Unflexibilität

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Unflexibilität - Überlegungen und Tipps. Unflexibilität ist das Gegenteil von Flexibilität. Unflexibilität bedeutet Steifheit, mangelnde Anpassungsfähigkeit, ein Bestehen auf der eigenen Meinung und Vorgehensweise. Yoga kann dazu helfen, Unflexibilität zu überwinden. Manche Menschen meinen, dass sie zu unflexibel seien, um Yoga zu üben. Das stimmt natürlich nicht: Gerade wer unflexibel ist, der braucht Yoga um flexibel zu werden. Körperliche Unflexibilität zu überwinden und Flexibilität zu erlangen geht relativ schnell und einfach: Wer einmal pro Woche Yoga übt, wird schon bald bessere Flexibilität erreichen. Und wer täglich übt, der merkt schon bald, dass er sehr viel beweglicher geworden ist.

Barmherzigkeit, nicht immer einfach im Umgang mit Unflexibilität

Die geistige Unflexibilität zu überwinden ist schon etwas schwieriger. Aber auch hier gilt: Yoga kann helfen. Indem man mit Yoga mehr Energie bekommt, sich mehr mit anderen verbindet, aus der Tiefe seines Wesens Freude schöpft, weniger Ängste hat, kann man sich leichter auf andere Menschen und auf unterschiedliche Ereignisse einstellen. Swami Sivananda sang gerne: Adapt, adjust, accommodate - und wollte so Menschen zu mehr geistiger Flexibilität inspirieren.

Umgang mit Unflexibilität anderer

Sukadev Bretz 2015

Vielleicht gibt es in deiner Umgebung Menschen, die sehr unflexibel bzw. nicht so anpassungsfähig sind. Sie können sich nicht so gut auf unterschiedliche Situationen oder Menschen einstellen. Wie gehst du mit dieser Situation um? Du musst nicht versuchen jeden Menschen zu erziehen oder zu verändern, du musst dich nicht zum Coach anderer machen. Manche Menschen sind flexibler und offener wie andere Menschen. Jeder Mensch ist einzigartig und auf seine Art liebenswert.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, deinen Mitmenschen zu einer Yogastunde mitzunehmen. In einer Yogastunde lernst du auf tiefe Art zu entspannen und Blockaden aufzulösen. Körper, Energie und Geist können sanft ihre Grenzen erweitern und so kannst du schrittweise, flexibler, weiter und offener werden. Jeder in seinem individuellem Tempo.

Unflexibilität und Beständigkeit

Suugardad Bretz 2016

In der heutigen Welt wird so viel darüber gesprochen, dass man flexibel sein muss. Menschen sind auch sehr flexibel geworden. Die Arbeitswelt erfordert viel Flexibilität, ständig andere Arbeitsbedingungen und Umstrukturierungen. Das was man früher in der Schule, im Beruf, im Handwerk oder in der Berufsschule gelernt hatte, ist heute kaum mehr gültig. Viele haben, mindestens in meinem Alter, in ihrer Jugend nichts von Computern gewusst. Vieles was man vor 20 Jahren über Computer gelernt hat, ist heute überflüssig. So viel ändert sich. Es ist das Jahr 2016, man spricht bald von Industrie 4.0, wo Roboter noch mehr übernehmen werden und Büroarbeit sich noch mehr ändern wird. Alles ändert sich. Große Flexibilität gefordert. Auch im Yoga wollen wir flexibel sein, Körper wird flexibel.

Aber eine gewisse Beständigkeit ist auch wichtig. Nicht umsonst gibt es gar nicht mal wenige Mensche in unserem Zeitalter, die eine Vata-Störung haben. Vata heißt Unruhe, Angst, nicht schlafen können, Nervosität, Stress. Die ständige Anforderung, immer wieder flexibel zu sein, kann zu einer Vata-Störung führen. Als Ausgleich braucht es auch eine gewisse Beständigkeit und Unflexibilität. Ich empfehle tatsächlich: Sei in bestimmten Gewohnheiten unflexibel und nimm dir bestimmte Dinge vor.

Zum Beispiel bin ich Veganer, ich esse kein Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte. Da bin ich ziemlich unflexibel, beständig. Ich esse auch weitestgehend gesund, aber eine gewisse Flexibilität habe ich dann auch. Ich esse auch mal ein veganes Eis oder vegane Schokolade. Aber nicht viel. Also, bei bestimmten Dingen bin ich unflexibel und bei anderen bin ich flexibel. Genauso bin ich unflexibel, jeden Tag Meditation. Es gibt für mich keinen Tag ohne Meditation. Jeden Tag Asana und Pranayama. Wie viel das ist, da habe ich eine gewisse Flexibilität. Mindestens 20 Minuten Meditation, eine knappe Stunde für Asanas und Pranayama. Hier bin ich unflexibel. Aber manchmal ist es auch mehr. Da ist eine gewisse Flexibilität.

So braucht es eine gewisse Unflexibilität, gewisse Dinge, die du dir vornimmst, und dich dran hältst. Bei anderem kannst du eine Flexibilität haben, schauen, wie du gestimmt bist und was besser ist.

In diesem Sinne, bei aller Flexibilität, die heutzutage gefordert ist, und als spiritueller Aspirant, bei aller Flexibilität, die man auch braucht, bei bestimmten Dingen brauchst du deine Prinzipien, musst dich an etwas halten und brauchst Beständigkeit. Manchmal ist Unflexibilität wichtig.

Unflexibilität in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Unflexibilität gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Unflexibilität - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Unflexibilität sind zum Beispiel Inflexibilität, Widerspenstigkeit, Starrheit, Rigidität, Verbissenheit, Unbeweglichkeit, Hartnäckigkeit, Unnachgiebigkeit, Härte .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Unflexibilität - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Unflexibilität sind zum Beispiel Flexibilität, Formbarkeit, Biegsamkeit, Beweglichkeit, Dehnbarkeit, Geschmeidigkeit, Gelenkigkeit, Anpassungsfähigkeit, Elastizität, Wendigkeit, Taktik, Nachgiebigkeit, Weichheit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Unflexibilität, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Unflexibilität, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Unflexibilität stehen:

Eigenschaftsgruppe

Unflexibilität kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Unflexibilität sind zum Beispiel das Adjektiv flexibel , sowie das Substantiv Flexibler.

Wer Unflexibilität hat, der ist flexibel beziehungsweise ein Flexibler.

Siehe auch

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