Upanayana im Krishna Yajurveda – Schülerweihe mit Steintritt, Lernversprechen und Opferhölzern
Upanayana im Krishna Yajurveda – Schülerweihe mit Steintritt, Lernversprechen und Opferhölzern: Das Upanayana im Krishna Yajurveda verbindet die Aufnahme beim Lehrer mit einem Versprechen, dem Lernen standzuhalten. Der Schüler tritt auf einen Stein, nimmt Gewand, Gürtel und heilige Schnur an und übergibt sich den göttlichen Schutzkräften. Nach dem Feueropfer und der persönlichen Gayatri-Unterweisung spricht er acht Gelöbnisformeln und legt selbst sechzehn Opferhölzer dar. Diese ausführliche Fassung macht die Schülerweihe zu einer gemeinsamen Aufgabe von Kind, Eltern, Acharya und unterstützender Gemeinschaft.
Anlass und Überlieferung
Die Anleitung folgt der „Kṛṣṇa Yajurvedīya Upanayana“-Fassung des Upanayana Samskara Sangraha von Sri Rama Ramanuja Acharya. Ihr Beispielsatz der Selbstvorstellung nennt das Apastamba Grihya Sutra; der folgende Feuerrahmen wird aus dem Apastamba Purva Prayoga desselben Herausgebers erläutert. Der Artikel gibt damit eine praktische Handbuchfassung der Krishna Yajurveda-Überlieferung wieder.
Die Zeremonie eröffnet Brahmacharya, die verbindliche Schülerzeit. Sie wird an einem mit der Familie und dem Acharya bestimmten Tag zuhause, im Tempel oder an einem geschützten Ritualplatz ausgeführt. Der gewählte Handbuchabschnitt schreibt keine einzelne Jahreszeit oder Uhrzeit vor. Die folgende Fassung ist für einen Jungen formuliert. Eine in der betreffenden Tradition ausgebildete Lehrperson führt die Einweihung; der Vater gibt in der hier gewählten Form den Gayatri weiter. Die Familie nimmt am Segen und am ersten Erbitten der Nahrung teil.
Ganesha Puja, kurze Punyaha Vachana, Agnimukha, die vollständigen Jayadi-Gaben und der Feuerabschluss sind ausgeschrieben. Die unterweisende Person spricht die Mantras vor; der Schüler braucht sie vor seiner Aufnahme nicht bereits zu beherrschen. Vedische Tonakzente werden mündlich vermittelt.
Materialien
- Neue heilige Schnur, Yajnopavita, neue Unter- und Obergewänder, Munja-Grasgürtel, glatter Stab, leichter Sichtschutzstoff und Bettelschale. Das Handbuch erlaubt beim Ajina Dharana ausdrücklich ein Obergewand statt eines Tierfells; hier wird das Obergewand verwendet.
- Ein standsicherer flacher Stein für den Steintritt.
- Sauberer kleiner Homa Kunda, Reismehl, Darbha, drei Begrenzungshölzer und ein Bündel von zwölf kleinen trockenen Opferhölzern; außerdem ein Holz für den ersten Lebenssegen und sechzehn einzelne kleine Hölzer für das spätere Samidha Dana.
- Ghee (bzw. Pflanzenöl), zwei Opferlöffel, Fettgefäß, Besprenggefäß, Pranita Patra, Zündschale, Zange und Löschwasser. Die Pflanzenöloption ist eine heutige vegane Anpassung.
- Ganesha-Bild oder Murti; frische Blüten, ungebrochener Reis, Sandelpaste, Kurkuma, Kumkum, Girlande, Räucherduft, Lampen, Frucht oder vegetarische Süßspeise, Betel und Kampferlichtschale.
- Kalasha mit frischem Wasser auf Reis, Trinkwasser, Löffel, mehrere Auffangschalen, Kusha und Handtücher.
- Reis und kleine Geldgaben für die Bettelschale sowie eine vereinbarte Dakshina für die Leitung.
Vorab werden Name, Gotra, Pravara, Nakshatra und die tatsächlich befolgte Veda Shakha geklärt. Die im Text mit 〈…〉 bezeichneten Stellen sind auszufüllende Personendaten, keine ausgelassenen Gebete. Der Stein muss fest liegen; der Schüler tritt ohne Rutschgefahr darauf. Das Feuer bleibt klein und beaufsichtigt.
Vorbereitung
Die Leitung nennt Ort und Datum und spricht den persönlichen Vorsatz in verständlichem Deutsch: „Heute nehmen wir 〈NAME〉 in die Schülerzeit auf. Wir weihen Körper, Geist, Haus und Geräte für diese Handlung.“ Hiermit ist die Kalenderstelle des Sankalpa ausgefüllt. Danach folgen die beiden angekündigten Vorriten.
Ganesha-Puja
Die einleitende Ganesha Puja folgt der ausgeschriebenen Gastverehrung im Homa Sangraha.
Ganesha betrachten und einladen
Stelle ein Ganesha-Bild oder eine kleine Murti neben den Hauptplatz. Betrachte seine Gestalt und lege Duft, Akshata und Blüten davor.
gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
गजाननं भूतगणादिसेवितं कपित्थजम्बूफलसारभक्षणम् ।
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वरपादपङ्कजम् ॥
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धिविनायकम् ॥
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
ॐ भूर् भुवः सुवः श्रीमहागणपतये नमः ।
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥
Bedeutung: Ich verehre die Lotusfüße des Herrn der Hindernisse: den Elefantengesichtigen, von den Scharen der Wesen Bedienten, den Genießer der Kapittha- und Jambufrüchte, Umas Sohn, der Kummer lindert. Ich betrachte Siddhivinayaka mit einem Stoßzahn, weiten Ohren und großem Leib, Schlinge und Stachel tragend. Verehrung dem großen Ganapati: Ich betrachte dich, lade dich ein, richte dir einen Platz ein und bringe Duft, Reis und Blumen dar.
| Gabe | Handlung | Rezitation | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Ganesha-Gabe 1: Sitz | Lege etwas Akshata als Sitzzeichen vor Ganesha. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । āsanaṃ samarpayāmi ॥ ॐ गं गणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir einen Sitz dar. |
| Ganesha-Gabe 2: Fußwasser | Gib einen Löffel Fußwasser in die Auffangschale. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । pādyaṃ samarpayāmi ॥ ॐ गं गणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser für die Füße dar. |
| Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser | Biete einen Löffel Ehrenwasser in der Auffangschale an. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । arghyaṃ samarpayāmi ॥ ॐ गं गणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Ehrenwasser dar. |
| Ganesha-Gabe 4: Mundwasser | Gib einen Löffel Mundwasser in die Auffangschale. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥ ॐ गं गणपतये नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser zum Spülen des Mundes dar. |
| Ganesha-Gabe 5: Bad | Besprenge eine wasserfeste Murti leicht; vor einem Bild genügt eine symbolische Wassergabe in die Auffangschale. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । snānaṃ samarpayāmi ॥ ॐ गं गणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir ein Bad dar. |
| Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad | Biete nach dem Bad erneut einen Löffel Mundwasser an. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥ ॐ गं गणपतये नमः । स्नानानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir nach dem Bad erneut Mundwasser dar. |
| Ganesha-Gabe 7: Gewand | Lege Akshata als Zeichen des Gewandes vor Ganesha. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । vastrārtham akṣatān samarpayāmi ॥ ॐ गं गणपतये नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen eines Gewandes dar. |
| Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur | Lege Akshata als Zeichen der heiligen Schnur vor Ganesha. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । upavītārtham akṣatān samarpayāmi ॥ ॐ गं गणपतये नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen der heiligen Schnur dar. |
| Ganesha-Gabe 9: Schmuck | Lege Akshata als Zeichen des Schmuckes vor Ganesha. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ॥ ॐ गं गणपतये नमः । आभरणार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen des Schmuckes dar. |
| Ganesha-Gabe 10: Duft | Bringe etwas Sandelpaste an der Murti oder auf dem Gabenteller dar. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । divyagandhān dhārayāmi ॥ ॐ गं गणपतये नमः । दिव्यगन्धान् धारयामि ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir heilige Düfte dar. |
| Ganesha-Gabe 11: Kumkum | Gib etwas Kumkum zur dargebrachten Sandelpaste. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi ॥ ॐ गं गणपतये नमः । गन्धस्योपरि कुङ्कुमं समर्पयामि ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Kumkum über der Duftpaste dar. |
| Ganesha-Gabe 12: Girlande | Lege die Blütengirlande vor Ganesha oder um die Murti. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । puṣpamālāṃ samarpayāmi ॥ ॐ गं गणपतये नमः । पुष्पमालां समर्पयामि ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir eine Blütengirlande dar. |
Ganeshas Namen
Bei jedem Namen eine Blüte oder etwas Akshata darbringen.
oṃ sumukhāya namaḥ |
ॐ सुमुखाय नमः ।
oṃ ekadantāya namaḥ |
ॐ एकदन्ताय नमः ।
oṃ kapilāya namaḥ |
ॐ कपिलाय नमः ।
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
oṃ lambodarāya namaḥ |
ॐ लम्बोदराय नमः ।
oṃ vikaṭāya namaḥ |
ॐ विकटाय नमः ।
oṃ vighnarājāya namaḥ |
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
oṃ vināyakāya namaḥ |
ॐ विनायकाय नमः ।
oṃ dhūmaketave namaḥ |
ॐ धूमकेतवे नमः ।
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
oṃ bālacandrāya namaḥ |
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
oṃ gajānanāya namaḥ |
ॐ गजाननाय नमः ।
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
oṃ herambāya namaḥ |
ॐ हेरम्बाय नमः ।
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
oṃ vighneśvarāya namaḥ |
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।
Bedeutung: Verehrung dem freundlich Angesichtigen, dem Einzahnigen, dem Rötlichbraunen, dem Elefantenohrigen, dem Hängebäuchigen, dem Gewaltigen, dem König der Hindernisse, dem Führer, dem Rauchbannerträger, dem Herrn der Scharen, dem den jungen Mond Tragenden, dem Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, dem mit siebförmigen Ohren, Heramba, Skandas älterem Bruder, dem Führer zum Gelingen und dem Herrn der Hindernisse.
Rauch, Licht, Speise und Tambula
Nacheinander Weihrauch und Lampe vor Ganesha zeigen, Wasser anbieten, die Speise vor ihn stellen, erneut Wasser darbringen und Tambula hinlegen.
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
ॐ गं गणपतये नमः । धूपम् आघ्रापयामि ।
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
ॐ गं गणपतये नमः । प्रत्यक्षदीपं दर्शयामि ।
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
धूपदीपानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
ॐ गं गणपतये नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ।
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
नैवेद्यानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||
ॐ गं गणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥
Bedeutung: Ganapati, ich lasse dich den Duft des Weihrauchs empfangen, zeige dir das Licht und biete Mundwasser an. Ich bringe dir die vorbereitete Speise, danach nochmals Mundwasser und schließlich Tambula dar.
Lichtkreis und Gebet
Mit der Arati-Lampe vor Ganesha kreisen, sie sicher abstellen und Wasser darbringen. Danach mit gefalteten Händen beten.
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tan no dantiḥ pracodayāt |
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन् नो दन्तिः प्रचोदयात् ।
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
ॐ गं गणपतये नमः । आनन्दकर्पूरनीराजनं सन्दर्शयामि ।
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
कर्पूरनीराजनानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
ॐ विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम ।
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
तस्मात् कारुण्यभावेन रक्ष रक्ष गणाधिप ॥
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
आवाहनं न जानामि नैव जानामि पूजनम् ।
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
विसर्जनं न जानामि क्षमस्व पुरुषोत्तम ॥
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
Bedeutung: Wir erkennen den Einzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der Stoßzahntragende möge unseren Geist erleuchten. Ich zeige dir das freudige Kampferlicht und reiche erneut Wasser. Verehrung dem gabenreichen, von den Göttern geliebten Ganesha, Gauris Sohn, der für das Wohl der Welt sorgt und durch Veda und Opfer verherrlicht wird. Du von großem Leib und dem Glanz unzähliger Sonnen: Mögen meine Handlungen ohne Hindernisse gelingen. Du bist meine Zuflucht; behüte mich aus Mitgefühl. Ich kenne die rechte Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir. Was an Mantra, Handlung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen.
Ganeshas vorbereitende Verehrung abschließen
Lege eine letzte Blüte vor Ganesha und verneige dich. Das Bild bleibt als verehrtes Bild am Platz; die eigens eingeladene Gegenwart dieser vorbereitenden Puja wird verabschiedet.
oṃ gaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||
ॐ गणपतये नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥
Bedeutung: Verehrung Ganapati. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.
Wasserweihe
Hier wird die vollständige kurze Punyaha Vachana aus dem Shraddha Prayoga Sangraha desselben Herausgebers verwendet.
Wasserweihe vor der Einweihung: Varuna empfangen
Die Leitung bereitet einen eigenen Kalasha mit frischem Wasser auf einer Unterlage aus Reis vor. Varuna wird im Gefäß vergegenwärtigt. Die hier ausgeschriebenen Gastgaben erläutern die im Shraddha Prayoga Sangraha geforderte Verehrung anhand des Puja Sangraha desselben Herausgebers.
nāga-pāśa-dharaṁ hṛṣṭaṁ raktaugha dyuti-vigraham |
śaśāṅka dhavalaṁ dhyāyet varuṇaṁ makarāsanam ||
varuṇaṁ śveta-varṇaṁ ca pāśa-hastaṁ rujāsanam |
mauktikālaṅkṛtaṁ devaṁ tīrtha nātham ahaṁ bhaje ||
asmin kalaśe varuṇaṁ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata samarpayāmi |
नाग-पाश-धरं हृष्टं रक्तौघ द्युति-विग्रहम् ।
शशाङ्क धवलं ध्यायेत् वरुणं मकरासनम् ॥
वरुणं श्वेत-वर्णं च पाश-हस्तं रुजासनम् ।
मौक्तिकालङ्कृतं देवं तीर्थ नाथम् अहं भजे ॥
अस्मिन् कलशे वरुणं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत समर्पयामि ।
Man vergegenwärtige Varuna: freudig, mit der Schlangenschlinge, rötlich strahlend und mondhell, auf dem Makara. Ich verehre den weiß erscheinenden, die Schlinge tragenden und mit Perlen geschmückten Herrn der heiligen Wasserstätten. In diesem Gefäß betrachte und rufe ich Varuna an, lasse ihn gegenwärtig werden und biete Sandelpaste und ungebrochene Reiskörner dar.
Gib Sandelpaste und Reis an das Gefäß. Die folgenden Wasserangebote erfolgen symbolisch am Gefäß; das anschließend aufgefangene Gabenwasser kommt in eine eigene Schale, nicht in das später zum Segnen verwendete Wasser.
Lege Reiskörner als Sitz vor das Gefäß.
oṁ varuṇāya namaḥ | āsanaṁ samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । आसनं समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Ich biete einen Sitz dar.
Biete zwei Löffel Wasser für die Füße an.
oṁ varuṇāya namaḥ | pādyaṁ samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । पाद्यं समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Ich biete Wasser für die Füße dar.
Biete einen Löffel Ehrenwasser für die Hände an.
oṁ varuṇāya namaḥ | arghyaṁ samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Ich biete Ehrenwasser dar.
Biete drei Löffel Wasser zum Nippen an.
oṁ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṁ samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । आचमनीयं समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Ich biete Wasser zum Nippen dar.
Besprenge das Gefäß mit einer wasserbenetzten Blüte.
oṁ varuṇāya namaḥ | snānaṁ samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । स्नानं समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Ich biete ein Bad dar.
Biete danach drei Löffel Wasser zum Nippen an.
oṁ varuṇāya namaḥ | snāna anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । स्नान अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Nach dem Bad biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
Lege Reiskörner als Gewand dar.
oṁ varuṇāya namaḥ | vastra arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । वस्त्र अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Ich biete Reiskörner als Gewand dar.
Lege Reiskörner als heilige Schnur dar.
oṁ varuṇāya namaḥ | upavīta arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । उपवीत अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Ich biete Reiskörner als heilige Schnur dar.
Lege Reiskörner als Schmuck dar.
oṁ varuṇāya namaḥ | ābharaṇa arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । आभरण अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Ich biete Reiskörner als Schmuck dar.
Gib Sandelpaste, danach etwas Kurkuma und Kumkum außen an das Gefäß.
oṁ varuṇāya namaḥ | divya gandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrā-kumkumaṁ samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । दिव्य गन्धान् समर्पयामि । गन्धस्योपरि हरिद्रा-कुम्कुमं समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Ich biete heiligen Duft und darüber Kurkuma und Kumkum dar.
Lege eine Blüte oder Girlande dar.
oṁ varuṇāya namaḥ | puṣpa mālikāṁ samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । पुष्प मालिकां समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Ich biete eine Blumengirlande dar.
Bei der Pushpa Archana lege zu jedem Namen eine Blüte oder ein Blütenblatt dar:
oṁ varuṇāya namaḥ |
ॐ वरुणाय नमः ।
Ehre Varuna.
oṁ pracetase namaḥ |
ॐ प्रचेतसे नमः ।
Ehre dem Einsichtigen.
oṁ surūpiṇe namaḥ |
ॐ सुरूपिणे नमः ।
Ehre dem Schöngeformten.
oṁ apām-pataye namaḥ |
ॐ अपाम्-पतये नमः ।
Ehre dem Herrn des Wassers.
oṁ makara-vāhanāya namaḥ |
ॐ मकर-वाहनाय नमः ।
Ehre dem auf dem Makara Reitenden.
oṁ aneka maṇi-bhūṣitāya namaḥ |
ॐ अनेक मणि-भूषिताय नमः ।
Ehre dem mit vielen Edelsteinen Geschmückten.
oṁ jalādhipataye namaḥ |
ॐ जलाधिपतये नमः ।
Ehre dem Gebieter der Wasser.
oṁ pāśa-hastāya namaḥ |
ॐ पाश-हस्ताय नमः ।
Ehre dem die Schlinge in der Hand Tragenden.
oṁ sakala-tīrthādhi-pataye namaḥ |
ॐ सकल-तीर्थाधि-पतये नमः ।
Ehre dem Herrn aller heiligen Wasserstätten.
Zeige entzündeten Räucherduft dreimal im Uhrzeigersinn.
oṁ varuṇāya namaḥ | dhūpaṁ āghrāpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । धूपं आघ्रापयामि ।
Ehre Varuna. Ich lasse Räucherduft aufsteigen.
Entzünde die für Varuna vorbereitete Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) und zeige das Licht.
oṁ varuṇāya namaḥ | pratyakṣa dīpaṁ darśayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । प्रत्यक्ष दीपं दर्शयामि ।
Ehre Varuna. Ich zeige das sichtbare Licht.
Biete drei Löffel Wasser an.
oṁ varuṇāya namaḥ | dhūpa dīpa anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । धूप दीप अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Nach Duft und Licht biete ich Wasser zum Nippen dar.
Stelle die vorbereitete Frucht oder Rosinen vor das Gefäß.
oṁ varuṇāya namaḥ | naivedyaṁ nivedayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ।
Ehre Varuna. Ich biete Speise dar.
Biete drei Löffel Wasser an.
oṁ varuṇāya namaḥ | naivedya anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । नैवेद्य अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Nach der Speise biete ich Wasser zum Nippen dar.
Lege Betelblatt und Betelnuss dar.
oṁ varuṇāya namaḥ | tāmbūlaṁ samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Ich biete Betel dar.
Entzünde etwas Kampfer auf der feuerfesten Lichtschale und führe das Licht dreimal im Uhrzeigersinn.
oṁ varuṇāya namaḥ | karpūra nirājanaṁ sandarśayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । कर्पूर निराजनं सन्दर्शयामि ।
Ehre Varuna. Ich zeige die Kampferlichtverehrung.
Biete abschließend drei Löffel Wasser an.
oṁ varuṇāya namaḥ | karpūra nirājana anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
ॐ वरुणाय नमः । कर्पूर निराजन अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Ehre Varuna. Nach der Kampferlichtverehrung biete ich Wasser zum Nippen dar.
Sprich Varunas Gayatri und den Gruß:
oṁ jala-bimbāya vidmahe | nīla-puruṣāya dhīmahi | tanno varuṇa pracodayāt ||
namo namaste astu sphaṭika prabhāya suśveta-vastrāya sumaṅgalāya |
supāśa-hastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
ॐ जल-बिम्बाय विद्महे । नील-पुरुषाय धीमहि । तन्नो वरुण प्रचोदयात् ॥
नमो नमस्ते अस्तु स्फटिक प्रभाय सुश्वेत-वस्त्राय सुमङ्गलाय ।
सुपाश-हस्ताय झषासनाय जलाधिनाथाय वरुणाय नमो नमः ॥
Wir erkennen die Erscheinung im Wasser und meditieren über den dunklen göttlichen Geist. Möge Varuna uns anregen. Wieder und wieder Ehre dem kristallhellen, weißgewandeten, heilvollen Herrn, der die Schlinge hält, auf dem Wassertier sitzt und die Wasser beherrscht.
Den guten Tag im Wechsel verkünden
Die Leitung legt die rechte Hand über die Gefäßöffnung oder berührt sie mit einem Bündel Kusha. Bei jedem folgenden Paar spricht zuerst die Leitung; die mitwirkenden Brahmanen antworten.
śivā āpaḥ santu |
santu śivā āpaḥ |
शिवा आपः सन्तु ।
सन्तु शिवा आपः ।
Leitung: Mögen die Wasser heilvoll sein. Antwort: Mögen die Wasser heilvoll sein.
saumanasyam astu |
astu saumanasyam |
सौमनस्यम् अस्तु ।
अस्तु सौमनस्यम् ।
Leitung: Freundlicher Sinn sei. Antwort: Freundlicher Sinn sei.
akṣataṁ cāriṣṭaṁ cāstu |
astvakṣatam ariṣṭam |
अक्षतं चारिष्टं चास्तु ।
अस्त्वक्षतम् अरिष्टम् ।
Leitung: Unversehrtheit und Wohlergehen seien. Antwort: Unversehrtheit und Wohlergehen seien.
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṁ vācayiṣye |
vācyatām |
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये ।
वाच्यताम् ।
Leitung: Mit eurer Zustimmung werde ich den guten Tag verkünden. Antwort: Er werde verkündet.
Die Leitung spricht den vedischen Vers; die folgende Antwort wird dreimal gegeben. Hier wird kein zusätzliches Feueropfer ausgeführt: Der Vers gehört zur Segensrezitation.
punastvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām |
punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṁ tanvaṁ vardhayasva |
satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
bho brāhmaṇā asya yajamānasya puṇyāhaṁ bhavanto bruvantu |
पुनस्त्वादित्या रुद्रा वसवः समिन्धताम् ।
पुनर् ब्रह्माणो वसुनीथ यज्ञैः ।
घृतेन त्वं तन्वं वर्धयस्व ।
सत्याः सन्तु यजमानस्य कामाः ॥
भो ब्राह्मणा अस्य यजमानस्य पुण्याहं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
Mögen die Adityas, Rudras, Vasus und Brahmanen dich erneut durch ihre Riten entzünden, du Reichtumbringender. Durch Ghee möge deine Gestalt wachsen; die guten Anliegen des Gastgebers mögen wahr werden. Verehrte Brahmanen, verkündet diesem Gastgeber den guten Tag.
oṁ puṇyāham astu |
ॐ पुण्याहम् अस्तु ।
Om, es sei ein heilvoller Tag. Diese Antwort dreimal sprechen.
svasti mitrā varuṇā svasti pathye revati |
svasti na indraścāgniśca svasti no adite kṛdhi ||
bho brāhmaṇā asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
स्वस्ति मित्रा वरुणा स्वस्ति पथ्ये रेवति ।
स्वस्ति न इन्द्रश्चाग्निश्च स्वस्ति नो अदिते कृधि ॥
भो ब्राह्मणा अस्य यजमानस्य स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु ।
Mitra und Varuna, schenkt Wohl; reiche Pathya, schenke Wohl. Indra und Agni und du, Aditi, schenkt uns Wohl. Verehrte Brahmanen, sprecht diesem Gastgeber Wohlergehen zu.
oṁ svastir astu |
ॐ स्वस्तिर् अस्तु ।
Om, Wohlergehen sei. Diese Antwort dreimal sprechen.
ṛdhyāsmā havyair namaso pasadya |
mitraṁ devaṁ mitradheyaṁ no astu |
anūrādhān haviṣā vardhayantaḥ |
śataṁ jīvema śaradas savīrāḥ ||
bho brāhmaṇā asya yajamānasya ṛddhiṁ bhavanto bruvantu |
ऋध्यास्मा हव्यैर् नमसो पसद्य ।
मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनूराधान् हविषा वर्धयन्तः ।
शतं जीवेम शरदस् सवीराः ॥
भो ब्राह्मणा अस्य यजमानस्य ऋद्धिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
Mögen wir durch ehrfürchtige Gaben gedeihen; Mitra sei uns freundliche Stütze. Mögen die Gaben das Heilvolle mehren, und mögen wir hundert Herbste mit kraftvoller Nachkommenschaft erleben. Verehrte Brahmanen, sprecht diesem Gastgeber Gedeihen zu.
oṁ ṛddhir astu |
ॐ ऋद्धिर् अस्तु ।
Om, Gedeihen sei. Diese Antwort dreimal sprechen.
Die Leitung verkündet die zusammenhängenden Segenswünsche:
ṛddhir-astu | saṁṛddhir-astu | puṇyāhaṁ samṛdhir-astu |
śāntir-astu | puṣṭir-astu | tuṣṭir-asti | vṛddhir-astu | avighnam-astu |
āyuṣyam-astu | ārogyam-astu | śivam astu | śivaṁ karmāstu |
karma samṛddhir-astu | dharma samṛddhir-astu | veda samṛddhir-astu |
śāstra samṛddhir-astu | dhana-dhānya samṛddhir-astu |
putra pautra saṁpad-astu | iṣṭa-saṁpad-astu | sakala ariṣṭa nirasanam-astu |
yat pāpaṁ rogaṁ śokam akalyāṇaṁ tat dūre pratihatam-astu |
śanno astu dvipade śaṁ catuṣpade |
oṁ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
ऋद्धिर्-अस्तु । संऋद्धिर्-अस्तु । पुण्याहं समृधिर्-अस्तु ।
शान्तिर्-अस्तु । पुष्टिर्-अस्तु । तुष्टिर्-अस्ति । वृद्धिर्-अस्तु । अविघ्नम्-अस्तु ।
आयुष्यम्-अस्तु । आरोग्यम्-अस्तु । शिवम् अस्तु । शिवं कर्मास्तु ।
कर्म समृद्धिर्-अस्तु । धर्म समृद्धिर्-अस्तु । वेद समृद्धिर्-अस्तु ।
शास्त्र समृद्धिर्-अस्तु । धन-धान्य समृद्धिर्-अस्तु ।
पुत्र पौत्र संपद्-अस्तु । इष्ट-संपद्-अस्तु । सकल अरिष्ट निरसनम्-अस्तु ।
यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तत् दूरे प्रतिहतम्-अस्तु ।
शन्नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
Gedeihen, Fülle und ein guter Tag seien. Friede, Nahrung, Zufriedenheit, Wachstum, Hindernisfreiheit, langes Leben, Gesundheit und Heil seien. Heilvoll sei das Tun. Handlung, Dharma, Veda und Schriften mögen gedeihen; Besitz und Getreide mögen reichlich sein, Kinder und Enkel und gute Anliegen mögen gedeihen. Alles Unheil weiche; Verfehlung, Krankheit, Trauer und Unglück seien fern. Wohl sei Zweibeinern und Vierbeinern. Om, Friede, Friede, Friede.
ābrahman brāhmaṇo brahma varcasī jāyatām |
asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaś śūro mahāratho jāyatāṁ |
dogdhrī dhenur voḍhā 'nadhvān āśuḥ saptiḥ |
purandhri yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvā'sya yajamānasya vīro jāyatāṁ |
nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu |
phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṁ |
yoga kṣemo naḥ kalpatām ||
आब्रह्मन् ब्राह्मणो ब्रह्म वर्चसी जायताम् ।
अस्मिन् राष्ट्रे राजन्य इषव्यश् शूरो महारथो जायतां ।
दोग्ध्री धेनुर् वोढा ऽनध्वान् आशुः सप्तिः ।
पुरन्ध्रि योषा जिष्णू रथेष्ठाः सभेयो युवाऽस्य यजमानस्य वीरो जायतां ।
निकामे निकामे नः पर्जन्यो वर्षतु ।
फलिन्यो न ओषधयः पच्यन्तां ।
योग क्षेमो नः कल्पताम् ॥
Möge geistiges Wissen in kundigen Menschen aufleuchten. Mögen im Land mutige, fähige Beschützer heranwachsen, Kühe Milch geben, Zugtiere Lasten tragen und Pferde schnell sein. Mögen tatkräftige Frauen, siegreiche Kämpfer und gemeinschaftsfähige junge Menschen heranwachsen; dem Gastgeber möge kraftvolle Nachkommenschaft erwachsen. Regen falle zur rechten Zeit; Pflanzen mögen Früchte tragen. Erwerb und Bewahrung des Lebensnotwendigen mögen gelingen.
tacchaṁyo rāvṛṇīmahe | gātuṁ yajñāya | gātuṁ yajña-pataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ |
ūrdhvaṁ jigātu bheṣajam | śanno astu dvipade | śaṁ catuṣpade ||
तच्छंयो रावृणीमहे । गातुं यज्ञाय । गातुं यज्ञ-पतये ।
दैवी स्वस्तिर् अस्तु नः । स्वस्तिर् मानुषेभ्यः ।
ऊर्ध्वं जिगातु भेषजम् । शन्नो अस्तु द्विपदे । शं चतुष्पदे ॥
Wir erbitten das Heilvolle, den Weg zum Opfer und zum Herrn des Opfers. Göttlicher Segen sei mit uns, Wohlergehen mit den Menschen. Heilende Pflanzen mögen wachsen; Wohl sei Zweibeinern und Vierbeinern.
svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | samāhita manasaḥ sma ||
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ sma ||
स्वामिनः मनः समाधीयताम् । समाहित मनसः स्म ॥
प्रसीदन्तु भवन्तः । प्रसन्नाः स्म ॥
Leitung: Verehrte, sammelt euren Geist. Antwort: Unser Geist ist gesammelt. Leitung: Seid freundlich gestimmt. Antwort: Wir sind freundlich gestimmt.
Die Leitung verabschiedet Varunas Gegenwart aus dem Gefäß, Udvasana, mit einer respektvollen Verneigung. Der Abschnitt gibt hierfür keine eigene feste Formel vor. Danach besprengt sie alle Anwesenden mit dem geweihten Wasser. Damit ist die vorbereitende Punyaha Vachana abgeschlossen. Die Lampe der Wasserweihe wird nach dem Segen sicher gelöscht.
Einweihung
1. Die heilige Schnur anlegen
Der Schüler sitzt nach Osten. Er trinkt bei jedem der drei Namen einen kleinen Schluck Wasser aus der rechten Hand.
oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ ||
ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥
Ehre dem Unvergänglichen, dem Unendlichen und Govinda.
Berühre rechte, dann linke Wange mit dem Daumen.
keśavāya namaḥ | nārāyaṇāya namaḥ |
केशवाय नमः । नारायणाय नमः ।
Berühre rechtes, dann linkes Auge mit dem Ringfinger.
mādhavāya namaḥ | govindāya namaḥ |
माधवाय नमः । गोविन्दाय नमः ।
Berühre rechten, dann linken Nasenflügel mit dem Zeigefinger.
viṣṇave namaḥ | madhusūdanāya namaḥ |
विष्णवे नमः । मधुसूदनाय नमः ।
Ehre Vishnu und Madhusudana.
Berühre rechtes, dann linkes Ohr mit dem kleinen Finger.
trivikramāya namaḥ | vāmanāya namaḥ |
त्रिविक्रमाय नमः । वामनाय नमः ।
Ehre Trivikrama und Vamana.
Berühre rechte, dann linke Schulter mit dem Mittelfinger.
śrīdharāya namaḥ | hṛṣīkeśāya namaḥ |
श्रीधराय नमः । हृषीकेशाय नमः ।
Ehre Shridhara und Hrishikesha.
Berühre Nabel, dann Scheitel mit der Handfläche.
padmanābhāya namaḥ | dāmodarāya namaḥ ||
पद्मनाभाय नमः । दामोदराय नमः ॥
Ehre Padmanabha und Damodara.
Er fasst den Vorsatz:
asyāṁ śubha tithau bhagavad ājñayā bhagavat kaiṅkarya rūpeṇa |
śrauta smārta vihita nitya karma anuṣṭhāna yogyatā sidhyarthaṁ brahma teja abhivṛdhyarthaṁ yajñopavīta dhāraṇaṁ kariṣye ||
अस्यां शुभ तिथौ भगवद् आज्ञया भगवत् कैङ्कर्य रूपेण ।
श्रौत स्मार्त विहित नित्य कर्म अनुष्ठान योग्यता सिध्यर्थं ब्रह्म तेज अभिवृध्यर्थं यज्ञोपवीत धारणं करिष्ये ॥
An diesem heilvollen Tag werde ich, mit göttlicher Zustimmung und als Dienst am Göttlichen, die heilige Schnur anlegen: zur Befähigung für die in Shruti und Smriti gelehrten täglichen Handlungen und zum Wachstum geistiger Leuchtkraft.
Halte die Schnur mit der linken Hand über das Wassergefäß. Berühre bei „ṛṣiḥ“ die Stirn, bei „chandaḥ“ den Mund, bei „devatāḥ“ das Herz.
yajñopavīta dhāraṇa mahā-mantrasya parabrahma ṛṣiḥ |
anuṣṭup chandaḥ | paramātma devatāḥ |
yajñopavīta dhāraṇe viniyogaḥ ||
यज्ञोपवीत धारण महा-मन्त्रस्य परब्रह्म ऋषिः ।
अनुष्टुप् छन्दः । परमात्म देवताः ।
यज्ञोपवीत धारणे विनियोगः ॥
Zum großen Mantra für das Anlegen der heiligen Schnur: Parabrahman ist der Seher, Anushtubh das Versmaß und Paramatman die Gottheit. Es wird beim Anlegen der heiligen Schnur angewendet.
yajñopavītaṁ paramaṁ pavitraṁ prajāpater yat sahajaṁ purastāt |
āyuṣyam agriyaṁ pratimuñca śubhraṁ yajñopavītaṁ balam astu tejaḥ ||
यज्ञोपवीतं परमं पवित्रं प्रजापतेर् यत् सहजं पुरस्तात् ।
आयुष्यम् अग्रियं प्रतिमुञ्च शुभ्रं यज्ञोपवीतं बलम् अस्तु तेजः ॥
Lege die heilige Schnur an, die höchst reine, die von Anfang an mit Prajapati entstand, die erlesene, lebensfördernde, helle. Die heilige Schnur sei Stärke und Leuchtkraft.
Sitze nach Osten oder Norden in einer bequemen Hock- oder Sitzhaltung. Die Quelle nennt hier Kukkuta Asana; eine sichere aufrechte Sitzhaltung ist die heutige körperliche Anpassung. Sprich und lege die Schnur über die linke Schulter und unter dem rechten Arm hindurch.
yajñopavīta yajñasya tvaṁ yajñopavītaṁ dhārayāmi ||
यज्ञोपवीत यज्ञस्य त्वं यज्ञोपवीतं धारयामि ॥
Heilige Schnur des Opfers, dich als heilige Schnur lege ich an.
Führe danach zweimal die dreiteilige Wasserreinigung vom Beginn dieses Schrittes aus.
2. Stein, Gewand und Gürtel
Tritt mit dem rechten Fuß auf den festen Stein. Die Lehrperson spricht:
ātiṣṭhemam aśmānam aśmeva tvaṁ sthiro bhava |
abhitiṣṭha pṛtanyataḥ sahasva pṛtanāyataḥ ||
आतिष्ठेमम् अश्मानम् अश्मेव त्वं स्थिरो भव ।
अभितिष्ठ पृतन्यतः सहस्व पृतनायतः ॥
Tritt auf diesen Stein. Sei fest wie ein Stein. Tritt den Angreifenden entgegen und halte den Anfechtungen stand.
Die Lehrperson legt dem Schüler das neue Untergewand um.
paridatta dhatta vāsasainaṁ śatāyuṣaṁ kṛṇute dīrgham āyuḥ |
bṛhaspatiḥ prāyacchad vasa etat somāya rājñe paridhātavā u ||
परिदत्त धत्त वाससैनं शतायुषं कृणुते दीर्घम् आयुः ।
बृहस्पतिः प्रायच्छद् वस एतत् सोमाय राज्ञे परिधातवा उ ॥
Umgebt und bekleidet ihn mit dem Gewand; macht ihn hundertjährig, schenkt lange Lebenszeit. Brihaspati gab dieses Gewand König Soma zum Anlegen.
Binde den Grasgürtel bequem um die Taille.
iyaṁ duruktāt paribādhamānā śarma varūthaṁ punatī na āgāt |
prāṇāpānābhyāṁ balam ābharantī priyā devānāṁ subhagā mekhaleyam ||
इयं दुरुक्तात् परिबाधमाना शर्म वरूथं पुनती न आगात् ।
प्राणापानाभ्यां बलम् आभरन्ती प्रिया देवानां सुभगा मेखलेयम् ॥
Dieser Gürtel ist zu uns gekommen, üble Rede abwehrend, reinigend, Schutz und Zuflucht schenkend. Er bringt Kraft für Ein- und Ausatem; den Göttern lieb ist dieser glückverheißende Gürtel.
Gib dem Schüler das Obergewand als die vom Handbuch zugelassene Alternative zum Fell. Der überlieferte Mantra nennt weiterhin das Ajina.
mitrasya cakṣur dharuṇaṁ balīyas tejo yaśasvi sthaviraṁ samiddham |
anāhanasyaṁ vasanaṁ jariṣṇu parīdaṁ vājy ajinaṁ dadhe ’ham ||
मित्रस्य चक्षुर् धरुणं बलीयस् तेजो यशस्वि स्थविरं समिद्धम् ।
अनाहनस्यं वसनं जरिष्णु परीदं वाज्य् अजिनं दधे ऽहम् ॥
Mitra-Auge, feste Stütze, kräftige, ruhmreiche, beständige, entzündete Leuchtkraft: Dieses schützende, dauerhafte Fellgewand lege ich als kraftgebendes Gewand an.
3. Das Samudbhava-Feuer einrichten
Den Feuerboden ordnen
Glätte den gereinigten Boden des Homa Kunda und bestreue ihn mit etwas Reismehl. Ziehe mit dem Stiel des Opferlöffels drei Linien von Westen nach Osten und drei kreuzende Linien von Süden nach Norden. Nimm mit Daumen und Zeigefinger eine kleine Prise aus der Mitte und lege sie südwestlich außerhalb ab. Besprenge den Boden mit einer wassergetauchten Blüte. Für diese Handlungen schreibt die Apastamba-Fassung keine zusätzlichen Mantras vor.
Agni errichten
Lege kleine trockene Hölzer in den Kunda. Entzünde die Flamme in einer dafür geeigneten standsicheren Metallschale, führe sie behutsam dreimal im Uhrzeigersinn um den Feuerplatz und übertrage sie auf das Holz. Sprich den Vers aus dem Purusha Sukta und die Errichtungsformel.
candramā manaso jātaś cakṣoḥ sūryo ajāyata | mukhād indraś cāgniś ca prāṇād vāyur ajāyata ||
चन्द्रमा मनसो जातश् चक्षोः सूर्यो अजायत । मुखाद् इन्द्रश् चाग्निश् च प्राणाद् वायुर् अजायत ॥
Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne. Aus seinem Mund entstanden Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu.
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | samudbhava nāma agniṁ sthāpayāmi ||
ॐ भूर् भुवः सुवः । समुद्भव नाम अग्निं स्थापयामि ॥
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Ich errichte das Feuer mit dem Namen Samudbhava.
Besprenge die benutzte Feuerschale mit Wasser und Reiskörnern. Nähre die Flamme mit kleinen Hölzern. Lege Darbhagras in drei Lagen um den Kunda: im Osten und Westen zeigen die Spitzen nach Norden, im Süden und Norden nach Osten. Nördlich des Feuers liegen auf einer Grasunterlage paarweise und zunächst mit der Öffnung nach unten die Opferlöffel, das Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl), das Besprenggefäß und das Pranita-Gefäß. Daneben liegt ein mit einem Faden zusammengehaltenes Bündel von zwölf kleinen Opferhölzern; der Faden wird vor dem Einlegen entfernt.
Die Brahma-Aufgabe übertragen
Bitte eine zweite ritualkundige Person, als Brahma auf dem Sitz südlich des Feuers Platz zu nehmen. Sprich dafür die erste Formel. Wenn keine zweite Person diese Rolle übernimmt, lege gemäß der Quellenalternative eine Blüte oder ein Darbha-Bündel auf den Sitz und sprich die zweite Formel zur stellvertretenden Anrufung Brahmas.
asmin homakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
अस्मिन् होमकर्मणि ब्रह्माणं त्वां वृणे ।
Für diese Feuerhandlung wähle ich dich als Brahma, den beaufsichtigenden Ritualkundigen.
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||
ॐ खं ब्रह्मणे नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥
Om Kham, Verehrung Brahma. Die Verehrung sei durch alle Darbringungen vollzogen.
Wasser, Opferfett und Löffel vorbereiten
Fülle das Besprenggefäß und führe zwei unbeschädigte, etwa eine Handspanne lange Darbha-Spitzen durch das Wasser. Gieße es in das Pranita-Gefäß und fülle das Besprenggefäß erneut. Lege eine Blüte und etwas Akshata ins Pranita-Gefäß; ehre Varuna darin mit der folgenden Formel.
oṃ varuṇāya namaḥ |
ॐ वरुणाय नमः ।
Om, Verehrung Varuna.
Prüfe das Ghee (bzw. Pflanzenöl) auf Fremdkörper. Führe einen aus zwei Darbha-Halmen gebildeten Reinigungsring durch das Opferfett, löse seinen Knoten und gib die Halme ins Feuer. Nimm mit einer Zange etwas Glut in eine sichere Schale südöstlich heraus und wärme darüber das Fettgefäß. Führe einen brennenden dünnen Span darum, ohne das Fett zu entzünden. Zeige die Dhenu Mudra: Linker kleiner Finger berührt rechten Ringfinger, rechter kleiner Finger den linken Ringfinger, linker Zeigefinger den rechten Mittelfinger und rechter Zeigefinger den linken Mittelfinger; die Daumen berühren sich. Halte die so verbundenen Fingerpaare wie ein Euter über das Gefäß. Stelle es sicher ab und bringe die Glut zurück. Wärme die Opferlöffel über der Flamme, streife sie mit Darbha ab, wärme sie nochmals, besprenge sie mit Wasser und lege sie rechts bereit. Lege je ein handspannenlanges Begrenzungsholz südlich, westlich und nördlich des Feuers.
Die Zustimmung zum Feuerdienst erbitten
Besprenge den äußeren Rand des Kunda in der angegebenen Reihenfolge. Das Wasser kommt neben die Feuerstelle, nicht auf die Flammen.
oṃ adite 'numanyasva |
ॐ अदिते ऽनुमन्यस्व ।
Im Süden: Aditi, erteile deine Zustimmung.
oṃ anumate 'numanyasva |
ॐ अनुमते ऽनुमन्यस्व ।
Im Westen: Anumati, erteile deine Zustimmung.
oṃ sarasvate 'numanyasva |
ॐ सरस्वते ऽनुमन्यस्व ।
Im Norden: Sarasvati, erteile deine Zustimmung.
oṃ deva savitaḥ prasuva |
ॐ देव सवितः प्रसुव ।
Ringsum: Göttlicher Savitar, setze die Handlung in Bewegung.
Agni im Herzen und im Feuer betrachten
Vergegenwärtige den Laut Ram im Herzen und betrachte Agni in seiner im Vers beschriebenen Gestalt.
oṃ raṃ agnaye namaḥ |
ॐ रं अग्नये नमः ।
Om Ram, Verehrung Agni.
meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam | dviśīrṣaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam |
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā | abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
मेषारूढं च वक्राङ्गं जातवेदसमन्वयम् । द्विशीर्षं सप्तहस्तं त्रिपादं सप्तजिह्वकम् ।
वरदं शक्तिपाणिं च बिभ्राणं स्रुक्स्रुवौ तथा । अभीतिदं चर्मधरं वामे चाज्यधरं करे ॥
Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit gekrümmten Gliedern, versehen mit dem Wissen aller Geburten: zweiköpfig, siebenhändig, dreifüßig und siebenzüngig. Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und das Gefäß mit Ghee in der linken Hand.
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||
चत्वारि शृङ्गा त्रयो ऽस्य पादा द्वे शीर्षे सप्त हस्तासो ऽस्य ।
त्रिधा बद्धो वृषभो रोरवीति महो देवो मर्त्यान् आविवेश ।
एष हि देवः प्रदिशो ऽनु सर्वाः पूर्वो हि जातः स उ गर्भे अन्तः ।
स विजायमानः स जनिष्यमाणः प्रत्यङ्मुखास् तिष्ठति विश्वतोमुखः ।
हे अग्ने प्राङ्मुखो देव ममाभिमुखो भव ॥
Vier Hörner, drei Füße, zwei Köpfe und sieben Hände hat er. Dreifach gebunden brüllt der Stier; der große Gott ist in die Sterblichen eingegangen. Er durchdringt alle Richtungen, ist zuerst geboren und im Inneren des Keimes gegenwärtig. Er ist das Geborene und das künftig Geborene; jedem zugewandt steht er da. Agni, göttliches Feuer, wende dich mir freundlich zu.
Richtungen und Feuerkräfte ehren
Lege an den acht Richtungsstellen je etwas Akshata oder eine Blüte nieder: Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten, Norden, Nordosten. Sprich zuerst die acht Richtungsnamen, dann in derselben Reihenfolge die acht Feueraspekte.
oṃ indrāya namaḥ |
ॐ इन्द्राय नमः ।
Om, Verehrung Indra.
oṃ agnaye namaḥ |
ॐ अग्नये नमः ।
Om, Verehrung Agni.
oṃ yamāya namaḥ |
ॐ यमाय नमः ।
Om, Verehrung Yama.
oṃ nirṛtaye namaḥ |
ॐ निरृतये नमः ।
Om, Verehrung Nirriti.
oṃ varuṇāya namaḥ |
ॐ वरुणाय नमः ।
Om, Verehrung Varuna.
oṃ vāyave namaḥ |
ॐ वायवे नमः ।
Om, Verehrung Vayu.
oṃ somāya namaḥ |
ॐ सोमाय नमः ।
Om, Verehrung Soma.
oṃ īśānāya namaḥ |
ॐ ईशानाय नमः ।
Om, Verehrung Ishana.
oṃ agnaye namaḥ |
ॐ अग्नये नमः ।
Om, Verehrung Agni.
oṃ jātavedase namaḥ |
ॐ जातवेदसे नमः ।
Om, Verehrung dem Kenner der Geburten.
oṃ sahojase namaḥ |
ॐ सहोजसे नमः ।
Om, Verehrung dem Machtvollen.
oṃ ajirāprabhave namaḥ |
ॐ अजिराप्रभवे नमः ।
Om, Verehrung dem rasch Aufleuchtenden.
oṃ vaiśvānarāya namaḥ |
ॐ वैश्वानराय नमः ।
Om, Verehrung dem allen Menschen Zugehörigen.
oṃ naryāpase namaḥ |
ॐ नर्यापसे नमः ।
Om, Verehrung dem für die Menschen Wirkenden.
oṃ paṅktirādhase namaḥ |
ॐ पङ्क्तिराधसे नमः ।
Om, Verehrung dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden.
oṃ visarpiṇe namaḥ |
ॐ विसर्पिणे नमः ।
Om, Verehrung dem Sich-Ausbreitenden.
oṃ yajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ | sarvebhyo mahājanebhyo namaḥ ||
ॐ यज्ञपुरुषाय नमः । ॐ आत्मने नमः । सर्वेभ्यो महाजनेभ्यो नमः ॥
Om, Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Selbst und allen ehrwürdigen Anwesenden.
Das Opferholz einlegen
Stehe auf, wende dich zum Brahma-Sitz und sprich die erste Formel. Die Brahma-Person antwortet. Beim symbolischen Sitz führt die Ritualleitung den kurzen Dialog aus. Entferne den Faden vom Bündel und lege die zwölf Hölzer behutsam ein.
asmin homakarmaṇi brahman idhmam ādhāsye | ādhatsva ||
अस्मिन् होमकर्मणि ब्रह्मन् इध्मम् आधास्ये । आधत्स्व ॥
Brahman, in dieser Feuerhandlung werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.
Die ersten Fettgaben darbringen
Setze dich wieder. Gib einen dünnen Strahl Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Prajapati, nach der Richtungsangabe dieses Handbuchs von Nordosten nach Südosten, und einen zweiten für Indra von Südwesten nach Nordosten. Bei jeder Formel erfolgt die Gabe auf Svaha; „nicht mein“ gibt den Besitzanspruch auf die Gabe frei. Danach folgen je eine kleine Anteilsgabe an Agni und Soma.
oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataye idaṃ na mama ||
ॐ प्रजापतये स्वाहा । प्रजापतये इदं न मम ॥
Om, Prajapati sei diese Gabe dargebracht. Dies gilt Prajapati, nicht mir.
oṃ indrāya svāhā | indrāya idaṃ na mama ||
ॐ इन्द्राय स्वाहा । इन्द्राय इदं न मम ॥
Om, Indra sei diese Gabe dargebracht. Dies gilt Indra, nicht mir.
oṃ agnaye svāhā | agnaye idaṃ na mama ||
ॐ अग्नये स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥
Om, Agni sei diese Gabe dargebracht. Dies gilt Agni, nicht mir.
oṃ somāya svāhā | somāya idaṃ na mama ||
ॐ सोमाय स्वाहा । सोमाय इदं न मम ॥
Om, Soma sei diese Gabe dargebracht. Dies gilt Soma, nicht mir.
Die drei Welten und die vorbereitende Bereinigung
Bringe die drei kleinen Fettgaben im südlichen, nördlichen und mittleren Feuerteil dar.
oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama ||
ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥
Om, Erde – Agni: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama ||
ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ॥
Om, Zwischenraum – Vayu: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ॥
Om, Himmel – Surya: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.
Sprich den Vorsatz auf Deutsch: „Für mögliche Fehler seit dem Beginn dieser Feuerhandlung bis jetzt bringe ich die bereinigende Gabe dar.“ Gib danach eine weitere kleine Fettgabe in die Mitte und berühre sauberes Wasser.
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataye idaṃ na mama ||
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतये इदं न मम ॥
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Svaha. Dies gilt Prajapati, nicht mir.
4. Lebenssegen, Wasser und Handergreifung
Die Lehrperson spricht den Lebenssegen. Der Schüler hält ein kleines Opferholz bereit und legt es nach seiner Antwort ins Feuer.
āyurdā deva jarasaṁ gṛṇāno ghṛta-pratīko ghṛta-pṛṣṭho agne |
ghṛtaṁ pibann amṛtaṁ cāru gavyaṁ piteva putraṁ jarase nayemam ||
आयुर्दा देव जरसं गृणानो घृत-प्रतीको घृत-पृष्ठो अग्ने ।
घृतं पिबन्न् अमृतं चारु गव्यं पितेव पुत्रं जरसे नयेमम् ॥
Lebensspendender göttlicher Agni, du mit Ghee an Antlitz und Rücken, der hohes Alter gewährt: Trinke die schöne, aus der Kuh stammende unsterbliche Gabe und führe diesen wie ein Vater seinen Sohn zu hohem Alter.
Der Schüler antwortet:
adhehi |
अधेहि ।
Lege auf.
Eine helfende Person füllt die Hände des Acharya mit frischem Wasser. Der Acharya gießt es in die zusammengelegten Hände des Schülers und spricht:
samudrād ūrmir madhumān udārād upāṁśunā sam amṛtatvam aśyām |
ime nu te raśmayaḥ sūryasya yebhiḥ sapitvaṁ pitaro na āyan ||
समुद्राद् ऊर्मिर् मधुमान् उदाराद् उपांशुना सम् अमृतत्वम् अश्याम् ।
इमे नु ते रश्मयः सूर्यस्य येभिः सपित्वं पितरो न आयन् ॥
Aus dem weiten Meer kommt eine süße Woge; durch die leise Darbringung möge ich Unsterblichkeit erreichen. Dies sind deine Sonnenstrahlen, auf denen unsere Väter zur Gemeinschaft gelangten.
Das Wasser fließt aus den Händen in die Auffangschale. Der Acharya ergreift danach die rechte Hand des Schülers.
oṁ agniṣ ṭe somas te savitā sarasvatī pūṣāryamā aṁśas te bhagas te hastam agabhīt |
mitras tvam asi dharmaṇā agnir ācāryas tava ||
ॐ अग्निष् टे सोमस् ते सविता सरस्वती पूषार्यमा अंशस् ते भगस् ते हस्तम् अगभीत् ।
मित्रस् त्वम् असि धर्मणा अग्निर् आचार्यस् तव ॥
Om. Agni, Soma, Savitri, Sarasvati, Pushan, Aryaman, Amsha und Bhaga haben deine Hand ergriffen. Durch Dharma bist du ein Freund; Agni ist dein Lehrer.
5. Schutzübergabe und Aufnahmegespräch
Die Lehrperson vertraut den Schüler mit seinem Namen den Schutzkräften an.
agnaye somāya savitre sarasvatyai mṛtyave yamāya gadāyāntakāya adbhya oṣadhībhyaḥ pṛthivyai tvā sa-vaiśvānarāyai paridadāmi 〈NAME〉 śarman ||
अग्नये सोमाय सवित्रे सरस्वत्यै मृत्यवे यमाय गदायान्तकाय अद्भ्य ओषधीभ्यः पृथिव्यै त्वा स-वैश्वानरायै परिददामि 〈NAME〉 शर्मन् ॥
〈NAME〉 Sharman, ich vertraue dich Agni, Soma, Savitri, Sarasvati, Mrityu, Yama, Gada und Antaka, den Wassern, den Kräutern und der Erde mit Vaishvanara an.
Der Schüler bittet:
brahmacaryam āgām upamānayasva devena savitrā prasūtaḥ |
brahmacārī asāni ||
ब्रह्मचर्यम् आगाम् उपमानयस्व देवेन सवित्रा प्रसूतः ।
ब्रह्मचारी असानि ॥
Ich bin zur Schülerzeit gekommen; nimm mich auf, vom göttlichen Savitri angeregt. Möge ich ein Schüler des heiligen Lernens sein.
Acharya
ko nāmāsi |
को नामासि ।
Wie heißt du?
Schüler
〈GOTRA〉 gotrasya 〈NAKSHATRA〉 nakṣatrasya 〈NAME〉 śarmā nāmāsmy ahaṁ bhoḥ ||
〈GOTRA〉 गोत्रस्य 〈NAKSHATRA〉 नक्षत्रस्य 〈NAME〉 शर्मा नामास्म्य् अहं भोः ॥
Verehrte Lehrperson, ich gehöre dem Gotra 〈GOTRA〉 und dem Geburtsstern 〈NAKSHATRA〉 an und heiße 〈NAME〉 Sharman.
Acharya
kasya brahmacāry asi 〈NAME〉 śarman |
कस्य ब्रह्मचार्य् असि 〈NAME〉 शर्मन् ।
Wessen Schüler bist du, 〈NAME〉 Sharman?
Schüler
prāṇasya brahmacāri asmi |
प्राणस्य ब्रह्मचारि अस्मि ।
Ich bin Schüler der Lebenskraft, Prana.
deva savitar eṣa te brahmacāri taṁ gopāya sa mā mṛta |
eṣa te sūrya putraḥ sa dīrghāyuḥ sa mā mṛta |
yāṁ svastim agnir vāyuḥ sūryaś candramā āpo ’nusañcaranti tāṁ svastim anusañcara 〈NAME〉 śarman ||
देव सवितर् एष ते ब्रह्मचारि तं गोपाय स मा मृत ।
एष ते सूर्य पुत्रः स दीर्घायुः स मा मृत ।
यां स्वस्तिम् अग्निर् वायुः सूर्यश् चन्द्रमा आपो ऽनुसञ्चरन्ति तां स्वस्तिम् अनुसञ्चर 〈NAME〉 शर्मन् ॥
Göttlicher Savitri, dies ist dein Schüler; beschütze ihn, er möge nicht vorzeitig sterben. Surya, dies ist dein Sohn; er sei langlebig und sterbe nicht vorzeitig. In dem Wohlergehen, in dem Agni, Vayu, Surya, Chandra und die Wasser sich bewegen, bewege auch du dich, 〈NAME〉 Sharman.
6. Die Hauptgaben der Einweihung
Die Lehrperson berührt den Schüler sanft an der Schulter und hilft ihm bei den Darbringungen. Sie spricht den Vorsatz: „Als Dienst am Göttlichen vollziehen wir nun das Feueropfer dieser Schülerweihe.“ Zu jedem folgenden Mantra fällt bei „svāhā“ eine kleine Fettgabe ins Feuer.
yoge yoge tavastaraṁ vāje havāmahe |
sakhāya indram ūtaye svāhā | indrāya idaṁ na mama ||
योगे योगे तवस्तरं वाजे हवामहे ।
सखाय इन्द्रम् ऊतये स्वाहा । इन्द्राय इदं न मम ॥
Bei jedem Einsatz und jedem Wettstreit rufen wir Freunde den starken Indra zur Hilfe. Svaha. Dies gilt Indra und gehört nicht mir.
imam agna āyuṣe varcase kṛdhi priyaṁ reto varuṇa soma rājan |
mātevāsmai adite śarma yaccha viśvedevā jaradaṣṭir yathāsat svāhā |
agni varuṇa soma aditi viśvebhyo devebhya idaṁ na mama ||
इमम् अग्न आयुषे वर्चसे कृधि प्रियं रेतो वरुण सोम राजन् ।
मातेवास्मै अदिते शर्म यच्छ विश्वेदेवा जरदष्टिर् यथासत् स्वाहा ।
अग्नि वरुण सोम अदिति विश्वेभ्यो देवेभ्य इदं न मम ॥
Agni, schenke ihm Leben und Leuchtkraft; Varuna und König Soma, geliebte Nachkommenschaft. Aditi, gib ihm mütterlichen Schutz; Vishvedevas, lasst ihn hohes Alter erreichen. Svaha. Diese Gabe gilt den Genannten und gehört nicht mir.
śatam in nu śarado anti devā yatrā naś cakrā jarasaṁ tanūnām |
putrāso yatra pitaro bhavanti mā no madhyā rīriṣatāyur gantoḥ svāhā |
devebhya idaṁ na mama ||
शतम् इन् नु शरदो अन्ति देवा यत्रा नश् चक्रा जरसं तनूनाम् ।
पुत्रासो यत्र पितरो भवन्ति मा नो मध्या रीरिषतायुर् गन्तोः स्वाहा ।
देवेभ्य इदं न मम ॥
Hundert Herbste sind nahe, ihr Götter, in denen ihr unsere Körper altern lasst und Söhne zu Vätern werden. Lasst unser Leben nicht auf halbem Weg abbrechen. Svaha. Dies gilt den Göttern und gehört nicht mir.
agniṣ ṭa āyuḥ pratarāṁ dadhātv agniṣ te puṣṭiṁ pratarāṁ kṛṇotu |
indra marudbhir ṛtudhā kṛṇotv ādityais te vasubhir ā dadhātu svāhā |
agni-marud-ādityebhya idaṁ na mama ||
अग्निष् ट आयुः प्रतरां दधात्व् अग्निष् ते पुष्टिं प्रतरां कृणोतु ।
इन्द्र मरुद्भिर् ऋतुधा कृणोत्व् आदित्यैस् ते वसुभिर् आ दधातु स्वाहा ।
अग्नि-मरुद्-आदित्येभ्य इदं न मम ॥
Agni schenke dir immer weiteres Leben und weiteres Gedeihen. Indra fördere dich mit den Maruts durch die Jahreszeiten und gründe dich mit Adityas und Vasus. Svaha. Dies gilt Agni, Maruts und Adityas und gehört nicht mir.
medhāṁ mahyam aṅgiraso medhāṁ saptarṣayo dadadaḥ |
medhāṁ mahyaṁ prajāpatir medhām agnir dadātu me svāhā |
aṅgirasa sapta ṛṣayaḥ prajāpati agnibhya idaṁ na mama ||
मेधां मह्यम् अङ्गिरसो मेधां सप्तर्षयो दददः ।
मेधां मह्यं प्रजापतिर् मेधाम् अग्निर् ददातु मे स्वाहा ।
अङ्गिरस सप्त ऋषयः प्रजापति अग्निभ्य इदं न मम ॥
Die Angiras und sieben Rishis mögen mir Einsicht geben; Prajapati und Agni mögen mir Einsicht geben. Svaha. Dies gilt den Genannten und gehört nicht mir.
apsarasu yā medhā gandharveṣu ca yad yaśaḥ |
daivī yā mānuṣī medhā sā mām āviśatād iha svāhā |
medhāya idaṁ na mama ||
अप्सरसु या मेधा गन्धर्वेषु च यद् यशः ।
दैवी या मानुषी मेधा सा माम् आविशताद् इह स्वाहा ।
मेधाय इदं न मम ॥
Die Einsicht der Apsaras und der Ruhm der Gandharvas, die göttliche und menschliche Einsicht: Sie möge hier in mich eintreten. Svaha. Dies gilt der Einsicht und gehört nicht mir.
imaṁ me varuṇa śrudhī havam adyāca mṛḍaya |
tvām avasyur ācake svāhā |
varuṇāyedam na mama ||
इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्याच मृडय ।
त्वाम् अवस्युर् आचके स्वाहा ।
वरुणायेदम् न मम ॥
Varuna, höre diesen meinen Ruf; sei heute gnädig. Hilfesuchend wende ich mich an dich. Svaha. Dies gilt Varuna und gehört nicht mir.
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tadā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṁsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ svāhā |
varuṇāyedam na mama ||
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तदा शास्ते यजमानो हविर्भिः ।
अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्रमोषीः स्वाहा ।
वरुणायेदम् न मम ॥
Mit dem heiligen Wort, dich verehrend, wende ich mich an dich; dies erbittet der Opfernde mit seinen Gaben. Sei uns hier ohne Zorn zugewandt, Varuna, weithin Gepriesener. Verkürze unser Leben nicht. Svaha. Dies gilt Varuna und gehört nicht mir.
tvaṁ no agne varuṇasya vidvān devasya heḍo ’va yāsi sīṣṭhāḥ |
yajiṣṭho vahnitamaḥ śośucāno viśvā dveṣāṁsi pra mumugdhy asmat svāhā |
agni-varuṇābhyām idam na mama ||
त्वं नो अग्ने वरुणस्य विद्वान् देवस्य हेडो ऽव यासि सीष्ठाः ।
यजिष्ठो वह्नितमः शोशुचानो विश्वा द्वेषांसि प्र मुमुग्ध्य् अस्मत् स्वाहा ।
अग्नि-वरुणाभ्याम् इदम् न मम ॥
Agni, du kennst den Zorn des Gottes Varuna; wende ihn von uns ab. Du vorzüglichster Opferer und Gabenträger, hell erstrahlend: Befreie uns von allem Feindseligen. Svaha. Dies gilt Agni und Varuna und gehört nicht mir.
sa tvaṁ no agne ’vamo bhavotī nediṣṭho asyā uṣaso vyuṣṭau |
ava yakṣva no varuṇaṁ rarāṇo vīhi mṛḍīkaṁ suhavo na edhi svāhā |
agni-varuṇābhyām idam na mama ||
स त्वं नो अग्ने ऽवमो भवोती नेदिष्ठो अस्या उषसो व्युष्टौ ।
अव यक्ष्व नो वरुणं रराणो वीहि मृडीकं सुहवो न एधि स्वाहा ।
अग्नि-वरुणाभ्याम् इदम् न मम ॥
Agni, sei uns der nächste Helfer, wenn diese Morgenröte aufleuchtet. Gewinne uns Varunas Huld, erfreue dich am Erbarmen und sei uns leicht zu rufen. Svaha. Dies gilt Agni und Varuna und gehört nicht mir.
tvam agne ayāsy ayāsan manasā hitaḥ |
ayāsan havyam ūhiṣe yāno dhehi bheṣajaṁ svāhā |
agni-ayase idam na mama ||
त्वम् अग्ने अयास्य् अयासन् मनसा हितः ।
अयासन् हव्यम् ऊहिषे यानो धेहि भेषजं स्वाहा ।
अग्नि-अयसे इदम् न मम ॥
Agni, du bist die Kraft, im Geist gegründet; du trägst die Opfergabe. Gewähre uns heilsame Hilfe. Svaha. Dies gilt Agni Ayas und gehört nicht mir.
7. Die vollständigen Jayadi-Gaben
Die Leitung spricht den Vorsatz: „Zum guten Gelingen dieser Einweihung bringe ich die Jayadi-Gaben dar.“ Jede folgende Formel erhält eine kleine Fettgabe auf „svāhā“.
Jaya: zwölf Gaben
cittañca svāhā | cittāya idaṁ na mama ||
चित्तञ्च स्वाहा । चित्ताय इदं न मम ॥
Svaha dem gedachten Inhalt. Dies ist dargebracht und gehört nicht mir.
cittiśca svāhā | cittyā idaṁ na mama ||
चित्तिश्च स्वाहा । चित्त्या इदं न मम ॥
Svaha dem Denken. Dies ist dargebracht und gehört nicht mir.
ākūtañca svāhā | ākūtāya idaṁ na mama ||
आकूतञ्च स्वाहा । आकूताय इदं न मम ॥
Svaha dem Vorsatz. Dies ist dargebracht und gehört nicht mir.
ākūtiśca svāhā | ākūtyā idaṁ na mama ||
आकूतिश्च स्वाहा । आकूत्या इदं न मम ॥
Svaha dem Entschluss. Dies ist dargebracht und gehört nicht mir.
vijñātañca svāhā | vijñātāya idaṁ na mama ||
विज्ञातञ्च स्वाहा । विज्ञाताय इदं न मम ॥
Svaha dem Erkannten. Dies ist dargebracht und gehört nicht mir.
vijñānañca svāhā | vijñānāya idaṁ na mama ||
विज्ञानञ्च स्वाहा । विज्ञानाय इदं न मम ॥
Svaha dem Erkennen. Dies ist dargebracht und gehört nicht mir.
manaśca svāhā | manasa idaṁ na mama ||
मनश्च स्वाहा । मनस इदं न मम ॥
Svaha dem Geist. Dies ist dargebracht und gehört nicht mir.
śakvarīśca svāhā | śakvarībhya idaṁ na mama ||
शक्वरीश्च स्वाहा । शक्वरीभ्य इदं न मम ॥
Svaha den Shakvari-Versen. Dies ist dargebracht und gehört nicht mir.
darśaśca svāhā | darśāya idaṁ na mama ||
दर्शश्च स्वाहा । दर्शाय इदं न मम ॥
Svaha dem Neumond. Dies ist dargebracht und gehört nicht mir.
pūrṇamāsaśca svāhā | pūrṇamāsāya idaṁ na mama ||
पूर्णमासश्च स्वाहा । पूर्णमासाय इदं न मम ॥
Svaha dem Vollmond. Dies ist dargebracht und gehört nicht mir.
bṛhañca svāhā | bṛhata idaṁ na mama ||
बृहञ्च स्वाहा । बृहत इदं न मम ॥
Svaha dem Brihat Saman. Dies ist dargebracht und gehört nicht mir.
rathantarañca svāhā | rathantarāya idaṁ na mama ||
रथन्तरञ्च स्वाहा । रथन्तराय इदं न मम ॥
Svaha dem Rathantara Saman. Dies ist dargebracht und gehört nicht mir.
Abhyatana: Schutz für die Handlung
prajāpatir jayān indrāya vṛṣṇe prāyacchad ugraḥ pṛtanājyeṣu |
tasmai viśaḥ samanam amanta sarvāḥ sa ugraḥ sa hi havyo babhūva svāhā |
prajāpataya idaṁ na mama ||
प्रजापतिर् जयान् इन्द्राय वृष्णे प्रायच्छद् उग्रः पृतनाज्येषु ।
तस्मै विशः समनम् अमन्त सर्वाः स उग्रः स हि हव्यो बभूव स्वाहा ।
प्रजापतय इदं न मम ॥
Prajapati gab dem starken Indra Siege im heftigen Wettstreit. Ihm beugten sich die Völker gemeinsam; mächtig und der Opfergabe würdig wurde er. Svaha. Dies gilt Prajapati und gehört nicht mir.
agnir bhūtānām adhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
agnaya idaṁ na mama ||
अग्निर् भूतानाम् अधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
अग्नय इदं न मम ॥
Agni, Herr der Wesen, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
indro jyeṣṭhānām adhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
indrāya idaṁ na mama ||
इन्द्रो ज्येष्ठानाम् अधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
इन्द्राय इदं न मम ॥
Indra, Herr der Vorrangigen, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
yamaḥ pṛthivyā adhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
yamāya idaṁ na mama ||
यमः पृथिव्या अधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
यमाय इदं न मम ॥
Yama, Herr der Erde, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
vāyur antarikṣasyādhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
vāyava idaṁ na mama ||
वायुर् अन्तरिक्षस्याधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
वायव इदं न मम ॥
Vayu, Herr des Zwischenraumes, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
sūryo divo ’dhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
sūryāya idaṁ na mama ||
सूर्यो दिवो ऽधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
सूर्याय इदं न मम ॥
Surya, Herr des Himmels, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
candramā nakṣatrāṇām adhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
candramasa idaṁ na mama ||
चन्द्रमा नक्षत्राणाम् अधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
चन्द्रमस इदं न मम ॥
Chandra, Herr der Sternbilder, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
bṛhaspatir brahmaṇo ’dhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
bṛhaspataya idaṁ na mama ||
बृहस्पतिर् ब्रह्मणो ऽधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
बृहस्पतय इदं न मम ॥
Brihaspati, Herr des heiligen Wortes, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
mitraḥ satyānām adhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
mitrāya idaṁ na mama ||
मित्रः सत्यानाम् अधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
मित्राय इदं न मम ॥
Mitra, Herr der Wahrheiten, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
varuṇo ’pām adhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
varuṇāya idaṁ na mama ||
वरुणो ऽपाम् अधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
वरुणाय इदं न मम ॥
Varuna, Herr der Wasser, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
samudraḥ srotyānām adhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
samudrāya idaṁ na mama ||
समुद्रः स्रोत्यानाम् अधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
समुद्राय इदं न मम ॥
Samudra, Herr der Ströme, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
annaṁ sāmrājyānām adhipatis tan māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
annāya idaṁ na mama ||
अन्नं साम्राज्यानाम् अधिपतिस् तन् मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
अन्नाय इदं न मम ॥
Nahrung, Herrin der Herrschaftsreiche, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
soma oṣadhīnām adhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
somāya idaṁ na mama ||
सोम ओषधीनाम् अधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
सोमाय इदं न मम ॥
Soma, Herr der Pflanzen, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
savitā prasavānām adhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
savitra idaṁ na mama ||
सविता प्रसवानाम् अधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
सवित्र इदं न मम ॥
Savitri, Herr der Antriebe, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
rudraḥ paśūnām adhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
rudrāya idaṁ na mama ||
रुद्रः पशूनाम् अधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
रुद्राय इदं न मम ॥
Rudra, Herr der Tiere, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
Berühre frisches Wasser.
tvaṣṭā rūpāṇām adhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
tvaṣṭra idaṁ na mama ||
त्वष्टा रूपाणाम् अधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
त्वष्ट्र इदं न मम ॥
Tvashtar, Herr der Gestalten, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
viṣṇuḥ parvatānām adhipatiḥ sa māvatu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
viṣṇava idaṁ na mama ||
विष्णुः पर्वतानाम् अधिपतिः स मावतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
विष्णव इदं न मम ॥
Vishnu, Herr der Berge, behüte mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
maruto gaṇānām adhipatayas te māvantu asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
marudbhya idaṁ na mama ||
मरुतो गणानाम् अधिपतयस् ते मावन्तु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
मरुद्भ्य इदं न मम ॥
Die Maruts, Herren der Scharen, behüten mich in dieser geistigen und weltlichen Kraft, in dieser Segensbitte, dieser priesterlichen Leitung, dieser Handlung und diesem Götterruf. Svaha. Diese Gabe gehört nicht mir.
pitaraḥ pitāmahāḥ pare ’vare tatās tatāmahā idam āvata | asmin brahmann asmin kṣatre ’syām āśiṣy asyāṁ purodhāyām asmin karmann asyāṁ deva-hūtyāṁ svāhā |
pitṛbhya idaṁ na mama ||
पितरः पितामहाः परे ऽवरे ततास् ततामहा इदम् आवत । अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देव-हूत्यां स्वाहा ।
पितृभ्य इदं न मम ॥
Ihr Väter und Großväter, nähere und fernere Vorfahren, Väter und Ahnherren: Beschützt dies, die geistige und weltliche Kraft, Segensbitte, Leitung, Handlung und Götteranrufung. Svaha. Dies gilt den Ahnen und gehört nicht mir.
Berühre frisches Wasser.
Rashtrabhrit: tragende Kräfte des Zusammenlebens
ṛtāṣāḍ ṛtadhāmāgni gandharvas tasya oṣadhayo ’psarasa ūrjo nāma sa idaṁ brahma kṣatraṁ pātu tā idaṁ brahma kṣatraṁ pāntu tasmai svāhā |
agnaye gandharvāyedam na mama ||
ऋताषाड् ऋतधामाग्नि गन्धर्वस् तस्य ओषधयो ऽप्सरस ऊर्जो नाम स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा ।
अग्नये गन्धर्वायेदम् न मम ॥
Agni, der die Ordnung trägt und in ihr gründet, wird als Gandharva angerufen; ihm zugehörige Apsaras sind die Pflanzen, die „Nährenden“. Er und sie mögen die geistige und weltliche Kraft schützen. Ihm sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
tābhyaḥ svāhā | oṣadhībhyo ’psarobhya idaṁ na mama ||
ताभ्यः स्वाहा । ओषधीभ्यो ऽप्सरोभ्य इदं न मम ॥
Ihnen, den eben angerufenen Apsaras, sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
saṁhito viśvasāmā sūryo gandharvas tasya marīcayo ’psarasa āyuvo nāma sa idaṁ brahma kṣatraṁ pātu tā idaṁ brahma kṣatraṁ pāntu tasmai svāhā |
sūryāya gandharvāyedam na mama ||
संहितो विश्वसामा सूर्यो गन्धर्वस् तस्य मरीचयो ऽप्सरस आयुवो नाम स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा ।
सूर्याय गन्धर्वायेदम् न मम ॥
Surya, der Verbundene mit dem allumfassenden Gesang, wird als Gandharva angerufen; ihm zugehörige Apsaras sind die Strahlen, die „Lebenskräfte“. Er und sie mögen die geistige und weltliche Kraft schützen. Ihm sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
tābhyaḥ svāhā | marīcibhyo ’psarobhya idaṁ na mama ||
ताभ्यः स्वाहा । मरीचिभ्यो ऽप्सरोभ्य इदं न मम ॥
Ihnen, den eben angerufenen Apsaras, sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
suṣumnaḥ sūryaraśmiś candramā gandharvas tasya nakṣatrāṇy apsaraso bekurayo nāma sa idaṁ brahma kṣatraṁ pātu tā idaṁ brahma kṣatraṁ pāntu tasmai svāhā |
candramase gandharvāyedam na mama ||
सुषुम्नः सूर्यरश्मिश् चन्द्रमा गन्धर्वस् तस्य नक्षत्राण्य् अप्सरसो बेकुरयो नाम स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा ।
चन्द्रमसे गन्धर्वायेदम् न मम ॥
Chandra, der gütige, sonnenstrahlende Mond, wird als Gandharva angerufen; ihm zugehörige Apsaras sind die Sternbilder, die „Leuchtenden“. Er und sie mögen die geistige und weltliche Kraft schützen. Ihm sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
tābhyaḥ svāhā | nakṣatrebhyo ’psarobhya idaṁ na mama ||
ताभ्यः स्वाहा । नक्षत्रेभ्यो ऽप्सरोभ्य इदं न मम ॥
Ihnen, den eben angerufenen Apsaras, sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
bhujyuḥ suparṇo yajño gandharvas tasya dakṣiṇā apsarasas tavā nāma sa idaṁ brahma kṣatraṁ pātu tā idaṁ brahma kṣatraṁ pāntu tasmai svāhā |
yajñāya gandharvāyedam na mama ||
भुज्युः सुपर्णो यज्ञो गन्धर्वस् तस्य दक्षिणा अप्सरसस् तवा नाम स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा ।
यज्ञाय गन्धर्वायेदम् न मम ॥
Yajna, das schützende, stark beflügelte Opfer, wird als Gandharva angerufen; ihm zugehörige Apsaras sind die Opfergaben an die Mitwirkenden, die „Preisenden“. Er und sie mögen die geistige und weltliche Kraft schützen. Ihm sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
tābhyaḥ svāhā | dakṣiṇābhyo ’psarobhya idaṁ na mama ||
ताभ्यः स्वाहा । दक्षिणाभ्यो ऽप्सरोभ्य इदं न मम ॥
Ihnen, den eben angerufenen Apsaras, sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
prajāpatir viśvakarmā mano gandharvas tasya ṛk-sāmāny apsaraso vahnayo nāma sa idaṁ brahma kṣatraṁ pātu tā idaṁ brahma kṣatraṁ pāntu tasmai svāhā |
manase gandharvāyedam na mama ||
प्रजापतिर् विश्वकर्मा मनो गन्धर्वस् तस्य ऋक्-सामान्य् अप्सरसो वह्नयो नाम स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा ।
मनसे गन्धर्वायेदम् न मम ॥
Manas, der schöpferische Geist als Prajapati und Vishvakarman, wird als Gandharva angerufen; ihm zugehörige Apsaras sind die Rig- und Sama-Verse, die „Tragenden“. Er und sie mögen die geistige und weltliche Kraft schützen. Ihm sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
tābhyaḥ svāhā | ṛksāmebhyo ’psarobhya idaṁ na mama ||
ताभ्यः स्वाहा । ऋक्सामेभ्यो ऽप्सरोभ्य इदं न मम ॥
Ihnen, den eben angerufenen Apsaras, sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
iṣiro viśvavyacā vāto gandharvas tasyāpo ’psaraso mudā nāma sa idaṁ brahma kṣatraṁ pātu tā idaṁ brahma kṣatraṁ pāntu tasmai svāhā |
vātāya gandharvāyedam na mama ||
इषिरो विश्वव्यचा वातो गन्धर्वस् तस्यापो ऽप्सरसो मुदा नाम स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा ।
वाताय गन्धर्वायेदम् न मम ॥
Vata, der bewegliche, alles durchdringende Wind, wird als Gandharva angerufen; ihm zugehörige Apsaras sind die Wasser, die „Freuden“. Er und sie mögen die geistige und weltliche Kraft schützen. Ihm sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
tābhyaḥ svāhā | adbhyo ’psarobhya idaṁ na mama ||
ताभ्यः स्वाहा । अद्भ्यो ऽप्सरोभ्य इदं न मम ॥
Ihnen, den eben angerufenen Apsaras, sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
sa no rāśvājyāniṁ rāyas poṣaṁ suvīryaṁ saṁvatsarīṇāṁ svastiṁ svāhā |
bhuvanasya pataya idaṁ na mama ||
भुवनस्य पते यस्य त उपरि गृहा इह च ।
स नो राश्वाज्यानिं रायस् पोषं सुवीर्यं संवत्सरीणां स्वस्तिं स्वाहा ।
भुवनस्य पतय इदं न मम ॥
Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Schenke uns unvergängliche Fülle, gedeihenden Besitz, gute Kraft und ganzjähriges Wohlergehen. Svaha. Dies gilt dem Herrn der Welt und gehört nicht mir.
parameṣṭhy adhipatir mṛtyu gandharvas tasya viśvam apsaraso bhuvo nāma sa idaṁ brahma kṣatraṁ pātu tā idaṁ brahma kṣatraṁ pāntu tasmai svāhā |
mṛtyave gandharvāyedam na mama ||
परमेष्ठ्य् अधिपतिर् मृत्यु गन्धर्वस् तस्य विश्वम् अप्सरसो भुवो नाम स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा ।
मृत्यवे गन्धर्वायेदम् न मम ॥
Mrityu, Tod als oberster Gebieter, wird als Gandharva angerufen; ihm zugehörige Apsaras sind die Gesamtheit, die „Welten“. Er und sie mögen die geistige und weltliche Kraft schützen. Ihm sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
tābhyaḥ svāhā | viśvasmā ’psarobhya idaṁ na mama ||
ताभ्यः स्वाहा । विश्वस्मा ऽप्सरोभ्य इदं न मम ॥
Ihnen, den eben angerufenen Apsaras, sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
sukṣitiḥ subhūtir bhadrakṛt suvarvān parjanyo gandharvas tasya vidyuto ’psaraso ruco nāma sa idaṁ brahma kṣatraṁ pātu tā idaṁ brahma kṣatraṁ pāntu tasmai svāhā |
parjanyāya gandharvāyedam na mama ||
सुक्षितिः सुभूतिर् भद्रकृत् सुवर्वान् पर्जन्यो गन्धर्वस् तस्य विद्युतो ऽप्सरसो रुचो नाम स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा ।
पर्जन्याय गन्धर्वायेदम् न मम ॥
Parjanya, mit gutem Wohnsitz, gutem Gedeihen, heilvoll und lichtreich, wird als Gandharva angerufen; ihm zugehörige Apsaras sind die Blitze, die „Glänzenden“. Er und sie mögen die geistige und weltliche Kraft schützen. Ihm sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
tābhyaḥ svāhā | vidyudbhyo ’psarobhya idaṁ na mama ||
ताभ्यः स्वाहा । विद्युद्भ्यो ऽप्सरोभ्य इदं न मम ॥
Ihnen, den eben angerufenen Apsaras, sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
dūrehetir amṛḍayo mṛtyur gandharvas tasya prajā apsaraso bhīruvo nāma sa idaṁ brahma kṣatraṁ pātu tā idaṁ brahma kṣatraṁ pāntu tasmai svāhā |
mṛtyave gandharvāyedam na mama ||
दूरेहेतिर् अमृडयो मृत्युर् गन्धर्वस् तस्य प्रजा अप्सरसो भीरुवो नाम स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा ।
मृत्यवे गन्धर्वायेदम् न मम ॥
Mrityu, Tod mit fernreichendem Geschoss, unerbittlich, wird als Gandharva angerufen; ihm zugehörige Apsaras sind die Geschöpfe, die „Furchtsamen“. Er und sie mögen die geistige und weltliche Kraft schützen. Ihm sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
tābhyaḥ svāhā | prajābhyo ’psarobhya idaṁ na mama ||
ताभ्यः स्वाहा । प्रजाभ्यो ऽप्सरोभ्य इदं न मम ॥
Ihnen, den eben angerufenen Apsaras, sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
cāruḥ kṛpaṇakāśī kāmo gandharvas tasyādhayo ’psarasaḥ śocayantīr nāma sa idaṁ brahma kṣatraṁ pātu tā idaṁ brahma kṣatraṁ pāntu tasmai svāhā |
kāmāya gandharvāyedam na mama ||
चारुः कृपणकाशी कामो गन्धर्वस् तस्याधयो ऽप्सरसः शोचयन्तीर् नाम स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा ।
कामाय गन्धर्वायेदम् न मम ॥
Kama, das anziehende, sehnsuchtsvoll blickende Begehren, wird als Gandharva angerufen; ihm zugehörige Apsaras sind die Gedanken und Sorgen, die „Brennenden“. Er und sie mögen die geistige und weltliche Kraft schützen. Ihm sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
tābhyaḥ svāhā | ādhibhyo ’psarobhya idaṁ na mama ||
ताभ्यः स्वाहा । आधिभ्यो ऽप्सरोभ्य इदं न मम ॥
Ihnen, den eben angerufenen Apsaras, sei diese Gabe. Svaha. Sie gehört nicht mir.
sa no bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
uru brahmaṇe ’smai kṣatrāya mahi śarma yaccha svāhā |
bhuvanasya pataye brahmaṇa idaṁ na mama ||
स नो भुवनस्य पते यस्य त उपरि गृहा इह च ।
उरु ब्रह्मणे ऽस्मै क्षत्राय महि शर्म यच्छ स्वाहा ।
भुवनस्य पतये ब्रह्मण इदं न मम ॥
Herr der Welt mit den Wohnstätten oben und hier: Gewähre dieser geistigen und weltlichen Kraft weiten, großen Schutz. Svaha. Diese Gabe an den Herrn der Welt und Brahman gehört nicht mir.
Für einen möglichen Fehler in der Yajurveda-Rezitation spricht die Leitung: „Wir bringen den Ausgleich für eine Abweichung im Yajus dar.“ Sie opfert einmal:
oṁ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṁ na mama ||
ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ॥
Om, Zwischenraum, Svaha. Dies gilt Vayu und gehört nicht mir.
8. Selbstvorstellung und Gayatri-Unterweisung
Der Schüler berührt seine Ohren, verneigt sich und berührt ehrerbietig die Füße der Lehrperson. Seine förmliche Abhivadana nennt die vorab geklärten, tatsächlich zutreffenden Angaben. Da diese von der Familie abhängen, werden sie hier verständlich ausgesprochen: „Ich grüße dich. Meine Rishi-Abstammung lautet 〈PRAVARA〉, mein Gotra 〈GOTRA〉. Ich folge dem Apastamba-Sutra, lerne die 〈SHAKHA〉 des Yajurveda und heiße 〈NAME〉.“
āyuṣmān bhava saumya |
आयुष्मान् भव सौम्य ।
Acharya: Lebe lange, lieber Schüler.
adhīhi bhoḥ sāvitrīṁ bho anubrūhi |
अधीहि भोः सावित्रीं भो अनुब्रूहि ।
Schüler: Verehrte Lehrperson, lehre mich; sprich mir den Savitri-Mantra vor.
Lehrperson und Schüler sitzen unter einem leichten Tuch als Sichtschutz, mit freier Atmung. Der Schüler legt die zusammengefügten Hände als Brahmanjali auf seinen rechten Oberschenkel. Der Vater spricht jede der folgenden Einheiten vor; der Schüler wiederholt sie jeweils einmal. Der vollständige Mantra wird zuletzt zweimal gesprochen, entsprechend den beiden ausgeschriebenen Schlussdurchgängen.
oṁ bhūḥ | tat savitur vareṇyaṁ |
ॐ भूः । तत् सवितुर् वरेण्यं ।
Om, Erde. Jenes verehrungswürdige Licht Savitris.
oṁ bhuvaḥ | bhargo devasya dhīmahi |
ॐ भुवः । भर्गो देवस्य धीमहि ।
Om, Zwischenraum. Über die strahlende Kraft des Göttlichen meditieren wir.
oṁ suvaḥ | dhiyo yo naḥ pracodayāt |
ॐ सुवः । धियो यो नः प्रचोदयात् ।
Om, Himmel. Möge es unsere Einsichten anregen.
oṁ bhūḥ | tat savitur vareṇyaṁ bhargo devasya dhīmahi |
oṁ suvaḥ | dhiyo yo naḥ pracodayāt ||
ॐ भूः । तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
ॐ सुवः । धियो यो नः प्रचोदयात् ॥
Om, Erde. Wir meditieren über das verehrungswürdige Licht des göttlichen Savitri. Om, Himmel. Möge es unsere Einsichten anregen.
oṁ bhūḥ bhuvaḥ suvaḥ |
tat savitur vareṇyaṁ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt ||
ॐ भूः भुवः सुवः ।
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
धियो यो नः प्रचोदयात् ॥
Om, Erde, Zwischenraum, Himmel. Wir meditieren über das verehrungswürdige Licht des göttlichen Savitri. Möge es unsere Einsichten anregen.
oṁ bhūḥ bhuvaḥ suvaḥ |
tat savitur vareṇyaṁ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt ||
ॐ भूः भुवः सुवः ।
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
धियो यो नः प्रचोदयात् ॥
Noch einmal: Om, Erde, Zwischenraum, Himmel. Wir meditieren über das verehrungswürdige Licht des göttlichen Savitri. Möge es unsere Einsichten anregen.
Der Schüler spricht nach dem Empfang:
avṛdham asau saumya prāṇa svaṁ me gopāya ||
अवृधम् असौ सौम्य प्राण स्वं मे गोपाय ॥
Ich bin herangewachsen. Freundlicher Lebensatem, bewahre mir meinen eigenen Schatz.
Er führt einmal die dreiteilige Wasserreinigung vom Beginn aus, berührt beide Ohren und spricht:
brahmaṇa āṇī sthaḥ ||
ब्रह्मण आणी स्थः ॥
Seid die Verschlüsse des heiligen Wissens.
9. Stab und acht Lernversprechen
Der Schüler nimmt den Stab aus der Hand des Acharya.
suśravaḥ suśravasaṁ mā kuru yathā tvaṁ suśravaḥ suśravā asy evam ahaṁ suśravaḥ suśravā bhūyāsam |
yathā tvaṁ suśravo devānāṁ nidhi-gopo ’sy evam ahaṁ brāhmaṇānāṁ brahmaṇo nidhi-gopo bhūyāsam ||
सुश्रवः सुश्रवसं मा कुरु यथा त्वं सुश्रवः सुश्रवा अस्य् एवम् अहं सुश्रवः सुश्रवा भूयासम् ।
यथा त्वं सुश्रवो देवानां निधि-गोपो ऽस्य् एवम् अहं ब्राह्मणानां ब्रह्मणो निधि-गोपो भूयासम् ॥
Du Gutberühmter, mache mich gutberühmt. Wie du guten Ruhm besitzt, so möge auch ich guten Ruhm besitzen. Wie du den Schatz der Götter bewahrst, so möge ich den Schatz des heiligen Wissens der Brahmanen bewahren.
Die acht Pratijna-Formeln benennen jeweils ein Gegensatzpaar, das der Schüler in seine achtsame Lebensführung aufnimmt. Die wörtliche Bedeutung wird hier von der praktischen Auslegung unterschieden: Geübt werden Erinnerungsfähigkeit, angemessenes Urteil, begründetes Vertrauen, Wissen, Zuhören, Wahrhaftigkeit, innere Disziplin und das Bewahren des Gelübdes.
smṛtaṁ ca me ’smṛtaṁ ca me tan ma ubhayaṁ vratam ||
स्मृतं च मे ऽस्मृतं च मे तन् म उभयं व्रतम् ॥
Erinnertes und Unerinnertes – beides sei Gegenstand meines Gelübdes.
nindā ca me ’nindā ca me tan ma ubhayaṁ vratam ||
निन्दा च मे ऽनिन्दा च मे तन् म उभयं व्रतम् ॥
Tadel und Nichttadel – beides sei Gegenstand meines Gelübdes.
śraddhā ca me ’śraddhā ca me tan ma ubhayaṁ vratam ||
श्रद्धा च मे ऽश्रद्धा च मे तन् म उभयं व्रतम् ॥
Vertrauen und Nichtvertrauen – beides sei Gegenstand meines Gelübdes.
vidyā ca me ’vidyā ca me tan ma ubhayaṁ vratam ||
विद्या च मे ऽविद्या च मे तन् म उभयं व्रतम् ॥
Wissen und Nichtwissen – beides sei Gegenstand meines Gelübdes.
śrutaṁ ca me ’śrutaṁ ca me tan ma ubhayaṁ vratam ||
श्रुतं च मे ऽश्रुतं च मे तन् म उभयं व्रतम् ॥
Gehörtes und Ungehörtes – beides sei Gegenstand meines Gelübdes.
satyaṁ ca me ’nṛtaṁ ca me tan ma ubhayaṁ vratam ||
सत्यं च मे ऽनृतं च मे तन् म उभयं व्रतम् ॥
Wahrheit und Unwahrheit – beides sei Gegenstand meines Gelübdes.
tapaś ca me ’tapaś ca me tan ma ubhayaṁ vratam ||
तपश् च मे ऽतपश् च मे तन् म उभयं व्रतम् ॥
Disziplin und ihr Ausbleiben – beides sei Gegenstand meines Gelübdes.
vrataṁ ca me ’vrataṁ ca me tan ma ubhayaṁ vratam ||
व्रतं च मे ऽव्रतं च मे तन् म उभयं व्रतम् ॥
Gelübde und sein Ausbleiben – beides sei Gegenstand meines Gelübdes.
10. Den hellen Himmel grüßen
Wende dich im Freien dem Sonnenhimmel zu, ohne direkt in die Sonne zu schauen. Diese Blickführung ersetzt bei der heutigen Ausführung das im Quellentext genannte Sonnenanschauen durch Shrivatsa Mudra.
tac cakṣur devahitaṁ purastāc chukram uccarat |
paśyema śaradaś śataṁ jīvema śaradaś śataṁ nandāma śaradaś śataṁ modāma śaradaś śatam |
bhavāma śaradaś śataṁ śṛṇuyāma śaradaś śataṁ prabravāma śaradaś śatam |
ajītās syāma śaradaś śataṁ jyok ca sūryaṁ dṛśe ||
तच् चक्षुर् देवहितं पुरस्ताच् छुक्रम् उच्चरत् ।
पश्येम शरदश् शतं जीवेम शरदश् शतं नन्दाम शरदश् शतं मोदाम शरदश् शतम् ।
भवाम शरदश् शतं शृणुयाम शरदश् शतं प्रब्रवाम शरदश् शतम् ।
अजीतास् स्याम शरदश् शतं ज्योक् च सूर्यं दृशे ॥
Das göttlich gesetzte Auge steigt im Osten hell auf. Mögen wir hundert Herbste sehen, leben, uns freuen und froh sein; hundert Herbste bestehen, hören und sprechen. Mögen wir hundert Herbste unbesiegt bleiben und lange die Sonne sehen.
11. Sechzehn Opferhölzer darbringen
Der Schüler kehrt zum Feuer zurück und reinigt vorsichtig den äußeren Bereich, ohne heiße Teile zu berühren.
pari tvāgne pari mṛjāmy āyuṣā ca dhanena ca |
suprajāḥ prajayā bhūyāsaṁ suvīro vīraiḥ suvarcā varcasā supoṣaḥ poṣaiḥ |
sugṛho gṛhaiḥ supatiḥ patyā sumedhā medhayā subrahmā brahmacāribhiḥ ||
परि त्वाग्ने परि मृजाम्य् आयुषा च धनेन च ।
सुप्रजाः प्रजया भूयासं सुवीरो वीरैः सुवर्चा वर्चसा सुपोषः पोषैः ।
सुगृहो गृहैः सुपतिः पत्या सुमेधा मेधया सुब्रह्मा ब्रह्मचारिभिः ॥
Um dich, Agni, reinige ich den Platz und erbitte Leben und Versorgung. Möge ich gute Nachkommen, tüchtige Menschen, Leuchtkraft, Nahrung, ein gutes Zuhause, gute Leitung, Einsicht und Gemeinschaft mit Lernenden besitzen.
Lege bei jedem der folgenden sechzehn Mantras ein kleines Holz ins Feuer. Die Leitung reicht sie einzeln an; der Schüler gibt sie auf „svāhā“ ab.
Opferholz 1
agnaye samidham āhārṣaṁ bṛhate jātavedase |
yathā tvam agne samidhā samidhyasa evaṁ mām āyuṣā varcasā sanyā medhayā prajayā paśubhir brahmavarcasenānnādyena samedhaya svāhā ||
अग्नये समिधम् आहार्षं बृहते जातवेदसे ।
यथा त्वम् अग्ने समिधा समिध्यस एवं माम् आयुषा वर्चसा सन्या मेधया प्रजया पशुभिर् ब्रह्मवर्चसेनान्नाद्येन समेधय स्वाहा ॥
Dem großen, allwissenden Agni bringe ich Holz. Wie du dadurch aufflammst, so entzünde in mir Leben, Kraft, Gewinn, Einsicht, Nachkommenschaft, Herden, geistige Leuchtkraft und Nahrung. Svaha.
Opferholz 2
edho ’sy edhiṣīmahi svāhā ||
एधो ऽस्य् एधिषीमहि स्वाहा ॥
Du bist Wachstum; mögen wir wachsen. Svaha.
Opferholz 3
samid asi samedhiṣīmahi svāhā ||
समिद् असि समेधिषीमहि स्वाहा ॥
Du bist Entzündung; mögen wir gemeinsam aufleuchten. Svaha.
Opferholz 4
tejo ’si tejo mayi dhehi svāhā ||
तेजो ऽसि तेजो मयि धेहि स्वाहा ॥
Du bist Leuchtkraft; lege Leuchtkraft in mich. Svaha.
Opferholz 5
apo adyānvacāriṣaṁ rasena samasṛkṣmahi |
payasvān agna āgamaṁ taṁ mā saṁsṛja varcasā svāhā ||
अपो अद्यान्वचारिषं रसेन समसृक्ष्महि ।
पयस्वान् अग्न आगमं तं मा संसृज वर्चसा स्वाहा ॥
Heute bin ich den Wassern gefolgt; wir sind mit ihrem Saft vereint. Mit nährender Fülle bin ich gekommen, Agni; verbinde mich mit Leuchtkraft. Svaha.
Opferholz 6
saṁ māgne varcasā sṛja prajayā ca dhanena ca svāhā ||
सं माग्ने वर्चसा सृज प्रजया च धनेन च स्वाहा ॥
Agni, verbinde mich mit Leuchtkraft, Nachkommenschaft und Besitz. Svaha.
Opferholz 7
vidyun me asya devā indro vidyāt saharṣibhiḥ svāhā ||
विद्युन् मे अस्य देवा इन्द्रो विद्यात् सहर्षिभिः स्वाहा ॥
Mögen die Götter mich in dieser Handlung erkennen, möge Indra mich mit den Rishis erkennen. Svaha.
Opferholz 8
agnaye bṛhate nākāya svāhā ||
अग्नये बृहते नाकाय स्वाहा ॥
Dem großen, himmlischen Agni sei diese Gabe. Svaha.
Opferholz 9
dyāvā-pṛthivībhyāṁ svāhā ||
द्यावा-पृथिवीभ्यां स्वाहा ॥
Himmel und Erde sei diese Gabe. Svaha.
Opferholz 10
eṣā te agne samit tayā vardhasva cāpyāyasva ca |
tayāhaṁ vardhamāno bhūyāsam āpyāyamānaś ca svāhā ||
एषा ते अग्ने समित् तया वर्धस्व चाप्यायस्व च ।
तयाहं वर्धमानो भूयासम् आप्यायमानश् च स्वाहा ॥
Dieses Holz ist für dich, Agni. Wachse dadurch und werde erfüllt. Dadurch möge auch ich wachsen und erfüllt werden. Svaha.
Opferholz 11
yo māgne bhāginaṁ santam athābhāgaṁ cikīrṣati |
abhāgam agne taṁ kuru mām agne bhāginaṁ kuru svāhā ||
यो माग्ने भागिनं सन्तम् अथाभागं चिकीर्षति ।
अभागम् अग्ने तं कुरु माम् अग्ने भागिनं कुरु स्वाहा ॥
Wer mich, dem ein Anteil zusteht, meines Anteils berauben will: Ihm entziehe den Anteil, Agni, und gib mir meinen Anteil. Svaha.
Opferholz 12
samidham ādhāyāgne sarvavrato bhūyāsaṁ svāhā ||
समिधम् आधायाग्ने सर्वव्रतो भूयासं स्वाहा ॥
Nachdem ich das Holz aufgelegt habe, Agni, möge ich alle Gelübde erfüllen. Svaha.
Opferholz 13
bhūḥ svāhā ||
भूः स्वाहा ॥
Erde, Svaha.
Opferholz 14
bhuvaḥ svāhā ||
भुवः स्वाहा ॥
Zwischenraum, Svaha.
Opferholz 15
suvaḥ svāhā ||
सुवः स्वाहा ॥
Himmel, Svaha.
Opferholz 16
oṁ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā ||
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा ॥
Om. Erde, Zwischenraum und Himmel, Svaha.
12. Die Leuchtkraft aufnehmen
Wärme die Hände mit sicherem Abstand über der Flamme und berühre sanft die eigenen Lippen. Dies ist die heute sichere Ausführung der im Handbuch verkürzt genannten Feuerberührung.
tejasā mā samanajmi |
तेजसा मा समनज्मि ।
Mit Leuchtkraft salbe ich mich.
yat te agne tejas tenāhaṁ tejasvī bhūyāsam |
यत् ते अग्ने तेजस् तेनाहं तेजस्वी भूयासम् ।
Durch deine Leuchtkraft, Agni, möge ich leuchten.
yat te agne varcas tenāhaṁ varcasvī bhūyāsam |
यत् ते अग्ने वर्चस् तेनाहं वर्चस्वी भूयासम् ।
Durch deinen Glanz, Agni, möge ich Glanz besitzen.
yat te agne haras tenāhaṁ harasvī bhūyāsam |
यत् ते अग्ने हरस् तेनाहं हरस्वी भूयासम् ।
Durch deine Kraft, Agni, möge ich kraftvoll sein.
mayi medhāṁ mayi prajāṁ mayy agnis tejo dadhātu |
मयि मेधां मयि प्रजां मय्य् अग्निस् तेजो दधातु ।
Agni gebe mir Einsicht, Nachkommenschaft und Leuchtkraft.
mayi medhāṁ mayi prajāṁ mayīndra indriyaṁ dadhātu |
मयि मेधां मयि प्रजां मयीन्द्र इन्द्रियं दधातु ।
Indra gebe mir Einsicht, Nachkommenschaft und Stärke.
mayi medhāṁ mayi prajāṁ mayi sūryo bhrājo dadhātu ||
मयि मेधां मयि प्रजां मयि सूर्यो भ्राजो दधातु ॥
Surya gebe mir Einsicht, Nachkommenschaft und Glanz.
13. Den Feuerdienst abschließen
Nach den letzten Opferhölzern folgen die Abschlussgaben. So bleibt das Feuer bis zum Ende aller eigentlichen Darbringungen in seiner Ritualfunktion.
Prajapati und die drei Welten
Bringe zuerst Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Prajapati dar; danach folgen drei kleine Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Agni, Vayu und Surya.
prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
प्रजापते न त्वद् एतान्य् अन्यो विश्वा जातानि परि ता बभूव ।
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
यत्कामास् ते जुहुमस् तन् नो अस्तु वयं स्याम पतयो रयीणां स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ॥
Bedeutung: Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.
Svishtakrit
Bringe bei svaha eine weitere kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Die in diesem Homa gewählte Opfersubstanz wird auch für Svishtakrit verwendet.
yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
यद् अस्य कर्मणो ऽत्यरीरिचं यद् वा न्यूनम् इहाकरम् ।
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
अग्निष् टत् स्विष्टकृद् विद्वान् सर्वं स्विष्टं सुहुतं करोतु स्वाहा ।
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||
अग्नये स्विष्टकृत इदं न मम ॥
Bedeutung: Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.
Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
Bestreiche die drei Begrenzungshölzer mit etwas Ghee (bzw. Pflanzenöl). Gib zuerst das mittlere, westliche Holz ins Feuer, dann die beiden anderen. Fülle den größeren Opferlöffel mit vier kleinen Schöpflöffeln Ghee (bzw. Pflanzenöl), halte den kleinen darüber und lasse einen ruhigen Strom ins Feuer fließen. Danach folgt die zweite, einzelne Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl).
svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
स्वाहा । वसुभ्यो रुद्रेभ्य आदित्येभ्यः संस्रावभागेभ्य इदं न मम ।
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥
Bedeutung: Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.
Nicht bemerkte Fehler übergeben
Der Yajamana spricht den Vorsatz; die Ritualleitung vollzieht danach bei jedem svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl).
asmin upanayanahomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
अस्मिन् उपनयनहोमकर्मण्य् अविज्ञातप्रायश्चित्तादीनि करिष्ये ।
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
अनाज्ञातं यद् अज्ञातं यज्ञस्य क्रियते मिथु ।
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
पुरुषसंमितो यज्ञो यज्ञः पुरुषसंमितः ।
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
यत् पाकत्र मनसा दीनदक्षा न यज्ञस्य मन्वते मर्तासः ।
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||
अग्निष् टद् धोता क्रतुविद् विजानन् यजिष्ठो देवान् क्रतुशो यजाति स्वाहा । अग्नय इदं न मम ॥
Bedeutung: In diesem Upanayana vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir.
Abschließende Bereinigungsgaben
Bringe zunächst die drei folgenden Gaben dar. Sprich danach den Vorsatz: „Für alle möglichen Fehler dieser Feuerhandlung bringe ich den abschließenden Ausgleich dar.“ Wiederhole dann dieselben drei Gaben ein zweites Mal. Berühre anschließend frisches Wasser.
oṁ bhūḥ svāhā | agnaye idaṁ na mama ||
ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥
Om. Erde – Agni: Diese Gabe gehört nicht mir.
oṁ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṁ na mama ||
ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ॥
Om. Zwischenraum – Vayu: Diese Gabe gehört nicht mir.
oṁ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṁ na mama ||
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ॥
Om. Himmel – Surya: Diese Gabe gehört nicht mir.
Purnahuti
Fülle den größeren Opferlöffel mit der abschließenden Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl). Sprich den Text und bringe die Gabe einmal bei agnaye vauṣaṭ dar; beim vorausgehenden svāhā wird nicht schon eine zweite Gabe gegossen.
asya upanayanahomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ samudbhavanāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
अस्य उपनयनहोमकर्मणः सम्पूर्णफलप्राप्त्यर्थं समुद्भवनामाग्नौ पूर्णाहुतिं होष्यामि ।
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
तदनन्तरं साङ्गतसिद्ध्यर्थं वसोर्धारां होष्यामि ।
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
ॐ पूर्णाहुतिम् उत्तमां जुहोति । सर्वं वै पूर्णाहुतिः । सर्वम् एवाप्नोति ।
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||
अथो इयं वै पूर्णाहुतिः । अस्याम् एव प्रतितिष्ठति स्वाहा । अग्नये वौषट् ॥
Bedeutung: Für die vollständige Frucht dieses Upanayana bringe ich im Feuer Samudbhava die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!
Vasordhara
Lasse mit dem folgenden Vers einen dünnen, gleichmäßigen Strom Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer fließen; beende ihn mit svaha.
oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
ॐ सप्त ते अग्ने समिधः सप्त जिह्वाः सप्त ऋषयः सप्त धाम प्रियाणि ।
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
सप्त होत्राः सप्तधा त्वा यजन्ति सप्त योनीर् आपृणस्व घृतेन स्वाहा ।
agnaye saptavata idaṃ na mama ||
अग्नये सप्तवत इदं न मम ॥
Bedeutung: Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.
Abschließendes Besprengen
Sammle den Atem ruhig, ohne erzwungenes Anhalten. Besprenge mit einer Blüte den südlichen, westlichen und nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.
adite 'nvamaṃsthāḥ |
अदिते ऽन्वमंस्थाः ।
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
अनुमते ऽन्वमंस्थाः ।
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
सरस्वते ऽन्वमंस्थाः ।
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||
देव सवितः प्रासावीः ॥
Bedeutung: Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.
Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Lege eine Blüte zum Pranita-Gefäß und sprich die Entlassung.
varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ।
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||
यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥
Bedeutung: Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.
Wasser in die Richtungen geben
Gieße jeweils ein wenig Pranita-Wasser nach Osten, Süden, Westen und Norden in geeignete Auffangschalen oder auf sauberen Boden. Bei der fünften Formel sprenge etwas nach oben, ohne andere zu treffen. Die praktische Verwendung von Auffangschalen dient dem sauberen Ablauf.
prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
प्राच्यां दिशि देवा ऋत्विजो मार्जयन्ताम् ।
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
दक्षिणस्यां दिशि मासाः पितरो मार्जयन्ताम् ।
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
प्रतीच्यां दिशि गृहाः पशवो मार्जयन्ताम् ।
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
उदीच्यां दिश्य् आप ओषधयो मार्जयन्ताम् ।
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||
ऊर्ध्वायां दिशि यज्ञः संवत्सरो यज्ञपतिर् मार्जयन्ताम् ॥
Bedeutung: Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.
Agni danken und nach innen zurücknehmen
Schaue noch einmal auf das Feuer. Sprich Agnis Gayatri und das Gebet um den guten Weg; führe dann die Hände zum Herzen.
oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
ॐ वैश्वानराय विद्महे लालीलाय धीमहि तन् नो ऽग्निः प्रचोदयात् ।
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
अग्ने नय सुपथा राये अस्मान् विश्वानि देव वयुनानि विद्वन् ।
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
युयोध्य् अस्मज् जुहुराणम् एनो भूयिष्ठां ते नम उक्तिं विधेम ॥
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||
ॐ अग्नये नमः । अग्निम् आत्मन्य् उद्वासयामि ॥
Bedeutung: Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.
Die Schlussgebete
Mit gefalteten Händen sprechen.
namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
नमस्ते गार्हपत्याय नमस्ते दक्षिणाग्नये ।
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
नम आहवनीयाय महावेद्यै नमो नमः ॥
kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
काण्डद्वयोपपाद्याय कर्मब्रह्मस्वरूपिणे ।
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
स्वर्गापवर्गरूपाय यज्ञेशाय नमो नमः ॥
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
यज्ञेशाच्युत गोविन्द माधवानन्त केशव ।
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
कृष्ण विष्णो हृषीकेश वासुदेव नमो ऽस्तु ते ॥
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं हुताशन ।
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
यद् धुतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
प्रायश्चित्तान्य् अशेषाणि तपःकर्मात्मकानि वै ।
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
यानि तेषाम् अशेषाणां कृष्णानुस्मरणं परम् ॥
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
प्रमादात् कुर्वतां कर्म प्रच्यवेताध्वरेषु यत् ।
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
स्मरणाद् एव तद् विष्णोः सम्पूर्णं स्याद् इति श्रुतिः ॥
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapoyajñakriyādiṣu |
यस्य स्मृत्या च नामोक्त्या तपोयज्ञक्रियादिषु ।
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||
न्यूनं सम्पूर्णतां याति सद्यो वन्दे तम् अच्युतम् ॥
Bedeutung: Verehrung dem Hausfeuer, dem südlichen Feuer, dem Opferfeuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda – Handlung und Erkenntnis – erschließen, der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was an Mantra, Ausführung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen. Unter allen bereinigenden Übungen gilt das Gedenken an Krishna als höchste. Was durch Unachtsamkeit misslingt, findet im Gedenken an Vishnu seine Vollendung. Achyuta verehre ich, dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Übung und Opfer zur Ganzheit führen.
śrī kṛṣṇa kṛṣṇa kṛṣṇa ||
श्री कृष्ण कृष्ण कृष्ण ॥
Shri Krishna, Krishna, Krishna.
14. Anweisungen für die Schülerzeit
Der Acharya spricht jeweils die Anweisung; der Schüler antwortet jedes Mal „bāḍham“, „Ja, ich nehme es an“.
brahmacāri asi | bāḍham ||
ब्रह्मचारि असि । बाढम् ॥
Acharya: Du bist nun ein Schüler des heiligen Lernens. Schüler: Ja, ich nehme es an.
apośanam | bāḍham ||
अपोशनम् । बाढम् ॥
Acharya: Halte die rituelle Ordnung des Essens ein. Schüler: Ja, ich nehme es an.
karma kuru | bāḍham ||
कर्म कुरु । बाढम् ॥
Acharya: Erfülle deine Aufgaben. Schüler: Ja, ich nehme es an.
divā mā svapsīḥ | bāḍham ||
दिवा मा स्वप्सीः । बाढम् ॥
Acharya: Verschlafe den Tag nicht. Schüler: Ja, ich nehme es an.
ācāryādhīno bhava | bāḍham ||
आचार्याधीनो भव । बाढम् ॥
Acharya: Lass dich von deiner Lehrperson unterweisen. Schüler: Ja, ich nehme es an.
adhyayanaṁ sampadāya | bāḍham ||
अध्ययनं सम्पदाय । बाढम् ॥
Acharya: Führe dein Lernen zur Vollendung. Schüler: Ja, ich nehme es an.
bhikṣā carya | bāḍham ||
भिक्षा चर्य । बाढम् ॥
Acharya: Erbitte deine Nahrung. Schüler: Ja, ich nehme es an.
Die Lehrperson erläutert, wie diese überlieferten Regeln im tatsächlichen Tagesablauf des Kindes gelebt werden; benötigte Ruhe und Fürsorge bleiben dabei gewährleistet.
15. Nahrung erbitten und Segen empfangen
Nimm die Bettelschale. Gehe zur Mutter und zu weiteren vorbereiteten weiblichen Angehörigen und sprich bei jeder Bitte:
bhavati bhikṣāṁ dehi |
भवति भिक्षां देहि ।
Verehrte Frau, gib mir eine Gabe zur Versorgung.
Die Angehörigen geben Reis oder Geld. Die Gaben werden anschließend für die Versorgung und Lernbegleitung bestimmt. Die anwesenden Älteren sprechen die folgenden Segenswünsche. Die männliche Form folgt hier der betreffenden Handbuchfassung.
svasti mantrārthāḥ satyās saphalās santu iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
स्वस्ति मन्त्रार्थाः सत्यास् सफलास् सन्तु इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
Verehrte Ältere, schenkt euren Segen, damit die Inhalte der Segensworte wahr werden und Frucht tragen.
asya muhūrtaḥ sumuhūrto bhūyād iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
अस्य मुहूर्तः सुमुहूर्तो भूयाद् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
Verehrte Ältere, segnet diesen Augenblick, damit er heilvoll sei.
asya kumārasya vedoktaṁ dīrgham āyuṣyaṁ bhūyād iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
अस्य कुमारस्य वेदोक्तं दीर्घम् आयुष्यं भूयाद् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
Verehrte Ältere, segnet diesen jungen Menschen mit dem langen Leben, von dem die Veden sprechen.
tal-lagna apekṣayā ādityādi navānāṁ grahāṇām ānukūlyaṁ bhūyād iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
तल्-लग्न अपेक्षया आदित्यादि नवानां ग्रहाणाम् आनुकूल्यं भूयाद् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
Verehrte Ältere, mögen die neun Grahas, beginnend mit der Sonne, in dieser Geburtskonstellation günstig wirken.
ayaṁ baṭuḥ vyāsa iva purāṇeṣu pāṇinir iva vyākaraṇe rāmānuja iva brahma-vidyāyāṁ janaka iva tattva-jñāne prahlād iva bhagavad-bhaktau hariścandra iva satya-vacane bhīṣma iva brahmacarye mārkaṇḍeya iva cirañjīvitve ca bhūyād iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
अयं बटुः व्यास इव पुराणेषु पाणिनिर् इव व्याकरणे रामानुज इव ब्रह्म-विद्यायां जनक इव तत्त्व-ज्ञाने प्रह्लाद् इव भगवद्-भक्तौ हरिश्चन्द्र इव सत्य-वचने भीष्म इव ब्रह्मचर्ये मार्कण्डेय इव चिरञ्जीवित्वे च भूयाद् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
Möge dieser Schüler Vyasa in der Kenntnis der Puranas, Panini in der Grammatik, Ramanuja im Wissen um Brahman, Janaka in der Erkenntnis der Wahrheit, Prahlada in Gottesliebe, Harishchandra in Wahrhaftigkeit, Bhishma in Selbstbeherrschung und Markandeya in langem Leben gleichen. Verehrte Ältere, schenkt hierzu euren Segen.
sarve janāḥ nīrogāḥ nirupadravāḥ sadācāra-sampannā āḍhyā nirmatsara dayālavaśca bhūyāsur iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
सर्वे जनाः नीरोगाः निरुपद्रवाः सदाचार-सम्पन्ना आढ्या निर्मत्सर दयालवश्च भूयासुर् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
Mögen alle Menschen frei von Krankheit und Bedrängnis sein, gut handeln, genügend besitzen, ohne Neid und voll Mitgefühl leben. Verehrte Ältere, schenkt hierzu euren Segen.
samasta sanmaṅgalāni santu | uttarottara abhivṛddhir astu ||
समस्त सन्मङ्गलानि सन्तु । उत्तरोत्तर अभिवृद्धिर् अस्तु ॥
Alles gute Heil sei gegenwärtig; immer weiteres Gedeihen sei.
Danke dem Acharya und den Helfenden und überreiche die vereinbarte Dakshina. Die rituellen Sitze werden nach dem Dank aufgehoben. Feuer und Lampen bleiben beaufsichtigt, bis sie sicher erloschen sind. Vereinbart eine erste konkrete Lernzeit: Die Zeremonie beginnt eine Beziehung, die durch regelmäßige Unterweisung und eigene Übung weitergetragen wird.
Quellen und weitere Praxis
- Sri Rama Ramanuja Acharya: Upanayana Samskara Sangraha, 27. Januar 2025, „Kṛṣṇa Yajurvedīya Upanayana“, S. 12–22.
- Ders.: Puranokta Purva Prayoga, 3. November 2024, S. 6–7, Achamana und Angavandana.
- Ders.: Apastamba Purva Prayoga, Ausgabe 2025, Agnimukha S. 23–26.
- Ders.: Homa Sangraha, aktuelle Ausgabe, Jayadi Homa und Uttaranga S. 125–133; frühere Ausgabe, Ganesha-Gastverehrung S. 5–6.
- Ders.: Shraddha Prayoga Sangraha, 27. August 2024, Laghu Punyaha S. 83–85; Puja Sangraha, allgemeine Gastgabenfolge S. 9–11, bei Varuna angewendet nach dem auf S. 14 erläuterten Namensprinzip.
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