Große Hochzeitsfeier Vivaha mit Puja und Homa

Aus Yogawiki

Große Hochzeitsfeier Vivaha mit Puja und Homa verbindet die Verehrung des Göttlichen im Gegenüber mit einem bewussten Versprechen vor dem heiligen Feuer. Puja, Homa, Girlanden, Ringe und die sieben gemeinsamen Schritte gestalten den Beginn eines verbindlichen spirituellen Lebensweges. Angehörige und Freunde werden Zeugen und geben ihren Segen. Die Anleitung folgt der Yoga-Vidya-Feierform und eignet sich für eine erfahrene Ritualleitung mit Assistenz.

Vorbereitung und Materialien

Eine geeignete Feuerschale auf feuerfestem Untergrund aufstellen. Trockenes unbehandeltes Holz, gegebenenfalls die in der Tradition verwendeten gereinigten Kuhdungfladen, Anzündmaterial, Streichhölzer, einen langen Opferlöffel sowie Kokosfett bereitstellen. In der Yoga-Vidya-Praxis wird dieses feste Fett „Kokos-Ghee“ genannt; traditionell kann auch Ghee verwendet werden. Das Fett vor der Gabe bei Bedarf vorsichtig verflüssigen. Wasser und Löffel für Achamana, Asche, Sandelholzpaste, Kumkum, Blüten, Räucherwerk, Lampe und Prasad bereithalten.

Die Ritualleitung führt die Rezitation; eine Assistenz kann Feuer und Material betreuen. Die Feuerstelle braucht ausreichenden Abstand zu brennbaren Gegenständen, einen zugfreien und gut belüfteten Platz und eine geeignete Löschmöglichkeit. Nur kleine, kontrollierte Gaben verwenden. Das Feuer bis zum vollständigen Erlöschen beaufsichtigen. Bei einer Gruppe vorab erklären, wer wann an die Feuerstelle tritt und wie der Löffel übergeben wird.

Zusätzlich einen Puja-Altar mit wasserfester Ganesha-Murti, Auffangschale, Wasser, Milch (bzw. Pflanzenmilch, bei Yoga Vidya Reismilch), sauberen Tüchern, Gewand oder Tuch und ausreichend Blüten vorbereiten. Zwei Blumengirlanden und die vom Paar gewählten Ringe bereitlegen. Für die Umrundung des Feuers einen freien, sicheren Weg lassen. Die persönlichen Versprechen und die Beteiligung der Eltern vorher besprechen.

Begrüßung und Sinn der Feier

Das Paar kann von seinen Eltern zum Altar begleitet werden. Die Leitung begrüßt Paar, Angehörige, Freunde und Gemeinschaft und erinnert kurz an den gemeinsamen Weg. Die vier Lebensziele geben der Ansprache einen Rahmen: Dharma als verantwortliches Handeln, Artha als Sorge für die Lebensgrundlage, Kama als Liebe und Freude und Moksha als spirituelle Freiheit. Die Feier bittet darum, dass die beiden einander auf allen diesen Ebenen unterstützen.

Die folgende Ganesha-Puja wird als gemeinsame Verehrung ausgeführt. Bei Tilaka tragen die beiden einander die Zeichen auf. Bei Avahana und Archana bringen sie Blüten sowohl der Murti als auch dem Gegenüber dar. Beim Abhisheka übergießen sie die Murti und zusätzlich behutsam eine Hand des anderen mit Pflanzenmilch über der Auffangschale. Diese gegenseitigen Gaben sind die besondere Hochzeitshandlung der Vorlage.

Ganesha-Puja mit gegenseitiger Verehrung

1. Einstimmen und dreimal Om

Die Ritualleitung verneigt sich vor dem Altar. Eine Assistenz kann die Glocke läuten und, wenn vorhanden, das Muschelhorn blasen. Alle singen gemeinsam:

oṃ oṃ oṃ

Übersetzung: Om, der heilige Urklang; dreimal zur Sammlung gesungen.

2. Achamana – innere und äußere Reinigung

Für Achamana mit dem Löffel jeweils eine kleine Menge Trinkwasser in die rechte Hand geben. Die Ritualleitung spricht die folgenden Anrufungen und führt die jeweils beschriebene Handlung aus. Die Geste macht die innere Ausrichtung auch körperlich erfahrbar.

Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.

oṃ keśavāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Keshava.

Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.

oṃ acyutāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Achyuta, dem Unvergänglichen.

Einen kleinen Schluck trinken; danach mit der Hand über den Scheitel, das Sahasrara Chakra, streichen.

oṃ anantāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ananta, dem Unendlichen.

Wasser in die rechte Hand geben und nach oben und unten sprenkeln.

oṃ govindāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Govinda.

Wasser in die rechte Hand geben und in die vier Himmelsrichtungen sprenkeln.

oṃ nārāyaṇāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Narayana.

Nochmals etwas Wasser in die rechte Hand geben, die Hand über dem Kopf kreisen lassen und anschließend mit den Fingern schnippen. Dazu das Gebet an die heiligen Flüsse sprechen:

oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri namas tubhyaṃ namo namaḥ //

Übersetzung: O Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Verehrung euch, immer wieder Verehrung.

3. Tilaka – die heiligen Zeichen auftragen

Beim Tilaka zuerst mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger der rechten Hand drei Streifen Asche auf die Stirn auftragen:

oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.

Mit dem rechten Ringfinger etwas Sandelholzpaste zwischen den Augenbrauen auftragen, am Ajna Chakra:

oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi

Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.

Mit dem rechten Ringfinger einen Punkt Kumkum auf die Sandelholzpaste setzen:

oṃ aiṃ tripurā-devyai ca vidmahe klīṃ kāmeśvaryai ca dhīmahi /
sauṃ tan naḥ klinne pracodayāt //

Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauṃ verehren wir Tripura Devi und meditieren über Kameshvari. Möge die von göttlicher Liebe erfüllte Göttin unseren Geist anregen. Die Keimsilben sind heilige Laute und werden nicht wie gewöhnliche Wörter übersetzt.

4. Avahana – Gottheiten und Lehrer begrüßen

Zur Avahana die Glocke läuten und zu jeder der folgenden Anrufungen eine Blüte darbringen. Die Anrufung öffnet die Verehrung für die verschiedenen göttlichen Kräfte und die Lehrer der Sivananda Tradition.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ganesha, dem Herrn der Scharen.

oṃ śaravaṇabhavāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Subrahmanya, dem im Schilfwald Geborenen.

oṃ aiṃ sarasvatyai namaḥ

Übersetzung: Verehrung Saraswati, mit der Keimsilbe aiṃ.

oṃ guṃ gurubhyo namaḥ

Übersetzung: Verehrung den spirituellen Lehrern, mit der Keimsilbe guṃ.

oṃ namo bhagavate śivānandāya

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Sivananda.

oṃ namo bhagavate viṣṇu-devānandāya

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Vishnudevananda.

oṃ ādi-śaktyai namaḥ

Übersetzung: Verehrung der ursprünglichen göttlichen Kraft, Adi Shakti.

5. Ganesha, Guru und Devi ausführlich anrufen

Die Glocke weiter läuten. Zum Ende jeder Anrufung eine Blüte darbringen.

oṃ sumukhaś caika-dantaś ca kapilo gaja-karṇakaḥ /
lambodaraś ca vikaṭo vighna-rājo gaṇādhipaḥ /
dhūmra-ketur gaṇādhyakṣo bhāla-candro gajānanaḥ /
dvādaśaitāni nāmāni yaḥ paṭhec chṛṇuyād api /
sarva-kārya-samārambhe vighnas tasya na jāyate //

Übersetzung: Ganesha heißt Schönangesichtiger, Einzähniger, Goldbrauner, Elefantenohriger, Hängebäuchiger, Gewaltiger, Herr der Hindernisse, Herr der Scharen, Rauchbanner, Aufseher der Scharen, Mondstirniger und Elefantengesichtiger. Wer diese zwölf Namen liest oder hört, dem entsteht, so verheißt der Vers, beim Beginn einer Aufgabe kein Hindernis.

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ /
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrī-gurave namaḥ //

Übersetzung: Der Guru ist Brahma, der Guru ist Vishnu, der Guru ist der große Gott Shiva. Der Guru ist unmittelbar das höchste Brahman. Diesem ehrwürdigen Guru gilt meine Verehrung.

sarva-maṅgala-māṅgalye śive sarvārtha-sādhike /
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo 'stu te //

Übersetzung: Du Heil unter allem Heilsamen, Glückverheißende, die alle guten Ziele verwirklicht, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri, Narayani: Dir sei Verehrung.

6. Die Hauptverehrung eröffnen und das Anliegen sammeln

Die folgende Anrufung neunmal sprechen. Eine Blüte darbringen, sich verneigen und ein bis zwei Minuten mit geschlossenen Augen in Dhyana verweilen. Sich die Gegenwart des Göttlichen vergegenwärtigen. Beim Sankalpa das eigene Anliegen innerlich darbringen oder die Puja aus reiner Hingabe widmen. Avahana, Anbieten eines Sitzes und Meditation sind in der Hauptverehrung verbunden.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ganesha, dem Herrn der Scharen, mit der Keimsilbe gaṃ.

7. Dhyana und feierliche Einladung

Die im folgenden Dhyana-Vers beschriebene Gestalt aufmerksam im Herzen vergegenwärtigen.

gajānanaṃ bhūta-gaṇādi-sevitaṃ kapittha-jambū-phala-sāra-bhakṣitam /
umā-sutaṃ śoka-vināśa-kāraṇaṃ namāmi vighneśvara-pāda-paṅkajam //

Übersetzung: Ich verneige mich vor den Lotusfüßen des Herrn der Hindernisse: elefantengesichtig, von den Scharen der Wesen verehrt, der das Fruchtfleisch von Kapittha und Jambu genießt, Sohn Umas und Ursache der Auflösung des Kummers.

Eine Blüte darbringen und die Gottheit ausdrücklich einladen:

āgaccha tvaṃ mahādeva sthāne cātra sthiro bhava /
yāvat pūjāṃ kariṣye 'haṃ tāvat tvaṃ sannidhau bhava //

Übersetzung: Komm, großer Gott, und bleibe hier gegenwärtig. Solange ich die Verehrung ausführe, sei hier anwesend.

oṃ śrī-gaṇeśāya namaḥ /
āvāhanārthe puṣpaṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Verehrung Ganesha. Zur Einladung bringe ich eine Blüte dar.

Eine weitere Blüte als Zeichen des ehrenvollen Sitzes darbringen. Der besungene goldene Sitz wird innerlich vorgestellt.

aneka-ratna-saṃyuktaṃ nānā-maṇi-gaṇānvitam /
idaṃ hema-mayaṃ divyam āsanaṃ pratigṛhyatām //

Übersetzung: Nimm diesen göttlichen goldenen Sitz entgegen, geschmückt mit vielen Edelsteinen und verschiedensten Juwelen.

oṃ śrī-gaṇeśāya namaḥ /
āsanārthe puṣpaṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Verehrung Ganesha. Als Zeichen des Sitzes bringe ich eine Blüte dar.

8. Abhisheka – das rituelle Bad

Bereits dargebrachte Blüten vom Tablett nehmen und auf einen eigenen Platz am Altar legen. Mit dem Löffel Milch (bzw. Pflanzenmilch) über die wasserfeste Darstellung geben und sie in der Schale auffangen. Die Teilnehmenden dürfen nacheinander nach vorn kommen, sich verneigen, einige Löffel darbringen und den nächsten Platz machen. Währenddessen das folgende Mantra wiederholen. Für diese große Darbringungsform 108 Wiederholungen vorsehen. Wenn noch Teilnehmende ihre Gabe darbringen, das Mantra weiterrezitieren; die Einzelanleitungen erlauben eine an die Durchführung angepasste Zahl.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ganesha, dem Herrn der Scharen, mit der Keimsilbe gaṃ.

Zum Ende des Milchbades die verbleibende Milch (bzw. Pflanzenmilch) über die Darstellung gießen.

oṃ śrī-gaṇeśāya namaḥ /
snānaṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Verehrung Ganesha. Ich bringe das Bad dar.

Nun das Nachbad mit klarem Wasser durchführen. Dabei das Hauptmantra dreimal oder so lange wie für das Übergießen nötig wiederholen.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ganesha, dem Herrn der Scharen, mit der Keimsilbe gaṃ.

oṃ śrī-gaṇeśāya namaḥ /
śuddhodaka-snānaṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Verehrung Ganesha. Ich bringe das Bad mit reinem Wasser dar.

Nach der letzten Darbringung die Darstellung achtsam mit einem sauberen Tuch trocknen und auf das trockene Tablett stellen. Die aufgefangene Flüssigkeit beiseitestellen.

9. Vastra – ein Gewand darbringen

Der getrockneten Darstellung ein vorbereitetes Tuch oder Gewand anlegen. Wo ein vollständiges Gewand nicht möglich ist, sieht die Anleitung auch kleine Stoff- oder Fadenstücke als Zeichen vor. Vastra drückt aus, dass die Gottheit wie ein hochverehrter Gast versorgt wird.

śīta-vātoṣṇa-santrāṇaṃ lajjāyā rakṣaṇaṃ param /
dehālaṅkāraṇaṃ vastraṃ dhṛtvā śāntiṃ prayaccha me //

Übersetzung: Nimm dieses Gewand an: Es schützt vor Kälte, Wind und Hitze, bewahrt die Schamhaftigkeit und schmückt den Körper. Schenke mir Frieden.

oṃ śrī-gaṇeśāya namaḥ /
vastraṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Verehrung Ganesha. Ich bringe ein Gewand dar.

10. Alankara – Zeichen, Blüten und Schmuck

Bei Alankara die gereinigte Darstellung mit den heiligen Zeichen versehen. Asche mit den mittleren drei Fingern auftragen:

oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.

Sandelholzpaste mit dem Ringfinger auftragen:

oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi

Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.

Darauf mit dem Ringfinger einen Kumkum-Punkt setzen. In dieser Stufe der Puja wird gemäß den Einzelanleitungen das folgende Chamunda-Mantra gesprochen:

oṃ aiṃ hrīṃ klīṃ cāmuṇḍāyai vicce namaḥ

Übersetzung: Verehrung der Göttin Chamunda mit den heiligen Mantrasilben aiṃ hrīṃ klīṃ und vicce.

Anschließend die Darstellung mit der Girlande, Blüten und gegebenenfalls einer Mala schmücken. Dazu gemeinsam das folgende Gebet rezitieren. Wenn das Schmücken länger dauert, darf das Hauptmantra weitergesungen werden.

oṃ eka-dantāya vidmahe vakra-tuṇḍāya dhīmahi /
tan no dantī pracodayāt //
oṃ śrī-gaṇeśāya namaḥ puṣpamālāṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Wir wollen den Einzähnigen erkennen und über den mit dem gebogenen Rüssel meditieren. Möge der Träger des Stoßzahns uns anregen. Verehrung Ganesha; ich bringe die Blumengirlande dar.

11. Archana – Blüten oder Reis darbringen

Für Archanam eine Blüte, ein Blütenblatt oder etwas Reis mit der rechten Hand zum Herzen führen und dann auf die Darstellung legen. Zu jeder Anrufung eine Gabe darbringen. In dieser ausführlichen Darbringungsform 108 Wiederholungen des folgenden Mantras ausführen; auch die Teilnehmenden können nacheinander ihre Gaben darbringen.

oṃ śrī-mahā-gaṇapataye namaḥ

Übersetzung: Verehrung dem großen Herrn der Scharen, Ganesha.

12. Dhupa – Räucherwerk darbringen

Für Dhupa ein Räucherstäbchen entzünden, im Uhrzeigersinn vor der Darstellung schwenken und in den Halter stellen. Dabei die Glocke läuten.

oṃ vanaspaty-udbhavair divyair nānā-gandha-samanvitaiḥ /
āghreya-dhūpa-dīpānāṃ dhūpo 'yaṃ pratigṛhyatām //

Übersetzung: Nimm dieses Räucherwerk entgegen, aus Pflanzen gewonnen und mit vielerlei göttlichen Düften versehen, als wohlriechende Darbringung.

oṃ śrī-gaṇeśāya namaḥ /
dhūpaṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Verehrung Ganesha. Ich bringe Räucherwerk dar.

13. Dipa – Licht darbringen

Für Dipa die brennende Kerze oder Öllampe im Uhrzeigersinn vor der Darstellung schwenken, dazu klingeln und sie anschließend sicher abstellen.

oṃ antar-jyotir bahir-jyotiḥ pratyag-jyotiḥ parātparaḥ /
jyotir-jyotiḥ svayaṃ-jyotir ātma-jyotiḥ śivo 'smy aham //
ātma-jyotir mano-jyotir jyotiś-cakṣus sa paśyati /
sa bāhyābhyantara-jyotiḥ taj jyotiḥ śivam ucyate //

Übersetzung: Licht im Inneren, Licht im Äußeren, innerstes Licht, höher als das Höchste; Licht des Lichtes, aus sich selbst leuchtend: Als Licht des Selbst bin ich Shiva. Licht des Selbst und Licht des Geistes: Wer das Licht zum Auge hat, sieht. Er ist das äußere und innere Licht; dieses Licht wird Shiva genannt.

oṃ śrī-gaṇeśāya namaḥ /
dīpaṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Verehrung Ganesha. Ich bringe Licht dar.

14. Naivedya – die Speise weihen

Die Schale mit Obst oder Süßigkeiten vor den Altar stellen. Bei Naivedya mit einer Blüte oder der rechten Hand etwas sauberes Wasser im Uhrzeigersinn über die Speise sprenkeln und den Gayatri Mantra dreimal vollständig rezitieren.

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ /
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi /
dhiyo yo naḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen und erleuchten.

oṃ śrī-gaṇeśāya namaḥ /
naivedyaṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Verehrung Ganesha. Ich bringe die Speise dar.

Zur ausführlichen Speisewidmung das vorbereitete Wasser darbringen und sprechen:

oṃ deva savitaḥ prasuva /
satyaṃ tv ṛtena pariṣiñcāmi /
amṛtam asy amṛtopastaraṇam asi //

Übersetzung: Göttlicher Savitar, bringe dies hervor. Dich, die Wahrheit, umsprenkle ich mit der kosmischen Ordnung. Du bist Nektar; du bist die Unterlage des Nektars.

Die Prasad-Schale zum Altar hin anheben. Bei jedem svāhā die freie Hand über die Speise zum Altar hin führen; es handelt sich hier um Speisewidmung, nicht um eine Feuerhandlung.

oṃ prāṇāya svāhā /
oṃ apānāya svāhā /
oṃ vyānāya svāhā /
oṃ udānāya svāhā /
oṃ samānāya svāhā /
oṃ brahmaṇe svāhā /
oṃ para-brahma-paramātmane namaḥ //

Übersetzung: Darbringung an Prana, Apana, Vyana, Udana und Samana, die fünf Lebensströmungen; Darbringung an Brahman. Verehrung dem höchsten Brahman, dem höchsten Selbst.

Ein oder mehrere Stücke der Speise auf einer eigenen kleinen Schale am Altar darbringen. Die übrige Gabe wird nach der Feier als Prasad geteilt.

15. Arati – die Lichtzeremonie

Alle stehen, soweit dies gut möglich ist. Die Ritualleitung oder eine Assistenz schwenkt die Lampe im Uhrzeigersinn vor dem Altar. Dazu kann die Glocke erklingen und das Muschelhorn geblasen werden. Die folgende Arati-Fassung gemeinsam singen:

jaya jaya āratī vighna-vināyaka, vighna-vināyaka śrī-gaṇeśa //
jaya jaya āratī veṇu-gopāla, veṇu-gopāla veṇu-lola,
pāpa-vidūra navanīta-cora //
jaya jaya āratī sad-guru-nātha, sad-guru-nātha śivānanda //
jaya jaya āratī veṇu-gopāla //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung: Ganesha, der Hindernisse beseitigt; Krishna, dem Flötenspieler und Butterdieb, der Verfehlungen fernhält; dem wahren Lehrer Sivananda. Ehre der Lichtverehrung des Flöte spielenden Gopala.

Nach dem Gesang mit der rechten Hand dreimal die Lichtkraft zum Altar hin zuwenden. Dann das Licht den Anwesenden reichen. Sie führen die Hände mit Abstand über die Flamme und streichen die empfangene Wärme symbolisch über Kopf oder Gesicht. Die Lampe bleibt dabei unter sicherer Führung.

16. Pushpanjali – die abschließende Blütengabe

Allen Teilnehmenden einige Blüten in die Hände geben. Die Leitung rezitiert; danach bringen die Teilnehmenden nacheinander ihre Blüten am Altar dar und verneigen sich.

yajñena yajñam ayajanta devāḥ /
tāni dharmāṇi prathamāny āsan /
te ha nākaṃ mahimānaḥ sacante /
yatra pūrve sādhyāḥ santi devāḥ //

Übersetzung: Durch das Opfer verehrten die Götter das Opfer; dies waren die ersten heiligen Ordnungen. Diese mächtigen Wesen erreichten den Himmel, wo die frühen göttlichen Sadhyas weilen.

nānā-sugandha-puṣpāṇi yathā kālodbhavāni ca /
puṣpāñjaliṃ mayā dattaṃ gṛhāṇa parameśvara //

Übersetzung: Nimm die von mir dargebrachte Handvoll duftender, zur jeweiligen Jahreszeit gewachsener Blüten entgegen.

sarvābhyo devatābhyo namaḥ /
oṃ śrī-gaṇeśāya namaḥ /
puṣpāñjaliṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Verehrung allen Gottheiten und Ganesha. Ich bringe die Blütengabe dar.

17. Mangala – ausführliche Segensgebete

oṃ svasti prajābhyaḥ paripālayantāṃ nyāyyena mārgeṇa mahīṃ mahīśāḥ /
go-brāhmaṇebhyaḥ śubham astu nityaṃ lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu //
kāle varṣatu parjanyaḥ pṛthivī sasya-śālinī /
deśo 'yaṃ kṣobha-rahito brāhmaṇās santu nirbhayāḥ //
aśubhāni nirācaṣṭe tanoti śubha-santatim /
smṛti-mātreṇa yat puṃsāṃ brahma tan maṅgalaṃ param //
ati-kalyāṇa-rūpatvān nitya-kalyāṇa-saṃśrayāt /
smartṝṇāṃ varadatvāc ca brahma tan maṅgalaṃ viduḥ //
oṃ-kāraś cātha śabdaś ca dvāv etau brahmaṇaḥ purā /
kaṇṭhaṃ bhitvā viniryātau tasmān māṅgalikāv ubhau //
oṃ atha oṃ atha oṃ atha //
maṅgalam asmad-gurūṇāṃ maṅgalaṃ me astu /
sarveṣāṃ maṅgalaṃ bhavatu //

Übersetzung: Wohlergehen den Menschen! Mögen die Regierenden die Erde auf gerechtem Weg beschützen. Möge Kühen und Brahmanen stets Gutes widerfahren, mögen alle Welten glücklich sein. Möge der Regen zur rechten Zeit kommen, die Erde Korn tragen, das Land frei von Unruhe sein und mögen die Brahmanen ohne Furcht leben. Brahman ist das höchste Heil: Schon das Erinnern daran entfernt Unheil und lässt Gutes wachsen. Weil es selbst vollkommenes Heil und dessen ewige Heimat ist und den an es Denkenden Segen schenkt, wird es das Heilsame genannt. Om und Atha gingen ursprünglich aus Brahmas Kehle hervor; darum gelten beide als glückverheißend. Om, Atha, dreimal. Segen unseren Lehrern, Segen mir und Segen allen.

oṃ sarveṣāṃ svasti bhavatu sarveṣāṃ śāntir bhavatu /
sarveṣāṃ pūrṇaṃ bhavatu sarveṣāṃ maṅgalaṃ bhavatu //
sarve bhavantu sukhinaḥ sarve santu nirāmayāḥ /
sarve bhadrāṇi paśyantu mā kaścid duḥkha-bhāg bhavet //
asato mā sad gamaya /
tamaso mā jyotir gamaya /
mṛtyor māmṛtaṃ gamaya //
oṃ pūrṇam adaḥ pūrṇam idaṃ pūrṇāt pūrṇam udacyate /
pūrṇasya pūrṇam ādāya pūrṇam evāvaśiṣyate //
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ //

Übersetzung: Möge allen Wohlergehen, Frieden, Fülle und Segen zuteilwerden. Mögen alle glücklich und frei von Krankheit sein, Gutes sehen und keinen Anteil am Leiden haben. Führe mich vom Unwirklichen zum Wirklichen, von der Dunkelheit zum Licht und vom Tod zur Unsterblichkeit. Jenes ist Fülle, dieses ist Fülle; aus der Fülle geht Fülle hervor. Nimmt man von der Fülle die Fülle, bleibt Fülle. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

18. Segenswünsche und Widmung

Den Segen der Verehrung allen Wesen widmen. Dreimal gemeinsam sprechen:

lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu

Übersetzung: Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.

tvam eva mātā ca pitā tvam eva /
tvam eva bandhuś ca sakhā tvam eva /
tvam eva vidyā draviṇaṃ tvam eva /
tvam eva sarvaṃ mama deva-deva //

Übersetzung: Du allein bist Mutter und Vater; du bist Verwandter und Freund. Du bist Wissen und Reichtum; du bist mein Alles, o Gott der Götter.

19. Kshama Yachana – um Vervollständigung bitten

Die Hände vor dem Herzen zusammenlegen. Bei Kshama Yachana die Unvollkommenheiten der eigenen Ausführung vertrauensvoll in die göttliche Gnade legen.

yad akṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mantra-hīnaṃ ca yad bhavet /
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvat-prasādān maheśvara //
mantra-hīnaṃ kriyā-hīnaṃ bhakti-hīnaṃ sureśvara /
yat pūjitaṃ mayā deva paripūrṇaṃ tad astu me //

Übersetzung: Was an Silben entfallen ist oder an Mantra fehlt: Möge durch deine Gnade alles vollständig werden, großer Herr. Was ich verehrt habe, obwohl es an Mantra, Handlung oder Hingabe mangelte, möge durch dich vollkommen sein, Gott und Herr der Götter.

Vor dem Altar verneigen und einige Minuten in Stille sitzen. Die Ritualleitung kündigt die Meditation kurz an und lässt ausreichend Zeit, damit die Verehrung nachklingen kann.

oṃ tat sat /
brahmārpaṇam astu //

Übersetzung: Om, Das ist die Wahrheit. Möge alles Brahman dargebracht sein.

Homa, Versprechen und sieben Schritte

Die Leitung erklärt: Das Feuer ist Zeuge und Sinnbild von Licht und Wärme, Klarheit und Liebe. Es erinnert auch daran, dass Zusammenleben Hingabe, Anpassung und die Bereitschaft zur Wandlung braucht. Achamana, Tilaka und Avahana wurden in der Puja ausgeführt und werden beim unmittelbaren Übergang zum Homa nicht wiederholt.

20. Agni anrufen und das Feuer entzünden

Das folgende Mantra fünfmal sprechen:

oṃ agnaye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Agni, dem göttlichen Feuer.

hrīṃ vahni-mūrtaye namaḥ

Übersetzung: Mit der Keimsilbe hrīṃ: Verehrung der Gestalt des Feuers.

vaṃ vahni-caitanyāya namaḥ

Übersetzung: Mit der Keimsilbe vaṃ: Verehrung dem Bewusstsein des Feuers.

Das Anzündmaterial an einer vorbereiteten Flamme entzünden und in die Feuerschale legen. Dabei dreimal die Feuer-Keimsilbe sprechen:

raṃ raṃ raṃ

Übersetzung: Dreimal die Keimsilbe raṃ, die hier das Feuer anruft.

oṃ cit piṅgala hana hana daha daha paca paca sarvaṃ jñāpaya svāhā

Übersetzung: Om, Bewusstseinsfeuer, goldbraun Leuchtender: Zerschlage, verbrenne und verwandle; lass alles erkannt werden. Svaha: Diese Gabe sei dargebracht. Die kraftvollen Verben werden in dieser Praxis auf Unwissenheit und innere Begrenzungen bezogen.

oṃ agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam /
suvarṇa-varṇam amalaṃ samiddhaṃ viśvato-mukham //

Übersetzung: Ich verehre das entflammte Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, rein, hell entfacht, mit Gesichtern nach allen Richtungen.

21. Einleitende Ahutis

Zu jedem svāhā einen kleinen Löffel Fett in die Flamme geben. Die Gaben werden dem innerlich vorgestellten rechten, linken und dritten Auge sowie dem Mund Agnis zugewendet.

oṃ agnaye svāhā

Übersetzung: Darbringung an Agni.

oṃ somāya svāhā

Übersetzung: Darbringung an Soma.

oṃ agni-ṣomābhyāṃ svāhā

Übersetzung: Darbringung an Agni und Soma.

oṃ agnaye sviṣṭakṛte svāhā

Übersetzung: Darbringung an Agni, der das Opfer zum guten Abschluss bringt.

Den folgenden Vers zweimal mit je einer Gabe sprechen:

oṃ vaiśvānara jātavedaḥ ihā vaha lohitākṣa /
sarva-karmāṇi sādhaya svāhā //

Übersetzung: Om, Vaishvanara, Jatavedas, Rotäugiger: Bringe hierher und lass alle rituellen Handlungen gelingen. Diese Gabe sei dargebracht.

Anschließend dreimal mit je einer Gabe:

oṃ mahā-gaṇapataye svāhā

Übersetzung: Diese Gabe gilt dem großen Ganapati, Ganesha.

22. Darbringungen für das gemeinsame Leben

Beide sitzen mit am Feuer. Die Leitung nennt die Ausrichtung, alle wiederholen das Mantra, und bei svāhā bringen die beiden abwechselnd kleine Gaben dar. Pro Mantra beispielsweise drei Wiederholungen wählen; diese Zahl ist eine praktische Festlegung, keine zusätzliche Quellenvorschrift.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ /
svāhā //

Übersetzung: Verehrung Ganesha. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

oṃ śaravaṇabhavāya namaḥ /
svāhā //

Übersetzung: Verehrung Subrahmanya. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

oṃ aiṃ sarasvatyai namaḥ /
svāhā //

Übersetzung: Verehrung Saraswati. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

oṃ śrī-mahā-lakṣmyai namaḥ /
svāhā //

Übersetzung: Verehrung der großen Lakshmi. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

oṃ guṃ gurubhyo namaḥ /
svāhā //

Übersetzung: Verehrung den Gurus. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

oṃ namo bhagavate śivānandāya /
svāhā //

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Sivananda. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

oṃ namo bhagavate viṣṇu-devānandāya /
svāhā //

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Vishnudevananda. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

oṃ śrī-rāmāya namaḥ /
svāhā //

Übersetzung: Verehrung Rama. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

oṃ namo bhagavate vāsudevāya /
svāhā //

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Vasudeva. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

oṃ tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭi-vardhanam /
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt /
svāhā //

Übersetzung: Wir verehren den Dreiäugigen, der duftet und Gedeihen fördert. Wie eine reife Frucht sich von ihrem Stiel löst, möge ich von der Bindung des Todes frei werden, nicht aber von der Unsterblichkeit. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu /
svāhā //

Übersetzung: Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

23. Persönliche Versprechen

Die Assistenz hält das Feuer mit kleinen Gaben ruhig am Brennen. Beide sprechen nacheinander ihr vorbereitetes oder frei formuliertes Versprechen. Dann hängen sie einander je eine Blumengirlande um.

24. Mangalya und Ringtausch

Die beiden tauschen die Ringe. Dazu rezitiert die Leitung den Mangalya-Vers:

māṅgalyaṃ tantunānena mama jīvana-hetunā /
kaṇṭhe badhnāmi subhage sañjīva śaradaḥ śatam //

Übersetzung: Diese glückverheißende Schnur, Grundlage meines Lebens, binde ich dir um den Hals, Glückliche. Lebe hundert Herbste. Die traditionelle Bildsprache der Halsschnur wird in dieser Yoga-Vidya-Feier auf das verbindende Zeichen der Ringe bezogen.

Danach: „Mit den Ringen wird eure Verbundenheit sichtbar. Möget ihr ein langes und gesegnetes Leben haben, einander inspirieren und euch in Liebe und spiritueller Kraft stärken.“

25. Drei Umrundungen und Saptapadi

Beide umrunden das Feuer dreimal langsam und mit ausreichendem Abstand. Anschließend gehen sie sieben bewusste Schritte gemeinsam. Vor jedem Schritt spricht die Leitung den entsprechenden Wunsch:

Ihr geht den ersten Schritt, um euch gegenseitig zu nähren und zu unterstützen.

Ihr geht den zweiten Schritt, um zusammen in geistiger und spiritueller Kraft zu wachsen.

Ihr geht den dritten Schritt, um füreinander das bereitzustellen, was ihr zum Leben braucht.

Ihr geht den vierten Schritt, um Freuden und Sorgen zu teilen.

Ihr geht den fünften Schritt, um euch um eure Mitmenschen zu kümmern.

Ihr geht den sechsten Schritt, um im Leben füreinander da zu sein.

Ihr geht den siebten Schritt, um einander gute Freunde und Gefährten zu sein und euch auf dem spirituellen Weg zu stützen und zu inspirieren.

26. Gayatri-Darbringung

Wieder am Feuer sitzen und das Gayatri-Mantra mehrfach mit Gaben rezitieren. Die Leitung führt das Paar in die Aussprache ein. Das Handbuch empfiehlt dem Paar für die weitere gemeinsame Praxis täglich mindestens drei Wiederholungen, nach Möglichkeit neun, 27, 54 oder 108.

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ /
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi /
dhiyo yo naḥ pracodayāt /
svāhā //

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen und erleuchten. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

27. Segenswünsche und Stille

Dreimal sprechen und den Segen der ganzen Menschheit und allen Lebewesen widmen:

lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu

Übersetzung: Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.

Ein bis zwei Minuten still werden und den eingangs gefassten Sankalpa erneut vergegenwärtigen.

28. Kshama – die Unvollkommenheit hingeben

yad akṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mātrā-hīnaṃ ca yad bhavet /
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvat-prasādān maheśvari //
mantra-hīnaṃ kriyā-hīnaṃ bhakti-hīnaṃ sureśvari /
yat pūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tad astu me //

Übersetzung: Was an Silben entfallen ist oder an richtiger Lautdauer fehlt: Möge durch deine Gnade alles vollständig werden, große Herrin. Was ich verehrt habe, obwohl es an Mantra, Handlung oder Hingabe mangelte, möge durch dich vollkommen sein, Göttin und Herrin der Götter.

29. Räucherwerk, Licht und Speise darbringen

Für Dhupa Räucherwerk entzünden und im Uhrzeigersinn vor dem Altar schwenken. Dazu die Glocke läuten.

dhūpaṃ samarpayāmi

Übersetzung: Ich bringe Räucherwerk dar.

Für Dipa eine Kerze oder Öllampe ebenso schwenken und anschließend sicher abstellen.

dīpaṃ samarpayāmi

Übersetzung: Ich bringe Licht dar.

Die Prasad-Schale vor den Altar stellen. Für Naivedya mit einer Blüte oder der rechten Hand etwas Wasser über die Speise sprenkeln und dazu den Gayatri-Mantra dreimal sprechen.

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ /
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi /
dhiyo yo naḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen und erleuchten.

Ein oder mehrere Stücke der Speise auf einem eigenen Teller am Altar darbringen; der Rest wird nach der Feier geteilt.

30. Arati

Die brennende Lampe vor dem Altar im Uhrzeigersinn schwenken. Alle stehen, soweit dies möglich ist. Glocke und Muschelhorn können die Arati begleiten.

oṃ rājādhirājāya prasahya-sāhine namo vayaṃ vaiśravaṇāya kurmahe /
sa me kāmān kāma-kāmāya mahyaṃ kāmeśvaro vaiśravaṇo dadātu /
kuberāya vaiśravaṇāya mahā-rājāya namaḥ //

Übersetzung: Wir erweisen Vaishravana Verehrung, dem König der Könige, dessen Kraft überwindet. Möge Vaishravana, Herr der Wünsche, mir die ersehnten Gaben gewähren. Verehrung dem großen König Kubera Vaishravana.

oṃ na tatra sūryo bhāti na candra-tārakaṃ nemā vidyuto bhānti kuto 'yam agniḥ /
tam eva bhāntam anubhāti sarvaṃ tasya bhāsā sarvam idaṃ vibhāti //

Übersetzung: Dort leuchtet weder die Sonne noch Mond und Sterne, auch diese Blitze nicht – wie dann dieses Feuer? Alles leuchtet, indem es seinem Leuchten folgt; durch sein Licht erstrahlt dies alles.

oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri namas tubhyaṃ namo namaḥ //

Übersetzung: O Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Verehrung euch, immer wieder Verehrung.

Die Lichtkraft dreimal symbolisch dem Altar zuwenden. Anschließend das Licht den Anwesenden reichen; sie führen ihre Hände mit Abstand über die Flamme und streichen deren Wärme über Kopf oder Gesicht. Danach die Lampe sicher abstellen.

31. Widmung

tvam eva mātā ca pitā tvam eva /
tvam eva bandhuś ca sakhā tvam eva /
tvam eva vidyā draviṇaṃ tvam eva /
tvam eva sarvaṃ mama deva-deva //

Übersetzung: Du allein bist Mutter und Vater; du bist Verwandter und Freund. Du bist Wissen und Reichtum; du bist mein Alles, o Gott der Götter.

kāyena vācā manasendriyair vā buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt /
karomi yad yat sakalaṃ parasmai nārāyaṇāyeti samarpayāmi //

Übersetzung: Was immer ich mit Körper, Sprache, Geist und Sinnen, mit Vernunft und innerem Wesen oder aus meiner natürlichen Veranlagung heraus tue: All dies bringe ich dem höchsten Narayana dar.

sarva-dharmān parityajya mām ekaṃ śaraṇaṃ vraja /
ahaṃ tvā sarva-pāpebhyo mokṣayiṣyāmi mā śucaḥ //

Übersetzung: Lass alle Pflichten los und nimm allein bei mir Zuflucht. Ich werde dich von allen Verfehlungen befreien; sorge dich nicht. Diese Worte Krishnas stammen aus der Bhagavad Gita, Vers 18.66.

Verneigen, das Prasad teilen und noch etwas in Stille verweilen. Die betreuende Person bleibt bei der Feuerstelle, bis keine Flamme und keine gefährliche Glut mehr vorhanden ist. Asche erst nach dem vollständigen Erkalten berühren oder wegräumen.

Glückwünsche und Ausklang

Angehörige und Freunde können nacheinander einen kurzen Segenswunsch aussprechen. Prasad gemeinsam teilen. Die Übergabe von Geschenken kann anschließend in einem anderen Raum erfolgen. Eine in den Einzelvorlagen belegte kürzere Variante führt den Hochzeits-Homa ohne vorgeschaltete Puja aus; dann werden Om, Achamana, Tilaka und Avahana vom Beginn dieser Anleitung vor der Agni-Anrufung vollständig ausgeführt.

Siehe auch

Quellen

  • Yoga Vidya Purohita Handbuch, 3. erweiterte Auflage, Januar 2025, Teil 4: Durchführung von Kasualien, Ritualen zu bestimmten Anlässen. Abschnitt „Große Spirituelle Hochzeit“.
  • Yoga Vidya, Spirituelle Hochzeit, verschiedene Feierfassungen; Hochzeit – sieben Schritte.
  • Gaṇeśapūjā, Yoga Vidya, IAST-Fassung von 2022, zur ausgeschriebenen Ganesha-Puja.

Rezitationen in Devanagari

Die folgenden Texte entsprechen den ausgeschriebenen IAST-Rezitationen der Anleitung. Wiederholungszahlen und gleichzeitige Handlungen stehen beim jeweiligen Ritualschritt. Die Schriftübertragung enthält keine zusätzlichen vedischen Tonzeichen.

Om

ॐ ॐ ॐ

Achamana: Keshava

ॐ केशवाय नमः

Achamana: Achyuta, dem Unvergänglichen

ॐ अच्युताय नमः

Achamana: Ananta, dem Unendlichen

ॐ अनन्ताय नमः

Achamana: Govinda

ॐ गोविन्दाय नमः

Achamana: Narayana

ॐ नारायणाय नमः

Flussgebet

ॐ गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति /
नर्मदे सिन्धु कावेरि नमस् तुभ्यं नमो नमः //

Shiva Gayatri

ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि /
तन् नो रुद्रः प्रचोदयात् //

Sandelholzgebet

ॐ गन्ध-द्वारां दुराधर्षां नित्य-पुष्टां करीषिणीम् /
ईश्वरीं सर्व-भूतानां ताम् इहोपह्वये श्रियम् //
गन्धान् धारयामि

Tripura Gayatri

ॐ ऐं त्रिपुरा-देव्यै च विद्महे क्लीं कामेश्वर्यै च धीमहि /
सौं तन् नः क्लिन्ने प्रचोदयात् //

Anrufung 1

ॐ गं गणपतये नमः

Anrufung 2

ॐ शरवणभवाय नमः

Anrufung 3

ॐ ऐं सरस्वत्यै नमः

Anrufung 4

ॐ गुं गुरुभ्यो नमः

Anrufung 5

ॐ नमो भगवते शिवानन्दाय

Anrufung 6

ॐ नमो भगवते विष्णु-देवानन्दाय

Anrufung 7

ॐ आदि-शक्त्यै नमः

Chamunda Mantra

ॐ ऐं ह्रीं क्लीं चामुण्डायै विच्चे नमः

Ganesha – Schmücken

ॐ एक-दन्ताय विद्महे वक्र-तुण्डाय धीमहि /
तन् नो दन्ती प्रचोदयात् //
ॐ श्री-गणेशाय नमः पुष्पमालां समर्पयामि //

Ganesha – Blütenverehrung

ॐ श्री-महा-गणपतये नमः

Ganesha – Räucherwerk

ॐ श्री-गणेशाय नमः /
धूपं समर्पयामि //

Ganesha – Licht

ॐ श्री-गणेशाय नमः /
दीपं समर्पयामि //

Gayatri

ॐ भूर् भुवः स्वः /
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि /
धियो यो नः प्रचोदयात् //

Ganesha – Speisegabe

ॐ श्री-गणेशाय नमः /
नैवेद्यं समर्पयामि //

Ganesha – Arati

जय जय आरती विघ्न-विनायक, विघ्न-विनायक श्री-गणेश //
जय जय आरती वेणु-गोपाल, वेणु-गोपाल वेणु-लोल,
पाप-विदूर नवनीत-चोर //
जय जय आरती सद्-गुरु-नाथ, सद्-गुरु-नाथ शिवानन्द //
जय जय आरती वेणु-गोपाल //

Lokah Samastah

लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु

Tvam Eva

त्वम् एव माता च पिता त्वम् एव /
त्वम् एव बन्धुश् च सखा त्वम् एव /
त्वम् एव विद्या द्रविणं त्वम् एव /
त्वम् एव सर्वं मम देव-देव //

Om Tat Sat

ॐ तत् सत् /
ब्रह्मार्पणम् अस्तु //

Ganeshas zwölf Namen

ॐ सुमुखश् चैक-दन्तश् च कपिलो गज-कर्णकः /
लम्बोदरश् च विकटो विघ्न-राजो गणाधिपः /
धूम्र-केतुर् गणाध्यक्षो भाल-चन्द्रो गजाननः /
द्वादशैतानि नामानि यः पठेच् छृणुयाद् अपि /
सर्व-कार्य-समारम्भे विघ्नस् तस्य न जायते //

Guru Brahma

गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः /
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्री-गुरवे नमः //

Sarva Mangala

सर्व-मङ्गल-माङ्गल्ये शिवे सर्वार्थ-साधिके /
शरण्ये त्र्यम्बके गौरि नारायणि नमो ऽस्तु ते //

Ganesha – Dhyana

गजाननं भूत-गणादि-सेवितं कपित्थ-जम्बू-फल-सार-भक्षितम् /
उमा-सुतं शोक-विनाश-कारणं नमामि विघ्नेश्वर-पाद-पङ्कजम् //

Ganesha – Einladung

आगच्छ त्वं महादेव स्थाने चात्र स्थिरो भव /
यावत् पूजां करिष्ये ऽहं तावत् त्वं सन्निधौ भव //

Ganesha – Blüte zur Einladung

ॐ श्री-गणेशाय नमः /
आवाहनार्थे पुष्पं समर्पयामि //

Sitzgabe

अनेक-रत्न-संयुक्तं नाना-मणि-गणान्वितम् /
इदं हेम-मयं दिव्यम् आसनं प्रतिगृह्यताम् //

Ganesha – Sitzgabe

ॐ श्री-गणेशाय नमः /
आसनार्थे पुष्पं समर्पयामि //

Ganesha – Abschluss des Bades

ॐ श्री-गणेशाय नमः /
स्नानं समर्पयामि //

Ganesha – Wasserbadgabe

ॐ श्री-गणेशाय नमः /
शुद्धोदक-स्नानं समर्पयामि //

Gewandgabe

शीत-वातोष्ण-सन्त्राणं लज्जाया रक्षणं परम् /
देहालङ्कारणं वस्त्रं धृत्वा शान्तिं प्रयच्छ मे //

Ganesha – Gewand

ॐ श्री-गणेशाय नमः /
वस्त्रं समर्पयामि //

Räuchergebet

ॐ वनस्पत्य्-उद्भवैर् दिव्यैर् नाना-गन्ध-समन्वितैः /
आघ्रेय-धूप-दीपानां धूपो ऽयं प्रतिगृह्यताम् //

Lichtgebet

ॐ अन्तर्-ज्योतिर् बहिर्-ज्योतिः प्रत्यग्-ज्योतिः परात्परः /
ज्योतिर्-ज्योतिः स्वयं-ज्योतिर् आत्म-ज्योतिः शिवो ऽस्म्य् अहम् //
आत्म-ज्योतिर् मनो-ज्योतिर् ज्योतिश्-चक्षुस् स पश्यति /
स बाह्याभ्यन्तर-ज्योतिः तज् ज्योतिः शिवम् उच्यते //

Speisewasser

ॐ देव सवितः प्रसुव /
सत्यं त्व् ऋतेन परिषिञ्चामि /
अमृतम् अस्य् अमृतोपस्तरणम् असि //

Pranavayus

ॐ प्राणाय स्वाहा /
ॐ अपानाय स्वाहा /
ॐ व्यानाय स्वाहा /
ॐ उदानाय स्वाहा /
ॐ समानाय स्वाहा /
ॐ ब्रह्मणे स्वाहा /
ॐ पर-ब्रह्म-परमात्मने नमः //

Yajnena Yajnam

यज्ञेन यज्ञम् अयजन्त देवाः /
तानि धर्माणि प्रथमान्य् आसन् /
ते ह नाकं महिमानः सचन्ते /
यत्र पूर्वे साध्याः सन्ति देवाः //

Ganesha – Blütengabe

नाना-सुगन्ध-पुष्पाणि यथा कालोद्भवानि च /
पुष्पाञ्जलिं मया दत्तं गृहाण परमेश्वर //

Ganesha – Widmung der Blüten

सर्वाभ्यो देवताभ्यो नमः /
ॐ श्री-गणेशाय नमः /
पुष्पाञ्जलिं समर्पयामि //

Mangala ausführlich

ॐ स्वस्ति प्रजाभ्यः परिपालयन्तां न्याय्येन मार्गेण महीं महीशाः /
गो-ब्राह्मणेभ्यः शुभम् अस्तु नित्यं लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु //
काले वर्षतु पर्जन्यः पृथिवी सस्य-शालिनी /
देशो ऽयं क्षोभ-रहितो ब्राह्मणास् सन्तु निर्भयाः //
अशुभानि निराचष्टे तनोति शुभ-सन्ततिम् /
स्मृति-मात्रेण यत् पुंसां ब्रह्म तन् मङ्गलं परम् //
अति-कल्याण-रूपत्वान् नित्य-कल्याण-संश्रयात् /
स्मर्तॄणां वरदत्वाच् च ब्रह्म तन् मङ्गलं विदुः //
ॐ-कारश् चाथ शब्दश् च द्वाव् एतौ ब्रह्मणः पुरा /
कण्ठं भित्वा विनिर्यातौ तस्मान् माङ्गलिकाव् उभौ //
ॐ अथ ॐ अथ ॐ अथ //
मङ्गलम् अस्मद्-गुरूणां मङ्गलं मे अस्तु /
सर्वेषां मङ्गलं भवतु //

Friedensgebete

ॐ सर्वेषां स्वस्ति भवतु सर्वेषां शान्तिर् भवतु /
सर्वेषां पूर्णं भवतु सर्वेषां मङ्गलं भवतु //
सर्वे भवन्तु सुखिनः सर्वे सन्तु निरामयाः /
सर्वे भद्राणि पश्यन्तु मा कश्चिद् दुःख-भाग् भवेत् //
असतो मा सद् गमय /
तमसो मा ज्योतिर् गमय /
मृत्योर् मामृतं गमय //
ॐ पूर्णम् अदः पूर्णम् इदं पूर्णात् पूर्णम् उदच्यते /
पूर्णस्य पूर्णम् आदाय पूर्णम् एवावशिष्यते //
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः //

Kshama Deva

यद् अक्षरं परिभ्रष्टं मन्त्र-हीनं च यद् भवेत् /
पूर्णं भवतु तत् सर्वं त्वत्-प्रसादान् महेश्वर //
मन्त्र-हीनं क्रिया-हीनं भक्ति-हीनं सुरेश्वर /
यत् पूजितं मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु मे //

Agni

ॐ अग्नये नमः

Feuergestalt

ह्रीं वह्नि-मूर्तये नमः

Feuerbewusstsein

वं वह्नि-चैतन्याय नमः

Feuerbija

रं रं रं

Cit Pingala

ॐ चित् पिङ्गल हन हन दह दह पच पच सर्वं ज्ञापय स्वाहा

Agni Lobpreis

ॐ अग्निं प्रज्वलितं वन्दे जातवेदं हुताशनम् /
सुवर्ण-वर्णम् अमलं समिद्धं विश्वतो-मुखम् //

Rechtes Auge

ॐ अग्नये स्वाहा

Linkes Auge

ॐ सोमाय स्वाहा

Drittes Auge

ॐ अग्नि-षोमाभ्यां स्वाहा

Mund

ॐ अग्नये स्विष्टकृते स्वाहा

Vaishvanara

ॐ वैश्वानर जातवेदः इहा वह लोहिताक्ष /
सर्व-कर्माणि साधय स्वाहा //

Maha Ganapati

ॐ महा-गणपतये स्वाहा

Ganesha – Feuergabe

ॐ गं गणपतये नमः /
स्वाहा //

Subrahmanya – Feuergabe

ॐ शरवणभवाय नमः /
स्वाहा //

Saraswati – Feuergabe

ॐ ऐं सरस्वत्यै नमः /
स्वाहा //

Lakshmi – Feuergabe

ॐ श्री-महा-लक्ष्म्यै नमः /
स्वाहा //

Guru – Feuergabe

ॐ गुं गुरुभ्यो नमः /
स्वाहा //

Sivananda – Feuergabe

ॐ नमो भगवते शिवानन्दाय /
स्वाहा //

Vishnudevananda – Feuergabe

ॐ नमो भगवते विष्णु-देवानन्दाय /
स्वाहा //

Rama – Feuergabe

ॐ श्री-रामाय नमः /
स्वाहा //

Vasudeva – Feuergabe

ॐ नमो भगवते वासुदेवाय /
स्वाहा //

Tryambakam – Feuergabe

ॐ त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टि-वर्धनम् /
उर्वारुकम् इव बन्धनान् मृत्योर् मुक्षीय मामृतात् /
स्वाहा //

Lokah Samastah – Feuergabe

लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु /
स्वाहा //

Mangalya

माङ्गल्यं तन्तुनानेन मम जीवन-हेतुना /
कण्ठे बध्नामि सुभगे सञ्जीव शरदः शतम् //

Gayatri – Feuergabe

ॐ भूर् भुवः स्वः /
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि /
धियो यो नः प्रचोदयात् /
स्वाहा //

Kshama Devi

यद् अक्षरं परिभ्रष्टं मात्रा-हीनं च यद् भवेत् /
पूर्णं भवतु तत् सर्वं त्वत्-प्रसादान् महेश्वरि //
मन्त्र-हीनं क्रिया-हीनं भक्ति-हीनं सुरेश्वरि /
यत् पूजितं मया देवि परिपूर्णं तद् अस्तु मे //

Duftgabe

धूपं समर्पयामि

Lichtgabe

दीपं समर्पयामि

Rajadhirajaya

ॐ राजाधिराजाय प्रसह्य-साहिने नमो वयं वैश्रवणाय कुर्महे /
स मे कामान् काम-कामाय मह्यं कामेश्वरो वैश्रवणो ददातु /
कुबेराय वैश्रवणाय महा-राजाय नमः //

Na Tatra Suryo

ॐ न तत्र सूर्यो भाति न चन्द्र-तारकं नेमा विद्युतो भान्ति कुतो ऽयम् अग्निः /
तम् एव भान्तम् अनुभाति सर्वं तस्य भासा सर्वम् इदं विभाति //

Kayena Vacha

कायेन वाचा मनसेन्द्रियैर् वा बुद्ध्यात्मना वा प्रकृतेः स्वभावात् /
करोमि यद् यत् सकलं परस्मै नारायणायेति समर्पयामि //

Sarva Dharman

सर्व-धर्मान् परित्यज्य माम् एकं शरणं व्रज /
अहं त्वा सर्व-पापेभ्यो मोक्षयिष्यामि मा शुचः //