Nansamasa: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 68: | Zeile 68: | ||
*[[Tatpurusha]] | *[[Tatpurusha]] | ||
*[[Bahuvrihi]] | *[[Bahuvrihi]] | ||
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]] | |||
*[[HYP Jahresgruppe]] | *[[HYP Jahresgruppe]] | ||
*[[Sanskrit Kurs Lektion 33]] | *[[Sanskrit Kurs Lektion 33]] | ||
| Zeile 77: | Zeile 78: | ||
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/raja-yoga-positives-denken-gedankenkraft/ Raja Yoga, positives Denken, Gedankenkraft]=== | ===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/raja-yoga-positives-denken-gedankenkraft/ Raja Yoga, positives Denken, Gedankenkraft]=== | ||
<rss max=2>https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/raja-yoga-positives-denken-gedankenkraft/rssfeed.xml</rss> | <rss max=2>https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/raja-yoga-positives-denken-gedankenkraft/rssfeed.xml</rss> | ||
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ | ===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]=== | ||
'''<strong>[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/ | <rss max=2>https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml</rss> | ||
: | ===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]=== | ||
'''<strong>[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-online-l260107-1// 07.01.2026 - 16.12.2026 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]</strong>''' | |||
:Die AMRITA SIDDHI ("Erlangung der Unsterblichkeit") ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem asketisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 35 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen … | |||
:Dr phil Oliver Hahn | :Dr phil Oliver Hahn | ||
Version vom 30. Dezember 2025, 11:55 Uhr

Nansamasa (Sanskrit: नञ्समास nañ-samāsa m.) eine bestimmte Art von Kompositum (Samasa) mit der Negationspartikel (na) "nicht, kein, ohne, un-, a-" als Vorderglied.
Altindische Grammatik (Vyakarana)
Komposita mit der Negationspartikel na
Die Negationspartikel na, die als eigenständiges Wort "nicht, nein" bedeutet, wird in der Sanskrit Grammatik mit dem Terminus technicus nañ bezeichnet. Dieser Begriff umfasst alle drei Erscheinungsformen, die diese Negationspartikel als Vorderglied innerhalb eines Kompositums annehmen kann: na-, an- und a- (vgl. Fremdwörter lateinisch-griechischen Ursprungs wie a-normal, a-typisch usw.). Als Hinterglied kommen Substantive, Adjektive und Adverbien in Frage.
Vorderglied a-
Innerhalb eines Kompositums steht a- als Vorderglied, wenn das Hinterglied mit einem Konsonanten (Vyanjana) beginnt:
- a-bhāva wörtl.: "Nicht-Sein" (Bhava), d.h. "Nichtexistenz, Abwesenheit" (Abhava)
- a-mṛta wörtl.: "Nicht-Tod" (Mrita), d.h. "Unsterblichkeit, Unsterblichkeitstrank" (Amitra)
- a-roga wörtl.: "Nicht-Krankheit" (Roga), d.h. "Gesundheit" (Aroga)
- a-adṛṣṭa wörtl.: "nicht gesehen" (Drishta), d.h. "unsichtbar, unbekannt" (Adrishta)
- a-nitya wörtl.: "nicht ewig" (Nitya), d.h. "vergänglich" (Anitya)
- a-rūpa wörtl.: "ohne Gestalt, ohne Farbe" (Rupa), d.h. "gestaltlos, farblos" (Arupa)
Vorderglied an-
Innerhalb eines Kompositums steht an- als Vorderglied, wenn das Hinterglied mit einem Vokal (Svara) beginnt:
- an-anna wörtl.: "Nicht-Speise" (Anna), d.h. "verbotene Speise" (Ananna)
- an-aṅga wörtl.: "ohne Körper" (Anga), d.h. "körperlos" (Ananga)
- an-anta wörtl.: "ohne Ende" (Anta), d.h. "endlos, unendlich" (Ananta)
- an-āstika wörtl.: "nicht gläubig" (Astika), d.h. "ungläubig, gottlos" (Anastika)
- an-iṣṭa wörtl.: "nicht erwünscht" (Ishta), d.h. "unerwünscht, unlieb" (Anishta)
- an-eka wörtl.: "nicht-einer" (Eka), d.h. "mehrere, viele" (Aneka).
Vorderglied na-
Innerhalb eines Kompositums steht na- nur in einigen lexikalisierten Ausnahmefällen als Vorderglied, d.h. na- kann nicht beliebig zur Bildung von Komposita benutzt werden. Relativ häufig sind jedoch Bildungen, bei denen mit na- die Partikel ati- "überaus, zu, sehr" negiert wird:
- na-ciketas wörtl.: "der nichts versteht" (Wurzel cit), d.h. ein Brahmane namens Nachiketas
- na-puṃsaka wörtl.: "kein Mann" bzw. "kein Maskulinum" (Pums), d.h. "Eunuch, Neutrum" (Napumsaka)
- na-ga wörtl.: "der nicht geht" (Wurzel gam), d.h. "Berg, Baum" (Naga)
- na-cira wörtl.: "nicht lange" (Chira), "kurze Zeit" (Nachira)
- nātidūra wörtl.: "nicht allzu weit (Ati) entfernt Dura)"
- nātivyakta wörtl.: "nicht sehr (Ati) deutlich (Vyakta)"
Bedeutung
Die allgemeine Bedeutung eines Nansamasa ist die Negation bzw. Verneinung des Begriffes, vor den die Negationspartikel tritt. Sie kann aber auch im Sinne des Ausschlusses des negierten Begriffes stehen, der besagt, dass innerhalb einer in Betracht kommenden Menge von Möglichkeiten alles außer dem negierten Begriff gemeint ist:
So bezeichnet bspw. die Negation des maskulinen Wortes brahman (Brahmane), also a-brahman (Nom. Sg. a-brahmā), zwar wörtlich einen "Nicht-Brahmanen", kann aber auch meinen: "jeder andere außer einem Brahmanen", was sich auf die drei verbleibenden Stände der Kshatriyas, Vaishyas und Shudras beziehen kann.
Ebenso kann an-uṣṭra "Nicht-Kamel" bedeuten: "jedes andere (in Frage kommende) Tier außer einem Kamel (Ushtra)", womit, je nach Zusammenhang, andere größere Haustiere wie Pferde, Esel, Rinder usw. gemeint sein können.
Beispiel aus der wissenschaftlichen Literatur (Shastra)
Vor allem in der wissenschaftlichen Ausdrucksweise wird die letztgenannte Art des Nansamasa gern verwendet. So definiert Panini in seiner Sanskritgrammatik Ashtadhyayi (1. Adhyaya, 2. Pada, Sutra 45) den Begriff "Noninalstamm" unter Verwendung zweier Nansamasa:
अर्थवदधातुरप्रत्ययः प्रातिपदिकम् || 1.2.45 ||
arthavad a-dhātur a-pratyayaḥ prātipadikam || 1.2.45 ||
Was Bedeutung (Artha) trägt, aber keine Verbalwurzel (Dhatu) und kein Suffix (Pratyaya) ist, heißt Nominalstamm (Pratipadika).
Siehe auch
- Nana
- Neti Neti
- Ma
- Tatpurusha
- Bahuvrihi
- Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung
- HYP Jahresgruppe
- Sanskrit Kurs Lektion 33
- Sanskrit Kurs Lektion 108
Seminare
Meditation
- 02.10.2026 - 04.10.2026 Meditation Intensiv Schweigend
Mit Meditation, Yoga und Mantra-Singen tauchst du in deine innere Welt. Ein Intensivseminar mit täglichen langen Meditationssitzungen, zwei Yoga-Stunde…- Dana Oerding
- 02.10.2026 - 04.10.2026 Meditation Intensiv Schweigend
Mit Meditation, Yoga und Mantra-Singen tauchst du in deine innere Welt. Ein Intensivseminar mit täglichen langen Meditationssitzungen, zwei Yoga-Stunde…- Karuna M Wapke
Raja Yoga, positives Denken, Gedankenkraft
- 04.10.2026 - 09.10.2026 Atemarbeit als Energiequelle
DerAtem ist ein kostbarer Schatz, er ernährt uns, gibt uns Energie, Inspiration, erfrischt und erneuert uns und verbindet uns mit den Universum. Bei …- Eric Vis Dieperink
- 09.10.2026 - 11.10.2026 Raja Yoga 2
Die Yoga Sutras von Patanjali sind die Grundlage des Raja Yoga. In diesem Raja Yoga Seminar behandeln wir das 2. Kapitel der Yoga Sutras von Pantanjali.…- Karuna M Wapke, Sukadev Bretz
Jnana Yoga, Philosophie
- 02.10.2026 - 04.10.2026 Entdecke deine Bestimmung - gestalte dein Schicksal
Hast du dich schon gefragt, was deine Bestimmung ist, dein Schicksal? Warum du hier auf dieser Welt bist? Wofür du da bist? Worum es in deinem Leben ge…- Janaki Marion Hofmann
- 15.11.2026 - 20.11.2026 Aus der Tiefe des Herzens antworten
In diesem Praxisseminar beschreiten wir den Weg fundamentalen Gewahrseins durch intuitive Antworten aus dem Herzen. Antworten, die sich aus unserem wah…- Michael Büchel, Roswitha Breitkopf
Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online
07.01.2026 - 16.12.2026 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online
- Die AMRITA SIDDHI ("Erlangung der Unsterblichkeit") ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem asketisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 35 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen …
- Dr phil Oliver Hahn