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Überanstrengung


Überanstrengung - Überlegungen und Tipps. Überanstrengung ist der Gemütszustand, in den jemand rutscht, der Körper und Geist überfordert hat. Überanstrengung ist auch die Bezeichnung für die große Arbeit, die man erledigt hat. Der Mensch ist ein Organismus, der sich an die Herausforderungen der Umwelt anpasst. Der Mensch wächst also mit den Herausforderungen. Oft ist es gut, den Organismus immer wieder zu fordern. So bleibt er lange jung und gesund. Allerdings muss man sich auch vor Überanstrengung hüten:

Lebensfreude, der Gegenpol zu Überanstrengung

Überanstrengung kann in Überlastung münden, das kann zu Verletzungen des Körpers und auch zu Reizbarkeit, Erschöpfung, vielleicht auch irgendwann Burnout und Depression führen. In Deutschland haben seit ca. 2005 Menschen gerade in psychologischen, sozialen und spirituellen Kreisen häufig übertriebene Angst vor Überanstrengung (Stand: 2016).

Menschen deuten eine kleine Erschöpfung nach einer großen Anstrengung gleich als Überanstrengung. Die Angst vor dem Burnout kann den Burnout überhaupt erst erzeugen. Wenn man sich angestrengt hat, ist Müdigkeit etwas ganz Natürliches. Dann schläft man halt etwas länger, meditiert etwas länger, entspannt sich. Dann kommen die Kräfte schon wieder. Wenn man gleich bei Müdigkeit Angst vor Überanstrengung hat, wird allein durch diese Angst ein Problem hervorgerufen.

Auch eine einfache Erkältung, auch eine längere Grippe muss nicht von Überanstrengung herrühren. Sonst dürften Arbeitslose oder Halbzeitbeschäftigte nie krank werden. Im Gegenteil hat man festgestellt, dass sehr engagierte Menschen nicht häufiger unter Erkältungen leiden als gemütlichere Menschen. So sollte man die Angst vor der Überanstrengung hintenan stellen, sich aber jeden Tag Zeit für Yoga und Meditation gönnen - und einmal im Jahr Yoga Urlaub in einem Yoga Vidya Ashram machen.

Umgang mit Überanstrengung anderer

Vielleicht bist du mit einem Menschen zusammen, wo du das Gefühl hast, der überanstrengt sich. Aber überlege, nicht jeder, der mehr tut als du, überanstrengt sich gleich. Manchmal gibt es Menschen, die sind einfach engagiert. Wenn ihn zu viele Menschen warnen und sagen: "Du kommst gleich in die Überanstrengung." Dann kommen sie nicht wegen dem, was sie tun in die Überanstrengung, sondern weil sie ständig gewarnt werden.

Aber es gibt tatsächlich Menschen, die tun sehr viel. Dann kannst du überlegen, wie du ihm oder ihr helfen kannst. Wie kannst du ihm oder ihr raten vielleicht etwas Zeit für sich zu nehmen. Vielleicht kannst du die eine oder andere Yogaübung empfehlen oder dem anderen sagen, er möge jetzt mal Feierabend machen. Und manchmal kannst du Menschen, die in der Überanstrengung sind durch Wertschätzung helfen, denn es ist nicht objektiv vorgegeben, wieviel oder wie wenig ein Mensch machen kann.

Wenn ein Mensch Wertschätzung erfährt für das, was er tut, dann kann er auch mehr machen. Wenn ein Mensch, der sich anstrengt, keine Wertschätzung erfährt, und vielleicht sogar eine große Enttäuschung erlebt, dann rutscht er schnell ins Burnout. Daher, wenn du siehst, da ist jemand der sich stark anstrengt und du nicht weißt, was du ändern kannst, zeige ihm oder ihr die Wertschätzung. Dann wird er sich anstrengen und Kraft bekommen und vielleicht sogar über seine bisherigen Grenzen hinauswachsen. Und danach schaue, wann du ihm oder ihr helfen kannst wieder etwas zu entspannen.

Überanstrengung und Burnout

Niederschrift eines Vortrages von Sukadev Bretz 2016

Übe regelmäßig Pranayama

Achte auf die Macht der Worte

Überanstrengung und Burnout. Was hat Überanstrengung mit Burnout zu tun? Meine persönliche Meinung ist, dass Überanstrengung überbewertet wird für Burnout. Es ist nicht so, dass Menschen, die sich sehr engagieren, notwendiger Weise unter Burnout leiden.

Eine Anstrengung muss nicht ins Burnout führen. Und wenn Du Dich mal überanstrengt hast, dann mache einfach eine Pause. Du musst Dich nicht gleich im Burnout fühlen. Ich glaube sogar, dass das Wort Burnout im Falle einer starken Anstrengung dazu führen kann, dass jemand ins Burnout rutscht. Natürlich, wenn Du Dich engagierst, wirst du auch mal angestrengt sein. Und natürlich, wenn Du mal schnell wirklich etwas schnell bewirken willst, wirst Du auch mal überanstrengt sein. Das ist aber nicht weiter tragisch. Eine Überanstrengung führt nur dazu, dass Du erschöpft bist. Dann fahre in Urlaub, mache in Woche frei. Sorge dafür, dass Du nach einer Phase der Anstrengung oder vielleicht auch der Überanstrengung Dich erholen kannst.

In Allgemeinen: Intensive Tätigkeit führt nicht zum kollabieren der Psyche, was ein echtes Burnout ist. Aber, Worte haben eine Macht. Wenn Du Dich stark engagiert hast und dann denkst, ich bin im Burnout und überlegst, könnte ich im Burnout sein: Diese Frage selbst kann Dich ins Burnout führen.

Echtes Burnout, echte Depression braucht weitere Risikofaktoren als nur Anstrengung. Anstrengung in Verbindung mit schwachem Selbstwertgefühl, in Verbindung mit hohen Ansprüchen, Selbstüberschätzung, oder starke Anstrengung ohne anderen Ausgleich, starke Anstrengung plus Missbrauch von irgendwelchen Substanzen, oder puschen mit irgendwelchen Amphetaminen oder übermäßig viel Koffein, all das kann zum Burnout-Faktor werden, wenn dann noch dazu kommt Enttäuschung, Konfrontation mit Undankbarkeit, Vertrauensbruch, Ungerechtigkeit, usw.Reine Überanstrengung führt normalerweise nicht ins Burnout. Aber Überanstrengung in Verbindung mit anderen Faktoren kann dazu führen.

Tipps von Sukadev

So wäre mein Tipp: Sorge für ein Gleichgewicht im Leben. Je mehr Du Dich anstrengst, umso mehr mache auch Tiefenentspannung. Je mehr Du gefordert bist, umso mehr übe Meditation, Asanas und Pranayama. Ich glaube Thomas von Kempten hat mal gesagt, jeder Mensch sollte jeden Tag eine Stunde mit spirituellen Praktiken verbringen, außer denjenigen, die sehr viel arbeiten müssen. Die sollten mindesten zwei Stunden mit spirituellen Praktiken verbringen. Oder manchmal wird das etwas vereinfacht gesagt, jeder sollte eine Stunde meditieren, außer denen, die viel arbeiten, die sollten zwei Stunden meditieren.

In diesem Sinne: Bist Du viel gefordert, dann übe mehr Yoga und Meditation, so vermeidest Du Überanstrengungen und Burnout. Und wenn Du merkst, dass Du Dich lange angestrengt hast und jetzt merkst Du, da ist ein Gefühl von Ungerechtigkeit, Undankbarkeit oder auch von Vertrauensbruch, dann übe gleich mehr spirituelle Praktiken, entspanne Dich mehr, nimm‘ Dir eine kurze Auszeit. Warte nicht, bis aus diesem Gefühl ein Burnout entsteht.

Mehr Informationen über Burnout und wie Du aus Burnout heraus kommen kannst, und wo Du vielleicht Yogaferien machen kannst, um Dich immer wieder neu zu regenerieren, auf unseren Internetseiten www.yoga-vidya.de.

Überanstrengung in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Überanstrengung gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Sukadev im Lotos sitzend

Synonyme Überanstrengung - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Überanstrengung sind zum Beispiel Überarbeitung, Arbeitsüberlastung, Überbürdung, Überlastung, Erschöpfung, Burnout, positive Bewältigung, Leistung, Aktivität .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Überanstrengung - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Überanstrengung sind zum Beispiel Erleichterung, Ruhe, Inaktivität, Müßiggang, Faulheit, Trägheit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Überanstrengung, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Überanstrengung, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Überanstrengung stehen:

Eigenschaftsgruppe

Überanstrengung kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

  • Schattenseiten-Kategorie Leiden

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Überanstrengung sind zum Beispiel das Adjektiv anstrengend, das Verb sich überanstrengen, sowie das Substantiv Überanstrengender.

Wer Überanstrengung hat, der ist anstrengend beziehungsweise ein Überanstrengender.

Siehe auch

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