Govardhana

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Govardhana (Sanskrit: गोवर्धन govardhana m.) Ein Berg in Vrindavana, wo Krishna lehrte, die Kuhherden anstelle von Indra anzubeten. Das erzürnte die Götter, die eine Sintflut von Regen schickten, um den ganzen Berg und alle Bewohner dieses Landes wegzuwaschen. Krishna aber hielt den Berg mit seinem kleinen Finger für sieben Tage in die Höhe, um die Menschen von Vrindavana abzuschirmen. Indra war sehr erstaunt und huldigte Krishna.

Krishna hält den Berg Govardhan, aus den Sammlungen der Smithsonian Institution

Der Berg wird manchmal auch Govardhana Giri genannt, also der Berg, der die Kühe nährt. Govardhana Giri Dhara bzw. Govardhanagiridhara ist einer der Namen von Krishna. Govardhana ist ein Sanskrit Wort und bedeutet Nährer der Kühe. Wenn Krishna, also Gott auf Erden, den Namen Govardhana bekommt, kann man das auch übersetzen als Nährer aller Lebewesen. In der indischen Mythologie gibt es nämlich ähnlich wie im Christentum und Judentum oft die Analogie von Hirte und Kühen/Schafen für die Beziehung von Mensch und Gott. Mit Govardhana ist damit ausgedrückt, dass Gott sich um uns kümmert, uns nährt in all unseren Bedürfnissen, physisch, emotional, geistig, spirituell. Dieser Vortrag ist Teil des Yoga Vidya Lexikons zu Yoga], Meditation, Ayurveda, indische Philosophie, indische Mythologie und Spiritualität. Diese Vorträge sind eine Mischung aus Information, Unterhaltung, spirituelle Unterweisung und Inspiration für den Alltag.

Sukadev über Govardhana

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Govardhana

Govardhana – Nährer der Gos, also Nährer der Kühe. Und im weiteren Sinn, da Go auch ein Symbol ist für alle Lebewesen, Nährer aller Lebewesen. Govardhana ist zunächst mal der Name eines Berges, wird auch genannt Govardhana Giri. Giri heißt Berg. Der Berg als Nährer der Kühe. In der Mythologie um Krishna, insbesondere in der Bhagavatam, auch Bhagavata Purana genannt, spielt gerade dieser Berg eine besondere Rolle.

Auf ihrer Wanderschaft gingen die Kühe auch auf den Govardhana Hügel. Und Krishna bat die Stammesbewohner, sie sollten besonders den Govardhana Hügel verehren, den Govardhana Giri. Und er sagte: „Der Hügel kümmert sich um euch, er gibt den Kühen etwas zu fressen, ihr könnt dort sein, ihr findet dort Kräuter, Früchte, Wurzeln, Gemüse, alles, was ihr so braucht.“ Daher Govardhana, der Nährer der Kühe und der Nährer aller Lebewesen. Und als es dann mal ein Unwetter gab, nahm Krishna den gesamten Govardhana Giri, den gesamten Govardhana Hügel, auf seinen kleinen Finger. Und so konnte sich der ganze Hirtenstamm unter diesen Berg drunter stellen und wurde so vor dem Unwetter beschützt.

Über Govardhana Giri gibt es viele auch Kirtans, z.B.: „Govardhana Giridhari Gopala Krishna Murari Govardhana Giridhari Gopala Krishna Murari.“ Wann immer du also Govardhana hörst, ist Govardhana der Hügel. Und wenn dort Govardhana Giri ist, dann ist es der Berg/Hügel Govardhana. Und wenn es Govardhana Giridhara ist – Dhara heißt Träger – dann ist es der Träger des Govardhana Hügels oder Govardhana Bergs. Also, Govardhana – der die Kühe nährt. Govardhana – der alle Lebewesen nährt. Govardhana, einer der Namen eines Berges bei Vrindavana, Name eines Berges, bei dem der Hirtenstamm von Krishna einige Zeit verbracht hatte, um dort zu leben. Govardhana – der die Kühe nährt. Govardhana – der Berg, an dem viele Wesen Nahrung finden.

Swami Sivananda über Govardhana

Artikel von Swami Sivananda aus "Lord Krishna, His Lilas and Workship"

Krishna hebt den Berg Govardhana, Replic bei Prem Mandir, Copyright

Eines Tages beobachtete Krishna, dass Leute einen Gottesdienst für Indra vorbereiteten. Er fragte seinen Vater Nanda: "Sage Vater, was ist der Anlass für diese große Feierlichkeit? Was ist die Absicht? An wen ist sie gerichtet? Von wem und wie wird ein Opfer erbracht?" Nanda antwortete: "Mein geliebtes Kind! Indra ist der Gott der Wolken. Er wird uns Regen schicken, wenn wir ihn verehren und anbeten. Der Regen spendet Leben an alle Geschöpfe. Daher verehren ihn die Menschen mit Opfergaben. Was übrig bleibt nach der Opfergabe, verwenden wir für unsere Verpflegung, um die folgenden drei Merkmale zu erhalten: Dharma (Rechtschaffenheit), Artha (weltlichen Besitz) und Kama (Wunscherfüllung, weltliches Vergnügen).

Wir erhalten die Früchte dieser Anstrengung von Indra. Krishna antwortete: "Oh verehrter Vater! Ein Lebewesen wird durch die Kraft des Karma geboren, und durch die Kraft des Karmas stirbt es. Geburt und Tod des Menschen sind vorgezeichnet durch ihr eigenes Karma. Freude und Elend, Angst, Sicherheit, all dies sind Auswirkungen von Karma. Wenn da ein Gott ist, der die Früchte des Karmas verteilt, dann muss der Mensch diesem folgen. Er kann nicht unabhängig davon handeln.

Wenn die Menschen also von ihrem eigenen Karma geleitet werden, wo kommt dann Indra ins Spiel? Was hat Indra mit den Geschöpfen zu tun, die einfach dem Lauf ihres Karmas folgen? Denn er ist doch nicht fähig das abzuändern, was dem Mensch vorgegeben ist, was ihm vorbestimmt ist durch seine ruhenden Folgen früherer Handlungen. Svabhava (das eigene Wesen, die eigene Natur) oder die karmische Richtung ist bestimmt vom Schicksal. Der Mensch ist somit gemäß seiner Natur geformt durch die ruhenden Samskaras seiner vergangenen Handlungen. Er folgt seiner eigenen Natur. Das gesamte Universum besteht aus Devas, Asuras, Menschen usw, lebt, bewegt sich und hat sein Sein in der Natur. Durch die Wirkung des Karmas erhält ein Geschöpf mehrere körperliche Leben und verliert sie wieder. Karma ist der Führer eines jeden einzelnen. Karma ist der übergeordnete Führer.

"Was kann Indra tun? Lasst uns dazu Opfergaben machen an unsere Kühe, unsere Brahmanen, unsere Berge, unsere Verstorbenen. Füttert die Hunde ordentlich. Und versorgt die Kühe mit Futter." Nanda und andere Gopas (Kuhhirten) stimmten Krishna zu. Sie taten alles in Übereinstimmung mt Krishas Anweisungen. Sie machten Opfergaben an die Kühe, an die Brahmanen und den Berg Govardhana. Sie umrundeten den Berg. Krishna sagte: "Ich bin der Berg." Krishna nahm eine andere gigantische Gestalt an und manifestierte sich auf der Spitze des Berges, um den Glauben der Gopas zu bestätigen. Er tat den Menschen kund er sei der göttliche Vorsitzführende des Berges. Dann begann er die Opfergaben zu verzehren, welche dem Berg gemacht wurden.

Auferweckung von Govardhana

Indra wurde außerordentlich wütend auf Nanda und die anderen Gopas. Er sandte seine Wolken und Winde, und es gab Regen, Gewitter und Hagelstürme in Brindavan. Krishna hob den Govardhana Berg mit einer Hand in die Höhe, und die Menschen von Brindavan suchten mit ihren Kühen Schutz darunter. Es regnete ununterbrochen sieben Tage lang. Krishna hielt den Berg für sieben Tage ohne Unterbrechung, ohne sich einen Millimeter zu bewegen.

Indra war wirklich verblüfft. Sein Stolz war zerstört. Er zog die Wolken und Winde zurück. Die Gopas kehrten mit ihren Kühen und Besitztümer an ihre Orte zurück und Krishna setze den Berg wieder an seinen ursprünglichen Platz. Die Gopas waren sehr erstaunt. Sie kamen zu Nanda und sagten: "Dieser sieben Jahre alte Junge hat den Berg Govardhana von der Erde gerissen und ihn ununterbrochen sieben Tage lang mit einer Hand gehalten. Diese großartige Heldentat kann nicht von jemandem gewöhnlichen ausgeführt werden. Dein Sohn ist sicherlich der Gott der Götter. Er ist der Atman aller Wesen."

Indra und Surabhi kamen vom Himmel herab. Indra fiel vor den Füßen von Krishna nieder und verehrte ihn. Indra sagte: "Du bist der Herr, der Unterweiser und der höchste Gott aller Welten. Um die Wünsche deiner Verehrer zu erfüllen, begibst du dich in die Form, die du möchtest. Wer dich mag ist ignorant und bildet sich ein, ein Lenker der Welt zu sein. Die Menschen werden von ihrem Stolz und ihrer Überheblichkeit geheilt durch Armut und Darshan. Dann schlagen sie den Weg der Hingabe ein. Oh Herr, jede deiner Handlungen ist vorhergesehen zur Bestrafung oder Korrektur der Bösen. Ich habe dich missachtet, als ich berauscht war von Hochmut, Reichtum und Macht. Ich war ohne reines Verständnis, Klugheit und Urteilsvermögen, und ich war so ignorant deiner Bedeutsamkeit gegenüber. Oh Herr, vergib mir! Bitte gewähre mir reines Denken. Befreie mich von Stolz. Dir gebühren Ehrerbietungen wieder und wieder."

Krishna antwortete ihm: "Oh Indra! Ich tat dir einen großen Gefallen, indem ich dir eine Pause in deinem Yajna gewährte. Du warst so extrem stolz auf deine Position und Macht und hast mich dabei vergessen. Ich habe das getan, um dich an mich zu erinnern. Macht und Position erzeugen Vergiftung der Menschen und Devas. Sie werden überheblich. Sie werden blind durch Macht und Position. Wenn ich jemandem einen Gefallen tun möchte, dann nehme ich ihm seine Macht und seinen Wohlstand. Oh Indra! Gehe zu deinem himmlischen Ort und erfülle deine Pflicht in einer zufriedenstellenden Art und Weise. Verbanne den Stolz vollkommen. Folge meinen Geboten. Versuche ständig meiner Präsenz bewusst zu sein. Mögest du glücklich sein!"

Siehe auch

Literatur

Seminare

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Weitere Informationen zum Sanskritwort Govardhana

Govardhana , Sanskrit गोवर्धन govardhana, Name eines Berges; Name eines Autors. Govardhana ist im Sanskrit der Name eines Berges; Name eines Autors.

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Verschiedene Schreibweisen für Govardhana

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Govardhana auf Devanagari wird geschrieben " गोवर्धन ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " govardhana ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " govardhana ", in der Velthuis Transkription " govardhana ", in der modernen Internet Itrans Transkription " govardhana ".

Video zum Thema Govardhana

Govardhana ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des Yoga. Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, Meditation und Spiritualität

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Quelle

Zusammenfassung Deutsch Sanskrit - Sanskrit Deutsch

Deutsch Name eines Berges; Name eines Autors. Sanskrit Govardhana
Sanskrit Govardhana Deutsch Name eines Berges; Name eines Autors.