Madhu

Madhu (Sanskrit: मधु madhu adj., m. u. n.) süß, lieblich, angenehm; der erste Frühlingsmonat (Chaitra); Frühling; Indischer Butterbaum (Madhuka); Ashokabaum; Süßholz (Yashtimadhu); Name zweier Asuras, der eine wurde von Vishnu getötet, der andere (der Vater Ravanas) von Shatrughna; m. Name eines Dämons, der von Kṛṣṇa getötet wurde; Süßigkeit; Honig; süßer Trank, ein süßes berauschendes Getränk, Honigwein, Met; der Somatrank; Milch und Erzeugnisse von Milch, Butter, (Butter-)Schmalz; Wasser; Pyrit (Katzengold bzw. Schwefelkies); Titel eines Brahmana; ein bestimmtes Metrum.
Madhu मधु madhu Aussprache
Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Madhu, मधु, madhu ausgesprochen wird:
Madhu (Honig) im Ayurveda
Arten von Madhu
In der Charaka Samhita (Sutra Sthana 27.243-4) werden vier Arten von Honig (Madhu) unterschieden, die ayurvedisch von Bedeutung sind:
- Makshika: gilt als der beste der vier Arten, hat die Farbe (Varna) von Sesamöl (Taila)
- Bhramara: ist der schwerste und damit am schwersten verdauliche der vier Arten und von weißer (Shveta) Farbe
- Kshaudra: ist von bräunlicher (Kapila) Farbe
- Pauttika: hat die Farbe von Ghee (Ghrita)
Eigenschaften von Madhu
Im folgenden Vers (Sutra Sthana 27.245) werden die Eigenschaften von Honig (Madhu) beschrieben:
वातलं गुरु शीतं च रक्तपित्तकफापहम् |
सन्धातृ छेदनं रूक्षं कषायं मधुरं मधु || 245 ||
vātalaṃ guru śītaṃ ca rakta-pitta-kaphāpaham |
sandhātṛ chedanaṃ rūkṣaṃ kaṣāyaṃ madhuraṃ madhu || 245 ||
Honig (Madhu) verstärkt Vata (Vatala), ist schwer (Guru), kühl (Shita), vertreibt Störungen des Blutes (Rakta) sowie von Pitta und Kapha, fügt zusammen (Sandhatri), entfernt überschüssige Doshas (Chhedana), ist rauh (Ruksha), adstringierend (Kashaya) und süß (Madhura).
Madhu als Mahakashaya
In der Charaka Samhita (Sutra Sthana 4.13, 18) gilt Madhu (Honig bzw. Honigwein/Met) im Rahmen der Aufzählung der 50 Mahakashayas als Vamanopaga und Shonitasthapana.
Madhu als Yogavahin
Honig (Madhu) gilt als das beste Lösungs- bzw. Trägermittel (Yogavahin) für medizinisch wirksame Stoffe (Dravya). Da Honig schwer verdaulich ist und Vata verstärkt, sollte er trotz seiner wertvollen Eigenschaften in der Ernährung nur in Maßen verwendet werden.
Weblinks

Siehe auch
- Madhuka
- Madhukara
- Madhura
- Madhuraka
- Madhurika
- Madhulaka
- Madhunashini
- Madhumati
- Madhupilu
- Madhuvalli
- Madhuparni
- Madhupaka
- Madhupati
- Madhupushpa
- Madhuphala
- Madhubahula
- Madhubija
- Madhurabimbi
- Madhumajja
- Madhurasa
- Madhurenu
- Madhushesha
- Madhusatta
- Madhusudana
- Madhushigru
- Madhumalli
- Madhumat
- Madhumati
- Madhushreni
- Madhvavasa
- Madhvad
- Madhava
- Madhavi
- Madhvika
- Strimukhamadhu
- Amrita Siddhi Vers 11.11 Anmerkung
- Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung
- Sanskrit Kurs Lektion 81
- Sanskrit Kurs Lektion 102
- Sanskrit Kurs Lektion 106
Quelle
- Carl Capeller: Sanskrit Wörterbuch, nach den Petersburger Wörterbüchern bearbeitet, Straßburg : Trübner, 1887
Weitere Informationen zu Sanskrit und Indische Sprachen
- Sanskrit Wörterbuch
- Sanskrit Übersetzung
- Sanskrit Schrift
- Sanskrit Alphabet
- Sanskrit Übersetzung kostenlos
- Hinduismus
- Sanskrit Lernen leicht gemacht
- Sanskrit Kurs Lektion 1
Zusammenfassung Deutsch Sanskrit - Sanskrit Deutsch
- Sanskrit Madhu - Deutsch süß, lieblich, angenehm, m der erste Frühlingsmonat, Frühling, überh; Name eines Verführungs Name Süßigkeit, Honig, süßer Trank, Met, Soma, Milch u s w
- Deutsch süß, lieblich, angenehm, m der erste Frühlingsmonat, Frühling, überh; Name eines Verführungs Name Süßigkeit, Honig, süßer Trank, Met, Soma, Milch u s w Sanskrit Madhu
- Sanskrit - Deutsch Madhu - süß, lieblich, angenehm, m der erste Frühlingsmonat, Frühling, überh; Name eines Verführungs Name Süßigkeit, Honig, süßer Trank, Met, Soma, Milch u s w
- Deutsch - Sanskrit süß, lieblich, angenehm, m der erste Frühlingsmonat, Frühling, überh; Name eines Verführungs Name Süßigkeit, Honig, süßer Trank, Met, Soma, Milch u s w - Madhu
Seminare
Ayurveda
- 21.08.2026 - 23.08.2026 Ayurveda Wellness-Wochenende
Hast du Lust, die Ayurveda Massage kennen zu lernen, etwas über die Philosophie des Ayurveda zu erfahren und Massagen zu genießen? Dann bist du in die…- Karsten Unger, Krishna Kittner
- 28.08.2026 - 30.08.2026 Wildkräuter und Ayurveda im Sommer
Heimische Wildkräuter in der Natur entdecken, anwenden und ayurvedisch verstehen.
Wie fühlen sie sich an, wie schmecken sie, welche ätherischen Öle …- Madhuka Kuhnle
Ernährung
- 28.08.2026 - 30.08.2026 Wildkräuter und Ayurveda im Sommer
Heimische Wildkräuter in der Natur entdecken, anwenden und ayurvedisch verstehen.
Wie fühlen sie sich an, wie schmecken sie, welche ätherischen Öle …- Madhuka Kuhnle
- 04.09.2026 - 11.09.2026 Yoga fürs Herz nach Dr. Dean Ornish
Yogatherapie bei Herzkrankheiten und Arteriosklerose. Du lernst, gezielt Herzkranke zu unterrichten und ihnen die Grundzüge des erfolgreichen, wissensc…- Ravi Persche, Claudia Persche
Jnana Yoga, Philosophie
- 28.08.2026 - 30.08.2026 Die drei Körper und fünf Hüllen des Menschen
An diesem Wochenende wird die yogische Sichtweise des menschlichen Körpers theoretisch und praktisch vorgestellt in speziell darauf ausgerichteten Yoga…- Garuda Wördemann
- 04.09.2026 - 06.09.2026 Traditionelles Tantra - Weisheit und Praxis der Shiva-Shakti Philosophie
Traditionelles Tantra ist die erste Yoga-Strömung, die die Welt, den Körper und die Sinne nicht als Hindernisse auf dem spirituellen Weg versteht, den…- Raphael Mousa
TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers
- In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...
- Dr phil Oliver Hahn
Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online
06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online
- Die AMRITA SIDDHI ("Erlangung der Unsterblichkeit") ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...
- Dr phil Oliver Hahn