Pingalamata
Pingalamata (Sanskrit: पिङ्गलामत, IAST: Piṅgalāmata) ist ein frühes shivaitisches Pratiṣṭhātantra, eine Lehrschrift über Pratishtha: die Weihe und Einsetzung göttlicher Gegenwart in Linga, Götterbild und Tempel. Sie verbindet die Kunst des Bauens mit der Kunst der Verehrung. Ein Stein wird ausgewählt, eine Gestalt mit Sorgfalt geschaffen, ein Raum geordnet und durch Mantra, Dhyana und rituelle Handlungen geheiligt. Die äußere Form soll zum Ort einer lebendigen Begegnung mit Shiva werden.

Der Text trägt auch die Bezeichnung Jayadrathādhikara. Er ordnet sich dem Brahmayamala zu und steht in Beziehung zum Jayadrathayamala. Seine besondere Eigenart liegt in der Verbindung von überwiegend dem Shaiva Siddhanta nahestehenden Weiheverfahren mit Formen und Gottheiten der Vama-, Yamala- und Trika-Überlieferungen. Wer ihn liest, begegnet einem vielgestaltigen religiösen Kosmos: dem stillen Linga, dem machtvollen Bhairava, den Muttergöttinnen, dem kunstvoll gegliederten Tempel und dem Lehrer, der Erkenntnis weitergibt.
Die vier Artikel: Einführung und deutsche Übersetzung · Sanskrit in IAST · Sanskrit in Devanagari · 108 inspirierende Stellen und Mantras
Diese Ausgabe erschließt den gesamten erhaltenen E-Text in einer deutschen Arbeitsübersetzung. Beschädigte und unsichere Stellen sind gekennzeichnet. Hinweise zur Überlieferung findest du unter Name und Überlieferung, zur Stellenzählung am Beginn der Übersetzung.
Was Yoga-Aspiranten aus dem Pingalamata lernen können
Ein heiliger Ort beginnt mit Aufmerksamkeit. Im Pingalamata zeigt sie sich in der ruhigen Hand des Handwerkers, in der Sammlung des Ritualleiters und in der Bereitschaft des Schülers, wirklich zuzuhören. Der Lehrer soll so erklären, dass der Hörer versteht, bei Bedarf sogar mit Zeichnungen. Der Schüler soll bei Zweifeln fragen. Ein wichtiger Maßstab ist dabei das Mitgefühl mit allen Wesen (Stellen 01.018, 01.059–061).
Für heutige Yoga-Aspiranten kann darin eine wertvolle Einladung liegen: Behandle deinen Übungsplatz, deinen Körper und deine Beziehungen mit derselben Sorgfalt, mit der du eine heilige Stätte behandeln würdest. Die folgenden Übertragungen sind heutige Praxisanregungen; sie ersetzen weder die historischen Rituale noch deren Bedeutung.
- Körper, Tempel und Kosmos in Beziehung sehen: Der Text ordnet dem Tempel göttliche Wirklichkeitsebenen zu und spricht von einem Leib des Bewusstseins (10.125–128). Das kann dazu anregen, körperliche Haltung und innere Ausrichtung zusammenzubringen.
- Form mit Bewusstheit erfüllen: Die Vereinigung von Erkenntnis und Handlung gehört ausdrücklich zur Weihe (15.398–399, 15.478). Eine Blume bewusst hinzulegen kann für dich eine Übung der Gegenwärtigkeit werden.
- Übertragung würdigen: Guru, Schrift und eigenes Verstehen gehören zusammen. Dankbarkeit gegenüber einer Tradition darf mit sorgfältigem Fragen verbunden sein.
- Die tragende Kraft achten: Shakti ist im Werk nicht bloßer Schmuck. Als Dharini trägt sie; als Kriyashakti wirkt sie; als Jnanashakti erkennt sie.
- Räumliche und innere Ordnung verbinden: Ein geordneter Platz kann die Sammlung unterstützen. Auch ein einfacher Platz kann dich zur Stille einladen, wenn du ihn mit Sorgfalt und Bewusstheit nutzt.
Ein besonders schöner Prüfstein steht gegen Ende des großen Weiheabschnitts: Gaben sollen auch Bedürftigen zugutekommen; Gefangene sollen freigelassen und Lebewesen nicht verletzt werden (15.585–586). Heiligung zeigt sich damit auch im Umgang miteinander: im Helfen, Teilen und Schützen des Lebens.
Dein Leseweg durch das Pingalamata
Du musst die vielen Maßangaben nicht von Anfang an durcharbeiten, um einen Zugang zu diesem Werk zu finden. Beginne mit einer Frage, die dich beschäftigt, und lies die betreffende Stelle in ihrem Zusammenhang. Die 108 ausgewählten Stellen laden dazu ein, einzelne Gedanken länger wirken zu lassen.
| Deine Frage | Einstieg in die deutsche Übersetzung | Weiterführendes Thema |
|---|---|---|
| Wie gehören Wissen und Mitgefühl zusammen? | Der mitfühlende Lehrer und Zuhören, erklären und fragen | Guru, Bhakti |
| Was macht einen Ort heilig? | Der Tempel als Gegenwart Shivas | Tempel, Mandala, Vastu |
| Wie verbinden sich innere Sammlung und äußeres Handeln? | Erkenntniskraft und Handlungskraft sowie Ihre Verbindung | Shakti, Pratishtha, Karma Yoga |
| Wie wird Verehrung im Alltag sichtbar? | Geben und Nichtverletzen sowie Gastfreundschaft | Ahimsa, Puja |
| Wie kann das Göttliche in vielen Gestalten gegenwärtig sein? | Pingalas Frage und Die Einheit hinter den Formen | Shiva, Bhairava, Murti |
Lies langsam genug, um eine Aussage wirklich zu verstehen. Wo der Text einen historischen Ritus beschreibt, darf dieser zunächst fremd bleiben. Eine heutige Anregung entsteht durch bewusstes Nachdenken darüber, was dich zu mehr Sammlung, Hingabe und Mitgefühl führen kann.
Wichtige Begriffe verständlich erklärt
Die folgenden Erklärungen helfen beim Lesen. In einzelnen Ritualzusammenhängen können die Wörter genauer oder enger gebraucht sein.
| Begriff | Bedeutung beim Lesen des Pingalamata |
|---|---|
| Agama und Tantra | Überlieferte Lehrschriften über göttliche Wirklichkeit, Erkenntnis, Lebensführung und rituelle Praxis. |
| Pratishtha | Weihe und Einsetzung. Im Werk werden Bild, Mantra, innere Vorstellung und rituelle Handlung miteinander verbunden. |
| Linga und Murti | Linga bedeutet Zeichen und bezeichnet hier vor allem Shivas Kultzeichen. Murti ist eine Gestalt oder Verkörperung, etwa ein ausgearbeitetes Götterbild. |
| Guru, Acharya und Sadhaka | Guru bezeichnet den spirituellen Lehrer, Acharya hier insbesondere den befugten Lehrer und Ritualleiter. Sadhaka ist der Praktizierende; häufig strebt er eine bestimmte rituelle Vollendung an. |
| Diksha | Einweihung in eine Überlieferung und ihre Praxis. Mit ihr sind im Text bestimmte Berechtigungen und Verpflichtungen verbunden. |
| Mantra und Japa | Mantra bezeichnet die heilige Lautform oder Formel; Japa ihre wiederholte Rezitation. Keimsilben besitzen nicht immer eine wörtliche Satzbedeutung. |
| Dhyana und Nyasa | Dhyana ist meditative Sammlung oder Betrachtung. Nyasa bezeichnet das rituelle Einsetzen von Mantras und göttlichen Kräften, etwa am Körper oder an einem Bild. |
| Puja und Homa | Puja ist die Verehrung mit Gaben und innerer Zuwendung; Homa ist die Darbringung im geweihten Feuer. |
| Tattva | Ein Wirklichkeitsprinzip oder eine Ebene der Wirklichkeit. Die verschiedenen Zuordnungen des Werkes erklären, wie Kosmos, Gottheit und geweihte Form zusammengehören. |
| Siddhi und Moksha | Siddhi heißt Gelingen oder Vollendung und kann besondere Fähigkeiten bezeichnen. Moksha ist Befreiung. Der Text unterscheidet diese Ziele; sie sind nicht überall austauschbar. |
Name, Rahmenhandlung und Überlieferung
Mata bedeutet Lehre, Auffassung oder Überlieferung. Pingalamata lässt sich deshalb als „Lehre der Pingala“ beziehungsweise „für Pingala offenbarte Lehre“ verstehen. Der Name Piṅgalā kann „die Gelblichbraune“ oder „die Rötlichbraune“ bedeuten. Die Göttin der Rahmenhandlung darf nicht ohne Beleg mit der gleichnamigen Pingala-Nadi gleichgesetzt werden. Das Werk ist keine Schrift, die sich ausschließlich mit dieser Energiebahn befasst.
Pingala stellt Fragen, Bhairava antwortet. In der Einführung wird Pingala ausdrücklich als Anlass der Offenbarung genannt, während Shrikanthanatha als göttlicher Urheber erscheint (01.044). Das ist die religiöse Selbstdarstellung der Überlieferung, keine historische Autorenangabe. Die Göttin fragt nach den Grundlagen: Was ist ein Linga? Wer darf lehren und weihen? Welche Fähigkeiten braucht ein Handwerker? Wie werden Materialien gewählt, Tempel gebaut und Bilder eingesetzt?
Die hier verwendete Fassung ist Muktabodhas E-Text M00305, nach der Handschrift NGMCP 3-376/vi. Er enthält zahlreiche Lücken, entstellte Wörter und widersprüchliche Kapitelzahlen. Die Bezeichnung dvādaśasāhasra in zwei Vastu-Kolophonen nennt einen Umfang von zwölftausend Einheiten; daraus folgt nicht, dass im E-Text zwölftausend vollständige Verse erhalten wären. Auch der abschließende Schreibervermerk beweist keine lückenlose Überlieferung.
Die erhaltene Fassung wiederholt am Ende einen Teil der Eingangspassage, mit abweichenden Lesungen. Diese Wiederholung ist auf den Sanskritseiten bewahrt. Ein genauer Entstehungszeitpunkt des Gesamtwerks wird hier nicht behauptet.
Aufbau des Pingalamata
Die folgende Übersicht folgt den erhaltenen Abschlussvermerken und der Textfolge. Die 26 Lesebereiche helfen bei der Orientierung. Sie geben keine gesicherte ursprüngliche Kapitelzählung wieder. Die Vorlage ist stellenweise beschädigt; auch ein Abschnitt ohne ausdrückliche Lückenzeichen kann unsichere Lesungen enthalten.
Die Kapitelzahlen der Vorlage bleiben in den Sanskrit-Kolophonen stehen. Besonders auffällig sind die zwei Abschlüsse des Pratima-Bereichs, die zwei Vastu-Abschlüsse, die doppelte Zuordnung zum fünften Prakarana und der als „siebter“ bezeichnete Vrishabha-Abschnitt vor den als achtzehnter und neunzehnter bezeichneten Abschnitten. Aus diesen Unstimmigkeiten werden hier keine verlorenen Kapitel erfunden.
Pratishtha – das Göttliche verankern
Pratishtha ist die rituelle Weihe und Einsetzung einer göttlichen Darstellung. Das Pingalamata beschreibt sie als Zusammenwirken von Material, Form, Mantra, Meditation und befugtem Handeln. Zum großen Weiheabschnitt gehören die Vorbereitung der Hallen, Gefäße und Feuerstellen, die Reinigung, die Zuordnung göttlicher Ebenen und Kräfte sowie das Einsetzen des Linga.
Bei der Weihe werden drei Kräfte zugeordnet: Jnanashakti, die Erkenntniskraft, wird dem Linga zugeordnet; Kriyashakti, die Handlungskraft, dem Sockel; Dharini, die tragende Kraft, der grundlegenden Steinplatte (15.398–399). Ein späterer Vergleich macht das anschaulich: So wie Körper und der im Körper Wohnende zusammengehören, sollen auch Handlung und Erkenntnis verbunden werden (15.478).
Die heutige Vorstellung einer „inneren Pratishtha“ kann daran anknüpfen: Richte dich in der Meditation immer wieder auf das aus, was dir heilig ist. Diese Deutung ist eine spirituelle Übertragung. Der Sanskrittext beschreibt an den genannten Stellen tatsächliche Weihehandlungen, nicht lediglich psychologische Symbole.
Linga und seine spirituelle Bedeutung

Linga heißt Zeichen. Der Text verbindet das Wort außerdem mit dem Eingehen bei der Weltauflösung und dem erneuten Hervorgehen (02.015–017). Eine solche Erklärung ist eine religiöse Sinndeutung des Wortes. Sie macht das Linga zum Zeichen einer Wirklichkeit, aus der die Formen erscheinen und in die sie zurückkehren.
Das Werk unterscheidet gestaltete, ungestaltete und gemischte Darstellungen (01.045–046). „Ungestaltet“ bedeutet dabei nicht materiell unsichtbar, sondern ohne vollständig ausgearbeitete menschliche Körpergestalt. Hinzu kommt eine bemerkenswerte Unterscheidung: Als bewegliches Linga erscheint der Acharya beziehungsweise der qualifizierte Sadhaka (02.018–019). Die heilige Gegenwart wird somit nicht nur in einem unbeweglichen Kultgegenstand gesucht, sondern auch in einer lebendigen, verantwortungsvoll getragenen Überlieferung.
Das Sadhanalinga gehört zu bestimmten rituellen Zielsetzungen. Nicht jede dafür genannte Form ist eine allgemeine Empfehlung für den Hausaltar. Für die eigene Praxis kann die schlichte Betrachtung eines Linga zur Sammlung führen: Die Form wird zum Anlass, sich dem zu öffnen, was keine begrenzte Form erschöpfen kann.
Das Video erläutert den Begriff Linga allgemein; es ist kein Kommentar zu einer einzelnen Pingalamata-Stelle.
Murti und sakrale Gestalt
Eine Murti macht göttliche Eigenschaften in einer sichtbaren Gestalt ansprechbar. Haltung, Gesichter, Arme, Attribute und Begleitfiguren werden im Pingalamata genau beschrieben. Diese Formen sind nicht beliebig austauschbar: Sie gehören zu bestimmten Gottheiten und rituellen Zusammenhängen.
Neben Skulpturen behandelt der Text auch gemalte Kultbilder. Er unterscheidet zwischen dem persönlichen, nicht öffentlich vorgezeigten Bild und allgemein zugänglichen Darstellungen, die das Verständnis der Verehrenden wecken sollen (07.052–053). Das eröffnet einen wichtigen Gedanken: Sichtbarkeit hat eine Funktion. Ein Bild kann lehren, erinnern und sammeln; ein verhülltes Bild kann die besondere Verbindlichkeit einer persönlichen Praxis ausdrücken.
Ikonometrie und Proportion
Ikonometrie ist die Lehre von den Maßen heiliger Bilder. Das Pingalamata beschreibt Körperteile, Abstände, Proportionen und die Anordnung von Attributen. Das Angula, die Fingerbreite, tritt als Maß auf; größere Maße und Bruchteile gliedern das Ganze. Diese Angaben sollten nicht ohne Kenntnis des jeweiligen Maßsystems in Zentimeter übersetzt werden.
Der Handwerker benötigt nach dem Text neben Maßkenntnis eine ruhige Hand, einen geraden Blick und praktisches Verständnis (02.034). Für heutige Leser liegt darin eine Verbindung von Karma Yoga und Achtsamkeit nahe: Genauigkeit kann eine Form der Hingabe sein. Zugleich bleiben die Maßvorschriften konkrete historische Handwerksregeln. Eine spirituelle Deutung ersetzt nicht ihre Übersetzung.
Tempel als kosmischer Körper
Im Abschnitt über Türen und Tempel heißt es ausdrücklich, Shiva werde aufgrund seiner Allgegenwart als Tempelgestalt beschrieben (10.125). Die drei großen Ebenen Atmatattva, Vidyatattva und Shivatattva werden dem Bau zugeordnet; durch das Einsetzen der Gottheiten entsteht ein „Leib des Bewusstseins“ (10.127–128).
Das Gebäude ist damit zugleich räumliche Ordnung und Gegenwart einer umfassenderen Wirklichkeit. Höhe, Mitte und Übergänge erhalten rituelle Bedeutung. Der Weg in den Tempel führt durch gegliederte Räume zu einer Mitte, in der die Verehrung gesammelt wird.
Wenn du deinen Körper als Tempel betrachtest, ist dies eine heutige Anwendung dieser Entsprechungen: Pflege ihn, ohne dich auf ihn zu reduzieren. Sorge für eine tragfähige Haltung, einen ruhigen Atem und einen wachen Geist. Das Pingalamata selbst ist dabei kein Handbuch einer modernen Asana-Reihe.
Tempelbau im Pingalamata
Der Prasadadhikara und die benachbarten Abschnitte über Pitha, Dvara und Vastu bilden einen umfangreichen Zusammenhang. Prasada bezeichnet hier den Tempelbau. Ein Bau wird von seinem Grundriss und seinen Proportionen her entfaltet; Heiligtum, Sockel, Wände, Aufbauten und Hallen stehen in aufeinander bezogenen Maßverhältnissen.
- Garbhagriha beziehungsweise Garbha: Die innere Heiligtumszelle bildet einen maßgeblichen Bezugspunkt für weitere Bauteile.
- Shikhara: Der aufragende Oberbau wird in Beziehung zu den darunterliegenden Teilen bestimmt.
- Mandapa: Hallen werden nach Anordnung, Größe und Säulenzahl unterschieden. Der Text kennt auch Unterscheidungen zwischen Bauten mit und ohne bestimmte Hallen.
- Dvara: Die Tür wird vermessen und rituell eingesetzt. Ihre Stellung zur Mitte des Heiligtums ist Gegenstand genauer Vorschriften.
- Säulen und Sockel: Sie gehören zu einer gegliederten Baugestalt; ihre Proportionen lassen sich nicht unabhängig vom jeweiligen Typus verstehen.
- Tempeltypen: Das Werk behandelt zahlreiche Formen und Kombinationen. Die beschädigten Eigennamen werden nicht durch eine vermeintlich vollständige moderne Typenliste ersetzt.
Die geweihten Bauteile werden mit Gottheiten und Shaktis verbunden. So verschränken sich handwerkliche Planung und sakrale Ordnung. Das macht die Architekturabschnitte besonders wertvoll, aber auch übersetzerisch anspruchsvoll: Schon ein falsch verstandener Bruch oder ein beschädigter Fachausdruck kann die beschriebene Form verändern.
Libbie Mills’ Edition von 2019 behandelt die Prasadalakshana-Passagen des Pingalamata gemeinsam mit den entsprechenden Abschnitten aus fünf weiteren frühen Shiva-Schriften. Sie ist die einschlägige moderne Vergleichsausgabe für diesen Teil, keine Gesamtausgabe des Pingalamata. Der Editionstext stand für diese Übersetzung nicht zur Verfügung. Die hier wiedergegebenen Lesungen stammen deshalb weiterhin aus der genannten Muktabodha-Fassung; erkennbare Unsicherheiten sind markiert.
Vastu und die Ordnung des Raumes

Vastu umfasst im Werk die Gliederung des Baugrunds, die Zuordnung von Gottheiten und die Beziehung zwischen Richtungen, Feldern und wichtigen Schnittpunkten. Der Text behandelt unterschiedliche Raster und empfindliche Punkte, die als Marmas bezeichnet werden. Hinzu kommen Vorschriften für Häuser, Tempelumgebungen und Siedlungen.
Im Griha-Abschnitt stehen Räume für Verehrung, Japa, Meditation und Yoga-Praxis neben Einrichtungen des gemeinschaftlichen Lebens (14.038). Die heilige Stätte wird somit auch als bewohnter und versorgter Ort sichtbar.
Eine heutige Anregung lautet: Gib dem Wesentlichen einen guten Platz. Ein aufgeräumter Meditationsbereich, ausreichend Raum für Bewegung und ein bewusst gestalteter Übergang zwischen Arbeit und Ruhe können Sammlung erleichtern. Das ist eine praktische Übertragung; aus den historischen Vastu-Regeln folgt keine hier behauptete naturwissenschaftliche Wirkung bestimmter Himmelsrichtungen.
Bhairava und Shakti
Bhairava erscheint als Herr und Lehrer, umgeben von Yogis, Siddhas und Muttergöttinnen. Seine erschreckende Gestalt erschöpft seine Bedeutung nicht. In der Erörterung der Einheit Shivas wird der höchste Herr als allwissend, frei, allwirkend und allen gegenüber mitfühlend beschrieben (23.027).
Shakti trägt und verwirklicht diese Gegenwart. Besonders anschaulich ist die Formel: Die Grundlage ist Anantashakti, auf ihr ruht der höchste Shiva (15.423). Erkenntnis und Handlung werden bei der Weihe miteinander verbunden. Der Text spricht außerdem davon, die Kraft als nicht getrennt von ihrem Träger zu meditieren (15.467).
Pingala fragt ausdrücklich, wie der eine Shiva sowohl friedvoll als auch schrecklich sein könne. Bhairavas Antwort unterscheidet zwischen der Einheit der göttlichen Wirklichkeit und den verschiedenen Formen ihrer Gegenwart (Lesebereich 23). Diese Frage kann die eigene Praxis vertiefen: Kannst du hinter verschiedenen heiligen Formen eine Wirklichkeit ahnen, ohne ihre Besonderheiten zu verwischen?
Das Video bietet einen allgemeinen Zugang zu Bhairava.
Götterbilder und Ikonographie im Pingalamata
Die Fülle der Gottheiten zeigt eine weite Bildwelt innerhalb eines shivaitischen Ritualrahmens. Die folgenden Themen sind im Bild- oder Weihebereich belegt; die Tabelle ist keine vollständige Übersetzung aller Einzelvorschriften.
| Gottheit oder Gruppe | Bedeutung innerhalb der Darstellung | Belegbereich |
|---|---|---|
| Bhairava | Hauptgottheit, machtvolle Erscheinung Shivas; auch Mittelpunkt von Göttinnenanordnungen | Lesebereich 05; 07.038 |
| Matrikas, darunter Brahmani, Maheshvari, Kaumari, Vaishnavi, Varahi, Indrani und Chamunda | Muttergöttinnen mit unterscheidbaren Gestalten, Attributen und Plätzen | 05.319–323; Weiheformeln in Lesebereich 16 |
| Ganesha/Vinayaka und Skanda/Kumara | Gottheiten mit eigenen Bild- und Weihevorschriften | Lesebereich 05; 16.136–138 |
| Sadashiva | Mehrgesichtige Gestalt im Zusammenhang mit göttlichen Ebenen und Weihe | Lesebereiche 05, 15 und 16 |
| Uma Maheshvara und Ardhanarishvara | Unterschiedliche Gestaltungen der Verbindung von Shiva und Göttin | Lesebereiche 05 und 16; 16.151, 16.155 |
| Hari-Hara/Hari-Shankara | Gemeinsame Gestalt von Hari und Shankara | 16.153 und zugehöriger Bildzusammenhang |
| Durga und Chamunda | Eigene Göttinnengestalten; Chamunda wird auch ausdrücklich mit einer ausgemergelten Erscheinung beschrieben | 05.213; 16.108 |
| Vishnu und Dashavatara | Vishnu auf Garuda und die zehn Avataras in seiner Umgebung | 05.347–350 und folgende Stellen |
| Brahma | Viergesichtige Gestalt, unter anderem mit Gebetskette und Lotussitz | 05.334 und Kontext |
| Lokapalas | Hüter der Richtungen als Teil der räumlichen und bildlichen Ordnung | 05.330–331 und Vastu-Abschnitte |
| Yoginis und weitere Göttinnengruppen | Gruppenbezogene sakrale Anordnungen; Namen und Lesungen sind teilweise beschädigt | 07.035 und zugehöriger Bildzusammenhang |
Shiva kann ausdrücklich als friedvoll im Lotussitz, mit Yoga verbunden und als Gestalt der Erkenntnis erscheinen (05.322). Daneben stehen wilde und schreckliche Formen. Ihre Unterschiede gehören zum Aussagegehalt der Bilder und sollten nicht zu einer einzigen allgemeinen „Energiegestalt“ eingeebnet werden.
Brahmayamala und Jayadrathayāmala
Die Zugehörigkeit zum Brahmayamala ist bereits in der Einführung und wiederholt in den Kolophonen ausgesprochen. Die Einführung stellt darüber hinaus eine eigene Klassifikation von Brahmayamala- und Jayadratha-Überlieferungen dar (01.047–056). Einige Namen und die Zahl der aufgezählten Untergruppen sind beschädigt.
Die Bezeichnung Jayadrathadhikara markiert eine Verbindung zum Jayadratha-Komplex. Sie rechtfertigt jedoch nicht, den gesamten erhaltenen Pingalamata-Text mit einer beliebigen heute als Jayadratha Yamala bezeichneten Fassung gleichzusetzen. Ebenso wenig bedeutet „Brahmayamala“ in jedem Kontext automatisch dieselbe Textgestalt wie der heute gesondert edierte beziehungsweise digitalisierte Picumata-Text. Die Verwandtschaft ist wichtig; die Identität darf nicht vorausgesetzt werden.
Vama-, Yamala- und Trika-Elemente
Muktabodhas Quellenbeschreibung hebt hervor, dass die Weiheverfahren überwiegend dem siddhantischen Ritualtyp entsprechen, während das Werk auch Verfahren und Bilddetails der Vama-, Yamala- und Trika-Traditionen enthält. Die Muttergöttinnen, Bhairava-Gestalten und besonderen rituellen Anordnungen stehen in diesem größeren Zusammenhang.
Das Pingalamata lässt sich deshalb nicht sinnvoll auf nur eine dieser Bezeichnungen reduzieren. Auch sollte Kaula nicht als pauschales Etikett für jede ungewöhnliche Ritualpassage dienen. Aussagekräftiger ist die konkrete Frage: Welche Gottheit, welche Form der Weihe, welche Übertragung und welches Ziel sind an der jeweiligen Stelle gemeint?
Yoga und innere Bedeutung der äußeren Formen
Dhyana, Japa und Yoga-Praxis werden im Werk tatsächlich genannt. Der Lehrer soll Yoga üben (02.029), im gemeinschaftlichen Wohnbereich werden Meditation und Yoga-Praxis vorgesehen (14.038), und die Weihe verbindet wiederholt äußeres Handeln mit innerer Vorstellung.
Besonders fein ist die Unterscheidung einer äußeren und einer inneren Zeit (15.400–401). Die äußere wird durch astrologische Bestimmung festgelegt; die innere ist subtil und an die Anleitung des Gurus gebunden. Für heutige Leser kann das eine Frage eröffnen: Bin ich nur äußerlich am richtigen Ort, oder auch innerlich bereit? Diese Frage ist eine moderne Auslegung, keine Übersetzung einer versteckten Achtsamkeitsanweisung.
Ebenso lässt sich die Verbindung von Erkenntnis und Handlung praktisch bedenken: Verstehe, was du tust, und lass dein Verstehen im Handeln sichtbar werden. Eine sorgfältige Puja, eine stille Mantrawiederholung oder ein bewusster Dienst können dazu beitragen. Entscheidend für diese heutige Praxisanregung ist die Aufmerksamkeit, mit der du handelst: Lass aus einer vertrauten Form eine bewusste Begegnung werden.
Historische Grenzen und problematische Rituale
Der Text enthält neben friedvollen und auf Befreiung gerichteten Verfahren auch feindbezogene oder machtbezogene Zielsetzungen, darunter Marana, Uccatana und Stambhana. Solche Passagen werden als Bestandteile einer historischen Ritualwelt dokumentiert; sie sind keine Empfehlungen für heutiges Handeln gegen andere Menschen. Die Sanskritausgaben bewahren den Quellenbestand.
Auch regionale, soziale und körperbezogene Ausschlussregeln gehören zur Überlieferung. Sie erscheinen besonders in den Anforderungen an Ritualträger. Die Übersetzung verschweigt sie nicht und macht sie zugleich nicht zu heutigen Maßstäben menschlichen oder spirituellen Wertes. Bemerkenswert ist, dass der Text selbst zwischen Beschränkungen beim Siddhi-Erwerb und dem Zugang zur Befreiung unterscheidet (02.025–026; 25.004–012).
Den ethischen Maßstab für die hier formulierten Praxisanregungen bilden Mitgefühl, Nichtverletzen und verantwortliches Handeln. Diese Ausrichtung lässt sich an ausdrückliche Textstellen anschließen, ohne die widersprüchlichen Seiten des Werkes zu leugnen.
Fünf zentrale Lehren des Pingalamata
- Erkenntnis soll dem Wohl der Wesen dienen. Der Lehrer wird als mitfühlend und allen Wesen zugewandt beschrieben (01.018).
- Heilige Form verbindet Erkenntnis und Handlung. Die Weihe ordnet beide Kräfte einander zu und verbindet sie (15.398–399, 15.478).
- Shakti ist tragende Gegenwart. Als Anantashakti und Dharini begründet sie Festigkeit und trägt die göttliche Einsetzung (15.369, 15.423).
- Verschiedene Gestalten mindern die Einheit Shivas nicht. Die Unterschiede der Bilder und Maße betreffen nicht eine Aufteilung des höchsten Herrn (23.005–019).
- Verehrung hat Folgen für den Umgang mit Menschen und Lebewesen. Gastfreundschaft, Unterstützung Bedürftiger und Nichtverletzen gehören ausdrücklich zum Text (21.013; 15.585–586).
Fünf Anregungen für Yoga-Aspiranten
Die folgenden Übungen sind heutige, einfache Anwendungen der erläuterten Themen.
- Behandle den Körper als Tempel. Nimm vor deiner Praxis eine bequeme, aufrechte Haltung ein. Begegne dem Körper mit Sorgfalt und Dankbarkeit.
- Sammle dich in einer inneren Ausrichtung. Erinnere dich zu Beginn der Meditation an das Göttliche oder an eine heilsame Absicht. Lass diese Ausrichtung deine Übung tragen.
- Pflege Maß und Ordnung. Räume deinen Übungsplatz auf und wähle einen regelmäßigen, realistischen Zeitrahmen. Sorgfalt darf freundlich bleiben.
- Verbinde äußere Form mit Bewusstheit. Wenn du eine Blume darbringst oder ein Mantra wiederholst, schenke dieser Handlung deine Aufmerksamkeit.
- Verbinde Überlieferung, Fragen und gelebte Erfahrung. Lies eine kurze Stelle, bedenke ihren Zusammenhang und frage bei Unklarheiten nach. Prüfe im Alltag, ob deine Praxis Mitgefühl und Wahrhaftigkeit stärkt.
Pingalamata und andere Tantra Schriften
| Schrift oder Gruppe | Sinnvoller Vergleich |
|---|---|
| Brahma Yamala und Jayadratha Yamala | Selbstzuordnung und Überlieferungsverwandtschaft des Pingalamata; keine pauschale Gleichsetzung der erhaltenen Fassungen. |
| Devyamata, Mayasamgraha, Brihatkalottara, Kirana Tantra und Mohacurottara | Gemeinsam mit dem Pingalamata Gegenstand von Mills’ vergleichender Edition der Tempelbauabschnitte. |
| Mrigendra Tantra und Matanga Parameshwara Agama | Vergleichsfragen zu shivaitischer Lehre, Ritual und der Beziehung von Erkenntnis und Handlung; hier kein Nachweis direkter Textabhängigkeit. |
| Svacchanda Tantra | Vergleichsfragen zu Bhairava, Mantra, göttlichen Ebenen und Weihe. |
| Tantraloka, Siddhayogeshvarimata und Trikasadbhava | Vergleichsfragen zu Shakti, Trika, Göttinnengruppen und innerem Vollzug. Die hier verlinkten Werke sind keine stillschweigenden Ersatzquellen für beschädigte Pingalamata-Stellen. |
Deutsche Übersetzung des Pingalamata
Leseschlüssel: Die Nummern bezeichnen dieselben redaktionellen Textblöcke wie auf den Sanskritseiten. Sie sind keine vorgefundenen Versnummern. Halbverse, Prosa, Sprechervermerke und Kolophone werden deshalb als Stellen bezeichnet. Unsichere oder beschädigte Passagen sind lokal gekennzeichnet. Alle 4.096 redaktionellen Textblöcke der 26 Lesebereiche sind fortlaufend bearbeitet. Lesbarer Sanskrittext ist übersetzt; beschädigte oder nicht zuverlässig deutbare Teile sind an ihrer Stelle gekennzeichnet. Die Arbeitsübersetzung deckt damit den gesamten bereitgestellten E-Text ab, ohne eine lückenlose historische Überlieferung oder eine kritische Edition zu behaupten.
Lesebereich 01: Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium
Diesen Lesebereich lesen: IAST · Devanagari · Kapitelübersicht
Stelle 01.001 Om. Verehrung sei Shiva. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.002 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 01.003 O Gott, die Merkmale aller Dinge werden aus dem Agama erkannt. Ist auch der Agama selbst mit bestimmenden Merkmalen versehen oder nicht? Sage es mir, Herr. [Lesung im zweiten Halbvers unsicher; die Wiederholung 26.002 bestätigt den Fragesinn.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.004 O Herr der Götter, wie wird der Zusammenhang dieses Agama erklärt? Sprich über Auslegung und Studium, damit der Sadhaka Klarheit gewinnt. [Lesung des Ausdrucks für „Klarheit“ unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.005 Der erhabene Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 01.006 Gut, gut, du höchst Verständige! Deine Frage ist angemessen gestellt. Ohne Zweifel werde ich dir die Merkmale des Agama erklären. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.007 [Der erste Halbvers mit der Worterklärung von Agama ist beschädigt.] Weil die Lehre unterweist und schützt, wird sie Shastra genannt. [Für „schützt“ ist die verständlichere Parallelstelle 26.005 herangezogen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.008 Wodurch man erkennt und geführt wird, das heißt Jnana, Erkenntnis. Was sich entfaltet und beständig schützt, verstehen die Weisen als Tantra. [Der Wortlaut beider Erklärungen ist entstellt; „Tantra“ ist hier eine erschlossene Worterklärung, keine sichere ausgeschriebene Lesung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.009 [Lesung unsicher: Aussage über Wort und Bedeutung.] Aus dem Lotusmund Shivas hervorgegangen, wird es in der Folge der Überlieferung weitergegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.010 Was durch die Merkmale des Versmaßes bestimmt ist, wird Agama genannt. Die Kundigen sollen es gemäß dem Verhältnis zwischen Hörendem und Sprechendem verstehen. [Die Zusammensetzung am Anfang ist sprachlich beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.011 Als Sprecher kommt vor allem ein Acharya infrage, gelegentlich auch ein Sadhaka; nicht dagegen ein Samayin oder Putraka, selbst wenn sie die Bedeutung der Shiva-Schriften durchdrungen haben. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.012 Auch wenn diese beiden den Inhalt kennen, sollen diejenigen, die die Frucht der Unterweisung suchen, nicht von ihnen hören. Als Hörer des Agama kommen Samayin, Putraka und Sadhaka infrage. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.013 Ebenso die Lehrer und die weiteren Berechtigten: Sie sollen Shiva ergeben und fest in ihren Gelübden sein. Der Mantrin ist durch Mantra eingeweiht und der tantrischen Lebensordnung zugewandt. [Einzelne Bezeichnungen sind entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.014 So soll dieser Agama gehört und ausgelegt werden, du Gelübdetreue. Dies ist die für den Bhairava-Agama ausgesprochene Regel. [Lesung beim Verb „ausgelegt werden“ unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.015 In einer hellen, ebenen und reinen Halle, an einem zuvor rituell verehrten Ort, auf einem mit Kalk bestrichenen Boden soll die Auslegung stattfinden. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.016 Gereinigt, nach Osten oder Norden gewandt und innerlich ganz darauf ausgerichtet, soll der Lehrer dreimal in die Hände klatschen und die Himmelsrichtungen mit dem Astra-Mantra schützen. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.017 Er soll die zu seiner eigenen Praxis gehörenden Zuordnungen außen und innen vollziehen. Dabei meditiert er über den Zustand der Allwissenheit, als sei er selbst Shiva. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.018 Voller Mitgefühl, standhaft und allen Wesen zugewandt, soll er sich bemühen, allen Gnade und Hilfe zukommen zu lassen; die Erkenntnis steht dabei an erster Stelle. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.019 Zuvor soll er es dem Guru oder einem älteren Bruder der väterlichen Linie mitteilen. Wissen kann auch aus Zuneigung an einen in derselben Lehre Verbundenen weitergegeben werden, wenn dies gebilligt ist. [Die Zuordnung der Verwandtschaftsbezeichnungen bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.020 Höre nun, wie die Hörer in der vorgeschriebenen Weise zuhören sollen. Eine Unterlage für die Auslegung soll hergestellt werden, die als Yogapitha dient. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.021 Sie soll aus Shriparni oder vergleichbarem Holz bestehen und günstige Merkmale besitzen: zwei Ellen, zuzüglich [unsicherer Angula-Angabe], lang und anderthalb Ellen breit. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.022 Wenn der maßgebliche Hörer ein Acharya ist, o Herrin der Götter, soll dieses Yogapitha vierzig Fingerbreiten messen. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.023 In der Breite soll es neun Fingerbreiten haben. Die beiden Füße sollen jeweils eine Elle lang sein und die zuvor angegebene Breite besitzen. [Der Anschluss an die vorherige Maßangabe ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.024 Die Füße sollen Elefantenfüßen gleichen, mit Nägeln versehen und in der Mitte gebogen sein. Dazu soll ein einander zugewandtes Paar von Muschelformen gestaltet werden. [Einzelne Wörter sind entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.025 Die Mitte des Sitzes soll mit vielfältigen Blättern und Ranken geschmückt werden. Darüber soll in der Mitte ein Lotus gezeichnet werden, dessen Blüte sich ein wenig geöffnet hat. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.026 Ebenso sollen zu beiden Seiten wohlgestaltete Lotusblüten angebracht werden. An ihren Enden sollen Blatt- und Blütenrispen herabhängen. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.027 So soll für den Guru von einem Guru, der Unterweisung hören möchte, ein Sitz hergestellt werden: sechsunddreißig Fingerbreiten lang und sechs breit. [Die Form der Breitenangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.028 Ein Sadhaka soll das Yogapitha wie zuvor beschrieben herstellen. Ist jedoch ein Putraka der maßgebliche Hörer, du Schönfarbige, (IAST · Devanagari)
Stelle 01.029 so soll das Yogapitha dreißig Fingerbreiten lang sein; seine Breite wird mit vier Fingerbreiten angegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.030 Die übrige Gestaltung soll wie zuvor günstige Merkmale besitzen. Wenn aber ein Lingin oder ein weiterer Berechtigter der maßgebliche Hörer ist, [Bezeichnung und Anschluss unsicher] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.031 soll das Yogapitha wie zuvor vierundzwanzig Fingerbreiten lang und zwei Fingerbreiten breit sein, mit den entsprechenden Merkmalen versehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.032 Eine weitere Ausführung wird mit zwanzig Fingerbreiten angegeben; die Füße [Lesung unsicher]. In dieser abgestuften Ordnung sollen die Selbstbeherrschten [Textlücke]. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.033 [Textlücke.] Mit Duftstoffen, Blumen und weiteren Gaben versehen, wird die auf einer Blattunterlage ruhende Lehre ehrerbietig verehrt. [Die Lesung der Unterlage ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.034 [Beschädigter Halbvers über die Ausstattung der Unterlage; lesbar sind Hinweise auf Schreib- beziehungsweise Zeichengerät.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.035 Nachdem man dies vor das Yogapitha gestellt hat, soll man den Guru freundlich stimmen. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.036 „Durch deine Gnade …“ [Textlücke.] Darauf ist der erhabene Guru erfreut und richtet seinen Geist auf die Auslegung. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.037 [Die Anweisung zur Zeichnung in der Mitte ist beschädigt.] Der Shiva-Lehrer soll dort Bhairava oder die Shaktis verehren. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.038 Auf dem zuvor gestalteten linken Lotus soll er die Reihe der Gurus verehren; auf dem rechten Lotus das Schreibgerät und die Schnur der Erkenntnis. [Die genaue sachliche Bedeutung von Jnanasutra bleibt offen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.039 Nachdem er mit Duftstoffen, Blumen und gegebenenfalls besonderen Gaben verehrt hat, soll er Shiva, Vagishvari und den Herrn der Hindernisse preisen. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.040 Er soll den Guru und die Lehrer der Erkenntnis ehren und zu Beginn den Zusammenhang der Lehre erläutern. Dieser ist einerseits allgemein, andererseits besonders. [Die Negation in „besonders/nicht allgemein“ ist in der Vorlage beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.041 Was in allen Tantras anerkannt ist, heißt allgemein. Was für dieses [Textlücke] feststeht, gilt als sein besonderer Zusammenhang. [Lesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.042 Nun werde ich erklären, was hier zum Zusammenhang gehört: Bezeichnung, Anlass, Urheber und Umfang. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.043 Nachdem zuerst der Zweck erklärt wurde, soll der Sprecher anschließend die Darstellung entfalten. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.044 Wie lautet die Bezeichnung dieser Lehre? Sie heißt Pingalamata. Als Regelwerk der Weihe gehört sie ihrem Zuständigkeitsbereich nach zum Brahmayamala. Ihr Anlass ist die erhabene Pingala. Wer ist ihr Urheber? Der göttliche Herr Shrikanthanatha. Wie groß ist ihr Umfang? [Die Zahlenangabe vor „tausend“ ist beschädigt.] Es gibt zwei Formen, die mit Kamarupa und [zweiter Name unsicher, wohl Uddiyana] verbunden werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.045 Diese Fassung gehört zu Kamarupa. Was ist ihr Zweck? Die Merkmale der Weihe gestalteter und ungestalteter Lingas zu erkennen. „Ungestaltet“ bezeichnet die bloße Lingaform; „gestaltet“ heißt eine Darstellung, die mit den Kennzeichen aller Körperglieder versehen ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.046 „Gestaltet und ungestaltet“ bezeichnet eine Form, die beide Merkmale verbindet. Diese Mischgestalt [beschädigte Aussage über den Körper oberhalb des Herzens und das Gesicht; Abbruch im E-Text]. Danach soll der Sprecher weiter erläutern, entsprechend der Anweisung, anschließend zu erklären. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.047 Zuerst ist der Zusammenhang zu erläutern. Er ist dreifach: das Verhältnis zwischen dem Übermittelten und seinem Vermittler, zwischen dem Bezeichneten und dem Bezeichnenden sowie zwischen dem Erhellten und dem Erhellenden. Beim ersten Verhältnis ist die Schrift das Übermittelte, der Acharya ihr Vermittler. Beim zweiten ist das zu Bestimmende das Bezeichnete; das Merkmal macht es erkennbar. Beim dritten wird die Bedeutung durch das Wort erhellt; das Wort macht die Bedeutung sichtbar. Nun zur Zugehörigkeit zum Brahmayamala: [Übergang beschädigt.] Genannt werden Daurvasya, Paicika [Lesung unsicher] und Sarasvatamata. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.048 Weiter werden Jayadratha und als fünftes Phetkara genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.049 Mit Rakta und Lampata werden sieben Formen des Brahmayamala gezählt. [Die Namensformen sind teilweise unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.050 Zu welcher dieser sieben Formen des Brahmayamala gehört dies? Zu Jayadratha. Auch Jayadratha umfasst sieben Arten von Sutra. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.051 Genannt werden Sutra, Uttarasutra, Shaktisutra und das Kriya genannte Sutra. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.052 Weiter Vimalajnana und als siebtes Sarvasandoha. [Die erhaltene Liste nennt keine sieben eindeutig unterscheidbaren Titel.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.053 Zu welcher dieser sieben Sutra-Arten gehört dies? Es ist ein Kriyasutra. Auch das Kriyasutra ist fünffach. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.054 [Die Aufzählung ist beschädigt; erkennbar sind ein Hinweis auf Schutz und eine mit Meditation verbundene Form.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.055 Ferner wird eine mit dem Sinn der Ritualordnung verbundene Form genannt sowie eine fünfte Art der Handlung. [Die Lesung „pañcapātra“ ist hier nicht sicher zu deuten.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.056 Zu welcher der fünf Arten gehört dieses Kriyasutra? Es ist das mit dem Sinn der Ritualordnung verbundene Sutra. Was bedeutet Kalpartha? Der Sinn des Kalpa; wer damit vollständig verbunden ist, heißt „mit dem Sinn des Kalpa verbunden“. Oder: Wer durch die Einweihung gereinigt ist und die eigene Berechtigung erlangt hat, soll die auf das Linga bezogene Praxis ausführen, nachdem er dessen Merkmale erkannt hat. Auch beim Mantra besteht eine Beziehung zum Linga; durch diese Stütze wird Göttlichkeit erlangt. [Der letzte Satz ist im Sanskrit entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.057 Daher soll man sich zur Erlangung der Vollendung auf das Linga stützen. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.058 Nachdem zuerst der Zusammenhang hergestellt wurde, erfolgt die Erklärung der Wörter und der weiteren Bestandteile. [Textlücke; möglicherweise ist eine sechsfache Auslegung genannt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.059 Man soll die Erklärung so beginnen, dass der Hörer sie versteht: durch Zeichnungen mit Kreide oder anderem Zeichengerät, durch Linien oder durch mündliche Erläuterung. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.060 Auch der Schüler soll sich dem Lehrer zuwenden, Gottheit, Agama und Guru verehren, auf die Knie gehen und sich wiederholt verneigen. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.061 Danach soll er mit ganz auf Shiva gerichtetem Geist der Reihe nach zuhören. Entsteht ein Zweifel, soll er fragen; was er nicht versteht, soll er sich erklären lassen. [Der Wortlaut des letzten Satzteils ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.062 Er soll kein Hindernis bereiten und keine bloß selbst ausgedachten Einwände vorbringen. Er soll, o Herrin der Götter, tun, was der Acharya billigt. [Lesung beim Wort für „Einwände“ unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.063 Auch überlegene Klugheit entschuldigt nicht das Fehlverhalten gegen diese Ordnung. Nach Abschluss soll erneut in der zuvor beschriebenen Reihenfolge verehrt werden. [Der erste Satz ist sprachlich beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.064 Man soll die Verehrung am Opfersitz abschließen und die benutzten Opfergaben ordnungsgemäß behandeln. Dem Acharya soll man Ruhe verschaffen und ihm vom Kopf bis zu den Füßen dienen. [Einzelne Ritualausdrücke sind entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.065 Nach Gruß und Verehrung soll man den Guru um Verzeihung bitten. Beginn und Abschluss erfolgen mit den zum Bhairava gehörenden [Ritualgaben beziehungsweise Formeln; Lesung unsicher]. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.066 Wenn die entsprechenden Speisegaben vorbereitet sind, soll man sie darreichen: die zu dieser Zeit eingetroffenen Speisen, gekocht oder [letzte Speisebezeichnung beschädigt]. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.067 Die Hörer sollen Betel, Kampfer und weitere Gaben darbringen. Was während der Unterweisung eintrifft – Gewänder, Gold, Edelsteine und anderes –, (IAST · Devanagari)
Stelle 01.068 das alles kommt dem Guru zu, soweit es gebilligt wird. Nach dem Aufstehen, Besinnen und der täglichen Mittagsverrichtung [der Satz setzt sich fort]. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.069 soll man hören, wenn der Guru Zeit dafür hat; oder man soll nach eigenem Vermögen nachdenken oder rezitieren, wenn das Verständnis noch schwach ist. [Anfang beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.070 Man soll die eigene Auffassungsgabe erkennen und eine dieser Tätigkeiten aufnehmen. Auf diese Weise soll der Agama bis zu seinem Abschluss gehört werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.071 Wenn jemand nachlässig mit dem Sinn umgeht, ist Wiedergutmachung erforderlich. Höre nun, du Schönantlitzige, wann das Studium ruhen soll. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.072 Für Hören, Studieren und Nachdenken gelten allgemeine und besondere Unterbrechungen: am ersten, vierten, achten und neunten Mondtag, (IAST · Devanagari)
Stelle 01.073 am Shiva-Tag und am Vollmondtag soll in der hellen Monatshälfte keine Auslegung stattfinden. Entsprechendes gilt für sechs Tage der dunklen Hälfte. [Die Aufzählung und der letzte Ausdruck sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.074 An den jeweils neun verbleibenden Tagen der beiden Monatshälften ist Studium vorgesehen. Das war die allgemeine Regel; höre nun die besondere. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.075 An beiden Tagundnachtgleichen, beim Vyatipata, an der südlichen und nördlichen Sonnenwende sowie an den Vishnupada und Shadashitimukha genannten Zeitpunkten, (IAST · Devanagari)
Stelle 01.076 die für das Jahr mit dreißig Tagen angegeben werden [Zahl und Satzbau unsicher], soll jeweils für einen Tag eine Studienpause eingehalten werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.077 Bei den Ashtaka-Terminen sind jeweils drei Tage vorgesehen; bei Sonnen- und Mondfinsternissen soll man fünf Tage einhalten. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.078 Beim Fest Shakras fünf Tage, bei dessen Niederlegung drei Tage [Bezug unsicher]; beim Pavitrarohana fünf Tage, ebenso beim Karttika-Fest. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.079 Beim Mahanavami genannten Fest [mittlerer Ausdruck beschädigt] drei Tage; auch beim Pavitrarohana soll das Studium unterbrochen werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.080 Wenn ein Muni oder Siddha gestorben ist, ob man dies selbst sieht oder davon hört, soll das Studium ruhen. Stattdessen soll man Meditation, Japa und Ähnliches üben. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.081 Dies soll gemeinsam mit den entsprechenden Gruppen und dem Cumbaka geschehen. Nun erkläre ich die durch augenblickliche Ereignisse bedingten Unterbrechungen; höre genau. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.082 Bei [beschädigter Ausdruck für ein Naturereignis], Donnerschlag, beim Tod eines großen Königs, beim Fall von Sternen und beim Feuerschein in den Himmelsrichtungen, (IAST · Devanagari)
Stelle 01.083 bei Nebel, heftigem Wind, beim Erscheinen eines Kometen und bei unzeitgemäßem Regen gilt eine durch das Ereignis bedingte Unterbrechung. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.084 Nun nenne ich weitere zeitweilige Unterbrechungen: bei Bedrängnis von Asketen und Brahmanen, bei Streit und beim Aufmarsch königlicher Heere. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.085 Wenn man von einem Todesfall oder [weiteres Ereignis unsicher] hört, wenn in der Nähe eine Frau klagt, wenn Gäste eintreffen, eine Kuh kalbt oder ein Fest stattfindet, (IAST · Devanagari)
Stelle 01.086 wenn Sänger eintreffen oder Gesang erklingt, beim Erbrechen und der anschließenden Reinigung sowie bei [beschädigter Schluss] gilt eine kurze, ereignisbezogene Pause. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.087 Wenn Verwandte oder Angehörige der väterlichen Linie von weit her eintreffen, soll man sie [Textlücke: wohl empfangen]; danach kann man die Auslegung wieder aufnehmen. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.088 [Stark beschädigte Regeln zur Unterbrechung des Hörens; anschließend unleserliche Stelle. Eine zusammenhängende Übersetzung ist nicht möglich.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.089 „… soll sein.“ [Isolierter Rest eines beschädigten Satzes.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.090 Maus, Katze, Waran, Frosch, Schlange [ein Tiername unsicher], Mungo, [weiterer Name unsicher], Hund und verschiedene Menschen werden genannt. [Gemeint sind Störungen des Unterrichtsraums; der vollständige Satzanfang fehlt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.091 Bei einer Unterbrechung zwischen den Hörern ein Tag, beim Guru drei Tage; wenn jemand zwischen Lehre und Hörer tritt, soll die Vidya hundertachtmal rezitiert werden. [Die räumlichen Zuordnungen sind nicht völlig sicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.092 Bei einer Unterbrechung am Cumbaka [Textlücke] das Doppelte des vorher Genannten; bei einer weiteren Störung im Hörerkreis soll man drei Tage lang tausendmal rezitieren. [Lesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.093 Wenn die Störung zwischen dem Cumbaka und dem Yogapitha beziehungsweise am Yogapitha erfolgt, sind fünf Nächte, Gaben und zehntausend Wiederholungen vorgesehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 01.094 Alle diese Studienpausen beziehen sich auf Hören, Lernen und Nachdenken. [Die anschließende Aussage zum Unterlassen größerer Japa- und Verehrungshandlungen ist sprachlich und im Verhältnis zu 01.080 unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.095 Die Zeit kann mit Aufträgen des Gurus und mit dem Erwerb des Lebensunterhalts verbracht werden. Man kann schreiben oder schreiben lassen, ausgenommen die Purna- und Rikta-Tage. [Ein Wort ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.096 Man kann Purana oder Dharmashastra zum Zweck der Befriedung lesen oder das Handwerk üben, insbesondere das Zeichnen und das Führen wohlgestalteter Linien. [Lesung im ersten Halbvers unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 01.097 Damit endet im Pingalamata, im Jayadratha-Bereich, der Abschnitt über Auslegung und Studium. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 02: Prashna – Fragen und Voraussetzungen
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Stelle 02.001 Im Schoß der großen Maya verweilend, vom großen Yoga umgeben, im Zustand großer Freude und mit den großen Muttergöttinnen vereint, (IAST · Devanagari)
Stelle 02.002 umgeben von Vetalas, Wesen mit langen Beinen, [weiterer Wesenname unsicher], Zwergen, Anführern, vollendeten Yogis und weiteren Begleitern des Bhringin, (IAST · Devanagari)
Stelle 02.003 wurde Bhairava, der Herr der Götter und Herr der ekstatischen Schar, vielfach mit Tanz, Gesang, Instrumentalmusik, Prosa und Versen gepriesen. [Einzelne Wörter sind entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.004 Als alle Versammelten den erfreuten Herrn sahen und die vorgeschriebenen Handlungen vollzogen waren, erhob Pingala ihre Stimme. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.005 O Herr der Sadhakas, zuvor wurden die Merkmale und die Maße für diejenigen genannt, die sich auf das Linga der Vollendung stützen. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.006 Doch habe ich dies noch nicht verstanden, o Gott: Was ist das Linga, und wodurch wird es so genannt? Wer sind Guru, Handwerker, Helfer und Auftraggeber der Handlung? [Ein Wort am Anfang beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.007 Welche Merkmale haben die Materialien, und aus welchen Stoffen wird es hergestellt? Wo sollen diese gewonnen werden; welche Berge und Flüsse kommen infrage? [Ein Wort beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.008 Welche Wälder und Haine sind geeignet, und wie soll man sich auf den Weg machen? [Lesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.009 Welche überirdischen und gewöhnlichen, günstigen und ungünstigen Vorzeichen gibt es dabei? (IAST · Devanagari)
Stelle 02.010 Welche Mondtage, Mondhäuser und astrologischen Verbindungen, welche Stärke von Sternen und Mond, welche Karana- und Wochentagsverbindungen sind jeweils günstig? (IAST · Devanagari)
Stelle 02.011 Was immer hierher gehört, o Führer der Götter, erkläre es zum Wohl der Welt: die vorzügliche Ordnung der Weihe. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.012 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 02.013 O Herrin der Götter, ich werde dir das Regelwerk mit seinen fünf Weiheformen entsprechend der vorausgehenden Übersicht näher erklären. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.014 Das zu Bestimmende ist durch seine Ursache begründet, das bestimmende Merkmal entspricht seinem Wesen. Die in der Schrift genannte Maßbestimmung bezeichnet die Länge. [Begriffliche Lesung teilweise unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.015 Das Aufmaß bestimmt die Gliederung der Lingaform. Am Ende der Weltauflösung geht alles darin ein, und wiederum geht die Schöpfung daraus hervor. [Zweiter Halbvers sprachlich beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.016 Aufgrund des Eingehens und Hervorgehens heißt es Linga. Linga nennt man auch ein Zeichen; ein Zeichen wiederum ist eine Mudra. [Die etymologische Verbindung ist in der Vorlage entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.017 Eine Mudra stiftet in der Welt Erkennen und Gewissheit; so ist sie Anlass göttlicher Gnade. Dies bezeichnet das Linga. [Der anschließende Hinweis auf Stütze und Gelübde ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.018 Das Linga wird zweifach genannt: beweglich und unbeweglich; es gewährt Befreiung und [Lesung unsicher] weltliche Erfüllung. Höre darüber entsprechend der von Shiva kommenden Überlieferung. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.019 Das bewegliche Linga ist der Shiva-Acharya, der seine eigene Lebensordnung wahrt; ebenso der Sadhaka, der für das eigene Ziel oder für andere tätig wird. [Schluss beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.020 Ich werde die Merkmale beider erklären, einschließlich ihrer Maße und Gestalt, sowie das Verhältnis zu den sozialen Gruppen und zu weltlicher Erfüllung und Befreiung. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.021 Höre nun die allgemeinen und besonderen Bestimmungen. [Beginn der geografischen Eingrenzung beschädigt; Magadha ist erkennbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.022 Südlich des Himalaya und östlich von Panchala liegt das Aryavarta genannte Gebiet. Von dort sollen nach dieser Vorschrift Acharya und Sadhaka stammen. [Der Gesamtgrenzverlauf ergibt sich wegen 02.021 nicht sicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.023 Die Herkunft aus einer als vorrangig betrachteten Familie wird allgemein genannt. Nun erkläre ich die besondere Bedeutung: Das Vorrangige bezeichnet Shakti. [Das Wortspiel ist sprachlich unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.024 Die bis zur Shakti reichende Geburt wird als höchste Geburt bezeichnet. [Der übrige Halbvers über Herkunft und Ausnahmen ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.025 Ausgeschlossen werden hier Personen aus Kamarupa, Kashmir, Kalinga, Konkan, Kanchi, Koshala, dem Kaveri-Gebiet und [weiteres Gebiet unsicher]. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.026 Weshalb? Dies gilt dem Erwerb von Siddhi; für Befreiung gelten Menschen jeder Herkunft als geeignet. Ein Acharya, der das Shiva-Gelübde trägt, soll weder übermäßig groß noch übermäßig klein sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.027 Ihm sollen nach der historischen Vorschrift weder Glieder fehlen noch überzählige Glieder vorhanden sein; seine Körperglieder sollen vollständig und wohlgestaltet sein. Er soll nicht zerstreut und niemals hinterlistig sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.028 Sein Geist soll nicht verwirrt sein; eine helle Erscheinung wird als vorzüglich bezeichnet. Er soll die geforderten Merkmale besitzen und den Weg der Weihe kennen. [Diese körperlichen Wertungen sind Aussagen des historischen Textes.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.029 Er soll die Verfahren der Vidya und des Vastu sowie die Maßschnüre des Linga kennen, in Jyotisha geübt sein und sich beständig der Yoga-Praxis widmen. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.030 Entsprechendes gilt für den Sadhaka. Höre über den Haushälter: Er ist durch die Verbindung mit seiner Frau ein Haushälter; er soll Yoga üben und die Vorschriften kennen. [Der Übergang ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.031 Er soll tatkräftig, innerlich gefestigt, im Handwerk kundig und verständig sein. So ist er für alle Aufgaben geeignet, besonders für dieses Vorhaben. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.032 Der Meisterhandwerker soll Shiva ergeben und vom Guru anerkannt sein. Die historische Vorschrift schließt Einäugigkeit, Taubheit, Blindheit und bestimmte körperliche Beeinträchtigungen aus. [Eine Krankheitsbezeichnung ist entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.033 Weiter werden fehlende Nase, Finger oder Füße sowie fehlende oder überzählige Körperglieder ausgeschlossen. Er soll nicht grausam sein, geordnete Nahrung zu sich nehmen und die Sinne beherrschen. [Speisebezeichnung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.034 Auch er soll die Merkmale und Maße verstehen, kundig in der Vermessung des Baugrunds sein, eine ruhige Hand und einen geraden Blick besitzen. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.035 Die tüchtigen, mutigen Handwerker und Helfer sollen ein begonnenes Werk vollenden, selbst wenn ihnen dabei das Leben bis an die Kehle dringt – also auch unter äußerster Bedrängnis. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.036 Alle sollen Rudra ergeben sein und [Textlücke]. Mit ganzer Hingabe sollen sie bei dem übernommenen Werk dem Dharma verpflichtet bleiben. [Satzbau beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.037 Nun erkläre ich die Merkmale des Auftraggebers, beginnend bei den Brahmanen: Er soll [erstes Merkmal unsicher], mit Tatkraft ausgestattet und ganz auf Shiva ausgerichtet sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.038 Für einen Menschen, dessen Leben auf Dharma ausgerichtet ist, soll man die entsprechende Handlung beginnen. Sie ist gewissenhaft zu vollziehen, weil sie zum Zustand der Befreiung hinführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.039 Als Materialien werden Stein, Holz, Erde, Gold, Kupfer, Silber, [ein Materialname unsicher], Bronze, Zinn und weitere mineralische Stoffe genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.040 Weiter werden Ei- beziehungsweise rundförmig entstandene Stoffe [Lesung unsicher], Edelsteine und Juwelen genannt. Höre nun, an welchen Orten sie gewonnen werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.041 Meru, Mandara, Kailasa, Gandha [Name verkürzt], Vipula, Nila, Nishadha, Hemakuta, Suparshva [Lesung unsicher] und [Textlücke], (IAST · Devanagari)
Stelle 02.042 sowie Shveta: Diese Berge gelten als große heilige Gebiete. Rishis, Siddhas, Gandharvas, im Yoga Vollendete und Apsaras, (IAST · Devanagari)
Stelle 02.043 alle sind dort der Verehrung Shivas zugewandt, von seiner Allwissenheit durchdrungen. Nun werde ich die geeigneten Fundorte erklären. [Übergang beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.044 Himalaya, Malaya, Vindhya, Sahya, Paripatra, Mahendra, der Nandi genannte Berg, Shrishaila und Riksha, (IAST · Devanagari)
Stelle 02.045 Urjayanta, Harishchandra und Shuktiman sind die Hauptgebirge; dazu kommen die daraus entspringenden Flüsse, die Bäume und Wälder, (IAST · Devanagari)
Stelle 02.046 die schönen Ufer auf beiden Seiten der Flüsse und die Haine. Ein Gebiet von zehn Yojanas außerhalb dieser Orte wird ebenfalls genannt. [Die genaue räumliche Zuordnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.047 Nun erkläre ich den Aufbruch zur Gewinnung des Steins. Höre, wie der Weg unter günstigen Umständen angetreten werden soll. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.048 Der erste, zweite, dritte, fünfte, siebte, zehnte, elfte und dreizehnte Mondtag (IAST · Devanagari)
Stelle 02.049 der hellen Monatshälfte gelten für günstige Vorhaben als günstig. Höre auch die anderen: der vierte, sechste, achte und neunte, (IAST · Devanagari)
Stelle 02.050 der zwölfte, der Vollmondtag und besonders der vierzehnte werden für ungünstige beziehungsweise feindbezogene Ziele zugeordnet; dazu entsprechende Tage der dunklen Monatshälfte. [Die Schlussgliederung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.051 [Beschädigte Einschränkung zu Purna- und Rikta-Tagen.] Sonntag, Mittwoch, Donnerstag und Montag gelten als günstig; Freitag und Dienstag werden den anderen Zielen zugeordnet, (IAST · Devanagari)
Stelle 02.052 ebenso Samstag. Mrigashiras, Revati, Ashvini, Punarvasu, Pushya, Hasta, Chitra, Svati und Jyeshtha gelten als günstig aufgehende Mondhäuser. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.053 Sie dienen dem Gehen und Wiederkommen, weil sie als seitwärts gewandt gelten. Krittika, Magha, Vishakha, Bharani, Ashlesha und Mula, (IAST · Devanagari)
Stelle 02.054 sowie die drei Purva-Mondhäuser werden den ungünstigen Zielen zugeordnet, weil sie als abwärts gewandt gelten. Unter den astrologischen Yogas werden Ayushman, Priti, Saubhagya, Shobhana und Shukla, (IAST · Devanagari)
Stelle 02.055 Dhriti, Vriddhi, Dhruva, Variyan [Lesung unsicher], Harshana, Shiva, Siddha, Siddhi, Sukarman, Indra, Shubha, Brahma und Vaidhriti genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.056 Diese Yogas werden als für günstige Zwecke geeignet bezeichnet. Für die anderen Ziele nennt der Text Shula, Vajra, Ganda, Atiganda, Vishkambha, Vyaghata und Parigha, (IAST · Devanagari)
Stelle 02.057 ferner Sadhya und Vyatipata sowie das Bhadra-Karana. Für günstige Zwecke sollen dieses und die vier festen Karanas vermieden werden. [Die astrologische Einteilung wird unverändert als Aussage dieser Vorlage wiedergegeben.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.058 Bei der Sternbeziehung gelten Sampat, Kshema, Mitra und Paramamitra als günstig. Nidhana, Janma, Vipat, Pratyara und Sadhana werden anders eingeordnet. [Die Überlieferung des Namens Nidhana und der Zuordnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.059 Nach der allgemeinen Regel erkläre ich besondere Siddhi-Verbindungen: Mula am Sonntag, Shravana am Montag und Krittika am Mittwoch, (IAST · Devanagari)
Stelle 02.060 Uttarabhadrapada am Dienstag, Purvaphalguni am Freitag und Punarvasu am Donnerstag werden für den Aufbruch gelobt. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.061 Erkenne nun die überirdischen und gewöhnlichen Vorzeichen auf einer Reise. Zu den gewöhnlichen gehören [Lesung unsicher] Worte des Gelingens, der Geduld und des Wohlergehens. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.062 Eine Gruppe spielender Mädchen, eine festliche Schar [Lesung unsicher], ein emporgehaltener voller Tonkrug, ein Pashupata, ein Shaiva und ein Träger des großen Gelübdes gelten als günstig. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.063 Ebenso ein Brahmane mit Segensworten und vedischem Gesang, der Klang von Muschelhorn und Trommel sowie von Muraja, Flöte und Zimbeln. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.064 Der Beginn eines Tanzes vor der Gottheit und der Ruf „Rezitiere, rezitiere!“ gelten als günstig. Klagen, ein Bettelmönch, ein Berauschter, ein Verwirrter und ein Nackter werden anders bewertet. [Historische Vorzeichenlehre.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.065 Die Worte „Was?“ und „Wohin gehst du?“, ein leerer Krug und ein mit Öl bestrichener Mensch gelten als ungünstig: Sie zu sehen oder zu hören verhindere nach dieser Lehre das Gelingen; bei anderen Zeichen gelinge die Handlung. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.066 Ein Schakal auf der linken Seite [Tiername unsicher] und ein Antilopenbock auf der rechten gelten als günstig, ebenso eine Krähe auf einem Milchsaftbaum, auf Elefant, Pferd oder Rind, (IAST · Devanagari)
Stelle 02.067 wenn sie links ruft; der Herunda [Vogelname unsicher] rechts. Genannt werden ferner die Rufe von Blauhäher und Schakal sowie Esel, Kamel, Eule und Schwein. [Zuordnung im zweiten Halbvers unklar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.068 [Weitere Vorzeichenbezeichnungen beschädigt.] Wenn eine Schlange den Weg kreuzt, gelinge das Vorhaben nicht; im anderen Fall gewiss. [Textaussage, keine sachliche Erfolgsvorhersage.] (IAST · Devanagari)
Stelle 02.069 Die überirdischen Zeichen sowie die Stärke von Tierkreiszeichen und Mond werde ich später erklären. Nach der Ankunft soll die vorbereitende Weihe ordnungsgemäß und der Reihe nach vollzogen werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 02.070 Damit endet im Brahmayamala, im Jayadratha-Bereich des Pingalamata, das erste Prakarana, genannt „Fragen“. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 03: Samanyalinga – Allgemeine Merkmale des Linga
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Stelle 03.001 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 03.002 Man soll mit dem linken Fuß voranschreiten, wenn der Atem in der linken Nadi fließt. Zur Reinigung des Weges soll man sich an Bhairavas furchtzerstörende Gestalt erinnern. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.003 Wenn man selbst in den Wald gegangen ist, soll man die Merkmale des Steins prüfen. Weiß, indragoparot und gelb werden als günstige Farben für die mit den Brahmanen beginnende Reihe genannt. [Die Reihe ist hier verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.004 Mischfarben, Lotusfarbe, Taubengrau, Mungbohnenfarbe, Eisenfarbe, Bienenschwarz, die Farbe schwarzer Bohnen, Krapprot und Grün dienen bestimmten gewünschten Zielen. [Ein Farbwort ist entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.005 Steine werden als jung, erwachsen oder alt sowie als weiblich, männlich oder dazwischenliegend unterschieden. Ein weicher, übelriechender Stein mit dumpfem Klang beim Anschlagen [wird der ersten ungeeigneten Klasse zugeordnet; Satzanschluss im folgenden Block]. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.006 Einen vielfarbigen, leichten oder farblosen Stein soll man verwerfen. Wie ein Kind noch nicht zur betreffenden Tätigkeit fähig ist, bleibt auch dieser Stein ohne die erhoffte Frucht. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.007 Ein fester, kühler, glatter Stein mit tiefem, gutem Klang, widerstandsfähig, glänzend, schwer und angenehm anzusehen, gilt als vorzüglich. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.008 Er gewährt bei allen Vorhaben Gelingen, weil er frei von [Lesung unsicher: einem Fehler oder Einschluss] ist. Ein rauer, heißer, übermäßig harter Stein, der sich schlecht bearbeiten lässt und keinen Klang besitzt, (IAST · Devanagari)
Stelle 03.009 der Frosch-, Fisch- oder Schlangeneinschlüsse beziehungsweise Brüche zeigt, glanzlos und leicht ist, zerstöre hingegen alle Vorhaben; man soll ihn als „alt“ verwerfen. [Die Bezeichnungen gehören zur historischen Steinkunde.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.010 Ein Stein von der Gestalt eines Bananenblattes gilt als für Frauen erfolgbringend. Zeigt sich dagegen die Blattform von [erstem Baumname unsicher], Ashvattha, Palasha oder Arka, (IAST · Devanagari)
Stelle 03.011 so gilt er als männlich und für Männer erfolgbringend. Wo beide Arten von Merkmalen vorkommen, gilt er als geschlechtlich unbestimmt und der entsprechenden Personengruppe zugeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.012 Ein Stein mit bronze-, gold- oder kupferähnlichen Einschlüssen, mit Punkten, Linien oder Kettenmustern dieser Farben, gilt als ungünstig. [Die Bezeichnung der Einschlüsse ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.013 Er bringe dem Land Schaden und gefährde Sadhakas und Handwerker. Weil er diese schädlichen Einschlüsse besitzt, soll man ihn unbedingt verwerfen. [Die Art des zuerst genannten Schadens ist beschädigt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.014 Wenige Linien gelten als gut, das Fehlen von Linien als besonders gut. Deshalb soll man zunächst die günstigen Merkmale prüfen und anschließend die Reinigung des Bodens vollziehen. [Erster Halbvers entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.015 In der Nähe soll im Osten, Westen oder Süden eine ebene Stelle hergerichtet werden, nicht im Norden. Der Boden soll besprengt und bestrichen werden und Wasser abfließen lassen. [Die letzte räumliche Bestimmung ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.016 Nachdem man den Ort entsprechend der Gottheit beurteilt hat, soll dort die Verehrung stattfinden. Nach der Verehrung des Steins [oder zweier Steine; Lesung unsicher] soll das vorgeschriebene Feueropfer vollzogen werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.017 Den Hütern der Himmelsrichtungen soll man Bali-Gaben darbringen; Werkzeug und Handwerker sollen verehrt werden. Mit dem Bhairava-Astra und den Rudra genannten Mantras werden auch die Helfer [rituell angesprochen; Fortsetzung]. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.018 Mit den Mantras soll er sie besprechen, du Schönhüftige, und sich selbst an Shiva erinnern. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.019 Alle dort wohnenden Wesen in Berggestalt soll er ansprechen. [Die Namensform am Ende kann auch auf Schlangenwesen bezogen sein; Lesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.020 Om. Verehrung [cale: unsichere Anrede], dem Beständigen und dem Herrn der Berge. Svaha. [Die grammatisch unregelmäßige Formel wird nicht zu einer gesicherten Standardform umgeschrieben.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.021 Mit diesem Mantra soll man Blumen, Duftstoffe, Räucherwerk, Bali- und Arghya-Gaben darbringen. Dann wird er zum Fortgehen veranlasst. [Bezug auf die zuvor angesprochene Gegenwart.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.022 Der Kundige soll die allgemeine oder eine besondere gekochte Opfergabe essen: die allgemeine gemeinsam mit den gleichberechtigten Teilnehmern, die andere mit den dafür bestimmten anderen. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.023 Zur Reinigung dient unter anderem ein Zahnreinigungszweig von einem Milchsaftbaum. Für die mit dem Brahmanen beginnende Reihe wird seine Länge abgestuft, bis zu acht Fingerbreiten für den Shudra. [Die anfängliche Zahl, „zehn/eins“, ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.024 Für Sadhaka und Acharya beträgt das Maß zwölf Fingerbreiten. Mit Kuhdung oder Erde soll ein quadratisches Mandala hergestellt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.025 Nach Osten gewandt soll der Kundige mit gesammeltem Geist den Zweig kauen. Bei abweichender Zielsetzung soll die entsprechende andere Ausrichtung gewählt werden. [Die zweite Anweisung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.026 Im Mandala soll Pranava eingesetzt werden. Mit dem Herzmantra soll man die Fallstelle [des Zweiges] beachten: Norden, Westen, Nordosten, Osten und eine aufrechte Lage gelten als günstig. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.027 Süden, Südosten, [weitere Richtung beschädigt] und Nordwesten gelten für entgegengesetzte Ziele als günstig. Dann soll das Lager vorschriftsmäßig bereitet und der göttliche Gemahl Ambikas angerufen werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.028 Om. Verehrung Shambhu, dem Dreiäugigen, dem Rötlichbraunen und Großseeligen. [Die Verbindung der ersten Anreden ist grammatisch beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.029 Verehrung dem Vama, dem Allgestaltigen und dem in Bhairava-Gestalt. Offenbare mir den Traum, o Shambhu, für alle Vorhaben, o Herr der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.030 Formel, um die Bitte zu Gehör zu bringen. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.031 Om, hum; hili, hili. [Anrede beschädigt], Dreizackträger: Vernichte, vernichte den bösen Traum; „zerstöre, zerstöre das Günstige“ [so der erhaltene, vermutlich beschädigte Wortlaut]. Svaha. Die widersinnige Wendung wird nicht stillschweigend verbessert; daraus lässt sich keine gesicherte Rezitationsfassung gewinnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.032 Zuerst soll das Manavaka-Mantra rezitiert und gegebenenfalls Mantra-Nyasa am eigenen Körper vollzogen werden. Um das Ziel zu erreichen, soll man einschlafen und dabei des eigenen Vorhabens gedenken. [Ein Satzteil ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.033 „Erkläre es mir, o Herr der Götter; ich habe bei dir Zuflucht gesucht.“ Am Morgen soll man sich reinigen und dem Guru die Träume mitteilen. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.034 Wenn man im Traum den Acharya, Brahmanen, Kühe oder einen König in weißen Gewändern sieht, auf einem Elefanten oder Wagen sitzt oder saure Milch und [weitere Speisen, darunter eine unsichere Lesung] isst, (IAST · Devanagari)
Stelle 03.035 frisches Fleisch und Getränke inmitten einer Schar von Yoginis erhält, sich in die Luft erhebt oder auf einem Elefanten sitzt, [Schluss beschädigt], (IAST · Devanagari)
Stelle 03.036 [mehrere Traumgegenstände beschädigt; Schwein und Schiff sind erkennbar], das Meer überquert, Wissen oder eine Schrift erlangt, einen Schirm, eine Gebetskette oder ein Muschelhorn erhält, (IAST · Devanagari)
Stelle 03.037 so gelten diese und ähnliche Träume als günstig. Für ein günstiges Vorhaben soll man daraus Gelingen vorhersagen. [Aussage der historischen Traumdeutung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.038 Wer hingegen auf Esel oder Kamel reitet oder ein Fahrzeug besteigt [zweite Handlung unklar], (IAST · Devanagari)
Stelle 03.039 sich mit Öl salbt, einen Nirgrantha oder Bettelmönch sieht oder [beschädigte Angaben zu Fleisch und Milchtrinken], dem werden entsprechende ungünstige Ergebnisse zugeschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.040 Wenn der vollendete Acharya ein günstiges Zeichen gesehen hat, soll er es Shiva, dem Guru oder der heiligen Schrift vortragen und um Erlaubnis bitten. [Der folgende Satz über das Mitteilen an andere ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.041 Der Kundige soll den günstigen Traum erzählen, weil dadurch die Zuversicht auf das Gelingen gefestigt wird. Einen schlechten Traum soll man ebenfalls offenlegen, dem eigenen Lehrer wegen des erforderlichen Feueropfers. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.042 Dieser soll hundertacht Opfergaben darbringen; danach können die Arbeiten beginnen. Der Stein soll mit dem Kopf nach Osten oder Norden ausgerichtet werden. [Die anschließende Angabe zur Fußseite ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.043 Die Gesichtsseite liegt [Angabe zu unten und oben nicht sicher], die Rückseite und die übrigen Teile werden entsprechend bestimmt. Dies ist das allgemeine Verfahren, das weltliche Erfüllung und Befreiung gewähren soll. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.044 Für besondere Wünsche werden Kopfstellungen nach Nordwesten, Südosten, Süden oder Südwesten genannt. Gesicht und weitere Teile können entgegengesetzt angeordnet sein. [Die genaue Zuordnung und der letzte Satzteil sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.045 Ob der Stein alle genannten günstigen Merkmale besitzt oder nicht: Der Kundige soll ihn nach Maßgabe des Verfügbaren herbeibringen. Was an Riten am Fundort nicht ausgeführt wurde, soll in der Werkhalle vollzogen werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.046 Man soll wie zuvor beschrieben graben und den Stein bei friedvoller Zielsetzung nach Norden ausrichten; genannt wird auch die Zwischenrichtung zwischen Nordwesten und Norden. [Die Bestimmung der Fußrichtung ist entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.047 Man soll deutliche Kennzeichen anbringen: im allgemeinen Fall mit Pranava, im besonderen mit dem Herzmantra. [Die anschließende Dreiteilung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.048 Der Kundige soll Länge und Umfang nach dem vorhandenen Stein bestimmen und ihn sorgfältig herbeibringen. Der Sthapaka selbst soll mit Kreide und [Gerätebezeichnung unsicher] die Vermessung vornehmen. [Der Klammerzusatz der Vorlage ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.049 Er soll daran die Shiva-Schnur nach der entsprechenden Vorschrift anlegen [Textlücke]. Die höchste Shakti, die als Wirklichkeitsprinzip bezeichnet wird, besteht hier in Gestalt der Maßschnur. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.050 Sie ist unbegrenzt, reicht ohne Ende, durchdringt alles und ist nach allen Seiten gewandt. In ihrem Durchdringen ist sie mit dem alldurchdringenden Herrn verbunden und wirkt als seine Gnade. [Wortlaut teilweise entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.051 Diese Untrennbarkeit ist wie die Verbindung von Schwarz und schwarzer Decke. Ebenso wird das Gelingen in der Welt durch die Untrennbarkeit von Shiva und seiner Schnur begründet. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.052 Man soll über die Kraft meditieren, die seine Eigenschaften trägt, und mit dieser Schnur messen, nicht mit einer beliebigen anderen. Gewöhnliche Gegenstände werden mit gewöhnlichen Schnüren vermessen; für den Stein gilt die entsprechende heilige Maßschnur. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.053 Die Lingas werden in drei Hauptgrößen unterschieden: groß, mittel und klein. Die Maßreihe wird mit Tara- und Agni-Zahl angegeben. [Tara ist in dieser beschädigten Maßformel nicht eindeutig; Agni bezeichnet drei.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.054 Unterhalb der Tara-Zahl wird die Rishi-Zahl genannt und erneut dreifach unterteilt. Ein Linga mit der Tara-Zahl an Ellen heißt „groß innerhalb der großen Klasse“. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.055 Acht Ellen gelten als „mittel innerhalb der großen Klasse“, sieben als „klein innerhalb der großen Klasse“. Nun werden die mittleren Maße erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.056 Sie reichen von sechs bis vier: sechs Ellen sind „groß innerhalb der mittleren Klasse“, fünf „mittel innerhalb der mittleren Klasse“ und vier „klein innerhalb der mittleren Klasse“. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.057 Drei Ellen sind „groß innerhalb der kleinen Klasse“, zwei „mittel innerhalb der kleinen Klasse“ und eine Elle „klein innerhalb der kleinen Klasse“. Diese neun werden anschließend nochmals dreifach unterteilt. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.058 Der Kundige soll jeweils weitere Zwischenmaße ansetzen. [Der zweite Halbvers mit einer Vierer- und Dreierangabe unterhalb des Ellenmaßes ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.059 In Schritten von vier Fingerbreiten wird bis auf zwölf Fingerbreiten vermindert. Unterhalb dieses Maßes soll es nicht hergestellt werden. [Der wiederholte Schluss ist entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.060 Unter Einschluss der drei Raudra-Formen wird die Gesamtzahl mit sechsunddreißig angegeben. Ist zuerst der Tempel vorhanden, soll das Linga danach bestimmt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.061 Die Bestimmung beginnt beim kleinsten und reicht bis zum größten Maß der Heiligtumszelle. Die Hälfte des Garbha-Maßes wird mit einer kleineren Klasse verbunden; anschließend erscheint eine Neunteilung mit fünf Anteilen. [Die genaue Maßzuordnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.062 Dies wird als größtes der mittleren Maße bezeichnet; fünf und drei werden für die größte Klasse genannt. Zwischen größter und kleinster Form liegen jeweils zwei weitere Linga-Abstufungen. [Verhältnis und Bezugsmaß bleiben unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.063 Mit demselben Teilmaß sollen unterhalb der kleinen Form zwei weitere angesetzt werden. Dazwischen soll jede Abstufung wie zuvor dreifach unterteilt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.064 Auch hier ergibt sich eine Zahl von sechsunddreißig Lingas. Damit ist die Größenordnung erklärt; nun werden die Proportionen beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.065 Man soll die Hälfte des Maßes in acht Teile teilen; der Durchmesser beträgt sechs davon. [Die folgende Typenbezeichnung ist beschädigt.] So wird dieses Linga beschrieben, du von den Göttern Verehrte. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.066 Wieder wird die Hälfte in acht Teile geteilt; für den vierkantigen Bereich werden fünf Teile genannt. [Typenname unsicher.] Dies sind allgemeine Merkmale. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.067 Nun erkläre ich eine dritte, von den Götterscharen verehrte Form. Der Umfang wird in [Kala-Zahl] geteilt, der vierkantige Teil mit vier bemessen. [Der genaue Teilungsfaktor und sein Bezug sind nicht sicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.068 Die übrige Gestaltung ist gleich, o Göttin; sie soll Wohlstand, Getreide und Glück gewähren und ist allgemein für alle Wesen bestimmt. Die Hälfte des Umfangs ist in acht Teile zu teilen. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.069 Den darunterliegenden sechsten Teil soll man wiederum dreiteilen. Fünf Teile, vermehrt um einen solchen Anteil, ergeben den Durchmesser. [Die Beziehung der beiden Teilungsebenen ist aus dem Wortlaut nicht vollständig sicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.070 Damit ist die Proportion beschrieben. Nun erläutere ich die Aufteilung der Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.071 Man soll drei gleiche Abschnitte bilden; der Durchmesser wird am Brahma genannten Abschnitt bestimmt. [Halbvers mit verkürztem Satzbau.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.072 Der Vishnu-Teil ist achteckig; dafür wird eine Siebenteilung genannt. Im mittleren Bereich einer Dreiteilung erfolgt eine Verminderung um zwei. [Die genaue geometrische Konstruktion bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.073 Am Rudra-Teil werden entsprechend sechzehn Kanten hergestellt, anschließend zweiunddreißig. So wird das kantige Linga in zwei Bearbeitungsschritten ausgebildet. [Eine Richtungsangabe ist entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.074 Der Verehrungsteil kann auch gleichmäßig rund gestaltet werden. Bei einer weiteren Konstruktion erfolgt eine Achtteilung mit einer Schnurführung aus der Mitte des vierten Teils. [Letzter Ausdruck beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.075 Nach der Verminderung um vier entsteht darüber das Achteck. Nun erkläre ich die Rundung des Kopfes und die verschiedenen schirmartigen Abschlüsse. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.076 Zunächst wird der Kopf in acht Teile geteilt. An beiden Enden werden die äußeren Teile gerundet und jeweils eine Hälfte abgenommen. Dies gilt als erste günstige Schirmform. [Die genaue Schnittführung ist sprachlich beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.077 Durch Abnehmen einer Hälfte entsteht die zweite, durch Wegnehmen von drei die dritte Form. Die vierte Schirmform wird aus einem Viertel [Textlücke] gebildet. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.078 Die Höhe wird geteilt; auf beiden Seiten werden zweieinhalb Teile weggenommen. Dies heißt Trapusha, gurkenförmig. Nun wird die hühnereiförmige Gestalt erklärt. [Die Grundteilung ist nicht angegeben; ein Wort ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.079 Man teilt die Höhe in vier, lässt zwei Teile stehen und nimmt zwei weg. Bei einer Dreiteilung des Kopfes werden zwei junge Mondsicheln ausgespart. [Die geometrische Verbindung beider Anweisungen ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.080 Wenn beim Schneiden oder Behauen eine kreisförmige Zeichnung sichtbar wird, gilt das Linga als „mit einem Inneren versehen“, also als einschlusshaltig. Höre die entsprechenden Benennungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.081 Bei Krappfarbe wird ein Frosch, bei gelbbrauner Farbe eine Maus und bei Rot eine Eidechse angenommen; Schwarz soll eine Schlange anzeigen. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.082 Bei Schwertfarbe wird Wasser angenommen, bei der Farbe von Rohzucker ein Stein; Taubengrau soll eine Eidechse im Inneren, Aschefarbe [einen unklar benannten Einschluss] anzeigen. [Die erste Lesung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.083 Bunte Farbe soll auf einen Skorpion, Gelb auf einen Waran [mit weiterer unsicherer Bestimmung], Bienenschwarz auf Gift und dunkle Farbe auf etwas Menschliches hinweisen. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.084 Blau soll eine Gonasa-Schlange anzeigen; bei einer weiteren dunklen beziehungsweise blauen Färbung wird eine menschlich-schlangenartige Form genannt. Blauhäherfarbe soll einen Vogel anzeigen; die entsprechende Mischfarbe eine menschlich-vogelartige Gestalt. [Mehrere Lesungen ausdrücklich unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.085 Gelb zusammen mit Bienenschwarz soll Waran und Schlange anzeigen, Taubengrau mit bunter Färbung eine Eidechse und [zweiten Namen unsicher]. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.086 Bei einem ascheartigen Kreis nehmen die Kundigen Sand an. Bei Krapp- und Gelbbraun sollen Frosch und Maus darin sein. [Wortlaut teilweise unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.087 Bei zwei Farben soll man einen zweifachen Einschluss, bei einer Farbe einen einfachen annehmen. Durch Schleifen mit rauem Schleifstein und ähnlichen Mitteln werden die Zeichnungen sichtbar gemacht. [Lesung des Schleifvorgangs unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.088 Wenn nichts zu sehen ist, aber Zweifel bestehen, ob man den Stein verwerfen soll, erfolgt eine Prüfung mit den dafür vorgesehenen Stoffen. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.089 Der Lehrer soll diese Prüfung vornehmen. Genannt werden Brahmana, Riddhi, Vriddhi und weitere Stoffe mit beschädigten Namen, die mit saurer Getreideflüssigkeit verrieben werden. [Eine sichere botanische Identifizierung ist nicht möglich.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.090 Damit wird das Linga bestrichen und nachts an einen windstillen Ort gestellt. [Eine unsichere Veränderung] soll auf einen Fisch, Feuchtigkeit auf eine Schlange hinweisen. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.091 Die verschiedenen Erscheinungen sollen einzeln genau betrachtet werden. Nach ehrerbietiger Verehrung soll der beanstandete Stein in einem großen Gewässer abgelegt werden. [Die anfängliche Bezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.092 Eine weitere Stoffliste nennt Bhitika, [unsicherer Name], Pathya, Vajri, Vakra, [unsicherer Name], Jata und Rudra; Brahmana ist hier ausgenommen. [Die Namensformen erlauben keine gesicherte Rezeptrekonstruktion.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.093 Die Stoffe werden mit saurer Milch und Milch verrieben und aufgetragen. Es erscheinen verschiedenfarbige Kreise: rot, krappfarben, gelbbraun, schwarz oder bienenfarben. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.094 Sieht man dunkle oder andere Kreise, soll man den entsprechenden Einschluss annehmen, wie zuvor beschrieben: zweifach oder einfach. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.095 Nach sorgfältiger Prüfung soll man einen ungeeigneten Stein verehren und auf die beschriebene Weise verwerfen. Wenn er bei der Prüfung als rein erkannt wird, soll man ihn mit kühlem Wasser abwaschen. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.096 Nach dem Glätten mit Schleifmitteln soll man die Zeichen am Linga betrachten, zunächst die Buchstaben der Matrika: welche günstig sind und welche für wen ungünstig. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.097 Die fünf Buchstaben am Ende der Lautklassen sowie ja, ra, śa und ya werden genannt. [Die weitere Zeichenliste ist beschädigt.] Für günstige Zwecke sollen die hier bezeichneten Zeichen vermieden werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.098 Die übrigen günstigen Zeichen sind anzunehmen: Muschelhorn, Svastika, Girlande, Kette und Lotusgestalt sowie [beschädigte Angabe] ein Edelstein. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.099 Weiter werden Nandyavarta, Wassergefäß, Krug, Halskette, [unsicherer Gegenstand], Mädchen, Elefant, Schwan, Garuda, Pfau und Asket genannt. [Einzelne Worttrennungen sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 03.100 Sieht man auf dem Linga die Gestalt eines Linga, soll dies Gelingen anzeigen. So ist das gewünschte Linga entsprechend der vorausgehenden Ankündigung kurz erklärt, du Schönste unter den Götterfrauen. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.101 Nun wird das Sadhana genannte Linga erklärt, das der Erlangung weltlicher Erfüllung und der Befreiung dient. (IAST · Devanagari)
Stelle 03.102 Damit endet im Brahmayamala, im Jayadratha-Bereich des Pingalamata, das zweite Prakarana, genannt „Allgemeine Merkmale des Linga“. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 04: Sadhanalinga – Linga für die rituelle Praxis
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Stelle 04.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 04.002 O Gott, du hast die Merkmale der Lingas beschrieben. Wie ist aber bei der Berechnung von Zuwachs und Abnahme zwischen rein und unrein zu unterscheiden? [Der erste Ausdruck sowie die Berechnungsbegriffe sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.003 Auch die Merkmale des Mukhalinga, des Linga mit Gesichtern, sind noch nicht erklärt, o Herr der Götter. Beschreibe ebenso das Sadhana-Linga und die Richtungen bei seiner rituellen Verwendung. [Ein Wort ist ausdrücklich unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 04.005 Die Reihe beginnt mit einer Elle und reicht bis zu neun Ellen. Nach Bestimmung der Abnahme wird zur Länge [eine Angabe zum Ein-Ellen-Maß; Lesung unsicher] hinzugefügt. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.006 Bei einem zwei oder drei Ellen hohen Linga werden drei Fingerbreiten hinzugefügt, bei vier oder fünf Ellen fünf. [Textlücke in der nächsten Größenangabe.] Sieben Fingerbreiten [beschädigter Anschluss]. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.007 [Unleserliche Stelle. Die elektronische Vorlage enthält hier lediglich den technischen Vermerk „ūnclear“.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.008 Nachdem der entsprechende Anteil am Linga ausgespart wurde, soll der Kundige drei Gesichter gestalten. Der übrige Aufbau am Linga richtet sich nach dem Vishnu-Teil. [Die genaue Auskragung und Höhenzuordnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.009 Die Darstellung wird nach der Tara-Zahl geteilt; durch Abnehmen von drei Teilen wird das Gesicht nach unten begrenzt. Für [erstes Gesichtsmerkmal unsicher], Nase, Stirn und Kopf werden vier Abschnitte genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.010 Zu den Arm- beziehungsweise Schulterbereichen kommt der Hals; eine Verminderung um vier Fingerbreiten wird angegeben. Der Ansatz beziehungsweise das Hervortreten der Arme soll vier Fingerbreiten messen. [Das betreffende Verb ist entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.011 Der Kopf soll einen geringeren Umfang besitzen; die übrige Gestalt bleibt die eines Linga. Die ausgearbeiteten Teile werden gegenüber dem Linga hervorgehoben, du Schönfarbige. [Maßbezug unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.012 Vier Gesichter werden nach den vier Richtungen gestaltet, jedes mit eigener Erscheinung. Ein Auge soll auf der Stirn angebracht werden; es wird eine glatte Stirnpartie ohne Braue genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.013 Eine hohe Nase, ein lächelndes Gesicht, eine Krone aus aufgetürmtem Haar und die Mondsichel kennzeichnen die nach Osten gerichtete Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.014 Das südliche Gesicht ist furchterregend, mit Fangzähnen und drei runden Augen. Sein Mund ist weit geöffnet, es gleicht einem Löwen und zeigt eine hervorschnellende Zunge. [Ein Ausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.015 Alle Glieder tragen Schlangen als Schmuck; Schädel schmücken den Kopf. Das aufgetürmte Haar gleicht Flammen, ist von Schlangen umwunden und strahlt nach oben. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.016 Das westliche Gesicht besitzt volle [Wangen; Lesung unsicher], einen leicht lächelnden Ausdruck, eine schöne Nase und Stirn; es ist heiter und dreiäugig. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.017 Es trägt eine Haarkrone mit Halbmond. Die Hände haben die Gestalt geschlossener Knospen; die Haltung drückt Meditation aus. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.018 Nun beschreibe ich eine weitere, friedvolle und anmutige Gestalt: mit dunklen Locken wie Bienen und mit zwei Ohrringen geschmückt. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.019 Sie trägt Halsschmuck, ist auf einen Spiegel ausgerichtet und mit weiteren Schmuckstücken versehen. Auf der Stirn befindet sich ein Tilaka. [Die Formulierung zur Haltung am Spiegel ist entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.020 Bei einer dreigesichtigen Form wird eines der Gesichter, das östliche oder westliche, weggelassen. [Die beiden Halbverse sind in ihrer Richtungszuordnung widersprüchlich; keine einheitliche Vorschrift lässt sich sichern.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.021 Man kann auch nur ein Gesicht, nach Osten oder Westen, gestalten. Dies ist eine zugleich gestaltete und ungestaltete Form; sie gilt als beständige Darstellung. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.022 Dies sind die allgemeinen Merkmale für weltliche Erfüllung und Befreiung. Bei besonderen Zielsetzungen werden dagegen erhobene Brauen, grausige Züge und weitere abweichende Gestaltungen genannt. [Ein Merkmal ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.023 Nun erkläre ich einzeln die von den Hütern der Richtungen verehrten Lingas. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.024 Es sind das Indra-, Agni-, Yama-, Nirriti- und Varuna-Linga, (IAST · Devanagari)
Stelle 04.025 ferner das Vayu-, nördliche, Ishana-, Vishnu- und Brahma-Linga. Höre ihre Merkmale, o Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.026 Die halbe Länge wird in sechs Teile geteilt, der Durchmesser mit vier davon bemessen. Wie zuvor wird ein Achteck und darüber eine abweichende Kantenform hergestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.027 Durch Abnahme [Maßbezeichnung beschädigt] bleiben sechs; Osten, Nordosten und Südosten bilden eine Dreiergruppe. [Die alternative Anordnung ist unklar.] Als sechsseitig wird das Indra-Linga bezeichnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.028 Mit den allgemeinen Merkmalen versehen, soll es weltliche Erfüllung und Befreiung gewähren. Trägt es die Kennzeichen des Vajra, heißt es Vajralinga. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.029 Historisch wird dieser Form das Lähmen gegnerischer Heere und Ähnliches zugeschrieben, verbunden mit der entsprechenden Richtung. Mit schirmförmigem Kopf soll sie Herrschaft verleihen. Dies sind rituelle Wirkungszuschreibungen, keine heutige Handlungsempfehlung. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.030 Die Hälfte wird in elf Teile geteilt, der vierkantige Bereich mit fünf bemessen. Darüber werden der weitere Abschnitt und der Rudra-Teil entsprechend gestaltet. [Ein Satzteil ist entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.031 Oben wird eine siebenkantige Form genannt, bezogen auf Richtungen und drei Zwischenrichtungen, mit Ausnahme des Südostens. Dies ist das Agni-Linga, mit den allgemeinen Merkmalen versehen. [Die genaue geometrische Verteilung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.032 Die mit dem Speerzeichen der Shakti versehene Form wird im Text feindbezogenen Brand- und Schädigungsritualen zugeordnet; dabei spielt die zugehörige Richtung eine Rolle. Diese Zuordnung wird historisch dokumentiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.033 Die Hälfte des Umfangs wird in neun Teile geteilt; drei bestimmen die Seiten, fünf die Rückenpartie. Der Durchmesser soll abgeflacht sein. [Eine Flächenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.034 Eine Sechsteilung und eine Verbindung durch drei werden genannt; anstelle von fünf sollen neun angesetzt werden. Nach Abnahme von je zwei Teilen wird der Vishnu-Teil und entsprechend der Shiva-Teil gestaltet. [Die Maßfolge ist nicht eindeutig überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.035 Die Yama-Form wird sechzehnkantig beziehungsweise gleichmäßig [weitere Bestimmung unsicher] gestaltet. Mit den Kennzeichen eines Stabes heißt sie Danda und wird im Text zerstörerischen Ritualzielen zugeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.036 Dem eingesetzten Danda-Linga schreibt der Text das Schlagen und Quälen von Feinden zu. Anschließend beginnt eine neue Maßvorschrift: Die Hälfte wird in elf geteilt, der Brahma-Teil mit fünf bemessen. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.037 Der Vishnu-Teil soll entsprechend achteckig, der Hara-Teil sechzehnkantig sein. [Es folgt eine beschädigte Maßangabe mit sechs und zehn sowie Richtungszuordnungen zwischen Osten, Nordosten und Südosten.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.038 [Fortsetzung der Richtungsangabe: Westen und Nordwesten.] Dies ist allgemein die Nirriti-Form. Mit Schwertzeichen heißt sie Khadga und wird historisch dem Marana, dem gegen Feinde gerichteten Tötungsritual, zugeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.039 Der Text verknüpft ihre Aufstellung in der betreffenden Richtung mit der entsprechenden Absicht. Für die folgende Form wird die Hälfte in sieben geteilt, der Brahma-Teil mit vier bemessen. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.040 Vishnu- und Hara-Teil werden entsprechend ausgebildet; die Varuna-Form ist oben rund. Für die von Vayu verehrte Form wird ein Durchmesser von siebeneinhalb Anteilen genannt. [Bezugsgröße beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.041 Der Vishnu-Teil wird nach der Tara-Zahl geteilt; nach Abnahme von sechs bleiben drei. Der Shiva-Teil ist entsprechend rund. Die Vayu-Form ist schlank und lang. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.042 Mit Fahnenmerkmalen heißt sie Dhvaja und wird unter anderem Vertreibungsritualen zugeordnet. Die nördliche Form entspricht dagegen der Varuna-Form und soll Festigkeit, Gedeihen und Wohlstand schenken. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.043 Sie besitzt die Merkmale einer Keule und wird entsprechend benannt [Namensform unsicher]. Ihre Einsetzung wird mit Wohlergehen und der Erfüllung bestimmter Wünsche verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.044 Die Hälfte wird in elf Teile geteilt; für Brahma wird eine Sechserangabe genannt [beschädigt]. Beim entsprechend unterteilten Vishnu-Teil sollen in der Mitte fünf angesetzt und sechs weggenommen werden. [Konstruktionsfolge unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.045 Darüber wird Shiva ebenfalls sechzehnkantig gestaltet. Drei Kanten beziehungsweise Spitzen werden im Osten, Süden und Norden vorgesehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.046 Mit einem hühnereiförmigen Kopf soll diese Form Erkenntnis und Yoga gewähren. Da sie die Merkmale des Dreizacks besitzt, heißt sie Shula. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.047 Die Hälfte des Umfangs wird geteilt; aus fünf Anteilen entsteht der quadratische Teil. Wie zuvor folgt ein Achteck, darüber ein runder Abschnitt: Dies ist die Vishnu-Form. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.048 Mit den Merkmalen eines Diskus heißt sie Chakralinga. Der Text bringt sie mit den Toren zur Unterwelt und mit Höhleneingängen in Verbindung. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.049 Das Chakralinga wird einem als Khanyavada bezeichneten Ziel zugeordnet [Lesung und Bedeutung unsicher, möglicherweise unterirdische Schätze betreffend]. Für die folgende Form wird die halbe Breite geteilt; eine Vier- und Fünferangabe ist erkennbar, ihr Zusammenhang beschädigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.050 Der mittlere und obere Teil werden entsprechend gestaltet; die Brahma-Form ist rund. Mit Lotusmerkmalen heißt sie Padmalinga. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.051 Der Text nennt die Einsetzung an [Ortsangabe beschädigt] und verbindet sie mit der Erlangung von Yaksha-Gefährtinnen und ähnlichen Zielen. Bei Vishnu-, Vayu- und Nirriti-Form wird ein gurkenförmiger Kopfabschluss genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.052 Brahma- und nördliche Form besitzen einen schirmartigen Kopf, die Yama-Form einen mondähnlichen. Der Kopf der Agni-Form, o Göttin, wird hühnereiförmig beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.053 Damit sind die allgemeinen, weltliche Erfüllung und Befreiung gewährenden Formen erklärt. Nun folgen die besonderen Kopfgestaltungen für die jeweiligen Ziele der Vajra- und anderen Lingas. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.054 Die Höhe wird in sechs Teile geteilt; auf beiden Seiten werden drei abgenommen. [Der verbleibende Vergleich ist beschädigt.] Dies gilt als Kopfabschluss des Vajralinga. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.055 Die Höhe wird in elf Teile geteilt, auf beiden Seiten werden sechs weggenommen. So entsteht der mit dem Shakti-Zeichen versehene Kopf des Shaktilinga. [Das Schlussverb ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.056 Die Höhe wird in zehn Teile geteilt; auf beiden Seiten erfolgt eine Abnahme um sechs. Dies ist der Danda genannte Kopfabschluss der Stabform. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.057 Die Höhe wird in sieben Teile geteilt, an beiden Seiten nimmt man drei weg. Dies ist der schwertförmige Kopf des Schwert-Linga. Nun erkläre ich die Schlingenform. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.058 Die Höhe wird in acht Teile geteilt; oben wird an beiden Seiten um drei vermindert. So ist der Kopf der Schlingenform beschrieben. Nun folgt die Fahnenform. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.059 Die Höhe wird in acht geteilt; auf beiden Seiten werden drei Teile abgenommen. Damit ist der Kopf der Fahnenform beschrieben. Höre nun die Keulenform. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.060 Die Höhe wird in fünf Teile geteilt; an beiden Seiten erfolgt eine Abnahme um zwei [Zahlwort beschädigt]. So wird der Keulenkopf beschrieben. Nun höre die Dreizackform. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.061 Die Höhe wird nach der Tara-Zahl geteilt; an beiden Seiten nimmt man drei ab. Dies ist der Kopf des Dreizacks, der an drei Stellen erhöht sein soll. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.062 Die Höhe wird in acht Teile geteilt; auf beiden Seiten werden zwei weggenommen. Dies ist der Diskuskopf der Chakra-Form. Nun folgt die Lotusform. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.063 Die Höhe wird in neun Teile geteilt; auf beiden Seiten werden zwei weggenommen. So entsteht der Kopf des Padmalinga, o Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.064 Der Kopf des Sahasra genannten Linga soll dem Mond gleichen. Unter diesen Lingas wird die jeweils gewünschte Form gewählt. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.065 Der Rudra-Teil wird der Länge nach in elf geteilt. In der Breite sollen einundneunzig Teile angelegt werden. [Diese auffällige Zahl steht so in der Vorlage.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.066 In jedem Teil wird eine Reihe kleiner Lingas in ungerader Zahl gestaltet. Die Einteilung erfolgt mit gerstenkornförmigen Kennzeichen. [Der genaue Ansatz der Reihen ist sprachlich unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.067 Wer Befreiung sucht, kann die Einsetzung auch ohne dies vollziehen: Entscheidend ist hier die Hingabe. Der Brahma-Teil ist wie zuvor, ebenso der Keshava genannte Vishnu-Teil. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.068 [Eine Zahlenfolge mit hundertacht, fünf und vierkantiger Gestaltung ist beschädigt.] Der Rudra-Teil wird untergliedert; der Umfang soll siebenundzwanzig Teile erhalten. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.069 Nun erkläre ich die Merkmale der Raudra-Lingas entsprechend der Schrift. Nur der Rudra-Teil wird gestaltet; der vierkantige und der achteckige Teil entfallen. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.070 Daher heißt dies Raudra. Entsprechendes gilt für [Bezeichnung unsicher]. Es besitzt keine seitliche Maßschnur, sondern ist durch eine Längsschnur bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.071 Das Banalinga gilt als besonders vorzüglich und besitzt die allgemeinen Merkmale. Es kann unmittelbar nach dem Auffinden eingesetzt werden oder mit den von der Schrift vorgeschriebenen Handlungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.072 Aus frei gewählten Metallen kann eine zugleich gestaltete und ungestaltete Form, eine körperlich ausgearbeitete oder eine ungestaltete Form hergestellt werden. Sie soll höchstens drei Ellen messen, nicht mehr. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.073 Auch aus Holz können diese drei Formen hergestellt werden. Ihr Maß beginnt bei einer Elle und reicht bis zu sechs Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.074 Darüber hinaus soll man nicht gehen, ausgenommen bei großen Götterbildern. Für ein Linga aus Erde gilt das Verfahren wie bei einem steinernen. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.075 Weiß, Rot, Gelb und Schwarz werden den mit den Brahmanen beginnenden Gruppen zugeordnet. Drei Arten werden unterschieden: gebrannt, ungebrannt und aus einer gebundenen Mischung hergestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.076 Die Erde soll mit feinem Sand durchgeknetet werden. Daraus formt man das Linga mit der entsprechenden Dreiteilung. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.077 Ebenso wird der Sockel hergestellt; dann wird das Ganze in einem Feuer aus getrocknetem Kuhdung gebrannt. Dies, o Göttin, ist das gebrannte, beständige Linga. [Das Verb für das Brennen ist entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.078 Das ungebrannte Linga besteht aus reiner Erde und wird ebenfalls dreigeteilt [Lesung des Verbs unsicher]. Seine Weihe erfolgt allein durch Mantra, ohne Feueropfer. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.079 Es soll täglich neu hergestellt und nach der Verehrung wieder aufgelöst werden. Ob mit vorgeschriebener Anzahl oder ohne eine solche, gilt es als Mittel zu weltlicher Erfüllung und Befreiung. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.080 Nun erkläre ich das aus einer gebundenen Erdmischung bestehende Linga. Man verwendet Rinde von Vata, Ashvattha, Palasha, Plaksha und Udumbara, (IAST · Devanagari)
Stelle 04.081 bereitet daraus eine Paste und verbindet sie mit Erde. Hinzu kommt Pulver von schwarzen Bohnen, Mungbohnen, Gerste und [weiterer Bestandteil am Zeilenende unsicher]. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.082 Weiter werden Linsen, Weizen, Haare beziehungsweise Fasern, Sarja-Harz, Leinöl, Kuhmilch und Ghee hinzugegeben. [Die Worttrennung bei „Haare/Fasern“ ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.083 Kneten und Binden erfolgen über fünf, sieben oder weitere Tage; anschließend lässt man die Masse einen Monat beziehungsweise eine Monatshälfte ruhen. [Zeitfolge und einzelne Wörter sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.084 Daraus können nach dem vorgesehenen Schema ausgearbeitete Bilder, etwa von Chandika, ein Mukhalinga oder auch ein besonderes Linga gestaltet werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.085 Ein mit dem Körper verbundener Sockel soll hergestellt werden, quadratisch oder in einer anderen Form. Weiter nennt der Text Koralle, Bergkristall, Rajavarta und [beschädigter Edelsteinname]. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.086 Eine ganz aus Edelsteinen bestehende Form gilt als vorzüglich; genannt werden auch Perlen beziehungsweise Perlenmaterial. So habe ich die allgemeinen Merkmale der erfolgbringenden Lingas erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.087 Für besondere, feindbezogene Zielsetzungen werden lange Gesichter, Wundmale, ein eingezogener Bauch, eine nach unten verjüngte Gestalt, ein erhöhter Rücken oder ein schwerer Kopf beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 04.088 Auch eine furchterregende, sehr kurze, seitlich unvollständige oder in der Mitte abweichende Form wird genannt. [Einige Gestaltmerkmale sind sprachlich beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.089 Durch die entsprechende Zielrichtung wird diese Form als passend angesehen; sie wird für ungünstige beziehungsweise schädigende Zwecke gelobt. Damit ist das Linga erklärt. Nun werde ich die Merkmale der weiteren Darstellungen erläutern. [Der Übergang ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 04.090 Damit endet im Brahmayamala, im Jayadratha-Bereich des Pingalamata, das dritte Prakarana, genannt „Sadhanalinga“. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 05: Pratima – Götterbilder
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Stelle 05.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 05.002 O Gott, Wälder und Haine wurden für die Gewinnung des Holzes erwähnt. Erkläre das Verfahren und die Merkmale der Bäume. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.003 Die Merkmale der ausgearbeiteten Götterbilder, ihre Größen und Proportionen wurden noch nicht erklärt. Wie werden sie für besondere und für friedvolle Handlungen unterschieden, o Allgegenwärtiger? (IAST · Devanagari)
Stelle 05.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 05.005 Den Wald oder Hain soll man nach dem zuvor beschriebenen Verfahren betreten. Dort soll der Kundige prüfen, welche Bäume geeignet und welche ungeeignet sind. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.006 Genannt werden Sandelholz [in der Vorlage zweimal], Sala, Nimba, Arjuna, Panasa, Shriphala, rotes Sandelholz und Shimshapa. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.007 Weiter Tinduka, Shaka, [Baumname beschädigt], Khadira, Piyala, Sala, Sarala, Devadaru und andere Bäume mit festem Kernholz. [Die ersten Namen sind zusammengeschrieben und teilweise unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.008 Sie sollen fehlerfrei, ohne Knoten, Risse und Höhlungen sein. Bäume, die auf unfruchtbarem Boden, einem Ameisenhügel oder an einem Verbrennungsplatz wachsen, sowie [letzte Gruppe beschädigt], (IAST · Devanagari)
Stelle 05.009 sind zu meiden, ebenso Bäume mit anderen Fehlern. Zuerst soll man sorgfältig prüfen, dass der Baum fest und frei von Krankheit ist. [Ein Ausdruck ist entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.010 Unter ihm soll eine ebene Stelle geschaffen und der Boden sorgfältig bestrichen werden. Dort soll der nach dem Segen Strebende die geeignete Rezitation vollziehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.011 Der Baum soll mit einem Tuch umhüllt werden; nach Vermögen erfolgt ein Feueropfer. Danach werden den Richtungen Bali-Gaben dargebracht und die Bewohner des Ortes angesprochen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.012 Om. Verehrung dir, Wohnstatt des Glücks, von den Göttern geliebter Baum! Verlasse diesen Ort und begib dich an einen anderen, angenehmen [Schluss beschädigt]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.013 Mit dieser Anrufungsformel bringt man Duftstoffe, Blumen, Räucherwerk und Bali dar. Dadurch wird die angesprochene Gegenwart zum Ortswechsel veranlasst. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.014 Nach dem Essen der gekochten Opfergabe soll man sich ordentlich vorbereiten und nach dem zuvor beschriebenen Verfahren schlafen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.015 Om, shri, hrim, hum, vaushat. Dies ist das Svapna-Manavaka-Mantra. [Bija-Formel zur Traumbefragung, ohne wörtliche Satzbedeutung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.016 Am Morgen soll man die Träume nach dem bisherigen Verfahren mitteilen, Geliebte. Man nimmt eine scharfe eiserne Axt, die mit dem Astra-Mantra besprochen wurde. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.017 Ihre Schneide wird mit Ghee bestrichen und mit den Mrityunjaya-Mantras besprochen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.018 Zuerst werden Gesicht, Körperglieder, Kopf und Füße deutlich markiert. Der Kopf liegt unten, die Füße oben; deshalb wird der Baum Padapa genannt. [Traditionelle Deutung seiner umgekehrten Körperordnung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.019 Wie die Tür des Tempels ausgerichtet ist, so wird die [Zeichnung; Wortlaut unsicher] angelegt. Für friedvolle Zwecke soll der Baum nach Osten, Nordosten oder Norden fallen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.020 Bei anderen Zielsetzungen nennt der Text die jeweils zugeordnete Richtung. Vor dem Fällen wird die Lagerung durch den Lehrer mit Mantra vorbereitet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.021 Om. Verehrung sei Shiva. Verehrung, Verehrung. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.022 [Unsichere Anrede] Svaha. Dies ist die Formel beim Fällen und Niederlegen. Nachdem die Äste entfernt sind, werden die Teile mit Astra-Mantras gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.023 Nach dem Herbeibringen in die Werkhalle erfolgt die Formgebung. Es kann eine ungestaltete oder eine zugleich gestaltete und ungestaltete Darstellung hergestellt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.024 Nach dem zuvor beschriebenen Verfahren gilt diese als beständig. Auch eine vollständig ausgearbeitete Gestalt kann hergestellt werden; ihre Merkmale beginnen mit Rudra. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.025 Das Maß wird auf zweierlei Weise bestimmt: nach der Tür oder nach Ellen. Beim Türmaß werden drei Abstufungen unterschieden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.026 Die Höhe der kleinsten Tempeltür wird in acht Teile geteilt. Einer wird abgezogen, der Rest wiederum dreigeteilt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.027 Ein Teil entfällt auf den Sockel, zwei auf das Götterbild. Dies ist die kleinste Form. Höre nun die mittlere. [Ein Wort ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.028 Die Tür wird nach der Vama genannten Zahl geteilt [Zahlwert unsicher]. Ein Teil wird abgezogen, der Rest gedrittelt: ein Drittel für den Sockel, zwei Drittel für das Bild. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.029 Die größte Tempeltür wird in drei gleiche Teile geteilt. Ein Teil bildet den Sockel, zwei Teile das Götterbild. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.030 Dies ist die größte Form. Nun zum Ellenmaß: Die Staubkörnchen, die man im einfallenden Sonnenstrahl sieht, [bilden den Ausgangspunkt der Maßreihe]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.031 Acht Staubkörnchen [Zwischenstufe beschädigt] ergeben ein Anu; acht davon eine Haarspitze, acht Haarspitzen eine Liksha. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.032 Acht Likshas ergeben eine Puka, acht Pukas ein Gerstenkorn; acht Gerstenkörner ergeben eine Fingerbreite, o Göttin. Zwei Fingerbreiten heißen Kala. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.033 Sechs Kalas ergeben eine Spanne, zwei Spannen eine Elle. Die Anzahl solcher Einheiten heißt das Ellenmaß. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.034 Dies ist das allgemeine Ellenmaß. Eine andere Bestimmung verwendet vierundzwanzig eigene Fingerbreiten für eine Elle, o Göttin. [Die nähere Fingerbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.035 Von einer bis neun Ellen reichen die Maße der Kultbilder. Ihre Abstufungen und Anzahl entsprechen denen der Lingas. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.036 Große Götterbilder werden wiederum dreifach unterschieden. Höre, o Göttin: Dreimal fünf Ellen bilden die kleinste große Darstellung. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.037 Dreißig Ellen bilden die mittlere große Darstellung; neunmal fünf Ellen die größte. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.038 Von einer bis zwölf Fingerbreiten reicht die für häusliche Verehrung vorgesehene Größe. Was darüber hinausgeht, gehört in einen Tempel. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.039 Ob die Gestalt nach Türmaß oder nach Ellen bemessen ist: Ihre Gesamtlänge wird in neun Teile geteilt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.040 Einer dieser Teile wird in zwölf geteilt; daraus entsteht die zur Darstellung gehörige Fingerbreite. Deren Doppeltes heißt Netra beziehungsweise Kala. [Ein Maßname ist entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.041 Durch eine Dreiteilung davon entsteht Tara; ein Fünftel davon heißt Jyotis. Sechs Netra ergeben einen Tala. [Die Lesung der Sechserangabe ist markiert unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.042 Tala, Gesichtslänge, Spanne, Pradesha und halbe Elle werden als entsprechende Bezeichnungen genannt. Mit den Einheiten von Fingerbreite bis Spanne werden die Proportionen angegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.043 Für Haarkrone beziehungsweise Diadem wird ein Netra-Maß genannt [genaue Angabe beschädigt]. Das Gesicht misst eine halbe Elle, der Hals zwei Netra. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.044 Von dort zur Brust und weiter zum Nabel gilt jeweils ein Tala; vom Nabel bis zum Genitalbereich zwei Tala mit einer Kala. Oberschenkel und Unterschenkel messen jeweils zwei Gesichtslängen. [Ein Verbindungswort ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.045 Eine Verminderung um ein Netra wird genannt; die Kniezone misst zwei Netra. Die Knöchel werden mit zwei Kala, die Füße mit sieben Golaka bemessen. [Die Zuordnung der ersten Verminderung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.046 Hinzu kommt ein Gerstenkorn. Damit ist das Längenmaß erklärt. Mit beziehungsweise ohne Haarkrone [Bezug beschädigt] werden neun Tala ohne die Füße genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.047 Das Gesicht wird dreigeteilt: Stirn, Nase und Mundpartie. Jede misst in der Länge zwei Golaka, du Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.048 Die Stirn wird quer dreigeteilt, nach einem Maß von vier Fingerbreiten. Die Ohren liegen auf Höhe der äußeren Augenwinkel. [Die folgende Angabe von zwei Golaka ist nicht sicher zuzuordnen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.049 Die Breite beträgt die Hälfte der Länge. Der entsprechende Vorsprung wird nach der wohlgestalteten Form eines vornehmen Zweifachgeborenen gestaltet. [Der anatomische Ausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.050 Acht Gerstenkörner und vier [Einheitenbezug unklar] werden genannt, die Hälfte davon für die Ohrhöhlung. Die beiden Ohrläppchen haben zwei Golaka und sind in natürlicher Haltung angelegt. [Lesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.051 Ihr Schmuck richtet sich nach der vorgesehenen Gestalt und der gewünschten Ausführung. Die Augenbrauen messen quer über die Stirn drei Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.052 Ihr Abstand beträgt eine halbe Kala. An der Wurzel sind sie zwei Gerstenkörner breit und verjüngen sich über anderthalb, eines und ein halbes zur Spitze hin, wie ein Bogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.053 Die Nasenspitze erhebt sich zwei Fingerbreiten; die Seiten messen sechs Gerstenkörner. [Angabe zu Falten beschädigt.] Die Nasenflügel sind ein Tara breit. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.054 Sie sind zweieinhalb [Einheiten] lang und schön wie ein halber Bogen. [Die anschließende Linienführung bis zur Nasenwurzel ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.055 An der Wurzel werden halbe beziehungsweise weitere halbe Tara-Maße und eine Vertiefung genannt. Die Augen sind in der Länge ein Netra, in der Breite die Hälfte davon. [Erste Maßfolge unklar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.056 Die Iris erhält das Tara-Maß, ihr Lichtpunkt das Jyotis-Maß. Die Linien werden durch fortgesetzte Halbierung eines Gerstenkorns bestimmt. [Die genaue Zahl der Halbierungen und ihre Zuordnung sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.057 Die Augen sollen einem Fischbauch gleichen, ihre Spitzen den Spitzen eines Gerstenkorns; an der Wurzel entsprechend breiter, mit lebendig wirkender Iris. [Der Schluss ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.058 Der Wangenbereich misst ringsum vier Fingerbreiten. Die Wange soll sich um ein Tara zuzüglich eines Gerstenkorns erheben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.059 Die Kieferpartie wird mit sechs Fingerbreiten, ihr vorderer Teil mit einem Golaka angegeben. Die Vertiefung misst eine Fingerbreite, die Lippenrinne darin eine halbe. [Einzelne anatomische Zuordnungen unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.060 Die untere Partie beziehungsweise Unterlippe hat ein halbes Netra. Ihre Linie soll mit einem halben Gerstenkorn gezeichnet werden, du Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.061 Die Oberlippe misst eine halbe Fingerbreite, ihre Linie ein Gerstenkorn. Der Zwischenraum beträgt zwei Gerstenkörner; am Mundwinkel wird eines genannt. [Letzter Ausdruck beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.062 Die Mundbreite beträgt vier Fingerbreiten. Die obere Lippenrinne unter der Nase wird mit zwei Gerstenkörnern und halber Breite angegeben. [Die Beziehung der Maße ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.063 Vier querliegende Maßlinien gliedern das Gesicht. Die erste ist die Haarlinie, die zweite wird Vamsha genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.064 Die dritte ist die Nasenlinie, die vierte die Kinnlinie. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.065 Darüber soll entsprechend verfahren werden; die Ohren werden an beiden Seiten angelegt. [Halbvers mit beschädigter Seitenbezeichnung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.066 Die fünfte, Brahmasutra genannte Linie verläuft durch Brauenmitte, Nasenspitze und Kinn. Für den behaarten Kopf bis zu den Ohren werden acht Kala angegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.067 Bis zur Haarlinie werden neun Netra genannt. So ist das friedvolle Gesicht beschaffen. Höre nun von den Körpergliedern. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.068 Eine mittlere Linie wird durch Kinn, Herz, Nabel und Genitalbereich geführt. Zwei weitere Linien werden an Schulterwölbungen, Brustwarzen und [unterem Bezugspunkt; Lesung unsicher] angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.069 Zwei weitere verlaufen an Achseln und Hüften; damit stehen fünf Längslinien. Querlinien werden über die Schulterhöhen, Brustwarzen, Brustmitte, den Nabel und die Hüften gezogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.070 Ebenso werden Querlinien an den Ellenbogen, mit einer zusätzlichen Kala, an Knien und Knöcheln sowie an Fußspitzen und Fußansätzen angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.071 Dies ist die Anordnung gleicher Maßlinien. Nun werden die einzelnen Glieder erklärt: Der Halsumfang misst eine halbe Elle; die Hälfte davon liegt außerhalb an den Schultern. [Letzter Maßbezug unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.072 Zwischen Schulter und Achsel beträgt der Umfang acht Golaka. Die Oberarme messen acht Netra, am Ansatz wird ein Sechs-Netra-Maß genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.073 In der Mitte werden elf Fingerbreiten, gegen das Ende zehn angesetzt. Die Unterarme sind der Länge nach [Zahl beschädigt] Netra bemessen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.074 Das Gelenk misst einen halben Golaka. Am Ende werden fünf Fingerbreiten und sieben Gerstenkörner als Breite genannt. [Die Bezugsstelle ist nicht sicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.075 Für die äußere Ellenbogenpartie nennt der Text Fingerbreiten und drei Gerstenkörner [Zahl beschädigt]; der Umfang wird mit acht Golaka angegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.076 Das Gelenk misst eine halbe Fingerbreite, abgesehen vom Quermaß. Von dort aus soll der Unterarm quer fünf Fingerbreiten messen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.077 Am Ansatz wird ein weiteres Netra als Abstand genannt, dann vier Fingerbreiten und sieben Gerstenkörner. In Abständen von einem Golaka wird jeweils um ein Gerstenkorn vermindert. [Der Übergang ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.078 Am vorderen Unterarm beträgt das Quermaß vier Fingerbreiten. Für das Gelenk werden eine Kala und eine Fingerbreite genannt; der Umfang ist überall das Dreifache. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.079 So ist der Arm beschrieben. Höre genau von den Händen: Vom Handgelenk aus gilt ein Tala als Längenmaß; die Handfläche misst sieben Fingerbreiten. [Der Bezug beider Maße ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.080 In der Mitte ist sie fünf Fingerbreiten breit, am Ansatz [fünf Gerstenkörner zusätzlich beziehungsweise als Abnahme; unsicher]. Nach oben wird die Breite mit sechs Fingerbreiten angegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.081 Der Mittelfinger misst in der Länge fünf Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.082 Ringfinger und Zeigefinger messen jeweils viereinhalb Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.083 Kleiner Finger und Daumen messen jeweils dreieinhalb Fingerbreiten. Der Daumen setzt einen Golaka unterhalb des Zeigefingers an. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.084 Seine Höhe reicht bis zum Gelenk des Zeigefingers. Das Grundgelenk des Mittelfingers misst zwei Gerstenkörner. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.085 Sein unteres Glied misst eine Kala weniger drei Gerstenkörner, das mittlere Gelenk zwei Gerstenkörner. Das mittlere Glied misst eine Kala weniger vier [Gerstenkörner]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.086 Das obere Gelenk wird mit einem Gerstenkornanteil und das obere Glied mit elf vermindert um einen Anteil bestimmt. Beim Zeige- und Ringfinger misst das Grundgelenk ein Gerstenkorn. [Die Bruchangaben des ersten Halbverses sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.087 Ihr unteres Glied soll zwölf Gerstenkörner lang sein; das darüberliegende Gelenk anderthalb, du Schönfarbige. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.088 Das mittlere Glied misst elfeinhalb Gerstenkörner, das obere Gelenk ein halbes. Für das obere Glied wird zehn vermindert um einen Anteil angegeben. [Letzte Bruchangabe unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.089 Beim kleinen Finger messen Grund- und Mittelgelenk jeweils ein Gerstenkorn, das obere Gelenk ein halbes; sein unteres Glied neun Gerstenkörner. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.090 Sein mittleres Glied misst acht, das obere achteinhalb [Bezug der halben Einheit nicht völlig sicher]. Das Daumengrundgelenk misst vier Gerstenkörner. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.091 Das erste Daumenglied wird mit elf Gerstenkörnern angegeben, das zweite, obere Gelenk mit einem Gerstenkorn. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.092 Das obere Daumenglied soll zwölf Gerstenkörner messen. Am Grundglied des Mittelfingers ist der Umfang das Dreifache [des Querdurchmessers]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.093 Am mittleren Glied wird ein Gerstenkorn abgezogen und das Dreifache als Umfang genommen; am oberen Glied nach Abnahme von zwei Gerstenkörnern ebenfalls das Dreifache. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.094 Am Ansatz von Ring- und Zeigefinger ist der Umfang wie zuvor das Dreifache; am mittleren Glied entsprechend, jedoch um eine Puka vermindert. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.095 Am oberen Glied ergibt sich der Umfang aus der um zwei Gerstenkörner verminderten, verdreifachten Größe. Beim kleinen Finger ist der Grundumfang wie zuvor das Dreifache. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.096 Am Mittelglied des kleinen Fingers wird um zwei Likshas, am oberen um vier vermindert; daraus entsteht jeweils der dreifache Umfang. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.097 Am Daumenansatz beträgt der Umfang drei Kala; in der Mitte zwei Kala [Textlücke]. Darüber werden zwei Gerstenkörner zusätzlich genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.098 Der obere Umfang entsteht durch schrittweises Vermindern um ein beziehungsweise zwei Gerstenkörner. Die Nägel sollen jeweils die Hälfte des oberen Fingergliedes einnehmen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.099 Alle Nägel sind am Ansatz vertieft, in der Mitte gewölbt und rötlich glänzend; ihre Spitzen sind scharf und hell. So soll eine schöne Erscheinung entstehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.100 Nach Vollendung des einen Armes wird der zweite entsprechend gestaltet. Unterhalb der Halsgrube liegen die beiden Brustwarzen mit einem Golaka-Maß. [Die genaue Distanz ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.101 Sie liegen auf beiden Seiten ein wenig seitwärts. Darüber werden die Achselpartien mit drei Kala, symmetrisch und leicht seitwärts gestellt, angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.102 Nach oben gilt ein Tala; von der Mittellinie aus drei Golaka. Die beiden Brustwarzenhöfe messen zwei Gerstenkörner, ihre mittleren Erhebungen jeweils eines. [Ein Maßanschluss ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.103 Von der Herzlinie bis oberhalb der Brustwarzen wird ein Maß von zwei Kala und einer halben Fingerbreite angegeben. [Die Maßfolge ist in der Vorlage teilweise wiederholt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.104 Unterhalb der Brust wird eine Fingerbreite genannt; quer bis zur Achsellinie sollen beide Seiten je drei Kala messen. [Der mittlere Ausdruck ist ausdrücklich unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.105 Zwischen Herz und Nabel wird eine Maßlinie angelegt. Oberhalb dieser Linie sind drei Kala vorzusehen, darunter ebenfalls drei. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.106 Von der Mitte bis zur Brustlinie werden quer fünf Fingerbreiten genommen; ebenso der Abstand bis zu den Achseln auf beiden Seiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.107 Am Nabel beträgt das Quermaß von der Mitte aus fünfeinhalb Fingerbreiten, Geliebte. Entsprechend werden die beiden Seiten bis zur Achsellinie gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.108 Darüber wird ein Maß von zwei Kala bis zur Mittellinie genannt; ebenso unterhalb der Herzlinie auf beiden Seiten. [Die Linienbezüge sind verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.109 Die Mitte soll gemäß der sichtbaren Gestalt vertieft werden; der Bauch darf nicht anders geformt sein. Zwischen Nabel und Genitalbereich wird eine Querlinie angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.110 Die Hüftbreite erhält auf beiden Seiten je drei Kala. Der Nabel ist rechtsläufig gedreht; seine Rundung misst anderthalb Gerstenkörner. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.111 Die Hoden im Beckenbereich werden mit zwei Fingerbreiten Länge und zwei Kala Umfang angegeben; der Penis ist zwei Golaka lang. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.112 Sein Umfang beträgt in der Mitte drei Kala, an der Spitze zwei Golaka. Der Oberschenkel soll am Ansatz ein Tala breit sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.113 Von dort bis zum Knie wird in zwölf Abschnitte geteilt. In jedem Abschnitt nimmt die Breite gegenüber dem Ansatz um eine halbe Fingerbreite ab, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.114 bis am Ende nur drei Golaka verbleiben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.115 Der Umfang beträgt überall das Dreifache. Das Quermaß der [Kniepartie; Wort entstellt] ist zwei Golaka. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.116 Das Gelenk misst eine Fingerbreite, der Umfang elf Golaka. Darunter wird für den Unterschenkel ein Umfang von zehn Kala angegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.117 In der Mitte beträgt sein Umfang zwölf Kala; darunter wird die Strecke in zehn geteilt. Jeweils eine Fingerbreite wird vom Umfang abgenommen [Textlücke]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.118 So setzt man bis zum Ende fort, bis sieben Golaka erreicht sind. In der Fußmitte beträgt das Quermaß zwei Kala und eine Fingerbreite. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.119 Der Vorderfuß misst drei Kala, die Ferse zwei. Auch der Abstand zwischen Ferse und Knöchel beträgt zwei Kala. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.120 Die große Zehe misst drei Fingerbreiten mit einem Gerstenkorn [Lesung am Anfang unsicher], die zweite ohne dieses. Die mittlere misst eine Kala und sechs Gerstenkörner, die vierte zwanzig Gerstenkörner. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.121 Die kleine Zehe ist achtzehn Gerstenkörner lang. Der Umfang der großen Zehe beträgt am Ansatz fünf Fingerbreiten; (IAST · Devanagari)
Stelle 05.122 darüber sechs und dann wieder fünf, bei einer schlangenkopfartigen Form. Der Umfang der zweiten Zehe beträgt am Ansatz drei Fingerbreiten; in der Mitte wird eine Kala genannt. [Letzter Maßbezug unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.123 Oben sind es wieder drei Fingerbreiten. Höre nun die übrigen: Der Umfang der mittleren Zehe ist um ein Achtel kleiner als der der zweiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.124 Der Umfang der vierten Zehe ist um ein Achtel kleiner als der der mittleren, der der kleinen wiederum um ein Achtel kleiner als der der vierten. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.125 Alle Nägel sind am Ansatz vertieft, in der Mitte gewölbt und rötlich glänzend. Die Spitzen sind erhoben und hell, sodass die Gestalt schön erscheint. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.126 Der Kopfumfang beträgt achtzehn Netra, der Brustumfang fünfundzwanzig Netra. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.127 Darunter beträgt der Umfang einundzwanzig Netra; am Nabel werden dreiundzwanzig Kala und unterhalb davon vierundzwanzig genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.128 Die Hüfte soll einen Umfang von fünfzig Fingerbreiten besitzen und schön wirken. Die Maßlinien werden an den jeweils zusammengehörigen Stellen aufeinander abgestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.129 Ohren beziehungsweise Ohrhöhlungen, Lichtpunkte der Augen, Mundwinkel, Schulterpartien und Brustwarzen werden jeweils paarweise auf gleiche Linien gesetzt. [Mehrere anatomische Bezeichnungen sind entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.130 Damit sind die Merkmale einer heiteren, friedvollen Göttergestalt beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.131 Bei einer unregelmäßigen Gestalt ist es anders: Auch ihre Maßlinien werden unregelmäßig angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.132 Genannt werden stehende, mit Waffen wie dem Bogen versehene Gestalten sowie sitzende Formen vom Lotussitz bis zu [letztem Sitzname beschädigt]; sieben seitliche beziehungsweise quergestellte Haltungen werden erwähnt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.133 Verzerrte, grausige, Vetala-artige, bucklige, taumelnde und bewegte Gestalten sowie Figuren zu Beginn des Tanzes und weitere entsprechende Erscheinungen, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.134 lange, kurze, abgemagerte oder leidende Formen: Diese und viele andere gelten als unregelmäßig. Andere sind regelmäßig beziehungsweise ausgewogen. [Schluss beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.135 Nun beschreibe ich die weibliche Gestalt mit ihren sichtbaren und bestimmenden Merkmalen. Von der Länge [eines Körperabschnitts] und von der Oberschenkellänge wird jeweils eine Kala genommen. [Erster Körperbezug beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.136 Dieses Maß wird dem Hüftumfang beziehungsweise der Beckenbreite hinzugefügt. Von der mittleren Körperlänge wird eine Kala genommen und quer eine Fingerbreite angesetzt. [Die genaue Umverteilung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.137 Die beiden Brüste werden rund, ringsum mit vier Fingerbreiten gestaltet. Von dem Maß unterhalb der Halsgrube wird für beide jeweils eine Fingerbreite genommen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.138 Ihre Höfe messen fünf Gerstenkörner, die mittleren Brustwarzen drei. Von der Kieferbreite an ihrem Ansatz wird eine Fingerbreite abgenommen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.139 Dieses Maß wird auf Stirn und Gesichtslänge verteilt. Von der Nasenhöhe wird ein Gerstenkorn genommen und an den beiden [Körperpunkten; Lesung unsicher] angesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.140 Die Dicke am Ansatz wird halbiert, o Göttin; im Übrigen gilt das Vorherige. Von der Wangenhöhe wird ein Sechstel genommen und den Augen hinzugefügt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.141 Die Breite beträgt die Hälfte der Länge. Die Ohren werden mit [Bruchteil eines Golaka; beschädigt] bemessen. Die Breite wird entsprechend verringert; so ist die natürliche Gestalt beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.142 Das Maß des Schmucks richtet sich nach dem angemessenen Herabhängen. Die Stirn wird quer bis zu den Ohren in vier geteilt. [Erster Halbvers beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.143 Die Haarlinie wird diesem Maß entsprechend verlängert. Beide Schultern werden jeweils um einen halben Golaka vermindert. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.144 Von der Armlänge wird eine Kala genommen, um die Gesäßpartien zu runden. Der Hals wird um einen halben Golaka schmaler; das Maß wird nach oben verlagert. [Letzter Bezug unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.145 Ebenso wird von der Unterarmlänge ein Golaka genommen. Eine halbe Fingerbreite wird an den Oberschenkeln und entsprechend an den Knien angesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.146 Das Breitenmaß wird an der [Bezeichnung beschädigt] um eine halbe Fingerbreite ergänzt. Die Füße sollen eine halbe Fingerbreite höher gestaltet werden, du Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.147 Die Fußsohlen werden gleichmäßig gestaltet, ebenso Fersen und Knöchel. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.148 Vom Umfang der Zehen wird jeweils ein Achtel genommen, du Schöne, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.149 und ihrer Länge hinzugefügt; ebenso verfährt der Kundige an den Händen. Alles Übrige entspricht den zuvor beschriebenen Merkmalen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.150 Nun erläutere ich die sichtbare Erscheinung und die Maße der Frau weiter: Die Schultern sollen leicht geneigt, die Taille schön und der Bauch schlank sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.151 Sie hat schöne Wangen und eine schöne Nase, einen heiteren Ausdruck und [unsicheres Merkmal]. Locken und Ohrschmuck schmücken sie; ihre Unterlippe gleicht der Bimba-Frucht. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.152 Die großen, lebhaften Augen sind leicht gerötet [Textlücke]. Um die Hüften trägt sie eine bewegte Reihe kleiner Glöckchen; ihre Erscheinung ist anmutig und gelöst. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.153 Nun wird die Gestalt des Herrn Bhairava beschrieben. Seine Haarkrone misst neun Kala; [Maßangabe zur Mitte beschädigt]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.154 Oben trägt sie den Mond, der zwei Kala lang und in der Mitte eine Kala breit ist; an der Spitze beträgt das Maß eine halbe Fingerbreite. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.155 [Ein weiterer Vergleich mit dem Mond ist beschädigt.] Die hängenden Ohren messen drei Golaka, das Gesicht achteinhalb Kala, die Stirn drei Kala. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.156 Die Nase ist fünf Fingerbreiten lang und anderthalb Golaka hoch. Die Mundpartie misst sechs Fingerbreiten, ihre Öffnung zwei. [Letztes Wort entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.157 Die beiden hervortretenden Fangzähne messen je einen Golaka, sind spitz und leuchten wie der Mond. Der Hals ist fünf Fingerbreiten lang; sein Umfang wird mit einer Mondzahl von Kala angegeben. [Zahlbezug unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.158 Die Schultern sind sieben Fingerbreiten lang, die Oberarme siebzehn. Die Unterarme messen zehn Kala, die beiden Hände jeweils acht Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.159 Der Mittelfinger misst fünfeinhalb Fingerbreiten, die beiden benachbarten je fünf. Der kleine Finger ist eine halbe Fingerbreite kürzer; ebenso soll der Daumen bemessen werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.160 Die Nägel sind länger und überragen die Fingerbreite [Wortlaut unsicher]. Der Umfang wird entsprechend der Reihenfolge bestimmt; die Arme besitzen das dreifache Quermaß als Umfang. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.161 Die Brust erhält zwei Kala zusätzlich, die Strecke zum Herzen eine Fingerbreite. Entsprechendes gilt für Nabel und Genitalbereich; für den Oberschenkel wird ein Indra-Kala-Maß genannt. [Zahlwert nicht sicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.162 Die Unterschenkel messen dreizehn Kala, die Knie fünf Fingerbreiten. Auch hier ist der Umfang das Dreifache; die Füße sind fünfzehn Fingerbreiten lang. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.163 Vorne sind die Füße sieben Fingerbreiten breit, in der Mitte sechs. Ihr Rücken ist wie ein Schildkrötenpanzer gewölbt, die Sohlen leuchten wie roter Lack. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.164 Die Zehenlängen werden gegenüber den früheren Maßen um ein Achtel vergrößert. Ihr Umfang wird entsprechend einer schönen Gestalt angepasst. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.165 Der Brustumfang beträgt neunundzwanzig Kala, darunter siebenundzwanzig; am Nabel werden achtundzwanzig genannt, du Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.166 So ist der Umfang bestimmt. Die Hüfte misst dreißig Golaka. Der Penis erhebt sich drei Kala; sein Umfang beträgt vier Kala. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.167 Die beiden hängenden Hoden messen zwei Kala; ihr Umfang wird mit zwei Fingerbreiten angegeben. [Maßformulierung auffällig.] Damit sind die Proportionen erklärt; nun die kennzeichnende Erscheinung. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.168 Die beiden Augen sollen rund sein, die Brauen [Formvergleich beschädigt]. Das dritte Auge auf der Stirn ist ebenfalls rund und ohne Augenbraue. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.169 Am Kopf hängt eine Schädelgirlande, als Kette bis zu den Knien reichend. Bhairava besitzt zwölf, sechzehn oder achtzehn Arme. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.170 Zwei Arme werden beim Emporheben eines vom Dreizack durchbohrten Menschen dargestellt. Andere tragen Schwert und Schild, Bogen und Pfeil, Glocke und Damaru. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.171 Zwei Hände tragen Messer und abgetrennten Kopf, weitere Schlinge und Haken. Hinzu kommen Schädelschale und Khatvanga; zwei Arme halten das Elefantenfell. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.172 Weitere Hände zeigen Segen und Furchtlosigkeit. Um die Hüften liegt ein Tigerfell, die heilige Schnur besteht aus Schlangen oder [weiterem Material; Lesung unsicher]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.173 Er ist mit den fünf Mudras versehen und von Bhutas und Muttergöttinnen umgeben. Er kann ein Gesicht oder fünf Gesichter besitzen; im zweiten Fall liegen zwei links, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.174 zwei rechts und das fünfte in der Mitte. Alle sind in entsprechender Gestalt auszuführen, mit weit geöffnetem Mund und Fangzähnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.175 Die Zunge schnellt hervor; [beschädigte Merkmale an Nase und Augen] strahlen. Bhairava kann als eigenständige Figur oder inmitten der Muttergöttinnen gestaltet werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.176 Nun beschreibe ich ihre Gestalten in ihrer Reihenfolge. Vighnesha blickt nach Westen, hat ein Elefantengesicht und einen großen Bauch. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.177 Sein Umfang wird mit fünf Tala angegeben. Der Bauch ist mit einer Schlange umgürtet, der Hals mit einer Kette geschmückt. Er besitzt vier Arme und trägt eine Gebetskette. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.178 Er hält eine Axt, trägt eine heilige Schnur [Lesung wohl Schlange] und in den Händen Stoßzahn und Süßigkeit. Er ist dreiäugig und von gedrungener Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.179 Er sitzt im Lotussitz oder Virasana. Er kann auf einer schwarzen Maus sitzen; diese kann auch unter dem Lotus dargestellt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.180 Die Muttergöttinnen beginnen mit Brahmani und stehen in einer Reihe, nach Norden blickend. In Städten, Dörfern, befestigten Orten, Siedlungen und Tempelanlagen (IAST · Devanagari)
Stelle 05.181 sollen sie im südlichen Bereich aufgestellt werden und Gutes bringen. [Brahmani ist] viergesichtig, großäugig, von rötlichbrauner Farbe und mit hoher Krone. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.182 Sie ist friedvoll, hält eine Gebetskette und ein Wassergefäß; [weiteres Attribut unsicher]. Ihre Hände gewähren Segen und Furchtlosigkeit; sie wird vierarmig gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.183 Als Obergewand trägt sie ein Antilopenfell. Sie ist zweiäugig und sitzt auf einem Lotus. Der Bauchumfang beträgt fünfeinhalb Tala. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.184 Die Göttin in Brahmas Gestalt kann auch auf einem Schwan dargestellt werden. [Die folgende Göttin] hat drei Augen, vier Hände und ein schönes, friedvolles Gesicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.185 Sie erhebt den Dreizack und zeigt Segen und Furchtlosigkeit. Glocke, Damaru und Lotus werden als weitere Attribute genannt. [Ihre Verteilung ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.186 Sie trägt ein Tigerfell als Gewand und Obergewand. Sie sitzt auf Durmukha [Name beziehungsweise Lesung unsicher] oder einem Lotus und besitzt Rudras Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.187 Die nächste Göttin erscheint als Mädchen, sechsgesichtig, auf einem Pfau. Sie besitzt zwölf Arme oder alternativ zwei Arme und ein Gesicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.188 Segen, Furchtlosigkeit und die drohende Zeigefingerhaltung werden genannt. Sie kann auf einem Lotus stehen. Ihre Gestalt entspricht der Karttikeyas. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.189 Vaishnavi soll wie eine Sechzehnjährige erscheinen, von schöner Gestalt, vierarmig, mit friedlichem Gesicht und allem Schmuck versehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.190 Sie trägt Muschelhorn, Diskus, Keule und Pflug. Sie sitzt auf dem König der Vögel oder im Lotussitz. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.191 Sie wird in Vishnus Gestalt dargestellt, als Bezwingerin aller Asuras. Varahi besitzt ein Rüsselgesicht; daneben wird eine Yama zugehörige Gestalt genannt. [Gesichtsbezeichnung beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.192 Die Yama-Göttin ist zehnarmig, furchtbar, mit Fangzähnen und verzerrtem Gesicht. Sie trägt Schwert, Schild, Bogen, Pfeil, Schlinge, Haken und Stab, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.193 ferner Axt, Säge und Keule. In Yamas Gestalt ist sie schlank; Varahi dagegen hat einen großen Bauch. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.194 Sie kann auch zweiarmig mit Schwert und Stab dargestellt werden. Ihre Farbe gleicht einer Wolke; die Yama-Gestalt wird in zwei Formen beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.195 Varahi sitzt auf einem Büffel, die Yama-Göttin auf einem rüsseltragenden Wesen [Lesung unsicher]. Sie kann auch auf einem Lotus sitzen und ist schwarz [Textlücke]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.196 [Textlücke.] Ihr Körper ist mit kleinen Augen gekennzeichnet; sie soll schön und jugendlich dargestellt werden. [Gemeint ist nach dem Folgenden die Indra-Göttin.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.197 Sie trägt Tilaka und Locken, hält den Vajra und gewährt Segen. Die zweiarmige, eingesichtige Göttin besitzt die Gestalt Indras. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.198 Sie kann auf einem Lotus sitzen; darunter wird ein Elefant gezeichnet. Nun erkläre ich Chamundas Gestalt vollständig. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.199 Bei ihr steht vor allem die sichtbare Erscheinung im Vordergrund, nicht ein festes Proportionsschema, o Herrin der Götter. Bei manchen Gestalten werden Maße genannt, bei anderen nur die Erscheinungsmerkmale, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.200 bei manchen beides. Sie ist aus einer Augenhöhlung hervorgegangen [Bezug unsicher]. Chamunda hat eine wilde Gestalt und entstand aus [beschädigtem Ausdruck]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.201 Ihre Augen liegen in runden Höhlen; das dritte Auge ist rund und hervorstehend. Es wird ohne Braue auf der Stirn angebracht und hat eine furchterregende Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.202 Ihre Haare stehen als Flammen empor, leuchtend wie ein Waldbrand. Schlangen umwinden die Stirn; darüber liegt eine Schädelgirlande. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.203 Die Nase ist beschädigt, der Kiefer ausgetrocknet, die Wangen sind höhlenartig eingesunken. Der Hals ist lang und von hervortretenden Adern geprägt. [Die Umfangsangabe mit drei Kala und Tala ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.204 Der Mund ist [Zahl beschädigt] Fingerbreiten weit geöffnet, mit Fangzähnen und Blutströmen versehen. Die blutrote, hervorschnellende Zunge ragt zwei Fingerbreiten heraus. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.205 Die Arme bestehen gleichsam nur aus Haut, Knochen und Sehnen und sind lang, ebenso Hände und Finger. Die Nägel sind lang und spitz; die herabhängenden Brüste messen zehn Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.206 Sie sind von Adern durchzogen und ohne Fleisch; der Brustkorb gleicht einem Skelett. [Ein Vergleich mit Flussläufen ist beschädigt.] Der fleischlose Bauch ist eingesunken. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.207 Ihre Hüften sind trocken und fleischlos; sie ist unbekleidet und mit rasselnden Glöckchen versehen. Oberschenkel, Knie und Unterschenkel sind fleischlos, lang und von Adern durchzogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.208 Haut spannt sich über die Knochen; Füße und Zehen sind lang. Gonasa-Schlangen bilden ihre Fußringe, Schlangen ihren Gürtel. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.209 Alternativ trägt sie Tigerfell und ein Elefantenfell als Obergewand. Eine Schädelgirlande hängt an ihr herab; sie trägt das große Gelübde und wird als glückverheißend bezeichnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.210 Sie sitzt auf einem großen Leichnam und ist mit [Attribut beschädigt] versehen. Sie trinkt aus einer blutgefüllten Schale und hält den Khatvanga am Körper. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.211 Furchterregend hält sie Kopf und Messer; ihre Ohren sind mit Händen beziehungsweise kleinen Körpergestalten geschmückt. [Die alternative Beschreibung der Ohrgehänge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.212 Hals, Hände, Arme, Knie, Hüften, Kopf und Bauch: Den ganzen Körper soll man mit Schlangen oder Gonasa-Schlangen schmücken. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.213 Man soll sie entsprechend der Bhairava-Gestalt darstellen; Chamundas Besonderheit ist jedoch ihre weibliche, fleischlose Erscheinung. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.214 Bhairava wird nach Osten blickend gestaltet. Bhringin erscheint ohne Fleisch [die Vorlage hat eine entstellte Lesung], ohne Haare und Haut, wie ein trockenes Skelett. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.215 Er ist dreiäugig, mit Yoga verbunden und in einem Yogasitz dargestellt. Nateshvara soll im nordöstlichen Bereich gestaltet werden. [Die Trennung beider Figuren ergibt sich aus dem Zusammenhang.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.216 Dieser beginnt den Tandava-Tanz und besitzt zahlreiche Arme. Sie weisen nach unten, oben und in die Himmelsrichtungen; die Anzahl beginnt bei zehn. [Die obere Grenze ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.217 Die Füße stehen in der Vishakha-Haltung; der Körper zeigt die Bewegungen des Tanzes. Das Gesicht ist lebhaft und strahlend, der Kopf erhoben. [Einige Bewegungsbezeichnungen sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.218 Zwei Hände werden am Haarknoten, zwei mit dem nach oben gehaltenen Fell, zwei zum Klatschen und zwei mit Dreizack und Schwert dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.219 Eine Hand erhebt den Khatvanga, eine hält die Schädelschale. Mit Karana-Bewegungen, raschem Rhythmus und anmutigen Schritten bewegt er sich in die Richtungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.220 Dies ist entsprechend der Anzahl der Arme darzustellen. Rechts steht Nandin, ganz dem Trommelspiel zugewandt. [Instrumentenname entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.221 Links steht Kala, Flöte spielend und tanzend. Gandharvas spielen Vina; die Anführer der Ganas tanzen dazu. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.222 Bhringin und die übrigen sind alle mit Tanz und Gesang verbunden. Die Tanzgestalt soll mit sämtlichem Schmuck ausgeführt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.223 Karttikeya sitzt auf dem Pfau, hat sechs Gesichter und die Erscheinung eines Knaben. Er leuchtet wie die rote Hibiskusblüte und besitzt zwölf Arme. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.224 Je zwei Gesichter liegen seitlich, eines hinten [das vordere wird vorausgesetzt]. Zu den Attributen gehören Bogen, Pfeil, Speer, Fahne und Hahn, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.225 Glocke, Damaru, Lotus, Schwert und Schild; hinzu kommen die Gesten des Segens und der Furchtlosigkeit. So werden zwölf Hände gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.226 Wird er dagegen als eingesichtiger, zweiarmiger Knabe dargestellt, trägt er ein Band um die Stirn. Segen, Furchtlosigkeit und Zeigefingergeste werden als Handhaltungen genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.227 Seine Ohren tragen Palmblattgehänge, sein Hals eine Kette; an den Füßen liegt eine Reihe von Glöckchen, an den Hüften eine Gürtelkette. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.228 An den Armen trägt er [Schmuckbezeichnung unsicher], an den Händen Armreifen. Er kann aufrecht oder im Virasana dargestellt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.229 Er sitzt auf einem Lotus, darunter der Pfau, mit breiter Brust und schmalem Bauch. Höre nun von der Gestalt des Gottes Sadashiva. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.230 Vier Elefanten beziehungsweise vier Löwen tragen den Sitz [Zusammenstellung beschädigt]. Darüber befindet sich ein vierfüßiger Lotussitz mit Fruchtboden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.231 Sadashiva hat vier Gesichter und acht Arme, trägt den Halbmond als Kopfschmuck, ist dreiäugig, in Meditation versunken und fest im Lotussitz. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.232 Zwei Gesichter liegen seitlich; zusammen mit dem mittleren sind drei sichtbar. Das vierte wird auf der Rückseite gedacht und ist deshalb nicht sichtbar. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.233 Dies ist das Verfahren für ausgearbeitete viergesichtige Bilder. Auch bei sechs-, acht- und zehngesichtigen Formen wird ein Gesicht auf der Rückseite vorgesehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.234 Zwei Hände werden knospenförmig vor dem Herzen gehalten, zwei weitere liegen nach oben geöffnet an den Hüften. Andere tragen Dreizack und Damaru, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.235 eine Rudraksha-Kette und ein Buch. Sein Blick ist auf [Lesung unsicher] gesammelt; er ist dem Yoga verbunden und heiteren Geistes. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.236 Rechts wird Shri mit erhobenem Yakhaarwedel dargestellt, links Sarasvati, die ebenfalls einen solchen Wedel schwingt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.237 Auch der Auftraggeber wird dargestellt, kniend und ehrerbietig geneigt, mit blumengefüllten Körben, Räucherwerk und gefalteten Händen. [Die Verteilung der Gegenstände auf die Figuren ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.238 Dies ist das Verfahren für die ausgearbeitete Darstellung; der Stifter soll seinem wirklichen Aussehen entsprechend erscheinen. Die glückverheißende Shiva-Gestalt wird mit der Verwirklichung des Sadashiva-Zustands verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.239 Die friedvolle Gestalt, die zu Sadashiva führt, heißt Sadashiva. Uma und Maheshvara sollen als göttliches Paar dargestellt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.240 Sie können als zwei Gestalten nebeneinander erscheinen und sich mit seitwärts gewandten Blicken ansehen, heiter und liebevoll. Oder Uma sitzt auf seinem linken Oberschenkel. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.241 Die Göttin legt die Hand auf seine Schulter; Maheshvara hält ihre Kinnpartie. Rudra blickt nach unten, die Göttin zu ihm hinauf. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.242 Beide können auch in einer einzigen Gestalt als Ardhanarishvara erscheinen: Die linke Körperhälfte ist weiblich, die rechte Hara. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.243 Die weibliche Hälfte besitzt den entsprechenden Blick, eine volle Brust, schlanke Taille und ein schönes Gewand. Die andere Hälfte ist [erhoben und unbekleidet; Wortlaut beschädigt]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.244 Die männliche Hälfte hat die entsprechenden Merkmale und trägt eine Haarkrone. Ebenso werden Hari und Rudra als linke und rechte Hälfte verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.245 Haris Körperhälfte liegt etwas tiefer; seine beiden Arme tragen Muschelhorn und Diskus. Rudras Hälfte ist erhöht; seine Hände tragen Dreizack und Gebetskette. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.246 Die eine Kopfhälfte trägt aufgetürmtes Haar, die andere eine glänzende Krone. Die heilige Schnur besteht auf der einen Seite aus einer Schlange, auf der anderen aus einer Girlande. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.247 Ardhanarishvara und die gemeinsame Gestalt von Hari und Shankara sollen aufrecht dargestellt werden, nicht sitzend. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.248 Nun erkläre ich Durgas Gestalt nach der Bestimmung der Schrift: Sie hat ein Gesicht, drei Augen und zwanzig Arme. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.249 Sie ist bewaffnet, zugleich friedvoll und zornig, schlank und schön. Sie trägt Schwert, Schild, Bogen, Pfeil, Vajra und Stab, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.250 Schlinge, Haken, Keule, Fahne, Glocke, Spiegel, Säge, Speer, Dreizack, Axt und Hammer, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.251 Damaru und die Geste der Furchtlosigkeit. Sie bezwingt den Büffeldämon. Aus dessen abgetrenntem Hals erhebt sich eine furchtbare menschliche Gestalt mit einem Schwert. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.252 Die Göttin hält den Kopf dieser hervorgetretenen Gestalt mit ihrer Hand. Blut strömt; [die weitere Beschreibung des Büffelkopfs ist beschädigt]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.253 Der Rücken beziehungsweise die Rumpfpartie wird vom Dreizack durchbohrt. [Eine weitere Handlung ist entstellt.] Die Göttin soll auf einem Löwen oder auf einem Lotus aufrecht dargestellt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.254 In der Gestalt Ambikas gleicht sie einem jungen Mädchen. Ihre Brüste werden [mit einem im Wortlaut beschädigten Vergleich] gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.255 Sie ist zweiarmig, dreiäugig, eingesichtig und leuchtet wie der Mond. Als Asketin sitzt sie im Lotussitz mit nach oben geöffneten Händen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.256 Sie ist mit den fünf Feuern verbunden, schlank und trägt die Schnur der Befreiung. Nun erkläre ich die fünf Feuer nach der Bestimmung der Schrift. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.257 Das Verlassen von Mutter, Vater und weiteren Angehörigen heißt das erste Feuer. Das zweite ist die Sommerhitze, das dritte die Sonne. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.258 Das vierte ist das Fasten beziehungsweise Essen erst zur sechsten Mahlzeitperiode. Das fünfte ist das Feuer in der Opfergrube, dessen Verehrung sie sich beständig widmet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.259 So wird das Aufnehmen der fünf Feuer erklärt, nicht bloß als fünf Grubenfeuer [Negation beziehungsweise Satzanschluss unsicher]. Nun beschreibe ich die Gestalt Shris, die um des Wohlergehens willen geschaffen wird. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.260 Sie sitzt im Lotussitz auf einem Lotus und ist mit lotustragenden Händen geschmückt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.261 Zwei Hände liegen an den Hüften, zwei sind nach oben geöffnet [Zuordnung beschädigt]. Sie ist schön und hat ein friedvolles Gesicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.262 An ihren Seiten stehen zwei Elefanten, die mit erhobenen Rüsseln Gefäße halten und sie begießen. So wird Shri, die Wohlergehen schenkt, mit Lotus und Weiheguss dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.263 Sie kann oberhalb einer Tür, in einem Haus, bei einem einzelnen Baum oder an einem Kreuzweg erscheinen. Nun beschreibe ich Mahadeva, umgeben von hundertacht Rudras. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.264 Die gewählte Höhe wird in zwanzig Teile geteilt; für die Breite wird eine Zwölferangabe genannt. Die Bildfläche ist länglich oder quadratisch. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.265 So entstehen zweihundertvierzig Felder. Vierundfünfzig äußere Felder werden für den schmückenden Rahmen verwendet. [Die Rahmenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.266 Dieser erhält Lotusketten, vielfältigen Schmuck oder Reihen von Gefäßen. Oben und unten werden je drei Felder ausgespart, entsprechend an beiden Seiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.267 In den mittleren vierzig Feldern wird die Hauptgestalt angelegt. Sechs Felder bilden den Lotus oder den Löwensitz. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.268 Für den Gott werden dreißig [Lesung „dreimal fünf“ möglich] Felder genannt, der Rest dient dem Schmuck. Unterhalb liegen auf beiden Seiten von der Mitte je sechs Felder. [Zahlenzusammenhang nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.269 Je zwei Felder sind mit Räuchergefäß und Speisegabe gefüllt. In zwei weiteren Felderpaaren erscheinen die einander entsprechenden Stifterfiguren, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.270 mit gefalteten Händen, verneigt und kniend. Auf den übrigen hundertacht Feldern werden die Rudras dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.271 Alle haben drei Augen, zwei Arme, einen blauen Hals und ein Gesicht. Eine Hand hält den Dreizack, die andere zeigt die Erkenntnisgeste; ihr Blick ist gesammelt. [Letztes Wort entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.272 Alle sitzen im Virasana oder in einer Yogahaltung. Der Hauptgott sitzt im Lotussitz, blauhalsig und dreiäugig. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.273 Seine beiden Hände zeigen die Haltung des Lehrens, sein Blick ist gesammelt. Er trägt sämtlichen Schmuck, und Schlangen schmücken seine Arme. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.274 Mit Haarkrone [Lesung entstellt] und Halbmond strahlt er. Seine Gestalt ist friedvoll und heiter, wie ein aufgeblühter Lotus. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.275 Von den vier oberen Teilen wird jeweils einer vermindert. Höre, wie die weggenommenen zwanzig Teile wieder angesetzt werden. [Die vorausgehende Zahlenfolge ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.276 Ein Teil wird quer dem Schmuck hinzugefügt; die Anordnung erfolgt [Vergleich beschädigt]. Mit vier Teilen wird eine Viererform gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.277 Darüber werden drei Teile und aus zwei Teilen eine Lotusknospe gebildet. Unten soll ein Zapfen aus drei Teilen angelegt werden, o Göttin. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.278 Der obere Abschluss wird mit vielfältigen Mustern und Edelsteinketten geschmückt. In der Mitte soll „ich“ dargestellt werden [Bhairava spricht]; die Feldzahl ist beschädigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.279 Meine Gestalt entspricht der beschriebenen, doch habe ich vier Arme. Nun nenne ich die zwölf Felder: beginnend mit dir, ferner Gana und Bhringin, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.280 Kumara, Brahma, Vishnu und Rudras auf sechs Wirklichkeitsebenen. Auf den übrigen seitlichen Feldern werden Vidyadharas mit Girlanden in den Händen gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.281 [Anordnung von Brust, Kopf, Füßen und Stufen beschädigt.] Nun werde ich die Namen der Rudras einzeln nennen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.282 Vamadeva, Mahatejas und Halahala stehen hinter dir. Höre nun diejenigen, die auf Kumara folgen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.283 Patarudra, Jyeshtha und Gahanisha [Namensformen unsicher]. Darunter werde ich die hundertacht einzeln nennen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.284 Sie werden vom Nordosten aus im Gomutrika-Verlauf angeordnet: Amaresha, Mahakala, Gokarna und Attahasa [letzter Name entstellt]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.285 Shankukarna, Prajesha, Krodhesha, Bhairava, Shambhu, Vibhu, Ganadhyaksha, Tryaksha und Tridashavandita. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.286 Sambaha, Vivaha, Nata, Lipsa, Vicakshana, Vidyesha, Jnanavan, Mitrajnanajna und Vedaparaga. [Einige Namen und ihre Trennung sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.287 Matri, Pingala, Bhupala, Bali, Vidyadhipa, Sudhi, Duhkhakrit, Ratnadharin und Jatamukutadharin. [Die letzten Ausdrücke können auch Attribute der Gruppe sein.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.288 Nidhisha, Rupavan, Dhanya, Saumyadeha, Prasadakrit, Prakasha, Lakshmivan, Kama, Sukshma, Tikshna und Kshapantaka. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.289 Shighra, Laghu, Vayuvega, Kapardin, Meghavahana, Panchantaka, Panchashikha, Pashahasta und Mahabala. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.290 Bala, Hritibala [Lesung unsicher], Dirghabahu, Jalantaka, Shveta, Jayabhadra, Vadavasya und Subhimaka. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.291 Nirrita, Marana, Hanta, Kruradrishti, Bhayanaka, Urdhvageha, Virupaksha, Dhuma und Lohitadamshtrin. [Eine Namensgrenze ist nicht sicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.292 Yamya, Mrityuhara, Dhata, Vidhata und Kartri. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.293 Kala, Dharmapati, Yokta, Viyokta und Yamapriya. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.294 Agnirudra, Hutashi, Pingala, Khadaka, Hara, Jvalana, Dahana, Vaktra, Bhasmantaka und Kshayantaka. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.295 Kapalisha, Aja, Buddha, Vajradeha, Pramadaka, Vibhuti, Avyaya, Shasta, Pinakin und Tridashadhipa. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.296 Sudhairya, Grasana, Sharva, Patalisha, Vrisha, Vrisha [Wiederholung der Vorlage], Palaka, Viryananta, Shubhra und Lohitaka, der Höchste. [Namensgrenzen teilweise unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.297 Diese Rudras sind genannt; die Gesamtzahl wird hier mit hundertzweiundzwanzig angegeben. [Dies stimmt nicht ohne Weiteres mit der zuvor genannten Hundertacht überein.] Die steinerne Darstellung wird aus einem einzigen Stück hergestellt, ohne [Bezeichnung einer Unterbrechung beschädigt]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.298 Eine hölzerne Darstellung kann aus drei gleichmäßig verbundenen Teilen bestehen. Die Verbindungen sollen aus Holz derselben Art hergestellt werden, mit entsprechenden Dübeln. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.299 [Beschreibung einer Lasche beziehungsweise Platte beschädigt.] Eiserne Nägel werden für die Verbindung genannt; die Zapfen sollen den Abfluss des Wassers nicht behindern. [Die genaue Anweisung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.300 Dies ist das Verfahren bei Holz und bei der Verbindung des unteren mit dem oberen Teil. Nun erkläre ich der Reihe nach die Gestalt Anantishas. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.301 Die Breite beträgt die Länge vermindert um ein Drittel. Die Länge wird nach einer Mondzahl [vermutlich entstellt], die Breite in zwölf geteilt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.302 Vierzig Teile werden für das Holz und eine obere Dreiergliederung genannt. Je ein Teil bildet die untere Platte und die beiden Enden der Längsseite. [Maßanschluss beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.303 In den mittleren sechsunddreißig Teilen wird Ananta dargestellt. Acht Teile bilden den Lotus; darüber werden anderthalb Teile angesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.304 Ananta erhält achtzehn Teile; eine doppelte Acht wird ebenfalls genannt. Oben und unten werden Leisten sowie zwei Stützen angelegt. [Die Zuordnung der Zahlen ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.305 Links und rechts erscheinen Sukshma, Shivottama, Ekanetra, Ekarudra und der strahlende Trimurti, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.306 Shrikantha und Shikhandin; [weiterer Ausdruck beziehungsweise Namen unsicher]. Unten werden die beiden Stifter an den dafür vorgesehenen Stellen dargestellt, du Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.307 Unter dem Lotus liegt ein stängelförmiger Teil; der übrige Schmuck entspricht der Leistenform. Der Kopfabschluss wird wie zuvor gestaltet, in der Mitte Ishvara. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.308 Er sitzt in einer Yogahaltung: der weise Herr der Yogis, ganz der Yoga-Praxis hingegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.309 Der übrige Schmuck wird passend ausgeführt; Schwäne beziehungsweise [weitere Rahmengestalten beschädigt] umgeben ihn. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.310 Alle Rudras sind dreiäugig, tragen Dreizack und Buch, eine Haarkrone und den Halbmond als Kennzeichen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.311 Der erhabene Herr sitzt im Lotussitz, mit zum Erklären erhobener Hand, mit Dreizack und Gebetskette, dreiäugig und von friedvollem Angesicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.312 Nun erkläre ich der Reihe nach das Bild Bhairavas. Die Länge wird mit einer Zweiergliederung, die Breite mit zehn Teilen bemessen. [Das Verhältnis beider Angaben ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.313 Quer und hoch wird in jeweils fünfzehn geteilt. Drei Teile bleiben oben stehen; für das Holz beziehungsweise den Rahmen werden fünfzig genannt. [Letzte Maßangabe beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.314 An seinem Ende liegt eine Leiste von einem Teil, danach ein entsprechender Zwischenraum. In den mittleren fünfzig Feldern wird Bhairava gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.315 Über dem Haar wird der Strahlenkranz mit zwei Teilen angelegt, in Form eines Lotusabschnitts oder kreisrund. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.316 Für die Gestalt werden fünfundzwanzig Teile verwendet, für den Lotus zehn und für die untere Fußplatte vier. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.317 Ein Teil bildet den Stängel, in der Mitte rund. Die beiden Seitenbereiche von je vierzig Feldern werden verdoppelt. [Der genaue Bezug ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.318 Sechs Zwischenräume werden zweigeteilt; darin werden die Muttergöttinnen angeordnet. Oben, unten und in den Zwischenräumen werden Leisten angebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.319 Links und rechts erscheinen Chamunda und Vinayaka, ferner Aindrani, Varahi, Vaishnavi und Kumarika, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.320 Maheshvari und Brahmani; unten die beiden Stifter. Quer sollen zwei Teile und oben [entsprechende Teile; Verb beschädigt] weggenommen werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.321 Am oberen Abschluss wird wie zuvor ein Zapfen aus vier Teilen gestaltet; quer misst er einen Teil. Oberhalb des Kopfes wird Shiva dargestellt. [Eine Zweierangabe bleibt unklar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.322 Shiva soll friedvoll im Lotussitz, mit Yoga verbunden und als Gestalt der Erkenntnis dargestellt werden. Steht Chamunda in der Mitte, soll an der entsprechenden Stelle Bhringin gestaltet werden. [Der Name Shiva ergibt sich aus dem vorhergehenden Block.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.323 Anstelle Shivas kann Bhairava gestaltet werden; die übrige Anordnung bleibt wie zuvor. Gana und Bhringin erscheinen im Nordosten und Südosten. [Die Ortsangabe ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.324 Nun beschreibe ich die Gestalt des Herrn über Meru. Die Breite der Bildfläche beträgt die Länge vermindert um ein Drittel. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.325 Die Fläche wird nach Kala-Maß geteilt; außen verläuft der Holzrahmen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.326 Vierundfünfzig Felder bilden die Gestalt mit dreigeteiltem Kopfabschluss. [Der letzte Ausdruck ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.327 Eine Holzleiste misst einen Teil, ebenso die äußeren Enden. Innerhalb von sechzig Teilen wird Ishvara gestaltet; der Lotus erhält zwölf. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.328 Für den Strahlenkranz werden zwei Teile genannt, für die Shiva-Gestalt sechsunddreißig. Der zweigeteilte Kopfabschluss entspricht dem früheren; in seiner Mitte erscheint Sadashiva. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.329 Die beiden Bereiche mit je elf Teilen werden verdoppelt. Oben und unten werden Leisten angelegt, darin die Hüter mit je acht Teilen. [Die geometrische Zuordnung bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.330 Brahma, Ishana, Kubera, Vayu, Varuna, Nirriti, Yama und Agni, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.331 Indra und Vishnu werden links und rechts angeordnet. In der Mitte steht Ishvara, dreiäugig und mit dem Dreizack in der Hand, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.332 mit einer Schlange als heiliger Schnur und Schlangen als Armschmuck, mit Haarkrone und Halbmond als Kopfschmuck, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.333 blauhalsig, mit aufgerichtetem Linga, in Tigerfell gekleidet, vierarmig und eingesichtig; seine Hände zeigen Gabe und Furchtlosigkeit, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.334 eine hält die Gebetskette, und er sitzt fest im Lotussitz. Brahma hat vier Gesichter, einen langen Bart und einen schönen Gürtel. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.335 Er trägt ein Antilopenfell als Obergewand und einen hochgebundenen Haarknoten. Seine Farbe gleicht dem Feuer; er hat einen großen Bauch und vier Arme. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.336 Er hält Stab, [weiteren Holzgegenstand; Lesung unsicher], Gebetskette und Wassergefäß. Sein Bauchumfang beträgt fünf Tala, o Parvati. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.337 Er sitzt auf einem Schwan, mit friedvollem Gesicht und freundlichem Blick. Ishas Gestalt entspricht der früheren; [Aussage zur Einheit beziehungsweise Ungetrenntheit beschädigt]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.338 Soma sitzt auf einem himmlischen Wagen und besitzt einen großen Bauch. Sein Umfang soll siebeneinhalb Tala betragen. [Im Richtungszusammenhang wird hier Soma mit dem nördlichen Hüter verbunden.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.339 Er trägt eine Keule, ist großleibig und reich geschmückt. Darunter werden drei, fünf oder sieben Schatzgefäße dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.340 Vayu sitzt auf einer Antilope, trägt einen Haken und eine Fahne, hat zusammengezogene Brauen und einen schlanken Bauch; er ist sehr schmal, trocken und langgestreckt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.341 Varuna sitzt auf einem Krokodil, trägt göttlichen Schmuck, hat ein friedvolles Gesicht und eine wohlgerundete Gestalt; seine Hand hält die Schlinge. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.342 Der König der Rakshasas sitzt auf den Schultern eines Leichnams. Er besitzt eine dämonische, furchtbare Gestalt und trägt ein Schwert. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.343 [Yama] sitzt auf einem Büffel, ist wild und strahlend und hält den Stab. Seine Augen sind zornig zusammengezogen, sein Gesicht äußerst hart. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.344 Agni sitzt auf einem Ziegenbock und hält den Speer. Über ihm erhebt sich ein flammenförmiger Strahlenkranz; seine Gestalt ist scharf und furchtbar. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.345 Indra sitzt auf Airavata und hält den Vajra. Sein ganzer Körper ist mit tausend Augen gekennzeichnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.346 Er trägt sämtlichen Schmuck und eine Krone. Über ihm befindet sich ein göttlicher weißer Schirm mit goldenem Stab. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.347 Vishnu sitzt auf dem König der Vögel, ist mit allen Edelsteinen geschmückt, vierarmig, von schöner Gestalt und trägt Muschelhorn, Diskus und Keule. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.348 Eine Hand erhebt den Pflug; [Farbvergleich beschädigt]. Seine Gestalt ist schlank, seine Brust breit. Im Holzrahmen werden die beiden Stifter dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.349 Der obere Schmuck ist von Siddhas und Vidyadharas bevölkert. Die Bildfläche wird entsprechend ihrer besonderen Gestaltung in Abschnitte geteilt. [Schluss beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.350 Vishnu kann entsprechend aufrecht oder auf Garuda sitzend gestaltet werden. An seinen Seiten erscheinen die zehn Avataras, deren Namen nun der Reihe nach folgen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.351 Höre die sichtbaren Merkmale und Proportionen der zehn Gestalten, o Göttin, in der Folge von oben nach unten und von links nach rechts. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.352 Matsya, Kurma, Varaha, Narasimha, Vamana, Rama, Rama, Rama, Buddha und Kalkin: Dies sind die zehn. [Die drei Rama-Nennungen stehen so im Text.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.353 Die eigene Bildfläche wird in sieben geteilt. In einem Teil ragt das Maul hervor, in zwei Teilen der Schwanz. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.354 Nach Begrenzung durch zwei Teile wird über fünf Teile eine Rundung geführt. So entsteht eine Seite nach Art eines Mondsegments. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.355 Die zweite Seite wird entsprechend gestaltet; der Schwanz gleicht einer Fahnenspitze. Nach Abnahme von zwei Teilen wird der Flossenbereich entsprechend ausgebildet. [Die Vorlage verwendet einen Ausdruck für Fuß beziehungsweise Gliedmaß.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.356 Ansatz und Spitze werden der Reihe nach gestaltet, ebenso die Mundöffnung. Die Augen erhalten eine Rundung von zwei Gerstenkörnern. [Die Gesichtsformulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.357 Halbmondförmige Felder gliedern die Körperteile; die Haut wird deutlich ausgearbeitet. Der Fisch wird als Shala-Form bezeichnet. [Namenslesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.358 Sein Kopf ist mit einem Diskus gezeichnet; deshalb wird er von Brahmanen nicht gegessen. Nun beschreibe ich die Schildkröte. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.359 Ihre Fläche wird in vier geteilt; die Diagonalschnur wird nach außen geführt. Nach einer Dreiteilung wird ein Teil weggenommen und die Form gleichmäßig gerundet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.360 Zwei Teile werden mondförmig gestaltet; der Eintritt beziehungsweise die Einziehung ist gebogen. Aus drei Teilen wird eine Rundung bis zu einer diskusartigen Svastika-Form gezogen. [Geometrischer Ausdruck unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.361 An den Übergängen treten Beine aus der Rundung hervor. Der Hals misst einen Teil und ragt um ein Viertel der Fläche hinaus. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.362 Der runde Kopf misst zwei Netra, die Augen drei Gerstenkörner. Am Ende der Augen werden die Ohren zwei Gerstenkörner groß und mondförmig angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.363 Die Mundgestalt wird ausgeglichen, Brust und Rücken schön gewölbt gestaltet. Nun werden Varahas Gestalt und Gesichtsmaße beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.364 Sein Gesicht ist acht Netra lang, du Schöne. Der Kiefer misst sieben Fingerbreiten, die beiden Mundwinkel jeweils zwei. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.365 Die Mundpartie misst sieben Fingerbreiten. Die beiden weißen Hauer sind zwei Fingerbreiten lang und am Ansatz vier Fingerbreiten im Umfang. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.366 Beide sind nach vorne gebogen und spitz. Die Nasenlöcher sind rund und mit einem Golaka-Maß versehen; für Spitze und Mitte werden Halbmaße genannt. [Die genaue Verteilung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.367 Die bewegte Nasenspitze gleicht einer goldenen Blüte. Beide Augen messen anderthalb Fingerbreiten und liegen leicht nach vorne im Gesicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.368 Die hochstehenden Ohren sind zwei Golaka lang; der Zwischenraum am Scheitel ist vier Golaka breit. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.369 Der Scheitel erhebt sich zwei Golaka, der Hals misst acht Fingerbreiten. Shri wird vom rechten oder linken Arm umfasst, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.370 an der Brust gehalten und blickt leicht nach oben. Die Erde hält sich an seinen Füßen; zwei Hände tragen Muschelhorn und Diskus. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.371 Die übrigen Körperglieder entsprechen Vishnu; die aufrechte Gestalt ist jedoch etwas verkürzt. Narasimhas Gesicht ist quer acht Kala breit. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.372 Seine Länge beträgt sechs Kala, der Mund ist drei Kala breit und zwei Kala weit geöffnet. Zwei Hauer treten aus ihm hervor. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.373 Die übrigen Zähne gleichen Knospen des Kunda. Über der Mähne stehen die Ohren; das Gesicht ist geöffnet und hell, die Augen sind rund und eine Fingerbreite groß. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.374 Die Brauen sind zornig gebogen; die Schultern reichen vier Kala nach außen. Der Hals ist eine Fingerbreite kürzer, sein Umfang eine Kala größer. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.375 Der ganze kräftige Körper wird wie Bhairavas gestaltet. Die Arme sind jedoch rundlich; zwei halten Keule und Diskus. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.376 Die Nägel zweier Hände zerreißen Hiranyakashipus Brust. Blutströme fließen herab, seine Arme hängen herab. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.377 Eine herabhängende Hand hält ein Messer; Füße und Kopf hängen ebenfalls. Der Dämon liegt wie tot auf den Knien. So wird Narasimha beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.378 Ein Fuß ist erhoben, die Zehe des anderen berührt den Boden. Vamanas Gesicht ist sieben Kala lang. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.379 Der Abstand zwischen seinen Ohren beträgt zehn Netra. Von der Brauenlinie aus werden zwei weitere Kala genannt. [Endpunkt beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.380 Sein runder, krugförmiger Kopf hat vierundzwanzig Kala Umfang. Der Hals ist drei Fingerbreiten lang; sein Umfang wird mit fünfundzwanzig [Einheit nicht ausdrücklich erhalten] angegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.381 Die Schulter misst zwei Golaka. [Eine Armangabe ist beschädigt.] Der Arm ist sieben Netra lang, die Hand drei Golaka. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.382 Von allen Fingerlängen wird ein Viertel abgenommen und dem Umfang hinzugefügt, gegliedert nach den einzelnen Fingergliedern. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.383 Der Armumfang wird wie zuvor durch Verdreifachung bestimmt. Von der Länge zwischen Hals und Herz wird [Maß beschädigt] genommen und der Breite hinzugefügt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.384 Ebenso wird ein Maß zwischen Herz und Nabel genommen und am Nabel quer angesetzt. Zwischen Nabel und Genitalbereich wird ein Netra genommen und der Hüftbreite hinzugefügt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.385 Von der Oberschenkellänge werden zwei Netra genommen und der Breite hinzugefügt. Ebenso wird die Unterschenkellänge vermindert und die Dicke vergrößert. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.386 Die Füße werden um eine Kala verkürzt und entsprechend verbreitert. Ein Sechstel der Zehenlänge wird ihrer Dicke hinzugefügt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.387 Gesäß und Bauch sind stark gerundet. Die Ohren gleichen Schlangenhauben und besitzen lange herabhängende Läppchen. [Ein Wort ausdrücklich unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.388 [Zahnvergleich beschädigt.] Sein Mund ist sehr beweglich. Er hält Wassergefäß und Holzstab. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.389 Er trägt ein Obergewand und erscheint als Brahmane, auf die Bindung Balis gerichtet. Vor ihm wird König Bali in einer sechsgeteilten Fläche dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.390 Bali übergibt Vamana eine Gabe und hält dazu ein Wassergefäß. Nun beschreibe ich die sichtbare Szene mit Bali und Vamana. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.391 Der kleine Vamana tritt als listiger, gewandter Knabe auf. Mit süßer Stimme erklingt seine Rede [die Angabe zu den Veden ist beschädigt]. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.392 Er betritt die Versammlung und bittet um drei Schritte Land. So unterbricht Vishnu in Brahmanengestalt das Opfer Balis. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.393 Darauf entsteht die schöne Trivikrama-Gestalt [die Vorlage nennt hier auch Rama], vierarmig und mit den entsprechenden Waffen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.394 Ein Fuß steht auf der Erde, der zweite reicht in den Himmel: Er vermisst die Erde und bindet Bali. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.395 Der bogentragende Rama trägt verfilztes Haar und Bastgewand. Er ist zweiarmig, von asketischer Gestalt und hält Bogen und Pfeil. [Die Quelle nennt seinen Bogen hier Gandiva.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.396 Ein weiterer Rama trägt die Axt; daneben wird eine Hand mit Pflug genannt. [Die Trennung von Parashurama und dem pflügenden Rama ist beschädigt.] Die schöne Gestalt kann aufrecht oder sitzend erscheinen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.397 Buddha wird im Lotussitz mit nach oben geöffneten Händen in Sammlung dargestellt, mit langen Ohren, friedvoll und im Mönchsgewand. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.398 Sein Herzbereich trägt ein Juwel; der Blick ruht auf der Nase. Hände und Füße sind mit Lotuszeichen versehen, sein Gesicht lächelt leicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.399 Sein Wesen ist bewusst und gesammelt; sein Geist ist ganz auf Mitgefühl gerichtet. Sein äußerst schönes Gesicht gleicht einem frisch erblühten Lotus. [Anfang sprachlich beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.400 Kalkin ist von rauer Erscheinung, in der Gestalt eines Mleccha [historische Fremdbezeichnung]. Er trägt einen Köcher auf dem Rücken und Bogen und Pfeil in der Hand. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.401 Madhava stammt aus einer Brahmanenfamilie und erscheint als Brahmane. Oberhalb wird der höhere Vishnu in friedvoller Gestalt dargestellt. [Die Angabe zum oberen Bildbereich ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.402 Unten im Holzrahmen wird der Stifter wie zuvor dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.403 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 05.404 Warum erscheint Vishnu zehnfach? Erkläre, wie seine höhere und niedere Gestalt zu verstehen sind. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.405 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 05.406 Brahma, Vishnu und Rudra sind drei göttliche Herren. Um Meru angeordnet wirken sie innerhalb des Welteis. [Der Wortlaut über dessen Grenze ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.407 Ishvara ist der Urheber der beiden; Brahma der Herr der Welt. Vishnu bewahrt die Welt, um die Ordnung der Weltalter zu begründen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.408 Es gab einen furchtbaren einzigen Ozean, in dem überall alles von Wasser überflutet war. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.409 Vishnu nahm Fischgestalt an und erschien dort zum göttlichen Spiel. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.410 Dort befand sich der langlebige, vorzügliche Weise Markandeya. Er wurde von den Wellen hin und her bewegt und fand keinen Halt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.411 Die beiden erblickten und erkannten einander. Markandeya sprach darauf über die Erde und einen großen Asura. [Die Aussage ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.412 Vishnu erkannte dies und nahm Schildkrötengestalt an. Rasch tauchte die Schildkröte dorthin hinab, wo die Erde selbst sich befand. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.413 Diese hatte ihre ursprüngliche Gestalt aufgegeben und befand sich als Frau zusammen mit Shri beim Herrn der Kushmandas, mit Verehrung und weiteren Tätigkeiten beschäftigt. [Bezug und Name sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.414 Als die Schildkröte sie sah, nahm sie Ebergestalt an: Nur das Gesicht war das eines Ebers, die übrigen Glieder waren Vishnus. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.415 Shri sah ihn, freute sich und nahm an seiner Brust Platz. Die Erde verneigte sich zu seinen Füßen und suchte Zuflucht. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.416 Janardana in Ebergestalt nahm die Erde auf seinen Fuß und hielt Shri in den Armen; dann erhob er sich mit großer Kraft. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.417 Noch bevor er bei Markandeya angekommen war beziehungsweise gesprochen hatte, stand die Erde wieder in ihrer eigentlichen Gestalt. [Verb beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.418 Mit sieben Kontinenten, Meeren, Bergen, Wäldern und Hainen; Meru wurde zum festen Mittelpunkt, und die Welten waren geordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.419 Götter, Gandharvas, Siddhas, Mondhäuser, Planeten, Rishis, Hinderniswesen, Vetalas, Menschen und weitere Wesen erschienen, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.420 ebenso die mit Krita beginnenden Weltalter und ihre Herrscher auf der Erde. Im Krita-Zeitalter herrschte der große Asura Hiranyakashipu. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.421 Weil dieser als unverwundbar galt, schuf Vishnu die Löwengestalt. Dessen Enkel Bali war freigebig und im Dharma kundig. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.422 Um ihn zu binden, nahm Vishnu Zwerggestalt an, am Übergang zum Ende des Krita-Zeitalters, zur Bezwingung Balis. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.423 Dann erschien Vishnu als Rama beziehungsweise in der weit ausschreitenden Gestalt. Nach dem Übergang begann das Treta-Zeitalter, voller Asuras. [Die Verbindung der Gestalten ist in der Vorlage unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.424 Angesichts ihrer ungebundenen Herrschaft und um Ravana zu töten, erschien Hari in seiner wandelbaren Gestalt als bogentragender Rama. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.425 Am Ende des Treta, in der folgenden Übergangszeit, lebte Kartaviryarjuna mit tausend Armen; niemand im Weltei kam ihm gleich. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.426 Um seine Arme abzuschlagen, erschien Rama als Axtträger. Als Dvapara begann, erschien Vishnu mit Muschelhorn, Diskus und Keule, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.427 vierarmig und den Pandavas besonders verbunden. Nach ihnen folgte das Kali genannte Weltalter, dem Dharma entfremdet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.428 Als die Daityas vernichtet waren und die Götter keine Bedrängnis mehr hatten, erschien der mitfühlende Buddha, um die eigene Dharma-Ordnung zu begründen. [Die Verbindung von Begründung und Beschränkung lässt der Wortlaut offen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.429 An dessen Ende, o große Göttin, folgt ein vom Text abwertend nach den Chandalas benanntes Zeitalter. Die gesellschaftlichen Unterscheidungen von Brahmanen und anderen Gruppen gelten nicht mehr. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.430 Es gibt keine Unterscheidung zwischen erlaubter und unerlaubter Speise oder zwischen Dharma und Adharma. Um die Weltalter zu beenden und wiederherzustellen, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.431 erscheint Vishnu selbst als der Brahmane Kalkin. Auf diese Weise setzt es sich durch die Herrschaft von vierzehn Indras fort. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.432 Keshava erscheint in der Welt zum göttlichen Spiel in zehn Gestalten, solange, o Parvati, bis Brahma zusammen mit den Welteiern vergeht. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.433 Dann kommt er zur Ruhe und nimmt die höhere, friedvolle Gestalt an. [Die folgende Aussage über Shivas oberen Körper ist beschädigt.] Darauf bezieht sich die Bezeichnung „höher“. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.434 Wird Brahma eigenständig dargestellt, wird die Fläche nach einer Zwölfergliederung angelegt. Holzrahmen und Kopfabschluss entsprechen dem Vorherigen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.435 Die Teile und Seitenfelder werden entsprechend angeordnet. Brahma erhält vier Teile, der Lotus anderthalb. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.436 Oben und unten werden Leisten, oben ein Strahlenkranz gestaltet. Die beiden Seitenbereiche umfassen sieben Teile und erhalten ebenfalls obere und untere Leisten. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.437 In den untergliederten Zwischenräumen erscheinen zwei Brahmanen sowie Gayatri und Savitri. Brahma steht wie zuvor in der Mitte. [Die genaue Viereraufteilung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.438 Er steht auf einem Lotus oder sitzt auf einem Schwan. Darüber wird der höhere Brahma in friedvoller Gestalt dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.439 Steht Indra mit königlicher Haltung in der Mitte, erscheinen an seinen Seiten Rambha, Tilottama, Shri und Sarasvati, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.440 oder zwei Gandharvas. Wird Agni in der Mitte dargestellt, entspricht seine Gestalt der zuvor beschriebenen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.441 An den Seiten erscheinen Tejini und Jvalini, ferner Dahani und Shoshani in den entsprechenden Formen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.442 Bei Yama in der Mitte stehen Kala und Pasha an den Seiten; weitere Boten mit bedrückter Gestalt werden genannt, du Schönantlitzige. [Lesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.443 Wenn der Ahnherr beziehungsweise die Ahnengottheit in der Mitte steht, umgeben ihn an den Seiten vier Rakshasas in entsprechenden Gestalten. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.444 Sie heißen Krura, Bhima, Ugra und Durniriksha. Wenn Varuna in der Mitte in seiner zuvor beschriebenen Gestalt erscheint, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.445 wird er von den vier Meeren in entsprechenden Gestalten umgeben. Bei Vayu in der Mitte erscheinen seine Dienenden an beiden Seiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.446 Seine beiden Shaktis werden als Vyuhani und Kampani dargestellt. Weitere zwei Gestalten und das seitlich angeordnete Reittier werden genannt. [Die Zuordnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.447 Bei Soma in der Mitte stehen zwei Yakshinis und zwei Yakshas an den Seiten. Höre ihre Namen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.448 Jambhala, Dhritarashtra, Dhanini und Somini. Bei Ishana in der Mitte stehen Skanda und Vinayaka an den Seiten, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.449 außerdem Ganga und Durga, du Schönantlitzige. So erhält jede festgelegte Anordnung ihre besonderen Gestaltmerkmale. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.450 Aditya erscheint im Kreis der Planeten. Die Fläche wird entsprechend geteilt und [ein Maß; Lesung unsicher] verdoppelt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.451 Unten wird ein Teil, oben werden zwei abgenommen. In den jeweils unterteilten Zwischenräumen werden die acht übrigen Planeten dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.452 Links und rechts erscheinen sie der Reihe nach von Soma bis Ketu. Nun beschreibe ich ihre Gestalten, beginnend mit Surya. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.453 Surya hat [Fußbekleidung beziehungsweise Beine; Anfang beschädigt], trägt Panzer und Ohrringe. Seine beiden Hände halten Lotusse; er wird dreiäugig und glückverheißend dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.454 Er kann aufrecht oder sitzend, von schöner Gestalt erscheinen. Soma ist friedvoll und sitzt auf einem Halbmondsitz. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.455 Bhauma ist rau und gelb [Textlücke]. Budha besitzt die Gestalt eines Knaben, eine breite Brust und sitzt ebenfalls. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.456 Brihaspati sitzt friedvoll im Lotussitz. Shukra ist einäugig und auf einem Sitz dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.457 Shani blickt nach unten und ist grausig, auf einem Sitz. Rahu wird als halber Körper mit Fangzähnen und weit geöffnetem Mund beschrieben. [Ein Wort ausdrücklich unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.458 [Größere Textlücken.] In einem eingeschobenen, beschädigten Textstück werden seitwärts oder abwärts blickende Yoginis genannt; viergesichtige, wohlgestaltete Göttinnen wie Sechzehnjährige, entsprechend ihrem Agama; ferner verschiedenartige Kinnaras mit Tiger-, Rinder-, Pferde-, Hunde-, Krähen-, Eulen-, Antilopen- und Affengesichtern. [Anfang, Teile der Aufzählung und Schluss fehlen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.459 Dick sind Brauen, Kinn, Nase, Augen und Unterlippe. Ketu ist wild und besitzt einen vollständigen Körper; er trägt Haare und hält die Hände gefaltet. Rahu trägt Diskus und Hammer. [Die ersten Merkmale sind Rahu oder Ketu nicht sicher zuzuordnen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.460 Alle fahren auf himmlischen Wagen und tragen sämtlichen Schmuck. Die Planeten von Soma bis Shani halten Wassergefäße, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.461 zeigen eine Lehrgeste und tragen Gebetsketten. Wenn Surya auf einem Wagen sitzt, sollen darunter sieben Pferde dargestellt werden. [Das Zahlwort steht bildhaft als Muni.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.462 Sie sind in der entsprechenden Reihenfolge zu gestalten, ebenso der Wagenlenker. Dieser hält vor dem Wagen die Pferde mit dem Zaumzeug zusammen. [Die Angabe zum Kopf ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.463 Revanta sitzt auf einem Pferd, begleitet von Hund und Türhüter beziehungsweise Gefolgsmann. Arme und Beine sind lang; Hände und Oberschenkel kräftig. [Begleiterbezeichnung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.464 Nun beschreibe ich die Nagas. Ihr Oberkörper hat göttliche Gestalt. Die mit Ananta beginnenden Nagas der acht Familien tragen Schlangenhauben, (IAST · Devanagari)
Stelle 05.465 eine, drei, fünf oder sieben. Zwei, vier und sechs, also gerade Zahlen, sollen nicht verwendet werden. [Ein verbindender Ausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.466 Die Haube beziehungsweise Windung trägt ein Juwel; unterhalb der Hüfte geht der Körper in einen Schwanz über. Die Nagafrauen sind schön und mit Edelsteinschmuck versehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.467 Auch sie besitzen unterhalb der Hüfte einen Schwanz, eine schmale Taille und volle Brüste. Yakshinis haben lange Gesichter, Apsaras leuchten wie der Mond. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.468 Vidyadharas werden mit Girlanden in den Händen in den Wolken dargestellt. [Die anschließende Anordnung von Brust, Kopf und Beinen ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.469 Gandharvas tragen Schwerter und stehen in entsprechenden Haltungen. Kinnaras halten Vinas; die Ganas sind schön gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.470 Yakshas beziehungsweise Yakshinis und Kimpurushas besitzen menschliche Gestalt. Kimkaras haben lockiges Haar und eine vom Text als fremdländisch bezeichnete Erscheinung. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.471 Kshetrapalas besitzen Fangzähne und große, herabhängende Bäuche. Bhutas und Rakshasas tragen [Attribut beschädigt] und Khatvanga. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.472 Bhutas haben bedrückte Gesichter, Pishachas lange; Rakshasas sind furchtbar, mit langen Nägeln und Fangzähnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.473 Nun erkläre ich die bucklige und die hinkende Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.474 Zwischen Nabel und Genitalbereich wird ein Netra, im Herzbereich werden zwei Kala abgenommen. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.475 Die Brust wird erhöht, der Rücken darüber gekrümmt gestaltet. Hinkende Gestalten sind abgeflacht, breitbrüstig und mit seitwärts gerichteten Füßen dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.476 Knie und Arme sind gekrümmt; die Gesichter erscheinen [Vergleich beschädigt]. Entsprechend dem Ziel der rituellen Handlung werden auch gesichtslose oder in der Körpermitte abweichende Formen genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 05.477 Köpfe können erhoben oder seitwärts gerichtet sein; furchterregende Formen besitzen abgeschnittene Nasen, Glieder oder Füße, fehlende Hände und Finger, Öffnungen im Bauch oder einen eingesunkenen Leib. [Erster Ausdruck unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.478 Solche und weitere Gestalten werden für günstige beziehungsweise ungünstige Zielsetzungen hergestellt. [Historische Bild- und Ritualklassifikation.] (IAST · Devanagari)
Stelle 05.479 Damit endet im Brahmayamala, im Jayadratha-Bereich des Pingalamata, der Abschnitt über Götterbilder, als viertes Prakarana bezeichnet. [Der Kolophon enthält zusätzlich die widersprüchliche Bezeichnung „erstes“.] (IAST · Devanagari)
Lesebereich 06: Pratima – weiterer Abschnitt mit wiederholtem Kolophon
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Stelle 06.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 06.002 O Gott, erkläre die Merkmale des Bildtuches und der Bildtafel sowie die Unterscheidung der Farben beim Bemalen von Götterbildern. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.003 Nenne die Farben der Gottheiten, beginnend mit Shiva in ausgearbeiteter Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 06.005 Für weltliche Erfüllung und Befreiung ist ein vorzügliches Baumwolltuch vorgesehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.006 Für andere, gegensätzliche Zielsetzungen werden Seide und weitere Stoffe genannt, darunter Leichentücher. Der Stoff soll glatt, mit Saum versehen und zwei- oder dreimal gewaschen sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.007 Er wird behandelt, geschlagen und mit einer Muschel oder einem ähnlichen Gegenstand geglättet. Der Kundige nimmt gereinigte Tamarindensamen und zerreibt sie. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.008 Darauf wird zerstoßenes Kharpara [mineralische beziehungsweise keramische Substanz; Identität unsicher] gegeben, vermischt, mit klarem Wasser angerührt und auf den Stoff aufgetragen. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.009 Dies heißt Vajralepa, fester Grundanstrich, und wird wiederholt aufgetragen. Für Götterbilder, Fahnen und Tafeln gilt ein weiteres Verfahren; höre es. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.010 Erde von einem Ameisenhügel wird mit gekochtem Reis zu gleichen Teilen zerrieben, mit Wasser angerührt und mit einem Pinsel aufgetragen. [Das Verb der Vorlage ist entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 06.011 Nach jedem Trocknen wird Tafel oder Bild erneut bestrichen. Das Innere einer Bilva-Frucht und ein aus Rala-Samen gewonnener Stoff werden genannt. [Letzte Stoffbezeichnung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 06.012 Damit sollen die Farben fünf oder sieben Tage verrieben werden. Kreide dient für Weiß, Darada und roter Ocker für Rot, ebenso Sindura; Tala wird bei Gelb genannt. [Dazwischen und danach größere Textlücken. Die historischen Pigmente werden hier nicht als heutige Materialempfehlung verstanden.] (IAST · Devanagari)
Stelle 06.013 [Unleserliche Stelle und Textlücke.] Erhalten ist ein Rest über Fangzähne und ein weit geöffnetes Gesicht. [Der Zusammenhang springt zur Planetenbeschreibung zurück.] (IAST · Devanagari)
Stelle 06.014 Brauen, Kinn, Nase, Augen und Unterlippe sind dick. Ketu ist von wilder Gestalt und besitzt einen vollständigen Körper. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.015 Er hält die Hände gefaltet und trägt Haare; Rahu trägt Diskus und Hammer. Alle fahren auf himmlischen Wagen und tragen sämtlichen Schmuck. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.016 Von Soma bis Shani halten die Planeten Wassergefäße, zeigen eine Lehrgeste und tragen Gebetsketten. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.017 Wenn Surya auf einem Wagen sitzt, werden darunter sieben Pferde in entsprechender Anordnung dargestellt, dazu der Wagenlenker. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.018 [Beschreibung des Zaumzeugs beschädigt.] Vor dem Wagen werden die Pferde zusammengehalten. Es folgt eine Gestalt mit Hund und Begleiter [Name und Reittier durch Textlücke beschädigt; Parallelstelle 05.463 nennt Revanta]. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.019 Arme und Beine hängen lang herab; Hände und Oberschenkel sind kräftig. Nun beschreibe ich die Nagas mit göttlich gestaltetem Oberkörper. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.020 Die mit Ananta beginnenden Nagas der acht Familien tragen eine, drei, fünf oder sieben Schlangenhauben. [Letzter Ausdruck beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 06.021 Zwei, vier oder sechs, also gerade Zahlen, sollen nicht dargestellt werden. Die Haube trägt ein Juwel; unterhalb der Hüfte besitzt der Körper Schwanzgestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.022 Die Nagafrauen sind schön und mit Edelsteinen geschmückt. Unterhalb der Hüfte geht ihre Gestalt in einen Schwanz über; die Taille ist schlank, die Brüste sind voll. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.023 Yakshinis haben lange Gesichter, Apsaras leuchten wie der Mond. Vidyadharas werden mit Girlanden in den Händen in den Wolken dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.024 [Anordnung von Brust, Kopf und Füßen beschädigt.] Gandharvas halten Schwerter und stehen in entsprechenden Haltungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.025 Kinnaras tragen Vinas; Ganas sind schön gestaltet. Yakshas beziehungsweise Yakshinis und Kimpurushas besitzen menschliche Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.026 Kimkaras haben lockiges Haar und eine als fremdländisch bezeichnete Erscheinung. Yoginis blicken seitwärts oder nach unten. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.027 Die Göttinnen haben vier Gesichter und wohlgestaltete, vollständige Körperglieder. Sie erscheinen wie Sechzehnjährige und werden entsprechend dem jeweils eigenen Agama dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.028 Kinnaras besitzen unterschiedliche Gestalten: Löwen-, Tiger-, Rinder-, Pferde-, Hunde-, Krähen-, Eulen- oder Antilopengesichter. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.029 Auch Affen-, Wolfs- und [weitere Gesichtsform unsicher] werden genannt, mit großen Bäuchen. Kshetrapalas haben Fangzähne und große, herabhängende Bäuche. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.030 Bhutas und Rakshasas tragen [Attribut beschädigt] und Khatvanga. Bhutas haben bedrückte Gesichter, Pishachas lange. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.031 Rakshasas sind furchtbar, mit langen Nägeln und Fangzähnen. Nun erkläre ich bucklige und hinkende Gestalten. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.032 Zwischen Nabel und Genitalbereich wird ein Netra, am Herzbereich werden zwei Kala abgenommen. Die Brust wird erhöht, der Rücken darüber gekrümmt gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.033 Die Gestalten sind abgeflacht, breitbrüstig, mit seitwärts gerichteten Füßen, gekrümmten Knien und Armen. [Die weitere Gesichtsbestimmung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 06.034 Entsprechend dem Ziel der Handlung werden Formen mit fehlenden beziehungsweise abweichenden Teilen, seitwärts gerichteten Köpfen, furchterregenden Zügen und abgeschnittenen Nasen, Gliedern oder Füßen genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.035 Auch fehlende Hände und Finger, offene oder eingesunkene Bäuche gehören dazu. Solche Formen werden für günstige oder ungünstige Zielsetzungen hergestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 06.036 Damit endet im Brahmayamala, im Jayadratha-Bereich des Pingalamata, der als „Pratisadhikara“ überlieferte Abschnitt, als viertes Prakarana bezeichnet. [Beschädigte Titelgestalt und widersprüchliches zusätzliches „erstes“ der Vorlage bleiben kenntlich.] (IAST · Devanagari)
Lesebereich 07: Chitra – Bilder und Malerei
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Stelle 07.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 07.002 O Gott, erkläre die Merkmale des Bildtuches und der Bildtafel sowie die Unterscheidung der Farben beim Bemalen der Götterbilder. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.003 Nenne die Farben der Gottheiten, beginnend mit Shiva in ausgearbeiteter Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 07.005 Zur Erlangung weltlicher Erfüllung und der Befreiung ist ein vorzügliches Baumwolltuch für das Kultbild vorgesehen. [Halbvers.] (IAST · Devanagari)
Stelle 07.006 Für andere, gegensätzliche Zielsetzungen werden Seide und weitere Stoffe genannt, darunter Leichentücher. Der Stoff soll glatt, mit Saum versehen und zwei- oder dreimal gewaschen sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.007 Er wird behandelt, geschlagen und mit einer Muschel oder einem ähnlichen Gegenstand geglättet. Der Kundige nimmt gereinigte Tamarindensamen und zerreibt sie. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.008 Die Hälfte dieser Menge an Kharpara [Stoffidentität unsicher] wird zerrieben und damit verknetet. Mit klarem Wasser angerührt, wird die Masse auf den Stoff aufgetragen. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.009 Dies heißt Vajralepa, fester Grundanstrich, und wird wiederholt ausgeführt. Für Bilder, Fahnen und Tafeln gilt ein weiteres Verfahren; höre es. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.010 Erde von einem Ameisenhügel wird mit gekochtem Reis zu gleichen Teilen zerrieben, mit Wasser angerührt und mit einem Pinsel aufgetragen. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.011 Nach jedem Trocknen wird die Tafel beziehungsweise das Bild erneut bestrichen. Das Innere einer Bilva-Frucht und ein aus Rala-Samen gewonnener Stoff werden genannt. [Letzte Bezeichnung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 07.012 Damit sollen die Farben fünf oder sieben Tage verrieben werden. Kreide wird für Weiß, Darada und roter Ocker für Rot verwendet. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.013 Weiter werden Sindura sowie für Gelb Tala und Manahshila genannt. [Die historische Farbstoffliste enthält problematische beziehungsweise nicht eindeutig identifizierte Mineralien; sie ist keine heutige Rezeptempfehlung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 07.014 Hinzu kommt Kankushtha. Schwarz entsteht aus verriebenem Lampenruß. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.015 Blau stammt aus Indigo; mit Tala verbunden ergibt es Grün. Weiß mit Rot ergibt Rauchfarbe [so die auffällige Lesung], Gelb mit Rot eine Mischfarbe. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.016 Weiß und Blau ergeben Lotusfarbe. Der Kundige soll die Mischungen kennen und entsprechend anwenden. Die Linien werden sorgfältig mit Lacksaft gezeichnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.017 Mit Haaren aus den Ohren von Rind, [Tiername beschädigt] und weiteren Tieren werden Pinsel gefertigt. Der geschickte Handwerker mit sicherem Blick verwendet weder zu dicke noch zu dünne. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.018 Der Kundige zeichnet die Linien nach den Vorgaben der Schrift. Auch aus Ketaki und einer duftenden Pflanze [Bezeichnung unsicher] hergestellte Pinsel werden genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.019 Gefäße aus Gold, Silber, Kupfer, Messing, Bronze, Kokosnussschale oder Ton (IAST · Devanagari)
Stelle 07.020 sollen als schöne Behälter für die Farben dienen. Nun folgen die Farbangaben: Sadashiva, Ananta [Lesung entstellt] und Chakravartin, (IAST · Devanagari)
Stelle 07.021 Shrikantha, Mahadeva, Ishvara, Rudra, Bhringin, Ganadhipa, Shambhu, Bhairava, Shri und Sarasvati, (IAST · Devanagari)
Stelle 07.022 Ganga, Soma, Shubhra, Raudrani, Chandika, [Göttinnenname beschädigt], Jaya und ihre Botinnen, du Schöne, (IAST · Devanagari)
Stelle 07.023 werden alle als weiß bezeichnet, ebenso weitere zu dieser Gruppe gehörende günstige Gestalten. Shanmukha, Agni und die zehn Agni-Rudras, (IAST · Devanagari)
Stelle 07.024 Aditya, Bhauma, Kaumari, Nandikeshvara, Karali und Vijaya gelten als rot, (IAST · Devanagari)
Stelle 07.025 ebenso Apara mit ihren Botinnen und den übrigen Begleitgestalten. Dhanada, Indra, Brahma, Aindri und Brahmi, (IAST · Devanagari)
Stelle 07.026 die Indra-Rudras, Kubera-Gestalten, Brahma-Rudras, Brihaspati, Buddha, die drei Ramas und Vamana, (IAST · Devanagari)
Stelle 07.027 Ajita und Chandakshi mit ihren Botinnen, du Schönantlitzige: Sie alle werden mit ihrem Gefolge als gelb beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.028 [Sadhava: Bezeichnung unsicher], Hari-Rudras, Yama, Yama-Rudras, Mahakala, Durga, Vaishnavi und die Ebergesichtige, (IAST · Devanagari)
Stelle 07.029 Madhava in der entsprechenden Gestalt, Rahu, Ketu, Parapara, Mahocchushma und Ajita mit Kimkaris, (IAST · Devanagari)
Stelle 07.030 gelten als schwarz, ebenso die aus ihnen hervorgehenden Gestalten. Die zehn Nirriti-Rudras, Rakshasas und Pishachas (IAST · Devanagari)
Stelle 07.031 werden mit ihrem Gefolge als blau beschrieben. Seitwärts bewegte Wesen, Vayu-Rudras und Kshetrapalas mit ihren Dienenden (IAST · Devanagari)
Stelle 07.032 gelten samt Gefolge als rauchfarben. Varuna, Wasser-Rudras und Isha-Rudras (IAST · Devanagari)
Stelle 07.033 werden mit ihren Begleitgestalten als weiß bezeichnet. Der Kundige soll sie genau so malen, wie es im jeweils eigenen Tantra gelehrt wird. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.034 Gandharvas, Kinnaras, Apsaras und Ganas sind vielfarbig. Bhutas gelten als rauchfarben, Schlangen als schwarz beziehungsweise dunkel. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.035 Yoginis haben vielfältige Gestalten; Shakinis gleichen der Nacht [Lesung unsicher]. Fisch und Schildkröte sind dunkel, Kalkin schwarz-dunkel. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.036 Narasimha ist rötlich, Hiranyakashipu rötlichbraun-dunkel. Entsprechendes wird für König Bali und die Nagafrauen genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.037 Bei Hari-Rudra sind die beiden Hälften schwarz und weiß. Ardhanarishvara soll entsprechend zweifarbig gestaltet werden. [Die jeweilige Zuordnung ergibt sich nicht ausdrücklich aus diesem Halbvers.] (IAST · Devanagari)
Stelle 07.038 Nach dem Verfahren des Mahayoga soll ein achtblättriger Lotus gezeichnet werden. Darauf werden die mit Rakta beginnenden Göttinnen dargestellt und auf dem Fruchtboden Bhairava. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.039 Bhairava wird an die Spitze gestellt, die übrigen Gottheiten in Reihen: Vierer-, Sechser-, Zwölfer- und Sechzehnergruppen, (IAST · Devanagari)
Stelle 07.040 auch Vierundzwanzigergruppen werden nach diesem Verfahren dargestellt. Die mit Jaya beginnenden Göttinnen erscheinen im Kreis oder der Reihe nach. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.041 Sie können auch auf einem Boot dargestellt werden; Tumburu trägt [Attribut beschädigt]. Die mit Para beginnenden Göttinnen halten Dreizacke; eine dreiköpfige Gestalt erscheint auf drei Lotussen. [Die Bildzuordnung bleibt teilweise unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 07.042 Nach dem eigenen Lehrtext werden sie im Kreis oder in Reihen gezeichnet. Die mit Bimba beginnenden Gruppen werden kreisförmig oder in besonderen Reihen angeordnet. [Ein Wort ist ausdrücklich unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 07.043 Links und rechts oder mit einer Gestalt in der Mitte werden Vierergruppen und weitere Gruppen gezeichnet, auf den zuvor bestimmten Feldern. [Ein Verb ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 07.044 Auch auf einem menschlichen Schädel oder einem Schildkrötenrücken werden Gestalten eingeritzt. Dort soll jedoch keine Malerei angebracht werden, weil sie sich ablösen würde. [Begründung im Wortlaut beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 07.045 Dasselbe gilt für Gold und andere Metalle sowie Stein. Nach dem Auftragen eines irdenen Grundes kann auf der vorbereiteten Fläche gemalt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.046 Ekavira, Mahalakshmi, Bhairava und Chandika, (IAST · Devanagari)
Stelle 07.047 Bhadrakali, Mahakali sowie die zu heiligen Gebieten und Pithas gehörenden Göttinnen, (IAST · Devanagari)
Stelle 07.048 ferner die zu den Upasamdoha-Stätten gehörenden, sollen nicht im gewöhnlichen Haus dargestellt werden. [Die Fortsetzung nennt vielfältige schöne Farben und Bilder.] (IAST · Devanagari)
Stelle 07.049 Wo Bali-Gaben und verschiedene Blumen vorgesehen sind, soll der Kundige sorgfältig malen, ohne Unruhe oder Zerstreuung im Geist. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.050 Der Maler soll im Mantra kundig sein und die entsprechende Berechtigung besitzen. Er soll die zuvor genannten Merkmale erfüllen, die Schrift kennen und der Hingabe zugetan sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.051 Aufgetragene und hölzerne Bilder sollen nach zwei Jahren erneut bemalt werden [Zeitangabe unsicher]. Auch auf verputzten Lehmflächen und Hauswänden wird gemalt. [Bauausdruck beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 07.052 Alle Kultbilder soll man sorgfältig mit einem Tuch bedeckt halten. Zur Zeit von Verehrung, Meditation und Japa soll man sie enthüllen und den Ritus vollziehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 07.053 So soll der Kundige verfahren: Das eigene, persönliche Kultbild soll er nicht öffentlich zeigen; das allgemeine dagegen soll er den Verehrenden zeigen, um ihr Verständnis zu wecken. [Einzelne Verbformen sind entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 07.054 Die ungestaltete, gestaltete und zugleich gestaltete und ungestaltete Form soll der Kundige auf ihrem Sockel verehren, denn dort ist der rituelle Vollzug verankert. [Die Schlusswendung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 07.055 Damit endet das fünfte Prakarana, genannt „Abschnitt über Bilder und Malerei“. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 08: Pitha – Sockel und Träger
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Stelle 08.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 08.002 Du hast erklärt, Herr der Götter, dass das dreifache Linga auf einem Sockel verehrt werden soll. Doch den Sockel kenne ich noch nicht: Welcher gehört zu welchem Linga, und wie ist er beschaffen, Herr? (IAST · Devanagari)
Stelle 08.003 Erläutere das Allgemeine und das Besondere, die Benennungen und die Merkmale. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 08.005 Ich werde die Unterbauten der Lingas und der zweierlei Bildgestalten erklären. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.006 Höre nun ordnungsgemäß die Merkmale der Sockel und der Auffangplatten, auch der von den Welthütern verehrten Formen, die zu den Ritualhandlungen gehören. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.007 Bei einer Teilung in acht Teile nimmt der Wasserbehälter einen vierten Anteil ein. Bei einer Teilung nach dem Tara-Maß wird die mittlere Form mit fünf Teilen angegeben. [Die Bezugsgrößen und das Wort „bhūpaḥ“ sind hier unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.008 Der höchste Sockel wird durch eine weitere Teilung bestimmt. An beiden Enden sind jeweils zwei Teile vorzusehen; auch unterhalb der kleinsten Form werden zwei genannt. [Die erste Maßformel ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.009 Bei Lingas, deren Maß aus dem Tempelmaß abgeleitet wird, erfolgen die Abstufungen jeweils um drei. Für eine Zwischenweite von siebenundzwanzig wird ein Sockel von sechsunddreißig angegeben. [Der Bezug der Maße bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.010 Bei den nach Ellenmaß gefertigten Lingas soll die Sockelbreite diesem Maß entsprechen. Die Höhenbestimmung umfasst zwei Teile und schließt die Auffangplatte ein. [Die genaue Verhältnisbildung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.011 Beim Linga mit Gesicht sollen Höhe und Breite entsprechend sein. Für die zweierlei Bildgestalten, deren Maß aus Türmaß oder Ellenmaß gewonnen wird, gilt Folgendes: (IAST · Devanagari)
Stelle 08.012 Die Länge entspricht dem eigenen Maß der Bildgestalt, die Breite dessen Hälfte. Die Sockelhöhe beträgt die halbe Breite. [Ein Ausdruck zwischen diesen Maßangaben ist verderbt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.013 Entsprechend soll die Abflussrinne auf dem Sockel außerhalb der Auffangplatte liegen. Die Vorschrift für Stein wird genannt; danach folgt ein Hinweis auf eine hölzerne Rinne. [Die Zuordnung der Materialien ist syntaktisch unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.014 Bei einer Gestalt aus Ton soll der Sockel keine Abflussrinne besitzen. Höre nun von den Sockeln bei der Aufstellung großer Bildgestalten. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.015 Die Länge soll zehn Ellen betragen, die Breite die Hälfte davon und die Höhe wiederum deren Hälfte, du Treugelobte. [Die abschließende Zahlenangabe „tṛpañcasya“ ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.016 Entsprechend wird eine Länge von zwölf Ellen festgelegt; Breite und Höhe des Sockels werden wie zuvor bestimmt. [Die Zuordnung zur folgenden Dreizehnerangabe ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.017 Für die höchste Form werden vierzehn Ellen genannt. Länge, Breite und Höhe sind entsprechend zu bestimmen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.018 Für eine weitere Größenklasse von Bildgestalten, du Schönantlitzige, soll der Sockel neun Ellen messen; Breite und Höhe ergeben sich wie zuvor. [Die Größenklasse am Versanfang ist nicht sicher lesbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.019 Für Bildgestalten von sechzehn bis dreißig wird ein Sockelmaß von elf angegeben. Anschließend wird eine Klasse oberhalb von dreißig genannt, Herrin der Götter. [Die obere Grenze „dvimuni“ bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.020 Für diese soll der Sockel wie zuvor mit dreizehn Ellen angelegt werden. Man halte das vorgeschriebene Maß genau ein, weder größer noch kleiner. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.021 Bei richtungsbezogenen Vollziehungen und je nach Art der schädigenden oder anderen Ritualhandlungen beschreibt der Text dagegen kleinere oder größere Sockel, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.022 Dies sind die allgemeinen Merkmale. Erfahre nun die besonderen: Vedika, Padmaka, Payodhara und Amrita, (IAST · Devanagari)
Stelle 08.023 Purnamandala, Samvarta und Nandikavarta. Die Angabe von zweiundsiebzig bezieht sich auf Lingas, deren Maß aus dem Innenraum oder dem Ellenmaß bestimmt wird. [Der genaue Anschluss ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.024 Allgemein werden diese Formen zur Erlangung von Lebensgenuss und Befreiung gelehrt. Die zugehörigen Auffangplatten werden in sieben Formen aufgezählt. [Die überlieferte Formulierung vor „Auffangplatten“ ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.025 Sie heißen Vedi, Padma, Payodhari, Amrita, Purnamandala, Samvarta und Nandikavarta. Man erkenne sie an ihren Merkmalen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.026 Man gebe dem Sockel eine dem Linga entsprechende Breite und eine Höhe von zwei Teilen. Die obere Gestaltung soll auch auf beiden Seiten entsprechend ausgeführt werden. [„vikāravat“ und die Höhenrelation sind nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.027 Vom Fuß bis zum Hals ist jeweils eine Verringerung vorzunehmen. [Die Verbindung mit der Zahl sieben ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.028 Der Hals erhält zwei Teile; entsprechend ist die Ausladung anzulegen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.029 Die Glieder werden Teil für Teil mitsamt der Auffangplatte ausgeführt. Diese Form heißt Vedika; sie kann mit einem Nandikavarta-Muster gekennzeichnet werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.030 Mit diesem Muster heißt sie Nandikavarta und gilt als Erfüllerin aller Wünsche. Die Vedika soll beständig Wohlstand, Getreide und Glück gewähren. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.031 Die Höhe und ebenso beide Seiten werden in fünfzehn Teile gegliedert. Ein Teil liegt ebenerdig; drei Teile bilden eine blattförmige Gestaltung. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.032 Danach werden zwei Teile, ein Teil und drei Teile für die aufsteigenden Glieder und den Hals genannt. Ein Teil bestimmt die ausladende Deckung, zwei weitere folgen entsprechend. [Die Gliedzuordnung ist teilweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.033 Weitere Glieder folgen Teil für Teil; eine Leiste wird mit einem Teil angesetzt. Dieser von den Götterscharen verehrte Sockel heißt in der Überlieferung „Dharma“. [Der Name weicht von der vorangehenden Typenliste ab; die Lesung wird nicht zu „Padma“ verbessert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.034 Ihm werden Herrschaft, reicher Lebensgenuss, göttlicher Zustand und Begegnung zugeschrieben. Die folgende Form wird in sechzehn Teile gegliedert, von denen einer ebenerdig liegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.035 Vier Teile bilden den Schaft, drei das topfförmige Glied. Die Karnika erhält das Maß des Fußes; die Höhe des Halses entspricht dem topfförmigen Glied. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.036 Ein Teil bestimmt die Ausladung außerhalb der Karnika. Darauf folgen die oberen Glieder und Leisten in ihrer aufsteigenden Reihenfolge. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.037 Diese Form wird entsprechend den Merkmalen des Wasserbehälters beschrieben. Sie heißt Payodhara; dies sind ihre allgemeinen Merkmale. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.038 Sie soll stets Glück sowie sichtbare und unsichtbare Frucht bringen, Göttin. Die nächste Höhen- und Seitenteilung folgt einer beschädigten Tara-Maßangabe. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.039 Ein Teil wird für den Fuß vorgesehen, zwei für den Schaft. Darüber folgen anderthalb Teile; ein halber Teil entfällt auf die Karnika. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.040 Der Hals erhält wiederum anderthalb Teile. Außerhalb der Karnika wird eine Ausladung angelegt; die beiden Leisten sind entsprechend der Teilung auszuführen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.041 Diese Form heißt Amrita. [Die anschließende Merkmalsangabe ist verderbt.] Ihr werden alle Vollkommenheiten, Söhne, eine Gattin und zahlreiche Nachkommen zugeschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.042 Die nächste Form wird wohl in zwölf Teile gegliedert, ebenso auf beiden Seiten. Ein Teil bildet den runden Fuß; danach folgen drei und zwei Teile in umlaufender Anordnung. [Lesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.043 Ein weiterer Teil und zwei Teile für den Hals werden genannt; die runde Ausladung erhält einen Teil. Weitere Ausladungen und runde Leisten folgen in entsprechenden Abschnitten. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.044 Das vollständige Mandala wird beschrieben als leuchtend wie der volle Mond, göttlich und den Yoga der Erkenntnis gewährend, mit Khechari verbunden. [Der Schluss ist sprachlich unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.045 Die Höhe und ebenso beide Seiten werden in sechs Teile gegliedert. Durch das Zurücksetzen der einzelnen Glieder entsteht eine umlaufende Rundform. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.046 Ein runder Abschnitt bildet den Hals beziehungsweise dessen Glied; der Hals erhält das entsprechende Maß. Die Ausladung wird über zwei Teile ebenfalls rund gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.047 Diese durch eine kreisförmige Messlinie bestimmte Form heißt Samvarta. Damit sind die einzelnen Unterschiede von Vedi bis Nandikavarta beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.048 Ihre Formen unterscheiden sich voneinander. [Die anschließende Mengenangabe ist verderbt.] Vedika, Padmaka, Payodhara und Amrita, (IAST · Devanagari)
Stelle 08.049 ebenso die Nandikavarta genannte Form, werden als viereckig bezeichnet. Purnamandala und Samvarta sind die beiden runden Sockel. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.050 Vedi, Padma, Payodhari, Nandyavarta und Amrita sind die fünf viereckigen Auffangplatten; sie entsprechen der Gestalt ihres Sockels. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.051 Samvarta und Purnavritta sind wie die zugehörigen Sockel rund. Ich werde nun ihre Gestalt erläutern, beginnend mit Vedika. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.052 Der Wasserbehälter erhält die Breite des Sockels. Das Innere wird in drei Teile gegliedert; die Öffnung nimmt einen Teil ein. [Der erste Ausdruck für den Umfang ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.053 Das halbe Feld wird für den Abfluss gestaltet; ein Teil bildet die Einfassung. Es folgen Angaben zur Dreizahl und zur unteren Stärke, die dem Maß der Einfassung entsprechen soll. [Der Satz ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.054 Unterhalb des inneren Randes wird eine Vertiefung von drei Teilen genannt, deren Breite entsprechend bemessen wird. Darauf folgen drei untergeordnete Einfassungen sowie Angaben zu Erhöhung und Vertiefung. [Die Zuordnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.055 Der Kundige soll die Abflussrinne im Rudra-Anteil nach außen führen. Ihre Breite am Ansatz wird aus dem Feldmaß in Fingerbreiten bestimmt. [Der genaue Zahlenbezug ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.056 Am Ende soll ihre Breite die Hälfte davon betragen. In der Mitte der Fünferteilung wird die Rinne mit zwei Teilen ausgehöhlt, am Anfang wie im Inneren. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.057 Außen wird die Hälfte dieses Maßes angesetzt; eine doppelte Höhe wird genannt. Die Einfassung der Abflussrinne soll nach einer Vierfachrelation bemessen werden. [Die Bezugsgrößen sind im überlieferten Satz nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.058 So wird Vedi mit drei Einfassungen beschrieben. Wenn die Vedika mit Reihen von Nandikavarta-Mustern geschmückt ist, (IAST · Devanagari)
Stelle 08.059 heißt sie Nandikavarta; auch die Einfassung entspricht dieser Form. Vedi gehört auf einen Vedika-Sockel, Nandika auf einen Nandika-Sockel. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.060 Padma soll eine einzige schöne Einfassung haben. In der Mitte liegen acht Lotusblätter, ausgerichtet auf die Hauptrichtungen und Zwischenrichtungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.061 Die Öffnung liegt in der Karnika, dem Mittelteil der Lotusform; alles Weitere ist wie zuvor. Payodhari wird mit vier Einfassungen beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.062 Amrita besitzt fünf Einfassungen; im Übrigen gilt die frühere Beschreibung. Es folgt eine Konstruktion aus der halben Diagonale des Vierecks und einer Dreiergliederung. [Die einzelnen Konstruktionsschritte sind unsicher überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.063 Durch das Weglassen eines Teils und kreisförmiges Abtragen entsteht Purnamandala. Für Samvarta werden entsprechend sechs Einfassungen genannt. [Der grammatische Anschluss lässt die genaue Zuordnung offen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.064 Einfassung, Abflussrinne und Vertiefung werden wie zuvor ausgeführt. Die Frucht, die dem Sockel zugeschrieben wird, gilt ebenso für die Auffangplatte. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.065 Padma soll auf Padma liegen, Payodhari auf dem zugehörigen Wasserträger-Sockel; Purna wird mit Purna und Amrita mit Amrita verbunden. [Die mittlere Wortfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.066 Samvarta ist sorgfältig mit Samvarta zu verbinden. [Der abschließende Satz über den Unterschied von Sockel und Auffangplatte und ihre rituelle Funktion ist verderbt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.067 Die Vapi-Form ist länglich; nun werden ihre Merkmale erklärt. Höhe und beide Längsseiten werden nach einer als „sura“ bezeichneten Zahl gegliedert. [Die Zahl und der Satzbau sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.068 Zwei Teile bilden den Fuß, drei den Schaft; anschließend werden zwei Teile und ein Teil für die Karnika genannt. Danach folgen Hals und eine Ausladung außerhalb der Karnika. [Das Halsmaß ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.069 Weitere Glieder erhalten jeweils zwei Teile. Dies ist die segensreiche Vapi-Form. Für Bildgestalten werden sie beziehungsweise schöne Vedika-Sockel vorgesehen. [Die nähere Bestimmung der Bildgestalten ist verderbt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.070 Ich beschreibe nun einzeln die von den Welthütern verehrten Sockel: den Indra-, Agni-, Yama-, Nirriti- und Varuna-Sockel, (IAST · Devanagari)
Stelle 08.071 ferner den Vayu-, Soma-, Ishana-, Vishnu- und Brahma-Sockel. Dies sind die zehn Sockel, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.072 Als zehn Kennzeichen werden Donnerkeil, Speer, Stab, Schwert, Schlinge, Haken, Keule, Rad, Dreizack und Lotus genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.073 Nach den Sockeln der Lingas werden nun die Auffangplatten erklärt: Prithvi, Agneyaki, Yamya, Nairriti und Varuni, (IAST · Devanagari)
Stelle 08.074 sodann weitere Formen, deren Namen als „airāyākṣī“, Raudri, Vaishnavi und Brahmika überliefert sind. Ihre zweifache Gestalt ist für regelmäßige und anlassbezogene Riten zu unterscheiden. [Die Namensfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.075 Bei den regelmäßigen Riten werden sie nach ihrer Gestalt, etwa der viereckigen, unterschieden. Bei anlassbezogenen Riten richtet sich die Benennung nach den Zeichen, mit denen sie versehen sind. [Die Lesung vor „gekennzeichnet“ ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.076 Sie heißen Vajrini, Shakti und Danda, ferner Khadgini und Pashini, Dhvajini, Gadini, Shulini und Chakrini, (IAST · Devanagari)
Stelle 08.077 sowie Padmini; ihnen wird die Erfüllung unterschiedlicher Wünsche zugeschrieben. Der Aindra genannte Sockel wird als viereckig beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.078 Er besitzt gleichmäßige Felder beziehungsweise Flächen. Die darüberliegende Platte entspricht ihm. An ihrem Rand liegt eine Einfassung; zusammen mit dem unteren Ansatz werden zwei genannt. [Der Wortlaut ist teilweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.079 Abflussrinne und Vertiefung haben die zuvor beschriebenen Merkmale. Diese Form ist dem Indra-Linga zugeordnet; seine Aufstellung erfolgt im Osten. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.080 Der Text verheißt Herrschaft im Himmel und einen göttlichen Zustand gleich dem Herrn der Götter; Götter und andere Wesen werden als dienstbare Gefolgschaft beschrieben. [Der zweite Halbvers ist sprachlich beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.081 Nach dem Genuss zeitlich begrenzter Freuden gelangt man schließlich zum Ungeteilten. Für die nächste Form wird zunächst ein viereckiges Feld angelegt; es folgt eine Angabe zum halben Brahma-Bereich auf beiden Seiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.082 Die halbe Diagonale wird in vier Teile gegliedert; ein Teil wird weggelassen, und auf beiden Seiten wird ein Bogen geschlagen. Außerhalb des Feldes wird ein Fünftel mit entsprechender Breite angesetzt. [Die Konstruktion ist im Wortlaut nicht vollständig eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.083 Vom Kreis aus wird die Messschnur entsprechend weitergeführt; eine weitere Yoni-Form entsteht. Die Höhe wird in sechs Teile gegliedert, die Gestalt ist die einer Yoni. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.084 Schaft und topfförmiges Glied folgen derselben Gestalt. Durch entsprechende Verringerung entsteht die Karnika. [Am Ende liegt eine Textlücke vor.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.085 An der Karnika wird der Hals angesetzt; dort soll keine Verringerung erfolgen. Eine Ausladung von einem Teil wird angelegt, darüber entsprechend eine weitere. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.086 Diese Form heißt Agneya. Höre nun von ihrer oberen Auffangplatte: Sie folgt der Sockelgestalt und besitzt eine nach außen tretende Abflussrinne. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.087 Vorn wird die Hälfte eines Fünftels angesetzt, darüber außen die Einfassung. So lautet die Vorschrift für die Abflussrinne; die übrigen Merkmale sind wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.088 Am Ende der Einfassung wird die Yoni genannt; es folgen Angaben zu ihrer oberen und unteren Breite. Die Agneyi hat zwei Einfassungen und gehört zum Agni-Linga. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.089 Es wird in der zugehörigen Himmelsrichtung aufgestellt. Der Text verheißt Herrschaft und Lebensgenuss in der entsprechenden Stadt; nach dem Genuss dieser zeitlich begrenzten Frucht gelangt man in Shivas Stadt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.090 Bei der Teilung des halben Durchmessers werden im Osten und Westen zwei Abschnitte weggelassen. Durch das Abtragen eines Bogens über Osten, Süden und Norden entsteht eine Mondsichelform. [Die genaue Zeichenrichtung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.091 Die Höhe wird nach dem Tara-Maß gegliedert. Drei Teile entfallen auf Fuß, topfförmiges Glied und Karnika; drei auf den Hals, und entsprechend folgt erneut die Ausladung. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.092 Dies heißt der Yamya-Sockel. Nun wird seine Auffangplatte erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.093 Die Auffangplatte wird in der Gestalt des Sockels geformt. Die Abflussrinne wird durch eine als „sara“ überlieferte Maßangabe bestimmt. [Lesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.094 Sie tritt entsprechend aus der Bogenform heraus. Breite, Einfassung und Aushöhlung folgen der entsprechenden Anlage; diese Form besitzt jedoch drei Einfassungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.095 Sie gehört zum Yama-Linga und wird in dessen Himmelsrichtung aufgestellt. Der Text verheißt vielfältige Freuden und umfassende Herrschaft in seiner Stadt, (IAST · Devanagari)
Stelle 08.096 bis die Zeit Yamas endet, danach den leidfreien Zustand. Bei der nächsten Form wird vom Viereck auf beiden Seiten ein Sechstel nach außen angesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.097 Ein Fünftel wird nach außen geführt, mit gleicher Breite wie zuvor. Von dort werden drei Messlinien gezogen; so entsteht ein Dreieck. [Die Verbindung der Sechstel- und Fünftelangabe bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.098 Die Höhe wird in acht Teile gegliedert. Drei Glieder werden jeweils um einen Teil verringert; danach erhält der Hals zwei Teile, und drei Ausladungen folgen stufenweise. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.099 Dies ist der Nairrita-Sockel. Höre nun von seiner Auffangplatte: Sie entspricht dem Sockel und besitzt eine Abflussrinne am äußeren Rand. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.100 Die Vertiefung wird wie zuvor angelegt. Zunächst steht eine Angabe ohne Einfassung; anschließend werden drei Einfassungen und eine Höhe wie zuvor genannt. [Der Widerspruch wird im überlieferten Wortlaut nicht aufgelöst.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.101 Die Einfassung der Abflussrinne tritt um die halbe Breite nach außen. Diese Form heißt Nairriti und gehört zum Nairrita-Linga in der entsprechenden Richtung. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.102 Der dortigen Aufstellung werden Lebensgenuss und entsprechende Herrschaft in jener Stadt zugeschrieben. Nach Ablauf dieser Zeit gelangt man in Shivas Stadt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.103 Man teile die halbe Diagonale in vier Teile, lasse einen weg und schlage gleichmäßig einen Kreis. So entsteht ein vollständiger Kreis, dem leuchtenden Vollmond vergleichbar. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.104 Die Höhe wird in elf Teile gegliedert. Ein Teil bildet den Fuß, zwei den Schaft; die Karnika erhält das Maß des Fußes. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.105 Der Hals erhält drei Teile; außerhalb der Karnika liegt die Ausladung. Darauf folgt ein Glied vom Maß des Schaftes und darüber eines vom Maß des Fußes. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.106 Unterhalb und oberhalb des Halses werden die eigenen Teilmaße gleichmäßig umlaufend angelegt. Diese durch eine kreisförmige Messlinie bestimmte Form heißt Varuna-Sockel. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.107 Die schöne runde Auffangplatte darüber entspricht ihm. Ihre Abflussrinne, Einfassung und Vertiefung werden wie zuvor ausgeführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.108 Am Rand der Vertiefung sollen drei Einfassungen angelegt werden. Das Varuna-Linga wird in der ihm zugehörigen Himmelsrichtung aufgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.109 Dort werden vielfältige Freuden und Eigenschaften verheißen, die denen des Herrn jener Stadt entsprechen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.110 Nach dem Genuss zeitlich begrenzter Herrschaft gelangt man in den leidfreien Zustand. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.111 Das Feld wird in sechs Teile gegliedert. Ein Teil wird nach Osten abgetragen und entsprechend einer nach Westen; davon wird die Hälfte genommen. [Die letzte Bezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.112 Im Süden werden zwei Krähenfuß-Markierungen beziehungsweise zwei entsprechende Punkte angelegt. Durch die Verbindung von Süd und Nord werden zwei Messlinien gezogen. [Der Anfang ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.113 Zwei weitere Linien verlaufen vom westlichen Bereich nach Nordost und Südost; entsprechend folgen Linien vom östlichen Bereich in Richtung Nordwest. Durch insgesamt sechs Messlinien entsteht ein Sechseck. [Die Richtungsfolge ist teilweise verderbt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.114 Die Höhe wird in dreizehn Teile gegliedert; ein Teil bildet den Fuß. Drei, zwei und ein Teil werden den folgenden Gliedern, dem topfförmigen Glied und der Karnika zugeteilt. [Die erneute Fußbezeichnung lässt die erste Zuordnung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.115 Der Hals erhält zwei Teile; außerhalb der Karnika liegt die Ausladung. Das obere Band hat das Maß des topfförmigen Gliedes, die oberste Leiste das Maß des Fußes. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.116 Mit seinem Wasserbehälter ist dies der Vayavya-Sockel mit glückverheißenden Merkmalen. Ich erkläre nun den Wasserbehälter der darüberliegenden Auffangplatte. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.117 Die Auffangplatte folgt dem Sockel; ihre sechs Ecken werden ausgespart beziehungsweise abgeändert. An einer Nebenecke liegt die Abflussrinne mit den zuvor beschriebenen Merkmalen. [Die Bearbeitung der Ecken ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.118 Einfassung, Messlinien und Vertiefung sind wie zuvor. Für die Randeinfassung steht die Maßangabe „sara“; darunter wird die Aushöhlung angelegt. [Lesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.119 Die zum Vayu-Linga gehörige Platte heißt Ira und liegt in seiner Richtung. In seiner Stadt wird der Verehrende Vayu gleich, mit dessen Kraft und Macht. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.120 Er genießt vielfältige Freuden und Herrschaft bis zum Ende von Vayus Zeit; danach wird ihm Befreiung zuteil. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.121 Der Saumya-Sockel wird rund angelegt wie der Varuna-Sockel. Seine Höhe wird in sechs Teile gegliedert; die umlaufende Gestaltung erhält Blattzeichen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.122 Sechzehn und zwölf werden für die umlaufenden Glieder genannt. Oben folgen zwölf beziehungsweise sechzehn; die darüberliegende Auffangplatte entspricht dieser Anlage. [Die genaue Zuordnung der Zahlen ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.123 Sie hat die vorherigen Maße und drei Einfassungen. In der Mitte liegt ein achtfaches Zeichen; außerhalb der Karnika befindet sich die Vertiefung. [Lesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.124 Für das Kubera-Linga heißt diese Platte Yakshi. In seiner Stadt genießt der Stifter entsprechende Freuden und wird selbst dem Herrn des Reichtums gleich. [Die Quelle schreibt am Ende „vaneśvaraḥ“; die Deutung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.125 Unzählige Yakshinis dienen ihm. Nach dem Genuss bis zum Ende dieser Zeit gelangt er zur Befreiung. [Die zweimalige Lesung „pakṣa“ statt einer Yaksha-Bezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.126 Die vom Brahma-Zentrum ausgehende Diagonale wird gleichmäßig in zwölf Teile gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.127 Ringsum wird ein Teil weggelassen; so entsteht ein weiteres Viereck. [Die Schlussformulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.128 Man nimmt die vom Brahma-Zentrum ausgehende Diagonale und bestimmt die Richtungen. Durch vier entsprechende Messlinien entsteht ein Achteck. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.129 Die Höhe wird in elf Teile gegliedert. Ein Teil bildet den Fuß, zwei den Schaft und ein Teil die Karnika. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.130 Der Hals erhält drei Teile, die Ausladung das Maß der Karnika. Darüber folgt ein Glied vom Maß des Schaftes, und die oberste Leiste hat das Maß des Fußes. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.131 Diese Form heißt Aishana. Ihre obere Auffangplatte entspricht ihr; nach der Bearbeitung der acht Ecken liegt die Abflussrinne an einer Nebenecke. [Die genaue Art der Eckbearbeitung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.132 Einfassung und Vertiefung haben dieselben Merkmale wie zuvor. Auch sie besitzt drei Einfassungen und ist unter dem Namen Raudri bekannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.133 Das zum Ishana gehörende Linga soll im Nordosten eingesetzt werden. Mit Erkenntnis und Yoga verbunden, verweilt der Verehrende lange in der Welt Ishas. [Die zweite Aussage ist ein traditionelles Wirkungsversprechen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.134 Dreiäugig, mit dem Dreizack in der Hand und an Macht Rudra gleich, genießt er vielfältige Freuden in dessen Stadt; danach gelangt er in Shivas Stadt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.135 Das Feld wird ringsum in achtzehn Teile gegliedert. Durch Weglassen eines Teils gewinnen die Kundigen daraus ein weiteres Viereck. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.136 Die Ausladung wird durch eine beschädigte Maßangabe bestimmt, ihre Breite durch deren Drittel. Die Ecken des vorherigen Feldes werden entfernt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.137 Durch die Bhadra-Ausladungen entsteht eine Gestalt wie Garuda, der Sohn Vinatas. Die Höhe wird in zehn Teile gegliedert; ein Teil liegt ebenerdig. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.138 Zwei Teile bilden den Schaft, ein Teil die Karnika und zwei den Hals. Die Ausladung liegt außerhalb der Karnika. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.139 Das obere Band erhält das Maß des Schaftes, die oberste Leiste das Maß des Fußes. Dieser von den Göttern verehrte Sockel heißt Vaishnava. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.140 Darüber wird eine schöne Auffangplatte in der Form des Sockels angelegt. In der Mitte der Garuda-Gestalt liegt die Abflussrinne wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.141 Einfassung und Vertiefung werden nach dem früheren Maß bestimmt. Diese Platte hat zwei Einfassungen und heißt Vaishnavi. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.142 Sie gehört zum Vishnu-Linga, das im Südwesten aufgestellt wird; auch eine Aufstellung in der Mitte einer Stadt, eines Dorfes oder einer kleineren Siedlung wird genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.143 In Vishnus Welt erlangt der Verehrende große Herrlichkeit und Vishnus Macht. Er ist vierarmig und trägt Muschelhorn, Rad und Keule. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.144 Nachdem er dort bis zum Ende von Vishnus Zeit vielfältige Freuden genossen hat, Geliebte, erlangt er schließlich Shivas göttlichen Zustand; daran bestehe kein Zweifel. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.145 Der Brahma-Sockel wird entsprechend dem Kubera-Sockel beschrieben; ebenso seine Auffangplatte. Er gehört zum Brahma-Linga, dessen Aufstellung im Nordosten erfolgt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.146 Es kann auch in der Mitte aufgestellt werden. Der Verehrende gelangt in Brahmas Welt; nach dem Genuss zeitlich begrenzter Freuden erreicht er schließlich das Ungeteilte. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.147 Damit habe ich die von den Welthütern verehrten Formen zusammenfassend erklärt. Durch ihre Gnade erlangten jene himmlischen Gottheiten ihren göttlichen Zustand. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.148 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 08.149 Gott, erkläre die Merkmale des Donnerkeils und der übrigen Zeichen, mit denen die Sockel versehen werden: welche richtungsbezogene Vollziehung und welche Ritualwirkung jeweils zu ihnen gehört. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.150 Bitte erläutere mir dies alles zusammenfassend aus deiner Gnade. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.151 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 08.152 Das ringsum viereckige Feld wird in zehn Teile gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.153 Außerhalb der Mittellinie werden jeweils drei Teile weggelassen. Von beiden Seiten wird ein Bogen in Form einer Mondsichel geschlagen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.154 Dies wird als Griff bezeichnet. Danach folgen zwei Teile und eine Bestimmung des Ansatzes nach dem Griffende; am vorderen Ende werden zwei Teile weggelassen. [Der Satz ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.155 Vier Längenteile bestimmen die vier Spitzen. Die mittlere Spitze erhält vier Teile; Breite und Länge werden einander entsprechend festgelegt. [Die Zahlenbeziehung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.156 Zwischenräume von jeweils einem Teil werden ausgespart; so wird die Donnerkeilgestalt geformt. Der Donnerkeil hat sechs Spitzen und wird nach diesen Merkmalen bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.157 Der zuvor Aindra genannte Sockel heißt, mit diesem Zeichen versehen, Vajra. Vier Donnerkeile liegen in den vier Richtungen; ebenso auf seiner Auffangplatte. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.158 Diese heißt Vajrini und gehört zum Vajra-Linga in dessen Himmelsrichtung. Ich werde vollständig erklären, welche Wirksamkeit seiner dortigen Aufstellung zugeschrieben wird. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.159 Der Text nennt das Erstarrenlassen, Aufhalten und Festbannen eines feindlichen Heeres. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.160 Für den Handelnden werden Festigkeit, Herrschaft, Standhaftigkeit und Sieg genannt; sein Leben soll von Wohlstand und Freiheit von Hindernissen geprägt sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.161 Er genießt die vielfältigen Freuden der Menschenwelt, begleitet von tausend Frauen, mit einem donnerkeilfesten Körper und schwer zu überwinden. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.162 Am Ende seines Lebens gelangt er, so die Verheißung, gewiss in Shivas Welt. Dabei werden die zugehörigen Stoffe, die innere Einstellung und ein auf den Mantra gerichteter Geist vorausgesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.163 Die Schrift erklärt die Wirksamkeit für gewiss. Für die folgende Zeichenform wird das Feld in vier Teile gegliedert; zwei seitliche Teile werden weggelassen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.164 Ein der Länge entsprechendes Maß wird erneut nach Westen abgetragen. Die Breite wird als doppelt so groß wie die Länge angegeben. [Die Maßbezüge sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.165 Die vier Teile werden nochmals halbiert, die Breite wird gedrittelt. Am Ende des Stabes wird das Abschlussglied mit einem Teil angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.166 Für die beiden verdickten Glieder wird ein Siebtel genannt. Die beiden Seiten erhalten Halbmondform; so entsteht der Griff. [Die Maßformel ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.167 Von dort werden beide mit der vorderen Mittellinie verbunden. Auf beiden Seiten des Stabes werden zwei Teile entfernt, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.168 Am unteren Ende des Stabes wird angesetzt und zu beiden Seiten ein Bogen geschlagen. Von der Mittellinie aus wird das untere verdickte Glied gebildet. [Ein Ausdruck zur Werkzeugführung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.169 Dieses äußere Waffenzeichen hat die Form eines Opferlöffels und heißt Shakti, Speer. Der Agni-Sockel wird, damit versehen, Shakti-Sockel genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.170 Ebenso heißt die Auffangplatte Shakti. Sie gehört zum Shakti-Linga, Herrin der Götter, dessen Aufstellung in der entsprechenden Richtung erfolgt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.171 Als historische Ritualwirkungen nennt der Text Verbrennen, Austrocknen, die Niederlage eines feindlichen Heeres sowie die Bedrängung von Gegnern durch heftiges Fieber und brennende Hitze. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.172 Für den Handelnden werden Glanz, eine nicht sicher lesbare Art von Erfolg, Vernichtung der Feinde, Sieg, Macht, heftige Strahlkraft und das Schwinden von Krankheit genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.173 Nach umfassender Herrschaft auf Erden und dem Genuss aller Freuden gelangt er am Ende seines Lebens dorthin, wo der große Gott Maheshvara ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.174 Für die nächste Gestalt wird das Feld viergeteilt; wie zuvor werden zwei Teile entfernt. Ein äußeres Maß wird gleichmäßig nach Osten abgetragen. [Die Angabe dieses Maßes ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.175 Die Breite wird gedrittelt und die Viererteilung nochmals halbiert. Unterhalb eines Abschnitts wird eine Bogenform angelegt; am Fuß des Stabes liegt ein verdicktes Glied. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.176 Darüber wird der Griff wie zuvor durch einen mondförmigen Bogen gebildet. Noch darüber liegt ein weiteres Glied mit seitlichen Rundungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.177 Auf beiden Seiten des Stabes werden zwei Teile entfernt, du Schönantlitzige. Ein oberer Abschnitt wird abgetragen und vom Brahma-Zentrum aus ein Bogen geschlagen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.178 So entsteht der Kopf des Stabes; der Stab wird durch drei Messlinien bestimmt. Der mit ihm versehene Yama-Sockel heißt der mit dem Stab gekennzeichnete Sockel, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.179 Ebenso heißt die Auffangplatte Dandin. Sie gehört zum Danda-Linga, das in der ihm zugeordneten Richtung aufgestellt wird. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.180 Der Text verbindet die zugehörigen Stoffe, die innere Einstellung und die Mantras mit der jeweiligen Ritualwirkung. Er nennt eine beschädigt überlieferte Stabwirkung und die Spaltung des feindlichen Heeres. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.181 Ferner nennt er die Zunahme tödlicher Seuchen bei Gegnern und die Niederlage eines fremden Reiches. Für den Handelnden nennt er „Verringerung der Zeit“, Tatkraft und wachsenden Glanz. [Ob „Zeit“ hier den Tod bezeichnet, bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.182 Der Feind werde durch Yama getötet, während der Handelnde nicht ergriffen werde. [Ein Wort ist verderbt.] Er genieße auf Erden vielfältige Freuden und unangefochtene Herrschaft. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.183 Am Ende seines leiblichen Daseins gelange er zum göttlichen Gemahl Ambikas. Für die nächste Form wird das Feld viergeteilt; wie zuvor werden zwei Teile ausgespart. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.184 Eineinhalb beziehungsweise zwei Feldmaße werden nach vorn abgetragen. Die Länge wird in neun, die Breite in vier Teile gegliedert. [Die erste Zahlenverbindung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.185 [Am Anfang steht unvermittelt „Verringerung der Zeit“.] Zwei untere Teile werden doppelt bemessen. Darunter wird mit einem Teil ein sichelförmiges Glied angelegt. [Dessen technische Bezeichnung ist verderbt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.186 Unter diesem Glied wird eine schöne gerstenkornförmige Gestalt angelegt. Darüber erhält der Griff mit zwei Teilen ebenfalls Gerstenkornform, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.187 Darüber folgen ein Teil und ein seitlich rundes verdicktes Glied. Zwei seitliche Teile werden entfernt; von der Mitte aus wird ein halber Teil genommen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.188 Am oberen Ende wird ein sichelförmiger Bogen geschlagen, du Treugelobte. Die Spitze wird etwas lanzettförmig zugespitzt; so entsteht das Schwert. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.189 Der Nirriti-Sockel heißt, mit diesem Zeichen versehen, Schwert-Sockel. Entsprechend ist seine Auffangplatte zu verstehen; auch sie ist unter dem Namen Schwert bekannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.190 Das Schwert-Linga wird in der zugehörigen Richtung aufgestellt. Der Text schreibt dem zugehörigen Mantra, der Vorstellung und den Stoffen die jeweilige Ritualfrucht zu. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.191 Genannt werden die Vernichtung eines Heeres, Wahnsinn, das Brechen einer Bannung, Verblendung, das Verderben und Entzweien von Feinden sowie das Hervorrufen einer von Rakshasas bewirkten tödlichen Plage. [Die letzte Zusammensetzung ist mehrdeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.192 Ferner nennt der Text das Hervorrufen von Harnleiden und anderen Krankheiten sowie die Bedrängung von Feinden durch Aussatz. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.193 Dem Handelnden werden dagegen Tapferkeit und Wohlergehen zugeschrieben; durch seinen Glanz sei er schwer zu überwinden. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.194 Er erlange Tatkraft, königlichen Wohlstand und Herrschaft über die Herrscher der Erde. Nach dem Genuss im Reich der Rakshasas gelange er in Shivas Zustand. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.195 Das Feld wird in zwölf Teile gegliedert; in den vier Richtungen wird entsprechend ein Anteil weggelassen. Das so gewonnene weitere Feld wird in sechs Teile gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.196 Die beiden Teile im Brahma-Bereich werden nochmals halbiert, Göttin. Ihr Maß wird oberhalb und unterhalb sowie auf beiden Seiten der Mittellinie abgetragen. [Der Wortlaut ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.197 Dort werden zwei Messlinien angelegt und um ein Feldmaß nach oben geführt. Der untere Schwanz erhält das Doppelte des Maßes des Maules, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.198 Eine an der Teilungsfuge angesetzte Messschnur wird vom Brahma-Zentrum aus im Bogen geführt. An der Nebenfuge und an der Fuge wird entsprechend verfahren. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.199 In derselben Reihenfolge wird erneut ein oberer Bogen angelegt. Die im Brahma-Zentrum angesetzte Schnur wird mondsichelförmig zur Fuge geführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.200 Dies geschieht rechtsläufig; die Bogenführung wird wiederholt. Die beiden Seiten der Ausladung erhalten das entsprechende Maß. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.201 Durch sichelförmige Konstruktion entstehen dort zwei bauchige Glieder. Unterhalb wird auf der Mittellinie ein entsprechendes Maß abgetragen, du Innige. [Die Quelle hat hier „khaḍgacandra“ statt des sonstigen „khaṇḍacandra“.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.202 Durch das Anlegen einer Messlinie am Ende des bauchigen Gliedes wird die Form eines Pippala-Blattes gebildet. Zwischen den beiden seitlichen Linien liegen zwei Augen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.203 Sie werden ringsum schön gerundet, mit einem Maß von einem Viertel Fingerbreite. Es folgt die Verbindung der beiden bauchigen Glieder mit den seitlichen Linien am Feldrand. [Der Anschluss bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.204 Unterhalb des Schwanzes wird eine Verjüngung genannt; der Kundige soll dort schöne Zähne gestalten. Die Glieder werden der Reihe nach verbunden. [Die abschließende Zeichenanweisung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.205 Das Glied wird mit dem Maul nach unten angelegt und mit dem eigenen Schwanz verbunden. Nach dieser Verbindung werden die übrigen Hilfslinien entfernt. [Mehrere Wörter sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.206 Die Mittellinie wird weggelassen, zwei Linien bleiben bestehen: So entsteht die Schlange. Querliegende gebogene Linien folgen einem Viertel des Augenmaßes. [Die letzte Maßangabe ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.207 Der mit der Schlinge versehene Sockel heißt Schlingen-Sockel; ebenso seine Auffangplatte. Sie gehören zum Schlingen-Linga und dienen der Erlangung des jeweiligen Zieles. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.208 Bei der Aufstellung im Westen werden befriedende, nährende und verwandte Wirkungen genannt. Nach dem Genuss der Freuden gelange der Handelnde in Shivas Welt. [Der überlieferte Anfang des Wortes für Befriedung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.209 Das ringsum viereckige Feld wird viergeteilt. Nach dem Maß des nördlichen Endabschnitts wird eine Ausladung in der Breite angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.210 Nach Westen wird das Feld auf die doppelte Länge erweitert, du Schöne. Von der Ecke aus wird angesetzt und in der Mitte über zwei Felder ein Bogen geschlagen. [Die Werkzeugbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.211 Drei Linien werden sichelförmig angelegt. Die übrigen Hilfslinien werden entfernt; am Ende des Stabes wird eine Messschnur angesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.212 Ein Teil wird abgetragen; von der Mittellinie aus wird ein Bogen geschlagen. Ebenso wird am unteren Ende verfahren, sodass oberhalb und unterhalb eine Rundung entsteht. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.213 Der Stab erhält drei Messlinien; eine weitere Maßangabe ist verderbt. Der Vayu-Sockel heißt, mit diesem Zeichen versehen, Haken-Sockel. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.214 Entsprechend ist seine Auffangplatte zu verstehen; sie heißt Ankushi. Nun werde ich auch die Fahne erklären. Höre ihre ordnungsgemäße Beschreibung. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.215 Das Feld wird viergeteilt; zwei seitliche Teile werden weggelassen. Außerhalb wird nach Osten eine dem Feldmaß entsprechende Länge abgetragen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.216 Die Breite wird in vier Teile gegliedert, die Höhe des kleinen Sockels mit einem Teil bestimmt. Der Kundige nimmt beide Seiten zurück und entfernt die beiden langen seitlichen Abschnitte. [Der genaue Konstruktionsschritt ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.217 Zwei Teile bilden den Pfeiler, der durch drei Messlinien bestimmt wird. Oberhalb wird ein entsprechendes Maß genommen und vom Brahma-Zentrum aus ein Bogen geschlagen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.218 Auf dem Pfeiler entsteht eine Rundung. Von deren Maß aus wird nach Süden abgetragen; eine leicht schräge Messlinie erhält die Breite des Pfeilers. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.219 Am Ende werden zwei federartige Schweife angelegt. Drei oder fünf Abschnitte werden durch paarige schräge Linien gebildet. [Das erste Wort ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.220 Sie werden mit einem Abstand von einer Fingerbreite angelegt. Dies wird Fahne genannt. Der zuvor beschriebene Sockel heißt, mit ihr versehen, Fahnen-Sockel. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.221 Entsprechend ist seine Auffangplatte zu verstehen; sie heißt Dhvajini. Die Fahnenform gehört zum Fahnen-Linga, die Hakenform zum Haken-Linga. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.222 Der Text verbindet die Aufstellung in der zugehörigen Richtung mit dem entsprechenden Mantra, der Vorstellung und den Stoffen. Als Wirkungen nennt er die Vertreibung eines feindlichen Heeres, Verwirrung, Aufregung und Zittern. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.223 Im Kreis der Feinde entstehe gegenseitiger Streit; dem Handelnden werde rascher Sieg über die gegnerischen Parteien zuteil. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.224 An Kraft Vayu gleich genieße er Herrschaft auf Erden. Wenn sein Körper vergeht, werde er in Shivas Welt geehrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.225 Das Viereck wird viergeteilt; wie zuvor werden zwei Teile weggelassen. Dieses Maß wird nach Osten abgetragen, die Breite wird in vier Teile gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.226 Das Feld wird oberhalb und unterhalb halbiert. Ein Teil bildet das verdickte Glied; darüber wird der Griff mit einem Teil bogenförmig angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.227 Darüber folgt mit einem Teil ein Glied, das dem unteren verdickten Glied entspricht. Noch darüber werden auf beiden Seiten zwei gleich große Teile entfernt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.228 Oberhalb dieser beiden ausgesparten Teile wird vom Brahma-Zentrum aus ein Bogen geschlagen. Durch die sichelförmige Konstruktion entsteht der Kopf. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.229 Zwischen seinen Enden und den Enden des verdickten Gliedes werden Messlinien gezogen und Verjüngungen vorgenommen. Nach Entfernung der Mittellinie ist dies die Keule, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.230 Der damit versehene Soma-Sockel heißt Keulen-Sockel. Auch die zugehörige Yakshi-Platte wird Keule genannt. [Die Namen sind teilweise verderbt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.231 Das Keulen-Linga wird im Norden aufgestellt. Ihm werden alle Kostbarkeiten sowie Elefanten, Pferde und weiterer Besitz zugeschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.232 Eine schöne junge Frau komme aus einem fremden Herrschaftsbereich zur eigenen Gattenwahl. Der Handelnde erlange beständigen Frieden, Zuneigung und großes Wohlergehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.233 Er habe keine Feinde, seine Herrschaft sei unangefochten. Sein Reichtum habe kein sichtbares Ende, und tausend Frauen gehörten zu seinem Gefolge. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.234 Von vorzüglichen jungen Frauen umgeben werde er Kubera, dem Geber des Reichtums, gleich. Nach dem Genuss der ganzen Erde gelange er schließlich zum Ungeteilten. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.235 Das Viereck wird viergeteilt; auf beiden Seiten werden zwei Teile entfernt. Darunter wird eine dreifache Ausladung angelegt; das Feld erhält eine Achtergliederung. [Die Beziehung dieser Maße ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.236 Eine entsprechende Feldhälfte wird angelegt, und von der Ecke aus wird ein Bogen nach dem Teilmaß geschlagen. Am Ende zweier Teile wird für eine sichelförmige Konstruktion angesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.237 Von außen wird erneut angesetzt und nach oben ein Bogen geschlagen. Wieder wird über zwei Teile eine sichelförmige Konstruktion ausgeführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.238 Von außen wird nochmals angesetzt und nach oben ein Bogen geschlagen. Danach wird in der oberen Hälfte auf der Mittellinie angesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.239 Anschließend wird bis zum Ende der Öffnung und über zwei Teile nach oben ein Bogen geführt. So entstehen zwei Spitzen. Nun wird die mittlere Spitze erklärt. [Ein Wort am Ende der ersten Zeile ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.240 Der Kundige nimmt von der Mitte aus zwei Teile für die Mittellinie. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.241 Es folgen eine Verbindung mit der Mittellinie und die Angabe eines halben Teils. [Der überlieferte Satz ist zu beschädigt, um die Konstruktion sicher zu bestimmen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.242 Die übrigen Hilfslinien werden entfernt. Der Stab erhält eine Breite von vier Einheiten; oberhalb und unterhalb der Spitzen werden entsprechende Maße mit halbmondförmigen Kennzeichen angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.243 Unterhalb ihrer Verbindung liegt ein gürtelartiges Glied von vier Fingerbreiten. Zwei Teile bilden den unteren Stab; zwei gleiche Teile werden entfernt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.244 Die untere Manschette wird mit drei Fingerbreiten, der Zapfen mit acht Fingerbreiten angegeben. Der Stab besitzt drei Linien. Dies wird Dreizack genannt. [Die erste Maßverbindung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.245 Der Aishana-Sockel heißt, mit diesem Zeichen versehen, Dreizack-Sockel. Die damit verbundene Raudri-Platte heißt Shulini. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.246 Das Dreizack-Linga wird im Nordosten aufgestellt. Der Text verheißt die Vollendung begonnener Vorhaben und eine beständige, unangefochtene Herrschaft. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.247 Die Könige der Inselkontinente werden als dienstbereit und gehorsam beschrieben; umso mehr sollen die Herrscher des eigenen Kontinents unter seiner Gewalt stehen. [Die erste Zusammensetzung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.248 Nachdem sie mannigfaltige Freuden erfahren haben, gelangen die mit Erkenntnis und Yoga Verbundenen aus dem Bereich der Sterblichen wieder zu Shivas Stätte, du Schönhüftige. [Lesung im dritten Versviertel unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.249 Vom Viereck wird die halbe Diagonale nach außen abgetragen und in drei Teile gegliedert. Ein Teil wird weggelassen; über die beiden übrigen wird beidseitig ein Bogen geschlagen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.250 Am Ende von drei Teilen wird gleichmäßig angesetzt und vom mittleren Teil aus ein Kreis geschlagen. Es folgen die äußere Felge und ein weiterer innerer Kreis. [Die Bezeichnung der äußeren Felge ist verderbt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.251 Im Zwischenraum werden sechzehn Speichen genannt. Die Nabe erhält die Hälfte dieses Maßes; es folgt eine weitere Angabe zum Nabenkreis. [Anfang und Schluss des Verses sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.252 Dies wird das Rad genannt, mit Namen Sudarshana. Der Vishnu-Sockel heißt, damit versehen, Rad-Sockel. [Das erste Beiwort des Rades ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.253 Ebenso heißt die Auffangplatte Chakrini. Der abschließende Halbvers nennt eine Radhälfte und ein Fünf-Linga; die genaue Aussage über die Sockelmerkmale ist beschädigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.254 Die Aufstellung erfolgt wie zuvor im Südwesten oder in der Mitte. Als Wirkungsgebiete nennt der Text alchemistische Stoffe, Verjüngungsmittel und das Erlangen der Unterwelten. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.255 Ferner nennt er die Gewinnung von Daitya- und Naga-Mädchen, Höhlen und Vetalas sowie Mantras und Überlieferungen. [Die mittlere Aufzählung ist stark beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.256 Täuschungskünste und magische Trugbilder sollen dem gelingen, der sich beständig den Riten mit der zugehörigen Vorstellung, den Stoffen und Mantras widmet. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.257 Nachdem er auf Erden vielfältige Freuden und umfassende Herrschaft genossen hat, gelangt er am Ende seines Lebens dorthin, wo der große Gott Maheshvara ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.258 Mit einer aus der Diagonale des Vierecks gewonnenen, innen dreigeteilten Messschnur wird nach Weglassen eines Teils ein Kreis geschlagen. [Ob eine obere oder halbe Diagonale gemeint ist, bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.259 Die Kreishälfte wird viergeteilt; am Ende zweier Teile wird ein Kreis geschlagen und die Karnika bestimmt. Im zweiten Bereich werden die Staubfäden eingezeichnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.260 Diese sind vierundzwanzig an der Zahl, gekrümmt und dreifach gebogen. An den Enden von jeweils zwei Teilen werden insgesamt acht Blätter angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.261 Sechzehn Punkte werden in den Haupt- und Zwischenrichtungen markiert. Zwischen diesen Richtungen werden jeweils paarige Linien angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.262 Mit zugespitzten, voneinander getrennten Blattenden entsteht ein Lotus, der durch acht schöne Blätter geschmückt ist. Diese Vorschrift gilt für die ausgearbeitete und die gemalte Form. [Die erste Bezeichnung des zweiten Halbverses ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.263 In der Karnika werden neun Punkte angeordnet. Der Brahma-Sockel heißt, mit diesem Zeichen versehen, Lotus-Sockel. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.264 Am Schaft, an den Bändern und besonders am Hals werden in den vier Richtungen die Zeichen bis hin zum Lotus angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.265 Die Brahma genannte Auffangplatte heißt, damit versehen, Padmini. Das mit dem Lotus gekennzeichnete Linga wird in der Mitte aufgestellt. [Das folgende Wort „śaivā“ ist syntaktisch unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.266 Der Text verbindet damit die Erlangung der Erde mit ihren sieben Inselkontinenten sowie ganz Jambudvipa mit seinen neun Teilen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.267 Einschließlich des Kumari-Bereichs und der acht Inseln werde der Handelnde ein rechtschaffener König, unter dessen einzigem Herrschaftsschirm die Erde stehe. [Die kosmographische Aufzählung ist sprachlich nicht ganz eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.268 Ferner werden als Ziele ein beschädigt überlieferter Ausdruck sowie Stab, Holzstab, Wassergefäß und Lotus genannt. Hierzu wird die Vollziehung am Lotus-Linga angegeben. [Die Aufzählung lässt sich nicht sicher verbinden.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.269 Nach dem Genuss vielfältiger Freuden überall in der Menschenwelt gelangt er am Ende seines Lebens dorthin, wo der große Gott Maheshvara ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.270 Damit sind die Merkmale von Sockel und Auffangplatte zusammenfassend erklärt, ebenso ihre sichtbare und unsichtbare Frucht im Allgemeinen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.271 Sockel und Auffangplatte sollen dem Linga im Maß entsprechen. Es folgt eine Bestimmung der Auffangplatte nach der Länge der Kultgestalt und der Vertiefung. [Der zweite Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.272 Wenn das Maß der Auffangplatte das Maß des Lingas in unzulässiger Weise überschreitet, so behauptet der Text, würden die Bewohner des Ortes ständig von Krankheiten bedrängt. [Die erste Maßbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.273 Der einsetzende Ritualkundige, der Stifter, der Bildhauer und die Hüter der Bildgestalten würden gleichermaßen von Schwindsucht, Aussatz, Fieber und anderen Krankheiten heimgesucht. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.274 Wenn umgekehrt das Linga das Maß der Auffangplatte überschreitet, träten alle zuvor genannten Fehlerfolgen ein. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.275 Die Verbindung mit dem Linga soll dem jeweiligen Ritualzweck entsprechen. Zu geringe Maße werden mit Verlust, zu große mit Vertreibung und ähnlichen Folgen verbunden. [Ein Wort für die Verlustfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.276 Auffangplatte, Linga und Sockel sollen stets aufeinander abgestimmt sein. Bei verstümmelten beziehungsweise fehlerhaften Maßen wird beständige Krankheit behauptet. [Der Satzbau ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.277 Fehlen dem Linga und den übrigen Teilen die vorgeschriebenen Merkmale, gehe nach Aussage des Textes das Wohlergehen zugrunde. Wenn jemand ihre besonderen Merkmale nicht kennt, (IAST · Devanagari)
Stelle 08.278 werde ich die daraus entstehenden Fehler und die Bedrängnis des Reiches erklären, die bei der Aufstellung eines Lingas oder Sockels ohne die erforderliche Schönheit entstünden. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.279 Ein Fehler am umschließenden Teil wird mit erschwerter Harn- und Stuhlentleerung, ein Fehler am Bauch mit acht Bauchleiden verbunden. Eine Beschädigung bedeute Schwinden des Reiches, eine Öffnung im Bauchbereich Darmentleerung. [Mehrere Wörter sind unsicher; dies sind historische Omenzuordnungen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.280 Ein mangelhafter Rücken wird mit Fallsucht, eine Öffnung im Yoni-Bereich mit Fisteln und ein glanzloses Linga oder ein glanzloser Sockel mit achtzehn Arten von Aussatz verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.281 Eine fehlende Messlinie wird mit Lahmheit, ein übergroßer Kopf mit Kopfleiden, ein beschädigt bezeichnetes Merkmal mit Darmvergrößerung und ein mangelhafter Seitenteil mit heftigem Fieber verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.282 Eine zu kleine Yoni wird mit Unglück, eine zu große mit Harnleiden verbunden. Bei einer ausgelöschten beziehungsweise abgetragenen Form nennt der Text Husten, Auszehrung, Schluckauf und ein unsicher überliefertes Schmerzleiden. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.283 Eine fehlende Lotlinie wird mit Ohrenleiden, eine fehlende seitliche Messlinie mit dem Verlust des Augenlichts verbunden. [Die letzte Krankheitsbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.284 Dies bezieht sich auf Linga, Auffangplatte, Sockel und ausgestaltete Bildgestalt, auf das Gesicht oder ein Glied des Lingas sowie auf Gemälde und Bildtafeln, (IAST · Devanagari)
Stelle 08.285 ferner auf bewegliche Lingas und auf Gestalten aus Ton, Stein und anderen Stoffen. Je nach dem fehlenden Glied behauptet der Text eine entsprechende Krankheit der Bevölkerung. [Ein Ausdruck in der ersten Zeile ist verderbt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.286 Deshalb soll der König in seinem Reich stets sorgfältig prüfen und ein Linga aufstellen lassen, das alle vorgeschriebenen Merkmale besitzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.287 Sieht er widersprechende Merkmale, soll er unverzüglich eingreifen. Als Kenner und Beschützer des Dharma ziehe er dadurch keinen Fehler auf sich. [Das Wort für das Eingreifen lautet wörtlich „Hindernis“.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.288 Der König heißt Beschützer der Erde; er fördert den Wandel der Rechtschaffenen und hält die Ungebührlichen in Schranken. So steht er gleichsam als König des Dharma da. [Das Wort für die Förderung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.289 Denn der König erhält ein Viertel der guten wie der schlechten Frucht. Die Auffangplatte eines Lingas mit Gesicht soll aus zwei Teilen gefertigt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.290 Andernfalls könne beim Einsetzen Gesicht, Nase oder ein anderes Glied beschädigt werden. Auch bei der Aufstellung großer Bildgestalten soll die Platte zweiteilig sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.291 Die Verbindung wird mit festen Metallen hergestellt, wobei schwarzes Metall und weitere als ungünstig bezeichnete Metalle ausgeschlossen werden. [Die nachfolgende Liste der Metalle beziehungsweise Legierungen ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.292 Gold, Silber und Kupfer werden für Zapfen und ähnliche Verbindungsteile genannt. Wenn das Material zu weich ist, fehlt der Halt; es folgt eine unsichere Angabe zu Gold und geeignetem Metall. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.293 Für Lingas unter einer Elle und für Raudra-Lingas, du Schönantlitzige, wird die Auffangplatte mit einem um ein Drittel verminderten Maß bis zum Rand der Vertiefung bestimmt. [Die Maßbezüge sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.294 Bei beweglichen Lingas soll sie dem Verehrungsteil entsprechen. Für Edelstein-Lingas gilt dieses Maß nicht; ihre Ausführung richtet sich nach den jeweiligen Gegebenheiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.295 Die Edelsteingestalten werden mit Gerste, Weizen, Mungbohne und einer weiteren unsicheren Form verglichen. Ihr Sockel soll ein Fingerglied messen; eine abschließende Begrenzung gegenüber dem Edelstein ist nicht eindeutig überliefert. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.296 Beim Sahasra-Linga soll der Sockel viereckig sein, ebenso die Auffangplatte. Yoni-Formen und ähnliche Gestaltungen werden dabei ausgeschlossen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.297 Ein Linga aus Stein erhält einen steinernen Sockel. Unter seinem Wurzelbereich folgen der Reihe nach Auffangplatte und Sockel. [Die räumliche Formulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.298 Unter dem Sockel liegt ein Brahma zugeordneter Stein. Unterhalb des Brahma-Teils werden Steinblöcke beziehungsweise eine Breite von sechs Anteilen genannt. [Die Maßrelation ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.299 Dort werden zwei Einfassungen genannt; aus deren Maß ergibt sich die Vertiefung. Die Dicke wird gegenüber dem Brahma-Teil um ein Drittel vermindert angegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.300 Bei einem großen Linga kann stattdessen ein Viertel angesetzt werden, du Treugelobte. In der Mitte soll eine geringe, nach Teilen bestimmte Vertiefung angelegt werden. [Das Wort für die Vertiefung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.301 Gold und andere Stoffe sowie Stein können nach Verfügbarkeit verwendet werden. Für ein hölzernes Linga gilt ein hölzerner Sockel als vorzüglich. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.302 Bei einem Metall-Linga soll der Sockel aus demselben Metall bestehen. Für Edelstein-Lingas werden Gold, Silber und Kupfer genannt. [Die Metallnamen sind teilweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.303 Eine als „ghoṣa“ bezeichnete Legierung und ähnliche Stoffe werden ausgeschlossen; für einen anderen Zweck wird eine Ausnahme angedeutet. Nun folgt der Sockel eines beweglichen Metall-Lingas, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.304 Seine Höhe soll der Hälfte der Länge des Lingas entsprechen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.305 Eine aus dem eigenen Material bestehende Bergkristall-Unterlage gilt als vorzüglich und als beständige Quelle von Glück. [Die Zusammensetzung „svayoni“ ist mehrdeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.306 Auch Gold und andere Stoffe kommen infrage; der Sockel wird wie zuvor angelegt. Abflussrinne, Einfassung und Vertiefung folgen ebenfalls der früheren Beschreibung. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.307 Zur Erlangung von Lebensgenuss und Befreiung und für die jeweilige Vollziehung dienen bewegliche Lingas aus Holz, Metall, Erde oder Edelstein, (IAST · Devanagari)
Stelle 08.308 auch aus Duftstoffen, Rohzucker, Sesam oder gekochtem Getreide, ferner aus Schildkrötenmaterial, Muschelschale und besonders aus menschlichem Schädelknochen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.309 Die höchsten, mittleren und niedrigsten Formen werden als wirksam bezeichnet. [Der folgende Ausdruck ist beschädigt.] Fehlt das Material, tritt die innere Vorstellung an seine Stelle. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.310 Auch andere Materialien können entsprechend den Vorschriften der eigenen Tantra-Überlieferung verwendet werden. Wer nach besonderen Vollkommenheiten strebt, soll kein bewegliches Linga aus Stein anfertigen lassen. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.311 Wer hingegen Befreiung sucht, kann eine einstückige Gestalt anfertigen lassen. Dies wird dem Samayin und dem Putraka zugeordnet, nicht dem Sadhaka oder dem Acharya. [Ein Beiwort der Gestalt ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.312 Denn es ist lediglich Linga, ohne rituelle Tätigkeit, reines Bewusstsein. Zur Erlangung aller Vollkommenheiten wird dagegen die Aufstellung eines Bana-Lingas gelehrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.313 Es kann auf jedem Sockel und in jedem Tempel stehen. Auch die als „Loṭṭana“ überlieferte Form wird hier dem Bana-Linga gleichgestellt. [Die Bezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 08.314 Solche Steine entstehen in allen Flüssen und Gebirgen. Erkennt man ihre Linga-Gestalt und setzt sie mit Mantras ein, entsteht die göttliche Gegenwart. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.315 Für sie wird keine besondere Festlegung auf einen bestimmten Sockel oder Tempel verlangt. Damit habe ich dir alle Merkmale von Auffangplatte und Sockel erklärt, (IAST · Devanagari)
Stelle 08.316 sowohl allgemein als auch im Besonderen, einschließlich ihrer Zuordnung zum Tempel. (IAST · Devanagari)
Stelle 08.317 Damit endet in der Pingalamata, im Jayadratha-Abschnitt des Brahmayamala, das fünfte Prakarana, genannt „Abschnitt über die Sockel“. [Die Zählung wiederholt diejenige des vorangehenden Abschnitts.] (IAST · Devanagari)
Lesebereich 09: Prasada – Tempelbauten
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Stelle 09.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 09.002 Gott, die Beziehung zum Tempel hast du angedeutet, aber noch nicht erläutert. Die Merkmale der Tempel, beginnend mit der Inbesitznahme des Baugrundes, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.003 erkläre sie bitte aus deiner Gnade, Überwinder von Kala, Kama und Andhaka. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 09.005 Maße, Höhenmaße und Proportionen, beginnend mit der Inbesitznahme des Baugrundes, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.006 werde ich als Merkmale des Tempels erklären. Höre mit gesammeltem Geist. Zuerst soll die Beschaffenheit des Bodens gründlich bestimmt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.007 An einem heiligen Kshetra oder Upakshetra, an einem Samdoha oder Pitha, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.008 an einem Upapitha oder Upasamdoha oder an einem der beiden Ufer eines Flusses, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.009 auf einem Berggipfel oder einer Anhöhe, in einer Stadt, einem Dorf oder einer kleineren Siedlung, bei einem einzelnen Baum, auf einem Verbrennungsplatz oder an einem Zusammenfluss, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.010 an einer Kreuzung von drei, vier oder fünf Wegen, in einer Höhlung oder Höhle oder an einem weiteren, unsicher bezeichneten Ort in der eigenen Himmelsrichtung soll der Boden geprüft werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.011 Weißer, roter, gelber und schwarzer Boden werden der Reihe nach den Brahmanen und den weiteren gesellschaftlichen Gruppen zugeordnet; die Geschmacksarten sind süß, sauer, scharf und bitter. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.012 Ihre Gerüche werden jeweils mit geklärter Butter, Blut, Harn und Kot verglichen. Kushagras kennzeichnet den brahmanischen Boden, Schilfgras den kshatriyischen. [Die Wörter für Harn und die zweite Bodenkategorie sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.013 Durvagras kennzeichnet den Vaishya-Boden, Kashagras den Shudra-Boden. Salziger Boden, Boden mit Termitenhügeln und überschwemmter Boden sollen gemieden werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.014 Ebenso Boden voller Mücken und Stechinsekten, mit gefährlichen Tieren und Knochenansammlungen. Er soll frei von schwarzen Rückständen, Holzkohle, Kies, Nägeln und Scherben sein. [Einzelne Wörter sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.015 Für einen glückverheißenden Zweck gilt guter Boden als geeignet, für einen unheilvollen Zweck entsprechend ungünstiger Boden. Man gräbt eine ellemaßige Grube und füllt sie mit dem Aushub wieder auf. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.016 Bleibt Erde übrig, gilt der Boden als vorzüglich; reicht sie genau, als mittelmäßig; reicht sie nicht aus, als gering. So werden drei Bodenqualitäten unterschieden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.017 Dem besten Boden wird höchste Wirksamkeit, dem mittleren mittlere Wirksamkeit zugeschrieben. Der geringste wird mit geringeren, insbesondere tötenden und vertreibenden Vollziehungen verbunden. [Die erste Zeile ist teilweise verdoppelt und beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.018 Der Boden wird mit dem Pflug drei-, vier- oder fünfmal bearbeitet, Geliebte. Darauf werden Sesam, Reis, Gerste und weitere Saaten ausgestreut. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.019 Genannt werden Kichererbsen und eine verwandte Hülsenfrucht, Mungbohnen, schwarze Bohnen, Lein, Weizen und Wildreis; alle zusammen oder eine davon. [Mehrere Pflanzennamen sind unsicher überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.020 Geht die Saat binnen drei Tagen auf, gilt der Boden als vorzüglich; bei fünf Tagen als mittelmäßig, bei sieben als gering. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.021 Bei noch späterem Aufgehen gilt der Boden als ungünstig beziehungsweise nicht keimfähig. Der Ort wird eingefriedet; zu Beginn der Nacht folgt die nächste Prüfung. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.022 Über einem Gefäß wird ein mit geklärter Butter gefülltes, mit Blättern versehenes Gefäß angeordnet. In den vier Richtungen stehen vier Lichter, deren Dochte den vier gesellschaftlichen Gruppen zugeordnet werden. [Das erste Gefäß ist beschädigt bezeichnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.023 Im Osten liegt der brahmanische Docht; er wird mit dem Gesichtsmantra besprochen. Im Süden liegt der kshatriyische, über den der Aghora-Mantra gesprochen wird. [Welche Gesichtsform im Osten gemeint ist, bleibt hier unausgesprochen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.024 Im Westen liegt der Shudra-Docht mit dem Sadyojata-Mantra; im Norden der Vaishya-Docht mit dem Vamadeva-Mantra. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.025 Auch die Gesichtsmantras der eigenen Überlieferung oder der Pranava können verwendet werden, Geliebte. Der Ort soll gut geschützt, windstill und durch den Waffenmantra gesichert sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.026 Nach dem Blick in die Himmelsrichtungen wird er mit dem Schutzpanzer-Mantra umhüllt. Brennen alle Dochte hell, gilt der Ort als für alle förderlich. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.027 Ein solcher Baugrund wird als unvermengt und zur Erfüllung aller Wünsche geeignet bezeichnet. Erlischt ein Licht, gilt dies für die zugehörige Gruppe als ungünstig; im umgekehrten Fall als günstig. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.028 Erlöschen alle Lichter auch nach erneutem Entzünden, gilt der Ort als ungünstig. Die Prüfung reicht bis zum Verbrauch des Brennstoffs; danach gilt das Erlöschen nicht als Fehler. [Der erste Ausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.029 Ist so das Ende der Nacht gekommen, soll die Inbesitznahme des Baugrundes erfolgen. Dabei werden überirdische Vorzeichen sowie die Merkmale von Zeitpunkt und Aufgang betrachtet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.030 Rohini, Ardra, Dhanishtha, Shatabhishaj, die drei Uttara-Sternbilder, Shravana und das Mitra zugeordnete Sternbild werden als aufwärtsgerichtet bezeichnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.031 Sie werden für dauerhafte Unternehmungen empfohlen, zusammen mit den bereits genannten Mondtagen und Wochentagen. Der Kundige berücksichtigt auch Yoga, Karana und die Stellung des Geburtssterns. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.032 Besonders werde ich den Mond erklären, denn seine Stärke gilt als ausschlaggebend. Der Mond im Geburtszeichen sowie an dritter, sechster und siebter Stelle, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.033 ferner an zehnter und elfter Stelle gilt als erfolgbringend für alle Vorhaben. Als aufsteigende Zeichen werden Jungfrau, Waage und besonders Wassermann genannt, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.034 ebenso Stier, als förderlich für alles Gute. Erfolg wird der Verbindung von Sonntag und Hasta sowie von Montag und Mrigashiras zugeschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.035 Weiter werden Dienstag mit Krittika, Mittwoch mit einem beschädigt überlieferten Sternnamen, Donnerstag mit Revati und Freitag mit Punarvasu verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.036 Auch Samstag mit Shravana wird als erfolgbringende Verbindung bezeichnet. Es folgen Sonntag mit dem achten Mondtag und Montag mit dem zehnten, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.037 Freitag mit dem elften und Mittwoch mit dem dreizehnten. Diese Verbindungen gelten als erfolgbringend für den Beginn dauerhafter Unternehmungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.038 Mit Meru in der Mitte wird ein aus Sonne und Mond bestehendes Diagramm gezeichnet. Eine Linie verläuft von Ost nach West, eine weitere von Süd nach Nord. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.039 Die südliche Hälfte bildet den Tageskreis, die nördliche den Nachtkreis. Die Einteilung nach Tag und Nacht gilt auch für die äußere und die innere Betrachtung. [Der Satz ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.040 Ich werde die beiden Kreise ordnungsgemäß erklären; höre zu. Dhuma, Angarini und Jvala werden den vorherigen Zeitabschnitten zugeordnet. [Die genaue zeitliche Zuordnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.041 Die Richtung, in die die Sonne geht, heißt Dhuma; die verlassene heißt Angarini; wo die Sonne steht, heißt sie Jvala. Daraus wird ein ungünstiger Verlauf gedeutet. [Der Schluss ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.042 Auch Dhuma und Angarini werden mit ungünstigem Ausgang verbunden. Zwischen Osten und Süden werden drei Linien gezogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.043 Ebenso werden zwischen Süden und Westen Linien angelegt. Die Betrachtung beginnt mit dem Sonnenaufgang und reicht bis zum Sonnenuntergang. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.044 Nach der Gliederung des äußeren Kreises soll auch das Innere betrachtet werden, Geliebte. Die beiden Jvala-Bereiche werden in äußerer und innerer Betrachtung unterschieden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.045 Man deutet die Vorzeichen, die in den jeweiligen Richtungsabschnitten auftreten: die zuvor beschriebenen äußeren Vorzeichen am Himmel und auf der Erde, Göttin. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.046 Nach dieser Tageseinteilung wird aufgenommen, was günstig ist. Nun werde ich die nächtliche Anordnung im ruhigen Kreis erklären. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.047 Zu unterscheiden sind die Zustände verwelkte Blüte, geöffnete Blüte und Knospe, vom Beginn der Nacht bis zur Morgendämmerung. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.048 Die Linien werden entsprechend der früheren Anlage gezogen und den Nachtabschnitten zugeordnet. So entsteht der Mondkreis; die vom Mond verlassene Stelle heißt verwelkte Blüte. [Die Zahlenangabe der Zeitabschnitte ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.049 Wo der Mond steht, ist die geöffnete Blüte; wohin er sich bewegt, die Knospe. Auch zu diesen Zeiten werden die Vorzeichen wie zuvor beobachtet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.050 Durch die Verbindung äußerer und innerer Betrachtung werden günstige Zeichen angenommen und ungünstige verworfen. Auch aus astrologischen Angaben, Worten und Buchstabenstellungen wird eine Ertragsberechnung genannt, Geliebte. [Die Schlussformulierung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.051 Der Kundige zeichnet ein achtspeichiges Rad und ordnet darin die Fahne und die weiteren Zeichen an. Im Osten liegt die Fahne, im Süden der Löwe. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.052 Im Westen liegt der Stier, im Norden der Elefant. Diese werden als beständige Ertragsklassen bezeichnet; Vorzeichen in ihren Richtungen gelten als förderlich. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.053 Im Südosten liegt Rauch; es folgen Hund, Esel und Krähe in weiteren Positionen. [Die Richtungsbezeichnungen für diese drei sind verderbt und werden hier nicht stillschweigend ergänzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.054 Vorzeichen in diesen Bereichen gelten als kraftmindernd. Ungünstige Zeichen werden für unheilvolle Zwecke, günstige für glückverheißende Zwecke als geeignet angesehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.055 Nach gründlicher Prüfung soll der Mantrakundige den Baugrund in Besitz nehmen. Die gewünschte Ausdehnung wird um ein Viertel erweitert und ausgehoben. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.056 Dies gilt ringsum für die Breite; in der Tiefe wird bis zum Wasser gegraben. Alternativ nennt der Text eine beschädigte Maßangabe oder Manneshöhe. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.057 Auch die Hälfte davon, ein Viertel, eine halbe Elle oder die Tiefe bis zum festen Untergrund wird genannt. Danach soll der Kundige die Grube überall wieder auffüllen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.058 Eine Füllung mit einer beschädigt bezeichneten Art von gebrannten Ziegeln gilt nicht als erwünscht. Auch eine steinerne Unterlage wird wegen ihrer großen Last genannt. [Der Anfang des Verses ist stark beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.059 Beide können sich verschieben, Göttin: durch die Bewegung des Schlangenkönigs, durch Erdbeben, Wagenverkehr und das Umhergehen von Elefanten und Pferden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.060 Daher soll weder eine reine Ziegelfüllung noch eine bloße Ansammlung von Steinen verwendet werden. Auch Erde allein gilt nicht als geeignet; sie wäre nicht fest und könnte aufreißen. [Das Wort für Ziegel ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.061 Über Steinlagen wird Erde in einer Höhe von acht Fingerbreiten eingebracht. Jede Lage wird befeuchtet und einzeln festgestampft. [Die Maßangabe der Steinlagen ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.062 Dazu dient ein aus Palasha-, Pippala- oder ähnlichem Holz gefertigter Stampfer in Elefantenfußform: unten breit und bis zum Nabel reichend. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.063 Er erhält einen Griff und oberhalb davon einen runden Kopf. Nach Kräften wird gestampft; so wird mit jeder weiteren Lage verfahren. [Die Beschreibung des Griffes ist teilweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.064 Auf diese Weise wird die Grube bis auf ein Viertel aufgefüllt. Nach dem Tempelmaß wird darüber die Anlage des Baugrunddiagramms bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.065 Ob verborgene Fremdkörper vorhanden sind oder nicht, soll aus Auffälligkeiten und Vorzeichen erschlossen werden. Nach der gedanklichen Anlage des Diagramms werden die verborgenen Störstellen im Baugrund untersucht. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.066 Zunächst werde ich ihr Entfernen entsprechend dem Vastu-Messnetz erklären. Nach ihrer Entfernung und der Einebnung wird das Messnetz des Baugrundes ausgespannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.067 Das Verfahren wird im Folgenden erklärt, ebenso die Merkmale der Einsetzung des als Fuß bezeichneten Fundamentteils, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.068 Nach Bestimmung des Maßes werden acht Steine herbeigebracht. Der kundige Lehrer richtet acht Gefäße und acht Feuergruben ein oder auch nur eine Feuergrube. [Der Versanfang ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.069 Dort verehrt er den Vastu-Menschen nach der noch zu erklärenden Ordnung mit erlesenen Düften, Blüten und Opfergaben, die alle Wünsche erfüllen sollen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.070 Darüber soll man die Shakti verehren, die sämtliche kosmischen Wege trägt. Auf [beziehungsweise im Bereich] dieser Shakti soll die Vedi angeordnet werden. [Die anschließende Zahlenangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.071 Ein neunter Stein liegt in der Mitte; dort wird ein als „ahuka“ überliefertes Element eingesetzt. Darüber werden der Brahma-Stein und die zu Shambhu gehörige Shakti angeordnet. [Die erste Einlage ist unsicher bezeichnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.072 In ihr werden alle acht Rudras mitsamt ihren Gestalten und weiteren Zuordnungen eingesetzt; die Einlagen enthalten Mineralstoffe, Edelsteine, Heilpflanzen, Metalle, Samen und Quecksilber. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.073 Ananta und die weiteren Götterherren werden in Gold, Silber und Kupfer eingesetzt. Weitere, beschädigt bezeichnete Einlagen werden mit ihren Mantras von der Mitte aus in der Shakti angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.074 Darüber werden die genannten Altarsteine mit den Lauten der Welthüter eingesetzt. Sie sind eine Elle groß, viereckig und ein Drittel davon hoch. [Die Mantrabezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.075 Sie sind mit den Waffenzeichen der Welthüter oder mit achtblättrigen Lotusformen geschmückt. Der neunte wird unter Rezitation des unvergleichlichen Shiva-Lautes eingesetzt. [Die genaue Lautbezeichnung bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.076 Dies ist die untere Welt des Kala genannten Bereichs, du Treugelobte. Die Darstellung reicht von Kala durch sechs Umhüllungen. [Der genaue Bezug der Umhüllungen ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.077 Oberhalb von Kala liegt das Atma-Prinzip. Es folgen die feinen Sinnesqualitäten, die Erkenntnis- und Handlungsorgane und eine Aussage über ihre Durchdringung. [Der zweite Teil ist stark beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.078 Mit der Entfaltung der drei Grundeigenschaften, dem Ichbewusstsein und der Erkenntniskraft wird der Shiva genannte kosmische Weg im Bereich des Fundamentfußes vorgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.079 An der Wurzel, in der Mitte und oben werden die drei Prinzipien dreifach angeordnet. Danach werden ihre Herrscher Brahma, Vishnu und Hara der Reihe nach eingesetzt. [Das Wort für die mittlere Stelle ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.080 Dharma, Erkenntnis, Nichtanhaften und als viertes göttliche Macht werden in dieser Reihenfolge von Südosten bis Nordosten zugeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.081 Diese werden als Füße bezeichnet; eine weitere Verbindung mit Hari ist unsicher überliefert. Unrecht, Unwissenheit, fehlende Leidenschaftslosigkeit und fehlende Herrschermacht, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.082 diese vier bilden die seitlichen Glieder, von Osten beginnend bis Norden. Der kosmische Weg bis zur Welt Brahmas wird hier als beständig gegründet vorgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.083 Zuerst werden sie mit Blüten angeordnet, rituell festgehalten und nochmals eingesetzt. Danach folgen ordnungsgemäß die acht Rudras mit den acht Gestalten. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.084 Auf den acht Steinen werden sie mit Düften, Blüten und weiteren Gaben verehrt, du Gütige. Im Osten wird die Erde eingesetzt, im Südosten das Feuer. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.085 Im Süden steht der Opferherr; im Südwesten folgt eine beschädigt bezeichnete Gestalt. [Textlücke.] Varuna wird eingesetzt, im Nordwesten die quer sich bewegende Gestalt. [Letztere dürfte auf den Wind weisen; die Quelle benennt sie hier nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.086 Im Norden wird Indra eingesetzt, im Nordosten die als „vyāsaka“ überlieferte Gestalt. [Diese Benennung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.087 In der Mitte wird Shivas Gestalt eingesetzt, am oberen Abschluss des Tempels die im Raum befindliche Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.088 Nach der Einsetzung der Gestalten folgen ihre jeweiligen Gottheiten: Sharva, Pashupati, Ugra, Rudra und eine durch eine Textlücke beschädigte Benennung, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.089 ferner Ishana, Mahadeva und Bhima als Herrscher der Gestalten. Danach werden die Welthüter genannt: [Indra am Übergang beschädigt], Agni, Yama, der Rakshasa-Herrscher und Varuna, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.090 Vayu, Soma und Ishana in der Richtungsfolge vom Osten an. Sie werden in den acht Gefäßen mitsamt ihren Zuordnungen eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.091 Die Mantras bestehen aus ihren eigenen Namen [Textlücke], beginnen mit dem Pranava und enden bei der Verehrung mit „Verehrung“. Beim Feueropfer erhalten sie die Opferabschlussformel. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.092 Die Einsetzung der Prinzipien erfolgt in der Reihenfolge der Schöpfung, die Reinigung in der Reihenfolge der Rücknahme. So werden sie mit Opfergaben, Räucherwerk und alkoholischen Getränken verehrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.093 In den Feuergruben werden die zugehörigen Glieder verehrt. Mit Brennholz, Sesam, geklärter Butter und weiteren Stoffen wird im jeweiligen Feuer geopfert, unter Berücksichtigung der Wirkkraft der Stoffe. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.094 Für die Gestalten, ihre herrschenden Gottheiten und die Welthüter werden hundert oder tausend Opfergaben genannt, auch die Hälfte davon. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.095 Entsprechend der Gliederung ihrer Prinzipien und kosmischen Wege wird die Reinigung vollzogen. Danach tritt man an die Steine heran und besprengt sie mit Wasser aus dem Befriedungsgefäß. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.096 Der Lehrer berührt die Steine mit Darbhagras und verehrt die Herren der Richtungen. Er setzt die drei Prinzipien ein und vollzieht Rezitation und Feueropfer nach seinen Möglichkeiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.097 In jedem Abschnitt wird die Einsetzung der Prinzipien der Reihe nach ausgeführt, Göttin, in reiner und unreiner Form und mit kurzen und langen Lauten. [Die technische Lautbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.098 Nach Abschluss werden die Steine unter Vermeidung der empfindlichen Vastu-Stellen eingesetzt. Dies geschieht bei einer beständigen astrologischen Verbindung und geeigneter Stern- und Karana-Konstellation. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.099 Auch die für den Stifter günstige Konstellation wird berücksichtigt. Dann beginnt die Steinsetzung, begleitet von einer Vorstellung des festen Gründens und des Anfangs der Welt. [Die Meditationsformulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.100 Danach werden sieben Opfergaben dargebracht, während die entsprechenden Eigenschaften vergegenwärtigt werden. Was der Lehrer nach diesem Verfahren eingesetzt hat, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.101 führt nach Aussage des Textes zur beabsichtigten Vollendung. Darüber wird der im Folgenden beschriebene kosmische Weg angeordnet, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.102 der den Tempel selbst durchzieht, von Prakriti bis Shiva. Die Verbindung der Prinzipien und die zugehörige Gottheit werden vorgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.103 Danach wird den Scharen der Wesen eine umfassende Opfergabe mit allen Speisen dargebracht, während der eigene Körper durch den persönlichen Mantra rituell gestaltet ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.104 Die Formel beginnt mit dem Pranava, dann folgen die Richtungsbezeichnung und die dort Wohnenden: „Den Nicht-Schrecklichen, den Schrecklichen und den überaus Schrecklichen …“ [Die Einleitung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.105 „… überall, allen, Verehrung dem Allwesen.“ Danach werden drei Wörter im Dativ Plural angefügt: die Wesen, die Mütter und die Herren der Richtungen. [Die überlieferte Fassung der Formel ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.106 Bei der Verehrung verwendet der Kundige den Abschluss der Verneigung, beim Räucheropfer die entsprechende Opferformel und bei der Darreichung des Begrüßungswassers die Ahnenopferformel. [Die Bezeichnung des Begrüßungswassers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.107 Die Trankgabe und die Speisegabe erhalten jeweils ihre besonderen Opferabschlüsse. Danach erfolgt die Entlassung mit dem abschneidenden Laut und dem Waffenmantra. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.108 So werden überall an den jeweiligen Stellen Richtungsopfer dargebracht. Alternativ können die Opferhandlungen nach der eigenen Schriftüberlieferung ausgeführt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.109 Mit Kenntnis der jeweiligen Namensmantras wird Schutz gegen ergreifende Mächte gewährt. Nach der Opfergabe soll die Tempelanlage einen glücklichen Verlauf nehmen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.110 Andernfalls, so der Text, verursachen die Vinayakas große Hindernisse. Daher wird überall die alle Wünsche umfassende Opfergabe vorgeschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.111 Sie verbindet Anfang und Abschluss der Handlungen mit Früchten in dieser und der jenseitigen Welt. Nach ritueller Selbstbereitung und Mundspülung wird die Shiva gewidmete Gabe entrichtet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.112 Mit der Erlaubnis „Es möge Heil sein“ beginnt der Bau des Tempels. Nun werde ich die Merkmale der Tempel erklären. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.113 Ein gleichmäßiges Viereck wird nach Haupt- und Zwischenrichtungen ausgerichtet. Es wird in beiden Achsen gleichmäßig in acht Teile gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.114 Vier Felder bilden den Sockelbereich, zwölf den Umlauf und achtundvierzig die Mauern. [Die überlieferte Verbindung der Zahl zwölf ist sprachlich beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.115 Der Wandschaft erhält die Höhe des Feldmaßes; darüber erhebt sich der Turmaufbau mit der doppelten Höhe, du Schönhüftige. Für den vorspringenden Vorbau wird das Maß des Innenraumes herangezogen. [Dessen Name ist wechselnd als „śukāghrā“ überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.116 Seine vordere Ausladung wird mit einem Drittel jenes Maßes bestimmt; die Breite entspricht dem Innenraummaß, die Höhe der Hälfte des Turmaufbaus. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.117 Die Breite wird in acht Teile gegliedert; sechs Teile bilden den Innenraum. Zwei Teile werden für den vorderen Hals- beziehungsweise Wandbereich des Vorbaus angesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.118 Der vordere Hals wird als Wand bezeichnet, die Shukaghra als Ausladung. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.119 Dies ist die aus dem Baugrundmaß gewonnene Bemessung, mit den Merkmalen eines Tempels ohne Hallen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.120 Nun werde ich die Bemessung nach dem Linga erklären. Der Sockel entspricht dem Linga; ringsum kommt die Hälfte des Sockelmaßes für den Innenraum hinzu, du Treugelobte. [Die genaue Innenraumrelation ist nicht völlig eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.121 Die Wand wird entsprechend bestimmt, der Wandschaft nach der Breite. Darüber wird der Turmaufbau mit der doppelten Höhe des Wandschaftes beschrieben, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.122 Die Diagonale zwischen Sockel und Innenraum bestimmt das Maß des vorspringenden Vorbaus und seiner Ausladung. Alles Weitere bleibt wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.123 Dies ist die Bemessung nach dem Linga. Nun wird die Bemessung nach der Tür erklärt. [Textlücke in der ersten Maßangabe.] Bei einer Vierteilung entspricht die Tür einem Teil. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.124 Dies gilt für ihre Breite; ihre Höhe beträgt das Doppelte. In der Mitte entspricht der Sockel dem Türmaß; der übrige Bereich bleibt als Innenraum frei. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.125 Für die Wand werden elf Viertel durch wiederholte Halbierung des Türmaßes angegeben. Der Wandschaft entspricht ihrer Gesamtbreite; der Turmaufbau ist doppelt so hoch. [Die genaue Wandformel ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.126 Der vorspringende Vorbau sowie dessen Ausladung und Höhe werden wie zuvor bestimmt. Diese Anlage gilt für einen Tempel ohne Halle. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.127 Nun erkläre ich die Anordnung des Vorbaus bei einem Tempel mit Halle. Ein Viertel oder ein Fünftel des Innenraummaßes wird angesetzt, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.128 Um dieses Maß springt der Vorbau bei einem Tempel mit Halle nach vorn. Seine übrigen Maße, Breite und Höhe, entsprechen der vorherigen Beschreibung. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.129 Damit ist die Anlage der Tempel ohne inneren Umgang erklärt, für Lingas von einer bis zu fünf Ellen. [Die Typenbezeichnung ist hier als „nirādhāra“, später als „nirāndhāra“ überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.130 Solche Tempel können mit oder ohne Halle ausgeführt werden. Für die größte Halle wird von der Messlinie des Innenraums und den Seiten des Vorbaus ausgegangen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.131 Außen wird auf beiden Seiten die Feldbreite angesetzt; ebenso groß ist die Ausdehnung nach vorn. Dies gilt als die größte Form. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.132 Bei der mittleren Halle werden die seitlichen Breiten und die Ausdehnung nach vorn aus dem Innenraummaß bestimmt, du göttlich Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.133 Bei der kleinsten Form wird seitlich und vorn jeweils die Hälfte des Innenraummaßes angesetzt. Die Hälfte davon ergibt die Halbhalle. [Ein Ausdruck für die seitliche Ausdehnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.134 Der Vorbau entspricht dieser und ist ringsum viereckig. Eine mit der Innenraum-Messlinie übereinstimmende Form wird als Viertelhalle bezeichnet. [Die genaue geometrische Zuordnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.135 Vor der Halle liegt eine Eingangshalle von der Hälfte des Innenraummaßes. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.136 Noch davor liegt der Platz des Stieres, bemessen nach der Hälfte der Eingangshalle. [Die technische Bezeichnung dieses Platzes ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.137 Er ist ringsum viereckig; der Abstand beträgt ein Viertel. Höre nun von der Siegesstange, deren Maß aus der Hälfte des Gesamtmaßes der Hallen gewonnen wird. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.138 Ihre Stellung wird anhand der Messlinien der drei Hallen bestimmt. Sie ist viereckig, achteckig oder rund; oben trägt sie das eigene Waffenzeichen. [Die Positionsangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.139 Sie kann aus schwarzem Metall, hellem Material oder reinem Stein bestehen. Auch ein Stier kann angefertigt werden, zum Heiligtum hin ausgerichtet. [Der Schluss enthält eine unsichere Verbindung mit der Opfergabe.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.140 Darunter liegen ein Sockelband, ein topfförmiges Glied oder ein Lotussitz. Noch darunter beziehungsweise davor liegt der Opfersockel im Abstand von vier Ellen. [Die erste Baubezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.141 Er wird viereckig, rund oder lotusförmig gestaltet. Dort wird die Gottheit eingesetzt, der die Speiseopfer lieb sind, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.142 Der Umgang wird mit einem Viertel des Turmmaßes bestimmt. Vor der Halle liegt entsprechend eine verbindende Plattform. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.143 Die Umfassungsmauer wird entsprechend der Tempelwand bemessen. Ihre Höhe wird mit einer beschädigt überlieferten Maßeinheit oder dem Anderthalbfachen davon angegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.144 Damit ist der Tempel ohne inneren Umgang und mit Halle erklärt, Geliebte. Nun werde ich den Tempel mit Umgang ordnungsgemäß beschreiben; höre zu. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.145 Für Lingas von sechs bis neun Ellen, für Gestalten aus Gold, Silber und anderen Stoffen sowie für große Bildgestalten, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.146 soll man Tempel mit Umgang errichten, du Schönhüftige. Eine andere Ausführung wird als unheilvoll verworfen. [Einige Wörter sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.147 Die Anlage soll der beabsichtigten Vollendung entsprechen, da diese Gestalten größer sind. Das gewünschte Feldmaß wird gleichmäßig nach dem Baugrunddiagramm gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.148 Ein Teil bildet die äußere Wand, der zweite den Umgang, der dritte wieder eine Wand; vier Felder bilden den Innenraum. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.149 Vorn wird der vorspringende Vorbau nach dem Maß des Innenraums angelegt. Seine Wand entspricht dem Wandmaß; Ausladung und Höhe werden wie zuvor bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.150 Alternativ wird das Viereck nach dem Tara-Maß gegliedert. Darin folgen Sockel, Innenraum, Wand, Umgang und nochmals die äußeren Wände. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.151 Von der Mitte bis zum äußeren Abschluss erhält jeder Bereich ein Feld. Der vorspringende Vorbau wird wie zuvor mit Innenraum und Wand angelegt. [Ein Wort ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.152 Dies ist die aus dem Baugrundmaß gewonnene Bemessung des Tempels mit Umgang, du Schönantlitzige. Nun werde ich die Bemessung nach dem Linga erklären; höre zu. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.153 Der Sockel entspricht dem Linga, ebenso der Innenraum. Die Wände erhalten die Hälfte des Innenraummaßes; der Umgang entspricht der Wandstärke. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.154 Die äußere Wand entspricht dem Sockelmaß. Breite, Höhe und Ausladung des vorspringenden Vorbaus werden wie zuvor bestimmt, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.155 Damit ist die Bemessung nach dem Linga erklärt. Nun folgt die Bemessung nach der Tür: Die Türbreite beträgt ein Viertel des Innenraummaßes; der mittlere Sockel entspricht der Tür. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.156 Der freie Innenbereich wird aus der halben Türbreite bestimmt, ebenso die Wände. Der ringsum schöne Umgang entspricht dem Wandmaß. [Die erste Verhältnisangabe ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.157 Die äußere Wand entspricht der Türbreite. Der vorspringende Vorbau wird in Breite, Höhe und Ausladung wie zuvor bestimmt, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.158 Seine Ausladung wird jedoch mit einer halben Türbreite angegeben. Dies ist die Bemessung nach der Tür. Nun werden die Hallen erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.159 Zu beiden Seiten des Vorbaus wird das Feldmaß nach außen abgetragen. Dieselbe Breite gilt nach vorn, sodass ringsum ein Viereck entsteht. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.160 Diese Halle gilt als die größte und als glückverheißend. Bei der folgenden Form richten sich die Seiten und die Ausdehnung nach vorn nach dem Umgang. [Am Wortanfang liegt eine Textlücke vor.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.161 Diese ringsum viereckige Form heißt die mittlere. Bei der nächsten Form wird zu beiden Seiten des Vorbaus die Messlinie der Innenraumwand zugrunde gelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.162 Die Ausdehnung nach vorn entspricht dieser Breite; dies gilt als die kleinste Form. Die Eingangshalle reicht nach vorn entsprechend der Messlinie des Innenraums. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.163 Die Hallenwand entspricht der Tempelwand. Der Umgang wird mit einem Drittel des Tempelmaßes bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.164 Die verbindende Plattform wird aus einem Drittel des Hallenmaßes gebildet. Der Platz des Stieres folgt dem Maß der Eingangshalle. [Die abschließende Baubezeichnung fehlt teilweise.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.165 Die Stellung der Fahnenstange wird aus dem Maß der beiden Hallen bestimmt. Seitliche Götterheiligtümer erhalten ein Viertel des Tempelmaßes. [Das Wort für die Fahnenstange ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.166 Sie sind mit der Umfassungsmauer verbunden und sollen den Umgang nicht beeinträchtigen. Vier haben Valabhi-Form und stehen in den Hauptrichtungen, beginnend im Osten. [Der Anfang der Zahl ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.167 Vier weitere sind turmförmig und stehen in den Zwischenrichtungen, beginnend im Südosten. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.168 Die östliche Valabhi besitzt in der Mitte ein Tor mit einem Verschlussbalken. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.169 Außen entspricht sie einer Eingangshalle und hat vier seitliche Anbauten. In halber Torhöhe liegt ein Geschoss; diese Anlage heißt Ghatigriha. [Die Verbindung der Einzelmaße ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.170 Am Tor werden Nandin und Mahakala eingesetzt. Im Südosten wird Rudra als Ardhanarishvara angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.171 Im Süden stehen die Mütter, im Südwesten die Gestalt Bhringins. Im Westen soll der Kundige das göttliche Heiligtum Yogeshvaras anordnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.172 Alternativ wird eine westwärts gerichtete Anlage und eine östliche Stellung Yogeshvaras genannt. Im Nordwesten stehen die beiden Ashvins, im Norden die Göttin, deren nähere Bezeichnung beschädigt ist. [Der erste Halbvers ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.173 Im Nordosten steht Chandesha. Ferner werden die Welthüter angeordnet: Indra, Agni, Yama, der Rakshasa-Herrscher, Varuna, Vayu und Soma, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.174 sowie Ishana, in der Reihenfolge vom Osten bis zum Nordosten. Die Gottheiten haben ihre entsprechenden Anteile; im Nordosten wird Ishvara eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.175 [Textlücke nach einer mit „dhū“ beginnenden Bezeichnung.] Im Südosten wird die Sonne angeordnet, im Süden der göttliche Yogi, im Südwesten die beiden Ashvins. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.176 Im westlichen Richtungsbereich wird die Gestalt mit der Mondsichel als Sitz eingesetzt, im Nordwesten Vishvakarman und im Norden Kamadeva. [Die letzte Richtungsangabe ist nur teilweise erhalten.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.177 Von diesen umgeben wird der zentrale Gott eingesetzt. Die Gottheiten können auch in Nischen der Umfassungsmauer angeordnet werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.178 Fehlen die Mittel, du Gütige, können sie am Tempel selbst angebracht werden. Höre nun von Heiligtumsanlagen, die Wohlstand und Hingabe ausdrücken. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.179 Eine Anlage mit hundertacht Lingas gilt als die vorzüglichste. Ein mittleres Heiligtum, dessen zentrales Linga von acht Lingas umgeben ist, bildet die Neun-Heiligtümer-Anlage. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.180 Die kleinste ist die Fünf-Heiligtümer-Anlage, bei der vier Lingas das mittlere umgeben. Ich werde ihre Merkmale und die Anordnung der Heiligtümer erklären. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.181 Das ringsum viereckige Feld wird in zwölf Teile gegliedert. Umfassungsmauern und eine Ghatika-Anlage erhalten je einen Feldanteil. [Die genaue Zuordnung der ersten Reihe ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.182 Anschließend wird ein weiterer Abschnitt von einem Teil angelegt, du Schöne. Von dort wird das Teilmaß nach Osten, Süden, Westen und Norden abgetragen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.183 Dort wird ein äußeres Linga eingesetzt, das dem Hauptlinga folgt. Danach wird ein Zwischenraum gelassen und aus den folgenden Teilen eine Plattform gebildet. [Die Bezeichnung des Zwischenraumes ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.184 In der vierteiligen Mitte [Textlücke] liegt die dem Linga folgende Anlage. [Der Satz ist unvollständig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.185 Danach wird ein Teil als Zwischenraum gelassen; aus weiteren Teilen entsteht die Plattform. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.186 In der vierteiligen Mitte liegt der Haupttempel. Mit vier entsprechenden Heiligtümern in den Zwischenrichtungen heißt dies Fünf-Heiligtümer-Anlage. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.187 Durch die ordnungsgemäße Aufstellung weiterer Lingas in den Richtungen entstehen acht umgebende Heiligtümer. Nun erkläre ich die Aufstellung von hundertacht Lingas, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.188 Das Feld wird ringsum in vierundzwanzig Teile gegliedert. Die äußeren Teile bilden die viereckige Umfassungsmauer. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.189 Dahinter wird ein Teil als Zwischenraum gelassen. In jeder der vier Richtungen liegt mittig ein Tor von zwei Teilen, in die Umfassungsmauer eingebunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.190 Die Torbereiche werden in Valabhi-Form mit Geschossen ausgeführt. Vier Lingas liegen in den Ecken auf den Feldanteilen der Umfassungsmauer. [Die Torzahl im ersten Halbvers ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.191 Die übrigen Umfassungsmauern sind einen Feldanteil stark. Ihre Höhe beträgt fünf, vier oder drei Ellen. [Eine zusätzliche Baubezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.192 Innen werden entlang der Feldreihen Linga-Reihen angelegt. Von den vier Ecken aus wird der Reihe nach jeweils ein Feld als Zwischenraum gelassen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.193 In der Mitte bleibt in jeder der vier Richtungen ein Zwischenraum von zwei Teilen. Danach wird wiederum ein entsprechender Abstand angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.194 Innerhalb davon folgen entlang der Feldreihen weitere Linga-Reihen wie zuvor. Der mittlere Zwischenraum wird jedoch auf beiden Seiten mit halben Teilen bemessen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.195 In der Mitte wird unter Verwendung von Viertelteilen ein Linga angelegt. Darauf folgen erneut ein Zwischenraum und eine weitere Linga-Reihe. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.196 Höre von einem weiteren Zwischenraum und einer weiteren Linga-Reihe. In der Mitte liegt ein Abstand von zwei Teilen; dort werden zwölf Lingas genannt. [Der Versanfang ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.197 Nach einem weiteren Zwischenraum liegt das Hauptlinga in den verbleibenden mittleren Feldern. Alles zusammen ergibt hundertneun. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.198 Dies ist die Zahl einschließlich des Hauptlingas, große Göttin. Die hundertacht umgebenden Lingas werden mit je einer Elle bemessen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.199 Das mittlere Linga misst von drei bis neun Ellen. Die seitlichen Linga-Heiligtümer richten sich nach der Gestalt des mittleren Heiligtums. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.200 Darüber beziehungsweise an den vier Toren werden Tanzhallen angelegt. Im Osten liegt die Sarvabhadraka-Form, im Westen die Tripishtapa-Form. [Die erste Ortsangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.201 Im Süden liegt die längliche, im Norden die viereckige Form. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.202 Ich werde ihre Merkmale und ihre jeweilige Verwendung erklären. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.203 Das ringsum viereckige Feld wird in sechzehn Teile gegliedert. Durch ein Zurücktreten um einen Teil werden die vier Ecken ausgespart. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.204 Durch Verbindungen in den Richtungen und entsprechende Ausladungen entsteht die Sarvabhadraka-Form. Von ihren Ausladungen gehen in vier Richtungen schöne, als „mattacāraṇa“ bezeichnete Bauteile aus. [Die technische Bezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.205 Ein Feldanteil bildet ringsum die äußere Wand. Der zweite dient einem beschädigt bezeichneten Aufenthaltsbereich, der dritte dem Platz der Tänzerinnen beziehungsweise Kurtisanen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.206 Der vierte bildet einen inneren Bereich mit einer Plattform für die Künstlerinnen. Vier Felder werden den Trommeln und den Tanzenden zugewiesen. [Mehrere Berufs- und Instrumentenbezeichnungen sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.207 Im Osten stehen die Sänger, im Westen die Flötenspieler, im Süden die Muraja-Trommler. Es folgen die Plätze der Zuschauer. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.208 In der Mitte liegt die Tanzplattform, acht Fingerbreiten hoch. Sechsunddreißig Felder werden für den Tanzbereich angelegt, Göttin. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.209 So ist die östliche Tanzhalle zusammenfassend erklärt. Liegt die Tanzhalle im Westen, wird sie als Tripishtapa gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.210 Sie ist länglich angelegt; die westliche Anordnung folgt einer beschädigten Maßformel. Ihr östliches Feld wird wie eine Eingangshalle gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.211 Auch dort werden Sänger und begleitende Flötenspieler wie zuvor angeordnet. Die übrige Anlage folgt der früheren Beschreibung; eine abschließende Angabe zum Tanzbereich ist beschädigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.212 Tripishtapa heißt die Form mit Ausladungen an drei Stellen. Nun erkläre ich die längliche Halle im Süden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.213 Das viereckige Feld wird gleichmäßig in acht Teile gegliedert. Je ein Teil wird ausgespart und entsprechend nach Osten und Westen erweitert. [Das Verb der Erweiterung ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.214 Im länglichen östlichen Bereich liegt der Platz der Tanzenden. Im Westen werden die Muraja-Trommler am Ende des Künstlerbereichs angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.215 Ein Feld bildet die äußere Wand. Es folgen Sänger und Begleiter; die Halle wird mit einem beschädigt überlieferten Namen als südliche längliche Form bezeichnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.216 Die nördliche viereckige Anlage heißt Ghatigriha. Damit sind die allgemeinen Maße der Tempel erklärt, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.217 Nun werde ich ihre besonderen Merkmale nach Gestalt, Anordnung und Benennung erklären: Meru, Mandara und Kailasa, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.218 ferner Sarvabhadraka, Vimana und ein beschädigt überlieferter Name, der zur später beschriebenen Nandana-Form gehören dürfte, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.219 Nandivriddhi, Garutman, Simha, Kumbha, Gaja, Vrishabha, Padma sowie die viereckige und die achteckige Form, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.220 die sechzehneckige Form, eine beschädigt bezeichnete Vriksha-Form, Vardhamana, Purna-Shrivatsa und Khanda-Shrivatsa, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.221 ferner Khandardha, Bhadra, Hamsa, Nalina, Shrinaga und Griharaja, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.222 Grihardha, Valabhi und die gemischte Form. Welches Breitenmaß auch gewählt wird: Bei der kleinsten Ausführung wird ein Achtel davon angesetzt, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.223 um nach außen vorzuspringen und die Grundrissform auszubilden. Für die mittlere Form wird eine Erweiterung um ein Zwölftel genannt, für die höchste eine entsprechende besondere Gestaltung. [Die Staffelung bleibt im Wortlaut auffällig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.224 Dies gilt für Meru, Mandara, Kailasa und Sarvabhadra. Für Vimana und die weiteren Formen gilt dieses Maß nicht; sie haben ihre eigenen Merkmale. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.225 Diese siebenundzwanzig Namen wurden genannt; nun folgen ihre Merkmale. Das viereckige Feld wird in hundertzwölf Teile gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.226 Ein Rücksprung von drei Teilen und eine mittlere Breite von deren Doppeltem werden angesetzt. Weitere Ausladungen folgen mit jeweils gleichen Teilmaßen. [Die Maßfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.227 Die Mauervorsprünge werden mit Breiten von zwei, einem und drei Teilen angelegt. Entsprechende Rücksprünge folgen; der Eckblock erhält fünf Teile. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.228 So wird in allen vier Richtungen fortgefahren, bis der Umriss geschlossen ist. In der Mitte, über sechs Teile, wird der vorspringende Vorbau angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.229 Er ist mit vier Spitzen verbunden, deren Maße aufeinander abgestimmt sind. In den vier Richtungen liegen vier Tore und ebenso viele Vorbauten. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.230 Topfförmige Glieder und Eckteile sind eingebunden; vier seitliche Anbauten gehören dazu. Der erste gestufte Aufbau wird mit sechsundzwanzig Einheiten des als „gama“ bezeichneten Maßes bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.231 Oberhalb des Wandschaftes, du Schönhüftige, liegen darin fünf Geschosse. Der zweite gestufte Aufbau erhält vierundzwanzig Gama-Einheiten, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.232 und in ihm werden vier schöne Geschosse angelegt. Der dritte Aufbau erhält zweiundzwanzig Gama-Einheiten, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.233 mit drei Geschossen, du Glückverheißende. Der vierte Aufbau erhält zwanzig Gama-Einheiten, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.234 und darin liegen zwei Geschosse. Oberhalb der Altarplattform liegen nochmals zwei Geschosse. Die vier prächtigen Aufbauten besitzen zusammen sechzehn Geschosse. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.235 So wird die Höhe oberhalb des Wandschaftes bis zum Abschluss der Altarplattform bestimmt, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.236 An der Altarplattform werden acht turmförmige Aufsätze und an den Vorbauten sechzehn genannt. [Die Bezeichnung des ersten Bauteils ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.237 Mit insgesamt hundertvierundzwanzig Spitzen beziehungsweise Aufsätzen wird der Meru beschrieben. Er ist mit vielfältigen Bildern und Blattornamenten geschmückt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.238 Vier schöne Fronten zeichnen ihn aus; dies ist der Meru. Für die folgende Form wird das Viereck gleichmäßig in vierundachtzig Teile gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.239 In der Mitte jeder Richtung wird ein Mauervorsprung von sechs Teilen angelegt. Nach einem Rücksprung von einem Teil folgt ein topfförmiges Glied von einem Teil. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.240 Der Zwischenbereich erhält vier Teile; am topfförmigen Glied wird eine vierteilige Ausladung genannt. Nach einer Ausladung von einem Teil entsteht ein vierteiliger Mauervorsprung. [Die erste Ausladungsangabe ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.241 Es folgen wiederum entsprechende Rücksprünge und Ausladungen; ein weiterer Rücksprung und eine Ausladung von einem Teil werden angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.242 Der Eckblock erhält drei Teile. So wird mit Mauervorsprüngen, topfförmigen Gliedern, Zwischenbereichen, Ecken und mittleren Sockelgliedern weiterverfahren. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.243 Die Anlage wird fortgeführt, bis der Umriss geschlossen ist. Diese gleichmäßig vermessene Gestaltung bildet den unteren Grundriss des Mandara. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.244 In den mittleren Bereichen der vier Richtungen werden Vorbauten angelegt. Sie besitzen vier Spitzen und die zuvor bestimmten Maße. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.245 Auch hier liegen oberhalb des Wandschaftes vier gestufte Aufbauten, Geliebte. Der erste erhält dreiundzwanzig Gama-Einheiten, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.246 der zweite einundzwanzig, der dritte neunzehn und der vierte siebzehn. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.247 Die Geschosse reichen nach einer als „Indra-Anteile“ bezeichneten Gliederung bis zur Altarplattform. Mit den Türmchen der Vorbauten besitzt die Anlage hundert Spitzen. [Die Geschosszahl ist hier unsicher überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.248 Der eigentliche Mandara allein wird mit vierundachtzig Spitzen bezeichnet. Er hat vier Fronten und ist in allen vier Richtungen schön gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.249 Topfförmige Glieder, Eckteile, Ausladungen und seitliche Anbauten sind miteinander verbunden. Die übrigen Wandflächen tragen vielfältige Turmformen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.250 Alles wird nach Maßgabe der Schönheit und der kennzeichnenden Merkmale gestaltet. Mit vielfältigen Bildern versehen heißt diese Form Mandara. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.251 Das viereckige Feld wird gleichmäßig in sechsunddreißig Teile gegliedert. In der Mitte liegt ein Mauervorsprung von acht Teilen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.252 Nach einem Rücksprung von einem Teil folgt ein Nebenvorsprung von drei Teilen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.253 Ein mittlerer Rücksprung steht in Verbindung mit einem vierteiligen Mauervorsprung. [Die genaue Zuordnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.254 Ein Teil scheidet die Vorsprünge; ein zurückgenommener Eckblock erhält vier Felder. So wird eine vorzügliche Anlage mit dem Namen Kailasa gestaltet. [Die technische Wortfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.255 Eckblöcke, Haupt- und Nebenvorsprünge bilden die Anlage. Sie besitzt vier Fronten beziehungsweise Vorbauten und ist in den vier Richtungen mit vier Toren geschmückt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.256 Vier Spitzen und hohe, spitzengeschmückte Vorbauten gehören dazu. Auch sie hat vier gestufte Aufbauten, mit zwanzig, achtzehn und sechzehn, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.257 sowie vierzehn Gama-Einheiten, und insgesamt zwölf Geschosse. Mit den Türmchen der Vorbauten werden vierundachtzig Spitzen genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.258 Ohne die Türmchen der Vorbauten werden achtundsechzig genannt. Seitliche Anbauten gehören dazu; in allen vier Richtungen ist die Anlage schön. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.259 Mit vielfältigen figürlichen Darstellungen bildet sie eine Wohnstätte der Götter und Vidyadharas. Diese Kailasa-Form ist Rudra besonders lieb. [Die erste Bezeichnung der Darstellungen ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.260 Das Viereck wird gleichmäßig in achtundzwanzig Teile gegliedert. In der Mitte liegt ein Bhadra-Vorsprung von sechs Teilen, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.261 Nach einem Rücksprung von einem Teil folgt ein Neben-Bhadra von drei Teilen; nach einem weiteren Rücksprung von einem Teil ein anschließendes Glied von zwei Teilen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.262 Ein Feld trennt die Glieder; die Ecke erhält drei Teile. Vier Tore und vorspringende Vorbauten schmücken die Anlage. [Die Tore werden durch die Zahl der vier Lebensziele bestimmt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.263 Seitliche Anbauten werden ringsum in allen vier Richtungen angeordnet. Der untere Teil ist allein durch seine gleichmäßige Grundrissgestaltung schön. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.264 Darüber kann der Aufbau die Gestalt eines Vimana, Meru, Mandara, Kailasa, Nandana, Shrivatsa oder Bhadra erhalten. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.265 Weil diese Anlage Türme aller Art besitzt und überall Bhadra-Vorsprünge aufweist, heißt sie Sarvabhadraka. Für die nächste Form wird außen am Viereck ein Zwanzigstel angesetzt. [Das letzte Verb ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.266 So entsteht ein zweites Viereck. Das ursprüngliche Feld wird ringsum gleichmäßig in zehn Teile gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.267 Der mittlere Mauervorsprung erhält vier Teile; darauf folgt ein Glied von einem Teil. Der Eckverband erhält zwei Teile; die Anlage bleibt ringsum viereckig. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.268 Sie besitzt vier gestufte Aufbauten: Der erste wird mit siebzehn, der zweite mit fünfzehn Gama-Einheiten bestimmt, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.269 der dritte mit dreizehn und der vierte mit elf. Insgesamt besitzt sie zehn Geschosse. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.270 Das Vimana wird mit Gavaksha-Bogenmotiven versehen. Die Gavakshas des Turmaufbaus werden nach Zwanzigstelanteilen gestaltet. [Die erste Bezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.271 Mit diesem Maß werden sie nach unten verlängert und oben gerundet; hinzu kommen hohe, prächtige Spitzen mit mittleren Bogenfenstermotiven. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.272 Auf ihren Köpfen liegen Rundungen mit weiteren Bogenmotiven. Es folgen Angaben zu Türflügeln und Teilfiguren, deren Wortlaut zu beschädigt ist, um ihre genaue Gestaltung sicher wiederzugeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.273 Vier Tore und ebenso viele vorspringende Vorbauten werden angelegt. Mit vierzig Spitzen habe ich das Vimana beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.274 Eine Anlage in Sarvabhadraka-Gestalt, die bis zur Altarplattform entsprechend gegliedert ist, heißt Nandana; sie besitzt zwölf Geschosse. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.275 Sie hat vier gestufte Aufbauten, vier schmückende Tore, vier Vorbauten, schöne Spitzen und vierundsechzig turmförmige Aufsätze. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.276 Mond- und Halbmondmotive sowie vier seitliche Anbauten gehören dazu. Mit vielfältigen Bildern ist diese glückverheißende Form geschmückt. [Die erste Zusammensetzung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.277 Nandana erfreut durch Lebensgenuss; durch seine Gunst wird das Gewünschte erlangt. Für die nächste Form wird das Feld in sechzehn Teile gegliedert und um einen Teil nach außen erweitert. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.278 So entsteht ein zweites Feld. Beide werden quer dreigeteilt; der mittlere Mauervorsprung erhält vier Teile, mit einer entsprechenden Umgestaltung am Feldrand. [Die letzte Bestimmung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.279 Der Nebenvorsprung erhält anderthalb Teile, ebenso der nach innen zurücktretende Bereich. Der Eckverband wird ringsum mit drei Teilen angelegt, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.280 Am Ende der Glieder liegen Nandikavarta-Zeichen oder Lotusmotive. Die Anlage besitzt vier Vorbauten, vier Tore und vier seitliche Anbauten. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.281 Sie hat vier gestufte Aufbauten, zehn Geschosse und vierzig turmförmige Aufsätze. Dieser Tempel heißt Nandivartana. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.282 Auf einem viereckigen Feld wird hinten eine Ausladung von einem Viertel angelegt. Ihre Breite entspricht dem Innenraummaß; ebenso wird an beiden Seiten verfahren. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.283 Vorn liegt ein vorspringender Vorbau nach dem zuvor bestimmten Maß. Innen ist die Anlage sechseckig; an beiden Seiten liegen zwei Räume. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.284 Die äußeren Türen werden entsprechend diesen beiden Räumen angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.285 In ihnen stehen Brahma und Rudra, links beziehungsweise rechts. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.286 In der Mitte wird Vishnu eingesetzt. Dieser Tempel heißt Garuda. An den seitlichen Vorbauten stehen Garuda-Gestalten, bei Ziegelbauten aus Ziegeln, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.287 bei Steinbauten aus Stein, bei Holzbauten aus Holz. Sie tragen Schlangen als Gürtel und Schmuck am Hals. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.288 Aus ihren Schnäbeln hängen Schlangen herab; so ist der Tempel in Garuda-Gestalt. Für die nächste Form wird das Maß der Ausladung des Vorbaus genommen, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.289 Dieses Maß wird nach hinten abgetragen und ein Kreis geschlagen. Dort werden zwei Ecken entfernt, während die beiden vorderen bestehen bleiben. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.290 Die Anlage wird löwenförmig gestaltet, der Vorbau als Löwengesicht. Wird ein Turmaufbau errichtet, liegt der Löwe am vorderen Ende des Vorbaus. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.291 Die Rückseite des Wandschaftes wird erhöht; dies gilt als Simha-Tempel. Für die folgende Form wird vom Viereck ein Achtel weggelassen und ein Kreis geschlagen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.292 Der erweiterte Wandschaft ist rund und folgt unten der Topfform. Auch der Innenraum ist rund; ein vorspringender Vorbau fehlt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.293 Oben führen vier runde, abschnittsweise zurückgenommene Glieder bis zur Altarplattform. Diese Form heißt Kumbha. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.294 Vom Viereck wird ein Fünftel abgetragen und eine halbmondförmige Rundung angelegt. Hinten gibt es keine Ecken, vorn liegt der Vorbau wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.295 Der Rücken der Anlage steigt an; ein weiteres hohes Bauteil ist beschädigt bezeichnet. Mit vielfältigen Türmen geschmückt heißt sie Gaja und gilt als glückbringend. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.296 Die nächste Form ist außen rund wie Kumbha, besitzt jedoch einen viereckigen Innenraum. Darüber liegt ein Kailasa- oder Vimana-Aufbau. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.297 Vorn besitzt sie einen Vorbau; sie heißt Vrisha. Für die folgende Form wird ein rundes Feld angelegt und dreigeteilt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.298 Jeder Teil wird in sechzehn Anteile gegliedert, du Schönantlitzige. Ringsum wird ein Teil nach außen abgetragen, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.299 Zwischenräume von einem Teil werden gelassen; über zwei Teile wird die nächste Gestaltung angelegt. Durch die Verringerung nach drei Messlinien wird die Form bis zum Wandschaft geführt. [Die technische Wortfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.300 Oberhalb des Wandschaftes soll sie wie eine Blütenrispe erscheinen, du Treugelobte. Vorn liegt ein einzelner Vorbau; es folgt eine Angabe zu vier gegliederten Kanten. [Lesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.301 Diese sechzehneckige Form heißt Padma und gleicht einem Lotus. Die viereckige Form bleibt dagegen bis zum oberen Ende des Wandschaftes gleichmäßig viereckig. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.302 Der Turmaufbau wird bis zur Altarplattform in zwanzig Teile gegliedert. Nach einem Zwischenraum von einem Teil wird ein kantiges Gesims angelegt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.303 Ein einzelner Vorbau gehört dazu; diese Form heißt Caturasra. Die achteckige Form wird entsprechend durch das Abtragen diagonaler Messlinien gebildet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.304 Innen ist sie viereckig und besitzt einen Vorbau auf dreieckiger Grundlage. Entsprechend wird die sechzehneckige Form mit einem kantig gegliederten Vorbau ausgeführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.305 Die nächste Form ist bis zum oberen Ende des Wandschaftes rund wie Kumbha, du Treugelobte. Darüber wird ein rundes Gesims mit einem Zwanzigstel des Maßes angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.306 Sie besitzt keinen vorspringenden Vorbau und heißt in der unsicheren Überlieferung „Gvavriksha“. Für die folgende Form wird das Feld zehngeteilt und ringsum um einen Teil erweitert. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.307 Zwischen den entsprechenden Messlinien liegt der mittlere Mauervorsprung. Der Nebenvorsprung erhält anderthalb Teile, ebenso der Zwischenraum. [Die erste Maßangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.308 Der Eckblock erhält zwei Teile; dies heißt Vardhamana. Zwischen den beiden Gliedern wird mit einem halben Teil ein vorzüglicher Zwischenbereich angelegt. [Dessen technische Bezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.309 Mit Spitzen, Nebenvorsprüngen und Reihen von Mondbogenmotiven versehen heißt die Form Purna-Shrivatsa; sie gilt als Erfüllerin aller Wünsche. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.310 Das Feld wird in elf Teile gegliedert, die Ausladung wie zuvor angelegt. Der Eckverband erhält zwei Teile, das Nebenglied anderthalb. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.311 Der Zwischenbereich folgt der früheren Anlage, der Mauervorsprung erhält drei Teile. Mit einer beschädigt bezeichneten Halbform auf den Nebenvorsprüngen gilt dies als Khanda-Shrivatsa. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.312 Bis zum Wandschaft entspricht die nächste Form dem Vardhamana; darüber besitzt sie gegliederte Hallenaufsätze und gut angeordnete Zwischenräume bis zur Altarplattform. Sie heißt Khandardha. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.313 Damit sind drei Shrivatsa-Formen erklärt. Nandivardhana ist eine Abwandlung davon; auch er ist dreifach zu verstehen, als volle, halbe und gegliederte Form. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.314 Nandana wird durch die unterschiedliche Bhadra-Gestaltung ebenfalls dreifach. Die Unterschiede reichen von vollständigen Hallenaufsätzen bis zu halben Teilformen. [Die Wortfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.315 Das Feld wird siebengeteilt und außen um einen Teil erweitert. Die mittlere Breite erhält drei Teile, die beiden Eckbereiche jeweils zwei. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.316 Entsprechend dem ursprünglichen Feld wird so die Bhadra-Form bestimmt, du Gütige. Für die nächste Anlage wird das Viereck viergeteilt; auf beiden Seiten wird je ein Teil angesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.317 Dies bildet die Ausladung; ihre Breite entspricht dem Innenraummaß. Vorn liegt ein Vorbau, der Innenraum ist schön rund. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.318 Oberhalb des Wandschaftes kann ein Nandana-, Nandivriddhi-, Shrivatsa-, Vardhamana- oder Vimana-Aufbau liegen, auch eine andere Form. Auf der Rückseite liegt kein Vorbau. [Die Verbindung der Formnamen ist teilweise unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.319 Seitlich liegen zwei Räume, mit äußeren Türen wie zuvor. In ihnen stehen Hari und Rudra; in der Mitte wird Brahma eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.320 Die seitlichen Vorbauten sind mit Hamsa-Zeichen geschmückt. Dieser dem Ahnherrn Brahma zugeordnete Tempel heißt Hamsa. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.321 Wird eine Sarvabhadra- oder Bhadra-Form mit Lotuszeichen geschmückt, heißt sie Nalina und gilt als überall glückverheißend. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.322 Eine Anlage mit Vimana-Gestalt bis zum Wandschaft und Mandara-Gestalt darüber heißt Shrishaila und gilt als Gewährerin aller Vollkommenheiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.323 Die nächste Form ist viereckig, hat ein großes Tor und Ausladungen in den Richtungen wie Bhadra. Es folgen beschädigte Angaben zu hölzernen Bauteilen, Rudra und einem schönen Geschossaufbau. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.324 Diese Form heißt Griharaja und gilt als allgemein verwendbar. Eine weitere Form besitzt die hölzerne Konstruktion wie zuvor, jedoch ohne die Rudra-Merkmale. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.325 Mit einer vorderen Längshalle versehen heißt sie Grihardha. Für die nächste Form wird das Feld achtgeteilt; im Osten und Westen werden zwei Teile weggelassen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.326 Die querliegende Gesamtlänge wird nach Norden und Süden abgetragen. Vorn werden vier Teile angesetzt; das mittlere Tor erhält einen Teil. [Die erste Wortfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.327 Die Wand erhält anderthalb Teile, der Sockel einen halben. Dort werden die Mütter eingesetzt; der übrige Bereich bleibt als freier Innenraum. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.328 Die Anlage wird schön nach einer als Trommelrundung bezeichneten Form gestaltet und mit Nandikavarta-Motiven, Hamsas und schönen verstreuten Lotusmotiven geschmückt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.329 Über den Hamsas stehen prächtige Gefäßaufsätze, vier an der Zahl in einer Reihe. Hinten und vorn trägt die Anlage Türmchen; sie kann gleichmäßig oder dreigeschossig ausgeführt werden. [Die erste Richtungsangabe ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.330 Seitlich besitzt sie Hamsas und eine trommelartige Rundung. Dieser Tempel heißt Valabhi. Von Meru bis Valabhi wurden die Formen nach ihren eigenen Namen und Gestalten beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.331 Damit ist dies alles erklärt. Nun werden Anfangs- und Endglieder nach ihren Abschnitten unterschieden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.332 Diese Glieder können abschnittsweise miteinander verbunden werden. [Der Satz ist knapp und teilweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.333 Daraus entstehen gemischte Tempelformen in entsprechender Anzahl. Die Mischform wird nach der Gestalt ihres Wandschaftes benannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.334 Tempel aus Stein, Ziegeln oder Holz werden anhand ihrer sichtbaren Gestalt und ihrer kennzeichnenden Merkmale bestimmt. [Die Materialzusammensetzungen sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.335 Eine Verbindung von Lehm und Gras wird Hütte genannt. Nun erkläre ich die Maße in Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.336 Für Meru und die weiteren Türme wurden bereits Angaben zur Altarplattform gemacht. Der Meru ist ringsum viereckig und misst fünfzig Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.337 Der Mandara ist entsprechend, jedoch um fünf Ellen kleiner. Kailasa und Gaja messen jeweils vierzig Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.338 Sarvatobhadra wird mit fünfunddreißig Ellen beschrieben. Die schöne Vimana-Form soll dreißig Ellen messen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.339 Nandana und Nandivriddhi messen beide fünfundzwanzig Ellen. Diese Formen besitzen einen großen Umgang und sind mit vier Toren geschmückt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.340 Für Lingas von sechs Ellen an wird ein Tempelmaß von fünfundzwanzig Ellen aufwärts angesetzt. Von der Garuda-Form bis zur Valabhi-Form gilt dagegen Folgendes: (IAST · Devanagari)
Stelle 09.341 Diese Tempel besitzen keinen inneren Umgang und nehmen Lingas bis zu fünf Ellen auf. Für Garuda und eine als „pañcaka“ überlieferte Form werden zwanzig Ellen genannt. [Der zweite Formname ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.342 Die sechzehn- und die achteckige Form messen beide sechzehn Ellen. Die drei Shrivatsa-Formen und Vardhamana, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.343 diese vier werden mit zwölf Ellen ausgeführt. Kumbha, Vrisha, Hamsa und Valabhi, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.344 diese vier Tempel sollen zehn Ellen messen. Simha, Nalina, Shrishaila, Gvavriksha und die viereckige Form, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.345 sowie weitere glückverheißende Formen werden mit acht Ellen ausgeführt. Grihardha und Griharaja messen jeweils fünfzehn Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.346 Nach dem Linga-Maß können auch Anlagen von vier, drei oder zwei Ellen bemessen werden, etwa für ergreifende Mächte und Rakshasas, Geliebte. [Die Zuordnung am Versende ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.347 Ich werde ihre Merkmale, beginnend mit dem Sockel, erklären. Das Feld wird neungeteilt; in der Mitte erhält der Sockel einen Teil. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.348 Der Innenraum erhält zwei Teile, ebenso die Wände. Alternativ wird das Viereck gleichmäßig in fünf Teile gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.349 Sockel, Innenraum und Wände erhalten jeweils einen Teil. Diese werden als Formen mit geringer Wandstärke bezeichnet, da Wand und Innenraum gleich bemessen sind. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.350 Die Anlagen von acht Ellen an gelten als Formen mit stärkerer Wand. Auch die gemischten Formen aus Meru und den anderen großen Typen werden als große Anlagen bezeichnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.351 Formen von diesen Maßen können auch in kleinerer Anlage ausgeführt werden; ihre Gestalt wird entsprechend den Mitteln beziehungsweise dem Wohlstand des Stifters nachgebildet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.352 Nun erkläre ich die Tempelmaße nach dem Linga. Für ein Linga von einer Elle beträgt das Tempelmaß vier Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.353 Für ein Linga von eineinviertel Ellen beträgt es fünf Ellen, für ein Linga von anderthalb Ellen sechs Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.354 Für ein Linga von eindreiviertel Ellen gilt ein Tempel von sieben Ellen als günstig; für ein Linga von zwei Ellen beträgt das Tempelmaß acht Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.355 Für die drei dazwischenliegenden Linga-Größen werden Tempel von neun, zehn und elf Ellen angelegt, du Treugelobte. [Die erste Zahl ist durch „Shakti“ ausgedrückt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.356 Für ein Linga von drei Ellen beträgt das Tempelmaß zwölf Ellen. Für die drei darüberliegenden Zwischengrößen (IAST · Devanagari)
Stelle 09.357 steigt das Tempelmaß jeweils um eine Elle bis zu fünfzehn Ellen. Für ein Linga von vier Ellen wird die Zahl der sechzehn Umgestaltungen als Ellenmaß verwendet. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.358 Für die drei folgenden Zwischengrößen werden siebzehn, achtzehn und neunzehn Ellen genannt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.359 Für ein Linga von fünf Ellen beträgt das Tempelmaß zwanzig Ellen. Für die drei darüberliegenden Zwischengrößen (IAST · Devanagari)
Stelle 09.360 werden einundzwanzig, zweiundzwanzig und dreiundzwanzig Ellen genannt. Diese schönen Tempel besitzen keinen inneren Umgang, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.361 Für ein Linga von sechs Ellen beträgt das Tempelmaß fünfundzwanzig Ellen. Dieser Tempel wird mit einem inneren Umgang ausgeführt, du Schönhüftige. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.362 Für die drei darüberliegenden Zwischengrößen werden sechsundzwanzig, siebenundzwanzig und achtundzwanzig Ellen genannt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.363 Diese schönen Tempel besitzen einen Umgang, du Schönhüftige. Für ein Linga von sieben Ellen beträgt das Tempelmaß dreißig Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.364 Für die drei darüberliegenden Zwischengrößen des Lingas (IAST · Devanagari)
Stelle 09.365 gelten einunddreißig, zweiunddreißig und dreiunddreißig Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.366 Für ein Linga von acht Ellen beträgt das Tempelmaß fünfunddreißig Ellen. Für die drei darüberliegenden Zwischengrößen, du Treugelobte, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.367 gelten sechsunddreißig, siebenunddreißig und achtunddreißig Ellen. Nun erkläre ich das Tempelmaß für ein Linga von neun Ellen: (IAST · Devanagari)
Stelle 09.368 Es soll schön mit vierzig Ellen ausgeführt werden und einen Umgang besitzen. Eine abschließende Aussage über die Benennung beziehungsweise Größensteigerung ist beschädigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.369 Für Lingas aus Gold, Silber und anderen Stoffen sowie für große Bildgestalten werden noch größere Maße bis zu fünfzig Ellen angegeben, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.370 Darüber hinaus soll der Tempel nicht vergrößert werden; dies gilt als fehlerhaft. Es folgt ein Hinweis auf gemischte Linga-Zwischenformen sowie auf Dravida- und Nagara-Bauten. [Der Anschluss ist unvollständig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.371 Für Einsetzungen durch Götter, Danavas und Siddhas gilt ein besonderes Verfahren. Ihre Tempelmaße werden nicht den von Menschen geschaffenen gleichgesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.372 Auch bei einem kleinen Linga kann ein großer Tempel günstig sein; bei einem großen Linga kann je nach vorhandenen Mitteln ein kleinerer Tempel entstehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.373 Bei einem offenkundig selbstentstandenen Linga an einem von Pilgern besuchten heiligen Ort soll ein Meru-Tempel von fünfzig Ellen errichtet werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.374 Für mit hundert, tausend oder zehntausend Zeichen versehene Lingas beziehungsweise ein Linga von neun Ellen wird ein Mandara nach den früheren Maßen genannt. [Die Zahlenreihe ist beschädigt und nicht eindeutig zu gliedern.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.375 Bei einem offenkundigen Bana-Linga und bei vorzüglichen Lingas mit Gesicht soll ein Meru- oder Mandara-Tempel errichtet werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.376 Nun erkläre ich dir die geschwungene Form des Turmaufbaus bei den Tempeln mit Umgang, die als Meru und weitere Formen beschrieben wurden. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.377 Die Höhe folgt dem früheren Maß; eine halbe Feldbreite wird für die Konstruktion angesetzt. Der Aufbau über dem Wandschaft ist doppelt so hoch; seine Breite wird in zehn Teile gegliedert. [Der erste Konstruktionsausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.378 Die obere Hälfte wird nochmals in vier Höhenanteile gegliedert. Ein Viertel bildet den Hals, zwei Viertel den Amalaka-Aufsatz, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.379 und ein Viertel das darüberliegende Gefäß. Bei der Zehnteilung beträgt dessen Breite anderthalb Teile. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.380 Die Breite des Amalaka beträgt fünf Teile, du Treugelobte; der Hals erhält drei Teile, die schöne Altarplattform sechs. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.381 Ein aus zwei Teilen gewonnenes Maß wird ebenso weit nach außen abgetragen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.382 Breite und Höhe werden gleichmäßig in fünf Teile gegliedert. [Der genaue Bezug der Gliederung ist im Satz nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.383 Teil für Teil wird die Form bis zur Altarplattform zurückgenommen. Diese besteht aus fünf Abschnitten und ist ringsum viereckig. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.384 Zwischen dem oberen Ende des Wandschaftes und der Unterseite der Altarplattform wird eine mittlere Messlinie gezogen. Durch die Verbindung von Süd und Nord wird die Rundung konstruiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.385 Bei den beschriebenen Formen von Meru bis Nandivriddhi werden die gestuften Aufbauten der Reihe nach gemäß der Geschossgliederung betrachtet, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.386 und nach den früheren Maßen ausgeführt, du Schönhüftige. Der Vorbau reicht nach seinem eigenen Maß bis zur halben Höhe des Turmaufbaus. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.387 Seine seitlichen Wangen werden nach der als Trommelrundung bezeichneten Konstruktion zusammengeführt. Es folgt eine Maßangabe für Hamsa- beziehungsweise Ziegelglieder in Fingerbreiten. [Die technische Wortfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.388 Nun folgen die Merkmale der Tempel ohne inneren Umgang, die eine Halle besitzen. Ihre Höhe wird nach dem Feldmaß bestimmt; eine dreifache Beziehung zum Wandschaft wird genannt. [Ob der Wandschaft eingeschlossen ist, bleibt im beschädigten Wortlaut unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.389 Oberhalb des Wandschaftes wird viergeteilt und über einem Viertel eine vierfache Rundung angelegt. Die Breite wird in sieben Teile gegliedert; oberhalb von drei Teilen folgt die nächste Gestaltung, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.390 Die Breite der Altarplattform wird durch eine beschädigte Zahlenangabe bestimmt. Der Hals ist anderthalb Teile breit, der Amalaka zwei Teile. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.391 Das schöne runde Abschlussgefäß erhält drei Viertel eines Teils. Die übrigen unteren Glieder folgen in Gestalt und Anordnung der früheren Beschreibung. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.392 Auch hier besitzt der Vorbau die zuvor genannten Merkmale. Für die Tempel ohne Hallen, du Schönantlitzige, (IAST · Devanagari)
Stelle 09.393 wird eine Höhe von anderthalb Teilen in Beziehung zum Wandschaft genannt. Ihre Rundung folgt der früheren Anlage mit einer Siebenteilung. [Der Höhenbezug ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.394 Der Vorbau reicht wie zuvor bis zur Hälfte dieser Höhe. Die anderen Formen mit geringer Wandstärke erhalten einschließlich des Wandschaftes die doppelte Höhe. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.395 Diese wird achtgeteilt; mit sieben Anteilen wird eine weitere Siebenteilung vorgenommen. Darüber erfolgt eine Vierteilung und die Rundung wie zuvor. [Die Verbindung der Teilungen ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.396 Drei Teile bilden den Wandschaft, drei die obere Rundung. Ein Teil bildet die aus fünf Abschnitten bestehende Altarplattform. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.397 Oberhalb von fünf Teilen wird der Vorbau angelegt. Die Anlage besitzt eine Fahnenstellung und ein Tor, jedoch keine Halle. [Die erste Höhenrelation ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.398 Bei den Erhöhungen und Bogenformen wird ein neunteiliges Hamsa-Glied genannt. Jeder Abschnitt wird seinem Maß entsprechend zusammengesetzt. [Der erste Halbvers ist stark beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.399 Ebenso wird bei der Löwenform nach der Trommelrundung verfahren. Die Gavaksha-Bogenmotive des Vimana erhalten eine Länge nach Zwanzigstelanteilen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.400 Bei den übrigen Formen werden sie mit einer als „vier Anteile“ überlieferten Größe ausgeführt. Es folgen Windstöße, Elefanten, Wagen und Erschütterungen des Bodens als Beanspruchungen. [Die Wortfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.401 Ohne Gavakshas könnten Risse entstehen; deshalb werden sie vorgeschrieben. Oberhalb des Halses liegen in den vier Richtungen Ausladungen zur Aufnahme von Fahnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.402 Unterhalb des Halses wird mit einem Viertel beziehungsweise Fünftel eine längliche, altarartige Aufnahme für die Fahnenstange angelegt. [Die Bezugsgröße ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 09.403 Wenn in den Mauervorsprüngen Plätze für die Richtungsgottheiten angelegt werden, wird eine Nische nach einer Achtelteilung der Wand bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.404 Ihre Höhe ist doppelt so groß wie ihre Breite; ein weiteres Eindringen wird ausgeschlossen. [Die Begrenzung der Nischentiefe ist nicht eindeutig.] Damit sind die Merkmale der Tempel ordnungsgemäß erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 09.405 Damit endet in der Pingalamata, im Jayadratha-Abschnitt des Brahmayamala, das sechste Prakarana, genannt „Abschnitt über die Tempel“. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 10: Dvara – Türen und Zugänge
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Stelle 10.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 10.002 Gott, du hast die Tür erwähnt, ihre Merkmale aber noch nicht erklärt; ebenso fehlen die Gliederung der Hallen und die Anzahl ihrer Säulen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.003 Bitte erläutere dies aus deiner Gnade, Dreizackträger, dessen Banner den Stier zeigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 10.005 Die Höhe der Tür soll der Hälfte des Innenraummaßes entsprechen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.006 Ihre Breite beträgt die Hälfte davon, du Schönantlitzige. Alternativ wird die Diagonale des Innenraums in sechs Teile gegliedert und um zwei Teile vermindert. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.007 Höhe und Breite werden dann wie zuvor bestimmt. Eine weitere Bemessung geht vom Linga aus, dessen Maß um ein Sechzehntel vermindert wird. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.008 Daraus ergibt sich die Breite, die Höhe ist doppelt so groß; dies wird für die höchste Klasse genannt. Bei der mittleren Klasse entspricht die Breite dem Linga-Maß, die Höhe dem Doppelten. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.009 Bei der kleinsten Klasse wird die Breite um einen Achtelanteil erweitert; die Höhe wird wie zuvor bestimmt, du Schönantlitzige. [Die Zahlenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.010 Höre nun die Bemessung der Tür in Fingerbreiten. Als Höhe werden hundertvierzig Fingerbreiten genannt. [Das Wort für hundert ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.011 Die Breite beträgt die Hälfte; dies gilt als die höchste Form. Durch Verringerungen um jeweils zehn entstehen sieben Türgrößen, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.012 Eine weitere, die kleinste der kleinen Formen, misst fünfundsechzig. Es folgt eine Einschränkung auf Bildgestalten und das hierfür festgelegte Fingermaß. [Der genaue Geltungsbereich ist syntaktisch unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.013 Die Breite der seitlichen Türrahmen beträgt ein Viertel der Türbreite; ihre Tiefe wird mit der Hälfte davon angesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.014 Der untere Schwellenbalken erhält ein halbes Breitenmaß für seine Höhe; seine Tiefe wird wiederum mit der Hälfte bestimmt. [Der Bezug des Breitenmaßes ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.015 Der obere Türsturz wird um ein Achtel dieses Maßes vermindert. Die darauf angeordneten Bildglieder werden jeweils um ein Drittel gegeneinander verringert. [Die Bezeichnung der Bildglieder ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.016 Die Rahmenbänder werden in ungerader Zahl angelegt: eins, drei, fünf, sieben und höchstens neun, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.017 Ein Viertel der Rahmenhöhe nehmen die beiden bereits genannten Torhüter ein. Darauf folgen die beiden Flussgöttinnen, ein Paar und lasttragende Gestalten, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.018 ferner Vidyadharas und Kinnaras, Kühe, Berge und Nagas. So werden neun Rahmenbänder gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.019 Die neunbändige Form reicht bis zu den Nagas, die siebenbändige bis zu einer beschädigt bezeichneten Gruppe. Weitere Formen enden bei den Vidyadharas beziehungsweise den Wesen; die dreibändige endet beim Paar. [Die mittlere Staffelung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.020 Bei nur einem Rahmenband erscheinen allein die Torhüter, Geliebte. Die übrigen Flächen tragen Vögel, Shrivatsa-Zeichen, Svastikas und Reihen von Wasserlilien, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.021 ferner Muscheln, Elefanten, Gefäße, glückverheißende Wirbelzeichen und schöne Schlangenschlingen, wie es den Rahmen schmückt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.022 Am oberen Türsturz werden zunächst Shri, der Elefantengesichtige, Hari, eine Yakshini und Shankara genannt, ferner acht Planetengottheiten in seitlicher Anordnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.023 Es folgen eine lehrende Gestalt, Shrikantha, der Herr des Tanzes und die in einer Reihe angeordneten Mütter; die Folge wird bis zur Neunerzahl angegeben. [Die Beziehung zu den Rahmenklassen ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.024 Die innere Einfassung wird mit der Hälfte des Rahmenmaßes bestimmt. Innen befinden sich die darin eingesetzten Türflügel. [Die technische Bezeichnung der Einfassung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.025 Die Tür hat zwei Flügel oder einen und besteht aus festem Kernholz. Sie besitzt obere und untere Zapfen; diese sollen nicht als ein einziges Teil mit ihr gefertigt werden. [Der letzte Ausdruck lässt auch eine andere konstruktive Deutung zu.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.026 Bei der kleinsten Tür ist der untere Zapfen vier Fingerbreiten lang, der obere acht. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.027 Bei der mittleren Tür werden zehn und fünf Fingerbreiten genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.028 Bei der höchsten Tür misst der obere Zapfen zwölf, der untere sechs Fingerbreiten. Das untere Zapfenlager besteht aus Stein, das obere aus Holz. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.029 Die Teile werden mit metallenen Zapfen, Plättchen und Bändern fest verbunden. Es gibt paarige Querriegel oder einen oberen Riegel. [Die Metallbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.030 So werden Tür und Türflügel gut zusammengefügt und verriegelt. Zum Öffnen dient ein Schlüssel; auch eine Kette mit Schlüssel wird genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.031 Vor der unteren Schwelle liegt ein halbmondförmiges Glied, dessen Maß aus einem Viertel der Breite vermindert wird, oder es werden zwei umlaufende Bänder genannt. [Die Maßformel ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.032 Aus einem Sechstel davon werden zwei seitliche Glieder mit Kapittha- beziehungsweise Elefantengestalt angelegt. Unter dem Hauptrahmen folgen die Glieder vom Gefäß bis zum neunten Ornament. [Die erste Bildbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.033 Die Rahmenbänder werden in der entsprechenden Reihenfolge gestaltet. So wird die Tür aus festem Holz derselben Holzart gut gefertigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.034 Wird eine neue Tür aus altem Holz hergestellt, so behauptet der Text, entstehe beständiger Streit unter Freunden und Feinden. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.035 Wenn die beiden Türrahmen von einer beschädigt bezeichneten Fehlbildung betroffen sind, werde der Stifter mitsamt seiner Sippe arm. [Die konkrete Fehlbildung ist nicht sicher lesbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.036 Eine nach unten verbreiterte Tür wird mit der Unbeständigkeit von Frauen verbunden, eine nach oben verbreiterte mit weiblicher Vorherrschaft. [Dies sind historische, geschlechterbezogene Omenvorstellungen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.037 Eine in der Mitte ameisenartig verengte Tür wird mit dem Verlust von Reichtum, Getreide und Söhnen verbunden; eine gerstenkornartig verbreiterte Mitte mit zunehmender Krankheit. [Die Verlustbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.038 Fehlt die richtige Ausrichtung nach der Messlinie, du Treugelobte, drohe nach Aussage des Textes Jahr für Jahr königliche Bestrafung. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.039 Eine schiefe Tür wird mit dem Verlust von Kühen, Büffeln und Dienern verbunden; eine von der Himmelsrichtung abweichende mit Verwirrung und Unruhe. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.040 Eine verkehrt angelegte Tür bedeute den Verlust allen Wohlstandes. Beschädigte beziehungsweise übermäßig hohe Rahmen werden mit dem Erlöschen der Nachkommenschaft verbunden. [Die zweite Fehlerbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.041 Nach sorgfältiger Prüfung werden störende Gegenüberstellungen betrachtet, Geliebte: bewegte Wagenstangen, einzelne Bäume und weitere, beschädigt bezeichnete große Gegenstände, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.042 ferner Türrahmen, andere Tempel, Ecken, Säulen, Fahnenstangen, Drei- und Vierwegekreuzungen, Straßen, Brunnen und Häuser, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.043 Steine, weitere unsicher bezeichnete Hindernisse, Termitenhügel und Töpfereien an der Straße. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.044 Eine Tür, deren Blick- oder Mittelachse durch solche oder andere Gegenstände getroffen wird, gilt als ungünstig. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.045 Deshalb wird ihre Mittellinie entsprechend versetzt, etwa um eine Messlinienbreite oder deren Hälfte in nördlicher Richtung. [Die Einheit des Versatzes ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.046 Die Aufstellung der Tür wird auf die vorgesehene Richtung und Mitte bezogen; es folgen Messlinie und Pflock. [Der überlieferte Block ist stark verkürzt und nicht sicher als zusammenhängender Satz übersetzbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.047 Von der Mitte des Tempels aus beginnt die Türsetzung. Die im Zentrum des Innenraums liegende Messlinie wird gleichmäßig durch die Türmitte geführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.048 Dabei wird eine unmittelbare Deckung der Mitten vermieden, um eine störende Achsentreffung auszuschließen. Nun erkläre ich dir die rituelle Einsetzung der Tür. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.049 An einem günstigen Tag, bei geeignetem Sternbild, Wochentag, Sternbezug, Yoga, Karana, Mondstand, Zeitpunkt und Aufgang, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.050 die auch für den Stifter günstig sind, wird die Tür eingesetzt. Zuerst badet der Lehrer und schmückt sich mit Gewändern und weiteren Zierden. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.051 Ebenso badet und schmückt sich der verständige Handwerker. Die Türrahmen werden unter glückverheißenden Segensrufen und Opfergesängen rituell gebadet. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.052 Der Kundige vollzieht hundertacht Opfergaben mit dem großen Waffenmantra, Geliebte, zur Reinigung der Richtung, in die die Tür weist. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.053 Für die Gottheit dieser Richtung wird ebenfalls geopfert, um die Tür zu segnen. Nach der Sättigung der Gestaltmantras wird der Rahmen von der Wurzel an mit der Shakti berührt. [Die Bezeichnung der Gestaltmantras ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.054 Danach wird unterhalb der Türstelle der Vastu-Mensch verehrt. Die tragende Shakti wird vorgestellt und darunter eine Edelsteineinlage eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.055 Genannt werden ein unsicherer erster Stoff, Riddhi, Vriddhi, Gerste, weißer Senf, Lakshmana, Vishnukranta, Amrita und Mohana, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.056 ferner Shatamuli, Talamuli, Patha, Govandana, Sahadeva und weitere beschädigt überlieferte Pflanzen- und Mineralnamen sowie Rocana und Sesam. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.057 Dazu kommen weitere unsicher bezeichnete Stoffe, Quark und Durvagras. Die Schutzmischung wird in ein buntes Tuch gebunden und am oberen Türsturz angebracht. [Mehrere Stoffnamen sind nicht sicher identifizierbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.058 Unter Segensrufen und dem Klang vedischer Rezitation wird zuerst ein befriedendes Feueropfer vollzogen; danach wird die Tür aufgerichtet. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.059 Die Tür wird mit schönem Stoff und einer dreifachen Schnur umwickelt, mit Decken beziehungsweise Stoffbahnen, Blütenkränzen und Mangozweigen geschmückt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.060 Ein volles Gefäß mit Edelsteineinlage wird zusammen mit dem Vardhani-Gefäß eingesetzt, etwas nördlich der Mitte, unter Vermeidung einer unmittelbaren Deckung der Mittelpunkte. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.061 Bei einer ausgeglichenen Verbindung und mit entsprechender Erkenntnis wird unterhalb sowie in den Türrahmen der kosmische Weg der Welten angeordnet. [Die einleitende technische Formulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.062 Er reicht bis zum Maya-Prinzip. Am oberen Türsturz werden dann fünf Prinzipien, beginnend mit Vidya, eingesetzt, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.063 Dies sind Vidya, Ishvara, als drittes Sadashiva, als viertes die Handlungskraft und als fünftes die Erkenntniskraft. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.064 Das Shiva-Prinzip wird in der Mitte am Ende dieses Weges eingesetzt. Dies ist die Reihenfolge der zu reinigenden Bereiche; die Einsetzung erfolgt in der Reihenfolge der Schöpfung. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.065 Sieben Opfergaben werden mit den entsprechenden Eigenschaften verbunden: fest, unermesslich, durch Bewusstsein gekennzeichnet, ewig, alles durchdringend und unvergänglich, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.066 und schließlich erfüllt beziehungsweise gesättigt. Die Formeln beginnen mit dem Pranava und enden mit dem Opferabschluss. Nach diesen sieben Opfergaben wird besprengt und die Richtungsopfergabe dargebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.067 Nach Opfergabe und Mundspülung werden die beiden Torhüter Nandin und Kala mit ihren eigenen Namensmantras eingesetzt und verehrt, umgeben von der Vorstellung der Durchdringung. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.068 Ist die Tür so eingesetzt, wird nach Aussage des Textes das Gewünschte erlangt. Die Einsetzung und Aufrichtung eines Torbogens erfolgt entsprechend. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.069 Brahmanen, Handwerker und Lehrer erhalten Gaben nach den vorhandenen Mitteln. Es folgt eine besondere Konstellation mit Chitra und Svati sowie ein Hinweis auf eine Drehung oder Abweichung. [Der zweite Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.070 Dann wird für die Richtungsgottheit geopfert und die Anlage wieder ausgerichtet. Hundertacht Opfergaben und eine der Richtung entsprechende Gabe werden genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.071 Danach beginnt die Errichtung des Heiligtums. Die Schriftkundigen sollen die Bezeichnungen Caitya, Prasada, Ashraya, Devakula und Shiva-Heiligtum als verwandte Benennungen verstehen. [Die Namensfolge ist teilweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.072 Bei der Ausführung mit den vorgeschriebenen Steinen soll weder ohne Bindemittel noch mit übermäßigem Auftrag gearbeitet werden, du Schönhüftige. Ein angemessener Mörtelauftrag wird empfohlen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.073 Durchlaufende Fugen sollen vermieden werden, ebenso ein mangelhaftes Auflager. Eine kopflastige beziehungsweise verkehrte Anordnung soll nicht hergestellt werden, da sie Risse erzeugen könne. [Die zweite Baubezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.074 Der Kundige soll eine Mauerecke nicht allein mit einer Ziegelecke beginnen. Quer- und Kopfstücke werden mit guten Ecken und einem als anderthalb Ellen angegebenen Verband zusammengefügt. [Die genaue Verbandsformel ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.075 Ich werde die zulässigen und unzulässigen Merkmale der Verbindungen erklären. Für den Verband werden fünf oder sechs Fingerbreiten genannt, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.076 ferner sieben, neun, zehn oder elf Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.077 Mit solchen Verbindungen bleibt die Anlage lange fest, du Schönhüftige. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.078 Größere Maße und Maße unter fünf sollen nicht verwendet werden. So werden die Bauformen von Meru bis Valabhi zusammengefügt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.079 Zur Entlastung werden in der Mitte des Wandschaftes sehr feste Kernhölzer eingebaut, sowohl außen als auch innen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.080 Die Anlage wird nach der Messlinie mit der zuvor vorgeschriebenen Verjüngung fortgeführt. Am Ende des Vorbaus, unterhalb der Altarplattform und zwischen den Geschossen, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.081 wird in der Mitte eine Kammer angelegt, das Innere der Altarplattform, du Treugelobte: eine schöne Vertiefung zur Umschließung des Herzens. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.082 Nach ordnungsgemäßer Verehrung der dortigen Vastu-Herren wird ein schönes Gefäß aus Kupfer oder Ton genommen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.083 Heilpflanzen, Getreide, Metalle beziehungsweise Mineralien, fünf Edelsteine und Quecksilber werden hineingelegt. Das Gefäß wird mit zwei Tüchern umwickelt. [Ein Wort der Stoffliste ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.084 Es wird mit Kränzen, Stoffen und Schnüren versehen und mit Sandel bestrichen. Es ist mit Milch, Honig und geklärter Butter oder mit Milchspeise gefüllt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.085 Am oberen Ende des Gefäßes soll man sich einen Lotus vorstellen, wie den Herzlotus im eigenen Herzen. Das Gefäß wird in seinem grundlegenden Zusammenhang meditiert; danach erfolgt der Mantra-Nyasa. [Mittlerer Ausdruck unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.086 Es folgen als Zuordnungen die Kanäle, Wind, Hüter der Sinne, Mond und Sonne, Feuer, Brahma, Rudra, Mahendra, Mitra, die Herrin der Rede, die beiden Ashvins und die Richtungen. [Der Beginn der Aufzählung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.087 Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum; Klang, Berührung, Gestalt, Geschmack und Geruch; Gehör, Haut, Sehen, Zunge und Nase. [Mehrere Wörter sind beschädigt, die Fünfergruppen jedoch erkennbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.088 Rede, Hände, Ausscheidungsorgan, Geschlechtsorgan und Fortbewegung; Denken, Ichbildung und unterscheidende Erkenntnis; ferner die elementare, umgestaltete und feurige Form. [Die letzte Dreiergruppe ist verkürzt bezeichnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.089 Diese sind im Tempel unterhalb der Altarplattform, zwischen den Geschossen, zu betrachten. Prakriti hat die Gestalt des zuvor angelegten Gefäßes, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.090 Nachdem das Atmatattva herbeigerufen wurde, soll man es im Lotus einsetzen: als das in allen Wesen wirkende Selbst, alldurchdringend. [Die abschließende Gottesbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.091 Es folgen eine Aussage über die durch das Wirken bedingte, mit Befugnis und Unreinheit verbundene Wesenheit sowie die Prinzipien Anhaften, Begrenzung, begrenztes Wissen, Zeit und begrenzte Handlungskraft. [Der erste Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.092 Mit Maya und Prakriti verbunden wird dies eingesetzt und festgehalten. Die drei Grundeigenschaften entfalten sich darin; die Ichbildung liegt beständig in der Mitte. [Der grammatische Anschluss ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.093 Dies wird umschlossen und die dunkle beziehungsweise verhüllende Altarplattform am oberen Abschluss des Tempels angefügt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.094 Entsprechend der Reihenfolge der Entfaltung wird auch die Vorstellung der zu reinigenden Bereiche bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.095 Die viereckige Altarplattform wird als Vidya-Prinzip bezeichnet. Die Wissensherren, beginnend mit Ananta, stehen dort mitsamt dem Halsglied. [Die Bezeichnung der Plattform ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.096 Darauf folgt das Ishvara-Prinzip im breiten Amalaka-Aufsatz. Nun werde ich die Merkmale der Sharika und ihre dortige Anordnung erklären. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.097 Ein Viertel des Tempelmaßes wird in zwölf Teile gegliedert. Ein solcher Teil bestimmt das Sharika-Gehäuse. [Die Funktion dieses Bauteils bleibt hier unklar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.098 Bei einer geradzahligen Anlage wird es geradzahlig, bei einer ungeradzahligen entsprechend ungeradzahlig ausgeführt. Es kann auch in Dravida-Form mit entsprechender Gestaltung des Kopfes ausgeführt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.099 Der obere Zapfen erhält ein Zweiunddreißigstel der Breite des Amalaka. Seine drei Abschnitte werden viereckig, achteckig und schön rund gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.100 Wird der Dreizack darüber eingesetzt und befindet er sich oberhalb des Gefäßes, oder wird das Gefäß am runden Abschnitt angebracht, gilt Folgendes. [Der letzte Konstruktionsausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.101 Er heißt dann Ishana-Zapfen. Seine Gefäßgestalt entsteht durch die umhüllende Ausformung als Kalasha. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.102 Diese Gestalt ist Sadashiva. Der kosmische Weg wird mit dem Pranava eingesetzt. Steht der Dreizack darüber, du Gütige, werden die drei Kräfte vorgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.103 Handlungskraft und Willenskraft gehören zu den beiden äußeren Spitzen, die erkennende Kraft zur mittleren. [Der zweite Halbvers über die Erkenntniskraft oberhalb des Shivatattva ist sprachlich beschädigt.] Gemeint ist die zuvor erwähnte Dreizackgestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.104 Die Gesamtheit der Prinzipien von der Erde bis zum Ort der Auflösung wird als zu reinigender Bereich erklärt, Geliebte. Das Feueropfer erfolgt mit dem Pranava. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.105 Nach dem vorherigen Opfer wird die Einsetzung vollzogen; darüber folgt der obere Abschluss. So werden die Prinzipien von Shiva an in der Reihenfolge der Schöpfung eingesetzt. [Die erste Verbform und die Abschlussbezeichnung sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.106 Die Kraft heißt Granthini, die Verknüpfende; ihre Entfaltung wirkt im gesamten kosmischen Weg. Sie ist mit den drei Kräften und den acht Gestalten verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.107 Nach der meditativen Vergegenwärtigung wird alles entsprechend seinem Träger angeordnet. Im vom Geistwesen bewohnten Körper wird das darin gegenwärtige Prinzip verehrt. [Die mittlere Formulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.108 Wie könnte das Prinzip in diesem Bereich durch die Vorstellung völlig fehlen? Als Träger von Steinen und weiteren Stoffen wird das Erdprinzip bezeichnet. [Der erste Halbvers ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.109 Im mit Flüssigkeiten gefüllten Gefäß ist das Wasserprinzip selbst gegenwärtig; ebenso wird auf Wasserbehälter und kleinere Gefäße verwiesen. [Die Stoffbezeichnungen sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.110 Im Kochen und Erhitzen, auch in Räucherwerk und Licht, liegt das Feuerprinzip; in der Bewegung der Luft und im Wedeln mit Yakschweif-Fächern das Windprinzip. [Der erste Ausdruck ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.111 Im freien Innenraum liegt das Raumprinzip, im Namen des Tempels der Klang. Berührung wird durch Härte und die weiteren stofflichen Eigenschaften vergegenwärtigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.112 Die erfreuende Qualität der einzelnen Gestalten wird als Geschmack beschrieben; das Sichtbarwerden der Formen als feine Qualität der Gestalt. [Der erste Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.113 Der Duft von Räucherwerk, Blüten und anderen Gaben ist die feine Geruchsqualität. Das Gavaksha-Bogenfenster gilt als Ohr, der Kalkverputz als Haut. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.114 Der blütenrispenartige Aufbau unterhalb der Altarplattform gilt als Auge, Geliebte. Die Rundung der kleinen Plattform ist die Zunge, der vorspringende Vorbau die Nase. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.115 Wo die Zunge liegt, wird die Rede verortet; der vordere Halsbereich gilt als Arm. Die Abflussrinne ist das Geschlechtsorgan, die Tür das Ausscheidungsorgan. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.116 Die Füße wurden bereits als Dharma und weitere Eigenschaften erklärt, du Schönantlitzige. In der Planung der Messlinien liegt das Denken. [Das letzte Wort ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.117 Vorstellen und Entschließen werden mit Bewusstsein und Erkenntniskraft verbunden, die Bestimmung mit Ichbildung. Der Entschluss vollendet den kosmischen Weg; die Grundeigenschaften liegen in den Farben. [Die erste Wortfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.118 Prakriti ist die gestaltende Natur des Tempels selbst. Der als Purusha bezeichnete Grund gilt als der vom Herzraum Umschlossene. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.119 Wie bei der Beziehung eines Knaben zu einem Löwen wird hier eine gliedweise Entsprechung angenommen. Eine weitere gemeinsame Beziehung besteht zwischen Stifter und Tempel. [Der Vergleich ist nur knapp angedeutet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.120 Das Ergriffensein vom Dharma wird als Anhaften bezeichnet, die Vorstellung von Beständigkeit als Wissen. In der verbindlichen Aufnahme des Vorhabens liegt das Prinzip der Begrenzung. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.121 Das Bemessen und Zusammenbringen der Stoffe wird hier Zeit genannt. Was als Anteil für Dharma und Lebenszweck bestimmt wird, heißt begrenzte Handlungskraft. [Die zweite Formulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.122 Die von Erwägen und Verwerfen freie Einheit wird dem Maya-Prinzip zugeordnet. Die Erkenntnis des Shiva-Heiligtums heißt reines Wissen. [Der erste Zusammenhang bleibt deutungsbedürftig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.123 Die herrschende Gottheit des Trägers ist das Ishvara-Prinzip. In der Vollendung vom Fuß bis zum Abschlussgefäß liegt Sadashiva. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.124 Die überwiegende Klarheit des Stifters und das Tragen aller Wirkmöglichkeiten sind unmittelbar als Shakti zu betrachten, sowohl im äußeren als auch im inneren kosmischen Weg. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.125 Weil Shiva alles durchdringt, wird er hier als Tempelgestalt beschrieben. In dieser Entsprechung werden die Wirklichkeitsebenen, ihre Gestalten und deren Gottheiten erkannt. [Der zweite Halbvers ist sprachlich verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.126 Die Gottheiten des zu reinigenden kosmischen Weges werden wie zuvor eingesetzt. Danach werden nochmals die drei Prinzipien mit ihren drei Gottheiten vorgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.127 Bis zum oberen Ende des Wandschaftes reicht das Atma-Prinzip mit Brahma als herrschender Gottheit. Bis zur Altarplattform reicht das Vidya-Prinzip mit Vishnu als herrschender Gottheit. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.128 Darüber liegt das Shivatattva; dort ist Shiva selbst gegenwärtig. Nachdem die drei Gottheiten eingesetzt wurden, wird der Leib des Bewusstseins zu einer Einheit gefügt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.129 Danach erfolgt die Einsetzung mit den sieben Opfergaben, beginnend mit „Sei fest“ und endend mit der Sättigung, jeweils mit der Opferabschlussformel wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.130 Der obere und untere kosmische Weg wird mit seinen besonderen rituellen Unterschieden vorgestellt. Der über den vierten Zustand hinausgehende Bereich liegt im Luftraum; unterhalb des Fußes erfolgt die Einsetzung in Schöpfungsfolge. [Die räumliche Zuordnung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.131 Durch das eingesetzte Tempelgefäß mit seinem oberen Abschluss wird die Entsprechung zu Shivas Körper, beginnend mit dem Herzen, hergestellt. [Ein Ausdruck für die Entsprechung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.132 Anschließend sollen Guru, Brahmanen und Handwerker nach den eigenen Möglichkeiten Gaben erhalten, nachdem sie ordnungsgemäß bewirtet wurden. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.133 Nun folgt die Gliederung der Hallen nach der Säulenzahl. Vielfältige Hallen entstehen durch unterschiedliche Zahlen und Anordnungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.134 Sie werden entsprechend den zuvor bestimmten Maßen beschrieben: Pushpaka, Pushpabhadra, Pushpananda und Kushalya, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.135 Buddhisamkirna, Jayabhadra, Jayavaha, Shrivatsa, Vijaya, Vastu, Samkirna und Shrutidhara, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.136 Yajnabhadra, Vishala, Sushila, Shatrumardana, ein als „bhāpaṃca“ überlieferter Name, Nandana, Vriddhi und Manibhadra, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.137 Sugriva, Harsha, Karnikara und Padardhika, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.138 Simha, Shyamabhadra und Susutra. Dies sind nach Aussage des Textes siebenundzwanzig Namen; nun wird ihre Gliederung erklärt. [Die beschädigte Liste lässt diese Gesamtzahl nicht ohne Ergänzungen nachvollziehen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.139 Pushpaka besitzt vierundsechzig Säulen. Diese Halle gehört zum Meru-Tempel und folgt dessen Grundrissform. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.140 Pushpabhadra besitzt zweiundsechzig Säulen. Sie gehört zum Mandara und ist durch entsprechende Bhadra-Vorsprünge geschmückt. [Die Schlussformulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.141 Pushpananda besitzt sechzig Säulen, Göttin. Sie gehört zum Kailasa und folgt dessen Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.142 Kushalya besitzt achtundfünfzig Säulen. Sie gehört zum Gaja-Tempel und hat eine viereckige Grundform. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.143 Buddhisamkirna wird mit einer beschädigten Säulenzahl beschrieben. [Die Zahlenfolge legt sechsundfünfzig nahe; diese Zahl ist hier jedoch nicht einwandfrei überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.144 Sie gehört zum Sarvatobhadra und folgt dessen Gestalt. Jayabhadra wird mit vierundfünfzig Säulen beschrieben. [Der Name steht hier als „Japabhadra“.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.145 Diese Halle gehört zum Vimana und folgt dessen Anlage. Shrivatsa besitzt fünfzig Säulen. [Eine Beschreibung der Zweiundfünfzigerform fehlt in der vorliegenden Folge.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.146 Shrivatsa gehört zum Nandivriddhi und folgt dessen Gestalt. Vijaya besitzt achtundvierzig Säulen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.147 Vijaya gehört zum König der Vögel, also zur Garuda-Form, und folgt dessen Gestalt. Vastu besitzt sechsundvierzig Säulen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.148 Vastu gehört zum Padma-Tempel und ist lotusförmig. Samkirna besitzt vierundvierzig Säulen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.149 Samkirna gehört zur sechzehneckigen Form und ist entsprechend sechzehneckig. Die Zweiundvierzigerform heißt in der beschädigten Überlieferung Shrutinvara; daneben steht „Pashupa“. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.150 Sie gehört zur achteckigen Form und ist entsprechend achteckig. Die Halle mit vierzig Säulen heißt hier Yajnarudra. [In der Namensliste stand Yajnabhadra.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.151 Sie steht vor dem Griharaja und folgt dessen Gestalt. Vishala besitzt achtunddreißig Säulen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.152 Vishala gehört zum Grihardha und folgt dessen Gestalt. Danach wird Nandana mit dreißig Säulen genannt. [Die erwartbaren Zwischenformen werden hier nicht beschrieben.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.153 Nandana steht vor dem Vardhamana und folgt dessen Gestalt. Vriddhiman besitzt achtundzwanzig Säulen, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.154 Vriddhiman gehört zur Kumbha-Form und folgt deren Gestalt. Manibhadra besitzt sechsundzwanzig Säulen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.155 Manibhadra steht vor der Valabhi und ist regelmäßig viereckig. Sugriva besitzt vierundzwanzig Säulen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.156 Sugriva steht vor dem Vrishabha und folgt dessen Gestalt. Harsha besitzt zweiundzwanzig Säulen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.157 Harsha gehört zur Simha-Form und folgt deren Gestalt. Karnikara besitzt zwanzig Säulen und gehört zur Hamsa-Form. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.158 Diese schöne Halle ist in Hamsa-Gestalt zu verstehen. Padardhika besitzt achtzehn Säulen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.159 Padardhika gehört zur Nalina-Form und folgt deren Gestalt. Die Simha-Halle besitzt sechzehn Säulen, Göttin. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.160 Simha gehört zur Shrinaga-Form und folgt deren Gestalt. Für Shyamabhadra wird eine als Mondzahl bezeichnete Säulenzahl genannt. [Die absteigende Folge legt vierzehn nahe; die überlieferte Zahl ist jedoch nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.161 Shyamabhadra steht vor der Khavriksha-Form und entspricht ihr. Susutra besitzt zwölf Säulen, Göttin. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.162 Susutra steht vor der viereckigen Form und entspricht ihr. Vier gemischte Formen werden mit zehn, acht, sechs und vier Säulen beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.163 Diese gehören zu kleinen Tempeln, Göttin, der Reihe nach zu solchen von sieben, sechs, fünf und vier Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.164 Zwei Säulen stehen vor dem Vorbau beziehungsweise vor der Plattform. Eine schöne Anlage wird nach dieser Zweiergliederung der Säulen ausgeführt. [Die Ortsangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.165 Ich werde die Säulengestalten einzeln nach ihren Namen erklären: Rucaka, Vajraka und Supralina, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.166 Dvivajra, Kalasara, Mandala und Hiramandala. Rucaka ist viereckig, Vajraka sechseckig. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.167 Supralina ist achteckig, die hier Dvicakraka genannte Form zwölfeckig, Kalasara sechzehneckig. Die vollständig runde Form wird in der Quelle ebenfalls mit Hiramandala verbunden. [Die Namenszuordnung widerspricht teilweise der Liste.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.168 Die mit gewundenen Rauten geschmückte Form heißt Hiramandala. Dies sind die sieben Säulentypen nach Gestalt, Merkmalen und Namen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.169 Vier weitere Formen werden als Kumbha, Upakumbha, Vishkambha und Sthira bezeichnet; sie bilden die tragenden Säulenabschlüsse. Ihre Merkmale werden nun erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.170 Für die kleinste Form werden ein Achtel des Säulenmaßes und eine um ein Viertel vergrößerte Breite genannt, du Schönhüftige. Bei der mittleren Form wird ein Zwölftel angesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.171 Höhe und Breite werden dort außerdem durch einen Sechstelanteil bestimmt. Bei der höchsten Form wird ein Sechzehntel und für die Breite ein Achtel genannt. [Die Zuordnung der Bezugsmaße ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.172 Höhen werden aus Höhenmaßen, Breiten aus Breitenmaßen gewonnen. Die so bestimmte Höhe wird gleichmäßig dreigeteilt. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.173 Unten ist die Form viereckig, in der Mitte rund und topfförmig, oben lotusförmig geöffnet. Dies ist die erste Form, Kumbha. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.174 Unter ihr, an den vier Ecken des Vierecks, stehen vier lasttragende Gestalten, du Treugelobte, die das Gefäß emporhalten. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.175 Diese an ihren Merkmalen erkennbare Form heißt Upakumbha. Für die nächste Form werden Höhe und Breite in neun Teile gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.176 Drei Teile bilden eine als Kshurika bezeichnete Rundung; ein weiteres Glied erhält einen Teil. Drei Teile bilden ein als Lota bezeichnetes Glied, danach folgt der Hals. [Die technische Gliedfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.177 Eine runde Ausladung erhält einen Teil, eine weitere ebenfalls einen. Dies heißt Vishkambha; oben und unten ist die Form viereckig. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.178 Die der Säulengestalt entsprechende gerade Form heißt Sthira. Ihr Maß ist gleichmäßig; am Säulenkopf liegt das Abschlussglied. [Ein Wort zur Gestalt ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.179 Sein Maß entspricht dem Säulenanteil beziehungsweise der seitlichen Ausdehnung. Es folgen Angaben zu Ausladung und halbem Schmuckmaß, deren Wortlaut beschädigt ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.180 Seine Ausdehnung richtet sich danach, wie weit der Balken aufliegt. Die Formen heißen Nandikavarta, Dviravarta, (IAST · Devanagari)
Stelle 10.181 Triravarta und Susthita, du Treugelobte. Sie tragen vierseitig und laden in die vier Richtungen aus. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.182 Die Nandikavarta-Form besitzt die Gestalt eines Greifwesens. Die mit zwei Windungen versehene Form gleicht einem Elefantenrüssel. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.183 Sie heißt Dviravarta und ist an diesen Merkmalen zu erkennen. Drei Falten beziehungsweise Windungen durch die Biegung des vorderen Endes bilden Triravarta. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.184 An der Wurzel liegt die Säulengestalt, darüber der vierseitige Träger. Ohne Biegungen und Windungen heißt die gleichmäßige Form Susthita. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.185 Ist die Hälfte lotusförmig und liegt oben eine Rundung, wird darüber eine Lotusblattplatte nach dem entsprechenden Maß angeordnet. [Die erste Maßbeziehung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.186 Ihre Breite wurde damit bestimmt; die Länge ist um ein Achtel größer. Auch ihre Höhe wird entsprechend festgelegt und soll nicht darüber hinausgehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.187 Darauf liegt ein Balken, dessen Breite der Blattplatte entspricht; seine Länge richtet sich nach dem Zwischenraum. Darüber folgt eine kleine Auflagerplatte. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.188 Sie ist mit eisernen Zapfen verbunden und an der Vorderseite schön mit Lotusmotiven verziert. Darauf liegt der Hauptbalken, dessen Breite um ein Sechzehntel größer ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.189 Über dem Hauptbalken liegt eine schöne Lage von Querhölzern. Darüber werden zwei weitere Lagen fugenloser Hölzer angeordnet. [Die zweite Lagenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.190 Die Fläche wird mit Ziegeln bedeckt und oben mit einer erdigen Masse bestrichen. Dazu werden Ziegelpulver und Mehl aus schwarzen Bohnen genannt. [Die genaue Ziegelart ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.191 Ölkuchen, Erde und rote Linsen werden beigemischt. Mit Rinde milchsaftführender Bäume, weiteren beschädigt bezeichneten Pflanzenteilen und Triphala-Wasser wird die Masse durchgearbeitet. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.192 Damit wird die obere Fläche acht Fingerbreiten hoch aufgefüllt und schrittweise mit einem Stampfer verdichtet, du Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.193 Die Fläche wird spiegelglatt und mit Kalk verputzt. Ebenso soll der Tempel mit Kalkverputz versehen werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.194 Jahr für Jahr wird der Auftrag mit Muschelpulver erneuert. Als milchhaltiger Anstrich wird Muschelpulver mit Milch genannt. [Die erste Stoffbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 10.195 Mit vielfältigen Türmen, Fahnen und Torbögen versehen sind diese schönen Tempel samt ihren Hallen beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.196 So wurden die Tempel nach ihrer vorgeschriebenen Ordnung erklärt, du Schönhüftige. (IAST · Devanagari)
Stelle 10.197 Damit endet in der Pingalamata, im Jayadratha-Abschnitt des Brahmayamala, das siebte Prakarana, genannt „Abschnitt über die Türen“. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 11: Vastu – Ordnung des Baugrunds
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Stelle 11.001 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 11.002 Ich werde das Vastu-Messnetz entsprechend der Anordnung des Feldes erklären. Die Messschnur besteht aus Baumwolle, Flachs oder Bast. [Eine weitere Materialbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.003 Für günstige Zwecke sind diese geeigneten Schnüre gleichmäßig dreifach gedreht, ohne Verdickungen und Knoten, unversehrt und glatt. [Ein Wort am Anfang fehlt teilweise.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.004 Für unheilvolle Zwecke nennt der Text Seide, Hanf, Sehnen, Haut und weitere beschädigt bezeichnete Schnurmaterialien, auch eine sechsfach zusammengesetzte Schnur. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.005 Je nach Ritualzweck werden dabei Verdickungen, Knoten, entgegengesetzte Drehung oder zweifache Windung verwendet. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.006 Zuerst wird das Vastu-Netz ausgespannt, um die empfindlichen Punkte zu erkennen. Das Feld wird eingeebnet und zu Beginn der Nacht mit Wasser versehen. [Die Art der Wasseranordnung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.007 Zwischen Chitra und Svati wird ein etwas höher stehender Stern betrachtet. Danach werden eine Ausrichtung und ein Pflock angelegt. [Die einzelnen Vermessungsschritte sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.008 Nach dem Schatten des Pflockes wird die Ost-West-Richtung bestimmt. Zuerst wird das Brahma-Zentrum festgelegt, dann die erforderliche Messlinie gezogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.009 Die Süd-Nord-Linie wird durch zwei fischförmige Schnittfiguren oder nach dem Polarstern bestimmt. Aus den Richtungsmarkierungen des halben Feldes werden die Zwischenrichtungen gewonnen. [Die zweite Formulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.010 So entstehen vier Fischfiguren. Durch Messlinien von einer solchen Figur zur anderen entsteht das Viereck. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.011 Darin werden neun Kanal-Linien ausgespannt. Ihre Namen beginnen mit Shri, einer beschädigten Bezeichnung, Kanta, Sapriya, Vimala und Shiva, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.012 ferner Sushobha und Bhanuni. Diese Kanäle verlaufen nach Osten. [Die Neunerreihe ist in dieser Überlieferung nicht vollständig eindeutig lesbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.013 Dhanya, Dhana, Vishala, Sthira, Bhadra, Gada, Nisha, Viraja und Vibhava verlaufen nach Norden. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.014 Durch die Verbindung der achtzehn Kanal-Linien entstehen vierundsechzig Felder. Es folgen die seitlichen Haupt- und Halbachsen sowie die beiden Linien Durjaya und Durdhara. [Die zweite Benennung ist zunächst beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.015 Die von Südost nach Nordwest verlaufende Linie heißt Durjaya, die von Nordost nach Südwest verlaufende Durdhara, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.016 Acht weitere Linien werden genannt; höre ihre Namen. Sie verlaufen an Ohren und Knöcheln sowie an zwei drückenden beziehungsweise verbindenden Feldern. [Die Körperzuordnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.017 Kilani und Bandhani liegen an Ohren und Knöcheln, Geliebte; Srijani und Pakshi verlaufen rechts beziehungsweise links. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.018 Sie durchqueren fünf Felder und folgen Herz, Schultern, Hüften und Knien. Zwei weitere liegen seitlich; durch ihre Verbindung entstehen die Schnurlinien. [Einzelne Körperglieder sind verkürzt bezeichnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.019 Samvarti und Vivarti folgen Herz, Schultern, Hüften und Knien. Rechts liegt Pakshi, links die Sadbhava genannte Linie. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.020 Die empfindlichen Punkte heißen Padma, Vajra, Sandhi, Pada, Langala, Samputa, Trishula, Manibandha, Trikata und Svastika, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.021 ferner Vamsha, Rajju und Nadi: insgesamt dreizehn Arten. Padma entsteht beim Zusammentreffen von acht Linien und kommt fünfmal vor. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.022 Diese fünf Stellen liegen im Brahma-Zentrum sowie im Osten, Süden, Westen und Norden. Vajra entsteht aus sechs Linien und wird achtundzwanzigmal gezählt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.023 Wo die Kanal-Linien zusammentreffen, liegt ein Sandhi-Punkt. Es werden sechzehn solcher Verbindungen genannt, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.024 Ein ungeteiltes Feld heißt Pada; davon gibt es vierundzwanzig. Wo Schnurlinie und Hauptachse zusammentreffen, liegt die als Pflug beziehungsweise Pflugschar bezeichnete Form. [Die Benennung wechselt hier zu „phala“.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.025 Davon werden sechzehn genannt, du Schönhüftige. Eine von Ecke zu Ecke verlaufende Linienverbindung heißt Samputa. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.026 Davon werden zweiunddreißig genannt. Wo an einer Ecke drei Linien zusammentreffen, liegt die Trishula-Form. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.027 Diese kommt viermal vor, in den Eckrichtungen, Geliebte. Aus dem Zusammentreffen von fünf Linien entsteht Manibandha. [Die Richtungsfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.028 Davon gibt es acht, jeweils paarweise vom Osten an. Ein anschließendes Zusammentreffen von drei Linien heißt Trikata. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.029 Davon werden fünf genannt, in den zuvor bezeichneten Richtungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.030 In der Mitte eines mit Schnurlinien versehenen Feldes liegt Svastika. Für das hier behandelte Vastu wird es nicht angesetzt, wohl aber dort, wo eine solche Form entsteht. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.031 Die beiden Hauptachsen und acht Schnurlinien wurden bereits genannt, ebenso die achtzehn Kanal-Linien als empfindliche Linien des Diagramms, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.032 Weitere Unterarten entstehen durch das Zusammentreffen zweier empfindlicher Stellen. Auch die Plätze der Gottheiten und der Rakshasas gehören zu den zu beachtenden Bereichen. [Ein Wort im zweiten Halbvers ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.033 Verbindungen zwischen Götter- und Rakshasa-Plätzen dürfen nicht bedrängt werden. Wird ein Padma-Punkt beeinträchtigt, behauptet der Text vollständigen Untergang. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.034 Die Beeinträchtigung eines Vajra-Punktes wird mit dem Untergang des Hausherrn verbunden, die eines Sandhi-Punktes mit Krankheit und Bedrängnis. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.035 Die Beeinträchtigung eines Pada-Feldes wird mit dem Verlust des Ortes und der Fahrzeuge verbunden, die eines Langala-Punktes mit dem Verlust des Getreides. [Die erste Folgenangabe ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.036 Bei Samputa werden dem Stifter drei Arten von Leid zugeschrieben, bei Trishula der Verlust von Ehefrau, Brüdern und Söhnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.037 Bei Manibandha wird der Tod von Dienern behauptet, bei Trikata die Bedrängnis von Freunden, Brahmanen, Kühen und König. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.038 Eine Verletzung von Svastika wird mit der Niederlage des Reiches verbunden; eine bedrängte Hauptachse mit dem Erlöschen der väterlichen Linie. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.039 Eine beeinträchtigte Schnurlinie wird mit dem Erlöschen der mütterlichen Linie verbunden; eine verletzte Kanal-Linie mit beständigem Zerfall aller Körperglieder. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.040 Bei der Verletzung zusammengesetzter empfindlicher Stellen sollen alle entsprechenden Folgen eintreten. Daher sollen weder die Götter- noch die Rakshasa-Plätze beeinträchtigt werden, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.041 Die Gottheiten werden zur rechten Zeit verehrt und mit Opfergaben bedacht. Verehrt gelten sie als glückbringend, bedrängt als leidbringend. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.042 Für König, Reich, Stifter und Einsetzungspriester gilt eine solche Verletzung als Quelle großer Gefahr. Deshalb sollen diese Stellen nicht beeinträchtigt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.043 In Kenntnis dessen werden die empfindlichen Punkte von Mauern, Säulen und anderen Bauteilen freigehalten. [Der überlieferte Satz ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.044 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 11.045 Wer ist dieser Vastu genannte Mensch, und wie ist sein Körper beschaffen? Aus welchem Grund haben jene Gottheiten in seinem Körper ihren Sitz? (IAST · Devanagari)
Stelle 11.046 Welche seiner Körperglieder sind ursprünglich, welche umgestaltet? Welche Gottheiten stehen dort, und wie lauten jeweils ihre Zahl und ihre Namen? (IAST · Devanagari)
Stelle 11.047 Erkläre ebenso seine Gestalt im Baufeld, Shankara. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.048 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 11.049 Als Vishnu in Ebergestalt die Erde emporhob, entstanden alle Berge, von gewaltigem Körper und großer Kraft. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.050 Mit Flügeln versehen waren sie schwer zu besiegen und zu halten, Geliebte. Alle Berge bewegten sich am Himmel und versetzten die Geschöpfe in Verwirrung. [Vor der Flügelbeschreibung liegt eine Textlücke.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.051 Sie erhoben sich und stürzten auf die Erdoberfläche herab; der Wind ihrer Flügelschläge warf die Geschöpfe nieder. [Der Anfang ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.052 Weise, Siddhas, Apsaras, Göttinnen, Menschen, Nagas und weitere Wesen wurden von den großen Bergen bedrängt. Darauf versammelten sich die Seher. [Das überlieferte Verb für ihre Reaktion ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.053 Vyasa, Valmiki, Shakalya, Parashara, Bhrigu, Narada, Tumburu, Shalankayana und Kaushika, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.054 die Valakhilyas und alle weiteren gingen dorthin, wo Indra weilte. Im Himmel traten sie vor den Götterherrn und sprachen ihn an. [Die Schlussformulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.055 Als der Donnerkeilträger ihre Worte hörte, wurde er zornig. Er bestieg den Rücken seines Elefanten und hob den strahlenden Speer. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.056 In furchtbarer Gestalt griff Indra das Heer der Berge an. Zusammen mit den vorzüglichsten Göttern begann er einen überaus schrecklichen Kampf (IAST · Devanagari)
Stelle 11.057 gegen die schwer bezwingbaren Berge, die die Götter in Unruhe versetzten. Die Berge flogen auf und schlugen rasch zu, begleitet vom Sturm ihrer Flügelschläge. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.058 In diesem Kampf schlug Indra, der Donnerkeilträger, am Himmel rasch Flügel und Häupter der Berge ab. [Die Verbindung zu den übrigen Göttern und zur Speerwaffe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.059 Sie stürzten mit gewaltigem Krachen auf die Erde, du Schöne. Die Erde wurde von ihrer Last niedergedrückt, ebenso Shesha und die weiteren sie tragenden Schlangen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.060 Diese gaben Gift und Blut aus ihrem Inneren und aus den Mündern von sich. Von den Giftdämpfen überwältigt sank die Erde in Ohnmacht. [Ein Wort für das Körperinnere ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.061 Nach einem Augenblick der Ohnmacht stieß sie einen gewaltigen heißen Wind aus. Aus der Verbindung von Gift und Wind entstand dann, du Treugelobte, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.062 der große Asura namens Kaya, mit einem gewaltigen, von Gift erfüllten Schlund. Sein ursprünglicher Körper reichte bis zu einer beschädigt bezeichneten kosmischen Grenze. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.063 Von ihm wurden Sonne, Planeten, Sterne, Mond, Feuer, Edelsteine, Richtungen, Wind, Erde, Raum und die Scharen der Wesen verhüllt. [Das Ende der Aufzählung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.064 Sie strahlten nicht mehr; im Himmel waren Götter und Vögel betroffen, auf Erden die Weisen sowie die Scharen der Yogis, Siddhas und Apsaras. [Ein Gruppenname ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.065 Es gab keine Dämmerung, keinen Tag und keine Nacht, keine bestimmte Zeit und keine Sättigungsopfer; weder Meditation, Verehrung und Mantrarezitation noch Richtungsopfer wurden vollzogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.066 Alle eilten bedrängt dorthin, wo der Gemahl Ambikas weilte. Sie begannen ihn mit den vier Veden zu preisen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.067 Mit rituellen Ausrufen sowie vielfältiger Prosa und Versen priesen sie Bhava und Bhavani, verneigten sich und suchten Zuflucht. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.068 Als der Herr den Lobpreis Brahmas und der übrigen hörte, erschien er als Überwinder der Furcht. Beim Anblick des gegenwärtigen Herrn sanken die Götter auf die Knie. [Die überlieferte Formulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.069 „Rette uns, Herr!“ Die Götter waren gebrochen und ihres Glanzes beraubt. So sprachen der Lotusgeborene, die Götterherren und Vishnu. [Ein Teil der Anrufung ist verderbt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.070 „Du nimmst alle Not und alles Leid hinweg, Herr. Was ist dies, das entstanden ist, sodass Mond und weitere Leuchten verschwunden sind?“ [Der Schluss der Rede ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.071 Als er Brahmas und der übrigen Worte gehört und ihre große Bedrängnis erkannt hatte, sprach auch die Göttin: „Herr, bändige diesen großen Asura.“ (IAST · Devanagari)
Stelle 11.072 Nach den Worten der Göttin und angesichts der bedrängten Götter sprach er: „Ihr großen Götterherren, fertigt feste Stangen und lange Seile, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.073 stark und standfest, damit ich ihn damit fesseln kann.“ Als sie die Worte ihres Herrn hörten, wurden alle froh und eifrig. [Ein Wort zur Beschaffenheit der Fesseln ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.074 Der große Bhairava gedachte darauf in Meditation des Rudra namens Atibala, des überaus Mächtigen, der großen Täuschungsmacht. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.075 Nach erbetener Erlaubnis eilte Mahamaya herbei. Er zog den aufgerichteten großen Daitya heran, du Treugelobte. [Die Bezeichnung seiner Körperhaltung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.076 An den Haaren zog er ihn nieder und warf ihn vor Bhairava auf die Knie. Danach lag er auf dem Rücken, mit angezogenen Armen und Knien. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.077 Mit Stangen und Seilen wurde er zu einer stützenden, festgehaltenen Gestalt gemacht. Dies ist sein umgestalteter Körper, der dem jeweiligen Feld entspricht. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.078 Von Furcht befreit nahmen alle Gottheiten dort ihren Platz ein. In der Nordostecke standen Isha und Parjanya, im Südosten Agni und Pushan. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.079 Die Ahnen und eine verlorene Benennung standen in der Südwestecke; im Nordwesten Vayu und eine unsichere zweite Gottheit. Sie nahmen jeweils halbe Feldanteile ein. [Textlücke und beschädigte Namen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.080 Jaya, Mahendra, Aditya, Satya, Bhrisha und Antariksha standen im Osten, jeweils in einem Feld. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.081 Im Süden standen Vitatha, eine mit „Griha“ beginnende Gottheit, Yama, Gandharva, Bhringa und Harina, jeweils mit einem Feld. [Die mittlere Namensfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.082 Sugriva, eine als „śragvija“ überlieferte Gottheit, Pracetas, Asura, Shosha und Roga standen im Westen in einer Reihe von Einzelfeldern. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.083 Mukha, Bhallataka, Soma, eine als „rigi“ überlieferte Gottheit, Aditi und Diti standen im Norden in einer Reihe von Einzelfeldern. Höre ihre weitere Anordnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.084 Brahma nimmt in der Mitte vier Felder ein. Nordöstlich von ihm steht Apas, weiter nordöstlich eine als Apavatsa zu deutende Gottheit; beide werden mit je zwei Feldern beschrieben. [Die zweite Benennung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.085 Südöstlich von Brahma wird Savitri mit zwei Feldern eingezeichnet; weiter südöstlich Savitar, ebenfalls in zwei Feldern. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.086 Südwestlich vom Lotusgeborenen steht eine als Indra zu deutende Gottheit in zwei Feldern; weiter südwestlich Indrajit, ebenfalls in zwei Feldern. [Die erste Benennung ist als „candra“ überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.087 Im nordwestlichen Bereich liegt eine beschädigt bezeichnete Gottheit in zwei Feldern; weiter nordwestlich Rudradasa, ebenfalls in zwei Feldern. [Auch die Richtungsformulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.088 Östlich von Brahma steht Marichi in vier Feldern, südlich Vivasvat, westlich eine unsicher überlieferte Gottheit und nördlich Dhara. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.089 Außerhalb liegt Caraki an der Nordostecke, Vidari im Südosten, Putana im Südwesten und Paparakshasi im Nordwesten. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.090 Außen im Osten steht Skanda, im Süden Aryaman, im Westen Jambha und im Norden Pilapicchaka. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.091 Diese stehen dort, um die Gestalt festzuhalten. Es folgen Bezeichnungen für Zweck, Bestand, Aufgabe und herzustellendes Werk, durch die Vastu erklärt wird. [Ein Satzteil ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.092 Durch fünf verwandte Benennungen wird das Geordnete als Vastu bezeichnet. Die ursprüngliche Gestalt heißt dagegen Avastu, ungeordnet, ohne Zweck und ohne tragfähige Stellung. [Die Worterklärung ist teilweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.093 Auch „nicht ausführbares Werk“ wird als Gegenbegriff genannt; die umgestaltete Gestalt heißt Vastu. Sie durchdringt die Erde und das jeweils gewünschte Baufeld. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.094 Dies gilt für Tempel, Umfassungsmauer, Stadt, Turm, Torbogen, Säule, Brahma-Stein, Haus und Türanlage, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.095 für Kloster und Königshaus sowie eine mit weiteren Anlagen versehene Stadt. [Der letzte Ausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.096 In Stadt, Dorf, kleiner Siedlung, Bezirk und Land: Überall, wo eine beabsichtigte Anlage entsteht, wird das Vastu vorgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.097 Für den viereckigen Tempel wird ein Diagramm mit vierundsechzig Feldern beschrieben. Auch Vorbau und Valabhi werden genannt; eine Einschränkung auf regelmäßige Formen ist beschädigt überliefert. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.098 Ebenso gilt die viereckige Anlage für Säulen, Brahma-Steine und den Platz des Stieres sowie für weitere regelmäßig viereckige Bauteile. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.099 Für die Grundrissformen von Meru an wurde die jeweilige Gestalt beschrieben. Die ergreifenden und schützenden Mächte werden nach Kenntnis der Ortsgliederung angeordnet. [Die Verbindung „graharakṣa“ bleibt mehrdeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.100 Innen wird wie zuvor ein Viereck angelegt. Außen folgt das Vastu beim Meru der Meru-Gestalt, beim Mandara der Mandara-Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.101 Beim Kailasa entspricht der äußere Umriss dem Kailasa samt seinen Vorbauten. Beim Sarvatobhadra ist die entsprechende Sarvatobhadra-Gestalt zu verstehen. [Ein Ausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.102 Beim Vimana folgt der äußere Umriss dem Vimana, beim Nandivardhana dessen Gestalt und beim Nandana der Nandana-Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.103 Beim Simha ist er löwenförmig, beim Gaja elefantenförmig, beim Padma lotusförmig; ebenso entsprechen sich die acht- und sechzehneckigen Formen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.104 Das Vastu des Vardhamana folgt der Vardhamana-Gestalt. Beim Shrivatsa folgt der äußere Umriss den drei Shrivatsa-Arten. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.105 Beim Bhadra entspricht er dem Bhadra, beim Hamsa dem Hamsa. Die Nalina genannte Vastu-Form folgt außen dem Nalina. [Die Quelle schreibt hier „vāyu“.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.106 Griharaja wird nach Bhadra gestaltet; beim Shrinaga folgt der äußere Umriss dem Shrinaga. In diesen Grundrissformen werden die entsprechenden ergreifenden und schützenden Mächte angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.107 Die übrigen Einsetzungen in Haupt- und Zwischenrichtungen erfolgen wie zuvor. Nach Kenntnis der Teilung werden größere Bereiche entsprechend größer behandelt, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.108 gleich große entsprechend gleich und kleinere entsprechend kleiner. Höre nun von Kumbha, Vrisha und Gvavriksha. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.109 Das gewünschte Feldmaß wird wie bei Kumbha rund angelegt. Mit einem festen Mittelpunkt werden drei gleichmäßige Kreisringe geschlagen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.110 Die nach Osten gerichtete Mittellinie und die Süd-Nord-Linie werden gezogen. Im äußeren Ring werden achtundzwanzig Felder angelegt, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.111 im zweiten zwanzig, im dritten zwölf und im vierten vier. So entstehen vierundsechzig Felder. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.112 Die Gottheiten Jala und Isha, Agni und Pushan, die beiden Ahnen- beziehungsweise Varuna-Gestalten [Namensfolge beschädigt], (IAST · Devanagari)
Stelle 11.113 sowie Vayu und Naga werden wie zuvor von Nordosten an eingesetzt. Die übrige Einsetzung, von Brahma an, folgt ebenfalls der früheren Ordnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.114 Eine Hauptachse verläuft von Nordost nach unten und oben, eine weitere seitlich zwischen Feuer- und Windrichtung. Danach folgen Richtungsangaben zu den Schnurlinien. [Die zweite Hälfte ist stark beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.115 Weitere Linien verlaufen vom Feuerbereich nach Norden und vom Windbereich nach Südosten. So werden acht Schnurlinien wie zuvor bestimmt. [Einzelne Richtungsbezeichnungen sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.116 Die ergreifenden Mächte und die übrigen Gottheiten werden wie zuvor in Haupt- und Zwischenrichtungen angeordnet. Dies ist das runde Vastu für runde Bauformen, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.117 Für das Indra-Linga und das Vajra-Linga ist der Tempel viereckig; entsprechend wird auch das Vastu wie zuvor angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.118 Für das Agni-Linga und das Shakti-Linga, du Treugelobte, ist der Tempel yoniförmig; ebenso sein Vastu. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.119 Das gewünschte Feld wird als Yoni gestaltet, mit drei entsprechenden inneren Yoni-Linien. Die beiden sich kreuzenden Hauptachsen werden wie zuvor gezogen. [Die genaue Ringgliederung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.120 Felder und Einsetzungen folgen der früheren Ordnung, ebenso Schnurlinien, Hauptachsen und die empfindlichen beziehungsweise nicht empfindlichen Bereiche. [Ein Wort für die Einsetzung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.121 Für yoniförmige Bauanlagen wird dies als Bhaga-Vastu bezeichnet. Für das Yama-Linga und das Stab-Linga ist der Tempel mondsichelförmig. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.122 Ebenso besitzt sein Vastu die Merkmale eines Halbmondes, du Gütige. Das gewünschte Feldmaß wird als Mondsichel angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.123 Drei innere Mondlinien werden nach entsprechenden Maßen angelegt. Die Feldzahlen lauten achtundzwanzig, zwanzig, zwölf und vier. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.124 Nach gleichmäßiger Feldteilung werden die Gottheiten wie zuvor eingesetzt. Hauptachsen, Schnurlinien und empfindliche Punkte folgen ebenfalls der früheren Anlage. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.125 Für halbmondförmige Bauten ist auch das Vastu halbmondförmig. Für das Linga des Rakshasa-Königs und das Schwert-Linga, du Treugelobte, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.126 ist der Tempel dreieckig, ebenso sein Vastu. Das gewünschte Feldmaß wird wie zuvor als Dreieck angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.127 Innen werden drei gleichmäßig bemessene Dreiecke angelegt. Die Felder und die Einsetzung der Gottheiten folgen der früheren Ordnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.128 Hauptachsen, Schnurlinien und empfindliche Punkte sind ebenfalls wie zuvor beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.129 Für dreieckige Bauten wird ein dreieckiges Vastu gelehrt. Eine am Umkreis liegende Ecke wird wie bei einer Feuergrube ausgerichtet. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.130 Für das Varuna-Linga und das Schlingen-Linga, du Treugelobte, wird der Tempel wie Kumbha beschrieben; sein Vastu wurde bereits erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.131 Für das Vayu-Linga und das Fahnen-Linga gilt ein sechseckiger Bau als geeignet. Das Feld wird wie zuvor als Sechseck angelegt, du Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.132 Innen werden drei entsprechende Linien nach gleichen Maßen angelegt; alle sechs Ecken liegen gleichmäßig am Umkreis, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.133 Achtundzwanzig, zwanzig, zwölf und vier Felder ergeben auch hier vierundsechzig. Die Gottheiten werden wie zuvor eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.134 Hauptachsen, Schnurlinien und empfindliche Punkte folgen der früheren Anlage, du Gütige; außen ebenso die ergreifenden Mächte in den Haupt- und Zwischenrichtungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.135 Für sechseckige Bauten wird ein sechseckiges Vastu gelehrt. Für das Kubera-Linga und das Keulen-Linga, du Treugelobte, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.136 wird ein Padma-Tempel beschrieben, und entsprechend ist auch sein Vastu. Das Feld wird wie zuvor in der Gestalt des Padma-Tempels angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.137 Außen werden jeweils zwei Lotusglieder angeordnet. [Weitere Ornamentnamen sind beschädigt.] In der Mitte folgt das Vastu der zuvor beschriebenen runden Anlage. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.138 Für lotusförmige Bauten ist auch das Vastu lotusförmig. Für das Ishana-Linga und das Dreizack-Linga, du Treugelobte, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.139 wird ein achteckiger Bau vorgeschrieben, ebenso sein Vastu. Das Achteck wird wie zuvor angelegt, mit den acht Ecken am Umkreis. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.140 Außen liegt ein viereckiges Feld von entsprechender Breite. Innen werden drei weitere achteckige Linien angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.141 Die Felder werden wie zuvor geteilt und die Einsetzungen entsprechend vollzogen. Hauptachsen und Schnurlinien werden angelegt, die empfindlichen Punkte bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.142 Für achteckige Bauten wird ein achteckiges Vastu gelehrt. Im Brahma-Bereich liegt der Sockel, daran schließt sich der freie Innenraum an. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.143 Zwei Teile bilden die Wand; die weiteren Abschnitte werden entsprechend bestimmt. Für das Vishnu-Linga mit dem Radzeichen, du Treugelobte, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.144 heißt der Tempel Garuda, und sein Vastu entspricht ihm. Für das Brahma-Linga mit dem Lotus gilt die Hamsa genannte Bauform. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.145 Auch deren Vastu besitzt die Gestalt des Tempels, du Gütige. Welche Anteile jeweils Tempel, Linga und Altarplattform zugewiesen sind, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.146 diese werden entsprechend dem auszuführenden Werk übernommen. Alternativ kann die Anlage bis zum Ende des Wandschaftes nach gleichmäßigem Maß ausgeführt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.147 Die Gesimsgestalt folgt der jeweils beschriebenen Bauform. Ebenso entsprechen die Hallen denjenigen, die für die jeweiligen Vollziehungen genannt wurden. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.148 Nach den Unterschieden von viereckiger und anderen Formen besitzen sie die Gestalt des Tempels. Sie liegen in den zugeordneten Richtungsabschnitten und dienen der jeweiligen Ritualhandlung. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.149 Gesichtsmantra, Vorstellung und weitere Mantras entsprechen dieser Zuordnung; ebenso die Aufstellung. Höre nun von anderen Feldern, die durch Kanal-Linien nach der Rudra-Zahl gegliedert werden. [Die Zahlenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.150 Aindri liegt im Osten, Yamya im Süden, Jaya im Westen und Saumya im Norden, wie die Kundigen lehren. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.151 Nach der Gliederung durch die zuvor genannten Kanal-Linien liegen diese vier außen. Auch hier gibt es zwei Hauptachsen und vier Schnurlinien, (IAST · Devanagari)
Stelle 11.152 die je drei Felder durchqueren; vier weitere durchqueren je sieben Felder. Die empfindlichen Punkte sind entsprechend zu bestimmen. Nun folgt die Einsetzung der Gottheiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.153 Im nordöstlichen Feld stehen Caraki und anschließend Skanda; im südöstlichen Vidari und Aryaman. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.154 Im Südwesten werden Putana und anschließend Jambha eingesetzt, im Nordwesten Paparakshasi und Pilapiccha. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.155 In der zweiten Reihe wird im Nordostfeld Isha eingesetzt; entsprechend folgen Agni, die Ahnen und Vayu in ihren Eckrichtungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.156 Die äußere Reihe reicht von Parjanya bis Diti, du Treugelobte. Vierundzwanzig Gottheiten werden mit je zwei Feldern beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.157 Acht Gottheiten nehmen je ein Feld ein; die übrigen inneren Plätze folgen der früheren Ordnung. Dieses Vastu heißt Nagara und wird bei der Gründung einer Stadt verwendet, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.158 Steht ein Linga östlich davon, soll es für Lebensgenuss und Befreiung nach Westen blicken. Entsprechendes gilt im Nordosten und Südosten, wie die Kundigen lehren. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.159 Liegt das Linga westlich der Stadt, soll es nach Osten blicken. Auch für eine weitere, beschädigt bezeichnete westliche Lage wird die Ostorientierung genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.160 Im Süden und Norden ist die Ausrichtung freigestellt; auch ein Blick nach Osten oder Westen ist möglich. [Das Wort für die Freistellung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.161 Ebenso wird in der Mitte die gewünschte Ausrichtung zugelassen. Nun erkläre ich dir die Tempelanordnung für allgemeine Vollziehungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.162 Im Osten wird ein Vrishabha-Tempel angelegt, im Südosten ein Kumbha und im Süden eine Valabhi. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.163 Im Südwesten liegt Garuda, im Westen Gvavriksha, im Nordwesten die sechzehneckige Form und im Norden Gaja. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.164 Im Nordosten liegt Sarvabhadra; diese Formen dienen Lebensgenuss und Befreiung. Die übrigen werden nach Wunsch eingesetzt; Meru wird am Rand beziehungsweise Ende der Stadt genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.165 Höre nun ordnungsgemäß von einem weiteren Vastu für ein Landgebiet. Das ringsum viereckige Netz besitzt vierunddreißig Kanal-Linien je Richtung. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.166 Daraus entstehen Reihen von dreiunddreißig Feldern, du Treugelobte. Die weiteren Kanal-Linien folgen den zuvor genannten und tragen unterschiedliche Namen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.167 Insgesamt entstehen eintausendneunundachtzig Felder. In den äußeren Reihen werden die ergreifenden Mächte angeordnet. [Die Angabe zur Breite dieser Reihen ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.168 In den Ecken werden fünfunddreißig und ein Viertel Felder genannt, für die ergreifenden Mächte von Osten an dreiunddreißig und drei Viertel. [Die Zuordnung der ersten Zahl ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.169 Innerhalb liegen vier Reihen, um einen Viertelanteil vermindert, mit den Gottheiten von Isha an, Geliebte. Isha, Agni, die südwestliche Gottheit und Vayu werden in ihren Eckfeldern eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.170 Für sie wird ein Anteil von vierzehn und einem Viertel Feldern angelegt; für Jala und die übrigen elf und ein Viertel. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.171 So wird eine getrennte Linienführung für Götter und Rakshasas beschrieben. Die Reihe von Apavatsa bis zu einer beschädigten Schlussbenennung erhält jeweils achtzehn Felder. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.172 Marichi bis Dhara erhalten jeweils vierundfünfzig Felder. Brahma steht in den einundachtzig mittleren Feldern. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.173 Die beiden Hauptachsen bleiben wie zuvor. Höre nun von den Schnurlinien: Vier durchqueren je neun Felder, vier weitere je vierundzwanzig. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.174 Die empfindlichen Punkte werden wie zuvor gründlich bestimmt. Dieses Diagramm gilt für die Gründung eines Landgebietes; die Felder werden dabei in Yojanas bemessen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.175 Für die Anlage eines größeren Gebietskreises, du Treugelobte, wird ein Vastu mit zehntausend Feldern gebildet, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.176 Es wird durch Reihen von je zehnteiligen Feldern gegliedert. [Die Aussage ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.177 Caraki erhält im Nordosten hundert Felder, anschließend ebenso Skanda. Vidari erhält im Südosten hundert, anschließend ebenso Aryaman. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.178 Putana erhält im Südwesten hundert Felder, anschließend ebenso Jambha. Paparakshasi erhält im Nordwesten ebenfalls hundert. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.179 Anschließend wird Pilapiccha entsprechend angeordnet. Nach Carakis Hundertfeld wird Ishana ordnungsgemäß eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.180 Nach Vidari werden hundert Felder für Agni angelegt; nach Putana liegen die Ahnen ebenfalls in hundert Feldern. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.181 Vayu erhält hundert Felder im Anschluss an Paparakshasi. Parjanya erhält zweihundert, ebenso Jaya. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.182 Mahendra erhält zweihundert, du Gütige, ebenso Aditya. Satya erhält zweihundert, Bhrisha ebenfalls zweihundert. [Der letzte Name ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.183 Antariksha erhält hundert Felder außerhalb des Agni-Bereichs. Pushan erhält zweihundert, ebenso Vitatha. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.184 Grihakshata erhält zweihundert, Yama zweihundert, ebenso Gandharva, du Gütige, und Bhringa wiederum zweihundert. [Der erste Name steht hier als „gṛhakṣetra“.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.185 Außerhalb der Südwestecke erhält Harina hundert Felder. Danach erhalten Dauvarika und Sugriva jeweils zweihundert. [Die erste Namensform ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.186 Ebenso Pushpadanta und Pracetas, du Gütige; Asura und Shosha erhalten ebenfalls jeweils zweihundert. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.187 [Textlücke am Anfang.] Roga erhält dort hundert Felder. Naga erhält zweihundert, du Gütige, Mukhya ebenfalls zweihundert. [Der letzte Name ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.188 Ebenso wird es für Bhallata bestimmt; Soma erhält zweihundert, die als Rigi überlieferte Gottheit zweihundert und Aditi ebenso. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.189 Beim Ishana-Bereich erhält Diti hundert Felder. Die innere Folge von Apavatsa bis zu einem beschädigt bezeichneten Endglied erhält je zweihundert, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.190 Marichi bis Dhara erhalten jeweils vierhundert Felder. Brahma wird in der Mitte ebenfalls in vierhundert Feldern angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.191 Die beiden Hauptachsen bleiben wie zuvor. Vier Schnurlinien durchqueren nach dem Wortlaut dreihundert, vier andere siebenhundert Felder. [Diese auffälligen Zahlen werden nicht rechnerisch berichtigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.192 Nach Bestimmung der empfindlichen Punkte wird so der Gebietskreis angelegt. Für einen als „Yattana“ überlieferten Siedlungstyp wird das gleichnamige Vastu gebildet. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.193 Die Kundigen nennen hundertvierundvierzig Felder. Sie entstehen aus dem Zusammentreffen von dreizehn Linien mit zwölf Feldern je Reihe. [Die ausgeschriebene Gesamtzahl ist im ersten Halbvers beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.194 Caraki besetzt fünf Felder an der Nordostecke, Skanda sechs im Osten, Vidari fünf im Südosten. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.195 Aryaman besetzt sechs im Süden, Putana fünf im Südwesten, Jambha sechs im Westen und Paparakshasi im Nordwesten (IAST · Devanagari)
Stelle 11.196 fünf Felder; Pilapiccha erhält sechs im Norden. In der nächsten inneren Reihe nimmt Isha ein Feld ein. [Die erste Zahlenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.197 Parjanya, Jaya und Mahendra erhalten je zwei Felder. Die Sonne erhält vier, Satya und Bhrisha je zwei. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.198 Antariksha nimmt ein Feld ein, ebenso Agni im Südosten. Pushan, Vitatha und Grihakshata erhalten je zwei. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.199 Yama erhält vier Felder, Gandharva und Bhringi je zwei. Harina erhält eines, ebenso die Ahnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.200 Dauvarika, Sugriva und eine beschädigt als „śragdvija“ bezeichnete Gottheit erhalten je zwei Felder. Varuna erhält wie Yama vier; Asura und Shosha je zwei. [Der Name Asura ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.201 Roga erhält eines, ebenso Vayu. Naga, Mukhya und Bhallata erhalten je zwei; Soma erhält vier. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.202 Die als Rigi überlieferte Gottheit und Aditi erhalten wiederum je zwei Felder, Diti eines. Die übrige innere Anordnung folgt der früheren Beschreibung. [Aditi ist hier als „āditya“ überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.203 Die beiden Hauptachsen bleiben wie zuvor. Höre von den acht Schnurlinien: Vier verlaufen über je drei Felder, vier weitere nach der Tara-Zahl. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.204 Nach Bestimmung der empfindlichen Punkte wird die Yattana-Siedlung angelegt. Nun folgt ein anderes Vastu für eine kleinere befestigte Siedlung, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.205 Aus dem Zusammentreffen von zwölf Kanal-Linien je Richtung entstehen insgesamt hunderteinundzwanzig Felder. [Die Angabe „zehn“ für die Felder je Reihe widerspricht hier der Zwölferlinie und der Gesamtzahl.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.206 Außen werden in Haupt- und Zwischenrichtungen Caraki und die weiteren ergreifenden Mächte mit jeweils fünf Feldern angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.207 Ich erkläre die Bewohner der zweiten Reihe, beginnend mit Isha. Im Nordosten wird Isha eingesetzt, danach Parjanya. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.208 Es folgen Jaya, Mahendra, die Sonne, Satya, Bhrisha und Antariksha; im Südosten steht Agni. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.209 Danach Pushan, Vitatha, Grihakshata, Yama, Gandharva, Bhringa und Harina; in der Südwestrichtung werden die Ahnen eingesetzt. [Die letzte Benennung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.210 Es folgen Dauvarika, Sugriva, eine als „śragdvija“ überlieferte Gottheit, Pracetas, Asura, Shosha und Roga; im Nordwesten steht Vayu. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.211 Danach werden Naga, Mukhya, Bhallata, Soma, Rigi, Aditi und Diti eingesetzt, anschließend Vatsa und die weiteren inneren Gottheiten wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.212 Marichi und die folgenden stehen in den inneren Feldern; Brahma nimmt die neun mittleren Felder ein. Die beiden Hauptachsen bleiben wie zuvor, vier Schnurlinien verlaufen über je drei Felder. [Die erste Feldangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.213 Vier weitere Schnurlinien verlaufen über je acht Felder. Nach gründlicher Bestimmung der empfindlichen Punkte wird die befestigte Siedlung angelegt, du Schönhüftige. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.214 Nun erkläre ich das Dorf-Vastu für die Gründung eines Dorfes, du Treugelobte. Das Feld wird in Bhadra-Gestalt angelegt; im Osten und Westen wird ein Teil entfernt. [Die genaue Anzahl der entfernten Felder ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.215 So entstehen neunundneunzig Felder, du Gütige. Caraki, Pilapiccha, Jambha und Paparakshasi (IAST · Devanagari)
Stelle 11.216 liegen in der nördlichen Reihe mit jeweils zweieinhalb Teilen. In der südlichen Reihe werden Vidari und die weiteren Mächte entsprechend angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.217 Isha und die übrigen werden wie zuvor eingesetzt, ebenso Vatsa und die weiteren inneren Gottheiten; Marichi und die folgenden sowie Brahma in der Mitte. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.218 Zuerst werden die beiden Hauptachsen gezogen. Vier Schnurlinien verlaufen über je drei Felder, vier weitere über je acht, wobei die Mitte ausgenommen wird. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.219 Nach Bestimmung der empfindlichen Punkte beginnt die Dorfanlage. Nun werde ich eine weitere Anlage mit Befestigung und Türmen erklären. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.220 Auf einem Feld von hundert Teilfeldern wird im Osten von einem Zweifeldbereich ausgegangen. Seitlich werden drei Felder ausgespart; ein Feld wird quer und längs bestimmt. [Die genaue Konstruktion ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.221 Im Nordosten und Südosten bleiben Felder stehen; darunter werden seitlich entsprechende Teile entfernt. Ein Feld wird rechts und links längs beziehungsweise quer abgetragen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.222 Die beiden Felder im Nordosten und Südosten werden jeweils halbiert, du Gütige. Caraki und Skanda liegen oben, Vidari und Aryaman im südlichen Bereich. [Die letzte Ortsangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.223 Putana nimmt im Südwesten ein ganzes Feld ein. Nördlich davon liegt Jambha, im Nordwesten Paparakshasi. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.224 Östlich von ihr liegt Pilapiccha. Nach Caraki steht Isha in der Nordostecke, südlich davon Parjanya und Jaya. [Die erste Namensform ist geteilt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.225 Südöstlich davon liegt Mahendra; die Sonne steht anschließend in zwei Feldern. Östlich davon wird Satya eingesetzt, südwestlich von Satya Bhrisha. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.226 Südlich davon liegt Antariksha, Agni in seiner eigenen Richtung. Westlich des südöstlichen Bereichs liegt Pushan, südwestlich davon Vitatha. [Die Bezeichnung des Bezugsbereichs ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.227 Von Vitatha bis Bhringa liegen die Gottheiten in einer Reihe mit je zwei Feldern. Harina nimmt ein Feld ein, nördlich davon ebenso die Ahnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.228 Nordwestlich davon folgt Dauvarika; bis Shosha erhalten die Gottheiten je zwei Felder. Roga nimmt östlich davon ein Feld ein, weiter östlich ebenso Vayu. [Die Richtungsfolge ist auffällig überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.229 Nordöstlich davon stehen Naga und die folgenden bis Soma mit je zwei Feldern. Rigi nimmt ein Feld ein, südlich davon ebenso Aditi. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.230 Diti liegt in einem östlichen Feld. Brahma nimmt im Inneren vier Felder ein, Marichi und die folgenden je vier, Vatsa und die weiteren außen je zwei. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.231 Die Wand richtet sich nach den Götteranteilen bis zum Bereich von Vatsa und den folgenden; daneben liegt der Verkehrsraum. Im Nordosten und Südosten werden topfförmige Eckteile und in der Mitte ein weiterer Einbau genannt. [Die letzte Baubezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.232 Durch eine Ausladung um die halbe Umfassungsmauer entsteht das Turm-Vastu. Die beiden Hauptachsen bleiben wie zuvor; nun erkläre ich die Schnurlinien. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.233 Im Nordwesten und Südwesten liegen dreifeldrige, im Nordosten und Südosten einfeldrige Linien, Geliebte. Zwei weitere werden mit sieben und zwei mit sechs Feldern bestimmt. [Die erste Zahlengruppe ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.234 Nach Bestimmung der empfindlichen Punkte beginnt der Turmbau. Die Breite der Umfassungsmauer wird zur Länge in Beziehung gesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.235 Auch hier wird ringsum eine entsprechende Reihenteilung vorgenommen. Die Gottheiten werden wie im Stadt-Vastu eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.236 Hauptachsen, Schnurlinien und empfindliche Punkte bleiben entsprechend. Nach diesem Verfahren wird die Mauer bis zum nächsten Turm weitergeführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.237 Auf den Turm folgt wieder eine Mauer, darauf wieder ein Turm. So wird die Anlage in allen vier Richtungen geschlossen, eckig oder rund. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.238 Drei Teile bilden den Mauerverband, sieben den Verkehrsbereich. Die Höhe beträgt zwei Manneshöhen, du Gütige; für die Mauern wird auch eine Manneshöhe genannt. [Die beiden Höhenangaben sind nicht eindeutig zugeordnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.239 Zum Aufsteigen werden Treppen angelegt, an mehreren Stellen. Auf der Mauer wird ein oberer, gerundeter Abschluss errichtet. [Die Bezeichnung des Abschlusses ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.240 Unter der Rundung werden Öffnungen, Torbauten oder Gitteröffnungen angelegt, durch die Pfeile austreten können, da die Anlage der Verteidigung dient. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.241 In den vier Richtungen liegen Tore; über jedem Tor eine Valabhi. Unten werden innen und außen Aufenthaltsräume für die Torhüter angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.242 Die Tore im Norden, Westen und Osten führen nach außen; das südliche wird nur ausnahmsweise benutzt. Es soll gewöhnlich geschlossen bleiben, da es als von Yama erblickt gilt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.243 Der Zweck einer weiteren Torregel wird genannt; ohne sie gebe es im Kampf keinen Sieg. [Der erste Halbvers ist zu beschädigt, um den genannten Zweck sicher zu bestimmen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.244 Mit Gegenmaschinen und Befestigungsanlagen wird das Vastu als Rudra-Gestalt beschrieben. [Die Zusammensetzung lässt die genaue Art der Anlagen offen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.245 Außen liegen Caraki und die übrigen Mächte mit je fünf Feldern. In der Mitte werden neun Neunergruppen gebildet und darin die Planeten eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.246 Die neun Planeten von der Sonne bis Ketu stehen in den neun mittleren Feldern. In die Mitte wird die Sonne gesetzt; Mond und die weiteren folgen vom Osten an. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.247 Im östlichen Kreis herrscht der Mond; die Sonne nimmt dort den Platz des Mondes ein. Mars und die folgenden werden vom Südosten bis zum Nordosten angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.248 Im südöstlichen Kreis herrscht entsprechend Mars, du Treugelobte. Mond, Sonne, Merkur und die weiteren werden erneut der Reihe nach eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.249 Im südlichen Kreis wird Merkur als Herrscher in die Mitte gesetzt. Es folgen Mond, Mars, Sonne und die weiteren Gottheiten. [Die Schlussfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.250 Sie werden ordnungsgemäß nacheinander eingesetzt, Herrin der Götter. Im südwestlichen Kreis gilt der Götterberater Jupiter als Herrscher. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.251 Mond, Mars, Merkur, Sonne, Venus und die weiteren folgen der Reihe nach. Im Westen herrscht Venus; die Sonne nimmt den sonstigen Venus-Platz ein, während die übrigen beim Mond beginnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.252 Danach werden Saturn und die weiteren eingesetzt. Im nordwestlichen Kreis herrscht Saturn; Mond und die folgenden werden angeordnet, die Sonne steht am Saturn-Platz. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.253 Nach Einsetzung bis zu Rahu und Ketu ist Rahu der Herrscher des nördlichen Kreises, Geliebte. Mond und die folgenden beginnen im Osten; im Norden und Nordosten stehen Sonne und Ketu. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.254 Im nordöstlichen Kreis herrscht Ketu. Mond und die folgenden bis zur Sonne werden eingesetzt. Diese Anordnung heißt Planeten-Vastu. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.255 Hauptachsen und weitere Linien werden wie zuvor gezogen, die empfindlichen Punkte bestimmt. Die Anlage kann nahe dem inneren Abschluss der Umfassungsmauer stehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.256 In den vier Richtungen können acht oder sechzehn solcher Anlagen vorgesehen werden. Nun erkläre ich das Scheiterhaufen-Vastu; höre mit gesammeltem Geist, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.257 Es gilt für ergreifende Mächte und Rakshasas sowie für die Ahnen-Gottheiten auf dem Verbrennungsplatz. Bei einer gleichmäßigen Fünfteilung entstehen fünfundzwanzig Felder. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.258 Im mittleren Kreis liegt Raum in der Mitte, Wind im Osten, Feuer im Süden, Wasser im Westen und Erde im Norden. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.259 Im östlichen Kreis wird Wind in die Mitte gesetzt, südlich davon Raum und Feuer in entsprechender Folge; Wasser liegt wiederum im Westen, Erde nördlich davon. [Die ersten beiden Richtungszuordnungen sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.260 Im südlichen Kreis liegt Feuer in der Mitte. Westlich davon werden Wind und Raum genannt; nördlich vom Raum liegt Wasser, östlich vom Wasser Erde. [Die Linienfolge ist nicht vollständig eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 11.261 Im westlichen Kreis liegt Wasser in der Mitte; nördlich davon Wind und Feuer. Östlich vom Wind liegt Raum, südlich vom Raum Erde. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.262 Im nördlichen Kreis liegt Erde in der Mitte; östlich davon Wind und Feuer. Südlich folgt Wasser; eine weitere westliche Zuordnung ist beschädigt überliefert. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.263 Nach dieser Einsetzung werden Caraki und die übrigen Mächte wie zuvor außen in Haupt- und Zwischenrichtungen angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.264 Die beiden Hauptachsen werden gezogen. Höre von den acht Schnurlinien, Geliebte: Vier verlaufen über je zwei Felder, vier weitere über je drei. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.265 Nach gründlicher Bestimmung der empfindlichen Punkte wird entsprechend verfahren. Weil die Anlage aus den Elementen besteht, heißt sie Bhuta-Vastu, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.266 Damit sind diese Vastu-Formen zusammen mit dem Haus-Vastu erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 11.267 Damit endet im ursprünglichen Jayadratha-Abschnitt der als zwölftausend Verse umfassend bezeichneten Pingalamata das Prakarana „Abschnitt über Vastu“. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 12: Vastu – weiterer Abschnitt mit wiederholtem Kolophon
Diesen Lesebereich lesen: IAST · Devanagari · Kapitelübersicht
Stelle 12.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 12.002 Herr der Götter, du hast das Haus-Vastu angedeutet, aber noch nicht erklärt, ebenso wenig die Gliederung seiner Kanal-Linien und Körperteile, Dreizackträger. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.003 Erkläre dies alles zusammenfassend, du, der den Mond als Krone trägt. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 12.005 Auf einem viereckigen Feld oder einem Feld in Hausgestalt, Geliebte, werden zunächst je zehn Kanal-Linien gegliedert und als Messnetz ausgespannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.006 Ich nenne dir die Kanal-Linien der Reihe nach mit ihren Namen: Shanta, Yashovati, Kanta, Vishala, Pranavahini, [Die ersten beiden Namen sind beschädigt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.007 Sachi, Vasumati, Nanda, Subhadra und Manorama. Diese zehn Kanal-Linien verlaufen von Westen nach Osten. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.008 Hiranya, Suprabha, Lakshmi, Vibhuti, Vimala, Shri, Jaya, Jvala, Vishoka und Shubha verlaufen nach Norden. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.009 Durch die zehn Linien in jeder Richtung entsteht die glückverheißende Gestalt des Erdgeborenen. Höre nun genau, wie die Gottheiten eingesetzt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.010 Im Nabelbereich steht Brahma in neun Feldern. Nordöstlich von ihm liegt Apas in zwei Feldern, weiter nordöstlich ebenso Vatsa. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.011 Südöstlich von Brahma steht Savitar, weiter südöstlich Savitri; beide besitzen je zwei Felder. Im südwestlichen Bereich folgt eine als Indra beziehungsweise Candra überlieferte Gottheit. [Die letzte Benennung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.012 Weiter südwestlich liegt Jayendra in zwei Feldern. Nordwestlich von Brahma stehen Rudra und Rudradasa. [Textlücke innerhalb der Richtungsangabe.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.013 Beide besitzen je zwei Felder. Östlich von Brahma liegt Marichi in sechs Feldern. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.014 Vivasvat liegt südlich von Brahma in den entsprechenden Feldern, wie die Kundigen lehren. [Die Feldzahl ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.015 Westlich vom Lotusgeborenen steht der Herr der Zeit in sechs Feldern, du Gütige. Nördlich von Brahma wird Dharadhara in sechs Feldern eingesetzt. [Die erste Richtungsangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.016 Nordöstlich von Vatsa wird Isha eingesetzt, danach Parjanya, Jaya, Mahendra, die Sonne, Satya und Bhrisha, (IAST · Devanagari)
Stelle 12.017 ferner Antariksha, jeweils in einem Feld der Reihe. Südöstlich von Savitri steht Agni; danach folgen Pushan und Vitatha, (IAST · Devanagari)
Stelle 12.018 Grihakshata, Yama, Gandharva, Bhringa und Mriga, jeweils in einem Feld der südlichen Reihe. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.019 Südwestlich des Jayendra-Bereichs liegen die Ahnen, danach Dauvarika, Sugriva, Pushpadanta und Pracetas. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.020 Asura, Shosha und Roga stehen ebenfalls in je einem westlichen Feld. Nordwestlich von Rudradasa wird Vayu eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.021 Naga, Mukhya, Bhallata, Soma, Rigi, Aditi und Diti liegen in je einem Feld der nördlichen Reihe. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.022 Caraki, Vidari, Putana und Paparakshasi werden von der Nordostecke an bis zur Nordwestecke angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.023 Skanda, Aryaman, Jambha und Pilapiccha werden vom Osten bis zum Norden eingesetzt, du Schönäugige. [Aryaman ist hier verkürzt beziehungsweise beschädigt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.024 Die Gottheiten stehen dort, um die Erde festzuhalten, nicht ohne Zweck. Die beiden Hauptachsen und die acht Schnurlinien bleiben wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.025 Vier Schnurlinien verlaufen über je drei Felder, vier weitere über je sechs, Geliebte. Die Unterscheidung empfindlicher und nicht empfindlicher Stellen gilt wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.026 Eine weitere Gruppe empfindlicher Körperstellen ist zu erkennen, du Schönäugige: Kopf, Stirn, Brauen, Ohren, Augen, Nase und Kinn. [Einige Körperbezeichnungen sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.027 Lippen, Wangen, zwei unsicher bezeichnete Mundglieder, Zähne und Zunge, Kiefer, eine weitere Halsstruktur, Halsgrube und Hals. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.028 Schultern, Oberarme und Ellbogen, Unterarme und Handgelenke, Handflächen, Finger und Nägel. [Die Unterarmbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.029 Brust, Herz, Brüste, Flanken, Bauch, Nabel, seitliche Bauchbereiche, Hüften, Gesäß, Penis, Hoden, eine weitere Genitalbezeichnung und After. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.030 Oberschenkel, Knie, Unterschenkel, Knöchel, Fersen, Füße, Zehen, Nägel, Rücken sowie weitere beschädigt bezeichnete Rücken- und Nackenstellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.031 Mit dem Kreuzbeinbereich werden hundertelf empfindliche Stellen genannt. Sein Kopf liegt in der Nordostecke, darin liegen die Brauen. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.032 Darüber befindet sich die Stirn; es folgt eine unvollständige Angabe zur ringsum liegenden Ausdehnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.033 [Hier springt die Überlieferung zur bereits behandelten Elementanordnung zurück.] Im südlichen Kreis liegt Feuer. Westlich davon werden Wind und Raum genannt; nördlich vom Raum liegt Wasser, östlich vom Wasser Erde. [Die Linienfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.034 Im westlichen Kreis liegt Wasser; nördlich davon Wind und Feuer. Östlich vom Wind liegt Raum, südlich vom Raum Erde. [Ein Wort ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.035 Im nördlichen Kreis liegt Erde; östlich davon Wind und Feuer. Südlich folgt Wasser, westlich davon Raum. [Die Richtungsfolge ist teilweise unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.036 Danach werden Caraki und die übrigen ergreifenden Mächte wie zuvor außen in den Haupt- und Zwischenrichtungen angeordnet. [Der erste Name ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.037 Die beiden Hauptachsen werden gezogen. Höre von den acht Schnurlinien, Geliebte: Vier verlaufen über je zwei Felder, vier weitere über je drei. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.038 Nach gründlicher Bestimmung der empfindlichen Punkte wird entsprechend verfahren. Weil die Anlage aus den Elementen besteht, heißt sie Bhuta-Vastu, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 12.039 Damit sind diese Vastu-Formen zusammen mit dem Haus-Vastu erklärt. [Der Beginn ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 12.040 Damit endet im ursprünglichen Jayadratha-Abschnitt der als zwölftausend Verse umfassend bezeichneten Pingalamata das Prakarana „Abschnitt über Vastu“. [Der Kolophon wiederholt den vorausgehenden Abschnittsabschluss.] (IAST · Devanagari)
Lesebereich 13: Neuntes Prakarana – Baugrund und vorbereitende Riten
Diesen Lesebereich lesen: IAST · Devanagari · Kapitelübersicht
Stelle 13.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 13.002 Herr der Götter, du hast das Haus-Vastu angedeutet, aber noch nicht erklärt, ebenso wenig die Gliederung seiner Kanal-Linien und Körperteile, Dreizackträger. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.003 Erkläre dies alles zusammenfassend, du, der den Mond als Krone trägt. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 13.005 Auf einem viereckigen Feld oder einem Feld in Hausgestalt, Geliebte, werden zunächst je zehn Kanal-Linien gegliedert und als Messnetz ausgespannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.006 Ich nenne dir die Kanal-Linien der Reihe nach mit ihren Namen: Shanta, Yashovati, Kanta, Vishala, Pranavahini, [Die ersten beiden Namen sind beschädigt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.007 Sati, Vasumati, Nanda, Subhadra und Manorama. Diese zehn Kanal-Linien verlaufen von Westen nach Osten. [Die Parallelstelle 12.007 hat Sachi statt Sati.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.008 Hiranya, Suprabha, Lakshmi, Vibhuti, Vimala, Shri, Jaya, Jvala, Vishoka und Shubha verlaufen nach Norden. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.009 Durch die zehn Linien in jeder Richtung entsteht die glückverheißende Gestalt des Erdgeborenen. Höre nun genau, wie die Gottheiten eingesetzt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.010 Im Nabelbereich steht Brahma in neun Feldern. Nordöstlich von ihm liegt Apas in zwei Feldern, weiter nordöstlich ebenso Vatsa. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.011 Südöstlich von Brahma steht Savitar, weiter südöstlich Savitri; beide besitzen je zwei Felder. Im südwestlichen Bereich folgt eine als Indra beziehungsweise Candra überlieferte Gottheit. [Die letzte Benennung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.012 Weiter südwestlich liegt Jayendra in zwei Feldern. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.013 [Versetztes und beschädigtes Textstück.] Mriga und die weiteren Gottheiten nehmen einzelne Felder der südlichen Reihe ein. Im Bereich von Jaya [Textlücke]. Sugriva, Pushpadanta und eine weitere teilweise verlorene Gottheit, ferner Asura, Shosha und Roga nehmen einzelne Felder im Westen ein. [Die E-Text-Redaktion kennzeichnet dieses Stück als am oberen Seitenrand stehend.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.014 Nordwestlich von Brahma stehen Rudra und Rudradasa, beide in je zwei Feldern. Östlich von Brahma liegt Marichi in sechs Feldern. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.015 Vivasvat liegt südlich von Brahma in den entsprechenden Feldern. Westlich vom Lotusgeborenen steht der Herr der Zeit in sechs Feldern, du Gütige. [Die erste Feldzahl ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.016 Nördlich von Brahma wird Dharadhara in sechs Feldern eingesetzt. Nordöstlich von Vatsa liegt Isha, danach Parjanya. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.017 Jaya, Mahendra, die Sonne, Satya, Bhrisha und Antariksha nehmen jeweils ein Feld der Reihe ein. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.018 Südöstlich von Savitri liegt Agni. Danach werden Pushan, Vitatha, Grihakshata, Yama, Gandharva und Bhringa eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.019 Naga, Mukhya, Bhallata, Soma, Rigi, Aditi und Diti liegen in je einem Feld der nördlichen Reihe. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.020 Caraki, Vidari, Putana und Paparakshasi werden von der Nordostecke an bis zur Nordwestecke angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.021 Skanda, Aryaman, Jambha und Pilapiccha werden vom Osten bis zum Norden eingesetzt, du Schönäugige. [Aryaman ist hier verkürzt beziehungsweise beschädigt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.022 Die Gottheiten stehen dort, um die Erde festzuhalten, nicht ohne Zweck. Die beiden Hauptachsen und die acht Schnurlinien bleiben wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.023 Vier Schnurlinien verlaufen über je drei Felder, vier weitere über je sechs, Geliebte. Die Unterscheidung empfindlicher und nicht empfindlicher Stellen gilt wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.024 Eine weitere Gruppe empfindlicher Körperstellen ist zu erkennen, du Schönäugige: Kopf, Stirn, Brauen, Ohren, Augen, Nase und Kinn. [Einige Körperbezeichnungen sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.025 Lippen, Wangen, zwei unsicher bezeichnete Mundglieder, Zähne und Zunge, Kiefer, eine weitere Halsstruktur, Halsgrube und Hals. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.026 Schultern, Oberarme und Ellbogen, Unterarme und Handgelenke, Handflächen, Finger und Nägel. [Die Unterarmbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.027 Brust, Herz, Brüste, Flanken, Bauch, Nabel, seitliche Bauchbereiche, Hüften, Gesäß, Penis, Hoden, eine weitere Genitalbezeichnung und After. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.028 Oberschenkel, Knie, Unterschenkel, Knöchel, Fersen, Füße, Zehen, Nägel, Rücken sowie weitere beschädigt bezeichnete Rücken- und Nackenstellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.029 Mit dem Kreuzbeinbereich werden hundertelf empfindliche Stellen genannt. Sein Kopf liegt in der Nordostecke, darin liegen die Brauen. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.030 Darüber liegt die Stirn; ihre ringsum ausgebreitete Gestalt wird durch ein beschädigtes Wort beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.031 Diti und Parjanya sind als die beiden Ohren zu verstehen, du Schönäugige. Unter den Brauen liegen die Augen; zwischen den Brauen befindet sich der Punkt. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.032 Mit diesem Punkt ist die Nase verbunden; unter ihr liegen die Verbindung und die Wangen. Lippen, Mundglieder, Zähne und Zunge werden im siebengeteilten Vatsa-Bereich angeordnet. [Die Bezeichnung der Mundglieder ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.033 Die Anordnung erfolgt von unten nach oben, mit der Zunge in der Mitte. Zwei Abschnitte bilden die unsicher bezeichneten Mundglieder, entsprechend liegen die Unterlippen. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.034 Zwei Teile werden den Zähnen zugewiesen; in der Mitte liegt eine Zunge. Der Kiefer reicht von der Ohrwurzel bis zur Verbindung am Feldrand. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.035 Damit ist das Gesicht des Vastu vollständig beschrieben. Eine als Garuda bezeichnete Halsstruktur, Hals und Halsgrube liegen in drei Teilen des halben Apas-Bereichs. [Die erste Körperbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.036 Der untere und obere Apas-Bereich wird als Brust vorgestellt. Jaya ist die Schulter, Mahendra der Oberarm. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.037 Aditya ist der Ellbogen, Bhrisha und Satya bilden den Unterarm. Antariksha ist das Handgelenk, Agni die Hand. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.038 Savitri bildet die Finger, Savitar die Nägel. Damit ist die linke Seite des Vastu beschrieben. Die rechte Schulter liegt bei Aditi. [Die Schulterbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.039 Im Rigi-Bereich liegt der Oberarm, bei Soma der Ellbogen; Bhallata und Mukhya bilden den Unterarm. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.040 Bei Naga liegt das Handgelenk, bei Vayu die Hand. Rudradasa bildet die fünf Finger; ebenso werden fünf Nägel genannt, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.041 die im Rajayakshman-Feld abschnittsweise liegen. Die Verbindung nordöstlich von Brahma ist als Herz zu verstehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.042 Links und rechts der Herzverbindung werden die beiden Brüste vorgestellt. Ein Feld des Marichi-Bereichs bildet die linke Brust. [Der Name ist als „sarīra“ beschädigt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.043 Ein Feld von Dharadhara bildet die rechte Brust. Die übrigen fünf Felder Marichis, Geliebte, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.044 bilden die linke Flanke; die rechte liegt im Dhara-Bereich und umfasst ebenfalls fünf Felder, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.045 Im Brahma-Bereich liegt der Bauch, an dessen Ende der Nabel. Oberhalb und unterhalb des Nabels werden vier entsprechende Felder herangezogen. [Die Richtungs- und Bezugsangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.046 Darin sind der linke und entsprechend der rechte seitliche Bauchbereich zu erkennen. Die Felder von Indra und Indrajaya werden wiederholt halbiert, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.047 um die Körperteile von der Hüfte bis zum After anzuordnen. Unterhalb von Indra liegen die beiden Hoden; die Hüfte wird durch weitere Halbierung bestimmt. [Die Genitalbezeichnung ist nicht ganz eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.048 Unterhalb der Hüfte liegt eine Gelenkvertiefung; die Hoden liegen seitlich davon. Unterhalb und oberhalb der Verbindung wird der Penis angeordnet, darunter der After. [Die Höhenrelation ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.049 Seitlich der Hoden liegen die beiden Gesäßbacken, Göttin. Die sechs Felder Vivasvats bilden den Oberschenkel. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.050 In einem Teil von Pushan wird das Knie angegeben; darunter liegt der Unterschenkel. Er reicht vom Bereich Vitathas bis zu Gandharva. [Der erste Teilungsanteil ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.051 Dies ist seine seitliche Länge. Unterhalb des Unterschenkels liegt der Knöchel, darunter die Ferse; durch weitere Halbierung wird der Fuß bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.052 Die Zehen erhalten einen weiter halbierten Fußanteil, die Nägel wiederum einen halbierten Zehenanteil. Damit ist das linke Bein erklärt; der rechte Oberschenkel liegt beim Herrn der Zeit. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.053 Er umfasst sechs Felder; das Knie liegt bei Roga. Von Shosha bis zu der als „śragvija“ bezeichneten Gottheit reicht der Unterschenkel. [Ein Ausdruck vor der Knieangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.054 In der einen Hälfte Sugrivas liegt der Knöchel, in der anderen die Ferse. Darüber beziehungsweise durch weitere Halbierung werden Fuß und Zehen bestimmt. [Die Richtungswörter sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.055 Im oberen Ahnenbereich liegen die Nägel wie zuvor, du Schönfarbige. Im Brahma-Bereich des Rückens liegt der empfindliche Rückenpunkt. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.056 Bei der nach unten gewandten Gestalt ist die betreffende Vorderseitenstelle nicht als empfindlicher Punkt zu behandeln, du göttlich Schöne. Hinter der Herzverbindung liegt der entsprechende Rückenpunkt. [Die Einschränkung ist nicht völlig eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.057 Die Verbindungen der Hauptachsen am Rücken bilden empfindliche Nackenstellen. Auf der Rückseite von Indra und Indrajaya liegt der Kreuzbeinbereich. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.058 Beim Einsetzen von Tempeln, Häusern und anderen Bauten liegt der Vastu mit dem Gesicht nach unten. Die Bauteile werden so angeordnet, dass kein empfindlicher Punkt durch einen anderen bedrängt wird. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.059 Für die Verehrung und das Entfernen verborgener Fremdkörper liegt er dagegen auf dem Rücken. Die empfindlichen Punkte folgen der jeweiligen Vastu-Gestalt und den Verbindungen ihrer Messlinien. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.060 Wo solche Linien zusammentreffen, entsteht ein empfindlicher Punkt; er muss sorgfältig freigehalten werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.061 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 13.062 Wie soll dann eine Berührung der empfindlichen Punkte vermieden werden, Gott? Das beschriebene Vastu nimmt doch das gesamte Feld ein. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.063 Auf diesem Feld müssen Mauern und andere Bauteile für Tempel und Häuser angeordnet werden. Wie soll das dem Stifter möglich sein, wenn es überall empfindliche Stellen gibt? (IAST · Devanagari)
Stelle 13.064 Wo Vastu ist, sind auch empfindliche Punkte; wie könnte Vastu dann verehrt werden? Beginnt man außerhalb, so würde dies die beabsichtigte Anlage verfehlen. [Der letzte Ausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.065 Deshalb erläutere bitte sorgfältig die Verehrung der Gottheiten an den empfindlichen Stellen und das Entfernen verborgener Fremdkörper, Herr der Götter. [Die überlieferte Verbform ist auffällig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.066 Erkläre, wie Vastu verehrt wird und welche Opfergabe zur Zeit der Handlung dargebracht werden soll. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.067 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 13.068 Bei der Anlage der Tempel, Herrin der Götter, wird die beschriebene Vastu-Gestalt zugrunde gelegt, ob viereckig, rund oder dreieckig. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.069 Sie wird ein wenig nach Nordosten versetzt, um das Schädliche abzuwehren, Herrin der Götter. Nach diesem Verfahren wird das Vastu insgesamt verschoben, du Schöne. [Die Zweckangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.070 Durch die Verschiebung des Vastu verschieben sich auch seine empfindlichen Punkte. So wird die unmittelbare Deckung der Mitten von Verbindungsstellen und anderen empfindlichen Punkten vermieden. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.071 Nach diesem Verfahren werden die viereckigen und übrigen Anlagen begonnen. Höre nun vom Beginn der Mauern, insbesondere der Umfassungsmauern, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.072 Das jeweilige Wandmaß wird um ein halbes Sesamkorn vermindert oder vergrößert; so wird die Wand festgelegt. Daran soll kein Zweifel bestehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.073 Eine so errichtete Wohnstätte gilt als Quelle sichtbarer und unsichtbarer Frucht. Nun erkläre ich das Entfernen verborgener Fremdkörper; höre ordnungsgemäß zu. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.074 Der Lehrer soll die verborgenen Störstoffe und die Vastu-Regeln gründlich kennen. Zuerst stellt er das Vastu im Geist vor, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.075 An einem gut abgeschirmten, geschützten, menschenleeren und eingefriedeten Ort erfolgt das Entfernen der Störstoffe anhand von Vorzeichen, Göttin. [Die Vorzeichenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.076 Die Kundigen unterscheiden drei Arten: göttliche, nichtgöttliche und gemischte. Erscheinungen von Gottheiten gelten als göttlich, menschliche Erscheinungen als nichtgöttlich. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.077 Hunde, Eulen, Krähen und ähnliche Tiere gehören zur gemischten Art. Für den klaren, sattvischen Stifter beziehungsweise Lehrer gelten Göttererscheinungen als die höchste Form. [Die syntaktische Zuordnung von Stifter und Lehrer ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.078 Für den leidenschaftlich bewegten, rajasischen gilt die gemischte Art als mittlere; für den trägen, tamasischen die menschliche als niedrigste. [Auch hier ist die Beziehung von Stifter und Lehrer verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.079 In Kenntnis dieser Vorzeichen entfernt der Kundige die verborgenen Fremdkörper. Nun erkläre ich die auffälligen Körperbewegungen in Bezug auf die Stadtanlage. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.080 Der Stifter wird an den Ort geführt, an dem das Vastu vorgestellt wurde. Wenn er dort eintrifft, beobachtet ihn der kundige Lehrer. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.081 Steht der Stifter im Kopfbereich und berührt oder kratzt seinen Kopf, wird dort ein Schädel als verborgener Störstoff angenommen und nach dem entsprechenden Maß ausgegraben. [Das Verb der Berührung ist teilweise verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.082 Steht er im Gesichtsbereich und berührt sein Gesicht, wird dort Holz angenommen, das aus zwei Ellen Tiefe zu entfernen sei. Steht er im Halsbereich und berührt den Hals, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.083 wird dort eine eiserne Kette in drei Ellen Tiefe angenommen. Steht der Stifter im Bauchbereich und berührt seinen Bauch, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.084 werden dort tierische Überreste in zweieinhalb Ellen Tiefe angenommen. Berührt er im Handbereich seine Hände, werden Bettfüße als Störkörper gedeutet. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.085 Diese sollen nach dem Text aus zweiundzwanzig Fingerbreiten Tiefe ausgegraben werden. Steht er im Oberarmbereich und zeigt dort eine auffällige Bewegung, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.086 wird eine Wurzel als Störkörper angenommen, in einer beschädigt bezeichneten Tiefe. Dies gilt für die linke Seite; rechts wird ein hüfthohes Maß genannt. [Der Schluss ist teilweise verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.087 Dort wird eine Schädelkalotte oder Tonscherbe als Störkörper gedeutet. Steht er im Hüftbereich und kratzt die Hüfte, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.088 wird ein eiserner Nagel in zwei Ellen Tiefe angenommen. Berührt er im Oberschenkelbereich seinen Oberschenkel, wird Kernholz angenommen, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.089 das aus anderthalb Ellen Tiefe zu entfernen sei. Bei einer auffälligen Bewegung im Kniebereich wird eine beschädigt bezeichnete Art von Störkörper angenommen, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.090 oder ein Werkzeug des Barbiers, das aus einer Elle Tiefe zu entfernen sei. Bei Berührung des Knöchels im entsprechenden Bereich wird ein Paar Füße beziehungsweise Bettfüße gedeutet, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.091 die aus achtzehn Fingerbreiten Tiefe auszugraben seien. Berührt er im Fußbereich seinen Fuß, wird dort ein Elefantenknochen angenommen. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.092 Dieser sei aus einer Handspanne Tiefe zu entfernen. Berührt er im Ahnenbereich die große Zehe, wird ein mit Pfauenmotiven geschmückter Gegenstand angenommen. [Die Gegenstandsbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.093 Dieser Störkörper sei aus sechzehn Fingerbreiten Tiefe zu entfernen. Zeigt sich dagegen im Ahnenbereich eine auffällige Bewegung der kleinen Zehe, Göttin, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.094 wird ein bronzener Störkörper angenommen, der aus acht Fingerbreiten Tiefe zu entfernen sei. Berührt der Stifter im Fußbereich die Fußsohle, Geliebte, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.095 wird dort Leder in acht Fingerbreiten Tiefe angenommen. Berührt er im Brustbereich seine Brust, wird ein beschädigt bezeichneter hölzerner beziehungsweise baumartiger Störkörper gedeutet. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.096 Dieser sei aus elf Fingerbreiten Tiefe zu entfernen. Zeigt sich im Flankenbereich eine auffällige Bewegung, wird ein Rippenknochen angenommen, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.097 der an dieser Stelle aus einer halben Manneshöhe Tiefe zu entfernen sei. Berührt der Stifter im Brustbereich seine Brust, du Gütige, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.098 wird ein Katzenskelett angenommen, das aus Brusttiefe zu entfernen sei. Berührt er im Brahma-Bereich seinen Rücken, wird ein Eber-Ellbogenknochen gedeutet. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.099 Dieser sei nach dem Graben bis zur Nabeltiefe zu entfernen. Berührt er im Ishana-Bereich das Auge, wird in entsprechender Tiefe eine Perle angenommen. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.100 Berührt er im Ohrbereich das Ohr, werden Koralle, Gold oder Silber angenommen. Diese gelten als günstig und werden aus Ohrhöhe ausgegraben. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.101 Perlen und ähnliche Stoffe werden zum Nachweis ausgegraben, Herrin der Götter, danach aber zusammen mit weiteren Stoffen wieder an ihren Platz gelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.102 Steht er im Gesäßbereich und berührt ihn, wird Zinn angenommen, das aus Hüfttiefe zu entfernen sei, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.103 Berührt er im Gesichtsbereich die Zähne, wird ein Glimmerstück angenommen, das aus drei Ellen Tiefe sorgfältig auszugraben sei. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.104 Die Berührung der Brauen deutet auf einen beschädigt bezeichneten Störkörper in drei Ellen Tiefe. Das Kratzen der Achselhöhle wird mit schwarzem Eisen in drei Ellen Tiefe verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.105 Bei einer auffälligen Bewegung am Penis wird ein Gegenstand aus drei Metallen angenommen, der aus drei Ellen Tiefe zu entfernen sei; so lautet die Aussage der Schrift. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.106 Steht der Stifter in der Mitte des Vastu und schüttelt alle Glieder, werden ringsum verborgene Störstoffe angenommen. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.107 An den jeweiligen Stellen sind die zuvor genannten Stoffe zu vermuten: Kies, Steine, Holzkohle, Metall, Knochen, Hülsen, Scherben und Nägel, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.108 ferner eine unsichere Metalllegierung, Silber, Gold, Korallen, Edelsteine und Perlen. Weil der Boden mit allen Arten von Störstoffen vermischt ist, heißt er vermengt. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.109 Er wird bis zu einer Manneshöhe ausgehoben und sorgfältig gereinigt. Nach Entfernung der vermischten Fremdkörper wird er nach der früheren Vorschrift aufgefüllt. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.110 So gilt das Vastu als gereinigt. Danach werden Messlinien und empfindliche Punkte bestimmt und die Gottheiten eingesetzt, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.111 Nach der Verehrung des Vastu werden seinen Herren die Opfergaben dargebracht. Brahma und die folgenden, auch die ergreifenden Mächte, werden als seine Herren bezeichnet, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.112 Höre genau, welche Opfergaben ihnen zugeordnet sind. Für die erste Gottheit wird ein Strom geklärter Butter, für Parjanya unversehrtes Getreide genannt. [Die erste Gottheit ist beschädigt bezeichnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.113 Für Jaya wird ein Lotus genannt. Höre von Mahendra, Geliebte: Vaijayanti und eine gelbe Fahne werden als entsprechende Gaben bezeichnet. [Die Verbindung der beiden Fahnenbezeichnungen ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.114 Der Sonne wird goldhaltiges Wasser zugeordnet. Höre nun von Satya. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.115 Wer Heil wünscht, gibt ihm einen rauchfarbenen Baldachin. Eine Weizen-Opferspeise mit geklärter Butter und Milch, Geliebte, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.116 wird Bhrisha zugeordnet, wenn der Handelnde Vollendung wünscht. Für Antariksha nennt der Text Fisch oder gekochtes Fleisch. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.117 Ich erkläre die Opfergabe für Agni; höre mit gesammeltem Geist. Genannt werden geröstetes Mehl mit geklärter Butter, Honig und Milch sowie ein gefülltes Gefäß. [Die Gefäßbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.118 Dazu gehört ein Opferlöffel; diese Gabe dient der Befriedung. Pushan wird eine Flamme als Opfergabe zugeordnet, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.119 Für Vitatha wird eine als „ratnacāri“ überlieferte Gabe genannt, für Grihakshata Honig, du von den vorzüglichsten Göttern Verehrte. [Die erste Gabe ist nicht sicher bestimmbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.120 Yama werden Fisch und Fleisch zugeordnet, du Treugelobte; Gandharva Duftstoffe wie Sandel. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.121 Für Bhringa nennt der Text eine Vogelzunge beziehungsweise die Zunge eines „Zweimalgeborenen“. [Die Bezeichnung ist mehrdeutig.] Mriga wird eine Gerstenpflanze mitsamt der Wurzel zugeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.122 Für die Ahnen wird ein Reis-Hülsenfrucht-Gericht mit rohem Fleisch genannt, für Dauvarika ein Zahnreinigungshölzchen. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.123 Sugriva erhält Kuchen, die als „śragdvija“ bezeichnete Gottheit Kushagras, Pracetas einen Rajiva, also einen Lotus. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.124 Asura wird ein alkoholisches Getränk zugeordnet, der hier als Shotha bezeichneten Gottheit eine Gabe mit geklärter Butter, Roga ein Fladen, du Schönfarbige. [Einzelne Namen und die Buttergabe sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.125 Vayu erhält eine gelbe Fahne zur Hindernisfreiheit, Geliebte; der Schlangenherrscher eine Blüte mit einer beschädigt überlieferten Pflanzenbezeichnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.126 Sumukha erhält Früchte wie Trauben oder Mangos; Bhallata gekochten Reis mit Hülsenfruchtsuppe. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.127 Soma wird Reis mit Honig und geklärter Butter zugeordnet. Am entsprechenden Ort wird auch eine Gabe für die Ahnengottheit bestimmt, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.128 Genannt werden Milch, geklärte Butter und Honig. Zur Opferzeit sind die Gottheiten dort zum Empfang der Gaben anwesend. [Der erste Empfängername beziehungsweise Ausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.129 Die Knolle einer Kumuda-, Saugandhika-, Utpala- oder Lotusblüte wird der hier Giri genannten Gottheit zugeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.130 Für Aditi wird eine als „mullopikā“ überlieferte Speise genannt, für Diti ein gefüllter Kuchen, wenn der Handelnde Heil wünscht. [Die erste Speise ist nicht sicher bestimmbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.131 Apavatsa erhält Quark, Apas Milch, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.132 Marichi erhält Süßgebäck, Savitri Wasser mit Kushagras; Savitar eine beschädigt bezeichnete Blüte, du Schönfarbige. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.133 Vivasvat erhält einen Auftrag von rotem Sandel, Jaya grün gefärbten Reis, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.134 Dazu wird eine als „saumārika“ überlieferte Pflanze genommen und der Reis mit ihrem Saft durchtränkt. So wird der künstlich grün gefärbte Reis erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.135 Indra erhält ein Reis-Hülsenfrucht-Gericht, der Herr der Zeit Reis mit Rohzucker, Rudradasa eine Buttergabe und Rudra eine Gabe mit einer unsicher bezeichneten Speise. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.136 Dharadhara erhält gekochte Hülsenfrüchte mit Fisch und Fleisch. Manche nennen stattdessen gekeimte Hülsenfrüchte, du Schönfarbige. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.137 Andere nennen Mehl mitsamt den Hülsen, in einer beschädigt bezeichneten Hülle gekocht. Auch beide Formen, gekeimt und gekocht, werden zugelassen. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.138 Höre gesammelt von der Opfergabe für Brahma: eine Speise aus geklärter Butter und Milch, Sesam, unversehrtes Getreide, Gerste und Kushagras, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.139 verbunden mit den fünf Kuhprodukten, für den, der Vollendung wünscht. Caraki werden in geklärter Butter zubereitete Speise und rohes Fleisch zugeordnet. [Die erste Speisenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.140 Für Skanda wird eine Opfergabe aus Bohnenreis und Fleisch von empfindlichen Körperstellen genannt, Herrin der Götter. [Die erste Zusammensetzung lässt auch eine andere Lesung zu.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.141 Für Vidarika nennt der Text Fleisch mit einem als Herzlotus bezeichneten Organ und geklärter Butter. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.142 Für Aryaman wird ein Reis-Hülsenfrucht-Gericht mit Kuchen und einer als Phalgusha überlieferten Beigabe genannt, wenn Heil gewünscht wird. [Name und Beigabe sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.143 Putana werden Blut, Galle und Fleisch zugeordnet; Jambhaka frisches Fleisch mit Blut. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.144 Paparakshasi werden Mark beziehungsweise Knochenstücke, Fleisch, Blut und Galle zugeordnet; Pilapiccha Eingeweide, Blut und Blüten. [Die erste Stofffolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.145 So sind die Opfergaben für die Herren des Vastu erklärt. Nun beschreibe ich ihre Mantras sowie die Ordnung von Verehrung und Opfergabe. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.146 Der jeweilige Name steht im Dativ, beginnt mit dem Pranava und endet mit der Verneigungsformel. Dies ist der Verehrungsmantra, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.147 Duftstoffe, Räucherwerk und ähnliche Gaben erhalten den Feueropferabschluss; das Begrüßungswasser eine andere Opferformel, die Speisegabe den Ahnenopferabschluss. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.148 Die Trankgabe erhält den dafür genannten Opferabschluss. Nach diesem Verfahren werden die Gaben zur entsprechenden Zeit ringsum in den Richtungen dargebracht, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.149 Ebenso erhalten die Scharen der Wesen und die Mütter der Richtungen eine alle Wünsche umfassende Opfergabe mit sämtlichen Speisen. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.150 Ich werde ihre Formel erklären; höre aufmerksam, Geliebte. Am Anfang stehen der Pranava, das Wort „östlich“ und die Richtungsbezeichnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.151 Danach folgt „den dort Wohnenden“ und die Anrede an die Wesen. Anschließend wird die Wendung „den Nicht-Schrecklichen“ hinzugefügt. [Die verbindenden Formulierungen sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.152 Es folgen „den Schrecklichen“, „den noch Schrecklicheren“ und danach die Wendung „überall, allen“. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.153 Daran schließen sich „allen, Verehrung“ und „dem Allwesen“ an, mit den entsprechenden Dativendungen. [Die Wortbildungsanweisung ist teilweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.154 Die fünf verschiedenen rituellen Abschlussformeln werden der Reihe nach der Verehrung und den übrigen Gaben zugeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.155 Am Ende erfolgt die Entlassung mit dem dafür genannten Laut. Dies ist die Vorschrift für die Wesen; bei der Formel für die Mütter wird die Bezeichnung der Wesen nicht eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.156 Im Übrigen gilt dasselbe Verfahren wie zuvor. [Die einleitende Bezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.157 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 13.158 Gott, du hast das Planeten-Vastu und das aus den Elementen bestehende Vastu erklärt. Beschreibe mir deutlich, welche Opfergaben für sie vorgesehen sind. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.159 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 13.160 Der Sonne wird ein goldener Lotus zugeordnet, dem Mond Milch mit weißen Blüten. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.161 Mars erhält ein Svastika-Zeichen und rote Blüten, Merkur eine mit geklärter Butter gefüllte Gabe und einen gelben Kranz. [Die Gefäß- beziehungsweise Speisenbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.162 Jupiter wird Reis mit Quark und Kushagras zugeordnet; Venus eine Gabe mit einer beschädigt bezeichneten Reisart. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.163 Saturn erhält Süßgebäck mit blauen Wasserlilien, Rahu Kumuda-Blüten mit Honig. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.164 Ketu erhält geröstetes Mehl und blaue Blüten, Geliebte. Die Opfergaben richten sich jeweils nach der Anordnung der Gottheiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.165 Dem Raum werden Klänge von Muschelhörnern, Trommeln und anderen Instrumenten zugeordnet, dem Wind eine weiche Stofffahne, dem Feuer ein Butterlicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.166 Varuna erhält eine aus Teig geformte Krokodilgestalt. Eine Schildkröte, tatsächlich oder aus Teig geformt, (IAST · Devanagari)
Stelle 13.167 wird der Erde zugeordnet, du Schönhüftige; so erfolgt die Anordnung bei der Opfergabe. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.168 Ihre Namensmantras wurden bereits erklärt. So werden überall an den jeweiligen Stellen die Richtungsopfer dargebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.169 Die Opfergabe soll einen glücklichen Verlauf und sichtbare wie unsichtbare Frucht bringen, damit Beginn und Abschluss der Handlungen ohne Hindernis verlaufen, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.170 Andernfalls, so der Text, verursachen die Vinayakas große Hindernisse. Daher soll überall die alle Wünsche umfassende Opfergabe dargebracht werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 13.171 Durch diese Ordnung von Verehrung und Opfergabe wird Wohlergehen erwartet. Danach folgen die Anlage des Tempels und die des Hauses. [Ein Wort am Anfang ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 13.172 Damit endet das neunte Prakarana der Pingalamata. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 14: Griha – Häuser und Siedlungen
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Stelle 14.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 14.002 Die Merkmale der Tempel habe ich verstanden, höchster Herr der Götter. Erkläre nun die Merkmale der Häuser und die Anlage von Wohnstätten in Städten und anderen Siedlungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.003 Beschreibe die Anordnung für Brahmanen und die weiteren Gruppen, für Könige und deren eigene Anlagen. Erkläre genau die Errichtung für den Cumbaka und die übrigen Ritualkundigen. [Die erste Zeile ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 14.005 Ich werde die Anlage für den Cumbaka erklären, wie sie von einem König errichtet wird. Man nehme die Breite des Tempels, du göttlich Schöne, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.006 und lasse dieses Maß außerhalb der Umfassungsmauer frei. Dies gilt als Zwischenraum zwischen Tempel und Siedlungsanlage. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.007 Die Mauer der Siedlung wird entsprechend der Tempelumfassungsmauer angelegt. Eine weitere entsprechende Anlage folgt ringsum. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.008 Sie wird sorgfältig für die vorgesehenen Bewohner beziehungsweise Künstlerinnen angelegt. Nach Kenntnis der Stiftung des Bauherrn wird ringsum der Baugrund in Besitz genommen. [Die erste Zweckbestimmung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.009 Es folgt eine weitere Maueranlage für die Siedlung; das frühere Maß wird verdoppelt, bis der äußere Schutz der Siedlung erreicht ist. [Die erste Ortsangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.010 Das Siedlungsmaß wird nach der Tara-Zahl gegliedert, Göttin, im Osten, Süden, Westen und Norden. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.011 So entstehen deutlich vier Seiten in den vier Richtungen. Darin werden die Gottheiten von Isha bis Diti angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.012 Die Rakshasas und die weiteren äußeren Mächte liegen außen, Vatsa und die übrigen innen. Im Isha-Bereich wird ein Haus für den beständigen Wasserstrom angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.013 Im Parjanya-Bereich liegt ein Haus für die Geräte der Dämmerungsriten und weiterer Zeremonien: Muschelhörner, Kahala-Hörner, Bheri-Trommeln, Mardala- und Pataha-Trommeln, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.014 Timila, Siegesglocke, paarige Becken, Jharjhari, Muraja, Atakka, Nandi, Huduccha und Monda. [Mehrere Instrumentennamen sind unsicher überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.015 Ferner Kamsi, Damaru, Karadi, Pattamardala, Surali, Flöte, Vina, Madhuri und Kinnara, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.016 Khunkhuni sowie zwei-, drei- und sechssaitige Instrumente. Diese und weitere Geräte werden im Parjanya-Haus aufbewahrt. [Die Deutung der letzten Instrumentengruppe bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.017 Im Jaya-Bereich wird ein Haus angelegt; höre, was darin aufbewahrt wird: Gefäße aus Kupfer, Gold und anderen Stoffen, du Schönäugige, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.018 große Gefäße, Kannen, Schalen für Begrüßungswasser, Räuchergefäße, Glocken sowie Sandel mit dem Reibstein. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.019 Diese und weitere Ritualgeräte werden dort aufbewahrt. Für die Toranlage wird ein Viertel von Jaya und der gesamte Mahendra-Bereich genommen, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.020 dazu die Hälfte des Aditya-Bereichs. So wird der Torbau in der Siedlung angelegt. Für die folgende Größe wird Mahendra um ein Viertel vermindert und mit der Aditya-Hälfte verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.021 So entsteht der Torbau der mittleren Siedlung, du Schönhüftige. Für die nächste Form wird ein beschädigt bezeichneter Anteil Adityas mit einem Mahendra-Anteil verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.022 Mit einem Feld wird der Torbau der höchsten Siedlung angelegt. Ausgang, Eingang und Torweg, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.023 Torbogen, Durchfahrt und Pratoli sind verwandte Bezeichnungen, die du kennen sollst, du göttlich Schöne. [Eine Durchfahrtsbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.024 Über dem Torbau zwischen den äußeren Umfassungsmauern liegt ein länglicher Valabhi-Bau als Aufenthaltsort der Künstlerinnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.025 Über dem mittleren Mauerring liegt entsprechend eine Ghatika-Anlage; über der Umfassung des Gotteshauses die Tanzhalle. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.026 Die Tanzhalle kann auch am Ende der Halle liegen. Dort wird der Tanz in der Shiva-Siedlung vorgesehen. [Die erste Aussage wird im Quelltext teilweise wiederholt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.027 Bei der höchsten Siedlungsanlage liegt im Mahendra-Bereich, verbunden mit einem Viertel von Jaya, eine Unterkunft für Ankommende, du Schönäugige. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.028 Bei der mittleren Anlage bildet ein Viertel Mahendras zusammen mit einem Viertel Jayas die Gästeunterkunft. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.029 Bei der kleinsten Anlage liegt sie in der Hälfte Adityas. Im Satya-Bereich wird ein Versammlungs- beziehungsweise Audienzhaus angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.030 Im Bereich von Bhrisha bis Agni liegt eine geräumige Küche; bei Pushan ein Wasserraum, bei Vitatha die Aufbewahrung der Gefäße. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.031 Diese bestehen aus Gold, Silber, Kupfer, Bronze und anderen Stoffen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.032 Sie werden mit ihren Halterungen sorgfältig aufgestellt. Im Grihakshata-Bereich liegt das Haus zur Aufbewahrung der Waffen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.033 Dort liegen Schwert, Pfeile, Bogen, Axt, Hammer, Messer, Speer, eine beschädigt bezeichnete Waffe und verzierte Stäbe, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.034 ferner Keule, Wurfspeer, Schlinge, Kanaya, blattförmiger Dreizack, Rad, Schwert, schwere Keule, Donnerkeil, Haken und Pattisha. [Die genaue Trennung einzelner Waffennamen ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.035 Diese und weitere Waffen sowie verschiedene Schilde werden im Haus des Grihakshata aufbewahrt, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.036 Im Yama- und Gandharva-Bereich wird ein Klosterhaus mit drei Geschossen angelegt, alternativ mit zweieinhalb oder einem Geschoss, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.037 Dies sind der Reihe nach die höchste, mittlere und kleinste Form. Dieses Haus dient dem Acharya als eigene Schlafstätte. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.038 Dort soll man die tägliche Verehrung, Japa, Meditation und Yoga-Praxis ausüben. Gemeinsam mit den Viras soll man die für diese Gemeinschaft vorgesehenen Speisen und Getränke teilen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.039 Bei Bhringa liegt das Frauenhaus, bei Mriga der Baderaum. Im Ahnenbereich liegt eine für die ganze Siedlung bestimmte Einrichtung. [Aus dem Zusammenhang ist die Abortanlage gemeint; die Bezeichnung ist hier beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.040 Reinigungserde, Holz und Zahnreinigungshölzchen werden vom Mantrakundigen im Dauvarika-Haus aufbewahrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.041 In den Bereichen Sugriva, Pushpadanta und Pracetas liegt ein länglicher Speiseraum mit Lichtöffnungen und Gittern. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.042 Bei Asura und Shosha liegt die Unterkunft der Asketen. Bei Roga steht das Haus zum Stampfen und Mahlen, mit Gefäßen, Mörsern und weiteren Geräten. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.043 Im Vayu-Bereich wird ein Haus für Duftstoffe angelegt: Sandel, Agarholz, Kampfer, Moschus und weitere Salben. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.044 In den Bereichen Naga, Mukhya und Bhallata liegt ein langes, geräumiges und sehr schönes Haus für einen als „puṣya“ bezeichneten Zweck der Asketen. [Ob Pflege oder eine andere Nutzung gemeint ist, bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.045 Bei Soma und Rigi liegen die Vorratshäuser: bei Soma Edelsteine und andere Kostbarkeiten, bei Rigi Getreide und weitere Vorräte, Göttin. Es können zwei Häuser oder ein gemeinsames sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.046 Bei Aditi liegt ein teilweise verlorener Lager- oder Stallbereich, bei Diti eine besondere Unterkunft. So verläuft die Anordnung in der Siedlung rechtsläufig. [Die beiden Nutzungsangaben sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.047 Damit ist die Anordnung für eine entsprechende Ausrichtung Shivas erklärt. Nun beschreibe ich sie für den nach Westen blickenden Gott. [Die erste Ausrichtungsbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.048 Für den Torbau werden die Hälfte des Varuna-Bereichs, Asura und ein Viertel von Shosha verbunden. [Der Schluss ist teilweise verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.049 Dies gilt für die kleinste Anlage; bei der mittleren entfällt der Asura-Anteil. Für die höchste wird der Varuna-Anteil weggelassen und der Asura-Anteil einbezogen, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.050 sodass der Torbau in der Mitte liegt. Bei Sugriva und Pushpadanta befindet sich die Unterkunft der Asketen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.051 Im verbleibenden Bereich der drei Wege liegt der Versammlungsraum. Der übrige Varuna-Bereich dient der Gästeunterkunft. [Die erste Bereichsbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.052 Mahendra, Aditya und Satya bilden hier den Speiseraum. Drei Verlegungen werden so genannt; die übrigen Einrichtungen bleiben wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.053 Außerhalb vor dem Torbau liegt das Viertel der Shiva zugeordneten Künstlerinnen, mit nach Süden und Norden gerichteten Häuserreihen, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.054 Im Nordwesten liegt die Unterkunft für Trommeln und weitere Musikinstrumente. Viermal täglich erklingt Musik; dies heißt die Zeit des Räucheropfers. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.055 Sie liegt mittags, um Mitternacht, bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Fahnen, Banner und Spiegel gehören zur Ausstattung des Umzuges. [Die Bezeichnung des Umzugsgerätes ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.056 Dazu kommen Stangen, erhöhte Träger, weiße Schirme, Baldachine und an Stangen befestigte Lichter. [Die ersten technischen Bezeichnungen sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.057 Auf einer prächtigen Platte aus Gold oder anderem Material von vierundzwanzig Fingerbreiten wird ein schönes Linga aus gekochtem Reis geformt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.058 Es wird mit Duftstoffen, Blüten und weiteren Gaben verehrt, begleitet vom Klang von Glocken und Damaru-Trommeln. Ein Mann oder eine Künstlerinnengestalt trägt es auf dem Kopf, Herrin der Götter, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.059 schön und jugendlich, mit prächtigen Gewändern geschmückt. So beginnt zur Räucherzeit der rechtsläufige Umzug. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.060 Dreimal wird die Umrundung vollzogen, wobei die Abflussrinne nicht überschritten wird. Danach wird die Gabe sorgfältig auf dem Opfersockel abgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.061 Anschließend kehrt man zurück und tanzt in der Tanzhalle. Auch Dichtung, Schauspiel und instrumentale Darbietung werden genannt. [Die letzte Kunstbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.062 Dies geschieht vor Shiva täglich zu den vier vorgeschriebenen Zeiten. Nach dem ersten Viertel der Nacht wird vor Shiva außerdem ein als Dragada bezeichnetes Musikstück gespielt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.063 Nach Ablauf von drei Nachtvierteln folgt erneut ein nächtliches Dragada, mit allen zuvor genannten Instrumenten. [Die Zeitbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.064 Täglich wird es für die Dauer einer Ghatika gespielt. Im Norden der Siedlung liegen ein Blumengarten und ein längliches Wasserbecken. [Die letzte Bezeichnung ist teilweise verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.065 Ein Brunnen oder ein Wasserbecken wird aus reinem Stein, gebrannten Ziegeln oder schönem Holz angelegt. [Die Ziegelbezeichnung ist teilweise verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.066 Das längliche Becken besitzt schöne Treppen. Der Brunnen kann mit vom Töpfer gefertigten Ringen ausgekleidet sein und ohne Treppe bleiben. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.067 Für die Wasserzufuhr zum Blumengarten werden Schöpfrad, Tretvorrichtung, eine weitere Hebevorrichtung oder eine Rinne angelegt. [Zwei Gerätebezeichnungen sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.068 Höre, welche Blütenbäume vorgesehen sind: Bakula, Shriphala, Punnaga und Nagakesara, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.069 eine als Apsara bezeichnete Pflanze, Campaka, Nagacampaka, Patala, Sthalacampaka, Ashoka, Vrikshotpala und Kimshuka, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.070 Priyangu, Karnikara, Mandara, Parijataka sowie mehrere beschädigt überlieferte Namen, darunter wohl Ketaki, Mukta, Bahusena und Jayantika, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.071 ferner eine unsichere Pflanze, Shatapatri, Karavira, Tagara, Surabhi, Rajarka, Jati, Kunda, Pushika und Mallika. [Die Trennung einzelner Namen ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.072 Diese und weitere wohlriechende Pflanzen, etwa Damana und Maruvaka, werden in vielfältiger Anordnung gesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.073 Empfohlen werden auch Granatapfel, Mango, Orange, Zitronatzitrone, Banane, Jujube und weitere als Kuci, Kundura und Kanduka überlieferte Pflanzen. [Die letzten Namen sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.074 Ferner Palmyrapalme, Dattelpalme, eine weitere Palmenart, ein als Supavriksha bezeichneter Baum, Zitrone, Kokospalme, Hintala-Palme und Shala. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.075 Dazu kommen weitere beschädigt benannte Bäume, Tamarinde, Khadira, Pippala, Jambu, Plaksha, Udumbara, Nimba, Shripalli, Banyan und Vallaka. [Einige Identifizierungen bleiben unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.076 Mit diesen und anderen schönen Bäumen wird der freudvolle Hain gefüllt. Im Nordosten wird die Wohnstätte der Handwerker angelegt, du Schönäugige. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.077 Im Osten wohnen die Brahmanen; vor Shiva die Rezitierenden der Befriedungstexte. Im Südosten wohnen Schmiede, Zimmerleute und weitere Handwerker. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.078 Im Süden liegen die Wohnstätten der Dienerschaft und der Ackerbauern. Im Südwesten werden die im historischen Gesellschaftsbild als außerhalb der Kastenordnung eingestuften Gruppen angesiedelt. [Ein Wort ist teilweise verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.079 Wäscher und weitere Berufsgruppen liegen im Westen. Dies ist die Anordnung außerhalb der Siedlung. Im Zwischenraum zwischen Siedlung und Tempel, du Schöne, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.080 werden ringsum Bananenstauden und schöne Blütenreihen angelegt, geschmückt mit Tagara, einer als Pinda bezeichneten Pflanze und Karavira. [Ein Wort der Schmuckbeschreibung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.081 So ist die Shiva-Siedlung in Nandikavarta-Gestalt für den Cumbaka erklärt, der nach Lebensgenuss und Befreiung strebt, du Schönhüftige. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.082 Heilvoll, schön, herzerfreuend, ewig günstig, fest, unvergänglich und erfüllt: Solche verwandten Bedeutungen werden ihr zugeschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.083 Als Siedlung Shivas beziehungsweise als vom Lehrer geleitete Anlage gilt sie als fehlerfrei. Alternativ wird eine Anlage im Süden, Osten oder Westen genannt. [Die erste Aussage ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.084 Dort wird ein Klosterhaus errichtet; im Norden soll es nicht angelegt werden. Als Abstand wird zunächst die Breite des Tempels freigelassen, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.085 oder deren Hälfte beziehungsweise nochmals die Hälfte, entsprechend den drei Größenklassen klein, mittel und groß. [Die Zuordnung der Reihenfolge ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.086 Der Baugrund wird nach den verfügbaren Flächen und dem Wunsch des Stifters bestimmt. Ein gleichmäßiges Viereck wird angelegt und in drei Teile je Richtung gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.087 Im Nordosten liegt die Opferhalle, im Osten die Versammlungshalle, im Südosten die Küche mit Wasserstelle; eine weitere Wasser- und Küchenzuordnung zum Westen ist beschädigt überliefert. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.088 Im Süden liegt das Klosterhaus, in dem der Lehrer seine Schlafstätte einrichtet. Im Ahnenbereich liegt der Abort; nun folgen dessen verwandte Bezeichnungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.089 Genannt werden Kot-Hütte und weitere teils euphemistische, teils beschädigte Bezeichnungen. Die Quelle zählt neun Namen auf, deren vollständige Wortformen hier nicht sicher wiederzugewinnen sind, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.090 Im Westen wird eine schön gestaltete Mantra-Halle angelegt, im Nordwesten die Geräte, Mörser und weiteren Einrichtungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.091 Im Soma-Bereich liegt ein gut geschützter Lagerraum, in der Mitte ein schöner Hof. Außen wird die Anlage von einer Mauer umgeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.092 Im Osten oder Westen liegt ein Torbogen, dem Heiligtum angemessen. Die gesamte Anlage kann aus reinem Stein oder aus einem unsicher bezeichneten Geflecht- beziehungsweise Einfassungsmaterial bestehen, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.093 vollständig aus Holz oder Lehm errichtet, mit Flechtwerk eingefriedet oder mit Gras gedeckt sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.094 Der Kundige richtet sich nach den Mitteln sowie nach Ort und Zeit. Dies ist die zweite Nandikavarta-Form für den Cumbaka. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.095 Damit ist eine von Königen und anderen Stiftern errichtete, reich ausgestattete, prächtige und schöne Siedlung beschrieben, du Schönhüftige. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.096 Nun erkläre ich die gewöhnliche Wohnstätte des Cumbaka und der übrigen, Geliebte, selbst errichtet oder von anderen gestiftet. Höre von den Hausflügeln. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.097 Es gibt Anlagen mit vier, drei, zwei oder einem Hausflügel. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.098 Dies ist ihre Anzahl; nun folgt die Zuordnung. Vier Flügel gehören dem Acharya, drei dem Sadhaka, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.099 zwei dem Putraka und einer dem Samayin. Nun erkläre ich ihre Richtungen und ihre einzelnen Namen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.100 Die glückverheißende Anlage mit acht Flügeln heißt Nandikavarta. Zuerst wird das Ertragsdiagramm gegliedert, um die Hausflügel zu bestimmen. [Die Bezeichnung des Diagramms ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.101 Im Osten liegt das Shri-Haus unter der Ertragsklasse Fahne. Im Süden liegt das Schlafhaus unter der Ertragsklasse Löwe. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.102 Im Westen liegt das Speisehaus unter der Ertragsklasse Stier; im Norden das Vorratshaus unter der Ertragsklasse Elefant. [Der letzte Klassenname ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.103 Unter der Ertragsklasse Rauch liegt die Küche im Südosten. Der Abort liegt unter der Ertragsklasse Hund im Ahnenbereich des Südwestens. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.104 Das Haus zum Mahlen und Stampfen von Getreide liegt unter der Ertragsklasse Esel im Nordwesten; die Opferhalle unter der Ertragsklasse Krähe im Nordosten, du Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.105 Für das östliche Haus werden sieben, neun, elf, dreizehn, fünfzehn, siebzehn und neunzehn Ellen genannt, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.106 sowie einundzwanzig Ellen, jeweils unter der Ertragsklasse Fahne. Das vorzügliche Shri-Haus wird ringsum viereckig angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.107 Dort wird beständig mit dem Shri-Mantra verehrt, du Gütige. Shri selbst wird darin dargestellt; daher heißt es Shri-Haus. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.108 Für das nächste Haus werden neunundzwanzig Ellen in Ost-West-Richtung und siebzehn Ellen Breite in Süd-Nord-Richtung genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.109 Damit gehört das südliche Schlafhaus zur Ertragsklasse Löwe. Das folgende Haus erhält fünfzehn Ellen Länge in Süd-Nord-Richtung, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.110 und elf Ellen Breite in Ost-West-Richtung. So gehört der westliche Speiseraum zur Ertragsklasse Stier. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.111 Für das nächste Haus werden dreizehn Ellen Länge von Ost nach West und elf Ellen Breite von Süd nach Nord angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.112 Damit gehört das nördliche Vorratshaus zur Ertragsklasse Elefant. Für das folgende werden achtzehn Ellen Länge und dreizehn Ellen Breite genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.113 So entsteht die Ertragsklasse Rauch für die südöstliche Küche. Das nächste Haus erhält zehn Ellen Länge und sechs Ellen Breite. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.114 Damit gehört der Abort im Ahnenbereich zur Ertragsklasse Hund. Für das folgende Haus werden zehn Ellen Länge und sieben Ellen Breite genannt, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.115 So gehört das nordwestliche Haus zum Stampfen des Getreides zur Ertragsklasse Esel. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.116 Für das nächste Haus werden sechzehn Ellen Länge und zwölf Ellen Breite genannt, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.117 Damit gehört die nordöstliche Opferhalle zur Ertragsklasse Krähe. Weitere Häuser können ungleichseitig oder viereckig angelegt werden. [Der zweite Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.118 Entsprechend den Wünschen können die genannten Maße kleiner oder größer gewählt werden. Dies ist die dritte Nandikavarta-Form für den Cumbaka. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.119 Eine weitere, vierflügelige Form heißt Svastikavarta. Wenn die Mittel gering sind, du Gütige, erkläre ich dir diese Anlage. [Die Quelle hat „citta“; die Deutung als finanzielle Mittel bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.120 Im Osten werden Opfer- und Versammlungsraum verbunden, im Süden Küche und Schlafraum, im Westen Schlaf- und Speiseraum, im Norden Schlaf- und Vorratsraum. [Die Funktionsverbindungen sind sprachlich beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.121 Was jeweils benachbart ist, wird in der entsprechenden Richtung zusammengefasst. So wird die Anordnung unter Wegfall eigener Häuser für einzelne Funktionen ausgeführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.122 Nun erkläre ich die dreiflügelige Anlage für den Sadhaka. Hiranyavartaka heißt die Form ohne nördliches Haus. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.123 Sie wird vom Sadhaka errichtet, der Lebensgenuss und Befreiung sucht. Auch Suprabhavartaka ohne östlichen Flügel gilt als glückbringend. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.124 Cullikavartaka ohne südlichen Flügel gilt als ungünstig; ebenso Pakshaghnavartaka ohne westlichen Flügel, Göttin. [Ein Wort im zweiten Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.125 Zwei Formen werden angenommen, zwei verworfen, weil sie Glück beziehungsweise Leid bringen sollen. Höre nun von der zweiflügeligen Anlage des Putraka, du Schönfarbige. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.126 Eine Verbindung der Stier- und Löwenhäuser heißt Siddhartha. Sie gilt für den Putraka als beständige Quelle von Glück und Befreiung. [Das Wort für Glück ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.127 Die Verbindung von Elefant und Stier heißt Yamasurya. Weil sie nach der Omenlehre Tod bringe, soll sie sorgfältig gemieden werden, Göttin. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.128 Die Verbindung von Elefant und Fahne heißt Danda. Sie wird mit königlicher Bestrafung verbunden und deshalb besonders verworfen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.129 Die Verbindung von Fahne und Löwe heißt Vata. Sie wird mit beständigem Streit verbunden und soll als ungünstig gemieden werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.130 Die Verbindung von Stier und Fahne heißt Pakshi. Sie wird mit dem Verlust von Vermögen und Kraft verbunden und soll sorgfältig gemieden werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.131 Die Verbindung von Elefant und Löwe heißt Kakaki. Sie wird mit Streit mit anderen Menschen verbunden und deshalb verworfen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.132 Höre nun von der einflügeligen Anlage des Samayin, du Schönantlitzige: entweder das Fahnenhaus mit Blick nach Westen oder das Löwenhaus mit Blick nach Norden, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.133 oder das Stierhaus mit Blick nach Osten, du Gütige; nicht jedoch das nach Süden gerichtete Elefantenhaus. Der Gang erhält ein Achtel der Hausbreite. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.134 Ein Gang vor dem Stierhaus heißt Ushnisha. Beim Löwenhaus liegen Gänge an beiden Seiten; das Haus heißt dann Savastambha. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.135 Beim Fahnenhaus liegt der Gang ringsum; dies heißt Susthita. Beim Elefantenhaus liegt er hinten; diese Sayashraya genannte Form wird verworfen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.136 Dies ist die allgemeine Ganganordnung für den Cumbaka und die übrigen, du Gütige. Nun beschreibe ich die Wohnstätten der Brahmanen und weiteren gesellschaftlichen Gruppen einzeln. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.137 Für den Brahmanen wird die Breite des östlichen Hauses mit zweiunddreißig Ellen bestimmt; die Länge übersteigt sie um ein Zehntel. [Die erste Gruppenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.138 Das südliche Haus ist achtundzwanzig Ellen breit und um ein Achtel länger; das westliche vierundzwanzig Ellen breit, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.139 mit einer um ein Sechstel größeren Länge. Das nördliche misst zwanzig Ellen in der Breite und ist um ein Viertel länger. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.140 Beim Kshatriya wird für das östliche Haus eine beschädigte Breitenzahl und eine Verlängerung um ein Achtel genannt. Das südliche Haus misst vierundzwanzig Ellen. [Die Folge legt für das östliche achtundzwanzig nahe, doch der Wortlaut ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.141 Seine Länge übersteigt die Breite um ein Sechstel. Das westliche Haus misst zwanzig Ellen und ist um ein Viertel länger. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.142 Das nördliche Haus ist sechzehn Ellen breit; seine Länge wird durch eine Zweier- beziehungsweise Halbteilungsrelation bestimmt. Höre nun vom Vaishya. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.143 Sein östliches Haus ist vierundzwanzig Ellen breit und um ein Sechstel länger; das südliche zwanzig Ellen breit und um ein Viertel länger. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.144 Das westliche ist sechzehn Ellen breit und um ein Drittel länger; das nördliche vierzehn Ellen breit, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.145 und um die Hälfte länger. Höre nun vom Shudra, Geliebte: Die Breite beträgt zwanzig Ellen, die Länge übersteigt sie um ein Viertel. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.146 Das Haus kann nach Osten oder Norden blicken; auch eine Zweierverbindung ist möglich. Eine vierflügelige Anlage wird ihm in dieser historischen Rangordnung nicht zugewiesen; vorn kann eine Hütte für Rinder stehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.147 Wo sich die erforderliche Ertragsklasse nicht ergibt, wird entsprechend der Reihenfolge angepasst. Die für die gesellschaftlichen Gruppen genannten Hausmaße sollen weder unterschritten noch überschritten werden. [Die erste Regel ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.148 Nun erkläre ich das Königshaus in Nandikavarta-Gestalt. Das gewünschte Feld wird in neun Teile je Richtung gegliedert und besitzt einundachtzig Felder. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.149 Im Nabelbereich liegt die Audienzhalle, umgeben von acht Feldern. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.150 Im Nordosten liegt die Verehrungshalle für die persönliche Gottheit; südlich davon das Haus zur Aufbewahrung der Gewänder, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.151 Ein Feld wird für den Ost-West-Weg freigehalten. Südlich des östlichen Weges werden Gold und andere Schmuckstücke aufbewahrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.152 In einem beschädigt bezeichneten Bereich liegt der Edelsteinspeicher, westlich davon die Unterkunft der Künstlerinnen und weiter westlich das eigene Schlafhaus des Königs. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.153 Es besitzt drei, fünf oder sieben Geschosse und einen schönen, turmtragenden Vimana-Aufbau. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.154 Links davon liegt das Haus der Hauptkönigin in Valabhi-Gestalt. Im Indra-Bereich befindet sich das Frauengemach, nördlich davon ein größeres Haus. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.155 Weiter nördlich liegt eine vorzügliche Wohnstätte der Frauen. Im Rudra-Bereich werden Kampfer, Karkola und ähnliche Duftstoffe aufbewahrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.156 Östlich davon liegt ein weiteres schönes Haus einer Königin. Nördlich der Audienzhalle befindet sich der vorzügliche Speicher für alle Wertgegenstände. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.157 Östlich des Speichers liegt ein schönes Haus mit einer als „karṇotsāra“ überlieferten Funktion. Alle Bereiche werden durch Mauern entsprechend den vorhandenen Linien getrennt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.158 Außen wird wiederum ein gleichmäßiges Feld als Verkehrsweg freigelassen. In der nächsten äußeren Anordnung liegt im Nordosten das Haus für Befriedungsriten, Göttin. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.159 In seiner Mitte wird eine Feuergrube mit einem Maß von zwei Ellen und zusätzlichen Fingerbreiten angelegt. Sie besitzt eine Einfassung von acht Fingerbreiten. [Die zusätzliche Zahl ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.160 Der mittlere Yoni-Ansatz ist zwölf Fingerbreiten breit und sechzehn lang; seine Einfassung misst anderthalb Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.161 Vorn liegt eine Rinne von zwei Fingerbreiten, hinten zwei topfförmige Glieder. In der Mitte folgt ein Viereck mit einer Einfassung von einer Fingerbreite. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.162 Darüber hängt an einer eisernen Kette, die an einem inneren Querholz befestigt ist, ein mit geklärter Butter gefülltes Kupfergefäß mit einer Öffnung am Boden. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.163 Die Öffnung hat das Maß eines Darbhahalmes und lässt die Butter austreten. Der Strom soll Tag und Nacht ohne Unterbrechung fließen. [Der überlieferte Ausdruck für die Unterbrechung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.164 Brahmanen rezitieren dort Befriedungstexte aus Rig-, Yajur- und Samaveda; ein Opferpriester mit Kenntnis des Atharvaveda versieht dreimal täglich den Dienst, Göttin. [Eine Vedenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.165 Der König soll sie dauerhaft versorgen und ihnen reichliche Einkünfte zuweisen. Dies heißt Haus des befriedenden Stromes oder Vasudhara-Haus. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.166 Reihen von Fahnen mit den eigenen Zeichen sowie Darstellungen von Ganga und Yamuna, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.167 goldene Stangen, weiße Schirme, Pfauenfächer und Yakschweifwedel werden sorgfältig in einem Haus im Parjanya-Bereich aufbewahrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.168 Pferdeausrüstung, Rüstungen und weitere Geräte werden in einem Haus im Jaya-Bereich aufbewahrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.169 Im Mahendra-Bereich liegt die zentrale Verwaltung. Im Aditya-Bereich verläuft ein Weg; über dem Weg liegt ein Ghatigriha. [Die letzte Ortsangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.170 Im Satya-Bereich liegt das Gericht zur Prüfung von Rechtsstreitigkeiten. Im Bhrisha-Bereich wird ein Haus für einen vorzüglichen Stier angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.171 Bei Antariksha und Agni liegt die Küche. Bei Pushan werden Speisegefäße, Halterungen und weitere Geräte aufbewahrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.172 Bei Vitatha liegt die Versammlungshalle der Minister; bei Grihakshata eine als Jinashala überlieferte Halle. [Die Funktion dieser Halle ist aus dem Wortlaut nicht sicher zu bestimmen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.173 Bei Yama liegt die Unterkunft der Leibwache. Bei Gandharva stehen Sänger und die Aufbewahrung von Vinas und weiteren Instrumenten. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.174 Bei Bhringa liegt das schöne Haus des Heerführers; bei Mriga ein Haus für Moschus und weitere Duftstoffe. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.175 Im Ahnenbereich liegt eine ordnungsgemäß angelegte Abortanlage, bei Dauvarika ein vorzüglicher Baderaum. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.176 Bei Sugriva liegt das Haus der Torhüter, bei Pushpadanta der vorzügliche Speiseraum. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.177 Bei Pracetas verläuft ein Weg, du Schöne. Bei Asura liegt das Haus einer als „talavarga“ bezeichneten Dienstgruppe. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.178 Bei Shosha liegt die Waffenhalle mit Messern und weiteren Waffen. Bei Roga werden eine beschädigt bezeichnete Stall- beziehungsweise Krankenanlage und der Aufenthaltsort des Arztes genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.179 Im Vayu-Bereich liegt eine nicht sicher lesbare Halle. Bei Naga werden zwei Häuser angelegt, eines zur Prüfung von Rubinen und anderen Edelsteinen, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.180 das zweite für Blüten, du Gütige. In einer Hälfte Sumukhas liegt das Haus der königlichen Torwache. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.181 Die andere Hälfte enthält eine schöne Unterkunft für Pfauen und Hühner. Bei Bhallata liegt der Vorratsspeicher für sämtliche Feldfrüchte. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.182 Dort werden auch geklärte Butter, Salz und weitere Vorräte sorgfältig gelagert. Bei Soma liegt die große Halle für die königlichen Elefanten. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.183 Bei Rigi liegt der Stall für die Pferde, auf denen der König selbst reitet, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.184 Bei Aditi liegen zwei Häuser für Büffel und weitere Tiere, Geliebte; bei Diti entsprechend zwei Bereiche für Milchkühe und Unterricht. [Die Tier- und Funktionsfolge ist teilweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.185 Dort wohnen Lehrer mit den Prinzen und weiteren Schülern. Auch diese Anlage wird wie zuvor durch Umfassungsmauern gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.186 Das östliche Tor gilt als siegbringend, der Süden als vorzüglich zum Schlafen. Die Audienz wird regelmäßig mit Blick nach Osten gehalten, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.187 Das abgeschiedene westliche Tor heißt Nebentor. Eine weitere Regel zum Hauptzugang und zu Fahrzeugen ist beschädigt überliefert. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.188 Bei entsprechender westlicher Ausrichtung der Audienzhalle liegt der Schlafraum im Norden und der Vorratsspeicher im Süden; die übrigen Einrichtungen behalten ihre Anordnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.189 Audienzhalle, Vorratsraum und Schlafraum werden also verlegt. Außen folgt eine doppelt bemessene Siedlungsanlage, durch eine Mauer getrennt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.190 Vom Haupttor aus liegen zwei einander zugewandte Marktzeilen. Händler, Goldarbeiter und weitere beschädigt bezeichnete Gruppen erhalten dort besonderen Schutz. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.191 Im Süden liegen die geschützten Wohnstätten der Kurtisanen, die der König besucht, mit gegenüberliegenden Reihen länglicher Häuser. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.192 Im Westen wohnen weitere berufstätige Kurtisanen und Dienstgruppen. [Die genaue Zuordnung ist beschädigt.] Im Norden liegt ein schöner langer Garten mit Lotussen und Wasserlilien. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.193 Außen wird erneut eine durch Mauern getrennte Anlage geschaffen, Geliebte. Im Osten wohnen die Brahmanen, im Süden die Kshatriyas, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.194 im Westen die Vaishyas, im Norden die Shudras. Im Südosten liegen Schmiede und verwandte Handwerker, im Südwesten Schankwirte und weitere Gruppen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.195 Im Nordwesten werden Elefanten und zugehörige Gruppen angesiedelt, im Nordosten eine als Prakriti bezeichnete Bevölkerungsgruppe. Noch weiter außen liegt die Befestigung. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.196 Sie wird nach der früheren Beschreibung mit Toren und Türmen angelegt, mit vielfältigen Wohnstätten und unterschiedlich ausgestatteten Marktbereichen. [Die Torbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.197 Im Bereich von Kaladhipa oder Marichi liegt die königliche Trommeleinrichtung. Am Haupttor stehen sechzehn Wächter mit Stäben. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.198 Dazu werden fünfhundert Schwertträger und ebenso viele Bogenträger genannt. Am zweiten Tor stehen vierzehn Wächter und dreihundert Schwertträger. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.199 Am dritten Tor stehen zwölf Wächter und zweihundert Schwertträger, am vierten eine beschädigt als „dviṣa“ bezeichnete Wächterzahl und hundertfünfzig Beschützer. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.200 Am fünften Tor stehen acht Wächter und hundert Bewaffnete, am sechsten sechs Wächter und achtzig Bewaffnete. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.201 Am siebten Tor stehen vier Wächter und fünfzig schwerttragende, kampftüchtige Beschützer. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.202 Sie sind tapfer, standhaft und ihrem Herrn stets ergeben. So ist die vielfältige Siedlungsanlage mit sieben Mauerringen (IAST · Devanagari)
Stelle 14.203 für einen Großkönig über Könige erklärt, du Treugelobte. Für einen gewöhnlichen König wird eine zweite Nandikavarta-Form beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.204 Götterraum, Küche, Schlafraum, Waffenraum, Speiseraum und Vorratsspeicher werden innerhalb der Umfassung angeordnet, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.205 vom Nordosten bis zum Norden. Nun folgen ihre Maße: Für die erste Anlage werden hundertacht Ellen genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.206 Die Länge übersteigt die Breite um ein Viertel. Der Schlafraum misst hundert Ellen, der Speiseraum zweiundneunzig, jeweils mit einer um ein Viertel größeren Länge. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.207 Der Vorratsspeicher misst vierundachtzig Ellen, die Küche vierundfünfzig, mit einer um ein Viertel größeren Länge. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.208 Für eine als Waffenhaus zu deutende Anlage werden fünfzig Ellen genannt; am Ende wird nochmals eine Abortanlage erwähnt. [Die mehrfach ähnlich geschriebenen Funktionswörter sind stark beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.209 Für eine weitere Halle wird ein Maß um vierzig Ellen genannt; das Haus zur Götterverehrung erhält ein um ein Viertel vermindertes Maß, Geliebte. [Die erste Zahl ist nicht sicher lesbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.210 Auch hier ist die Länge um ein Viertel größer. Nun erkläre ich das Haus des königlichen Schatzmeisters. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.211 Das östliche Haus misst zweiundsiebzig Ellen und ist um ein Sechstel länger; das südliche misst fünfundsechzig Ellen, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.212 das westliche achtundfünfzig, das nördliche einundfünfzig, das südöstliche sechsunddreißig und das südwestliche zweiunddreißigeinhalb. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.213 Im Nordwesten werden neunundzwanzig Ellen genannt, im Nordosten fünfundzwanzigeinhalb. Bei allen ist die Länge um ein Sechstel größer. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.214 Nun beschreibe ich die Nandikavarta-Anlage des Heerführers. Das östliche Haus misst vierundsechzig Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.215 Die Länge übersteigt die Breite um ein Fünftel. Das südliche Haus ist um sechs Ellen kleiner, das westliche misst zweiundfünfzig Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.216 Das nördliche Haus misst sechsundvierzig Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.217 Im Südosten werden zweiunddreißig Ellen genannt, (IAST · Devanagari)
Stelle 14.218 im Südwesten neunundzwanzig und im Nordwesten sechsunddreißig, Geliebte. [Die Nordwestzahl fällt aus der absteigenden Folge und wird nicht stillschweigend berichtigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.219 Das vorzügliche Haus im Nordosten misst dreiundzwanzig Ellen. Bei allen übersteigt die Länge die Breite um ein Fünftel. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.220 Höre nun von der großen östlichen Wohnstätte eines Vasallenfürsten: Für das östliche Haus werden neunundfünfzig Ellen genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.221 Seine Länge ist um ein Viertel größer. Das südliche Haus misst vierundfünfzig Ellen, das westliche neunundvierzig; die nördliche Zahl ist beschädigt überliefert. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.222 Das südöstliche Haus misst neunundzwanzigeinhalb Ellen, das südwestliche siebenundzwanzig. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.223 Das nordwestliche Haus misst vierundzwanzigeinhalb Ellen, das nordöstliche zweiundzwanzig. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.224 Bei allen ist die Länge um ein Viertel größer, Geliebte. Es folgt eine Regel zur Berechnung von Ertrag und Aufwand, deren Wortlaut beschädigt ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.225 In Kenntnis dieser Regeln wird das Haus weder zu klein noch zu groß gebaut. So ist das Haus mitsamt seinen Türen der Reihe nach erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.226 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 14.227 Wie wird die Tür eines Hauses angelegt? Erkläre das Günstige und Ungünstige. Und wie wird die Tür einer Opferhalle gebaut, allgegenwärtiger Herr? (IAST · Devanagari)
Stelle 14.228 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 14.229 Die Tür der Opferhalle liegt in der Mitte wie beim Tempel. Höre nun von den günstigen und ungünstigen Hausportalen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.230 Die Wandstärke beträgt ein Sechzehntel der Hausbreite, die Türbreite ein Achtel; die Türhöhe ist doppelt so groß wie ihre Breite. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.231 Dies gilt für die kleinste Klasse. Für die mittlere wird ein Zwölftel, für die höchste ein Sechzehntel genannt; die Höhe ist jeweils doppelt so groß wie die Türbreite. [Die Staffelung der Breitenanteile bleibt im Wortlaut auffällig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.232 Alternativ werden die Maße selbst in Ellen und Fingerbreiten bestimmt; nach Prüfung von kleinerem, größerem und gleichem Maß erhält die Tür die passende Ertragsklasse. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.233 Eine Tür in der dem Haus zugehörigen Richtung soll nicht durch die eigene Anlage versperrt werden. Die beiden Seitenrahmen und die beiden Schwellenbalken werden gleichmäßig ausgeführt. [Der erste Satz ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.234 Das eigene Maß wird achtgeteilt; höre von den acht Türlagen. Türen werden in den Hauptrichtungen angelegt, nicht in den Zwischenrichtungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.235 Eine Tür im Isha-Bereich gilt als schrecklich und furchterregend. Bei Parjanya wird sie mit der Unbeständigkeit von Frauen verbunden. [Historische Omenzuordnung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.236 Eine Tür bei Jaya gilt als siegbringend, bei Mahendra als Quelle wachsenden Wohlstandes. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.237 Bei der Sonne wird sie mit Machtglanz und wachsendem Ruhm verbunden, bei Satya mit der Zunahme rechtschaffenen Verhaltens. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.238 Bei Bhrisha bedeute sie beständigen Streit; bei Antariksha weder Glück noch Leid. [Der erste Name ist als „bhūya“ überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.239 Dies sind die acht Türlagen eines nach Osten gerichteten Hauses. Höre nun die acht eines nach Süden gerichteten. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.240 Bei Agni wird Brandgefahr angenommen, bei Pushan Glück und Vermögen durch Gaben. [Die genaue Formulierung der zweiten Frucht ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.241 Bei Vitatha wird der Verlust von Freunden und weiteren Gütern behauptet, bei Grihakshata vollständiger Verlust. [Die erste Zusammensetzung kann auch Feindvernichtung bedeuten; der Wortlaut ist mehrdeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.242 Bei Yama wird Tod vorhergesagt, bei Gandharva die Vernichtung von Feinden. [Der letzte Ausdruck ist knapp überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.243 Eine Tür bei Bhringa wird mit Kunstfertigkeit, Geschick und wachsender Einsicht verbunden, bei Mriga mit Tatkraft und Mut. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.244 Höre nun die acht Türlagen eines nach Westen gerichteten Hauses. Im Ahnenbereich wird eine Zunahme von Blüten beziehungsweise einer beschädigt bezeichneten Frucht genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.245 Bei Dauvarika wird die Tür mit dem Fortziehen in die Hauslosigkeit verbunden, bei Sugriva mit Erfolg in Landwirtschaft und Handel. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.246 Bei Pushpadanta wird eine günstige Frucht für Söhne und Vermögen genannt; bei Varuna Gesundheit, Frieden und Glück. [Der erste Fruchtausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.247 Hinzu kommen wachsender Reichtum, Gedeihen, Lebensdauer und Einsicht. Bei Asura wird dagegen täglicher Vermögensverlust angenommen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.248 Bei Shosha wird beständige Zunahme von Krankheit behauptet. [Eine gesonderte Roga-Türlage fehlt hier.] Nun folgen die acht Türlagen des nach Norden gerichteten Hauses. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.249 Bei Vayu wird sofortige Vertreibung angenommen, bei Naga Gefahr durch berauschte oder rasende Wesen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.250 Bei Sumukha werden Herrschaft und führende Stellung verheißen, bei Bhallata täglich wachsendes Vermögen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.251 Bei Soma werden längeres Leben und Freiheit von Krankheit genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.252 Bei Rigi werden Abmagerung, schwindender Lebensunterhalt, beständige Unruhe und Härte behauptet. [Die abschließende Gemütsbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 14.253 Bei Aditi werden dichterische Begabung und wachsende Einsicht genannt, bei Diti Überheblichkeit und Stolz. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.254 In Kenntnis dessen wird das Günstige gewählt und das Ungünstige vermieden. Weitere Richtungsanlagen können nach Wunsch gewählt werden, sofern sie einen günstigen Verlauf anzeigen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.255 Wer das Vastu-Messnetz sorgfältig und gründlich kennt, erlange nach Wunsch Lebensgenuss, Befreiung oder die Überwindung von Feinden. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.256 Ohne diese Kenntnis gebe es weder Lebensgenuss noch Befreiung noch erfolgreiche Vollziehung. Daher soll man vor dem Baubeginn alle Regeln sorgfältig verstehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.257 So werden Shiva-Siedlungen und weitere Anlagen zur Erfüllung der Lebensziele errichtet und nach Wunsch eingeweiht, im Streben nach Früchten in dieser und der jenseitigen Welt. (IAST · Devanagari)
Stelle 14.258 In der Pingalamata: das Prakarana über Häuser. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 15: Pratishtha – Weihe und Einsetzung
Diesen Lesebereich lesen: IAST · Devanagari · Kapitelübersicht
Stelle 15.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 15.002 Erkläre, wie die Einsetzung der Lingas und der gestalteten Bilder erfolgt. Welche Maße und Formen besitzt die Einweihungshalle jeweils? [Die Bezeichnung der Bilder ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.003 Wo soll sie errichtet werden, und mit welcher Ausstattung? Beschreibe die Feuergruben und die Opferlöffel samt den weiteren Geräten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.004 Erläutere aus deiner Gnade zusammenfassend alles, was zu dieser Gelegenheit erforderlich ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.005 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 15.006 Die Weihe erfolgt in der Einweihungshalle, die Aufstellung im Tempel. Wird die Gestalt im Tempel nicht bewegt, heißt dies Einsetzung am bestehenden Ort. [Die zweite Formulierung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.007 Die erste Halle dient der Weihe, die zweite dem rituellen Bad, die dritte der Prüfung beziehungsweise Erschließung der Merkmale, die vierte ist die Werkhalle. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.008 Vor dem Tempel liegt die glückverheißende Einweihungshalle. Noch davor liegt, mit einem halben Maß beziehungsweise Abstand, die Halle zur Bearbeitung der Merkmale. [Der genaue Maßbezug ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.009 Nördlich davon liegt entsprechend die Badehalle. Die Werkhalle steht nach Wunsch an einem geeigneten Ort. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.010 Für Lingas von einer Elle an erkläre ich nun die Maße der Hallen, ihrer Stützen und Torbögen, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.011 Für Raudra-Lingas bis zu einer Elle soll die Einweihungshalle zehn Ellen messen, du Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.012 Die Stützen und Torbögen messen fünf Ellen; jeweils eine Elle wird im Boden verankert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.013 Für Lingas von eineinviertel bis zwei Ellen wird eine vorzügliche Halle von dreizehn Ellen errichtet, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.014 Stützen und Torbögen messen sieben Ellen; zwei Ellen werden im Boden verankert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.015 Für Lingas von zweieinviertel bis drei Ellen wird eine vorzügliche Halle von fünfzehn Ellen angelegt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.016 Stützen und Torbögen messen neun Ellen; drei Ellen werden im Boden verankert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.017 Für Lingas von dreieinviertel bis vier Ellen misst die glückverheißende Einweihungshalle siebzehn Ellen, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.018 Stützen und Torbögen messen elf Ellen. Drei Ellen mit einer beschädigt überlieferten zusätzlichen Fingerbreitenzahl werden im Boden verankert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.019 Für Lingas von viereinviertel bis fünf Ellen wird eine vorzügliche Halle von neunzehn Ellen angelegt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.020 Stützen und Torbögen messen dreizehn Ellen; drei Ellen und zwölf Fingerbreiten werden im Boden verankert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.021 Für Lingas von fünfeinviertel bis sechs Ellen wird eine vorzügliche Halle von einundzwanzig Ellen angelegt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.022 Stützen und weitere Träger messen fünfzehn Ellen. Drei Ellen und sechzehn Fingerbreiten werden vom Kundigen im Boden verankert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.023 Für Lingas von sechseinviertel bis sieben Ellen wird eine vorzügliche Halle von dreiundzwanzig Ellen angelegt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.024 Die Stützen messen fünfzehn Ellen und neun Fingerbreiten, die Torbögen ebenso. Für die Verankerung werden drei Ellen und zwölf Fingerbreiten genannt. [Die abweichende Staffelung wird unverändert wiedergegeben.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.025 Für Lingas von siebeneinviertel bis acht Ellen wird eine Halle von fünfundzwanzig Ellen angelegt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.026 Die Stützen messen fünfzehn Ellen und siebzehn Fingerbreiten, die Torbögen ebenso. Vier Ellen werden im Boden verankert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.027 Für Lingas von achteinviertel bis neun Ellen wird eine vorzügliche Halle von siebenundzwanzig Ellen angelegt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.028 Die Stützen messen fünfzehn Ellen und fünfundzwanzig Fingerbreiten, die Torbögen ebenso. Für die Verankerung werden vier Ellen genannt, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.029 zuzüglich vier Fingerbreiten; dies gilt als hinsichtlich der Ertragsklasse bereinigt. Fehlt der nötige Raum, wird die Verankerung nach dem Erfordernis der Festigkeit ausgeführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.030 Wo die erforderlichen Bäume beziehungsweise Hölzer fehlen, wird das Geeignete verwendet. Auch dann steht die innere Haltung im Vordergrund, denn alles wurzelt in ihr. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.031 Fehlende innere Haltung und vorhandene innere Haltung werden mit einer beschädigt überlieferten Aussage über Zweiheit verbunden. Deshalb wird das Fehlen innerer Haltung verworfen; die Einsetzung soll mit bewusster Vergegenwärtigung erfolgen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.032 Was mit Mühe beschafft werden kann, soll tatsächlich bereitgestellt werden. Ist es verfügbar, gilt bloßes Vorstellen als Fehler; ist es trotz Bemühung nicht zu erlangen, ist die Lage eine andere. [Die Schlusswendung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.033 Die erste Halle besitzt zwölf Stützen, die zweite zwanzig. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.034 Die dritte besitzt dreißig, die vierte zweiundvierzig. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.035 Die fünfte besitzt sechsundfünfzig, die sechste zweiundsiebzig, die siebte neunzig Stützen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.036 Die achte besitzt hundertzehn, die neunte hundertzweiunddreißig. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.037 Die Stützen und weiteren Bauteile werden danach angeordnet. Vier Torbögen stehen in den vier Hauptrichtungen; auch die Zwischenrichtungen werden im Wortlaut genannt. [Die Verbindung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.038 Dies gilt allgemein für die Hallen. Ausgenommen sind die Badehalle und eine weitere Halle; diese beiden besitzen je einen Torbogen. [Die zweite Ausnahme ist nur verkürzt bezeichnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.039 Unter Freilassung von zwei Ellen werden die Torbögen angelegt. Das Maß der Seitenpfosten wird oberhalb des eingegrabenen Teils bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.040 Die Querbalken erhalten das entsprechende Maß; Pfosten und Querbalken bestehen aus derselben Holzart. Vier Verbindungen und ein gleichmäßiger Durchgang werden genannt. [Die letzte Bauanweisung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.041 Auf dem oberen Querbalken werden drei Dreizackzeichen angebracht, eines in der Mitte und zwei seitlich. Nun folgen ihre Maße. [Die Zeichenbezeichnung ist hier als „trimūla“ überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.042 Die Spitze ist neun Fingerbreiten lang, die Breite beträgt ein Viertel davon. Die mittlere Spitze ist gerade, die seitlichen sind leicht gebogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.043 Dies gilt für die erste Klasse; die Einlasstiefe beträgt zwei Fingerbreiten. Bei der zweiten beträgt die Länge elf, die Einlasstiefe drei Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.044 Bei der dritten gelten dreizehn und vier Fingerbreiten, bei der vierten fünfzehn und fünf. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.045 Bei der fünften gelten siebzehn und sechs Fingerbreiten, bei der sechsten neunzehn und sieben. [Die Neunzehnerzahl ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.046 Bei der siebten gelten einundzwanzig und acht Fingerbreiten, bei der achten dreiundzwanzig und neun. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.047 Bei der neunten gelten fünfundzwanzig und zehn Fingerbreiten. Dies sind die Maße für Einsetzung und Einlassung an Pfosten und Dreizackspitzen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.048 Alles wird mit dem Herzmantra oder dem Pranava vollzogen, du Treugelobte. Unter der mittleren Spitze liegt die Göttin Shri, unter den seitlichen Svastika-Zeichen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.049 Auch Lotus- oder Nandikavarta-Zeichen können als glückverheißender Schmuck dienen. Der östliche Torbogen heißt Shantida, Friedengeber, und besteht aus Banyanholz. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.050 Der südliche besteht aus Udumbara-Holz und heißt Bhutida, Gedeihengeber. [Der Name ist teilweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.051 Der westliche heißt Pushtida, Nährender, und besteht aus Pippalaholz; der nördliche heißt Ayuda, Lebensgeber, und besteht aus Plakshaholz. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.052 Unter jedem Torbogen stehen an den Pfosten jeweils zwei Torhüter. Höre ihre jeweilige Anordnung. [Ein Teil der Bezeichnung ist verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.053 Am Osttor werden Nandin und Mahakala angeordnet, am Südtor Bhringin und Vinayaka. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.054 Am Westtor stehen Vrishabha und Kartikeya; am Nordtor Gauri und eine beschädigt überlieferte zweite Gottheit. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.055 Nandin und Mahakala werden durch eine verlorene Lautgruppe gebildet. Bhringin und Vinayaka werden mit der Ca- und Ta-Lautreihe verbunden. [Die erste Hälfte enthält eine größere Textlücke.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.056 Mit weiteren Ta- beziehungsweise Pa-Lautreihen werden Durmukha und Angara vorgestellt; mit den Ya- und Sa-Reihen Shita und Ashita, Herrin der Götter. [Die Namen weichen von der vorangehenden Torhüterliste ab.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.057 Höre nun von den äußeren Gefäßen nahe den Torbögen. Im Osten wird das Shanta genannte Gefäß eingesetzt, von Indra bewohnt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.058 Im Südosten liegt das Shishira genannte Gefäß mit Agni, im Süden das Parjanya genannte mit Yama. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.059 Im Südwesten liegt ein als „Vishva“ oder ähnlich überliefertes Gefäß mit den Ahnen. Im Westen liegt Apyayaka mit Varuna. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.060 Im Nordwesten wird Amrita eingesetzt, vom Wind bewohnt; im Norden Hrada mit Soma. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.061 Im Nordosten liegt Nidhisha mit Isha. Ein weiteres Gefäß namens Balada liegt im Ahnenbereich mit Vishnu. [Einige Namensformen sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.062 Dieses wird unten angeordnet; im Nordosten folgt die obere Anordnung. Dort wird Shubhada mit Brahma eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.063 [Größere Textlücken in der Mantraanweisung.] Die erhaltene Formel beginnt mit dem Pranava; am Ende steht die Verneigung vor Agni. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.064 Es folgen die mit Anfangslaut und Keimsilbe versehenen Verneigungsformeln für Yama und Nirriti. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.065 Danach werden entsprechende Verneigungsformeln für Varuna und Vayu genannt. [Die Angaben zu ihren Anfangslauten sind teilweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.066 [Textlücke.] Erhalten ist die Anweisung zu einem Anfangslaut und einem Abschluss mit der Verneigungsformel. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.067 Es folgen die Verneigungsformeln für Isha und Vishnu mit ihren Keimsilben und vorgeschriebenen Anfangslauten. [Die zweite Lautanweisung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.068 Danach folgt die Verneigung vor Brahma mit zweimaligem Pranava. Alle Formeln werden mit dem Waffenlaut versehen; dies sind die Mantras der Gefäße. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.069 Die Gefäße werden durch den Pranava als Träger vorgestellt, du Treugelobte. Die darin getragenen Welthüter werden als untrennbar mit ihnen verbunden vergegenwärtigt. [Das Wort für die Untrennbarkeit ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.070 Die schönen Gefäße enthalten Heilpflanzen und Edelsteine und sind mit Wasser gefüllt. Sie werden mit Duftstoffen bestrichen; um ihren Hals liegen Schnur und Kushagras. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.071 Sie tragen Blütenkränze und Mangozweige. Alle Gefäße und ebenso die Torbögen werden mit Stoff bedeckt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.072 Über den Torbögen werden Girlanden aus Mangozweigen befestigt, ferner Ketten aus geschnittenem Kushagras und herabhängende Blüten und Blätter. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.073 Sie werden mit einem beschädigt bezeichneten Stoff bestrichen und mit Stoffschnüren umwickelt. In den Zwischenrichtungen werden Bananenstauden mit Bambuszweigen aufgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.074 Höre gesammelt die Merkmale der Fahnen. Im Osten liegt die Indrayudha genannte Fahne von gelber Farbe. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.075 Im Südosten liegt Rakta, die Rote; im Süden Krishna, die Schwarze. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.076 Im Südwesten liegt Dhumra, die Rauchfarbene. Für die westliche Fahne ist der Name beziehungsweise die Farbe beschädigt überliefert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.077 Im Nordwesten liegt Kapila, die Gelbbraune; im Kubera-Bereich des Nordens Pita, die Gelbe. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.078 Im Nordosten liegt Shveta, die Weiße. Im Südwesten wird zusätzlich Nila, die Blaue, genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.079 Im Nordosten wird zusätzlich Padma, die Lotusfarbene, genannt. In der Mitte liegt Citra, die Bunte, für einen beschädigt bezeichneten Trägerbereich. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.080 Die einzelnen Fahnen werden jeweils einfarbig ausgeführt. Danach werden die zugehörigen Keimlaute und der zweimalige Pranava aufgezählt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.081 Die Laute sind dreizeitig und mit dem Nasalpunkt versehen; die Formeln beginnen mit dem vorgeschriebenen Anfangslaut und enden mit der Verneigung. In der Mitte steht der jeweilige Name im Dativ. [Eine Endungsanweisung ist teilweise verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.082 Die Fahnen in Haupt- und Zwischenrichtungen werden als Waffenformen verstanden. Sie stehen auf Bambusstangen und werden mit dem Pranava aufgerichtet. [Textlücke in der Stangenbeschreibung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.083 In der Mitte der Halle liegt die Opferplattform, regelmäßig viereckig, hell und spiegelglatt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.084 Für ein Linga bis zu einer Elle ist sie vier Ellen breit und acht Fingerbreiten hoch, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.085 Für ein Linga bis zu zwei Ellen wird die Breite mit fünf Ellen und die Höhe mit neun Fingerbreiten angegeben. [Die Breitenformel ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.086 Für ein Linga bis zu drei Ellen wird eine beschädigt als „Shankara“ bezeichnete Breite und eine Höhe von zehn Fingerbreiten genannt, Herrin der Götter. [Die Folge legt sechs Ellen nahe, der Wortlaut bestätigt sie nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.087 Für ein Linga bis zu vier Ellen ist die Plattform sieben Ellen breit und elf Fingerbreiten hoch, du Schönfarbige. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.088 Für ein Linga bis zu fünf Ellen ist sie acht Ellen breit und zwölf Fingerbreiten hoch. Höre nun von der folgenden Größenklasse. [Die Sechs-Ellen-Bezeichnung ist teilweise verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.089 Deren Plattform ist neun Ellen breit und dreizehn Fingerbreiten hoch. Für ein Linga bis zu sieben Ellen beträgt die Breite zehn Ellen, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.090 die Höhe vierzehn Fingerbreiten. Für ein Linga bis zu acht Ellen beträgt die Breite elf Ellen, die Höhe fünfzehn Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.091 Für ein Linga bis zu neun Ellen beträgt die Plattformbreite zwölf Ellen; die Höhe wird mit einer beschädigt als „trikāra“ überlieferten Zahl angegeben. [Die Folge legt sechzehn Fingerbreiten nahe.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.092 Die Feuergrube der ersten Klasse misst vierundzwanzig Fingerbreiten, die der zweiten sechsundzwanzig, die der dritten achtundzwanzig. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.093 Die vierte misst dreißig, die fünfte zweiunddreißig, die sechste vierunddreißig Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.094 Die siebte misst sechsunddreißig, die achte achtunddreißig; für das Neun-Ellen-Linga misst die Feuergrube vierzig Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.095 Dies gilt für die Breite der Aushöhlung und ihre Tiefe, du Treugelobte. Nun erkläre ich einzeln Richtung, Form und Zahl. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.096 Im Osten liegt eine viereckige Grube, im Südosten eine yoniförmige, im Süden eine halbmondförmige, im Südwesten eine dreieckige. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.097 Im Westen liegt eine runde, im Nordwesten eine sechseckige, im Norden eine lotusförmige und im Nordosten eine achteckige. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.098 Ich erkläre die Merkmale der Yoni-Form und der weiteren Formen. Höre gesammelt, Geliebte. Zuerst wird ein gleichmäßiges Viereck angelegt und von der halben Mittellinie ausgegangen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.099 Rechts und links werden zwei Felder angelegt und je zwei Diagonallinien von Ecke zu Ecke gezogen. Die Hälfte davon wird in sechs Teile gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.100 Ein Teil wird weggelassen, dann wird ein sichelförmiger Bogen geschlagen. Nach entsprechender Bogenführung wird ein Fünftel des Feldes nach außen abgetragen. [Eine Zahlenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.101 Es wird nach Osten geführt und mit den beiden Kreislinien verbunden, Geliebte. So entsteht die Yoni-Gestalt; die übrigen Hilfslinien werden entfernt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.102 Für die nächste Form wird das Feld siebengeteilt. Im Osten und Westen werden je anderthalb Teile weggelassen; an den beiden Stellen wird angesetzt, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.103 Mit Kreide und Messschnur wird eine Mondsichel gebildet. Der Yoni-Ansatz liegt gerade in der Mitte des runden Bereichs. [Die letzte Richtungsangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.104 Für die nächste Form wird das Feld dreigeteilt und ein Teil nach außen geführt. Im Osten werden rechts und links jeweils ein Teil nach außen abgetragen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.105 Von diesen Punkten werden drei Messlinien gezogen. So entsteht das Dreieck; der Yoni-Ansatz liegt mittig im Westen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.106 Für die Kreisform wird die halbe Diagonale genommen, nach Osten abgetragen und dreigeteilt. Mit einem daraus gewonnenen Teilmaß wird ein vollständiger Kreis geschlagen. [Die genaue Radiusbestimmung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.107 So entsteht die Rundform. Höre nun vom Sechseck: Das Feld wird sechsgeteilt; im Osten und Westen wird je ein Teil genommen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.108 Deren Hälfte bildet die Grundlage für fischförmige Schnittfiguren im südöstlichen und weiteren Richtungsbereich. Weitere Schnittfiguren liegen östlich vom Südwesten und östlich vom Nordwesten. [Die erste Richtungsfolge ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.109 Im Westen des Nordostbereichs folgt eine weitere Fischfigur. [Textlücke.] Vom Westen werden Linien nach Nordosten und Südosten gezogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.110 Vom Osten werden Linien nach Südwesten und Nordwesten gezogen; eine weitere verbindet Nordwesten und Südwesten, eine weitere die östlichen Eckpunkte. [Die letzte Richtungsbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.111 Durch sechs Linien entsteht das Sechseck. Der Yoni-Ansatz liegt an einer Nebenecke. Es folgt die teilweise verlorene Einleitung zur Lotusform. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.112 In der Mitte wird ein Kreis angelegt, außen werden Blätter markiert. Die Einfassung besitzt sechzehn Glieder, du Schöne, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.113 oder zwölf beziehungsweise acht. Damit ist die Lotusform beschrieben. Höre nun vom Achteck. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.114 Das halbe Feld wird in zwölf Teile gegliedert. [Textlücke in der anschließenden Verringerungsangabe.] Nach der Konstruktion des neuen Feldes wird das ursprüngliche entfernt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.115 Ein weiterer halber Anteil wird der Reihe nach nach Osten, Süden, Westen und Norden abgetragen. Durch diagonale Messlinien entsteht das vorzügliche Achteck. [Die erste Teilungsangabe ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.116 Auch hier liegt der Yoni-Ansatz an einer Nebenecke. Höre seine Merkmale: Er wird wie ein Pippala-Blatt gestaltet und in der Mitte entsprechend der Grube markiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.117 Der Rand misst eine Fingerbreite, ebenso das vordere Ende. Hinten liegen zwei topfförmige Rundungen. Dies sind die allgemeinen Merkmale. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.118 Die östliche und südöstliche Grube richten ihren Ansatz nach Norden, du Schönantlitzige; die südliche und südwestliche nach Osten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.119 Die westliche und nordwestliche richten ihn nach Norden, die nördliche und nordöstliche nach Osten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.120 Zwischen Aushöhlung und Einfassung bleibt eine Fingerbreite frei. Es gibt eine, drei oder fünf Einfassungen, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.121 Bei einer einzigen Einfassung beträgt Höhe und Breite jeweils sechs Fingerbreiten. Bei drei Einfassungen misst die erste vier Fingerbreiten in Höhe und Breite, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.122 die zweite drei und die dritte zwei Fingerbreiten, jeweils in Höhe und Breite. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.123 So wird die dreifache Einfassung angelegt, du Gütige. Bei fünf Einfassungen beginnt die Staffelung mit fünf Fingerbreiten, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.124 und reicht bis zu einer Fingerbreite, jeweils in Breite und Höhe, Herrin der Götter. Eine neunte Feuergrube liegt im Osten oder Nordosten, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.125 zwischen Opferplattform und den übrigen Feuergruben, rund oder viereckig. Zwischen Plattform und Gruben bleibt die Hälfte des Plattformmaßes frei, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.126 Ein schöner Bhadra-Sitz wird aus festem Kernholz gefertigt. Seine Breite wird aus dem doppelten Quermaß des Brahma-Teils bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.127 Seine Dicke beträgt die Hälfte seiner Höhe. In der Mitte liegt eine Vertiefung vom Maß des Brahma-Teils, etwas eingesenkt und so angelegt, dass das Linga fest steht. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.128 Der Sitz ist viereckig, vierfüßig, schön und verziert. Darauf wird das Linga gestellt und gebadet sowie den weiteren Handlungen unterzogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.129 Die beiden Opferlöffel werden aus Kankati, Parni, Khadira, Asana, Shimshapa, Sandel, einer weiteren Sandelart oder rotem Sandel gefertigt, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.130 auch aus Zedernholz, Shami, Pippala, Kimshuka, Udumbara, Bilva oder Panasa. [Der letzte Baumname ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.131 Ebenso kommen Mango, Ashoka, Bakula, Nagakesara, Punnaga, Campaka und andere geeignete Hölzer infrage, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.132 Für den großen Opferlöffel wird ein Holzstück von sechsunddreißig Fingerbreiten genommen. Die Mündung ist sieben Fingerbreiten lang, der Hals eine Fingerbreite. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.133 Der viereckige, gleichmäßige Schalenbereich misst acht Fingerbreiten, das verdickte Glied zwei, der Stiel vierzehn. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.134 Das topfförmige oder amlafruchtförmige Endglied misst vier Fingerbreiten, Geliebte; sein mittlerer Umfang beträgt neun. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.135 Außen wird das Endglied rund gestaltet, mit Mündung und Hals. Der schön runde Stiel hat einen Umfang von sechs Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.136 Das verdickte Glied trägt in der Mitte eine geöffnete Nagakesara-Blüte. In der Mitte der Schale liegt eine runde Vertiefung von vier Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.137 Sie wird drei Fingerbreiten tief ausgehöhlt und soll vier Pala fassen. Außen wird ringsum eine Einfassung von zwei Fingerbreiten angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.138 Ein Schmuckbereich misst anderthalb Fingerbreiten, gleichmäßig oder verziert. Der Hals liegt in der Mitte der Schale; seine Breite beträgt ein Drittel des genannten Maßes. [Der Bezugswert ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.139 Der Halsbereich ist rund und misst neun Fingerbreiten im Umfang. Das vordere Ende der Mündung wird mit zwei Kleinfingermaßen bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.140 Es wird schön in Pippala-Blattform gestaltet. Die Vertiefung erhält das Maß eines kleinen Fingers. [Die Quelle hat eine unsichere Zusammensetzung für die Blattform.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.141 Unter dem Hals liegt der Austritt für die geklärte Butter. Die Durchbohrung wird mit einem erhitzten Metallstab hergestellt. [Eine Maßbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.142 Die Unterseite wird schön rund und ansprechend gestaltet. Der kleine Opferlöffel erhält ein beschädigt überliefertes Längenmaß und eine Schale von zwei Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.143 Die Schale wird ringsum rund ausgehöhlt und fasst ein Viertel Pala. Außen werden zwei topfförmige Glieder genannt. [Ein Wort der Aushöhlung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.144 Der Stiel erhält einen Umfang von vier Fingerbreiten. An seinem unteren Ende liegt eine schön runde Amlafrucht-Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.145 Er wird sorgfältig und ansprechend vollendet. Höre nun vom Buttergefäß: Es ist yoniförmig und besitzt einen halsartigen Griff. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.146 Seine schöne Vertiefung fasst zwölf Pala. Das Gefäß für Begrüßungswasser ist zwölf Fingerbreiten breit, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.147 rund und mit vier Ausgüssen oder einem einzelnen schönen Ausguss versehen. [Der Block endet mit einer unklaren beziehungsweise verlorenen Stelle.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.148 Die Wassergefäße werden schön rund, zwölf Fingerbreiten groß, mit kräftigem Rand, dicht, sauber, standfest und vollständig ausgeformt gefertigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.149 Das Gefäß für Kuhprodukte besitzt einen kleinen Griff beziehungsweise Ausguss und besteht aus dem vorgesehenen Material. Das Sesamgefäß ist rund und zwölf Fingerbreiten groß. [Die erste Gefäßgestaltung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.150 Hinzu kommen Gefäße für Fußsalbung und Duftstoffe, für Gewänder und Schmuck sowie für das Schwenken der Lichter. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.151 Ferner werden acht schön runde Gefäße und glückverheißende Befriedungsgefäße bereitgestellt. Sämtliche Gefäße können aus Gold und anderen Materialien gefertigt werden, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.152 bis hin zu Ton, je nach Verfügbarkeit, du Schönhüftige. Die Grasbündel sind lang, glattspitzig und unversehrt. [Die erste Gegenstandsbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.153 Ebenso lang sind die Grassitze; auch die Umlegehölzer sind geeignet, mit grünen Spitzen und Blättern, weder zu dick noch zu dünn und gleichmäßig. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.154 Sie sind gerade und unbeschädigt und stammen von den vorgeschriebenen Bäumen. Die Brennhölzer sind eine Handspanne lang, frisch und gleichmäßig, Geliebte. [Eine Baumbestimmung ist teilweise verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.155 Schutzschnüre werden in vier-, acht- oder sechzehnfacher Ausführung bereitgestellt. Getrennte Gefäße sollen wohlriechend und ansprechend sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.156 Sitz, Lager, Gefäße mit Halterungen, Sandalen und weitere Geräte werden auf dem Opferplatz bereitgestellt, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.157 ebenso alles Weitere, ohne das die Handlung nicht vollzogen werden kann. In der Mitte der Plattform wird mit Farbpulver eine weitere Plattform gezeichnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.158 Sie ist viereckig oder länglich, dreifach gegliedert und besitzt neun Felder. Darin werden neun Prinzipien eingesetzt; höre die genaue Anordnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.159 In der Mitte liegt das Shiva-Prinzip, im Osten Sadashiva, im Südosten Ishvara und im Süden Vidya. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.160 Im Südwesten liegt Maya, im Westen Kala, im Nordwesten Niyati und im Norden Purusha. [Der Name Maya ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.161 Im Nordosten wird Prakriti eingesetzt. Höre ihre Mantras, Geliebte: Sie beginnen mit dem Pranava und enden mit der Verneigungsformel; dazwischen steht der jeweilige Name. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.162 Dies gilt für alle Prinzipien. Ferner werden vier Gefäße genannt: Supratishtha im Osten, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.163 Sushanta im Süden, Tejadhya im Westen und Amrita im Norden. Zusätzlich liegt Ratna im Nordosten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.164 Im Osten wird Quark, im Süden geklärte Butter angeordnet, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.165 im Westen Kuhdung, im Norden Kuhharn, in der Mitte Milch und im Nordosten Kushawasser. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.166 Quark und die übrigen Stoffe werden mit dem jeweiligen Gesichtsmantra der Richtung besprochen, du Schönantlitzige. Nach einmaligem Besprechen werden sie mit dem Shiva-Mantra zusammengeführt. [Die zweite Zeile ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.167 Die mit Kushawasser vereinigten fünf Kuhprodukte gelten als reinigende Mischung und werden im Nordosten aufgestellt. Nun wird eine besondere Variante genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.168 Im Osten wird Speichel, im Süden Blut, im Westen eine als äußerst heftig bezeichnete Ausscheidung und im Norden Shiva-Wasser, eine Bezeichnung für Harn, angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.169 In der Mitte liegt ein als Mada bezeichnetes berauschendes beziehungsweise körperliches Sekret, im Nordosten Duftwasser. Nach Besprechen mit Herzmantra und weiteren Gliedmantras wird alles mit dem Wurzelmantra vereinigt. [Die Identität von Mada ist hier nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.170 Die Stoffe werden einzeln in menschliche Schädelgefäße gegeben und im Nordosten aufgestellt. Danach geht man zur Badehalle und bringt die Badestoffe zusammen. [Die Gefäßbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.171 Erde stammt von einem Flussufer und ist frei von Gras, Insekten und ähnlichen Beimengungen. Kuhdung soll rein und noch vor der Bodenberührung aufgefangen sein; von kranken oder alten Kühen wird er ausgeschlossen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.172 Als vorzüglich gilt Honig kleiner Honigbienen; Hummelhonig wird ausgeschlossen. Blätter, Blüten und Früchte sollen frisch und ansprechend sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.173 Beschädigte, gestohlene und verwelkte Gaben werden vollständig gemieden. Ein goldenes Gefäß gilt als vorzüglich, für das Lichtschwenken auch ein kupfernes. [Die erste Gefäßbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.174 Dort wird eine schöne dreiteilige Plattform wie zuvor angelegt, Geliebte. Zwei Gewänder, Räucherwerk, Licht und Schmuck (IAST · Devanagari)
Stelle 15.175 werden im Südosten aufgestellt, Göttin; Blätter und Blüten im Nordosten. Safran, Sandel und stark duftende Salben, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.176 Pflanzenabsud, Milchpaste, Yakschweifwedel, Augensalbe, erhöhte Träger und Fächer werden im Nordwesten angeordnet, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.177 Kuhprodukte, Erde, Geräte, Honig und die Ausstattung zum Lichtschwenken werden vom Kundigen ordnungsgemäß im Südwesten aufgestellt. [Die Gerätebezeichnung kann auch eine Waffe meinen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.178 Gefäße mit durch Stoff gefiltertem Wasser stehen in Haupt- und Zwischenrichtungen, neun, acht oder fünf, aus Kupfer oder Ton. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.179 Sie enthalten Gold oder Edelsteine, Geliebte. Im Osten steht Shvetambha mit Milch-Wasser, gut beräuchert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.180 Im Südosten steht Vimalambha, nur mit Wasser gefüllt; im Süden Gandhambha mit Sandelwasser. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.181 Im Südwesten steht Ratnambha mit Edelsteinwasser und Gold, im Westen Phalambha mit Fruchtwasser und Gold. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.182 Im Nordwesten steht Pushpambha mit Blütenwasser und Gold; im Norden Shasyambha mit Getreidewasser. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.183 Im Nordosten liegt das mit Heilpflanzenwasser gefüllte Gefäß; dort wird zusätzlich Sarvatman mit Wasser und allen Stoffen genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.184 Die acht Gefäße werden einmal mit den zusammengesetzten Mantras besprochen und aufgestellt. Das Linga wird gesichert aus der Werkhalle in die Badehalle gebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.185 Auf dem Bhadra-Sitz wird es zunächst mit Erde unter Verwendung des Waffenmantras gereinigt, danach mit Wasser gebadet. [Die Verbindung von Erde und Waffenmantra ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.186 Es folgen Kuhdung und erneut Wasser, Pflanzenabsud und erneut Wasser, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.187 Milchpaste und erneut Wasser; zum Abschluss Wasser, das mit dem Waffenmantra besprochen wurde. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.188 Es wird mit Düften und Blüten verehrt, begleitet von glückverheißendem Gesang und Musik. Ein schutzwirkendes Stirnzeichen wird angebracht; danach kommt es in die Halle zur Ausarbeitung der Merkmale. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.189 Es wird sorgfältig unter Gesang und Musik dorthin getragen. Gold, Wollstoff, Silber und zwei weiche Tücher werden für das Lager genannt. [Die Materialfolge ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.190 Mit einem Kopfkissen wird das Linga mit dem Kopf nach Osten niedergelegt, du Treugelobte. Nach genauer Bestimmung der Richtungen werden die kennzeichnenden Linien ausgearbeitet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.191 Die Einteilung erfolgt mit saffrangefärbten, roten oder mit Rocana gefärbten Schnüren. Die Höhe wird in neun Teile gegliedert; die oberen drei bleiben frei. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.192 In den unteren sechs Teilen werden die Merkmale ausgearbeitet. Auch eine schutzbezogene Halbteilung wird genannt; darunter werden die Linien bestimmt. [Die zweite Maßangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.193 Der obere Bereich darf auch nicht versehentlich berührt beziehungsweise bearbeitet werden, damit Gesicht, Nase, Stirn, Hals und weitere Glieder nicht beschädigt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.194 Da dies unerwünscht ist, werden die Merkmale darunter angelegt. Der Verehrungsteil wird achtgeteilt, einer dieser Teile nochmals sechsgeteilt. [Die erste Zahlenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.195 Zwei solcher Anteile bestimmen die mittlere Breite zwischen den beiden Lotlinien, Geliebte. Beim höchsten Linga betragen Breite und Tiefe der eingeritzten Linie acht Gerstenkornmaße. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.196 Dies gilt einschließlich der drei darunterliegenden Zwischengrößen, du Treugelobte. Bei einem Linga von acht Ellen mitsamt den drei darunterliegenden Größen, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.197 betragen Breite und Tiefe der Linie sieben Gerstenkornmaße und eine Yuka-Einheit. Bei einem Linga von sieben Ellen mitsamt den drei Zwischengrößen (IAST · Devanagari)
Stelle 15.198 wird die Linie mit sechs Gerstenkornmaßen und zwei Yuka-Einheiten angelegt. Bei einem Linga von sechs Ellen mitsamt den drei Zwischengrößen (IAST · Devanagari)
Stelle 15.199 gelten fünf Gerstenkornmaße und drei Yuka-Einheiten. Bei einem Linga von fünf Ellen mitsamt den drei Zwischengrößen (IAST · Devanagari)
Stelle 15.200 gelten vier Gerstenkornmaße und vier Yuka-Einheiten. Bei einem Linga von vier Ellen mitsamt den drei Zwischengrößen (IAST · Devanagari)
Stelle 15.201 gelten drei Gerstenkornmaße und fünf Yuka-Einheiten für Breite und Tiefe. Bei einem Linga von drei Ellen mitsamt den drei Zwischengrößen (IAST · Devanagari)
Stelle 15.202 gelten zwei Gerstenkornmaße und sechs Yuka-Einheiten, du Gütige. Bei einem Linga von zwei Ellen mitsamt den drei Zwischengrößen (IAST · Devanagari)
Stelle 15.203 gelten ein Gerstenkornmaß und sieben Yuka-Einheiten. Bei einem Linga von einer Elle sowie den drei Raudra-Linga-Größen (IAST · Devanagari)
Stelle 15.204 gelten acht Yuka-Einheiten für Breite und Tiefe der Linie. Auch Lingas, deren Maß aus dem Innenraum gewonnen wird, werden nach diesem Verfahren bearbeitet. [Mehrere Schreibungen der Maßeinheit Yuka sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.205 Bei Raudra-Lingas wird nur die Lotlinie ohne Seitenlinien ausgeführt. Höre nun von den Lingas ab einer Elle, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.206 Ich erkläre ihre Seitenlinien genau: Ihr Verlauf wird aus der Hälfte des Lotlinienmaßes gewonnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.207 Tiefe und Breite entsprechen der Lotlinie. Die halbe Lotlinie wird achtgeteilt; ebenso wird an beiden Seiten verfahren. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.208 Von Ecke zu Ecke wird die Linie bis zum sechsten Teil geführt. Die unteren zwei Teile bleiben frei; beide Seiten werden hinten verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.209 Der Kopf wird schirmförmig gerundet, was Glück, Herrschaft und Lebensgenuss bringen soll. Nun folgt eine andere Anlage der Seitenlinien. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.210 Die halbe Lotlinie wird neungeteilt, ebenso beide Seiten; die Linien werden über sieben Felder geführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.211 Zwei untere Teile bleiben frei, hinten werden die Linien verbunden. Der Kopf wird gurkenförmig gerundet, zur Erlangung aller Lebensfreuden. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.212 Eine weitere Anlage der Seitenlinien beginnt mit der Dreiteilung der halben Lotlinie; die Seiten werden ebenso gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.213 Die Linie wird über zweieinhalb Teile geführt, ein halber Teil unten bleibt frei; hinten werden die Linien verbunden. Der Kopf gleicht einem Hühnerei. [Die letzte Bezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.214 Dies dient der Vollendung von Erkenntnis und Yoga sowie anderen günstigen Vollziehungen. Nun folgt eine weitere Seitenlinienform. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.215 Die halbe Lotlinie wird siebengeteilt, ebenso die Seiten. Die Linie führt von Ecke zu Ecke durch vierzehn Felder. [Ein Wort der Linienführung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.216 Hinten werden die Linien verbunden, auf beiden Seiten bleiben zwei Teile frei. Der Kopf wird wie eine junge Mondsichel gerundet, zur Erlangung von Lebensgenuss und Befreiung. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.217 Nun erkläre ich ein weiteres, allgemein verwendbares Merkmal. Zuerst wird die Höhe neungeteilt und der siebte Teil dreigeteilt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.218 Ein oberer Anteil bleibt frei; in den beiden unteren entsteht eine Gerstenkornform. Von der halben Mittellinie aus wird ein halbmondförmiger Bogen geschlagen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.219 Dabei fehlen Lot- und Seitenlinien; allein die Brahma-Linie wird bis zum Vishnu-Bereich herabgeführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.220 Oberhalb des Vishnu-Bereichs wird sie beidseitig in Elefantenaugenform geteilt. Dieses Gerstenkornmerkmal gilt als Erfüller aller Wünsche. [Die technische Formbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.221 Das zuerst genannte Merkmal mit schirmförmigem Kopf wird auch am Indra-Linga angelegt, zur Erlangung von Indras Zustand, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.222 Dasselbe Merkmal mit speerförmig gerundetem Kopf gehört zum Agni-Linga und dient der Erlangung seiner Eigenschaften. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.223 Mit stabförmigem Kopf gehört es zum Yama-Linga und dient der Erlangung von Freuden in Yamas Bereich. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.224 Mit schwertförmigem Kopf gehört es zum Nirriti-Linga und dient der Erlangung der entsprechenden Frucht. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.225 Dasselbe Merkmal wird mit fahnenförmigem Kopf dem Vayu-Linga zugeordnet; anschließend nennt der Text einen schlangenkopfförmigen Abschluss. [Die Zuordnungsfolge ist verschoben.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.226 Dieser gehört zum Varuna-Linga und dessen Frucht. Danach wird nochmals dasselbe Merkmal mit fahnenförmigem Kopf genannt, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.227 das am Vayu-Linga der Erlangung von Vayus Freuden dient. Dasselbe Merkmal mit keulenförmigem Kopf, du Gütige, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.228 gehört zum Kubera-Linga und dient der Erlangung von Kuberas Zustand. Eine weitere Form besitzt einen dreifach erhöhten Kopf. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.229 Sie gehört zum Ishana-Linga und dient der Erlangung von Shankaras Zustand. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.230 Dasselbe Merkmal mit einem Kopf wie ein Lotusblatt gehört zum Brahma-Linga und dient der Erlangung von Brahmas Zustand. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.231 Dasselbe Merkmal erhält am Rudra-Teil ein Radzeichen auf dem Kopf. So ist es am Vishnu-Linga zur Erlangung von Vishnus Zustand zu verstehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.232 Höre die Merkmale der Lingas für richtungsbezogene Vollziehungen. Zwischen Elefantenaugen- und Gerstenkornform wird ein zugespitztes Donnerkeilzeichen angelegt. [Die Zeichenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.233 Beim Vajra-Linga dient dies der zugehörigen Ritualwirkung. Beim Shakti-Linga erscheint eine Speerform, beim Danda-Linga eine Stabform, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.234 beim Schwert-Linga eine Schwertform, beim Schlingen-Linga eine Schlinge, beim Fahnen-Linga eine Fahne, beim Keulen-Linga eine Keule. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.235 Beim Dreizack-Linga erscheint ein Dreizack, jedoch nach einer Sechsteilung. Höre nun genau von Lotus- und Rad-Linga. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.236 Die Höhe wird neungeteilt, die oberen drei Teile bleiben frei. Zwei Teile werden lotusförmig, vier wie ein Lotusstängel gestaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.237 Zwei Lotlinien werden genannt, mit einem beschädigt bezeichneten Verbindungsglied und ohne Seitenlinien. Dies gilt für das Lotus-Linga. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.238 Oberhalb des Vishnu-Teils wird über zwei Teile ein Rad gezeichnet. So ist das Rad-Linga zu verstehen, du göttlich Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.239 Nun erklärt der Text Merkmale für schädigende Nebenriten. Ein dafür gewähltes Linga wird in neun Höhenanteile gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.240 Für die Kopflinie wird eine beschädigte Teilzahl genannt; die Seitenlinie erhält deren Hälfte, die rückwärtige Verbindung folgt der früheren Anlage. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.241 Es folgt eine beschädigte Aussage über den Schlangenherrscher und die Aufstellung der eigenen Wunschgestalt. Danach wird eine Lotlinie von acht Teilen genannt, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.242 Ihre Seitenlinien erhalten die Hälfte, die rückwärtige Verbindung erfolgt entsprechend. Als schädigende Wirkung behauptet der Text Verlust des Augenlichts und Tod von Feinden. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.243 Bei einer Lotlinie von sieben Teilen erhalten die Seitenlinien wiederum die Hälfte; die rückwärtige Verbindung bleibt wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.244 Damit werden Nahrungsverweigerung, Stummheit und Tod der Gegner verbunden. Die sechste Teilhöhe wird als Hals bezeichnet; darauf bezieht sich die nächste Lotlinie. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.245 Die Seitenlinien erhalten die Hälfte, die Verbindung erfolgt hinten. Als Wirkung wird der Untergang der Verwandtschaft der Feinde behauptet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.246 Auf der fünften Teilhöhe werden Lot- und Seitenlinien entsprechend angelegt. Dies nennt der Text das Merkmal der Armverletzung, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.247 Damit werden Armbruch und Untergang im Kreis der Feinde verbunden. Die vierte Teilhöhe erhält entsprechende Lot- und Seitenlinien. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.248 Dies heißt Merkmal der Brustverletzung; damit wird der Verlust von Ehefrauen, Söhnen und weiteren Angehörigen der Gegner behauptet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.249 Auf der dritten Teilhöhe wird die Lotlinie angelegt, die Seitenlinie mit deren Hälfte. Dies heißt Merkmal der Herzverletzung. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.250 Damit werden Herzschmerzen und Tod der Feinde verbunden. Auf der zweiten Teilhöhe folgt die Lotlinie, die Seitenlinie mit deren Hälfte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.251 Dies heißt Merkmal der Bauchverletzung, du Treugelobte. Damit werden Bauchschmerzen und Tod der Gegner behauptet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.252 Auf der ersten Teilhöhe folgt die Lotlinie, die Seitenlinie mit deren Hälfte. Dies heißt Merkmal der Nabelverletzung, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.253 Damit werden Nabelschmerzen und Todesgefahr der Gegner verbunden. Es folgt eine Maßangabe zur bedrängenden Linie beziehungsweise zu deren Hälfte. [Die Quelle schreibt im ersten Halbvers „Nabelschnur“; der Zusammenhang legt eine Beschädigung nahe.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.254 Ein Viertel Gerstenkornmaß wird als günstig genannt; nach genauer Kenntnis wird die Linie gezeichnet. Je nach Art der inneren Vorstellung werden unterschiedliche Vollziehungen mit den Merkmalen verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.255 Durch eine entgegenstehende innere Haltung kann sich die gegenteilige Wirkung ergeben. Die Frucht von Linga und anderen Trägern hängt von Vorhandensein oder Fehlen dieser Haltung ab. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.256 Allein durch das äußere Merkmal werde nichts bewirkt; dies wird ausdrücklich betont. Ein mit den genannten Merkmalen versehenes Linga heißt vollständig gekennzeichnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.257 Fehlen diese Merkmale, heißt es mangelhaft gekennzeichnet. Deshalb sollen sie mit aller Sorgfalt ausgearbeitet werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.258 Mit den Merkmalen der eigenen verehrten Gottheit versehen wird das Linga zu deren Gestalt. Ein entsprechender Vergleich mit dem eigenen Selbst wird angekündigt, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.259 Die große Shiva-Strahlkraft soll mit deinem eigenen Selbst verbunden werden. Dies gilt als höchstes Merkmal, das der Kundige erschließen soll. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.260 Ein großer Gegensatz wird mit Schatten und Sonnenlicht verglichen, Herrin. Shivas ruhige Wesenheit wird durch ihre Offenbarung erkennbar. [Die erste Aussage ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.261 Shambhus besondere Gegenwart wird durch die Merkmale unterschieden. Bei Lingas aus Edelsteinen, Koralle und Perlen, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.262 ferner Bergkristall und weiteren klar strahlenden Stoffen, du Schönhüftige, ist die vollständige Ausarbeitung der Merkmale nicht immer möglich; für metallene Formen wird eine andere Möglichkeit genannt. [Der zweite Halbvers ist stark beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.263 Ihr eigener Glanz bildet ihr Merkmal; ebenso gilt dies für eine als Bala- beziehungsweise Bana-Linga überlieferte Form. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.264 Solche Lingas besitzen ihr Merkmal von selbst und erhalten die Bade- und weiteren Riten. Für gestaltete Bildwerke wird dagegen das Öffnen der Augen als entsprechende Handlung genannt. [Die Bildwerkbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.265 Der Lehrer zeichnet die Linien mit einem goldenen Stift vor. Der Bildhauer ritzt sie nach der vom Lehrer gewiesenen Anleitung aus. [Ein Teil der Handwerkerbezeichnung ist verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.266 Mit einem sehr scharfen Werkzeug werden sie geschickt ausgearbeitet. Sie sollen weder punktförmige Fehlstellen noch Ausbrüche oder Risse besitzen, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.267 weder unterbrochen noch zu dick oder irgendwo zu dünn sein. Wer Lebensgenuss und Befreiung sucht, lässt die Linien vollständig und gleichmäßig ausführen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.268 Punktfehler, Risse und andere Abweichungen werden dagegen bestimmten Sondervollziehungen zugeordnet. Günstige und ungünstige Formen können dem entgegengesetzten Zweck Hindernisse bereiten. [Die zweite Aussage ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.269 Daher werden die Merkmale nach sorgfältiger Kenntnis ausgearbeitet. Nach dem Einritzen folgt ein Überströmen mit Honig und geklärter Butter unter dem Todesüberwinder-Mantra, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.270 durch den Acharya selbst, Herrin der Götter, um die Linien zu nähren beziehungsweise zu kräftigen. Dieser Mantra gilt als heilvoll und glückbringend. [Ein Wort ist teilweise verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.271 Danach folgen erneut Bäder mit den fünf Kuhprodukten, Pflanzenabsud, Milchpaste und weiteren Stoffen, jeweils mit Wasserbädern dazwischen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.272 Es folgen Duftwasser, Milch, geklärte Butter, Quark und Honig, mit Wasser dazwischen. Danach wird mit den acht Gefäßen in der Reihenfolge vom Osten an gebadet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.273 Das Linga wird mit Sandel, Safran, Moschus und weiteren Salben bestrichen, mit prächtigen Gewänderpaaren und goldenem oder anderem Schmuck versehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.274 Es wird mit Blüten, Räucherwerk, unversehrtem Getreide, Sesam und Reis verehrt. Nach dem schutzwirkenden Stirnzeichen folgt das Schwenken der Lichter. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.275 Verheiratete Frauen, deren Kinder leben, und unverheiratete Mädchen begleiten dies mit glückverheißendem Gesang; Segensrufe, Siegesrufe, Muschelhörner, Lobpreisende und Musik erklingen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.276 Die Feier wird entsprechend den Vorstellungen und Mitteln vollständig ausgestaltet. Danach wird Wasser zur Mundspülung gereicht und erneut mit dem Herzmantra verehrt. [Ein Wort der ersten Zeile ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.277 Alles geschieht mit dem Herzmantra oder dem Pranava, du Treugelobte. Ein gut ausgestatteter Wagen wird herbeigebracht; darauf wird das Linga mit dem Herzmantra gehoben. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.278 Das Lager, der Zeichenstift, das Honiggefäß, die beiden Gewänder, die Gefäße und alles für das Bad Bereitgestellte (IAST · Devanagari)
Stelle 15.279 werden dem Bildhauer gegeben; zu dieser Gelegenheit wird er geehrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.280 Das Linga wird sicher auf dem Wagen befestigt und in einem Umzug durch die Siedlung geführt. In den Richtungen werden Opfergaben dargebracht und Kostbarkeiten als Gaben verteilt. [Die letzte Gabe ist unsicher bezeichnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.281 Genannt werden Schmuckketten, Perlenketten und Gefäße aus Kupfer und Silber, die ringsum verteilt werden. [Zwei Gegenstandsbezeichnungen sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.282 Ferner verschiedene Bronzegefäße, Halterungen, Gewänder, andere Güter und Kaurimuscheln. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.283 Puffreis mit Blüten und sämtliche Getreidearten werden ausgestreut. Der Umzug besitzt erhöhte Träger, Baldachine und zahlreiche Fahnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.284 Herabhängende Perlenketten, Spiegel, Blüten, Räucherwerk und viele Lichterstangen schmücken ihn. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.285 So zieht er durch Stadt, befestigte Siedlung oder Dorf. Alle bereits bestehenden Shiva-Heiligtümer und weiteren Heiligtümer dort (IAST · Devanagari)
Stelle 15.286 werden sorgfältig mit Land, Edelsteinen, Elefanten, Pferden und Rindern geehrt. Brahmanen sowie Bedürftige, Blinde und Notleidende erhalten Gaben nach den Möglichkeiten des Stifters. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.287 Träger eines Shiva-Lingas erhalten besondere Gaben. So vollzieht der König die rechtsläufige Umrundung der Stadt. [Die erste Empfängergruppe ist verkürzt bezeichnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.288 Auch andere können dies nach ihren Mitteln ausführen. Für jeden Schritt, den der Wagen mit Shivas Gegenwart zurücklegt, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.289 wird dem Stifter die Frucht von Millionen Pferdeopfern zugeschrieben. Nach der Einsetzung soll an demselben Jahrestag (IAST · Devanagari)
Stelle 15.290 jährlich ein Wagenumzug stattfinden, solange das Linga besteht. Dem Herrscher wird dafür dieselbe Frucht verheißen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.291 Wem jeweils das Land gehört, dem fällt die entsprechende Frucht zu. Unterlässt er aus Verblendung die Erhaltung, drohen ihm nach dem Text die Höllen Raurava und weitere. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.292 Die Bewahrung gilt als unvergänglicher Dharma und Ausdruck von Shivas Macht. Der sicher auf dem Wagen befestigte Herr wird im Umzug zurückgeführt. [Der zweite Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.293 Unter Segenshandlungen gelangt er zum Opferplatz. Vom Wagen wird er mit dem Pranava auf den Bhadra-Sitz herabgehoben. [Die Ortsbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.294 Dies kann auch mit dem Herzmantra geschehen, Herrin der Götter. Danach wird die achtgliedrige Begrüßungsgabe gereicht: Quark, geklärte Butter, Honig, Wasser, guter Reis, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.295 weißer Senf, Sesam und weiße Blüten, verbunden mit Durvahalmen. So wird die achtgliedrige Gabe dargebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.296 Man verneigt sich mit dem Kopf vor dem Gott und verehrt ihn erneut mit dem Herzmantra. Danach wird das gesicherte Linga auf seinem Bhadra-Sitz hineingebracht, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.297 durch das östliche oder westliche Tor in die Opferhalle. Westlich der Opferplattform wird es mitsamt dem Sitz sicher aufgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.298 Dort wird ein Lager mit schönen Polstern bereitet, mit Kopfkissen sowie seitlichen und fußseitigen Rundkissen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.299 Es wird mit weißem Stoff oder besonderen Decken bedeckt. Mit dem Kopfmantra wird das Lager ausgebreitet, mit dem Scheitelmantra das Kopfkissen angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.300 Mit dem Schutzpanzer-Mantra wird die Decke nach der eigenen Schriftordnung aufgelegt. Der Gott wird mit dem Herzmantra bedeckt und mit dem Kopfmantra auf dem Lager niedergelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.301 Am Kopfende steht ein goldenes Gefäß, das Schlafgefäß genannt wird. Das Liegen mit dem Kopf nach Osten gilt allgemein als vorzüglich. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.302 Es enthält fünf Edelsteine, ist mit Stoff geschmückt, mit Duftstoffen und Räucherwerk versehen und trägt Mangozweige. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.303 Mit Blütenkränzen bedeckt wird es auf einer glückverheißenden Edelsteinunterlage aufgestellt. Verschiedene Speisen und wohlriechende Getränke werden dargebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.304 Auch Fleisch, alkoholische Getränke, Gewänder, Schmuck, Duftstoffe, Blüten und Räucherwerk werden genannt; alles wird mit dem Herzmantra dargebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.305 Weitere Haus- und Ritualgeräte können gegeben werden. Zu Füßen werden geklärte Butter und Honig dargebracht, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.306 zur Salbung der Füße, mit dem Herzmantra oder dem Pranava, Herrin der Götter. Es folgt eine Einschränkung bezüglich einer beschädigt bezeichneten Speise oder Stoffgruppe. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.307 Die betreffenden Stoffe werden in einer Haltung der Nichtzweiheit als Nektar vorgestellt. Bei einer allgemeinen Einsetzung wird die allgemeine Ritualordnung befolgt. [Die erste Stoffbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.308 Für die eigene Vollziehung oder die eines vertrauten Schülers wird stoffliche Nichtzweiheit zugrunde gelegt. Blütenketten und die den Abschnitten zugeordneten Schutzschnüre werden angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.309 Vier, acht und sechzehn sind der Reihe nach dem Brahma-Teil und den folgenden Teilen zugeordnet. Asche, Darbhagras, Sesam und weitere Stoffe bilden den Schutz. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.310 Im Süden liegt der Ascheschutz, im Osten Darbhagras, im Norden Sesam und im Westen ein als Rakshoghna bezeichnetes Schutzmittel. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.311 Der Schutz wird mit dem Waffenmantra oder einer beschädigt bezeichneten Alternative gebildet. Der Lehrer steht am Fußende und setzt zuerst die acht Gestalten ein. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.312 Erde, Feuer, Opferherr, Sonne, Wasser, Wind, Mond und Raum werden genannt. Nun folgt ihre Gliederung. [Der Mondname steht hier beschädigt als „indra“.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.313 Erde wird im Osten eingesetzt, Feuer im Südosten, der Opferherr im Süden und die Sonne im Südwesten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.314 Wasser wird im Westen eingesetzt, Wind im Nordwesten, Mond im Norden und Raum im Nordosten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.315 Nach den acht Gestalten werden ihre Herrscher eingesetzt: Sharva, Pashupati, Ugra, Rudra, Bhava, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.316 Ishana, Mahadeva und Bhima, in der Richtungsfolge vom Osten bis zum Nordosten. [Mahadevas Name ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.317 Die Kräfte der Gestalten werden ebenfalls vom Osten an eingesetzt: Dharika, Diptimati, Ugra, eine beschädigte Namensfolge, Balotkata, Dhatri und Vishvi. [Die acht Namen sind nicht vollständig sicher voneinander zu trennen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.318 Ebenso werden die Wissensherren eingesetzt. Höre ihre Reihenfolge: Ananta im Osten, Sukshma im Südosten, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.319 Shivottama im Süden, Ekanetra im Südwesten, Ekarudra im Westen und Trimurti im Nordwesten. [Ekanetras Name ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.320 Shrikantha im Norden und Shikhandin im Nordosten. Danach werden die Wissenskräfte vom Osten an eingesetzt: (IAST · Devanagari)
Stelle 15.321 Vama, Jyeshtha, Raudri, als vierte Kali, Kalavikarani und Balavikarani, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.322 Balapramathani und Sarvabhutadamani, die alle Wesen bezwingt. Danach folgen die acht Bhairavas; höre ihre Reihenfolge. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.323 Asitanga liegt im Osten, Ruru im Südosten, Canda im Süden und Krodha im Südwesten. [Ruru und Canda sind als „caru“ und „raṇḍa“ beschädigt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.324 Unmatta liegt im Westen, Kapalin im Nordwesten, Bhishana im Norden und Samhara im Nordosten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.325 Für die allgemeine, auf Befreiung gerichtete Einsetzung werden die Kräfte der Gestalten angeordnet. Wer höchste Lebensfreuden sucht, setzt die Wissenskräfte ein. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.326 Für schädigende Nebenriten werden Gestaltkräfte, der gewählte Bhairava und Ananta samt den weiteren Wissensherren genannt. Höre nun ihre Mantras. [Die Zuordnung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.327 Sie werden mit den Mantras der Mutterlaut-Gruppen oder dem ersten Laut der jeweiligen Gruppe gebildet, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.328 Männliche Gestalten werden mit kurzen, weibliche mit langen Vokalen vorgestellt. Auch ihre eigenen, in der jeweiligen Schrift erläuterten Mantras können verwendet werden. [Die Quelle schreibt an einer Stelle „Waffen“.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.329 Ebenso können die Buchstabenmantras der jeweiligen Richtung verwendet werden, du Schönantlitzige. Es folgt eine Reihe von acht dreizeitig ausgesprochenen Lauten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.330 Diese gelten der Reihe nach vom Osten an, du Schönhüftige. Für alle kann auch ein gemeinsamer unvergänglicher Laut verwendet werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.331 Nach Kenntnis ihrer Meditation, Konzentrationsform und Durchdringung werden sie eingesetzt. Ihre Farben sind gelb, rot, schwarz, blau, wolkenfarben und rauchfarben, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.332 lotusfarben und weiß, der Reihe nach für die Richtungsgottheiten. Die Gestalten, ihre Herrscher und ihre Kräfte (IAST · Devanagari)
Stelle 15.333 durchdringen den Bereich bis Prakriti; ihre Konzentrationsformen beginnen mit der Erde. Die Wissensherren, ihre Kräfte und die Bhairavas, du Treugelobte, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.334 durchdringen den Bereich bis zum Vidya-Prinzip. In der Mitte wird Shiva als der alle durchdringende meditiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.335 Nach der Einsetzung werden sie mit Schutzpanzer- und Waffenmantra festgehalten. In den Richtungen werden in Mantras eingeweihte brahmanische Shiva-Verehrer aufgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.336 Im Osten steht ein Kenner des Rigveda, im Westen einer des Yajurveda, im Süden einer des Samaveda und im Norden einer des Atharvaveda. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.337 Alle rezitieren ihre eigenen Hymnen, beginnend mit Rudra-Hymnen. Weitere Rezitierende handeln nach Weisung des Cumbaka. [Die zusätzliche Textgruppe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.338 In den Zwischenrichtungen stehen Asketen und weitere Vollziehende, kundig in den fünf Brahma-Mantras, mit Selbsterkenntnis und gründlicher Rezitation. [Eine Gruppenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.339 Als Träger der Gestalten werden eine beschädigt überlieferte größere Zahl, sechzehn oder vier Personen eingesetzt; auch ein einziger kundiger Lehrer kann wirken. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.340 Sie sollen die Ritualsammlungen beherrschen. [Die anschließende Bestimmung des Cumbaka ist beschädigt.] Für eine Einsetzung mit umfassenden Lebensgenusszielen werden sechzehn Feuergruben angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.341 Bei mittlerer Ausstattung werden acht Feuergruben, bei allgemeiner Ausführung vier und bei geringen Mitteln eine vorgesehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.342 Nach Bestimmung der Gestalthüter wird die vorbereitende Einwohnung des Gottes vollzogen. Als geeignete Sternbilder werden Rohini, Anuradha und die drei Uttara genannt, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.343 ferner Dhanishtha, Shravana, Ardra und Shatabhishaj. Diese gelten als günstig für dauerhafte Vorhaben und glückverheißende Einsetzungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.344 Nun erkläre ich die günstigen Zuordnungen für die gesellschaftlichen Gruppen, beginnend mit den Brahmanen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.345 Für Brahmanen gelten Uttarashadha, Hasta, Pushya und Rohini als günstig. [Die ersten beiden Sternnamen sind zusammengezogen und beschädigt.] Höre nun von den Kshatriyas. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.346 Für sie werden Punarvasu, Citra, Dhanishtha und Shravana als günstige, milde Sternbilder genannt. Nun folgen die Vaishyas. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.347 Für sie gelten Uttarabhadrapada, Revati und Ashvini als günstig; für Shudras Purvaphalguni, Svati und Magha. [Die Gruppenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.348 Montag, Sonntag, Mittwoch und Donnerstag gelten als günstig und werden angenommen; Freitag, Dienstag und Samstag werden verworfen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.349 Die fünf günstigen Sternbeziehungen heißen Wohlstand, Verwirklichung, Sicherheit, Freund und engster Freund. Vier andere werden ausgeschlossen: (IAST · Devanagari)
Stelle 15.350 Gefahr, Widerstand, Geburtsstern und Tod. Günstige und ungünstige Yogas werden entsprechend ihren Namen bewertet. [Ein Teil der Erläuterung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.351 Die sechs Karanas von Bava bis Vanija gelten als günstig. Vishti wird stets ausgeschlossen, ebenso drei der festen Karanas. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.352 Catushpada wird angenommen. Die helle Monatshälfte gilt als günstig; in der dunklen werden Nanda, Bhadra, Jaya und Purna zugelassen, die Rikta-Tage ausgeschlossen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.353 Vom sechsten Mondtag an gelten die Tage der schwindenden Monatshälfte als ungünstig. Weitere ungünstige Planetenkonjunktionen und rückläufige beziehungsweise paarige Stellungen werden genannt. [Die astrologische Formulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.354 Wer Heil für sich oder andere sucht, soll diese meiden. Für entgegengesetzte Zwecke kann der Text jedoch entsprechend der Absicht des Handelnden andere Konstellationen zulassen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.355 Die Ausführung richtet sich nach der gesuchten Frucht. Eine vorbereitende Einwohnung über Nacht gilt als vorzüglich; auch eine sofortige Einwohnung ist möglich. [Die erste Zeitbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.356 Der Lehrer trägt einen Turban, weiße Duftsalbe und weiße Gewänder, goldene Armreifen und goldene Fingerringe, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.357 goldene Ohrringe, goldene Fußreifen, einen goldenen Hüftgürtel und eine goldene Halskette. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.358 Die Stifter schmücken ihn mit vielfältigem Schmuck. Zuerst verneigen sie sich vor dem opfernden Lehrer, der Lebensgenuss und Befreiung vermittelt. [Die Bezeichnung des Lehrers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.359 Die Gestalthüter werden ebenfalls vollständig geschmückt, tragen aber keinen Turban. Der Stifter sorgt der Reihe nach für ihre angemessene Ausstattung. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.360 Warum ohne Turban? Weil sie die jeweilige Gestalt der von ihnen getragenen Gottheit annehmen und in der Wahrheit der Mantras stehen. [Die einleitende Worterklärung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.361 Bei einem höchsten Linga werden sie entsprechend den Gottheiten geschmückt. Sie sollen kräftig, stark und von vollständiger Körpergestalt sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.362 Die Rudra-Mantras werden in ihnen eingesetzt; sie sind standhaft und fest in ihren Gelübden. Nördlich des Lingas wird die wasserauffangende Platte aufgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.363 In sie werden die Gestaltmantras entsprechend ihrer Eigenschaft als Handlungskraft eingesetzt. Auch sie erhält zwei weiße Gewänder und eine Zuordnung zum Ende des Handlungsbereichs. [Der letzte Ausdruck ist teilweise verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.364 Sie wird als Abschluss der Handlung und als Kundalini-Kraft bezeichnet. Bad und weitere Riten erfolgen im Norden wie beim Linga. [Ein Name ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.365 Bei der Ausarbeitung ihrer Merkmale wird eine Yoni-Gestalt gebildet, innen an der Vertiefung und unterhalb der Linga-Kennzeichnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.366 Sie soll für gewöhnliche Betrachter nicht sichtbar sein, denn sie besteht aus geheimer Shakti. Als vorzüglichstes, wesentliches und grundlegendes Merkmal bleibt sie verborgen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.367 Ihr geheimes Zeichen wird wie beim Linga mit einem goldenen Stift eingeritzt. Der Brahma-Stein wird am unteren Ende des Lingas angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.368 Er erhält Bad und weitere Riten, jedoch keine entsprechende Linienkennzeichnung. Seine Vertiefungsmerkmale wurden bereits zuvor erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.369 Diese Kraft heißt Anantashakti, die unbegrenzte Kraft, und ist auch als Dharini, die Tragende, bekannt. Sie verleiht Festigkeit und bringt die Entfaltung der Welt hervor. [Der letzte Ausdruck lässt auch „Vollendung der Welt“ zu.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.370 Sie wird als eine alle Gestalten umfassende Wesenheit verbunden, gestärkt und eingesetzt. Zuvor verehrt der Lehrer die drei Teile nach dem gewünschten Verfahren. [Der Bezug des ersten Pronomens ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.371 In seiner eigenen Feuergrube verehrt der Lehrer das allumfassende Prinzip. Nach der Schriftordnung erzeugt er das glückverheißende Feuer. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.372 Nach Vollendung des Shiva-Feuers mit der vollen Opfergabe wird es in neun Teile gegliedert, für die Mitte und die Richtungen, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.373 In der Mitte liegt das Shiva-Feuer, ringsum die acht Gestaltfeuer. Den östlichen Feueranteil bringt der Lehrer in die östliche Grube, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.374 den südöstlichen in die südöstliche, den südlichen in die südliche, den südwestlichen in die südwestliche und den westlichen in die westliche. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.375 Der nordwestliche kommt in die nordwestliche, der nördliche in die nördliche und der nordöstliche in die nordöstliche Grube. Im mittleren Feuer opfert der Lehrer selbst. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.376 Die Gestalthüter sind mit ihren eigenen Gestalten verbunden und opfern im jeweils zugehörigen Feuer nach ihrer eigenen Verbindung, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.377 Die Befriedungsgefäße werden mit den Gestaltmantras versehen. Alle erhalten die Weihe durch hundertacht auf sie bezogene Opferhandlungen. [Der technische Ausdruck für die Übertragung ist mehrdeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.378 Der Lehrer weiht sein eigenes Gefäß mit Shiva-Mantra und Waffenmantra. Die jeweiligen Gestaltmantras werden mit Gesichts- und Gliedmantras gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.379 Nach Verehrung des eigenen kosmischen Weges und ordnungsgemäßem Feueropfer folgt das reinigende Opfer mit den eigenen Gestalt-, Gesichts- und Gliedmantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.380 Der gesamte kosmische Weg wird gesammelt und in einer einheitlichen Handlung behandelt. Die drei Prinzipien werden als Durchdrungenes und Durchdringendes vorgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.381 Beginnend mit dem Atma-Prinzip opfert der Cumbaka gemeinsam mit den Gestalthütern, unter Beachtung der Wirkkraft der Opferstoffe, du göttlich Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.382 Dem Brahma-Teil wird das Atmatattva zugeordnet, dem Vishnu-Teil das Vidyatattva und dem Rudra-Teil das Shivatattva, jeweils in dieser Reihenfolge. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.383 Das Atma-Prinzip reicht bis Pradhana, das Vidya-Prinzip bis zum Vidya-Bereich und das Shiva-Prinzip bis Shiva. So wird ihre Durchdringung beschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.384 Nach dem rituellen Erheben des Atma-Prinzips wird dessen Bereich gereinigt, Herrin der Götter. Man steht auf, nimmt Begrüßungswasser und berührt den Brahma-Teil mit Kushagras. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.385 Nach Verehrung mit Duftstoffen und Blüten wird das Vidya-Prinzip erhoben. Zur Reinigung seines Bereichs kehrt man zurück und opfert erneut. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.386 Wieder steht man mit Begrüßungswasser auf, berührt den Vishnu-Teil mit Kushagras und verehrt ihn mit Düften und Blüten. Danach wird das Shiva-Prinzip erhoben. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.387 Zur Vollendung seines Bereichs kehrt man zurück und opfert erneut. Danach steht man mit Begrüßungswasser auf und berührt den Rudra-Teil mit Kushagras. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.388 Mit dem vom Guru gelehrten Mantra wird dies Abschnitt für Abschnitt vollzogen, du Schönantlitzige. Ebenso sollen die zuständigen Ritualträger der Reihe nach mit Atmatattva und den weiteren Ebenen verfahren. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.389 Nach Reinigung des jeweiligen Prinzips wird es mit Kushagras und Begrüßungswasser berührt. Nach dem Cumbaka folgt der Hüter der Erde, danach der Hüter des Feuers. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.390 Nach dem Feuerhüter folgen der Hüter des Opferherrn und der Sonnenhüter, danach der Wasserhüter und der Windhüter. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.391 Nach dem Windhüter folgen der Mondhüter und der Raumhüter. Für die Brahma-, Vishnu- und Rudra-Teile gilt überall dasselbe Verfahren. [Der Mondhüter ist beschädigt als „indra“ bezeichnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.392 Tausend oder hundert Opfergaben, auch die Hälfte beziehungsweise ein Viertel davon, werden genannt. Der Acharya vollzieht die Handlung gemeinsam mit den Gestalthütern. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.393 Die Auffangplatte ist von der Handlungskraft durchdrungen und mit den zu reinigenden Gestalten verbunden. Der Cumbaka berührt sie gemeinsam mit den Gestalthütern, mit Begrüßungswasser und Kushagras. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.394 Das Verfahren ist dasselbe, doch wird sie als das Erfahrene beziehungsweise Genossene vorgestellt. Der allgegenwärtige Herr besteht als Erfahrender aus Erkenntniskraft. [Ein Beiwort des Herrn ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.395 Der höchste Herr ist der Erfahrende und besteht aus Erkenntniskraft. Der Brahma-Stein gilt als tragende Grundlage des kosmischen Weges. [Die letzte Bereichsbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.396 Seine tragende Elementnatur wird entsprechend gereinigt. Gemeinsam mit den Gestalthütern werden hundert Opfergaben für die Prinzipien dargebracht, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.397 Nach erneuter gründlicher Reinigung wird die verbundene Shakti eingesetzt. Wenn diese drei, Linga, Auffangplatte und Stein, gereinigt sind, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.398 Nachdem die vorgeschriebenen Opferhandlungen vollständig vollzogen wurden, sollen die drei Shaktis eingesetzt werden: die Erkenntniskraft in das Linga und die Handlungskraft in den Sockel. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.399 In den Brahma-Stein soll die tragende Shakti eingesetzt werden. Mit der vollständigen Opfergabe soll man über ihre verbundene Einheit meditieren. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.400 Nach der Verehrung mit Duftstoffen, Blumen und weiteren Gaben soll der geeignete Zeitpunkt erkannt werden. „Geeignete Zeit“ umfasst eine äußere und eine innere Zeit. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.401 Die äußere Zeit wird durch Jyotisha bestimmt und soll dem Guru bekannt sein. Die innere Zeit ist subtil; sie richtet sich nach der Anweisung des Gurus. [Die grammatische Form des ersten Halbverses ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.402 wird zur Erlangung beider Früchte der richtige Zeitpunkt beachtet. Steht er unmittelbar bevor, werden die Handlungen verkürzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.403 Liegt der Zeitpunkt noch fern, werden Feueropfer, Rezitation und weitere Handlungen ausgedehnt. Je nach größerer oder geringerer Stoffmenge wird die Ausführung erweitert oder verkürzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.404 Sind die Feueropfer beendet und bleibt Zeit, werden Meditation und Rezitation in der vorgeschriebenen Reihenfolge fortgesetzt, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.405 Der Acharya steht auf und spricht dem Gott ins rechte Ohr: „Verehrung dem erhabenen Rudra; dir, dem furchtbaren Rudra, sei Verehrung.“ (IAST · Devanagari)
Stelle 15.406 Ob die Ausführung vollständig oder unvollständig ist: Möge sie durch Shakti erfüllt und angenommen werden. [Halbvers; Bestandteil der in 15.405 beginnenden Anrufung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.407 [Opferabschluss der vorausgehenden Formel.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.408 Die vollendete Ritualhandlung wird der Erkenntniskraft übergeben: „Verehrung, Shankari; erfülle, erfülle!“ [Mit Opferabschluss.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.409 Die an der Auffangplatte vollzogene Handlung wird der Handlungskraft übergeben. Mit derselben Formel erfolgt die Übergabe an die Ananta genannte Grundlage. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.410 Nach der Darbringung wird alles mit Schutzpanzer- und Waffenmantra festgehalten. Nachdem Shiva so festgehalten ist, geht der Lehrer ehrerbietig zum Tempel. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.411 Dabei spricht er die große, überaus furchtbare Waffe namens Pashupata aus. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.412 [Lautmantra der großen Pashupata-Waffe mit Anrufungs-, Schutz- und abschneidenden Keimsilben sowie Opferabschluss; eine Anfangssilbe ist unsicher überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.413 Diese Formel heißt Mahapashupata, König der Waffenmantras. Nach der Beseitigung der Hindernisse im Tempel, Herrin der Götter, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.414 vollzieht der Lehrer die Einsetzung des Brahma-Steins. Mit der Diagonallinie des Innenraums wird die unmittelbar anvisierte Mitte vermieden. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.415 Die Mitte des Brahma-Steins wird gegenüber der Türmitte leicht versetzt. Die Tür wird siebengeteilt, der mittlere Teil gedrittelt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.416 Dessen mittlerer Teil wird halbiert, die nördliche Hälfte wiederum gedrittelt. Zwei innere Teile und ein südlicher Teil werden ausgespart. [Die genaue Folge des Versatzes ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.417 Die darüber gezogene Linie bestimmt die gesuchte Mitte. So wird eine unmittelbare Deckung der Mittelpunkte vermieden. [Ein Teil der Linienanweisung ist verloren.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.418 Nach diesem Verfahren wird die Mitte nicht vollständig aufgegeben, du Treugelobte. Nach ihrer Bestimmung wird der Stein dort rein eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.419 Zuerst wird nach seinem Maß [Textlücke] das Vastu-Messnetz wie zuvor angelegt. Die Gottheiten werden vorgestellt, Opfergabe und Verehrung wie zuvor vollzogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.420 Nach genauer Bestimmung der Steinmitte wird er mit seinen eigenen Eigenschaften eingesetzt: „Verehrung der Allgegenwärtigen, Festen, Unbeweglichen, Beständigen.“ [Mit Keimlauten und Opferabschluss.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.421 So werden seine eigenen Eigenschaften genannt, wie der höchste Herr zuvor lehrte. Die Meditation vergegenwärtigt die höchste, überall gleiche Durchdringung. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.422 Der kosmische Weg wird als gestützt und fest vorgestellt und entsprechend der Absicht eingesetzt. Träger und Getragenes werden durch ihre Verbindung als untrennbar verstanden. [Das letzte Wort ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.423 Die Grundlage ist die unbegrenzte Shakti; was auf ihr ruht, ist der höchste Shiva. Nach der Verehrung mit Duftstoffen und Blumen wird die Verbindung rituell befestigt. [Der letzte Ritualausdruck ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.424 In die zuvor angelegten Vertiefungen werden Edelsteine eingesetzt: im Osten Diamant, im Südosten Sonnenstein, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.425 im Süden Indranila, im Südwesten Mahanila und im Westen eine Perle, Göttin, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.426 im Nordwesten Pushparaga, im Norden Padmaraga und im Nordosten Vaidurya. In der Mitte werden alle zusammen eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.427 So setzen die Kundigen die Edelsteine der Reihe nach ein. Danach folgt die Einsetzung der Metalle. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.428 Im Osten liegt Gold, im Südosten Kupfer, im Süden Eisen und im Südwesten Zinn. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.429 Im Westen liegt Silber, im Nordwesten Messing und im Norden eine als Ghosha bezeichnete Legierung. [Die letzte Metallbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.430 Im Nordosten liegt Blei. Danach folgen Mineralstoffe: im Osten gelbes Arsenmineral, im Südosten ein teilweise verlorener Mineralname, wohl Manahshila. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.431 Im Süden liegt Kasisa, im Südwesten Kakshika und im Westen Quecksilber. Für den Nordwesten wird (IAST · Devanagari)
Stelle 15.432 goldfarbener Ocker genannt, Göttin. Im Norden liegt Schwefelstein, im Nordosten ein als Bhringa bezeichneter Stoff. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.433 Von Metallen und Mineralstoffen werden jeweils geringe Mengen eingesetzt, Göttin. Höre nun von den weiteren Wurzeln und Pflanzenstoffen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.434 Im Osten liegt Vetiverwurzel, im Südosten Vishnukranta, im Süden rotes Sandelholz und im Südwesten schwarzes Agarholz. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.435 Im Westen liegt weißes Sandelholz, im Nordwesten eine als Sarikotpala überlieferte Pflanze, im Norden Kunda und im Nordosten Shankhapushpa. [Die nordwestliche Pflanzenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.436 Nach der ordnungsgemäßen Pflanzeneinlage folgt das Getreide: im Osten Reis, im Südosten Weizen, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.437 im Süden Sesam, im Südwesten schwarze Bohnen, im Westen eine unsicher als „sunga“ überlieferte Saat und im Nordwesten Gerste. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.438 Im Norden liegt Wildreis, im Nordosten Shyamaka-Hirse. In der Mitte werden sämtliche Getreidearten und Pflanzenstoffe eingesetzt, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.439 ebenso alle Mineralien und Metalle, du Treugelobte. Zusätzlich werden in der Mitte eine beschädigt bezeichnete Gestalt, ein Stier und eine Schildkröte angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.440 Alle oder eine dieser Gestalten werden aus Gold gefertigt. Fehlen sämtliche anderen Stoffe, wird allein Quecksilber eingesetzt. [Der Stoffname ist beschädigt geschrieben.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.441 Samen und Wurzeln sollen nicht dicht gepackt werden. Eine zu dichte Füllung gilt als schwerer Fehler; deshalb werden nur abgemessene Mengen eingelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.442 Glanz, Sättigung, Erinnerung und Beseitigung von Krankheit werden als vier Eigenschaften genannt. Mit ihnen ist die Ananta-Kraft verbunden, die zu erkennen ist, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.443 Die Meditation reicht bis zur Erde; die Einsetzung erfolgt mit dem allumfassenden Laut. Darüber wird Milchspeise aufgetragen und ein feines Tuch gelegt. [Die genaue Stoffbezeichnung des Tuches ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.444 Danach beginnt die weitere Linga-Anlage; in der Vertiefung wird der Sockel befestigt. Dieses Verfahren gilt, wenn der Sockel ein separates Teil ist, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.445 Bei einem einstückig verbundenen Sockel wird die gesonderte Anlage nicht vorgenommen. Mit dem Scheitelmantra werden zwei Tücher darübergelegt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.446 Mit reinem Inneren wird mit Düften und Blüten verehrt. Schutzpanzer- und Schwertmantra bilden die rituelle Sicherung. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.447 Danach werden außen an den entsprechenden Stellen Richtungsopfer dargebracht. Nach der Gabe an die Richtungsherren erfolgt sorgfältige Mundspülung. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.448 Zur Feuergrube zurückgekehrt beginnt der Lehrer ein weiteres Opfer. Es dient der Reinigung des Steines und der Messlinien, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.449 der Bereinigung des Vastu-Netzes und der Sühne möglicher Fehler. Nach jeweils hundert Opfergaben wird das Linga ehrerbietig angerufen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.450 Mit dem Herzmantra wird das Linga aufgerichtet und ihm Begrüßungswasser gereicht. Nach einem Lobpreis bewegt der Mantrakundige es mit dem Kopfmantra weiter. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.451 Rezitation und vedischer Klang erfüllen den Ort, begleitet von Lobpreisenden und dem Gesang der Frauen, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.452 von Segensliedern der Mädchen, den Gebeten der Asketen, den Segensworten der Brahmanen und freudigen Jubelrufen, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.453 von Muschelhörnern, Kahala-Hörnern und vielfältiger Musik. Blüten, Räucherwerk und Lichter umgeben die Gestalt, Wedel und Fächer bewegen sich. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.454 Der Acharya hebt den Gott gemeinsam mit den Gestalthütern, dem Stifter und den zuvor bestimmten Helfern empor. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.455 So wird er zum Tempel getragen. Nach dreimaliger rechtsläufiger Umrundung gelangt er an die Tür. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.456 Auf dem schönen Bhadra-Sitz erhält er die achtgliedrige Begrüßungsgabe, auch durch die Gestalthüter. Die Frauen bringen Rocana dar, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.457 die Stifter beziehungsweise ihre Begleiter unversehrtes Getreide und die Brahmanen Kushawasser. [Die erste Empfängergruppe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.458 Auf dem Bhadra-Sitz wird er in den Raum zwischen Tür und Heiligtumsinnerem gebracht. Bei einem bereits bestehenden Tempel erfolgt der Eintritt durch die Tür. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.459 Dabei soll die Gestalt weder unten noch oben noch seitlich den Türrahmen berühren. Eine Berührung gilt als schwerer Fehler für Stifter und weitere Beteiligte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.460 In diesem Fall wird mit dem Mantra der betreffenden Richtung in deren Feuergrube durch den zugehörigen Hüter geopfert, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.461 Hundertacht Opfergaben und ebenso viele Rezitationen werden vollzogen. Als Gabe wird das der Richtung entsprechende Reittier gespendet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.462 Genannt werden Elefant, Ziegenbock, Büffel, ein Dienerpaar, Makara, Antilope, Himmelswagen, Stier und eine beschädigt bezeichnete Vogelgestalt, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.463 sowie ein Hamsa. Ist eine tatsächliche Gabe nicht verfügbar, wird Gold gegeben. So soll die Bedrängnis des Stifters und der übrigen befriedet werden, du Innige. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.464 Der Acharya öffnet die zuvor mit Stoff bedeckte Vertiefung und löst die durch Schutzpanzer- und Waffenmantra bewirkte Sicherung. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.465 Mit der zuvor genannten großen Pashupata-Waffe wird das in einer Hebevorrichtung gehaltene Linga getragen und seine Mitte genau ausgerichtet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.466 Mit deutlichen Zeichen und Lotlinien, umgeben von den Gestalthütern, wird es in der Vorrichtung gehalten, bis die richtige Ausrichtung erreicht ist. [Die Schlussformulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.467 Man soll die Shakti des Shaktiman als nicht von ihm getrennt meditieren. Nachdem man sie bis zu dem geführt hat, was über die Meditation hinausgeht, soll man sie in der Ordnung der Entfaltung einsetzen. [Einzelne Wortformen sind entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.468 Die Gottheit wird auf dem Brahma-Stein fest eingesetzt. Mit dem eigenen Mantra soll man die höchste Wohnstatt meditieren, die Ursache, die selbst keine Ursache hat. [Wortlaut im ersten Halbvers beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.469 Mit der Meditation seiner Eigenschaften wird es in die bewusste und unbewusste Wirklichkeit eingesetzt. Der Cumbaka handelt vollkommen gesammelt in der ausgeglichenen Verbindung. [Die technische Bewusstseinsformulierung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.470 Danach wird der Sockel eingesetzt und mit Düften und Blüten verehrt. Sockel und Linga werden mit Schutzpanzer- und Waffenmantra gesichert, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.471 Zurückgekehrt vollzieht der Lehrer ein befriedendes Opfer gegen Fehler und unheilvolle Störungen; entsprechend dem Opfer erfolgt auch die Rezitation. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.472 Die Auffangplatte wird nach Verehrung und Lobpreis wie zuvor herbeigebracht, gemeinsam mit Gestalthütern, Cumbakas, Helfern und Stiftern. [Das erste Verb ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.473 Gesang, Musik, Lobpreisende und Brahmanen begleiten die Handlung. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.474 Nach dem vorgeschriebenen Heranbringen und dreimaliger rechtsläufiger Umrundung gelangt die Platte an die Tür. [Die erste Bewegungsangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.475 Gestalthüter und Cumbakas bringen Rocana, Begrüßungswasser und unversehrtes Getreide dar. Die Platte wird sorgfältig hineingebracht, ohne die Tür zu berühren. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.476 Mit Lotlinien und den Kennzeichen der Platte wird ihre Lage bestimmt. Der Lehrer steht auf der Südseite und richtet sie genau nach der vorgesehenen Richtung aus. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.477 Die Abflussrinne weist nach Norden; dann beginnt die Einsetzung der Handlungskraft. Der feine geeignete Zeitpunkt wird erkannt und beachtet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.478 Wie der im Körper Wohnende mit dem Körper verbunden ist, so soll die Handlung in die Erkenntnis eingesetzt werden. Wie Erfahrung und Erfahrender verbunden sind, so soll Handlung mit Erkenntnis vereint werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.479 Erkenntnis und Handlung werden so eingesetzt, wie Erkennbares und Erkenntnis aufeinander beruhen; wie die Kräfte der Sonnen- und Mondscheibe in Einheit zusammenkommen, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.480 so werden hier Sehen und Handeln vereinigt. Die Auffangplatte ist als Körper, das Linga als dessen Bewohner zu verstehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.481 Die Auffangplatte ist das Erfahrungsfeld, das Linga der Erfahrende. Ferner wird die Platte als Erkenntnis, das Linga als das Erkennbare bezeichnet, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.482 Der Sockel wird mit dem Mond, das Linga mit der Sonne verglichen. Die Handlung soll man als Körper auffassen, die Erkenntnis als den im Körper Wohnenden. [Die Mondbezeichnung ist in der Vorlage verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.483 Im Erfahrenen erscheint die äußere Handlungsgestalt, im Erfahrenden die Erkenntnis. Handlung und Erkenntnis sowie Erkenntnis und Erkennbares sind als zusammengehörig zu betrachten. [Ein Verb ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.484 Die Handlung ist wie der Mond zu verstehen, die Erkenntnis wird mit der Sonne verglichen. Die Handlungskraft, du Schönantlitzige, wird wie eine zur Vereinigung bereite junge Frau betrachtet. [Historische geschlechtliche Bildsprache.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.485 Die Erkenntniskraft wird wie ein von Verlangen erfüllter Mann verstanden. Das Einsetzen von Sehen und Handeln wird mit der Vereinigung von Mann und Frau verglichen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.486 Doch wozu viele Worte und zahlreiche Vergleiche? Wie du und ich von Anfang an in einer Verbindung stehen, die den Bestand der Welt ermöglicht, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.487 so verbinden sich Sehen und Handeln zur wirksamen Tätigkeit. Du selbst bist unmittelbar die Handlungskraft, die als Auffangplatte dasteht. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.488 Ich bin die Erkenntnisgestalt, du Gütige, die als Linga dasteht. So wird die Einsetzung im Tempel erklärt, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.489 Ist die Anlage nicht richtig ausgerichtet, wird die betroffene Richtung bestimmt, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.490 Der Acharya geht zu seiner Feuergrube und opfert zur Befriedung des Fehlers. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.491 Nach hundertacht Opfergaben und entsprechender Rezitation opfert er für die Richtungsgottheit und bewegt die Anlage in die richtige Ausrichtung. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.492 Ist sie richtig ausgerichtet, folgt das Sühneopfer. Nach jeweils hundert Rezitationen stellt der Lehrer die Fehlerfreiheit her. [Die abschließende Verbform fehlt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.493 Bei dieser Gelegenheit erhält der Lehrer eine Gabe: die entsprechenden Reittiere, ihren Gegenwert oder goldene Nachbildungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.494 Durch solche Gaben sollen Fehler infolge von Herabfallen, Stößen, Schiefstand und falscher Richtung ausgeglichen werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.495 Danach wird die Fuge der Vertiefung mit feinem, gesiebtem Sand aufgefüllt, bis sie oben bündig ist, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.496 Laugenstoffe, Metallrückstände und sehr feine weitere Pulver werden mit Muschelpulver in Leinöl gekocht. [Eine Pulverbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.497 Nach angemessenem Kochen wird damit die Fuge geschlossen, sodass sie sich auch unter Einwirkung von Wasser nicht bewegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.498 So wird die Verbindung fest hergestellt; andernfalls gilt sie als fehlerhaft. Dringt durch Nachlässigkeit Wasser durch die Fuge nach unten, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.499 werden Verlust der Vollendung, Unruhe, Krankheit oder Tod befürchtet. Deshalb soll das Wasser sorgfältig in die Abflussrinne geleitet werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.500 Unter der Rinne wird eine weitere steinerne oder hölzerne Rinne beziehungsweise ein festes Auffanggefäß für den Abfluss angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.501 Am Rand des Tempels liegt eine große, brunnenartig ausgekleidete Vertiefung. Danach baden alle Gestalthüter das Linga der Reihe nach vom Osten an, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.502 jeweils mit der Hälfte ihres eigenen Befriedungsgefäßes. Der Cumbaka badet es mit der Hälfte seines eigenen Gefäßes. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.503 Danach badet der Lehrer Shiva nach der vorgeschriebenen Folge: zuerst mit Honig, danach mit Wasser, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.504 dann mit Milch und Wasser, anschließend mit Quark und erneut Wasser, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.505 danach mit geklärter Butter und Wasser, nochmals mit Honig und Wasser. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.506 Es folgt ein Bad mit Zuckerstücken beziehungsweise Zuckerlösung und danach mit warmem Wasser. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.507 Nach dem Abreiben mit einem trockenen Mittel werden viele Wassergefäße darübergegossen. Dies ist das allgemeine Verfahren mit den fünf Kuhprodukten und weiteren Badestoffen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.508 Beim besonderen Verfahren, du Gütige, erfolgt zuerst das Bad mit den fünf Nektaren, danach mit Blut und anschließend mit Duftwasser. [Die Aussage beschreibt die historische Sonderritualordnung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.509 Dazwischen liegen jeweils Wasserbäder mit dem Herzmantra, du Treugelobte. Danach werden die Mantras so eingesetzt, wie sie im eigenen Körper vorgestellt sind. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.510 Beim allgemeinen Verfahren wird der Sitz von Ananta bis zur Shakti aufgebaut; beim besonderen bis zu den Totengestalten, wie es die eigene Schrift lehrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.511 Der Wurzelmantra wird mitsamt Gestalt-, Gesichts- und Gliedmantras eingesetzt, Geliebte. Im runden Teil wird die Erkenntniskraft als Gestalt angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.512 Der Wurzelmantra wird auf diese höchste Wirklichkeit bezogen, Herrin der Götter. Im Sockel wird die Handlungskraft eingesetzt; sie wird auch als Totengestalt bezeichnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.513 Nach der Einsetzung der Mantragruppen wird die achtblütige Verehrung dargebracht. Zur Festigung der göttlichen Gegenwart folgen verschiedene Bäder. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.514 Danach wird mit Sandel, Duftstoffen und Safran gesalbt, schön verehrt und mit bunten Gewändern geschmückt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.515 Goldener Schmuck wird angelegt, Guggul und andere Stoffe werden verräuchert, Lichter aufgestellt und verschiedene Speisen dargebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.516 Feste Speisen, gekochte Gerichte, Leckbares, Saugbares und Getränke werden nach der allgemeinen Ordnung gegeben, du Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.517 Beim besonderen Verfahren werden verschiedene Speisen mit achtzehn Fischarten und sechzehn Fleischarten genannt, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.518 Dazu kommen Getränke aus Früchten, Blüten und Rohzucker. Gesang, Tanz, Festfeiern, Glocken und Damaru-Klang begleiten sie, Göttin. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.519 Tag und Nacht werden prächtige Feiern über vier Tage veranstaltet, mit Blüten, Räucherwerk, Speisen, Betel und weiteren Gaben. [Die Tagesangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.520 Im allgemeinen Verfahren werden Mundspülung und Waschung von Händen und Füßen vollzogen. Im besonderen wird auf diese Reinigung verzichtet. [Der erste Satz zum besonderen Verfahren ist elliptisch.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.521 Das allgemeine Verfahren hat eine doppelte Ausrichtung, die Kundigen als Zweiheit und Nichtzweiheit verstehen. Das besondere hat nur eine Ausrichtung: reine Nichtzweiheit. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.522 Nachts werden Wachfeiern, Gaben, Gesang, Tanz und Musik veranstaltet. Auch im allgemeinen Verfahren dauern die großen Feste mehrere Tage. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.523 Tagsüber erfolgt uneingeschränkte Speisung auch für Arme und Schutzlose. Beim besonderen Verfahren feiern die Vira-Praktizierenden mit den Yoginis und den Stiftern. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.524 Die für Viras bestimmten Speisen und Getränke werden am Tagesende oder nachts gereicht. So werden die Tage mit Tanz, Gesang und Musik als großes Fest begangen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.525 Der Cumbaka opfert mit den Gestalthütern dreimal täglich; bei ausreichenden Mitteln auch fortlaufend. [Die abschließende Zeitregel ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.526 Am vierten Tag vollzieht der gesammelte Cumbaka das Vierttagsopfer, unter Beachtung der Wirkkraft der Stoffe. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.527 Gemeinsam mit den Gestalthütern werden hundert oder tausend Opfergaben dargebracht. Die festen, gekochten, leckbaren und saugbaren Speisegaben (IAST · Devanagari)
Stelle 15.528 und die Gaben der Verehrung werden zusammengetragen. Unverheiratete Mädchen, Brüdersöhne und weitere beschädigt bezeichnete Angehörige beziehungsweise Bedürftige werden als Empfänger genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.529 Ihnen werden die Speisen zum Essen gegeben; die schönen Blüten werden vom Kundigen zum Tragen verteilt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.530 Sie gelten hier nicht als verbrauchte Opferreste, solange Chandeshvara noch nicht eingesetzt ist. Daher gilt ihr Essen oder Tragen als fehlerfrei, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.531 ebenso das Geben und Annehmen im allgemeinen Verfahren, du Treugelobte. Aufgrund der besonderen göttlichen Gegenwart gelten sie als besonders wirksam, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.532 als vollendungs- und befreiungsfördernd wie die geweihte Opferspeise. Danach wird gereinigt und der Gott angemessen gebadet, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.533 mit den zuvor genannten Duftwässern und weiteren Stoffen, Geliebte. Gesammelt wird er mit den jeweils geeigneten Gaben verehrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.534 Mit Düften und Blüten werden die Richtungsopfer dargebracht. Nach der Mundspülung kehrt der Lehrer zurück und steht südlich der Gestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.535 Bei einem allgemein verehrten Linga wird die besondere Ritualgegenwart entlassen; die im eigenen Ritual eingesetzte Gestalt wird in das eigene Selbst zurückgenommen. [Die erste technische Wendung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.536 In der Linga-Gestalt wird Canda, bekannt als Candakrodha, vergegenwärtigt, der aus ihr hervortritt und der Erkenntnisgestalt entstammt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.537 Mit flammendem Haar, schwer anzusehen, mit Fangzähnen und entstelltem Antlitz tritt Krodhacanda hervor, weiß wie Herbstmond und Kunda-Blüte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.538 Es ist Mahesha selbst, der aus Gestaltlosigkeit Gestalt annimmt. Canda-Rudra wird als zornige Erscheinung vorgestellt, die aus dem Gott hervortritt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.539 Mit einer beschädigt bezeichneten Festigung wird er nordöstlich des Lingas eingesetzt, mit einer Blüte und der Rücknahmegeste, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.540 Danach wird nordöstlich des Sockels die Ananta genannte Shakti vorgestellt, die Bewegliches und Unbewegliches umfasst. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.541 Sie erscheint als aufnehmender Träger und als Sitz Candas. Nach Vorstellung dieses Sitzes wird Candas Gestalt eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.542 Ein mit Hauchabschluss versehener Laut wird mit Pranava und Verneigungsformel verbunden; dies ist der Gestaltmantra. Derselbe kann auch den Sitz allein bestimmen. [Die Lautbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.543 Mit langen Vokalen werden daraus sechs Gliedmantras, mit kurzen Vokalen fünf Gesichtsmantras gebildet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.544 Die überlieferte Keimsilbe bildet den Wurzelmantra des höchsten Chandeshvara. An seinem Ort wird er dunkel, vierarmig und schön strahlend vorgestellt, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.545 wie Shiva ihn zuvor geschaffen hat, Herrin der Götter. Nach Verehrung mit Düften und Blüten wird er mit dem zugehörigen Waffenmantra festgehalten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.546 Nach dem Feueropfer erfolgt die dauerhafte Anlage für Chandeshvara. Man betrachtet die entsprechende Richtung nahe der Innenseite der Umfassungsmauer. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.547 Dort wird ein gut geschütztes Haus aus Ziegeln, Stein, Holz oder Lehm errichtet. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.548 Die zuvor als Grundlage vorgestellte Shakti wird dort als fest vergegenwärtigt. Nach Aufbau ihres Sitzes wird Canda dauerhaft eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.549 Nach seiner Einsetzung und der Mundspülung folgt ein Sühneopfer. Der Gott wird erneut gebadet und als allgemein verehrtes Linga angerufen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.550 Seine allgemeinen Gesichts- und sechs Gliedmantras werden angeordnet. In den drei Teilen werden die drei allgemeinen Gottheiten vorgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.551 Im Brahma-Teil liegt Brahma mit dem Bereich bis zur Erde; im Vishnu-Teil Vishnu mit dem Bereich bis Vidya. [Die zweite Gottesbenennung ist ausgelassen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.552 Im Rudra-Teil wird der Herr selbst unmittelbar als Erkenntniskraft vorgestellt. Danach bringt der Kundige sieben Opfergaben dar. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.553 Die sieben Anrufungen an Shiva lauten dem Sinn nach: „Sei fest. Sei unermesslich. Sei Bewusstsein. Sei ewig. Sei alles durchdringend. Sei unvergänglich. Sei vollkommen erfüllt.“ Jede beginnt mit dem Pranava und endet mit dem Opferabschluss. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.554 Bei einer persönlichen oder besonderen Einsetzung wird Chandeshvara dagegen nicht gesondert eingesetzt. Sein Hervorgehen und seine Trennung werden nicht vorgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.555 Das Linga gilt hier selbst als Bhairava und ist in Bhairava-Wesenheit eingesetzt. Es wird lediglich ein Ort für die abgelegten Opfergaben bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.556 Chandeshvara kann je nach eigener Ritualverbindung entfallen. Die besondere göttliche Gegenwart und das Vierttagsopfer dürfen jedoch nicht ausgelassen werden. [Die erste Aussage ist syntaktisch unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.557 Deshalb entsteht dort kein Fehler durch verbrauchte Opferreste, du Treugelobte. Speisen, Duftstoffe und Blüten, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.558 alle diese Gaben gelten nicht als Chandeshvara zufallende Reste. Daher wird beim Geben und Überschreiten keine entsprechende Verfehlung angenommen. [Das Wort für Überschreiten ist mehrdeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.559 Ihr Essen oder Tragen soll vielmehr reinigen, weil die besondere Gegenwart von Anfang über Mitte bis Ende aufrechterhalten bleibt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.560 Daher gelten sie wie geweihte Opferspeise als vollendungsfördernd. Sie werden nicht ungeeigneten Empfängern, sondern unter Voraussetzung der Einweihungsbindung gegeben. [Die ausgeschlossene Gruppe ist beschädigt bezeichnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.561 Auch dort werden sieben Opfergaben an Bhairava dargebracht, mit seinen jeweiligen Eigenschaften, beginnend mit dem Pranava und endend mit dem Opferabschluss. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.562 Danach betritt der Cumbaka gesammelt das Heiligtum, steht nordöstlich des Gottes und rezitiert hundertmal (IAST · Devanagari)
Stelle 15.563 die große Pashupata-Waffe zur Behebung von Lücken im Ritual. Sie soll Mängel und Übermaß der Handlungen ausgleichen und das Verfahren vervollständigen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.564 Nach dieser Rezitation spricht er die hörbare Bitte: „Herr, was während der Ritualhandlung und des Opfers getan oder nicht getan wurde …“ [Die Bitte setzt sich im folgenden, gesondert übersetzten Block fort.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.565 Möge der höchste Herr es durch die Verbindung mit seiner Shakti vollständig machen. Danach soll der Cumbaka gemeinsam mit den Ritualträgern mit dem Wasser der Friedensgefäße [fortfahren; Satz setzt sich im Folgenden fort]. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.566 Die Beteiligten baden den Stifter; seine Angehörigen werden dabei als mitbefreit verstanden. Durch die Besprengung soll die Wirkung der befreienden Einweihung entstehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.567 Nach dem Bad wird ihm ein schöner goldener Armreif an die rechte Hand gegeben; ist Gold nicht verfügbar, einer aus Darbhagras. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.568 Dadurch wird dem Stifter die Frucht der Einsetzung vollständig übertragen; so lautet die Aussage der Schrift. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.569 Im eigenen Befriedungsgefäß wird erneut Shiva eingesetzt. Es wird als Shiva-Tirtha vorgestellt und der Boden über hundert Ellen besprengt. [Die Maßeinheit ist beschädigt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.570 Zur Befreiung seiner Angehörigen wird diese heilige Stätte geschaffen. Das Shiva-Tirtha erstreckt sich ringsum über hundert Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.571 Wesen, die dort in Entsagung sterben, werden nach dem Text dreiäugig und Shiva gleich und gelangen in Shivas Welt. [Die Bezeichnung der Wesen ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.572 Daher soll der Guru Shiva verehren, sich mit acht Körperteilen wie ein Stab niederwerfen, auf die Knie gehen und sich nach dem Lobpreis verneigen. [Ein Wort im ersten Halbvers ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.573 Gemeinsam mit dem Stifter werden drei rechtsläufige Umrundungen vollzogen. Nach erneuter Verneigung kehrt man in die Opferhalle zurück. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.574 In der Mitte der Einsetzungsplattform bereitet der Stifter einen Sitz: einen Löwenthron oder einen anderen prächtigen Sitz aus Elfenbein oder Gold. [Eine Sitzbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.575 Er kann auch aus Silber, Kupfer, anderem Metall, Holz, Rohrgeflecht, Leder oder Stoff bestehen und mit einer Decke bedeckt sein. [Die Geflechtbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.576 Der Stifter ergreift ehrerbietig die Füße des Lehrers und bittet um seine Gnade. Der Lehrer sitzt bequem und ruht; die Verehrung reicht vom Kopf bis zu den Füßen. [Die zweite Zeile ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.577 Der Stifter kniet nieder, verneigt sich vor dem Lehrer, salbt ihn mit Sandel und verehrt ihn mit erlesenen Blüten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.578 Zwei prächtige Gewänder werden gegeben, er wird mit erlesenem Räucherwerk geehrt. Goldschmuck, Edelsteine, Gewänder, Elefanten, Pferde und Kühe, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.579 Landbezirke, Dörfer, Grundstücke, Diener, Mädchen, Fahrzeuge, Getreidevorräte, Büffel und weitere Tiere werden als historische Stiftungsgaben aufgezählt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.580 Mit reichen, kostbaren Gaben wird der Lehrer zufriedengestellt. Bei der Ausarbeitung der Merkmale wird ihm eine Kuh, beim Verschließen der Vertiefung Gold gegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.581 Beim Bewegen und beim Wagenumzug werden Land und Edelsteine gegeben. Danach werden auch die Lobpreisenden und Gestalthüter geehrt und beschenkt. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.582 Als Gabe für die weiteren Beteiligten wird ein Viertel der Gabe an den Einsetzungspriester genannt. [Die doppelte Halbierungsformel ist knapp überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.583 Für alle Gestalthüter gilt dieselbe Gabe. Die Sadhakas erhalten einen verminderten Anteil, du Schönantlitzige. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.584 Die Putrakas erhalten davon die Hälfte, die Samayins wiederum die Hälfte; die Brahmanen ein um ein Viertel vermindertes Maß, die Helfer davon die Hälfte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.585 Den Sängergruppen soll die Hälfte, den weiteren Unterhaltungskünstlern davon wiederum die Hälfte gegeben werden. Auch Armen, Blinden und Bedürftigen soll man nach den eigenen Möglichkeiten geben. [Die Bruchteile beziehen sich auf die vorangehende Gabenordnung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.586 Die Frauen und Mädchen der eigenen Familie soll man ehren, ebenso Dienende und Verwandte. Gefangene sollen freigelassen werden; man soll Lebewesen nicht verletzen, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.587 Vor der Übergabe werden die Empfänger mit verschiedenen Speisen bewirtet, Geliebte; Cumbaka und die weiteren Ritualkundigen mit besonderen geeigneten Gerichten. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.588 Danach wird eine alle Wünsche umfassende Opfergabe dargebracht. Zuerst wird Shiva verehrt, dann verneigt man sich vor dem Lehrer. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.589 Zur Bestätigung der Frucht spricht der Stifter: „Herr, durch deine Gnade ist dies alles offenbar und vollzogen worden.“ (IAST · Devanagari)
Stelle 15.590 Der Lehrer bestätigt darauf: „Durch meine Gnade sei dir die gesamte, vollständige Frucht des Lingas zuteil.“ (IAST · Devanagari)
Stelle 15.591 Auch die jeweils gewünschte Vollziehung bestätigt er. Danach werden die im einfallenden Sonnenlicht sichtbaren Staubkörnchen zum Vergleich herangezogen. [Die Raumbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.592 So zahlreich wie die feinsten Teilchen in Holz und Stein von Linga, Auffangplatte, Fahne und weiteren Teilen seien die Aufenthaltszeiten in den Welten; von einer Stufe gehe es zur höheren. [Die Zeitrelation ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.593 Am Ende des leiblichen Lebens gelangt der Stifter zuerst in Brahmas Welt. Nach dem Genuss zeitlich begrenzter Freuden erreicht er schließlich das Ungeteilte. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.594 Seine früheren und späteren Geschlechter beider Familienseiten werden mit erhoben. Gemeinsam mit Frau und Söhnen gibt er reichlich Vermögen. [Die Zahl der einbezogenen Generationen ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.595 Er übergibt dem Lehrer sich selbst und sein Verdienst. Der zufriedene Lehrer vergegenwärtigt darauf das Shiva-Prinzip, (IAST · Devanagari)
Stelle 15.596 stellt dessen volle Entsprechung her und verehrt den Stifter mit der linken Hand, mit Düften und Blüten; er bringt die Gabe an dessen Kopf dar. [Die genaue erste Handlung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 15.597 Der innerlich erfüllte Stifter verneigt sich wiederholt und lebt lebenslang im Einklang mit dem Willen des Lehrers. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.598 Damit ist die segensreiche Einsetzung feststehender Lingas erklärt. Nun beschreibe ich die Einsetzung der beweglichen. (IAST · Devanagari)
Stelle 15.599 In der Pingalamata: das Kapitel über die Einsetzung. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 16: Astrapratishtha – Weihe des Astra
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Stelle 16.001 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 16.002 Nun erkläre ich die Einsetzung des beweglichen Lingas. Es gibt zwei Formen: mit gesondertem Sockel und mit einem mit dem Linga verbundenen Sockel. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.003 Die erste besitzt einen getrennten Sockel, die zweite einen einstückig verbundenen. Die verbundene Form ist wiederum zweifach: gefüllt oder herausgearbeitet, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.004 Bei gegossenen Metallformen wird eine Füllung mit Wachs genannt. Bei Bergkristall, Edelstein, Perle, Koralle und weiteren kostbaren Steinen (IAST · Devanagari)
Stelle 16.005 gilt die aus demselben Material herausgearbeitete Unterlage als vorzüglich. Fehlt bei Bergkristall und anderen Stoffen eine solche materialgleiche Unterlage, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.006 wird ein gesonderter Sockel aus Gold oder anderen Metallen gefertigt und eingesetzt. Dafür gibt es zwei Hallen: Opferhalle und Badehalle. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.007 Die Halle zur Ausarbeitung der Merkmale wurde zuvor für die entsprechenden Formen vorgeschrieben. Metallene Gestalten werden bereits mit ihren Merkmalen hergestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.008 Deshalb ist für sie keine dritte Halle erforderlich, Geliebte. Bei Edelsteinen, Perlen und Korallen ist das Einritzen nicht erwünscht, weil die Gegenwart in ihrem Glanz liegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.009 Als darin anwesende Gottheiten werden Sonne, Mond, eine weitere beschädigte Benennung, der Herr des Reichtums, Vishnu, Brahma, Nagas, Varuna, Vayu und Yama genannt, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.010 ferner Ahnen, Feuer und Rudra. Im Sonnenstein steht die Sonne, im Mondstein der Mond. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.011 Im Diamanten steht Indra, im Vaidurya Kubera, im Indranila Vishnu und im Pushparaga die Rakshasas. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.012 Im Padmaraga steht Brahma, in der Koralle Agni, in der Perle Varuna und im Bergkristall Shankara. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.013 Im Smaragd steht Vayu, in Rubinarten die Nagas. Für Mahanila wird eine weitere beständige Gegenwart genannt, deren Gottesname fehlt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.014 Deshalb ritzt der Kundige in diese besonders glänzenden Stoffe keine Merkmale ein. Das Bad erfolgt dennoch in der Badehalle wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.015 Es umfasst die fünf Kuhprodukte oder die fünf Nektare, Geliebte. Nach Reinigung und Verehrung begleiten Gesang, Brahmanen und Lobpreisende die Gestalt, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.016 zusammen mit vielfältiger Musik und glückverheißenden Beiträgen der Mädchen. Unter Lobpreis wird sie in die mit Feuergruben versehene Opferhalle gebracht. [Die letzte Personengruppe ist beschädigt bezeichnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.017 In der Mitte liegt eine Opferplattform von vier Ellen Breite und acht Fingerbreiten Höhe, du Gütige, weder größer noch kleiner. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.018 Für alle beweglichen Lingas misst die Halle elf Ellen. Die Feuergrube ist eine Elle groß; ihre Anzahl bleibt wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.019 Auch Gestalt und Anordnung in Haupt- und Zwischenrichtungen bleiben wie zuvor, ebenso Stützen und Torbögen nach der ersten Größenklasse. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.020 Richtungshüter, Gefäße, Fahnen und Torhüter werden eingesetzt; ebenso acht Feuergruben und die Gestalthüter angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.021 Der Lehrer und die Gestalthüter werden wie zuvor angemessen gekleidet. Die vorbereitende Einwohnung erfolgt an einem günstigen Tag und bei geeignetem Sternbild und Wochentag. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.022 Das bewegliche Linga besitzt eine entsprechende tragende Grundlage, du Treugelobte. Seine Einsetzung erfolgt in der Halle nach tantrischer Ritualordnung. [Die erste Eigenschaft ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.023 Beim allgemein verwendeten beweglichen Linga gelten die allgemeinen Handlungen wie zuvor. Die Durchdringung des kosmischen Weges durch die drei Prinzipien wird mit den Gestaltmantras geopfert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.024 Dies geschieht nach dem früheren Verfahren und unter Beachtung der Stoffwirksamkeit. Nach Vollendung der vorbereitenden Handlungen folgt die Einsetzung. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.025 Bei getrenntem Sockel wird das Linga unter Meditation von Erkenntnis und Handlung in ihn eingesetzt. Bei einstückigem Sockel wird ihre Nichtverschiedenheit vorgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.026 Feueropfer und die übrigen Handlungen werden dabei unterschieden vollzogen. Die allgegenwärtige tragende Shakti wird im Sitz beziehungsweise in dessen Grundlage vorgestellt. [Die letzte Ortsangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.027 Am Fuß des Lingas und im Sockel werden die drei Kräfte erkannt: Ananta, Handlung und Erkenntnis. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.028 Weil es beweglich und dennoch fest gegründet ist, heißt es bewegliches Linga. Danach werden die Mantras mit Gesichts- und Gliedzuordnungen wie im eigenen Körper eingesetzt. [Die Mantraformulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.029 Nach sorgfältiger Anordnung wird mit Düften und Blüten verehrt. Wenn die eigene Wunschgottheit eingesetzt ist, erfolgt die vorgesehene Entlassung. [Welche Gegenwart entlassen wird, bleibt hier verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.030 Erfolgt die Einsetzung nachts, findet zu dieser Zeit ein Vira-Mahl statt, mit daraus hervorgegangenen geweihten Speisen und allen Arten von Essbarem, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.031 mit sämtlichen Speisen, Fleischarten und alkoholischen Getränken, gemeinsam mit allen Vira-Praktizierenden (IAST · Devanagari)
Stelle 16.032 und den Scharen der Yoginis. Die ganze Nacht nach der Einsetzung wird mit Tanz, Gesang und Festfreude verbracht, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.033 Bei einem allgemein verehrten beweglichen Linga ist auch die Einsetzung am Tag geeignet. Nach Entlassung der eigenen besonderen Mantragestalt wird die entsprechende allgemeine Form eingesetzt, Geliebte. [Die letzte Benennung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.034 Chandeshvara wird beim beweglichen Linga niemals gesondert eingesetzt. Hier gibt es kein Vierttagsopfer; eine Zweiheit wird nicht vorgestellt, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.035 Für dessen Mantra gibt es keine fortwährende Herbeirufung und Entlassung. Durch Opferreste entsteht kein entsprechender Fehler beim Geben oder Überschreiten, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.036 ebenso wenig beim Essen oder Tragen, denn sie gelten als geweihte Opferspeise. Was der eigenen Wunschgottheit dargebracht wurde, gilt als solche Speise. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.037 Der Kundige genießt sie selbst und bestimmt sie nicht für beliebige andere. Die Weitergabe an ungeeignete Empfänger beziehungsweise an Wasser und Feuer wird mit Höllenfolge bedroht. [Die Empfängerliste ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.038 Ist die Speisegabe beim Ritual sehr reichlich, du Treugelobte, kann sie Brüdersöhnen und Schwestern gegeben werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.039 Auch die Wassergaben werden zur Zeit der Verehrung entsprechend gereicht. Zuerst wird ein Sitz mit geeigneten Blättern und Blüten bereitet. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.040 Verehrt wird auf einem Sockel, einer erhöhten Erdfläche, gebrannten Ziegeln, Stein oder einem Mandala, niemals unmittelbar auf bloßer Erde. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.041 Fehlt anderes, dient ein gefaltetes Tuch oder ein Kästchen als Unterlage. Das persönlich angenommene Linga soll nicht öffentlich gezeigt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.042 Der allgemein im Ritual verehrte Herr des Opfers kann dagegen den Menschen gezeigt werden, um den Wesen Gnade zu erweisen. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.043 Bei Einweihung und Schülerweihen, Herrin der Götter, wird das persönliche Linga geschützt und verborgen in einem Behälter oder Kästchen aufbewahrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.044 Weitere Behälterarten, darunter ein Rohrgeflechtkästchen, werden genannt. Gaben an Cumbaka und andere Beteiligte erfolgen wie zuvor. [Zwei Behälternamen sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.045 Verneigung, Verehrung, Bestätigung für den Stifter, Opfergabe und Übertragung der Einsetzungsfrucht (IAST · Devanagari)
Stelle 16.046 werden sämtlich nach dem früheren Verfahren vollzogen. Damit ist die Ordnung des beweglichen Lingas zusammenfassend (IAST · Devanagari)
Stelle 16.047 nach der Aussage der Schrift erklärt, du Schönhüftige. Nun erläutere ich das Verfahren beim Linga mit Gesicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.048 Für die Einsetzung des Gesichtslingas werden wie zuvor drei Hallen angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.049 Nach Bad und weiteren Handlungen in der Badehalle wird es in die Halle zur Ausarbeitung der Merkmale gebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.050 Nach Reinigung, Verehrung und Gesang werden die Augen geöffnet. Zuerst zeichnet der Acharya sie mit einem goldenen Stift vor, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.051 danach arbeitet der Bildhauer sie vorsichtig mit dem Werkzeug aus. Der Mantrakundige füllt sie mit Honig und geklärter Butter unter dem Todesüberwinder-Mantra. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.052 Auf dem Bhadra-Sitz, begleitet von Musik, Gesang und Festlichkeiten, wird die Gestalt sicher auf dem Wagen befestigt und rechtsläufig durch die Stadt geführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.053 In der Opferhalle angekommen, erhält sie nach dem früheren Verfahren die achtgliedrige Begrüßungsgabe und die vorbereitende Einwohnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.054 Die Plattform wird dreifach gegliedert; nun folgt die Einsetzung der Prinzipien. In der Mitte liegt Sadashiva, im Osten Ishvara, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.055 im Südosten Vidya, im Süden Maya, im Südwesten Kala und im Westen Niyati. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.056 Im Nordwesten liegt Raga, im Norden das als Bhuta bezeichnete Prinzip und im Nordosten Pradhana. Die Gestaltherrscher werden wie zuvor eingesetzt. [Ob im Norden Purusha gemeint ist, lässt der Wortlaut offen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.057 Sie werden mitsamt ihren Kräften eingesetzt, du Schönhüftige. Danach folgen die fünf Brahma-Mantras: Sadyojata im Westen, Vamadeva im Norden, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.058 Aghora im Süden, Tatpurusha im Osten und Ishana in der Mitte. Danach werden Lager und weitere Ausstattung bereitet. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.059 Auf dem Lager bleibt die Gestalt jedoch auf dem Bhadra-Sitz, Göttin. Sie wird aufrecht beziehungsweise erhöht gehalten; das Opfer erfolgt der Reihe nach. [Die Haltungsbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.060 Der Cumbaka opfert gemeinsam mit den Gestalthütern nach der Ordnung der acht Feuergruben. Die drei Prinzipien werden wie zuvor vorgestellt; im runden Teil gilt Folgendes: (IAST · Devanagari)
Stelle 16.061 Dort wird Sadashiva als große fünfgesichtige Gestalt eingesetzt. Bei ein-, drei- und viergesichtigen Formen gilt die allgemeine Ordnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.062 Die Auffangplatte ist zweiteilig und erhält entsprechend ihre vorbereitende Weihe. Nach Vollendung von Feueropfer, Rezitation und weiteren Handlungen (IAST · Devanagari)
Stelle 16.063 wird die Gestalt in den Tempel gebracht und wie zuvor eingesetzt. Danach wird die zweiteilige Handlungskraft, also die Platte, um sie angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.064 Die Teile werden durch Zapfen verbunden und mit den zuvor beschriebenen Mitteln befestigt. In der Mitte der Yoni werden die Hälften mit den vorbereiteten Verbindungen zusammengefügt. [Ein Verbindungswort ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.065 Nach Bad mit den fünf Kuhprodukten und Verehrung mit Düften und Blüten folgen Vierttagsopfer und gegebenenfalls die Einsetzung Candas, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.066 Die besondere eigene Mantragestalt wird entlassen; danach werden die Brahma-Mantras der Reihe nach eingesetzt. Zuerst wird der Ananta-Sitz mit Dharma und Erkenntnis vorgestellt, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.067 ferner Leidenschaftslosigkeit und Herrschermacht, danach Unrecht, Unwissenheit, fehlende Leidenschaftslosigkeit und fehlende Herrschermacht. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.068 Untere und obere Deckung werden eingesetzt. Darüber liegt der Lotus mit den Kräften von Vama an. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.069 Weitere Kräfte, deren erste als Vilvi überliefert ist, werden eingesetzt; im runden Teil liegt die Gestalt. Die Handlungskraft ist der Sockel, und der Sockel heißt Sitz. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.070 Vom Sitz geht die Vollendung der Handlung aus, denn Handlung bringt Frucht. Der gesamte Sitz wird mit dem Pranava vorgestellt, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.071 Auf ihm sitzt der Götterherr selbst in Gestalt. Sadyojata mit acht Entfaltungen wird in das westliche Gesicht eingesetzt, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.072 Vamadeva mit dreizehn in das nördliche, Aghora mit acht in das südliche, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.073 Tatpurusha mit vier in das östliche, Göttin, und Ishana mit fünf in den runden oberen Mittelbereich. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.074 Aghora ist sein Herz, Tatpurusha sein Kopf, Ishana sein Scheitel und Vamadeva sein Schutzpanzer. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.075 Sadyojata ist seine Waffe, die Erkenntniskraft sein dreifaches Auge. Nach dieser allgemeinen Einsetzung wird mit Düften und Blüten verehrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.076 Beim besonderen Verfahren richten sich Sitz, Gesichter, Glieder und Augen nach den Namen und Bestimmungen der eigenen Schrift, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.077 Die viergesichtige Form kann nach Osten oder Westen ausgerichtet werden. Bei einer nach Osten gerichteten dreigesichtigen Form wird das Sadyojata-Gesicht nicht ausgeführt. [Der zweite Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.078 Bei einer nach Westen gerichteten dreigesichtigen Form entfällt Tatpurusha. Bei einer nach Osten gerichteten eingesichtigen Form wird Tatpurusha dargestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.079 Bei westlicher Ausrichtung wird als einziges Gesicht Sadyojata dargestellt. Die übrigen Gesichter werden entsprechend ihrer Richtung bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.080 Danach werden die sieben Opfergaben, beginnend mit der Festigkeit, dargebracht, du Innige. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.081 Richtungsopfer, Gaben, Bewirtung, Ehrung, Verehrung, Bestätigung und Übertragung der Frucht erfolgen wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.082 Damit ist die gesamte Ordnung für die zugleich gestaltete und ungestaltete Form erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.083 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 16.084 Nun wird die Einsetzung vollständig gestalteter Bildwerke erklärt. Drei Hallen werden wie zuvor errichtet, jedoch nicht für bemalte Gestalten. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.085 Für bemalte Gestalten genügen zwei, einschließlich der Halle zur Ausarbeitung der Merkmale. Dazu zählen bemalte Holz- und Tafelbilder. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.086 Stein- und Metallgestalten gelten hier als unbemalt. Für sie ist das Bad vorgesehen, für bemalte Gestalten dagegen nicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.087 Für nach Tür- oder Ellenmaß bemessene Bildwerke werden die Hallen wie zuvor von elf bis siebenundzwanzig Ellen angelegt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.088 Stützen und Torbögen folgen der früheren Beschreibung. Für große Bildwerke misst die kleinste Halle einunddreißig Ellen, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.089 Ihre Stützen und Torbögen messen siebzehn Ellen. So wird die kleinste Klasse großer Bildwerke behandelt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.090 Die mittlere Halle misst einundvierzig Ellen, ihre Stützen und Torbögen neunzehn. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.091 Dies gilt für die mittlere Klasse großer Bildwerke. Die höchste Halle misst einundfünfzig Ellen, Geliebte, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.092 ihre Stützen und Torbögen einundzwanzig. Die Einlasstiefen betragen der Reihe nach fünf, sechs und sieben Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.093 Die mittlere Plattform misst bei der kleinsten Klasse fünfzehn Ellen und ist sechzehn Fingerbreiten hoch, ringsum spiegelglatt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.094 Bei der mittleren Klasse ist sie zwanzig Ellen breit und zwanzig Fingerbreiten hoch; bei der höchsten fünfundzwanzig Ellen breit (IAST · Devanagari)
Stelle 16.095 und eine Elle hoch, du Gütige. Die Feuergruben messen bei der kleinsten Klasse zwei, bei der mittleren drei und bei der höchsten vier Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.096 Ihre Formen und ihre Anzahl bleiben wie zuvor. Steinbildwerke und weitere badbare Gestalten werden in der Badehalle (IAST · Devanagari)
Stelle 16.097 wie zuvor gebadet und danach in die Halle zur Ausarbeitung der Merkmale gebracht. Nach Reinigung, Verehrung und Gesang werden die Augen geöffnet, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.098 durch den Cumbaka gemeinsam mit den Bildhauern nach dem früheren Verfahren. Auch bei bemalten Gestalten erfolgt die Augenöffnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.099 Sie wird mit Tusche und Zeichenstift ausgeführt. Honig und geklärte Butter werden dabei nicht tatsächlich in die Augen gefüllt, du Innige, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.100 sondern mit dem königlichen Todesüberwinder-Mantra im Raum vorgestellt. Danach steht die Gestalt auf dem Bhadra-Sitz und wird sicher auf dem Wagen befestigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.101 Nach der früheren Ordnung wird sie rechtsläufig durch die Stadt geführt und unter Segenshandlungen in die Opferhalle gebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.102 Nach der achtgliedrigen Begrüßungsgabe wird sie mit dem Pranava herabgehoben. Alles ausdrücklich Genannte und nicht eigens Genannte wird mit dem Pranava vollzogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.103 Lager und weitere Ausstattung werden bereitet. Bei östlicher Ausrichtung liegt westlich der Plattform eine Vorrichtung aus festem Kernholz, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.104 mit zwei eingelassenen Pfosten und einem Querbrett. Bei einem westwärts gerichteten Tempel erfolgt die Anordnung entsprechend nach Westen. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.105 Die große Gestalt wird auf dem Bhadra-Sitz gehalten; eine weitere Regel zur aufrechten Haltung ist beschädigt. Bei östlicher Ausrichtung erhält das Bild seine vorbereitende Einwohnung nach Osten, du Schönhüftige. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.106 Gestaltete Bilder unter zwei Ellen werden entsprechend gelagert. Die Plattform wird dreifach gegliedert; nun folgt die Einsetzung der Prinzipien. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.107 Für Sadashiva, eine als Nidhanisha überlieferte Gestalt, Shrikantha und Mahadeva, du Treugelobte, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.108 für Bhairava, Ganesha, den Sechsgesichtigen, Bhringin, Camunda, Durga, Gauri und weitere Gestalten (IAST · Devanagari)
Stelle 16.109 werden die Prinzipien vom Herrn in der Mitte an nach der Ordnung des Gesichtslingas eingesetzt, bis zu den Kräften der Gestalten. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.110 Für Keshava wird folgende Prinzipienfolge genannt: Vidya, Maya, Kala als Handlungskraft, Kala als Zeit, Niyati und reines Wissen, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.111 danach Raga, Purusha und Pradhana. Vishnu bildet eine einheitliche Gestalt; für Brahma und die weiteren Gottheiten, du Schönantlitzige, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.112 werden auch acht Gestalten und entsprechende weitere Anordnungen vorgesehen. Nun folgt die Prinzipieneinsetzung für Brahma, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.113 In der Mitte liegt Pradhana, im Osten die drei Grundeigenschaften, im Südosten die Ichbildung und im Süden die Erkenntniskraft. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.114 Im Südwesten liegt das Denken, im Westen die Erkenntnisorgane, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.115 im Nordwesten die Handlungsorgane, im Norden die feinen Sinnesqualitäten und im Nordosten die Elemente, du Schönhüftige. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.116 Dieses Verfahren gilt auch für Indra und die weiteren Gottheiten. Nach der Ordnung der acht Feuergruben opfert der Cumbaka mit den Gestalthütern (IAST · Devanagari)
Stelle 16.117 für die allgemeinen Gottheiten. Für Brahma und die darunterliegenden Gottheiten wird nur das Atma-Prinzip genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.118 Für Vishnu werden Atma und Vidya, für Rudra und die aus Shiva hervorgegangenen Herren alle drei Prinzipien angeordnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.119 Ihre Sockel besitzen zwei Kräfte: In der Vertiefung liegt die tragende Kraft, oben am Sockel die Handlungskraft. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.120 Beim Sockel der Göttinnen wird allein die Ananta-Kraft vorgestellt. Das Bild selbst ist unmittelbar Handlungskraft, verbunden mit Erkenntnis. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.121 Nach der vorbereitenden Weihe von Bild und Sockel wird zuerst der Sockel in den Tempel gebracht, du göttlich Schöne. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.122 Badbare Gestalten werden in der Mitte des Innenraums aufgestellt; gemalte Bilder werden an der Wand angebracht, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.123 Danach wird das Bild herbeigebracht und wie zuvor auf dem Sockel eingesetzt. Nach sorgfältiger Anordnung wird mit Düften und Blüten verehrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.124 Wo eine Handlung die Bildgestalt beschädigen würde, wird sie unterhalb davon vollzogen. Vierttagsopfer und Einsetzung Chandeshvaras (IAST · Devanagari)
Stelle 16.125 sind nicht unterschiedslos für alle Bildwerke vorgesehen. Nach Entlassung der eigenen besonderen Mantragestalt höre nun von der Mantraeinsetzung, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.126 Der Sitz wird wie zuvor oder nach der eigenen Shiva-Überlieferung angelegt. Beim höchsten Herrn werden die fünf Brahma-Mantras entsprechend den Gesichtern eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.127 Nun nenne ich den Mantra Anantishas: eine mit Pranava und Keimsilbe beginnende Anrufung Anantishas mit Opferabschluss. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.128 Dies ist der Herbeirufungsmantra Anantishas. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.129 Sein Anfangslaut wird sechsfach variiert, mit Pranava und sechs rituellen Abschlüssen versehen; daraus entstehen die sechs Gliedmantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.130 Es folgt die mit Pranava und Keimsilbe versehene Anrufung Shrikanthas mit Opferabschluss; dies ist sein Herbeirufungsmantra. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.131 Aus Shrikanthas Anfangslaut entstehen sechs Gliedmantras wie zuvor. Danach folgt die entsprechende Anrufung Mahadevas. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.132 Dies ist der Herbeirufungsmantra Mahadevas. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.133 Der überlieferte Anfangslaut wird sechsfach variiert, um die sechs Gliedmantras wie zuvor zu bilden. [Die hier genannte Lautform weicht vom vorausgehenden Mantra ab.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.134 Es folgt die mit Pranava und Keimsilbe versehene Anrufung Mahabhairavas mit Opferabschluss; dies ist Bhairavas Herbeirufungsmantra. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.135 Sein Anfangslaut wird sechsfach variiert, um die sechs Gliedmantras zu bilden. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.136 Es folgt die mit Pranava und Keimsilbe versehene Anrufung Ganapatis mit Opferabschluss. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.137 Sein Anfangslaut wird sechsfach variiert, um die sechs Gliedmantras zu bilden. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.138 Es folgt die Anrufung Kartika-Kumaras mit Pranava, Keimsilbe und Opferabschluss, als Herbeirufungsmantra des Sechsgesichtigen. Aus dem sechsfach variierten Anfangslaut entstehen seine Gliedmantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.139 Es folgt die Anrufung der als Khatholka überlieferten Sonnenform mit Pranava, Keimsilbe und Opferabschluss. Aus dem sechsfach variierten Anfangslaut entstehen ihre Gliedmantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.140 Es folgt die entsprechende Anrufung Nandikeshvaras. Sein Anfangslaut wird sechsfach variiert und bildet die Gliedmantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.141 „Dem Mahakala sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilbe.] Dies ist sein Herbeirufungsmantra. Sein Anfangslaut wird sechsfach variiert und bildet die Gliedmantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.142 „Dem Bhringiriti sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilbe.] Dies ist Bhringins Herbeirufungsmantra. Sein Anfangslaut wird sechsfach variiert und bildet die Gliedmantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.143 Für Indra und die weiteren Richtungshüter gelten die zuvor genannten acht dreizeitigen Laute, du Schönhüftige. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.144 „Der Camunda sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilbe.] Dies ist ihr Herbeirufungsmantra. Der genannte Laut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. [Die Lautanweisung weicht vom Mantraanfang ab.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.145 „Der Indrani sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilbe.] Dies ist ihr Herbeirufungsmantra. Ihr Anfangsvokal wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.146 „Der Varahi sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilben; der Name ist im Mantra beschädigt.] Dies ist ihr Herbeirufungsmantra. Ihr Anfangslaut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.147 „Der Vaishnavi sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilbe.] Dies ist ihr Herbeirufungsmantra. Ihr Anfangslaut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.148 „Der Kaumari sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilbe.] Dies ist ihr Herbeirufungsmantra. Ihr Anfangslaut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.149 „Der Maheshvari sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilbe.] Dies ist ihr Herbeirufungsmantra. Ihr Anfangslaut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.150 „Der Shri sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilbe.] Dies ist ihr Herbeirufungsmantra. Ihr Namenslaut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.151 „Dem Ardhanarishvara sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und zwei Keimsilben.] Dies ist sein Herbeirufungsmantra. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.152 Die beiden genannten Laute werden sechsfach variiert und bilden seine Gliedmantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.153 „Dem Harishankara sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und zwei Keimsilben.] Dies ist sein Herbeirufungsmantra. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.154 Die beiden zugehörigen Anfangslaute werden sechsfach variiert und bilden seine Gliedmantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.155 „Dem Uma-Maheshvara sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilben.] Dies ist sein Herbeirufungsmantra. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.156 Der Uma-Laut wird sechsfach variiert und bildet die Gliedmantras. Die Göttin kann auch gesondert eingesetzt werden, da sie auf seinem Schoß sitzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.157 „Dem Vishnu sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilben.] Dies ist Vishnus Herbeirufungsmantra. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.158 Sein Anfangslaut wird sechsfach variiert und bildet seine Gliedmantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.159 „Dem Brahma sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilbe.] Dies ist Brahmas Herbeirufungsmantra. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.160 Der Brahma-Laut wird sechsfach für seine Glieder und vierfach für seine Gesichter variiert. [Die Lautschreibung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.161 „Dem Revanta sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilbe; im Mantra steht der Name verkürzt.] Dies ist sein Herbeirufungsmantra. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.162 Sein Anfangslaut wird sechsfach variiert und bildet seine Gliedmantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.163 „Dem Schlangenkönig sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilbe.] Dies ist sein Herbeirufungsmantra. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.164 Sein Anfangslaut wird sechsfach variiert und bildet seine Gliedmantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.165 „Der Ahnengottheit sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilbe.] Dies ist ihr Herbeirufungsmantra auf dem Verbrennungsplatz. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.166 Der genannte Laut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. [Er weicht vom Mantraanfang ab.] Der Sitz aller Gottheiten wird mit dem Pranava gebildet. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.167 Der jeweils zugehörige Prinzipienweg wird oberhalb des Lotus angeordnet. Gestalt-, Gesichts- und Gliedmantras werden ordnungsgemäß eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.168 Die Gegenwart der Gottheit reicht so weit wie ihr eigener Wirkungsbereich. Im allgemeinen Verfahren wird auch das Vierttagsopfer vollzogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.169 Opfergaben, Verehrung mit Düften und Blüten, Bewirtung des Cumbaka und der übrigen sowie Ehrengaben (IAST · Devanagari)
Stelle 16.170 und Bestätigung der Frucht werden sämtlich wie zuvor vom Kundigen ausgeführt, Göttin. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.171 Nun wird die Einsetzung der Instrumente beziehungsweise weiterer Ritualträger zusammenfassend erklärt. Ihre Gestalt und ihr Verfahren richten sich nach der eigenen Schrift. [Die erste Trägerbezeichnung ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.172 Mit den in dieser Schrift bestimmten Mantras, große Herrin, erfolgt die Einsetzung selbst, im Opferbereich oder auf einer erhöhten Fläche. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.173 Man kann auch den eigenen Lehrer darum bitten und die Einsetzung durch ihn vollziehen lassen. Der Gestaltmantra wird eingesetzt, der Sitz gesondert vorgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.174 Nach der Verbindung mit dem Mantra werden Gesichter und Glieder angeordnet. So wird die angeregte göttliche Gegenwart dauerhaft gefestigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.175 Herbeirufung und Entlassung werden dann nicht fortwährend wiederholt. Zur Zeit der Verehrung stellt der Mantrakundige Sitz und weitere Glieder vor, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.176 auf einer erhöhten Fläche, einem Mandala oder einer entsprechend bereiteten Plattform. Darauf wird der Träger gestellt und mit Düften und Blüten verehrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.177 Bei einem Tafel- oder Stoffbild wird die Einsetzung samt Sitz im Raum getragen vorgestellt; die Gaben von Düften und Blüten werden darunter dargebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.178 Wo die Bildgestalt sonst beschädigt würde, wird nur Räucherwerk vorgezeigt. Danach wird sie wieder mit Stoff bedeckt und geschützt. [Die letzte Schutzangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.179 Zur Meditation wird das Bild enthüllt und aufmerksam betrachtet. Bei der Einsetzung von Yakshas, Rakshasas und Pishacas, du Schönantlitzige, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.180 werden ihre Namensmantras verwendet, beginnend mit dem Pranava und endend mit der Verneigung. Ihre Durchdringung wird bis zum Erdprinzip vorgestellt, du Schönhüftige. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.181 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 16.182 Nun erkläre ich die Einsetzung des Bana-Lingas. Zuerst wird es in der Badehalle wie zuvor gebadet, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.183 dann unter Gesang, Musik und Festfeiern rechtsläufig durch die Stadt geführt und in die Opferhalle mit ihren Feuergruben gebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.184 Nach Verehrung gemäß der beschriebenen Ordnung werden die heiligen Weltenausrufe geopfert. Eine besondere Reinigung kann für gewünschte Machtentfaltung erfolgen, ist für Befreiung jedoch nicht erforderlich. [Die Zweckabgrenzung ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.185 Im Tempel wird es mit eigener Erkenntnis eingesetzt. Ist das Bana-Linga unten schmal, wird die Auffangplatte zuerst eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.186 Ist es oben schmal, wird die Platte danach angeordnet. Die Merkmale und Messlinien werden richtig ausgerichtet, ohne sie zu verdrehen. [Der letzte technische Ausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.187 Denn nach dieser Lehre ist die göttliche Gegenwart darin stets vorhanden. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.188 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 16.189 Wie wird das Wort Bana erklärt? Wer ist Bana? An welchem Ort soll ein solches Linga genommen werden? Sage mir dies alles. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.190 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 16.191 Gut gefragt, du Hochbegnadete. Ich werde es nach der bestimmten Aussage der Schrift erklären. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.192 Einst war der Asura Bana Shiva besonders lieb, du Gütige. Er hatte seinen Zorn bezwungen, war voller Hingabe und widmete sich Shivas Verehrung. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.193 Er war verständig, erkenntniskundig und mit den Merkmalen eines geschickten Bildhauers vertraut. Jeden Tag fertigte er selbst ein Linga, stellte es auf und verehrte es. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.194 So verehrte er hundert göttliche Jahre lang. Da erschien Shankara angesichts seiner Hingabe. [Die genaue Erscheinungsformulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.195 Shankara sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 16.196 „Ich bin mit dir zufrieden, Bana. Nenne die Gabe, die du wünschst.“ Als Bana Shankaras Worte hörte, antwortete er: (IAST · Devanagari)
Stelle 16.197 „Wenn du mit mir Unglücklichem zufrieden bist, Herr: Das tägliche Herstellen der Lingas bereitet mir Mühe, Herr der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.198 Die vollkommene Ausführung der von der Schrift gelehrten Merkmale ist schwierig; schwer ist der Sinn der Schrift zu erfassen, schwer sind die Mittel zur Vollendung zu erlangen. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.199 Wenn du mir gewogen bist, gib mir daher ein Linga mit allen Merkmalen, du allbarmherziger Herr, der mit allen Wesen Mitgefühl hat. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.200 Erweise deine Gnade zum Heil aller, Shankara.“ Als Shiva, der höchste Ursprung, dies hörte, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.201 ging er mit Bana auf den Gipfel des Kailasa, du Schöne, und schuf vierzehn Kotis von Lingas. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.202 Alle waren vollendete, stets offenbarte, aus sich selbst hervorgegangene Lingas. Er machte sie vollständig und übergab sie Bana. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.203 Sie wurden als unerschöpflich und unvergänglich täglich aufgestellt. Bana sammelte sie sorgfältig und machte daraus eine Traglast, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.204 brachte sie in seine Stadt und dachte reinen Sinnes: „Diese vollendeten Lingas bleiben unerschöpflich, auch wenn täglich welche aufgestellt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.205 Zur Vollendung der Wesen will ich sie an heiligen Orten niederlegen.“ Drei Kotis wurden an einem beschädigt als „Liṅgādi“ bezeichneten Ort gesammelt, du Schönhüftige, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.206 drei Kotis auf Shrishaila und eine Koti im Kanyashrama. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.207 [Versetztes Textstück.] Drei Kotis wurden an einem oder mehreren beschädigt als Kalika, Garta und Nagandha bezeichneten Orten niedergelegt. [Quellenvermerk: versetztes Textstück.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.208 Je eine Koti wurde in Amareshvara, Kanyatirtha, Mahendra und Nepal niedergelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.209 Weil das Linga für Bana geschaffen wurde, heißt es Bana-Linga. Auch Shiva selbst wird Bana genannt; was er geschaffen hat, heißt daher Bana. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.210 Eine weitere Erklärung leitet den Namen aus seiner Nichtanfertigung ab, da es von selbst Linga-Gestalt besitzt. An diesen oder anderen heiligen Orten (IAST · Devanagari)
Stelle 16.211 besteht es als Shivas Wirklichkeit in besonderer Gestalt, stets offenbar, jenseits beziehungsweise innerhalb der Unterscheidung rein und unrein. [Mehrere Ausdrücke sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.212 Ob auf einem Sockel oder ohne Sockel, mit einer Shakti-Unterlage oder ohne sie, wo immer das Bana-Linga steht, mit Mantras versehen oder ohne Mantras, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.213 ob von einem Cumbaka geweiht oder von irgendeinem anderen aufgestellt: Es gilt stets als Geber von Lebensgenuss und Befreiung, und auch andere Ziele sollen Frucht tragen. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.214 Ob beweglich oder fest eingesetzt, seine Bewusstseinsgegenwart bleibt beständig. Vierttagsopfer und gesonderte Canda-Einsetzung sind nicht erforderlich. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.215 Eine besondere kosmische Weganordnung und Entlassung werden hier nicht vorgeschrieben. Sadhakas setzen es für Mantravollziehungen ein. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.216 Die Mantras sollen darin rasch wirksam werden. Das zuvor beschriebene Verfahren kann hier angewandt werden, muss es aber nicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.217 Wurde das Bana-Linga bereits von anderen geweiht, kann der neue Verehrende sein eigenes Verfahren und seine eigenen Mantraeinsetzungen nochmals vollziehen, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.218 Dadurch entsteht kein Fehler, da es allen gemeinsam zugänglich ist. Mit den als Vama-Nektare bezeichneten Stoffen oder anderen im Tantra vorgeschriebenen Gaben (IAST · Devanagari)
Stelle 16.219 kann die Vollziehung gelingen, ohne dass daraus ein Fehler entstehe. Auch die Verbindung mit Siddhanta-Mantras und die Einsetzung Shankaras nach der eigenen Zuordnung werden genannt. [Der zweite Halbvers ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.220 Denn im Linga bleibt das Bewusstsein durch die Einsetzung stets fest. Ebenso werden lingaartige Steine aus Flüssen und Quellen (IAST · Devanagari)
Stelle 16.221 sowie anderen Felsvorkommen nach der Bana-Regel behandelt. Die Lehrer vollziehen das Verfahren wegen ihrer besonderen Gestalt. [Die Bezeichnung der Sonderform ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.222 Durch die Mantraeinsetzung entsteht dort besondere Gegenwart. Bei Lingas mit tausend oder hundert eingearbeiteten Lingas (IAST · Devanagari)
Stelle 16.223 erfolgt die Einsetzung wie zuvor mit den drei Prinzipien. So viele Lingas vorhanden sind, so oft wird Shiva eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.224 Die Gesamtheit wird zugleich zusammengefasst und in ihren einzelnen Gestalten vorgestellt. In jedes Linga wird erneut die stets offenbarte Erkenntniskraft eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.225 Für alle gibt es eine gemeinsame Handlungskraft und eine tragende Grundlage. Vierttagsopfer und Canda-Einsetzung können nach dem früheren Verfahren erfolgen oder entfallen. [Die Alternativregel ist knapp überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.226 Die Einsetzung kann allgemein oder besonders für eine Vollziehung geschehen. Für Raudra-Lingas wird die Aufstellung in Höhlen, Felsspalten und tiefen Grotten genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.227 Weil dabei die Auffangplatte überwiegt, gilt diese Anlage als umgekehrt; deshalb soll sie nach dem Text nicht beliebig andernorts aufgestellt werden, Göttin. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.228 Diese Form ist stets feststehend; ein bewegliches Raudra-Linga soll nicht hergestellt werden. Eine anschließende Regel zur Mantraeinsetzung für Vollziehungen ist beschädigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.229 Vierttagsopfer, Canda-Einsetzung, Herbeirufung und Entlassung sind dort nicht vorgesehen, Herrin der Götter, da die Form selbst als wirksam gilt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.230 Eine als Manahshiva überlieferte Form wird mit einstückigem Sockel wie ein bewegliches Linga eingesetzt. Im Sockel wird nur die tragende Kraft vorgestellt, Herrin der Götter. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.231 Im Linga wird die Erkenntniskraft eingesetzt; es gewährt allein Befreiung. Verehrt wird es von Putrakas und weiteren hingebungsvollen, beschädigt bezeichneten Anhängern. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.232 Es ist nicht für Sadhaka und Acharya bestimmt, da es ohne Handlung und reines Bewusstsein ist. Bei gebrannten irdenen Lingas gilt das Verfahren der steinernen. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.233 Bei ungebrannten erfolgt die Einsetzung am bestehenden Ort. Es gilt die Ordnung des mit dem Sockel verbundenen beweglichen Lingas, du Gütige. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.234 Für aus Erde hergestellte Formen wird das Verfahren täglich vollzogen. Ihre Merkmale und Mantras werden eingesetzt, unter Ausschluss einer als Vama bezeichneten Komponente. [Die Form- und Ausschlussbezeichnung sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.235 Danach wird die Gegenwart in das eigene Selbst zurückgenommen und die Form mit den Blüten entlassen. Bei Anlagen mit einem und weiteren Lingas bis zu acht umgebenden Lingas [Textlücke] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.236 wird das Hauptlinga in der Mitte eingesetzt und Canda ihm zugeordnet. Die übrigen Einsetzungen folgen von der Mitte und den Umhüllungen an. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.237 Für sie gibt es keine gesonderten Feuergruben; die beim Hauptlinga vorgesehenen genügen. Für die von den Welthütern verehrten Lingas gilt das frühere Verfahren. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.238 Ihre Einsetzung erfolgt entsprechend in allgemeiner oder besonderer Form. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.239 Dies wurde allgemein zur Erlangung von Lebensgenuss und Befreiung erklärt. Höre nun von der Einsetzung der Lingas für richtungsbezogene Vollziehungen, Geliebte. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.240 Beim Vajra-Linga nennt der Text eine viereckige Halle, eine viereckige Feuergrube und ausschließlich gelbe Gewänder, Blüten und Salben. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.241 Als Zeit gelten Samstag, der Vishkambha-Yoga und eines der drei Uttara-Sternbilder. [Der Linga-Name ist als „vakra“ beschädigt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.242 Nun folgt sein die Gegenwart bewirkender Mantra: „Dem Herrn des Donnerkeils sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilben; eine Silbe ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.243 Der entsprechende Laut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. Für die nächste Form werden eine yoniförmige Halle und Feuergrube in der zugehörigen Richtung genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.244 Die Gaben, Gewänder, Blüten und Salben sind rot. Als Zeit werden Dienstag und der Canda-Yoga genannt, du Treugelobte. [Die Farbangabe ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.245 Bei Bharani oder Ardra wird das Shakti-Linga eingesetzt. Nun wird sein die Gegenwart bewirkender Mantra erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.246 „Dem Herrn des Speeres sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilben.] Der Anfangslaut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. Für die nächste Form werden halbmondförmige Halle und Feuergrube genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.247 In der zugehörigen Richtung wird das Stab-Linga mit ausschließlich schwarzen Gewändern, Blüten, Salben und weiteren Gaben eingesetzt, du Schönhüftige. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.248 Als Zeit werden Freitag, ein beschädigt bezeichneter Yoga, eines der drei Purva-Sternbilder und die gefährdende Sternbeziehung genannt, du Treugelobte. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.249 Nun folgt der die Gegenwart bewirkende Mantra: „Dem Herrn des Stabes sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilben.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.250 Der betreffende Laut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. Danach werden nochmals Freitag und der Ganda-Yoga genannt, du Treugelobte, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.251 ferner die drei Purva-Sternbilder und Sonntag. [Die zeitlichen Angaben sind offenbar ineinandergeschoben.] Für die nächste Form werden dreieckige Halle und Feuergrube vorgeschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.252 In der zugehörigen Richtung opfert der Kundige am Samstag, bei Vishti-Karana, Shula-Yoga und Mula, Ardra oder Bharani. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.253 Mit ausschließlich blauen Gewändern, Blüten, Salben und Gaben setzt der Lehrer, selbst als Kala vorgestellt, das Schwert-Linga ein. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.254 Nun wird sein die Gegenwart bewirkender Mantra erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.255 „Dem Herrn des Schwertes sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava, Keimsilben und abschneidendem Laut.] Der genannte Laut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.256 Für die nächste Form werden eine runde Halle und eine entsprechend runde Feuergrube angelegt; der Lehrer opfert darin in der zugehörigen Richtung. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.257 Alle Gewänder, Blüten, Salben und weiteren Gaben sind weiß. Als Zeiten gelten Donnerstag, Montag oder Mittwoch bei günstigem Yoga und Sternbezug, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.258 sowie Hasta, Ashvini, Rohini oder eines der drei Uttara-Sternbilder. So wird das Schlingen-Linga zur Befriedung und Stärkung eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.259 Nun wird sein die Gegenwart bewirkender Mantra erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.260 „Dem Herrn der Schlinge sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilben.] Der betreffende Laut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.261 „Dem Herrn der Fahne sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilben.] Der genannte Laut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. [Die Lautanweisung stimmt nicht eindeutig mit dem Mantra überein.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.262 „Dem Herrn der Keule sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilben.] Der genannte Laut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.263 „Dem Herrn des Dreizacks sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilben.] Der genannte Laut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.264 „Dem Herrn des Rades sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und Keimsilben.] Der genannte Laut wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.265 „Dem Herrn des Lotus sei die Opfergabe.“ [Mit Pranava und einer alternativen Keimsilbenform.] Der Pranava wird sechsfach zu Gliedmantras variiert. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.266 Mit den Mantras der eigenen Überlieferung, ihren Abschlüssen, Gesichts- und Gliedformen und einer dem Linga entsprechenden Vorstellung sowie den jeweiligen Ritualstoffen (IAST · Devanagari)
Stelle 16.267 nennt der Text als Wirkungen Erstarrenlassen, Verbrennen, Schwinden, Tod, Befriedung, Gesundheit, Fortbewegung und zunehmendes Gedeihen, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.268 ferner Entzweiung, Abschneiden, Täuschung und die Vollendung von Erkenntnis und Yoga. Damit ist die Einsetzung der Lingas und Bildwerke zusammenfassend erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.269 Am Ende folgen Bad, Gaben und Wachfeier. Land, Edelsteine, Elefanten, Pferde, Diener, Mädchen und Fahrzeuge werden als historische Stiftungsgaben genannt, (IAST · Devanagari)
Stelle 16.270 ebenso Getreide, Schmuck und Gewänder, wie bei Shiva. Zum Abschluss aller Handlungen wird die alle Wünsche umfassende Opfergabe dargebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.271 Danach werden die Beteiligten bewirtet und die Gestalthüter beschenkt; Fruchtbestätigung, Gabe und Selbstübergabe des Stifters folgen. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.272 Alles wird wie zuvor vom Kundigen ausgeführt. Nach zeitlich begrenztem Lebensgenuss gelange der Stifter schließlich zum Ungeteilten. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.273 Bei fortgesetzten Einsetzungen wird eine gegenüber der früheren millionenfach gesteigerte Frucht genannt; anschließend eine zehnfache beziehungsweise unendliche Steigerung. [Die genaue Zahlenrelation ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 16.274 Auch bei der Wiederherstellung eines verfallenen Heiligtums wird dem Stifter die ursprüngliche Frucht zugesprochen. (IAST · Devanagari)
Stelle 16.275 In der Pingalamata: der Abschnitt über die Einsetzung der Waffenformen. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 17: Jirnoddhara – Erneuerung beschädigter Heiligtümer
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Stelle 17.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 17.002 Weshalb wird von „verfallen“ gesprochen, und wie geschieht die Erneuerung? Wie können beide Zustände angesichts der Allgegenwart [Shivas] eintreten? Erkläre es. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.003 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 17.004 Die Bezeichnungen „verfallen“ und „unverfallen“ betreffen die körperliche Gestalt, nicht das Selbst. Erneuert wird das grobstofflich Verfallene, so wie körperliche Wesen sterben. [Satzbau beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.005 Wie nach dem Tod die bisherige Tätigkeit eines Menschen aufhört, so betreffen auch hier die im Agama gelehrten Handlungen die sichtbare Gestalt des Lingas. [Die Lesung des zweiten Halbverses ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.006 Ist es verbrannt, zerfallen, ohne ordnungsgemäße Weihe, mit schadhaften Stellen oder Hohlräumen versehen, zu dünn, unter- oder übermäßig groß, zu dick, verformt oder verunreinigt, (IAST · Devanagari)
Stelle 17.007 gesprungen, zerbrochen, entstellt oder übermäßig furchterregend, so soll das betreffende Linga oder sein Sockel herausgenommen werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.008 Dasselbe gilt für Bildgestalten, sowohl deutlich figürliche als auch nichtfigürliche. Fehlen Ohren, Nase oder Finger, oder sind sie anderweitig verstümmelt, werden sie entsprechend entfernt. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.009 Solche Gestalten mit zerstörtem Antlitz oder beschädigten Gliedern sind aufzugeben, du Schönhüftige. Für die Bewohner des Ortes, den Einsetzer, den Auftraggeber und die Handwerker (IAST · Devanagari)
Stelle 17.010 würden daraus, so lehrt der Text, schwere Übel entstehen; deshalb soll man sie entfernen. Obwohl Shiva allgegenwärtig ist, ist er dort ebenso gegenwärtig wie anderswo. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.011 Mit dem Sockel soll man [das beschädigte Linga] herausnehmen, ob die rituellen Handlungen fehlen oder ausgeführt wurden. Wie entsteht dabei kein Fehler, sei es gut oder schlecht eingesetzt? (IAST · Devanagari)
Stelle 17.012 Bei ordnungsgemäßem Vorgehen liegt kein Fehler vor: Die Entlassung der Gegenwart Shivas wird nicht als Vergehen angesehen. [Der erste Halbvers ist sprachlich gestört.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.013 Südlich davon, am Rand des Tempels, du Liebliche, bereite man einen Opferplatz mit Feuergrube, rufe Shiva herbei und verehre ihn. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.014 Die Anrufung lautet sinngemäß: „Verehrung dem alldurchdringenden Herrn! Komm, komm!“ Es folgen die Verehrungen seines alldurchdringenden Herzens, Hauptes, Haarschopfes, Schutzpanzers und seiner Waffe, jeweils mit den überlieferten rituellen Lautabschlüssen. Mit dem Pranava wird der Sitz bereitet und der höchste Herr verehrt. [Die Lautform des Schutzpanzermantras ist beschädigt; genaue Überlieferung auf den Sanskritseiten.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.015 Nach der Verehrung der Gottheit dieser Richtung beginnt das Feueropfer. Anschließend gibt man außen die Richtungsopfer und vollzieht die Handlung am Tor. [Der Bezug auf das Vastu-Ritual ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.016 Mit der großen Pashupata-Waffenformel opfert man für jeden Teil gesondert: tausendmal für den Brahma-Teil und tausendmal für den Vishnu-Teil, (IAST · Devanagari)
Stelle 17.017 ebenso tausendmal für den Rudra-Teil. Dann nimmt man das Linga heraus. Man besprengt es und bindet es mit einer Schnur; dabei wird die Haarschopfformel genannt. [Materialbezeichnung der Schnur unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.018 Der Lehrer lässt es zusammen mit den Helfern auf dem Rücken eines Stieres fortbringen. Beim Herausnehmen wird eine Heil bringende Anrufung gesprochen. [Wortlaut beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.019 Man bringt es zur Südseite der Stadt, des Dorfes, des befestigten Ortes oder der Siedlung. Ein steinernes Linga wird in Wasser versenkt. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.020 Ein metallenes wird eingeschmolzen und neu hergestellt; ein hölzernes wird verbrannt. Danach vollzieht man für die Gottheit der betreffenden Richtung erneut ein stärkendes Feueropfer. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.021 Zur Reinigung des Tempels und zur Reinigung des Baugrundes bringt man nacheinander je hundert Opfergaben mit der großen Pashupata-Waffenformel dar. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.022 Mit derselben Formel schützt man nochmals Tempel und Sockel. Dieser Schutz bleibt bestehen, bis ein entsprechender Ersatz fertiggestellt ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.023 Dort wird nach der zuvor gelehrten Vorschrift ein gleichartiges Linga eingesetzt. [Die anschließende Angabe über kleinere oder mittlere Maße und das ursprüngliche Maß ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.024 Mit einer Hebevorrichtung führt man es durch die Mitte des Tores hinein, ohne anzustoßen, und vollzieht nach der früheren Vorschrift das Feueropfer gemäß den eigenen Möglichkeiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.025 Nach der Edelsteineinlage in die Vertiefung des Steines wird es mit Bindemittel eingesetzt. Die Waschungen des Auftraggebers und Shivas geschehen wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.026 Ist dagegen der Tempel verfallen und wird erneuert, so überträgt man die darin gegenwärtigen Mantras und die gesamte Schar der Wirklichkeitsprinzipien (IAST · Devanagari)
Stelle 17.027 auf ein Schwert und verehrt dieses täglich. Es wird südlich des Lingas aufgestellt; dazu erfolgen tausend Feueropfergaben. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.028 Über dem Linga errichtet der Kundige eine Vorrichtung mit schützenden Holzplanken. Bei der Abtragung werden die Ziegel so heruntergenommen, dass keine Berührung [des Lingas] erfolgt. [Der Wortlaut zur Berührung ist gestört.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.029 Danach soll der Neubau dieselben Maße und dieselbe Gestalt erhalten: Ein Steinbau wird aus Stein, ein Ziegelbau aus Ziegeln erneuert. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.030 Ein Bau aus Holz oder Lehm darf aus gebrannten Ziegeln oder Stein hergestellt werden. Man darf eine bessere Bauart wählen; einen zuvor höherwertigen Bau soll man jedoch nicht durch einen minderwertigen ersetzen. [Ein Ausdruck zur Bauregel ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.031 Als höchste Bauart gilt Stein, als mittlere gebrannter Ziegel, du Liebe. Holz und Lehm werden darunter eingeordnet. [Die genaue Abstufung des zweiten Halbverses ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.032 Gegenüber Lehm wird Holz ein hundertfaches Verdienst zugeschrieben, gegenüber diesem dem Ziegel ein hunderttausendfaches. Stein übertrifft gebrannte Ziegel nach dieser Lobpreisung nochmals um unzählige Millionen. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.033 Ist der neue Baukörper vollendet, löst man [die übertragene Gegenwart] aus dem Schwert und vollzieht nach der früheren Vorschrift die gesamte Weihe. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.034 Sie ist, du Schönhüftige, entsprechend der ursprünglichen Einsetzung auszuführen. Durch die Erneuerung des Verfallenen erlangt man ausdrücklich die Frucht der ursprünglichen Stiftung. [Ein Ausdruck im ersten Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.035 Bei einem Maß von einer Elle liegt der Sockel vier Fingerbreiten im Boden. Für die Schwelle wird eine Höhe von zwölf Fingerbreiten angegeben. [Der genaue Bezug des Ausgangsmaßes bleibt offen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.036 Bei zwei Ellen liegt der Sockel acht Fingerbreiten im Boden, bei drei Ellen zwölf Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.037 Der übrige Sockelaufbau wird über der Schwelle errichtet. Bei vier Ellen liegt der Sockel achtzehn Fingerbreiten im Boden. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.038 Bei fünf Ellen liegt der Sockel vierundzwanzig Fingerbreiten im Boden, bei sechs Ellen dreißig Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.039 Der übrige Sockelverband wird oberhalb der Schwelle hergestellt. Bei sieben Ellen liegt der Sockel achtunddreißig Fingerbreiten im Boden. (IAST · Devanagari)
Stelle 17.040 Bei acht Ellen werden sechsundvierzig Fingerbreiten als Tiefe angegeben; der Rest bildet die Sockelhöhe. [Textlücke im ersten Halbvers.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.041 Bei neun Ellen werden offenbar vierundfünfzig Fingerbreiten als Tiefe genannt. Es folgen achtzehn Fingerbreiten und eine Sockelhöhe von drei Ellen. [Die Verbindung dieser Maße ist beschädigt und nicht sicher herstellbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.042 Durch diese Art der Verbindung soll keine unförmige Gestalt entstehen. Vor dem gewöhnlichen beziehungsweise näher bezeichneten Linga soll ein Stier stehen. [Die Linga-Bezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 17.043 Im Pingalamata: die Erneuerung verfallener Heiligtümer. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 18: Vrishabha – Der Stier
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Stelle 18.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 18.002 Du hast den Stier erwähnt, Gott, seine Merkmale aber noch nicht erklärt. Welche Maße gelten jeweils für die kleinere, mittlere und höchste Ausführung? (IAST · Devanagari)
Stelle 18.003 Wie wird seine Weihe vollzogen? Erkläre mir dies. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 18.005 Bei einem Linga von einer Elle ist der Stier ebenso groß. Bei einem Linga von eineinviertel Ellen misst der Stier sechsundzwanzig Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.006 Bei einem Linga von anderthalb Ellen folgt ein beschädigt überliefertes Stiermaß. Bei einem Linga von eindreiviertel Ellen misst der Stier dreißig Fingerbreiten. [Das erste Stiermaß ist nicht sicher lesbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.007 Bei einem Linga von zwei Ellen misst der Stier vierunddreißig Fingerbreiten, bei zweieinviertel Ellen sechsunddreißig Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.008 Bei einem Linga von zweieinhalb Ellen misst der Stier achtunddreißig Fingerbreiten, bei zweidreiviertel Ellen vierzig Fingerbreiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.009 Bei einem Linga von drei Ellen misst der Stier zwei Ellen, bei dreieinviertel Ellen zwei Ellen zuzüglich eines Netra-Maßes [zwei Fingerbreiten]. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.010 Bei einem Linga von dreieinhalb Ellen erhält der Stier zwei Ellen zuzüglich zweier Netra-Maße, bei dreidreiviertel Ellen zwei Ellen zuzüglich dreier Netra-Maße. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.011 Für ein Linga von vier Ellen folgt ein Maß von zwei Ellen mit acht Kala-Einheiten; bei viereinviertel Ellen stehen zwei Ellen und neun Netra-Einheiten. [Die überlieferte Maßfolge ist nicht widerspruchsfrei.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.012 Bei viereinhalb Ellen werden zwei Ellen und zehn Netra-Einheiten genannt; bei vierdreiviertel Ellen zwei Ellen und elf Kala-Einheiten. [Einheitenfolge unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.013 Bei einem Linga von fünf Ellen misst der Stier drei Ellen. Bei fünfeinviertel Ellen kommt ein Netra-Maß hinzu. [Die Zahl der Ellen im zweiten Halbvers ist verkürzt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.014 Bei einem Linga von fünfeinhalb Ellen misst der Stier drei Ellen zuzüglich zweier Netra-Maße, bei fünfdreiviertel Ellen drei Ellen zuzüglich dreier Netra-Maße. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.015 Bei einem Linga von sechs Ellen misst der Stier drei Ellen und acht Fingerbreiten; bei sechseinviertel Ellen drei Ellen und fünf Netra-Maße. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.016 Bei einem Linga von sechseinhalb Ellen misst der Stier drei Ellen und sechs Netra-Maße, bei sechsdreiviertel Ellen drei Ellen und sieben Netra-Maße. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.017 Bei einem Linga von sieben Ellen misst der Stier drei Ellen und neun Netra-Maße, bei siebeneinviertel Ellen drei Ellen und zehn Netra-Maße. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.018 Bei siebeneinhalb Ellen werden elf Netra-Maße hinzugefügt [das Grundmaß ist beschädigt]. Bei siebendreiviertel Ellen misst der Stier vier Ellen. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.019 Bei einem Linga von acht Ellen misst der Stier vier Ellen und zwei Kala-Einheiten; bei achteinviertel Ellen vier Ellen und vier Netra-Maße. [Die Maßfolge wird unverändert wiedergegeben.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.020 Bei einem Linga von achteinhalb Ellen misst der Stier vier Ellen und sechs Netra-Maße, bei achtdreiviertel Ellen vier Ellen und acht Netra-Maße. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.021 Bei einem Linga von neun Ellen misst der Stier fünf Ellen. Er soll weder größer als fünf Ellen noch kleiner als eine Elle hergestellt werden. [Eine kurze Textlücke betrifft die obere Grenze.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.022 Für die Raudra-Lingas gibt es keinen Stier. [Die nähere Einschränkung im zweiten Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.023 Bei einem Bana-Linga ist kein Stier vorgesehen; auch für ein selbstentstandenes Linga soll keiner hergestellt werden. Genannt werden ferner Lottana-, Hundert-, Gesichts- und Tausend-Lingas, (IAST · Devanagari)
Stelle 18.024 für die ebenfalls kein Stier vorgesehen ist, sowie von Welthütern verehrte Lingas. Auch bei einem Waffen-Linga und anderen Siddha-Lingas wird kein Stier aufgestellt. [Die Abgrenzung der Gruppen ist stellenweise unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.025 Vor einer Bildgestalt ist kein Stier vorgesehen; es folgt eine beschädigte Bestimmung über ein einzelnes, anders ausgerichtetes Linga. Auch die Einsetzung von Stierzeichen, Waffe und Fahnenmast wird hier eingeschränkt. [Satzbezug unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.026 Nun erkläre ich, du Schönhüftige, der Reihe nach die Maße des Stieres sowie seine mit den Merkmalen verbundene Weihe. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.027 Zu einem steinernen [Linga] gehört ein steinerner Stier, zu einem hölzernen ein hölzerner, zu einem metallenen ein metallener und zu einem aus Lehm ein ebensolcher. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.028 Aus Gold und ähnlichen Stoffen darf man nach Wunsch überall einen schönen Stier herstellen. Man wählt eine günstige astrologische Verbindung, einen günstigen Stern, Wochentag und Karana, (IAST · Devanagari)
Stelle 18.029 einen günstigen Tag unter einem geeigneten Mondhaus und ein gutes Vorzeichen. Dann verwendet man das gewünschte, für den Stier angegebene Maß. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.030 Die Länge wird in sieben Teile geteilt; einer dieser Teile wird mit zwölf Fingerbreiten angesetzt. Ein Zwölftel dieses Teils bildet hier die proportionale Fingerbreite. [Die Formulierung des zweiten Halbverses ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.031 Zwei solcher Einheiten heißen Netra. Tala, Tara und die übrigen Maße gelten wie zuvor. Nach diesem Maßsystem erläutere ich nun die einzelnen Abmessungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.032 Das Gesicht ist acht Netra lang und etwas erhoben. Für seine Breite folgt ein Netra-Maß, dessen Verdopplung oder Zuordnung nicht sicher lesbar ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.033 Eine Länge wird mit der Hälfte davon, die Breite mit zwei [Einheiten] angesetzt. Die beiden Augensterne und die leuchtenden Pupillen werden entsprechend den zuvor genannten Tara- und Jyotis-Maßen gestaltet. [Bezüge unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.034 Die beiden Augenwinkel erhalten jeweils die Hälfte; die roten Partien wiederum die Hälfte davon. Die Brauen sind eine halbe Kala dick und zwei Kala lang, du Liebe. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.035 Die Verjüngung erfolgt schrittweise um halbe beziehungsweise Viertel-Gerstenkornbreiten, bis die Spitze eine Gerstenkornbreite erreicht. Die beiden Nasenlöcher werden schön rund und im Netra-Maß ausgeführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.036 Ihr Abstand wird mit zwei Netra angegeben. Das Gesicht ist sechs Netra breit, darüber fünf Netra. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.037 Weiter oben beträgt die Breite vier Netra; darüber erweitert sie sich wieder auf fünf und sechs Netra. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.038 In Abständen von je einem Netra folgen Breiten von sieben, acht und neun Netra. So wird die Gesichtsbreite bis zu den beiden Kieferpartien bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.039 Vom Ohransatz bis zum betreffenden Gesichtsende werden oberhalb fünf Netra genannt. Der Abstand zwischen den Ohren beträgt sieben Netra. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.040 Der Ohransatz ist eine Kala lang; für seine Rundung werden fünf Netra genannt. Oberhalb dieser Rundung werden die Ohren vier Netra lang gestaltet. [Maßbezüge unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.041 Zur Spitze hin sollen sie schmal werden, bis auf eine halbe Fingerbreite. An ihrem Ende werden runde Vertiefungen von einem halben Netra hergestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.042 Eine gerade Linie von einem Viertel-Netra ist auszuführen. Vom Ohransatz bis über die Nase wird die Ausrichtung mittels einer Schnur bestimmt. [Textlücke und beschädigte technische Ausdrücke.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.043 Der untere Teil soll ein wenig herabhängen, sodass die Kieferpartien schön wirken. An der Hornwurzel wird eine Rundung von zwei Netra angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.044 Die Hörner verjüngen sich jeweils um ein Viertel-Netra bis auf ein Viertel-Netra an der Spitze. Sie sind etwas nach vorn gebogen, zugespitzt und drei Netra hoch. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.045 Der Abstand zwischen den Hörnern beträgt zwei Netra. Darunter folgt ein Maß von sechs Netra, du Schönhüftige. [Die bezeichnete Körperpartie ist verderbt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.046 Der Hals wird mit acht Netra bis zum Höcker bemessen. Die Breite des Höckers beträgt drei Netra, du Glückverheißende. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.047 Seine Höhe beträgt zwei Netra; er ist etwas nach vorn beziehungsweise oben gerundet. Zwei Netra unterhalb des Höckers beginnt die Bestimmung des Beines. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.048 Der obere Beinabschnitt ist fünf Netra lang; das Gelenk misst ein halbes Netra, der untere Beinabschnitt vier Netra. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.049 Darunter werden die Fesselgelenke mit anderthalb Netra gestaltet. Die beiden Hufe sind zwei Netra lang und quer vier Kala breit. [Ein Ausdruck bei den Hufen ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.050 Unter dem Fesselgelenk liegt der Hufabschnitt von einem Viertel-Netra. Sein runder Umfang wird mit einem Netra angesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.051 Am Beinansatz beträgt der Umfang siebzehn [Kala; Textlücke]. Ein Netra weiter beträgt er fünfzehn Kala. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.052 Nach einem weiteren Netra beträgt der Umfang dreizehn Kala, nach nochmals einem Netra elf Kala. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.053 Für das Gelenk wird ein Umfang von vierzehn Kala angesetzt. Ein Netra weiter beträgt der Umfang des unteren Beines zwölf Kala. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.054 Ein weiteres Netra entfernt beträgt der Umfang zehn Kala; nach nochmals einem Netra folgt für das Ende des unteren Beines ein Acht-Netra-Maß. [Die Einheit wechselt in der Überlieferung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.055 Die Wamme hängt zwei Netra unter dem Hals herab. Ihre Länge bis zum Bein wird mit achtzehn Netra angegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.056 Vom Höcker bis zur Kreuzpartie beträgt die Rückenlänge achtzehn Netra; die Kreuzpartie selbst misst drei Netra. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.057 Von der Kreuzpartie bis zum Schwanzansatz werden sechs Netra gerechnet. Die Breite des Schwanzansatzes beträgt zwei Netra. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.058 In der Mitte ist der Schwanz ein Netra, an seinem Ende ein halbes Netra breit. Die Länge des Schwanzschaftes beträgt drei Tala. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.059 Am Schwanzschaft sitzt außerdem ein Haarbüschel von einem halben Tala, du Glückverheißende. Der runde Umfang des Schaftes wird mit vier Fingerbreiten angegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.060 Für die Rückenbreite an der Verbindungsstelle folgt ein Netra-Maß; in der Mitte werden acht Kala als Breite angegeben. [Der erste Maßausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.061 Am vorderen Rücken beträgt die Breite sieben Netra. Für den Rumpfumfang folgt ein Dreißig-Netra-Maß mit einem zusätzlichen halben Netra. [Zahlverbindung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.062 An der Kreuzpartie beträgt der Umfang dreißig Netra, am vorderen Rücken einundzwanzig Kala. [Die unterschiedlichen Einheiten stehen so im Text.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.063 Der Nabelbereich misst zwei Netra; das Geschlechtsglied wird entsprechend gestaltet. Die beiden Hoden erhalten ebenfalls je zwei Netra Breite. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.064 Der obere [hintere] Beinabschnitt ist fünf Netra lang, das Gelenk ein Netra, der untere Beinabschnitt sechs Netra, du Schönhüftige. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.065 Die Fesselgelenke messen zwei Netra, die Hufe fünf Fingerbreiten. Am einzelnen Huf wird mit einer Fingerbreite eine kugelige Rundung bestimmt. [Genauer Maßbezug unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.066 Für den Huf wird ein Umfang von fünf Kala angegeben, für den Beinansatz ein Umfang von einundzwanzig Kala. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.067 Ein Netra weiter beträgt der Umfang achtzehn Kala; nach einem weiteren Netra folgen fünfzehn Netra. [Der Wechsel von Kala zu Netra ist möglicherweise eine Verderbnis.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.068 Nach einem weiteren Netra beträgt der Umfang zwölf Kala. Für das Gelenk werden achtzehn Kala Umfang genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.069 Hinten am unteren Bein beträgt der Umfang fünfzehn Kala. Zwei Netra weiter beträgt er zwölf Kala. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.070 Nach weiteren zwei Netra beträgt der Umfang neun Netra. Die Vertiefung am Rücken ist zwei Fingerbreiten lang, (IAST · Devanagari)
Stelle 18.071 eine halbe Fingerbreite breit und ein Viertel davon tief, du Glückverheißende. So wird der Stier mit wohlgestalteten Merkmalen vollendet. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.072 Damit sind seine Merkmale im Überblick genannt. Der Lehrer prüft die Merkmale der handwerklichen Ausführung; der Stier soll entsprechend den festgelegten Kennzeichen hergestellt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.073 Er kann auf dem Fahnenmast oder auf seinem Sockel stehen. Für eine nach Osten gerichtete Anlage wird der östliche Pavillon genannt; die anschließende Bestimmung einer westlichen Ausrichtung ist wiederholt und beschädigt überliefert. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.074 Der viersäulige Pavillon besitzt eine Feuergrube und die zuvor angegebenen Maße. Wie zuvor wird die Mitte des Sockels in drei Bereiche gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.075 Die Wirklichkeitsprinzipien werden in neunfacher Reihenfolge angeordnet, beginnend mit Shakti in der Mitte. Auf den übrigen Teilen folgt die Anordnung bis Prakriti, wie zuvor von Osten aus. [Die Bauteilbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.076 Man setzt die Gestalten, ihre jeweiligen Vorsteher und die Kräfte der Gestalten ein, mit den entsprechenden Mantras und sämtlichen zuvor genannten Erfordernissen. [Ein Mantraausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.077 Wie zuvor erfolgt die Waschung mit den fünf Kuhprodukten und den übrigen Stoffen. Nach der Augenöffnung wird der Stier zur vorbereitenden Weihenacht auf ein Lager gebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.078 Man vergegenwärtigt die Wirklichkeitsprinzipien bis zur Handlungskraft, du Liebe, und reinigt die drei Prinzipien nacheinander mit tausend Feueropfergaben. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.079 Nach Feueropfer, Verehrung und Umführung unter Gesang und Instrumentalmusik bringt man ihn in den viersäuligen Pavillon auf den bereitstehenden glückverheißenden Sockel. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.080 Nach Gastwasser und den übrigen Gaben begleitet man die Handlung mit Segensrufen und Glückszeichen. In der Mitte des Pavillons bereitet man die Einsetzung des Fundamentsteines vor. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.081 Der Stein liegt entsprechend der Mittelschnur des Heiligtums; ein als dämonenabwehrend bezeichneter Bereich wird ausgespart. Die Steinplatte ist fest und viereckig. [Die Lagebestimmung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.082 Länge und Dicke richten sich nach dem Stiermaß. Man fertigt neun Vertiefungen und vollzieht zuerst die Edelsteineinlage und die weiteren Handlungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.083 Quecksilber oder eine andere vorgesehene Einlage wird eingebracht; dazu setzt man die tragende Shakti ein. Diese tragende Kraft wird bei beweglichen wie bei feststehenden Gestalten vergegenwärtigt. [Lesung des Schlusses unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.084 Man meditiert den Stier als Gestalt der Handlungskraft und setzt ihn seinem Wesen gemäß ein. Erkenntnis und Handlung sind dabei als untrennbar verbunden zu betrachten. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.085 Wie königliche Herrschaft und König zusammengehören und die Herrschaft den königlichen Genuss ermöglicht, so ist auch die Stellung des Stieres von der Einheit mit Shiva untrennbar. [Der Vergleich ist sprachlich beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.086 Der Stier ist als eine Gestalt Shivas zu erkennen: dreiäugig, alldurchdringend und höchster Natur. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.087 Auf die vier Füße, die beiden Flanken, Brust und Rücken werden der Reihe nach die Gestaltprinzipien von der Erde an eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.088 Sein Bestand und seine Kraft auf dem feststehenden Wirklichkeitspfad sind in der Einheit mit Shiva gegründet. [Die Zusammensetzung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.089 Es folgt das Opfermantra für den Stier, mit Pranava, zwei Keimsilben und dem Opferabschluss; sinngemäß: „Dem Stier sei diese Opfergabe dargebracht.“ (IAST · Devanagari)
Stelle 18.090 Aus der sechsfach variierten Ha-Silbe werden seine Gliedermantras gebildet. Die weiteren Zuordnungen erfolgen nach der früheren Vorschrift, du Liebe. [Textlücke; die folgenden Namen oder Mantrateile sind nicht sicher lesbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 18.091 Besondere Waschung und Verehrung, Gnadengaben, Lehrergabe, Richtungsopfer, Bewirtung und Spenden werden wie zuvor ausgeführt. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.092 Für den Stier wird eine der Gottheit würdige Unterkunft geschaffen: ein viersäuliger Bau mit Dachspitze und vier schönen Toren. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.093 Er soll im Verband eines schönen Tempelbaus ausgeführt werden. Nachdem man den Stier so eingesetzt hat, stellt man das sogenannte Banner auf. (IAST · Devanagari)
Stelle 18.094 So endet im ursprünglichen Jayadratha-Lehrbereich des Pingalamata der Abschnitt über den Stier, hier als siebter Abschnitt bezeichnet. [Die überlieferte Kapitelzählung stimmt nicht mit der redaktionellen Folge überein.] (IAST · Devanagari)
Lesebereich 19: Dhvajarohana – Aufrichten der Fahne
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Stelle 19.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 19.002 Du hast das Banner erwähnt, Gott. Weshalb heißt es Banner? Wozu wird es aufgestellt, und was geschieht, wenn es nicht aufgerichtet wird? (IAST · Devanagari)
Stelle 19.003 Welche Maße und welche Gestalt hat es? Wie wird es eingesetzt? Erkläre es mir. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 19.005 Dhvaja heißt Zeichen; die Fahne kennzeichnet die Shakti der Gottheiten. [Der folgende Ausdruck ist beschädigt.] Sie steht in Verbindung mit der Gegenwart Shivas. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.006 Weil darin eine besondere Gegenwart besteht, bildet es einen besonderen Wirklichkeitspfad beziehungsweise ein Glied Shivas. Ohne die Kraft des Banners wird eine Beeinträchtigung gelehrt, du Makellose. [Wortlaut beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.007 Deshalb soll man der Aufstellung des Banners größte Sorgfalt widmen. Es besteht aus festen, schönen weißen, roten, gelben und schwarzen Stoffstücken. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.008 Die Stücke sind zwölf Fingerbreiten lang und acht Fingerbreiten breit. Man fügt sie zusammen und gestaltet an beiden Seiten schöne, sanduhrtrommelförmige Abschnitte. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.009 Weiß, Rot, Weiß, Gelb, Weiß, Schwarz werden wiederholt aneinandergereiht, bis das Maß des Tempels erreicht ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.010 Der Fischschwanzabschluss wird gelb und rot gestaltet. Die Kraft, deren Wesen der Weltenpfad ist und die im Heiligtum Shivas bekannt ist, (IAST · Devanagari)
Stelle 19.011 bestimmt das Maß dieses großen Banners. [Das Verb der Maßbestimmung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.012 Nach Wunsch werden außerdem acht Banner für die Welthüter angefertigt: gelb, rot, schwarz, blau, wolkenfarben und rauchfarben, (IAST · Devanagari)
Stelle 19.013 lotusfarben und weiß, von Osten aus der Reihe nach. Sie werden am Rand des Tempelbereiches angeordnet. [Die anschließende Angabe zum vierten Bodenbereich ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.014 An der aus Bambus gefertigten Stütze soll die tragende Kraft eingesetzt werden: die alldurchdringende Shakti, Grundlage der Welt, glückverheißend und unvergänglich. [Einzelne Wortverbindungen sind entstellt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.015 Die Bindung wird als Fessel der Unreinheit und als Schnur des Handelns gedacht, du Schönhüftige, und mit der universalen einsilbigen Formel gestaltet. [Der erste Ausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.016 Die mannigfaltigen Welten bilden das große Banner als Gestalt des Wirklichkeitspfades. Seine Fäden sind tragende Kanäle; seine beiden seitlichen Ausläufer werden als große Waffe gedacht. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.017 Seine vielfältigen Bilder und Eigenschaften sind Grundlagen der Erfahrung. Darin befinden sich alle ursprünglichen Gottheiten, die bewaffneten Herren der Welten. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.018 Die Gesamtheiten von Shakti und den kosmischen Hüllen, die im Bewussten und Unbewussten bestehen, werden als leuchtende Verbände der Wirklichkeitsprinzipien gesondert eingesetzt. [Anfang und einzelne Verbindungen beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.019 Nach dem Einsetzen des ursprünglichen Prinzips erfolgt die Reinigung durch den Yoga der Rücknahme. Danach setzt man nach der Ordnung der Schöpfung, beginnend mit Ananta, alles wieder ein. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.020 Die Prinzipien und ihre Herren werden verbunden und zur Gegenwart gebracht. Es folgen Gestaltung, Entflammung, Festigung und Umführung. [Der genaue Bezug einzelner Ritualbegriffe ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.021 Nach Weisung, Gebot und Willen Shivas soll man reinigen und einsetzen. So wird die beständige Gegenwart Shivas begründet, die zuvor als in der Handlung verankert beschrieben wurde. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.022 Nach der Vorschrift für die acht Feuergruben opfert man zusammen mit den Hütern der Gestalten. Ein solches Feueropfer mit den vorgeschriebenen Mengen der Opferstoffe gilt allgemein. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.023 Die glückverheißende Weihe wird durch Erkenntnis zur Fülle gebracht. Durch Umführung um Tempel, Linga und Altar sowie durch Umwinden des Halsbereiches (IAST · Devanagari)
Stelle 19.024 und durch die Ausbreitung [des Banners; Lesung unsicher] wird dem Banner eine millionenfache Frucht zugeschrieben. Wie ein gut bestelltes Feld ohne Schutz ohne Ertrag bleiben kann, (IAST · Devanagari)
Stelle 19.025 so wird auch die Weihe ohne Banner als beeinträchtigt beschrieben. Einst wurden die Besessenheitsmächte, Geister und Vetalas von Shiva angewiesen, du Makellose, (IAST · Devanagari)
Stelle 19.026 ungeschützte Verehrung, Feueropfer und Mantrarezitation an sich zu nehmen. Durch diese Vorschrift wird jedoch der Tempelgrund gereinigt, (IAST · Devanagari)
Stelle 19.027 und diese Wesen können dort nicht bleiben: Von Shivas Waffenmacht getroffen, weichen sie in alle Richtungen. Danach soll der standhafte Ritualkundige das Banner wie zuvor weihen. [Mehrere Wörter sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.028 Beim Aufrichten des Banners soll [der Auftraggeber] persönlich anwesend sein. Die vorausgehenden Teile der Weihe können bereits in seiner Abwesenheit vollzogen worden sein. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.029 Für den Zeitpunkt der Banneraufrichtung ist die persönliche Anwesenheit des Auftraggebers vorgesehen. Die dafür notwendigen Handlungen kann man auch zu diesem Zeitpunkt ausführen. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.030 Nach allen diesen Handlungen wird der Bambusmast aufgerichtet. Darin setzt man die große Pashupata-Waffe als vorstehende Gottheit ein. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.031 In die Banner von Osten an werden die jeweiligen Waffen eingesetzt. [Ein Waffenname fehlt.] So erlangt der Auftraggeber die vollständige Frucht der Weihe. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.032 Nachdem er seine gesamte Familie, verstorbene und lebende Angehörige, Diener und Verwandte aus den Höllen emporgehoben hat, führt er sie zum leidfreien Wirklichkeitsprinzip. [Dies ist die Heilsverheißung des Textes.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.033 Die nach der Überlieferungsregel am Ende des Banners einzusetzenden Richtungsgottheiten werden ordnungsgemäß mit ihren eigenen Mantras an ihren jeweiligen Orten eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.034 Dort beziehungsweise beim genannten Tempelvorsprung wird davor der Opfergabensockel errichtet. Mit dem Opfergabenmantra setzt man ihn für die Empfänger dieser Gaben ein, Herrin der Götter. [Bauteilbezug unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.035 Danach wird vor dem Opfergabensockel mit dem Waffenmantra der Fahnenmast aufgestellt, entweder mit einem Stier oder mit einem Waffenzeichen versehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.036 So soll man die vollständige, schriftgemäße Weihe ausführen. Der Text verheißt dem Land Frieden, dem König Sieg und den Menschen Wohlergehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.037 Er verheißt den Frauen gute Nachkommenschaft, langes Leben und Freiheit von Krankheit, dazu guten Regen, ausreichende Nahrung und das Gedeihen der Feldfrüchte. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.038 Auftraggeber und Lehrer sollen die Vollendung des Tempels feierlich würdigen. Man gibt eine großzügige Vermögensgabe und erfreut sich nach erteilter Zustimmung daran. [Textlücke; genaue Rollenverteilung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.039 Durch deine Gnade, o Herr, habe ich das rituelle Werk empfangen, dessen Frucht weltliche Erfüllung und Befreiung ist und das die Trennung vom Samsara ermöglicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.040 „Mit mir selbst, meinem Besitz und meinen Angehörigen nehme ich allein bei dir Zuflucht.“ Ehefrau, Kinder, Vermögen, Getreide, Land und angesammelte Edelsteine (IAST · Devanagari)
Stelle 19.041 sowie Diener und deren Familien werden mitsamt dem religiösen Verdienst dargebracht. Der erfreute, ehrwürdige Lehrer vergegenwärtigt daraufhin das Shiva-Prinzip, (IAST · Devanagari)
Stelle 19.042 verleiht eine entsprechende Frucht und legt seine Hand auf das Haupt des Schülers. Er spricht die dem betreffenden Prinzip angemessene Unterweisung. [Der zweite Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.043 Die von Shiva erfüllte Frucht des Lehrers, welche die Befreiung bewirkt, wird nach Shivas Wort unendlich und beständig aufgehend vermittelt. [Die genaue Verbform ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.044 Wer seine Gnade gewinnt und beständig seinem Willen folgt, soll ohne Zweifel die vollständige Befreiung erlangen. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.045 Südlich von Shivas Gestalt soll man ein schönes Klostergebäude errichten, gegebenenfalls einen umfassenden, wohlgebauten Komplex mit reichlicher Verwendung von Stein. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.046 Mit Getreide, Schmuck, Gewändern, allen erforderlichen Gütern, Hausgeräten und weiterer Ausstattung erfüllt, wird alles dem Lehrer übergeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.047 Zuerst bestimmt man Mittel für die Lehre und eine Unterkunft für die Asketen. Dörfer beziehungsweise ihre Einkünfte, Kleidung und ausreichende Versorgung werden auch für ankommende Gäste vorgesehen. [Satzbau beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.048 Mit Zustimmung des Lehrers legt man außerdem Tempelvermögen fest: für die Ausbesserung von Brüchen und Rissen sowie für den Unterhalt der Tempelkünstlerinnen und weiterer Bediensteter. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.049 Für Tänzer, Sänger, Musiker und andere Dienende Shivas soll man einen ausreichenden Lebensunterhalt vorsehen und für sie sorgen. [Die erste Berufsbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 19.050 Diese Einrichtung soll sorgfältig bewahrt werden; für ihre Vernachlässigung droht der Text mit der Hölle. Damit sind Weihe und Merkmale des Lingas zusammenfassend erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 19.051 Ebenso sind Materialien, Tempel und Baugrund in Verbindung mit der fünffachen Weihe behandelt. Das war deine Frage, du Glückverheißende. Was möchtest du noch wissen? (IAST · Devanagari)
Stelle 19.052 So endet im ursprünglichen Jayadratha-Lehrbereich des Pingalamata der achtzehnte Abschnitt, genannt „Das Aufrichten des Banners“. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 20: Lingashraya – Bindung an das Linga
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Stelle 20.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 20.002 Du hast bereits von der Vollendung derjenigen gesprochen, die bei einem Linga Zuflucht nehmen. Bei welchem Linga soll der Kundige Zuflucht nehmen, zu welcher Zeit und auf welche Weise? (IAST · Devanagari)
Stelle 20.003 Welche Regeln, Vorschriften und Handlungen gelten danach? Erkläre mir dies alles zusammenfassend, du Gütiger. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 20.005 Ein selbstentstandenes Linga und ein Bana-Linga sind die vorzüglichen Zufluchtsstätten, du Liebe. Der Kundige kann sich auch einem Hundert-, Tausend- oder Raudra-Linga zuwenden. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.006 Genannt werden ferner Lottana, ein bewegliches Linga und das als Tura bezeichnete Ritualobjekt. Die Übernahme geschieht mit lebenslangem Gelöbnis und mit der Annahme der Überlieferungsregeln. [Erste Bezeichnung beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.007 Wer Vollendung wünscht, kann sich auch einem von den Welthütern verehrten Linga zuwenden. Für eine auf die Himmelsrichtungen bezogene Verwirklichung nimmt er Zuflucht zu einem Waffen-Linga. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.008 Dieses gewährt dem Praktizierenden stets Vollendung, ohne Zweifel, sofern es nicht mit den zuvor genannten Fehlern wie inneren Hohlräumen behaftet ist. [Textlücke am Schluss.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.009 Man kann auch selbst ein nichtfigürliches Linga einsetzen. Höre nun, welches geeignet und welches ungeeignet ist. Was von Göttern, Daityas, Sehern und Menschen eingesetzt wurde, (IAST · Devanagari)
Stelle 20.010 die jenseits begrifflicher Neigungen stehen, wird nach seiner anerkannten Herkunft beurteilt. Bei solchen bekannten Lingas soll der Träger der entsprechenden Weihe Zuflucht nehmen. [Der Mittelteil mit einer Bezugnahme auf vedische Gruppen ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.011 Ein unbekanntes, mit dualistischen Mantras eingesetztes Linga soll er nicht wählen; ebenso keines, das von bestimmten Entsagenden oder nach einem vedischen Ritus eingesetzt wurde. [Die Gruppenbezeichnung ist unsicher; dies ist eine sektenspezifische Regel des Textes.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.012 Wer rituelle Vollendung sucht, soll sich nicht an ein Linga binden, das von Befreiungssuchenden eingesetzt wurde, die sich von Knollen, Wurzeln, Früchten, Milch oder Gemüse ernähren. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.013 Kein verstümmeltes, hohles, mangelhaftes, zerbrochenes, verfallenes oder anderweitig schadhaftes Linga soll er wählen, auch keines mit zerstörtem Antlitz oder beschädigten Gliedern. [Ein Schadensausdruck ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.014 Alle Asuras werden hier der nichtdualistischen Ausrichtung zugerechnet; bei ihnen soll man nicht unterscheiden. Unter den Göttern erkläre ich dagegen diejenigen, die als dualistisch beziehungsweise nichtdualistisch gelten. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.015 Indra, Shukra, Paksha [Name unsicher], Sadhava [Lesung unsicher], Agni, Yama, der König der Rakshasas, Vayu, die Sonne, Tarkshya und die Guhyakas, (IAST · Devanagari)
Stelle 20.016 ferner Rakshasas wie Ravana, Siddhas, Vidyadharas, Kinnaras, Apsaras und Gandharvas gelten hier als nichtdualistisch und den Mantras ergeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.017 Sind ihre Lingas bereits dem Namen nach bekannt, du Liebliche, soll der gesammelte Praktizierende ohne begriffliche Unterscheidung bei ihnen Zuflucht nehmen. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.018 Vyoma [Name unsicher], Valmiki, Shakalya, Parashara, Bhrigu, Kashyapa, Nasiketu [Lesung unsicher] und Shalankayana, (IAST · Devanagari)
Stelle 20.019 sowie weitere königliche Seher gelten als Mantrakundige, du Liebliche; ferner die Könige Mandhata, ein beschädigt überlieferter Name, Bharata und Shaka, (IAST · Devanagari)
Stelle 20.020 alle Kauravas und Pandavas, die sich innerlich den Mantras widmen. Der Kundige soll auch das mit dem Atharvaveda verbundene Linga wählen. [Die genaue Verbindung des Schlusses ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.021 Brahma, Soma, Budha, Kartikeya und Brihaspati werden hier hingegen als beständig dualistisch bezeichnet; ihre Lingas soll man für diese Praxis meiden. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.022 Ebenso sollen Kundige die Lingas der Nagas meiden. Die Valakhilyas und andere, Matanga, Pulaha und Kratu, (IAST · Devanagari)
Stelle 20.023 Shuka, Narada, Malya, der Seher Bharadvaja, Angiras, Tumburu, Varuna, Shatrughna, Shantanu und Dhuma (IAST · Devanagari)
Stelle 20.024 werden hier als beständig dualistisch und als Liebhaber der Nahrung aus Knollen und Wurzeln bezeichnet. [Der Vers ist unvollständig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.025 Was von Kacha und anderen Befreiungssuchenden eingesetzt wurde, gilt für dieses Ziel als fruchtlos. So soll der Einsichtige sorgfältig prüfen, was anzunehmen und was zu meiden ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.026 Der Kundige nimmt das Geeignete an und meidet das Ungeeignete. Wer noch keine Vollendung erlangt hat, sucht eine dafür geeignete, anerkannte Stätte auf. [Der zweite Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.027 Ein dualistisch geweihtes Linga, das sechs Monate ohne Verehrung und unbeachtet bleibt, wird unter den hier genannten Bedingungen anders beurteilt. [Mehrere Wörter und die Fristverbindung sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.028 Es wird durch erneute rituelle Aufbereitung wieder geeignet. Auch ein Linga mit Fehlern wie inneren Hohlräumen wird anschließend besprochen: (IAST · Devanagari)
Stelle 20.029 Für die gewünschte Mantraverwirklichung soll man die Eignung prüfen und die am Ort befindlichen Hindernismächte ringsum vertreiben. [Die Aussage zur Annahme eines schadhaften Lingas ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.030 Dabei wird die große Pashupata-Waffe eingesetzt: Man stellt sie sich mit schrecklichen Hauern und entsetzlicher Gestalt vor, dem Feuer am Ende der Zeit vergleichbar. [Die Angabe zur Rezitation ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.031 Mit entsprechendem Blick und einem Schnippen des linken Zeigefingers werden die Wesen als vom Feuer der großen Waffe erhitzt, erschüttert und kraftlos vorgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.032 Der ausgezeichnete Praktizierende meditiert, dass sie in die zehn Richtungen fortgehen. Auch jene, die die Gestalt des Tempels angenommen haben, werden im Heiligtum Shivas gereinigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.033 Ebenso jene, die als Altar oder Tor erscheinen: grausame Besessenheitsmächte, Pishachas, Geister, Kata-Putanas, (IAST · Devanagari)
Stelle 20.034 Schlangenwesen, Mütter, Yatudhanas, Rakshasas, Shakinis, Vetalas und andere schädigende Wesen. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.035 Sie nehmen die Gestalt von Hindernissen im Heiligtum Shivas an. Allen diesen Vinayakas hat Shambhu einst eine Gabe gewährt. [Der erste Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.036 Ihnen wurden alle Handlungen zugeteilt, die ohne die vorgeschriebene Ordnung ausgeführt werden. Wer die Frucht der Verehrung gewinnen will, soll deshalb die Gottheitsstätte reinigen. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.037 Man badet das Linga mit Erde und anschließend mit Wasser unter der großen Waffenformel; danach mit Kuhdung und den fünf Kuhprodukten, jeweils mit Wasser dazwischen. [Die nähere Bezeichnung der Erde ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.038 So erfolgen drei Waschungen mit der großen Pashupata-Formel. Danach wäscht man mit Sauermilch und Honig unter der Herzformel des eigenen Mantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.039 Nach einer Zwischenwaschung mit Wasser folgen Milch und geklärte Butter. So werden die vier allgemeinen Waschungen vollzogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.040 Darauf folgt eine besondere Waschung nach der Vorschrift der eigenen Überlieferung. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.041 Der standhafte, gesammelte Praktizierende wäscht mit den fünf Nektaren, dem als Ali bezeichneten Ritualstoff und Blut, mit Wasser dazwischen und unter seinem eigenen Mantra. [Historische Ritualvorschrift; die Bedeutung von Ali ist hier nicht erläutert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.042 Nach der eigenen Vorschrift bringt er mit verschiedenen vorgesehenen Stoffen ein Feueropfer nach seinen Möglichkeiten dar. Der beschädigte Text nennt dabei möglicherweise menschliche Opferstoffe und Ziegen. [Die Lesung ist nicht gesichert; keine heutige Praxisanleitung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.043 Danach wird eine rituelle Anordnung mit den vorgesehenen Materialien geschaffen. Beginnend mit dem eigenen Sitz ruft man die eigene Gottheitsgestalt herbei und verehrt sie. [Der erste Halbvers ist stark beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.044 Tempel und Banner werden nach der früheren Vorschrift mit Mantras versehen. Nach dem Feueropfer gemäß den eigenen Möglichkeiten führt man die übrige Ordnung aus. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.045 Anschließend vollzieht man die Mantraeinsetzung und schützt mit Panzer- und Waffenformel. Auch in der eigenen Höhle oder abgeschiedenen Stätte wird das Objekt eingesetzt und mit der großen Waffe geschützt. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.046 Ist der Mantrapraktizierende an eine heilige Stätte gebunden, folgt eine beschädigte Bestimmung über die dortigen Scharen. Im eigenen Haus kann er ein bewegliches Linga oder ein Tura übernehmen. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.047 Nach dessen Herstellung, Mantraeinsetzung und Schutz nimmt der Kundige dabei Zuflucht. Es folgt die Bestimmung eines einzelnen, besonders ausgerichteten Lingas ohne Stier und Waffenzeichen. [Ausrichtungswort unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.048 Dieses wird für die Praxis aufbereitet, wenn man geringere, mittlere oder höchste Wirkungen sucht. Auch bei einer allgemeinen Form entsteht kein Fehler, weil die Gegenwart stets besteht. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.049 Der ausgezeichnete Praktizierende wählt es zur Verehrung und zum Wohlergehen. In ein öffentlich sichtbares [bereits geweihtes] Objekt soll er nicht ohne Weiteres seinen eigenen Mantra einsetzen. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.050 Tut er es dennoch, entstehen nach dem Text ein Fehler und ein Verlust der Vollendung. Deshalb soll er dort keinen Mantra einsetzen, auch wenn es sich um ein selbstentstandenes Linga handelt. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.051 Dasselbe wird für von Shambhu unmittelbar offenbarte Lingas, Bana-Lingas und eine besonders bezeichnete Ausrichtung gelehrt. Eine eigene Mantraeinsetzung ist dort bei Fest- und Pilgeranlässen nicht vorgesehen. [Satzbau unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.052 Daraus würden schwere Fehler und Hindernisse entstehen. Stattdessen bringt man Duftstoffe dar und verehrt mit dem Pranava. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.053 Während des Festes bewegt man sich entsprechend dem örtlichen Brauch. Dort können Begegnungen mit Yoginis und anderen Wesen stattfinden, (IAST · Devanagari)
Stelle 20.054 ebenso mit den Viras und mit sprechenden Siddhas. Wenn ein Mantrapraktizierender an eine heilige Stätte gebunden ist, gibt er dort nachts die Opfergabe. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.055 Nach Ablauf einer Nachtwache wird sie dargebracht, damit sie ihre Frucht trägt. Für Tura-Objekte gilt dagegen die Regel, kein bereits von anderen verehrtes zu verwenden. [Die Zeitbestimmung ist sprachlich beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.056 Wer Vollendung sucht, soll es selbst herstellen, einsetzen und verehren. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.057 Dasselbe gilt hier für Bildgestalten: Eine von anderen eingesetzte ist zu meiden. Man bindet sich an eine selbst hergestellte figürliche Gestalt; andernfalls wird ein Fehler angenommen. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.058 Bei einem Gesichts-Linga darf man dagegen ein selbst oder von anderen hergestelltes wählen, nachdem man sorgfältig die früher gelehrten Handlungen ausgeführt hat. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.059 Auch ein bewegliches Linga, das andere nach linker oder rechter Überlieferung verehrt haben, kann der eigenen Absicht entsprechend erneut rituell aufbereitet werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.060 Nach dieser Aufbereitung wird die eigene Teilkraft eingesetzt. Bei selbstentstandenen und Bana-Lingas vollzieht man die Handlung ohne Feueropfer und ähnliche Riten. [Die Anrede beziehungsweise ein Mantrabezug ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.061 Nach dem Bad und den weiteren Vorbereitungen soll man Mantra-Nyasa vollziehen, wodurch die beständige Gegenwart erreicht wird. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.062 Raudra-Linga, Donnerkeil, Speer, Stab, Schwert, Schlinge, Banner und Keule, (IAST · Devanagari)
Stelle 20.063 Dreizack, Rad und Lotus werden genannt, du Schöne. Wer Vollendung wünscht, soll bei solchen auf besondere Kräfte bezogenen Lingas Zuflucht nehmen. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.064 Wer ausschließlich Befreiung sucht, soll diese auf besondere Verwirklichung gerichtete Bindung nicht eingehen. Auch für Putrakas wird sie eingeschränkt; die Aussage ist in der Quelle widersprüchlich verdoppelt. Die Maße sind diejenigen, die bei den Linga-Merkmalen gelehrt wurden. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.065 Nach gründlichem Verständnis dieser Lehre soll der Kundige die Bindung an ein Linga vollziehen. Alle Edelstein-Lingas, auch wenn sie bereits von anderen aufbereitet wurden, (IAST · Devanagari)
Stelle 20.066 werden mit dem entsprechenden Mantraprinzip verbunden: Man löst gegebenenfalls die frühere Einsetzung, führt die eigene Vorschrift erneut aus und setzt den eigenen Mantra ein. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.067 Für metallene Lingas gilt dieselbe Vorschrift wie für solche aus Edelstein. An ein von anderen aufbereitetes Lehm-Linga soll man sich dagegen nicht binden. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.068 Bei Lingas aus Getreide, Speisen, Rohzucker, Sesam, Duftstoffen oder feinem Teig schafft man täglich eine neue Gestalt und nimmt die Aufbereitung täglich vor. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.069 Nach Herstellung und Verehrung gibt der vollendungssuchende Praktizierende sie jeweils wieder auf. Für sie ist kein Feueropfer erforderlich, sondern nur die Mantraeinsetzung. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.070 Für die Praxis wird das entsprechend geeignete Linga verwendet. Es folgt eine beschädigte Bestimmung über ein früher dualistisch verehrtes bewegliches Linga; die genaue Richtung der Umwidmung ist nicht sicher lesbar. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.071 Ein bewegliches Linga kann nach erneuter Aufbereitung entsprechend der eigenen dualistischen oder nichtdualistischen Ausrichtung angenommen werden. [Die überlieferten Worttrennungen lassen die genaue Aussage offen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.072 Denn es gibt einen höheren und einen niedrigeren Zustand, gekennzeichnet durch Nichtdualität und Dualität. Die Nichtdualität wird als höher, die Dualität als niedriger bezeichnet, du Liebe. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.073 Die Nichtzweiheit soll ohne Zweifel zur Gewissheit werden, frei von gedanklichen Unterscheidungen: rein, mit allen Vorzügen versehen und in ihrer Verwirklichung unmittelbar erkannt. [Der Satzbau ist verdichtet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.074 Die Nichtdualität ist das Höchste, du Glückverheißende, und vom höchsten Herrn gelehrt. Im Zusammenhang mit Schrift, Lebensführung und Nachlässigkeit wird eine dreifache Vollendung besprochen. [Die Einteilung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.075 Selbst bei Nachlässigkeit wird die Befreiung durch nichts verhindert [so die nichtdualistische Position dieses Abschnitts]. Deshalb soll die höhere, nichtduale Praxis ohne begriffliche Spaltung vollzogen werden. [Mehrere Wörter sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.076 Der dualistische Weg wird zweifach unterschieden: mit geregelter Lebensführung und ohne sie. Bei regelgemäßer Lebensführung besteht Anteil an der Befreiung; es folgt eine beschädigte Einschränkung. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.077 Wer die schriftgemäße Lebensführung aufgibt, erlangt nach dieser dualistischen Regel weder Vollendung noch Befreiung. Verbotene Beziehungen und eine gestört überlieferte Aussage über Wahrhaftigkeit werden mit einer Höllendrohung verbunden. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.078 [Erster Halbvers beschädigt: Aussage über eine höhere und niedere Stätte.] Auch wenn er nicht verehrt wird, verlässt er seine Gegenwart nicht, denn er ist alldurchdringend. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.079 Durch die Berührung von Hunden, Krähen und ähnlichen Tieren entsteht [für das nichtdualistisch geweihte Linga] keine Unreinheit; die darin gegenwärtigen Mantras verlassen es ihrem Wesen nach nicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.080 Deshalb soll man das höchste nichtdualistische Linga wählen. Ein unverehrtes, von Krähen und ähnlichen Tieren berührtes dualistisches Linga verlässt dagegen, so heißt es, der König der Mantras. [Worttrennung im ersten Halbvers unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.081 Deshalb ist dort die im Bhairava-Agama gelehrte Vorschrift auszuführen; die Waschung wird mit den dafür bestimmten, in Shiva gegründeten Mantras vorgenommen. [Die Zuordnung zur dualistischen Gruppe ist sprachlich gestört.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.082 Bana-Linga und selbstentstandenes Linga habe ich, du Makellose, als gleichwertig gelehrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.083 Bei diesen beiden fehlt die Gegenwart nicht wie bei gewöhnlichen Formen. Für eine weitere Gruppe wird eine Gegenwart von höchstens hundert Jahren genannt. [Die Material- oder Ortsbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.084 In einem hölzernen Objekt besteht die Gegenwart bis zu seinem Verfall. Verfallenes Holz wird aufgegeben, ebenso eine figürliche Gestalt, deren Glieder fehlen. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.085 In Perlen, Korallen und ähnlichen Stoffen besteht die Gegenwart, solange ihr Glanz nicht verloren ist. Was seinen Glanz verloren hat, wird aufgegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.086 Es folgt eine beschädigte Bestimmung über die Gegenwart bei fehlender Verehrung und über ein versehentlich verbranntes Objekt. Der Wortlaut lässt nicht sicher erkennen, wann Feuerschaden als ausschlaggebend gilt. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.087 Bei bearbeiteten Edelsteinen geht die Mantrakraft nicht verloren [unter den zuvor genannten Bedingungen]. Für Lingas aus Gold, Silber, Messing und Kupfer wird anschließend eine Beschädigung behandelt. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.088 Solange der Körper nicht eingeschmolzen beziehungsweise vollständig aufgelöst ist, wird eine erneute rituelle Aufbereitung vorgeschrieben. [Lesung unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.089 Ist er dagegen eingeschmolzen, du Glückverheißende, soll der ausgezeichnete Praktizierende den früheren Zustand wiederherstellen. Die abschließende Untersagung betrifft einen beschädigt überlieferten Ritus und ist nicht sicher übersetzbar. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.090 Tritt das eben bezeichnete Ereignis dennoch ein, ist eine große Sühne erforderlich. Ebenso bei versehentlich verlorenem, zerstörtem oder seiner Gestalt beraubtem Objekt. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.091 Als Sühne werden hunderttausend Wiederholungen und danach eine erneute Mantraeinsetzung genannt. Es folgen Tura-Objekte aus menschlichem Material, Muschelschalen und Ähnlichem; die Einschränkung ist beschädigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.092 Unter den genannten Bedingungen kann die Gegenwart fortbestehen, andernfalls wird das Objekt aufgegeben. Nach einem Jahr soll eine neue Gestalt hergestellt und die frühere entlassen werden. [Fristbezug unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.093 In einer mit geklärter Butter und dem als Ali bezeichneten Stoff versehenen Feuergrube bringt man das zerkleinerte alte Objekt dar und wiederholt den eigenen Mantra eine Niyuta-Zahl oft. [Die genaue Zahlbedeutung von Niyuta wird hier nicht erläutert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 20.094 Nach Rezitation und Feueropfer wird die neue Gestalt rituell aufbereitet und verehrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 20.095 So endet im ursprünglichen Jayadratha-Lehrbereich des Pingalamata der neunzehnte Abschnitt, genannt „Die Bindung an das Linga“. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 21: Prayashchitta – Wiedergutmachung
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Stelle 21.001 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 21.002 Nun wird zusammenfassend die Ordnung für denjenigen erklärt, der zur Erlangung der Vollendung bei einem Linga Zuflucht genommen hat. Höre, Herrin der Yogaherren. [Textlücke und beschädigte Lesung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.003 Er folgt der Lebensordnung seines eigenen Tantra, richtet seine Übung danach ein und vollzieht sie freudig, indem er sein Selbst als das Wesen seines eigenen Mantras betrachtet. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.004 Ritual und Meditation, die übernommenen Verpflichtungen, Japa sowie regelmäßige und anlassbezogene Feueropfer soll man so ausführen, wie sie gelehrt und verbindlich geworden sind. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.005 Nach der rituellen Übernahme des Bodens beginnt er die Verehrung. Damit ist dir, du Schönhüftige, die allgemeine Regel erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.006 Nun erkläre ich die besonderen Bestimmungen; höre mit gesammeltem Geist. Am achten und vierzehnten Mondtag beider Monatshälften (IAST · Devanagari)
Stelle 21.007 soll er Verehrung, Meditation, Rezitation und Feueropfer verdoppeln. Bei Vollmond, beim Übergang der Sonne in ein Tierkreiszeichen sowie bei Mond- und Sonnenfinsternis (IAST · Devanagari)
Stelle 21.008 vollzieht er mit besonderen Opferstoffen eine erweiterte Verehrung und vermehrte Rezitation. Duftwasser wird für Shiva genannt; der anschließende Satz ist durch eine Textlücke unvollständig. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.009 Auch an anderen Festtagen soll die Verehrung vermehrt werden, du Liebe. Für Siddhas, Lehrer und Viras, seien sie anwesend oder abwesend, (IAST · Devanagari)
Stelle 21.010 werden Verehrung, Feueropfer und eine ihnen gewidmete Bewirtung veranstaltet. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.011 Dazu gehören reichliche Speisen, Getränke und vielerlei essbare Gaben. Bei Donnerschlägen, ungewöhnlichen Zusammenstößen, Erdbeben und göttlichen Erscheinungen (IAST · Devanagari)
Stelle 21.012 werden besondere Gaben, Gefäße und verstärkte Rezitation vorgesehen. Nach glückverheißenden oder unheilvollen Träumen erfolgen Rezitation und Verehrung. [Die erste Gabenbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.013 Wenn ein Vira als Gast oder Angehörige der Gemeinschaft ins Haus kommen, soll man sie nach den eigenen Möglichkeiten gastlich aufnehmen, mit den gemeinsam bereitgestellten Mitteln. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.014 Bei unmittelbarer Ergriffenheit durch die Göttin und einem den Feldhüter betreffenden Ereignis wird die Verehrung mit Opfergaben, darunter Reis, verstärkt. [Die Ereignis- und Reissortenbezeichnungen sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.015 Bei einem Meteorfall oder beim Tod eines Vira werden Rezitation und Verehrung vermehrt. Wenn ein vollendungskräftiger Ritualstoff erlangt wird, verehrt man Shiva mit großen Festen. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.016 Nach einer besonderen Bewirtung nimmt man ihn als Gnadengabe an. Kommt es zu einer Begegnung mit Yoginis, Siddhas oder großen Yogis, (IAST · Devanagari)
Stelle 21.017 werden diese und Shiva besonders verehrt. Die dafür berechtigten Teilnehmenden bereiten Speisen und Getränke für die Viras entsprechend der überlieferten Vorschrift. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.018 Ein jährlicher Ritus wird an den Tagundnachtgleichen vollzogen; weitere Riten sind an den als Vishnupada bezeichneten Sonnenübergängen vorgesehen. [Die Kalenderformulierung ist stellenweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.019 Ebenso an den Shadashitimukha-Übergängen, beim Annehmen und Beenden eines Gelübdes, einer Rezitationsverpflichtung oder eines Feueropferritus. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.020 Dabei wird das Linga reichlich umhüllt beziehungsweise bedeckt: mit Blüten, darunter Jasmin, Lotus und blaue Wasserlilien, (IAST · Devanagari)
Stelle 21.021 oder mit verschiedenen vorzüglichen Früchten, mit Reis in Sauermilch, Reis mit geklärter Butter, Speisen und Suppen sowie Milchreis. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.022 Man bedeckt es auch mit butterreichen Backwaren, weiteren Kuchen wie Mandaka, Rohzucker, süßen Kugeln und Stücken von Kristallzucker. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.023 Der historische Ritus nennt ferner Fleisch und Fische, mit alkoholischem Getränk vermischt. Nach dieser reichen Darbringung am Linga werden die Viras bewirtet. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.024 Vor Shiva werden Tanz, Gesang und weitere Darbietungen veranstaltet. [Die Zahl beziehungsweise Aufzählung ist beschädigt.] Wer Vollendung sucht, soll all dies auf Hingabe gründen. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.025 Auch wer Befreiung sucht, soll dies ohne Hinterlist im Herzen tun. Andernfalls gibt es keine Befreiung, und Siddhi bleibt erst recht fern. [„Dies“ bezieht sich auf die zuvor genannten Formen hingebungsvoller Verehrung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.026 Dies gilt für Lehrer, Praktizierende, Putrakas und weitere an ein Linga gebundene Shiva-Verehrer. [Eine Gruppenbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.027 Wer die Riten vollziehen will, soll sie gemäß dem Sinn der Schrift ausführen, du Liebe. Auch jede weitere im Tantra gelehrte Verpflichtung (IAST · Devanagari)
Stelle 21.028 ist besonders von denjenigen einzuhalten, die sich an ein Linga gebunden haben. Ohne sie zu erfüllen, ist man nicht zur Erlangung von Erfahrungsglück und Befreiung geeignet. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.029 Wird durch Mangel, Not oder einen ähnlichen Umstand ein Dämmerungsritus versäumt, soll der Einsichtige die Rezitation verdoppeln. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.030 Das gilt bei Nachlässigkeit, du Glückverheißende; bei absichtlicher Unterlassung wird sie vervierfacht. Bei versehentlichem Ausfall des täglichen Ritus ist ebenfalls eine vierfache Leistung vorgesehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.031 Diese Rezitation vollzieht der ausgezeichnete Praktizierende; für Absicht folgt eine beschädigte weitere Steigerung. Bei versehentlicher Unterbrechung des Feueropfers werden Opferhandlung und zweihundert Wiederholungen genannt. [Das Wort für Feueropfer ist verderbt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.032 Bei Absicht werden Feueropfer und Rezitation vervierfacht. Wird eine Rezitation versehentlich unterbrochen, vervollständigt man sie und wiederholt nochmals dieselbe Zahl. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.033 Wurde Japa absichtlich unterbrochen, soll er nachgeholt und vierfach wiederholt werden. Wurde die Meditation aus Nachlässigkeit unterbrochen, soll man sich ihr doppelt zuwenden. [Historische Wiedergutmachungsregel.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.034 Bei absichtlicher Unterbrechung der Meditation vervierfacht man die betreffende Zeit. Dazu wird der eigene Mantra rezitiert; dies ist die besondere Vorschrift. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.035 Nun lehre ich die allgemeine Formel zur Wiedergutmachung. Zuerst werden Pranava, Verehrungswort und die Anrede des erhabenen Herrn gebildet. [Die buchstabenweise Anweisung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.036 Es folgen die Anrede Rudras als Träger des Dreizacks sowie die zweimaligen Befehle „Schlage!“, „Verbrenne!“ und „Koche!“ (IAST · Devanagari)
Stelle 21.037 Danach werden „Vernichte!“ zweimal, „alles Übel“ und „Verzehre!“ zweimal eingesetzt; es folgen Pranava, Keimsilben und Waffenabschluss. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.038 Am Ende steht der Opferabschluss. Diese „Alles Übel vernichtende“ Vidya ist für die Handlungen der Wiedergutmachung gelehrt. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.039 Körperliches, sprachliches und geistiges Fehlverhalten, absichtlich oder unabsichtlich begangen, wird durch ihre Rezitation verwandelt wie Kupfer durch ein alchemistisches Elixier. [Das Prädikat ist im Text ausgelassen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.040 Werden ein festes oder bewegliches Linga, der Sitz oder der Sockel versehentlich verschoben, soll der Kundige die Vidya hunderttausendmal rezitieren. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.041 Nach dieser Sühne-Rezitation und einem Feueropfer von zehntausend Gaben wird das Objekt nach der früheren Vorschrift erneut fest eingesetzt. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.042 Die Formel lautet sinngemäß: „Verehrung dem erhabenen Rudra, dem Träger des Dreizacks! Schlage, schlage! Verbrenne, verbrenne! Koche, koche! Vernichte, vernichte alles Übel! Verzehre, verzehre!“ Es folgen Pranava, Keimsilben und die rituellen Abschlüsse. [Die genaue Lautfolge steht auf den Sanskritseiten und im Mantra-Abschnitt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.043 Ist ein bewegliches Linga verbrannt oder gestohlen worden, werden als Sühne hunderttausend Wiederholungen dieser Vidya vorgeschrieben, du Liebe. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.044 Fällt das Linga aus der Hand oder wird es beschädigt, auch wenn es bereits eingesetzt ist, folgen ebenfalls hunderttausend Wiederholungen und eine erneute Aufbereitung. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.045 Fällt während der Rezitation die Gebetskette herunter, rezitiert man zehntausendmal. Wird der Praktizierende vom Schlaf überwältigt und fällt zu Boden, (IAST · Devanagari)
Stelle 21.046 werden fünfzigtausend Wiederholungen genannt; für einen weiteren, beschädigt bezeichneten Fall zehntausend. Berührt jemand Gottheitsbild, Lehrer oder heilige Schrift mit dem Fuß, (IAST · Devanagari)
Stelle 21.047 rezitiert er bei Versehen zehntausendmal, bei Absicht eine Niyuta-Zahl. Auch Lager, Sitz und Sandalen des Lehrers werden besonders behandelt. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.048 Berührt man die Gefäße der Gottheit und ähnliche Gegenstände mit dem Fuß, werden bei Versehen zweihundert, bei Absicht zehntausend Wiederholungen vorgeschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.049 Fällt ein Buch aus der Hand oder von seiner Unterlage, berührt seine Bindeschnur den Boden, oder wird das Buch auf dem Boden gelesen, (IAST · Devanagari)
Stelle 21.050 beziehungsweise auf einem Sitz, Lager oder einer Hausfläche abgelegt [die genaue unzulässige Ablage ist unsicher], sind fünfhundert Vidya-Wiederholungen vorgesehen, bei Absicht doppelt so viele. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.051 Ein zerfallenes Agama- oder Siddhanta-Buch wird mit geklärter Butter getränkt im Opferfeuer dargebracht. Danach rezitiert man die Vidya hundertmal. [Historischer Umgang mit unbrauchbaren Schriftträgern.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.052 Beim Bereiten einer Aufstellung und beim Schneiden von Gras, Holz und Ähnlichem spricht man die Vidya einmal und führt dann die betreffende Handlung aus. [Die erste Tätigkeit ist beschädigt bezeichnet.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.053 Bei allen Handlungen wird die Anrede Rudras mit vorangestelltem Pranava gesprochen; ebenso bei Schluckauf, Niesen und Gähnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.054 Zur Aufhebung eines schlechten Traumes wird die Formel in Reinheit siebenmal wiederholt. Bei grundlosem Töten von Lebewesen werden hundert Wiederholungen genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.055 Bei grundlosem Töten von Vögeln soll man, du Liebliche, die „Übel beseitigende“ Vidya in Reinheit dreihundertmal rezitieren. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.056 Für grundloses Töten eines Vierfüßers folgt eine beschädigte Zahl von Wiederholungen. Wird ein Zweimalgeborener absichtlich oder zum Vergnügen getötet, (IAST · Devanagari)
Stelle 21.057 werden zehntausend Wiederholungen der Übel beseitigenden Vidya genannt. Der folgende Satz behandelt die Tötung eines Opfertieres und eines als Gegner der tantrischen Ordnung bezeichneten Menschen. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.058 Der Text nimmt für bestimmte zuvor genannte Tötungen eine Ausnahme von Schuld an; die genaue Abgrenzung ist beschädigt. Danach behandelt er die Tötung anderer Menschen zu einem Zweck oder zum Vergnügen. [Historische Gewaltlegitimation des Textes, keine ethische Rechtfertigung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.059 Genannt werden Kshapanakas, Urdhvalingins und vaishnavitische Zeichenträger. Bei grundlosem Handeln beziehungsweise einer weiteren, unklar bezeichneten Unterscheidung werden zehntausend Wiederholungen vorgeschrieben. [Die Gruppennamen und der Satzbezug sind teilweise unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.060 Für die Tötung von Menschen, die Shiva, das Opferfeuer oder den Lehrer schmähen, behauptet der Text Straffreiheit. Für das Überschreiten des Schattens eines Shiva-Gelübdeträgers nennt er dagegen hundert Wiederholungen. [Diese historische sektiererische Wertung wird dokumentiert, nicht übernommen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.061 Für deren unbeabsichtigte Tötung werden fünfzigtausend Wiederholungen, für absichtliche eine Niyuta-Zahl und für Streit zehntausend genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.062 Bei unbeabsichtigtem Zerbrechen eines Lingas werden fünfzig Laksha [fünf Millionen] Wiederholungen vorgeschrieben, bei Absicht eine Prayuta-Zahl, mit Zustimmung der Lehrer. [Die Zahlbegriffe werden nicht harmonisiert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.063 Bei Schmähung der Viras, Verunglimpfung von Yogis, Schlagen von Frauen und Herabsetzung der Shiva-Erkenntnis (IAST · Devanagari)
Stelle 21.064 sind dreißigtausend Wiederholungen vorgeschrieben; ohne sie drohen nach dem Text Hindernisse. Auch das Verunreinigen von Ritualstoffen im Kreis der Viras wird behandelt. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.065 Entsteht dort Streit, wird Reinheit durch tausend Wiederholungen erreicht; alternativ findet mit Zustimmung der Viras eine Bewirtung statt. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.066 Begeht jemand aus Unwissenheit oder Verblendung einen Verrat am Lehrer, vollzieht er eine als Santapana bezeichnete Buße und sucht den Lehrer auf. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.067 Nach hunderttausend Wiederholungen soll er den Lehrer versöhnen, du Liebe. Es folgt der Fall einer aus Verblendung eingegangenen Beziehung mit der Frau des Lehrers, die danach aufgegeben wird. [Das Verb ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.068 Gibt er diese Beziehung auf, vollzieht die Buße und bittet um Wiedergutmachung, sind auch ihm ohne weitere Unterscheidung hunderttausend Wiederholungen aufzuerlegen. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.069 Gibt er sie aus Begierde und Verblendung nicht auf, droht ihm nach dem Text die Hölle. Für denjenigen, der so der Frucht der Einweihung entgegenwirkt, wird keine Sühne angegeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.070 Es folgt ein beschädigter Vers über Selbstverletzung, Verletzung des Lehrers und gegenseitige Gewalt. Nach unabsichtlichem Handeln wird eine Buße vollzogen und Wiedergutmachung erbeten. [Die wörtlichen Bezeichnungen als „Töter“ sind mit der folgenden Handlung nicht eindeutig vereinbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.071 Der Ritualkundige soll ihm hunderttausend Vidya-Wiederholungen auferlegen. Nach sorgfältiger Versöhnung des Lehrers kann eine erneute rituelle Aufbereitung erfolgen. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.072 Wird bei einem besonders ehrwürdigen Lehrer versehentlich Blut vergossen, werden mit dessen Zustimmung eine Million Wiederholungen vorgeschrieben. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.073 Wer die Stätte des Lehrers zerstört, dessen Lebensordnung verletzt, der eigenen Überlieferungsfolge zuwiderhandelt oder eine ungehörige Ordnung einführt, (IAST · Devanagari)
Stelle 21.074 und anschließend den Lehrer aufsucht, das widersprechende Verhalten aufgibt und um Wiedergutmachung bittet, wird weiter behandelt. [Die Aussage über Furcht vor dem Jenseits ist beschädigt und möglicherweise negiert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.075 Schriftkundige sollen ihm eine Million Wiederholungen auferlegen. Er vollzieht sie rein, hingebungsvoll und mit darauf gerichtetem Geist (IAST · Devanagari)
Stelle 21.076 an einem abgeschiedenen, sauberen Ort bis zur Vollendung. Nach Abschluss widmet er ihnen die Rezitation. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.077 Danach reicht er ihnen ein als Vira-Mahl bezeichnetes Essen mit den erforderlichen Ritualstoffen. Ist er trotz der Rezitation noch nicht zur gemeinsamen Mahlzeit zugelassen, (IAST · Devanagari)
Stelle 21.078 folgt eine alternative Gabe von Blüten, Betel und Sandelholz zum Tragen, Bestreichen oder rituellen Annehmen. Die Entscheidung des Lehrers bestimmt die Reinheit. [Mehrere Ausdrücke sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.079 Mantrakundige sollen die Verpflichtung gemäß den Möglichkeiten festlegen. Nach vollzogener Wiedergutmachung soll man ohne Widerspruch zur Ordnung leben. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.080 Kommt es trotz vollzogener Sühne erneut zur Verbindung mit denselben Verfehlungen, wird für den Betreffenden keine weitere Sühne anerkannt. [Der genaue einschränkende Ausdruck ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.081 So lebt der Mantrapraktizierende entsprechend dem Sinn der Schrift, ohne unnötigen Widerstreit mit der Welt, der Überlieferungsfolge folgend und frei von Zweifel. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.082 Wer der linken Überlieferung angehört, folgt deren Ordnung; wer der rechten angehört, der rechten. Die hier gelehrte Wiedergutmachung gilt allgemein für beide. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.083 Auch mit dualistischen Gruppen, deren Lebensführung der eigenen widerspricht, und mit anderweitig als verunreinigt geltenden Personen soll der Mantrapraktizierende nach dieser sektenspezifischen Regel keinen rituellen Umgang pflegen. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.084 Die dem Saiddhantika eigene Auffassung gilt nicht ohne Weiteres für die Mantrapraktizierenden; umgekehrt folgt eine beschädigte Aussage über deren Auffassung. [Der zweite Halbvers ist nicht sicher rekonstruierbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 21.085 Die Gruppen sollen nicht unterschiedslos miteinander vermischt werden; eine weitere Umgangsbestimmung ist beschädigt. Nun folgt die Darbringung der heiligen Schnüre, die alles zur Vollständigkeit bringt, du Liebe. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.086 Sie gilt als höchste Verpflichtung derjenigen, die bei einem Linga Zuflucht genommen haben. Ohne sie ist man zur Erlangung von Vollendung und Befreiung nicht geeignet. (IAST · Devanagari)
Stelle 21.087 Im Pingalamata: der Abschnitt über Wiedergutmachung. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 22: Pavitrarohana – Darbringung der heiligen Schnüre
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Stelle 22.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 22.002 Zu welcher Zeit, Gott, und zu welchem Zweck werden die heiligen Schnüre dargebracht? Was bedeutet das Wort Pavitra? Erkläre es mir. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.003 Woraus wird es hergestellt, Shambhu, und wie soll die Handlung vollzogen werden? (IAST · Devanagari)
Stelle 22.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 22.005 Wenn die Bhairava zugehörige Zeit gekommen ist, erfolgt die Darbringung der heiligen Schnüre: nach Ablauf des Tages der Götter, beim Beginn ihrer Nacht. [Die Zeitformulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.006 Die sechs Monate vom Eintritt der Sonne in den Steinbock an heißen Tag der Götter; die sechs Monate vom Krebs an gelten den Kundigen als ihre Nacht, du Glückverheißende. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.007 Wenn zu deren Beginn die Wolken donnern und Regen fällt, der Boden vom Wasser gesättigt und von Feldfrüchten und jungen Sprossen bedeckt ist, (IAST · Devanagari)
Stelle 22.008 wenn Bäume, Gräser und Kräuter ihn verhüllen, dann ist die geeignete Zeit gekommen: vom Ashadha bis zum Ende des Bhadra, nicht danach. [Die Monatsnamen sind beschädigt überliefert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.009 Nach den eigenen Möglichkeiten wird die Handlung für den Gott Bhairava vollzogen, Göttin. Die Vorschrift gilt für gewöhnliche Lingas, für einen Opferplatz und für die eigene hergestellte Ritualgestalt. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.010 Sie wird auch am eigenen Körper von den dafür Verpflichteten vollzogen: Ritualkundigen, Praktizierenden, Putrakas, Samayins und weiteren Shiva-Verehrern. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.011 Ohne sie wird weder die sichtbare noch die unsichtbare Frucht erreicht, du Liebe. Man wählt in der hellen oder dunklen Monatshälfte den eigenen günstigen, gewünschten Tag. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.012 Der erste Mondtag wird einer beschädigt bezeichneten Gottheit zugeordnet; der zweite Brahma, der dritte Gauri. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.013 Der vierte gehört dem Herrn der Hindernisse, der fünfte den Nagas, der sechste dem Gott Kumara und der siebte der Sonne. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.014 Der achte gehört den figürlich dargestellten Rudras, der neunte Chandika und verwandten Göttinnen, der zehnte Yama und der elfte Indra. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.015 Der zwölfte gehört Vishnu, der dreizehnte der gewünschten Gottheit, der vierzehnte Shiva und der Vollmond den Ahnen-Gottheiten. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.016 Am Tag vor dem gewählten Termin findet die vorbereitende Weihe statt. Man sammelt Erde, Asche, Zahnputzhölzer und die erforderlichen Mittel für das Feueropfer. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.017 Alles, was zur Ausführung der eigenen Riten nötig ist, wird bereitgestellt, einschließlich Arzneien und weiterer Hilfsmittel. [Der erste Halbvers ist stark beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.018 Dazu gehören die Opferlöffel, Wasserkalasha, Gastwassergefäß und weitere Gefäße. [Die Unterscheidung der beiden Löffelarten ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.019 Alte Stücke werden abgelegt und durch neue ersetzt; für Gegenstände aus Gold und anderen Metallen gilt dies nicht. Als bester Faden wird eine beschädigt bezeichnete pflanzliche Faser genannt; es folgt eine weitere unklare Stoffbezeichnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.020 Auch Baumwolle ist für diejenigen vorgesehen, die Erfahrungsglück und Befreiung suchen. Für andere Zwecke werden Leinen, Balbaja-Gras und Seidenfäden genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.021 Hanf und weitere, unsicher bezeichnete Fasern werden für Richtungs- und Waffen-Lingas genannt. Der Faden wird dreifach und nochmals dreifach genommen; für die höchste Ausführung werden hundertacht Fäden vorgesehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.022 Für ein Linga von acht Ellen werden hundert, für eines von sieben Ellen neunzig Fäden genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.023 Für die darüber und darunter liegenden Maße gilt die entsprechende Abstufung. Für das höchste Linga der mittleren Gruppe werden achtzig Fäden vorgesehen. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.024 Bei fünf Ellen sind es siebzig, bei vier Ellen vierundsechzig. Für das höchste Linga der kleineren Gruppe entspricht die Fadenzahl der Zahl der Schriftlaute. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.025 Bei zwei Ellen gilt die Zahl der Kalas, bei der kleinsten Form die Zahl der Wirklichkeitsprinzipien. Wer Erfahrungsglück sucht, verwendet eine gerade Fadenzahl und entsprechend gerade Knotenzahlen. [Die Zahlen der Kalas und Prinzipien werden hier nicht ausgeschrieben.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.026 Für Befreiungssuchende und dauerhaft Entsagende sind ungerade Faden- und Knotenzahlen vorgesehen. Die Knotenzahl wird auf die Fadenzahl bezogen. [Der genaue Bruchteil im zweiten Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.027 Ist die Schnur zu dünn, erhält sie eine Baumwollfüllung. Sie wird mit Safran und weiteren Färbestoffen bestrichen, du Liebe. [Zwei Stoffnamen sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.028 Kurkuma wird als günstiger Färbestoff genannt; Talapitika wird abgelehnt. Roter Ocker oder ein mineralischer Farbstoff kann zur farbigen Gestaltung der Knoten dienen. [Stofflesungen teilweise unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.029 Man legt die Schnüre in ein Gefäß aus Gold, Kupfer oder Silber, du Liebe, oder in ein Tongefäß beziehungsweise in ein Gefäß aus Lotus- oder Palasha-Blättern. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.030 Auf dem Opferplatz mit Feuergrube werden sie zur vorbereitenden Weihe aufgestellt. Dort vollzieht man selbst den täglichen Ritus mit Rezitation und Feueropfer. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.031 Sie werden durch die Opferreste beziehungsweise Opferberührung geweiht; dabei folgt eine beschädigte Angabe zur Handhabung des Gefäßes. Es soll so gereinigt oder abgewischt werden, dass es nicht mit geklärter Butter übertränkt ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.032 Man soll über die Ganzheit des Jahres meditieren und mit einer dreifachen Schnur umwinden: Tempel, Wassergefäß, Vedi, Stier und die weiteren Gegenstände. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.033 Nach Verehrung von Feldhüter, Chandisha und Welthütern umwindet man sie mit einer dreifachen Schnur. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.034 Nachdem dies geschehen ist, soll man über die Gegenwart in sämtlichen kosmischen Wegen meditieren, Geliebte, die vollständige Opfergabe darbringen und abschließend die Bali-Gabe übergeben. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.035 Nach Besprengung und ritueller Berührung [Lesung unsicher] soll man mit Duftstoffen und Blumen verehren. Man soll die Bedeutung der Schrift, den Guru und auch die Viras ehren. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.036 Man wäscht das Linga mit den vorgeschriebenen Waschungen, salbt und verehrt es mit Blüten und Duftstoffen und befestigt den Verehrungsschmuck. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.037 Im Osten legt man Zahnputzhölzer nieder, im Süden Asche, im Westen Erde und im Norden reines Wasser. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.038 Im Nordosten gibt man Duftstoffe oder die fünf Nektare. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.039 Mit den Gesichtsmantras der jeweiligen Richtung und den eigenen entsprechenden Mantras, beziehungsweise mit der vollständigen Grundformel, bringt man die duftende heilige Schnur dar. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.040 Duft, Blüten, Räucherwerk, Licht, schöne Speisegaben, Gastwasser, Fußwasser und die übrigen Gaben werden mit der Herzformel dargebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.041 Danach steht man auf der Ishana-Seite und spricht zur Gottheit: „Du, erhabener Herr, bist eingeladen; diese Verehrung habe ich dir dargebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.042 Nimm sie an, großer Gott, als Grundlage der gesamten rituellen Ordnung.“ Es folgt die Formel: „Verehrung dem Herrn der Gelübde und Regeln! Vollende, vollende!“ [Mit Pranava und Opferabschluss.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.043 So eingeladen, wird Shambhu dem Mantrapraktizierenden gegenwärtig. Danach wird Gastwasser mit den vorgeschriebenen Stoffen dargebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.044 Anschließend geht man hinaus, verehrt die Hüter, den Feldhüter und die übrigen Gottheiten mit Duft und Blüten und lädt sie ein, du Liebe. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.045 Mit ihrem Opfergabenmantra und dem eingefügten Einladungswort wird die gesamte Vorschrift vollzogen. Für eine feste heilige Stätte gilt diese Ordnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.046 Ebenso verfährt man im eigenen Haus. Lebt man in einer Höhle und fehlen die Mittel, vollzieht man die Handlung mit Wurzeln, Früchten und Ähnlichem. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.047 Nach Abschluss der Verehrung nimmt man mit den Schülern die daraus hervorgegangene Speise ein, oder mit ausgezeichneten Helfern am Ort der besonderen Praxis. [Ein Speiseausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.048 [Der einleitende Ausdruck ist unsicher.] Allein soll man in Hingabe, der Gottheit gedenkend, einschlafen. Am Morgen soll man die große Feier nach Maßgabe der eigenen Mittel ausrichten. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.049 Duftstoffe, Blüten, Räucherwerk, Licht, Speisegaben, reichliche Speisen und Getränke werden für die ausführliche Handlung bereitgestellt. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.050 Nach Verehrung und Feueropfer badet man die Gottheit mit geklärter Butter, Sauermilch, Honig und Milch oder mit den fünf Nektaren. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.051 Man salbt sie mit wohlriechendem Sandelholz, Safran und Ähnlichem, vollzieht die vorgeschriebene Verehrung und beginnt die Ausschmückung. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.052 Dazu gehören besondere Schmuckformen, die Brahma, Narayana, Nandin, Kumara, den Scharen, Kala, Indra oder den Sehern zugeschrieben werden. [Einzelne Namen und Zuordnungen sind unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.053 Man verwendet kunstvoll geschnittene Blätter, Bilder, schön geführte Blütenreihen und verschiedenartige kostbare Tücher. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.054 Über dem kleinen Blütenpavillon wird der Verehrungsschmuck angebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.055 Räucherwerk, Gastwasser, Betel und Speisegaben werden dargebracht, ebenso die bereitgestellten Lichter. Danach wendet man sich erneut den äußeren Gottheiten zu. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.056 Mit Duft, Blüten und weiteren Gaben verehrt und sättigt man sie durch die besonderen vorgesehenen Handlungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.057 Dann tritt man zusammen mit Schülern, Shiva-Verehrern und weiteren dafür vorgesehenen Teilnehmenden wieder ein und bringt die heilige Schnur dar. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.058 Man vergegenwärtigt darin alle Handlungen auf sämtlichen Wirklichkeitspfaden, alle Ritualstoffe und Mantras, alle Gesten, Gelübde, Rezitationen, Feueropfer und Opferhandlungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.059 Dazu gehören die Übernahme des Bodens, Yoga und Meditation, das Ausgeführte und Unterlassene sowie die Begegnungen mit Siddhas, Lehrern und Viras. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.060 Alles, sowohl das Vollzogene als auch das nicht Vollzogene, wird zusammengefasst. Mit der Formel des Gelübdeherrn spricht man zur Gottheit und nimmt die heilige Schnur auf. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.061 Unter Rezitation des eigenen Mantras legt man sie um die einzelnen Wirklichkeitsprinzipien. Man meditiert sie als Mantra des gesamten Jahres, als zusammengebundene dreifache Schnur. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.062 Man legt sie am Haupt des Lingas an. [Eine Begleitgabe ist unsicher bezeichnet.] Wer Befreiung sucht, bringt die drei Schnüre vom Shiva-Prinzip an in Schöpfungsreihenfolge dar. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.063 Wer Erfahrungsglück sucht, beginnt umgekehrt beim Atman-Prinzip. Die drei heiligen Schnüre verkörpern Atman, Vidya und Shiva. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.064 Die erste wird Brahma, die zweite Vishnu, die dritte Shiva dargebracht, jedes Prinzip zur Fülle bringend. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.065 Eine einzelne lange Schnur soll bis an das Ende des Altars herabhängen. Man meditiert darin die Gottheiten sämtlicher Wirklichkeitspfade, denn sie ist Trägerin aller Prinzipien. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.066 Diese lange Schnur wird ohne feste Zählvorgabe schön gestaltet. Außen erhalten Stier, Chandisha, Richtungsgottheiten, Mütter und weitere Gottheiten (IAST · Devanagari)
Stelle 22.067 nach den eigenen Möglichkeiten ihre Schnüre; feste Maßvorschriften bestehen für sie nicht. Auch Yakshas, Geister, Pishachas und die Ahnen-Gottheiten des Leichenplatzes werden berücksichtigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.068 Shakinis, Feldhüter und andere erhalten kleine Schnüre zur Abwehr von Hindernissen. Dazu bringt man ihnen der Reihe nach Räucherwerk und besondere Verehrung dar. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.069 Bei einem beweglichen Linga, einem Opferplatz, einem Tura oder am eigenen Körper wird die Schnur entsprechend der jeweiligen Gestalt schön angelegt. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.070 Bei figürlichen Bildern sowie bei Sockel und Tempel reicht die dreifache heilige Schnur vom Haupt bis zur Kniehöhe. [Die Übertragung dieses Körpermaßes auf die Bauglieder ist nicht näher erklärt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.071 Für Raudra-Gestalten gelten entsprechende Knotenbindungen. Für Bücher richtet sich die Länge nach ihrem Maß und nach einer schönen Anordnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.072 Für die größte Bildgestalt werden hundertacht Fäden genannt, für die mittlere einundachtzig, entsprechend einer Zahl der Mantrawörter. [Die Vergleichsformel ist verkürzt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.073 Für die kleinste große Bildgestalt entspricht die Fadenzahl der Zahl der Schriftlaute; die Schnur reicht bis zu den Knien. Nach Mundspülung und Eintritt stellt man sich auf die Ishana-Seite und trägt die Bitte vor. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.074 Was aus Unwissenheit oder durch Bedrängnis ohne die vorgeschriebene Ordnung getan wurde, was absichtlich unterblieb, was getan und was nicht getan wurde, [das Gebet geht weiter]. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.075 Durch das Unterlassene bin ich in meinen Verpflichtungen beeinträchtigt. Behüte und rette mich, der ich in diesem Werden versinke, o Herr der Lebenden! [Der erste Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.076 Weil es vor dem Untergang in Höllen und ähnlichen Zuständen schützt, wird es aufgrund einer Deutung durch drei Wortwurzeln Pavitra genannt. [Die etymologische Formulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.077 So angesprochen, macht der Herr der Gelübde das Werk ganz und vollständig, durch die Shaktis, o von Yogis Verehrte. [Die grammatischen Verbindungen sind teilweise beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.078 Das Pavitra schützt das bereits Vollzogene vor dem Verfall. Es wird als dasjenige bezeichnet, das die Handlungen vervollständigt und die Vollendungskraft des Lingas offenbar macht. [Wortlaut teilweise unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.079 Ohne die vorgeschriebene Ordnung wird keine Vollendung erreicht; deshalb wird das Pavitra dargebracht. Auch für Befreiungssuchende gilt dies, weil die Handlung nach der empfangenen Einweihung folgt. [Die Verneinung des ersten Satzes ist in der Quelle beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.080 Die Einweihung ist mit den vorgeschriebenen Handlungen verbunden und trägt in den Überlieferungsregeln und weiteren Riten Frucht. Deshalb sollen Befreiungssuchende das Pavitra als Glied der Einweihung darbringen. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.081 Alle Praktizierenden, die eine Frucht suchen, sollen es gewiss vollziehen: diejenigen, die Erfahrungsglück oder Befreiung erstreben, und alle weiteren Berechtigten. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.082 Männer, Frauen und Menschen, die keiner dieser beiden Geschlechtsgruppen zugeordnet werden, sollen, sofern sie Shivas Werk vollziehen, die heiligen Schnüre darbringen; denn dies gilt als höchstes der Gelübde. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.083 Zum Abschluss des allgemeinen oder des eigenen besonderen Ritus findet eine offene Bewirtung statt. Asketen, Shiva-Verehrer, Bedürftige und Schutzlose sollen gespeist werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.084 Mit verschiedenartigen Speisen, butterreichem Gebäck, süßen Kugeln, Küchlein, Zuckerstücken und weiteren Leckerbissen bewirtet man die Shiva-Yogis. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.085 Danach ehrt man sie und gibt ihnen je zwei Gewänder, heilige Schnüre, Lendentücher, Arzneien und weitere erforderliche Gaben. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.086 „Sei uns gnädig, erhabener Herr, beim Beginn der viermonatigen Regenzeitverpflichtung.“ [Einzelner Halbvers.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.087 Für einen besonderen Zweck folgt nun die Bewirtung der im Mandala Versammelten. [Einzelner Halbvers.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.088 Für Anwesende und Abwesende werden Gewänderpaare und heilige Schnüre vorgesehen, dazu reichliche Speisen, Getränke und verschiedenartige essbare Gaben, (IAST · Devanagari)
Stelle 22.089 zubereitet aus unterschiedlichen Stoffen: Erzeugnissen des Wassers, Früchten, Blüten, Mehl und Rohzucker, auf vielfältige Weise gekocht. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.090 Entsprechend Zeit und Ort wird das Vira-Mahl veranstaltet. Mit den spirituellen Schwestern und Brüdern nimmt man die aus dem Opfer hervorgegangene Speise (IAST · Devanagari)
Stelle 22.091 ohne begriffliche Spaltung ein. Man sitzt gesammelt auf Bodensitzen; die anschließende Bestimmung über Unterweisung oder Fragen ist beschädigt. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.092 Während des Opfers, in freudiger Feier und in Gegenwart des Lehrers, wird die geheime Handlung bei Einbruch der Nacht vollzogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.093 Auch dort werden am Ende den Asketen Ehrengaben gereicht, entsprechend ihrer inneren Haltung und der zuvor erläuterten Ordnung. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.094 Für Bedürftige darf man um Gaben bitten; die anschließende Ausnahme gegenüber einer sonst widersprechenden Handlung ist beschädigt. Die vorgesehene Ordnung soll ausgeführt werden; darin liegt nach dem Text kein Fehler, Parvati. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.095 Am allgemeinen Festtag badet der Lehrer, reinigt sich, badet die Gottheit und verehrt sie mit schönen Duftstoffen und Blüten. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.096 Der kundige Ritualleiter steht mit seinen Schülern, Helfern, Viras oder weiteren Shiva-Verehrern vor der Gottheit. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.097 Er trägt ihnen die Überlieferungsregeln vor und erklärt die Wiedergutmachung für die Verfehlungen von acht Monaten oder eines ganzen Jahres. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.098 Körperliche und geistige Verfehlungen werden im zuvor dargebrachten Pavitra vergegenwärtigt. Danach sollen die Regeln und die überlieferte Lebensordnung nicht erneut verletzt werden. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.099 Man soll weder gegen die tantrische Lebensordnung noch gegen die Vorschriften der eigenen Schrift oder die Worte Shivas handeln. [Eine zusätzliche Formulierung über Werden und Vergegenwärtigung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.100 „Lebe nach den Worten des Lehrers und der Lebensordnung der Schrift. Halte die Verpflichtung einen Tag beziehungsweise für die festgelegte Zeit ein.“ [Die zweite Zeitangabe ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.101 Genannt werden drei, fünf oder neun Tage beziehungsweise eine Monatshälfte, entsprechend den eigenen Möglichkeiten. Für Menschen, die in die Fremde reisen, und für diejenigen, die einem Lehrerwort zuwidergehandelt haben, (IAST · Devanagari)
Stelle 22.102 wird eine Verpflichtung von einem Tag an vorgesehen, du Liebe. Für dauerhaft an einem Ort Lebende, die über ihre Zeit verfügen und unabhängig sind, (IAST · Devanagari)
Stelle 22.103 werden ein, zwei, drei oder vier Monate der Selbstdisziplin genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.104 Man nimmt ungebetene Nahrung an, isst nachts oder beschränkt sich auf acht Bissen; man lebt von Almosen aus fünf Häusern oder hält eine Regel über einmaliges beziehungsweise mehrfaches Sitzen beim Essen ein. [Der letzte Gegensatz ist nicht eindeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.105 Es folgen beschädigte Bezeichnungen weiterer Ernährungsaskesen. Durch das Gelübde wird Reinheit erlangt. Für die Rezitation werden zehntausend, eine Niyuta-Zahl oder eine halbe Prayuta-Zahl nach den eigenen Möglichkeiten genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.106 Entsprechend der Rezitation werden Feueropfer, Meditation und Verehrung bemessen. Wer eine Verpflichtung übernimmt, soll sie täglich gebunden ausführen. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.107 Dadurch werden Gelübde, Opfer und die weiteren Handlungen vervollständigt. Nach dem Abnehmen der heiligen Schnur wird auch der Verehrungsschmuck entfernt. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.108 Danach verehrt man erneut wie zuvor, du Schönhüftige. Die abgenommene Schnur wird entsprechend der Vorschrift behandelt und gut beräuchert. [Die weiteren genannten Orte oder Stoffe sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.109 Dies geschieht täglich bis zum Ende der Verpflichtung, du Liebliche. Ist sie erfüllt, vollzieht man erneut die Verehrung wie zuvor. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.110 Mit allen erforderlichen Stoffen führt man Waschung, Verehrung, Rezitation und Feueropfer aus und bittet die Gottheit um Vergebung. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.111 Alles, was als verpflichtende Rezitation, Feueropfer oder Gelübde vollzogen wurde, wird mitsamt seiner Frucht dem Gott der Götter gewidmet. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.112 Fest in der Gelübdeordnung stehend, richtet man die Frucht auf das Ziel aus. Danach veranstaltet man nach den eigenen Möglichkeiten eine Bewirtung gemäß der allgemeinen Vorschrift. [Der erste Halbvers ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.113 Wie zuvor gibt man Ehrengaben: Kleidung zum Schutz gegen Kälte, Lendentücher, Schuhe und weitere Dinge für die Asketen. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.114 Bei einer besonderen Ausführung werden Bewirtung und weitere Gaben entsprechend erweitert; auch dann gibt man nach den eigenen Möglichkeiten Kleidung zum Kälteschutz. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.115 Nachdem man die Asketen wie zuvor geehrt und bewirtet hat, trägt man der Gottheit die vollzogene Ordnung vor und spricht auf der Ishana-Seite erneut: (IAST · Devanagari)
Stelle 22.116 „Was immer an der Ausführung unvollständig blieb, ob durch vorhandene oder fehlende innere Sammlung entstanden: Möge der höchste Herr es durch seine eigene Kraft zur Vollständigkeit bringen.“ [Der Gegensatz von Vorhandensein und Fehlen ist mehrdeutig.] (IAST · Devanagari)
Stelle 22.117 Nach Darbringung des Gastwassers führt man die Handlungen der eigenen Praxis aus. Auch der Befreiungssuchende verfährt ordnungsgemäß auf die ihm entsprechende Weise. (IAST · Devanagari)
Stelle 22.118 Im Pingalamata: die Darbringung der heiligen Schnüre. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 23: Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel
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Stelle 23.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 23.002 Eine Einteilung des Shiva-Linga in niedrig, mittel und hoch scheint nicht angemessen. Wird sie vorgenommen, entsteht dann nicht ein Fehler wie bei der Übertragung menschlicher Unterschiede? (IAST · Devanagari)
Stelle 23.003 Du hast zuvor doch eine einzige Beziehung des Durchdringens und des Alldurchdringenden gelehrt. [Halbvers.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.004 Wenn man durch die Verbindung von Siddhi und ihrer Praxis drei oder gar hundert Arten unterscheidet, liegt darin doch eine große Schwierigkeit: Die Wirklichkeit ist immer eine und unbeweglich. [Satzbau beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.005 Auch die Unterscheidung in friedvoll und schrecklich scheint nicht angemessen. Wie kann der eine Shiva zweifach sein? Erkläre mir all dies zusammenfassend aus deiner Gnade. (IAST · Devanagari)
Stelle 23.006 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 23.007 Die Durchdringung, die ich als Gleichheit der Wirklichkeitsebenen erklärt habe, gilt in allen Lingas. Daran besteht kein Zweifel, du Glückliche. [Die Wortfolge im zweiten Halbvers ist verdoppelt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.008 Warum sollte dennoch nicht von niedrig, mittel und hoch gesprochen werden? Dies folgt der jeweiligen Aussageabsicht. [Der zweite Halbvers ist beschädigt; die Absicht des Auftraggebers wird ausdrücklich genannt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.009 Für einen Brahmanen werden drei größere Ausführungen genannt, entsprechend seiner inneren Ausrichtung; für einen Kshatriya zwei mittlere, entsprechend der Beschaffenheit der Materialien. [Die Maßklassifikation ist nicht eindeutig erhalten.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.010 Weitere mittlere und kleinere Abstufungen werden dem Vaishya zugeordnet; die übrigen, zwei kleinen, den Shudras, du Schönfarbige. [Die genaue Reihenfolge ist beschädigt; historische soziale Zuordnung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.011 Auch bei gleicher Frucht erfolgt die Anordnung entsprechend den Unterscheidungen des gesellschaftlichen Weges, nach allgemeiner Ordnung oder dem jeweiligen besonderen Fall. [Wortlaut beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.012 Die als kleiner und größer bezeichneten Maße richten sich nach dem Tempelmaß und den Mitteln des Auftraggebers. Damit wird kein Unterschied in Shiva selbst ausgesagt. (IAST · Devanagari)
Stelle 23.013 Die zuvor genannte dreifache Siddhi hängt mit dem Wunsch des Sadhaka zusammen. Shiva kennt die innere Ausrichtung der Menschen und wirkt entsprechend, wo immer er gegenwärtig ist. [Schlussverb unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.014 Bei einem kleinen, mittleren oder großen Linga gewährt er die drei Arten von Frucht. Dasselbe gilt auch bei Edelsteinen; [der Vergleich mit einem Mungbohnenmaß ist beschädigt]. (IAST · Devanagari)
Stelle 23.015 Eine geringere Frucht macht ihn selbst nicht geringer. Und wenn er einem Niedrigeren eine hohe Frucht gewährt, wird er dadurch niemals herabgesetzt. [Die Argumentation ist trotz beschädigter Wortformen erkennbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.016 Wie ein König den Dienenden den ihren Handlungen entsprechenden Lohn gibt, ohne selbst von den Fehlern schlechter Handelnder beeinträchtigt zu werden, [so ist es auch hier; erster Halbvers beschädigt]. (IAST · Devanagari)
Stelle 23.017 Durch unterschiedliche Anteile an der Gabe wird der Gebende nicht geringer. Ebenso wird der Herr durch kleinere und größere Maße nicht vermindert. (IAST · Devanagari)
Stelle 23.018 Wie das Menschsein eines ist und dennoch in unterschiedlichen Erscheinungen sichtbar wird, so erscheint Shiva durch die Unterschiede seiner Gestalten verschieden. [Die genaue Zweiteilung des Vergleichs ist im Sanskrit nicht sicher lesbar.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.019 Die besondere Gegenwart an einem Ort ist wie die Sonne mit ihren Strahlen. So besteht sie in schrecklichen und friedvollen Gestalten, etwa in der Form Bhairavas. (IAST · Devanagari)
Stelle 23.020 Die jeweilige Ausrichtung des Sadhaka entsteht entsprechend seinem Wunsch. [Halbvers; Lesung leicht beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.021 Bei schrecklichen Handlungen zeigt sich die schreckliche, bei friedvollen die friedvolle Form. Wer in seinen inneren Neigungen zur Reife gelangt ist und Befreiung sucht, richtet seinen Geist darauf. [Erster Halbvers ausdrücklich unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.022 Dies ist gemäß dem Herabkommen der Shakti zu verstehen, das intensiv oder noch intensiver sein kann. Wie die Gnade sich unterschiedlich zeigt, so unterscheiden sich Shivas Erscheinungsformen. (IAST · Devanagari)
Stelle 23.023 Die Ausrichtung entspricht dem jeweiligen Erlangen der Frucht. Der Herr erkennt dies in seiner Allwissenheit und nimmt die entsprechende Gestalt an. [Textlücke im ersten Halbvers.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.024 In der Welt der Astras bringt er die jeweiligen Handlungen zur Erscheinung; für die Ziele der Praxis schafft er die entsprechenden Formen. [Beide Halbverse sind sprachlich beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.025 So erscheint der höchste Herr in den Gestalten der Beschützer von Rakshasas, Pishachas, Bhutas und Vetalas sowie der Ganas, Vidyadharas und weiterer Wesen. (IAST · Devanagari)
Stelle 23.026 Er nimmt die Gestalt von Yakshas und Göttern an und führt die gewünschte Frucht herbei. Denn er bleibt stets jenseitig und alldurchdringend. (IAST · Devanagari)
Stelle 23.027 Allwissenheit, Freiheit und allumfassendes Wirken kennzeichnen ihn. Der Herr ist allen gegenüber mitfühlend, voller Erbarmen, beständig und ewig. (IAST · Devanagari)
Stelle 23.028 Daher entsprechen Linga und Sadhaka in ihren Merkmalen der inneren Ausrichtung der Shiva zugewandten Einzelseelen und der jeweils zu erlangenden Frucht. [Wortlaut beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.029 Auf der Grundlage der entsprechenden Merkmale soll der Sadhaka mit dem bezeichneten Gegenstand üben. [Der zweite Halbvers über eine merkmallose Form ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.030 Jenseits des Denkens und zugleich Grundlage des Geistes wird er in der Annäherung verwirklicht. Dies ist die auf die höchste Wirklichkeit gerichtete Ordnung, die alle Vollendungen gewährt. [Der Bezug des ersten Satzes ist aus dem Zusammenhang erschlossen.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.031 Dies habe ich den Sadhakas erklärt, du Gute; daran besteht kein Zweifel. [Halbvers.] (IAST · Devanagari)
Stelle 23.032 Im Pingalamata. [Kurzer Abschlussvermerk ohne Sachtitel.] (IAST · Devanagari)
Lesebereich 24: Mantramshakalakshana – Merkmale der Mantra-Anteile
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Stelle 24.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 24.002 Ich habe alles gehört, Gott, von den Merkmalen des Lingas an. Erkläre nun die Merkmale der Mantras, denn sie liegen allem zugrunde. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.003 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 24.004 Nun erkläre ich die glückverheißenden Merkmale der Mantras, durch deren Erkenntnis der Praktizierende Anteil an der Vollendung gewinnt. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.005 An einem abgeschiedenen, günstigen, mit ausgestreuten Blüten geschmückten Ort sitzt der durch Mantras geschützte Lehrer zusammen mit den Praktizierenden. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.006 Der Kundige legt die Buchstabenmutter von A bis Ha aus, unter Ausschluss von sechs als Kuta bezeichneten Zeichen. Danach schreibt er den gewünschten Mantra auf. [Die genaue ausgeschlossene Zeichengruppe ist nicht erläutert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 24.007 Er verehrt ihn mit Duftstoffen und Blüten und ordnet seine Buchstaben der Reihe nach. Verbindungen von Konsonanten, das R-Zeichen und der Nasalpunkt (IAST · Devanagari)
Stelle 24.008 sowie Vokalzeichen und Visarga werden dabei getrennt dargestellt. Nach dieser Zerlegung schreibt man darunter den Namen [des Praktizierenden]. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.009 Man verwendet den allgemein bekannten oder von Mutter und Vater gegebenen Namen; bei Asketen den Namen, den der Lehrer beim Blütenwurf verliehen hat. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.010 Auch die Buchstaben dieses Namens werden einzeln zerlegt, in derselben Weise wie zuvor die Zeichen des Mantras. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.011 Für die Bestimmung des zu verwirklichenden Mantras und seines Praktizierenden werden die jeweiligen Anteile ermittelt, Göttin. Unter jedes Zeichen der Mantrareihe setzt man senkrecht (IAST · Devanagari)
Stelle 24.012 ein Zeichen des Namens des Praktizierenden, bis die Zahl der Mantrazeichen erreicht ist. Falls nötig wiederholt man die Namenszeichen, bis der ganze Mantra abgedeckt ist. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.013 Sind dagegen die Namenszeichen zahlreicher als die Mantrazeichen, soll man die Mantrazeichen nicht erneut wiederholen, sondern diesen Mantra meiden. [Die Vergleichsform ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 24.014 So werden die Zeichen aufgeschrieben und gezählt. Die erste Kategorie heißt Siddha, „bereits vollendet“, die zweite Sadhya, „noch zu verwirklichen“. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.015 Die dritte heißt Susiddha, „besonders gut vollendet“, die vierte Ari, „feindlich“. Danach beginnt die Folge erneut mit Siddha, Sadhya, Susiddha und Ari. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.016 So ergeben sich anhand der Namenszeichen vier Mantragruppen, Göttin. Der Kundige setzt die Zählung bis zum Ende des Mantras fort. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.017 Vom jeweiligen Namenszeichen aus zählt man bis zum Mantrazeichen. Nach Abschluss des Mantras wird die Zuordnung ausgesprochen. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.018 Ist alles Siddha, wird die sichtbare wie die unsichtbare Frucht erreicht, du Liebe. Ist alles Sadhya, bleibt das Ergebnis gleichgültig: weder Verlust noch Gewinn. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.019 Ist der Mantra durchgehend Susiddha, steht die dreifache Vollendung offen. Ist er durchgehend Ari, wird er als zerstörerisch für den Praktizierenden bezeichnet. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.020 Gehört der Mantra am Anfang und am Ende zur Siddha-Kategorie, wird die Frucht der Vollendung in kurzer Zeit erlangt. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.021 Gehört er am Anfang und Ende zu Sadhya, gelingt er nur mühsam. Gehört er an beiden Stellen zu Susiddha, gewährt er die Früchte der drei Welten. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.022 Gehört er am Anfang und am Ende zur feindlichen Kategorie, so bedroht er nach der Behauptung des Textes den Praktizierenden rasch mit dem Tod. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.023 Ist der Anfang Siddha und das Ende Sadhya, gelingt er durch Verdoppelung der im Ritualhandbuch vorgeschriebenen Handlung. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.024 Ist der Anfang Sadhya und das Ende Siddha, gelingt er mit der vorgeschriebenen Handlung. Ist der Anfang Sadhya und das Ende Susiddha, (IAST · Devanagari)
Stelle 24.025 wird Vollendung nur durch Verdoppelung erreicht. Ist der Anfang Siddha und das Ende Susiddha, (IAST · Devanagari)
Stelle 24.026 wird der König der Mantras durch Vervierfachung der Handlung vollendet. Ist der Anfang Susiddha und das Ende feindlich, (IAST · Devanagari)
Stelle 24.027 folgt zunächst die Angabe, die Handlung zu verdoppeln; anschließend wird eine achtfache Rezitation verlangt. [Die beiden Vorschriften stehen widersprüchlich nebeneinander und werden nicht vereinheitlicht.] (IAST · Devanagari)
Stelle 24.028 Ist der Anfang feindlich und das Ende Susiddha, wird die Vollendung durch eine sechsfache Ausführung erreicht. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.029 Ist der Anfang Siddha, das Ende Susiddha und die Mitte Sadhya, erfüllt der Mantra rasch den Wunsch des Praktizierenden. [Die mittlere Kategorie ist leicht beschädigt geschrieben.] (IAST · Devanagari)
Stelle 24.030 Ist der Anfang Susiddha, das Ende Siddha und die Mitte wie zuvor Sadhya, bewirkt er stets jede Vollendung für den Praktizierenden. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.031 Ist der Anfang Siddha, das Ende Susiddha und eine weitere Stelle feindlich, ist zusätzliche Rezitation erforderlich. [Die Quelle nennt widersprüchlich nochmals das Ende; eine Textlücke verhindert die sichere Satzrekonstruktion.] (IAST · Devanagari)
Stelle 24.032 Ist der Anfang Susiddha, das Ende Siddha und die feindliche Kategorie wie zuvor dazwischen angeordnet, wird die Vollendung durch vierfache Ausführung erreicht. [Die Quelle schreibt auch hier „am Ende“; der Bezug bleibt unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 24.033 Sind Anfang und Ende Sadhya und die Mitte Siddha, gibt es weder unmittelbare Vollendung noch Schaden; nur mit Mühe gelingt die Verwirklichung. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.034 Eine weitere Verbindung von Sadhya und Susiddha verlangt vermehrte Rezitation. Sind Siddha oder Susiddha von feindlichen Kategorien eingeschlossen, (IAST · Devanagari)
Stelle 24.035 wird der Verlust von Vermögen, Getreide, Kindern und Ehefrau vorausgesagt. Ist dagegen Sadhya von Siddha oder Susiddha umgeben, (IAST · Devanagari)
Stelle 24.036 entstehen geringere, mittlere oder höchste Vollendungen ohne Hindernis. Ist eine feindliche Kategorie von Siddha oder Susiddha umgeben, (IAST · Devanagari)
Stelle 24.037 kann sie sich nicht durchsetzen, doch wird Mühe erwartet. Ist Siddha oder Susiddha von Sadhya umgeben, (IAST · Devanagari)
Stelle 24.038 gelingt die Verwirklichung ebenfalls nur durch Anstrengung und große Mühe, du Liebliche. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.039 Ist Siddha oder Susiddha von feindlichen Kategorien umgeben, soll man einen solchen Mantra nach Prüfung seiner Merkmale von Weitem meiden. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.040 Ein durch feindliche Zuordnungen beeinträchtigter Mantra soll niemals angenommen werden. Danach folgt eine weitere Berechnung der Mantras, du Schönangesichtige. [Der technische Ausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 24.041 Der Vorschriftenkundige zählt Siddha und Susiddha zusammen, ebenso Sadhya und Ari, und multipliziert die jeweiligen Summen mit zehn. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.042 Nach dieser Multiplikation der beiden Summen wird eine Teilung vorgenommen. Für die Siddha-Summe wird die Acht genannt. [Das genaue Rechenverb und ein Zwischenschritt sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 24.043 Für die Ari-Summe wird die Zwölf genannt. Die dort verbleibenden Reste ergeben die Anteile. [Textlücke; das Rechenverfahren ist nicht vollständig gesichert.] (IAST · Devanagari)
Stelle 24.044 Diese werden als Monate bezeichnet, höchste Herrin. Die Reste der Siddha-Summe gelten den Kundigen als Tages- beziehungsweise Nachtwachen. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.045 In dem entsprechenden Monat und der entsprechenden Wache nimmt man den Mantra an. Zu dieser Zeit erfolgt auch das besondere Einnehmen der Opferspeise und weiterer Gaben. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.046 In jenem Monat erlangt der Praktizierende nach der Verheißung des Textes die Vollendung. Damit sind die von dir erfragten Mantramerkmale erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.047 Wer ohne dieses Wissen praktiziert, muss mit vielen Hindernissen rechnen. Deshalb soll man das Wesen des Mantras und die eigenen Merkmale gründlich erkennen. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.048 Dem vom Praktizierenden gewünschten Mantra wird danach Gastwasser dargebracht. (IAST · Devanagari)
Stelle 24.049 Im Pingalamata: der Abschnitt über die Merkmale der Mantra-Anteile. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 25: Siddhisadhanacharyalakshana – Siddhi, Sadhaka und Lehrer
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Stelle 25.001 Pingala sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 25.002 Die allgemeinen Merkmale des Rituallehrers und des Praktizierenden wurden genannt, Gott. Erkläre nun ihre besonderen persönlichen Kennzeichen. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.003 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 25.004 Menschen, die außerhalb des sogenannten Arya-Landes in Grenzgebieten geboren wurden, spricht der Text die Eignung zur Vollendung und zur Vermittlung von Vollendung an andere ab. [Historische Herkunftsdiskriminierung des Textes.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.005 Er behauptet, sie erlangten nicht selbstständig Befreiung, sondern seien von anderen abhängig; Lautvollzug, Feuerverbindung und Reinigung der sechs Wirklichkeitspfade werden als Vermittlungen genannt. [Die Satzverbindung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.006 Durch Shivas Willen, verbunden mit Hingabe und erfüllt vom Gedenken an Shiva, erlangen sie Befreiung, du Schönhüftige, nicht auf andere Weise. [„Sie“ bezieht sich auf die zuvor genannten Menschen, denen bestimmte Siddhi-Berechtigungen abgesprochen wurden.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.007 Es folgen Menschen, die aus einer erneuten Ehe oder von einer Prostituierten geboren wurden. [Der Halbvers setzt eine ausschließende Aufzählung fort.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.008 Genannt werden ferner Kathakas beziehungsweise eine so bezeichnete Herkunftsgruppe, rotgekleidete und weißgekleidete Bettelmönche, weitere beschädigt benannte Gruppen, Nirgranthas und Träger des großen Gelübdes. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.009 Dazu treten Träger des Pashupata-Gelübdes und weiterer, teilweise unklar benannter Gelübde, Menschen, die ein Gelübde gebrochen haben, und bestimmte Träger religiöser Zeichen. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.010 Der Text behandelt anschließend von ihm als „vermischt“ abgewertete Abstammung, insbesondere Kinder eines Shudra mit einer Brahmanin; Vaishyas und Kshatriyas werden in einer beschädigten Abgrenzung genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.011 Solche Menschen werden als nicht zur besonderen Vollendung berechtigt dargestellt. Danach werden weitere Kinder aus Verbindungen zwischen den Standesgruppen genannt. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.012 Ihnen wird hier zwar die besondere Vollendung abgesprochen, durch Einweihung jedoch Anteil an der Befreiung zugestanden. Danach folgen Brahmanen, Kshatriyas, Vaishyas und Shudras als die vier Standesgruppen. [Diese Hierarchie ist eine historische Aussage des Textes.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.013 Als erwünscht gilt eine nach damaliger Vorstellung reine, angesehene Familie und ein Körper mit allen günstigen Merkmalen. Für den Kopf werden eine elefantenähnliche beziehungsweise schirmartige Form genannt. [Der erste Gestaltvergleich ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.014 Das Haar soll glatt glänzend, gelockt und dunkel wie Bienen sein, die Stirn breit und ansprechend geformt. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.015 Die Brauen sind lang und bogenförmig, die Augen mit günstigen Merkmalen versehen, hell und weit zu den Ohren ausgedehnt; die Augensterne gleichen denen eines Rehs. [Ein Ausdruck ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.016 Die Augenwinkel sind rötlich, die Augen gleichen den Blättern blauer Wasserlilien. Der Nasenrücken ist hoch, gerade und gleichmäßig. [Das Wort für Nase ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.017 Die Nasenwurzel ist leicht geneigt und mit der Brauenmitte verbunden; die beiden Wangen sind ebenfalls wohlgebildet und leicht gerundet. [Die letzte Formbeschreibung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.018 Beide Wangen sind gleichmäßig und klar gegliedert, die Mundwinkel deutlich. Die beiden Lippen besitzen die rote Farbe der Bimba-Frucht. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.019 Die vordere Mundpartie ist etwas erhoben, die Zähne sind weiß. Das Kinn ist deutlich gegliedert, leicht vorspringend und mit gleichmäßigem Barthaar versehen. [Ein Mundausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.020 Die Ohren haben ausgeprägte Windungen und schöne herabhängende Lappen; der Hals gleicht einer Muschel, die Schultern sind breit. [Die genaue Ohrenbeschreibung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.021 Der Schulterbereich gleicht der tragenden Form eines Gefäßes und besitzt schöne Erhebungen. Die Arme sind rund wie Säulen, lang herabhängend und mit verdeckten Gelenken. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.022 Bis zum Handgelenk verjüngen sie sich wie ein Kuhschwanz beziehungsweise Elefantenrüssel. Die Hände sind kupferrötlich, die Finger schön und lang. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.023 Sämtliche Fingerglieder und Gelenke sind ebenmäßig; die Nägel sind dünn und wohlgefärbt. [Die Farbbezeichnung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.024 Die Brust ist breit, der Bauch schlank. Der Nabel weist einen Rechtswirbel auf und ist weder zu tief noch zu stark erhöht. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.025 Die Flanken sind gerundet, bis zu Achsel und Brust wohlgeformt; Taille, Hals und Rücken sind klar gegliedert. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.026 Der Rücken ist nicht übermäßig eingesenkt. Der Taillenbereich ist gleichmäßig geformt und zum Tragen des Gürtels geeignet. [Der genaue Formvergleich ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.027 Die Gesäßpartien sind gerundet, die Taille wird mit einem beschädigten Säulenvergleich beschrieben. Die Oberschenkel gleichen Elefantenrüsseln, sind rund und nicht zu hart. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.028 Die Unterschenkel gleichen in ihrer Form einem Makara-Maul; die Knieknochen treten nicht hervor. Die Füße sind wie ein Schildkrötenrücken gewölbt, fleischig und gleichmäßig fest. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.029 Die Knöchelgelenke liegen verborgen, ein Adernetz tritt nicht hervor. Die Zehen sind vorn leicht erhoben, die großen Zehen rund. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.030 Die Nägel besitzen rötliche Ansätze, helle Flächen und leicht erhobene Spitzen. Die Fußsohlen gleichen geöffneten Lotusblüten. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.031 Die Hautfarbe wird als dunkel, hell, mungbohnenfarben oder wie Priyangu beschrieben, weder übermäßig dunkel noch übermäßig hell; die Stimme klingt wie Wolkendonner oder eine große Trommel. [Dies ist die traditionelle körperliche Idealbeschreibung des Textes.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.032 Er soll freudig und nicht zornig sein und sich von Streitgesprächen und rechthaberischem Reden abwenden. Dies sind besondere Merkmale eines Sadhaka beziehungsweise Lehrers. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.033 Ein solcher Mensch gilt als zu allen Vollendungen geeignet und als Lehrer der rechten Lebensführung, mit allen Merkmalen und vollständigen Kennzeichen ausgestattet. [Das erste Wort ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.034 Nachdem er gründlich erkannt und geprüft wurde, wird er von Shakti angetrieben, ist mit fester Hingabe verbunden und vom Mantra geprägt. [Einzelne Wortformen sind beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.035 Ihm soll der Sinn des Tantra und der Umfang der Lehre erklärt werden. Nachdem er durch die entsprechenden Einweihungshandlungen bereitet wurde, sollen Mantra und Tantra offenbart werden. [Das erste Verb ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.036 Er lebt zurückgezogen in einer Höhle, gestärkt durch Mantra und Tantra. Wenn er die eigene Erfüllung anstrebt, widmet er sich den entsprechenden Übungen. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.037 Mit verlässlichen, entschlossenen Helfern, die ihm in ihrer Eignung entsprechen, und mit allen erforderlichen Mitteln ausgestattet, soll er die Praxis beginnen. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.038 Die Praktizierenden werden als höchste, mittlere und geringere unterschieden. Entsprechend ist die Vollendung dreifach; ich erkläre sie einzeln. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.039 Genannt werden das Vermögen, winzig klein zu werden, äußerste Leichtigkeit, ungeheure Größe und das Erreichen entfernter Dinge. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.040 Dazu treten uneingeschränkte Wunscherfüllung, Herrschaft, Unterwerfung beziehungsweise Verfügung nach Wunsch. Die acht großen Vollendungen werden mit zehn Erkenntnis- oder Bestätigungszeichen verbunden. [Die Aufzählung ist verkürzt und beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.041 Der höchste Praktizierende verwirklicht die höchsten Vollendungen, du Liebe. Danach beginnt die Liste besonderer Ritualobjekte: eine beschädigte Waffenbezeichnung, Muschelhorn, Dreizack, Lotus, Rad, Axt und Bogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.042 Genannt werden Vetala, Sandalen, Stab, Lotus, Schwert, Wassergefäß, Aschenbehälter, Khatvanga-Stab sowie weitere unsicher bezeichnete Gegenstände, darunter möglicherweise Kreide und Würfel. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.043 Ferner Speer, Schlinge, Haken, Keule, Messer, Schneidwerkzeug und Hammer. [Ein Teil des ersten Halbverses fehlt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.044 Die Praxis mit Schädel, Totengeist und einer weiteren beschädigt bezeichneten Form gehört ebenfalls hierher. Solche und andere Vollendungen gelten als mittlere Ziele des mittleren Praktizierenden. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.045 Befriedung, Stärkung, Beeinflussung, Heranziehen, Entzweiung, Vertreibung, Verblendung und Tötungsmagie (IAST · Devanagari)
Stelle 25.046 sowie Lähmung, ein als Rohana bezeichnetes Verfahren, Feindschaft, Bestrafung und weitere gewaltsame Handlungen werden als geringere Ziele des geringeren Praktizierenden eingeordnet. [Die Liste ist beschädigt; historische Klassifikation, keine Empfehlung.] (IAST · Devanagari)
Stelle 25.047 Erklärt wurden die mit der fünffachen Weihe verbundenen Merkmale von Linga und Tempel, die Merkmale der Bildgestalten und des Gesichts-Lingas, (IAST · Devanagari)
Stelle 25.048 des beweglichen Lingas beziehungsweise seiner Platte, des Bana-Lingas, von Sitz und Sockel, die Regeln des Baugrundes und die Anlage von Städten und anderen Siedlungen, (IAST · Devanagari)
Stelle 25.049 die Merkmale der Materialien, von Klostergebäuden und Türmen sowie die Merkmale des Handwerkers, des Rituallehrers und des Praktizierenden, (IAST · Devanagari)
Stelle 25.050 ferner Erneuerung verfallener Heiligtümer, Bindung an das Linga, die entsprechenden Verpflichtungen, die Darbringung der heiligen Schnüre und die Unterscheidung der Mantra-Anteile, (IAST · Devanagari)
Stelle 25.051 schließlich die dreifache Vollendung in geringerer, mittlerer und höchster Form: alles im Bereich der Allwissenheit, auf Heil und sämtliche Formen des Gelingens bezogen. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.052 Alles, wonach du gefragt hast, habe ich dir erklärt. (IAST · Devanagari)
Stelle 25.053 Im Pingalamata: die Merkmale von Vollendung, Praktizierendem und Lehrer. (IAST · Devanagari)
Lesebereich 26: Wiederholung des Anfangs und Schreibervermerk
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Stelle 26.001 Pingala sprach: [Hier wiederholt die Vorlage einen Teil des Textanfangs.] (IAST · Devanagari)
Stelle 26.002 Die Merkmale aller Dinge, Gott, werden aus dem Agama erkannt. Ist auch der Agama selbst mit Merkmalen versehen oder nicht? Sage es mir, Herr. (IAST · Devanagari)
Stelle 26.003 Wie wird der Zusammenhang dieses Agama erklärt, Herr der Götter? Erläutere zum Verständnis des Praktizierenden seine Darlegung und Überlieferung. [Der letzte Ausdruck ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 26.004 Bhairava sprach: (IAST · Devanagari)
Stelle 26.005 Gut, gut, du Hochverständiger, der angemessene Fragen zu unterscheiden weiß! (IAST · Devanagari)
Stelle 26.006 Ich erkläre dir gewiss die Merkmale des Agama. Weil sein Ursprung beziehungsweise sein Sinn von allen Seiten erschlossen wird, gilt er als Agama. [Die wortdeutende Formulierung ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 26.007 Weil es unterweist und schützt, wird es Shastra, „Lehrschrift“, genannt. Weil man dadurch erkennt und geführt wird, heißt es Jnana, „Erkenntnis“. (IAST · Devanagari)
Stelle 26.008 Es entfaltet und schützt beständig: So wird eine weitere Wortdeutung gegeben, deren Wortlaut beschädigt ist. Aus Laut und Bedeutung zusammengefügt, wird es von den Kundigen als Agama bestimmt. (IAST · Devanagari)
Stelle 26.009 Aus Shivas Lotusmund hervorgegangen, gelangt es in der Folge der Überlieferung weiter. Es besitzt Versmaß und sprachliche Merkmale; die abschließende Bezeichnung fehlt durch eine Textlücke. (IAST · Devanagari)
Stelle 26.010 Die Kundigen sollen es nach der Ordnung von Sprecher und Hörer verstehen. Als Sprecher gilt vor allem der Lehrer, gelegentlich auch ein Praktizierender. (IAST · Devanagari)
Stelle 26.011 Samayin und Putraka sollen diese Lehrerrolle hier nicht übernehmen. Selbst wenn sie den Sinn kennen, sollen diejenigen, die die Frucht suchen, nach dieser Rollenordnung nicht bei ihnen die Unterweisung hören. [Der Satzbau ist beschädigt.] (IAST · Devanagari)
Stelle 26.012 Als Hörer des Agama gelten Samayins, Putrakas, Praktizierende, Lehrer und alle Shiva-Verehrer mit fester Verpflichtung. [Eine Gruppenbezeichnung ist unsicher.] (IAST · Devanagari)
Stelle 26.013 Der Mantrapraktizierende ist durch die Mantraweihe eingesetzt und der entsprechenden Lebensordnung ergeben. [Einzelner Halbvers.] (IAST · Devanagari)
Stelle 26.014 Im Jahr 297, am Vollmondtag der hellen Hälfte des Monats Chaitra, unter dem Mondhaus Uttaraphalguna, während der siegreichen Herrschaft des erhabenen Rudradeva, des höchsten Herrschers und Großkönigs der Könige: Der Shiva-Lehrer Vijadharavarman, Bewohner der Straße Chandana-Mandapi in der ehrwürdigen Mahavijaka-Straße [Ortsnamen unsicher], ließ dieses Buch schreiben. Geschrieben wurde es vom Schreiber Pashupati. [Die vorangestellte Herrschertitulatur enthält außerdem die Lesung „Rameshvara“. Die verwendete Ära wird im Vermerk nicht ausdrücklich benannt; das Jahr wird deshalb hier nicht in eine christliche Jahreszahl umgerechnet.] (IAST · Devanagari)
Vom Studium in den Alltag
Am Ende der Lektüre kann eine schlichte Frage stehen: Was von dem Verstandenen möchte ich heute leben? Vielleicht ist es die ruhige Sorgfalt des Handwerkers, die Geduld beim Erklären, die Freude an einer kleinen Darbringung oder die Bereitschaft, einem Menschen zu helfen. In solchen Handlungen können Hingabe und Erkenntnis zusammenfinden.
Für eine kurze tägliche Betrachtung kannst du zur Auswahl der 108 Stellen wechseln. Nimm einen Gedanken mit in deine Meditation und gib ihm danach im Alltag eine konkrete Gestalt. Dies ist eine heutige Einladung zum Üben, keine zusätzliche Vorschrift des Sanskrittextes.
Die vier Artikel: Einführung und deutsche Übersetzung · Sanskrit in IAST · Sanskrit in Devanagari · 108 inspirierende Stellen und Mantras
Siehe auch
- Pingalamata Sanskrit IAST
- Pingalamata Sanskrit Devanagari
- Pingalamata 108 Inspirierende Verse und Mantras
- Brahma Yamala
- Jayadratha Yamala
- Devyamata
- Mayasamgraha
- Brihatkalottara
- Kirana Tantra
- Mohacurottara
- Mrigendra Tantra
- Matanga Parameshwara Agama
- Svacchanda Tantra
- Tantraloka
- Siddhayogeshvarimata
- Trikasadbhava
Literatur und Quellen
- Verwendete Textgrundlage: Muktabodha Indological Research Institute: Piṅgalāmata, Nebentitel Jayadrathādhikara, Katalog M00305, Revision 0, 1. März 2014, IAST- und Devanagari-E-Text nach NGMCP 3-376/vi. Erfassung unter Leitung von Mark S. G. Dyczkowski. Die Quelle nennt Creative Commons BY-NC 4.0. Die vorliegende Bearbeitung ergänzt Gliederung, Stellenzählung, deutsche Übersetzungen und Erläuterungen.
- Weiterführende kritische Edition für den Tempelbau: Libbie Mills: Temple Design in Six Early Śaiva Scriptures. Critical Edition and Translation of the Prāsādalakṣaṇa-Portions of the Bṛhatkālottara, Devyāmata, Kiraṇa, Mohacūrottara, Mayasaṃgraha & Piṅgalāmata. Collection Indologie 138. Institut Français de Pondichéry / École française d’Extrême-Orient, 2019, 665 Seiten. ISBN 978-81-8470-228-6 und 978-2-85539-233-2. Verlagsbeschreibung. Hier bibliographisch und hinsichtlich des Editionsumfangs verifiziert; nicht als kollationierter Editionstext benutzt.
- Medienkontext: Die verwendeten Dateinamen und Videoeinbindungen sind auf den Yoga-Wiki-Seiten Bhairava, Linga und Vastu belegt. Sie illustrieren die Themen allgemein und sind keine Abbildungen aus der Handschrift.
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