Akash

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Akash oder auch Akasha, ist das Element "Raum" in der Ayurveda-Philosophie. Akash gilt als das empfindlichste aller Naturelemente. Laut Ayurveda ist Akash oder Raum eigentlich das erste Element, dass eine körperliche Existenz annimmt. Akash hat den am stärksten ausgedehnten und am wenigsten konkretisierten Wert.

Akash ist ein Begriff aus dem Ayurveda.

Das Element Akash

Ayurveda verwendet die Grundregeln des Naturverständnisses, bekannt als "Panchamabhuta" oder die Theorie der fünf großen Elemente. Das Begriffsmodell des Panchamabhuta umfasst alle Dinge der körperlichen Schöpfung, die aus fünf grundlegenden Bausteinen der Natur, genannt Elemente, bestehen. Die fünf gängigen Elemente sind Erde, Luft, Feuer, Wasser und Raum.

Ayurveda betrachtet das Element Raum als das erste Element mit der grundlegendsten Bedeutung. Dieses Element soll das grundlegendste Merkmal der körperlichen Schöpfung sein. Ayurveda hat einen subjektiven Ansatz, um die Existenz der unsichtbaren Naturgesetze zu verstehen. Diese universellen Ordnungsprinzipien werden auch kosmische Elemente oder "Mahabhutas" genannt. Raum oder "Akash" wird als das subtilste der Bhutas definiert. Er dient als Medium, in dem die anderen Bhutas oder Elemente zu Tage treten können. Ohne das Element Raum gibt es im Universum weder Existenz noch Prozesse.

Ayurveda definiert, dass Gegenstände der Schöpfung durch Akash bzw. den Raum in einer Beziehung zueinander existieren. Dieses Element schafft die Beziehung und ermöglicht es, innerhalb des Wahrnehmungsfelds, Kenntnis der Dinge zu haben. In der Ayurveda-Philosophie wird dargelegt, dass die wesentliche Natur des Raumes bzw. Akash frei von Gegenständen ist, und deshalb ist die Widerstandslosigkeit eines seiner grundlegenden Merkmale.

Klang im Akash

Neben der Widerstandslosigkeit ist Klang die zweite grundlegende Eigenschaft des Raumes. Es ist eine bekannte Tatsache, dass sich Klang durch den Raum verbreitet. Nicht so offensichtlich ist die Tatsache, dass Klang eigentlich aus der Schöpfung des Raumes heraus geboren wird. Kommt es zu einem beliebigen Zeitpunkt zu einer plötzlichen Trennung zwischen Partikeln oder Gegenständen, die miteinander verbunden sind, entsteht ein Ton.

Eines der gängigsten Beispiele für einen solchen Fall ist das Auftreten eines Knallgeräuschs, wenn ein Stock oder ein Stück Kreide bricht. Wird mit Kreide auf einer Tafel geschrieben, so ist eine Art reibender Ton zu hören. In beiden Fällen (Brechen eines Stocks oder Schreiben auf einer Tafel mit Kreide) wird dazwischen plötzlich Raum geschaffen, weshalb ein Ton entsteht.

Das Ohr gilt als das dem Akash entsprechende Sinnesorgan.

Wenn Menschen sprechen, senden sie unter Druck gesetzte Luft über die Stimmbänder. Schwankungen bei der Spannung dieser Gewebefalten und der Form des Mundes verändern die Fähigkeit der in der Luft anwesenden Partikel oder Gegenstände, sich auszudehnen oder sich voneinander zu trennen, wodurch ein Klang entsteht. Die verschiedenen Töne, welche die Stimme erzeugt, sind tatsächlich von bestimmten Modulationen des Raumes in Kehle und Mund abhängig.

Eine größere Masse verursacht einen stärkeren Klangwiderstand. Zwischen dem jeweiligen Bhuta bzw. den Bausteinen der Natur und dem Sinnesorgan des Körpers besteht eine enge Verbindung.

Das Ohr ist das dem Akash entsprechende Sinnesorgan. Dieses Sinnesorgan ist ein hohles und geräumiges Gefüge mit dünnen und leichten Knochen, dazu zählen sogar die kleinsten porösen Knochen des Körpers. Dieses Sinnesorgan ist verantwortlich für die Umwandlung von Klang aus der Umgebung in neuronale Impulse.

Das Vorhandensein von Raum bzw. Akash in der gesamten Struktur des Hörapparats ist für die Erzeugung von Klang verantwortlich.

Siehe auch

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