Goloka

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1. Goloka (Sanskrit: goloka m.) wörtl. "Die Kuhwelt"; Bezeichnung der höchsten transzendenten Welt, in der Krishna seine ewigen Spiele (Lila) mit den Gopis und Gopas spielt.

Krishna und Radha mit Gopis

2. Go Loka, auch geschrieben Goloka, ist eine Himmelsebene. Go heißt wörtlich Kuh, Rind, aber auch Erde, Herde, auch Sonne und Mond. Loka heißt Welt und Ebene. Goloka ist die Himmelsebene, in der man sich ganz von Gott, von Krishna, behütet fühlen kann. Auch schon auf der Erde befindest du dich im Himmel, wenn du darauf vertraust, dass Gott sich um dich kümmert.

Sukadev über Goloka

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Goloka

Goloka wird oft übersetzt als Kuhwelt, die Welt der Kühe. Doch wofür steht nun Goloka? Goloka ist im Vaishnavismus der Ausdruck für eine bestimmte Himmelswelt, eine Himmelswelt, in der Krishna die ganze Zeit ist, eine Himmelswelt, wo die Verehrer von Krishna, die Bhaktas dauerhaft mit Krishna zusammen sind. Und Krishna ist dort wie der Kuhhirte und alle Menschen sind wie die Gopis und die Gopas oder sind selbst wie die Kühe und Krishna spielt mit ihnen. So gilt Goloka in einer bestimmten Variante des Vaishnavismus als die Himmelswelt, die es zu erstreben gilt. Das ist also keine Advaita-Lehre, wo es darum geht, mit Brahman zu verschmelzen, sondern in dieser Variation des Vaishnavismus ist das Ziel, in eine Himmelswelt zu gehen, wo Krishna ewig da ist, und wo Krishna mit allen Menschen und allen Kühen und allen Tieren und allen Wesen spielt, seine Streiche spielt und wo er mit ihnen tanzt, wo er mit ihnen das Leben genießt, durch die Welt geht und wo wunderschöne Eintracht und Harmonie ist. So ein bisschen was, wie sich im Westen auch Menschen den Himmel manchmal vorstellen, nur dort ist es weniger mit Kühen und mit Gras und mit Yamuna, da ist es dann mehr mit Engel und mit Himmel und mit Wolken und mit Zittern und mit Geigen und anderen Instrumenten. Aber durchaus, Gott ist dort und man ist in der Nähe von Gott und Gott ist freundlich zu einem. So ähnlich wird eben auch die Himmelswelt Goloka sich vorgestellt.

Auf einer anderen Ebene kann man aber Goloka anders interpretieren. Wir können sagen, die ganze Welt ist auch Goloka, die Welt der Geschöpfe. Und Gott ist Gopala, er ist derjenige, der sich um alle Geschöpfe kümmert. Und wir als Menschen können auch Gopis und Gopas sein, wir können uns also auch besonders um die Tiere kümmern und die Tiere freundlich behandeln und uns bewusst machen, so wie es im Alten Testament oder in der jüdischen Bibel heißt, da wird oft übersetzt, "der Mensch mache die Welt sich Untertan", so heißt es aber nicht. Im Hebräischen heißt es: "Der Mensch sei der Schützer der gesamten Schöpfung." In diesem Sinne, die ganze Welt ist Goloka, eine Ebene so vieler Geschöpfe. Gott ist Gopala, er ist der gute Hirte. Und der Mensch kann mindestens Gopa, Gopi sein und sich auch um die Tiere und um alle anderen Lebewesen kümmern. In diesem Sinne, wenn wir es so sehen, dann kann die Welt zu einem Himmel werden, und so kann auch diese physische Welt zum Himmel werden, wenn nur genügend Menschen sich mit Liebe für die gute Sache engagieren wollen. Vielleicht ist das auch nur ein Ideal, aber wir können uns bemühen, diesem Ideal gemäß zu leben, mindestens für uns selbst. In diesem Sinne, Goloka – Kuhwelt, Goloka – die Ebene aller Geschöpfe, Goloka – in einer bestimmten Form des Vaishnavismus der Ausdruck für eine Himmelswelt, wo Menschen in der Nähe von Krishna sind und von Krishna in Freude und Liebe behandelt werden und so auf ewig in Freude und Liebe sind. Goloka, aber auch das Ideal, dass wir uns bewusst werden, es ist die Ebene der Geschöpfe und es ist wichtiger, sich um Geschöpfe zu kümmern als um etwas anderes.

Goloka

Krishna - Wer gut zu Kühen ist kommt zu Goloka

- Abschnitt aus dem Buch: Was wird aus der Seele nach dem Tode - von Swami Sivananda -

In der Manu Smriti ist Goloka eine Himmelsebene, in welche die Seelen nach dem Tod hin kommen, wenn sie in ihren Lebzeiten Kühe freundlich behandelt haben. Dies spielt im Hinduismus, insbesondere im Vaishnavismus eine gewisse Rolle.

Die Kuh erhält und stützt alle Lebewesen. Sie ist heilig und reinigt alles - eine Verkörperung der Tugend. Die Kühe haben vortreffliche Formen und Eigenschaften. Die Kuh gibt durch ihre Gaben hohe und ausgezeichnete Energie, und die Menschen, die ohne jeden Stolz Kühe als Geschenk geben, werden als Verrichter guter Taten und als Geber aller Dinge betrachtet. Sie gelangen in das äußerst heilige Reich der Kühe.

Dort tragen die Bäume süße Früchte und bringen erlesen Blüten hervor, und die Blumen strömen himmlischen Wohlgeruch aus. Der Grund dieses Reiches besteht ganz und gar aus Edelsteinen und der Sand aus purem Gold. Das Klima vereinigt die Vorteile aller Jahreszeiten, es gibt keinen Schmutz und Staub. Dieses Reich ist sehr heilig.

Die Flüsse leuchten von den roten Lotusblumen, die in ihnen blühen, und von den Juwelen, Edelsteinen und dem Gold an ihren Ufern, in denen sich der Glanz der Morgensonne spiegelt. Auf der Oberfläche der Seen blühen Lotusblumen zusammen mit Nymphea Stellata. Ihre Blütenblätter bestehen aus kostbaren Edelsteinen, und ihre Staubgefäße sind aus Gold gesponnen. Die Seen werden von blühenden Wäldern der Nerium Odorum umgeben, um die sich Tausende von schönen Schlingpflanzen ranken, und auch von Wäldern blühender Santanakas.

Die Flüsse haben Ufer aus hellen Perlen, leuchtenden Edelsteinen und Gold. An manchen Stellen findet man Bäume, die mit Juwelen und Edelsteinen aller Art geschmückt sind. Einige davon sind aus Gold und andere so leuchtend wie Feuer. Auch viele Berge dort sind aus Gold, und viele Hügel bestehen aus Juwelen und Edelsteinen. Ihre hohen Gipfel strahlen vor Schönheit.

Die Bäume, die jene Gebiete schmücken, bringen immer Blumen und Früchte hervor und sind mit dichtem Laub bedeckt. Die Blumen strömen ständig himmlische Wohlgerüche aus, und die Früchte sind von großer Süße.

Die Rechtschaffenen sind dort immer heiter und glücklich und verbringen ihre Zeit ohne Kummer und Zorn; jeder Wunsch wird ihnen erfüllt. Fromme und erhabene Seelen erfreuen sich dort und fahren in schönen Wagen umher. Himmlische Nymphen sorgen für Unterhaltung durch Musik und Tanz. Wer den Kühen Opfer darbringt, gelangt in dieses Reich, das dem Pushan und den Maruts gehört.

Der königliche Varuna gilt als der reichste Gott. Wer jedoch die Kühe ehrt, erlangt ebenso große Reichtümer wie die des Varuna. Wer die Kuh ehrfürchtig achtet, wird von ihr mit unschätzbarem Segen empfangen. Man sollte niemals, auch nicht im Herzen, die Kuh verachten, sondern sie für heilig halten und mit gebeugtem Haupt anbeten.

Video: Krishna Murali – Mantra-Performance mit Gopi Bretz

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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