Unfolgsamkeit

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Unfolgsamkeit - praktische Lebenshilfe zu einem schwierigen Thema. Unfolgsamkeit ist die Bezeichnung für Unerzogenheit, für ein Aufbegehren, für Ungehorsam. Unfolgsamkeit ist das Gegenteil von Folgsamkeit. Nur in Kontexten, in denen jemand die Befehlsgewalt über andere hat, kann man auch von Unfolgsamkeit sprechen.

Heutzutage ist es unüblich, dass Chefs ihren Mitarbeitern etwas befehlen und ihnen anschließend Unfolgsamkeit vorwerfen. Selbst im Militär ist Unfolgsamkeit kein Strafbestand mehr. In früheren Zeiten wurden Menschen auf Segelschiffen wegen Unfolgsamkeit ausgepeitscht oder gar gehenkt.

Vor nicht allzu langer Zeit hatte man Unfolgsamkeit in Bezug auf Kinder verwendet: Wenn ein Kind seinen Eltern nicht gehorchte, hat man es für seine Unfolgsamkeit ermahnt, gestraft. Heutzutage gibt es glücklicherweise andere Erziehungsmethoden - und das Wort Unfolgsamkeit wird selten in Bezug auf Menschen verwendet.

Unfolgsamkeit wird immer noch verwendet in Bezug auf Hunde: Ein gut erzogener Hund ist auch ein folgsamer Hund, der tut, was Herrchen oder Frauchen von ihm will. Vermutlich ist das auch notwendig, damit ein Hund sich auch im Straßenverkehr und im Umgang mit anderen Menschen und Hunden zurecht kommt. Aber die Vorstellung, dass ein Hund notwendigerweise einen Rudelführer braucht, wird in letzter Zeit (seit 2010) immer wieder in Frage gestellt. Es scheint, dass Wolfsrudel in Gefangenschaft eindeutige Rudelführer haben - aber nicht so sehr in der Freiheit. Eventuell muss auch ein Hund gar nicht so folgsam sein, wie man früher gedacht hat.

Das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler, zwischen Guru und Chela, würde man heute nicht mehr als so autoritär sehen wie früher. Auch hier findet man heutzutage seltener als früher, dass ein Schüler folgsam sein muss. Und Unfolgsamkeit gegenüber seinem Meister wird Schülern heutzutage seltener vorgeworfen als früher.

Freundschaft kann verlorengehen bei einem Übermaß an Unfolgsamkeit

Umgang mit Unfolgsamkeit anderer

Vortrag von Sukadev

Unfolgsamkeit ist ein Wort, dass in Deutschland heute nicht mehr so gebraucht wird, denn Folgsamkeit ist heute nicht mehr die Tugend und kaum ein Mensch ist wirklich folgsam. Selbst in der Hundeerziehung spielt der absolute Gehorsam nicht mehr die Rolle wie früher. Selbst beim Reiten nicht mehr so, mindestens in manchen modernen Formen des Reitens und in modernen Formen der Hundeschule. Wenn du dich beschwerst über die Unfolgsamkeit eines anderen, dann solltest du vielleicht überlegen: „Bist du noch im richtigen Jahrhundert?“.

Unfolgsamkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Unfolgsamkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Unfolgsamkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Unfolgsamkeit sind zum Beispiel Widerstand, Rebellion, Anarchie, Widerspenstigkeit, Sturheit, Aufmüpfigkeit, Kratzbürstigkeit, Ungehorsamkeit, Aufsässigkeit, Demonstration, Eigensinn, Standhaftigkeit, Unnachgiebigkeit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Unfolgsamkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Unfolgsamkeit sind zum Beispiel Folgsamkeit, Bereitschaft, Solidarität, Willigkeit, Herzlichkeit, Entgegenkommen, Eifer, Willfährigkeit, Widerstandslosigkeit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Unfolgsamkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Unfolgsamkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Unfolgsamkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Unfolgsamkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Unfolgsamkeit sind zum Beispiel das Adjektiv unfolgsam, das Verb folgen, sowie das Substantiv Unfolgsamer.

Wer Unfolgsamkeit hat, der ist unfolgsam beziehungsweise ein Unfolgsamer.

Siehe auch

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