Brahmacharya Weihe bei Yoga Vidya
Brahmacharya Weihe bei Yoga Vidya bekräftigt den Entschluss zu einem Leben in Schülerschaft, Enthaltsamkeit, spiritueller Praxis und Dienst. Sie wird durch die dazu befugte spirituelle Leitung im Rahmen eines Homa vollzogen, gegebenenfalls unter Mitwirkung eines Swamis und erfahrener Brahmacharis. Das Gelübde ist eine bewusst gewählte Lebensform innerhalb der Sivananda Tradition.
Vorbereitung und Materialien
Eine geeignete Feuerschale auf feuerfestem Untergrund aufstellen. Trockenes unbehandeltes Holz, gegebenenfalls die in der Tradition verwendeten gereinigten Kuhdungfladen, Anzündmaterial, Streichhölzer, einen langen Opferlöffel sowie Kokosfett bereitstellen. In der Yoga-Vidya-Praxis wird dieses feste Fett „Kokos-Ghee“ genannt; traditionell kann auch Ghee verwendet werden. Das Fett vor der Gabe bei Bedarf vorsichtig verflüssigen. Wasser und Löffel für Achamana, Asche, Sandelholzpaste, Kumkum, Blüten, Räucherwerk, Lampe und Prasad bereithalten.
Die Ritualleitung führt die Rezitation; eine Assistenz kann Feuer und Material betreuen. Die Feuerstelle braucht ausreichenden Abstand zu brennbaren Gegenständen, einen zugfreien und gut belüfteten Platz und eine geeignete Löschmöglichkeit. Nur kleine, kontrollierte Gaben verwenden. Das Feuer bis zum vollständigen Erlöschen beaufsichtigen. Bei einer Gruppe vorab erklären, wer wann an die Feuerstelle tritt und wie der Löffel übergeben wird.
Gelbe Kleidung für die einzuweihende Person, Blumen, Obst und Dakshina vorbereiten. Einen Raum zum Umkleiden bereithalten. Den Termin und die Mitwirkenden bestimmt die zuständige spirituelle Leitung.
Vorgespräch und Gelübdezeit
Vorher die Bedeutung von Brahmacharya und die persönliche Eignung besprechen: Bereitschaft zu Schülerschaft, sexueller Enthaltsamkeit, Seva, regelmäßiger Meditation, Asanas und Pranayama sowie einem sattvigen Lebensstil. Das Handbuch empfiehlt als vorbereitende Lektüre Swami Sivanandas „Practice of Brahmacharya“. Es nennt Fasten vor und am Weihetag sowie nach Möglichkeit einen weiteren Tag der Sammlung; die persönliche Vorbereitung wird mit der Leitung abgestimmt.
Die Dauer des Gelübdes vor der Feier ausdrücklich vereinbaren. Überliefert sind eine einjährige Fassung und die dreijährige Fassung des Purohita-Handbuchs vom Januar 2025. Der untenstehende Wortlaut verwendet „mindestens ein Jahr“; bei einer vereinbarten dreijährigen Weihe lautet die Zeitangabe entsprechend „mindestens drei Jahre“.
Homa und Weihe
1. Einstimmen und dreimal Om
Die Ritualleitung verneigt sich vor dem Altar. Eine Assistenz kann die Glocke läuten und, wenn vorhanden, das Muschelhorn blasen. Alle singen gemeinsam:
oṃ oṃ oṃ
Übersetzung: Om, der heilige Urklang; dreimal zur Sammlung gesungen.
2. Achamana – innere und äußere Reinigung
Für Achamana mit dem Löffel jeweils eine kleine Menge Trinkwasser in die rechte Hand geben. Die Ritualleitung spricht die folgenden Anrufungen und führt die jeweils beschriebene Handlung aus. Die Geste macht die innere Ausrichtung auch körperlich erfahrbar.
Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.
oṃ keśavāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Keshava.
Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.
oṃ acyutāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Achyuta, dem Unvergänglichen.
Einen kleinen Schluck trinken; danach mit der Hand über den Scheitel, das Sahasrara Chakra, streichen.
oṃ anantāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Ananta, dem Unendlichen.
Wasser in die rechte Hand geben und nach oben und unten sprenkeln.
oṃ govindāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Govinda.
Wasser in die rechte Hand geben und in die vier Himmelsrichtungen sprenkeln.
oṃ nārāyaṇāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Narayana.
Nochmals etwas Wasser in die rechte Hand geben, die Hand über dem Kopf kreisen lassen und anschließend mit den Fingern schnippen. Dazu das Gebet an die heiligen Flüsse sprechen:
oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri namas tubhyaṃ namo namaḥ //
Übersetzung: O Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Verehrung euch, immer wieder Verehrung.
3. Tilaka – die heiligen Zeichen auftragen
Beim Tilaka zuerst mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger der rechten Hand drei Streifen Asche auf die Stirn auftragen:
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //
Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.
Mit dem rechten Ringfinger etwas Sandelholzpaste zwischen den Augenbrauen auftragen, am Ajna Chakra:
oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi
Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.
Mit dem rechten Ringfinger einen Punkt Kumkum auf die Sandelholzpaste setzen:
oṃ aiṃ tripurā-devyai ca vidmahe klīṃ kāmeśvaryai ca dhīmahi /
sauṃ tan naḥ klinne pracodayāt //
Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauṃ verehren wir Tripura Devi und meditieren über Kameshvari. Möge die von göttlicher Liebe erfüllte Göttin unseren Geist anregen. Die Keimsilben sind heilige Laute und werden nicht wie gewöhnliche Wörter übersetzt.
4. Avahana – Gottheiten und Lehrer begrüßen
Zur Avahana die Glocke läuten und zu jeder der folgenden Anrufungen eine Blüte darbringen. Die Anrufung öffnet die Verehrung für die verschiedenen göttlichen Kräfte und die Lehrer der Sivananda Tradition.
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ
Übersetzung: Verehrung Ganesha, dem Herrn der Scharen.
oṃ śaravaṇabhavāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Subrahmanya, dem im Schilfwald Geborenen.
oṃ aiṃ sarasvatyai namaḥ
Übersetzung: Verehrung Saraswati, mit der Keimsilbe aiṃ.
oṃ guṃ gurubhyo namaḥ
Übersetzung: Verehrung den spirituellen Lehrern, mit der Keimsilbe guṃ.
oṃ namo bhagavate śivānandāya
Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Sivananda.
oṃ namo bhagavate viṣṇu-devānandāya
Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Vishnudevananda.
oṃ ādi-śaktyai namaḥ
Übersetzung: Verehrung der ursprünglichen göttlichen Kraft, Adi Shakti.
5. Gajananam – Ganesha, Subrahmanya, Saraswati, Guru und Devi
gajānanaṃ bhūta-gaṇādi-sevitaṃ kapittha-jambū-phala-sāra-bhakṣitam /
umā-sutaṃ śoka-vināśa-kāraṇaṃ namāmi vighneśvara-pāda-paṅkajam //
Übersetzung: Ich verneige mich vor den Lotusfüßen des Herrn der Hindernisse: elefantengesichtig, von den Scharen der Wesen verehrt, der das Fruchtfleisch von Kapittha und Jambu genießt, Sohn Umas und Ursache der Auflösung des Kummers.
ṣaḍ-ānanaṃ kuṅkuma-rakta-varṇaṃ mahā-matiṃ divya-mayūra-vāhanam /
rudrasya sūnuṃ sura-sainya-nāthaṃ guhaṃ sadāhaṃ śaraṇaṃ prapadye //
Übersetzung: Stets nehme ich Zuflucht bei Guha: sechsgesichtig, rot wie Kumkum, von großer Weisheit, auf einem göttlichen Pfau reitend, Sohn Rudras und Heerführer der Götter.
yā kundendu-tuṣāra-hāra-dhavalā yā śubhra-vastrāvṛtā /
yā vīṇā-vara-daṇḍa-maṇḍita-karā yā śveta-padmāsanā /
yā brahmācyuta-śaṅkara-prabhṛtibhir devaiḥ sadā pūjitā /
sā māṃ pātu sarasvatī bhagavatī niḥśeṣa-jāḍyāpahā //
Übersetzung: Möge die erhabene Saraswati mich beschützen und alle Trägheit der Erkenntnis beseitigen: weiß wie Jasmin, Mond, Schnee und eine helle Girlande, in weiße Gewänder gehüllt, mit der schönen Vina in den Händen, auf einem weißen Lotus sitzend und stets von Brahma, Achyuta, Shankara und den anderen Göttern verehrt.
oṃ namaḥ śivāya gurave sac-cid-ānanda-mūrtaye /
niṣ-prapañcāya śāntāya śivānandāya te namaḥ //
Übersetzung: Verehrung dem glückverheißenden Guru, der Verkörperung von Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit, jenseits der Welt der Vielheit, friedvoll: Verehrung dir, Sivananda.
sarva-maṅgala-māṅgalye śive sarvārtha-sādhike /
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo 'stu te //
Übersetzung: Du Heil unter allem Heilsamen, Glückverheißende, die alle guten Ziele verwirklicht, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri, Narayani: Dir sei Verehrung.
6. Die Lehrerfolge vergegenwärtigen
brahmānandaṃ parama-sukha-daṃ kevalaṃ jñāna-mūrtim /
dvandvātītaṃ gagana-sadṛśaṃ tat-tvam-asy-ādi-lakṣyam /
ekaṃ nityaṃ vimalam acalaṃ sarva-dhī-sākṣi-bhūtam /
bhāvātītaṃ tri-guṇa-rahitaṃ sad-guruṃ taṃ namāmi //
Übersetzung: Ich verneige mich vor dem wahren Guru: Seligkeit Brahmans, Geber höchsten Glücks, reine Verkörperung der Erkenntnis, jenseits der Gegensätze, dem Raum gleich, Ziel der Worte „Das bist du“. Er ist der Eine, Ewige, Reine, Unbewegte, Zeuge aller Erkenntnis, jenseits der Zustände und frei von den drei Gunas.
caitanyaṃ śāśvataṃ śāntaṃ nirākāraṃ nirañjanam /
nāda-bindu-kalātītaṃ tasmai śrī-gurave namaḥ //
Übersetzung: Verehrung dem ehrwürdigen Guru: ewiges, friedvolles Bewusstsein, formlos und unbefleckt, jenseits von Klang, Punkt und Teilaspekten.
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ /
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrī-gurave namaḥ //
Übersetzung: Der Guru ist Brahma, der Guru ist Vishnu, der Guru ist der große Gott Shiva. Der Guru ist unmittelbar das höchste Brahman. Diesem ehrwürdigen Guru gilt meine Verehrung.
ajñāna-timirāndhasya jñānāñjana-śalākayā /
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrī-gurave namaḥ //
Übersetzung: Verehrung dem ehrwürdigen Guru, der meine durch Unwissenheit verdunkelten Augen mit dem Stift der Erkenntnissalbe geöffnet hat.
dhyāna-mūlaṃ guror mūrtiḥ pūjā-mūlaṃ guror padam /
mantra-mūlaṃ guror vākyaṃ mokṣa-mūlaṃ guroḥ kṛpā //
Übersetzung: Die Gestalt des Gurus ist die Grundlage der Meditation; seine Füße sind die Grundlage der Verehrung. Sein Wort ist die Grundlage des Mantras; seine Gnade ist die Grundlage der Befreiung.
oṃ namaḥ śivāya gurave sac-cid-ānanda-mūrtaye /
niṣ-prapañcāya śāntāya śivānandāya te namaḥ //
Übersetzung: Verehrung dem glückverheißenden Guru, der Verkörperung von Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit, jenseits der Welt der Vielheit, friedvoll: Verehrung dir, Sivananda.
mātā ca pārvatī devī pitā devo maheśvaraḥ /
bāndhavāḥ śiva-bhaktāś ca svadeśo bhuvana-trayam //
namaḥ pārvatī-pataye hara hara mahādeva //
Übersetzung: Meine Mutter ist die Göttin Parvati, mein Vater der große Gott Shiva. Meine Verwandten sind Shivas Verehrer; meine Heimat sind die drei Welten. Verehrung dem Gemahl Parvatis. Hara, Hara, großer Gott!
oṃ svasti na indro vṛddha-śravāḥ /
svasti naḥ pūṣā viśva-vedāḥ /
svasti nas tārkṣyo ariṣṭa-nemiḥ /
svasti no bṛhaspatir dadhātu /
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ //
Übersetzung: Möge Indra, dessen Ruhm wächst, uns Wohlergehen schenken; ebenso Pushan, der alles kennt, Tarkshya mit unversehrtem Rad und Brihaspati. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Ein bis zwei Minuten in Meditation sitzen. Sich an die Gegenwart des Göttlichen erinnern und einen klaren, wohlwollenden Entschluss fassen. Das Anliegen innerlich formulieren und den Segen der Handlung allen Wesen widmen.
8. Agni anrufen und das Feuer entzünden
Das folgende Mantra fünfmal sprechen:
oṃ agnaye namaḥ
Übersetzung: Verehrung Agni, dem göttlichen Feuer.
hrīṃ vahni-mūrtaye namaḥ
Übersetzung: Mit der Keimsilbe hrīṃ: Verehrung der Gestalt des Feuers.
vaṃ vahni-caitanyāya namaḥ
Übersetzung: Mit der Keimsilbe vaṃ: Verehrung dem Bewusstsein des Feuers.
Das Anzündmaterial an einer vorbereiteten Flamme entzünden und in die Feuerschale legen. Dabei dreimal die Feuer-Keimsilbe sprechen:
raṃ raṃ raṃ
Übersetzung: Dreimal die Keimsilbe raṃ, die hier das Feuer anruft.
oṃ cit piṅgala hana hana daha daha paca paca sarvaṃ jñāpaya svāhā
Übersetzung: Om, Bewusstseinsfeuer, goldbraun Leuchtender: Zerschlage, verbrenne und verwandle; lass alles erkannt werden. Svaha: Diese Gabe sei dargebracht. Die kraftvollen Verben werden in dieser Praxis auf Unwissenheit und innere Begrenzungen bezogen.
oṃ agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam /
suvarṇa-varṇam amalaṃ samiddhaṃ viśvato-mukham //
Übersetzung: Ich verehre das entflammte Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, rein, hell entfacht, mit Gesichtern nach allen Richtungen.
9. Einleitende Ahutis
Zu jedem svāhā einen kleinen Löffel Fett in die Flamme geben. Die Gaben werden dem innerlich vorgestellten rechten, linken und dritten Auge sowie dem Mund Agnis zugewendet.
oṃ agnaye svāhā
Übersetzung: Darbringung an Agni.
oṃ somāya svāhā
Übersetzung: Darbringung an Soma.
oṃ agni-ṣomābhyāṃ svāhā
Übersetzung: Darbringung an Agni und Soma.
oṃ agnaye sviṣṭakṛte svāhā
Übersetzung: Darbringung an Agni, der das Opfer zum guten Abschluss bringt.
Den folgenden Vers zweimal mit je einer Gabe sprechen:
oṃ vaiśvānara jātavedaḥ ihā vaha lohitākṣa /
sarva-karmāṇi sādhaya svāhā //
Übersetzung: Om, Vaishvanara, Jatavedas, Rotäugiger: Bringe hierher und lass alle rituellen Handlungen gelingen. Diese Gabe sei dargebracht.
Anschließend dreimal mit je einer Gabe:
oṃ mahā-gaṇapataye svāhā
Übersetzung: Diese Gabe gilt dem großen Ganapati, Ganesha.
10. Ganesha und Guru
3-mal rezitieren; bei jedem svāhā eine kleine Gabe in die Flamme geben.
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ /
svāhā //
Übersetzung: Verehrung Ganesha. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.
9-mal rezitieren; bei jedem svāhā eine kleine Gabe in die Flamme geben.
oṃ namo bhagavate śivānandāya /
svāhā //
Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Sivananda. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.
11. Das Versprechen vor dem Feuer
Die Leitung fragt: „Versprichst du vor Gott, vor diesem heiligen Feuer und vor unseren Meistern, dich mindestens ein Jahr an die Brahmacharya-Gelübde zu halten: keine sexuellen Beziehungen einzugehen, bei Yoga Vidya Sevaka zu sein, Schüler beziehungsweise Schülerin in der Tradition von Swami Sivananda zu sein und dein Leben in besonderem Maße an Sadhana, Seva, Satsang und Sattva auszurichten?“ Die einzuweihende Person antwortet bewusst und hörbar. Die vereinbarte Dauer steht bereits vor dieser Frage fest.
12. Weihe und Name
Nach der Zustimmung spricht die autorisierte Leitung: „Hiermit weihe ich dich im Namen von Swami Sivananda zum Brahmachari beziehungsweise zur Brahmacharini im Shankaracharya-Dashanami-Orden.“
oṃ nārāyaṇaṃ padma-bhavaṃ vasiṣṭhaṃ śaktiṃ ca tat-putra-parāśaraṃ ca /
vyāsaṃ śukaṃ gauḍa-padaṃ mahāntaṃ govinda-yogīndram athāsya śiṣyam //
śrī-śaṅkarācāryam athāsya padmapādaṃ ca hastāmalakaṃ ca śiṣyam /
taṃ toṭakaṃ vārttika-kāram anyān asmad-gurūn santatam ānato 'smi //
śruti-smṛti-purāṇānām ālayaṃ karuṇālayam /
namāmi bhagavat-pādaṃ śaṅkaraṃ loka-śaṅkaram //
śaṅkaraṃ śaṅkarācāryaṃ keśavaṃ bādarāyaṇam /
sūtra-bhāṣya-kṛtau vande bhagavantau punaḥ punaḥ //
īśvaro gurur ātmeti mūrti-bheda-vibhāgine /
vyomavad-vyāpta-dehāya dakṣiṇā-mūrtaye namaḥ //
śrī-śivānandāya te namaḥ //
Übersetzung: Immer wieder verneige ich mich vor unserer Lehrerfolge: Narayana, dem Lotusgeborenen Brahma, Vasishtha, Shakti, dessen Sohn Parashara, Vyasa, Shuka, dem großen Gaudapada, Govindapada, Shankaracharya und seinen Schülern Padmapada, Hastamalaka, Totaka, dem Verfasser der Varttikas und den anderen Lehrern. Ich verehre Shankara, Heimat der heiligen Überlieferung und des Mitgefühls, Wohltäter der Welt. Immer wieder verehre ich die erhabenen Verfasser von Sutra und Kommentar: Badarayana als Keshava und Shankaracharya als Shankara. Verehrung Dakshinamurti, der als Gott, Lehrer und Selbst erscheint und alles wie der Raum durchdringt. Verehrung dir, Swami Sivananda.
Den zuvor bestimmten Namen aussprechen; die Einzelvorlagen verwenden die Anrede Brahmachari beziehungsweise Brahmacharini mit dem Zusatz Chaitanya. Anschließend legt die neu geweihte Person die gelbe Kleidung an.
13. Gayatri-Homa
Nach der Rückkehr Gayatri als Hauptmantra gemeinsam rezitieren. Die Vorlage lässt die Anzahl offen; beispielsweise 27, 54 oder 108 Wiederholungen vorab festlegen.
oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ /
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi /
dhiyo yo naḥ pracodayāt /
svāhā //
Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen und erleuchten. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.
14. Segenswünsche und Stille
Dreimal sprechen und den Segen der ganzen Menschheit und allen Lebewesen widmen:
lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu
Übersetzung: Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Ein bis zwei Minuten still werden und den eingangs gefassten Sankalpa erneut vergegenwärtigen.
15. Kshama – die Unvollkommenheit hingeben
yad akṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mātrā-hīnaṃ ca yad bhavet /
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvat-prasādān maheśvari //
mantra-hīnaṃ kriyā-hīnaṃ bhakti-hīnaṃ sureśvari /
yat pūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tad astu me //
Übersetzung: Was an Silben entfallen ist oder an richtiger Lautdauer fehlt: Möge durch deine Gnade alles vollständig werden, große Herrin. Was ich verehrt habe, obwohl es an Mantra, Handlung oder Hingabe mangelte, möge durch dich vollkommen sein, Göttin und Herrin der Götter.
16. Räucherwerk, Licht und Speise darbringen
Für Dhupa Räucherwerk entzünden und im Uhrzeigersinn vor dem Altar schwenken. Dazu die Glocke läuten.
dhūpaṃ samarpayāmi
Übersetzung: Ich bringe Räucherwerk dar.
Für Dipa eine Kerze oder Öllampe ebenso schwenken und anschließend sicher abstellen.
dīpaṃ samarpayāmi
Übersetzung: Ich bringe Licht dar.
Die Prasad-Schale vor den Altar stellen. Für Naivedya mit einer Blüte oder der rechten Hand etwas Wasser über die Speise sprenkeln und dazu den Gayatri-Mantra dreimal sprechen.
oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ /
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi /
dhiyo yo naḥ pracodayāt //
Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen und erleuchten.
Ein oder mehrere Stücke der Speise auf einem eigenen Teller am Altar darbringen; der Rest wird nach der Feier geteilt.
17. Arati
Die brennende Lampe vor dem Altar im Uhrzeigersinn schwenken. Alle stehen, soweit dies möglich ist. Glocke und Muschelhorn können die Arati begleiten.
oṃ rājādhirājāya prasahya-sāhine namo vayaṃ vaiśravaṇāya kurmahe /
sa me kāmān kāma-kāmāya mahyaṃ kāmeśvaro vaiśravaṇo dadātu /
kuberāya vaiśravaṇāya mahā-rājāya namaḥ //
Übersetzung: Wir erweisen Vaishravana Verehrung, dem König der Könige, dessen Kraft überwindet. Möge Vaishravana, Herr der Wünsche, mir die ersehnten Gaben gewähren. Verehrung dem großen König Kubera Vaishravana.
oṃ na tatra sūryo bhāti na candra-tārakaṃ nemā vidyuto bhānti kuto 'yam agniḥ /
tam eva bhāntam anubhāti sarvaṃ tasya bhāsā sarvam idaṃ vibhāti //
Übersetzung: Dort leuchtet weder die Sonne noch Mond und Sterne, auch diese Blitze nicht – wie dann dieses Feuer? Alles leuchtet, indem es seinem Leuchten folgt; durch sein Licht erstrahlt dies alles.
oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri namas tubhyaṃ namo namaḥ //
Übersetzung: O Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Verehrung euch, immer wieder Verehrung.
Die Lichtkraft dreimal symbolisch dem Altar zuwenden. Anschließend das Licht den Anwesenden reichen; sie führen ihre Hände mit Abstand über die Flamme und streichen deren Wärme über Kopf oder Gesicht. Danach die Lampe sicher abstellen.
18. Widmung
tvam eva mātā ca pitā tvam eva /
tvam eva bandhuś ca sakhā tvam eva /
tvam eva vidyā draviṇaṃ tvam eva /
tvam eva sarvaṃ mama deva-deva //
Übersetzung: Du allein bist Mutter und Vater; du bist Verwandter und Freund. Du bist Wissen und Reichtum; du bist mein Alles, o Gott der Götter.
kāyena vācā manasendriyair vā buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt /
karomi yad yat sakalaṃ parasmai nārāyaṇāyeti samarpayāmi //
Übersetzung: Was immer ich mit Körper, Sprache, Geist und Sinnen, mit Vernunft und innerem Wesen oder aus meiner natürlichen Veranlagung heraus tue: All dies bringe ich dem höchsten Narayana dar.
sarva-dharmān parityajya mām ekaṃ śaraṇaṃ vraja /
ahaṃ tvā sarva-pāpebhyo mokṣayiṣyāmi mā śucaḥ //
Übersetzung: Lass alle Pflichten los und nimm allein bei mir Zuflucht. Ich werde dich von allen Verfehlungen befreien; sorge dich nicht. Diese Worte Krishnas stammen aus der Bhagavad Gita, Vers 18.66.
Verneigen, das Prasad teilen und noch etwas in Stille verweilen. Die betreuende Person bleibt bei der Feuerstelle, bis keine Flamme und keine gefährliche Glut mehr vorhanden ist. Asche erst nach dem vollständigen Erkalten berühren oder wegräumen.
Die Weihe im Alltag leben
Die Leitung gibt persönliche Hinweise zu regelmäßiger Praxis, Seva und der Begleitung auf dem Weg. Für spätere Veränderungen oder Fragen bleibt das Gespräch mit der zuständigen Leitung maßgeblich. Sannyasa ist eine eigene, gesondert vorbereitete Weihe und kein automatischer nächster Schritt.
Siehe auch
Quellen
- Yoga Vidya Purohita Handbuch, 3. erweiterte Auflage, Januar 2025, Teil 5: Assistenz und Organisation bei Initiation.
- Yoga Vidya, Brahmacharya-Weihe, Feierfassungen von 2014, 2024 und 2025 sowie eine als Shivaratri 2026 bezeichnete Fassung.
Rezitationen in Devanagari
Die folgenden Texte entsprechen den ausgeschriebenen IAST-Rezitationen der Anleitung. Wiederholungszahlen und gleichzeitige Handlungen stehen beim jeweiligen Ritualschritt. Die Schriftübertragung enthält keine zusätzlichen vedischen Tonzeichen.
Om
ॐ ॐ ॐ
Achamana: Keshava
ॐ केशवाय नमः
Achamana: Achyuta, dem Unvergänglichen
ॐ अच्युताय नमः
Achamana: Ananta, dem Unendlichen
ॐ अनन्ताय नमः
Achamana: Govinda
ॐ गोविन्दाय नमः
Achamana: Narayana
ॐ नारायणाय नमः
Flussgebet
ॐ गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति /
नर्मदे सिन्धु कावेरि नमस् तुभ्यं नमो नमः //
Shiva Gayatri
ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि /
तन् नो रुद्रः प्रचोदयात् //
Sandelholzgebet
ॐ गन्ध-द्वारां दुराधर्षां नित्य-पुष्टां करीषिणीम् /
ईश्वरीं सर्व-भूतानां ताम् इहोपह्वये श्रियम् //
गन्धान् धारयामि
Tripura Gayatri
ॐ ऐं त्रिपुरा-देव्यै च विद्महे क्लीं कामेश्वर्यै च धीमहि /
सौं तन् नः क्लिन्ने प्रचोदयात् //
Anrufung 1
ॐ गं गणपतये नमः
Anrufung 2
ॐ शरवणभवाय नमः
Anrufung 3
ॐ ऐं सरस्वत्यै नमः
Anrufung 4
ॐ गुं गुरुभ्यो नमः
Anrufung 5
ॐ नमो भगवते शिवानन्दाय
Anrufung 6
ॐ नमो भगवते विष्णु-देवानन्दाय
Anrufung 7
ॐ आदि-शक्त्यै नमः
Ganesha – Gajananam
गजाननं भूत-गणादि-सेवितं कपित्थ-जम्बू-फल-सार-भक्षितम् /
उमा-सुतं शोक-विनाश-कारणं नमामि विघ्नेश्वर-पाद-पङ्कजम् //
Subrahmanya – Gajananam
षड्-आननं कुङ्कुम-रक्त-वर्णं महा-मतिं दिव्य-मयूर-वाहनम् /
रुद्रस्य सूनुं सुर-सैन्य-नाथं गुहं सदाहं शरणं प्रपद्ये //
Saraswati – Gajananam
या कुन्देन्दु-तुषार-हार-धवला या शुभ्र-वस्त्रावृता /
या वीणा-वर-दण्ड-मण्डित-करा या श्वेत-पद्मासना /
या ब्रह्माच्युत-शङ्कर-प्रभृतिभिर् देवैः सदा पूजिता /
सा मां पातु सरस्वती भगवती निःशेष-जाड्यापहा //
Sivananda Guru
ॐ नमः शिवाय गुरवे सच्-चिद्-आनन्द-मूर्तये /
निष्-प्रपञ्चाय शान्ताय शिवानन्दाय ते नमः //
Sarva Mangala
सर्व-मङ्गल-माङ्गल्ये शिवे सर्वार्थ-साधिके /
शरण्ये त्र्यम्बके गौरि नारायणि नमो ऽस्तु ते //
Brahmanandam
ब्रह्मानन्दं परम-सुख-दं केवलं ज्ञान-मूर्तिम् /
द्वन्द्वातीतं गगन-सदृशं तत्-त्वम्-अस्य्-आदि-लक्ष्यम् /
एकं नित्यं विमलम् अचलं सर्व-धी-साक्षि-भूतम् /
भावातीतं त्रि-गुण-रहितं सद्-गुरुं तं नमामि //
Caitanyam
चैतन्यं शाश्वतं शान्तं निराकारं निरञ्जनम् /
नाद-बिन्दु-कलातीतं तस्मै श्री-गुरवे नमः //
Guru Brahma
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः /
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्री-गुरवे नमः //
Ajñana Timira
अज्ञान-तिमिरान्धस्य ज्ञानाञ्जन-शलाकया /
चक्षुर् उन्मीलितं येन तस्मै श्री-गुरवे नमः //
Dhyana Mulam
ध्यान-मूलं गुरोर् मूर्तिः पूजा-मूलं गुरोर् पदम् /
मन्त्र-मूलं गुरोर् वाक्यं मोक्ष-मूलं गुरोः कृपा //
Mata Parvati
माता च पार्वती देवी पिता देवो महेश्वरः /
बान्धवाः शिव-भक्ताश् च स्वदेशो भुवन-त्रयम् //
नमः पार्वती-पतये हर हर महादेव //
Svasti Vachana
ॐ स्वस्ति न इन्द्रो वृद्ध-श्रवाः /
स्वस्ति नः पूषा विश्व-वेदाः /
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्ट-नेमिः /
स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु /
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः //
Agni
ॐ अग्नये नमः
Feuergestalt
ह्रीं वह्नि-मूर्तये नमः
Feuerbewusstsein
वं वह्नि-चैतन्याय नमः
Feuerbija
रं रं रं
Cit Pingala
ॐ चित् पिङ्गल हन हन दह दह पच पच सर्वं ज्ञापय स्वाहा
Agni Lobpreis
ॐ अग्निं प्रज्वलितं वन्दे जातवेदं हुताशनम् /
सुवर्ण-वर्णम् अमलं समिद्धं विश्वतो-मुखम् //
Rechtes Auge
ॐ अग्नये स्वाहा
Linkes Auge
ॐ सोमाय स्वाहा
Drittes Auge
ॐ अग्नि-षोमाभ्यां स्वाहा
Mund
ॐ अग्नये स्विष्टकृते स्वाहा
Vaishvanara
ॐ वैश्वानर जातवेदः इहा वह लोहिताक्ष /
सर्व-कर्माणि साधय स्वाहा //
Maha Ganapati
ॐ महा-गणपतये स्वाहा
Ganesha – Feuergabe
ॐ गं गणपतये नमः /
स्वाहा //
Sivananda – Feuergabe
ॐ नमो भगवते शिवानन्दाय /
स्वाहा //
Guru Parampara
ॐ नारायणं पद्म-भवं वसिष्ठं शक्तिं च तत्-पुत्र-पराशरं च /
व्यासं शुकं गौड-पदं महान्तं गोविन्द-योगीन्द्रम् अथास्य शिष्यम् //
श्री-शङ्कराचार्यम् अथास्य पद्मपादं च हस्तामलकं च शिष्यम् /
तं तोटकं वार्त्तिक-कारम् अन्यान् अस्मद्-गुरून् सन्ततम् आनतो ऽस्मि //
श्रुति-स्मृति-पुराणानाम् आलयं करुणालयम् /
नमामि भगवत्-पादं शङ्करं लोक-शङ्करम् //
शङ्करं शङ्कराचार्यं केशवं बादरायणम् /
सूत्र-भाष्य-कृतौ वन्दे भगवन्तौ पुनः पुनः //
ईश्वरो गुरुर् आत्मेति मूर्ति-भेद-विभागिने /
व्योमवद्-व्याप्त-देहाय दक्षिणा-मूर्तये नमः //
श्री-शिवानन्दाय ते नमः //
Gayatri – Feuergabe
ॐ भूर् भुवः स्वः /
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि /
धियो यो नः प्रचोदयात् /
स्वाहा //
Lokah Samastah
लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु
Kshama Devi
यद् अक्षरं परिभ्रष्टं मात्रा-हीनं च यद् भवेत् /
पूर्णं भवतु तत् सर्वं त्वत्-प्रसादान् महेश्वरि //
मन्त्र-हीनं क्रिया-हीनं भक्ति-हीनं सुरेश्वरि /
यत् पूजितं मया देवि परिपूर्णं तद् अस्तु मे //
Duftgabe
धूपं समर्पयामि
Lichtgabe
दीपं समर्पयामि
Gayatri
ॐ भूर् भुवः स्वः /
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि /
धियो यो नः प्रचोदयात् //
Rajadhirajaya
ॐ राजाधिराजाय प्रसह्य-साहिने नमो वयं वैश्रवणाय कुर्महे /
स मे कामान् काम-कामाय मह्यं कामेश्वरो वैश्रवणो ददातु /
कुबेराय वैश्रवणाय महा-राजाय नमः //
Na Tatra Suryo
ॐ न तत्र सूर्यो भाति न चन्द्र-तारकं नेमा विद्युतो भान्ति कुतो ऽयम् अग्निः /
तम् एव भान्तम् अनुभाति सर्वं तस्य भासा सर्वम् इदं विभाति //
Tvam Eva
त्वम् एव माता च पिता त्वम् एव /
त्वम् एव बन्धुश् च सखा त्वम् एव /
त्वम् एव विद्या द्रविणं त्वम् एव /
त्वम् एव सर्वं मम देव-देव //
Kayena Vacha
कायेन वाचा मनसेन्द्रियैर् वा बुद्ध्यात्मना वा प्रकृतेः स्वभावात् /
करोमि यद् यत् सकलं परस्मै नारायणायेति समर्पयामि //
Sarva Dharman
सर्व-धर्मान् परित्यज्य माम् एकं शरणं व्रज /
अहं त्वा सर्व-पापेभ्यो मोक्षयिष्यामि मा शुचः //