Pushpa

Aus Yogawiki
Pushpa

1. Pushpa (Sanskrit: पुष्प puṣpa n.) Blume, Blüte. Pushpa gehört zu den wunderschönen Gaben der Schöpfung. Daher kann man auch mit Pushpas Gott, den Schöpfer, ehren und verehren. Im übertragenen Sinn bedeutet Pushpa auch Menstrualblut.

2. Pushpa (Sanskrit: पुष्पा puṣpā f.) ein Beiname der Stadt Champa; ein Name einer Frau. Pushpa mit langem ā ist die weibliche Form von Pushpa, Blüte, Blume.

3. Pushpa, (Sanskrit पुष्पा puṣpā f.), ist ein Spiritueller Name und bedeutet Femininisierung von Pushpa, Blume, Blüte. Pushpa kann Aspirantinnen gegeben werden mit Soham Mantra oder Tryambaka Mantra.

Sukadev über Pushpa

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Pushpa

Pushpa ist eine Weise, wie Gott uns an ihn erinnert. Wenn du Blumen siehst, dann geht dein Herz auf, du spürst, darin ist Gott. Wenn wir im Frühjahr in der Natur so viele Büsche, so viele Bäume, so viele Blumen haben, da spürst du Gott. Pushpa, Blume, ist eine einfache Weise, Gott zu sehen, Gott zu spüren. In jeder Blüte manifestiert sich Gott auf wunderbare Weise. Zum anderen kannst du auch Blüten Gott darbringen. Natürlich, das ist so eine zwiespältige Geschichte. Du kannst sagen, dazu musst du eine arme Pflanze köpfen, um sie dann Gott darbringen zu können. Das gehört zur Puja irgendwo dazu, und es gibt dann auch noch Pushpanjali im Teil des Aratis, wo jeder einzelne Gott eine Blume darbringt. Aber du kannst dir auch sagen, du bringst sie Gott dar, Pushpa.

Es gibt auch so einen Ausdruck in der Bhagavad Gita, der nennt sich "Patram Pushpam". Da sagt Krishna: „Wer mir eine Blüte und ein Blatt darbringt, der bringt mir alles dar, was man braucht.“ Es gab zu Krishnas Zeit ausgefallene Rituale, insbesondere Yajnas. Und da galt es, diese genau durchzuführen. Da gab es verschiedene spezielle Mantras und verschiedene Stoffe, und es musste von bestimmten [Priester]n durchgeführt werden usw. Krishna sagte: "Patram Pushpam. Bringe mir eine Blume dar, bringe mir ein Blatt dar, bringe mir irgendetwas dar, ich nehme die Gabe an. Und wenn du mir nur ein Blatt darbringst, aber von ganzem Herzen in Demut, dann ist das genauso gut, wie wenn du ein ausgefallenes Ritual machst." Und Swami Vishnu hat gerne gesagt: "Was auch immer du tust, mache es als Gabe an Gott."

Und er hat so einen Ausdruck geprägt, wie: „Patram Pushpam. Wann immer du etwas getan hast, sage, das ist mein Blatt, meine Blüte an dich, Patram Pushpam. Oh Gott, ich habe heute meine Arbeit verrichtet, Patram Pushpam, ich habe es für dich getan. Ich habe heute einem kranken Menschen geholfen, Patram Pushpam, ich habe es für dich getan. Ich habe heute meine Wohnung eingerichtet, so dass ich und meine Familie sich wohlfühlen können, Patram Pushpam, das bringe ich dir dar.“

In diesem Sinne kannst du „Patram Pushpam“ sagen, was auch immer du tust. Du kannst auch sagen, „Narayana Iti Samarpayami. Oh Narayana, der du in allen Wesen wohnst, Iti – das, Samarpayami – bringe ich dir dar.“ „Patram Pushpam“ oder „Narayana Iti Samarpayami“ oder auf Deutsch: „Ich bringe es dir dar. Gott, ich bringe es dir dar.“ In diesem Sinne, bringe alles Gott dar. Und es kann schön sein, öfters mal, wenn du eine Pushpa siehst, eine Blüte, eine Blume, einen Moment inne zu halten. Spüre die Schönheit in der Blume, spüre Gott in der Blume. Pushpa - eine wunderschöne Blume – kann dich an Gott erinnern.

Der spirituelle Name Pushpa

Pushpa ist ein spiritueller Name für Meditierende mit Soham oder Tryambaka Mantra

Pushpa ist die Feminisierung, also die weibliche Form von Pushpa. Pushpa heißt Blüte, heißt Blume. Wenn du den Namen Pushpa hast, dann soll es heißen, du bist die Schönheit Gottes. Gott erblüht in dir und du strahlst die Blüte Gottes aus. Du bist schön, du bist großartig, du hast Weisheit, du hast Prana, du hast Ausstrahlung.

Du willst wie eine Blüte in der Puja, seinem Verehrungsritual, Gott verehren. Du bist wie eine Darbringung an Gott. Du bist ein Geschöpf Gottes und du bist die Darbringung an Gott. Du bist voller Schönheit und du erblühst. So viele Fähigkeiten in dir wollen noch erblühen und wollen Gutes bewirken.

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