Vikramaditya

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Vikramaditya (Sanskrit: विक्रमादित्य vikramāditya m.) Name eines berühmten Königs, der in Ujjayini, einer der sieben heiligen Städte (Nagara) Indiens, herrschte. Es heißt, dass er der Sohn des Königs Gardabhila gewesen ist. Sein Name geht auf das Samvat Zeitalter zurück, das 57 vor Christus begann. Er war ein großer Schirmherr der Lernenden und sein Hof wurde durch Navaratna, die neun Juwelen der Literatur, sehr berühmt.Er ist der große Held eines Ritterromanes und viele unwahrscheinliche Geschichten werden über ihn erzählt. Seine wirkliche Stellung ist ungewiss.

Mutig wie ein Löwe

Es scheint, als ob er die Shakas vertrieb und seine Autorität in Nordindien geltend gemacht hatte. Weiterhin heißt es, dass er im Kampf mit seinem Rivalen, Shalivahana, dem König der Dakhin, fiel. Diesem gebührt das Shaka Zeitalter, das 78 nach Christus begann. Nach Vikramaditya wurde eine in Indien teilweise noch heute gebräuchliche Jahreszählung benannt, das sogenannte Vikrama Samvat.

Sukadev über Vikramaditya

Niederschrift eines Vortragsvideos (2015) von Sukadev über Vikramaditya

Vikramaditya ist der Name eines bedeutenden indischen Königs. Vikramaditya, der Name selbst, hat auch schon eine schöne Bedeutung. Vikrama heißt Tapferkeit. Krama heißt Schritt, Vorgehensweise. Vikrama heißt eine andere, eine außergewöhnliche Vorgehensweise, heißt auch Mut und Tapferkeit. Aditya ist ein Beiname für die Sonne. Aditi ist die göttliche Urmutter, und die göttliche Urmutter, Aditi, hat verschiedene Kinder und diese Kinder waren eben die Adityas.

Die Adityas, dazu gehören auch Indra, Varuna, Agni und eben Surya, und im besonderen Maße wurde die Sonne, Surya, auch als Aditya bezeichnet. Aditya heißt dann, "der aus dem Ursprünglichen entstammt". Vikramaditya heißt also, "derjenige, der mit großem Mut zum Ursprünglichen zurückkehrt" oder auch "derjenige, der großen Mut ausstrahlt", weil Aditya auch ein Name von Surya, dem Sonnengott ist, heißt das eben auch, "der ausstrahlt".

Vikramaditya war also ein bedeutender König und ich lese etwas über ihn vor aus dem Buch von Martin Mittwede, "Spirituelles Wörterbuch": "Vikramaditya, Name eines berühmten Königs, der in Ujjayini, einer der sieben heiligen Städte Indiens herrschte, Nagara. An seinem Hof, an dem die Dichtkunst blühte, versammelte er neun erlauchte Dichter und Gelehrte, die neun Edelsteine, um sich, Navaratna. Der Überlieferung nach: Dhanvantari, Kalidasa, Vararuci, Amarasimha, Vetalabhatta, Ghatakarpara, Shanku und Varahamihira."

Am bekanntesten sicherlich Dhanvantari, der Begründer vom Ayurveda, wobei manche sagen, Dhanvantari ist eine Inkarnation von Vishnu, die war sehr viel früher und der Dhanvantari am Hof von Vikramaditya, das war eben ein berühmter Ayurveda-Arzt, der eben genannt ist nach Dhanvantari. Kalidasa, der vielleicht bedeutendste Dichter Indiens, also nicht Heilige Schrift, sondern man kann sagen, indische Dramen und Prosa. Man kann sagen, der indische Shakespeare, das war Kalidasa.

Also, dieser großartige König Vikramaditya, der hatte neun bekannte Weisen um sich, die als Navaratna bezeichnet werden, die neun Edelsteine. Diese neun Edelsteine entsprechen auch den neun Arten von Weisheiten und Künsten, die entsprechen auch den neun Planeten der indischen Mythologie oder der indischen Astrologie, und sie entsprechen dann eben auch den neun Edelsteinen.

Vielleicht kennst du auch Navaratna-Ketten, die auch als Navagraha-Ketten bezeichnet werden, die aus neun Edelsteinen bestehen. Diese symbolisieren auch diese neun Weisheiten, verkörpert von diesen neun großen Menschen. Also, Vikramaditya – ein berühmter König im alten Indien, in der heiligen Stadt Nagara, und bekannt dafür, dass er neun erlauchte Gelehrte und Dichter um sich herum hatte.

Die Legende vom Thron des Königs Vikramaditya

Der Thron mit 32 Steinadlern wurde von einem späteren König entdeckt. Er wird mit dem großen König Vikramaditya in Verbindung gesetzt. Dieser war wegen seiner Weisheit und Ehrlichkeit sehr berühmt. Der Name Vikramaditya gilt in den indischen Legenden als sehr heilig und ruhmreich, da mit großer Weisheit verbunden. Aus historischer Sicht war Vikramaditya ein geheimnisvoller König, der in der Regel mit Chandragupta in Verbindung gesetzt wird. Aber es ist auch möglich, dass der Vikramaditya dieser Geschichte etwas älter war.

Vor langer Zeit, so geschah es in der Zeit eines viel späteren Königs, wurde der Thron von Vikramaditya in der Nähe der alten Stadt Ujjayini entdeckt. Der König befahl seinen Dienern, diesen Thron in seine eigene Stadt zu bringen. Er wollte seinen Sitz auf diesen Thron setzen lassen und von dort seine täglichen Urteile aussprechen. Der berühmte Thron des Vikramaditya wurde von zweiunddreißig Steinadlern getragen.

Der Thron des Vikramaditya wurde in das Königreich des Königs gebracht, der ihn gefunden hat. Jeden Tag, während der König versuchte, den Thron zu besteigen, sprach einer der zweiunddreißig Steinadler ihn an und bat ihn, sich nicht auf den heiligen Thron zu setzen und erzählte dazu eine Geschichte von der Weisheit des Vikramaditya. Eine der Geschichten, die von der achtzehnten Statue der steinernen Adler erzählt wurde, handelte von der Qualität des Urteilens des Königs Vikramaditya. Diese achtzehnte Statue hieß Rup-Rekha oder die Ader der Schönheit.

Es kamen einst zu dem König Vikramaditya zwei Eremiten, die sich über ein philosophisches Thema stritten. Sie baten den König, ihre Zweifel zu lösen. Der König fragte, worum es ginge, und der erste Eremit sprach, dass er daran glaube, dass der Intellekt der Weisheit, Jiva, oder der Seele, übergeordnet sei, da diese und die Sinne dem Intellekt untergeordnet seien. Schließlich würden alle Taten aus dem Geist heraus geboren und deshalb bestimme der Geist über alles.

Dann sprach der zweite Eremit, dass die Weisheit über den Geist herrscht, da die Weisheit über die Gedanken bestimmt, bevor sie den Intellekt erreichen. Die Sinne werden vom Geist bestimmt, aber der Geist wird von der Weisheit bestimmt. Da die Sinne eines Menschen von der Weisheit bestimmt werden, kann ein Mensch in der Yoga Praxis Fortschritte machen.

Nachdem sich König Vikramaditya den Disput der beiden Eremiten angehört hatte, antwortete dieser: Der sterbliche Körper wird vom Feuer, der Luft, Prithvi oder der Erde und dem Wasser geformt und vom Intellekt bestimmt. Wenn aber der Körper allein den Instruktionen des Geistes folgt, geht er vorzeitig zugrunde. Deshalb ist die Weisheit größer als der Geist, da uns die Weisheit vor der Zerstörung bewahrt." Der König sagte außerdem, dass ein Mensch, der eine ausgeprägte Weisheit besitzt, niemals stirbt und dass kein Yogi Perfektion erreichen wird, wenn ihm die Weisheit fehlt.

Die beiden Asketen waren von diesem Urteil sehr erfreut und gaben dem König zum Dank ein Stück Kreide. Sie sagten, dass, was auch immer der König am Tag mit der Kreide malen wird, in der Nacht zum Leben erwacht, und zogen davon.

Als die Eremiten gegangen waren, schloss sich Vikramaditya in ein Zimmer ein und verbrachte den ganzen Tag damit, Gottheiten an die Wand zu malen. Als es Nacht wurde, erwachten die Figuren zum Leben. Sie priesen den König und sprachen angeregt miteinander. Am nächsten Tag malte der König Armeen von Menschen, Pferden, Elefanten und anderen Kreaturen. In der Nacht war er sehr erfreut, dass auch diese alle zum Leben erwachten. Am dritten Tag malte er Gandharvas und Apsaras, die Trommeln und Lauten und Streichinstrumente trugen. Und in der Nacht wurden auch diese lebendig und spielten wundervoll zu den Gesetzen der Musik.

So verbrachte der König seine Tage malend und seine Nächte die lebendigen Bilder betrachtend und er vernachlässigte all seine Königinnen und Staatspflichten. Eines Nachts besuchten ihn die Königinnen in ihren prächtigen Sänften und weinten und klagten. Vikramaditya fragte sie, warum sie weinten und sie sprachen, dass ihr Herr sie schon so lange vernachlässigen würde, dass sie sehr wütend wären und unglücklich noch dazu. Sie flehten ihn an, sie nicht in dieser Notlage zu lassen. Er lächelte und fragte sie, was er für sie denn tun könne. Sie baten den König um die Kreide und der König gab sie ihnen. Die Königinnen versteckten von da an die Kreide und es gab keine Figuren an den Wänden mehr, die in der Nacht zum Leben erwachen würden. So endete die Geschichte vom achtzehnten Steinadler und vom berühmten Thron des Vikramaditya.

Siehe auch

Literatur

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