Penibilität

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Penibilität - was ist das? Wie geht man damit um? Penibilität ist große Sorgfalt, manchmal auch übertriebene Sorgfalt. Penibilität kommt vom Adjektiv penibel, peinlich genau, sehr sorgfältig. Es gibt auch penible Fragen, penible Situationen - dann steht penibel für peinlich, unbequem. Penibel als Adjektiv wurde Anfang des 18. Jahrhunderts aus dem Französischen pénible übernommen. Pénible bedeutet mühsam, beschwerlich, schmerzlich, peinlich. Pénible kommt vom französischen peine, Mühe, Schmerz, Sorge, Kummer, welches wiederum vom lateinischen poene, Strafe, Qual, Sühne. Anfang des 18. Jahrhunderts bedeutete penibel beschwerlich, mühsam, anstrengend. Ende des 18. Jahrhundert wurde daraus gewissenhaft, kleinlich, sehr genau. Denn letztlich verursacht es einige Mühe, penibel zu sein. Penibilität ist also eine Vorgehensweise, die von großer Sorgfalt geprägt ist. Es gibt Kontexte, in denen Penibilität von großer Hilfe ist, z.B. beim Versuchsaufbau von wissenschaftlichen Experimenten, auch bei der Vorbereitung von geplanten Operationen in der Chirurgie. Des gibt andere Kontexte, in denen zu große Penibilität nicht förderlich ist, nur Zeit kostet.

Barmherzigkeit, nicht immer einfach im Umgang mit Penibilität

Umgang mit Penibilität anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Penibilität heißt, übermäßiges Bestehen auf Details. Die peniblen Menschen würden natürlich nicht sagen, übermäßiges Bestehen auf Details, sondern korrekte Arbeitsweise.

Es gibt Menschen, die sind sehr penibel. Manche andere mag das stören, aber es ist gut, dass es unterschiedliche Menschen gibt. Es braucht die Peniblen für die Detailtreue. Es braucht aber auch andere. Es gibt ja z.B. das sogenannte DISG-Modell und dies spricht davon, dass es fünf unterschiedliche Charaktere gibt. Es gibt ja viele dieser Charakter Modelle, die Astrologie kennt entweder 12 oder sieben, je nachdem welcher Aspekt der Astrologie, im Ayurveda spricht man von drei Temperamenten und dann gibt es noch das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit, die Big Five, wo auch Ordentlichkeit eine davon ist.

Jedenfalls unterscheidet das DISG-Modell fünf, nämlich die D, das sind die Dominanten, die zielorientierten, die irgendwas erreichen wollen und da ist nicht wichtig wie, Hauptsache man erreicht es. Es gibt die I, die Initiativen, die Extrovertierten, die vielseitiges Interesse habe und immer neues probieren, die sind natürlich auch nicht so penibel. Es gibt die S, die Geselligen, denen es hauptsächlich darum geht, dass es allen gut geht, dass alle gut miteinander zu recht kommen, auch die sind weniger penibel.

Aber dann gibt es noch die G-Typen, das sind die Gewissenhaften, die sind genau, die sind exakt, die wollen, dass die Regeln eingehalten werden. Die wollen, dass man sich penibel an alle Vorschriften hält. Und die haben eine wichtige Funktion. Wenn es die nicht gäbe, müssten die anderen sich um die Details kümmern.

Es ist gut, jeden Menschen für seine besonderen Fähigkeiten wertzuschätzen. Wertschätze auch die Peniblen. Aber wertschätze auch dich selbst, dafür, dass du nicht so penibel bist.

Penibilität in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Penibilität gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Penibilität - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Penibilität sind zum Beispiel Pingeligkeit, Haarspalterei, Übergenauigkeit, Sorgfalt, Genauigkeit, Exaktheit, Gründlichkeit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Penibilität - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Penibilität sind zum Beispiel Großzügigkeit, Toleranz, Freizügigkeit, Schlampigkeit, Nachlässigkeit, Ungenauigkeit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Penibilität, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Penibilität, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Penibilität stehen:

Eigenschaftsgruppe

Penibilität kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Penibilität sind zum Beispiel das Adjektiv penibel , sowie das Substantiv Penibler.

Wer Penibilität hat, der ist penibel beziehungsweise ein Penibler.

Siehe auch

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