Tiruchanda Viruttam

Aus Yogawiki

Tiruchanda Viruttam (Tamil: திருச்சந்த விருத்தம், wissenschaftliche Umschrift: Tiruccanta Viruttam; auch Tirucchanda Viruttam, Thiruchanda Viruththam, Tiruchanda Virutham) ist eines der philosophisch dichtesten und zugleich persönlichsten Werke des Nalayira Divya Prabandham. Die 120 Pāsurams stammen von Tirumaḻisai Āḻvār (திருமழிசை ஆழ்வார்), einem der zwölf Āḻvārs der tamilischen Vishnu-Bhakti.

Vishnu beziehungsweise Narayana ist der Mittelpunkt des Tiruchanda Viruttam. Das Werk führt von der Betrachtung des Kosmos immer tiefer zur Gegenwart Gottes im eigenen Herzen.

Das Gedicht beginnt beinahe wie eine kosmische Meditation. Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum; Zahlen, Sinne, Veden und Ordnungen des Daseins; Wahrheit und Erscheinung; Schöpfung und Auflösung – überall sucht der Dichter den einen göttlichen Grund. Doch das Tiruchanda Viruttam bleibt nicht in abstrakter Kosmologie stehen. Derselbe unermessliche Herr erscheint als Vamana, Narasimha, Rama, Krishna und Varaha, ruht in Srirangam, Tirukkuṭantai und anderen Divya Desams – und schließlich entdeckt der Āḻvār etwas noch Erstaunlicheres: Der Herr, der in Tempeln steht, sitzt und liegt, steht, sitzt und liegt nun in seinem Herzen.

Damit führt das Werk von der Vielheit zur Einheit, von der Weltbetrachtung zur persönlichen Gottesbeziehung und von äußerer Pilgerfahrt zur inneren Gegenwart. In den späteren Pāsurams wird die Sprache immer persönlicher: Der Dichter bittet um ununterbrochene Erinnerung, um Liebe zu den Lotusfüßen Gottes, um Schutz vor der Zerstreuung der Sinne und schließlich um Befreiung aus dem Kreislauf immer neuer Geburten. Die letzten beiden Verse gehören zu den schönsten Höhepunkten des Werkes: Die Füße des Herrn erblühen im Inneren, und die Seele findet eine Freude, die nicht mehr endet.

Für tamilische Hindus in Deutschland ist das Tiruchanda Viruttam ein bedeutendes Stück sprachlicher, religiöser und liturgischer Überlieferung. Für Yoga-Aspiranten kann es zugleich eine kraftvolle Begegnung mit Bhakti Yoga, Mantra, Meditation, Prapatti und der Frage sein, wie sich der Geist von der Vielfalt der Welt immer wieder auf das Göttliche ausrichten lässt.

Name und Bedeutung

Der Titel verbindet drei Begriffe:

  • tiru – „heilig“, „ehrwürdig“, eine sakrale Ehrenbezeichnung;
  • canta/chanda – Rhythmus, metrische Ordnung beziehungsweise klangvolle Versgestaltung;
  • viruttam – eine metrische Gedichtform.

Project Madurai bezeichnet das Werk als சந்தக் கலி விருத்தம் – canta-k-kali viruttam. Der Titel erinnert daher bereits daran, dass diese Hymnen nicht nur Gedanken vermitteln, sondern für rhythmische Rezitation geschaffen sind. In der Śrīvaiṣṇava-Tradition lebt das Werk bis heute auch durch seinen Klang.

Stellung im Nalayira Divya Prabandham

Das Tiruchanda Viruttam gehört zum Mudal Āyiram, dem „Ersten Tausend“ des Nalayira Divya Prabandham, und umfasst unbestritten 120 Pāsurams.

Bei der fortlaufenden Nummerierung innerhalb des gesamten Nālāyira Divya Prabandham bestehen jedoch unterschiedliche Editionskonventionen. Der Katalog der British Library zählt das Werk als 752–871; die Tamil Virtual Academy nummeriert dieselben 120 Pāsurams dagegen als 751–870. Deshalb verwendet dieser Artikel bei den einzelnen Versen bewusst nur die eindeutige werkinterne Zählung 1–120.

Von Tirumaḻisai Āḻvār ist außerdem das Nāṉmukaṉ Tiruvantāti überliefert. Beide Werke verbindet eine kompromisslose Ausrichtung auf Narayana. Während das Nāṉmukaṉ Tiruvantāti in der Form des antāti komponiert ist, entfaltet das Tiruchanda Viruttam seine Gedanken in rhythmisch kraftvollen Vierzeilern.

Auch die historische Datierung Tirumaḻisai Āḻvārs ist nicht völlig gesichert. Eine ältere Forschungslinie setzt ihn in das 7. Jahrhundert und verbindet ihn mit der Pallava-Zeit; die Identifikation des im Nāṉmukaṉ Tiruvantāti begegnenden Ausdrucks Guṇabhara mit König Mahendravarman I wurde jedoch bereits in der Forschung bestritten. Der Artikel verzichtet daher auf eine zu genaue Jahresangabe und ordnet Tirumaḻisai Āḻvār vorsichtig in die frühe Phase der tamilischen Āḻvār-Bhakti ein.

Tirumazhisai Alvar – von der Suche zur unerschütterlichen Hingabe

Tirumaḻisai Āḻvār gehört zu den eigenständigsten Stimmen der Āḻvār-Tradition. Seine Gedichte verbinden philosophische Verdichtung mit einer sehr persönlichen Form der Hingabe. Im Tiruchanda Viruttam fragt er nicht nur: „Wer ist Gott?“ Er fragt ebenso: „Wo ist Gott?“, „Wie kann der Unendliche in einem Tempel ruhen?“, „Wie kann der Herr aller Welten in meinem Herzen wohnen?“ und schließlich: „Worauf kann ich mich stützen, wenn alle äußeren Qualifikationen versagen?“

Eine der großen Bewegungen des Werkes lautet:

Gott ist in den Elementen → Gott ist jenseits der Elemente → Gott erscheint in seinen Avatāras → Gott wohnt in den heiligen Orten → Gott wohnt im Herzen → das Herz findet keinen anderen Halt mehr.

Das macht das Werk auch heute unmittelbar zugänglich. Philosophische Erkenntnis und liebende Hingabe werden nicht als Gegensätze behandelt. Wissen wird zur Bewunderung, Bewunderung zur Erinnerung, Erinnerung zur Liebe und Liebe zur Zuflucht.

Die Zahlenverse – Meditation über die Einheit hinter der Vielfalt

Die ersten Pāsurams sind berühmt für ihre dichte Zahlensprache. „Fünf“, „vier“, „drei“, „zwei“, „eins“, später Gruppen von sechs, acht, sieben, dreißig und weiteren Zahlen erscheinen in rascher Folge. Für moderne Leser kann dies zunächst rätselhaft wirken.

Traditionelle Kommentare lesen darin vielfache Bezüge: die fünf Elemente und ihre Sinnesqualitäten, die Sinne, die Veden und Vedāṅgas, Opferordnungen, kosmologische Kategorien und andere heilige Gruppierungen. Die Zahlen sind daher keine mathematischen Rätsel um ihrer selbst willen. Sie dienen einer spirituellen Aussage:

Wie viele Kategorien wir auch unterscheiden – der göttliche Grund, der sie trägt und durchdringt, ist einer.

Gerade für Meditation kann dies ein starkes Bild sein. Der Geist zerlegt die Welt in immer neue Einzelheiten. Der Āḻvār führt diese Vielheit nicht weg, sondern durch sie hindurch: Erde bleibt Erde, Wasser bleibt Wasser, die Sinne bleiben Sinne – und doch ist alles von einer tieferen Wirklichkeit getragen.

Vom Kosmos zum Herzen

Ein Leitmotiv des Tiruchanda Viruttam ist die Spannung zwischen der Unermesslichkeit Gottes und seiner unmittelbaren Nähe. Der Herr trägt Welten, ruht auf Ādiśeṣa, lässt die Schöpfung aus sich hervorgehen und nimmt sie wieder in sich zurück. Zugleich wird er als Kind geboren, bittet als Vāmana um drei Schritte Land, lässt sich von Yaśodā lieben und wohnt an konkreten Orten.

Besonders eindringlich wird diese Bewegung in den Pāsurams 63–65. Der Dichter nennt drei berühmte Vishnu-Heiligtümer in Kāñci: In einem sitzt der Herr, in einem steht er, in einem liegt er. Dann folgt die überraschende Wendung:

Nun steht, sitzt und liegt er in meinem Herzen.

Der Tempel wird nicht bedeutungslos. Im Gegenteil: Die äußere heilige Gestalt wird so tief aufgenommen, dass der eigene innere Raum ebenfalls zum Heiligtum wird.

Krishna – die Avatar-Erzählungen des Tiruchanda Viruttam verbinden kosmische Theologie mit der Nähe eines Gottes, der als Kind, Kuhhirte und Freund erscheint.

Fünf Weisen der göttlichen Gegenwart

In der späteren Śrīvaiṣṇava-Auslegung lässt sich das Tiruchanda Viruttam besonders schön durch die Lehre von den fünf Weisen der Gegenwart Vishnus lesen:

  • Para – der höchste Herr in der transzendenten Wirklichkeit;
  • Vyūha – der Herr in seiner kosmischen Entfaltung, besonders im Milchozean;
  • Vibhava – seine Herabkünfte als Avatāras wie Rama, Krishna, Narasimha, Vamana und Varaha;
  • Antaryāmin – der innere Lenker und Bewohner des Herzens;
  • Arcā – die verehrbare Gegenwart in der Tempelgestalt, besonders an den Divya Desams.

Gerade diese fünf Perspektiven helfen, die innere Architektur des Werkes zu verstehen. Der Āḻvār beginnt beim kosmischen und transzendenten Herrn, erinnert seine Avatāras, besucht ihn in den Tempeln und entdeckt ihn schließlich als inneren Bewohner. Die verschiedenen Formen konkurrieren nicht miteinander; sie zeigen, wie sich der eine Nārāyaṇa dem Menschen auf unterschiedlichen Ebenen zugänglich macht.

Für einen Yoga-Aspiranten kann dies eine sehr praktische Einsicht sein: Das Göttliche kann als höchste Wirklichkeit verehrt, in einer heiligen Geschichte erinnert, in einem Bild oder Tempel erfahren, im Mantra angerufen und zugleich im eigenen Herzen gesucht werden.

Vishnus Avatare als lebendige Erinnerung

Das Werk erinnert immer wieder an die großen Taten Vishnus und seiner Avatāras:

  • Matsya und Kurma,
  • Varaha, der die Erde emporhebt,
  • Narasimha, der Prahlāda schützt und Hiraṇyakaśipu überwindet,
  • Vamana, der die Welten mit seinen Schritten umfasst,
  • Rama, der den Ozean überquert und gegen Rāvaṇa kämpft,
  • Krishna, der Pūtanā, Keśi und andere Gefahren überwindet, auf Kāliya tanzt und den Govardhana hebt.

Diese Geschichten sind im Tiruchanda Viruttam keine bloßen Nacherzählungen. Der Dichter benutzt sie als Erinnerungsbilder: Wenn derselbe Herr Welten trägt, Dämonen überwindet, Elefanten rettet und sich als Kind den Menschen nähert – warum sollte er nicht auch die Not eines einzelnen Herzens verwandeln können?

Die heiligen Orte – Srirangam, Kudandai, Venkata und Kanchipuram

Eine längere Passage führt durch die Tempellandschaft des tamilischen Vaishnavismus. Besonders hervorgehoben werden Śrīraṅgam am Kāverī, Tirukkuṭantai, Tiruveṅkaṭam, Tirukkurungudi und mehrere Heiligtümer in Kāñci.

Die Divya Desams sind dabei mehr als geographische Punkte. Jeder Ort zeigt eine besondere Beziehung zwischen Gott und Mensch: Er steht, sitzt oder ruht; er empfängt Verehrung; er macht sich sichtbar und zugänglich. Die Pilgergeographie des Gedichts wird schließlich zur inneren Geographie des Herzens.

Das Ashtakshara-Mantra – die acht Silben

Die Pāsurams 77 und 78 sprechen ausdrücklich von „acht Buchstaben/Silben“ – eṭṭeḻuttu. In der Śrīvaiṣṇava-Tradition verweist dies auf das große Nārāyaṇa-Mantra:

Oṃ Namo Nārāyaṇāya

Der Āḻvār verbindet seine Wiederholung nicht mit bloßer Mechanik. Er spricht von unermüdlicher Liebe, von einem Geist, dessen Verbindung zu Gott nicht abreißt, und von der Verehrung der göttlichen Füße. Damit stehen Mantra und Bhakti unmittelbar zusammen.

Oben: Yoga Vidya erläutert Aussprache und Bedeutung von „Om Namo Narayanaya“. Das Aṣṭākṣara-Mantra steht im Zentrum der Pāsurams 77–78.

Prapatti – wenn äußere Qualifikationen nicht mehr tragen

Pāsuram 90 gehört zu den bekanntesten persönlichen Bekenntnissen des Werkes. Tirumaḻisai Āḻvār sagt sinngemäß: Ich kann mich weder auf gesellschaftlichen Rang noch auf gelehrte Bildung noch auf vollkommene Beherrschung meiner Sinne stützen – ich habe keinen anderen Halt als Deine leuchtenden Füße.

Die traditionelle soziale Sprache des Verses gehört in seinen historischen Kontext. Seine spirituelle Pointe ist keine moderne Rangordnung von Menschen, sondern radikale Selbstentäußerung: Vor Gott zählt für den Dichter nicht das, worauf er sich äußerlich berufen könnte. Sein letzter Halt ist allein die göttliche Gnade.

Dies berührt den Kern der Prapatti: Zuflucht bedeutet, die eigene spirituelle Praxis ernst zu nehmen und gleichzeitig zu erkennen, dass Befreiung nicht wie ein persönlicher Besitz „erarbeitet“ werden kann.

Hinweise zu polemischen Versen

Einige Pāsurams – besonders im Bereich 68–72 und an einzelnen weiteren Stellen – sprechen in der exklusiven, teilweise scharf polemischen Sprache vormoderner vaishnavitischer Bekenntnisdichtung über andere religiöse Wege und Gottheiten.

Diese deutsche Ausgabe gibt den Gedankengang des historischen Textes wieder, behandelt solche Aussagen aber als Stimme einer bestimmten devotionalen Tradition, nicht als neutrale Tatsachenbehauptung über andere hinduistische Traditionen. Für heutige Leser kann die positive Mitte dieser Verse im Vordergrund stehen: Tirumaḻisai Āḻvār will nichts zwischen sich und seine Zuflucht zu Nārāyaṇa treten lassen.

Im weiten Spektrum hinduistischer Religiosität stehen daneben andere große tamilische Stimmen wie das Tevaram, Tiruvasagam und Tirumantiram, die aus shaivischer Perspektive sprechen. Gerade diese Vielfalt gehört zum Reichtum tamilischer spiritueller Literatur.

Vollständige deutsche Übersetzung

Die folgende Übersetzung gibt alle 120 Pāsurams des Tiruchanda Viruttam vollständig in ihrer Reihenfolge wieder. Die Nummer in Klammern ist die traditionelle Nummer innerhalb des Nalayira Divya Prabandham.

Die Übertragung ist bewusst flüssig und verständlich gehalten. Wo die alt-tamilische Zahlensprache oder eine mythologische Anspielung extrem verdichtet ist, bleibt die Eigenart des Originals sichtbar; die erläuternden Abschnitte dieses Artikels helfen beim Verständnis.

Taniyan 1

In dem reichen Tirumaḻisai, dessen Haine die Erde umschließen und in denen dunkles Agarholz, duftende Pflanzen und Blüten ihren Wohlgeruch verbreiten, erschien der erhabene Tirumaḻisai, der das Tiruchanda Viruttam schuf, um die Not der Welt zu lindern.

Taniyan 2

Die Dichter, so sagt der Lobvers, legten die ganze Welt und Tirumaḻisai auf die Waage ihres Urteils. Selbst gegenüber der weiten Welt wog Tirumaḻisai schwerer – ein poetisches Bild für die geistige Größe des Ortes und des dort erschienenen Āḻvār.

Pāsurams 1–20 – Kosmos, Elemente, Veda und das unergründliche Eine

1. Du bist als Erde mit ihren fünf Eigenschaften gegenwärtig, als Wasser mit vier, als Feuer mit drei, als Wind mit zwei und als Raum mit einer. In all diesen verschiedenen Wirkweisen bist Du selbst gegenwärtig – wer könnte Dich in Deiner ganzen Wirklichkeit erfassen?

2. Du bist sechs und sechs und sechs; Du bist fünf und fünf und fünf; Du bist die weiteren heiligen Zahlen und Ordnungen, die die Weisen unterscheiden. Du bist Wissen in seinen verschiedenen Formen, Wahrheit und das, was als Nicht-Wahrheit erscheint, und Du bist die fünf Sinnesqualitäten – o wunderbarer, unergründlicher Herr!

3. Du bist die Gruppen von fünf und wieder fünf, und zugleich das, was über sie hinausgeht. Du bist die Drei und die Eine, der ursprüngliche Gott. Du durchdringst die Ordnungen des Daseins und stehst inmitten von allem – wer könnte Dich mit gewöhnlichem Sehen vollständig erkennen?

4. Du bist die Drei, die Sechsunddreißig und die weiteren heiligen Gruppen; Du erscheinst als die drei großen göttlichen Gestalten und als viele Dreiheiten. Du bist das dreifache Licht und zugleich die unbewegte Leuchte jenseits aller Schwankung. Wie geschah es, mein Herr, dass Du in meine Seele eingetreten bist?

5. In allen unbeweglichen und beweglichen Wesen bist Du als ihr Leben gegenwärtig und mit ihnen innerlich vereint. Niemand vermag Deine Natur vollständig zu bestimmen. Du bist der anfangslose Ursprung; aus Deinem Nabel ging einst der viergesichtige Brahma hervor – bist Du nicht jener Urgott?

6. Du trägst den Meru, die Erde, den weiten Himmel und die Wasser; Du bewahrst die fünf großen Elemente – Raum, Wind, Feuer, Wasser und Erde – in ihrer Ordnung. Die Macht, all dies als Einheit zu tragen, liegt allein in Dir.

7. Du bist die eine und die zwei Gestalten, Schlaf und Erwachen; Du bist die Zeiten und die vom Ozean umgebene Welt. Du bist Feuer in seinen Erscheinungen und zugleich der wunderbare Kuhhirte. Können selbst die großen Götter Dich angemessen preisen?

8. Du warst vor den Göttern da, vor den Welten und jenseits ihrer Grenzen. Du bist Ursprung selbst derer, die als Ursprünge gelten. Am Ende der Zeiten bist Du der, der die Ordnung verkündet – wer könnte den Anfang dessen sehen, der selbst aller Anfang ist?

9. O Makelloser! Selbst Shiva, dessen rote Haarflechten mit der duftenden Koṉṟai-Girlande geschmückt sind, verehrt Deine Füße. Auch die Kenner des Veda bringen in rechter Ordnung Gesang und Opfer dar. In Dir ruht die Wahrheit, auf die ihre Verehrung gerichtet ist.

10. Wie die Wellen im weiten weißen Meer aus dem Meer selbst aufsteigen und wieder in ihm zur Ruhe kommen, so werden alle Wesen in Dir geboren, leben und bewegen sich in Dir und kehren schließlich wieder in Dich zurück.

11. Du bist die Verbindung der Worte und Du bist ihre Bedeutung. Du bist das Licht, das durch Worte nicht vollständig ausgesprochen werden kann. Durch Dein Wort entsteht Schöpfung – wer könnte mit Worten die Fülle Deiner Eigenschaften bis zum Ende beschreiben?

12. Du erschaffst die Welt, ziehst sie in Dich zurück und bringst sie erneut hervor. Du wirst in der Welt geboren und bist doch an keinen einzelnen Ort gebunden. Die Welt ist mit Dir vereint und dennoch übersteigst Du sie – wer könnte Dich mit bloßem Denken umfassen?

13. Man kann nicht sagen: „Genau so ist Er.“ Die Weisen sprechen von Dir als dem Geliebten der göttlichen Gefährtin, doch selbst Name, Gestalt, Ort und Ursprung erschöpfen Dich nicht. Wer könnte Dich Deiner wahren Natur gemäß vollständig denken?

14. Du bist Reinheit und Yoga, Du trägst die heilige Tulasī-Girlande. Als Schildkröte trugst Du beim Quirlen des großen Ozeans; als Urgott ruhst Du auf den Wassern. Auch wenn wir Deinen Namen nicht begrenzen können: Bist Du nicht der Herr des Sāma-Veda, der Träger des Diskus?

15. Du bist die vier Veden und ihre sechs Glieder und wohnst als Sinn in ihnen. Du ruhst auf dem Schlangenlager im weiten Ozean, rotäugig und von unermesslicher Herrlichkeit. Deine Gestalt leuchtet wie die Muschel; bist Du nicht der Träger des Śārṅga-Bogens?

16. Du erscheinst als unzählige Formen, Lichter und Ordnungen des Daseins. Selbst wenn Du Dich sichtbar machst, reichen die Kategorien des Wissens, die Wörter und Gedanken nicht aus, Dich zu erfassen. Deine Größe ragt über unser Denken wie Berge über die Ebene.

17. Du bist die eine Gestalt, die drei Gestalten, die vier Gestalten und unzählige Gestalten; Du bist die Verkörperung von Gutem, Freude und Verdienst. Du ruhst auf der Schlange im großen Ozean und erscheinst in den heiligen Überlieferungen – welch ein Geheimnis ist Deine Weise, o Urgott!

18. Auf der gewaltigen Schlange mit tausend Mäulern und zahllosen Augen, aus denen Feuer zu leuchten scheint, hast Du Dir ein herrliches Lager bereitet. Das endlose Wasser ist wie ein Baldachin um Dich. Warum liebst Du, o Meerfarbener, dieses geheimnisvolle Ruhen auf dem Schlangenbett?

19. Als göttlicher Vogel und Lehrer verkündetest Du die Veden; Du spaltetest den Schnabel des Vogeldämons und trägst Garuḍa auf Deiner Fahne und als Reittier. O Träger des strahlenden Diskus – welch wunderbares Spiel, dass gerade Du so gerne auf einer Schlange ruhst, dem natürlichen Gegner des Vogels!

20. Ohne Furcht legtest Du die große Schlange um den Berg und ließest den Milchozean aufwallen, während die Götter Dich priesen. Als Schildkröte trugst Du die Last in den tiefen Wassern. O Keśava, sage uns: Wie wunderbar war damals Dein Tun!

Pāsurams 21–40 – Avatare, Welterhaltung und göttliches Spiel

21. O Herr von Śrīraṅgam! Als der Ozean tobte, der Berg sich drehte und die Erde erbebte, hieltest Du beim Quirlen alles zusammen. Und als Rāma mit dem Heer der Affen handelte, geschah wiederum Dein wunderbares Werk. Wer könnte diese Geheimnisse vollständig erklären?

22. Du warst in vergangenen Zeiten, bist jetzt und wirst in Zukunft sein. Als kleines Kind verschlangst Du die sieben Welten und ruhtest auf einem Banyanblatt. O Herr mit der kühlen Tulasī-Girlande, auf dessen Brust Lakshmi wohnt, Herr der Erde – Du bist der ursprüngliche Gott.

23. Als Löwe von himmlischem Glanz tratest Du hervor und drücktest Deine scharfen Nägel in den Leib des furchtbaren Dämons. Die Kenner der vier Veden und die großen Yogis verehren Dich. Bist Du nicht Padmanābha, der im milchweißen Ozean ruht?

24. Aus Deinen Lotusfüßen entsprang das Wasser der Gaṅgā. In Deinen Händen trägst Du Diskus, Muschel, Keule, Bogen und Schwert. O Narasimha, Gott der Götter, auf dessen Brust die zarte, lotosgleiche Göttin wohnt – Du bist der wunderbare Herr mit der tiefen Farbe des Ozeans.

25. Du legtest Deine Hand auf die Brust des übermächtigen Dämons und bohrtest Deine Nägel hinein. Und doch tratest Du später als demütiger Bittsteller auf und batest um Erde, obwohl die ganze Erde bereits in Deinem Innern war. O Kṛṣṇa, wer könnte Deine verborgene Absicht verstehen?

26. Du bist männlich und weiblich und auch jenseits davon; Du bist Nahrung, Klang, Geschmack und die anderen Erfahrungen. Du bist Wahrheit und das, was als Täuschung erscheint. Als Kuhhirte und als kleiner Brahmanenschüler verbargst Du Deine unermessliche Größe – welch wunderbarer „Dieb“ bist Du!

27. Du bist das Licht jenseits des Himmels, die Gestalt des erleuchtenden Wissens und der Herr, der Schuld und Dunkelheit auflöst. Als kleiner Vāmana gingst Du bittend zu Mahābali und überschrittest dann mit Deinen Schritten die Welten. Wer könnte Deine Größe ermessen?

28. Du erschufst die Erde, hobst sie empor, maßest sie, verschlangst sie und gabst sie wieder frei. Du schufst den Ozean, begrenztest ihn, ruhtest in ihm und quirltet ihn. Mit mächtigen Armen und Waffen vernichtest Du das Bedrohliche – o wunderbarer Herr!

29. Du bist höher als das Höchste und ruhst dennoch auf dem Ozean. Auf Deiner Brust hältst Du die eine Göttin in inniger Nähe; zugleich nimmst Du menschliche Geburt an und wirst zur Gestalt des Wissens. Wer kann Deine wahre Natur bestimmen?

30. Himmel, Erde, Berge und die sieben Meere machtest Du zu Deiner Nahrung und ruhtest als kleines Kind auf einem Banyanblatt. Du trägst die duftende Tulasī-Girlande. Bist Du nicht auch der große Bogenschütze, dessen Geschoss die Verkrümmung der Buckligen traf und sie aufrichtete?

31. O Bezwinger Kālanemis, dessen Ruhm ohne Zahl ist! Du verschlangst einst als Kind die sieben Welten. Als Rāma spanntest Du in gerechtem Zorn den Bogen gegen das Meer. Für die Herzen Deiner hingebungsvollen Verehrer bist Du die Gestalt, die zur Befreiung führt.

32. Mit dem Heer der Affen gingst Du über das tosende Meer und sandtest furchtbare Pfeile gegen die Rākṣasas. Als Vāmana batest Du um ein Stück Erde und nahmst dann mit Deinen Schritten den ganzen gegebenen Raum in Besitz. Bist Du nicht der Lotusfüßige Herr?

33. Du ließest den blitzend bezahnten Dämon durch Deine Pfeile fallen und schenktest danach dem rechtschaffenen Verbündeten ein Königreich. Du bist der Geliebte Nappiṉṉais mit den süßen Worten, der Herr von goldener Leuchtkraft und Lotusaugen.

34. Du bist Ursprung selbst des Ursprungs und der Grund, aus dem das Welt-Ei entstand. Du bist das Licht jenseits allen anderen Lichtes und erstrahlst aus Deinem eigenen Sein. Du bist Veda, Opfer, Himmel und Erde – und zugleich der Kuhhirte. Welch wunderbares Geheimnis bist Du!

35. Du nahmst Gestalt als Fisch und Schildkröte an und bist der Herr des Diskus. Du wirst von inniger Liebe bewegt und wurdest zum Kind unter den Kuhhirtenfrauen mit schmaler Hüfte. O mein Herr – wie wunderbar ist es, dass Du zugleich unser höchster Gott bist!

36. Als Kind Yaśodās mit ihrem goldenen Schmuck tratest Du den Wagen um, nahmst dem Vogeldämon das Leben und saugtest an der todbringenden Brust der Dämonin Pūtanā. Wie erstaunlich, dass derselbe Herr auch den süßen Mund der Kuhhirtenfrauen kennt!

37. Du ließest reife Früchte fallen, stürztest die blühenden Bäume und spaltetest mit Deiner Hand die mächtige Bestie. Du trankst die Milch der Kuhhirtenfrauen, aßest Erde und Butter und nahmst auch Pūtanās vergiftete Milch. Du warst Eber und Vāmana – o Kṛṣṇa, welch Vielfalt!

38. Du brachst die Stoßzähne des wilden Elefanten und tanztest auf der mächtigen Schlange im giftigen Teich. Du tanztest mit den Töpfen, o wolkendunkler Herr, dessen Brust die Tulasī-Girlande schmückt. Du bist der Bezwinger Kālanemis.

39. Du hobst den Berg und ließest beim Quirlen das Meer aufwallen; Du bautest über das Meer den Weg nach Laṅkā und zerstörtest die befestigte Stadt. Du hobst den Berg, um vor dem gewaltigen Regen zu schützen. Bist Du nicht der Herr von der Farbe der Regenwolke?

40. Du rettetest den Elefanten und besiegtest einen anderen; als Kind der Kuhhirten hütetest Du die Herden. Mit einem einzigen Berg beschütztest Du sie vor dem Unwetter, und um die Liebe der schönäugigen Nappiṉṉai zu gewinnen, bezwangst Du die wilden Stiere. Welch wunderbares Spiel!

Pāsurams 41–60 – Geheimnis Gottes, Srirangam und Tirukkudandai

41. Als Kuhhirte begehrtest Du die bambusgleichen Schultern der jungen Hirtin. O Hirt, o unergründlicher Herr des Himmels und der Erde – wer vermag Dich zu erfassen? Ist dies Deine Māyā, oder ist selbst die Kraft, durch die wir sie erkennen, wiederum Dein Wunder?

42. Der rotleuchtende Shiva mit der Asche auf dem Körper, dem Mond in den Haaren und dem Schädel in der Hand wurde von schwerer Not bedrängt. O Herr, der den mächtigen Stier niederwarf – sage ohne Zögern, aus welchem Grund sein Schädelgefäß schließlich mit dem roten Opfer der Erlösung gefüllt wurde.

43. Du brachst die weißen Stoßzähne des wütenden Elefanten, vernichtetest Kaṃsa und maßest die Erde. Du nahmst der als Mutter verkleideten Pūtanā mit ihrer vergifteten Milch das Leben. Bist Du nicht der Urgott von dunkler, kajalgleicher Farbe?

44. Milchweiß, goldrot, grün wie Moos und tiefblau – in diesen Farben wird Deine Erscheinung in den vier Weltaltern besungen. O Māl, welch Geheimnis liegt darin, dass Deine Natur die ganze Welt durchdringt und zugleich vor ihr verborgen bleibt?

45. Bist Du in der Erde? Bist Du im Himmel? Stehst Du verborgen mitten in dieser Welt? Entziehst Du Dich sogar dem Gedanken, der Dich sucht? Bist Du in den Augen Deiner Verehrer oder unendlich fern? O Heiliger, der auf Ananta ruht und die Tulasī-Girlande trägt!

46. Du trägst die kühle Tulasī-Girlande, den Diskus und reitest auf dem fünfgefiederten Garuḍa. Auch wenn ich keine große Tugend und keinen geistigen Rang vorweisen kann, bin ich doch Dein Hund, Dein Diener. Sage mir das Wort, durch das Geburt und Tod enden und Befreiung erlangt wird.

47. O Kṛṣṇa mit dem Körper wie eine dunkle Wolke, Herr des Himmels! Man sagt, Du ruhest auf der Schlange im Ozean; zugleich sagt man, Du seist an keinen Ort und an keine Grenze gebunden. Zeige mir, dem Geringen, wo ich mich Dir zuwenden und Zuflucht nehmen soll.

48. Du stehst auf dem Berg, wohnst im Himmel, ruhst im weiten Meer; Du durchmaßest die Erde, verschlangst sie und hobst sie als Eber empor. Danach schufst Du auf ihr lebende Wesen und ordnetest für sie die göttliche Welt. Bist Du nicht der Urgott?

49. In der Stadt des Herrn, der einst mit einem Spielgeschoss die Verkrümmung der Buckligen traf und sich daran freute, strömt das Leben in Fülle: Fische springen in den Wassern, Vögel suchen Nahrung. Dies ist das wasserreiche Śrīraṅgam, die Wohnstätte des Herrn.

50. Einst ließ der Held mit dem mächtigen Bogen Pfeile fliegen, bis sogar das dunkle Meer rot zu glühen schien. In Śrīraṅgam verneigen sich Wesen aus allen Richtungen; heilige Wasser und von Bienen erfüllte Haine umgeben die ruhmreiche Stadt.

51. Er spannte den Bogen und sandte Pfeile aus, bis die zehn Häupter des Königs von Laṅkā fielen. Derselbe Herr wohnt an dem goldenen Ort, den die breite Kāverī umfließt. Śrīraṅgam ist der Tempel, vor dem selbst der viergesichtige Brahmā sich verneigt.

52. Der Herr packte das im Kampf heranstürmende Elefantenungeheuer und brach seine Stoßzähne. In seiner Stadt Śrīraṅgam leben auch Menschen, die Bindungen abgelegt haben und sich in schlichter Hingabe um ihn versammeln.

53. Als Bāṇa mit seinen zahllosen Armen in den Kampf trat, wurden selbst die Mächte, die ihm beistanden, erschüttert; der Urherr schnitt seine tausend Arme. Die erhabene Tempelstadt, in der dieser Herr wohnt, trägt den Namen Śrīraṅgam.

54. Der Herr sandte blattspitzenartige Pfeile und zerstörte die Festungen Laṅkās. Die Kāverī fließt von den Bergen herab und trägt Sandelholz und duftende Stoffe mit sich. An ihren Wellen liegt Śrīraṅgam, die Wohnstätte unseres Herrn.

55. Er ist der Sohn der großen Erdgöttin und der Geliebte der Lotusgeborenen Lakshmi; auch die Schultern Nappiṉṉais umarmte er. Doch mehr als all dies: Du hast Deine Füße fest in mein Denken gestellt. Bist Du nicht der Lotusäugige Herr, der vom Ponni-Fluss umgebene Śrīraṅgam bewohnt?

56. Du ließest die vielen Häupter des Königs von Laṅkā zu Boden fallen und errangst den Sieg. Die Träger des heiligen Fadens, deren Zunge den Veda kennt und die nach Wahrheit fragen, verehren Dich. Bist Du nicht der Herr, der in Kuṭantai ruht?

57. Der Herr, auf dessen Brust die Göttin mit Muschelarmreifen wohnt, ließ die Macht des Gegners vergehen und schleuderte den Diskus. Im kühlen Wasser von Kuṭantai baden Frauen mit duftendem Haar. Dort ruht der Lotusäugige Herr.

58. Du gingst gegen die mächtigen Bäume vor, schlugst das wütende Elefantenungeheuer nieder und brachst seinen Stoßzahn; Du zerrissest das Maul des Pferdedämons und maßest die Erde. Bist Du nicht derselbe Herr, der in Kuṭantai ruht und den Veda-Kennern Gnade schenkt?

59. O Kuhhirtenherr von Kuṭantai mit seinen Reisfeldern, Wassergräben, Gärten und hohen Häusern! Du spanntest den Bogen und ließest Kālanemi, Vakra, Khara, Mura und andere feindliche Mächte ihrem Ende entgegengehen.

60. Auf dem hohen Tiruveṅkaṭam, wo Bambus wächst und der Wintertau fällt, stehst Du aufrecht. Und im reichen, von honigduftenden Gärten umgebenen Kuṭantai ruhst Du. Bist Du nicht derselbe eine Herr in beiden Gestalten?

Pāsurams 61–80 – Vom Tempel ins Herz und das Mantra der acht Silben

61. Sind Deine Füße müde geworden vom Gehen? Bebte Dein Leib, als Du als Eber die zitternde Erde emporhobst? Nachdem Du Bergpässe und die breite Kāverī überschritten hast, liegst Du nun in Kuṭantai. O Keśava, erhebe Dich und sprich zu mir!

62. O großer Herr von Tirukkurungudi, wo Fische zwischen den Teichen und Palmen springen! Du bist jener Löwe, der den gewaltigen Leib des zornigen Hiraṇyakaśipu in zwei Teile spaltete.

63. Du wohnst im Herzen derer, die den rechten Weg des Yoga suchen, und löst ihre dunklen Taten auf, o Gott der Götter. In Kāñci sitzt Du in Pāṭagam, stehst in Ūragam und liegst in Veḵkā – welch wunderbare Weise ist dies!

64. Mein Vater stand in Ūragam, saß in Pāṭagam und lag einst in Veḵkā. Bevor ich geboren wurde, kannte ich dies nicht; seit meiner Geburt habe ich ihn nicht mehr vergessen. Nun steht, sitzt und ruht er zugleich in meinem Herzen.

65. Er steht auf dem heiligen Berg, wohnt im Himmel und ruht im weiten Ozean. Doch der wunderbare Mādhava, der auf Ananta liegt und aller Wesen Ursprung ist, steht, sitzt und ruht nun ebenso in meinem Herzen.

66. Heute sterben, morgen sterben – niemand auf dieser Erde bleibt für immer in derselben Gestalt. Obwohl die Menschen dies sehen, warum richten sie ihren Geist nicht auf jene Lotusfüße, die einst die Erde maßen, und suchen das Unvergängliche?

67. Wenn ihr den Kreislauf dieses Bereichs überschreitet und die befreiende Heimat erreicht, werdet ihr täglich die Freude einer Liebe erfahren, die kein Ende kennt. Hört den Ruhm der Lotusfüße des Herrn, nehmt ihn in euch auf und befreit euch von der Last eurer Taten.

68. Unter den drei Grundqualitäten der Natur geraten, so sagt der Vers in der Sprache seiner Tradition, Menschen besonders unter dem Einfluss von Rajas und Tamas in vergängliche Genüsse und Verwirrung. Wenn diese Früchte erschöpft sind, führt der Kreislauf weiter. Wer wirkliche Befreiung sucht, soll deshalb den höchsten Herrn mit der dicht geflochtenen, kühlen Tulasī-Girlande preisen und sein Leben auf ihn ausrichten.

69. Der Vers spricht in deutlich sektiererischer Bildsprache über andere verehrte Gottheiten und stellt ihnen den Urherrn gegenüber. Seine positive Aussage lautet: Richtet eure Liebe auf den ursprünglichen Herrn und sucht bei ihm die Kraft, die Bindung immer neuer Geburt zu durchschneiden.

70. Als Bāṇa mit Waffen, Speeren, Keulen und Schwertern herantrat und himmlische Mächte sich im Kampf versammelten, schnittest Du seine tausend Arme ab. Welche Erschütterung damals entstand, wissen selbst die Götter.

71. Wegen der jungen Frau, um derentwillen der große Streit entbrannte, schnittest Du Bāṇas zahllose Arme. Die mit ihm verbündeten Mächte flohen; doch als Du seine Not sahst, empfandest Du schließlich Erbarmen. So verbindet sich in Deinem Handeln Macht mit Gnade.

72. Neben der lotusgleichen Lakshmi und der Erdgöttin, die mit dem Herrn verbunden sind, nennt der Vers den auf dem Lotus geborenen viergesichtigen Brahma und die aus dieser kosmischen Ordnung hervorgehenden weiteren göttlichen Gestalten, darunter den Herrn, der die Göttin als eine Hälfte trägt und den Stier reitet. So bekennt der Āḻvār in der Sprache seiner vaishnavitischen Tradition Nārāyaṇa als den letzten Ursprung dieser Ordnung.

73. Einst sandtest Du den Pfeil durch die Bäume und ließest Vāli fallen; Du bist der Herr der Himmelswelt. Doch selbst ein langes Leben im Himmel kann die Freude nicht erfüllen, die denen zuteilwird, die ganz unter Deiner Gnade stehen.

74. Wer die Füße Vāmanas wieder und wieder verehrt, in dem können Wissen und wahre Fülle wachsen. Wer den Herrn preist, der in den klaren Wellen des Ozeans ruht, dessen belastende Taten verlieren nach und nach ihre bindende Kraft.

75. Menschen mögen Zeitalter um Zeitalter in großer Askese verbringen und ihr Herz reinigen, indem sie immer wieder über seine Eigenschaften nachdenken. Selbst die höchsten himmlischen Wesen können ihn nicht aus eigener Kraft erfassen – wer könnte unseren rotäugigen Māl sehen, wenn er sich nicht selbst erschließt?

76. Verschließe die Wege, auf denen die Sinne dich zerstreuen, und öffne den guten Weg, auf dem das Licht der Erkenntnis aufscheint. Lass das Herz weich werden, innerlich reifen und in Liebe aufgehen. Ohne solche Liebe – wer könnte den Träger des Diskus wirklich schauen?

77. Er ist acht und acht und acht, sieben und sieben und sieben, acht und drei und eins – der ursprüngliche Herr, in dem die heiligen Ordnungen zusammenlaufen. Wer sich vor ihm verneigt und seinen Namen in den acht Silben rezitiert, wird auf den Weg zur höchsten Freiheit geführt.

78. Mit unermüdlicher Liebe und einem Geist, der die Verbindung zu ihm nicht abreißen lässt, verehrt die reinen Füße des Makellosen, der auf der Wasserschlange ruht. Wer seinen acht-silbigen Namen immer wieder mit Hingabe spricht, richtet sein Leben auf die höchste Heimat aus.

79. Du bist die zwanzig, die Sieben und die Neun und die Ordnungen, die sich über die Richtungen der Welt erstrecken; Du bist die machtvolle Urwirklichkeit hinter den vielen Erscheinungen. Kann die vollkommene Befreiung anders als durch liebende Hinwendung zum Urherrn vollendet werden?

80. Dhenuka kam ohne Liebe als Feind heran und fand sein Ende, als Du ihn gegen die Palmen schleudertest. Wer aber Sehnsucht nach Deinen Füßen trägt, wird innerlich zu einer anderen, himmlischen Lebensweise erhoben.

Pāsurams 81–100 – Liebe, Zuflucht und kein anderer Halt

81. Du quirltet den Milchozean, ruhtest in ihm und vernichtetest Kālanemi. Als Rāma kamst Du dem jüngeren Bruder des gefallenen Vāli zu Hilfe und durchbohrtest die sieben dicht stehenden Bäume. Sucht die Füße des Herrn von Veṅkaṭam und findet täglich neue Zuflucht.

82. Du bist in allem gegenwärtig und dennoch höher als alles. O Herr, der auf der mächtigen Schlange im großen Wasser ruht: Wer sein Denken fest an Dich bindet und andere Fesseln loslässt, für den kann Freude hier, dort und überall aufscheinen.

83. Selbst wenn man in den Himmel aufstiege und eine Freude erhielte, die nicht wieder verloren geht, wäre mir dies nicht so süß wie jene Liebe, die den Geist mit einem festen Seil an Deine goldenen Füße bindet und ihn nicht mehr davon fortgehen lässt.

84. Hast Du mich erneut geboren werden lassen, damit ich schließlich an Deinen Füßen Liebe lerne? Wann hast Du beschlossen, mein Herz auf Dich zu richten? Ich bin unwissend und besitze aus eigener Kraft keine große Liebe – was hast Du, mein Herr, nur in mir gesehen?

85. O Herr auf dem Schlangenlager! Mein Denken habe ich auf die Lotusblüte Deiner Füße gelegt. Wenn Du es zurückziehen und von dort entfernen wolltest, könntest Du es gewiss – denn Du bist allmächtig. Doch ich habe Dein Geheimnis verstanden: Lass mich in dieser göttlichen Verzauberung bei Dir bleiben.

86. O Herr der machtvollen Füße, der im aufgewühlten Teich auf den starken Hauben der Schlange tanzte! Wenn ich jeden Tag an Deine roten Füße denke, warum lässt Du mich noch im Kreislauf gebunden? O Kṛṣṇa, vollende Deine Gnade an mir.

87. Der dreiäugige Gott, der Herr des Himmels, der auf dem Lotus Geborene und die übrigen Himmelswesen verneigen sich vor Deinen Füßen. O Herr, o lebendiger Sinn des Veda – außer der Bindung an Dich kenne ich keine andere Bindung, die ich behalten möchte.

88. Als der weiße Milchozean mit dem Berg und der großen Schlange gequirlt wurde, nahmst Du die Gestalt der tragenden Schildkröte an und schenktest den Göttern den Nektar, der ihre Not heilte. Wie könnte ich in meiner ausschließlichen Hingabe einen anderen als meinen freigebigen Herrn zum höchsten Ziel machen?

89. Um die schwere Last der Erde zu vermindern, wurdest Du Wagenlenker Arjunas und lenktest das Geschehen des großen Krieges, bis den fünf Brüdern ihr Reich wieder zufiel. Wie könnte ich, sagt der Dichter, neben Dir noch eine andere höchste Zuflucht suchen?

90. Ich wurde, so sagt der Āḻvār in der gesellschaftlichen Sprache seiner Zeit, in keiner der vier traditionellen sozialen Ordnungen geboren; auch die vier heiligen Wissensbereiche – traditionell auf die Veden bezogen – habe ich nicht gemeistert. Die fünf Sinne habe ich nicht besiegt, und auf eigenes Verdienst kann ich mich nicht stützen. O Heiliger – ich habe keinen anderen Halt als Deine leuchtenden Füße, mein Herr!

91. Um der sanft sprechenden, großäugigen Sītā willen bedrängtest Du zahllose Rākṣasas mit dem Feuer Deiner Waffen. Außer Dir habe ich kein wahres Auge und keinen letzten Verwandten. O unergründlicher Herr, löse Dich niemals aus meinem Innersten.

92. Du bezwangst die sieben wilden Stiere und gewannst die duftenden Schultern der schönen Nappiṉṉai; Du bist der Herr der Kuhhirten. Du schufst die Wasser, begrenztest sie, ruhtest in ihnen und quirltet sie. Ich habe bei Dir Zuflucht genommen – sage mir nun: „Fürchte dich nicht.“

93. O Herr von Śrīraṅgam, dessen Füße von der duftenden Tulasī umgeben sind, erbarme Dich über mich, der ich sie liebe und verehre! Du bist süß wie konzentrierter Zuckerrohrsaft, Kṛṣṇa, der im Ozean ruht, und Rāma, dessen mächtige Pfeile die Feinde trafen.

94. Du bist die Seele, die im Körper wohnt; Du bist Schlaf und Wachheit. Du bist die fünf Kräfte der Erfahrung und die Reinheit in ihnen. Himmel und Erde bist Du, der Reichtum des Meeres bist Du – und auch ich bin nicht außerhalb von Dir. O Rāma, Du bist mein Herr.

95. Ich habe versucht, die schwer zu zügelnden fünf Sinne zu bändigen, Wünsche abzuschneiden und mich in Deinen Dienst zu stellen. Selbst wenn Du mich noch prüfen und meine Sehnsucht steigern solltest: Außer Dir, der Du im Ozean ruhst, kenne ich keine andere Zuflucht.

96. O grenzenloser, wunderbarer Herr! Selbst wenn man Dich Zeitalter ohne Ende priese, hätte Dein Ruhm keine Grenze. Schneide die Kette meiner zahllosen Geburten durch und gewähre mir die Gnade, mich an Deine Füße zu fügen, o Lotusäugiger.

97. In Deinen Händen leuchten Diskus, Muschel, Keule, Bogen und Schwert; auf Deiner Brust wohnt die lotusgleiche Göttin. Herr, heile die Krankheit dieses vergänglichen Körpers und zeige mir den Weg, auf dem ich Dich erreiche und wahrhaft heil werde.

98. Lass Härte und Täuschung fallen, lass die Begierden der fünf Sinne los. Ich, Dein geringer Diener, möchte nur die Sehnsucht nach Dir bewahren. O wunderbarer Herr, gib mir die Gnade, nicht wieder in den Strudel von Geburt, Tod und großer Not zurückzusinken.

99. Die Folgen meiner eigenen Taten haben meinen Geist immer wieder an verschiedenste Wege gebunden. Doch meine Seele ist nun an Dich, den Geliebten der göttlichen Gefährtin, geknüpft. O Herr von blumenhafter Farbe, löse mich nicht aus Deiner Nähe und entferne mich nicht aus Dir.

100. Es gibt einen Weg, aus dem Wirbel von Geburt und großer Not herauszukommen und auch den Tod zu überschreiten. O schwer zu erreichender wunderbarer Herr, schenke mir jene kostbare Haltung der Hingabe an Deine Füße, die mich sicher ans andere Ufer bringt.

Pāsurams 101–120 – Ununterbrochene Erinnerung und die Freude der Befreiung

101. Ich habe eine Bitte, o Herr von der Farbe des tiefen Wassers. Wenn es Deinem gnädigen Willen entspricht, dann lass meinen weit ausschweifenden Geist sich sammeln und Deine Lotusfüße ohne Unterbrechung erinnern.

102. Mit einer Liebe, die nicht zerbricht, halte ich meine Gedanken an Deinen strahlenden Lotusfüßen fest. O Herr, der im Wasser ruhte, als Eber erschien und mit dem Berg die springenden Fluten des Regens abhielt – sprich ein Wort, das die Krankheit dieses verkörperten Lebens heilt.

103. O Herr, auf dessen Brust Śrī wohnt, Gott der Götter, makellose Wirklichkeit der Veden! Du bist wie eine schwere, dunkle Regenwolke. Schenke mir, dass ich Deinen Namen ohne Unterbrechung ausspreche und mein Herz dabei immer wieder vor Liebe schmilzt.

104. Du zerschlugst die Mächte von Kabandha, Vakra, Khara und Mura, o vielbewaffneter wunderbarer Herr. Ob ich liege, sitze, stehe oder mich bewege – gib mir eine Verbindung zu Deinen goldenen Füßen, die niemals abreißt.

105. Du verschlangst die Erde und gabst sie wieder hervor; Du batest um sie und maßest sie mit Deinen Schritten. Für mich gibt es nichts außerhalb Deiner lotusäugigen Schönheit. Lass mein Denken keine andere Gestalt als die Deine zum letzten Ziel machen.

106. Du tratest dem grimmigen Kālanemi entgegen und trugst Diskus, Muschel, Keule, Bogen und Schwert. Als das Unheil über die Herden kam, trugst Du den Berg und schütztest sie. O mein Herz, außer dem Ruhm dieses Herrn will ich keine andere Liebe pflegen.

107. Kāśis König, Vakra, Pauṇḍraka, Māli, Sumāli, Keśi und Dhenuka – viele mächtige Gegner fielen vor Dir. Seit Deine Füße mich ergriffen haben, o mein Herr, will ich mein Herz an keine andere Bindung mehr ketten.

108. Selbst wenn ich Brahmās oder Śivas Bereich, Indras tausendfaches Reich oder die Freude der Befreiung selbst erreichen könnte: Welchen anderen Wunsch sollte ich hegen als den, mit Dir verbunden zu sein?

109. Ohne dass jemand Dich zusammenzieht, kannst Du Dich klein machen; ohne dass jemand Dich vergrößert, wirst Du grenzenlos weit. Du nimmst den Hochmütigen die zerstörerischen Eigenschaften. Die Weisen preisen Dich als Gott der Götter – und auch ich stimme in ihren Lobpreis ein.

110. O Reiner, wunderbarer Herr mit der von Bienen umschwärmten Tulasī-Girlande! Alles, was ich, Dein geringer Diener, in Verehrung und Lob sage, nimm nach Deinem gnädigen Willen an. O meerfarbener Herr, der im Ozean und im Herzen seiner Verehrer wohnt!

111. Man sagt: Selbst wer Dich geschmäht, bekämpft oder sich in Feindschaft gegen Dich verstrickt hat, kann schließlich zu Dir gelangen. Deshalb bitte ich, o Herr dieser Welt: Nimm auch meine Fehler in Deiner Gnade an und wende sie zum Guten.

112. Die Tage ziehen wie scharfe Klingen dahin; Kraft nimmt ab, Alter kommt, und der Tag des Sterbens rückt näher. Darum, mein Herz, verneige dich und preise den Herrn. Suche jene Füße Māls, die eine Freude schenken, aus der man nicht wieder herausfällt.

113. Der Dunkelkehlige mit roten Haarflechten und dem weißen Schädel trug die Last einer schweren Verfehlung; der Herr nahm seine Not hinweg und gewährte ihm Linderung. O mein Herz, richte dich auf Māl, dessen Brust von duftenden Girlanden geschmückt ist.

114. Wenn du die erniedrigenden Fesseln abschütteln und frei von Makel zur Höhe gelangen willst, dann verneige dich, mein Herz. Denke an die Füße unseres Vaters, der Wissen und Sonne ist, die ganze Welt durchdringt und als gewaltiger Eber die Erde emporhob.

115. Er ist Vater, Mutter und der Herr, der uns führt. Er beendet die zahllosen ungleichen Geburten und nimmt uns ganz als die Seinen an. Mukunda ist in uns eingetreten und wohnt in unserem Innern – warum, armes Herz, sollten wir noch im Meer des Leidens treiben?

116. Der Held zog gegen den feindlichen König von Laṅkā, verwandelte seine Macht in Asche und errang den Sieg. Weil dieser Herr mich nun zu sich genommen und nicht mehr von sich getrennt hat, wie könnte Yama noch Anspruch auf mich erheben?

117. Furcht, Krankheit, Leid, wiederholte Geburt und Alter – all dies kann er verwandeln und die Seele emporheben. Er ist Achyuta, von endlosem Ruhm, ohne Anfang und Ende; der Herr auf dem mächtigen Schlangenlager, dessen Herrlichkeit die Veden besingen.

118. In meinen Worten, meinen Handlungen und einer Liebe, deren Verbindung nicht abreißt – bei Nacht, am hellen Tag, am Abend und am Morgen – hält mein Herz die Lotusfüße des Herrn der lotusgleichen Göttin fest. Es hat sie ergriffen und ist nicht mehr zurückgekehrt.

119. O blumenfarbener wunderbarer Herr von Śrīraṅgam, das die Ponni umfließt, höre mich! In dieser Seele, die von altem Karma durchzogen war, ist die leuchtende Lotusblüte Deiner Füße wie ein neuer Trieb aufgegangen. Sie ist gekommen, um zu bleiben, und verwelkt nun nirgends mehr.

120. Aus dem rastlosen Kreislauf vieler Geburten hast Du mich herausgeführt. Heute kam der wolkendunkle Herr mir nahe, trat in mich ein und zog mich in sein eigenes göttliches Sein. Sein unvergängliches Licht erfüllte mich so tief, dass alle ruhelose Bewegung und Bindung abfiel – und meine Seele die Heimat einer Freude fand, die nicht mehr endet.

Tamilischer Originaltext

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Die erste Zahl ist die Zählung innerhalb des Tiruchanda Viruttam; die Zahl in Klammern ist die traditionelle Nummer im Nālāyira Divya Prabandham.

Taniyan 1

தருச்சந்தப் பொழில் தழுவு தாரணியின் துயர் தீர
திருச்சந்த விருத்தம் செய் திருமழிசைப் பரன் வருமூர்,
கருச்சந்தும் கார் அகிலும் கமழ் கோங்கும் மணநாறும்,
திருச்சந்தத்துடன் மருவு திருமழிசை வளம்பதியே.

Taniyan 2

உலகும் மழிசையும் உள்ளுணர்ந்து, தம்மில்
புலவர் புகழ்க்கோலால் தூக்க,- உலகுதன்னை
வைத்தெடுத்த பக்கத்தும், மாநீர் மழிசையே
வைத்தெடுத்த பக்கம் வலிது.

Tiruchanda Viruttam – alle 120 Pāsurams

1
பூநிலாய ஐந்துமாய்ப் புனற்கண் நின்ற நான்குமாய்,
தீநிலாய மூன்றுமாய்ச் சிறந்த கால் இரண்டுமாய்,
மீநிலாயது ஒன்றுமாகி வேறு வேறு தன்மையாய்,
நீநிலாய வண்ண நின்னை யார் நினைக்க வல்லரே?

2
ஆறும் ஆறும் ஆறுமாய் ஓர் ஐந்தும் ஐந்தும் ஐந்துமாய்,
ஏறுசீர் இரண்டு மூன்றும் ஏழும் ஆறும் எட்டுமாய்,
வேறுவேறு ஞானமாகி மெய்யினொடு பொய்யுமாய்,
ஊறொடு ஓசையாய ஐந்தும் ஆய ஆய மாயனே!

3
ஐந்துமைந்தும் ஐந்துமாகி அல்லவற்றுள் ஆயுமாய்,
ஐந்து மூன்றும் ஒன்றுமாகி நின்ற ஆதி தேவனே,
ஐந்துமைந்தும் ஐந்துமாகி அந்தரத்து அணைந்து நின்று,
ஐந்துமைந்து மாய நின்னை யாவர் காண வல்லரே?

4
மூன்று முப்பது ஆறினோடு ஓர் ஐந்தும் ஐந்தும் ஐந்துமாய்,
மூன்று மூர்த்தியாகி மூன்று மூன்று மூன்று மூன்றுமாய்,
தோன்று சோதி மூன்றுமாய்த் துளக்கமில் விளக்கமாய்,
ஏன்று என் ஆவி உள் புகுந்தது என்கொலோ எம் ஈசனே!

5
நின்று இயங்கும் ஒன்றலா உருவுகள் தோறும் ஆவியாய்,
ஒன்றி உள் கலந்து நின்ற நின் தன்மை இன்னதென்று,
என்றும் யார்க்கும் எண்ணிறந்த ஆதியாய் நின் உந்திவாய்,
அன்று நான்முகன் பயந்த ஆதி தேவன் அல்லையே?

6
நாகம் ஏந்து மேரு வெற்பை நாகம் ஏந்து மண்ணினை,
நாகம் ஏந்து மாகமாகம் மாகம் ஏந்து வார் புனல்,
மாகம் ஏந்து மங்குல் தீ ஓர் வாயு ஐந்து அமைந்து காத்து,
ஏகம் ஏந்தி நின்ற நீர்மை நின்கணே இயன்றதே.

7
ஒன்றிரண்டு மூர்த்தியாய் உறக்கமோடு உணர்ச்சியாய்,
ஒன்றிரண்டு காலமாகி வேலை ஞாலம் ஆயினாய்,
ஒன்றிரண்டு தீயுமாகி ஆயனாய மாயனே,
ஒன்றிரண்டு கண்ணினானும் உன்னை ஏத்த வல்லனே?

8
ஆதியான வானவர்க்கும் அண்டமாய அப்புறத்து,
ஆதியான வானவர்க்கும் ஆதியான ஆதி நீ,
ஆதியான வானவாணர் அந்த காலம் நீ உரைத்தி,
ஆதியான காலம் நின்னை யாவர் காண வல்லரே?

9
தாது உலாவு கொன்றைமாலை துன்னு செஞ்சடைச் சிவன்,
நீதியால் வணங்கு பாத நின்மலா! நிலாய சீர்,
வேதவாணர் கீதவேள்வி நீதியான வேள்வியார்,
நீதியால் வணங்குகின்ற நீர்மை நின்கண் நின்றதே.

10
தன்னுளே திரைத்தெழும் தரங்க வெண் தடங்கடல்,
தன்னுளே திரைத்தெழுந்து அடங்குகின்ற தன்மைபோல்,
நின்னுளே பிறந்து இறந்து நிற்பவும் திரிபவும்,
நின்னுளே அடங்குகின்ற நீர்மை நின்கண் நின்றதே.

11
சொல்லினால் தொடர்ச்சி நீ சொலப்படும் பொருளும் நீ,
சொல்லினால் சொலப்படாது தோன்றுகின்ற சோதி நீ,
சொல்லினால் படைக்க நீ படைக்க வந்து தோன்றினார்,
சொல்லினால் சுருங்க நின் குணங்கள் சொல்ல வல்லரே?

12
உலகு தன்னை நீ படைத்தி உள்ளொடுக்கி வைத்தி மீண்டு,
உலகு தன்னுளே பிறத்தி ஓரிடத்தை அல்லையால்,
உலகு நின்னொடு ஒன்றி நிற்க வேறு நிற்றி ஆதலால்,
உலகில் நின்னை உள்ளசூழல் யாவர் உள்ள வல்லரே?

13
இன்னை என்று சொல்லலாவது இல்லை யாதும் இட்டு இடைப்,
பின்னை கேள்வன் என்பர் உன் பிணக்குணர்ந்த பெற்றியோர்,
பின்னையாய கோலமோடு பேரும் ஊரும் ஆதியும்,
நின்னையார் நினைக்க வல்லர் நீர்மையால் நினைக்கிலே?

14
தூய்மை யோகம் ஆயினாய் துழாயலங்கல் மாலையாய்,
ஆமையாகி ஆழ்கடல் துயின்ற ஆதி தேவ, நின்,
நாமதேயம் இன்னதென்ன வல்லம் அல்லவாகிலும்,
சாமவேத கீதனாய சக்ரபாணி அல்லையே?

15
அங்கம் ஆறும் வேதநான்கும் ஆகி நின்று அவற்றுளே,
தங்குகின்ற தன்மையாய் தடங்கடல் பணத்தலை,
செங்கண் நாகணைக் கிடந்த செல்வமல்கு சீரினாய்,
சங்கவண்ணம் அன்னமேனி சார்ங்கபாணி அல்லையே?

16
தலைக்கணத் துகள் குழம்பு சாதி சோதி தோற்றமாய்,
நிலைக்கணங்கள் காணவந்து நிற்றியேலும் நீடு இரும்,
கலைக்கணங்கள் சொற்பொருள் கருத்தினால் நினைக்கொணா,
மலைக்கணங்கள் போல் உணர்த்தும் மாட்சி நின்தன் மாட்சியே.

17
ஏகமூர்த்தி மூன்றுமூர்த்தி நாலுமூர்த்தி நன்மைசேர்,
போகமூர்த்தி புண்ணியத்தின் மூர்த்தி எண்ணில் மூர்த்தியாய்,
நாகமூர்த்தி சயனமாய் நலங்கடல் கிடந்து மேல்,
ஆகமூர்த்தி ஆய வண்ணம் என்கொல் ஆதி தேவனே!

18
விடத்தவாய் ஓராயிரம் ஈராயிரம் கண் வெந்தழல்,
விடுத்து வீள்விலாத போகம் மிக்க சோதி தொக்கசீர்,
தொடுத்து மேல் விதானமாய பௌவநீர் அரவணை,
படுத்த பாயல் பள்ளிகொள்வது என்கொல் வேலைவண்ணனே!

19
புள்ளது ஆகி வேதநான்கும் ஓதினாய் அதன்றியும்,
புள்ளின் வாய் பிளந்து புட்கொடிப் பிடித்த பின்னரும்,
புள்ளை ஊர்தி ஆதலால் அதென்கொல் மின்கொள் நேமியாய்,
புள்ளின் மெய்ப்பகைக் கடல் கிடத்தல் காதலித்ததே?

20
கூசமொன்றும் இன்றி மாசுணம் படுத்து வேலைநீர்,
பேசநின்ற தேவர் வந்து பாட முன் கிடந்ததும்,
பாசம் நின்ற நீரில்வாழும் ஆமையான கேசவா,
ஏச அன்று நீ கிடந்தவாறு கூறு தேறவே.

21
அரங்கனே! தரங்கநீர் கலங்க அன்று குன்றுசூழ்,
மரங்கள் தேய மாநிலம் குலுங்க மாசுணம் சுலாய்,
நெருங்க நீ கடைந்தபோது நின்ற சூரர் என்செய்தார்?
குரங்கை ஆளுகந்த எந்தை! கூறுதேற வேறிதே.

22
பண்டும் இன்றும் மேலுமாய் ஓர் பாலனாகி ஞாலமேழும்,
உண்டு மண்டி ஆலிலைத் துயின்ற ஆதி தேவனே,
வண்டு கிண்டு தண் துழாய் அலங்கலாய்! கலந்தசீர்,
புண்டரீக பாவை சேரும் மார்ப! பூமி நாதனே!

23
வால் நிறத்து ஓர் சீயமாய் வளைந்த வாள் எயிற்றவன்,
ஊன் நிறத்து உகிர்த்தலம் அழுத்தினாய்! உலாயசீர்,
நால்நிறத்த வேதநாவர் நல்ல யோகினால் வணங்கு,
பால்நிறக் கடல் கிடந்த பற்பநாபன் அல்லையே?

24
கங்கைநீர் பயந்த பாத பங்கயத்து எம் அண்ணலே,
அங்கையாழி சங்குதண்டு வில்லும் வாளும் ஏந்தினாய்,
சிங்கமாய தேவதேவ! தேனுலாவு மென்மலர்,
மங்கை மன்னி வாழும் மார்ப! ஆழிமேனி மாயனே!

25
வரத்தினில் சிரத்தை மிக்க வாளெயிற்று மற்றவன்,
உரத்தினில் கரத்தை வைத்து உகிர்த்தலத்தை ஊன்றினாய்,
இரத்தி நீ இதென்ன பொய்? இரந்த மண் வயிற்றுளே,
கரத்தி உன் கருத்தை யாவர் காணவல்லர் கண்ணனே!

26
ஆணினோடு பெண்ணுமாகி அல்லவோடு நல்லவாய்,
ஊணொடு ஓசை ஊறுமாகி ஒன்றலாத மாயையாய்,
பூணி பேணும் ஆயனாகிப் பொய்யினோடு மெய்யுமாய்,
காணி பேணும் மாணியாய்க் கரந்துசென்ற கள்வனே!

27
விண்கடந்த சோதியாய் விளங்கு ஞான மூர்த்தியாய்,
பண்கடந்த தேசமேவு பாவநாச நாதனே,
எண்கடந்த யோகினோடு இரந்துசென்று மாணியாய்,
மண்கடந்த வண்ணம் நின்னை யார் மதிக்க வல்லரே?

28
படைத்த பார் இடந்து அளந்து அதுண்டு உமிழ்ந்து பௌவநீர்,
படைத்து அடைத்து அதில் கிடந்து முன்கடைந்த பெற்றியோய்,
மிடைத்த மாலி மாலிமான் விலங்கு காலனூர் புக,
படைக்கலம் விடுத்த பல்படைத் தடக்கை மாயனே!

29
பரத்திலும் பரத்தையாதி பௌவநீர் அணைக் கிடந்து,
உரத்திலும் ஒருத்திதன்னை வைத்து உகந்தது அன்றியும்,
நரத்திலும் பிறத்தி நாத ஞானமூர்த்தி ஆயினாய்,
ஒருத்தரும் நினாது தன்மை இன்னதென்ன வல்லரே?

30
வானகமும் மண்ணகமும் வெற்பும் ஏழ்கடல்களும்,
போனகம் செய்து ஆலிலைத் துயின்ற புண்டரீகனே,
தேனகஞ் செய் தண்ணறும் மலர்த்துழாய் நன் மாலையாய்,
கூனகம் புகத் தெறித்த கொற்றவில்லி அல்லையே?

31
காலநேமி காலனே! கணக்கிலாத கீர்த்தியாய்,
ஞாலமேழும் உண்டு பண்டு ஓர் பாலனாய பண்பனே,
வேலை வேவ வில் வளைத்த வெல் சினத்த வீர, நின்,
பாலராய பத்தர் சித்தம் முத்திசெய்யும் மூர்த்தியே!

32
குரக்கினப் படைகொடு குரை கடலின் மீதுபோய்,
அரக்கர் அங்கு அரங்க வெஞ்சரம் துரந்த ஆதி நீ,
இரக்க மண் கொடுத்தவற்கு இரக்கம் ஒன்றும் இன்றியே,
பரக்க வைத்து அளந்துகொண்ட பற்பபாதன் அல்லையே?

33
மின் நிறத்து எயிற்றரக்கன் வீழ வெஞ்சரம் துரந்து,
பின்னவற்கு அருள் புரிந்து அரசளித்த பெற்றியோய்,
நன்னிறத்து ஓர் இன்சொல் ஏழை பின்னை கேள்வ! மன்னுசீர்,
பொன்னிறத்த வண்ணானாய புண்டரீகன் அல்லையே?

34
ஆதியாதி ஆதி நீ ஓரண்டம் ஆதி ஆதலால்,
சோதியாத சோதி நீ அதுண்மையில் விளங்கினாய்,
வேதமாகி வேள்வியாகி விண்ணினோடு மண்ணுமாய்,
ஆதியாகி ஆயனாய மாயம் என்ன மாயமே?

35
அம்பு உலாவு மீனும் ஆகி ஆமை ஆகி ஆழியார்,
தம்பிரானுமாகி மிக்க அன்பு மிக்கு அதன்றியும்,
கொம்பராவு நுண்மருங்குல் ஆயர்மாதர் பிள்ளையாய்,
எம்பிரானும் ஆய வண்ணம் என்கொலோ எம் ஈசனே!

36
ஆடகத்த பூண்முலை யசோதை ஆய்ச்சி பிள்ளையாய்,
சாடு உதைத்து ஓர் புள்ளது ஆவி கள்ள தாய பேய்மகள்,
வீடுவைத்த வெய்ய கொங்கை ஐயபால் அமுதுசெய்து,
ஆடகக்கை மாதர்வாய் அமுதம் உண்டது என்கொலோ?

37
காய்த்த நீள் விளங்கனி உதிர்த்து எதிர்ந்த பூங்குருந்தம்,
சாய்த்து மா பிளந்த கைத் தலத்த கண்ணன் என்பரால்,
ஆய்ச்சி பாலை உண்டு மண்ணை உண்டு வெண்ணெய் உண்டு பின்,
பேய்ச்சி பாலை உண்டு பண்டு ஓர் ஏனமாய வாமனா!

38
கடம் கலந்த வன்கரி மருப்பு ஒசித்து ஓர் பொய்கைவாய்,
விடங்கலந்த பாம்பின்மேல் நடம்பயின்ற நாதனே,
குடங்கலந்த கூத்தனாய கொண்டல்வண்ண! தண்டுழாய்,
வடங்கலந்த மாலைமார்ப! காலநேமி காலனே!

39
வெற்பெடுத்து வேலைநீர் கலக்கினாய் அதன்றியும்,
வெற்பெடுத்து வேலைநீர் வரம்புகட்டி வேலைசூழ்,
வெற்பெடுத்த இஞ்சி சூழ் இலங்கை கட்டழித்த நீ,
வெற்பெடுத்து மாரிகாத்த மேகவண்ணன் அல்லையே!

40
ஆனைகாத்து ஓர் ஆனை கொன்று அதன்றி ஆயர் பிள்ளையாய்,
ஆனை மேய்த்தி ஆனெய் உண்டி அன்று குன்றம் ஒன்றினால்,
ஆனைகாத்து மையரிக் கண் மாதரார் திறத்து முன்,
ஆனையன்று சென்று அடர்த்த மாயம் என்ன மாயமே?

41
ஆயனாகி ஆயர் மங்கை வேயதோள் விரும்பினாய்,
ஆய! நின்னை யாவர் வல்லர் அம்பரத்தொடு இம்பராய்,
மாய! மாய மாயைகொல் அதன்றி நீ வகுத்தலும்,
மாயமாயம் ஆக்கினாய் உன் மாயமுற்றும் மாயமே.

42
வேறிசைந்த செக்கர்மேனி நீரணிந்த புன்சடை,
கீறு திங்கள் வைத்தவன் கை வைத்த வன்கபால் மிசை,
ஊறு செங்குருதியால் நிறைத்த காரணந்தனை,
ஏறு சென்று அடர்த்த ஈச! பேசு கூசம் இன்றியே.

43
வெஞ்சினத்த வேழவெண் மருப்பொசித்து உருத்தமா,
கஞ்சனைக் கடிந்து மண் அளந்துகொண்ட காலனே,
வஞ்சனத்து வந்த பேய்ச்சி ஆவி பாலுள் வாங்கினாய்,
அஞ்சனத்த வண்ணானாய ஆதிதேவன் அல்லையே?

44
பாலின் நீர்மை செம்பொன் நீர்மை பாசியின் பசும்புறம்,
போலும் நீர்மை பொற்புடைத் தடத்து வண்டு விண்டுலாம்,
நீல நீர்மை என்றிவை நிறைந்த காலம் நான்குமாய்,
மாலின் நீர்மை வையகம் மறைத்தது என்ன நீர்மையே?

45
மண்ணுளாய்கொல் விண்ணுளாய்கொல் மண்ணுளே மயங்கி நின்று,
எண்ணும் எண் அகப்படாய்கொல் என்ன மாயை, நின்தமர்,
கண்ணுளாய்கொல் சேயைகொல் அனந்தன் மேல் கிடந்த எம்,
புண்ணியா, புனந்துழாய் அலங்கலம் புனிதனே!

46
தோடு பெற்ற தண்டுழாய் அலங்கல் ஆடு சென்னியாய்,
கோடுபற்றி ஆழியேந்தி அஞ்சிறைப்புள் ஊர்தியால்,
நாடு பெற்ற நன்மை நண்ணம் இல்லையேனும் நாயினேன்,
வீடு பெற்று இறப்பொடும் பிறப்பு அறுக்குமோ சொலே.

47
காரொடு ஒத்த மேனி நங்கள் கண்ண! விண்ணின் நாதனே,
நீர் இடத்து அராவணைக் கிடத்தி என்பர் அன்றியும்,
ஓர் இடத்தை அல்லை எல்லை இல்லையென்பர் ஆதலால்,
சேர்விடத்தை நாயினேன் தெரிந்து இறைஞ்சுமாறு சொலே.

48
குன்றில் நின்று வானிருந்து நீள்கடல் கிடந்து மண்,
ஒன்று சென்று அது ஒன்றை உண்டு அது ஒன்று இடந்து பன்றியாய்,
நன்று சென்ற நாள் அவற்றுள் நல்லுயிர் படைத்து அவர்க்கு,
அன்று தேவு அமைத்து அளித்த ஆதிதேவன் அல்லையே?

49
கொண்டை கொண்ட கோதைமீது தேனுலாவு கூனிகூன்,
உண்டை கொண்டு அரங்கவோட்டி உள்மகிழ்ந்த நாதனூர்,
நண்டை உண்டு நாரை பேர வாளை பாய நீலமே,
அண்டை கொண்டு கெண்டை மேயும் அந்தணீர் அரங்கமே.

50
வெண் திரைக் கருங்கடல் சிவந்து வேவ முன்னோர் நாள்,
திண் திறல் சிலைக்கை வாளி விட்ட வீரர் சேருமூர்,
எண் திசைக் கணங்களும் இறைஞ்சி ஆடு தீர்த்த நீர்,
வண்டு இரைத்த சோலை வேலி மன்னுசீர் அரங்கமே.

51
சரங்களைத் துரந்து வில் வளைத்து இலங்கை மன்னவன்,
சிரங்கள் பத்து அறுத்து உதிர்த்த செல்வர் மன்னு பொன்னிடம்,
பரந்து பொன் நிரந்து நுந்தி வந்து அலைக்கும் வார்புனல்,
அரங்கம் என்பர் நான்முகத்து அயன் பணிந்த கோயிலே.

52
பொற்றை உற்ற முற்றல் யானை போர் எதிர்ந்து வந்ததை,
பற்றி உற்று மற்றதன் மருப்பு ஒசித்த பாகனூர்,
சிற்றெயிற்று முற்றல் மூங்கில் மூன்று தண்டர் ஒன்றினர்,
அற்ற பற்றர் சுற்றி வாழும் அந்தணீர் அரங்கமே.

53
மோடியோடு இலச்சையாய சாபம் எய்தி முக்கணான்,
கூடு சேனை மக்களோடு கொண்டு மண்டி வெஞ்சமத்து,
ஓட வாணன் ஆயிரம் கரங்கள் கழித்த ஆதிமால்,
பீடு கோயில் கூடுநீர் அரங்கமென்ற பேர் அதே.

54
இலைத் தலைச் சரம் துரந்து இலங்கை கட்டழித்தவன்,
மலைத் தலைப் பிறந்து இழிந்து வந்து நுந்து சந்தனம்,
குலைத்து அலைத்து இறுத்து எறிந்த குங்குமக் குழம்பினோடு,
அலைத்து ஒழுகு காவிரி அரங்கமேய அண்ணலே.

55
மன்னு மாமலர்க் கிழத்தி வையமங்கை மைந்தனாய்,
பின்னும் ஆயர் பின்னை தோள் மணம் புணர்ந்தது அன்றியும்,
உன்ன பாதம் என்ன சிந்தை மன்ன வைத்து நல்கினாய்,
பொன்னி சூழ் அரங்கமேய புண்டரீகன் அல்லையே?

56
இலங்கை மன்னன் ஐந்தொடு ஐந்து பைந்தலை நிலத்து உக,
கலங்க அன்று சென்று கொன்று வென்றி கொண்ட வீரனே,
விலங்கு நூலர் வேதநாவர் நீதியான கேள்வியார்,
வலங்கொளக் குடந்தையுள் கிடந்த மாலும் அல்லையே?

57
சங்கு தங்கு முன்கை நங்கை கொங்கை தங்கல் உற்றவன்,
அங்கம் மங்க அன்று சென்று அடர்த்து எறிந்த ஆழியான்,
கொங்கு தங்கு வார்குழல் மடந்தைமார் குடைந்த நீர்,
பொங்குதண் குடந்தையுள் கிடந்த புண்டரீகனே!

58
மரங்கெட நடந்து அடர்த்து மத்த யானை மத்தகத்து,
உரங்கெடப் புடைத்து ஓர் கொம்பொசித்து உகந்த உத்தமா,
துரங்கம் வாய் பிளந்து மண் அளந்த பாத, வேதியர்,
வரங்கொளக் குடந்தையுள் கிடந்த மாலும் அல்லையே?

59
சாலி வேலி தண்வயல் தடங்கிடங்கு பூம்பொழில்,
கோலமாட நீடு தண் குடந்தை மேய கோவலா,
காலநேமி வக்கரன் கரன் முரன் சிரம் அவை,
காலனோடு கூட வில் குனித்த விற்கை வீரனே!

60
செழுங்கொழும் பெரும்பனி பொழிந்திட உயர்ந்த வேய்,
விழுந்து உலர்ந்து எழுந்து விண் புடைக்கும் வேங்கடத்துள் நின்று,
எழுந்திருந்து தேன் பொருந்து பூம்பொழில் தழைக் கொழும்,
செழுந்தடங் குடந்தையுள் கிடந்த மாலும் அல்லையே?

61
நடந்த கால்கள் நொந்தவோ நடுங்கு ஞாலம் ஏனமாய்,
இடந்த மெய் குலுங்கவோ இலங்கு மால் வரைச் சுரம்,
கடந்த கால் பரந்த காவிரிக் கரைக் குடந்தையுள்,
கிடந்தவாறு எழுந்திருந்து பேசு வாழி கேசனே!

62
கரண்டமாடு பொய்கையுள் கரும்பனைப் பெரும்பழம்,
புரண்டு வீழ வாளை பாய் குறுங்கொடி நெடுந்தகாய்,
திரண்டதோள் இரணியன் சினங்கொள் ஆகமொன்றையும்,
இரண்டுகூறு செய்துகந்த சிங்கமென்பது உன்னையே.

63
நன்றிருந்து யோகநீதி நண்ணுவார்கள் சிந்தையுள்,
சென்று இருந்து தீவினைகள் தீர்த்த தேவ தேவனே,
குன்று இருந்த மாடம் நீடு பாடகத்தும் ஊரகத்தும்,
நின்று இருந்து வெஃகணைக் கிடந்தது என்ன நீர்மையே?

64
நின்றது எந்தை ஊரகத்து இருந்தது எந்தை பாடகத்து,
அன்று வெஃகணைக் கிடந்தது என்னிலாத முன்னெலாம்,
அன்று நான் பிறந்திலேன் பிறந்த பின் மறந்திலேன்,
நின்றதும் இருந்ததும் கிடந்ததும் என் நெஞ்சுளே.

65
நிற்பதும் ஓர் வெற்பகத்து இருப்பும் விண் கிடப்பதும்,
நற் பெருந்திரைக் கடலுள் நானிலாத முன்னெலாம்,
அற்புதன் அனந்த சயனன் ஆதிபூதன் மாதவன்,
நிற்பதும் இருப்பதும் கிடப்பதும் என் நெஞ்சுளே.

66
இன்று சாதல் நின்று சாதல் அன்றி யாரும் வையகத்து,
ஒன்றி நின்று வாழ்தலின்மை கண்டும் நீசர் என்கொலோ,
அன்று பார் அளந்த பாத போதை உன்றி வானின்மேல்,
சென்று சென்று தேவராய் இருக்கிலாத வண்ணமே?

67
சண்ட மண்டலத்தினூடு சென்றுவீடு பெற்றுமேல்,
கண்டு வீடிலாத காதல் இன்பம் நாளும் எய்துவீர்,
புண்டரீக பாத புண்யகீர்த்தி நும் செவி மடுத்து,
உண்டு நும் உறுவினைத் துயருள் நீங்கி உய்ம்மினோ.

68
முத்திறத்து வாணியத்து இரண்டில் ஒன்றும் நீசர்கள்,
மத்தராய் மயங்குகின்றது இட்டு அதில் இறந்து போந்து,
எத்திறத்தும் உய்வதோர் உபாயமில்லை உய்குறில்,
தொத்திறத்த தண்துழாய் நன் மாலை வாழ்த்தி வாழ்மினோ.

69
காணிலும் உருப் பொலார் செவிக்கு இனாத கீர்த்தியார்,
பேணிலும் வரம் தரும் மிடுக்கிலாத தேவரை,
ஆணம் என்று அடைந்து வாழும் ஆதர்காள்! எம் ஆதிபால்,
பேணி நும் பிறப்பெனும் பிணக்கு அறுக்க கிற்றிரே.

70
குந்தமோடு சூலம்வேல்கள் தோமரங்கள் தண்டுவாள்,
பந்தமான தேவர்கள் பரந்து வானகம் உற,
வந்த வாணன் ஈரைஞ்நூறு தோள்களைத் துணித்த நாள்,
அந்தவந்த ஆகுலம் அமரரே அறிவரே.

71
வண்டுலாவு கோதைமாதர் காரணத்தினால் வெகுண்டு,
இண்ட வாணன் ஈரைஞ்நூறு தோள்களைத் துணித்த நாள்,
முண்டன் நீறன் மக்கள் வெப்பு மோடி அங்கி ஓடிடக்,
கண்டு நாணி வாணனுக்கு இரங்கினான் எம் மாயனே.

72
போதில் மங்கை பூதலக் கிழத்தி தேவி அன்றியும்,
போது தங்கு நான்முகன் மகன் அவன் மகன் சொலில்,
மாது தங்கு கூறன் ஏறது ஊர்தி என்று வேதநூல்,
ஓதுகின்றது உண்மை அல்லது இல்லை மற்றுரைக்கிலே.

73
மரம் பொதச் சரந்துரந்து வாலி வீழ முன்னொருநாள்,
உரம் பொதச் சரந்துரந்த உம்பராளி எம்பிரான்,
வரம் குறிப்பில் வைத்தவர்க்கு அலாது வானம் ஆளிலும்,
நிரம்பு நீடு போகம் எத்திறத்தும் யார்க்கும் இல்லையே.

74
அறிந்து அறிந்து வாமனன் அடியிணை வணங்கினால்,
செறிந்து எழுந்த ஞானமோடு செல்வமும் சிறந்திடும்,
மறிந்து எழுந்த தெண்திரையுள் மன்னு மாலை வாழ்த்தினால்,
பறிந்து எழுந்து தீவினைகள் பற்றறுதல் பான்மையே.

75
ஒன்றி நின்று நல்தவம் செய்து ஊழி ஊழிதோறெலாம்,
நின்றுநின்று அவன் குணங்கள் உள்ளியுள்ளம் தூயராய்,
சென்று சென்று தேவதேவர் உம்பர் உம்பர் உம்பராய்,
அன்றி எங்கள் செங்கண்மாலை யாவர்காண வல்லரே?

76
புன்புல வழியடைத்து அரக்கு இலச்சினை செய்து,
நன்புல வழிதிறந்து ஞான நற்சுடர் கொளீஇ,
என்பில் எள்கி நெஞ்சுருகி உள் கனிந்து எழுந்ததோர்,
அன்பில் அன்றி ஆழியானை யாவர் காண வல்லரே?

77
எட்டும் எட்டும் எட்டுமாய் ஓரேழும் ஏழும் ஏழுமாய்,
எட்டும் மூன்றும் ஒன்றும் ஆகி நின்ற ஆதி தேவனை,
எட்டினாய பேதமோடு இறைஞ்சி நின்று அவன் பெயர்,
எட்டெழுத்தும் ஓதுவார்கள் வல்லர் வானம் ஆளவே.

78
சோர்விலாத காதலால் தொடக்கறா மனத்தராய்,
நீர் அராவு அணைக் கிடந்த நின்மலன் நலங்கழல்,
ஆர்வமோடு இறைஞ்சி நின்று அவன் பேர் எட்டு எழுத்துமே,
வாரமாக ஓதுவார்கள் வல்லர் வானம் ஆளவே.

79
பத்தினோடு பத்துமாய் ஓர் ஏழினோடு ஓர் ஒன்பதாய்,
பத்து-நால் திசைக்கண் நின்ற நாடு பெற்ற நன்மையாய்,
பத்தினாய தோற்றமோடு ஓர் ஆற்றல் மிக்க ஆதிபால்,
பத்தராம் அவர்க்கலாது முத்தி முற்றல் ஆகுமே?

80
வாசியாகி நேசமின்றி வந்து எதிர்ந்த தேனுகன்,
நாசமாகி நாளுலப்ப நன்மை சேர் பனங்கனிக்கு,
வீசி மேல் நிமிர்ந்த தோளில் இல்லையாக்கினாய், கழற்கு,
ஆசையாம் அவர்க்கலால் அமரர் ஆகலாகுமே?

81
கடைந்து பாற்கடல் கிடந்து காலநேமியைக் கடிந்து,
உடைந்த வாலி தன்பினுக்கு உதவ வந்து இராமனாய்,
மிடைந்த ஏழ் மரங்களும் அடங்க எய்து, வேங்கடம்,
அடைந்த மால பாதமே அடைந்து நாளும் உய்ம்மினோ.

82
எத்திறத்தும் ஒத்து நின்று உயர்ந்து உயர்ந்த பெற்றியோய்,
முத்திறத்து மூரி நீர் அராவணைத் துயின்ற, நின்,
பத்து உறுத்த சிந்தையோடு நின்று பாசம் விட்டவர்க்கு,
எத்திறத்தும் இன்பம் இங்கும் அங்கும் எங்கும் ஆகுமே.

83
மட்டு உலாவு தண்துழாய் அலங்கலாய்! பொலன் கழல்,
விட்டு வீள்விலாத போகம் விண்ணில் நண்ணி ஏறினும்,
எட்டினோடு இரண்டெனும் கயிற்றினால் மனந்தனைக்,
கட்டி வீடிலாது வைத்த காதல் இன்பம் ஆகுமே.

84
பின்பிறக்க வைத்தனன் கொல் அன்றி நின்று தன்கழற்கு,
அன்புறைக்க வைத்த நாள் அறிந்தனன் கொல் ஆழியான்,
தன் திறத்தொர் அன்பிலா அறிவிலாத நாயினேன்,
என் திறத்தில் என்கொல் எம்பிரான் குறிப்பில் வைத்ததே?

85
நச்சராவணைக் கிடந்த நாத! பாத போதினில்,
வைத்த சிந்தை வாங்குவித்து நீங்குவிக்க நீயினம்,
மெய்த்தன் வல்லை ஆதலால் அறிந்தனன் நின் மாயமே,
உய்த்து நின் மயக்கினில் மயக்கல் என்னை மாயனே!

86
சாடு சாடு பாதனே! சலங்கலந்த பொய்கைவாய்,
ஆடராவின் வன்பிடர் நடம்பயின்ற நாதனே,
கோடு நீடு கைய! செய்ய பாதம் நாளும் உள்ளினால்,
வீடனாக மெய்செயாத வண்ணமென்கொல்? கண்ணனே!

87
நெற்றி பெற்ற கண்ணன் விண்ணின் நாதனோடு போதின்மேல்,
நற்றவத்து நாதனோடு மற்றுமுள்ள வானவர்,
கற்ற பெற்றியால் வணங்கு பாத! நாத! வேத! நின்,
பற்றலால் ஓர் பற்று மற்றது உற்றிலேன் உரைக்கிலே.

88
வெள்ளை வேலை வெற்பு நாட்டி வெள் எயிற்று அராவு அளாய்,
அள்ளலாய்க் கடைந்த அன்று அருவரைக்கு ஓர் ஆமையாய்,
உள்ள நோய்கள் தீர்மருந்து வானவர்க்கு அளித்த, எம்,
வள்ளலாரை அன்றி மற்றோர் தெய்வம் நான் மதிப்பனே?

89
பார் மிகுத்த பாரம் முன் ஒழிச்சுவான் அருச்சனன்,
தேர் மிகுத்து மாயமாக்கி நின்று கொன்று வென்றிசேர்,
மா ரதர்க்கு வான்கொடுத்து வையம் ஐவர் பாலதாம்,
சீர்மிகுத்த நின்னலால் ஓர் தெய்வம் நான் மதிப்பனே?

90
குலங்களாய ஈர் இரண்டில் ஒன்றிலும் பிறந்திலேன்,
நலங்களாய நற்கலைகள் நாலிலும் நவின்றிலேன்,
புலன்கள் ஐந்தும் வென்றிலேன் பொறியிலேன் புனித, நின்,
இலங்கு பாதம் அன்றி மற்றோர் பற்றிலேன் எம் ஈசனே!

91
பண் உலாவு மென்மொழிப் படைத்தடங்கணாள் பொருட்டு,
எண்ணிலா அரக்கரை நெருப்பினால் நெருக்கினாய்,
கண்ணலால் ஓர் கண்ணிலேன் கலந்த சுற்றம் மற்றிலேன்,
எண்ணிலாத மாய! நின்னை என்னுள் நீக்கல் என்றுமே.

92
விடைக் குலங்கள் ஏழடர்த்து வென்றி வேற்கண் மாதரார்,
கடிக் கலந்த தோள் புணர்ந்த காலி ஆய! வேலைநீர்,
படைத்து அடைத்து அதில் கிடந்து முன்கடைந்து நின்தனக்கு,
அடைக்கலம் புகுந்த என்னை அஞ்சல் என்ன வேண்டுமே.

93
சுரும்பு அரங்கு தண்துழாய் துதைந்து அலர்ந்த பாதமே,
விரும்பி நின்று இறைஞ்சுவேற்கு இரங்கு அரங்க வாணனே,
கரும்பிருந்த கட்டியே! கடல்கிடந்த கண்ணனே,
இரும்பு அரங்க வெஞ்சரம் துரந்த வில்லி இராமனே!

94
ஊனின் மேய ஆவி நீ உறக்கமோடு உணர்ச்சி நீ,
ஆனில் மேய ஐந்தும் நீ அவற்றுள் நின்ற தூய்மை நீ,
வானினோடு மண்ணும் நீ வளங்கடல் பயனும் நீ,
யானும் நீ அதன்றி எம்பிரானும் நீ இராமனே!

95
அடக்கரும் புலன்கள் ஐந்தடக்கி ஆசையாம் அவை,
தொடக்கு அறுத்து வந்து நின் தொழிற்கண் நின்ற என்னை நீ,
விடக் கருதி மெய்செயாது மிக்கோர் ஆசை ஆக்கிலும்,
கடல்கிடந்த நின்னலால் ஓர் கண்ணிலேன் எம் அண்ணலே!

96
வரம்பிலாத மாய! மாய! வையமேழும் மெய்ம்மையே,
வரம்பில் ஊழி ஏத்திலும் வரம்பிலாத கீர்த்தியாய்,
வரம்பிலாத பல்பிறப்பு அறுத்து வந்து நின்கழல்,
பொருந்துமாறு இருந்த நீ வரம் செய் புண்டரீகனே!

97
வெய்யவாழி சங்குதண்டு வில்லும் வாளும் ஏந்துசீர்,
கைய, செய்ய போதில் மாது சேரும் மார்ப நாதனே,
ஐயிலாய ஆக்கை நோய் அறுத்துவந்து நின்னடைந்து,
உய்வதோர் உபாயம் நீ எனக்கு நல்க வேண்டுமே.

98
மறம் துறந்து வஞ்சமாற்றி ஐம்புலன்கள் ஆசையும்,
துறந்து, நின் கண் ஆசையே தொடர்ந்து நின்ற நாயினேன்,
பிறந்து இறந்து பேரிடர் சுழிக்கணின்று நீங்குமா,
மறந்திடாது மற்றெனக்கு மாய! நல்க வேண்டுமே.

99
காட்டி நான் செய் வல்வினைப்பயன் தனால் மனந்தனை,
நாட்டி வைத்து நல்லவல்ல செய்ய எண்ணினார் என,
கேட்டதன்றி என்னதாவி பின்னை கேள்வ! நின்னொடும்,
பூட்டி வைத்த என்னை நின்னுள் நீக்கல் பூவை வண்ணனே!

100
பிறப்பினோடு பேரிடர் சுழிக்கண் நின்றும் நீங்குமஃது,
இறப்ப வைத்த ஞான நீசரை கரைக் கொடேற்றுமா,
பெறற்கு அரிய நின்னபாத பத்தியான பாசனம்,
பெறற்கு அரிய மாயனே! எனக்கு நல்க வேண்டுமே.

101
இரந்து உரைப்பது உண்டுவாழி ஏமநீர் நிறத்தமா,
வரம் தரும் திருக்குறிப்பில் வைத்ததாகில் மன்னுசீர்,
பரந்த சிந்தை ஒன்றி நின்று நின்ன பாத பங்கயம்,
நிரந்தரம் நினைப்பதாக நீ நினைக்க வேண்டுமே.

102
விள்விலாத காதலால் விளங்கு பாத போதில் வைத்து,
உள்ளுவேன் அது ஊனநோய் ஒழிக்குமாறு எழிக்கு நீர்,
பள்ளிமாய பன்றியாய வென்றிவீர, குன்றினால்,
துள்ளுநீர் வரம்பு செய்த தோன்றல் ஒன்று சொல்லிடே.

103
திருக் கலந்து சேருமார்ப! தேவதேவ தேவனே,
இருக்கு அலந்த வேதநீதி ஆகி நின்ற நின்மலா,
கருக்கலந்த காளமேக மேனியாய நின்பெயர்,
உருக்கலந்து ஒழிவிலாது உரைக்குமாறு உரைசெயே.

104
கடுங்கவந்தன் வக்கரன் கரன் முரன் சிரம் அவை,
இடந்து கூறு செய்த பல்படைத் தடக்கை மாயனே,
கிடந்து இருந்து நின்று இயங்கு போதும் நின்ன பொற்கழல்,
தொடர்ந்து மீள்வு இலாததோர் தொடர்ச்சி நல்க வேண்டுமே.

105
மண்ணை உண்டு உமிழ்ந்து பின் இரந்து கொண்டு அளந்து மண்,
கண்ணுள் அல்லது இல்லை என்று வென்ற காலம் ஆயினாய்,
பண்ணை வென்ற இன்சொல் மங்கை கொங்கை தங்கு பங்கயக்,
கண்ண, நின்ன வண்ணம் அல்லது இல்லை எண்ணும் வண்ணமே.

106
கறுத்து எதிர்ந்த காலநேமி காலனோடு கூட, அன்று,
அறுத்த ஆழி சங்குதண்டு வில்லும் வாளும் ஏந்தினாய்,
தொறுக் கலந்த ஊனமஃது ஒழிக்க அன்று குன்றம் முன்,
பொறுத்த நின் புகழ்க்கலால் ஓர் நேசமில்லை நெஞ்சமே!

107
காய்சினத்த காசி மன்னன் வக்கரன் பவுண்டிரன்,
மாசினத்த மாலி மான் சுமாலி கேசி தேனுகன்,
நாசமுற்று வீழநாள் கவர்ந்த நின் கழற்கலால்,
நேசபாசம் எத்திறத்தும் வைத்திடேன் எம் ஈசனே!

108
கேடில் சீர் வரத்தனாய் கெடும் வரத்து அயன் அரன்,
நாடினோடு நாட்டம் ஆயிரத்தன் நாடு நண்ணிலும்,
வீடு அதான போகம் எய்தி வீற்றிருந்த போதிலும்,
கூடும் ஆசை அல்லது ஒன்று கொள்வனோ குறிப்பிலே?

109
சுருக்கு வாரை இன்றியே சுருங்கினாய் சுருங்கியும்,
பெருக்கு வாரை இன்றியே பெருக்கம் எய்து பெற்றியோய்,
செருக்குவார்கள் தீக்குணங்கள் தீர்த்த தேவதேவனென்று,
இருக்குவாய் முனிக்கணங்கள் ஏத்த யானும் ஏத்தினேன்.

110
தூயனாயும் அன்றியும் சுரும்பு உலாவு தண்டுழாய்,
மாய! நின்னை நாயினேன் வணங்கி வாழ்த்தும் ஈதெலாம்,
நீயும் நின் குறிப்பினில் பொறுத்து நல்கு வேலைநீர்ப்,
பாயலோடு பத்தர் சித்தம் மேய வேலை வண்ணனே!

111
வைது நின்னை வல்லவா பழித்தவர்க்கும் மாறில்போர்,
செய்து நின்னை செற்ற தீயில் வெந்தவர்க்கும் வந்து உன்னை,
எய்தலாகும் என்பர் ஆதலால் எம் மாய! நாயினேன்,
செய்த குற்றம் நற்றமாகவே கொள் ஞால நாதனே!

112
வாள்களாகி நாள்கள் செல்ல நோய்மை குன்றி மூப்பெய்தி,
மாளு நாள் அது ஆதலால் வணங்கி வாழ்த்து என் நெஞ்சமே,
ஆளதாகும் நன்மையென்று நன்கு உணர்ந்தது அன்றியும்,
மீள்விலாத போகம் நல்க வேண்டும் மால பாதமே.

113
சலங்கலந்த செஞ்சடைக் கறுத்த கண்டன் வெண்தலைப்,
புலன் கலங்க உண்ட பாதகத்தன் வன் துயர் கெட,
அலங்கல் மார்வில் வாசநீர் கொடுத்தவன் அடுத்தசீர்,
நலங்கொள் மாலை நண்ணும் வண்ணம் எண்ணும் வாழி நெஞ்சமே!

114
ஈனமாய எட்டும் நீக்கி ஏதமின்றி மீதுபோய்,
வானமாள வல்லையேல் வணங்கி வாழ்த்து என் நெஞ்சமே,
ஞானமாகி ஞாயிறாகி ஞாலமுற்றும் ஓர் எயிற்று,
ஏனமாய் இடந்த மூர்த்தி எந்தை பாதம் எண்ணியே.

115
அத்தனாகி அன்னையாகி ஆளும் எம் பிரானுமாய்,
ஒத்து ஒவ்வாத பல்பிறப்பு ஒழித்து நம்மை ஆட்கொள்வான்,
முத்தனார் முகுந்தனார் புகுந்து நம் உள் மேவினார்,
எத்தினால் இடர்க்கடல் கிடத்தி ஏழை நெஞ்சமே!

116
மாறுசெய்த வாளரக்கன் நாள் உலப்ப, அன்று இலங்கை,
நீறுசெய்து சென்று கொன்று வென்றி கொண்ட வீரனார்,
வேறுசெய்து தம்முள் என்னை வைத்திடாமையால், நமன்,
கூறுசெய்து கொண்டு இறந்த குற்றம் எண்ண வல்லனே.

117
அச்சம் நோயொடு அல்லல் பல்பிறப்பு அவாய மூப்பு இவை,
வைத்த சிந்தை வைத்த வாக்கை மாற்றி வானிலேற்றுவான்,
அச்சுதன் அனந்த கீர்த்தி ஆதி அந்தம் இல்லவன்,
நச்சு நாகணைக் கிடந்த நாதன் வேத கீதனே.

118
சொல்லினும் தொழிற்கணும் தொடக்கு அறாத அன்பினும்,
அல்லும் நன்பகலினோடும் ஆன மாலை காலையும்,
அல்லி நாண் மலர்க் கிழத்தி நாத! பாத போதினை,
புல்லியுள்ளம் விள்விலாது பூண்டு மீண்டது இல்லையே.

119
பொன்னிசூழ் அரங்கமேய பூவைவண்ண! மாய! கேள்,
என்னதாவி என்னும் வல்வினையின் உள் கொழுந்து எழுந்து,
உன்ன பாதம் என்ன நின்ற ஒண்சுடர்க் கொழுமலர்,
மன்ன வந்து பூண்டு வாட்டமின்றி எங்கும் நின்றதே.

120
இயக்கறாத பல்பிறப்பில் என்னை மாற்றி இன்று வந்து,
உயக்கொள் மேக வண்ணன் நண்ணி என்னில் ஆய தன்னுளே,
மயக்கினான் தன் மன்னுசோதி ஆதலால் என் ஆவிதான்,
இயக்கு எலாம் அறுத்து அறாத இன்ப வீடு பெற்றதே.

Wissenschaftliche Umschrift

Auch die vollständige Umschrift verwendet für jede Textzeile <br> und keine <poem>-Tags. Die Umschrift ist schriftgetreu und ISO-15919-orientiert; sie unterscheidet insbesondere ṭ, ṇ, ḷ, ḻ, ṟ, ṉ sowie die langen Vokale ā, ī, ū, ē, ō. Die historische beziehungsweise heutige Aussprache kann an einzelnen Stellen von einer rein schriftbasierten Umschrift abweichen.

Taniyan 1 in Umschrift

taruccantap poḻil taḻuvu tāraṇiyiṉ tuyar tīra
tiruccanta viruttam cey tirumaḻicaip paraṉ varumūr,
karuccantum kār akilum kamaḻ kōṅkum maṇanāṟum,
tiruccantattuṭaṉ maruvu tirumaḻicai vaḷampatiyē.

Taniyan 2 in Umschrift

ulakum maḻicaiyum uḷḷuṇarntu, tammil
pulavar pukaḻkkōlāl tūkka,- ulakutaṉṉai
vaitteṭutta pakkattum, mānīr maḻicaiyē
vaitteṭutta pakkam valitu.

Tiruchanda Viruttam – vollständige Umschrift

1
pūnilāya aintumāyp puṉaṟkaṇ niṉṟa nāṉkumāy,
tīnilāya mūṉṟumāyc ciṟanta kāl iraṇṭumāy,
mīnilāyatu oṉṟumāki vēṟu vēṟu taṉmaiyāy,
nīnilāya vaṇṇa niṉṉai yār niṉaikka vallarē?


2
āṟum āṟum āṟumāy ōr aintum aintum aintumāy,
ēṟucīr iraṇṭu mūṉṟum ēḻum āṟum eṭṭumāy,
vēṟuvēṟu ñāṉamāki meyyiṉoṭu poyyumāy,
ūṟoṭu ōcaiyāya aintum āya āya māyaṉē!


3
aintumaintum aintumāki allavaṟṟuḷ āyumāy,
aintu mūṉṟum oṉṟumāki niṉṟa āti tēvaṉē,
aintumaintum aintumāki antarattu aṇaintu niṉṟu,
aintumaintu māya niṉṉai yāvar kāṇa vallarē?


4
mūṉṟu muppatu āṟiṉōṭu ōr aintum aintum aintumāy,
mūṉṟu mūrttiyāki mūṉṟu mūṉṟu mūṉṟu mūṉṟumāy,
tōṉṟu cōti mūṉṟumāyt tuḷakkamil viḷakkamāy,
ēṉṟu eṉ āvi uḷ pukuntatu eṉkolō em īcaṉē!


5
niṉṟu iyaṅkum oṉṟalā uruvukaḷ tōṟum āviyāy,
oṉṟi uḷ kalantu niṉṟa niṉ taṉmai iṉṉateṉṟu,
eṉṟum yārkkum eṇṇiṟanta ātiyāy niṉ untivāy,
aṉṟu nāṉmukaṉ payanta āti tēvaṉ allaiyē?


6
nākam ēntu mēru veṟpai nākam ēntu maṇṇiṉai,
nākam ēntu mākamākam mākam ēntu vār puṉal,
mākam ēntu maṅkul tī ōr vāyu aintu amaintu kāttu,
ēkam ēnti niṉṟa nīrmai niṉkaṇē iyaṉṟatē.


7
oṉṟiraṇṭu mūrttiyāy uṟakkamōṭu uṇarcciyāy,
oṉṟiraṇṭu kālamāki vēlai ñālam āyiṉāy,
oṉṟiraṇṭu tīyumāki āyaṉāya māyaṉē,
oṉṟiraṇṭu kaṇṇiṉāṉum uṉṉai ētta vallaṉē?


8
ātiyāṉa vāṉavarkkum aṇṭamāya appuṟattu,
ātiyāṉa vāṉavarkkum ātiyāṉa āti nī,
ātiyāṉa vāṉavāṇar anta kālam nī uraitti,
ātiyāṉa kālam niṉṉai yāvar kāṇa vallarē?


9
tātu ulāvu koṉṟaimālai tuṉṉu ceñcaṭaic civaṉ,
nītiyāl vaṇaṅku pāta niṉmalā! nilāya cīr,
vētavāṇar kītavēḷvi nītiyāṉa vēḷviyār,
nītiyāl vaṇaṅkukiṉṟa nīrmai niṉkaṇ niṉṟatē.


10
taṉṉuḷē tiraitteḻum taraṅka veṇ taṭaṅkaṭal,
taṉṉuḷē tiraitteḻuntu aṭaṅkukiṉṟa taṉmaipōl,
niṉṉuḷē piṟantu iṟantu niṟpavum tiripavum,
niṉṉuḷē aṭaṅkukiṉṟa nīrmai niṉkaṇ niṉṟatē.


11
colliṉāl toṭarcci nī colappaṭum poruḷum nī,
colliṉāl colappaṭātu tōṉṟukiṉṟa cōti nī,
colliṉāl paṭaikka nī paṭaikka vantu tōṉṟiṉār,
colliṉāl curuṅka niṉ kuṇaṅkaḷ colla vallarē?


12
ulaku taṉṉai nī paṭaitti uḷḷoṭukki vaitti mīṇṭu,
ulaku taṉṉuḷē piṟatti ōriṭattai allaiyāl,
ulaku niṉṉoṭu oṉṟi niṟka vēṟu niṟṟi ātalāl,
ulakil niṉṉai uḷḷacūḻal yāvar uḷḷa vallarē?


13
iṉṉai eṉṟu collalāvatu illai yātum iṭṭu iṭaip,
piṉṉai kēḷvaṉ eṉpar uṉ piṇakkuṇarnta peṟṟiyōr,
piṉṉaiyāya kōlamōṭu pērum ūrum ātiyum,
niṉṉaiyār niṉaikka vallar nīrmaiyāl niṉaikkilē?


14
tūymai yōkam āyiṉāy tuḻāyalaṅkal mālaiyāy,
āmaiyāki āḻkaṭal tuyiṉṟa āti tēva, niṉ,
nāmatēyam iṉṉateṉṉa vallam allavākilum,
cāmavēta kītaṉāya cakrapāṇi allaiyē?


15
aṅkam āṟum vētanāṉkum āki niṉṟu avaṟṟuḷē,
taṅkukiṉṟa taṉmaiyāy taṭaṅkaṭal paṇattalai,
ceṅkaṇ nākaṇaik kiṭanta celvamalku cīriṉāy,
caṅkavaṇṇam aṉṉamēṉi cārṅkapāṇi allaiyē?


16
talaikkaṇat tukaḷ kuḻampu cāti cōti tōṟṟamāy,
nilaikkaṇaṅkaḷ kāṇavantu niṟṟiyēlum nīṭu irum,
kalaikkaṇaṅkaḷ coṟporuḷ karuttiṉāl niṉaikkoṇā,
malaikkaṇaṅkaḷ pōl uṇarttum māṭci niṉtaṉ māṭciyē.


17
ēkamūrtti mūṉṟumūrtti nālumūrtti naṉmaicēr,
pōkamūrtti puṇṇiyattiṉ mūrtti eṇṇil mūrttiyāy,
nākamūrtti cayaṉamāy nalaṅkaṭal kiṭantu mēl,
ākamūrtti āya vaṇṇam eṉkol āti tēvaṉē!


18
viṭattavāy ōrāyiram īrāyiram kaṇ ventaḻal,
viṭuttu vīḷvilāta pōkam mikka cōti tokkacīr,
toṭuttu mēl vitāṉamāya pauvanīr aravaṇai,
paṭutta pāyal paḷḷikoḷvatu eṉkol vēlaivaṇṇaṉē!


19
puḷḷatu āki vētanāṉkum ōtiṉāy ataṉṟiyum,
puḷḷiṉ vāy piḷantu puṭkoṭip piṭitta piṉṉarum,
puḷḷai ūrti ātalāl ateṉkol miṉkoḷ nēmiyāy,
puḷḷiṉ meyppakaik kaṭal kiṭattal kātalittatē?


20
kūcamoṉṟum iṉṟi mācuṇam paṭuttu vēlainīr,
pēcaniṉṟa tēvar vantu pāṭa muṉ kiṭantatum,
pācam niṉṟa nīrilvāḻum āmaiyāṉa kēcavā,
ēca aṉṟu nī kiṭantavāṟu kūṟu tēṟavē.


21
araṅkaṉē! taraṅkanīr kalaṅka aṉṟu kuṉṟucūḻ,
maraṅkaḷ tēya mānilam kuluṅka mācuṇam culāy,
neruṅka nī kaṭaintapōtu niṉṟa cūrar eṉceytār?
kuraṅkai āḷukanta entai! kūṟutēṟa vēṟitē.


22
paṇṭum iṉṟum mēlumāy ōr pālaṉāki ñālamēḻum,
uṇṭu maṇṭi ālilait tuyiṉṟa āti tēvaṉē,
vaṇṭu kiṇṭu taṇ tuḻāy alaṅkalāy! kalantacīr,
puṇṭarīka pāvai cērum mārpa! pūmi nātaṉē!


23
vāl niṟattu ōr cīyamāy vaḷainta vāḷ eyiṟṟavaṉ,
ūṉ niṟattu ukirttalam aḻuttiṉāy! ulāyacīr,
nālniṟatta vētanāvar nalla yōkiṉāl vaṇaṅku,
pālniṟak kaṭal kiṭanta paṟpanāpaṉ allaiyē?


24
kaṅkainīr payanta pāta paṅkayattu em aṇṇalē,
aṅkaiyāḻi caṅkutaṇṭu villum vāḷum ēntiṉāy,
ciṅkamāya tēvatēva! tēṉulāvu meṉmalar,
maṅkai maṉṉi vāḻum mārpa! āḻimēṉi māyaṉē!


25
varattiṉil cirattai mikka vāḷeyiṟṟu maṟṟavaṉ,
urattiṉil karattai vaittu ukirttalattai ūṉṟiṉāy,
iratti nī iteṉṉa poy? iranta maṇ vayiṟṟuḷē,
karatti uṉ karuttai yāvar kāṇavallar kaṇṇaṉē!


26
āṇiṉōṭu peṇṇumāki allavōṭu nallavāy,
ūṇoṭu ōcai ūṟumāki oṉṟalāta māyaiyāy,
pūṇi pēṇum āyaṉākip poyyiṉōṭu meyyumāy,
kāṇi pēṇum māṇiyāyk karantuceṉṟa kaḷvaṉē!


27
viṇkaṭanta cōtiyāy viḷaṅku ñāṉa mūrttiyāy,
paṇkaṭanta tēcamēvu pāvanāca nātaṉē,
eṇkaṭanta yōkiṉōṭu irantuceṉṟu māṇiyāy,
maṇkaṭanta vaṇṇam niṉṉai yār matikka vallarē?


28
paṭaitta pār iṭantu aḷantu atuṇṭu umiḻntu pauvanīr,
paṭaittu aṭaittu atil kiṭantu muṉkaṭainta peṟṟiyōy,
miṭaitta māli mālimāṉ vilaṅku kālaṉūr puka,
paṭaikkalam viṭutta palpaṭait taṭakkai māyaṉē!


29
parattilum parattaiyāti pauvanīr aṇaik kiṭantu,
urattilum oruttitaṉṉai vaittu ukantatu aṉṟiyum,
narattilum piṟatti nāta ñāṉamūrtti āyiṉāy,
oruttarum niṉātu taṉmai iṉṉateṉṉa vallarē?


30
vāṉakamum maṇṇakamum veṟpum ēḻkaṭalkaḷum,
pōṉakam ceytu ālilait tuyiṉṟa puṇṭarīkaṉē,
tēṉakañ cey taṇṇaṟum malarttuḻāy naṉ mālaiyāy,
kūṉakam pukat teṟitta koṟṟavilli allaiyē?


31
kālanēmi kālaṉē! kaṇakkilāta kīrttiyāy,
ñālamēḻum uṇṭu paṇṭu ōr pālaṉāya paṇpaṉē,
vēlai vēva vil vaḷaitta vel ciṉatta vīra, niṉ,
pālarāya pattar cittam mutticeyyum mūrttiyē!


32
kurakkiṉap paṭaikoṭu kurai kaṭaliṉ mītupōy,
arakkar aṅku araṅka veñcaram turanta āti nī,
irakka maṇ koṭuttavaṟku irakkam oṉṟum iṉṟiyē,
parakka vaittu aḷantukoṇṭa paṟpapātaṉ allaiyē?


33
miṉ niṟattu eyiṟṟarakkaṉ vīḻa veñcaram turantu,
piṉṉavaṟku aruḷ purintu aracaḷitta peṟṟiyōy,
naṉṉiṟattu ōr iṉcol ēḻai piṉṉai kēḷva! maṉṉucīr,
poṉṉiṟatta vaṇṇāṉāya puṇṭarīkaṉ allaiyē?


34
ātiyāti āti nī ōraṇṭam āti ātalāl,
cōtiyāta cōti nī atuṇmaiyil viḷaṅkiṉāy,
vētamāki vēḷviyāki viṇṇiṉōṭu maṇṇumāy,
ātiyāki āyaṉāya māyam eṉṉa māyamē?


35
ampu ulāvu mīṉum āki āmai āki āḻiyār,
tampirāṉumāki mikka aṉpu mikku ataṉṟiyum,
komparāvu nuṇmaruṅkul āyarmātar piḷḷaiyāy,
empirāṉum āya vaṇṇam eṉkolō em īcaṉē!


36
āṭakatta pūṇmulai yacōtai āycci piḷḷaiyāy,
cāṭu utaittu ōr puḷḷatu āvi kaḷḷa tāya pēymakaḷ,
vīṭuvaitta veyya koṅkai aiyapāl amutuceytu,
āṭakakkai mātarvāy amutam uṇṭatu eṉkolō?


37
kāytta nīḷ viḷaṅkaṉi utirttu etirnta pūṅkuruntam,
cāyttu mā piḷanta kait talatta kaṇṇaṉ eṉparāl,
āycci pālai uṇṭu maṇṇai uṇṭu veṇṇey uṇṭu piṉ,
pēycci pālai uṇṭu paṇṭu ōr ēṉamāya vāmaṉā!


38
kaṭam kalanta vaṉkari maruppu ocittu ōr poykaivāy,
viṭaṅkalanta pāmpiṉmēl naṭampayiṉṟa nātaṉē,
kuṭaṅkalanta kūttaṉāya koṇṭalvaṇṇa! taṇṭuḻāy,
vaṭaṅkalanta mālaimārpa! kālanēmi kālaṉē!


39
veṟpeṭuttu vēlainīr kalakkiṉāy ataṉṟiyum,
veṟpeṭuttu vēlainīr varampukaṭṭi vēlaicūḻ,
veṟpeṭutta iñci cūḻ ilaṅkai kaṭṭaḻitta nī,
veṟpeṭuttu mārikātta mēkavaṇṇaṉ allaiyē!


40
āṉaikāttu ōr āṉai koṉṟu ataṉṟi āyar piḷḷaiyāy,
āṉai mēytti āṉey uṇṭi aṉṟu kuṉṟam oṉṟiṉāl,
āṉaikāttu maiyarik kaṇ mātarār tiṟattu muṉ,
āṉaiyaṉṟu ceṉṟu aṭartta māyam eṉṉa māyamē?


41
āyaṉāki āyar maṅkai vēyatōḷ virumpiṉāy,
āya! niṉṉai yāvar vallar amparattoṭu imparāy,
māya! māya māyaikol ataṉṟi nī vakuttalum,
māyamāyam ākkiṉāy uṉ māyamuṟṟum māyamē.


42
vēṟicainta cekkarmēṉi nīraṇinta puṉcaṭai,
kīṟu tiṅkaḷ vaittavaṉ kai vaitta vaṉkapāl micai,
ūṟu ceṅkurutiyāl niṟaitta kāraṇantaṉai,
ēṟu ceṉṟu aṭartta īca! pēcu kūcam iṉṟiyē.


43
veñciṉatta vēḻaveṇ maruppocittu uruttamā,
kañcaṉaik kaṭintu maṇ aḷantukoṇṭa kālaṉē,
vañcaṉattu vanta pēycci āvi pāluḷ vāṅkiṉāy,
añcaṉatta vaṇṇāṉāya ātitēvaṉ allaiyē?


44
pāliṉ nīrmai cempoṉ nīrmai pāciyiṉ pacumpuṟam,
pōlum nīrmai poṟpuṭait taṭattu vaṇṭu viṇṭulām,
nīla nīrmai eṉṟivai niṟainta kālam nāṉkumāy,
māliṉ nīrmai vaiyakam maṟaittatu eṉṉa nīrmaiyē?


45
maṇṇuḷāykol viṇṇuḷāykol maṇṇuḷē mayaṅki niṉṟu,
eṇṇum eṇ akappaṭāykol eṉṉa māyai, niṉtamar,
kaṇṇuḷāykol cēyaikol aṉantaṉ mēl kiṭanta em,
puṇṇiyā, puṉantuḻāy alaṅkalam puṉitaṉē!


46
tōṭu peṟṟa taṇṭuḻāy alaṅkal āṭu ceṉṉiyāy,
kōṭupaṟṟi āḻiyēnti añciṟaippuḷ ūrtiyāl,
nāṭu peṟṟa naṉmai naṇṇam illaiyēṉum nāyiṉēṉ,
vīṭu peṟṟu iṟappoṭum piṟappu aṟukkumō colē.


47
kāroṭu otta mēṉi naṅkaḷ kaṇṇa! viṇṇiṉ nātaṉē,
nīr iṭattu arāvaṇaik kiṭatti eṉpar aṉṟiyum,
ōr iṭattai allai ellai illaiyeṉpar ātalāl,
cērviṭattai nāyiṉēṉ terintu iṟaiñcumāṟu colē.


48
kuṉṟil niṉṟu vāṉiruntu nīḷkaṭal kiṭantu maṇ,
oṉṟu ceṉṟu atu oṉṟai uṇṭu atu oṉṟu iṭantu paṉṟiyāy,
naṉṟu ceṉṟa nāḷ avaṟṟuḷ nalluyir paṭaittu avarkku,
aṉṟu tēvu amaittu aḷitta ātitēvaṉ allaiyē?


49
koṇṭai koṇṭa kōtaimītu tēṉulāvu kūṉikūṉ,
uṇṭai koṇṭu araṅkavōṭṭi uḷmakiḻnta nātaṉūr,
naṇṭai uṇṭu nārai pēra vāḷai pāya nīlamē,
aṇṭai koṇṭu keṇṭai mēyum antaṇīr araṅkamē.


50
veṇ tiraik karuṅkaṭal civantu vēva muṉṉōr nāḷ,
tiṇ tiṟal cilaikkai vāḷi viṭṭa vīrar cērumūr,
eṇ ticaik kaṇaṅkaḷum iṟaiñci āṭu tīrtta nīr,
vaṇṭu iraitta cōlai vēli maṉṉucīr araṅkamē.


51
caraṅkaḷait turantu vil vaḷaittu ilaṅkai maṉṉavaṉ,
ciraṅkaḷ pattu aṟuttu utirtta celvar maṉṉu poṉṉiṭam,
parantu poṉ nirantu nunti vantu alaikkum vārpuṉal,
araṅkam eṉpar nāṉmukattu ayaṉ paṇinta kōyilē.


52
poṟṟai uṟṟa muṟṟal yāṉai pōr etirntu vantatai,
paṟṟi uṟṟu maṟṟataṉ maruppu ocitta pākaṉūr,
ciṟṟeyiṟṟu muṟṟal mūṅkil mūṉṟu taṇṭar oṉṟiṉar,
aṟṟa paṟṟar cuṟṟi vāḻum antaṇīr araṅkamē.


53
mōṭiyōṭu ilaccaiyāya cāpam eyti mukkaṇāṉ,
kūṭu cēṉai makkaḷōṭu koṇṭu maṇṭi veñcamattu,
ōṭa vāṇaṉ āyiram karaṅkaḷ kaḻitta ātimāl,
pīṭu kōyil kūṭunīr araṅkameṉṟa pēr atē.


54
ilait talaic caram turantu ilaṅkai kaṭṭaḻittavaṉ,
malait talaip piṟantu iḻintu vantu nuntu cantaṉam,
kulaittu alaittu iṟuttu eṟinta kuṅkumak kuḻampiṉōṭu,
alaittu oḻuku kāviri araṅkamēya aṇṇalē.


55
maṉṉu māmalark kiḻatti vaiyamaṅkai maintaṉāy,
piṉṉum āyar piṉṉai tōḷ maṇam puṇarntatu aṉṟiyum,
uṉṉa pātam eṉṉa cintai maṉṉa vaittu nalkiṉāy,
poṉṉi cūḻ araṅkamēya puṇṭarīkaṉ allaiyē?


56
ilaṅkai maṉṉaṉ aintoṭu aintu paintalai nilattu uka,
kalaṅka aṉṟu ceṉṟu koṉṟu veṉṟi koṇṭa vīraṉē,
vilaṅku nūlar vētanāvar nītiyāṉa kēḷviyār,
valaṅkoḷak kuṭantaiyuḷ kiṭanta mālum allaiyē?


57
caṅku taṅku muṉkai naṅkai koṅkai taṅkal uṟṟavaṉ,
aṅkam maṅka aṉṟu ceṉṟu aṭarttu eṟinta āḻiyāṉ,
koṅku taṅku vārkuḻal maṭantaimār kuṭainta nīr,
poṅkutaṇ kuṭantaiyuḷ kiṭanta puṇṭarīkaṉē!


58
maraṅkeṭa naṭantu aṭarttu matta yāṉai mattakattu,
uraṅkeṭap puṭaittu ōr kompocittu ukanta uttamā,
turaṅkam vāy piḷantu maṇ aḷanta pāta, vētiyar,
varaṅkoḷak kuṭantaiyuḷ kiṭanta mālum allaiyē?


59
cāli vēli taṇvayal taṭaṅkiṭaṅku pūmpoḻil,
kōlamāṭa nīṭu taṇ kuṭantai mēya kōvalā,
kālanēmi vakkaraṉ karaṉ muraṉ ciram avai,
kālaṉōṭu kūṭa vil kuṉitta viṟkai vīraṉē!


60
ceḻuṅkoḻum perumpaṉi poḻintiṭa uyarnta vēy,
viḻuntu ularntu eḻuntu viṇ puṭaikkum vēṅkaṭattuḷ niṉṟu,
eḻuntiruntu tēṉ poruntu pūmpoḻil taḻaik koḻum,
ceḻuntaṭaṅ kuṭantaiyuḷ kiṭanta mālum allaiyē?


61
naṭanta kālkaḷ nontavō naṭuṅku ñālam ēṉamāy,
iṭanta mey kuluṅkavō ilaṅku māl varaic curam,
kaṭanta kāl paranta kāvirik karaik kuṭantaiyuḷ,
kiṭantavāṟu eḻuntiruntu pēcu vāḻi kēcaṉē!


62
karaṇṭamāṭu poykaiyuḷ karumpaṉaip perumpaḻam,
puraṇṭu vīḻa vāḷai pāy kuṟuṅkoṭi neṭuntakāy,
tiraṇṭatōḷ iraṇiyaṉ ciṉaṅkoḷ ākamoṉṟaiyum,
iraṇṭukūṟu ceytukanta ciṅkameṉpatu uṉṉaiyē.


63
naṉṟiruntu yōkanīti naṇṇuvārkaḷ cintaiyuḷ,
ceṉṟu iruntu tīviṉaikaḷ tīrtta tēva tēvaṉē,
kuṉṟu irunta māṭam nīṭu pāṭakattum ūrakattum,
niṉṟu iruntu veḵkaṇaik kiṭantatu eṉṉa nīrmaiyē?


64
niṉṟatu entai ūrakattu iruntatu entai pāṭakattu,
aṉṟu veḵkaṇaik kiṭantatu eṉṉilāta muṉṉelām,
aṉṟu nāṉ piṟantilēṉ piṟanta piṉ maṟantilēṉ,
niṉṟatum iruntatum kiṭantatum eṉ neñcuḷē.


65
niṟpatum ōr veṟpakattu iruppum viṇ kiṭappatum,
naṟ peruntiraik kaṭaluḷ nāṉilāta muṉṉelām,
aṟputaṉ aṉanta cayaṉaṉ ātipūtaṉ mātavaṉ,
niṟpatum iruppatum kiṭappatum eṉ neñcuḷē.


66
iṉṟu cātal niṉṟu cātal aṉṟi yārum vaiyakattu,
oṉṟi niṉṟu vāḻtaliṉmai kaṇṭum nīcar eṉkolō,
aṉṟu pār aḷanta pāta pōtai uṉṟi vāṉiṉmēl,
ceṉṟu ceṉṟu tēvarāy irukkilāta vaṇṇamē?


67
caṇṭa maṇṭalattiṉūṭu ceṉṟuvīṭu peṟṟumēl,
kaṇṭu vīṭilāta kātal iṉpam nāḷum eytuvīr,
puṇṭarīka pāta puṇyakīrtti num cevi maṭuttu,
uṇṭu num uṟuviṉait tuyaruḷ nīṅki uymmiṉō.


68
muttiṟattu vāṇiyattu iraṇṭil oṉṟum nīcarkaḷ,
mattarāy mayaṅkukiṉṟatu iṭṭu atil iṟantu pōntu,
ettiṟattum uyvatōr upāyamillai uykuṟil,
tottiṟatta taṇtuḻāy naṉ mālai vāḻtti vāḻmiṉō.


69
kāṇilum urup polār cevikku iṉāta kīrttiyār,
pēṇilum varam tarum miṭukkilāta tēvarai,
āṇam eṉṟu aṭaintu vāḻum ātarkāḷ! em ātipāl,
pēṇi num piṟappeṉum piṇakku aṟukka kiṟṟirē.


70
kuntamōṭu cūlamvēlkaḷ tōmaraṅkaḷ taṇṭuvāḷ,
pantamāṉa tēvarkaḷ parantu vāṉakam uṟa,
vanta vāṇaṉ īraiñnūṟu tōḷkaḷait tuṇitta nāḷ,
antavanta ākulam amararē aṟivarē.


71
vaṇṭulāvu kōtaimātar kāraṇattiṉāl vekuṇṭu,
iṇṭa vāṇaṉ īraiñnūṟu tōḷkaḷait tuṇitta nāḷ,
muṇṭaṉ nīṟaṉ makkaḷ veppu mōṭi aṅki ōṭiṭak,
kaṇṭu nāṇi vāṇaṉukku iraṅkiṉāṉ em māyaṉē.


72
pōtil maṅkai pūtalak kiḻatti tēvi aṉṟiyum,
pōtu taṅku nāṉmukaṉ makaṉ avaṉ makaṉ colil,
mātu taṅku kūṟaṉ ēṟatu ūrti eṉṟu vētanūl,
ōtukiṉṟatu uṇmai allatu illai maṟṟuraikkilē.


73
maram potac caranturantu vāli vīḻa muṉṉorunāḷ,
uram potac caranturanta umparāḷi empirāṉ,
varam kuṟippil vaittavarkku alātu vāṉam āḷilum,
nirampu nīṭu pōkam ettiṟattum yārkkum illaiyē.


74
aṟintu aṟintu vāmaṉaṉ aṭiyiṇai vaṇaṅkiṉāl,
ceṟintu eḻunta ñāṉamōṭu celvamum ciṟantiṭum,
maṟintu eḻunta teṇtiraiyuḷ maṉṉu mālai vāḻttiṉāl,
paṟintu eḻuntu tīviṉaikaḷ paṟṟaṟutal pāṉmaiyē.


75
oṉṟi niṉṟu naltavam ceytu ūḻi ūḻitōṟelām,
niṉṟuniṉṟu avaṉ kuṇaṅkaḷ uḷḷiyuḷḷam tūyarāy,
ceṉṟu ceṉṟu tēvatēvar umpar umpar umparāy,
aṉṟi eṅkaḷ ceṅkaṇmālai yāvarkāṇa vallarē?


76
puṉpula vaḻiyaṭaittu arakku ilacciṉai ceytu,
naṉpula vaḻitiṟantu ñāṉa naṟcuṭar koḷīi,
eṉpil eḷki neñcuruki uḷ kaṉintu eḻuntatōr,
aṉpil aṉṟi āḻiyāṉai yāvar kāṇa vallarē?


77
eṭṭum eṭṭum eṭṭumāy ōrēḻum ēḻum ēḻumāy,
eṭṭum mūṉṟum oṉṟum āki niṉṟa āti tēvaṉai,
eṭṭiṉāya pētamōṭu iṟaiñci niṉṟu avaṉ peyar,
eṭṭeḻuttum ōtuvārkaḷ vallar vāṉam āḷavē.


78
cōrvilāta kātalāl toṭakkaṟā maṉattarāy,
nīr arāvu aṇaik kiṭanta niṉmalaṉ nalaṅkaḻal,
ārvamōṭu iṟaiñci niṉṟu avaṉ pēr eṭṭu eḻuttumē,
vāramāka ōtuvārkaḷ vallar vāṉam āḷavē.


79
pattiṉōṭu pattumāy ōr ēḻiṉōṭu ōr oṉpatāy,
pattu-nāl ticaikkaṇ niṉṟa nāṭu peṟṟa naṉmaiyāy,
pattiṉāya tōṟṟamōṭu ōr āṟṟal mikka ātipāl,
pattarām avarkkalātu mutti muṟṟal ākumē?


80
vāciyāki nēcamiṉṟi vantu etirnta tēṉukaṉ,
nācamāki nāḷulappa naṉmai cēr paṉaṅkaṉikku,
vīci mēl nimirnta tōḷil illaiyākkiṉāy, kaḻaṟku,
ācaiyām avarkkalāl amarar ākalākumē?


81
kaṭaintu pāṟkaṭal kiṭantu kālanēmiyaik kaṭintu,
uṭainta vāli taṉpiṉukku utava vantu irāmaṉāy,
miṭainta ēḻ maraṅkaḷum aṭaṅka eytu, vēṅkaṭam,
aṭainta māla pātamē aṭaintu nāḷum uymmiṉō.


82
ettiṟattum ottu niṉṟu uyarntu uyarnta peṟṟiyōy,
muttiṟattu mūri nīr arāvaṇait tuyiṉṟa, niṉ,
pattu uṟutta cintaiyōṭu niṉṟu pācam viṭṭavarkku,
ettiṟattum iṉpam iṅkum aṅkum eṅkum ākumē.


83
maṭṭu ulāvu taṇtuḻāy alaṅkalāy! polaṉ kaḻal,
viṭṭu vīḷvilāta pōkam viṇṇil naṇṇi ēṟiṉum,
eṭṭiṉōṭu iraṇṭeṉum kayiṟṟiṉāl maṉantaṉaik,
kaṭṭi vīṭilātu vaitta kātal iṉpam ākumē.


84
piṉpiṟakka vaittaṉaṉ kol aṉṟi niṉṟu taṉkaḻaṟku,
aṉpuṟaikka vaitta nāḷ aṟintaṉaṉ kol āḻiyāṉ,
taṉ tiṟattor aṉpilā aṟivilāta nāyiṉēṉ,
eṉ tiṟattil eṉkol empirāṉ kuṟippil vaittatē?


85
naccarāvaṇaik kiṭanta nāta! pāta pōtiṉil,
vaitta cintai vāṅkuvittu nīṅkuvikka nīyiṉam,
meyttaṉ vallai ātalāl aṟintaṉaṉ niṉ māyamē,
uyttu niṉ mayakkiṉil mayakkal eṉṉai māyaṉē!


86
cāṭu cāṭu pātaṉē! calaṅkalanta poykaivāy,
āṭarāviṉ vaṉpiṭar naṭampayiṉṟa nātaṉē,
kōṭu nīṭu kaiya! ceyya pātam nāḷum uḷḷiṉāl,
vīṭaṉāka meyceyāta vaṇṇameṉkol? kaṇṇaṉē!


87
neṟṟi peṟṟa kaṇṇaṉ viṇṇiṉ nātaṉōṭu pōtiṉmēl,
naṟṟavattu nātaṉōṭu maṟṟumuḷḷa vāṉavar,
kaṟṟa peṟṟiyāl vaṇaṅku pāta! nāta! vēta! niṉ,
paṟṟalāl ōr paṟṟu maṟṟatu uṟṟilēṉ uraikkilē.


88
veḷḷai vēlai veṟpu nāṭṭi veḷ eyiṟṟu arāvu aḷāy,
aḷḷalāyk kaṭainta aṉṟu aruvaraikku ōr āmaiyāy,
uḷḷa nōykaḷ tīrmaruntu vāṉavarkku aḷitta, em,
vaḷḷalārai aṉṟi maṟṟōr teyvam nāṉ matippaṉē?


89
pār mikutta pāram muṉ oḻiccuvāṉ aruccaṉaṉ,
tēr mikuttu māyamākki niṉṟu koṉṟu veṉṟicēr,
mā ratarkku vāṉkoṭuttu vaiyam aivar pālatām,
cīrmikutta niṉṉalāl ōr teyvam nāṉ matippaṉē?


90
kulaṅkaḷāya īr iraṇṭil oṉṟilum piṟantilēṉ,
nalaṅkaḷāya naṟkalaikaḷ nālilum naviṉṟilēṉ,
pulaṉkaḷ aintum veṉṟilēṉ poṟiyilēṉ puṉita, niṉ,
ilaṅku pātam aṉṟi maṟṟōr paṟṟilēṉ em īcaṉē!


91
paṇ ulāvu meṉmoḻip paṭaittaṭaṅkaṇāḷ poruṭṭu,
eṇṇilā arakkarai neruppiṉāl nerukkiṉāy,
kaṇṇalāl ōr kaṇṇilēṉ kalanta cuṟṟam maṟṟilēṉ,
eṇṇilāta māya! niṉṉai eṉṉuḷ nīkkal eṉṟumē.


92
viṭaik kulaṅkaḷ ēḻaṭarttu veṉṟi vēṟkaṇ mātarār,
kaṭik kalanta tōḷ puṇarnta kāli āya! vēlainīr,
paṭaittu aṭaittu atil kiṭantu muṉkaṭaintu niṉtaṉakku,
aṭaikkalam pukunta eṉṉai añcal eṉṉa vēṇṭumē.


93
curumpu araṅku taṇtuḻāy tutaintu alarnta pātamē,
virumpi niṉṟu iṟaiñcuvēṟku iraṅku araṅka vāṇaṉē,
karumpirunta kaṭṭiyē! kaṭalkiṭanta kaṇṇaṉē,
irumpu araṅka veñcaram turanta villi irāmaṉē!


94
ūṉiṉ mēya āvi nī uṟakkamōṭu uṇarcci nī,
āṉil mēya aintum nī avaṟṟuḷ niṉṟa tūymai nī,
vāṉiṉōṭu maṇṇum nī vaḷaṅkaṭal payaṉum nī,
yāṉum nī ataṉṟi empirāṉum nī irāmaṉē!


95
aṭakkarum pulaṉkaḷ aintaṭakki ācaiyām avai,
toṭakku aṟuttu vantu niṉ toḻiṟkaṇ niṉṟa eṉṉai nī,
viṭak karuti meyceyātu mikkōr ācai ākkilum,
kaṭalkiṭanta niṉṉalāl ōr kaṇṇilēṉ em aṇṇalē!


96
varampilāta māya! māya! vaiyamēḻum meymmaiyē,
varampil ūḻi ēttilum varampilāta kīrttiyāy,
varampilāta palpiṟappu aṟuttu vantu niṉkaḻal,
poruntumāṟu irunta nī varam cey puṇṭarīkaṉē!


97
veyyavāḻi caṅkutaṇṭu villum vāḷum ēntucīr,
kaiya, ceyya pōtil mātu cērum mārpa nātaṉē,
aiyilāya ākkai nōy aṟuttuvantu niṉṉaṭaintu,
uyvatōr upāyam nī eṉakku nalka vēṇṭumē.


98
maṟam tuṟantu vañcamāṟṟi aimpulaṉkaḷ ācaiyum,
tuṟantu, niṉ kaṇ ācaiyē toṭarntu niṉṟa nāyiṉēṉ,
piṟantu iṟantu pēriṭar cuḻikkaṇiṉṟu nīṅkumā,
maṟantiṭātu maṟṟeṉakku māya! nalka vēṇṭumē.


99
kāṭṭi nāṉ cey valviṉaippayaṉ taṉāl maṉantaṉai,
nāṭṭi vaittu nallavalla ceyya eṇṇiṉār eṉa,
kēṭṭataṉṟi eṉṉatāvi piṉṉai kēḷva! niṉṉoṭum,
pūṭṭi vaitta eṉṉai niṉṉuḷ nīkkal pūvai vaṇṇaṉē!


100
piṟappiṉōṭu pēriṭar cuḻikkaṇ niṉṟum nīṅkumaḵtu,
iṟappa vaitta ñāṉa nīcarai karaik koṭēṟṟumā,
peṟaṟku ariya niṉṉapāta pattiyāṉa pācaṉam,
peṟaṟku ariya māyaṉē! eṉakku nalka vēṇṭumē.


101
irantu uraippatu uṇṭuvāḻi ēmanīr niṟattamā,
varam tarum tirukkuṟippil vaittatākil maṉṉucīr,
paranta cintai oṉṟi niṉṟu niṉṉa pāta paṅkayam,
nirantaram niṉaippatāka nī niṉaikka vēṇṭumē.


102
viḷvilāta kātalāl viḷaṅku pāta pōtil vaittu,
uḷḷuvēṉ atu ūṉanōy oḻikkumāṟu eḻikku nīr,
paḷḷimāya paṉṟiyāya veṉṟivīra, kuṉṟiṉāl,
tuḷḷunīr varampu ceyta tōṉṟal oṉṟu colliṭē.


103
tiruk kalantu cērumārpa! tēvatēva tēvaṉē,
irukku alanta vētanīti āki niṉṟa niṉmalā,
karukkalanta kāḷamēka mēṉiyāya niṉpeyar,
urukkalantu oḻivilātu uraikkumāṟu uraiceyē.


104
kaṭuṅkavantaṉ vakkaraṉ karaṉ muraṉ ciram avai,
iṭantu kūṟu ceyta palpaṭait taṭakkai māyaṉē,
kiṭantu iruntu niṉṟu iyaṅku pōtum niṉṉa poṟkaḻal,
toṭarntu mīḷvu ilātatōr toṭarcci nalka vēṇṭumē.


105
maṇṇai uṇṭu umiḻntu piṉ irantu koṇṭu aḷantu maṇ,
kaṇṇuḷ allatu illai eṉṟu veṉṟa kālam āyiṉāy,
paṇṇai veṉṟa iṉcol maṅkai koṅkai taṅku paṅkayak,
kaṇṇa, niṉṉa vaṇṇam allatu illai eṇṇum vaṇṇamē.


106
kaṟuttu etirnta kālanēmi kālaṉōṭu kūṭa, aṉṟu,
aṟutta āḻi caṅkutaṇṭu villum vāḷum ēntiṉāy,
toṟuk kalanta ūṉamaḵtu oḻikka aṉṟu kuṉṟam muṉ,
poṟutta niṉ pukaḻkkalāl ōr nēcamillai neñcamē!


107
kāyciṉatta kāci maṉṉaṉ vakkaraṉ pavuṇṭiraṉ,
māciṉatta māli māṉ cumāli kēci tēṉukaṉ,
nācamuṟṟu vīḻanāḷ kavarnta niṉ kaḻaṟkalāl,
nēcapācam ettiṟattum vaittiṭēṉ em īcaṉē!


108
kēṭil cīr varattaṉāy keṭum varattu ayaṉ araṉ,
nāṭiṉōṭu nāṭṭam āyirattaṉ nāṭu naṇṇilum,
vīṭu atāṉa pōkam eyti vīṟṟirunta pōtilum,
kūṭum ācai allatu oṉṟu koḷvaṉō kuṟippilē?


109
curukku vārai iṉṟiyē curuṅkiṉāy curuṅkiyum,
perukku vārai iṉṟiyē perukkam eytu peṟṟiyōy,
cerukkuvārkaḷ tīkkuṇaṅkaḷ tīrtta tēvatēvaṉeṉṟu,
irukkuvāy muṉikkaṇaṅkaḷ ētta yāṉum ēttiṉēṉ.


110
tūyaṉāyum aṉṟiyum curumpu ulāvu taṇṭuḻāy,
māya! niṉṉai nāyiṉēṉ vaṇaṅki vāḻttum ītelām,
nīyum niṉ kuṟippiṉil poṟuttu nalku vēlainīrp,
pāyalōṭu pattar cittam mēya vēlai vaṇṇaṉē!


111
vaitu niṉṉai vallavā paḻittavarkkum māṟilpōr,
ceytu niṉṉai ceṟṟa tīyil ventavarkkum vantu uṉṉai,
eytalākum eṉpar ātalāl em māya! nāyiṉēṉ,
ceyta kuṟṟam naṟṟamākavē koḷ ñāla nātaṉē!


112
vāḷkaḷāki nāḷkaḷ cella nōymai kuṉṟi mūppeyti,
māḷu nāḷ atu ātalāl vaṇaṅki vāḻttu eṉ neñcamē,
āḷatākum naṉmaiyeṉṟu naṉku uṇarntatu aṉṟiyum,
mīḷvilāta pōkam nalka vēṇṭum māla pātamē.


113
calaṅkalanta ceñcaṭaik kaṟutta kaṇṭaṉ veṇtalaip,
pulaṉ kalaṅka uṇṭa pātakattaṉ vaṉ tuyar keṭa,
alaṅkal mārvil vācanīr koṭuttavaṉ aṭuttacīr,
nalaṅkoḷ mālai naṇṇum vaṇṇam eṇṇum vāḻi neñcamē!


114
īṉamāya eṭṭum nīkki ētamiṉṟi mītupōy,
vāṉamāḷa vallaiyēl vaṇaṅki vāḻttu eṉ neñcamē,
ñāṉamāki ñāyiṟāki ñālamuṟṟum ōr eyiṟṟu,
ēṉamāy iṭanta mūrtti entai pātam eṇṇiyē.


115
attaṉāki aṉṉaiyāki āḷum em pirāṉumāy,
ottu ovvāta palpiṟappu oḻittu nammai āṭkoḷvāṉ,
muttaṉār mukuntaṉār pukuntu nam uḷ mēviṉār,
ettiṉāl iṭarkkaṭal kiṭatti ēḻai neñcamē!


116
māṟuceyta vāḷarakkaṉ nāḷ ulappa, aṉṟu ilaṅkai,
nīṟuceytu ceṉṟu koṉṟu veṉṟi koṇṭa vīraṉār,
vēṟuceytu tammuḷ eṉṉai vaittiṭāmaiyāl, namaṉ,
kūṟuceytu koṇṭu iṟanta kuṟṟam eṇṇa vallaṉē.


117
accam nōyoṭu allal palpiṟappu avāya mūppu ivai,
vaitta cintai vaitta vākkai māṟṟi vāṉilēṟṟuvāṉ,
accutaṉ aṉanta kīrtti āti antam illavaṉ,
naccu nākaṇaik kiṭanta nātaṉ vēta kītaṉē.


118
colliṉum toḻiṟkaṇum toṭakku aṟāta aṉpiṉum,
allum naṉpakaliṉōṭum āṉa mālai kālaiyum,
alli nāṇ malark kiḻatti nāta! pāta pōtiṉai,
pulliyuḷḷam viḷvilātu pūṇṭu mīṇṭatu illaiyē.


119
poṉṉicūḻ araṅkamēya pūvaivaṇṇa! māya! kēḷ,
eṉṉatāvi eṉṉum valviṉaiyiṉ uḷ koḻuntu eḻuntu,
uṉṉa pātam eṉṉa niṉṟa oṇcuṭark koḻumalar,
maṉṉa vantu pūṇṭu vāṭṭamiṉṟi eṅkum niṉṟatē.


120
iyakkaṟāta palpiṟappil eṉṉai māṟṟi iṉṟu vantu,
uyakkoḷ mēka vaṇṇaṉ naṇṇi eṉṉil āya taṉṉuḷē,
mayakkiṉāṉ taṉ maṉṉucōti ātalāl eṉ āvitāṉ,
iyakku elām aṟuttu aṟāta iṉpa vīṭu peṟṟatē.


Vom „Du bist alles“ zum „Du bist in meinem Herzen“

Wenn man das Tiruchanda Viruttam als Ganzes liest, zeigt sich eine bemerkenswerte innere Bewegung. Die ersten Verse versuchen, den Herrn durch die gesamte Struktur des Kosmos hindurch zu erkennen. Alles wird aufgezählt: Elemente, Sinne, Zahlen, Zeiten, Veden, Formen, Götter und Welten.

Doch je weiter das Gedicht fortschreitet, desto weniger genügt dem Dichter die Aussage: „Gott ist überall.“ Er möchte sagen können: „Gott ist hier – in meinem Herzen.“

Das ist ein entscheidender Unterschied. Eine philosophische Wahrheit wird zur Beziehung. Der Herr ist nicht nur Ursache der Welt, sondern „mein Herr“, nicht nur Licht jenseits des Lichtes, sondern die Gegenwart, die den Geist nicht mehr verlässt.

Für Yoga-Aspiranten kann dies ein wertvoller Impuls sein. Es genügt nicht immer, hohe Wahrheiten gedanklich zu verstehen. Meditation wird lebendig, wenn eine erkannte Wahrheit innerlich erfahren, erinnert und schließlich Teil der eigenen Haltung wird.

Mantra, Japa und die Sammlung des Geistes

Die Verse über die acht Silben gehören zu den Stellen, an denen das Tiruchanda Viruttam besonders unmittelbar mit heutiger spiritueller Praxis verbunden werden kann. Der Name Nārāyaṇas wird nicht als magische Formel präsentiert, sondern als Mittelpunkt einer liebenden Ausrichtung.

Japa bedeutet, den Geist immer wieder zurückzuführen. Genau dies geschieht im späteren Teil des Gedichts: Der Āḻvār bittet darum, dass sein Geist die göttlichen Füße nirantaram – beständig, ohne Unterbrechung – erinnere.

Eine einfache Praxis, die von dieser Haltung inspiriert sein kann:

Oṃ Namo Nārāyaṇāya

langsam und bewusst wiederholen, den Klang hören und den Geist immer wieder in die Gegenwart zurückbringen. Nicht die Zahl der Wiederholungen allein ist entscheidend, sondern die zunehmende Sammlung und Hingabe.

Oben: „Om Namo Narayanaya“ im Yoga-Vidya-Satsang. Rezitation und Kirtan machen hörbar, was das Tiruchanda Viruttam als beständige Erinnerung an Nārāyaṇa beschreibt.

Sinneskontrolle und Liebe

Pāsuram 76 ist für Yoga-Aspiranten besonders interessant. Der Dichter spricht davon, die schlechten Wege der Sinne zu schließen, den guten Weg zu öffnen, das Licht des Wissens aufzunehmen und das Herz weich werden zu lassen.

Bemerkenswert ist der Schluss: Ohne Liebe kann der Herr nicht wirklich geschaut werden.

Damit vermeidet der Text eine rein asketische Spiritualität. Pratyāhāra, Sammlung und Erkenntnis haben ihren Platz; doch ihr Ziel ist nicht emotionale Kälte. Das Herz soll nicht hart, sondern durchlässig werden.

Im Tiruchanda Viruttam führt die Erinnerung an Krishna, Rama, Narasimha, Vamana und andere Gestalten immer wieder zum einen Nārāyaṇa zurück.

Vergänglichkeit als spiritueller Weckruf

In Pāsuram 112 heißt es eindringlich, dass die Tage wie Schneiden vergehen: Kraft nimmt ab, Alter kommt, und das Leben ist nicht unbegrenzt.

Diese Erinnerung soll keine Angst erzeugen. Der Āḻvār benutzt die Vergänglichkeit als Weckruf:

Wenn die Zeit kostbar ist – worauf möchte ich mein Herz wirklich richten?

Auch viele andere indische Traditionen kennen diese Form der Besinnung. In Vedanta und Yoga kann die Wahrnehmung der Vergänglichkeit zu Vairāgya, innerer Freiheit von zwanghafter Anhaftung, führen. Im Tiruchanda Viruttam führt sie zugleich zu Bhakti: Weil die Zeit vergeht, will der Dichter seine Aufmerksamkeit nicht mehr an Belangloses verlieren.

Die letzten beiden Pāsurams – der Tempel erblüht im Inneren

Die Pāsurams 119 und 120 bilden einen außerordentlich schönen Abschluss.

Zuerst beschreibt Tirumaḻisai Āḻvār, wie die leuchtende Lotusblüte der göttlichen Füße im Inneren seiner karmisch belasteten Seele aufgeht. Sie ist kein flüchtiger Eindruck. Sie kommt, bleibt und verwelkt nicht.

Dann folgt der letzte Vers: Der wolkendunkle Herr führt den Dichter aus der ruhelosen Folge vieler Geburten heraus, kommt ihm nahe, tritt in ihn ein und zieht ihn gleichsam in sein eigenes Licht. Die rastlose Bewegung hört auf. Die Seele findet eine Freude, die nicht mehr endet.

So endet ein Werk, das mit der Analyse von Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum begonnen hatte, in unmittelbarer innerer Erfahrung.

Die Richtung des ganzen Gedichts lässt sich beinahe in einem Satz zusammenfassen:

Vom Universum zum Tempel, vom Tempel zum Herzen, vom Herzen zur ununterbrochenen Gottesgegenwart.

Inspiration für Yoga-Aspiranten

Das Tiruchanda Viruttam ist kein modernes Yoga-Handbuch. Dennoch enthält es zahlreiche Impulse, die sich in ein heutiges spirituelles Leben aufnehmen lassen:

1. Hinter der Vielheit die Einheit suchen. Die Zahlenverse erinnern daran, dass der Geist unzählige Unterschiede wahrnimmt. Spirituelle Erkenntnis fragt zusätzlich nach dem Grund, der sie miteinander verbindet.

2. Das Göttliche nicht nur denken, sondern erinnern. Wissen allein verwandelt das Herz nicht. Der Āḻvār geht vom Denken zur beständigen Erinnerung über.

3. Mantra mit Bhakti verbinden. Die acht Silben sind nicht bloß Klangtechnik. Das Mantra wird aus Liebe gesprochen.

4. Die Sinne sammeln, ohne das Herz zu verhärten. Die Bewegung nach innen soll zu größerer Liebe führen.

5. Äußere und innere Heiligtümer verbinden. Ein Tempelbesuch, eine Puja, ein Bild Vishnus oder eine Pilgerreise kann zum Ausgangspunkt innerer Meditation werden.

6. Nicht auf spirituellen Stolz bauen. Pāsuram 90 ist eine starke Erinnerung: Am Ende trägt nicht das Selbstbild „Ich bin besonders spirituell“, sondern die aufrichtige Zuflucht.

7. Die Vergänglichkeit ernst nehmen. Nicht um düster zu werden, sondern um das Wesentliche nicht ständig aufzuschieben.

8. Um beständige Erinnerung bitten. Der Dichter weiß, dass selbst Konzentration Gnade braucht. Er bittet darum, den göttlichen Namen und die göttlichen Füße nicht mehr zu vergessen.

Bedeutung für tamilische Hindus in Deutschland

Für tamilische Hindus in Deutschland verbindet das Tiruchanda Viruttam mehrere Ebenen der eigenen Tradition: klassisches Tamil, Tempelkultur, die Geschichten der Avatāras, die Divya Desams, das Nārāyaṇa-Mantra und die Theologie der Āḻvārs.

Gerade in der Diaspora können drei Textformen nebeneinander wichtig sein:

  • Tamilische Schrift bewahrt den ursprünglichen Klang und die Verbindung zur liturgischen Tradition.
  • Umschrift ermöglicht auch Menschen mit eingeschränkter Tamil-Lesefähigkeit die Rezitation.
  • Deutsche Übersetzung macht Inhalt und spirituelle Tiefe auch für jüngere Generationen, Partner, Freunde und Yoga-Interessierte zugänglich.

So muss ein mehr als tausend Jahre altes Werk nicht im Archiv bleiben. Es kann in Familien, Tempeln, Yoga-Zentren und persönlichen Studienkreisen neu gelesen und gehört werden.

Verbindungen zu anderen tamilischen Schriften

Wer das Tiruchanda Viruttam vertiefen möchte, kann besonders folgende Werke hinzunehmen:

Zum größeren Spektrum tamilischer hinduistischer Literatur gehören auch Tevaram, Tiruvasagam, Periya Puranam und Tirumantiram. Diese gehören zur shaivischen Tradition und vertreten andere theologische Akzente; zusammen zeigen sie die außergewöhnliche Vielfalt der tamilischen religiösen Literatur.

Schluss – die eine Gegenwart in allem

Das Tiruchanda Viruttam beginnt mit einer scheinbar unmöglichen Aufgabe: den Unendlichen mit Zahlen und Kategorien zu erfassen.

Der Dichter zählt – und entdeckt, dass Gott größer ist als jede Zahl. Er betrachtet die Elemente – und entdeckt den, der sie durchdringt. Er erinnert die Avatāras – und entdeckt den, der sich aus Liebe immer wieder nähert. Er besucht die Tempel – und entdeckt den Tempel im eigenen Herzen. Er spricht das Mantra – und bittet darum, dass die Erinnerung niemals abreißt. Er betrachtet seine eigenen Fähigkeiten – und entdeckt, dass sein tiefster Halt nicht seine Leistung, sondern die göttliche Gnade ist.

Am Ende braucht er den Herrn nicht mehr nur in der Ferne zu suchen. Die göttlichen Füße sind im Inneren aufgeblüht.

Für den heutigen spirituellen Menschen kann darin eine stille und zugleich kraftvolle Einladung liegen:

Beginne dort, wo du bist. Sieh die Vielfalt der Welt, ohne dich in ihr zu verlieren. Sammle den Geist. Erinnere den göttlichen Namen. Lass das Herz weich werden. Suche das Heilige im Tempel, im Mantra, in der Meditation und im Dienst – und entdecke Schritt für Schritt, dass das, was du suchst, dir näher sein kann als dein eigener Gedanke.

So führt das Tiruchanda Viruttam von der unüberschaubaren Vielfalt des Daseins zur einen Gegenwart, die alles trägt: vom Kosmos zum Tempel, vom Tempel zum Herzen und vom Herzen zu einer Liebe, die nicht mehr abreißt.

Siehe auch

Quellen und Textgrundlage

  • Project Madurai: Nālāyira Tivya Pirapantam, Teil 1b – Unicode-Text des Tiruchanda Viruttam.
  • Tamil Virtual Academy: Tirucchanda Viruttam – vollständiger Tamiltext; besonders zum Gegenlesen einzelner Lesarten und Worttrennungen herangezogen.
  • Śrīvaiṣṇavam: Tirucchanda Viruttam – weitere Unicode-Fassung der 120 Pāsurams und der Taniyans.
  • KOYIL: Thiruchchandha Viruththam – fortlaufende englische Erläuterungen auf Grundlage der traditionellen Śrīvaiṣṇava-Kommentartradition.
  • British Library, Endangered Archives Programme, Tiruccanta Viruttam – Katalogbeschreibung eines kommentierten Manuskripts; 120 Hymnen. Die dortige Gesamtzählung lautet 752–871, während die Tamil Virtual Academy 751–870 zählt.
  • Tamil Virtual Academy, Überblick zur vaishnavitischen Literatur – zur Einordnung des Werkes und seiner 120 Verse.

Editionshinweis: Der hier wiedergegebene Tamiltext ist eine für das Yoga-Wiki normalisierte Arbeitsfassung auf Grundlage mehrerer elektronischer Textzeugen. Bei dieser Abschlussredaktion wurden einzelne Lesarten zusätzlich gegen die Tamil Virtual Academy geprüft und korrigiert. Unterschiede in Sandhi-Trennung, Wortgrenzen und einzelnen traditionellen Lesarten sind zwischen Editionen weiterhin möglich. Die werkinterne Zählung 1–120 ist eindeutig; die fortlaufende Zählung im gesamten Nālāyira Divya Prabandham variiert dagegen je nach Ausgabe.

Weblinks