Unklarheit

Aus Yogawiki

Unklarheit - was ist das? Wie geht man damit um? Unklarheit ist das, was noch nicht entschieden ist, das was man noch nicht weiß. Es herrscht z.B. manchmal Unklarheit darüber, wie es weiter gehen soll. Manchmal gibt es noch einige Unklarheiten zu beseitigen. Man kann auch Unklarheit im Geist habe, das heißt: Man ist verwirrt oder weiß nicht, was zu tun ist.

Meditation hilft bei Unklarheit

Unklarheit kann auch Undeutlichkeit bedeuten. Unklarheit ist ja ein Substantiv zum Adjektiv klar. Unklar hat viele Bedeutungen: Was keine Konturen hat, was nicht geklärt ist, was undeutlich ist, was ungewiss ist, all das ist unklar. Yoga und Meditation helfen, den Geist von der Unklarheit in die Klarheit zu führen.

Umgang mit Unklarheit anderer

vielleicht bist du mit einem Menschen zusammen oder es ist jemand in deiner Umgebung der unklar ist. Er ist mit sich selbst im Unklaren und er ist unklar gegenüber anderen. Wie gehst du damit um? Wenn jemand mit sich selbst unklar ist, dann kann es hilfreich sein, mal mit ihm zu sprechen, dass du ihn fragst, was er was meint, dass du zuhörst wenn Menschen erzählen und wenn sie jemanden haben der ihnen mitfühlend zuhört, dann werden die oft wieder klar.

Manchmal hilft es einfach zuzuhören. Manchmal kannst du dem Menschen ein paar Gesichtspunkte geben, aber erst nach dem du zugehört hast. Manchmal kannst du ihm oder ihr etwas sagen und einen Tipp geben. Manchmal ist jemand für sich klar, aber drückt sich unklar aus, dann kannst du nachhaken, anstatt genau zu überlegen, was will der eigentlich für Hypothesen aufzustellen. Du Kannst auch einfach nachfragen oder sagen: "Mir ist das unklar was du gerade sagst, könntest du genau sagen was du von mir willst?" Und ruhig zwei, dreimal nachhaken, wenn ein anderer unklar kommuniziert. Man braucht sich dann nicht über seine Unklarheit beschweren, man kann selbst nachhaken und um Klarheit bitten.

Viveka Chudamani - Unklarheit bei Entscheidungen aus Vedanta Sicht

Du bist nicht der Handelnde - Lass es durch dich fließen

- Kommentar zum Viveka Chudamani Vers 516 von Sukadev Bretz -

  • Stehst du vielleicht vor einer Entscheidung und weißt nicht, wie du sie treffen sollst?
  • Weißt du nicht, wie die Entscheidung gut zu treffen ist?
  • Machst du dir Sorgen, dich falsch zu entscheiden?

Shankara will dir im 516. Vers des Viveka Chudamani etwas die Sorgen nehmen. Er schreibt:

„Ich handele nicht, ich bin unveränderlich und ohne Teile. Ich habe keine Form/Gestalt, ich bin frei von Vielfalt. Ich bin absolut und ewig, unabhängig von allem. Ich bin frei von Dualität.“

In der Tiefe deines Wesens handelst du nicht

Mache dir keine Sorgen. In der Tiefe deines Wesens handelst du nicht. Du bist unveränderlich ohne Teile. Wie auch immer du dich entscheidest, spielt keine allzu große Rolle. Natürlich wollen wir im Yoga und als spirituelle Menschen, als ethische Menschen uns gut entscheiden, nach bestem Wissen und Gewissen. Aber Krishna sagt in der Bhagavad Gita, dass wir uns nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden und dann loslassen sollen.

Bitte um Führung und bring Gott alles dar

In diesem Sinne entscheide dich, bitte um Führung, bitte Gott um Führung, bitte das Höhere um Führung, bitte den Meister um Führung. Wäge gut ab, frage andere, die es vielleicht betrifft. Hole dir die Informationen ein! Aber wisse: Wenn du dich nach bestem Wissen und Gewissen entscheidest, dann ist alles in Ordnung. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Du brauchst keine Probleme aus etwas zu machen, wo es keine Probleme gibt. Du bist das unsterbliche Selbst und egal, wie du dich entscheidest, an deinem Selbst ändert sich nichts. Und auch für die anderen – vielleicht machst du dir auch Sorgen, welche Auswirkungen es auf die anderen hat – ändert es nichts an deren unsterblichem Selbst.

Wenn du um Führung bittest, Gott um Führung bittest, den Meister um Führung bittest, dein höheres Selbst um Führung bittest, dann wirst du dich so entscheiden, dass das Karma gut ablaufen kann. Das Kriterium, ob du eine gute Entscheidung getroffen hast, ist ja nicht, ob es nachher erfolgreich war oder nicht.

Das Ziel des Lebens ist Gottverwirklichung

Das Ziel des Lebens ist ja nicht erfolgreich zu sein. Ziel des Lebens ist die Erfahrungen zu machen, die du brauchst um spirituell zu wachsen, um mehr zu wissen, dass du das unsterbliche Selbst, der Atman bist.

In diesem Sinne entscheide dich nach bestem Wissen und Gewissen und wenn nachher etwas schief geht, soll es so sein. Durch dieses Schiefgehen können andere daran wachsen.

Nochmals der Vers:

„Ich handele nicht, ich bin unveränderlich und ohne Teile. Ich habe keine Form/Gestalt, ich bin frei von Vielfalt. Ich bin absolut und ewig, unabhängig von allem. Ich bin frei von Dualität.“

Unklarheit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Unklarheit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Unklarheit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Unklarheit sind zum Beispiel Verfahrenheit, Verwickeltheit, Undurchschaubarkeit, Ungenauigkeit, Unübersichtlichkeit, Unbestimmtheit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Unklarheit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Unklarheit sind zum Beispiel Klarheit, Eindeutigkeit, Anschaulichkeit, Einfachheit, Deutlichkeit, Direktheit, Präzision, Penibilität, Kleinlichkeit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Unklarheit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Unklarheit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Unklarheit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Unklarheit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Unklarheit sind zum Beispiel das Adjektiv unklar , sowie das Substantiv Unklarer.

Wer Unklarheit hat, der ist unklar beziehungsweise ein Unklarer.

Siehe auch

Literatur

Selbsterfahrung, Yoga und Psychotherapie Yoga Vidya Seminare

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