Padmapada

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Padmapada, ( Sanskrit पद्मपाद padma-pāda m. ) dessen Füße auf dem Lotos sind/waren, Name eines Schülers von Śaṅkarācārya, unter dessen Füßen Lotosblüten entstanden, als er einen Fluss überquerte, Lotusfuß, Lotusfüßiger. Gründer der Vivarana-Shule. Padmapada war einer der Hauptschüler des großen Meisters Shankara, auch Shankaracharya genannt. Das Wort Padmapada besteht aus zwei Wörtern, aus Padma, Lotos, und Pada, Fuß. Padmapada heißt also Lotosfuß, der Lotosfüßige. Padmapada ist auch ein Attribut verschiedener hinduistischer Götter. Padmapada ist ein spiritueller Name für viele in der Vedanta Tradition. Es gibt auch einige Swamis mit dem Namen "Padmapadananda".

Shankaracharya mit seinen vier Schülern

Padmapada: Leben, Werk und Bedeutung

Padmapadacharya war ein indischer Philosoph, ein Anhänger von Adi Shankara, auch bekannt als Shankaracharya. Die Jahre von Geburt und Tod von Padmapādas sind unbekannt. Da er Schüler von Shankara war, wird er vermutlich 8./9. Jahrhundert nach Christus gelebt haben. Gesicherte Informationen über ihn gibt es nicht. Dafür gibt es einige mythologische Geschichten aus Hagiographien. Was sicher bekannt ist, ist, dass er ein direkter Schüler von Shankara war, von dem er ein jüngerer Zeitgenosse war. Padmapada war das erste Oberhaupt des Puri Govardhana matha. Es wird angenommen, dass er ein math mit dem Namen Thekke Matham in Thrissur, Kerala, gegründet hat. Keralesen glauben, dass er ein Nambuthiri war, der zu Vemannillom gehörte, obwohl er laut Textquellen aus der Chola-Region in Südindien stammte.

Padmapāda entwickelte zusammen mit Sureśvara Ideen, die zur Gründung der Vivarana-Schule der Kommentatoren führten. Das einzige erhaltene Werk von Padmapāda, von dem bekannt ist, dass es authentisch ist, ist die Pañcapādikā. Der Überlieferung nach wurde es als Antwort auf Shankaras Bitte um einen Kommentar zu seinem eigenen Brahmasūtrabhāsya geschrieben und wurde, sobald es geschrieben war, von einem eifersüchtigen Onkel zerstört. Es wird angenommen, dass der überlebende Text das ist, woran sich Shankara an den Kommentar erinnern konnte; sicherlich ist alles, was von dem Werk überlebt hat, eine erweiterte Glosse zu den ersten vier Aphorismen.

Padmapadacharyas Leben ist ein Beispiel für die Guru-Shishya-Beziehung. Für Padmapadacharya ist der Guru alles und der Befehl des Gurus ist das Höchste. Einmal, als er sich am gegenüberliegenden Ufer eines Flusses befand, rief ihn Sankara, der sich auf der anderen Seite befand, und Padmapadacharya, ohne auch nur daran zu denken, dass er in einem angeschwollenen Fluss ertrinken könnte, begann zu gehen, und bei jedem Schritt, den er machte, erschien ein Lotus, der seine Füße vor dem Ertrinken bewahrte - und deshalb wurde er als Padma-Pada - Lotus - Feet bekannt. Seine Hingabe veranschaulicht die Beziehung von Guru und Shishya.

Pañcapādikā

In diesem Werk entwickelt Padmapāda eine vollständige Erkenntnistheorie auf der Grundlage von Shankaras Begriff der adhyasa ("Überlagerung" - "die scheinbare Präsentation von etwas als etwas anderes vor dem Bewusstsein" [Grimes, S. 602]). Indem er diesen Begriff entwickelte, erweiterte, analysierte und kritisierte, ebnete Padmapāda den Weg für die Erkenntnistheorie des Advaita Vedanta.

Wichtig ist auch Padmapādas "Kritik der Differenz"; er argumentierte, dass die Beziehung zwischen dem jiva (dem empirischen Selbst) und dem Atman (dem zugrundeliegenden, spirituellen Selbst) die einer Reflexion zum Prototyp sei. Nach dieser Theorie der Reflexion (pratibimbavada) ist der jīva eine Erscheinung der absoluten Realität (brahman/ātman), wie sie sich in der Unwissenheit spiegelt.

Diese Theorie führt von der Ansicht von Padmapādas Vorgängern, dass das Selbst als Nicht-brahman abzulehnen sei, zu der Ansicht, dass die Erleuchtung das Verständnis mit sich bringt, dass alles brahman ist: "So ist der jīva oder das 'Gesicht im Spiegel' nichts anderes als Ātman oder das ursprüngliche Gesicht." (Grimes, S. 602) Für Padmapāda, wie für Shankara:

"ist die Feststellung des essentiellen Selbst nicht so sehr eine Angelegenheit einer 'mystischen' Erfahrung, die in der Zeit auftritt, sondern eine Angelegenheit der Untersuchung, die aus der sorgfältigen und konzentrierten Introspektion und Reflexion über die eigene gewöhnliche Erfahrung besteht." (Comans, S. 213)

Primäre Texte

  • Die Pañcapādikā des Padmapāda, trans. D. Venkatramiah, Gaekwad's Oriental Series 107 (Baroda: Oriental Institute, 1948)
  • The Pañcapādikā of Padmapāda, hrsg. von S. Srirama Sastri & S. R. Krishnamurthi Sastri (Madras: Madras Government Oriental Series 155, 1958)

Sekundäre Text

  • Michael Comans, "Later Vedānta" (in Brian Carr & Indira Mahalingam edd. Companion Encyclopedia of Asian Philosophy. London: Routledge, 2001. ISBN 0-415-24038-7
  • John Grimes, "Padmapāda" (in Robert L. Arrington [ed.]. A Companion to the Philosophers. Oxford: Blackwell, 2001. ISBN 0-631-22967-1)
  • J. N. Mohanty, "Can the Self Become an Object? (Thoughts on Śamkara's statement: nāyam ātmā ekāntena avisaya)", in his Essays on Indian Philosophy, ed. Puroshottama Bilimoria. New Delhi: Oxford University press, 2002. ISBN 0-19-565878-7

Padmapada पद्मपाद Padma-pāda Aussprache

Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Padmapada, पद्मपाद, Padma-pāda ausgesprochen wird:

Sukadev über Padmapada

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Padmapada

Das bezieht sich auf einen der vier großen Schüler von Shankaracharya. Shankaracharya lebte um 800 n.Chr. Er hatte viele Schüler, aber vier davon waren besonders. Da war zunächst einmal Padmapada, der Lotosfüßige, dann gab es Hastamalaka, dann gab es als drittes Sureshvara und als viertes Trotaka. Und über alle gibt es Geschichten, wie sie zu Shankara kamen. Und die von Padmapada gehört zu den besonders faszinierenden.

Padmapada war ein intellektuell nicht so Bemittelter, kann man sagen. Shankara hat ja Jnana Yoga gelehrt, Vedanta, höchste Weisheit, auch mit hoher intellektueller Schärfe und Klarheit. Der Jnana Yoga, den Shankara gelehrt hat, ist auch logisch und erfordert starke intellektuelle Klarheit. Und einer der Schüler war jetzt aber einer, der nicht so ganz mitkam. Er hat das nicht so ganz verstanden. Die Fragen, die er gestellt hat, haben gezeigt, dass er wenig verstanden hatte, und er hielt immer den Unterricht auf.

Eines Tages wollte Shankara den Vortrag mit Meditation beginnen, und er stellte fest, dass Padmapada fehlte. Und er fragte die anderen: „Was ist mit ihm los?“ Und sie sagten: „Das wissen wir auch nicht, aber fangen wir doch einfach an. Der Padmapada, der taugt sowieso nichts, der weiß sowieso nichts, versteht sowieso nichts.“ Und da sah Shankara, dass auf dem anderen Ufer des Flusses, wo sie gerade waren, dort war Padmapada und hat die Wäsche gewaschen von Shankara, denn Padmapada war einer, der seinem Guru dienen wollte. Er wollte schauen, „was braucht mein Guru“ und hat ihm gedient. Und er hat für den Guru alles getan, was er wollte.

Und Shankara rief und sagte: „Hey, du, Om, Atman.“ Wie auch immer er ihn genannt hat, ich weiß es nicht. Aber jedenfalls hat er gesagt: „Du, der Unterricht fängt an, komm sofort hierher.“ Padmapada, der unendliches Vertrauen hatte in seinen Guru Shankara, rannte einfach los. Und da war jetzt der Fluss dazwischen. Und so rannte der Schüler auf dem Fluss entlang. Und überall, wo dieser Schüler auftrat, war ein Lotu und die Lotusblüten gingen so, dass der Schüler überall stehenbleiben konnte und sich abstützen konnte. Und so lief dieser Schüler über den Fluss hinüber. Als er auf der anderen Seite ankam, lächelte Shankara, Padmapada verneigte sich vor ihm, und jetzt gab erst Shankara ihm den Namen Padmapada, der Lotusfüßige, denn unter den Füßen von Padmapada waren Lotusblüten entstanden.

Und Shankara segnete Padmapada und durch den Segen wurde Padmapada jetzt besonders klug, und er verstand die Schriften. Padmapada ist sogar der Schüler unter den Schülern von Shankaracharya, der besonders viele Kommentare geschrieben hat, die bis heute in hoher Wertschätzung gehalten werden. So ist Padmapada ein Beispiel dafür, dass Guru Priya, die Liebe zum Guru, Guru Bhakti, Hingabe zum Guru, etwas sehr Wichtiges ist. Und dass es wichtig ist, seinem Guru mit Ehrerbietung zu begegnen, dass es wichtig ist, zu vertrauen und sich hinzugeben.

Selbst wenn du eine Weile nichts verstehst oder wenig verstehst, so wie im Falle von Padmapada, wenn du vertrauensvoll dienst und dich mit voller Hingabe dort bemühst, dann wird die Gnade kommen, und du wirst zur höchsten Erkenntnis kommen. Padmapada ist dafür ein gutes Beispiel. Padmapada – der Lotosfüßige, der unter den Füßen Lotosblüten hatte. Padmapada – Name eines Schülers von Shankara und heute spiritueller Name für viele Menschen.

Der Spirituelle Name Padmapada

Padmapada, Sanskrit पद्मपाद padmapāda m, ist ein Spiritueller Name und bedeutet Lotusfüßig; der zu Füßen von Lakshmi ist. Padmapada kann Aspiranten gegeben werden mit Soham Mantra, Lakshmi Mantra.

Padmapada war auch ein Schüler von Shankaracharya. Padmapada ist aber auch der Beiname von Menschen, die Lakshmi verehren. Padmapada heißt auch derjenige, der zu Füßen von Lakshmi ist. Padma ist auch ein Beinahme von Lakshmi.


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