Kavi

Aus Yogawiki
Shiva Murti im Dakshinamurti madurai Tempel

Kavi (Sanskrit: कवि kavi adj. u. m.) sinnig, verständig, klug, weise; ein Denker, Kluger, Weiser, Seher, Prophet; Barde, Dichter, Kunstdichter; der Planet Venus (Shukra). Der gefeiertste Kavi der klassischen (d.h. postvedischen Zeit) war der Hofdichter Kalidasa, der auch noch im modernen Indien großes Ansehen genießt.

Verschiedene Schreibweisen für Kavi

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Kavi auf Devanagari wird geschrieben " कवि ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " kavi ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " kavi ", in der Velthuis Transkription " kavi ", in der modernen Internet Itrans Transkription " kavi ".

Capeller Sanskritwörterbuch zu Kavi

Kavi , Sanskrit कवि kavi, klug weise ; m. ein Weiser, Dichter. Kavi ist ein Sanskritwort und bedeutet klug weise; m. ein Weiser, Dichter.

Video zum Thema Kavi

Kavi ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des Yoga . Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, Meditation und Spiritualität

Swami Sivananda über Kavi

Auszug aus dem Buch "Lord Krishna, His Lilas and Teachings" von Swami Sivananda, Copyright The Divine Life Society Publication.

Neun Söhne des Bhakta - Kavi, Hari, Antariksha, Prabuddha, Pippalayana, Avirhotra, Drumila, Chamasa und Karabhajana - sind zu Weisen geworden. Sie erkannten das ganze feinstoffliche und grobstoffliche Universum als eine Manifestation Gottes und als essentiell nicht verschieden von ihrem eigenen Selbst.

Die Lehre des Kavi

Kavi sprach: „Schon allein Gott zu verehren führt zu dauerhaftem Nutzen und Wohl. Meditation über und Dienst an Gott machen jemanden, der sich mit seinem Körper identifiziert und ihn für den Atman hält, frei von Angst. Denn Meditation und Dienst lehren dich, immer mehr Gottes Gegenwart überall und in allem zu spüren und so Wonne und Freiheit zu erfahren. Welche Art von Dienst ist es nun, die Gott gewogen macht und die zu Seiner Verwirklichung führen und die von Gott selbst gelehrt wurden? Wenn man diesem Bhakti-Weg des Bhagavata Dharma folgt, stößt man nicht auf die Hindernisse wie auf dem Yoga-Weg (dem Weg der Geistesbeherrschung und Askese).

Was immer du tust mit deinen physischen Organen, mit deiner Sprache, dem Geist, dem Intellekt, deiner natürlichen Veranlagung – all dies bringe dem höchsten Narayana dar. Das Geheimnis des Bhagavata Dharma ist, Ich-Bezogenheit vollständig aufzugeben, alles als Diener Gottes zu tun und sich ganz der Gnade Gottes anzuvertrauen. Wenn du das ernsthaft und mit Vertrauen umsetzt, wirst du die innewohnende Gegenwart des Göttlichen in allem wahrnehmen.

Alle Ängste haben ihren Ursprung in der Dualität, im Gefühl des Getrenntseins. Es führt dazu, dass der Jiva sich mit dem Körper identifziert und sich als getrennt vom Rest der Welt empfindet. Daraus resultiert Ich-Bezogenheit und in der Folge auch, dass man Gott und seine eigene wahre Natur vergisst. All dies ist Maya, die täuschende Kraft des Göttlichen. Wer weise ist, vertraut sich daher ganz Gottes Gnade an und sieht Gott als Freund, Lehrer und Herrscher, im Bewusstsein, dass Guru, Gott und Atman eins sind.

Obgleich die Welt der Unterschiede nicht wirklich existiert, scheint sie doch real für den, der an sie denkt. Daher ist die Lenkung und Beherrschung des Geistes, der durch seine Gedankenbewegungen die Welt als real existierend erscheinen lässt, so wichtig. Dabei ist es eine große Hilfe, Geschichten über die Leben der Avatare und Heiligen zu hören und zu lesen und Mantras, die Namen des Göttlichen, zu singen.

Der Bhakta, der in allem Gott dient, entwickelt durch das Singen und Rezitieren der Namen von Hari (Bezeichnung für Vishnu) eine tiefe Liebe. Sein Herz schmilzt in vollkommener Hingabe. Er lacht, weint, singt und tanzt in Ekstase und vergisst alles um sich herum.

Er sieht nur Gott allein - in den fünf Elementen - Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde -, in den Sternen, Planeten, Tieren, in den Himmelsrichtungen, den Bäumen, Flüssen, Seen und Meeren, überall. Wer Gott auf diese Weise verehrt, bekommt Hingabe, direkte Gottverwirklichung (Anubhava) und Leidenschaftslosigkeit zugleich; genau wie jemand, der isst, zugleich Zufriedenheit (Tushti), Ernährung (Pushti) und Aufhören des Hungergefühls erfährt. Schließlich erreicht der Bhagavata höchsten Frieden bzw. Befreiung (Moksha). Er spürt keinerlei Unwillen gegenüber irgendeinem Lebewesen und ist zu allen freundlich. Sein Geist ist stets auf Gott konzentriert und durch seine Gegenwart läutert er die Umgebung.

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