Feinstoffliches Wahrnehmungsvermögen

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Feinstoffliches Wahrnehmungsvermögen ist die Wahrnehmung des Unsichtbaren, also der subtilen Energie, die dich umgibt, und aus der du bestehst. Das sind zum Beispiel die Aura, der Astralkörper oder die Chakren.

Feinstoffliches Wahrnehmungsvermögen

Tratak - Konzentration auf eine Kerzenflamme

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2019 -

Meditation über Licht

Kommentar zum Yoga Sutra von Patanjali Kapitel 3 Vers 26

Intuitives Wissen durch Samyama auf Licht

Patanjali schreibt:

Durch Samyama auf Licht, erhält man intuitives Wissen über das Subtile, das Verborgene und das weit Entfernte.

Vielleicht weißt du, dass der Astralkörper Sukshma Sharira heißt, Feinstoffkörper. Vielleicht weißt du auch, dass astral letztlich leuchtend und strahlend heißt; Stern, Astral. Ein anderer Ausdruck im Sanskrit ist auch Linga Sharira, eine der vielen Bedeutungen ist strahlender Körper, Lichtkörper, leuchtender Körper.

Es gibt das Subtile, das Verborgene, das weit Entfernte. Er nennt es hier Sukshma, das Subtile. vyāvahita, verborgen, verdeckt. viprakṛṣṭa, d.h. also das Entfernte.

Wissen bekommst du, indem du dich auf Licht konzentrierst. Es gibt verschiedene Weisen, dich auf das Licht zu konzentrieren. Dieser Vers hat viele verschiedene Bedeutungen.

Lichterscheinungen wahrnehmen durch Tratak

Eine einfache Bedeutung ist Tratak auf eine Kerzenflamme zu üben. Auf unseren Internetseiten findest du dazu Anleitungen. Wenn du über einen längeren Zeitraum jeden Tag Tratak auf eine Kerzenflamme übst, wirst du irgendwann in die Lage versetzt werden, Lichterscheinungen wahrzunehmen, Auras wahrzunehmen, vielleicht sogar Feinstoffwesen wahrzunehmen. Wenn du das jeden Tag eine halbe Stunde oder sogar länger machst, ist das umso intensiver. Ich hatte mal einen Meister namens Swami Nityananda der mich dazu angeleitet hat, Tratak für eine Weile jeden Tag zwei Stunden zu üben. Die Erfahrungen waren dort sehr faszinierend.

Schulung des feinstofflichen Wahrnehmungsvermögens

Auras um den Körper

Eine zweite Möglichkeit ist natürlich den Lichtkörper von jemandem zu schauen. Wir haben zum Beispiel in unseren Kundalini-Intensivseminaren manchmal solche Übungen zur Schulung des feinstofflichen Wahrnehmungsvermögens. Eine Möglichkeit wäre Aura sehen zu entwickeln. Du hast einen Menschen, der vor dir sitzt oder steht und du schaust über ihn und während du über seinen Scheitel schaust und dabei nach vorne schaust, wirst du nach einer Weile Licht um ihn herum sehen. Dann kannst du mit deinem vordergründigen Wahrnehmungsvermögen weiter die Wand hinter den Menschen sehen und mit deinem hintergründigen Wahrnehmungsvermögen, deine Konzentration auf das Licht um den Menschen herum richten. Wenn du das regelmäßig machst, wird langsam das Licht größer werden und du wirst Auras wahrnehmen. Diese Aura wird sogar verschiedene Farben haben. Durch diese Aurafarben kannst du auch einiges lernen, was gerade in dem Menschen vorgeht.

Verbindung mit der Natur

Eine nächste Möglichkeit ist auch in der Natur. Wenn du zum Beispiel im Wald bist und plötzlich irgendwo ein Licht siehst, kannst du dich darauf konzentrieren. Manchmal sieht es so aus, als ob ein Baum leuchtet. Diese Erfahrung haben nicht wenige Menschen. Wenn du dich dann aber einlässt, auf dieses Licht, kannst du plötzlich Kontakt aufnehmen mit dem Baumgeist.

Konzentration auf Lichtphänomene

Wenn du über den Himmel schaust, vielleicht nicht gerade in die Sonne (in die Sonne zu schauen, kann deine Netzhaut beschädigen), aber wenn du manchmal in den Himmel schaust, gibt es manchmal solche Lichtphänomene. Du kannst dich darauf konzentrieren, auf dieses Lichtphänomen, und plötzlich hast du Kontakt zu Feinstoffwesen, Engeln, subtilen Kräften, Stimmungen, Schwingungen usw.

Meditation mit dem Gayatri Mantra

Natürlich kannst du dir auch in der Meditation Licht vorstellen. Nicht umsonst ist eines der bekanntesten und beliebtesten Mantras das Gayatri Mantra

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ
tát savitúr váreniyaṃ
bhárgo devásya dhīmahi
dhíyo yó naḥ pracodáyāt

Während du dieses Mantra wiederholst, das ja bedeutet, dass wir über das unendliche Licht meditieren. Dieses Licht hat die physische Welt, die Astralwelt und die Kausalkörper erschaffen. Wir verehren dieses göttliche Licht. Möge es mich zur Erleuchtung führen und mich inspirieren und anregen. Dabei kannst du dir vorstellen, dass Licht über dir ist, dass Licht in dich hineinströmt, dass Licht durch dich hindurch fließt; und plötzlich spürst du göttliche Kraft. Plötzlich bist du dir bewusst, dass hinter allem dieses göttliche Licht ist.

So gibt es verschiedene Weisen, wie du durch Konzentration, entspannte Konzentration, auf Licht Zugang findest über das Subtile, Verborgene und weit Entfernte.

Wenn du magst, kannst du das, was ich dir gerade gesagt habe, auf irgendeine Weise ausprobieren. Es ist immer wichtig, dies auch in die Praxis umzusetzen und nicht einfach nur zuzuhören.

Video - Feinstoffliches Wahrnehmungsvermögen

Siehe auch

Links

Literatur

Seminare

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