Vier Edle Wahrheiten

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Die Vier Edlen Wahrheiten (Sanskrit: catvari aryasatyani, Pali: cattari ariyasaccani) bilden die Basis von Buddhas Lehre und geben die Kernaussage des Buddhismus wieder.

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Die Vier Edlen Wahrheiten sind eine der grundsätzlichen Pfeiler des Buddhismus. Weit gefasst handeln diese Wahrheiten von

1. der Natur des Leidens (Dukha)

2. der Ursache des Leidens (Samudaya)

3. dem Beenden des Leidens (Nirodha)

4. dem Pfad, der zur Beendigung des Leidens führt (Marga).

Sie gehören zu den Wahrheiten, von denen man weiß, dass sie von Gautama Buddha in seiner Erfahrung der Erleuchtung realisiert wurden. Die Vier Edlen Wahrheiten treten mehrfach auf in den meisten der alten buddhistischen Texte wie dem Pali Kanon. Der Mahayana Buddhismus betrachtet diese als eine einführende Lehre für Menschen, die noch nicht bereit für seine eigenen Belehrungen sind.

Entstehung der Vier Edlen Wahrheiten

Warum der Buddha in dieser Weise gelehrt haben sollte, wird durch die gesellschaftlichen Bedingungen der Zeit beleuchtet, in der er lebte. Der Buddha war ein Samana, ein wandernder Asket, dessen Ziel war, "die Wahrheit zu entdecken und Glück zu erlangen". Es wird behauptet, dass er dieses Ziel unter einem Bodhi Baum in der Nähe des Flusses Nernajana erreicht hat. Die Vier Edlen Wahrheiten sind ein Ausdruck seines Verständnisses über die Natur des Leidens, der ursprünglichen Ursache alles Leidens, der Befreiung von Leiden, und inwiefern eine Person ebenfalls einen solchen Weg gehen kann, so dass sie selber das Glück erreichen kann.

Diese Wahrheiten werden nicht als Hypothese oder vorübergehender Idee geäußert, sondern eher sagt der Buddha: "Diese Vier Edlen Wahrheiten, ihr Mönche, sind real, unfehlbar, nicht anders. Deshalb werden sie edle Wahrheiten genannt." Man weiß auch, dass Buddha sie gelehrt hat, "weil es nutzbringend ist, es gehört zu den Grundlagen des heiligen Lebens, es führt zu Ernüchterung, zu Sachlichkeit, zu Beendigung vom Leid, zu Frieden, zu direktem Wissen, zu Erleuchtung, zu Nirvana. Deshalb habe ich es verkündet."

Diese Lehre war die Grundlage von Buddhas erster Predigt nach seiner Erleuchtung. Im frühen Buddhismus ist diese die am weitesten fortgeschrittene Lehre in Buddhas schrittweisen Training. Der Buddha beschreibt manchmal die Praxis (Patipati) seines Trainings als das stufenweise Training, weil der Achtfache Pfad einen Prozess der Geist-Körper-Transformation beinhaltet, der sich manchmal über eine längere Zeitspanne entfaltet.

Buddhas Lehre hat die Meditation als Mittelpunkt, welche eine Einsicht im Geist erlaubt, was hilfreich ist zum Regenerieren und um Dinge aus einer besseren Perspektive zu verstehen. Dieser ganze Prozess zu andauerndem Glück ist ein schrittweiser Vorgang, durch dessen Befolgung jeder seinen geistigen Zustand transformieren kann, der besorgt und konfus sein mag. Seine Belehrungen über den Weg sind das Tor zu einem glückseligen geistigen Zustand. Buddhismus hilft dem Geist, sich weg vom wirklichkeitsfremden Denken zu bewegen hin zu einem sehr unkomplizierten Blick auf jedermanns menschliche Bedingungen. Gautama Buddha hat die Vier Edlen Wahrheiten verkündet, die auch als Vier Edlen Wahrheiten des Buddhismus oder als die Vier universellen Wahrheiten des Buddhismus bekannt sind.

Die Natur des Leidens (Dukkha)

Niemand auf dieser Welt ist frei von Leiden. Jeder muss durch die Leiden der Geburt, der Krankheit, des Alters, schließlich des Todes gehen. Jeder wird unter Schmerzen in diese Welt geboren, wenn jemand krank wird, fühlt er/sie sich hilflos, es schmerzt mehr, wenn man älter wird, denn das Alter reduziert die Energie und es wird schwieriger, sich zu bewegen. Der Tod ist auch schmerzhaft; Menschen haben Angst zu sterben. Ebenso ist man, wenn jemand Geliebtes stirbt, über alle Maßen erschüttert. All das geschieht wegen der übermäßigen Anhaftung daran, und man kann die Trennung nicht verkraften. Deshalb bedeutet das Leben Leiden. Man leidet, wenn man mit denen zusammen ist, die man nicht bevorzugt, oder wenn jemand Nahes für immer geht. Manchmal machen Wünsche und Verlangen ebenfalls unglücklich, wenn es keine Erfüllung der Wünschen gibt. Buddhas Belehrungen ignorieren das Leiden nicht, das ein Teil des Lebens ist. Genauso wie es Glück gibt, gibt es auch einen Teil an Traurigkeit. Glück und Traurigkeit sind beide vorübergehend, hat Buddha gesagt.

Die Ursache des Leidens (Samudaya)

Gemäß Buddhas Unterweisungen, um das Leiden zu beenden, ist Kenntnis über die Ursache des Leidens äußerst wichtig. "Es ist Anhaftung, was zu erneuten Existenzen führt, begleitet von Vergnügen und Begierde, Vergnügen hier und da zu suchen, das bedeutet, Begierde für sinnlichen Vergnügen, Begierde für Existenz, Begierde für Vernichtung."

Beenden des Leidens (Nirodha)

Gemäß des Buddhismus sollte man von Gier und von Unwissenheit frei werden. Das sind die Lasten, die einem nie erlauben, ein besseres Leben zu führen. Es wird sich eine vollständige Änderung in der Auffassung einer Person einstellen, wenn sie Gier und Unwissenheit beseitigen kann. Das kann zu einem viel besseren und friedlicheren Leben führen. Wenn das ganze Leiden beendet ist, dann ist der Zustand von Nirvana erreicht. Buddha hat gesagt: "Die Auslöschung der Begierde ist Nirvana." Das ist der letztendliche Zustand immerwährenden Glücks, der wirklich schwierig zu erreichen ist, es sei denn, man gibt seine Gier, Unwissenheit und lüsternen Bestrebungen auf. Nirvana zu erreichen ist möglich, wenn man den Belehrungen des Buddhismus folgt, nichts kann so viel Frieden geben, wie es diese Errungenschaft tun würde.

Der Pfad (Marga), der zum Beenden des Leidens führt

Um das Leiden zu beenden, rät der Buddhismus, einem Mittleren Pfad oder den Mittleren Weg zu folgen. Dieser ist bekannt als der Edle Achtfache Pfad. Dies kann gemäß der Buddhistischen Lehre das Mittel sein, um all den weltlichen Unfrieden zu beenden. Welchem Unglück auch immer jemand im Leben begegnet, es ist das Ergebnis einer extremen Lebenseinstellung, und es kann durch das Folgen eines moderaten mittleren Pfades verwandelt werden. Diese sind grundsätzliche Wahrheiten im Leben, von denen man sich durch das Befolgen von Buddhas Lehren weiter entwickeln kann. "Nun das … ist die Edle Wahrheit des Weges zur Beendigung des Leidens: es ist der Edle Achtfache Pfad; das bedeutet: rechte Ansicht, rechte Absicht, rechte Rede, rechte Handlung, rechter Lebenserwerb, rechte Achtsamkeit, rechte Konzentration."

Die Wahrheit des Leidens ist verbunden mit dem Scheitern in der Erkennung der Ewigkeit des Buddha und es betrifft die Verhinderung und die Abweichung des wahren Dharma. Die Beendigung des Leidens entsteht mit der Beseitigung innerer Verunreinigungen, wenn man in die eigene Buddha Natur eintreten kann.

Siehe auch

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