Buddah

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Buddah ist eine alternative Schreibweise für Buddha, der Erleuchtete. Buddah ist der große Begründer des Buddhismus. Im "Urban Slang" ist Buddah auch ein Slang Wort für Marihuana, Cannabis und Haschisch. Es gibt Buddah Records, ein Musik Label, das 1967 gegründet wurde und inzwischen in Buddha Records umbenannt wurde. Lee Buddah, geboren 1973 als Phil Stegers in Dortmund, ist ein deutscher Songwriter, Produzent, Filmkomponist und Hörspielautor. Des weiteren gibt es die Musikgruppe "Wise Buddah".

Buddah, der Erleuchtete

Wie aus oberer Zusammenstellung zu sehen ist, bezieht sich Buddah fast immer auf den historischen Buddha, den Siddhartha Gautama Buddha, den Erleuchteten, den Erhabenen.

Das Sanskritwort Buddah

Normalerweise geht man davon aus, dass Buddah eigentlich Buddha geschrieben werden würde. Das Sanskritwort Buddha बुद्ध buddha ist das Partizip Präsenz Passiv (PPP) der Sanskrit Verbalwurzel (Dhatu) budh und bedeutet erwacht, erleuchtet, weise, erblüht. Als Substantiv bedeutet Buddha daher der Erwachte, der Erleuchtete, der Erblühte. Buddha kann auch einfach bedeuten "der Weise". In Indien gibt es einige Weise, die den Namen Buddha hatten.

Budda, wirklich geschrieben Budda ohne h am Ende, ist auch ein eigenständiges Sanskritwort: Budda, geschrieben बुड्ड buḍḍa, heißt der Bedeckte, das Erledigte, das Entlassene. Buḍḍa ist das Partizip Präsenz Passiv des Verbs Bud bzw. buḍ, welches übersetzt werden kann als bedecken, abdecken, erledigen, entlassen. Bud ist also eine Verbalwurzel, ein Dhatu, das aber eine ganz andere Bedeutung hat als बुध् budh. Das Sanskrit Verb budh hat viele Bedeutungen. Unter anderem bedeutet es erwachen, wachen, wachsam sein, zur Besinnung kommen, merken, achten, erfahren, erkennen, kennen lernen, wissen, verstehen, denken; (Kausativ:) erwecken, wiederbeleben, zum Aufblühen bringen, (einen Wohlgeruch) erregen, aufmerksam machen, erinnern, mahnen, die Aufmerksamkeit auf sich lenken, zur Besinnung oder Vernunft bringen, bekannt machen, belehren, wissen lassen, mitteilen, informieren, unterrichten, begreiflich machen, sich merken.

Buddah bzw. Buddha, der Erleuchtete

Buddhastatue in Bodhgaya (Bihar) in Indien

Sehr viel über Buddha, den Erleuchteten, den Begründer des Buddhismus, findest du unter dem Hauptstichwort Buddha.

Das Leben von Buddah

Hier eine kurze Lebensgeschichte von Buddah bzw. Buddha, wie sie in den buddhistischen Mythen überliefert wird:

Kindheit und Jugend von Buddah

Siddhartha Gautama war der Sohn eines Königs eines kleinen Königreichs im damaligen Indien, im heutigen Nepal. Bei seiner Geburt gab es eine Prophezeiung: Wenn Siddhartha in Kontakt kommen würde mit Alter, Krankheit, Tod und Spiritualität, würde er dem Königreich entsagen und Bettler werden.

So taten seine Eltern alles in ihrer Macht, damit der junge Siddhartha nie in Kontakt mit Krankheit, Alter, Tod und Spiritualität kam. Sie hielten alle kranken und alten Menschen von Siddhartha fern. So wuchs Siddhartha in einer glücklichen Scheinwelt auf.


Entsagung

Als Siddhartha verheiratet war mit einer wunderschönen Frau, der er seine ganze Liebe schenkte und mit der er einen Sohn zeugte, dachten die Eltern, dass es an der Zeit wäre, dem Thronprinz das wahre Leben zu zeigen. Sie ermöglichten Siddhartha, das Königreich zu sehen. Aber als Siddhartha Gautama einen Kranken, einen Alten, einen Toten und einen Mönch gesehen hatte, verließ er den Palast und das Königreich, um etwas zu suchen, was jenseits von Alter, Krankheit und Tod war.

Intensive spirituelle Praxis

Siddhartha Gautama, der spätere Buddah bzw. Buddha, praktizierte sehr intensiv spirituelle Übungen. Er praktizierte Meditation, viele Askese Praktiken, er fastete, machte Pranayama und andere Hatha Yoga Praktiken. Er lernte bei einigen Yoga Meistern und stach durch die Intensität seiner Praxis und die Tiefe seiner spirituellen Sehnsucht hervor.

Nach einer Weile erkannte er, dass die spirituellen Praktiken den Körper nicht quälen dürften und hörte auf, im Übermaß zu fasten.

Erleuchtung

Schließlich beschloss Siddharta Gautama so lange in Meditation zu sitzen, bis er entweder sterben oder die Erleuchtung erlangen würde. Siddhartha ging in seiner Meditation durch Himmel und Hölle, durch Versuchungen und Verzweiflung. Schließlich erreichte er Bodhi, die Erleuchtung. Der Baum unter dem er die Erleuchtung erreichte, wurde Bodhi Baum genannt. Der Ort der Erleuchtung bekam den Namen Bodhgaya. Siddhartha Gautama war gerade 35 Jahre alt und wurde künftig Buddha genannt, der Erleuchtete.

Lehrzeit nach der Erleuchtung

Nach der Erleuchtung wanderte Buddah umher. In vielen Lehrreden legte er das Fundament des Buddhismus. Er gründete die buddhistische Sangha, die buddhistische Gemeinschaft. Er weihte viele Schüler zu Bhikshus bzw. Bhikkus, zu Mönchen bzw. Nonnen.

Tod des Buddah

Nachdem Buddah bzw.Buddha über 40 Jahre gelehrt hatte, verließ er diese physische Welt und versank in Nirwana, dauerhafte Erleuchtung.

Die Lehre des Buddah

Buddah lehrte einen praktischen Weg zur Erleuchtung. Der Buddhismus kommt mit wenigen Glaubensdoktrinen aus. Vielmehr ist der Weg des Buddah ein Weg der spirituellen Praxis, der in der Erleuchtung mündet.

Gerade weil die Lehren des Buddah kaum Glaubenselemente enthalten, konnte der Buddhismus viele Ausprägungen entwickeln, sich verbinden mit vielen anderen religiösen Lehren.

Die vier edlen Wahrheiten

Das Fundament des Buddhismus die Vier Edle Wahrheiten:

  1. Alles Leben ist Leiden (Dukkha)
  2. Ursache des Leidens ist das Verlangen
  3. Durch das Auslöschen (Nirodha) des Verlangens wird das Leiden erlöschen
  4. Um das Verlangen auszulöschen, praktiziere den Edlen Achtfachen Pfad

Der edle Achtfache Pfad

Der Edle Achtfache Pfad besteht aus

  1. Rechte Ansicht
  2. Rechte Entschlossenheit
  3. Rechte Sprache
  4. Rechte Handlung
  5. Rechter Lebensunterhalt
  6. Rechte Anstrengung
  7. Rechte Achtsamkeit
  8. Rechte Konzentration

Buddah als alternative Schreibweise für Budha, Merkur

In der indischen Astrologie spielt Budha, der Merkur, eine große Rolle. Manchmal findet man Buddah auch als alternative Schreibweise für Budha, den Merkur. Mehr zu Budha und seine Bedeutung in Jyotisha, der indischen Astrologie, unter dem Hauptstichwort Budha.

Buddah in seiner Bedeutung als Marijuana, Haschisch, Kannabis

Buddah ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Marijuana, Haschisch, Kannabis. Tatsächlich ist auch diese Bezeichnung Buddah von Buddha abgeleitet:

  • Zum einen sind gar nicht mal wenige spirituelle Menschen auch schon mit Drogen in Berührung gekommen
  • Zum anderen sieht Buddha bzw. Buddah meist sehr milde und ruhig aus - und manche meinen, durch Drogenkonsum so etwas schneller zu erreichen
  • Zum dritten ist eines der Ziele von buddhistischer Meditation die Erfahrung eines geänderten Bewusstseinszustand - und einen geänderten Bewusstseinszustand kann man auch durch Buddah im Sinne von Drogen erreichen

Allerdings führt der Konsum von Buddah, Marijuana bzw. Haschisch, nicht in die Erleuchtung, sondern meist in Sucht, Abhängigkeit, Antriebslosigkeit, Passivität. Für manche mag Buddah zu außergewöhnlichen Erfahrungen verholfen haben, was sie auf den spirituellen Weg gebracht hat. Manche mögen auch durch gelegentlichen Gebrauch von Buddah ihre Meditation vertieft haben. Allerdings hat für die meisten Menschen der Konsum von Buddah sehr negative Wirkungen, da Buddah den Antrieb mindert, ein Gefühl der Gleichgültigkeit erzeugt.

Buddah als Wort in der Umgangssprache

Da Buddha der Erleuchtete ist, und in der Pop Kultur Buddha hohes Ansehen genießt, benennen sich viele Menschen nach Buddha. Allerdings haben viele auch Respekt vor der Heiligkeit des Buddha. Um die Nähe und doch den Respekt zu und vor Buddha auszudrücken, nennen einige sich selbst, Musik Bands, Pop Labels, Produkte etc. Buddah, was irgendwie aussieht wie Buddha und doch anders ist...