Tiruviruttam

Aus Yogawiki

Tiruviruttam (Tamil: திருவிருத்தம், wissenschaftliche Umschrift: Tiruviruttam; auch Thiruvirutham und Thiruviruththam) ist ein tamilisches Bhakti-Gedicht von Nammalvar: 100 Verse über die Sehnsucht nach Vishnu, göttliche Gnade und die Hoffnung auf Befreiung. Es gehört zum Nalayira Divya Prabandham, dem Hymnenkanon der Alvar-Heiligen. Diese Ausgabe bietet eine vollständige deutsche Übersetzung, den tamilischen Originaltext und eine zeilengleiche Umschrift. Im Mittelpunkt steht ein Herz, das Gott sucht und dabei seine ganze Welt neu wahrnimmt: Wolken werden zu Boten, Blüten erinnern an göttliche Schönheit, und selbst eine unruhige Nacht kann zum Gebet werden.

Vishnu, im Gedicht auch Tirumal und Kannan genannt: der göttliche Geliebte, an den sich Bitte, Staunen und Sehnsucht richten.

Wie fühlt sich die Suche nach Gott an? Im Tiruviruttam hat sie viele Stimmen: Eine junge Frau wartet, eine Freundin tröstet, eine Mutter sorgt sich. Der Geliebte scheint fern und ist doch in jedem Bild gegenwärtig. Die Bitte um Befreiung wird zur Sprache der Liebe. Bhakti erhält dabei eine berührende Offenheit: Sehnsucht und Freude, Klage und Vertrauen dürfen vor Gott ausgesprochen werden.

Für tamilische Hindus in Deutschland kann die Lektüre vertraute Klänge lebendig werden lassen: die Stimme eines Angehörigen, eine Rezitation im Tempel, ein Gebet am Hausaltar. Die deutsche Übersetzung hilft, diese Nähe mit Kindern, Partnern und Freunden zu teilen. Wer durch Yoga zur indischen Spiritualität gefunden hat, begegnet hier der reichen tamilischen Tradition des Bhakti Yoga. Beide Zugänge können sich im gemeinsamen Lesen begegnen: im Hören, Fragen und Entdecken.

Nammalvar, Geschichte und Bedeutung des Tiruviruttam

Nammalvar, auch Satakopan und Maran genannt, gehört zu den zwölf Alvars der tamilischen Vishnu-Verehrung. Seine Überlieferung ist mit Kurugur, dem heutigen Alvar Tirunagari in Tamil Nadu, verbunden. Die religiösen Lebensgeschichten erzählen von seiner tiefen Versenkung und von der Begegnung mit Madhurakavi. Solche Heiligenerzählungen vermitteln die geistliche Bedeutung des Dichters; sie sind von einer historisch gesicherten Biografie zu unterscheiden. Eine genaue Lebensdatierung lässt sich daraus nicht ableiten. Literaturgeschichtlich gehört sein Werk zur frühmittelalterlichen tamilischen Bhakti.[1]

Vier Werke werden Nammalvar zugeschrieben: Tiruviruttam, Tiruvasiriyam, Periya Tiruvantati und Tiruvaymoli. Tiruviruttam gehört zum Iyarpa-Teil des Divya Prabandham. Die hier verwendete Project-Madurai-Ausgabe führt die 100 Verse unter den Sammlungsnummern 2478–2577. Für die Lesung verwendet dieser Artikel die werkinterne Zählung 1–100.[2]

Für den Vaishnavismus, besonders die sri-vaishnavische Tradition, erschließen die Alvar-Hymnen die Beziehung zu Narayana in tamilischer Sprache. Tiruviruttam lässt göttliche Größe und menschliche Nähe nebeneinanderstehen: Derselbe Herr durchmisst das Weltall und stiehlt als Krishna Butter. Er trägt die Welten und lässt sich von einer Hirtin schelten. Gerade diese Verbindung von Erhabenheit und Zugänglichkeit kann das Vertrauen nähren: Das Unermessliche ist ansprechbar.

Bedeutung des Titels, Aufbau und poetische Sprache

Das Werk umfasst 100 vierzeilige Strophen im Versmaß Kattalai Kalitturai. Der Titel lässt sich als „Heilige Verse“ wiedergeben; viruttam wird auch im Sinn einer Mitteilung oder eines Geschehens verstanden. Der erste Vers bezeichnet die Dichtung ausdrücklich als Bitte. Der Schlussvers spricht von der befreienden Frucht ihrer Aneignung.[3]

Die Verse sind durch Antati verbunden: Wörter oder Wortbestandteile am Ende einer Strophe werden am Anfang der nächsten wieder aufgenommen. Diese Kette trägt die Bewegung des Gedichts weiter. Sie gleicht einer Erinnerung, die aus einem Bild das nächste hervorgehen lässt. Die deutsche Prosafassung bewahrt den Inhalt; das tamilische Versmaß und sämtliche lautlichen Verknüpfungen lassen sich darin nicht nachbilden.[4]

Die Liebessprache knüpft an die tamilische Akam-Dichtung an, die das innere Leben von Liebenden durch Landschaften, Tageszeiten und wechselnde Stimmen gestaltet. Die weibliche Rolle Nammalvars wird in der Tradition als Parankusa Nayaki verstanden. Neben ihr sprechen unter anderem Freundin, Mutter und Geliebter. Deshalb ist das „Ich“ nicht in jeder Strophe dieselbe Person; auch ist das Werk keine durchgehend erzählte Liebesgeschichte mit einer lückenlosen Handlung.

Wer liest, darf die Empfindungen zunächst als Dichtung wahrnehmen. Ein Mond kann für die Wartende brennen, obwohl sein Licht kühl ist. Armreifen gleiten ab, weil sie vor Sehnsucht abmagert. Die Welt spiegelt ihren inneren Zustand. In der religiösen Lesart wird diese menschliche Liebessprache zum Ausdruck der Sehnsucht der Seele nach Gott. Sie steht Leserinnen und Lesern unabhängig vom eigenen Geschlecht offen.

Zentrale Themen: Sehnsucht, Gnade und Befreiung

Eine Liebe, die aufmerksam macht. In Vers 32 fragt die Liebende die Wolken, wie sie die Farbe des göttlichen Geliebten empfangen haben. Vielleicht, so vermutet sie, durch das mühevolle Tragen lebensspendenden Wassers. Die Natur wird zum Gegenüber ihrer Sehnsucht. Für die heutige Betrachtung liegt darin eine schöne Anregung: aufmerksam wahrzunehmen, was Leben nährt, und selbst etwas dazu beizutragen.

Gnade verändert die Erfahrung. Der Wind, der zuvor wie Feuer brannte, wird in Vers 27 wohltuend kühl. In Vers 56 genügt ein unbemerkter Hauch, damit neue Zuversicht aufkommt. Das Gedicht lässt göttliche Nähe in einer Berührung erfahren, die Außenstehende kaum wahrnehmen. Solche Verse laden dazu ein, auch den leisen Augenblicken von Dankbarkeit und Vertrauen Raum zu geben.

Der Unermessliche wird vertraut. Gegen Ende stehen kosmische Größe und kindliche Einfachheit besonders dicht beieinander: Der Herr bewahrt die Welt und greift nach Butter. In Vers 95 wird Tirumal als Mutter und Vater angerufen. Die Beziehung zum Göttlichen verbindet Staunen mit Geborgenheit. Das kann eine persönliche Meditation begleiten: sich einer Gegenwart zuzuwenden, vor der das Herz aufrichtig werden darf.

Die Hoffnung auf Befreiung. Vom ersten bis zum letzten Vers bleibt der Wunsch lebendig, aus Täuschung und leidvoller Wiedergeburt frei zu werden. In dieser Dichtung verbindet sich Moksha mit der Hinwendung zum geliebten Herrn und mit dem Vertrauen auf seine Gnade. Das gibt den wechselnden Gefühlen des Gedichts einen gemeinsamen Horizont.

Tiruviruttam lesen und auf sich wirken lassen

Lies zuerst einige Verse langsam. Lass ein Bild nachklingen, bevor du zum nächsten gehst. Vielleicht bleiben die Wolken bei dir, die lebensspendendes Wasser tragen; vielleicht das Herz, das beim Geliebten geblieben ist; vielleicht die schlichte Anrede „Mutter und Vater“. Du brauchst keine besondere Erfahrung hervorzubringen. Aufmerksamkeit genügt als Anfang.

Die Klage des Gedichts darf ernst genommen werden. Sie gehört zu seiner Liebe. Zugleich durchziehen es Augenblicke des Vertrauens, der Freude und des Staunens. Wer beides hört, begegnet einer Hingabe, die das ganze menschliche Empfinden in die Beziehung zum Göttlichen hineinnehmen kann.

Video: Vishnu verstehen

Diese Einführung zu Vishnu ergänzt den religiösen Hintergrund des Gedichts.

Deutsche Übersetzung des vollständigen Tiruviruttam

Die folgende eigene, KI-gestützte deutsche Übersetzung gibt alle 100 Verse in Prosa wieder. Sie wurde aus dem Tamilischen erarbeitet, bei schwierigen Stellen mit Hilfe traditioneller Worterklärungen. Textgrundlage und Hinweise zur philologischen Prüfung stehen am Ende des Artikels. Die wechselnden Stimmen des Gedichts bleiben erhalten; die Erläuterungen nach den drei Textfassungen helfen beim Verständnis seiner Namen und Bilder.

Vorangestellter Lobvers – Taniyan

Der folgende Lobvers wird in der Textvorlage Kidambi Acchan zugeschrieben. Er gehört zum überlieferten Rahmen und wird nicht zu den 100 Versen Nammalvars gezählt.

Ihr, die ihr der Höhlung des Mutterleibs entronnen seid,
in die tiefe Grube des Begehrens fallt und dann im Alter umherirrt:
Lernt wenigstens eine Zeile des Tiruviruttam, das der Herr von Kurugur sprach,
damit die Seele keinen Schaden nimmt, und wohnt im heiligen Land!

Die 100 Verse

1
Falsche Erkenntnis, verwerfliches Handeln und dieser unreine Leib: Lass uns nicht wieder in einen solchen Zustand geraten! Um den Lebewesen wahres Leben zu schenken, bist du in allen möglichen Geburtsformen erschienen. Herr der Unsterblichen, höre in deiner wahrhaftigen Gegenwart gnädig die Bitte, die ich, dein Diener, vor dich bringe.

2
Wie Fische, die in einem wasserreichen Teich aufblitzen, bewegen sich ihre rötlich geäderten Augen, von Tränen überströmend. Möge sie gesegnet sein, die Frau mit dem dichten Haar! Ihre Liebe hat sie den beiden verehrungswürdigen Füßen Kannans dargebracht, des regenwolkenfarbenen Herrn, der selbst den Bewohnern des Himmels vorausgeht.

3
Wird mein einsames Herz zurückkehren? Oder bleibt es dort stehen und schaut, wie die zarte Hirtentochter, die Erdgöttin und Tiru ihn wie Schatten begleiten? Es folgte jenem zornentflammten Vogel, auf dem der Herr mit dem kühlen Tulasi und dem feurig vernichtenden Diskus einherzieht, während die Himmelswesen ihn verehren.

4
Schon zuvor hat sein Vogel mein einziges Herz entführt. Ein weiteres Herz, das die kühle Tulasi-Girlande nun rauben könnte, besitzen wir hier nicht. Du kalter, giftiger Wind, der den Tulasi auf dem Haupt dessen berührt hat, der an der Brust der heimtückischen Dämonin saugte: Warum kommst du dazwischen und lässt unser Leben erzittern?

5
Der Nordwind, dessen Wesen sonst Kühle ist, hat in dieser Jahreszeit hier im Ort seine Kühle ganz aufgegeben und versprüht Feuer. Hat der regenwolkenfarbene Herr sein gerechtes Zepter etwa deshalb geschwungen, um dieser Frau ihre schöne Farbe zu nehmen – ihr, deren große Augen um den kühlen Tulasi weinen wie regenschwere Wolken?

6
Auch wenn sie schüchtern wie eine biegsame Ranke erscheint und ihre breiten Pfeile und gebogenen Bogen verbirgt: Erkennt in ihr den Tod, der das Zepter des Liebesgottes führt! Dieser ist der Sohn des Herrn, der den schnellen Vogel zur Vernichtung der Dämonen lenkt. Ihr Menschen auf Erden, hütet euer Leben!

7
Ist das der Himmel, in dem mächtige dunkle Stiere miteinander kämpfen, donnernd die Erde erschauern lassen, Wasser ausschütten und mit ihren Füßen die Wolken auseinanderstoßen? Oder ist es die kühl blühende Jahreszeit, die Tirumals Farbe trägt und grausam vom getrennten Geliebten spricht? Ich Leidende weiß nicht, was ich da sehe.

8
Was wir jetzt an euch sehen und hören, Herr des Berglandes voller Bienengesang, haben wir wohl durchschaut: All diese eingeübten Gesten sollen euren Aufbruch vorbereiten! Ihr wollt fortziehen, um Reichtum zu erwerben, zum hohen, kühlen Vengadam, den selbst die Himmelswesen ersehnen, zum Berg dessen, der einst den herrlichen Berg emporhob.

9
Wer könnte sich von dieser kostbaren, blühenden Ranke trennen, die dem Himmel des Herrn mit dem starken, scharf glänzenden Diskus gleicht? Sind das rote Lotusblüten, in denen dunkles Licht tanzt und weiße Perlen aufkeimen? Oder üppige blaue Wasserlilien? Es sind ihre großen Augen, deren Lider sich mit dem scheuen Blick eines Rehs bewegen.

10
Ihr rankengleichen Frauen im nördlichen heiligen Vengadam, dem Land Mayons! Selbst wenn ich von meinem Leiden spreche, hört ihr nicht zu. Sagt mir: Ist das euer Mund? Oder der Ruf, mit dem ihr mich Unglücklichen und die Papageien verscheucht? Ist es eine todbringende rote Frucht? Oder eine Herausforderung? Schwer ist das zu erkennen.

11
Du, die du Kannans Himmel gleichst, heute sehen wir wahrlich Erstaunliches! Kaum fällt das Wort, man müsse um des Erwerbs willen viele Wegstunden fortziehen, da bewegen sich diese beiden Fische: Jeder so groß wie eine hohle Hand, tragen sie weiße Perlen und blasses Gold herbei, als wollten sie selbst den Reichtum der ganzen Erde gewinnen.

12
Meine edelsteinfarbene Schönheit schwindet; die bleiche Farbe breitet sich dicht über mich aus. Die Nächte werden zu Weltaltern. All diese Dinge zerreißen mich zugleich. Das ist der einzigartige Reichtum, den er uns hinterließ, als er ging – er, dessen gutes Herz der kühlen Tulasi-Girlande unseres Herrn Kannan mit dem schneidenden Diskus zugewandt ist.

13
Der feurige König, der seine ungeteilte Herrschaft ausübte, ist untergegangen. Nun sitzt die Dunkelheit auf dem Thron und regiert mit einem Zepter aus Kälte. Wer wehrt den kalten Wind ab, der den Tulasi meiner schmerzenden Liebe durchstreift, und bewahrt meine Armreifen vor dem Herabgleiten? Wie viele Weltalter werden mich noch zerreißen!

14
Sind das schneidende Speere und schöne Fische, die dort glänzen und gegen mein Leben ziehen? Oder die Pfeile des mächtigen göttlichen Liebesgottes? Ihr von göttlicher Schönheit: Sind diese herrlichen Fische eure Augen? Ihr gewaltiger Glanz wählt sich den Himmel dessen zur Heimat, dessen Leib in dunklem, blauem Licht erstrahlt.

15
Ihr fragt nach einem Elefanten und bleibt dann mit der Frage stehen: „Sind eure Augen Fische?“ Was sollen solche Worte, wenn andere sie hören? Tag um Tag hüten wir schon das Feld am Vengadam des Herrn, dessen Farbe den über dem Meer ziehenden Regenwolken gleicht. Noch immer scheint ihr nicht zu wissen, wie man sich uns gegenüber benimmt!

16
Du, die du Kannans Himmel gleichst! Diese weit ausgebreitete Nacht kennt viele Künste: Sie wird zu zahllosen Weltaltern oder zu einem winzigen Bruchteil einer einzigen Stunde. Möge sie bestehen! Ob der Geliebte nach vielen Tagen mit uns vereint ist oder sich wieder trennt – sie lässt uns auf vielerlei Weise dahinschwinden.

17
Du wogendes Meer, in dem unser Herr wohnt: Auf dem Schlangenlager strahlt er wie eine dunkle Sonne, die über dem tiefblauen Dunkel aufgeht und Licht verbreitet. Mögest du gesegnet sein! Lass deine großen, wie ausgebreitete Finsternis wirkenden Wellen nicht die Spur des Wagens verwischen, auf dem der Geliebte in der Nacht fortfuhr.

18
Die Wolken steigen auf, nachdem sie Meerwasser aufgenommen haben; jenseits von ihnen scheint wiederum das Meer selbst emporzusteigen. Ist jetzt jene Zeit gekommen, da Meerfluten Kannans Erde und Himmel verschlangen, oder nur die Regenzeit? Du Schöne, deine Augen vergießen Tränen wie ein Meer und lassen daraus unablässig Wasserfälle werden.

19
Die Regenzeit steigt auf, dunkel und donnernd, als rufe sie herausfordernd: „Wer wird jetzt die Standhaftigkeit der Frauen schützen?“ Doch der Herr mit dem fliegenden Vogel und der kühlen Tulasi-Girlande ruft sie nicht zu sich und erweist ihr keine Gnade. Für meine Tochter mit den wenigen zarten Worten wächst daraus nur das Gerede der Nachbarschaft.

20
Das Leiden dieser stillen jungen Frau stammt von einer überaus großen Gottheit. Es ist keine Sache eines geringeren Gottes, der auf schmeichelnde Fragen nach der Ursache dieses Leidens antwortet. Velan, halte ein! Ihr Mütter, hört auf meine Worte: Sprecht den Namen dessen aus, der die sieben Welten verschlang, und schmückt sie mit der kühlen, schönen Tulasi-Girlande Mals.

21
Die Himmelswesen standen bereit mit reinen, schönen Girlanden, mit Wasser für dein heiliges Bad und mit Räucherwerk. Doch du kamst in einem wunderbaren Spiel hierher, um heimlich nach frisch zusammengetragener Butter zu greifen und sie zu essen. Und um die schöne Tochter der starken Hirten zu gewinnen, tanztest du zwischen den Hörnern der mächtigen, hochbuckligen Stiere.

22
Ihr kommt mit belaubten Zweigen in der Hand, einem kleinen, bespannten Bogen und Pfeilen und fragt nach einem gejagten Elefanten. War unser Herr, der auf dem Vogel reitende Dieb, wirklich der Meinung, er solle uns auf dieses weite Feld stellen, damit wir solche neuartigen Fragen hören – Fragen, die in seiner Welt niemals vorkommen und nicht einmal zueinander passen?

23
Ihr Frauen, sagt mir: Bewacht ihr dieses Feld oder mein Herz, das unglücklicherweise auf dem Weg an ihm vorbeikommt? Ihr gleicht den göttlichen Frauen, die im Himmel Kannans wohnen, dessen Augen wie ein ganzer Wald schönfarbiger Lotusblüten sind. Gehört ein solches Tun wirklich zu eurem Wesen?

24
Wie soll es meiner Tochter mit den wohlgeformten Armreifen ergehen? Ihre beiden großen, wasserreichen Augen lassen handgroße Fische hervorschnellen und tragen das heimliche Leiden nach außen. Ihr Herz aber liegt auf den honigtriefenden, zum Pflücken bereiten Tulasi-Blüten des Vogelreiters, der mit einem einzigen Berg die Herden vor den Regenwolken bewahrte.

25
Beginnend mit meinen Armreifen hat der Tulasi bewirkt, dass Kannans Zepter sich krümmt – jenes Zepter, mit dem er Erde und Himmel schützt. Was wird dieser Tulasi in der Welt nicht noch alles tun! Er ist dem Herrn lieb, der den mächtigen Götterkönig regiert, über alle Himmelsbewohner herrscht und zugleich unser eigener Herr ist.

26
Du Goldene, wir haben das Ödland durchquert, das der Herr des Sommers wie mit seinem Mund ergriffen, alles gute Wasser daraus getrunken und den trockenen Rest ausgespien hat. Jenseits liegt der kühle, blütenreiche, von jungem Honig erfüllte Hain von Kannans Vehka. Dort berühren selbst die verehrenden Himmelswesen mit den Füßen die Erde. Es ist Zuflucht vor jeder Wüste.

27
„Die Gnade des gerechten Königs ist Schutz; sogar Feinde werden zu Freunden“ – was die Welt zu ihrer Ermutigung sagt, ist wahr. Früher kam der Nordwind Nachtwache um Nachtwache wie ein heimlich gerufener Feind und versprühte Feuer. Seit ich die kühle Tulasi-Girlande unseres Kannan trage, ist derselbe Wind nun wohltuend kühl geworden.

28
Der kühle Tulasi nimmt meine Armreifen, und ich verliere sie; dazwischen streift ein Wind umher und raubt meine Farbe. Herr von Tiruvarangam mit seinen wogenden Wassern, erbarme dich! Lass nicht die Vögel mit ihren scharfen Schnäbeln nach uns greifen. Wenn man darüber nachdenkt: Hat es jemals zuvor etwas wie diesen Zustand gegeben?

29
Ihr Schwäne ohne Familiensinn! Ihr hättet sagen können: „Sie fand niemanden sonst und bat gerade uns um diesen Botengang“, und meine Worte ausrichten sollen. Stattdessen fliegt ihr mit euren Gefährtinnen hin und wieder zurück. Ist es in der Welt des Herrn, dessen Gestalt einem blau gewordenen Blitz gleicht, etwa Sitte, keine Botschaft für eine Frau zu überbringen?

30
Ihr hinziehenden Schwäne und ihr anderen Wasservögel! Mit gefalteten Händen bitte ich euch: Ihr, die ihr vorauszieht, vergesst mich nicht! Wenn ihr bei Kannan, dem Herrn von Vaikuntha, mein Herz antrefft, sprecht von mir und fragt es: „Willst du noch immer nicht zu ihr zurückkehren? Ist das wirklich die rechte Güte?“

31
Ihr Wolken, die ihr zum heiligen Vengadam zieht, wo kostbares Gold und große Edelsteine in alle Richtungen aufleuchten und Blitze über die Gipfel fahren! Bitte ich euch, eine Botschaft auszurichten, so sagt ihr: „Wir wollen nicht.“ Würdet ihr euch wenigstens bewegen, wenn ich euch bäte, über meinem Haupt zu verweilen?

32
Ihr Wolken, sagt mir: Wie habt ihr das Glück erlangt, Tirumals heiligem Leib zu gleichen? Habt ihr diese Gnade durch eure mühevolle Askese erworben – indem ihr durch alle Himmelsräume wandert, gutes Wasser tragt und eure eigenen Körper leiden lasst, um den Lebewesen Leben zu schenken?

33
Mit eurem gnadenreichen heiligen Diskus führt ihr über den weiten Himmel und die Erde ein gerechtes Regiment, das finstere Taten vernichtet. Doch hier ist eine Frau: Verachtet ihr sie als unbedeutend? Oder meint ihr, sie gehöre nicht zu eurem Reich? Wir verstehen es nicht, Herr, der ihr auf der Schlange ruht! Ihre schöne Farbe wird zerstört.

34
„Es zerstört meinen Kreis!“, ruft sie zornig gegen das Meer und tritt voller Trotz mit ihren schönen kleinen Füßen nach den Wellen. Mal, ihr ganzes Herz verlangt nur danach, sich mit deinem kühlen, dicht geflochtenen Tulasi-Kranz zu schmücken. Ich weiß nicht, was du für diese bebende Frau zu tun gedenkst.

35
Der Westen ist eine Frau, die den Tag verloren hat und nun klagt; an ihrer Hüfte trägt sie die milchweiße junge Mondsichel wie ein Kind. In diesen Abend tritt ein kalter Nordwind ein und durchwühlt uns – als wollte er alles offenbaren, was denen widerfährt, deren Herz nach dem Tulasi Mals verlangt, der die Welt durchmaß.

36
Diese lange, alles umhüllende Finsternis lässt sich nicht durchdringen. Selbst jetzt, da eine endlos scheinende Nacht wie ein Weltalter anbricht, gibt er ihr seinen kühlen Kranz nicht. Er erbarmt sich nicht und denkt nicht: „Hier ist eine Frau in unablässigem, langem Schmerz.“ Ach, wie grausam ist der Herr, der die dicht gedrängten hohen Häuser Lankas zerstörte!

37
Dort ertönen die Trommeln von Viehräubern mit gebogenen Bogen, von jungen Männern mit schnellen Beinen, die grausam töten. Durch diese ringsum gefährliche Wildnis ist mein junges Reh gegangen – meine Tochter, deren Taille schon bei einer Berührung zu brechen scheint. Ich Unglückliche hatte sie nach langer Verehrung von Kannans weiten Lotusfüßen empfangen.

38
Ist dies die Frucht ihrer Askese? Sie entgingen den Herden wilder Tiere, gelangten aus eigener Kraft in große Teiche und standen viele Tage lang im Wasser. Nun gleichen die blauen Wasserlilien der Gestalt unseres Herrn, des Topftänzers, der die Welt durchmaß und tanzend Erde und Himmel erbeben ließ.

39
Wie weite Lotusteiche auf einem großen blauen Berg leuchten sie uns überall entgegen: die schönen Augen unseres Herrn. Er ist der Herr der von aufschäumenden Wassern umgebenen Erde, der Herr des Himmels und der Herr der Guten. Unser Herr von dunkler, herrlicher Gestalt – überall begegnet uns die Schönheit seiner Augen.

40
Der eine prächtige Elefant des Tages floh zwischen die Berge; nun erfüllen ganze Scharen dunkelblauer Nachtelefanten den Raum. Ihr schön Geschmückten, wann werden meine Angehörigen uns endlich ansehen und unser Haar mit dem passenden Tulasi schmücken – dem Tulasi des Gemahls der goldenen Herrin der Welt?

41
Den rauen Nordwind kennen wir seit jeher. Doch eine Hitze wie diese haben wir an ihm noch nie gesehen oder gespürt. Heute, da der Herr, der seinen Vogel zur Vernichtung der mächtigen Dämonen reitet, mir keine Gnade schenkt, verbreitet dieser harte Wind öffentlich meine Schande und bedrängt mich, als wolle er mich töten.

42
Wie ein großer Teich mit zartstieligen Lotusblüten, die ein heftiger Wind zugleich zur Seite neigt und offen hinlegt, leuchteten mir die weiten Augen unseres Herrn entgegen. Ich hatte mich vor seinen Füßen verneigt – den Füßen dessen, der zum Himmel emporwuchs, als sagte er: „Seht, Erde und Himmel reichen nicht aus, um meine Füße zu messen!“

43
Seine Augen sind rote Lotusblüten; seine Hände sind es ebenfalls, und seine Füße ebenso. Seine Farbe gleicht einem großen dunklen Berg. Doch lässt sich die Schönheit unseres Herrn überhaupt in Gedanken fassen? Sie geht über den Himmel und das Jenseits der Himmelswesen hinaus, über jede Grenze, die irgendein Wesen mit seinem unterscheidenden Verstand erreichen könnte.

44
Die um rechtes Handeln bemühten Gelehrten der Erkenntniswege mögen behaupten: „Seine erhabene Erscheinung, sein Name und seine Gestalt sind diese und jene.“ Doch überall steht er als die nahe, hohe, leuchtende Lampe der Erkenntnis. Niemand hat durch eigenes Bemühen die ganze Größe unseres Herrn erfasst.

45
Der große Eber hat seine weiten Lotusaugen jetzt zugleich auf uns gerichtet. Wird es noch jemanden geben, dem solches Glück wie uns widerfährt? Wir werden in der ursprünglichen Fülle leben. Kann der Kreislauf der Geburten nun überhaupt noch in unsere Nähe gelangen? Sprich, mein argloses Herz – sei gesegnet!

46
Wer sein Herz als gefügig und als eigenen Besitz betrachtet und es mit einem Auftrag fortschickt, sollte sich gut überlegen, ob er es wirklich ziehen lässt. Ich sandte meines zu den Füßen des Herrn, der die breite Brust des Goldnamigen aufriss. Dort wurde es eigensinnig; es verließ mich und streift bis heute fern von mir umher.

47
Der Nordwind streift umher; der Mond schöpft loderndes Feuer und gießt es aus. Auch das geschieht! Wenn sie Kannans Himmel verehrt, gleiten ihre Muschelarmreifen herab. Um den kühlen Tulasi willen breitet sich die Farbe der Blässe über ihren ganzen Leib aus. Was soll aus meinem zarten Mädchen werden?

48
Was kann ein Wurm von der Welt sehen, der in einer Wunde eines schwachen Leibes lebt und sich nur innerhalb dieser Wunde bewegt? Was habe ich schon gelernt, um Tirumal zu besingen, der selbst mich dazu brachte, von ihm zu sprechen? Und doch gilt seit alters selbst der Laut einer Eidechse als bedeutungsvolle Aussage.

49
Schon früher haben wir viele dichte Nächte gesehen; aber eine Finsternis wie diese haben wir weder je erlebt noch davon gehört. Du mit der leuchtenden Stirn, schön wie die Erde, die unser Herr verschlang, wieder hervorbrachte und regierte – der Herr mit dem von dunklen Bienen besuchten Tulasi, Madhusudana und Damodara!

50
Wagenlenker, treibe jetzt an! Unser Wagen muss sie schnell erreichen, damit die schöne Farbe ihrer leuchtenden Stirn nicht blass wird. Fahre zu dem großen Berg, an dem Wasserfälle wie weiße Perlenschnüre von einer hohen Krone bis zum Boden niedergehen – zu jenem Berg des vorzüglichen Herrn, an dem es von Honigfülle klingt.

51
Unser wunderbarer Herr quirlt das Meer mit einem Berg als Quirl und einer Schlange als Seil. Doch das Meer ruft, als wolle es den damals hervorgekommenen Nektar gar nicht zurück, sondern diese Muschelarmreifen, die die Fischer uns gegen Bezahlung gaben. Es scheint den duftenden Tulasi als Helfer zu nehmen und um sein Erbteil zu streiten, es abzuwägen und fortzunehmen.

52
Mit den weißen Händen seiner Wellen ruft das dunkle Meer und trägt die Frau mit dem blütenhaften Mund und den regenfeuchten Augen zum Schlangenlager. Die Erdfrau ruft zum Himmel empor und klagt. Von ihren Bergen, den Brüsten, fließen Ströme herab wie Tränen aus ihren regenschweren Augen: „Tirumal ist grausam!“

53
Diese Frau mit den von einem Brustband umschlossenen Brüsten leidet an einer edlen göttlichen Krankheit: Sie kommt vom höchsten Herrn der Himmelswesen und gehört keinem anderen Gott. Bringt etwas von seinem göttlichen, kühlen Tulasi herbei – eine Girlande, ein Blatt, einen frischen Zweig, eine Wurzel oder selbst die Erde, in der er gewachsen ist – und fächelt ihr damit zu.

54
Ihr Bienen, die ihr mich zu den makellosen Lotusfüßen unseres Herrn bringen könnt! Mit euren schwingenden Flügeln fliegt ihr dahin; der Himmel ist euch leicht erreichbar. Sprecht dort, wie es sich gehört, und zieht weiter! Sprecht zu unserem Herrn, dem Herrn der Himmelswesen, der nach Butter greift und sich dabei so verhält, dass die Menschen ihn schelten.

55
Ihr Bienen, kommt her! Ihr genießt Blüten auf dem Wasser, auf dem Boden und an den Bäumen und zieht trunken umher. Ich möchte euch etwas fragen: Gibt es in dieser weiten Welt Blüten, die einen Duft verströmen wie das Haar dieser Frau? Sie gleicht dem Vaikuntha des Herrn, der als Eber die Erde hob und ihren Staub aufwirbelte.

56
Freundin, wir haben einen Ort der Rettung gefunden und sind gerettet; wir brauchen uns nicht mehr zu fürchten. Das geschah durch die heilige Gnade, die der Herr uns sandte, der die weite Welt verschlang. Ein kühler Südwind kam, von keinem Menschen neben uns bemerkt, und berührte meine Sinne mit der süßen, honigreichen Frische seines schönen Tulasi.

57
Die beiden Lotusblüten kämpfen gegen die Ohrringe; von einer Ranke zurückgehalten, wandern sie umher und blicken wie Speere. Sie gleichen dem bewegten Meer, das Kannans Hand aufwühlte und das daraufhin Nektar hervorbrachte. Wer gesehen hat, wie diese Augen mich aufwühlten, wird mich gewiss nicht tadeln.

58
Ein einziger seiner Füße bedeckte die ganze Erde; der andere breitete sich aus und erfüllte den gesamten Himmel mit seinem schützenden Schatten. Im weiten Weltall erstrahlt der Unvergleichliche als Licht der Erkenntnis, das sich aus eigener Kraft überall ausbreitet. Was bleibt hier noch zu ermessen für Kannan, dessen Augen Lotusblüten gleichen, die aus dem Schlamm erblühen?

59
Unermessliche Nächte, Weltaltern gleich, dehnen sich noch weiter aus durch die große Liebe im Herzen zu seinem kühlen Tulasi. Meine Tochter mit dem breiten, jasminweißen Lächeln, dem roten Mund und den vollen Brüsten sagt nur: „Madhusudana, Herr des reichen Landes, das vom großen, anschwellenden Meer umgeben ist!“ Was habe ich Unglückliche getan!

60
Ihre Brüste sind noch nicht voll entwickelt; ihr dichtes, blumengeschmücktes Haar ist noch kurz. Das Gewand sitzt noch nicht richtig an ihrer Hüfte, ihre Zunge spricht noch undeutlich. Ihre leuchtenden Augen scheinen Meer und Erde als Preis aufzuwiegen. Ist sie schon alt genug, um die Worte zu lernen: „Der Berg unseres Herrn – Tiru Vengadam“?

61
Steht es in unserer Macht, ihn mit Worten zu beschreiben? Er ist der Herr der uralten Himmelswesen, derjenige, vor dem sich die Herren aller Herren verneigen. Mit nur zwei Schritten durchmaß er die ganze Welt, ohne auch nur einen winzigen Zwischenraum auszulassen. Eben dieser unser Herr kam und erschien unter dem Hirtenvolk.

62
Selbst wenn sie es ein wenig anfleht, hat das dunkle Meer kein Mitleid mit der Frau, die hier leidet. Herausfordernd donnert es: „Zum Kampf!“ Ihre Standhaftigkeit lässt sich nun allein durch deine heilige Gnade bewahren. Ist das gerecht, du Wolkenfarbener, der du auf dem Schlangenlager ruhst?

63
Rötlich leuchten sie, mit einem kühlen Blick; sie gleichen einem weiten Teich voller sanfter Lotusblüten im himmlischen Land. Diese Augen und das heilige Antlitz Kannans, Tirumals, sind in meine Gedanken eingetreten, nachdem ich mich in ihn verliebte. Nun wohnen sie bei mir, seinem Diener.

64
Die Götter auf Erden verehren seine beiden heiligen Füße, die die Welt durchmaßen, mit den Worten des Rigveda und weichen dabei nicht vom rechten Verfahren ab. Auch wir haben die Worte seines heiligen Namens gelernt – betrübt über uns selbst und über unser ungestümes, von unseren Taten gehemmtes Verlangen, wie Menschen, die aus Mangel an reifen Früchten in unreife beißen.

65
Diese Augen haben es gelernt, die Augen der Rehe und die Schönheit der Blüten zu übertreffen. Sie üben sich in mancherlei Vorhaben und streiten mit den Ohren. Sie haben die heiligen Füße des Herrn erreicht, der die ganze Welt verschlang und wieder hervorbrachte – und sie doch nicht erreicht. Als schimmernde Augen verzehren sie uns.

66
Diese roten Wasserlilien wurden zu den Augen der Frau, die Vaikuntha gleicht, dem Reich unseres Herrn, der Feuer, Wasser, Wind, Raum und Erde ist. Sie wurden zu meinem Leben, mir Unglücklichem! Von solcher Art ist ihr Glanz, dass sie selbst den Gedanken all jener Yogis gegenwärtig werden, die wach bleiben, ohne zu essen und zu schlafen.

67
Man nennt sie dunkle Wasserlilien, blaue Blumen, Speere, Fische und noch vieles mehr. Doch ihre Kraft übersteigt das Maß eines Lebens. Es sind die beiden Blüten, die dieser schwanengleichen Frau als Augen dienen – ihr, die dem Vengadam Madhavas, Govindas, verbunden ist, des Herrn mit dem großen mächtigen Vogel, der die Dämonen vernichtete.

68
Die festen Konrai-Bäume haben nicht bloß geblüht. Sie haben Girlanden und goldene Blütenkränze aufgehängt und ein bis zur Erde reichendes Laubdach errichtet. Du, die du Vaikuntha gleichst, dem Reich unseres Herrn, der die meerumgebene Erde durchschritt: Sie haben sich in regnerischer Fülle geschmückt, um die Rückkehr deines Geliebten zu empfangen.

69
Wie ein dunkler Stier, der vor dem Glanz eines roten Stieres zurückwich und nun zum siegreichen Kampf wiederkehrt, tritt der armselige Abend heran. Wird der große Herr, der das geschenkte Wasser empfing und die ganze Erde durchmaß, dir seine Gnade verweigern? Du mit den jungen, vom Brustband gehaltenen Brüsten, sorge dich nicht um deine Armreifen!

70
Weil ich nach dem duftenden, dicht gebundenen Kranz aus kühlem Tulasi auf dem Haupt unseres himmlischen Herrn mit dem runden heiligen Diskus verlange, kommt diese Nacht und lässt mich erblassen. Sie steht da, länger als Tage, Monate, Jahre und Weltalter, um uns zu quälen. Diese eine Nacht ist zu tausend Weltaltern geworden.

71
Ich habe doch gar nicht gesagt: „Er ist es, der durch die Weltalter hindurch die sieben Welten verschlang.“ Ich sah nur eine Frucht und sagte, ihre Farbe sei wie das tiefe Meer. Da sagt die Mutter: „Wie schlau sie ist! Sie hat die Farbe dessen beschrieben, der die Welt verschlang.“ Freundinnen, sagt mir: Was führt unsere Mutter mit mir im Schilde?

72
Mag das junge Mondkind die feste schwarze Masse dieser endlosen Nacht durchschneiden, die mich umgibt! Mein Herz neigt sich nur vor den Tulasi-Blüten; ich bin eine einsame Frau. Ist das die Weise, wie meine schöne Farbe heute weiterleben soll? Der Mond ist erschienen, als wolle er mich mit seiner Kraft zugrunde richten.

73
Der weiße Mond ist eine himmlische Kuh, die die ganze Welt mit heller Mondlichtmilch tränkt; der Abend lässt diese Milch in voller Fülle strömen. Der Herr trägt den feurig kämpfenden Diskus, der der Sonnenscheibe gleicht, und schützt die sieben Welten. Entspricht es seiner edlen Art, dass ich, eine einsame Frau, so erschöpft dahinsinke?

74
Auf einem Bett von Wellen, die ermüden, brechen und wieder heranrollen, schließt er seine langen heiligen Augen und erwacht wieder. Er verschlingt die Welt; er hebt den großen Berg mit einem Ruck empor, sodass alle seine Kraft erkennen. Der kleine frische Südwind hat sich am Tulasi seiner Krone sattgetrunken. Ach, jetzt kommt er und streift hier umher!

75
Ihr mit dem strahlenden Gesicht, den grausamen gebogenen Bogen und den beweglichen Fischen, deren leuchtende Pfeile mein Leben durchdringen! Sagt: Ist eure Heimat Vaikuntha, wo die Diener des Herrn wohnen, oder diese Erde? Euer Herr ruht auf den Wellen des Meeres, das gekrümmte Muscheln gegeneinanderstößt und nach ihnen duftet.

76
Mein argloses Herz, du denkst an die schöne, kühle Tulasi-Girlande dessen, der sich ausdehnte und die ganze Welt durchmaß. Ist es da verwunderlich, dass der weiße Mond sich für unsere hellen Armreifen wie Gift ausbreitet? Er lässt ja auch die großen Blüten des herrlichen Lotus sich schließen, während er die zarten Wasserlilien zum Erblühen bringt.

77
Das junge Mondkind klagt. Der niedrige Abend besetzt beschämt das blutrote Schlachtfeld, auf dem sein König samt seinem Zepter gefallen ist. Nun ist er erschienen und bedrängt uns, um uns unsere schöne Farbe zu nehmen – mit dem Tulasi unseres himmlischen Herrn als Verbündetem, der Lanka im Süden zum schrecklichen Schlachtfeld machte.

78
Dass er den quälenden Naraka vernichtete und mit großer Kraft Banas feste Arme abhieb: Solche Macht und Größe vermögen wir nicht gebührend zu beschreiben. Uns blieben nur die Leiden, die das zarte Herz uns hinterließ, als es fortging – das Herz, das nach dem blühenden Tulasi des Herrn dahinschmilzt, dessen strahlende Gestalt einem dunklen Berg gleicht.

79
Wer allein ihn verehrt, ist selbst den Bewohnern des Himmels überlegen: ihn, den Herrn des Veda mit der weißen heiligen Schnur, den von den Himmelswesen gepriesenen Gebieter, den Ursprungslosen, der die Welt verschlingt, dessen Füße sie durchmessen – den kühl Erquickenden, der gnädig auf dem Schlangenlager im Milchmeer ruht.

80
Wie ein irdischer König, der einige Tage ruhmreich sein Zepter führte und dann verging, ist die Sonne verschwunden. Großer König, der du die Erde durchmessen hast! König unseres Himmels! Einziger König, der du uns verlassen und getäuscht hast! Erbarme dich: Nun kommt die Finsternis und fällt über uns her.

81
Begreifen diese Mütter nicht, was hier geschieht? Haben sie dieses Mädchen nicht unter wirklichen Schmerzen geboren? Sie stecken keinen Tulasi in ihr Haar und erwägen auch nicht, sie zum uralten Vengadam zu bringen. So sitzt sie da, während ihr Leib und ihr zartes Leben von Feuer ergriffen werden.

82
Wie zwei glühend rote Sonnen, die zugleich im Spalt des östlichen Berges aufgehen, entfalten sich die Augen unseres Herrn. Wird für Menschen wie uns daraus ebenfalls sengendes Feuer hervorgehen, wie es auf die Dämonen niederfällt? Sagt es! Ist es deshalb, dass die ganze Welt nun bleich geworden ist?

83
Der Anril-Vogel mit seinem klagenden Ruf ruht auf dem weichen Nest in der Palme vor dem Haus. Ihr zarter Leib aber trocknet mehr und mehr aus. Ihr schwaches Leben stammelt immer wieder den Namen des Wolkenfarbenen. Werden all diese Leiden jemals nachlassen? Ich weiß nicht, ob dieses Mädchen noch zu retten ist.

84
Wo sich Scharen edler Frauen versammeln, wo ehrwürdige Männer bei Festen zusammenkommen – überall sehne ich mich danach, dich mit dem goldenen Diskus und der weißen Muschel in den Händen zu sehen. Du Dunkelfarbener! Mein Edelstein, meine Perle, mein Rubin!

85
Der Abend stößt mit goldglänzendem Licht gegen die Finsternis, als würfen Affen mit Rubinen nach ihr. Du Rubin, der du die Welt durchmessen hast! Mein Smaragd! Du lauteres Gold, dem niemand gleichkommt! Mein Leben, das Leben deines Dieners, sucht bei dir Zuflucht.

86
Du befreitest Hara einst von der Speise aus der übelriechenden Schädelschale, dem Haupt des lotusgeborenen Brahma. Du führst Diskus und Muschel als Waffen. Und doch ließest du dich wegen der Butter von der Hirtin mit festen Stricken schlagen. Was soll ich von dir sagen, unser Herr? Wie soll ich meine Klage aussprechen?

87
Der Anril-Vogel mit dem geöffneten Schnabel klagt mit voller Stimme; das Meer ruft tief, seine Wogen dringen in die blumenreichen Wasserläufe ein. Sie besingen die Schönheit deiner rechtsgewundenen Muschel. Tirumal, ist es recht, diese glückverheißende Frau so zu behandeln, dass die ganze Welt darüber lärmt und ihr die Schuld gibt?

88
Der Meru gleicht Tirumals Gestalt; die rote Sonne an diesem Meru gleicht dem heiligen Diskus in Tirumals Hand. Wenn wir solches sehen, reden wir nur noch von seiner Gestalt und seinen Kennzeichen. Uns hat eine große Liebe zu Tirumal ergriffen. Wie könnten uns da noch böse Taten erreichen?

89
Er ist tödliches Gift für schlechte Taten und süßer Nektar für gute. Er ist der Gemahl der Göttin auf der Lotusblüte; der starke Hirte, der sich nicht scheut, in einfacher Stellung die Kühe zu hüten; der Held, der einst mit zwei Schritten die Welt überschritt. Wann werde ich unserem Herrn begegnen?

90
Weil ich dich erreichen und deine heiligen Füße auf meinem Haupt tragen möchte, sehe ich immer wieder auf dieses wunderliche Leiden im vergänglichen Leib und auf seine völlig unbeständige Verfassung. Vater, dessen Diskus die Scharen der Dämonen zerstreut! Dabei scheint dieses uralte Weltalter um kein bisschen kürzer zu werden.

91
Mein dienendes Herz liebt keinen anderen als diesen großen Meister wunderbarer Listen: den Dieb, der nach der Butter im aufgehängten Gefäß griff; den mit dem großen Bauch, der die ganze Welt auf einmal verschlang; den, der als kleiner Zwerg zu Mahabali ging und ihn freundlich um drei Schritte Land bat.

92
Die Himmelswesen berühren mit ihren Füßen die Erde und verneigen sich vor dir: „Lass die große, weitläufige Stadt der erbarmungslosen Dämonen im Meer in langem Feuer brennen!“ Ist es denn nicht möglich, wenigstens einen kleinen Teil deiner Gestalt zu sehen – jeden Tag, am Abend und am Morgen?

93
Die räuberischen Scharen der Nacht, die am Morgen vor der heißen Sonne geflohen waren, breiten sich abends, wenn sie untergeht, wieder über die Erde aus. Obwohl die Menschen das sehen, tauchen sie am Morgen nicht in den guten Strom der Erkenntnis ein, bringen keine Blüten dar, lassen ihre Zunge Mal nicht preisen und bedenken seine dunkle Gestalt nicht.

94
Dein dunkler Leib und deine roten Lotusaugen: Die Kenner des Veda vermögen dich wahrhaft zu besingen und deine heiligen Füße auf ihrem Haupt zu tragen. „Wie die Kühe auf dem Heimweg zum Dorf muhen, so muht auch die blinde Kuh“, sagt man. Ebenso habe auch ich gesprochen. Was könnte ich, dein Diener, sonst sagen?

95
Die Seele tritt in irgendeinen Leib ein, wird dort gebunden und wieder losgebunden und irrt seit alters in feiner Daseinsform weiter. Darum will ich Tirumal verehren, der mir Mutter und Vater ist: Er befreit mich von meinem hartnäckigen Vorsatz, mich an irgendetwas anderes zu klammern und mich dadurch von ihm zu entfernen.

96
Du hast viele Wege der Verehrung geschaffen und viele Religionen, die wegen unterschiedlicher Auffassungen miteinander streiten. In jeder hast du vielerlei Gottheiten geschaffen und deine Gestalt in ihnen ausgebreitet. Du, dem niemand gleichkommt: Ich will mein Verlangen nach dir erwachen lassen.

97
Geboren werden und wieder fallen, fallen und erneut aufstehen, während unzählige Weltalter vergehen – wer dies immer wieder sieht, kann nur darüber erschauern. Die Scharen der Unsterblichen verehren und umgeben den ursprünglichen Mal. Kann es Schlaf für die Augen derer geben, deren Liebe danach verlangt, ihn ganz zu schauen und darin aufzugehen?

98
Um das endlose Leid wiederholter Geburt zu beseitigen, dem selbst die wachsamen Weisen und alle anderen unterliegen, erscheint der eine große Herr, der auch unter den Himmelswesen auf niemanden angewiesen ist. Sein Wunder lässt sich mit dem Herzen nicht ganz erfassen. Und doch fasst man es in das scheinbar niedrige Wort: „Er isst gestohlene Butter.“

99
Mag es auch als ein niedriges Wort gelten! Ich kenne kein höheres Gut als den Herrn der Erkenntnis: Er hob als Eber die ganze von brandenden Wellen umgebene Welt empor. Er ist der Herr der himmlischen Wesen bei den großen wunscherfüllenden Bäumen, der anderen Wesen und überhaupt aller.

100
Maran aus Kurugur, der Stadt, die die Guten preisen, trägt die Füße derer als Kranz auf seinem Haupt, die Tirumals heilige Namen kennen. Er hat diese hundert wortreichen Verse als Girlande seiner Bitte dargebracht. Wer sie beherrscht, wird nicht in den trügerischen Sumpf versinken, in den Schlamm der schweren, leidvollen Taten und der Geburt in der Welt des wunderbaren Herrn.

Abschlussformel
Die heiligen Füße Nammalvars sind meine Zuflucht.

Vollständiger Text in tamilischer Schrift

Die folgenden 100 Strophen enthalten alle 400 Verszeilen. Der vorangestellte Lobvers und die abschließende Verehrungsformel stehen zusätzlich dabei.

Lakshmi, im Tiruviruttam auch Tiru genannt, ist untrennbar mit der Gegenwart des göttlichen Geliebten verbunden.

Vorangestellter Lobvers
தனியன்
கிடாம்பியாச்சான் அருளிச்செய்தது
கருவிருத் தக்குழி நீத்தபின் காமக் கடுங்குழிவீழ்ந்து,
ஒருவிருத் தம்புக் குழலுறு வீர்.உயி ரின்பொருள்கட்கு,
ஒருவிருத் தம்புகு தாமல் குருகையர் கோனுரைத்த,
திருவிருத் தத்தோ ரடிகற் றிரீர்திரு நாட்டகத்தே.

1
பொய்ந்நின்ற ஞானமும் பொல்லா வொழுக்கும் அழுக்குடம்பும்,
இந்நின்ற நீர்மை இனியா முறாமை, உயிரளிப்பான்
எந்நின்ற யோனியு மாய்ப்பிறந் தாயிமை யோர்தலைவா.
மெய்நின்று கேட்டரு ளாய்,அடியேன்செய்யும் விண்ணப்பமே.

2
செழுநீர்த் தடத்துக் கயல்மிளிர்ந் தாலொப்ப, சேயரிக்கண்
அழுநீர் துளும்ப அலமரு கின்றன, வாழியரோ
முழுநீர் முகில்வண்ணன் கண்ணன்விண்ணாட்டவர் மூதுவராம்
தொழுநீ ரிணையடிக் கே,அன்பு சூட்டிய சூழ்குழற்கே.

3
குழல்கோ வலர்மடப் பாவையும் மண்மக ளும்திருவும்,
நிழல்போல் வனர்கண்டு நிற்குங்கொல் மீளுங்கொல், தண்ணந்துழாய்
அழல்போ லடும்சக்க ரத்தண்ணல் விண்ணோர் தொழக்கடவும்
தழல்போல் சினத்த,அப் புள்ளின்பின் போன தனிநெஞ்ச் கமே.

4
தனிநெஞ்சம் முன்னவர் புள்ளே கவர்ந்தது, தண்ணந்துழாய்க்
கினிநெஞ்ச் க மிங்குக் கவர்வது யாமிலம், நீநடுவே
முனிவஞ்சப் பேய்ச்சி முலைசுவைத் தான்முடி சூடுதுழாய்ப்
பனிநஞ்ச மாருத மே,எம்ம தாவி பனிப்பியல்வே?

5
பனிபியல் வாக வுடையதண் வாடை,இக் காலமிவ்வூர்
பனிபியல் வெல்லாம் தவிர்ந்தெரி வீசும், அந் தண்ணந்துழாய்
பனிப்புயல் சோரும் தடங்கண்ணி மாமைத்தி றத்துக்கொலாம்
பனிப்புயல் வண்ணண்,செங் கோலொரு நான்று தடாவியதே?

6
தடாவிய அம்பும் முரிந்த சிலைகளும் போகவிட்டு,
கடாயின கொண்டொல்கும் வல்லியீ தேனும், அசுரர்மங்கக்
கடாவிய வேகப் பறவையின் பாகன் மதனசெங்கோல்
நடாவிய கூற்றங்கண் டீர்,உயிர் காமின்கள் ஞாலத்துள்ளே.

7
ஞாலம் பனிப்பச் செரித்து,நன் நீரிட்டுக் கால்சிதைந்து
நீலவல் லேறு பொராநின்ற வான மிது,திருமால்
கோலம் சுமந்து பிரிந்தார் கொடுமை குழறுதண்பூங்
காலங்கொ லோவறி யேன்,வினை யாட்டியேன் காண்கின்றவே?

8
காண்கின் றனகளும் கேட்கின் றனகளும் காணில்,இந்நாள்
பாண்குன்ற நாடர் பயில்கின் றன,இதெல் லாமறிந்தோம்
மாண்குன்ற மேந்திதண் மாமலை வேங்கடத் தும்பர்நம்பும்
சேண்குன்றம் சென்று,பொருள்படைப் பான்கற்ற திண்ணனவே.

9
திண்பூஞ் சுடர்நுதி நேமியஞ் செல்வர்,விண் ணாடனைய
வண்பூ மணிவல்லி யாரே பிரிபவர் தாம்,இவையோ
கண்பூங் கமலம் கருஞ்சுட ராடிவெண் முத்தரும்பி
வண்பூங் குவளை, மடமான் விழிக்கின்ற மாயிதழே.

10
மாயோன் வடதிரு வேங்கட நாட,வல் லிக்கொடிகாள்.
நோயோ வுரைக்கிலும் கேட்கின்றி லீருரை யீர் நுமது
வாயோ அதுவன்றி வல்வினை யேனும் கிளியுமெள்கும்
ஆயோ அடும்தொண்டை யோ, அறை யோவி தறிவரிதே.

11
அரியன யாமின்று காண்கின்றன,கண்ணன் விண்ணனையாய்.
பெரியன காதம் பொருட்கோபிரிவெனெ, ஞாலமெய்தற்
குரியென வெண்முத்தும் பைம்பொன்னு மேந்தியொ ரோகுடங்கைப்
பெரியென கெண்டைக் குலம்,இவை யோவந்து பேர்கின்றவே?

12
பேர்கின் றதுமணி மாமை, பிறங்கியள் ளல்பயலை
ஊர்கின் றதுகங்குல் ஊழிகளே,இதெல் லாமினவே
ஈர்கின்ற சக்கரத் தெம்பெருமான்கண்ணன் தண்ணந்துழாய்
சார்கின்ற நன்னெஞ்சி னார்,தந்து போன் தனிவளமே.

13
தனிவளர் செங்கோல் நடாவு, தழல்வாய் அரசவியப்
பனிவளர் செங்கோ லிருள்வீற் றிருந்தது, பார்முழுதும்
துனிவளர் காதல் துழாயைத் துழாவுதண் வாடைதடிந்
தினிவளை காப்பவ ரார்,எனை யூழிக ளீர்வனவே.

14
ஈர்வன வேலுமஞ் சேலும், உயிர்மேல் மிளிர்ந்திவையோ
பேர்வன வோவல்ல தெய்வநல் வேள்கணை, பேரொளியே
சோர்வன நீலச் சுடர்விடும் மேனியம் மான்விசும்பூர்
தேர்வன, தெய்வமன் னீரகண் ணோவிச் செழுங்கயலே?

15
கயலோ நுமகண்கள்? என்று களிறு வினவிநிற்றீர்,
அயலோர் அறியிலு மீதென்ன வார்த்தை, கடல்கவர்ந்த
புயலோ டுலாம்கொண்டல் வண்ணன் புனவேங் கடத்தெம்மொடும்
பயலோ விலீர்,கொல்லைக் காக்கின்ற நாளும் பலபலவே.

16
பலபல வூழிக ளாயிடும், அன்றியோர் நாழிகையைப்
பலபல கூறிட்ட கூறாயிடும்,கண்ணன் விண்ணனையாய்.
பலபல நாளன்பர் கூடிலும் நீங்கிலும் யாம்மெலிதும்
பலபல சூழ லுடைத்து,அம்ம வாழியிப் பாயிருளே.

17
இருள்விரிந் தாலன்ன மாநீர்த் திரைகொண்டு வாழியரோ
இருள்பிரிந் தாரன்பர் தேர்வழி தூரல், அரவணைமேல்
இருள்விரி நீலக் கருநாயிறுசுடர் கால்வதுபோல்
இருள்விரி சோதிப், பெருமா னுறையு மெறிகடலே.

18
கடல்கொண் டெழுந்தது வானம்அவ் வானத்தை யன்றிச்சென்று
கடல்கொண் டெழுந்த வதனாலிது,கண்ணன் மண்ணும்விண்ணும்
கடல்கொண் டெழுந்தவக் காலங்கொலோ புயற் காலங்கொலோ.
கடல்கொண்ட கண்ணீர், அருவிசெய் யாநிற்கும் காரிகையே.

19
காரிகை யார்நிறை காப்பவர் யாரென்று, கார்கொண்டின்னே
மாரிகை யேறி அறையிடும் காலத்தும், வாழியரோ
சாரிகைப் புள்ளர்அந் தண்ணந் துழாயிறை கூயருளார்
சேரிகை யேரும், பழியா விளைந்தென் சின்மொழிக்கே.

20
சின்மொழி நோயோ கழிபெருந் தெய்வம்,இந் நோயினதென்
றின்மொழி கேட்க்கு மிளந்தெய்வ மன்றிது வேல.நில்நீ
என்மொழி கேண்மினென் அம்மனை மீர் உல கேழுமுண்டான்
சொல்மொழி, மாலயந் தண்ணந்துழாய்கொண்டு சூட்டுமினே.

21
சூட்டுநன் மாலைகள் தூயனவேந்தி,விண் ணோர்கள்நன்னீர்
ஆட்டியந் தூபம் தராநிற்க வேயங்கு,ஓர் மாயையினால்
ஈட்டிய வெண்ணை தொடுவுண்ணப் போந்திமி லேற்றுவன்கூன்
கோட்டிடை யாடினை கூத்துஅட லாயர்தம் கொம்பினுக்கே.

22
கொம்பார் தழைகை சிறுநா ணெறிவிலம் வேட்டைகொண்டாட்
டம்பார் களிறு வினவுவ தையர்புள் ளூரும்கள்வர்
தம்பா ரகத்தென்று மாடா தனதம்மில் கூடாதன
வம்பார் வினாச்சொல்ல வோ,எம்மை வைத்ததிவ் வான்புனத்தே?

23
புனமோ புனத்தய லேவழி போகும் அருவினையேன் ,
மனமோ மகளிர்நுங் காவல்சொல் லீர்,புண்ட ரீகத்தங்கேழ்
வனமோ ரனையகண் ணான்கண்ணன் வானா டமரும்தெய்வத்
தினமோ ரனையீர்க ளாய்,இவை யோம் இயல்புகளே?

24
இயல்வா யினவஞ்ச நோய்கொண் டுலாவும், ஓரோகுடங்கைக்
கயல்பாய் வனபெரு நீர்க்கண்கள் தம்மொடும், குன்றமொன்றால்
புயல்வா யினநிரை காத்தபுள் ளூர்திகள் ளூரும்துழாய்க்
கொயல்வாய் மலர்மேல், மனத்தொடென் னாங்கொலெம் கோல்வளைக்கே?

25
எங்கோல் வளைமுத லா,கண்ணன் மண்ணும்விண் ணும்அளிக்கும்
செங்கோல் வளைவு விளைவிக்கும் மால்,திறல் சேரமர்
தங்கோ னுடையதங் கோனும்ப ரெல்லா யவர்க்கும்தங்கோன்
நங்கோ னுகக்கும் துழாய்,எஞ்செய் யாதினி நானிலத்தே ?

26
நானிலம் வாய்க்கொண்டு நன்னீ ரறமென்று கோதுகொண்ட,
வேனிலஞ் செல்வன் சுவைத்துமிழ் பாலை, கடந்தபொன்னே.
கால்நிலந் தோய்ந்துவிண் ணோர்தொழும் கண்ணன்வெஃ காவுதுஅம்பூந்
தேனிளஞ் சோலையப் பாலது, எப் பாலைக்கும் சேமத்ததே.

27
சேமம்செங் கோனரு ளே,செருவாரும்நட் பாகுவரென்
றேமம் பெறவையம் சொல்லும்மெய்யே,பண்டெல் லாம்மறைகூய்
யமங்க டோ றெரி வீசும்நங் கண்ணனந் தண்ணந்துழாய்த்
தாமம் புனைய,அவ் வாடையீ தோவந்து தண்ணென்றதே.

28
தண்ணந் துழாய்வளை கொள்வது யாமிழப் போம், நடுவே
வண்ணம் துழாவியோர் வாடை யுலாவும்,வள் வாயலகால்
புள்நந் துழாமே பொருநீர்த் திருவரங் கா.அருளாய்
எண்ணந் துழாவு மிடத்து,உள வோபண்டும் இன்னன்னவே?

29
இன்னன்ன தூதெம்மை ஆளற்றப் பட்டிரந் தாளிவளென்று
அன்னன்ன சொல்லாப் பெடையொடும் போய்வரும், நீலமுண்ட
மின்னன்ன மேனிப் பெருமா னுலகில்பெண் தூதுசெல்லா
அன்னன்ன நீர்மைகொ லோ, குடிச்சீர்மையி லன்னங்களே .

30
அன்னம்செல் வீரும்வண் டானம்செல்வீரும் தொழுதிரந்தேன்
முன்னம்செல் வீர்கள் மறவேல்மினோகண்ணன் வைகுந்தனோ
டென்னெஞ்சி னாரைக்கண் டாலென்னைச் சொல்லி அவரிடைநீர்
இன்னஞ்செல் லீரோ, இதுவோ தகவென் றிசைமின்களே .

31
இசைமின்கள் தூதென் றிசைத்தா லிசையிலம், என்தலைமேல்
அசைமின்க ளென்றா லசையிங்கொலாம்,அம்பொன் மாமணிகள்
திசைமின் மிளிரும் திருவேங்கடத்துவன் தாள்சிமயம்
மிசைமின் மிளிரிய போவான் வழிக் கொண்ட மேகங்களே .

32
மேகங்க ளோ.உரை யீர், திருமால்திரு மேனியொக்கும்
யோகங்க ளுங்களுக் கெவ்வாறு பெற்றீர், உயிரளிப்பான்
மாகங்க ளெல்லாம் திரிந்துநன்னீர்கள் சுமந்துநுந்தம்
ஆகங்கள் நோவ, வருந்தும் தவமாம் அருள்பெற்றதே?

33
அருளார் திருச்சக் கரத்தால் அகல்விசும் பும்நிலனும்
இருளார் வினைகெடச் செங்கோல் நடாவுதிர், ஈங்கோர்பெண்பால்
பொருளோ எனுமிகழ் வோ?இவற்றின்புறத் தாளென்றெண்ணோ?
தெருளோம் அரவணை யீர்,இவள் மாமை சிதைக்கின்றதே.

34
சிதைக்கின்ற தாழியென் றாழியைச் சீறி,தன் சீறடியால்
உதைக்கின்ற நாயகந் தன்னொடும் மாலே, உனதுதண்தார்
ததைக்கின்ற தண்ணந் துழாயணி வானது வேமனமாய்ப்
பதைக்கின்ற மாதின் திறத்துஅறியேஞ்செயற் பாலதுவே.

35
பால்வாய்ப் பிறைப்பிள்ளை ஒக்கலைக் கொண்டு, பகலிழந்த
மேல்பால் திசைப்பெண் புலம்புறு மாலை, உலகளந்த
மால்பால் துழாய்க்கு மனமுடை யார்க்குநல் கிற்றையெல்லாம்
சோல்வான் புகுந்து,இது வோர்பனி வாடை துழாகின்றதே.

36
துழாநெடுஞ் சூழிரு ளென்று,தன் தண்தா ரதுபெயரா
எழாநெடு வூழி யெழுந்தவிக் காலத்தும், ஈங்கிவளோ
வழாநெடுந் துன்பத்த ளென்றிரங் காரம்ம னோ.இலங்கைக்
குழாநெடு மாடம், இடித்த பிரானார் கொடுமைகளே .

37
கொடுங்கால் சிலையர் நிரைகோ ளுழவர், கொலையில்வெய்ய
கடுங்கால் இளைஞர் துடிபடும் கவ்வைத்து, அருவினையேன்
நெடுங்கால மும்கண்ணன் நீண்மலர்ப் பாதம் பரவிப் பெற்ற
தொடுங்கா லொசியு மிடை, இள மாஞ்சென்ற சூழ்கடமே.

38
கடமா யினகள் கழித்து,தம் கால்வன்மை யால்பலநாள்
தடமா யினபுக்கு நீர்நிலை நின்ற தவமிதுகொல்,
குடமாடி யிம்மண்ணும் விண்ணும் குலுங்க வுலகளந்து
நடமா டியபெரு மான்,உரு வொத்தன நீலங்களே.

39
நீலத் தடவரை மேல்புண்ட ரீக நெடுந்தடங்கள்
போல, பொலிந்தெமக் கெல்லா விடத்தவும், பொங்குமுந்நீர்
ஞாலப் பிரான்விசும் புக்கும் பிரான்மற்றும் நல்லோர்பிரான்
கோலம் கரிய பிரான்,எம்பிரான்கண்ணின் கோலங்களே.

40
கோலப் பகற்களி றொன்றுகற் புய்ய, குழாம்விரிந்த
நீலக்கங் குற்களி றெல்லாம் நிறைந்தன, நேரிழையீர் .
ஞாலப்பொன் மாதின் மணாளன் துழாய்நங்கள் சூழ்குழற்கே
ஏலப் புனைந்தென்னை மார்,எம்மை நோக்குவ தென்றுகொலோ.

41
என்றும்புன் வாடை யிதுகண்டறிதும்,இவ் வாறுவெம்மை
ஒன்றுமுருவும் சுவடும் தெரியிலம், ஓங்கசுரர்
பொன்றும் வகைபுள்ளை யூர்வான் அருளரு ளாதவிந்நாள்
மன்றில் நிறைபழி தூற்றி, நின்றென்னைவன் காற்றடுமே.

42
வன்காற் றறைய ஒருங்கே மறிந்து கிடந்தலர்ந்த,
மென்காற் கமலத் தடம்போற் பொலிந்தன, மண்ணும்விண்ணும்
என்காற் களவின்மை காண்மினென் பானொத்து வான்நிமிர்ந்த
தன்கால்பணிந்தவென் பால்,எம்பிரான தடங்கண்களே.

43
கண்ணும்செந் தாமரை கையு மவைஅடி யோஅவையே,
வண்ணம் கரியதோர் மால்வரை போன்று, மதிவிகற்பால்
விண்ணும் கடந்தும்பர் அப்பால்மிக் குமற்றெப் பால்எவர்க்கும்
எண்ணு மிடத்தது வோ, எம்பிரான தெழில்நிறமே?

44
நியமுயர் கோலமும் பேரும் உருவும் இவையிவையென்று,
அறமுயல் ஞானச் சமயிகள் பேசிலும், அங்கங்கெல்லாம்
உறவுயர் ஞானச் சுடர்விளக் காய்நின்ற தன்றியொன்றும்
பெறமுயன் றாரில்லை யால், எம்பி ரான்றன் பெருமையையே.

45
பெருங்கேழ லார்தம் பெருங்கண் மலர்ப்புண்ட ரீகம்நம்மேல்
ஒருங்கே பிறழவைத் தாரிவ்வ காலம், ஒருவர்நம்போல்
வரும்கேழ் பவருள ரே?தொல்லை வாழியம் சூழ்பிறப்பும்
மருங்கே வரப்பெறு மே, சொல்லுவாழி மடநெஞ்சமே.

46
மடநெஞ்ச மென்றும் தமதென்றும், ஓர்கரு மம்கருதி,
விடநெஞ்சை யுற்றார் விடவோ அமையும்,அப் பொன்பெயரோன்
தடநெஞ்சம் கீண்ட பிரானார் தமதடிக் கீழ்விடப்போய்த்
திடநெஞ்ச மாய்,எம்மை நீத்தின்று தாறும் திரிகின்றதே.

47
திரிகின் றதுவட மாருதம், திங்கள்வெந் தீமுகந்து
சொரிகின் றதுஅது வும்அது கண்ணன்விண் ணூர்தொழவே
சரிகின் றதுசங்கம் தண்ணந்து ழாய்க்குவண் ணம்பயலை
விரிகின் றதுமுழு மெய்யும்,என் னாங்கொலென் மெல்லியற்கே?

48
மெல்லிய லாக்கைக் கிருமி, குருவில் மிளிர்தந்தாங்கே
செல்லிய செல்கைத் துலகையென் காணும்,என் னாலும்தன்னைச்
சொல்லிய சூழல் திருமா லவன்கவி யாதுகற்றேன்?
பல்லியின் சொல்லும்சொல் லாக்கொள்வ தோவுண்டு பண்டுபண்டே.

49
பண்டும் பலபல வீங்கிருள் காண்டும்,இப் பாயிருள்போல்
கண்டு மறிவதும் கேட்பதும் யாமிலம், காளவண்ண
வண்டுண் துழாய்ப்பெரு மான்மது சூதனன் தாமோதரன்
உண்டும் உமிழ்ந்தும் கடாய, மண் ணேரன்ன ஒண்ணுதலே.

50
ஒண்ணுதல் மாமை ஒளிபயவாமை, விரைந்துநந்தேர்
நண்ணுதல் வேண்டும் வலவ கடாகின்று, தேன்நவின்ற
வண்முதல் நாயகன் நீள்முடிவெண்முத்த வாசிகைத்தாய்
மண்முதல் சேர்வுற்று, அருவிசெய்யாநிற்கும் மாமலைக்கே.

51
மலைகொண்டு மத்தா அரவால் சுழற்றிய மாயப்பிரான்.
அலைகண்டு கொண்ட அமுதம்கொள்ளாது கடல்,பரதர்
விலைகொண்டு தந்தசங் கம்இவை வேரித் துழாய்துணையாத்
துலைகொண்டு தாயம் கிளர்ந்து,கொள்வானொத் தழைக்கின்றதே.

52
அழைக்கும் கருங்கடல் வெண்திரைக் கைகொண்டு போய்,அலர்வாய்
மழைக்கண் மடந்தை அரவணை யேற, மண் மாதர்விண்வாய்
அழைத்துப் புலம்பி முலைமலை மேல்நின்றும் ஆறுகளாய்
மழைக்கண்ண நீர்,திரு மால்கொடியானென்று வார்கின்றதே.

53
வாரா யினமுலை யாளிவள் வானோர் தலைமகனாம்,
சேரா யினதெய்வ நன்னோ யிது,தெய்வத் தண்ணந்துழாய்த்
தாரா யினும்தழை யாயினும் தண்கொம்ப தாயினும்கீழ்
வேரா யினும்,நின்ற மண்ணாயினும்கொண்டு வீசுமினே.

54
வீசும் சிறகால் பறத்திர், விண்ணாடுநுங் கட்கெளிது
பேசும் படியன்ன பேசியும் போவது, நெய்தொடுவுண்
டேசும் படியன்ன செய்யுமெம் மீசர்விண் ணோர்பிரானார்
மாசின் மலரடிக் கீழ்,எம்மைச் சேர்விக்கும் வண்டுகளே

55
வண்டுக ளோ.வம்மின் நீர்ப்பூ நிலப்பூ மரத்திலொண்பூ,
உண்டுகளித்துழல் வீர்க்கொன்றுரைக்கியம், ஏனமொன்றாய்
மண்துக ளாடிவை குந்தமன்னாள்குழல் வாய்விரைபோல்
விண்டுகள் வாரும், மலருள வோம் வியலிடத்தே?

56
வியலிட முண்ட பிரானா விடுத்த திருவருளால்,
உயலிடம் பெற்றுய்ந்தம் அஞ்சலம் தோழி,ஓர் தண்தென்றல்வந்
தயலிடை யாரும் அறிந்திலர் அம்பூந் துழாயினின்தேன்
புயலுடை நீர்மையி னால், தடவிற்றென் புலன்கலனே.

57
புலக்குண் டலப்புண்ட ரீகத்த போர்க்கொண்டை, வல்லியொன்றால்
விலக்குண் டுலாகின்று வேல்விழிக் கின்றன, கண்ணன் கையால்
மலக்குண் டமுதம் சுரந்த மறிகடல் போன்றவற்றால்
கலக்குண்ட நான்றுகண் டார்,எம்மை யாரும் கழறலரே.

58
கழல்தலம் ஒன்றே நிலமுழு தாயிற்று, ஒருகழல்போய்
நிழல்தர எல்லா விசும்பும் நிறைந்தது, நீண்ட அண்டத்து
உழறலர் ஞானச் சுடர்விளக் காயுயர்ந் தோரையில்லா
அழறலர் தாமரைக் கண்ணன், என்னோவிங் களக்கின்றதே?

59
அளப்பருந் தன்மைய ஊழியங் கங்குல்,அந் தண்ணந்துழாய்க்கு
உளப்பெருங் காதலில் நீளிய வாயுள, ஓங்குமுந்நீர்
வளப்பெரு நாடன் மதுசூ தனனென்னும் வல்வினையேன்
தளப்பெரு நீண்முறு வல்,செய்யவாய தடமுலையே.

60
முலையோ முழுமுற்றும் போந்தில, மொய்பூங் குழல்குறிய
கலையோ அரையில்லை நாவோகுழறும், கடல்மண்ணெல்லாம்
விலையோ எனமிளி ருங்கண் ணிவள்பர மே.பெருமான்
மலையோ திருவேங் கடமென்று கற்கின்றா வாசகமே?

61
வாசகம் செய்வது நம்பரமே?, தொல்லை வானவர்தம்
நாயகன் நாயக ரெல்லாம் தொழுமவன், ஞாலமுற்றும்
வேயக மாயினும் சோரா வகையிரண் டேயடியால்
தாயவன், ஆய்க்குல மாய்வந்து தோன்றிற்று நம்மிறையே.

62
இறையோ இரக்கினும் ஈங்கோர்பெண்டால்,என வும்மிரங்காது,
அறையோ. எனநின் றதிரும் கருங்கடல், ஈங்க்கிவள்தன்
நிறையோ இனியுன் திருவருளாலன்றிக் காப்பரிதால்
முறையோ, அரவணை மேல்பள்ளி கொண்ட முகில்வண்ணனே.

63
வண்ணம் சிவந்துள வானாடமரும் குளிர்விழிய,
தண்மென் கமலத் தடம்போல் பொலிந்தன, தாமிவையோ
கண்ணன் திருமால் திருமுகந் தன்னொடும் காதல்செய்தேற்
கெண்ணம் புகுந்து,அடி யேனொடிக் கால மிருகின்றதே.

64
இருக்கார் மொழியால் நெறியிழுக்காமை, உலகளந்த
திருத்தா ளிணைநிலத் தேவர் வணங்குவர், யாமும் அவா
ஒருக்கா வினையொடும் எம்மொடும் நொந்து கனியின்மையின்
கருக்காய் கடிப்பவர் போல், திருநாமச்சொல் கற்றனமே.

65
கற்றுப் பிணைமலர்க் கண்ணின் குலம்வென்று,ஓ ரோகருமம்
உற்றுப் பயின்று செவியொடு சாவி, உலகமெல்லாம்
முற்றும் விழுங்க்கி யுமிழ்ந்த பிரானார் திருவடிக்கீழ்
உற்றும் உறாதும், மிளீர்ந்தகண் ணாயெம்மை உண்கின்றவே.

66
உண்ணா துறங்கா துணர்வுறும் எத்தனை யோகியர்க்கும்
எண்ணாய் மிளிரும் இயல்பினவாம்,எரி நீர்வளிவான்
மண்ணா கியவெம் பெருமான்றனதுவை குந்தமன்னாள்
கண்ணாய் அருவினை யேன், உயிராயின காவிகளே.

67
காவியும் நீலமும் வேலும் கயலும் பலபலவென்று,
ஆவியின் தன்மை அளவல்ல பாரிப்பு, அசுரர்செற்ற
மாவியம் புள்வல்ல மாதவன் கோவிந்தன் வேங்கடம்சேர்
தூவியம் பேடையன் னாள்,கண்களாய துணைமலரே.

68
மலர்ந்தே யொழிலிந்தில மாலையும் மாலைபொன் வாசிகையும்
புலந்தோய் தழைப்பந்தர் தண்டுற நாற்றி, பொருகடல்சூழ்
நிலந்தா வியவெம் பெருமான் தனதுவை குந்தமன்னாய்.
கலந்தார் வரவெதிர் கொண்டு,வன் கொன்றைகள் கார்த்தனவே.

69
காரேற் றிருள்செகி லேற்றின் சுடருக் குளைந்து, வெல்வான்
போரேற் றெதிர்ந்தது புன்தலை மாலை, புவனியெல்லாம்
நீரேற் றளந்த நெடிய பிரானரு ளாவிடுமே?
வாரேற் றிளமுலை யாய், வருந்தேலுன் வளைத்திறமே.

70
வளைவாய்த் திருச்சக் கரத்தெங்கள் வானவ னார்முடிமேல்,
தளைவாய் நறுங்கண்ணித் தண்ணந் துழாய்க்குவண் ணம்பயலை,
விளைவான் மிகவந்து நாள்திங்க ளாண்டூழி நிற்கவெம்மை
உளைவான் புகுந்து,இது வோர்கங்குல் ஆயிரம் ஊழிகளே.

71
ஊழிக ளாயுல கேழுமுண் டானென் றிலம்,பழங்கண்டு
ஆழிக ளாம்பழ வண்ணமென் றேற்க்கு,அஃ தேகொண்டன்னை
நாழிவ ளோவெனும் ஞாலமுண் டான்வண்ணம் சொல்லிற்றென்னும்
தோழிக ளோ.உரை யீர், எம்மை அம்மனை சூழ்கின்றவே.

72
சூழ்க்கின்ற கங்குல் சுருங்கா இருளின் கருந்திணிம்பை,
போழ்கின்ற திங்களம் பிள்ளையும் போழ்க, துழாய்மலர்க்கே
தாழ்கின்ற நெஞ்சத் தொருதமி யாட்டியேன் மாமைக்கின்று
வாழ்கின்ற வாறிது வோ,வந்து தோன்றிறு வாலியதே.

73
வால்வெண் ணிலவுல காரச் சுரக்கும்வெண் திங்களென்னும்,
பால்விண் சுரவி சுரமுதிர் மாலை, பரிதிவட்டம்
போலும் சுடரட லாழிப்பி ரான்பொழில் ஏழளிக்கும்
சால்பின் தகைமைகொ லாம், தமியாடி தளர்ந்ததுவே?

74
தளர்ந்தும் முறிந்தும் வருதிரைப் பாயல், திருநெடுங்கண்
வளர்ந்தும் அறிவுற்றும் வையம் விழுங்கியும், மால்வரையைக்
கிளர்ந்தும் அறிதரக் கீண்டெடுத் தான்முடி சூடுதுழாய்
அளைந்துண் சிறுபசுந் தென்றல்,அந் தோவந் துலாகின்றதே.

75
உலாகின்ற கெண்டை ஒளியம்பு,எம்ஆவியை ஊடுருவக்
குலாகின்ற வெஞ்சிலை வாண்முகத் தீர்,குனி சங்கிடறிப்
புலாகின்ற வேலைப் புணரியம் பள்ளியம் மானடியார்
நிலாகின்ற வைகுந்த மோ,வைய மோம் நிலையிடமே?

76
இடம்போய் விரிந்திவ் வுலகளந் தானெழி லார்தண்டுழாய்,
வடம்போ தினையும் மடநெஞ்ச மே,நங்கள் வெள்வளைக்கே
விடம்போல் விரித லிதுவியப் பேவியன் தாமரையின்
தடம்போ தொடுங்க,மெல் லாம்பல் அலர்விக்கும் வெண்திங்களே.

77
திங்களம் பிள்ளை புலம்பத்தன் செங்கோ லரசுபட்ட
செங்களம் பற்றிநின் றெள்குபுன் மாலை,தென் பாலிலங்கை
வெங்களம் செய்தனம் விண்ணோர் பிரானார் துழாய்துணையா
நங்களை மாமைகொள் வான்,வந்துதோன்றி நலிகின்றதே.

78
நலியும் நரகனை வீட்டிற்றும், வாணன்திண் டோ ள்துணித்த
வலியும் பெருமையும் யாஞ்சொல்லும் நீர்த்தல்ல, மைவரைபோல்
பொலியும் உருவில் பிரானார் புனைபூந் துழாய்மலர்க்கே
மெலியும் மடநெஞ்சி நார்,தந்து போயின வேதனையே.

79
வேதனை வெண்புரி நூலனை, விண்ணோர் பரவநின்ற
நாதனை ஞாலம் விழுங்கும் அநாதனை, ஞாலம்தத்தும்
பாதனைப் பாற்கடல் பாம்பணை மேல்பள்ளி கொண்டருளும்
சீதனை யேதொழு வார்,விண்ணு ளாரிலும் சேரியரே.

80
சீரர சாண்டுதன் செங்கோல் சிலநள் செலீஇக்கழிந்த,
பாரர சொத்து மறைந்தது நாயிறு, பாரளந்த
பேரர சே.எம் விசும்பர சே.எம்மை நீத்துவஞ்சித்த
ஓரர சே.அரு ளாய்,இருளாய்வந் துறுகின்றதே.

81
உருகின்ற கன்மங்கள் மேலான ஓர்ப்பில ராய்,இவளைப்
பெருகின்ற தாயர்மெய்ந் நொந்து பெறார்கொல் துழாய்குழல்வாய்த்
துறுகின் றிலர்தொல்லை வேங்கட மாட்டவும் சூழ்கின்றிலர்
இருகின்ற தாலிவ ளாகம்,மெல் லாவி எரிகொள்ளவே.

82
எரிகொள்செந் நாயி றிரண்டுட னேயுத யம்மலைவாய்,
விரிகின்ற வண்ணத்த எம்பெருமான்கண்கள், மீண்டவற்றுள்
எரிகொள்செந் தீவீழ் அசுரரைப் போலஎம் போலியர்க்கும்
விரிவசொல் லீரிது வோ,வைய முற்றும் விளரியதே?

83
விளரிக் குரலன்றில் மென்படை மேகின்ற முன்றில்பெண்ணை,
முளரிக் குரம்பை யிதுவிது வாக, முகில்வண்ணன்பேர்
கிளரிக் கிளரிப் பிதற்றும்மெல் லாவியும் நைவுமெல்லாம்
தளரில் கொலோவறி யேன், உய்யலாவதித் தையலுக்கே.

84
தையல்நல் லார்கள் குழாங்கள் குழிய குழுவினுள்ளும்,
ஐயநல் லார்கள் குழிய விழவினும், அங்கங்கெல்லாம்
கையபொன் னாழிவெண் சங்கொடும் காண்பான் அவாவுவன்நான்
மையவண் ணா.மணியே,முத்த மே.என்றன் மாணிக்கமே.

85
மாணிக்கங் கொண்டு குரங்கெறி வொத்திரு ளோடுமுட்டி,
ஆணிப்பொன் னன்ன சுடர்படு மாலை, உலகளந்த
மாணிக்க மே.என் மரகத மே.மற்றொப் பாரையில்லா
ஆணிப்பொன் னே,அடி யேனுடை யாவி யடைக்கலமே.

86
அடைக்கலத் தோங்கு கமலத் தலரயன் சென்னியென்னும்,
முடைக்கலத் தூண்முன் அரனுக்கு நீக்கியை, ஆழிசங்கம்
படைக்கலம் ஏந்தியை வெண்ணெய்க்கன் றாய்ச்சிவன் தாம்புகளால்
புடைக்கலந் தானை,எம் மானையென் சொல்லிப் புலம்புவனே?

87
புலம்பும் கனகுரல் போழ்வாய அன்றிலும், பூங்கழிபாய்ந்
தலம்பும் கனகுரல் சூழ்திரை யாழியும், ஆங்கவைநின்
வலம்புள் ளதுநலம் பாடு மிதுகுற்ற மாகவையம்
சிலம்பும் படிசெய்வ தே,திரு மால்இத் திருவினையே?

88
திருமால் உருவொக்கும் மேரு,அம் மேருவில் செஞ்சுடரோன்
திருமால் திருக்கைத் திருச்சக் கரமொக்கும், அன்னகண்டும்
திருமால் உருவோ டவஞ்சின்ன மேபிதற் றாநிற்பதோர்
திருமால் தலைக்கொண்ட நங்கட்கு, எங் கேவரும் தீவினையே?

89
தீவினை கட்கரு நஞ்சினை நல்வினைக் கின்னமுதை,
பூவினை மேவிய தேவி மணாளனை, புன்மையெள்காது
ஆவினை மேய்க்கும்வல் லாயனை அன்றுல கீரடியால்
தாவின ஏற்றையெம் மானைஎஞ் ஞான்று தலைப்பெய்வனே?

90
தலைப்பெய்து யானுன் திருவடி சூடுந் தகைமையினால்,
நீலைபெய்த ஆக்கைக்கு நோற்றவிம் மாயமும், மாயம்செவ்வே
நிலைப்பெய் திலாத நிலைமையுங் காண்டோ றசுரர்குழாம்
தொலைப்பெய்த நேமியெந் தாய்,தொல்லை யூழி சுருங்கலதே.

91
சுருங்குறி வெண்ணை தொடுவுண்ட கள்வனை, வையமுற்றும்
ஒருங்குர வுண்ட பெருவயிற் றாளனை, மாவலிமாட்டு
இருங்குறள் ஆகி இசையவோர் மூவடி வேண்டிச்சென்ற
பெருங்கிறி யானையல் லால்,அடி யேன்நெஞ்சம் பேணலதே.

92
பேணல மில்லா அரக்கர்முந் நீர பெரும்பதிவாய்,
நீணகர் நீளெரி வைத்தரு ளாயென்று, நீன்னைவிண்ணோர்
தாணிலந் தோய்ந்து தொழுவர்நின் மூர்த்திபல் கூற்றிலொன்று
காணலு மாங்கொலன் றே,வைகல் மாலையுங் காலையுமே.

93
காலைவெய் யோற்குமுன் னோட்டுக் கொடுத்தகங் குற்குறும்பர்
மாலைவெய் யோன்பட வையகம் பாவுவர், அன்னகண்டும்
காலைநன் ஞானத் துறைபடிந் தாடிக்கண் போது,செய்து
மாலைநன் னாவில்கொள் ளார்,நினை யாரவன் மைப்படியே.

94
மைப்படி மேனியும் செந்தா மரைக்கண்ணும் வைதிகரே,
மெய்ப்படி யலுன் திருவடி சூடும் தகைமையினார்,
எப்படி யூர மிலைக்கக் குருட்டா மிலைக்குமென்னும்
அப்படி யானும்சொன் னேன்,அடி யேன்மற்று யாதென்பனே?

95
யாதானு மோராக் கையில்புக்கு,அங் காப்புண்டும் ஆப்பவிழ்ந்தும்
மூதாவி யில்தடு மாறும் உயிர்முன்ன மே,அதனால்
யாதானும் பற்றிநீங் கும்விரதத்தைநல் வீடுசெய்யும்
மாதா வினைப்பிது வை,திரு மாலை வணங்குவனே.

96
வணங்கும் துறைகள் பலபல ஆக்கி, மதிவிகற்பால்
பிணங்கும் சமயம் பலபல ஆக்கி, அவையவைதோ
றணங்கும் பலபல ஆக்கிநின் மூர்த்தி பரப்பிவைத்தாய்
இணங்குநின் னோரையில் லாய்,நின்கண் வேட்கை எழுவிப்பனே.

97
எழுவதும் மீண்டே படுவதும் பட்டு,எனை யூழிகள்போய்க்
கழிவதும் கண்டுகண் டெள்கலல் லால்,இமை யோர்கள்குழாம்
தொழுவதும் சூழ்வதும் செய்தொல்லை மாலைக்கண் ணாரக்கண்டு
கழிவதோர் காதலுற் றார்க்கும்,உண் டோ கண்கள் துஞ்சுதலே?

98
துஞ்சா முனிவரும் அல்லா தவருந் தொடரநின்ற,
எஞ்சாப் பிறவி இடர்கடி வான்,இமை யோர்தமக்கும்
தஞ்சார்வி லாத தனிப்பெரு மூர்த்திதன் மாயம்செவ்வே
நெஞ்சால் நினைப்பரி தால்,வெண்ணெயூணென்னும் ஈனச்சொல்லே.

99
ஈனச்சொல் லாயினு மாக, எறிதிரை வையம்முற்றும்
ஏனத் துருவாய் இடந்தபி ரான்,இருங் கற்பகம்சேர்
வானத் தவர்க்குமல் லாதவர்க் கும்மற்றெல் லாயவர்க்கும்
ஞானப் பிரானையல் லாலில்லை நான் கண்ட நல்லதுவே

100
நல்லார் நவில்குரு கூர்நக ரான்,திரு மால்திருப்பேர்
வல்லார் அடிக்கண்ணி சூடிய மாறன்விண் ணப்பஞ்செய்த
சொல்லார் தொடையலிந்நூறும்வல் லார்அழுந் தார்பிறப்பாம்
பொல்லா அருவினை மாயவன் சேற்றள்ளல் பொய்ந்நிலத்தே

Abschlussformel
நம்மாழ்வார் திருவடிகளே சரணம்

Vollständiger Text in Umschrift

Die Umschrift folgt dem tamilischen Text vollständig und zeilenweise. Lange Vokale und die besonderen tamilischen Konsonanten bleiben unterschieden. Sie unterstützt das Mitlesen; für den gesprochenen Klang ist eine kundige tamilische Stimme eine wertvolle Begleitung.

Vorangestellter Lobvers
taṉiyaṉ
kiṭāmpiyāccāṉ aruḷicceytatu
karuvirut takkuḻi nīttapiṉ kāmak kaṭuṅkuḻivīḻntu,
oruvirut tampuk kuḻaluṟu vīr.uyi riṉporuḷkaṭku,
oruvirut tampuku tāmal kurukaiyar kōṉuraitta,
tiruvirut tattō raṭikaṟ ṟirīrtiru nāṭṭakattē.

1
poynniṉṟa ñāṉamum pollā voḻukkum aḻukkuṭampum,
inniṉṟa nīrmai iṉiyā muṟāmai, uyiraḷippāṉ
enniṉṟa yōṉiyu māyppiṟan tāyimai yōrtalaivā.
meyniṉṟu kēṭṭaru ḷāy,aṭiyēṉceyyum viṇṇappamē.

2
ceḻunīrt taṭattuk kayalmiḷirn tāloppa, cēyarikkaṇ
aḻunīr tuḷumpa alamaru kiṉṟaṉa, vāḻiyarō
muḻunīr mukilvaṇṇaṉ kaṇṇaṉviṇṇāṭṭavar mūtuvarām
toḻunī riṇaiyaṭik kē,aṉpu cūṭṭiya cūḻkuḻaṟkē.

3
kuḻalkō valarmaṭap pāvaiyum maṇmaka ḷumtiruvum,
niḻalpōl vaṉarkaṇṭu niṟkuṅkol mīḷuṅkol, taṇṇantuḻāy
aḻalpō laṭumcakka rattaṇṇal viṇṇōr toḻakkaṭavum
taḻalpōl ciṉatta,ap puḷḷiṉpiṉ pōṉa taṉineñc kamē.

4
taṉineñcam muṉṉavar puḷḷē kavarntatu, taṇṇantuḻāyk
kiṉineñc ka miṅkuk kavarvatu yāmilam, nīnaṭuvē
muṉivañcap pēycci mulaicuvait tāṉmuṭi cūṭutuḻāyp
paṉinañca māruta mē,emma tāvi paṉippiyalvē?

5
paṉipiyal vāka vuṭaiyataṇ vāṭai,ik kālamivvūr
paṉipiyal vellām tavirnteri vīcum, an taṇṇantuḻāy
paṉippuyal cōrum taṭaṅkaṇṇi māmaitti ṟattukkolām
paṉippuyal vaṇṇaṇ,ceṅ kōloru nāṉṟu taṭāviyatē?

6
taṭāviya ampum murinta cilaikaḷum pōkaviṭṭu,
kaṭāyiṉa koṇṭolkum valliyī tēṉum, acurarmaṅkak
kaṭāviya vēkap paṟavaiyiṉ pākaṉ mataṉaceṅkōl
naṭāviya kūṟṟaṅkaṇ ṭīr,uyir kāmiṉkaḷ ñālattuḷḷē.

7
ñālam paṉippac cerittu,naṉ nīriṭṭuk kālcitaintu
nīlaval lēṟu porāniṉṟa vāṉa mitu,tirumāl
kōlam cumantu pirintār koṭumai kuḻaṟutaṇpūṅ
kālaṅko lōvaṟi yēṉ,viṉai yāṭṭiyēṉ kāṇkiṉṟavē?

8
kāṇkiṉ ṟaṉakaḷum kēṭkiṉ ṟaṉakaḷum kāṇil,innāḷ
pāṇkuṉṟa nāṭar payilkiṉ ṟaṉa,itel lāmaṟintōm
māṇkuṉṟa mēntitaṇ māmalai vēṅkaṭat tumparnampum
cēṇkuṉṟam ceṉṟu,poruḷpaṭaip pāṉkaṟṟa tiṇṇaṉavē.

9
tiṇpūñ cuṭarnuti nēmiyañ celvar,viṇ ṇāṭaṉaiya
vaṇpū maṇivalli yārē piripavar tām,ivaiyō
kaṇpūṅ kamalam karuñcuṭa rāṭiveṇ muttarumpi
vaṇpūṅ kuvaḷai, maṭamāṉ viḻikkiṉṟa māyitaḻē.

10
māyōṉ vaṭatiru vēṅkaṭa nāṭa,val likkoṭikāḷ.
nōyō vuraikkilum kēṭkiṉṟi līrurai yīr numatu
vāyō atuvaṉṟi valviṉai yēṉum kiḷiyumeḷkum
āyō aṭumtoṇṭai yō, aṟai yōvi taṟivaritē.

11
ariyaṉa yāmiṉṟu kāṇkiṉṟaṉa,kaṇṇaṉ viṇṇaṉaiyāy.
periyaṉa kātam poruṭkōpiriveṉe, ñālameytaṟ
kuriyeṉa veṇmuttum paimpoṉṉu mēntiyo rōkuṭaṅkaip
periyeṉa keṇṭaik kulam,ivai yōvantu pērkiṉṟavē?

12
pērkiṉ ṟatumaṇi māmai, piṟaṅkiyaḷ ḷalpayalai
ūrkiṉ ṟatukaṅkul ūḻikaḷē,itel lāmiṉavē
īrkiṉṟa cakkarat temperumāṉkaṇṇaṉ taṇṇantuḻāy
cārkiṉṟa naṉṉeñci ṉār,tantu pōṉ taṉivaḷamē.

13
taṉivaḷar ceṅkōl naṭāvu, taḻalvāy aracaviyap
paṉivaḷar ceṅkō liruḷvīṟ ṟiruntatu, pārmuḻutum
tuṉivaḷar kātal tuḻāyait tuḻāvutaṇ vāṭaitaṭin
tiṉivaḷai kāppava rār,eṉai yūḻika ḷīrvaṉavē.

14
īrvaṉa vēlumañ cēlum, uyirmēl miḷirntivaiyō
pērvaṉa vōvalla teyvanal vēḷkaṇai, pēroḷiyē
cōrvaṉa nīlac cuṭarviṭum mēṉiyam māṉvicumpūr
tērvaṉa, teyvamaṉ ṉīrakaṇ ṇōvic ceḻuṅkayalē?

15
kayalō numakaṇkaḷ? eṉṟu kaḷiṟu viṉaviniṟṟīr,
ayalōr aṟiyilu mīteṉṉa vārttai, kaṭalkavarnta
puyalō ṭulāmkoṇṭal vaṇṇaṉ puṉavēṅ kaṭattemmoṭum
payalō vilīr,kollaik kākkiṉṟa nāḷum palapalavē.

16
palapala vūḻika ḷāyiṭum, aṉṟiyōr nāḻikaiyaip
palapala kūṟiṭṭa kūṟāyiṭum,kaṇṇaṉ viṇṇaṉaiyāy.
palapala nāḷaṉpar kūṭilum nīṅkilum yāmmelitum
palapala cūḻa luṭaittu,amma vāḻiyip pāyiruḷē.

17
iruḷvirin tālaṉṉa mānīrt tiraikoṇṭu vāḻiyarō
iruḷpirin tāraṉpar tērvaḻi tūral, aravaṇaimēl
iruḷviri nīlak karunāyiṟucuṭar kālvatupōl
iruḷviri cōtip, perumā ṉuṟaiyu meṟikaṭalē.

18
kaṭalkoṇ ṭeḻuntatu vāṉamav vāṉattai yaṉṟicceṉṟu
kaṭalkoṇ ṭeḻunta vataṉālitu,kaṇṇaṉ maṇṇumviṇṇum
kaṭalkoṇ ṭeḻuntavak kālaṅkolō puyaṟ kālaṅkolō.
kaṭalkoṇṭa kaṇṇīr, aruvicey yāniṟkum kārikaiyē.

19
kārikai yārniṟai kāppavar yāreṉṟu, kārkoṇṭiṉṉē
mārikai yēṟi aṟaiyiṭum kālattum, vāḻiyarō
cārikaip puḷḷaran taṇṇan tuḻāyiṟai kūyaruḷār
cērikai yērum, paḻiyā viḷainteṉ ciṉmoḻikkē.

20
ciṉmoḻi nōyō kaḻiperun teyvam,in nōyiṉateṉ
ṟiṉmoḻi kēṭkku miḷanteyva maṉṟitu vēla.nilnī
eṉmoḻi kēṇmiṉeṉ ammaṉai mīr ula kēḻumuṇṭāṉ
colmoḻi, mālayan taṇṇantuḻāykoṇṭu cūṭṭumiṉē.

21
cūṭṭunaṉ mālaikaḷ tūyaṉavēnti,viṇ ṇōrkaḷnaṉṉīr
āṭṭiyan tūpam tarāniṟka vēyaṅku,ōr māyaiyiṉāl
īṭṭiya veṇṇai toṭuvuṇṇap pōntimi lēṟṟuvaṉkūṉ
kōṭṭiṭai yāṭiṉai kūttuaṭa lāyartam kompiṉukkē.

22
kompār taḻaikai ciṟunā ṇeṟivilam vēṭṭaikoṇṭāṭ
ṭampār kaḷiṟu viṉavuva taiyarpuḷ ḷūrumkaḷvar
tampā rakatteṉṟu māṭā taṉatammil kūṭātaṉa
vampār viṉāccolla vō,emmai vaittativ vāṉpuṉattē?

23
puṉamō puṉattaya lēvaḻi pōkum aruviṉaiyēṉ ,
maṉamō makaḷirnuṅ kāvalcol līr,puṇṭa rīkattaṅkēḻ
vaṉamō raṉaiyakaṇ ṇāṉkaṇṇaṉ vāṉā ṭamarumteyvat
tiṉamō raṉaiyīrka ḷāy,ivai yōm iyalpukaḷē?

24
iyalvā yiṉavañca nōykoṇ ṭulāvum, ōrōkuṭaṅkaik
kayalpāy vaṉaperu nīrkkaṇkaḷ tammoṭum, kuṉṟamoṉṟāl
puyalvā yiṉanirai kāttapuḷ ḷūrtikaḷ ḷūrumtuḻāyk
koyalvāy malarmēl, maṉattoṭeṉ ṉāṅkolem kōlvaḷaikkē?

25
eṅkōl vaḷaimuta lā,kaṇṇaṉ maṇṇumviṇ ṇumaḷikkum
ceṅkōl vaḷaivu viḷaivikkum māl,tiṟal cēramar
taṅkō ṉuṭaiyataṅ kōṉumpa rellā yavarkkumtaṅkōṉ
naṅkō ṉukakkum tuḻāy,eñcey yātiṉi nāṉilattē ?

26
nāṉilam vāykkoṇṭu naṉṉī raṟameṉṟu kōtukoṇṭa,
vēṉilañ celvaṉ cuvaittumiḻ pālai, kaṭantapoṉṉē.
kālnilan tōyntuviṇ ṇōrtoḻum kaṇṇaṉveḵ kāvutuampūn
tēṉiḷañ cōlaiyap pālatu, ep pālaikkum cēmattatē.

27
cēmamceṅ kōṉaru ḷē,ceruvārumnaṭ pākuvareṉ
ṟēmam peṟavaiyam collummeyyē,paṇṭel lāmmaṟaikūy
yamaṅka ṭō ṟeri vīcumnaṅ kaṇṇaṉan taṇṇantuḻāyt
tāmam puṉaiya,av vāṭaiyī tōvantu taṇṇeṉṟatē.

28
taṇṇan tuḻāyvaḷai koḷvatu yāmiḻap pōm, naṭuvē
vaṇṇam tuḻāviyōr vāṭai yulāvum,vaḷ vāyalakāl
puḷnan tuḻāmē porunīrt tiruvaraṅ kā.aruḷāy
eṇṇan tuḻāvu miṭattu,uḷa vōpaṇṭum iṉṉaṉṉavē?

29
iṉṉaṉṉa tūtemmai āḷaṟṟap paṭṭiran tāḷivaḷeṉṟu
aṉṉaṉṉa collāp peṭaiyoṭum pōyvarum, nīlamuṇṭa
miṉṉaṉṉa mēṉip perumā ṉulakilpeṇ tūtucellā
aṉṉaṉṉa nīrmaiko lō, kuṭiccīrmaiyi laṉṉaṅkaḷē .

30
aṉṉamcel vīrumvaṇ ṭāṉamcelvīrum toḻutirantēṉ
muṉṉamcel vīrkaḷ maṟavēlmiṉōkaṇṇaṉ vaikuntaṉō
ṭeṉṉeñci ṉāraikkaṇ ṭāleṉṉaic colli avariṭainīr
iṉṉañcel līrō, ituvō takaveṉ ṟicaimiṉkaḷē .

31
icaimiṉkaḷ tūteṉ ṟicaittā licaiyilam, eṉtalaimēl
acaimiṉka ḷeṉṟā lacaiyiṅkolām,ampoṉ māmaṇikaḷ
ticaimiṉ miḷirum tiruvēṅkaṭattuvaṉ tāḷcimayam
micaimiṉ miḷiriya pōvāṉ vaḻik koṇṭa mēkaṅkaḷē .

32
mēkaṅka ḷō.urai yīr, tirumāltiru mēṉiyokkum
yōkaṅka ḷuṅkaḷuk kevvāṟu peṟṟīr, uyiraḷippāṉ
mākaṅka ḷellām tirintunaṉṉīrkaḷ cumantununtam
ākaṅkaḷ nōva, varuntum tavamām aruḷpeṟṟatē?

33
aruḷār tiruccak karattāl akalvicum pumnilaṉum
iruḷār viṉaikeṭac ceṅkōl naṭāvutir, īṅkōrpeṇpāl
poruḷō eṉumikaḻ vō?ivaṟṟiṉpuṟat tāḷeṉṟeṇṇō?
teruḷōm aravaṇai yīr,ivaḷ māmai citaikkiṉṟatē.

34
citaikkiṉṟa tāḻiyeṉ ṟāḻiyaic cīṟi,taṉ cīṟaṭiyāl
utaikkiṉṟa nāyakan taṉṉoṭum mālē, uṉatutaṇtār
tataikkiṉṟa taṇṇan tuḻāyaṇi vāṉatu vēmaṉamāyp
pataikkiṉṟa mātiṉ tiṟattuaṟiyēñceyaṟ pālatuvē.

35
pālvāyp piṟaippiḷḷai okkalaik koṇṭu, pakaliḻanta
mēlpāl ticaippeṇ pulampuṟu mālai, ulakaḷanta
mālpāl tuḻāykku maṉamuṭai yārkkunal kiṟṟaiyellām
cōlvāṉ pukuntu,itu vōrpaṉi vāṭai tuḻākiṉṟatē.

36
tuḻāneṭuñ cūḻiru ḷeṉṟu,taṉ taṇtā ratupeyarā
eḻāneṭu vūḻi yeḻuntavik kālattum, īṅkivaḷō
vaḻāneṭun tuṉpatta ḷeṉṟiraṅ kāramma ṉō.ilaṅkaik
kuḻāneṭu māṭam, iṭitta pirāṉār koṭumaikaḷē .

37
koṭuṅkāl cilaiyar niraikō ḷuḻavar, kolaiyilveyya
kaṭuṅkāl iḷaiñar tuṭipaṭum kavvaittu, aruviṉaiyēṉ
neṭuṅkāla mumkaṇṇaṉ nīṇmalarp pātam paravip peṟṟa
toṭuṅkā lociyu miṭai, iḷa māñceṉṟa cūḻkaṭamē.

38
kaṭamā yiṉakaḷ kaḻittu,tam kālvaṉmai yālpalanāḷ
taṭamā yiṉapukku nīrnilai niṉṟa tavamitukol,
kuṭamāṭi yimmaṇṇum viṇṇum kuluṅka vulakaḷantu
naṭamā ṭiyaperu māṉ,uru vottaṉa nīlaṅkaḷē.

39
nīlat taṭavarai mēlpuṇṭa rīka neṭuntaṭaṅkaḷ
pōla, polintemak kellā viṭattavum, poṅkumunnīr
ñālap pirāṉvicum pukkum pirāṉmaṟṟum nallōrpirāṉ
kōlam kariya pirāṉ,empirāṉkaṇṇiṉ kōlaṅkaḷē.

40
kōlap pakaṟkaḷi ṟoṉṟukaṟ puyya, kuḻāmvirinta
nīlakkaṅ kuṟkaḷi ṟellām niṟaintaṉa, nēriḻaiyīr .
ñālappoṉ mātiṉ maṇāḷaṉ tuḻāynaṅkaḷ cūḻkuḻaṟkē
ēlap puṉainteṉṉai mār,emmai nōkkuva teṉṟukolō.

41
eṉṟumpuṉ vāṭai yitukaṇṭaṟitum,iv vāṟuvemmai
oṉṟumuruvum cuvaṭum teriyilam, ōṅkacurar
poṉṟum vakaipuḷḷai yūrvāṉ aruḷaru ḷātavinnāḷ
maṉṟil niṟaipaḻi tūṟṟi, niṉṟeṉṉaivaṉ kāṟṟaṭumē.

42
vaṉkāṟ ṟaṟaiya oruṅkē maṟintu kiṭantalarnta,
meṉkāṟ kamalat taṭampōṟ polintaṉa, maṇṇumviṇṇum
eṉkāṟ kaḷaviṉmai kāṇmiṉeṉ pāṉottu vāṉnimirnta
taṉkālpaṇintaveṉ pāl,empirāṉa taṭaṅkaṇkaḷē.

43
kaṇṇumcen tāmarai kaiyu mavaiaṭi yōavaiyē,
vaṇṇam kariyatōr mālvarai pōṉṟu, mativikaṟpāl
viṇṇum kaṭantumpar appālmik kumaṟṟep pālevarkkum
eṇṇu miṭattatu vō, empirāṉa teḻilniṟamē?

44
niyamuyar kōlamum pērum uruvum ivaiyivaiyeṉṟu,
aṟamuyal ñāṉac camayikaḷ pēcilum, aṅkaṅkellām
uṟavuyar ñāṉac cuṭarviḷak kāyniṉṟa taṉṟiyoṉṟum
peṟamuyaṉ ṟārillai yāl, empi rāṉṟaṉ perumaiyaiyē.

45
peruṅkēḻa lārtam peruṅkaṇ malarppuṇṭa rīkamnammēl
oruṅkē piṟaḻavait tārivva kālam, oruvarnampōl
varumkēḻ pavaruḷa rē?tollai vāḻiyam cūḻpiṟappum
maruṅkē varappeṟu mē, colluvāḻi maṭaneñcamē.

46
maṭaneñca meṉṟum tamateṉṟum, ōrkaru mamkaruti,
viṭaneñcai yuṟṟār viṭavō amaiyum,ap poṉpeyarōṉ
taṭaneñcam kīṇṭa pirāṉār tamataṭik kīḻviṭappōyt
tiṭaneñca māy,emmai nīttiṉṟu tāṟum tirikiṉṟatē.

47
tirikiṉ ṟatuvaṭa mārutam, tiṅkaḷven tīmukantu
corikiṉ ṟatuatu vumatu kaṇṇaṉviṇ ṇūrtoḻavē
carikiṉ ṟatucaṅkam taṇṇantu ḻāykkuvaṇ ṇampayalai
virikiṉ ṟatumuḻu meyyum,eṉ ṉāṅkoleṉ melliyaṟkē?

48
melliya lākkaik kirumi, kuruvil miḷirtantāṅkē
celliya celkait tulakaiyeṉ kāṇum,eṉ ṉālumtaṉṉaic
colliya cūḻal tirumā lavaṉkavi yātukaṟṟēṉ?
palliyiṉ collumcol lākkoḷva tōvuṇṭu paṇṭupaṇṭē.

49
paṇṭum palapala vīṅkiruḷ kāṇṭum,ip pāyiruḷpōl
kaṇṭu maṟivatum kēṭpatum yāmilam, kāḷavaṇṇa
vaṇṭuṇ tuḻāypperu māṉmatu cūtaṉaṉ tāmōtaraṉ
uṇṭum umiḻntum kaṭāya, maṇ ṇēraṉṉa oṇṇutalē.

50
oṇṇutal māmai oḷipayavāmai, viraintunantēr
naṇṇutal vēṇṭum valava kaṭākiṉṟu, tēṉnaviṉṟa
vaṇmutal nāyakaṉ nīḷmuṭiveṇmutta vācikaittāy
maṇmutal cērvuṟṟu, aruviceyyāniṟkum māmalaikkē.

51
malaikoṇṭu mattā aravāl cuḻaṟṟiya māyappirāṉ.
alaikaṇṭu koṇṭa amutamkoḷḷātu kaṭal,paratar
vilaikoṇṭu tantacaṅ kamivai vērit tuḻāytuṇaiyāt
tulaikoṇṭu tāyam kiḷarntu,koḷvāṉot taḻaikkiṉṟatē.

52
aḻaikkum karuṅkaṭal veṇtiraik kaikoṇṭu pōy,alarvāy
maḻaikkaṇ maṭantai aravaṇai yēṟa, maṇ mātarviṇvāy
aḻaittup pulampi mulaimalai mēlniṉṟum āṟukaḷāy
maḻaikkaṇṇa nīr,tiru mālkoṭiyāṉeṉṟu vārkiṉṟatē.

53
vārā yiṉamulai yāḷivaḷ vāṉōr talaimakaṉām,
cērā yiṉateyva naṉṉō yitu,teyvat taṇṇantuḻāyt
tārā yiṉumtaḻai yāyiṉum taṇkompa tāyiṉumkīḻ
vērā yiṉum,niṉṟa maṇṇāyiṉumkoṇṭu vīcumiṉē.

54
vīcum ciṟakāl paṟattir, viṇṇāṭunuṅ kaṭkeḷitu
pēcum paṭiyaṉṉa pēciyum pōvatu, neytoṭuvuṇ
ṭēcum paṭiyaṉṉa ceyyumem mīcarviṇ ṇōrpirāṉār
māciṉ malaraṭik kīḻ,emmaic cērvikkum vaṇṭukaḷē

55
vaṇṭuka ḷō.vammiṉ nīrppū nilappū marattiloṇpū,
uṇṭukaḷittuḻal vīrkkoṉṟuraikkiyam, ēṉamoṉṟāy
maṇtuka ḷāṭivai kuntamaṉṉāḷkuḻal vāyviraipōl
viṇṭukaḷ vārum, malaruḷa vōm viyaliṭattē?

56
viyaliṭa muṇṭa pirāṉā viṭutta tiruvaruḷāl,
uyaliṭam peṟṟuyntam añcalam tōḻi,ōr taṇteṉṟalvan
tayaliṭai yārum aṟintilar ampūn tuḻāyiṉiṉtēṉ
puyaluṭai nīrmaiyi ṉāl, taṭaviṟṟeṉ pulaṉkalaṉē.

57
pulakkuṇ ṭalappuṇṭa rīkatta pōrkkoṇṭai, valliyoṉṟāl
vilakkuṇ ṭulākiṉṟu vēlviḻik kiṉṟaṉa, kaṇṇaṉ kaiyāl
malakkuṇ ṭamutam curanta maṟikaṭal pōṉṟavaṟṟāl
kalakkuṇṭa nāṉṟukaṇ ṭār,emmai yārum kaḻaṟalarē.

58
kaḻaltalam oṉṟē nilamuḻu tāyiṟṟu, orukaḻalpōy
niḻaltara ellā vicumpum niṟaintatu, nīṇṭa aṇṭattu
uḻaṟalar ñāṉac cuṭarviḷak kāyuyarn tōraiyillā
aḻaṟalar tāmaraik kaṇṇaṉ, eṉṉōviṅ kaḷakkiṉṟatē?

59
aḷapparun taṉmaiya ūḻiyaṅ kaṅkul,an taṇṇantuḻāykku
uḷapperuṅ kātalil nīḷiya vāyuḷa, ōṅkumunnīr
vaḷapperu nāṭaṉ matucū taṉaṉeṉṉum valviṉaiyēṉ
taḷapperu nīṇmuṟu val,ceyyavāya taṭamulaiyē.

60
mulaiyō muḻumuṟṟum pōntila, moypūṅ kuḻalkuṟiya
kalaiyō araiyillai nāvōkuḻaṟum, kaṭalmaṇṇellām
vilaiyō eṉamiḷi ruṅkaṇ ṇivaḷpara mē.perumāṉ
malaiyō tiruvēṅ kaṭameṉṟu kaṟkiṉṟā vācakamē?

61
vācakam ceyvatu namparamē?, tollai vāṉavartam
nāyakaṉ nāyaka rellām toḻumavaṉ, ñālamuṟṟum
vēyaka māyiṉum cōrā vakaiyiraṇ ṭēyaṭiyāl
tāyavaṉ, āykkula māyvantu tōṉṟiṟṟu nammiṟaiyē.

62
iṟaiyō irakkiṉum īṅkōrpeṇṭāl,eṉa vummiraṅkātu,
aṟaiyō. eṉaniṉ ṟatirum karuṅkaṭal, īṅkkivaḷtaṉ
niṟaiyō iṉiyuṉ tiruvaruḷālaṉṟik kāpparitāl
muṟaiyō, aravaṇai mēlpaḷḷi koṇṭa mukilvaṇṇaṉē.

63
vaṇṇam civantuḷa vāṉāṭamarum kuḷirviḻiya,
taṇmeṉ kamalat taṭampōl polintaṉa, tāmivaiyō
kaṇṇaṉ tirumāl tirumukan taṉṉoṭum kātalceytēṟ
keṇṇam pukuntu,aṭi yēṉoṭik kāla mirukiṉṟatē.

64
irukkār moḻiyāl neṟiyiḻukkāmai, ulakaḷanta
tiruttā ḷiṇainilat tēvar vaṇaṅkuvar, yāmum avā
orukkā viṉaiyoṭum emmoṭum nontu kaṉiyiṉmaiyiṉ
karukkāy kaṭippavar pōl, tirunāmaccol kaṟṟaṉamē.

65
kaṟṟup piṇaimalark kaṇṇiṉ kulamveṉṟu,ō rōkarumam
uṟṟup payiṉṟu ceviyoṭu cāvi, ulakamellām
muṟṟum viḻuṅkki yumiḻnta pirāṉār tiruvaṭikkīḻ
uṟṟum uṟātum, miḷīrntakaṇ ṇāyemmai uṇkiṉṟavē.

66
uṇṇā tuṟaṅkā tuṇarvuṟum ettaṉai yōkiyarkkum
eṇṇāy miḷirum iyalpiṉavām,eri nīrvaḷivāṉ
maṇṇā kiyavem perumāṉṟaṉatuvai kuntamaṉṉāḷ
kaṇṇāy aruviṉai yēṉ, uyirāyiṉa kāvikaḷē.

67
kāviyum nīlamum vēlum kayalum palapalaveṉṟu,
āviyiṉ taṉmai aḷavalla pārippu, acurarceṟṟa
māviyam puḷvalla mātavaṉ kōvintaṉ vēṅkaṭamcēr
tūviyam pēṭaiyaṉ ṉāḷ,kaṇkaḷāya tuṇaimalarē.

68
malarntē yoḻilintila mālaiyum mālaipoṉ vācikaiyum
pulantōy taḻaippantar taṇṭuṟa nāṟṟi, porukaṭalcūḻ
nilantā viyavem perumāṉ taṉatuvai kuntamaṉṉāy.
kalantār varavetir koṇṭu,vaṉ koṉṟaikaḷ kārttaṉavē.

69
kārēṟ ṟiruḷceki lēṟṟiṉ cuṭaruk kuḷaintu, velvāṉ
pōrēṟ ṟetirntatu puṉtalai mālai, puvaṉiyellām
nīrēṟ ṟaḷanta neṭiya pirāṉaru ḷāviṭumē?
vārēṟ ṟiḷamulai yāy, varuntēluṉ vaḷaittiṟamē.

70
vaḷaivāyt tiruccak karatteṅkaḷ vāṉava ṉārmuṭimēl,
taḷaivāy naṟuṅkaṇṇit taṇṇan tuḻāykkuvaṇ ṇampayalai,
viḷaivāṉ mikavantu nāḷtiṅka ḷāṇṭūḻi niṟkavemmai
uḷaivāṉ pukuntu,itu vōrkaṅkul āyiram ūḻikaḷē.

71
ūḻika ḷāyula kēḻumuṇ ṭāṉeṉ ṟilam,paḻaṅkaṇṭu
āḻika ḷāmpaḻa vaṇṇameṉ ṟēṟkku,aḵ tēkoṇṭaṉṉai
nāḻiva ḷōveṉum ñālamuṇ ṭāṉvaṇṇam colliṟṟeṉṉum
tōḻika ḷō.urai yīr, emmai ammaṉai cūḻkiṉṟavē.

72
cūḻkkiṉṟa kaṅkul curuṅkā iruḷiṉ karuntiṇimpai,
pōḻkiṉṟa tiṅkaḷam piḷḷaiyum pōḻka, tuḻāymalarkkē
tāḻkiṉṟa neñcat torutami yāṭṭiyēṉ māmaikkiṉṟu
vāḻkiṉṟa vāṟitu vō,vantu tōṉṟiṟu vāliyatē.

73
vālveṇ ṇilavula kārac curakkumveṇ tiṅkaḷeṉṉum,
pālviṇ curavi curamutir mālai, paritivaṭṭam
pōlum cuṭaraṭa lāḻippi rāṉpoḻil ēḻaḷikkum
cālpiṉ takaimaiko lām, tamiyāṭi taḷarntatuvē?

74
taḷarntum muṟintum varutiraip pāyal, tiruneṭuṅkaṇ
vaḷarntum aṟivuṟṟum vaiyam viḻuṅkiyum, mālvaraiyaik
kiḷarntum aṟitarak kīṇṭeṭut tāṉmuṭi cūṭutuḻāy
aḷaintuṇ ciṟupacun teṉṟal,an tōvan tulākiṉṟatē.

75
ulākiṉṟa keṇṭai oḷiyampu,emāviyai ūṭuruvak
kulākiṉṟa veñcilai vāṇmukat tīr,kuṉi caṅkiṭaṟip
pulākiṉṟa vēlaip puṇariyam paḷḷiyam māṉaṭiyār
nilākiṉṟa vaikunta mō,vaiya mōm nilaiyiṭamē?

76
iṭampōy virintiv vulakaḷan tāṉeḻi lārtaṇṭuḻāy,
vaṭampō tiṉaiyum maṭaneñca mē,naṅkaḷ veḷvaḷaikkē
viṭampōl virita lituviyap pēviyaṉ tāmaraiyiṉ
taṭampō toṭuṅka,mel lāmpal alarvikkum veṇtiṅkaḷē.

77
tiṅkaḷam piḷḷai pulampattaṉ ceṅkō laracupaṭṭa
ceṅkaḷam paṟṟiniṉ ṟeḷkupuṉ mālai,teṉ pālilaṅkai
veṅkaḷam ceytaṉam viṇṇōr pirāṉār tuḻāytuṇaiyā
naṅkaḷai māmaikoḷ vāṉ,vantutōṉṟi nalikiṉṟatē.

78
naliyum narakaṉai vīṭṭiṟṟum, vāṇaṉtiṇ ṭō ḷtuṇitta
valiyum perumaiyum yāñcollum nīrttalla, maivaraipōl
poliyum uruvil pirāṉār puṉaipūn tuḻāymalarkkē
meliyum maṭaneñci nār,tantu pōyiṉa vētaṉaiyē.

79
vētaṉai veṇpuri nūlaṉai, viṇṇōr paravaniṉṟa
nātaṉai ñālam viḻuṅkum anātaṉai, ñālamtattum
pātaṉaip pāṟkaṭal pāmpaṇai mēlpaḷḷi koṇṭaruḷum
cītaṉai yētoḻu vār,viṇṇu ḷārilum cēriyarē.

80
cīrara cāṇṭutaṉ ceṅkōl cilanaḷ celīikkaḻinta,
pārara cottu maṟaintatu nāyiṟu, pāraḷanta
pērara cē.em vicumpara cē.emmai nīttuvañcitta
ōrara cē.aru ḷāy,iruḷāyvan tuṟukiṉṟatē.

81
urukiṉṟa kaṉmaṅkaḷ mēlāṉa ōrppila rāy,ivaḷaip
perukiṉṟa tāyarmeyn nontu peṟārkol tuḻāykuḻalvāyt
tuṟukiṉ ṟilartollai vēṅkaṭa māṭṭavum cūḻkiṉṟilar
irukiṉṟa tāliva ḷākam,mel lāvi erikoḷḷavē.

82
erikoḷcen nāyi ṟiraṇṭuṭa ṉēyuta yammalaivāy,
virikiṉṟa vaṇṇatta emperumāṉkaṇkaḷ, mīṇṭavaṟṟuḷ
erikoḷcen tīvīḻ acuraraip pōlaem pōliyarkkum
virivacol līritu vō,vaiya muṟṟum viḷariyatē?

83
viḷarik kuralaṉṟil meṉpaṭai mēkiṉṟa muṉṟilpeṇṇai,
muḷarik kurampai yituvitu vāka, mukilvaṇṇaṉpēr
kiḷarik kiḷarip pitaṟṟummel lāviyum naivumellām
taḷaril kolōvaṟi yēṉ, uyyalāvatit taiyalukkē.

84
taiyalnal lārkaḷ kuḻāṅkaḷ kuḻiya kuḻuviṉuḷḷum,
aiyanal lārkaḷ kuḻiya viḻaviṉum, aṅkaṅkellām
kaiyapoṉ ṉāḻiveṇ caṅkoṭum kāṇpāṉ avāvuvaṉnāṉ
maiyavaṇ ṇā.maṇiyē,mutta mē.eṉṟaṉ māṇikkamē.

85
māṇikkaṅ koṇṭu kuraṅkeṟi vottiru ḷōṭumuṭṭi,
āṇippoṉ ṉaṉṉa cuṭarpaṭu mālai, ulakaḷanta
māṇikka mē.eṉ marakata mē.maṟṟop pāraiyillā
āṇippoṉ ṉē,aṭi yēṉuṭai yāvi yaṭaikkalamē.

86
aṭaikkalat tōṅku kamalat talarayaṉ ceṉṉiyeṉṉum,
muṭaikkalat tūṇmuṉ araṉukku nīkkiyai, āḻicaṅkam
paṭaikkalam ēntiyai veṇṇeykkaṉ ṟāyccivaṉ tāmpukaḷāl
puṭaikkalan tāṉai,em māṉaiyeṉ collip pulampuvaṉē?

87
pulampum kaṉakural pōḻvāya aṉṟilum, pūṅkaḻipāyn
talampum kaṉakural cūḻtirai yāḻiyum, āṅkavainiṉ
valampuḷ ḷatunalam pāṭu mitukuṟṟa mākavaiyam
cilampum paṭiceyva tē,tiru mālit tiruviṉaiyē?

88
tirumāl uruvokkum mēru,am mēruvil ceñcuṭarōṉ
tirumāl tirukkait tiruccak karamokkum, aṉṉakaṇṭum
tirumāl uruvō ṭavañciṉṉa mēpitaṟ ṟāniṟpatōr
tirumāl talaikkoṇṭa naṅkaṭku, eṅ kēvarum tīviṉaiyē?

89
tīviṉai kaṭkaru nañciṉai nalviṉaik kiṉṉamutai,
pūviṉai mēviya tēvi maṇāḷaṉai, puṉmaiyeḷkātu
āviṉai mēykkumval lāyaṉai aṉṟula kīraṭiyāl
tāviṉa ēṟṟaiyem māṉaieñ ñāṉṟu talaippeyvaṉē?

90
talaippeytu yāṉuṉ tiruvaṭi cūṭun takaimaiyiṉāl,
nīlaipeyta ākkaikku nōṟṟavim māyamum, māyamcevvē
nilaippey tilāta nilaimaiyuṅ kāṇṭō ṟacurarkuḻām
tolaippeyta nēmiyen tāy,tollai yūḻi curuṅkalatē.

91
curuṅkuṟi veṇṇai toṭuvuṇṭa kaḷvaṉai, vaiyamuṟṟum
oruṅkura vuṇṭa peruvayiṟ ṟāḷaṉai, māvalimāṭṭu
iruṅkuṟaḷ āki icaiyavōr mūvaṭi vēṇṭicceṉṟa
peruṅkiṟi yāṉaiyal lāl,aṭi yēṉneñcam pēṇalatē.

92
pēṇala millā arakkarmun nīra perumpativāy,
nīṇakar nīḷeri vaittaru ḷāyeṉṟu, nīṉṉaiviṇṇōr
tāṇilan tōyntu toḻuvarniṉ mūrttipal kūṟṟiloṉṟu
kāṇalu māṅkolaṉ ṟē,vaikal mālaiyuṅ kālaiyumē.

93
kālaivey yōṟkumuṉ ṉōṭṭuk koṭuttakaṅ kuṟkuṟumpar
mālaivey yōṉpaṭa vaiyakam pāvuvar, aṉṉakaṇṭum
kālainaṉ ñāṉat tuṟaipaṭin tāṭikkaṇ pōtu,ceytu
mālainaṉ ṉāvilkoḷ ḷār,niṉai yāravaṉ maippaṭiyē.

94
maippaṭi mēṉiyum centā maraikkaṇṇum vaitikarē,
meyppaṭi yaluṉ tiruvaṭi cūṭum takaimaiyiṉār,
eppaṭi yūra milaikkak kuruṭṭā milaikkumeṉṉum
appaṭi yāṉumcoṉ ṉēṉ,aṭi yēṉmaṟṟu yāteṉpaṉē?

95
yātāṉu mōrāk kaiyilpukku,aṅ kāppuṇṭum āppaviḻntum
mūtāvi yiltaṭu māṟum uyirmuṉṉa mē,ataṉāl
yātāṉum paṟṟinīṅ kumviratattainal vīṭuceyyum
mātā viṉaippitu vai,tiru mālai vaṇaṅkuvaṉē.

96
vaṇaṅkum tuṟaikaḷ palapala ākki, mativikaṟpāl
piṇaṅkum camayam palapala ākki, avaiyavaitō
ṟaṇaṅkum palapala ākkiniṉ mūrtti parappivaittāy
iṇaṅkuniṉ ṉōraiyil lāy,niṉkaṇ vēṭkai eḻuvippaṉē.

97
eḻuvatum mīṇṭē paṭuvatum paṭṭu,eṉai yūḻikaḷpōyk
kaḻivatum kaṇṭukaṇ ṭeḷkalal lāl,imai yōrkaḷkuḻām
toḻuvatum cūḻvatum ceytollai mālaikkaṇ ṇārakkaṇṭu
kaḻivatōr kātaluṟ ṟārkkum,uṇ ṭō kaṇkaḷ tuñcutalē?

98
tuñcā muṉivarum allā tavarun toṭaraniṉṟa,
eñcāp piṟavi iṭarkaṭi vāṉ,imai yōrtamakkum
tañcārvi lāta taṉipperu mūrttitaṉ māyamcevvē
neñcāl niṉaippari tāl,veṇṇeyūṇeṉṉum īṉaccollē.

99
īṉaccol lāyiṉu māka, eṟitirai vaiyammuṟṟum
ēṉat turuvāy iṭantapi rāṉ,iruṅ kaṟpakamcēr
vāṉat tavarkkumal lātavark kummaṟṟel lāyavarkkum
ñāṉap pirāṉaiyal lālillai nāṉ kaṇṭa nallatuvē

100
nallār navilkuru kūrnaka rāṉ,tiru māltiruppēr
vallār aṭikkaṇṇi cūṭiya māṟaṉviṇ ṇappañceyta
collār toṭaiyalinnūṟumval lāraḻun tārpiṟappām
pollā aruviṉai māyavaṉ cēṟṟaḷḷal poynnilattē

Abschlussformel
nammāḻvār tiruvaṭikaḷē caraṇam

Namen und Bilder des Tiruviruttam verstehen

Tirumal, Mal und Kannan: Diese Namen bezeichnen den göttlichen Geliebten. Kannan ist der tamilische Name Krishnas. Der weltumspannende Herr erscheint als Hirtenkind, Butterdieb und Beschützer. Seine verschiedenen Gestalten werden als Avataras Vishnus verstanden.

Tulasi: Der duftende Tulasi-Kranz ist eines der Leitbilder des Gedichts. Er gehört zum Körper des Geliebten und trägt die Erinnerung an seine Nähe. Sogar ein Windhauch, der ihn berührt hat, verändert für die Liebende die ganze Welt. Tulasi bedeutet hier mehr als eine Pflanze: Sie lässt Beziehung sinnlich werden, durch Duft, Kühle und Berührung.

Die göttlichen Gefährtinnen: Tiru bezeichnet Lakshmi, die Lotusgöttin. Die Erdgöttin ist Bhudevi. Die Hirtentochter in Vers 3 wird als Nappinnai verstanden. Die Sprecherin sieht ihre beständige Nähe zum Herrn und sehnt sich danach, ebenfalls in seiner Gegenwart zu leben.

Der Vogel und die Waffen: Der Vogel ist Garuda, Vishnus Reittier. Der Diskus heißt Sudarshana, die Muschel Panchajanya. Im Gedicht erscheinen sie als Zeichen göttlicher Macht und als vertraute Merkmale des Geliebten. Die Pfeile und Bogen der Frau bezeichnen dagegen oft Augen und Brauen: Ihr Blick trifft das Herz.

Die großen Erzählungen: Das Emporheben des Berges erinnert an Krishnas Schutz der Herden unter Govardhana. Die Weltvermessung gehört zu Vamana, der als Trivikrama kosmische Größe annimmt. Der Eber ist Varaha, der die Erde emporhebt; der Goldnamige in Vers 46 ist Hiranyakashipu, den Narasimha besiegt. Lanka verweist auf Rama und das Ramayana. Solche Bilder öffnen im knappen Vers einen ganzen Erinnerungsraum.

Tempel und göttliche Heimat: Vengadam ist der heilige Berg bei Tirupati, Tiruvarangam bezeichnet Srirangam, Vehka einen Vishnu-Heiligtumsort in Kanchipuram. Vaikuntha ist Vishnus himmlische Wohnstatt. Die Liebenden bewegen sich zugleich in einer konkreten Landschaft und in einer geistlichen Landschaft der Nähe zu Gott.

Das Kreisorakel: In Vers 34 geht es nach einer traditionellen Auslegung um Kreise im Sand, aus denen die Liebende eine Antwort auf die Frage nach der Rückkehr des Geliebten erwartet. Die Wellen zerstören ihre Zeichnung, und sie tritt zornig nach dem Meer. Andere Ausleger beziehen den Zorn unmittelbar auf das Orakel, das eine unerwünschte Antwort gibt. Die Übersetzung folgt hier der ersten Lesart.[5]

Yoga und religiöse Vielfalt: Vers 66 erwähnt Yogis in strenger Versenkung; er ist keine Anleitung zum Verzicht auf Schlaf oder Nahrung. Vers 96 betrachtet die Vielfalt religiöser Wege aus der Sicht des Vishnu-Verehrers: Der eine Herr wirkt auch in einer Welt verschiedener Gottesbilder und Auffassungen. Die besondere Bindung an Tirumal bleibt dabei ausdrücklich bestehen.

Tiruviruttam für tamilische Familien und Yoga-Aspiranten

Ein Gedicht bleibt lebendig, wenn Menschen ihm ihre Stimme schenken. Vielleicht liest in deiner Familie jemand einen Vers auf Tamil vor, während eine andere Person die deutsche Fassung spricht. Vielleicht kennt ein älterer Mensch eine Geschichte hinter einem Gottesnamen. Vielleicht stellt ein Kind eine Frage, die alle noch einmal genauer hinhören lässt. So kann aus Überlieferung ein Gespräch werden, das niemanden wegen seiner Sprachkenntnisse ausschließt.

Für tamilische Hindus in Deutschland kann diese Lesung Heimat und gemeinsames Lernen verbinden. Ein vertrauter Gottesname am Hausaltar, eine Frage beim Familienessen oder ein gemeinsam gelesener Vers nach dem Tempelbesuch geben der Überlieferung einen Platz im heutigen Leben. Dabei darf jede Generation etwas einbringen: Erinnerung und Erfahrung ebenso wie neue Fragen. Tamil und Deutsch helfen auf ihre Weise, den Glauben miteinander zu teilen.

Gemeinsames Singen und Zuhören im Satsang: Eine Begegnung mit Bhakti kann Menschen über Sprach- und Herkunftsgrenzen hinweg verbinden.

Für Yoga-Vidyaner ist Tiruviruttam eine Einladung, der persönlichen Beziehung zum Göttlichen Zeit zu schenken. Nach Asana und Pranayama, vor der Meditation oder beim abendlichen Kirtan kann ein Vers nachklingen. Ein Name, ein Dank, eine ehrliche Bitte geben der Hinwendung eine eigene Stimme. Gerade die schlichten Worte können berühren, wenn sie aufmerksam gesprochen werden. Die folgenden Anregungen sind heutige Zugänge zum Gedicht, keine zusätzlichen Vorschriften seines Autors.

  • Einen Vers täglich lesen: Lies die deutsche Bedeutung und anschließend, soweit möglich, den tamilischen Text. Die Umschrift kann beim Mitlesen helfen. Lass danach einen Moment Stille entstehen.
  • Ein Bild betrachten: Verweile beim Tulasi-Kranz, bei den Wolken oder bei den Lotusaugen. Frage dich, was dieses Bild für deine eigene Beziehung zum Göttlichen öffnet.
  • Einen Namen wiederholen: Wenn es deiner Praxis entspricht, verbinde die Lesung mit Japa, etwa mit Om Namo Narayanaya. Sprich aufmerksam und ohne Leistungsdruck.
  • Gefühle ins Gebet nehmen: Freude und Dankbarkeit dürfen ebenso ausgesprochen werden wie Unsicherheit oder Sehnsucht. Du brauchst die leidenschaftliche Stimmung des Gedichts nicht nachzuahmen.
  • Die Hinwendung weitergeben: Schenke nach der Lesung einem Menschen ungeteilte Aufmerksamkeit. Hilf, wo du helfen kannst. In Seva erhält die Beschäftigung mit göttlicher Liebe eine alltägliche Gestalt.

Weitere Anregungen findest du bei Yoga Vidya zu Yoga und seinen Übungswegen und zu Meditation. Eine gemeinsame Lesung im Satsang kann das eigene Verständnis vertiefen, besonders wenn Menschen mit tamilischer Sprachkenntnis und Erfahrung in der sri-vaishnavischen Tradition ihre Perspektive einbringen.

Video: Bhakti und Hingabe

Die Betrachtung über Bhakti lädt dazu ein, die Lektüre mit dem eigenen spirituellen Leben zu verbinden.

Weitere tamilische Schriften im Yoga Wiki

Mit Tiruvaymoli lässt sich die Dichtung Nammalvars weiter erkunden. Acharya Hridayam führt tiefer in ihre sri-vaishnavische Auslegung. Tiruppavai erschließt die Stimme Andals, während Periya Tirumatal die drängende Sehnsucht einer anderen weiblichen Dichterrolle gestaltet. Der Artikel Nalayira Divya Prabandham stellt den gemeinsamen Hymnenkanon vor.

Andere tamilische Traditionen öffnen weitere Begegnungen mit Hingabe und Erkenntnis: Tiruvasagam besingt Shiva, Thirumandiram verbindet Shiva-Verehrung mit yogischer Lehre, und Arunachala Puranam erzählt von der Heiligkeit Arunachalas. Tirumurukarruppatai führt in die Verehrung Murugans. Diese Werke behalten jeweils ihre eigene religiöse Stimme; gemeinsam zeigen sie den Reichtum tamilischer Spiritualität.

Tiruviruttam: mit offenem Herzen leben

Am Ende des Tiruviruttam steht eine Hoffnung: Das Leben soll nicht im Schlamm der leidvollen Wiederkehr versinken. Auf dem Weg dorthin hat das Gedicht viele Stimmen hörbar gemacht. Sie haben gewartet, gefragt, geklagt und gestaunt. Immer wieder haben sie sich dem Geliebten zugewandt. Darin liegt eine stille Ermutigung: Auch ein suchendes, unruhiges Herz kann beten.

Vielleicht begleitet dich zunächst nur ein Bild aus diesen hundert Versen. Die Wolke, die Wasser schenkt. Der Wind, der einen vertrauten Duft trägt. Der Herr, der die Welt bewahrt und sich zugleich als Kind ansprechen lässt. Wenn du dir für ein solches Bild Zeit nimmst, kann aus dem Lesen eine persönliche Begegnung werden.

Ein tamilischer Vers am Hausaltar, seine deutsche Bedeutung im Gespräch, wenige stille Minuten nach dem Singen: So findet eine alte Dichtung ihren Platz in einem heutigen Leben. Was du dabei an Vertrauen und Zuwendung erfährst, darf weiterwirken – in Geduld mit deinen Angehörigen, in einem offenen Ohr, in einer helfenden Hand. Die Sehnsucht nach göttlicher Nähe kann zu einer Liebe werden, die Menschen spüren.

Siehe auch

Textgrundlage und Hinweise zur Ausgabe

Der tamilische Text folgt dem Tiruviruttam in Project Madurai, Nalayira Tivya Pirapantam, Part 4, Datei pmuni0007. Er enthält sämtliche 100 Strophen mit zusammen 400 Verszeilen, zusätzlich den vorangestellten Taniyan und die abschließende Verehrungsformel. Die beiden Rahmenstücke gehören nicht zu den 100 Werkversen.

Verwendet wird die interne Zählung 1–100. Die Vorlage druckt vor Vers 98 irrtümlich nochmals die Sammlungsnummer 2576; richtig wäre innerhalb ihrer Zahlenfolge 2575. Die Folge der Werkverse ist vollständig. Offenkundige elektronische Schäden wurden begrenzt bereinigt: insbesondere Unterstriche anstelle tamilischer Silben in den Versen 9, 10, 15, 23, 32, 54, 79 und 100, ein überzähliges Zeichen in Vers 8 sowie die beschädigte Anfangsschreibung in Vers 1. Wortabstände und weitere Eigenheiten der Vorlage sind weitgehend bewahrt. Es wurde keine neue kritische Textedition hergestellt.

Die vollständige Umschrift wurde nach dem hier wiedergegebenen Tamiltext erstellt. Lange Vokale und besondere Konsonanten werden durch Zeichen wie ā, ī, ū, ē, ō, ṭ, ṇ, ḷ, ḻ, ṟ und ṉ unterschieden. Sie ist eine schriftnahe Transliteration; die tatsächliche tamilische Aussprache lässt sich daraus nicht in allen Einzelheiten ableiten. Gemeinsames Lesen mit einer erfahrenen tamilischsprachigen Person ist für die Rezitation hilfreich.

Die deutsche Gesamtübersetzung ist eine eigene KI-gestützte Prosaübertragung. Traditionelle Worterklärungen und Auslegungen wurden punktuell zum Verständnis mehrdeutiger Stellen genutzt. Schwierige grammatische Bezüge, beschädigte Schreibungen und die Zuordnung einzelner Sprecherrollen bleiben fachlich prüfbedürftig. Eine unabhängige tamilistisch-philologische Begutachtung liegt nicht vor. Die Einleitungen, Erläuterungen und Praxisanregungen sind redaktionelle Begleittexte.

Quellen und weiterführende Lektüre

Herkunftshinweis der elektronischen Textgrundlage

Der Herkunfts- und Weitergabehinweis der verwendeten Project-Madurai-Sammeldatei wird hier bewahrt. Ihre allgemeine Kopfzeile nennt Tirumangai; der entnommene Werkabschnitt selbst ist ausdrücklich Nammalvar zugeordnet.

நாலாயிரத் திவ்வியப் பிரபந்தம், பாகம் 4
திருமங்கையாழ்வார் பாசுரங்கள் (பாடல்கள் 2032-2790)
nAlAyira tivya pirapantam -part 4 (verses 2032-2790)
tirumangkai AzvAr's periya tirumozi
In tamil script, unicode/utf-8 format

Acknowledgement:
Our Sincere thanks go to Dr.K. Kalyanasundaram for his assistance in the preparation of this work.
This webpage presents Etext in Tamil script in Unicode encoding (utf-8 format).

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Project Madurai is an open, voluntary, worldwide initiative devoted to preparation
of electronic texts of tamil literary works and to distribute them free on the Internet.
Details of Project Madurai are available at the website
https://www.projectmadurai.org/
You are welcome to freely distribute this file, provided this header page is kept intact.

Einzelnachweise

  1. ↑ A. Srinivasa Raghavan: Nammalvar’s Life, Darstellung von Überlieferung und Datierungsfragen.
  2. ↑ Tamil Virtual Academy: Zusammenstellung des Divya Prabandham; Project Madurai: Nalayira Tivya Pirapantam, Part 4.
  3. ↑ A. Srinivasa Raghavan: Tiruviruttam, zu Titel, Versform und dramatischer Anlage.
  4. ↑ Tamil Virtual Academy: Nammalvars Werke, Abschnitt Tiruviruttam, zu Bitte, Schlussvers und Antati-Verknüpfung.
  5. ↑ KOYIL: Tiruviruttam 34, mit unterschiedlichen traditionellen Auslegungen.