நான்கு நீடங்கி மூன்றே|
உலவையிரண் டொன்று விண்.
6. (Deutsch · Umschrift)
மாயன் பிரம னுருத்திரன் மகேசனோ|
டாயுஞ் சிவமூர்த்தி யைந்து.
7. (Deutsch · Umschrift)
மாலய னங்கி யிரவிமதி யுமையோ|
டேலுந் திகழ்சத்தி யாறு.
8. (Deutsch · Umschrift)
தொக்குதிரத் தோடூன் மூளைநிண மென்பு|
சுக்கிலந் தாதுக ளேழு.
9. (Deutsch · Umschrift)
மண்ணொடு நீரங்கி மதியொடு காற்றிரவி|
விண்ணெச்ச மூர்த்தியோ டெட்டு.
10. (Deutsch · Umschrift)
இவையெல்லாங் கூடி யுடம்பாய வொன்றி|
னவையெல்லா மானது விந்து.
1.2 Der Sinn des Körpers (Verse 11–20)
உடம்பின்பயன்.
11. (Deutsch · Umschrift)
உடம்பினைப் பெற்ற பயனாவ தெல்லாம்|
உடம்பினி லுத்தமனைக் காண்.
12. (Deutsch · Umschrift)
உணர்வாவ தெல்லா முடம்பின் பயனே|
யுணர்க வுணர் வுடையார்.
13. (Deutsch · Umschrift)
ஒருபய னாவ துடம்பின் பயனே|
தருபயனாஞ் சங்கரனைச் சார்.
14. (Deutsch · Umschrift)
பிறப்பினாற் பெற்ற பயனாவ தெல்லாந்|
துறப்பதாந் தூநெறிக்கட் சென்று.
15. (Deutsch · Umschrift)
உடம்பினா லன்றி யுணர்வுதா னில்லை|
யுடம்பினா லுன்னியதே யாம்.
16. (Deutsch · Umschrift)
மாசற்ற கொள்கை மனத்தி லடைந்தக்கால்|
ஈசனைக் காட்டு முடம்பு.
17. (Deutsch · Umschrift)
ஓசை யுணர்வுக ளெல்லாந் தருவிக்கும்|
நேசத்தா லாய வுடம்பு.
18. (Deutsch · Umschrift)
உயிர்க்குறுதி யெல்லா முடம்பின் பயனே|
அயிர்ப்பின்றி யாதியை நாடு.
19. (Deutsch · Umschrift)
உடம்பினாற் பெற்ற பயனாவ தெல்லாம்|
திடம்பட வீசனைத் தேடு.
20. (Deutsch · Umschrift)
அன்னத்தா லாய வுடம்பின் பயனெல்லா|
முன்னோனைக் காட்டி விடும்.
1.3 Der innere Körper (Verse 21–30)
உள்ளுடம்பினிலைமை.
21. (Deutsch · Umschrift)
கற்கலாங் கேட்கலாங் கண்ணாரக் காணலாம்|
உற்றுடம்பா லாய வுணர்வு.
22. (Deutsch · Umschrift)
வெள்ளிபொன் மேனிய தொக்கும் வினையுடைய|
உள்ளுடம்பி னாய வொளி.
23. (Deutsch · Umschrift)
சென்றுண்டு வந்து திரிதரு முள்ளுடம்|
பென்றுங் கெடாத திது.
24. (Deutsch · Umschrift)
வருபய னுண்டு மகிழ்ந்துடனா நிற்கும்|
ஒருபயனைக் காட்டு முடம்பு.
25. (Deutsch · Umschrift)
அல்லற் பிறப்பை யகற்றுவிக்கு மாய்ந்தாய|
தொல்லை யுடம்பின் றொடர்பு.
26. (Deutsch · Umschrift)
நல்வினையுந் தீவினையு முண்டு திரிதருஞ்|
செய்வினைக்கும் வித்தா முடம்பு.
27. (Deutsch · Umschrift)
உள்ளுடம்பின் வாழ்வன வொன்பது மேழைக்|
கள்ளவுடம் பாகி விடும்.
28. (Deutsch · Umschrift)
பொய்க்கெல்லாம் பாசனமா யுள்ளதற்கோர் வித்தாகு|
மெய்க்குள்ளா மாய வுடம்பு.
29. (Deutsch · Umschrift)
வாயுவினா லாய வுடம்பின் பயனே|
ஆயுவி னெல்லை யது.
30. (Deutsch · Umschrift)
ஒன்பது வாசலு மொக்க வடைத்தால்|
அன்பதி லொன்றா மரன்.
1.4 Sammlung in den Energiebahnen (Verse 31–40)
வீட்டுநெறிப்பால்.
நாடிதாரணை.
31. (Deutsch · Umschrift)
எழுபத்தீ ராயிர நாடியவற்றுள்|
முழுபத்து நாடி முதல்.
32. (Deutsch · Umschrift)
நரம்பெனு நாடி யிவையினுக் கெல்லாம்|
உரம்பெறு நாடியொன் றுண்டு.
33. (Deutsch · Umschrift)
உந்தி முதலா யுறுமுடிகீழ் மேலாய்ப்|
பந்தித்து நிற்கும் பரிந்து.
34. (Deutsch · Umschrift)
காலொடு கையி னடுவிடைத் தாமரை|
நூல்போலு நாடி நுழைந்து.
35. (Deutsch · Umschrift)
ஆதித்தன் றன்கதிர் போலவந் நாடிகள்|
பேதித்துத் தாம்பரந்த வாறு.
36. (Deutsch · Umschrift)
மெய்யெல்லா மாகி நரம்போ டெலும்பிசைந்து|
பொய்யில்லை நாடிப் புணர்வு.
37. (Deutsch · Umschrift)
உந்தி முதலாகி யோங்காரத்துட் பொருளாய்|
நின்றது நாடி நிலை.
38. (Deutsch · Umschrift)
நாடிக ளூடுபோய்ப் புக்க நலஞ்சுடர்தான்|
வீடு தருமாம் விரைந்து.
39. (Deutsch · Umschrift)
நாடிவழக்க மறிந்து செறிந்தடங்கி|
நீடொளி காண்ப தறிவு.
40. (Deutsch · Umschrift)
அறிந்தடங்கி நிற்குமந் நாடிக டோறுஞ்|
செறிந்தடங்கி நிற்குஞ் சிவம்.
1.5 Sammlung der Lebensluft (Verse 41–50)
வாயுதாரணை.
41. (Deutsch · Umschrift)
மூலத்தினிற் றோன்றி முடிவிலிரு நான்காகிக்|
கால்வெளியிற் பன்னிரண்டாங் காண்.
42. (Deutsch · Umschrift)
இடை பிங்கலைக ளிரேசக மாற்றில்|
அடையு மரனா ரருள்.
43. (Deutsch · Umschrift)
அங்குலியால் மூடி முறையா லிரேசிக்கில்|
பொங்குமாம் பூரகத்தி னுள்.
44. (Deutsch · Umschrift)
எண்ணிலி யூழி யுடம்பா யிரேசிக்கில்|
உண்ணிலைமை பெற்ற துணர்வு.
45. (Deutsch · Umschrift)
மயிர்க்கால் வழியெல்லா மாய்கின்ற வாயு|
உயர்ப்பின்றி யுள்ளே பதி.
46. (Deutsch · Umschrift)
இரேசிப்பது போலப் பூரித்து நிற்கில்|
தராசுமுனை நாக்கதுவே யாம்
47. (Deutsch · Umschrift)
கும்பகத்தி னுள்ளே குறித்தரனைத் தானோக்கில்|
தும்பிபோ னிற்குந் தொடர்ந்து.
48. (Deutsch · Umschrift)
இரேசக பூரக கும்பக மாற்றில்|
தராசுபோ னிற்குந் தலை.
49. (Deutsch · Umschrift)
வாயுவழக்க மறிந்து செறிந் தடங்கில்|
ஆயுட் பெருக்க முண்டாம்.
50. (Deutsch · Umschrift)
போகின்ற வாயு பொருந்திற் சிவமொக்கும்|
தாழ்கின்ற வாயு வடக்கு.
1.6 Sammlung im Feuer (Verse 51–60)
அங்கிதாரணை.
51. (Deutsch · Umschrift)
அந்தத்தி லங்கி யழல்போலத் தானோக்கில்|
பந்தப் பிறப்பறுக்க லாம்.
52. (Deutsch · Umschrift)
உள்ளும் புறம்பு மொருங்கக் கொழுவூறில்|
கள்ளமல மறுக்க லாம்.
53. (Deutsch · Umschrift)
எரியுந் தழல்போல வுள்ளுற நோக்கில்|
கரியுங் கனலுருவ மாம்.
54. (Deutsch · Umschrift)
உள்ளங்கி தன்னை யொருங்கக் கொழுவூறில்|
வெள்ளங்கி தானாம் விரைந்து.
55. (Deutsch · Umschrift)
உந்தியி னுள்ளே யொருங்கச் சுடர்பாய்ச்சில்|
அந்தி யழலுருவ மாம்.
56. (Deutsch · Umschrift)
ஐயைந்து மாய வகத்து ளெரிநோக்கில்|
பொய்யைந்தும் போகும் புறம்.
57. (Deutsch · Umschrift)
ஐம்பது மொன்று மழல்போலத் தானோக்கில்|
உம்பரொளி யாய் விடும்.
58. (Deutsch · Umschrift)
தூண்டுஞ் சுடரைத் துளங்காமற் றானோக்கில்|
வேண்டுங் குறைமுடிக்க லாம்.
59. (Deutsch · Umschrift)
உள்ளத்தா லங்கி யொருங்கக் கொழுவூறில்|
மெள்ளத்தான் வீடாம் விரைந்து.
60. (Deutsch · Umschrift)
ஒள்ளிதா யுள்ள சுடரை யுறநோக்கில்|
வெள்ளியா மாலை விளக்கு.
1.7 Sammlung im Nektar (Verse 61–70)
அமுததாரணை.
61. (Deutsch · Umschrift)
அண்ணாக்குத் தன்னை யடைத்தங் கமிர் துண்ணில்|
விண்ணோர்க்கு வேந்தனு மாம்.
62. (Deutsch · Umschrift)
ஈரெண் கலையி னிறைந்த வமிர் துண்ணில்|
பூரண மாகும் பொலிந்து.
63. (Deutsch · Umschrift)
ஓங்கார மான கலசத் தமிர் துண்ணில்|
போங்கால மில்லை புரிந்து.
64. (Deutsch · Umschrift)
ஆனகலசத் தமிர்தை யறிந் துண்ணில்|
போனகம் வேண்டாமற் போம்.
65. (Deutsch · Umschrift)
ஊறு மமிர்தத்தை யுண்டியுறப் பார்க்கில்|
கூறும் பிறப்பறுக்க லாம்.
66. (Deutsch · Umschrift)
ஞானவொளி விளக்கா னல்லவமிர் துண்ணில்|
ஆன சிவயோகி யாம்.
67. (Deutsch · Umschrift)
மேலை யமிர்தை விலங்காமற் றானுண்ணில்|
காலனை வஞ்சிக்க லாம்.
68. (Deutsch · Umschrift)
காலன லூக்கக் கலந்தவமிர் துண்ணில்|
ஞான மதுவா நயந்து.
69. (Deutsch · Umschrift)
எல்லையி லின்னமிர்த முண்டாங் கினிதிருக்கில்|
தொல்லை முதலொளியே யாம்.
70. (Deutsch · Umschrift)
நிலாமண்டபத்தி னிறைந்த வமிர் துண்ணில்|
உலாவலா மந்தரத்தின் மேல்.
1.8 Verehrung (Verse 71–80)
அர்ச்சனை.
71. (Deutsch · Umschrift)
மண்டலங்கண் மூன்று மருவ வுடனிருத்தி|
அண்டரனை யர்ச்சிக்கு மாறு.
72. (Deutsch · Umschrift)
ஆசனத்தைக் கட்டி யரன்றன்னை யர்ச்சித்துப்|
பூசனைசெய் துள்ளே புணர்.
73. (Deutsch · Umschrift)
உள்ளமே பீட முணர்வே சிவலிங்கந்|
தெள்ளிய ரர்ச்சிக்கு மாறு.
74. (Deutsch · Umschrift)
ஆதாரத் துள்ளே யறிந்து சிவனுருவைப்|
பேதமற வர்ச்சிக்கு மாறு.
75. (Deutsch · Umschrift)
பூரித் திருந்து புணர்ந்து சிவனுருவைப்|
பாரித்தங் கர்ச்சிக்கு மாறு.
76. (Deutsch · Umschrift)
விளக்குறு சிந்தையான் மெய்ப்பொருளைக் கண்டு|
துளக்கற வர்ச்சிக்கு மாறு.
77. (Deutsch · Umschrift)
பிண்டத்தி னுள்ளே பேரா திறைவனைக்|
கண்டுதா னர்ச்சிக்கு மாறு.
78. (Deutsch · Umschrift)
மந்திரங்க ளெல்லா மயங்காம லுண்ணினைந்து|
முந்தரனை யர்ச்சிக்கு மாறு.
79. (Deutsch · Umschrift)
பேராக் கருத்தினாற் பிண்டத்தி னுண்ணினைந்|
தாராதனை செய்யு மாறு.
80. (Deutsch · Umschrift)
உள்ளத்தி னுள்ளே யுறப்பார்த்தங் கொண்சுடரை|
மெள்ளத்தா னர்ச்சிக்கு மாறு.
1.9 Inneres Erkennen (Verse 81–90)
உள்ளுணர்தல்.
81. (Deutsch · Umschrift)
எண்ணிலி யூழி தவஞ்செய்திங் கீசனை|
உண்ணிலைமை பெற்ற துணர்வு.
82. (Deutsch · Umschrift)
பல்லூழி காலம் பயின்றரனை யர்ச்சித்து|
நல்லுணர்வு பெற்ற நலம்.
83. (Deutsch · Umschrift)
எண்ணற் கரிய வருந்தவத்தா லன்றே|
நண்ணப் படுமுணர்வு தான்.
84. (Deutsch · Umschrift)
முன்னைப் பிறப்பின் முயன்ற தவத்தினால்|
பின்னைப் பெறுமுணர்வு தான்.
85. (Deutsch · Umschrift)
காயக் கிலேச முணர்ந்த பயனன்றே|
ஓயா வுணர்வு பெறல்.
86. (Deutsch · Umschrift)
பண்டைப் பிறவிப் பயனாந் தவத்தினால்|
கண்டங் குணர்வு பெறல்.
87. (Deutsch · Umschrift)
பேராத் தவத்தின் பயனாம் பிறப்பின்மை|
ஆராய்ந் துணர்வு பெறின்.
88. (Deutsch · Umschrift)
ஞானத்தா லாய வுடம்பின் பயனன்றே|
மோனத்தா லாய வுணர்வு.
89. (Deutsch · Umschrift)
ஆதியோ டொன்று மறிவைப் பெறுவதுதான்|
நீதியாற் செய்த தவம்.
90. (Deutsch · Umschrift)
காடுமலையுங் கருதித் தவஞ் செய்தால்|
கூடு முணர்வின் பயன்.
1.10 Hingabe (Verse 91–100)
பத்தியுடைமை.
91. (Deutsch · Umschrift)
பத்தியா லுள்ளே பரிந்தரனைத் தானோக்கில்|
முத்திக்கு மூல மது.
92. (Deutsch · Umschrift)
பாடியு மாடியும் பல்காலும் நேசித்துத்|
தேடுஞ் சிவ சிந்தையால்.
93. (Deutsch · Umschrift)
அன்பா லழுது மலறியு மாள்வானை|
யென்புருகி யுள்ளே நினை.
94. (Deutsch · Umschrift)
பூசனை செய்து புகழ்ந்து மனங்கூர்ந்து|
நேசத்தா லீசனைத்தேடு.
95. (Deutsch · Umschrift)
கண்ணா லுறப்பார்த்துக் காதலாற் றானோக்கில்|
உண்ணுமே யீச னொளி.
96. (Deutsch · Umschrift)
நல்லானைப் பூசித்து நாதனென வுருகில்|
நில்லாதோ வீச னிலை.
97. (Deutsch · Umschrift)
அடியார்க் கடியரா யன்புருகித் தம்முள்|
படியொன்றிப் பார்த்துக் கொளல்.
98. (Deutsch · Umschrift)
ஈசனெனக் கருதி யெல்லா வுயிர்களையும்|
நேசத்தால் நீநினைந்து கொள்.
99. (Deutsch · Umschrift)
மெய்ம்மயிர் கூர விதிர்ப்புற்று வேர்த்தெழுந்து|
பொய்ம்மையி லீசனைப் போற்று.
100. (Deutsch · Umschrift)
செறிந்தறிந்து நாடிச் செவ்விதா யுள்ளே|
அறிந்தரனை யாய்ந்து கொளல்.
வீட்டுநெறிப்பால் முற்றிற்று.
Teil 2: Die heilige Gnade
திருவருட்பால்
2.1 Gnade empfangen (Verse 101–110)
அருள்பெறுதல்.
101. (Deutsch · Umschrift)
அருளினா லன்றி யகத்தறி வில்லை|
அருளின் மலமறுக்க லாம்.
102. (Deutsch · Umschrift)
இருளைக் கடிந்தின் றிறைவ னருளால்|
தெருளுஞ் சிவசிந்தை யாம்.
103. (Deutsch · Umschrift)
வாய்மையாற் பொய்யா மனத்தினால் மாசற்ற|
தூய்மையா மீச னருள்.
104. (Deutsch · Umschrift)
ஒவ்வகத்து ணின்ற சிவனருள் பெற்றக்கால்|
அவ்வகத்து ளானந்த மாம்.
105. (Deutsch · Umschrift)
உன்னுங் கரும முடிக்கலா மொள்ளிதாய்|
மன்னு மருள்பெற்றக் கால்.
106. (Deutsch · Umschrift)
எல்லாப் பொருளு முடிக்கலா மீசன்றன்|
தொல்லை யருள் பெற்றக்கால்.
107. (Deutsch · Umschrift)
சிந்தையு ணின்ற சிவனருள் பெற்றக்கால்|
பந்தமாம் பாச மறும்
108. (Deutsch · Umschrift)
மாசற்ற கொள்கை மதிபோலத் தான்றோன்றும்|
ஈசனருள் பெற்றக்கால்.
109. (Deutsch · Umschrift)
ஆவாவென் றோதி யருள்பெற்றார்க் கல்லாது|
தாவாதோ ஞான வொளி.
110. (Deutsch · Umschrift)
ஒவாச் சிவனருள் பெற்றா லுரையின்றித்|
தாவாத வின்பந் தரும்.
2.2 Beständiges Gedenken (Verse 111–120)
நினைப்புறுதல்.
111. (Deutsch · Umschrift)
கருத்துறப் பார்த்துக் கலங்காம லுள்ளத்|
திருத்திச் சிவனை நினை.
112. (Deutsch · Umschrift)
குண்டலியி னுள்ளே குறித்தரனைச் சிந்தித்து|
மண்டலங்கள் மேலாகப் பார்.
113. (Deutsch · Umschrift)
ஒர்மின்கள் சிந்தையி லொன்றச் சிவன்றன்னைப்|
பார்மின் பழம்பொருளே யாம்.
114. (Deutsch · Umschrift)
சிக்கெனத் தேர்ந்துகொள் சிந்தையி லீசனை|
மிக்க மலத்தை விடு.
115. (Deutsch · Umschrift)
அறிமின்கள் சிந்தையி லாதாரத் தைச்சேர்ந்|
துறுமின்க ளும்முளே யோர்ந்து.
116. (Deutsch · Umschrift)
நிற்றம் நினைந்திரங்கி நின்மலனை யொன்றுவிக்கில்|
முற்று மவனொளியே யாம்.
117. (Deutsch · Umschrift)
ஓசையுணர்ந் தங்கே யுணர்வைப் பெறும்பரிசால்|
ஈசன் கருத்தா யிரு.
118. (Deutsch · Umschrift)
இராப்பக லன்றி யிருசுடர்ச் சிந்திக்கில்|
பராபரத்தோ டொன்றலு மாம்.
119. (Deutsch · Umschrift)
மிக்க மனத்தால் மிகநினைந்து சிந்திக்கில்|
ஒக்கச் சிவனுருவ மாம்.
120. (Deutsch · Umschrift)
வேண்டுவார் வேண்டும் வகைதான் விரிந்தெங்குங்|
காண்டற் கரிதாஞ் சிவம்.
2.3 Erkennen und Klarheit gewinnen (Verse 121–130)
தெரிந்துதெளிதல்.
121. (Deutsch · Umschrift)
தேறித் தெளிமின் சிவமென்றே யுள்ளுணர்வில்|
கூறிய பல்குணமு மாம்.
122. (Deutsch · Umschrift)
உண்டில்லை யென்னு முணர்வை யறிந்தக்கால்|
கண்டில்லை யாகுஞ் சிவம்.
123. (Deutsch · Umschrift)
ஒருவர்க் கொருவனே யாகுமுயிர்க் கெல்லாம்|
ஒருவனே பல்குணமு மாம்.
124. (Deutsch · Umschrift)
எல்லார்க்கு மொன்றே சிவமாவ தென்றுணர்ந்த|
பல்லோர்க்கு முண்டோ பவம்.
125. (Deutsch · Umschrift)
ஆயுமிரவியு மொன்றே யனைத் துயிர்க்கும்|
ஆயுங்கா லொன்றே சிவம்.
126. (Deutsch · Umschrift)
ஓவாத தொன்றே பலவா முயிர்க்கெல்லாந்|
தேவான தென்றே தெளி.
127. (Deutsch · Umschrift)
தம்மை யறியாதார் தாமறிவோ மென்பதென்|
செம்மையா லீசன் றிறம்.
128. (Deutsch · Umschrift)
எல்லா வுலகத் திருந்தாலு மேத்துவர்கள்|
நல்லுலக நாத னடி.
129. (Deutsch · Umschrift)
உலகத்திற் பட்ட வுயிர்க்கெல்லா மீசன்|
நிலவுபோ னிற்கும் நிறைந்து.
130. (Deutsch · Umschrift)
உலகத்தில் மன்னு முயிர்க்கெல்லா மீசன்|
அலகிறந்த வாதியே யாம்.
2.4 Erkenntnis der inneren Kräfte (Verse 131–140)
கலைஞானம்.
131. (Deutsch · Umschrift)
சத்தியாஞ் சந்திரனைச் செங்கதிரோ னூடுருவில்|
முத்திக்கு மூல மது.
132. (Deutsch · Umschrift)
அயனங்கொள் சந்திரனா லாதித்த னொன்றில்|
நயனமா முத்திக்கு வீடு.
133. (Deutsch · Umschrift)
அஞ்சாலு மாயா தறம்பொரு ளின்பமுந்|
துஞ்சாதவர் துறக்கு மாறு.
134. (Deutsch · Umschrift)
ஈசனோ டொன்றி லிசையாப் பொருளில்லை|
தேசவிளக் கொளியே யாம்.
135. (Deutsch · Umschrift)
தாஞ்செய் வினையெல்லாந் தம்மையற வுணரில்|
காஞ்சனமே யாகுங் கருத்து.
136. (Deutsch · Umschrift)
கூடக மான குறியெழுத்தைத் தானறியில்|
வீடக மாகும் விரைந்து.
137. (Deutsch · Umschrift)
வீடகமாக விழைந் தொல்லை வேண்டுமேல்|
கூடகத்திற் சோதியோ டொன்று.
138. (Deutsch · Umschrift)
பூரித்து நின்ற சிவனைப் புணரவே|
பாரித்த தாகுங் கருத்து.
139. (Deutsch · Umschrift)
இரேசக மாற்றி யிடையறாதே நிற்கில்|
பூரிப்ப துள்ளே சிவம்.
140. (Deutsch · Umschrift)
சிந்தையில் நின்ற நிலைவிசும்பிற் சாக்கிரமாம்|
சந்திரனிற் றோன்று முணர்வு.
2.5 In der einen Gestalt verweilen (Verse 141–150)
உருவொன்றிநிற்றல்.
141. (Deutsch · Umschrift)
எள்ளகத்தே தெண்ணெ யிருந்ததனை யொக்குமே|
உள்ளகத் தீச னொளி.
142. (Deutsch · Umschrift)
பாலின்க ணெய்போற் பரந்தெங்கு நிற்குமே|
நூலின்க ணீச னுழைந்து.
143. (Deutsch · Umschrift)
கரும்பினிற் கட்டியுங் காய்ப்பலி னெய்யும்|
இரும்புண்ட நீரு மியல்பு.
144. (Deutsch · Umschrift)
பழத்தி னிரதம்போற் பரந்தெங்கு நிற்கும்|
வழுத்தினா லீச னிலை.
145. (Deutsch · Umschrift)
தனுவொடு தோன்றுமே தானெல்லா மாகி|
யணுவதுவாய் நிற்கு மது.
146. (Deutsch · Umschrift)
வித்து முளைபோல் விரிந்தெங்கு நிற்குமே|
ஒத்துளேநிற்கு முணர்வு.
147. (Deutsch · Umschrift)
அச்ச மாங்கார மகத்தடக்கினாற் பின்னை|
நிச்சயமா மீச னிலை.
148. (Deutsch · Umschrift)
மோட்டினீர் நாற்ற முளைமுட்டை போலுமே|
வீட்டுளே நிற்கு மியல்பு.
149. (Deutsch · Umschrift)
நினைப்பவர்க்கு நெஞ்சத்துள் நின்மலனாய் நிற்கும்|
அனைத்துயிர்குந் தானா மவன்.
150. (Deutsch · Umschrift)
ஓசையி னுள்ளே யுதிக்கின்ற தொன்றுண்டு|
வாசமலர் நாற்றம்போல் வந்து.
2.6 Befreiung schauen (Verse 151–160)
முக்திகாண்டல்
151. (Deutsch · Umschrift)
மனத்தோ டுறுபுத்தி யாங்காரஞ் சித்தம்|
அனைத்தினு மில்லை யது.
152. (Deutsch · Umschrift)
வாக்குங் கருத்து மயங்குஞ் சமயங்கள்|
ஆக்கிய நூலினு மில்.
153. (Deutsch · Umschrift)
உருவமொன் றில்லை யுணர்வில்லை யோதும்|
அருவமுந் தானதுவே யாம்.
154. (Deutsch · Umschrift)
தனக்கோ ருருவில்லை தானெங்கு மாகி|
மனத்தகமாய் நிற்கு மது.
155. (Deutsch · Umschrift)
பெண்ணா ணலியென்னும் பேரொன் றிலதாகி|
விண்ணாகி நிற்கும் வியப்பு.
156. (Deutsch · Umschrift)
அனைத்துருவ மாய வறிவை யகலில்|
தினைத்துணையு மில்லை சிவம்.
157. (Deutsch · Umschrift)
துனிமுகத்துக் காதியாத் துன்னறி வின்றி|
அணிதா ரிரண்டு விரல்
158. (Deutsch · Umschrift)
மயிர்முனையிற் பாதி மனத்தறி வுண்டேல்|
அயிர்ப்புண்டங் காதி நிலை.
159. (Deutsch · Umschrift)
தற்பர மான சதாசிவத்தோ டொன்றில்|
உற்றறி வில்லை யுயிர்க்கு.
160. (Deutsch · Umschrift)
உறக்க முணர்வு பசிகெடப் பட்டால்|
பிறக்கவும் வேண்டா பிறப்பு.
2.7 Jenseits der Gestalt (Verse 161–170)
உருபாதீதம்.
161. (Deutsch · Umschrift)
கருவின்றி வீடாங் கருத்துற வேண்டில்|
உருவின்றி நிற்கு முணர்வு.
162. (Deutsch · Umschrift)
பிறத்தலொன் றின்றிப் பிறவாமை வேண்டில்|
அறுத்துருவ மாற்றி யிரு.
163. (Deutsch · Umschrift)
உருவங்க ளெல்லா மறுத்தற மாற்றில்|
கருவேது மில்லை தனக்கு.
164. (Deutsch · Umschrift)
கறுப்பு வெளுப்பு சிவப்புறு பொன்பச்சை|
யறுத்துருவ மாற்றி யிரு.
165. (Deutsch · Umschrift)
அனைத்துருவ மெல்லா மறக்கெடுத்து நின்றால்|
பினைப்பிறப் பில்லையாம் வீடு.
166. (Deutsch · Umschrift)
நினைப்பு மறப்பற்று நிராகரித்து நின்றால்|
தனக்கொன்று மில்லை பிறப்பு.
167. (Deutsch · Umschrift)
குறித்துருவ மெல்லாங் குறைவின்றி மாற்றில்|
மறித்துப் பிறப்பில்லை வீடு.
168. (Deutsch · Umschrift)
பிதற்று முணர்வை யறுத்துப் பிரபஞ்ச|
விகற்ப முணர்வதே வீடு.
169. (Deutsch · Umschrift)
பிறப்பறுக்க வீடாம் பேருவமை யின்றி|
அறுத்துருவ மாற்றியிரு.
170. (Deutsch · Umschrift)
ஓசை யுணர்வோ டுயிர்ப்பின்மை யற்றக்கால்|
பேசவும் வேண்டா பிறப்பு.
2.8 Die Wiedergeburt beenden (Verse 171–180)
பிறப்பறுதல்.
171. (Deutsch · Umschrift)
தன்னை யறியு மறிவுதனைப் பெறில்|
பின்னைப் பிறப்பில்லை வீடு.
172. (Deutsch · Umschrift)
அறம் பாவமாயு மறிவுதனைக் கண்டால்|
பிறந்துழல வேண்டா பெயர்ந்து.
173. (Deutsch · Umschrift)
சிவனுருவந் தானாய்ச் செறிந்தடங்கி நிற்கில்|
பவநாச மாகும் பரிந்து.
174. (Deutsch · Umschrift)
உறக்க முணர்வோ டுயிர்ப்பின்மை யற்றால்|
பிறப்பின்றி வீடாம் பரம்.
175. (Deutsch · Umschrift)
நினைப்பு மறப்பு நெடும்பசியு மற்றால்|
அனைத்துலகும் வீடா மது.
176. (Deutsch · Umschrift)
உடம்பிரண்டுங் கெட்டா லுறுபய னொன்றுண்டு|
திடம்படு மீசன் றிறம்.
177. (Deutsch · Umschrift)
தன்னை யறிந்து செறிந்தடங்கித் தானற்றால்|
பின்னைப் பிறப்பில்லை வீடு.
178. (Deutsch · Umschrift)
மருளன்றி மாசறுக்கின் மாதூ வெளியாய்|
இருளின்றி நிற்கு மிடம்.
179. (Deutsch · Umschrift)
விகாரங் கெடமாற்றி மெய்யுணர்வு கண்டால்|
அகாரமாங் கண்டீ ரறிவு.
180. (Deutsch · Umschrift)
சிந்தை யாங்காரஞ் செறிபுல னற்றக்கால்|
முந்தியே யாகுமாம் வீடு.
2.9 Das reine Licht schauen (Verse 181–190)
தூயவொளிகாண்டல்.
181. (Deutsch · Umschrift)
தோன்றிய தெல்லாந் தொடக்கறுத்துத் தூய்வெளியாய்த்|
தோன்றியக்காற் றூய வொளி.
182. (Deutsch · Umschrift)
தெளிவாய தேச விளக்கொளியைக் காணில்|
வெளியாய வீடதுவே யாம்.
183. (Deutsch · Umschrift)
மின்போ லுருவ விளக்கொளிபோல் மேற்காணில்|
முன்போல மூலம் புகும்.
184. (Deutsch · Umschrift)
பளிங்கு வலம்புரி பானிரத்த தாகில்|
துளங்கொளியாந் தூய நெறி.
185. (Deutsch · Umschrift)
சங்கு நிறம்போற் றவள வொளிகாணில்|
அங்கையி னெல்லியே யாம்.
186. (Deutsch · Umschrift)
துளங்கிய தூண்டா விளக்கொளி காணில்|
விளங்கிய வீடாம் விரைந்து.
187. (Deutsch · Umschrift)
மின்மினி போன்ற விளக்காகத் தான்றோன்றில்|
அன்னப் பறவையே யாம்.
188. (Deutsch · Umschrift)
உள்ளொளி தோன்றி லுணரி லருளொளி|
அவ்வொளி யாதி யொளி.
189. (Deutsch · Umschrift)
பரந்த விசும்பிற் பரந்த வொளிகாணில்|
பரம்பரமே யாய வொளி.
190. (Deutsch · Umschrift)
ஆதி யொளியாகி யாள்வானுந் தானாகி|
ஆதியவ னுருவ மாம்.
2.10 Sadashiva (Verse 191–200)
சதாசிவம்.
191. (Deutsch · Umschrift)
பத்துத் திசையும் பரந்த கடலுலகும்|
ஒத்தெங்கும் நிற்குஞ் சிவம்.
192. (Deutsch · Umschrift)
விண்ணிறைந்து நின்று விளங்குஞ் சுடரொளிபோல்|
உண்ணிறைந்து நிற்குஞ் சிவம்.
193. (Deutsch · Umschrift)
ஆகமுஞ் சீவனு மாசையுந் தானாகி|
ஏகமாய் நிற்குஞ் சிவம்.
194. (Deutsch · Umschrift)
வாயுவாய் மன்னுயிராய் மற்றவற்றி னுட்பொருளாய்|
ஆயுமிடந் தானே சிவம்.
195. (Deutsch · Umschrift)
எண்ணிறைந்த யோனி பலவாய்ப் பரந்தெங்கும்|
உண்ணிறைந்து நிற்குஞ் சிவம்.
196. (Deutsch · Umschrift)
ஒன்றேதா னூழி முதலாகிப் பல்லுயிர்க்கும்|
ஒன்றாகி நிற்குஞ் சிவம்.
197. (Deutsch · Umschrift)
மூலமொன் றாகி முடிவொன்றா யெவ்வுயிர்க்குங்|
காலமாய் நிற்குஞ் சிவம்.
198. (Deutsch · Umschrift)
மண்ணிற் பிறந்த வுயிர்க்கெல்லாந் தானாகி|
விண்ணகமே யாகுஞ் சிவம்.
199. (Deutsch · Umschrift)
தோற்றமது வீடாகித் தொல்லைமுத லொன்றாகி|
ஏத்தவரு மீச னுளன்.
200. (Deutsch · Umschrift)
நிற்கும் பொருளும் நடப்பனவுந் தானாகி|
உற்றெங்கும் நிற்குஞ் சிவம்.
திருவருட்பால் முற்றிற்று.
Teil 3: Das eigene Selbst
தன்பால்
3.1 Der Weg des Guru (Verse 201–210)
குருவழி.
201. (Deutsch · Umschrift)
தன்பா லறியுந் தவமுடையார் நெஞ்சகத்துள்|
அன்பா யிருக்கு மரன்.
202. (Deutsch · Umschrift)
சிந்தை சிவமாகக் காண்பவர் சிந்தையில்|
சிந்தித் திருக்குஞ் சிவம்.
203. (Deutsch · Umschrift)
குருவி னடிபணிந்து கூடுவ தல்லார்க்|
கருவமாய் நிற்குஞ் சிவம்.
204. (Deutsch · Umschrift)
தலைப்பட்ட சற்குருவின் சன்னிதியி லல்லால்|
வலைப்பட்ட மானதுவே யாம்.
205. (Deutsch · Umschrift)
நெறிபட்ட சற்குரு நேர்வழி காட்டில்|
பிறிவற் றிருக்குஞ் சிவம்.
206. (Deutsch · Umschrift)
நல்லன நூல்பல கற்பினுங் காண்பரிதே|
எல்லை யில்லாத சிவம்.
207. (Deutsch · Umschrift)
நினைப்பு மறப்பு மில்லாதவர் நெஞ்சந்|
தனைப் பிரியாது சிவம்.
208. (Deutsch · Umschrift)
ஒன்றி லொன்றாத மனமுடையா ருடல்|
என்று மொன்றாது சிவம்.
209. (Deutsch · Umschrift)
நாட்டமில்லாத விடம் நாட்ட மறிந்தபின்|
மீட்டு விடாது சிவம்.
210. (Deutsch · Umschrift)
பஞ்சமா சத்த மறுப்பவர்க் கல்லா அல்|
அஞ்ச லென்னாது சிவம்.
3.2 Baumwolle im Feuer (Verse 211–220)
அங்கியிற்பஞ்சு.
211. (Deutsch · Umschrift)
அங்கியிற் பஞ்சுபோ லாகாயத்தே நினையில்|
சங்கிக்க வேண்டா சிவம்.
212. (Deutsch · Umschrift)
மெய்ப்பா லறியாத மூடர்த நெஞ்சத்தின்|
அப்பால தாகுஞ் சிவம்.
Markierung der Vorlage außerhalb der Verszählung: (2).
213. (Deutsch · Umschrift)
நெஞ்சகத்து ணோக்கி நினைப்பவர்க் கல்லாஅல்|
அஞ்ச லென்னாது சிவம்.
214. (Deutsch · Umschrift)
பற்றிலா தொன்றினைப் பற்றினா லல்லது|
கற்றதனா லென்ன பயன்.
215. (Deutsch · Umschrift)
தம்மை யறிவாரைத் தாமறிந்து கொண்டபின்|
தம்மை யறிவரோ தான்.
216. (Deutsch · Umschrift)
அசபையறிந் துள்ளே யழலெழ நோக்கில்|
இசையாது மண்ணிற் பிறப்பு.
217. (Deutsch · Umschrift)
இமையாத நாட்டத் திருந் துணர்வாருக்|
கமையாத வானந்த மாம்.
218. (Deutsch · Umschrift)
துரியங் கடந்த சுடரொளியைக் கண்டால்|
மரணம் பிறப்பில்லை வீடு.
219. (Deutsch · Umschrift)
மதிபோ லுடம்பினை மாசற நோக்கில்|
விதிபோ யகல விடும்.
220. (Deutsch · Umschrift)
சீவன் சிவலிங்க மாகத் தெளிந்தவர்தம்|
பாவ நசிக்கும் பரிந்து.
3.3 Das innere Heiligtum (Verse 221–230)
மெய்யகம்.
221. (Deutsch · Umschrift)
மெய்யகத்தி னுள்ளே விளங்குஞ்சுடர் நோக்கில்|
கையகத்தி னெல்லிக் கனி.
222. (Deutsch · Umschrift)
கரையற்ற செல்வத்தைக் காணுங் காலத்தில்|
உரையற் றிருப்ப துணர்வு.
223. (Deutsch · Umschrift)
உண்டுபசி தீர்ந்தாற் போலுடம் பெல்லா அங்|
கண்டுகொள் காதல் மிகும்.
224. (Deutsch · Umschrift)
உரைசெயு மோசை யுரைசெய் பவர்க்கு|
நரைதிரை யில்லை நமன்.
225. (Deutsch · Umschrift)
தோன்றாத தூயவெளி தோன்றியக்கா லுன்னைத்|
தோன்றாமற் காப்ப தறிவு.
226. (Deutsch · Umschrift)
வாக்குமனமு மிறந்த பொருள் காணில்|
ஆக்கைக் கழிவில்லை யாம்.
227. (Deutsch · Umschrift)
கண்ணகத்தே நின்று களிதருமே காணுங்கால்|
உன்னகத்தே நின்ற வொளி.
228. (Deutsch · Umschrift)
ஆனந்த மான வருளை யறிந்தபின்|
தானந்த மாகு மவர்க்கு.
229. (Deutsch · Umschrift)
மறவாமற் காணும் வகையுணர் வாருக்|
கிறவா திருக்கலு மாம்.
230. (Deutsch · Umschrift)
விண்ணிறைந்து நின்ற பொருளே யுடம்பதன்|
உண்ணிறைந்து நின்ற வொளி.
3.4 Der Spiegel (Verse 231–240)
கண்ணாடி.
231. (Deutsch · Umschrift)
கண்ணாடி தன்னி லொளிபோ லுடம்பதனுள்|
உண்ணாடி நின்ற வொளி.
232. (Deutsch · Umschrift)
அஞ்சு புலனின் வழியறிந்தாற் பின்னைத்|
துஞ்சுவ தில்லை யுடம்பு.
233. (Deutsch · Umschrift)
நாபி யகத்தே நலனுற நோக்கிடில்|
சாவது மில்லை யுடம்பு.
234. (Deutsch · Umschrift)
கண்டத் தளவிற் கடிய வொளிகாணில்|
அண்டத்த ராகு முடம்பு.
235. (Deutsch · Umschrift)
சந்திர னுள்ளே தழலுற நோக்கினால்|
அந்தர மாகு முடம்பு.
236. (Deutsch · Umschrift)
ஆர்க்குந் தெரியா வுருவந்தனை நோக்கில்|
பார்க்கும் பரமா மவன்.
237. (Deutsch · Umschrift)
வண்ண மில்லாத வடிவை யறிந்தபின்|
விண்ணவ ராகு முடம்பு.
238. (Deutsch · Umschrift)
நெற்றிக்கு நேரே நிறைந்தவொளி காணில்|
முற்று மழியா துடம்பு.
239. (Deutsch · Umschrift)
மாதூ வெளியின் மனமொன்ற வைத்தபின்|
போதக மாகு முடம்பு.
240. (Deutsch · Umschrift)
சுத்தமோ டொன்றி மனமு மிறந்தக்கால்|
முற்று மழியா துடம்பு.
3.5 Die Zeit der Leere erkennen (Verse 241–250)
சூனியகாலமறிதல்.
241. (Deutsch · Umschrift)
நிரவி யழலுருவாய் நீண்ட வெளிகாணில்|
அரவணையா னாகு முடம்பு.
242. (Deutsch · Umschrift)
உருவந் தழலாக வுள்ளத்தே சென்று|
புருவத் திடையிருந்து பார்.
243. (Deutsch · Umschrift)
புருவத் திடையிருந்து புண்ணியனைக் காணில்|
உருவற்று நிற்கு முடம்பு.
244. (Deutsch · Umschrift)
அகம்புறம் பேராப் பொருளை யறியில்|
உகம்பல காட்டு முடம்பு.
245. (Deutsch · Umschrift)
ஆவிபாழ் போகா தடக்கி யிருந்தபின்|
ஓவிய மாகு முடம்பு.
246. (Deutsch · Umschrift)
அஞ்சு மடக்கி யறிவோ டிருந்தபின்|
துஞ்சுவ தில்லை யுடம்பு.
247. (Deutsch · Umschrift)
தீயாக வுள்ளே தெளிவுற நோக்கினில்|
மாயாது பின்னை யுடம்பு.
248. (Deutsch · Umschrift)
தானந்த மின்றித் தழலுற நோக்கிடில்|
ஆனந்த மாகு முடம்பு.
249. (Deutsch · Umschrift)
ஒழிவின்றி நின்ற பொருளை யுணரில்|
அழிவின்றி நிற்கு முடம்பு.
250. (Deutsch · Umschrift)
பற்றற்று நின்ற பழம்பொருளைச் சிந்திக்கில்|
முற்று மழியா துடம்பு.
3.6 Der Zustand des Shiva-Yoga (Verse 251–260)
சிவயோகநிலை
251. (Deutsch · Umschrift)
அடிமிசை வாயு வடுத்தடுத் தேகி|
முடிமிசை யோடி முயல்.
252. (Deutsch · Umschrift)
உண்ணாடி வாயு வதனை யுடனிரப்பி|
விண்ணோடு மெள்ள விடு.
253. (Deutsch · Umschrift)
மெள்ள விரேசித்து மெய்விம்மிப் பூரித்துக்|
கொள்ளுமின் கும்பங் குறித்து.
254. (Deutsch · Umschrift)
இரேசக முப்பத் திரண்டது மாத்திரை|
பூரகம்பத் தாறு புகும்.
255. (Deutsch · Umschrift)
கும்பக நாலோ டறுபது மாத்திரை|
தம்பித் திடுவது தான்.
256. (Deutsch · Umschrift)
முன்ன மிரேசி முயலுபின் பூரகம்|
பின்னது கும்பம் பிடி.
257. (Deutsch · Umschrift)
ஈரைந் தெழுபத் தீராயிர நாடியுஞ்|
சேருமின் வாயுச் செயல்.
258. (Deutsch · Umschrift)
வாச லீரைந்து மயங்கிய வாயுவை|
யீசன்றன் வாசலி லேற்று.
259. (Deutsch · Umschrift)
தயாவினில் வாயு வலத்தி லியங்கில்|
தியான சமாதிகள் செய்.
260. (Deutsch · Umschrift)
ஆதியா மூல மறிந்தஞ் செழுத்தினைப்|
பேதியா தோது பினை.
3.7 Der Zustand der Erkenntnis (Verse 261–270)
ஞானநிலை.
261. (Deutsch · Umschrift)
தற்புருட மாமுகந் தன்னிற் றனியிருந்|
துற்பன மஞ்சை யுரை.
262. (Deutsch · Umschrift)
தற்புருட மாமுகமேற் றாரகைதன் மேலே|
நிற்பது பேரொளி நில்.
263. (Deutsch · Umschrift)
ஓதிய தற்புரு டத்தடி யொவ்வவே|
பேதியா தோது பினை.
264. (Deutsch · Umschrift)
கொழுந்துறு வன்னி கொழுவுற வொவ்வில்|
எழுந்தா ரகையா மிது.
265. (Deutsch · Umschrift)
மறித்துக் கொளுவிடு வன்னி நடுவே|
குறித்துக் கொளுஞ்சீயைக் கூட்டு.
266. (Deutsch · Umschrift)
காலுந் தலையு மறிந்து கலந்திடில்|
சாலவும் நல்லது தான்.
267. (Deutsch · Umschrift)
பொன்னொடு வெள்ளி யிரண்டும் பொருந்திடில்|
அன்னவன் றாளதுவே யாம்.
268. (Deutsch · Umschrift)
நின்ற வெழுத்துட னில்லா வெழுத்தினை|
யொன்றுவிக்கி லொன்றே யுள.
269. (Deutsch · Umschrift)
பேசா வெழுத்துடன் பேசு மெழுத்துறில்|
ஆசான் பரனந்தி யாம்.
270. (Deutsch · Umschrift)
அழியா வுயிரை யவனுடன் வைக்கில்|
பழியான தொன்றில்லை பார்.
3.8 Von der Erkenntnis nicht weichen (Verse 271–280)
ஞானம்பிரியாமை.
271. (Deutsch · Umschrift)
பிறந்திட மாலிடம் பேரா திருப்பின்|
இறந்திடம் வன்னி யிடம்.
272. (Deutsch · Umschrift)
சாகா திருந்த தலமே மவுனமது|
ஏகாந்த மாக விரு.
273. (Deutsch · Umschrift)
வெளியில் விளைந்த விளவின் கனிதான்|
ஒளியி லொளியா யுறும்.
274. (Deutsch · Umschrift)
மறவா நினையா மவுனத் திருக்கில்|
பிறவா ரிறவார் பினை.
275. (Deutsch · Umschrift)
குருவாம் பரனந்தி கூடல் குறித்தாங்|
கிருபோது நீங்கா திரு.
276. (Deutsch · Umschrift)
சுந்தரச் சோதி துலங்கு மிடமது|
மந்திரச் சக்கரமு மாம்.
277. (Deutsch · Umschrift)
தூராதி தூரஞ் சொல்லத் தொலையாது|
பாராப் பராபரம் பார்.
278. (Deutsch · Umschrift)
ஈரொளி யீதென் றிறைவ னுரைத்தனன்|
நீரொளி மீது நிலை.
279. (Deutsch · Umschrift)
அந்தமு மாதியு மில்லா வரும்பொருள்|
சுந்தர ஞானச் சுடர்.
280. (Deutsch · Umschrift)
இதுமுத்தி சாதனமென் றேட்டில் வரைந்து|
பதிவைத்தனன் குரு பார்.
3.9 Der wahre Weg (Verse 281–290)
மெய்ந்நெறி.
281. (Deutsch · Umschrift)
செல்லல் நிகழல் வருகால மூன்றினையுஞ்|
சொல்லு மவுனத் தொழில்.
282. (Deutsch · Umschrift)
பஞ்சிற் படுபொறி போலப் பரந்திருந்து|
துஞ்சாது ஞானச் சுடர்.
283. (Deutsch · Umschrift)
இமைப்பிற் பரந்தங் கொடுங்கு மின்போல|
நமக்குட் சிவன்செயல் நாடு.
284. (Deutsch · Umschrift)
குவித்து மனத்தைக் குவித்துள்ளே யோங்கில்|
செவித்துப் பெறுவ தெவன்.
285. (Deutsch · Umschrift)
காலுந் தலையு மொன்றாகக் கலந்திடம்|
நாலா நிலையென நாடு.
286. (Deutsch · Umschrift)
மூல நிலமிசை மூன்றா நிலத்தினில்|
ஆல மருந்துஞ் சிவம்.
287. (Deutsch · Umschrift)
எழுஞ்சுட ருச்சியின் மேல்மனம் வைக்கத்|
தொழிலொன் றிலாத சுடர்.
288. (Deutsch · Umschrift)
அடைத்திட்ட வாசலின் மேல்மனம் வைத்துப்|
படைத்தவன் தன்னையே பார்.
289. (Deutsch · Umschrift)
அறுபதொ டாறு வருட மிதனை|
உறுதிய தாக வுணர்.
290. (Deutsch · Umschrift)
அட்டமா சித்தி யடையுமோ ராண்டினில்|
இட்ட மிதனைத் தெளி.
3.10 Die Schau des Vierten (Verse 291–300)
துரியதரிசனம்.
291. (Deutsch · Umschrift)
வன்னிய தெட்டு மதியம் பதினாறு|
முன்னிய பன்னிரண்டு முள்.
292. (Deutsch · Umschrift)
சூரியன் வன்னியொன் றாகிடிற் சோமனாம்|
பாரு மினிது பயன்.
293. (Deutsch · Umschrift)
மதியொடு வன்னியொன் றாகவே வந்தால்|
கதிரவ னாமென்று காண்.
294. (Deutsch · Umschrift)
மதிக்குட் கதிரவன் வந்தங் கொடுங்கில்|
உதிக்குமாம் பூரணைச் சொல்.
295. (Deutsch · Umschrift)
தோற்றுங் கதிரவ னுண்மதி புக்கிடில்|
சாற்று மமாவாசை தான்.
296. (Deutsch · Umschrift)
வன்னி கதிரவன் கூடிடி லத்தகை|
பின்னிவை யாகு மெலாம்.
297. (Deutsch · Umschrift)
அமாவாசை பூரணை யாகு மவர்க்குச்|
சமனா முயிருடம்பு தான்.
298. (Deutsch · Umschrift)
அண்டத்திலு மிந்த வாறென் றறிந்திடு|
பிண்டத்திலு மதுவே பேசு.
299. (Deutsch · Umschrift)
ஏறு மதிய மிறங்கி லுறங்கிடும்|
கூறுமப் பூரணை கொள்.
300. (Deutsch · Umschrift)
உதிக்கு மதியமுங் கண்டங் குறங்கில்|
மதிக்கு மமாவாசை யாம்.
3.11 Die Schau der höchsten Erkenntnis (Verse 301–310)
உயர்ஞானதரிசனம்.
301. (Deutsch · Umschrift)
கொண்டிடு மண்டல மூன்றங்கி தன்னையிப்|
பிண்டமு மூழி பிரியா.
302. (Deutsch · Umschrift)
வெள்ளி புதனொடு திங்க ளிடமெனத்|
தள்ளுமின் கால சரம்.
303. (Deutsch · Umschrift)
செவ்வாய் சனிநா யிறுவல மாகவே|
கொள்ளிலிவ் வாறிடரு மில்.
304. (Deutsch · Umschrift)
வளர்பொன் னிடம்பிறைத் தேய்வு வலமாம்|
வளர்பிறை யென்றே மதி.
305. (Deutsch · Umschrift)
வலத்திற் சனிக்கே யிராப்பகல் வாயு|
செலுத்து பேராது செயல்.
306. (Deutsch · Umschrift)
இயங்கும் பகல்வல மிராவிடம் வாயு|
தயங்குறல் நாடிக்குட் டான்.
307. (Deutsch · Umschrift)
அர சறியாம லவன்பே ருரைத்துத்|
தரைதனை யாண்ட சமன்.
308. (Deutsch · Umschrift)
கல்லாத மூடர் திருவுருக் கொண்டிடச்|
செல்லாத தென்ன செயல்.
309. (Deutsch · Umschrift)
திருவருட் பாலைத் தெரிந்து தெளியில்|
குருவிருப்பா மென்று கொள்.
310. (Deutsch · Umschrift)
கற்கிலுங் கேட்கிலும் ஞானக் கருத்துற|
நிற்கிற் பரமவை வீடு.
Unnummerierter Schlussvers
முத்திக்கௌவையார்சொல் முந்நூற்றுப்பத்துமுன்|
சித்தத்தில் வைத்துத் தெளி.
திருக்குறள் - 310.
ஔவைகுறள் முற்றுப்பெற்றது.
Mehr über diesen Text
Avvaiyar und die Frage nach der Verfasserin
Der ergänzende Wiki-Artikel Jnana Kural beschreibt dasselbe Werk unter seinem anderen Namen; er ist keine zweite, unabhängige Schrift.
Avvaiyar ist eine Ehrenbezeichnung, unter der in der tamilischen Literatur mehrere Dichterinnen verschiedener Epochen bekannt sind. Deshalb lässt sich die Verfasserin des Avvai Kural nicht ohne Weiteres mit der Dichterin der frühen Sangam-Literatur oder mit jeder anderen unter diesem Namen überlieferten Autorin gleichsetzen. Die vorliegende Textausgabe schreibt das Werk Avvaiyar zu, liefert aber keine tragfähige Grundlage für eine genaue Lebenszeit. Diese Ausgabe übernimmt die traditionelle Zuschreibung und lässt die Datierung offen.[2]
Kuṟaḷ bezeichnet hier die knappe zweizeilige Versform. Der Avvai Kural ist ein eigenständiges Werk und darf nicht mit dem Tirukkural Tiruvalluvars gleichgesetzt werden. Auch die Schlussbezeichnung „திருக்குறள் – 310“ in dieser Vorlage ändert nichts an der im Quellenkopf ausdrücklich genannten Zuschreibung an Avvaiyar.
Verhältnis zum Vinayagar Agaval und zum Tirumantiram
Wie der Vinayagar Agaval verbindet der Avvai Kural Hingabe, Guru, innere Sammlung, Lebensluft und befreiende Erkenntnis. Der Agaval entfaltet diese Themen als zusammenhängenden Hymnus an Ganesha. Der Kural ordnet sie in kurze Lehrsprüche und thematische Kapitel. Das Tirumantiram von Tirumular bietet einen wesentlich umfangreicheren Zugang zur Verbindung von Shiva-Verehrung und Yoga.
Diese inhaltliche Nachbarschaft macht die drei Werke für ein gemeinsames Studium besonders fruchtbar. Daraus folgt jedoch weder eine nachgewiesene direkte literarische Abhängigkeit noch eine sichere zeitliche Reihenfolge. Die Einordnung unter „Tantra Schriften“ bezieht sich hier auf die Themen: Shakti, Nadis, Kundalini, Mantra, innere Verehrung und Erkenntnis. Der Text ist seiner Form nach eine tamilische Lehrdichtung.
Der Körper als Möglichkeit der Erkenntnis
Die Verse 11–20 sprechen mit großer Wertschätzung vom Körper. Durch ihn wird Erkennen möglich; in ihm soll der Höchste erkannt werden. Zugleich beschreiben spätere Kapitel das Überschreiten der Bindung an Gestalt und Ichvorstellung. Beide Bewegungen gehören zum Werk: Der Körper eröffnet den Weg, und die Erkenntnis soll sich nicht auf die leibliche Erscheinung beschränken.
Ein anschauliches Bild gibt Vers 141: Das Licht des Herrn ist im Inneren wie Öl im Sesam. Das Göttliche wird nicht als etwas Fremdes beschrieben, das von außen herbeigeschafft werden müsste. Die Übung dient dem Erkennen dessen, was verborgen gegenwärtig ist. Zum vergleichenden Studium eignet sich die Bhavana Upanishad, die Körper und Bewusstsein mit der inneren Verehrung des Shri Chakra verbindet. Beide Werke regen dazu an, den eigenen Leib als Ort geistiger Sammlung zu betrachten; ihre jeweiligen Symbolsysteme bleiben dabei eigenständig.
Energiebahnen, Atem, Feuer und Nektar

Die Kapitel 1.4–1.7 verbinden feine Bahnen, Lebensluft, Feuer und Nektar. Der Text nennt 72.000 Bahnen und zehn Hauptbahnen; die innere Sammlung wird als ein Weg beschrieben, auf dem Licht offenbar wird. Feuer und Mondnektar stehen in einem Gefüge yogischer Körpervorstellungen. Diese Bilder sollten weder ohne Begründung als moderne Anatomie gelesen noch durch eine beliebige rein psychologische Erklärung ersetzt werden.
Die Verse 254–255 nennen für Ausatmen, Einatmen und Anhalten 32, 16 und 64 Zähleinheiten. Sie dokumentieren eine traditionelle Atemlehre. Das Gedicht allein enthält jedoch keine vollständige praktische Unterweisung zu Vorbereitung, individueller Anpassung und Ausführung. Die folgende Meditationspraxis verzichtet deshalb auf die Übernahme dieser technischen Vorgaben.
Auch die Aussagen über Nahrungslosigkeit, das Überlisten des Todes und den unvergänglichen Körper bleiben als Aussagen des überlieferten Textes erhalten. Sie sind keine Zusage überprüfter körperlicher Wirkungen. Ob einzelne Stellen leibliche Transformation, einen feinen Körper oder das Überschreiten des Todes in der Erkenntnis meinen, ist nicht überall eindeutig zu entscheiden.
Wer die Nektar-Bildsprache vertiefen möchte, findet in der Khechari Vidya einen verwandten Sanskrittext zu Amrita, Mantra und innerer Versenkung. Dieser Vergleich hilft, den Avvai Kural in einem weiteren yogischen Zusammenhang zu lesen.
Hintergrundvideo: Nadis und Chakras
Sukadev erläutert Begriffe der yogischen Energielehre. Der Vortrag ist eine allgemeine Einführung, kein Verskommentar zum Avvai Kural.
Gnade und eigenes Bemühen
Der zweite Teil beginnt entschieden: Ohne Gnade gibt es keine innere Erkenntnis. Gleichzeitig fordert das Werk zu Sammlung, Wahrhaftigkeit, Übung und Erforschung auf. Die Verse stellen diese beiden Seiten nebeneinander: Der Mensch übt, und das Erkennen wird empfangen.
Für die heutige Praxis kann darin eine Entlastung liegen. Ernsthaftigkeit muss nicht in Verkrampfung münden. Wer aufmerksam übt, darf zugleich offenbleiben für eine Einsicht, die sich nicht erzwingen lässt. Das ist eine heutige geistige Anregung aus dem Zusammenspiel der Themen, keine wörtliche Aussage eines einzelnen Verses.
Der Guru und die Reifung des Verstehens
Die Verse 201–210 betonen den Guru. Bücher sind wertvoll, doch Wissen aus Büchern allein genügt dem Text nicht. Die Unterweisung soll in eigene Erkenntnis übergehen. Das Schlusskapitel kehrt zu diesem Gedanken zurück: Lernen und Hören erreichen ihren Sinn dort, wo der Mensch im Verstandenen wirklich verweilt.
Besonders dicht wird diese Lehre in Vers 214: Was nützt Lernen, wenn kein Halt am Haftungslosen gewonnen wird? Für das Schriftenstudium bedeutet dies, einer gelesenen Wahrheit Raum zu geben. Ein einziger Vers, geduldig betrachtet und im Verhalten erprobt, kann tiefer wirken als viele Seiten, die nur überflogen werden.
Stille, Turiya und das Licht der Erkenntnis
Stille ist im Werk mehr als Schweigen des Mundes. Wiederholt werden Erinnern und Vergessen, Wort und Gedanke, Gestalt und Gegenstand überschritten. Die Bilder vom Spiegel, von der Lampe und vom Funken in Baumwolle machen diesen Weg anschaulich. Das Licht muss nicht immer neu erzeugt werden; es soll erkannt werden.
Turiya bedeutet „das Vierte“. Der Text verwendet den Begriff in Kapitel 3.10 und spricht in Vers 218 sogar von einem Licht jenseits von Turiya. Es wäre zu einfach, jede seiner inneren Licht- und Mondbeschreibungen mit genau einem bekannten Sanskrit-Schema gleichzusetzen. Die tamilische Bildsprache besitzt ihr eigenes Gewicht. Als ergänzende Lektüre eröffnet das Vijnana Bhairava Tantra vielfältige Zugänge zur Meditation durch Atem, Wahrnehmung und innere Sammlung.
Wichtige Begriffe und Mantrahinweise
| Tamilische Umschrift | Bedeutung und Lesehilfe |
|---|---|
| vīṭu | Wörtlich auch Haus oder Heim; hier zumeist Befreiung, Erlösung, geistige Heimkehr. |
| aruḷ | Gnade, gnädige Zuwendung; Leitwort des zweiten Werkteils. |
| uṭampu | Körper; der jeweilige Kontext bestimmt, ob der gewöhnliche Leib oder ein inneres Körpergefüge gemeint ist. |
| uṇarvu | Wahrnehmung, Erkennen, Bewusstsein; nicht in jedem Vers auf dieselbe deutsche Bedeutung einzuengen. |
| aṟivu | Wissen, Einsicht, Erkenntnis. |
| uḷḷam / cintai | Herz beziehungsweise Inneres; Denken, Geist, Bewusstsein, je nach Zusammenhang. |
| malam | Unreinheit oder Verhüllung des Erkennens; siehe auch Mala. |
| vāyu | Luft, Lebensluft; im yogischen Zusammenhang Prana. |
| aṅki / vaṉṉi | Feuer, besonders in der inneren Yoga-Bildsprache. |
| amutu / amirtu | Nektar; verwandt mit Amrita. |
| mōṉam / mavuṉam | Schweigen, Stille; Mauna. |
| araṉ / īcaṉ / civam | Hara, Herr und Shiva; verschiedene Benennungen des Göttlichen im Text. |
Tatsächlich genannte Formeln und Lautbilder
- Eingangsverehrung: kaṇapati tuṇai – „Ganapati sei Beistand“. Eine tamilische Anrufung, die der Vorlage vorangestellt ist.
- Verse 37 und 63: ōṅkāram, Omkara, bezeichnet Om. Der Text behandelt den heiligen Laut als inneren Sinn beziehungsweise als nektargefülltes Gefäß; er gibt hier keine längere Mantrafolge an.
- Vers 78: „Alle Mantras“ werden allgemein genannt, aber nicht aufgezählt.
- Verse 136, 268 und 269: verborgener, bestehender, nicht bestehender, gesprochener und ungesprochener Laut. Es handelt sich um Hinweise und Gegenüberstellungen, nicht um vollständig ausgeschriebene Rezitationsformeln.
- Vers 179: akāram, der Laut „a“. Seine Funktion wird mit Erkenntnis verbunden.
- Vers 216: acapai, das unausgesprochene Mantra, lässt sich mit Ajapa verbinden. Eine Formel wie So'ham wird im Vers nicht ausgeschrieben und deshalb nicht als Originalwortlaut ergänzt.
- Vers 260 und möglicherweise Vers 261: die „fünf Buchstaben“ beziehungsweise „fünf“. Im shaivischen Zusammenhang liegt die Verbindung zum Panchakshara Mantra Namaḥ Śivāya nahe. Die Vorlage schreibt die Lautfolge hier jedoch nicht aus; ihre Ergänzung wäre Auslegung.
- Vers 265: Die Vorlage enthält die Silbe cī (சீ) in einer verschlüsselten Anweisung. Sie wird nicht stillschweigend in eine vermutete Sanskrit-Silbe geändert.
- Verse 224, 263, 276 und 307: Hinweise auf Klang, Rezitation, Mantra-Rad beziehungsweise Namensnennung; keine zusätzliche eindeutig ausgeschriebene Mantraformel.
Zentrale Verse für das Schriftenstudium
Diese Auswahl ist eine Orientierung innerhalb der vollständigen Ausgabe. Jeder Verweis führt zur deutschen Übersetzung, von dort lassen sich die beiden Schriftfassungen öffnen.
| Verse | Thema | Frage für die stille Betrachtung |
|---|---|---|
| 11–20 | Den Wert des Körpers erkennen | Wie kann ich meinen Körper als Möglichkeit bewussten Lebens achten? |
| 71–80 | Innere Verehrung | Was heißt es, das Herz als Altar zu verstehen? |
| 91–100 | Hingabe und Liebe | Wie zeigt sich meine Gottesliebe im Umgang mit Lebewesen? |
| 101–110 | Gnade | Wo darf ich üben und zugleich das Erzwingen loslassen? |
| 121–130 | Einheit des Göttlichen | Was verändert sich, wenn ich die gemeinsame Grundlage aller Wesen bedenke? |
| 141–150 | Das Göttliche im Inneren | Was erschließt mir das Bild vom Öl im Sesamsamen? |
| 171–180 | Selbsterkenntnis | Welche Ichvorstellungen halte ich für selbstverständlich? |
| 191–200 | Shiva ist überall | Kann ich einen gewöhnlichen Augenblick als Ort göttlicher Gegenwart ansehen? |
| 201–210 | Unterweisung und Reifung | Welche Einsicht möchte ich nicht nur wissen, sondern leben? |
| 271–280 | In der Erkenntnis bleiben | Wie kann nach dem Lesen ein Raum der Stille entstehen? |
Anregungen für Meditation und Alltag
Die folgenden fünf Anregungen sind heutige Übertragungen, keine zusätzlichen Verse Avvaiyars.
- Mit Dankbarkeit im Körper ankommen. Lies Vers 11 oder 16. Sitze bequem und aufrecht. Nimm den Kontakt zum Boden und den natürlichen Atem wahr. Lass den Körper für einige Minuten ein Ort ruhiger Aufmerksamkeit sein.
- Das Herz als Altar betrachten. Lies Vers 73. Rufe dir eine Form des Göttlichen, einen heiligen Namen oder eine Haltung liebevoller Offenheit ins Bewusstsein. Verweile damit ohne Eile.
- Einen Gedanken nachklingen lassen. Lies ein Kapitel mit zehn Versen. Wähle einen Satz, der dich besonders anspricht, und bleibe anschließend still. In einer Gruppe kann danach jeder teilen, was er verstanden hat oder noch offenfindet.
- Liebe in eine Handlung übersetzen. Nimm Vers 98 als Tagesgedanken. Höre einem Menschen aufmerksam zu, hilf ohne Erwartung einer Gegenleistung oder begegne einem Lebewesen mit besonderer Behutsamkeit.
- Die Übung der Gnade anvertrauen. Erinnere dich am Ende der Meditation an Vers 101. Würdige dein Bemühen und lass für diesen Augenblick den Anspruch los, eine bestimmte Erfahrung erreichen zu müssen.
Weiterführende Grundlagen findest du auf den Yoga-Vidya-Seiten zu Yoga und Meditation.
Hören und geistige Vertiefung
Verwandter tamilischer Hymnus: Vinayagar Agaval
Die Darbietung des Vinayagar Agaval durch T. L. Maharajan auf dem Kanal Symphony eröffnet einen klanglichen Zugang zur verwandten Avvaiyar-Überlieferung. Es handelt sich ausdrücklich um den Agaval, nicht um eine Rezitation der 310 Verse des Avvai Kural.
Vinayagar Agaval auf YouTube hören
Schlussgedanken: Das Erkannte leben
Der Avvai Kural beginnt beim verkörperten Leben und endet beim Verweilen in der Erkenntnis. Dazwischen entfaltet er einen Weg, auf dem Körperbewusstsein, Sammlung, Hingabe und Gnade ineinandergreifen. Seine Bilder von Feuer, Mond und Licht münden immer wieder in eine nahe, persönliche Frage: Wie kann das Göttliche im eigenen Leben erkannt werden?
Ein einziger Vers kann diese Frage durch den Tag tragen. „Das Herz ist der Altar“ (73) lädt zur inneren Verehrung ein. „Betrachte alle Lebewesen als den Herrn“ (98) öffnet den Blick für den Menschen neben uns. Das Bild vom Öl im Sesamsamen (141) erinnert an die verborgene göttliche Gegenwart. So können Lesen, Meditation und Alltag einander bereichern.
Der letzte Vers verbindet Lernen und Hören mit dem festen Verweilen im Erkannten. Nimm deshalb einen Gedanken mit, der dein Herz berührt. Betrachte ihn in der Stille, prüfe ihn im eigenen Erleben und lass ihn in einer freundlichen Handlung Gestalt gewinnen. Möge das Studium dieser Verse Klarheit nähren, Vertrauen stärken und die Liebe zu allen Wesen vertiefen.
Textgrundlage und Übersetzungshinweise
Grundlage und Umfang. Verwendet wurde der vollständige elektronische tamilische Text Avvai Kural Tamil.txt von Project Madurai. Er enthält 310 fortlaufend nummerierte Verse in drei Teilen und 31 Kapiteln, zwei vorangestellte vierzeilige Gedichte, die Ganapati-Anrufung und einen unnummerierten zweizeiligen Schlussvers. Alle diese Bestandteile stehen in dieser Ausgabe auf Deutsch, in Umschrift und in tamilischer Schrift. Bei den Versen 157 und 307 verbleiben ausdrücklich ausgewiesene Teilübersetzungen. Verlagsangaben und Mitteilungen der elektronischen Herausgeber gehören nicht zum Gedichtbestand.
Bearbeitungsstand. Die deutsche Fassung ist eine eigenständige sinngemäße Studienübersetzung aus dem vorliegenden Tamiltext. Es wurde weder eine vollständige historische Kommentarausgabe noch eine englische Gesamtübersetzung als Kontrollfassung ausgewertet. Die technische Vollständigkeit der drei Textabschnitte ist geprüft; sie ist nicht mit einer vollständigen philologischen Absicherung aller Einzeldeutungen gleichzusetzen. Für eine fachwissenschaftliche Ausgabe wäre besonders bei den verschlüsselten Yoga-Passagen eine zusätzliche tamilistische Prüfung erforderlich.
Umschrift. Die römische Fassung ist eine buchstabennahe Transliteration der hier wiedergegebenen tamilischen Verse, keine eigenständige Überlieferung und keine lautgetreue Anleitung für jede Aussprachevariante. Die poetischen Worttrennungen der Quelle bleiben erhalten. Das Tamilische unterscheidet unter anderem n, ṉ, ṇ, l, ḷ, ḻ und r, ṟ; ā, ī, ū, ē, ō bezeichnen lange Vokale. c kann je nach Wort und Aussprachekontext anders klingen als das deutsche „k“ oder „z“. Sanskritische Wörter werden in der Umschrift nicht nachträglich in ihre Sanskritform zurückverwandelt.
Kapitelüberschriften. Die deutschen Titel erläutern die tamilischen Überschriften. In Kapitel 1.4 wiederholt der Haupttext zunächst den Titel des ersten Teils und setzt „Nadi-Dharana“ in eine eigene Zeile; beides bleibt in den Schriftfassungen erhalten. Bei 1.5 und 2.6 weichen Inhaltsverzeichnis und Haupttext geringfügig voneinander ab. Die Schriftfassungen folgen den Überschriften des Haupttextes. Die isolierte Angabe „(2)“ nach Vers 212 wird als editorische beziehungsweise druckbezogene Markierung außerhalb der Verszählung bewahrt.
Besonders schwierige Stellen. Lokale Hinweise stehen direkt an den jeweiligen Versen. Das erste Eingangsgedicht sowie unter anderem die Verse 27, 41, 56–57, 109, 122, 132–133, 140, 148, 157–158, 170, 174, 183, 210, 215, 248, 261–265, 271, 278, 289 und 299–308 enthalten offene Wortgliederungen, knappe Zahlenangaben oder nicht aufgelöste Bild- und Lautbezüge. Diese Hinweise begründen keine Gleichsetzung mit einem angeblich vollständig entschlüsselten technischen System.
Keine stille Rekonstruktion. Weder werden ungenannte Mantras ergänzt noch undeutliche Silben berichtigt. Auch unbequeme Aussagen über Körperunsterblichkeit, Nahrungslosigkeit oder besondere Kräfte bleiben sichtbar, mit getrennten Erläuterungen zu ihrem Status als traditionelle Lehren.
Quellen und Literatur
- Primärquelle: Project Madurai: ஔவையார் அருளிச்செய்த „குறள்மூலம்“, 310 Verse. Verwendete Datei: Avvai Kural Tamil.txt; als letzte Textaktualisierung ist der 10. Oktober 2008 genannt. Projektwebsite. Die konkrete Datei wurde als Textgrundlage verwendet; eine weitere Onlinefassung wurde nicht kollationiert.
- Druckvorlage laut Quellenkopf: Herausgegeben von Chidambaram A. Ratnasabhapati Mudaliar; Chennai, Vidyānupālana-Druckerei; Āṉi-Monat des zyklischen Jahres Pārttipa. Eine sichere Umrechnung in ein christliches Erscheinungsjahr wird hier nicht vorgenommen. Die originalen bibliographischen Angaben stehen unten.
- Zur Namensüberlieferung: Avvaiyar – Überblick.
- Geistig verwandte Primärtexte: Vinayagar Agaval und Tirumantiram. Ihre Nennung ersetzt keinen textkritischen Vergleich.
- Weiterführender yogischer Hintergrund: Swami Sivananda, Kundalini Yoga. Keine Übersetzung oder Kommentarausgabe des Avvai Kural.
- ↑ Project Madurai: ஔவையார் அருளிச்செய்த „குறள்மூலம்“ / kuRaL mUlam of auvaiyAr. Verwendeter tamilischer elektronischer Text: Avvai Kural Tamil.txt. Die Datei nennt 310 Gedichte, eine Druckvorlage aus Chennai und als letztes Textaktualisierungsdatum den 10. Oktober 2008. Der Quellenkopf ist am Ende dieses Artikels vollständig wiedergegeben.
- ↑ Avvaiyar – Überblick zur Unterscheidung mehrerer Dichterinnen dieses Namens. Zur Namensüberlieferung, nicht als Quelle der Versübersetzung. Abruf: 25. September 2026.
Quellenkopf und Danksagungen der elektronischen Ausgabe
Project Madurai gestattet die freie Weitergabe unter Beibehaltung des Quellenkopfes. Deshalb folgt dieser unverändert. Der Copyright-Zeitraum des allgemeinen Projektkopfes und das am Dateiende genannte Aktualisierungsdatum sind unterschiedliche Angaben.
pm logo ஔவையார் அருளிச்செய்த "குறள்மூலம்" kuRaL mUlam of auvaiyAr In tamil script, unicode/utf-8 format Acknowledgements: Our Sincere thanks go to Digital Library of India for providing a scanned images version of the work. Etext preparation and proof-reading: This etext was produced through Distributed Proof-reading approach. We thank the following persons for their help in the preparation and proof-reading of the etext: S.Karthikeyan, Nalini Karthikeyan, Sonia, V. Devarajan, Sakthikumaran and Subbu TS Krishnan and V. Devarajan Preparation of HTML and PDF versions: Dr. K. Kalyanasundaram, Lausanne, Switzerland. © Project Madurai, 1998-2021 Project Madurai is an open, voluntary, worldwide initiative devoted to preparation of electronic texts of tamil literary works and to distribute them free on the Internet. Details of Project Madurai are available at the website http://www.projectmadurai.org/ You are welcome to freely distribute this file, provided this header page is kept intact. ஔவையார் அருளிச்செய்த "குறள்மூலம்" Source: ஔவையார் அருளிச்செய்த "குறள்மூலம்" இது சிதம்பரம் அ. இரத்நசபாபதிமுதலியாரால் சென்னபட்டணம்: வித்தியாநுபாலனயந்திரசாலையில் அச்சிற்பதிப்பிக்கப்பட்டது. பார்த்திப வருடம் ஆனி மாதம். A THEOSOPHICAL APHORISM IN TAMIL. 310 Poems BY AVYAR. -------------
Am Ende der elektronischen Datei stehen außerdem diese Herausgebermitteilungen:
This file was last updated on 10 October 2008. Feel free to send corrections to the webmaster.
Siehe auch
Die folgenden Artikel laden dazu ein, einzelne Themen des Avvai Kural weiterzuverfolgen.
Tamilische Überlieferung
- Vinayagar Agaval – der Avvaiyar zugeschriebene Hymnus an Ganesha verbindet Hingabe, Guru-Unterweisung und inneren Yoga. Er eignet sich besonders zur gemeinsamen Lektüre mit den Kapiteln über Verehrung und Gnade.
- Jnana Kural – ergänzender Überblick über dasselbe Werk unter einem weiteren Namen.
- Tirumantiram – ein umfangreicher tamilischer Text von Tirumular zur Verbindung von Shiva-Verehrung, Yoga und Erkenntnis.
- Tamil Schriften – Übersicht der in dieser Kategorie versammelten Wiki-Artikel.
Tantrische Wege zur inneren Erkenntnis
| Artikel | Anknüpfung an den Avvai Kural |
|---|---|
| Bhavana Upanishad | Körper, Bewusstsein und innere Verehrung; besonders passend zu den Versen 71–80. |
| Khechari Vidya | Nektar, yogischer Körper und Versenkung; ein Vergleichstext zu den Versen 61–70. |
| Kularnava Tantra | Guru, Unterweisung und geistige Praxis; ergänzende Lektüre zum Guru-Kapitel 201–210. |
| Vijnana Bhairava Tantra | Meditation durch Atem, Wahrnehmung und Sammlung; ein anderer shaivischer Zugang zur unmittelbaren Erfahrung. |
Weitere Texte zum vertiefenden Studium: Pratyabhijnahridaya, Paramarthasara, Jnanarnava Tantra, Mahanirvana Tantra, Meru Tantra, Niruttara Tantra und Jayadratha Yamala. Die Übersicht Tantra Schriften erschließt weitere Ausgaben und zugehörige Artikel. Die Verweise dienen dem thematischen Vergleich; sie belegen keine unmittelbare literarische Abhängigkeit.
Begriffe und Praxis
Tamil, Tamil Schrift, Shiva, Ganesha, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Kundalini Yoga, Guru, Gnade, Selbsterkenntnis, Turiya, Mantra, Meditation.
Auswahl der Verweise anhand der Wiki-Kategorien Tantra Schriften und Tamil Schriften sowie der genannten Einzelartikel; geprüft am 25. September 2026.
Seminare
Die folgenden Yoga-Vidya-Seminare bieten Raum, die Themen des Werkes durch Schriftenstudium, Meditation und gemeinsame Praxis zu vertiefen.
- 30.10.2026 - 01.11.2026 Kundalini Yoga Mittelstufe
Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…- Arjuna Wingen
- 06.11.2026 - 08.11.2026 Kundalini Yoga Einführung
Gründliche Einführung in die Theorie und Praxis des Kundalini Yoga, Yoga der Energie. Die praktischen Übungen des Kundalini Yoga umfassen Pranayama (…- Arjuna Wingen
- 26.12.2026 - 02.01.2027 Indische Rituale Ausbildung
Du interessierst dich für indische Rituale? Du hast die einzigartige Gelegenheit, in dieser Rituale Ausbildung bei Yoga Vidya die kleine Puja, große P…- Sukadev Bretz, Shankari Winkelbauer
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- 20.11.2026 - 22.11.2026 Heilreise durch die Chakren
Tauche ein in eine transformative Reise durch die sieben Hauptchakren und erfahre, wie du deine Energiezentren aktivieren, ausbalancieren und für dein …- Nese Niekrens, Gajendra Sebastian Niekrens
- 26.12.2026 - 01.01.2027 Kundalini Yoga Intensiv Praxis - Live Online
Intensives Praktizieren der im Mittelstufen-Seminar gelernten Übungen für noch tiefere Erfahrung und Erweiterung des Bewusstseins ohne viel Theorie. L…- Sukadev Bretz, Shaktipriya Vogt, Radharani Birkner
- 30.10.2026 - 01.11.2026 Kundalini Yoga Mittelstufe
Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…- Arjuna Wingen
- 04.11.2026 - 04.11.2026 Einführung in die Chakratherapie - Online Workshop
Uhrzeit: 18 - 21 Uhr
Ein Chakra ist ein feinstoffliches Kraftzentrum des Körpers, welches wichtige Körperfunktionen steuert und bestimmten Organen zug…- Beate Menkarski