Tapas

Aus Yogawiki

Tapas (Sanskrit: तपस् tapas n.) Wärme, Hitze, Glut; Qual, Schmerz, Plage; Askese, Kasteiung; Hatha Yoga Übung; einer der fünf Niyamas in Patanjalis Yogasutra.

Swami Sivananda am Fluss

Tapas - Erläuterungen von Swami Sivananda

Kapitel 8 aus Buch I - Tantra Yoga von Swami Sivananda aus seinem Buch „Tantra Yoga, Nada Yoga and Kriya Yoga“ der Divine Life Society, 5. Auflage, 2000, Shivanandanagar, S. 24., ISBN 81-7052-042-8

Tapas bedeutet Buße oder Askese. Der Sadhaka erstrahlt durch die Übung von Tapas in spirituellem Glanz. Wirkliches Tapas ist Konzentration und Meditation.

Sattwiges, rajasiges und tamasiges Tapas

  • Jene Askese und Entbehrung, welche von Menschen in tiefstem Glauben sich selbst auferlegt wird, ohne Verlangen nach Ergebnis und Erfolg, in Harmonie mit sich selbst, das ist sattwig.
  • Solche Askese, die dem Zweck dient, Respekt, Ehre oder Verehrung zu erreichen und der Prahlerei dient, ist rajassig, unstabil, flüchtig und vergänglich.
  • Die Art von selbstauferlegter Askese, welche in einem irregeführten Verständnis praktiziert wird, mit Selbstquälerei oder mit dem Ziel, jemand anderen zu vernichten, ist tamasig (von Dunkelheit erfüllt).

Menschen, die diese schrecklichen Askesen praktizieren, welche nicht durch die Schriften beschrieben und bestätigt werden, die der Scheinheiligkeit und dem Egoismus verfallen und von Lust, Verlangen und Begierde getrieben sind, die sinnlos alle Elemente und Bestandteile des Körpers und auch Purusha, welcher im Körper wohnt, quälen - wisset, solche Menschen unterliegen dem Einfluss teuflischer Dämonen.

Patanjali

Yoga Sutra, Kapitel II.32

शौचसन्तोषतपःस्वाध्यायेश्वरप्रणिधानानि नियमाः || 2.32 ||

śauca-santoṣa-tapaḥ-svādhyāyeśvara-praṇidhānāni niyamāḥ || 2.32 ||

Die Niyamas bestehen aus Reinheit (Shaucha), Zufriedenheit (Santosha), Selbstzucht (Tapas), Selbststudium (Svadhyaya) und Selbsthingabe (Ishvarapranidhana).



Tapascharya Sang - Zusammenkunft der Tapas-Meister, der Tapas-Übenden

(Thars: Rama Bhajana Kariya)

Aus dem Buch "Yoga im täglichen Leben" von Swami Sivananda:

  • 1.
Hamsa Soham … Soham Hamsa (Hamsa Soham)
Soham Shivoham … Shivoham Soham (Soham Sivoham)
(Antarai)
Ananta Jyotiye … Adwaita Vastuve
Shanti Swaroopame … Satchidanandame
Gyana Swaroopame … Niryanandame
Hamsa Soham … Soham Hamsa
Erforsche, wer bin ich? … Denke nach, meditiere
Vereine die fünf Koshas … Übe Neti Neti
  • 2.
Hari Om Narayana … Sri Radha Krishna
(Antarai)
Sri Vasudevaya … Sri Krishna Devaya
(Hari Om Narayanam)
(Antarai)
  • 3.
Jetzt ist Sadhana-Woche … Übe unnachgiebig Tapas
Denke nicht an Bequemlichkeiten … Denke nicht viel an deinen Leib.
Vergesst die irdischen Dinge … Meine lieben Sadhakas
Die Zeit ist äußerst kostbar … Verschwendet keine Sekunde
Übt Japas und Meditation … Das ist euer wahrer Reichtum
Der Herr wohnt in euren Herzen … Findet ihn durch Meditation
Er ist der Atem eures Lebens … Sucht eure Zuflucht bei Ihm
Erwachet, nahet euch Ihm … Haltet euch an Seine Lotusfüße
Dürstet nach Seinem Darshan … Ruhet in Ihm
Führt ein göttliches Leben … Sagt ab der Wolllust und Habgier
Gedenket immer Seiner … Pfleget Kirtana.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

Multimedia

Arten und Wirksamkeit von Tapas – BG.XVII 14 - Kurzvortrag von Sukadev Bretz

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Sprachliches Tapas der eigenen Worte – BG.XVII 15 - Kurzvortrag von Sukadev Bretz

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Gute Gedanken und edle Gefühlsregungen – BG.XVII 16 - Kurzvortrag von Sukadev Bretz

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