Sannyasa Weihe bei Yoga Vidya

Aus Yogawiki

Sannyasa Weihe bei Yoga Vidya widmet das Leben der Erkenntnis des Selbst und dem selbstlosen Dienst. In Viraja Homa, Entsagungsformeln, Wasserbad, neuer Kleidung, Mantras und Mahavakyas wird dieser Entschluss sichtbar. Ein dazu befugter Swami der Tradition und die spirituelle Leitung von Yoga Vidya führen die Weihe gemeinsam. Assistierende und Gemeinschaft tragen Rezitation und äußeren Ablauf mit.

Vorbereitung und Materialien

Eine geeignete Feuerschale auf feuerfestem Untergrund aufstellen. Trockenes unbehandeltes Holz, gegebenenfalls die in der Tradition verwendeten gereinigten Kuhdungfladen, Anzündmaterial, Streichhölzer, einen langen Opferlöffel sowie Kokosfett bereitstellen. In der Yoga-Vidya-Praxis wird dieses feste Fett „Kokos-Ghee“ genannt; traditionell kann auch Ghee verwendet werden. Das Fett vor der Gabe bei Bedarf vorsichtig verflüssigen. Wasser und Löffel für Achamana, Asche, Sandelholzpaste, Kumkum, Blüten, Räucherwerk, Lampe und Prasad bereithalten.

Die Ritualleitung führt die Rezitation; eine Assistenz kann Feuer und Material betreuen. Die Feuerstelle braucht ausreichenden Abstand zu brennbaren Gegenständen, einen zugfreien und gut belüfteten Platz und eine geeignete Löschmöglichkeit. Nur kleine, kontrollierte Gaben verwenden. Das Feuer bis zum vollständigen Erlöschen beaufsichtigen. Bei einer Gruppe vorab erklären, wer wann an die Feuerstelle tritt und wie der Löffel übergeben wird.

Zusätzlich orangefarbene Kleidung, Schere, Handtücher, vier Eimer mit geeignetem warmem Wasser und einen geschützten Umkleideraum vorbereiten. Der Altar trägt Bilder der Guru-Tradition; die Darstellungen schauen nach Möglichkeit nach Osten. Wenn am Wasser gefeiert wird, einen festen, sicheren Zugang wählen. Für das Bad ist keine gefährliche Wassertiefe erforderlich.

Vorbereitung und Entschluss

In ausführlichen Vorgesprächen die lebenslange Ausrichtung, Entsagung und die persönliche Reife klären. Das Handbuch nennt gewöhnlich sechs Jahre Brahmacharya oder einen entsprechenden Weg aus Vanaprastha; Einzelfälle beurteilt die spirituelle Leitung. Entsagung meint ein einfaches Leben ohne Anhaftung, die Aufgabe weltlicher Lebensziele und die Ausrichtung auf Meditation, Reinheit und Weitergabe spirituellen Wissens. Die Quelle lässt zweckdienlichen persönlichen Besitz in begrenzter Form zu; ausschlaggebend ist die innere Haltung.

Als vorbereitende Lektüre wird „Necessity of Sannyas“ von Swami Sivananda genannt, als Darstellung eines Ideals. Fasten und eine Nacht beziehungsweise einen Teil der Nacht mit Gayatri-Japa vor der Weihe persönlich abstimmen. Für den Weihetag Rückzug und Meditation einplanen. Die beiden Leitenden sprechen zu Beginn über die Bedeutung dieses Schrittes und würdigen den gereiften Entschluss der Person.

Viraja Homa

1. Einstimmen und dreimal Om

Die Ritualleitung verneigt sich vor dem Altar. Eine Assistenz kann die Glocke läuten und, wenn vorhanden, das Muschelhorn blasen. Alle singen gemeinsam:

oṃ oṃ oṃ

Übersetzung: Om, der heilige Urklang; dreimal zur Sammlung gesungen.

2. Achamana – innere und äußere Reinigung

Für Achamana mit dem Löffel jeweils eine kleine Menge Trinkwasser in die rechte Hand geben. Die Ritualleitung spricht die folgenden Anrufungen und führt die jeweils beschriebene Handlung aus. Die Geste macht die innere Ausrichtung auch körperlich erfahrbar.

Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.

oṃ keśavāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Keshava.

Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.

oṃ acyutāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Achyuta, dem Unvergänglichen.

Einen kleinen Schluck trinken; danach mit der Hand über den Scheitel, das Sahasrara Chakra, streichen.

oṃ anantāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ananta, dem Unendlichen.

Wasser in die rechte Hand geben und nach oben und unten sprenkeln.

oṃ govindāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Govinda.

Wasser in die rechte Hand geben und in die vier Himmelsrichtungen sprenkeln.

oṃ nārāyaṇāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Narayana.

Nochmals etwas Wasser in die rechte Hand geben, die Hand über dem Kopf kreisen lassen und anschließend mit den Fingern schnippen. Dazu das Gebet an die heiligen Flüsse sprechen:

oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri namas tubhyaṃ namo namaḥ //

Übersetzung: O Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Verehrung euch, immer wieder Verehrung.

3. Tilaka – die heiligen Zeichen auftragen

Beim Tilaka zuerst mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger der rechten Hand drei Streifen Asche auf die Stirn auftragen:

oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.

Mit dem rechten Ringfinger etwas Sandelholzpaste zwischen den Augenbrauen auftragen, am Ajna Chakra:

oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi

Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.

Mit dem rechten Ringfinger einen Punkt Kumkum auf die Sandelholzpaste setzen:

oṃ aiṃ tripurā-devyai ca vidmahe klīṃ kāmeśvaryai ca dhīmahi /
sauṃ tan naḥ klinne pracodayāt //

Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauṃ verehren wir Tripura Devi und meditieren über Kameshvari. Möge die von göttlicher Liebe erfüllte Göttin unseren Geist anregen. Die Keimsilben sind heilige Laute und werden nicht wie gewöhnliche Wörter übersetzt.

4. Avahana – Gottheiten und Lehrer begrüßen

Zur Avahana die Glocke läuten und zu jeder der folgenden Anrufungen eine Blüte darbringen. Die Anrufung öffnet die Verehrung für die verschiedenen göttlichen Kräfte und die Lehrer der Sivananda Tradition.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ganesha, dem Herrn der Scharen.

oṃ śaravaṇabhavāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Subrahmanya, dem im Schilfwald Geborenen.

oṃ aiṃ sarasvatyai namaḥ

Übersetzung: Verehrung Saraswati, mit der Keimsilbe aiṃ.

oṃ guṃ gurubhyo namaḥ

Übersetzung: Verehrung den spirituellen Lehrern, mit der Keimsilbe guṃ.

oṃ namo bhagavate śivānandāya

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Sivananda.

oṃ namo bhagavate viṣṇu-devānandāya

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Vishnudevananda.

oṃ ādi-śaktyai namaḥ

Übersetzung: Verehrung der ursprünglichen göttlichen Kraft, Adi Shakti.

5. Gajananam – Ganesha, Subrahmanya, Saraswati, Guru und Devi

gajānanaṃ bhūta-gaṇādi-sevitaṃ kapittha-jambū-phala-sāra-bhakṣitam /
umā-sutaṃ śoka-vināśa-kāraṇaṃ namāmi vighneśvara-pāda-paṅkajam //

Übersetzung: Ich verneige mich vor den Lotusfüßen des Herrn der Hindernisse: elefantengesichtig, von den Scharen der Wesen verehrt, der das Fruchtfleisch von Kapittha und Jambu genießt, Sohn Umas und Ursache der Auflösung des Kummers.

ṣaḍ-ānanaṃ kuṅkuma-rakta-varṇaṃ mahā-matiṃ divya-mayūra-vāhanam /
rudrasya sūnuṃ sura-sainya-nāthaṃ guhaṃ sadāhaṃ śaraṇaṃ prapadye //

Übersetzung: Stets nehme ich Zuflucht bei Guha: sechsgesichtig, rot wie Kumkum, von großer Weisheit, auf einem göttlichen Pfau reitend, Sohn Rudras und Heerführer der Götter.

yā kundendu-tuṣāra-hāra-dhavalā yā śubhra-vastrāvṛtā /
yā vīṇā-vara-daṇḍa-maṇḍita-karā yā śveta-padmāsanā /
yā brahmācyuta-śaṅkara-prabhṛtibhir devaiḥ sadā pūjitā /
sā māṃ pātu sarasvatī bhagavatī niḥśeṣa-jāḍyāpahā //

Übersetzung: Möge die erhabene Saraswati mich beschützen und alle Trägheit der Erkenntnis beseitigen: weiß wie Jasmin, Mond, Schnee und eine helle Girlande, in weiße Gewänder gehüllt, mit der schönen Vina in den Händen, auf einem weißen Lotus sitzend und stets von Brahma, Achyuta, Shankara und den anderen Göttern verehrt.

oṃ namaḥ śivāya gurave sac-cid-ānanda-mūrtaye /
niṣ-prapañcāya śāntāya śivānandāya te namaḥ //

Übersetzung: Verehrung dem glückverheißenden Guru, der Verkörperung von Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit, jenseits der Welt der Vielheit, friedvoll: Verehrung dir, Sivananda.

sarva-maṅgala-māṅgalye śive sarvārtha-sādhike /
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo 'stu te //

Übersetzung: Du Heil unter allem Heilsamen, Glückverheißende, die alle guten Ziele verwirklicht, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri, Narayani: Dir sei Verehrung.

6. Dhyana und Sankalpa

Ein bis zwei Minuten in Meditation sitzen. Sich an die Gegenwart des Göttlichen erinnern und einen klaren, wohlwollenden Entschluss fassen. Das Anliegen innerlich formulieren und den Segen der Handlung allen Wesen widmen.

7. Agni anrufen und das Feuer entzünden

Das folgende Mantra fünfmal sprechen:

oṃ agnaye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Agni, dem göttlichen Feuer.

hrīṃ vahni-mūrtaye namaḥ

Übersetzung: Mit der Keimsilbe hrīṃ: Verehrung der Gestalt des Feuers.

vaṃ vahni-caitanyāya namaḥ

Übersetzung: Mit der Keimsilbe vaṃ: Verehrung dem Bewusstsein des Feuers.

Das Anzündmaterial an einer vorbereiteten Flamme entzünden und in die Feuerschale legen. Dabei dreimal die Feuer-Keimsilbe sprechen:

raṃ raṃ raṃ

Übersetzung: Dreimal die Keimsilbe raṃ, die hier das Feuer anruft.

oṃ cit piṅgala hana hana daha daha paca paca sarvaṃ jñāpaya svāhā

Übersetzung: Om, Bewusstseinsfeuer, goldbraun Leuchtender: Zerschlage, verbrenne und verwandle; lass alles erkannt werden. Svaha: Diese Gabe sei dargebracht. Die kraftvollen Verben werden in dieser Praxis auf Unwissenheit und innere Begrenzungen bezogen.

oṃ agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam /
suvarṇa-varṇam amalaṃ samiddhaṃ viśvato-mukham //

Übersetzung: Ich verehre das entflammte Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, rein, hell entfacht, mit Gesichtern nach allen Richtungen.

8. Einleitende Ahutis

Zu jedem svāhā einen kleinen Löffel Fett in die Flamme geben. Die Gaben werden dem innerlich vorgestellten rechten, linken und dritten Auge sowie dem Mund Agnis zugewendet.

oṃ agnaye svāhā

Übersetzung: Darbringung an Agni.

oṃ somāya svāhā

Übersetzung: Darbringung an Soma.

oṃ agni-ṣomābhyāṃ svāhā

Übersetzung: Darbringung an Agni und Soma.

oṃ agnaye sviṣṭakṛte svāhā

Übersetzung: Darbringung an Agni, der das Opfer zum guten Abschluss bringt.

Den folgenden Vers zweimal mit je einer Gabe sprechen:

oṃ vaiśvānara jātavedaḥ ihā vaha lohitākṣa /
sarva-karmāṇi sādhaya svāhā //

Übersetzung: Om, Vaishvanara, Jatavedas, Rotäugiger: Bringe hierher und lass alle rituellen Handlungen gelingen. Diese Gabe sei dargebracht.

Anschließend dreimal mit je einer Gabe:

oṃ mahā-gaṇapataye svāhā

Übersetzung: Diese Gabe gilt dem großen Ganapati, Ganesha.

9-mal rezitieren; bei jedem svāhā eine kleine Gabe in die Flamme geben.

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ /
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi /
dhiyo yo naḥ pracodayāt /
svāhā //

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen und erleuchten. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

9. Die fünf Viraja-Darbringungen

Die Leitung spricht jeweils den ganzen Sanskritvers vor. Die einzuweihende Person richtet sich innerlich auf die genannte Reinigung aus und gibt zu svāhā Reis ins Feuer. Die Übersetzungen werden vorher erläutert; während der Darbringung wird der Sanskrittext rezitiert.

oṃ prāṇāpāna-vyānodāna-samānā me śudhyantām /
jyotir ahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā //

Übersetzung: Mögen meine fünf Lebensströmungen Prana, Apana, Vyana, Udana und Samana rein werden. Möge ich Licht sein, frei von Befleckung und Verfehlung. Diese Gabe sei dargebracht.

oṃ vāṅ-manaś-cakṣuḥ-śrotra-jihvā-ghrāṇa-reto-buddhyākūtiḥ saṅkalpā me śudhyantām /
jyotir ahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā //

Übersetzung: Mögen Sprache, Geist, Sehen, Hören, Zunge, Geruch, Zeugungskraft, Einsicht, Absicht und Entschlüsse rein werden. Möge ich Licht sein, frei von Befleckung und Verfehlung. Diese Gabe sei dargebracht.

oṃ tvak-carma-māṃsa-rudhira-medo-majjā-snāyavo 'sthīni me śudhyantām /
jyotir ahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā //

Übersetzung: Mögen Haut, Fleisch, Blut, Fett, Mark, Sehnen und Knochen rein werden. Möge ich Licht sein, frei von Befleckung und Verfehlung. Diese Gabe sei dargebracht.

oṃ śiraḥ-pāṇi-pāda-pārśva-pṛṣṭhorūdara-jaṅgha-śiśnopastha-pāyavo me śudhyantām /
jyotir ahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā //

Übersetzung: Mögen Kopf, Hände, Füße, Seiten, Rücken, Schenkel, Bauch, Unterschenkel sowie Zeugungs- und Ausscheidungsorgane rein werden. Möge ich Licht sein, frei von Befleckung und Verfehlung. Diese Gabe sei dargebracht.

uttiṣṭha puruṣa harita-piṅgala lohitākṣi dehi dehi dadāpayitā me śudhyantām /
jyotir ahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā //

Übersetzung: Erhebe dich, göttlicher Purusha, grünlich-goldbraun, rotäugig; gib, gib und lass mir geben. Möge Reinigung geschehen. Das Handbuch deutet diese Bitte auf die Unterstützung und Läuterung durch göttliche Gnade und den Lehrer. Möge ich Licht sein, frei von Befleckung und Verfehlung. Diese Gabe sei dargebracht.

Sivananda dreimal, neunmal oder 27-mal anrufen:

oṃ namo bhagavate śivānandāya

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Sivananda.

Dreimal:

lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu

Übersetzung: Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.

yad akṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mātrā-hīnaṃ ca yad bhavet /
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvat-prasādān maheśvari //
mantra-hīnaṃ kriyā-hīnaṃ bhakti-hīnaṃ sureśvari /
yat pūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tad astu me //

Übersetzung: Was an Silben entfallen ist oder an richtiger Lautdauer fehlt: Möge durch deine Gnade alles vollständig werden, große Herrin. Was ich verehrt habe, obwohl es an Mantra, Handlung oder Hingabe mangelte, möge durch dich vollkommen sein, Göttin und Herrin der Götter.

oṃ nārāyaṇaṃ padma-bhavaṃ vasiṣṭhaṃ śaktiṃ ca tat-putra-parāśaraṃ ca /
vyāsaṃ śukaṃ gauḍa-padaṃ mahāntaṃ govinda-yogīndram athāsya śiṣyam //
śrī-śaṅkarācāryam athāsya padmapādaṃ ca hastāmalakaṃ ca śiṣyam /
taṃ toṭakaṃ vārttika-kāram anyān asmad-gurūn santatam ānato 'smi //
śruti-smṛti-purāṇānām ālayaṃ karuṇālayam /
namāmi bhagavat-pādaṃ śaṅkaraṃ loka-śaṅkaram //
śaṅkaraṃ śaṅkarācāryaṃ keśavaṃ bādarāyaṇam /
sūtra-bhāṣya-kṛtau vande bhagavantau punaḥ punaḥ //
īśvaro gurur ātmeti mūrti-bheda-vibhāgine /
vyomavad-vyāpta-dehāya dakṣiṇā-mūrtaye namaḥ //
śrī-śivānandāya te namaḥ //

Übersetzung: Immer wieder verneige ich mich vor unserer Lehrerfolge: Narayana, dem Lotusgeborenen Brahma, Vasishtha, Shakti, dessen Sohn Parashara, Vyasa, Shuka, dem großen Gaudapada, Govindapada, Shankaracharya und seinen Schülern Padmapada, Hastamalaka, Totaka, dem Verfasser der Varttikas und den anderen Lehrern. Ich verehre Shankara, Heimat der heiligen Überlieferung und des Mitgefühls, Wohltäter der Welt. Immer wieder verehre ich die erhabenen Verfasser von Sutra und Kommentar: Badarayana als Keshava und Shankaracharya als Shankara. Verehrung Dakshinamurti, der als Gott, Lehrer und Selbst erscheint und alles wie der Raum durchdringt. Verehrung dir, Swami Sivananda.

Entsagung, Bad und neue Kleidung

10. Haaropfer

Der einweihende Swami schneidet eine zuvor vereinbarte kleine Haarsträhne ab und bringt sie dem Feuer dar. Der Schritt versinnbildlicht das Loslassen der bisherigen Identifikation.

11. Praisha-Mantras

Der Swami spricht vor; die einzuweihende Person wiederholt jede Formel:

oṃ bhūr sannyastaṃ mayā

Übersetzung: Om. Ich habe dieser Welt entsagt; im Sinn des Rituals: ihren Freuden, Anhaftungen und Erwartungen.

oṃ bhuvaḥ sannyastaṃ mayā

Übersetzung: Om. Ich habe dieser Welt entsagt; im Sinn des Rituals: ihren Freuden, Anhaftungen und Erwartungen.

oṃ svaḥ sannyastaṃ mayā

Übersetzung: Om. Ich habe dieser Welt entsagt; im Sinn des Rituals: ihren Freuden, Anhaftungen und Erwartungen.

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ sannyastaṃ mayā

Übersetzung: Om. Ich habe allen drei Welten entsagt; im Sinn des Rituals: ihren Freuden, Anhaftungen und Erwartungen.

12. Das Wasserbad

Gemeinsam zum vorbereiteten Wasserplatz gehen. Die einzuweihende Person gibt sich dreimal etwas Wasser über den Kopf. In der ausführlichen Quellform übergießen Helfende sie anschließend dreimal mit warmem Wasser. Temperatur, Menge und Standfestigkeit werden vorher passend zur Person und zum Ort vorbereitet. Der Swami überreicht die orangefarbene Kleidung; die Person zieht sich im geschützten Raum um. Währenddessen rezitiert die Gruppe:

oṃ namo bhagavate śivānandāya

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Sivananda.

Mantras, Mahavakyas und Name

13. Sannyasa-Mantras

Nach der Rückkehr spricht der einweihende Swami vor. Die neu geweihte Person wiederholt jedes der folgenden Mantras dreimal:

oṃ haṃsāya vidmahe parama-haṃsāya dhīmahi /
tan no haṃsaḥ pracodayāt //

Übersetzung: Wir wollen Hamsa erkennen und über den höchsten Hamsa meditieren. Möge Hamsa, Sinnbild des freien Selbst, unseren Geist anregen.

oṃ so 'haṃ haṃsaḥ parama-haṃsaḥ /
paramātmā cinmayo 'ham /
sac-cid-ānanda-svarūpo 'ham /
so 'haṃ brahma oṃ //

Übersetzung: Om. Ich bin Das, Hamsa, der höchste Hamsa. Ich bin das höchste Selbst, aus Bewusstsein bestehend. Mein wahres Wesen ist Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit. Ich bin Das, Brahman. Om.

14. Die vier Mahavakyas

Der Swami spricht jeweils vor, die neu geweihte Person wiederholt:

prajñānaṃ brahma

Übersetzung: Bewusstsein ist Brahman.

ahaṃ brahmāsmi

Übersetzung: Ich bin Brahman.

tat tvam asi

Übersetzung: Das bist du.

ayam ātmā brahma

Übersetzung: Dieses Selbst ist Brahman.

Anschließend spricht der Swami neunmal „tat tvam asi“. Die neu geweihte Person antwortet jedes Mal „ahaṃ brahmāsmi“. Die ganze Aufmerksamkeit ruht auf der Bedeutung dieser Worte.

15. Tilaka und Sannyasa-Name

Der zu segnenden Person die heiligen Zeichen auftragen; die Berührung vorher ankündigen.

Drei Aschestreifen mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger auf die Stirn:

oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.

Mit dem Ringfinger einen Punkt Sandelholzpaste zwischen den Augenbrauen:

oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi

Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.

Mit dem Ringfinger einen Kumkum-Punkt zwischen den Augenbrauen auftragen:

oṃ aiṃ tripurā-devyai ca vidmahe klīṃ kāmeśvaryai ca dhīmahi /
sauṃ tan naḥ klinne pracodayāt //

Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauṃ verehren wir Tripura Devi und meditieren über Kameshvari. Möge die von göttlicher Liebe erfüllte Göttin unseren Geist anregen. Die Keimsilben sind heilige Laute und werden nicht wie gewöhnliche Wörter übersetzt.

Die spirituelle Leitung spricht den zuvor bestimmten Sannyasa-Namen aus und erläutert ihn. Beide Leitenden geben persönliche Hinweise für das Leben aus der Erkenntnis des Selbst. Die im Ritual verwendete Sprache vom „Verbrennen“ von Körper und Persönlichkeit ist symbolische Entsagung, keine körperliche Handlung gegen die Person.

16. Segen und Arati

oṃ tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭi-vardhanam /
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt //

Übersetzung: Wir verehren den Dreiäugigen, der duftet und Gedeihen fördert. Wie eine reife Frucht sich von ihrem Stiel löst, möge ich von der Bindung des Todes frei werden, nicht aber von der Unsterblichkeit.

Ein oder mehrere Stücke Prasad auf einem eigenen Teller am Altar darbringen. Die Lichtzeremonie ankündigen; die Anwesenden stehen auf, soweit es ihnen möglich ist. Die Lampe entzünden und während des folgenden Gesangs langsam im Uhrzeigersinn vor den Darstellungen am Altar schwenken. Eine Assistenz kann die Glocke läuten.

jaya jaya āratī vighna-vināyaka
vighna-vināyaka śrī-gaṇeśa // 1 //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung des Beseitigers der Hindernisse, Shri Ganeshas.

jaya jaya āratī subrahmaṇya
subrahmaṇya kārttikeya // 2 //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung Subrahmanyas, Karttikeyas.

jaya jaya āratī veṇu-gopāla
veṇu-gopāla veṇu-lola
pāpa-vidūra navanīta-cora // 3 //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung des flötenspielenden Gopala, des Liebhabers der Flöte, der Verfehlungen fernhält und als Kind Butter stiehlt.

jaya jaya āratī veṅkaṭa-ramaṇa
veṅkaṭa-ramaṇa saṅkaṭa-haraṇa
sītā-rāma rādhe-śyāma // 4 //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung Venkataramanas, der Bedrängnis auflöst, Sita-Ramas und Radha-Shyamas.

jaya jaya āratī gaurī-mano-hara
gaurī-mano-hara bhavānī-śaṅkara
sāmba-sadāśiva umā-maheśvara // 5 //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung dessen, der Gauris Herz erfreut: Bhavani-Shankara, Samba-Sadashiva und Uma-Maheshvara.

jaya jaya āratī rāja-rājeśvarī
rāja-rājeśvarī tri-pura-sundarī
mahā-lakṣmī mahā-sarasvatī
mahā-kālī mahā-śakti // 6 //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung der höchsten Herrin Rajarajeshvari, Tripurasundari, Mahalakshmi, Mahasaraswati, Mahakali und Mahashakti.

jaya jaya āratī āñjaneya
āñjaneya hanumanta //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung Anjaneyas, Hanumans, des Sohnes Anjanas.

jaya jaya āratī dattātreya
dattātreya tri-mūrty-avatāra // 8 //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung Dattatreyas, der Verkörperung der drei göttlichen Gestalten.

jaya jaya āratī ādityāya
ādityāya bhāskarāya // 9 //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung Adityas, des Sonnen- und Lichtspenders.

jaya jaya āratī śanīśvarāya
śanīśvarāya bhāskarāya // 10 //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung Shanishvaras; auch die Anrufung Bhaskara, „Lichtspender“, steht hier in der überlieferten Yoga-Vidya-Fassung.

jaya jaya āratī śaṅkarācārya
śaṅkarācārya advaita-gurave // 10a //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung Shankaracharyas, des Lehrers der Nichtzweiheit.

jaya jaya āratī sad-guru-nātha
sad-guru-nātha śivānanda // 11 //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung Sivanandas, des Herrn als wahrer Guru.

jaya jaya āratī jesus-gurave moses-gurave buddha-gurave // 11a //
jaya jaya āratī muhammad-gurave lao tse-gurave // 11b //
samasta-gurubhyo namaḥ // 11c //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung der Lehrer Jesus, Moses, Buddha, Muhammad und Lao Tse. Verehrung allen Lehrern.

jaya jaya āratī veṇu-gopāla // 12 //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung des flötenspielenden Gopala.

Das Licht zunächst gegebenenfalls anwesenden Swamis, dann der Satsangleitung und anschließend der Gruppe reichen. Die Teilnehmenden führen mit Abstand die Hände über die Flamme und streichen deren Wärme symbolisch über Kopf oder Gesicht. In einer großen Gruppe kann das Licht allen gemeinsam zugewendet werden. Die Lampe danach standsicher abstellen.

tvam eva mātā ca pitā tvam eva /
tvam eva bandhuś ca sakhā tvam eva /
tvam eva vidyā draviṇaṃ tvam eva /
tvam eva sarvaṃ mama deva-deva //

Übersetzung: Du allein bist Mutter und Vater; du bist Verwandter und Freund. Du bist Wissen und Reichtum; du bist mein Alles, o Gott der Götter.

kāyena vācā manasendriyair vā buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt /
karomi yad yat sakalaṃ parasmai nārāyaṇāyeti samarpayāmi //

Übersetzung: Was immer ich mit Körper, Sprache, Geist und Sinnen, mit Vernunft und innerem Wesen oder aus meiner natürlichen Veranlagung heraus tue: All dies bringe ich dem höchsten Narayana dar.

sarva-dharmān parityajya mām ekaṃ śaraṇaṃ vraja /
ahaṃ tvā sarva-pāpebhyo mokṣayiṣyāmi mā śucaḥ //

Übersetzung: Lass alle Pflichten los und nimm allein bei mir Zuflucht. Ich werde dich von allen Verfehlungen befreien; sorge dich nicht. Diese Worte Krishnas stammen aus der Bhagavad Gita, Vers 18.66.

Prasad teilen und gegebenenfalls Gaben überreichen. Die neu geweihte Person spricht möglichst wenig und zieht sich zur Meditation zurück.

Fortführung der Praxis

Mit dem bisherigen persönlichen Mantra weiter meditieren. Zusätzlich empfiehlt das Handbuch täglich die Sannyasa-Mantras und vier Mahavakyas: 108-, 54-, 27-, neunmal oder mindestens dreimal. Dies kann am Anfang oder Ende der Meditation oder in einer eigenen stillen Zeit geschehen. Im Mittelpunkt stehen Meditation, ein einfaches Leben und Dienen ohne neue Identifikation mit der Rolle des Swamis.

Siehe auch

Quellen

  • Yoga Vidya Purohita Handbuch, 3. erweiterte Auflage, Januar 2025, Teil 5: Assistenz und Organisation bei Initiation.
  • Yoga Vidya, Sannyasa-Weihe, Feierfassungen von 2011 und 2015.
  • Mahanarayana-Upanishad, Abschnitt 65, die fünf Viraja-Mantras.

Rezitationen in Devanagari

Die folgenden Texte entsprechen den ausgeschriebenen IAST-Rezitationen der Anleitung. Wiederholungszahlen und gleichzeitige Handlungen stehen beim jeweiligen Ritualschritt. Die Schriftübertragung enthält keine zusätzlichen vedischen Tonzeichen.

Om

ॐ ॐ ॐ

Achamana: Keshava

ॐ केशवाय नमः

Achamana: Achyuta, dem Unvergänglichen

ॐ अच्युताय नमः

Achamana: Ananta, dem Unendlichen

ॐ अनन्ताय नमः

Achamana: Govinda

ॐ गोविन्दाय नमः

Achamana: Narayana

ॐ नारायणाय नमः

Flussgebet

ॐ गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति /
नर्मदे सिन्धु कावेरि नमस् तुभ्यं नमो नमः //

Shiva Gayatri

ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि /
तन् नो रुद्रः प्रचोदयात् //

Sandelholzgebet

ॐ गन्ध-द्वारां दुराधर्षां नित्य-पुष्टां करीषिणीम् /
ईश्वरीं सर्व-भूतानां ताम् इहोपह्वये श्रियम् //
गन्धान् धारयामि

Tripura Gayatri

ॐ ऐं त्रिपुरा-देव्यै च विद्महे क्लीं कामेश्वर्यै च धीमहि /
सौं तन् नः क्लिन्ने प्रचोदयात् //

Anrufung 1

ॐ गं गणपतये नमः

Anrufung 2

ॐ शरवणभवाय नमः

Anrufung 3

ॐ ऐं सरस्वत्यै नमः

Anrufung 4

ॐ गुं गुरुभ्यो नमः

Anrufung 5

ॐ नमो भगवते शिवानन्दाय

Anrufung 6

ॐ नमो भगवते विष्णु-देवानन्दाय

Anrufung 7

ॐ आदि-शक्त्यै नमः

Ganesha – Gajananam

गजाननं भूत-गणादि-सेवितं कपित्थ-जम्बू-फल-सार-भक्षितम् /
उमा-सुतं शोक-विनाश-कारणं नमामि विघ्नेश्वर-पाद-पङ्कजम् //

Subrahmanya – Gajananam

षड्-आननं कुङ्कुम-रक्त-वर्णं महा-मतिं दिव्य-मयूर-वाहनम् /
रुद्रस्य सूनुं सुर-सैन्य-नाथं गुहं सदाहं शरणं प्रपद्ये //

Saraswati – Gajananam

या कुन्देन्दु-तुषार-हार-धवला या शुभ्र-वस्त्रावृता /
या वीणा-वर-दण्ड-मण्डित-करा या श्वेत-पद्मासना /
या ब्रह्माच्युत-शङ्कर-प्रभृतिभिर् देवैः सदा पूजिता /
सा मां पातु सरस्वती भगवती निःशेष-जाड्यापहा //

Sivananda Guru

ॐ नमः शिवाय गुरवे सच्-चिद्-आनन्द-मूर्तये /
निष्-प्रपञ्चाय शान्ताय शिवानन्दाय ते नमः //

Sarva Mangala

सर्व-मङ्गल-माङ्गल्ये शिवे सर्वार्थ-साधिके /
शरण्ये त्र्यम्बके गौरि नारायणि नमो ऽस्तु ते //

Agni

ॐ अग्नये नमः

Feuergestalt

ह्रीं वह्नि-मूर्तये नमः

Feuerbewusstsein

वं वह्नि-चैतन्याय नमः

Feuerbija

रं रं रं

Cit Pingala

ॐ चित् पिङ्गल हन हन दह दह पच पच सर्वं ज्ञापय स्वाहा

Agni Lobpreis

ॐ अग्निं प्रज्वलितं वन्दे जातवेदं हुताशनम् /
सुवर्ण-वर्णम् अमलं समिद्धं विश्वतो-मुखम् //

Rechtes Auge

ॐ अग्नये स्वाहा

Linkes Auge

ॐ सोमाय स्वाहा

Drittes Auge

ॐ अग्नि-षोमाभ्यां स्वाहा

Mund

ॐ अग्नये स्विष्टकृते स्वाहा

Vaishvanara

ॐ वैश्वानर जातवेदः इहा वह लोहिताक्ष /
सर्व-कर्माणि साधय स्वाहा //

Maha Ganapati

ॐ महा-गणपतये स्वाहा

Gayatri – Feuergabe

ॐ भूर् भुवः स्वः /
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि /
धियो यो नः प्रचोदयात् /
स्वाहा //

Viraja-Mantra 1

ॐ प्राणापान-व्यानोदान-समाना मे शुध्यन्ताम् /
ज्योतिर् अहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा //

Viraja-Mantra 2

ॐ वाङ्-मनश्-चक्षुः-श्रोत्र-जिह्वा-घ्राण-रेतो-बुद्ध्याकूतिः सङ्कल्पा मे शुध्यन्ताम् /
ज्योतिर् अहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा //

Viraja-Mantra 3

ॐ त्वक्-चर्म-मांस-रुधिर-मेदो-मज्जा-स्नायवो ऽस्थीनि मे शुध्यन्ताम् /
ज्योतिर् अहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा //

Viraja-Mantra 4

ॐ शिरः-पाणि-पाद-पार्श्व-पृष्ठोरूदर-जङ्घ-शिश्नोपस्थ-पायवो मे शुध्यन्ताम् /
ज्योतिर् अहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा //

Viraja-Mantra 5

उत्तिष्ठ पुरुष हरित-पिङ्गल लोहिताक्षि देहि देहि ददापयिता मे शुध्यन्ताम् /
ज्योतिर् अहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा //

Lokah Samastah

लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु

Kshama Devi

यद् अक्षरं परिभ्रष्टं मात्रा-हीनं च यद् भवेत् /
पूर्णं भवतु तत् सर्वं त्वत्-प्रसादान् महेश्वरि //
मन्त्र-हीनं क्रिया-हीनं भक्ति-हीनं सुरेश्वरि /
यत् पूजितं मया देवि परिपूर्णं तद् अस्तु मे //

Guru Parampara

ॐ नारायणं पद्म-भवं वसिष्ठं शक्तिं च तत्-पुत्र-पराशरं च /
व्यासं शुकं गौड-पदं महान्तं गोविन्द-योगीन्द्रम् अथास्य शिष्यम् //
श्री-शङ्कराचार्यम् अथास्य पद्मपादं च हस्तामलकं च शिष्यम् /
तं तोटकं वार्त्तिक-कारम् अन्यान् अस्मद्-गुरून् सन्ततम् आनतो ऽस्मि //
श्रुति-स्मृति-पुराणानाम् आलयं करुणालयम् /
नमामि भगवत्-पादं शङ्करं लोक-शङ्करम् //
शङ्करं शङ्कराचार्यं केशवं बादरायणम् /
सूत्र-भाष्य-कृतौ वन्दे भगवन्तौ पुनः पुनः //
ईश्वरो गुरुर् आत्मेति मूर्ति-भेद-विभागिने /
व्योमवद्-व्याप्त-देहाय दक्षिणा-मूर्तये नमः //
श्री-शिवानन्दाय ते नमः //

Entsagung der physischen Welt

ॐ भूर् सन्न्यस्तं मया

Entsagung der astralen Welt

ॐ भुवः सन्न्यस्तं मया

Entsagung der himmlischen Welt

ॐ स्वः सन्न्यस्तं मया

Entsagung aller drei Welten

ॐ भूर् भुवः स्वः सन्न्यस्तं मया

Hamsa Gayatri

ॐ हंसाय विद्महे परम-हंसाय धीमहि /
तन् नो हंसः प्रचोदयात् //

Sannyasa-Mantra

ॐ सो ऽहं हंसः परम-हंसः /
परमात्मा चिन्मयो ऽहम् /
सच्-चिद्-आनन्द-स्वरूपो ऽहम् /
सो ऽहं ब्रह्म ॐ //

Prajnanam Brahma

प्रज्ञानं ब्रह्म

Aham Brahmasmi

अहं ब्रह्मास्मि

Tat Tvam Asi

तत् त्वम् असि

Ayam Atma Brahma

अयम् आत्मा ब्रह्म

Tryambakam

ॐ त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टि-वर्धनम् /
उर्वारुकम् इव बन्धनान् मृत्योर् मुक्षीय मामृतात् //

Arati, Strophe 1

जय जय आरती विघ्न-विनायक
विघ्न-विनायक श्री-गणेश // १ //

Arati, Strophe 2

जय जय आरती सुब्रह्मण्य
सुब्रह्मण्य कार्त्तिकेय // २ //

Arati, Strophe 3

जय जय आरती वेणु-गोपाल
वेणु-गोपाल वेणु-लोल
पाप-विदूर नवनीत-चोर // ३ //

Arati, Strophe 4

जय जय आरती वेङ्कट-रमण
वेङ्कट-रमण सङ्कट-हरण
सीता-राम राधे-श्याम // ४ //

Arati, Strophe 5

जय जय आरती गौरी-मनो-हर
गौरी-मनो-हर भवानी-शङ्कर
साम्ब-सदाशिव उमा-महेश्वर // ५ //

Arati, Strophe 6

जय जय आरती राज-राजेश्वरी
राज-राजेश्वरी त्रि-पुर-सुन्दरी
महा-लक्ष्मी महा-सरस्वती
महा-काली महा-शक्ति // ६ //

Arati, Strophe 7

जय जय आरती आञ्जनेय
आञ्जनेय हनुमन्त //

Arati, Strophe 8

जय जय आरती दत्तात्रेय
दत्तात्रेय त्रि-मूर्त्य्-अवतार // ८ //

Arati, Strophe 9

जय जय आरती आदित्याय
आदित्याय भास्कराय // ९ //

Arati, Strophe 10

जय जय आरती शनीश्वराय
शनीश्वराय भास्कराय // १० //

Arati, Strophe 11

जय जय आरती शङ्कराचार्य
शङ्कराचार्य अद्वैत-गुरवे // १०अ //

Arati, Strophe 12

जय जय आरती सद्-गुरु-नाथ
सद्-गुरु-नाथ शिवानन्द // ११ //

Arati, Strophe 13

जय जय आरती जेसुस्-गुरवे मोसेस्-गुरवे बुद्ध-गुरवे // ११अ //
जय जय आरती मुहम्मद्-गुरवे लओ त्से-गुरवे // ११ब् //
समस्त-गुरुभ्यो नमः // ११च् //

Arati, Strophe 14

जय जय आरती वेणु-गोपाल // १२ //

Tvam Eva

त्वम् एव माता च पिता त्वम् एव /
त्वम् एव बन्धुश् च सखा त्वम् एव /
त्वम् एव विद्या द्रविणं त्वम् एव /
त्वम् एव सर्वं मम देव-देव //

Kayena Vacha

कायेन वाचा मनसेन्द्रियैर् वा बुद्ध्यात्मना वा प्रकृतेः स्वभावात् /
करोमि यद् यत् सकलं परस्मै नारायणायेति समर्पयामि //

Sarva Dharman

सर्व-धर्मान् परित्यज्य माम् एकं शरणं व्रज /
अहं त्वा सर्व-पापेभ्यो मोक्षयिष्यामि मा शुचः //